Kommentare - Lawrow: Russland erwartet baldige US-Antwort auf Forderungen

21. Januar 2022 - 15:17 Uhr

Das Gespräch sei "offen" verlaufen, sagten US-Außenminister Blinken und Russlands Außenminister Lawrow - Blinken warnte aber erneut vor einem Angriff auf die Ukraine. Die USA sollen nun schriftlich auf russische Forderungen antworten.

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Fortschritt

"Man habe vereinbart, "dass uns bis kommende Woche schriftliche Antworten auf unsere Vorschläge vorgelegt werden", sagte er mit Blick auf den weitreichenden russischen Forderungskatalog an Washington und seine Verbündeten."
Genau das ist der Dreh und Angelpunkt. Sich konkret zu den längst auf dem Tisch liegenden Forderungen Russlands zu positionieren um damit die Verhandlung zu eröffnen.
Selbst wenn es seitens Washington bei den meisten Punkten erstmal bei einem "Njet" bleibt.
Die bisherige Kompromisslosigkeit kann man sich anhand konkreter und detailreicher Verhandlungsgegenstände nicht mehr erlauben.

Klares Signal gefragt

Eigentlich könnten die USA den Russen ein klares Signal senden, indem sie zwei oder drei Divisionen nach Westeuropa, also westlich vom ehemaligen eisernen Vorhang verlegen. Dies könnte auch im Sinne einer Verstärkungsübung auf Nato Ebene geschehen, um den Russen einmal auch ein wenig das Gefühl jener Medizin zu geben, die sie ständig anderen Ländern zumuten wollen! Wenn man schon nach der Nato Bedrohung schreit, sollte diese nun doch mal echt liefern!

Diplomatie gepaart mit einer Portion Vorsicht

Man redet miteinander, das ist gut.
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Auf das Reden muss das Verständigen erfolgen. Das wird schwieriger, ist aber machbar.
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Sichtbare Deeskalation kann nur von Moskau kommen, denn es sind russische Truppen, die massiert und mit Angriffswaffen an der ukrainischen Grenze stehen.
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Dann kann es zu Kompromissen und überprüfbaren Abkommen kommen.

Russlands Forderungen sind bislang einseitige Ultimaten

über die Köpfe der Betroffenen hinweg. Das lässt Zweifel an der Bereitschaft, überhaupt zu einer diplomatischen Verständigung kommen zu wollen, aufkommen. Aber das wird sich dann in der Praxis zeigen.
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Sobald dieser "Nur-unsere-Position-zählt-Duktus" des Kreml weg ist und man sich darauf verständigt, dass Abkommen nur bei Berücksichtigung von beiderseitigen Positionen sinnvoll und tragbar sind, könnte es passen.

„Beide Seiten seien sich über die Notwendigkeit eines

"vernünftigen Dialogs" einig.“
.
Wunderbar. Waffen und Drohgebärden haben nämlich in einem Dialog nichts zu suchen. Schon gar nicht in einem vernünftigen. Allenfalls Absichtserklärungen bzw. Warnungen (damit jeder weiß woran er ist). Mit Drohungen haben Warnungen nichts zu tun.

@15:33 Uhr von MehrheitsBürger

"Sichtbare Deeskalation kann nur von Moskau kommen, denn es sind russische Truppen, die massiert und mit Angriffswaffen an der ukrainischen Grenze stehen.
-
Dann kann es zu Kompromissen und überprüfbaren Abkommen kommen."

Diese Truppenkonzentration ist doch überhaupt erst die notwendige Voraussetzung dafür gewesen, das Washington auf das schriftliche Verhandlungsangebot Russlands reagiert.
Das wäre doch ohne diesen Druck nie passiert – leider.

Eine schallende Ohrfeige

für das quengelnde und launische Kind EU, was unbedingt in diesem Kampf mitmischen will. Lawrow hat das sehr deutlich klargemacht auf der PK und Blinken hat es durch Ignorieren erwähnt. Die Warnung an Deutschland und EU könnte nicht eindeutiger sein, nicht aus Unmut eigene Konfliktherde dort aufzumachen. Ansonsten bin ich wirklich gespannt, ob das russophoe Verhalten der Ukraine und der NATO endlich etwas zurückgefahren wird, damit mit kühlem Kopf entschieden wird. Das wäre zu begrüßen. Und ich bin ja gespannt, ob die von Lawrow in der PK aufgeworfenen Fragen zu Vorkommnissen in der Vergangenheit von der EU beantwortet werden.

