Kommentare - Ukraine-Krise: Auch in Russland wachsen die Sorgen

26. Januar 2022 - 08:21 Uhr

Meinungsumfragen zeigen: Die Mehrheit der russischen Bevölkerung macht die NATO für die Ukraine-Krise verantwortlich. Und doch wachsen die Sorgen vor einer kriegerischen Auseinandersetzung. Von Christina Nagel.

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Kommentare

Gute Beschreibung der Lage.

Also wenn ich den Text richtig interpretiere sieht der einfache russische Buerger klar und deutlich die Faktenlage.

Die in den russischen Medien beschriebenen Verdachtsmomente gegen die Ukraine, besser die ukrainische Regierung und Erklaerungen fuer die eigenen Truppenbewegungen sind m.E. ja nicht unbegruendet.

Die Reaktion der NATO-Staaten auf die russischen Vorschlaege/Forderungen entsprechen ja auch den Fakten.

Strategie der USA Annäherung Europa an Rußland verhindern

um meinen Beitrag von eben nochmal zu belegen:

Georg Friedmann, Gründer und Direktor von STARTFOR (Abk. Strategic Forecasting), einer weltweit anerkannten US-Denkfabrik gab am 3.2.2015 ein interessantes Interview zu den Interessen der USA in Europa.
Insbesondere aus heutiger Sicht hochinteressant: "Das primäre Interesse der USA, wofür wir seit einem Jahrhundert die Kriege führen - Erster und Zweiter Weltkrieg und Kalter Krieg - waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann, und unser Interesse war es immer, sicherzustellen, dass das nicht eintritt."

Interesse Europas müsste es sein, einen Krieg in Europa zu vermeiden. Davon ist jedoch nichts zu sehen. Die NATO provoziert wo es nur geht.

Ach..nur in Europa?

"Dazu gehöre das Recht jeder Nation in Europa, selber zu entscheiden, welchen Bündnissen sie sich anschließen wolle. Russland verlangt ein Ende der Osterweiterung der NATO und will insbesondere verhindern, dass die Ukraine Teil des westlichen Verteidigungsbündnisses wird."

Aber mal anders .... natürlich habe ich das Recht, zB die Königin von England zu ehelichen.... aber es ist auch Ihr Recht, "No, thanks" zu sagen.

Niemand will einen Krieg

Hoffe ich zumindest. Es kostet den Westen fast nichts auf die Russen zuzugehen.
.....
Was aktuell passiert ist leider das Gegenteil davon.
Ich glaube das man noch nicht so richtig begriffen hat, was ein Krieg gegen Russland wirklich bedeutet.
......
Im Moment wird so getan als wäre das eine Frage wie Covid und der Klimawandel. Ich kann aber jedem versichern, dass der Klimawandel und Covid zu den unwichtigsten Nebensachen der Welt zählen werden, sobald zwischen den USA/NATO und Russland der erste Schuss fällt.
....
Mein Rat: NATO Truppen sofort abziehen !

Naja

was hat man denn erwartet?

Die Forderunge Russlands sind allerdings nur vorgeschoben, dass sollte jedem klar sein. Die Ukraine kommt nicht in die Nato, und das seit Jahren, das wird sich auch nicht ändern.

Es geht hier doch ganz klar ums Geld. NS2 wird nicht in Betrieb genommen, ok dann erobern wir die Ukraine und dann geht das Gas halt da durch, ohne Gebühren.

geschürte Angst

Erst gestern habe ich mich gefragt, ob die russischen Politiker und Medien auch jeden Tag die Gefahr herbeireden, um die Bevölkerung in Angst zu versetzen. Nun kenne ich die Antwort.
_
Wer den Konflikt ernsthaft deeskalieren will, sollte auch dazu beitragen, statt jeden Tag seine Drohungen und künstlichen "Befürchtungen" auszustoßen.

Keiner will Krieg - außer denen, die davon profitieren zu können

glauben
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Und das sind hie wie dort - und ausnahmslos überall ganz sicher nicht die „einfachen“ Leute, auf deren Rücken bzw. Kosten die „Mächtigen“ ihre Machtkämpfe austragen. Und dabei - insbesondere in autoritär „geführten“ Staaten - auch die Macht haben, dafür zu sorgen, dass ihre Bevölkerung ausschließlich ihr eigenes Narrativ über die Dinge zu hören/lesen bekommt.
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„Dass die NATO Truppen verlegt, die Ukraine täglich Waffen geliefert bekommt und (…) schürt auch in Russland die Sorge, dass es zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen könnte.
„Eine beängstigende Vorstellung, meint die 39-jährige Buchhalterin Natalja - im Krieg litten doch immer "die einfachen Leute - Kinder, Familien, alte Menschen".
>> Es folge daraus doch nichts Gutes.“
Nie, nirgends und für niemanden. Nicht mal für die Kriegstreiber. Und schon gar nicht für diejenigen, die hinterher die Folgen verantwortungsloser Machtkämpfe bewältigen müssen. Und zwar allein, weil Kriegstreiber die nie übernehmen.

Sorge der schlecht informierten Bürger Russlands

Russlands Bürger werden ausschließlich von den staatlichen Propaganda-Medien des Kreml mit Informationen "versorgt".
-
Wie würde das Meinungsbild aussehen, wenn es eine freie Presse und ein pluralistisches Meinungsbild in der Gesellschaft geben dürfte ?

Es ist erstaunlich, die…

Es ist erstaunlich, die Russen schlagen unter Beachtung der Gegenseitigkeit vor: keine Raketen an den Grenzen, keine Manöver, keine Nato-Osterweiterung. Diese Vorschläge werden als unannehmbar von Medien und Politiker in dem westlichen Militärbündnis NATO bezeichnet. Dafür wird die Ukraine-Krise ausschließlich thematisiert. Wo sind die Reporter die aus dem Donbass berichten, wo wird die Aufrüstungsorgie der Ukraine und die Verarmung des ukrainischen Volkes thematisiert, wo wird die Verletzung von Minsk II durch die ukrainische Regierung thematisiert. Nichts dergleichen, wir hören nur vom Selbstbestimmungsrecht der Staaten für einen NATO-Beitritt. Hoffentlich erinnern sich diese Politiker mit diesem Narrativ daran, wenn die Atomraketen an der russischen Grenze gegen NATO-Staaten gerichtet werden und auf Kuba oder in Venezuela russische Raketen stationiert und Militärstützpunkte eingerichtet werden.

