Kommentare - Ukraine-Krise: Auch in Russland wachsen die Sorgen

26. Januar 2022 - 08:21 Uhr

Meinungsumfragen zeigen: Die Mehrheit der russischen Bevölkerung macht die NATO für die Ukraine-Krise verantwortlich. Und doch wachsen die Sorgen vor einer kriegerischen Auseinandersetzung. Von Christina Nagel.

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Kommentare

Am 26. Januar 2022 - 11:00 Uhr von fathaland slim 10:41, Tada

[>>Und wenn man gegen Russland kämpft, dann sollte man damit vor dem nächsten Winter fertig sein und Sibirien eingenommen haben.
Das sind die Erfahrungswerte.<<]
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,, Wer will denn Russland erobern?
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Es ist übrigens genau umgekehrt: Wer das Land erobern möchte, der sollte das bis April hingekriegt haben. Sonst versinken die Bodentruppen im Schlamm. Weshalb auch die Ukraine dann vor einer größeren russischen Invasion sicher ist.
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Mir fehlt auch die Fantasie, um mir vorzustellen, wie man Sibirien militärisch einnehmen könnte. Diese riesige, fast menschenleere Weite."

Ich stelle mir gerade vor, wie es gewesen wäre, hätte es im Jahre 1939 schnelle Medien gegeben und es wird fleißig über den 1. Weltkrieg und die geostrategischen Verhältnisse gefachsimpelt.

@Tada
Die Klimakatastrophe ist das einzige, was uns vor dem sich anbahnenden Missbrauch der Intelligenz retten kann. Den konnte ich mir nun auch nicht verkneifen.

Am 26. Januar 2022 - 11:11 Uhr von eine_anmerkung.

"Und warum gesteht man dies nicht einfach den Russen zu, aber bitte diesmal schriftlich (wenn ich mir an den heutigen Umgang mit den damaligen Genscher-Aussagen vor Auge führe)? Dann würde man unsere russischen Freunde doch in Zugzwang bringen oder nicht?"

Ganz einfach, weil man keinem Land von vornherein verbieten kann in die Nato eintreten zu wollen. Die Ukraine ist ein souveräner Staat. Ob die Nato einen souveränen Staat in das Verteidigungsbündnis aufnimmt wird dann entschieden. Hier werden Tatsachen ziemlich verdreht, die Nato geht nicht auf Staaten zu und fragt wollt ihr nicht zu uns gehören, das läuft andersherum

10:56 heribix

das ist alles andere als repräsentativ.......

Bin ganz bei ihnen.
Auch im Süden Deutschlands sieht man, dass alles nicht so schwarz - weiss ist und die Kiewer Führung ebenfalls keine weise Weste hat bei dem Konflikt. Übrigens scheinen auch hohe Militärs anderer Meinung zu sein als die veröffentlichte Meinung wie man gerade eher zufällig mitbekommen hat.

Am 26. Januar 2022 - 10:59 Uhr von schabernack

Wahrscheinlich haben Sie da Recht.

Ich habe da eine andere Einstellung, gerade wenn man nachdenken muss, wird es doch erst interessant.
Das kann allerdings dazu führen, dass man seine Meinung ändert, was einigen dann natürlich nicht gefällt, weil es dann keine einfache Unterteilung in Feind/Freund oder Schwarz/Weiß mehr gibt.

@ Helmut_S

Zitat: "Die NATO hat bei den 2+4-Verhandlungen zur deutschen Einheit versprochen, die NATO nicht nach Osten auszudehnen und diese Zusage gebrochen."
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Ich habe lange gesucht, aber in dieser Form kein Vertragswerk gefunden.
Wo, in welchem Vertrag, ist diese Vereinbarung also niedergelegt?
Oder liegen dem Interpretationen zu Grunde?

@Helmut_S. 11:13 Uhr

"Die NATO hat bei den 2+4-Verhandlungen zur deutschen Einheit versprochen" Mag sein, zumindest liegt kein schriftliches Protokoll vor und Zeitzeugen sind verstummt oder schon gestorben.
Sicher ist, dass in der allgemeinen Euphorie unter dem Herrn Gorbatschow sich niemand vorstellen wollte und es etwa sogar aussprechen, dass Erfahrungen mit dem "Westen" eben nicht für Nettigkeit sprachen. Gorbatschow glaubte wohl, dass "man" sein Land bzw. seine Länder bereitwillig in den Arm der großen Völkergemeinschaft aufnehmen wollte. Er hat ganz offensichtlich total unterschätzt, was für ein Desaster es für die NATO, diverse Rüstungsindustrien etc. gewesen wäre, sich einfach quasi abzuschaffen. Er nahm offenbar an, die Auflösung des Warschauer Vertrages wäre ein schönes Zeichen.
Nun kann sich eigentlich niemand mehr darüber wundern, dass das westliche Bündnis endlich wieder viele Feinde erkohren hat.

10:29, Nachfragerin

>>Da die EU auf Empfehlung der USA seit Jahren versucht, vom günstigen russischen Gas auf das teuerere US-Flüssiggas umzusteigen<<
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Empfehlung? Ich bitte Sie. Natürlich auf Befehl der USA. Da werden dann auch marktwirtschaftliche Mechanismen mal eben einfach so außer Kraft gesetzt. Kapitalistische Planwirtschaft eben.
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Seltsam nur, daß die dreißig europäischen Flüssiggasterminals, die es bisher gibt, lediglich zu einem Drittel ausgelastet sind. Ebenfalls seltsam, daß es außer den USA noch zahlreiche andere Flüssiggasanbieter auf dem Weltmarkt gibt.
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Irgendwie ist diese ganze Flüssiggaspropaganda nicht so richtig schlüssig.
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>>Die Gefahr geht von der vom Westen aufgerüsteten Ukraine aus, die versuchen könnte, die selbsternannten Volksrepubliken zurückzuerobern. Das wird Russland definitiv nicht zulassen.<<
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Die angeblichen Volksrepubliken sind völkerrechtlich Teil des ukrainischen Staatsgebietes. Niemand erkennt die Sezession an, nicht einmal Russland.

@MehrheitsBürger 11:07 Uhr

Dann ist es allerdings ein Widerspruch, dass Russland sich herausgenommen hat, die territoriale Integriät Georgiens, Moldawiens und der Ukraine zu missachten und dort militärisch aktiv zu sein.
Das ist Ihre Interpretation; die Tatsachen sind andere: Georgien war der Aggressor (ist heute allgemein bekannt) und wurde von Rußland gestoppt, in Transnistrien fror Rußland als Garantie-/Friedensmacht den Konflikt ein, ebenso in der Ostukraine. Das sind die völkerrechtlich (UN-Sicherheitsrat) anerkannten Tatsachen, die Ihnen offensichtlich nicht geläufig sind. Jüngere Bsp. sind in Aserbaidshan gegen Armenien und der Einsatz in Kasachstan als Friedenstruppen, ganz zu schweigen von Syrien.

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