@15:32 Uhr von Daniel Schweizer

"Klares Signal gefragt
Eigentlich könnten die USA den Russen ein klares Signal senden, indem sie zwei oder drei Divisionen nach Westeuropa, also westlich vom ehemaligen eisernen Vorhang verlegen. Dies könnte auch im Sinne einer Verstärkungsübung auf Nato Ebene geschehen, um den Russen einmal auch ein wenig das Gefühl jener Medizin zu geben, die sie ständig anderen Ländern zumuten wollen! Wenn man schon nach der Nato Bedrohung schreit, sollte diese nun doch mal echt liefern!"

Was soll denn das bringen... wie geht´s dann weiter?
Ausserdem fühlt sich Russland nicht aktuell besonders bedroht, sondern durch die langfristige Entwicklung der Nato-Erweiterung, in der nicht nur 3 Divisionen weiter nach Osten vorgerückt sind.

15:45 Uhr von morigk

"Eine schallende Ohrfeige für das quengelnde und launische Kind EU"
.
Immer schön, wenn Kommentatoren frei heraus ihre emotional eingefärbte Wahrnehmung der Situation offenlegen. Ich gratuliere dann mal nicht zur sachlichen Analyse ...

hört sich doch gar nicht so schlecht an ...

Hier müssen einfach beide Seiten kompromissbereit sein. Ein Beharren auf Positionen ist das falsche Signal. Auch der Westen MUSS Zugeständnisse machen. Dazu gehört für mich auch ein Verzicht, die Ukraine in die NATO aufzunehmen (was eh keiner wirklich in absehbarer Zeit vorhat). Und Außerdem kann man im Ernstfall einem Land beistehen, auch wenn es kein Mitglied ist. Die Schweiz ist auch nicht in der NATO, die würde man bei einem Aggressorangriff sicher auch nicht im Regen stehen lassen.
.
"so Lawrow. Er beklagte eine "russlandfeindliche Hysterie" des Westens"
Das sehe ich leider auch so, bei den Medien und den Regierenden.
.
Manchmal muss es eine Diplomatie der kleinen Schritte sein und wenn dies bedeutet auf einen Regierungswechsel in Russland warten zu müssen.

@ 15:45 Uhr von Olivia59 --- Rechtfertigung von Aggression

"Diese Truppenkonzentration ist doch überhaupt erst die notwendige Voraussetzung dafür gewesen, das Washington auf das schriftliche Verhandlungsangebot Russlands reagiert."
-
Das ist die simple Rechtferigung der Androhung von Aggression, in deren Verlauf Tausende ihr Leben verlieren würden. Das hat in der Zivilisation des 21. Jahrhunderts keinen Platz mehr.

15:45 Uhr von Olivia59

Diese Truppenkonzentration ist doch überhaupt erst die notwendige Voraussetzung dafür gewesen, das Washington auf das schriftliche Verhandlungsangebot Russlands reagiert.
.
Der Zweck rechtfertigt die Mittel ...
Mit dieser Argumentation kann man die europäische Sicherheitsarchitektur völlig frei -äh- gestalten.

Lawrow: Russland erwartet baldige US-Antwort auf Forderungen...

Aber wer nicht will, der hat schon. Sicherheitsgarantien, die gut genug für jeden sind.
Manöver gibt es schon genug, wenige Kilometer von Grenzen und Küsten entfernt und demnächst noch in der Arktis.
-Rückzug von Truppen aus Regionen in eine vereinbarte Entfernung zur Kontaktlinie.
-Koordinierung von Kampfschiffen-und Flugzeugen in Ostsee und Schwarzem Meer
-Russland hat vor einiger Zeit ein Moratorium für doe Stationierung von Boden-Kurz-und Mittelstreckenraketen verkündet. Die NATO könnte sich anschließen.