Völlig korrekt.

Erstaunlich daran ist indes, daß es die russischen Bürger sind, die womöglich noch weitab vom Schuß irgedwo in den Tiefen Rußlands leben, die die Tatsachen klar und auch noch differenziert sehen, nämlich daß es nicht mal an der Ukraine liegt, die eh nur ein machtloser Spielball der eigentlichen Kriegstreiber ist und daß hier womöglich der schon lange schwelende Krieg zwischen den USA und Rußland zu eskalieren droht.
Warum können das unsere Politiker nicht und treiben uns in blindem, vorauseilendem Gehorsam, wider jedweder Vernunft und unserer Interessen in einen Krieg, dessen Folgen nicht abzuschätzen sind, jedoch das Schlimmste befürchtet werden muß?

08:47 Möbius

Sie müssen zwischen den Zeilen lesen:

„Niemand will einen Krieg …“

„… aber ….“

Der Bericht

bringt es auf den Punkt, wie die russische Bevölkerung dazu steht. Und man kann ergänzen, dass selbst viele Menschen, die sonst gegen Putin demonstrieren wegen der inneren Politik, aber hier voll zu ihrem Land stehen. Ich verstehe nur nicht, warum die NATO hier weiter auf Eskaltionskurs ist? Die Ukraine gehört nich zur NATO, es kann also kein Bündnisfall ausgerufen werden, die Ukraine hatte vorgestern in Person von Präsident Selenski und dem Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates der Ukraine, Danilow, unisono erklärt, dass es keine Anhaltspunkte für einen Angriff durch Russland auf die Ukraine gibt. Warum also diese Eskalation? Ich vermisse tatsächlich diese ernsthaften Bemühungen um Diplomatie und Ausgleich und Frieden. Ich befürchte eher ein Agieren der USA unter dem Deckmantel der NATO wie schon in früheren Zeiten. Es wird ignoriert, wie es da unten in der Region wirklich aussieht bei der Bevölkerung. Und wirtschaftliche Interessen sollte man auf anderem Wege klären.

Also ich bin kein Russe sondern seit Generationen Dutscher,

aber auch ich sehe es so wie die Russen.
Die NATO trägt hier meines Erachtens nach die volle Verantwortung der Situation. Wer einem anderen immer mehr auf die Pelle rückt, obwohl er weiß, dass der andere das nicht möchte, der muss sich nicht wundern wenn der andere Vorkehrungen trifft, dass dieses immer näher rücken unterbunden wird. So etwas lernt man doch schon im Kindergarten.
Das ist mein Tanzkreis und das ist dein Tanzkreis. Respekt dem anderen gegenüber.

Am 26. Januar 2022 - 08:47 Uhr von Möbius

"Im Moment wird so getan als wäre das eine Frage wie Covid und der Klimawandel. Ich kann aber jedem versichern, dass der Klimawandel und Covid zu den unwichtigsten Nebensachen der Welt zählen werden, sobald zwischen den USA/NATO und Russland der erste Schuss fällt."

Helmut Schmidt ist tod.... moderne Politiker sehen das halt anders, eben die Nachkriegsgeneration... so schlimm kann Krieg doch nicht sein, es gibt Gendern, Klimawandel, Atomkraftwerke.... und WIR haben jetzt genug von den Provokationen und können gewinnen.

Russland kann sich Krieg nicht leisten!

"Kante zeigen", "... verwirrte Regierung", "Fisch und Fleisch" ... alles hohles Geschwätz! Was denn nun konkret: Panzer schicken? Waffen? Bundeswehr? Mit oder gegen den Willen der USA oder NATO? Könnte das Russland als Vorwand für Krieg nutzen?

Ich meine:
- Klar liebt Russland solche Krisen, um von inneren Wirtschaftsproblemen abzulenken.
- Russland kann sich einen Krieg wirtschaftlich nicht leisten wegen dramatischer Folgen der Sanktionen.
- Russland weiß, dass ein Krieg eine völlige politische Neuorientierung insbesondere Deutschlands beiwirken würde, mit erheblicher Aufrüstung mit modernsten Waffen, evtl. sogar Atomwaffen. Nach 7000 Ermordeten von Scebrenica stimmten damals auch die Grünen berechtigt einem Krieg gegen Serbien zu!
- Europas Einigung würde stark beschleunigt. Ein stark bewaffnetes und geeintes Europa wird Russland nicht wollen.
Daher - unsere Regierung bleibt klar und gelassen, richtig so!

@ 08:47 Uhr von Möbius

"Niemand will einen Krieg
Hoffe ich zumindest. Es kostet den Westen fast nichts auf die Russen zuzugehen."
Doch! Wenn Europa gute Beziehungen zu Rußland hätte, wäre das nicht im Interesse der USA.
Nur darum geht es!

Die beiden Seiten der Krise bleiben den Russen verborgen

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Als Bürger des freien Westens weiß man die bürgerlichen Freiheiten umso mehr zu schätzen, wie man mit den Folgen der einseitigen Indoktrination der russischen Bevölkerung durch ein autokratischess Regime wie in Russland konfrontiert wird.
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Deutschland hat diese Erfahrung mit zwei Diktaturen gemacht. Nazis und SED-Kommunisten haben jeweils großen Wert darauf gelegt, die Bevölkerung mit einem einseitigen, ideologischen Meinungsbild aus gleichgeschalteten Medien zu versorgen.
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Sobald in Russland bürgerliche Freiheiten und Demokratie herrschen, sich die Bevölkerung umfassend informieren kann, wird es Verständigung und geben und die Spannungen werden abgebaut. Der normale russische Bürger will keinen Krieg, der ukrainische, baltische, polnische und deutsche auch nicht.

Keine Drohgebärden vor fremden Grenzen

Auf beiden Seiten der russischen Grenze wird Manöver gemacht. Warum werden die NATO Manöver direkt vor der Haustüre Russlands als defensive Verteidigung dargestellt?

Die auf das eigenen Land begrenzten russischen Manöver sollen hingegen agressive und auf Angriff ausgerichtet sein.

Seit Jahren

ist gar keine Nato-Osterweiterung vorgesehen.

Durchschauen das hier die pro russischen Kommentatoren nicht, darum kann es gar nicht gehen.

Genauso wie Forderung auf weitere Osterweiterung zu verzichten, diese Maximalforderungen wird niemals erfüllt, dass weiß Russland auch. Russland will die Ukraine und bekommt sie auch.

Auch die Russen würden den größeren Zusammenhang sehen

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Auch die Russen würden den größeren Zusammenhang dieser Krise sehen, wenn sie sich umfassend informieren könnten. So bleiben ihnen die einfachen, hinter dem Nebel der staatlich-autokratischen "Meinungsbetreuung" stehenden Fakten verborgen.
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Diese einfachen Fakten sind:
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1. Das auslösende Moment für diese Entwicklung ist die mit Offensivwaffen gerüstete, bedrohliche Truppenmassierung russischer Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine.
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2. Die in der NATO verbündeten freiheitlichen Demokratien reagieren, indem sie durch die Verstärkung von Präsenz ihre solidarische Wehrbereitschaft zeigen. Rein defensiv, aber deutlich.
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Gäbe es 1. nicht, gäbe es auch 2. nicht

08:49 Uhr von Nachfragerin

"Erst gestern habe ich mich gefragt, ob die russischen Politiker und Medien auch jeden Tag die Gefahr herbeireden, um die Bevölkerung in Angst zu versetzen."
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Auch das ist leider nicht auszuschließen, wenn man sich deren Medien anschaut. Es gibt immer widersprüchliches in all den Medien zwischen Ost und West. Und irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit, die man finden muss. Was also hat Russland mit dr Ostukraine also wirklich vor? Aber wenn man sich die Weltkarte anschaut, dann ist die Sorge vor einer Umzingelung Russlands durch die NATO nicht unbegründet.

erster Schuss

Die US-Nato ist ein Instrument amerikanischer Großmachtspolitik und hat in den monentanen Aktionen (Aufrüstung Ukraine) nichts mit Verteidigung zu tun! Die USA handeln wider den europäischen Interessen und es ist beschämend festzustellen, wie der Europäer Stoltenberg, als Sprachrohr der USA, sich zum Handlanger machen lässt. Die Entwicklung hat damit zu tun, dass die schwachen, oder besser amerikahörigen europäischen Politiker, nicht willens und in der Lage waren, das Minsker Abkommen durchzusetzen. Wenn die ukrainischen Heißsporne gen Osten marschieren, geht das gegen die dort ansässige russische Bevölkerung. Eine solche Demütigung wird Russland nicht hinnehmen können. Genau in diesem Punkt wird Russland durch die Nato provoziert, in der Hoffnung das Russland den ersten Schuss abgibt.

Auch in Russland wachsen die Sorgen

Sollten sie.
Russland hat genau das erreicht, was sie zu verhindern suchen.
Es wollen mehr Staaten in die Nato.
Erst Schweden, Finnland, dann vielleicht noch Österreich.

@ 08:49 Uhr von PatricioKanio

"Es geht hier doch ganz klar ums Geld. NS2 wird nicht in Betrieb genommen, ok dann erobern wir die Ukraine und dann geht das Gas halt da durch, ohne Gebühren."
Ihre Schlüsse sind fragwürdig!
In der FAZ war der Aufmacher am Sonntag " Der Gas-Alarm"
Darin wurde beschrieben, dass es auch ohne russisches Gas geht . Konsequenz: Das wird aber teuer. Zum einen zahlen das nur wir Bürger, zum anderen hat man uns ja mit den explodierenden Gaspreisen schon mal auf die neue Zeit vorbereitet. Fracking-Gas aus den USA also!
Und das entspricht auch genau der Strategie der USA. Wie haben die gesagt? Man wird Nordstream 2 zu verhindern wissen!
Und mit den Grünen haben sie da in Deutschland gute Partner!

08:38 Uhr von Juergen - Kleiner Irrtum

Also wenn ich den Text richtig interpretiere sieht der einfache russische Buerger klar und deutlich die Faktenlage.
.
Nein, der "einfache russische Bürger" (wer auch immer das ist) sieht, hört und liest ausschließlich die "alternative Faktenlage" des Kreml.
.
Wie Sie sicher nur vergessen haben, werden freie Medien schon lange bekämpft, allzu kritische Journalistinnen und Journalisten gern auch mal erschossen oder verhaftet und weg-gesperrt.

@ 08:38 Uhr von Juergen: Klare Faktenlage?

Klare Faktenlage: Russland marschierte in die Ukraine ein und annektierte die Krim!
Klare Faktenlage: Russland unterstützt die Separatisten in der Ukraine mit Waffen und Soldaten!
Wer bedroht hier wen? Klar ist - die Ukraine hat ein Sicherheitsproblem wegen der militärischen Aggressionen Russlands. Ein evtl. "Natobeitritt" ist nur eine Propagandalüge Russlands, um einen Vorwand für weitere Eroberungen zu haben ...
Klar ist auch: Krieg in der Ukraine mit täglichen Bildern von ermordeten Ukrainischen Kindern muss und wird eine völlige politische Neuorientierung insbesondere Deutschlands und Europas beiwirken: Erhebliche Aufrüstung mit modernsten Waffen, evtl. sogar Atomwaffen. Europas Einigung würde stark beschleunigt.
Ein stark bewaffnetes und geeintes Europa wird Russland nicht wollen ...
Ich meine daher - bisher macht es unsere klare und gelassenen Regierung gut.

Woher wollen wir wissen..

..wer da im Hintergrund die Fäden zieht ? Kein Staatsmann wird einen Krieg anzetteln, den er wegen der ungleichen Kräfteverhältnisse nur verlieren kann. Daher bin ich davon überzeugt, daß die USA (mit ihren NATO-Verbündeten) hier die Kriegstreiber sind. Die Überlegenheit an Waffen und Zahl der Soldaten ist nicht zu übersehen. Nur bei der atomaren Bewaffnung besteht in etwa Gleichwertigkeit. Hoffen wir mal, daß noch rechtzeitig Vernunft einkehrt.

Mehrheit der russischen Bevölkerung

Wenn man durch staatlich kontrolliertes Fernsehen jahrein jahraus suggeriert bekommt, die Größe der eigenen Nation hinge auf Gedeih und Verderb von der Möglichkeit ab, kleinere Nachbarländer wie Georgien oder die Ukraine nach Belieben herumschubsen zu können, weil diesen der Weg versperrt wird, sich gegen solche Anmaßungen durch Beitritt zu einem effektiven Verteidigungsbündnis zu wehren, dann wundern solche Meinungen nicht.