@ morigk

Eine schallende Ohrfeige
Die könnten wir zur Not auch zurück geben.
.
für das quengelnde und launische Kind EU, was unbedingt in diesem Kampf mitmischen will.
Wenn Ihr uns als quengelnde Kinder tituliert, müsst ihr euch nicht wundern, dass wir euch auch nicht anders sehen.
Wollen wir uns nicht lieber fair und vernünftig unterhalten?

Territoriale Integrität vs. "Selbstbestimmungsrecht der Völker"

Die Lage ist doch wohl deutlich komplizierter als dargestellt.
Zu nennen wäre das Problem, daß im Osten der Ukraine die Spannungen und auch die tötlichen gegenseitigen Angriffe deutlich zugenommen haben. Dieser Teil nennt sich selbst "Volksrepublik Donezk" und im Westen werden die Separatisten "Prorussische Rebellen" genannt.
Die Sicht des Westens ist eindeutig: Es gilt "die territoriale Integrität der Ukraine in ihren international anerkannten Grenzen". Die Russen mit den Separatisten setzen auf das "Selbstbestimmungsrecht der Völker".
Es gibt eben nicht nur das Recht auf territoriale Integrität ODER ein Selbstbestimmungsrecht der Völker, sondern beides.
Als in Serbien die Kosovaren Selbständigkeit und Abspaltung beanspruchten, wurde dies allgemein anerkannt, auch höchstrichterlich, z.B. 2010, als der Internationale Gerichtshof in Den Haag die einseitige Abspaltung des Kosovo von Serbien für rechtmäßig und mit dem internationalen Völkerrecht vereinbar erklärte.

@ morigk

Ansonsten bin ich wirklich gespannt, ob das russophoe Verhalten der Ukraine und der NATO endlich etwas zurückgefahren wird

Und ich bin gespannt, ob das ukrainophobe Verhalten Russlands endlich zurück gefahren wird. Was sollen die Truppen? Wann kehren sie in die Kasernen zurück?
Klar, dass die Ukraine so schnell wie möglich in die NATO will. Wer wollte das nicht?

Oh, sollte Vernunft noch eine Chance haben?

Das ist eine gute Botschaft, die da aus Genf kommt. Jeder Tag, an dem nicht geschossen und bomardiert wird, ist begrüßenswert.

Friedenssicherung

Die USA und ihre westlichen Verbündeten verlangen einen Rückzug der an der ukrainischen Grenze zusammengezogenen 100.000 russischen Soldaten ins Hinterland.
Dieses Verlangen werden die Russen nur dann befriedigen, wenn die NATO ihre Waffenlieferungen an die Kiewer sowie deren logistische Unterstützung einstellt und diese zwingt, sie in den westlichen Landesteilen zu dislozieren. Die "unmittelbar an der Grenze" 250 km von ihr entfernt auf russischem Staatsgebiet stationierten russischen Truppen haben offensichtlich bisher ausgereicht, dass Kiew kein militärisches Abenteuer in der Ostukraine beginnt.

15:45 Uhr von morigk | Das Opfer hat eine Phobie ?

'Ansonsten bin ich wirklich gespannt, ob das russophoe Verhalten der Ukraine und der NATO endlich etwas zurückgefahren wird, damit mit kühlem Kopf entschieden wird.'
 
Also das bisherige Opfer Ukraine hat eine 'Russophobie. ' Wie können die nur so sauer sein, wo ihnen Russland doch nur einen Teil ihres Territoriums wegenommen hat und seitdem Tausende ihrer Landsleute in der Ostukraine gestorben sind.
 
Ihre Umkehrung der Opfer-Täter Beziehung ist abenteuerlich.

Russland

Wir müssen als erste und gutes Zeichen zur Verständigung und Deeskalation sowie zingend notwendigen eignem wirtschaftlichen und sozialen Verantwortung für unsere Bürger sofort NS2 in Betrieb nehmen.