Eben aus diesem Grund streben autokratische Regierungen immer auch danach, die Massenmedien unter ihre Kontrolle zu bekommen und die Nutzung des Internets zu beschränken.

Nota bene : Richtig oder falsch ist keine Mehrheitsentscheidung. 2 + 2 bleibt auch dann 4, wenn eine Mehrheit anderer Meinung sein sollte.

Putin hat ein unanehmbares Ultimatum gestellt

Die Unannehmbarkeit seiner Forderungen nach Auflösung der nationalen Souveränität der Nachbarstaaten Russlands war Putin bewusst. Deswegen klingen sie mehr nach der Schaffung eines Vorwandes für Militäroperationen als nach einem ernst gemeinten Vorschlag.
-
Die Massierung von Offensivtruppen an der Grenze zur Ukraine war durch nichts provoziert. Sie stand am Anfang dieser Entwicklung.
-
Nimmt man beides zusammen, muss man die Befürchtung haben, dass Putin eine militärische Aggression zumindest gegen die Ukraine beabsichtigte. Von Anfang an.
-
Auch das erfährt der russische Normalbürger nicht.

wachsen die Sorgen?

In allen Ländern die keine eigenen Atomwaffen haben ist das so. Nur die Länder die über eigenständige Atomwaffen verfügen sind vor überfällen sicher.

Afganistan, Irak, Thibeth usw haten diese Sicherheit nicht.

@08:47 Uhr von Möbius

ich seh es ganz genau so.
Man muß den Russen auch mal Luft zum Atmen geben, die NATO rückt immer näher heran und alleine die Diskussion über einen möglichen NATO-Beitritt der Ukraine wirft Ängste in Rußland auf. Also ich kann es nachvollziehen.
Haben wir die Gabe verlernt, daß man sich auch mal in die Lage des "Gegners" hineinversetzt ?
Oder will man das nicht ? Das wäre ganz schlecht.
Also es wird völlig unnötig mit dem Feuer gespielt. Und wenn einer die Nerven verliert ?
Und als Demokrat muß ich diese Spielchen akzeptieren ?

Niemand will einen Krieg,

von Möbius@

Auch Russland nicht. Danke das sehe ich genau so .
Wir sollenten alle Manöver der Nato beenden und als zeichen des Friedens NS2 sofort in Betrieb nehmen.

Angst macht mir nur die Ampel und Biden mit Ihrer Politik.

@Glasbürger 08:57

"Erstaunlich daran ist indes, daß es die russischen Bürger sind, die womöglich noch weitab vom Schuß irgedwo in den Tiefen Rußlands leben, die die Tatsachen klar und auch noch differenziert sehen"
.
Nein, erstaunlich ist nur, dass Sie, der Sie alle Möglichkeiten guter Information haben (im Gegensatz zu den Bürgern "in der Tiefe Russlands"), solchen groben Unsinn erzählen.
.
"Warum können das unsere Politiker nicht"
.
Weil es nicht den Tatsachen entspricht.
.
"und treiben uns in blindem, vorauseilendem Gehorsam, wider jedweder Vernunft und unserer Interessen in einen Krieg"
.
Weil auch das nicht den Tatsachen entspricht.
Das einzige, was unsere Politiker machen, ist, unsere Demokratie zu verteidigen.
Das finde ich richtig klasse.
.
Dass Sie das nicht gut finden, ist natürlich entlarvend.

Man stellt es hier so dar

..als seien die Menschen in Russland nicht korrekt oder vollständig informiert.
...
Eigentlich ist es eher umgelehrt: im Westen ist man nicht vollständig und korrekt informiert ! Die ständige Fokussierung im Westen auf Wladimir Putin, der den Frieden will, ist kontraproduktiv weil es hinter ihm genug Patrioten gibt die den unverschämten Westlern endlich mal eine Lektion erteilen möchten!
....
Allerdings findet in Russland auch eine Dämonisierung statt: NATO = Faschismus.
Der Westen sollte aufpassen !

Fragt sich eigentlich niemand

warum denn die ganzen Länder im Osten Europas unbedingt in die Nato wollten?

Diese Länder waren der Meinung, dass man Schutz braucht vor Russland.

Wie man also hier nur der Nato Vorwürfe machen kann, leuchtet mir nicht ein.

Natürlich stimmte die Nato dem zu, je näher am Feind, desto besser sind die Informationen, die man über den Feind hat.

Kosten

Zitat von Möbius (08:47 Uhr) : "Es kostet den Westen fast nichts auf die Russen zuzugehen."
Wenn die eigene Glaubwürdigkeit für Sie fast nichts ist, dann haben Sie recht. Es hat auch Chamberlain fast nichts gekostet, auf Hitler zuzugehen.
Was Sie da anregen, ist nichts weniger als die Ukraine entgegen aller Garantien des Budapest-Memorandums schutzlos den russischen Aggressionen zu überlassen. Von den Satrapen des Unterhosenvergifters braucht man nichts besseres zu erwarten, aber von verbindlich und schriftlich zugesicherten Garantien westlicher Regierungen erwarte ich, daß sie eingehalten werden.

Vom faktischen Nutzen

@08:52 Uhr von MehrheitsBürger
Das Meinungsbild der "Russen" scheint doch gar nicht so unterentwickelt zu sein.
Sie möchten ein pluralistisches Meinungsbild. Ok,
nur die tagtäglichen "Warnungen" und "Empfehlungen" in unserer Hemisphärenblase gehen nur in eine Richtung . Die Presse stellt das nur dar.
Der Kitt der EU und der Nato besteht doch nur noch aus dem definierten Gegner. Diese Konformitätsverhalten, sei es notwendig oder nicht, lässt natürlich auch andere Meinungen zu. Diese bilden sich aber nicht in der politisch - diplomatischen Handlungsweise ab.
Da kann man ein pluralistisches Meinungsbild fordern so viel man will. Es kommt in solchen Zeiten nicht an.

08:52 Uhr von MehrheitsBürger

"Russlands Bürger werden ausschließlich von den staatlichen Propaganda-Medien des Kreml mit Informationen "versorgt".Wie würde das Meinungsbild aussehen, wenn es eine freie Presse und ein pluralistisches Meinungsbild in der Gesellschaft geben dürfte ?"
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Es ist je nach Land und Interesse immer eine Sichtweise, die man den Bürgern vermittelt. Da ist es egal, in welchem Land der Erde man lebt. Auch wenn es eine freie Presse in Russland geben würde, aber der Stolz der Russen zu ihrem Land vereint sie in diesem Moment gegen die NATO. Dass die Informationspolitik in Russland zu wünschen übrig lässt, kann ich bestätigen, aber eben auch, dass die Russen die NATO/USA als Verursacher der Krise sehen, was man anhand der Lage irgendwie nachvollziehen kann.

Einfach die Medien-Einwirkung vergleichen ist erhellend

Die staatlich finanzierten Medien Russlands, wie RT oder Sputnik sind im Westen frei verfügbar.
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In Russland ist die Medienlandschaft unter strenger Zensur und Gleichschaltung angekommen. Selbst die mittlerweile winzigen Nischen stehen unter Druck.
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Es gibt keine vergleichbare Entsprechung westlicher Medienberichterstattung in Russland, wie sie die beiden oben genannten haben.
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RT darf im Westen die Anhänger Putins mit "Info-Vorlagen" beliefern, die auch in den Online-Foren der Zeitungen und der Fernsehsender Eingang finden. Es erstaunt nicht, wieviel von dort "Bekanntes" sich da wiederfindet.
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Fazit: könnten sich die Russen auf vergleichbare Weise mit Informationen aus freien Medien versorgen, würde ihr Meinungsbild vielfältiger werden.

Rat

Zitat von Möbius (08:47 Uhr) : "Mein Rat: NATO Truppen sofort abziehen !"
Ich finde es sehr befremdlich, daß Sie nicht auch raten, russische Truppen sollten sich von ukrainischem Territorium zurückziehen. Offenbar ist für Sie völkerrechtswidrige Annexion nicht so verwerflich wie Verteidigungsbereitschaft.

Es hat seinen Grund, daß in Schweden und Finnland jetzt verstärkt über einen Beitritt zur NATO nachgedacht wird. Und das ist sicher nicht das friedfertige Verhalten Russlands.

Nota bene : Ratschläge können auch Schläge sein.

Ich verstehe nicht was da los ist

Die NATO wird meiner Ansicht nach kurz nach dem Beginn einer militärischen Auseinandersetzung mit Russland auseinanderfallen. Die USA selbst werden aus Angst vor der Vernichtung kapitulieren.
In den NATO Staaten wird Chaos und Panik ausbrechen.
Wer will das denn ?

09:15 Uhr von morigk

"Aber wenn man sich die Weltkarte anschaut, dann ist die Sorge vor einer Umzingelung Russlands durch die NATO nicht unbegründet."
..
Wenn man sich die Weltkarte anschaut, kann von einer Umzingelung Russlands durch die Nato keine Rede sein. Russland ist ein riesiges Land mit tausenden von Kilometern an Außengrenzen. Gemeinsame Grenzen mit Nato-Ländern gibt es nur in Norwegen, im Baltikum und in Polen. Die Umzingelung ist eines der Narrative, mit denen die Putin-Regierung ihre aggressive Politik zu begründen versucht.

Und es gibt doch tatsächlich Menschen, die darauf hereinfallen.

@08:52 Uhr von MehrheitsBürger

"Sorge der schlecht informierten Bürger Russlands
Russlands Bürger werden ausschließlich von den staatlichen Propaganda-Medien des Kreml mit Informationen "versorgt".
-
Wie würde das Meinungsbild aussehen, wenn es eine freie Presse und ein pluralistisches Meinungsbild in der Gesellschaft geben dürfte ?"

Ich habe eher den Eindruck, dass man über die Aufrüstung der Ukraine und deren Rolle, was die politischen Verantwortlichen angeht, bei uns nur sehr oberflächlich berichtet. Dazu ist wenig in Erfahrung zu bringen.
Das die russischen Medien ihre eigenen Narrative stricken und die passenden Infos in den Vordergrund der Berichterstattung stellen ist eh klar.

Es gibt in Russland nicht-staatliche Medien - wie bei uns.

@08:52 Uhr von MehrheitsBürger
Ich habe an einer Diskussion nach der Vorführung der arte-Doku zum Fall Magnitski teilnehmen können.
Der russische Autor, Nekrasov, der in vieler Hinsicht kritisch zur russischen Regierung stand, war überrascht, wie uniform die Presse/Medien in Deutschland war/en.
Seiner Aussage nach spielen in Russland gerade unter Intellektuellen die staatlichen Medien eine weitaus geringere Rolle.

Russland sollte nicht provoziert werden

Denn die NATO kann zwar Russland nicht besiegen.
Umgekehrt aber kann Russland die NATO schlagen.
...
Die Weltmacht-Träume die die Falken im Westen haben, gehen von sehr unrealistischen Annahmen aus.

@09:19 Uhr von reinbolt48

"Ein evtl. "Natobeitritt" ist nur eine Propagandalüge Russlands, um einen Vorwand für weitere Eroberungen zu haben ..."

Falsch. Die westliche Politik in dieser Frage ist einfach nur als "gaga" zu bezeichnen. Was die Voraussetzungen angeht ist ein Beitritt ausgeschlossen, aber dennoch wurde erst kürzlich die Beitrittsperspektive für die Ukraine noch einmal erneuert. Das ist wohl einfach eine theoretische Prinzipienfrage über die hier eventuell ein militärischer Konflikt ausgetragen wird. Hauptsache keine Zugeständnisse.

09:19 Uhr von reinbolt48

"Klare Faktenlage: Russland unterstützt die Separatisten in der Ukraine mit Waffen und Soldaten!
Wer bedroht hier wen?"
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Fakt ist aber auch, dass die Ukraine keine Anhaltspunkte für einen Angriff auf die Ukraine durch Russland sieht. (Selenski und Danilow) Fakt ist aber auch, dass die Ukraine bewusst die russische Bevölkerung in der Ostukraine ihrer Identität, Kultur und Sprache beraubt. Dies wurde sogar im Tv veröffentlicht.
Fakt ist auch, dass die USA die Ukraine mit Waffen versorgen, die nicht nur auf Verteidigung sondern auf Angriff ausgerichtet sind. Fakt ist, ein Krieg ist immer Sch.... und nur wenige profitieren davon.