Rechnung ohne die Gaeste

Niemand ist an der Ukraine als solches (was waere das?) interessiert. Das Gebiet ist zur Zeit nicht weiter als ein Amboss. Im Grunde gehts nur um USA versus Russland. Hat auch was Gutes, denn darauf laeuft es hinaus, beide wissen das, sind ja nicht ganz doof; ergo weiss man um die Gefahren (totaler Krieg) und wird sich sozusagen auf der hohen Etage irgendwie einigen. Das allerdings - was die die schlechte Nachricht ist - wurde oder wird als allzu selbstverstaendlich angenommen. Man machte (macht) zu oft die Rechung ohne den.. ja und jetzt kommts... nicht den Wirt, eben nicht ... sondern die Gaeste. Dann kommst naemlich doch zur Kneipenschlaegerei, und was das analog bedeutet, kann man sich ja ausmalen.

Kinderkram

@ morigk
Eine schallende Ohrfeige für das quengelnde und launische Kind EU

Wie verschieden doch die Blickwinkel sind. Ich habe jetzt eher eine schallende Ohrfeige für das waffenstrotzende und mit dem Fuß aufstampfende Kind UdSSR 2.0 gesehen.

@15:59 Uhr von MehrheitsBürger

"Das ist die simple Rechtferigung der Androhung von Aggression, in deren Verlauf Tausende ihr Leben verlieren würden. Das hat in der Zivilisation des 21. Jahrhunderts keinen Platz mehr."

Unsinn. Ich rechtfertige doch nicht die Handlung des Einsatzes dieser Gruppen in der Ukraine, sondern das leider notwendige Manöver innerhalb Russlands, das es offensichtlich brauchte um die NATO überhaupt dazu zu bewegen sich it den Interessen Russlands auseinanderzusetzen.
Die NATO-Erweiterung mit ihrer Truppenwanderung nach Osten ist doch genau das selbe Bedrohungsszenario im grösseren Maßstab, das laut Ihnen im 21. Jahrhundert keinen Platz hat.

Hoffnung

Das es im Forum schon Chefstrategen mit miltärischen Phantasien gibt ist auf die ständige Angriffspropaganda der westlichen Politik und Medien zurückzuführen, denn nur für die europäische Bevölkerung ist diese Kriegshysterie bestimmt. Das es daneben, und vor allem neben der für Konfliktlösungen in Europa zu schwachen EU, über andere Kanäle Gespräche gegeben hat und weiter gibt, wird durch das Treffen in Genf bestätigt. Wären die russischen Forderungen so abwegig wie sie in den Medien, besonders aber durch US-Nato-Chef Stoltenberg, wortgewaltig zur Seite geschoben, würden sich die USA nicht damit befassen und eine schriftliche Antwort ankündigen. Der Wunsch der amerikanischen und russischen Seite nach weiteren Gesprächen/Verhandlungen lässt Hoffnung aufkommen.

15:32 Uhr von Daniel Schweizer

Wieso Westeuropa, ich dachte, die USA waeren etliche tausend km weiter westlich ... ?!
Auch in der TS war ja manchmal zu lesen, dass das russische Militaer etwa 200-300 km weit von der Ukraine steht. Wie weit entfernt muessten sie denn stehen, damit sie nicht als Bedrohung betrachtet werden? Tausend km, 2.000 km, ...? Wie weit von der Grenze entfernt sind eigentlich die ukrainischen Truppen positioniert, die uns so oft gezeigt werden?
Und ja, die russischen Vorschlaege scheinen der NATO bisher nicht einmal einer Antwort wert, insbesondere der Vorschlag, doch bitte darauf zu verzichten,, die Ukraine in die NATO aufzunehmen. Was wird wohl die Antwort der Russen sein? Auch modernste Raketen dichter an die NATO-Staaten mit Reaktionsmoeglichkeit im Bereich weniger Minuten? So, dass die Reaktion allein Computern/kuenstlicher Intelligenz ueberlassen werden muss? Heller Wahnsinn.
Und deshalb glaube ich, man wird eine realistischere Einigung finden muessen.

Schaulaufen mit Truppen

@ Olivia59:
Diese Truppenkonzentration ist doch überhaupt erst die notwendige Voraussetzung dafür gewesen, das Washington auf das schriftliche Verhandlungsangebot Russlands reagiert.