Am 26. Januar 2022 - 09:16 Uhr von Denkerist

NAtürlich wird es Sanktionen geben und erstmal wird Frackinggas aus den USA gekauft.

Aber die Sanktionen laufen dann auch irgendwann aus.

Die Russen lassen sich doch nicht verarschen. Die haben NS2 gebaut, damit man kein Gas mehr über die Ukraine leiten muss. Die Inbetriebnahme wird jetzt verhindert, dann nimmt Russland halt den anderen Weg.

09:11, PatricioKanio

>>Russland will die Ukraine und bekommt sie auch.<<
.
Nicht Russland, sondern Putin. Der Neo-Eurasismus-Ideologie Alexander Dugins folgend. Einer faschistischen Ideologie.

Die Bevölkerung der Ukraine wollte zunächst nicht in die Nato.

@09:33 Uhr von PatricioKanio
Die Umfragen waren selbst zu Maidan-Zeiten noch geteilt.
Auf der Krim sogar völlig eindeutig.
2005: 16% für die Nato
2006: Natomanöver musste wegen des Widerstands der Bevölkerung abgesagt werden
Das Parlament der Krim erklärte sich zur Natofreien Zone!

@Diabolo2704: Hören Sie mal zu !

Ihr Appeasement Vergleich hinkt!

Man sieht in Russland die Kriegsgefahr ausgehend von dem immer aggressiver auftretenden ukrainischen Regime.

Die Drohungen der NATO und der USA erhöhen die Gefahr das es zu direkten militärischen Auseinandersetzungen mit Russland kommt. Schon heute sind in der Ukraine 10.000 westliche Militärberater aktiv.

09:15 Uhr von der.andere

"Die Entwicklung hat damit zu tun, dass die schwachen, oder besser amerikahörigen europäischen Politiker, nicht willens und in der Lage waren, das Minsker Abkommen durchzusetzen."
..
Wenn Sie sich schon öffentlich äußern, benennen Sie klar den Sachverhalt: Nach russischer Lesart wurde das Minsker Abkommen von der Regierung der Ukraine nicht durchgesetzt; nach westlicher Lesart sind es die prorussischen Rebellen, die sich nicht an das Abkommen halten. Das Problem liegt in einer Fehlkonstruktion des Abkommens selbst, die auf russischen Druck zurückgeht.
..
"Wenn die ukrainischen Heißsporne gen Osten marschieren, geht das gegen die dort ansässige russische Bevölkerung. "
..
Von was reden Sie hier? Mit russischer Militärhilfe werden in der Ostukraine Marionettenregierungen installiert, und das russische Militär sammelt sich bedrohlich an der ukrainischen Grenze; aber die Schuld an dem Konflikt tragen "ukrainische Heißsporne", von denen bislang wenig zu sehen und zu hören ist?

Es ist immer wieder erstaunlich,

welch große Mehrheit hier im Forum unverbrüchlich an der Seite Wladimir Putins steht. Das ist alles andere als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.
.
Wirklich interessant.

@08:58 Uhr von morigk

"Ich verstehe nur nicht, warum die NATO hier weiter auf Eskaltionskurs ist? Die Ukraine gehört nich zur NATO, es kann also kein Bündnisfall ausgerufen werden..."

Vielleicht ist das genau der Punkt. Die Ukraine ist auf sich gestellt und wird von den USA aufgerüstet. Biden hatte ziemlich deutlich gemacht, dass über die Ukraine kein direkter Konflikt USA/Russland ausgetragen wird.
Das riecht für mich nach einem weiteren Stellvertreterkrieg, wobei ich nicht davon ausgehe, dass Putin so dumm ist diesen zu beginnen. Was hätte er dort überhaupt zu gewinnen – das konnte bisher auch niemand erklären. Im Osten konnte er sich wenigstens noch auf die russischsprachige Bevölkerung stützen aber als Fremdbesatzer auftreten!? Das ging auch für westliche Truppen im Nahen Osten nie gut aus.

Ukraine-Krise

Würde die Ukraine der EU und vor allem der NATO beitreten, würde Putin wohl die Krim und damit seinen besseren Zugang zum Mittelmeer verlieren. Dies wird Putin mit allen Mitteln zu verhindern versuchen.
Die immer neuen Sanktionen gegen Russland aber sind - in meinen Augen - kein probates Mittel, den Konflikt zu lösen.
Dazu wären Zugeständnisse von BEIDEN SEITEN nötig.

Sorgen in Russland .....und in Europa.

Es ist nicht angebracht aus wirtschaftliche GAS-Interessen jetzt ein konventioneller Krieg herbei führen zu wollen. Die Interessen Europas sind mehrheitlich eine bezahlbare, korrekte und friedliche Energiebelieferung also eine Europäische Zielsetzung. Wir streben in Europa keine atlantische, wirtschaftlich, finanzielle , weltweite Ziele an , sogar auf die Gefahr von kriegerische Auseinandersetzungen. Dies scheint nicht alle Parteien klar zu sein. In West und Osteuropa würden die Menschen die wirtschaftlich Leidtragenden sein. Gegebenfalls auch die militärische Opfer. Wir wollen auch nicht Opfer werden einer nationalistische Kampagne in einigen Ländern die zu ähnliche Gefahren führen kann.
Erstaunlicherweise kommt dies in der Politik einiger Länder in Europa, auch EU Staaten, nicht zur Geltung. Die EU hat zu prüfen wo Änderungen in der EU Satzung vor zu nehmen sind.

09:37 Uhr von morigk

"Es ist je nach Land und Interesse immer eine Sichtweise, die man den Bürgern vermittelt. Da ist es egal, in welchem Land der Erde man lebt."
..
Ich hingegen bin bis auf weiteres froh, nicht in einem autoritär regierten Land wie Russland zu leben, in dem es garantiert keine freie Presse gibt; und unter diesem Aspekt ist es mir auch überhaupt nicht egal, wo ich lebe.
..
"der Stolz der Russen zu ihrem Land vereint sie in diesem Moment gegen die NATO. "
..
Das ist Kriegsrhetorik. So reden Leute, denen es nur darauf ankommt, die nationalen Emotionen anzufachen. Für eine rationale Politik ist "Stolz" ein sehr schlechter Ratgeber.
..
"dass die Russen die NATO/USA als Verursacher der Krise sehen, was man anhand der Lage irgendwie nachvollziehen kann"
..
Zweifellos - vorausgesetzt, man hat sich vorher einer Gehirnwäsche im Sinn der russischen Regierung unterzogen.

Ich finde es

direkt beschämend und arrogant, wie einige Foristen hier von oben herab den russischen Bürgern fehlende Informationsfreiheit bescheinigen. Das ist anmaßend und offenbart eine engstirnige Haltung. Okay, was die russische Medienpolitik anbelangt, mag das zutreffen. Aber es gibt noch andere Medien und viele nutzen auch das Internet, um sich andere Informationen einzuholen. Daher denke ich, dass viele Bürger ein differenziertes Bild zum Konflikt haben. Wir haben unser Wertebild und die Ihres. Wir sollten uns daher um ein ausgeglichenes Bild bemühen und nicht arrogant sein. . Damit tut man vielen Bürgern Russlands Unrecht.

Ukraine-Krise: Auch im Westen wachsen die Sorgen....

Also, wenn das stimmt, dann dringen da ja bestimmte Medien nicht besonders durch. Dazu zählt die Deutsche Welle, die Voice oder Radio Swoboda. Sind aber alle gut dotiert.
Wie kommt das nur ? Durchschaut man die Überheblichkeit ? Oder einfach nur die reale Lage, wer da die letzten Jahrzehnte militärisch heran rückt ?

Putin und seine Vorgänger…

Putin und seine Vorgänger hätten sich mit friedlichen Mitteln um ein Bündnis mit den ehemaligen Warschauer-Paktstaaten bemühen können und können das im Prinzip noch immer. Aber sie haben nichts anzubieten. Warum nur wollten und will jeder in die von den USA dominierte NATO ?

@ DrBeyer

Es geht hier nicht um unsere Demokratie sondern um die Ukraine und die hat leider noch sehr viel Nachholbedarf. Nach unseren Maßstäben würden dort eigentlich alle bisherigen Präsidenten durchfallen: Timoschenko hat mit Gas ein großes Privatvermögen angehäuft und der jetzige Präsident hat schwarze Konten, wirft seinem Vorgänger, der Oligarch ist, Hochverrat vor und umgekehrt genauso. Der Ukraine wäre mal wirklich ein politischer Neuanfang gegönnt, in dem mal wirklich freie und unabhängige Regierung verdient. Und die ukrainische Führung ist auch nicht wirklich an einer Deeskalation interessiert sondern provoziert auch mit Drohnen. Eigentlich müsste so ein Land mal ein paar Jahre neutral von der UNO verwaltet werden. Die könnte dann auch im Donbas eine offizielle Volksabstimmung durchführen, um zu klären, ob die Bevölkerung dort zur Ukraine oder zu Russland gehören möchte.

@DrBeyer

" Weil auch das nicht den Tatsachen entspricht.
Das einzige, was unsere Politiker machen, ist, unsere Demokratie zu verteidigen.
Das finde ich richtig klasse. "

Die Demokratie verteidigen in der wenig demokratischen Ukraine ?

Täuscht es mich oder gehen die "wahren Demokraten " in den USA kurz nachdem sie wieder regieren ihrer Lieblingsbeschäftigung der Konfrontation und Kriegsgelüsten nach ?

So schlecht Trump auch war , das Fach " Einmischung durch Kriegshandlungen" ist mittlerweile demokratisch besetzt .

Gerade wir als demokratisches Deutschland sollten uns angesichts unserer historischen Verantwortung und Schuld Russlands gegenüber hier tunlichst heraushalten .

Fakt ist der Truppen-Aufmarsch

Und dieser Aufmarsch erinnert an die Besetzung der Krim. Nur damals waren es "Freiwillige", ohne Auftrag, die aber das staatliche Material benutzen durften? Unglaubwürdig ist Putin damit nach wie vor. Die Drohkulisse ist richtig, aber würde die NATO im Zweifel eingreifen? Wer hat '39 bei der Besetzung Tschechiens eingegriffen? Anders herum die Frage: Wie lange würde Russland einen Krieg durchhalten können? Und die Armee durchhalten WOLLEN? Bei alledem: Wenn 2 sich streiten, dann freut sich China. Wäre ich China, ich würde diesen Konflikt gerne sehen, denn dann ist von China's Aktivitäten gut abgelenkt.

@09:26 Uhr von MehrheitsBürger

"Die Massierung von Offensivtruppen an der Grenze zur Ukraine war durch nichts provoziert. Sie stand am Anfang dieser Entwicklung."

Der Anfang dieser stringenten Entwicklung begann 2007 auf der Münchner Sicherheitskonferenz, als Putin erstmals unmissverständlich Widerspruch gegen die NATO-Erweiterung erhob und die Diplomatie versagte.
Man kann da freilich mit dem Fuss aufstampfen und sagen, das geht den doch nix an. So funktioniert aber Geopolitik nicht und die Nato-Erweiterung ist im Kern die Ausdehnung der US Einflusssphäre. Bezgl. Ukraine und Georgien hat sich sogar die deutsche Regierung den USA widersetz.

Putin am 25.09.2001 - Bundestag

"Ich bin aufrichtig dankbar für die Gelegenheit, hier im Bundestag zu Ihnen zu sprechen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen, dass ein russisches Staatsoberhaupt in diesem Hohen Hause auftritt. Diese Ehre, die mir heute zuteil geworden ist, bestätigt das Interesse Russlands und Deutschlands am gegenseitigen Dialog. Ich bin gerührt, dass ich über die deutsch-russischen Beziehungen sprechen kann, über die Entwicklung meines Landes sowie des vereinigten Europa und über die Probleme der internationalen Sicherheit - gerade hier in Berlin, in einer Stadt mit einem so komplizierten Schicksal."
.
Da wir in Frieden mit Russland keine US-Waffen und Flüssiggas brauchen, muss man Russland immer weiter einkreisen und Frieden verhindern. Klappt doch!

09:38 Uhr von MehrheitsBürger

"Einfach die Medien-Einwirkung vergleichen ist erhellend"
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Mehr ist dieser Aussage nicht hinzuzufügen, um nicht einseitig informiert zu bleiben. Ich wünschte, das würden wir alle machen.

09:35 Uhr von Anderson

"Das Meinungsbild der 'Russen' scheint doch gar nicht so unterentwickelt zu sein."
..
Wie kommen Sie darauf? Im Rest Ihres Postings führen Sie jedenfalls kein einziges Argument an, das auch nur von fern in diese Richtung deuten könnte.
..
"Ok, nur die tagtäglichen 'Warnungen' und 'Empfehlungen' in unserer Hemisphärenblase gehen nur in eine Richtung . Die Presse stellt das nur dar."
..
Keineswegs. Die Presse unternimmt erhebliche Anstrengungen, ein differenziertes Bild auch von den Absichten des Putin-Regimes und - wie hier - von der Stimmung in der russischen Bevölkerung zu zeichnen. In Meinungsforen wie demjenigen der Tagesschau hat jeder Putin-Verehrer die Möglichkeit, die Propagandasprüche der russischen Staatsmedien zu wiederholen. Mehr Pluralismus geht nicht.
..
"Da kann man ein pluralistisches Meinungsbild fordern so viel man will."
..
Nun - wenn nach Ihrer Ansicht Pluralismus bedeutet, dass sich eine Mehrheit Ihrer Meinung anschließt, haben Sie anscheinend etwas missverstanden.

Was in den Nachrichten nur kurz kommt

>>>Und davon, dass man auf Provokationen im Donbass vorbereitet sein müsse. Die ukrainische Armee bereite eine Invasion vor, berichtet unter anderem der staatsnahe russische Sender Rossija 24 mit Verweis auf die selbsternannte Volksrepublik Donezk. Sabotageakte werden erwartet, die man versuchen werde, Russland in die Schuhe zu schieben - davon ist eine Mehrheit in aktuellen Umfragen überzeugt. Um dann neue Sanktionen zu verhängen.<<<

Wieso der Donbass ist Staatsgebiet der Ukraine, genau wie die Krim, was gibt es da überhaupt zu debattieren?

>>>Doch die Ukraine-Krise schlägt sich auch schon jetzt in Handel und Wirtschaft nieder. Der Rubel schwächelt. Die Notenbank hat ihre strategischen Devisenkäufe vorerst ausgesetzt. <<<

Die russische Wirtschaft ist praktisch nicht existent. Alles wichtige wird aus dem Ausland importiert und das auch nur weill Rohstoffen verschärbelt werden. Zu leiden hat das russische Volk, während die Oligarchen im Luxus schwelgen.

@PatricioKanio - Russland will einen Puffer zur NATO

08:49 Uhr von PatricioKanio:
"Es geht hier doch ganz klar ums Geld. NS2 wird nicht in Betrieb genommen, ok dann erobern wir die Ukraine und dann geht das Gas halt da durch, ohne Gebühren."
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Da die EU auf Empfehlung der USA seit Jahren versucht, vom günstigen russischen Gas auf das teuerere US-Flüssiggas umzusteigen, hat sich Russland bereits nach anderen Abnehmern (insbesonder China) umgesehen.
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In der Ukraine geht es Russland vor allem um die Nähe zur NATO. Eine "Osterweiterung" Russlands wäre da in mehrfacher Hinsicht kontraproduktiv.
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Die Gefahr geht von der vom Westen aufgerüsteten Ukraine aus, die versuchen könnte, die selbsternannten Volksrepubliken zurückzuerobern. Das wird Russland definitiv nicht zulassen.

09:32 Uhr von Möbius

"Man stellt es hier so dar, .als seien die Menschen in Russland nicht korrekt oder vollständig informiert."
..
Haben Sie ein Gegenargument? Nur heraus damit! In Ihrem Posting findet sich leider keine Spur davon.
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"Die ständige Fokussierung im Westen auf Wladimir Putin, der den Frieden will, ist kontraproduktiv weil es hinter ihm genug Patrioten gibt die den unverschämten Westlern endlich mal eine Lektion erteilen möchten!"
..
Ja - das ist interessant. "Der Westen" sollte sich also weniger auf Putin konzentrieren, obwohl letzterer den Frieden will? Und er sollte stattdessen mehr auf die Kriegstreiber in der zweiten Reihe achten?
Was Sie da schreiben, kann ich nur als Drohung verstehen: Glaubt nicht dem Friedensengel Putin, sondern richtet euch auf eine 'Lektion' ein, wenn ihr nicht kuscht.
Man könnte sich glatt fragen, wer an einer solchen Drohkulisse, die in der Tat wenig mit Frieden zu tun hat, interessiert ist.

@Initiative Neue..., 09:05 Uhr

Der massive russische Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine, der sich nun seit Wochen hinzieht, hat schwerlich den Anschein eines einfachen Manövers. Die Drohung mit militärischer Gewalt kann und darf aber kein Mittel der Politik sein. Andererseits sehe ich eine mögliche Osterweiterung der NATO äußerst kritisch. Eine Aufnahme der Ukraine oder auch von Georgien in das Verteidigungsbündnis würde russische Interessen berühren, ähnlich wie dies während der Kuba-Krise der Fall war, als sich die USA durch die Stationierung russischer Raketen bedroht fühlten. Das Selbstbestimmungsrecht eines Landes (hier der Ukraine) kann und darf nicht zu einer Destabilisierung der geostrategischen Lage führen. Deshalb würde ich es begrüßen, wenn die NATO in Sachen Osterweiterung Einsehen zeigt, während Russland im Gegenzug seine Truppen anzieht und die Unverletzlichkeit der Grenze zur Ukraine anerkennt.

@Nettie - Wer profitiert?

08:51 Uhr von Nettie:
"Keiner will Krieg - außer denen, die davon profitieren zu können glauben."
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Warumglauben?
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Die US-Regierung ist personell sehr gut mit der Rüstungsindustrie vernetzt. Was gäbe es besseres, als einen Konflikt zu provozieren, der den Waffenexport ankurbelt, den geopolitischen Gegner schwächt, den Verbündeten stärker bindet und der in sicherer Entfernung zum eigenen Land liegt?
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Die USA können sich auch diesen Stellvertreterkrieg leisten. Nur die Länder Europas sollten sich gut überlegen, ob sie dieses Spiel wirklich mitspielen wollen.

Am 26. Januar 2022 - 10:01 Uhr von krittkritt

Sie haben mich da leider falsch verstanden, ich meinte Länder wie Litauen, Lettland usw.
In diesem Fall ging es mir nicht um die Ukraine, eher darum warum die ehemaliegn Staaten der UDSSR in die Nato wollen, wenn Russland doch nie Agressor ist und so lieb

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