Ok, die Amis hams gesehen. Jetzt können die Truppen wieder abziehen.

@15:59 Uhr von Phonomatic

"Olivia: >>Diese Truppenkonzentration ist doch überhaupt erst die notwendige Voraussetzung dafür gewesen, das Washington auf das schriftliche Verhandlungsangebot Russlands reagiert.<<
.
Der Zweck rechtfertigt die Mittel ...
Mit dieser Argumentation kann man die europäische Sicherheitsarchitektur völlig frei -äh- gestalten."

Die NATO-Erweiterung, die als genau die selbe Art der Aggression betrachtet werden muss, hat noch nicht einmal einen Zweck wenn man eigentlich das Ziel hat eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur ohne Gegnerschaft in Europa zu basteln.

@ Bernd Kevesligeti

Manöver gibt es schon genug, wenige Kilometer von Grenzen und Küsten entfernt und demnächst noch in der Arktis.

Glaubt Putin wirklich, dass das den Westen schreckt?

15:45 Uhr von Olivia59 | Räuberische Erpressung ?

'Diese Truppenkonzentration ist doch überhaupt erst die notwendige Voraussetzung dafür gewesen, das Washington auf das schriftliche Verhandlungsangebot Russlands reagiert.
Das wäre doch ohne diesen Druck nie passiert – leider.'

 
Sollte es mich überraschen, wie Sie hier einseitig für Gewaltandrohung Partei ergreifen in einem Konflikt, der Objektivität und das Primat der Diplomatie erfordert ?
 
Als Pragmatiker mit Sinn für Realpolitik bin ich dafür, auf Interessenausgleich zwischen Konfliktparteien zu setzen. Auch in dem Fall Russland, Ukraine und NATO. Aber das heißt nicht, unhaltbare Positionen zu goutieren.
 
Die unanehmbaren Vertragsvorschläge von W. Putin und die provokative Art, wie das von seinen Emissären in der Vergangenheit vorgetragen wurde lassen mich am Ziel zweifeln. Im Privatleben würde man das als den Versuch räuberischer Erpressung werten. Geht gar nicht.

@olivia59, 15:50

Gewalt oder auch Bedrohung mit Gewalt dürfen kein Mittel der Politik sein. Auch wenn ich die Forderung Russland auf einen Verzicht der NATO auf eine Osterweiterung verstehen kann, so lehne ich die massive Drohgebärde von Putin ab.

16:01 Uhr von cor ruptly ru

Wen meinen Sie mit wir und euch und...?
Das mit fair und vernünftig erwarte ich von Ihnen. Ich habe die PK sehr interessiert verfolgt. Und anders kann man es nicht werten, als dass es eine schallende Ohrfeige für die EU ist. Die EU versucht gerade im Donbass ihr eigenes Süppchen zu kochen und das sollte sie nicht tun, um den Konflikt nicht zu verschärfen.

Claudia Bauer meint,

16:05 Uhr von cor ruptly ru
" Klar, dass die Ukraine so schnell wie möglich in die NATO will. "

Ich bin mir da absolut sicher die Ukraine wird niemals Mitglied der NATO werden.
Sondern friedlich in den Schoß von Mütterchen Rußland zurück kehren.

bitte einen Schritt zurücktreten

- Jede Seite warnt und behauptet Recht zu haben. Wo soll das enden?
- es ist eine Sicht der Perspektive
- Russland vesteht den Westen nicht und der Westen die russischen Befindlichkeiten nicht
- es rächt sich jetzt, dass man Russland die letzten Jahrzehnte außen vorließ und immer mit der Moralkeule kam. Ich bin Beileibe kein Putinfreund, kann es aber teilweise verstehen. Navalny als Ikone... fragen sie mal die normalen Russen dazu
-Von 1991-2013 waren wir viel in Russland unterwegs. Ein stolzes Volk, welches nie verstand wieso sich die NAto weiter ausdehnte. Man wünschte sich Neutralität dieser Staaten und fühlte sich gedemütigt.
- die Ukraine sollte wie die Schweiz neutral bleiben- aber dann bitte keine Waffen mehr dorthin, sondern eine friedliche Einigung mit der russischen Minderheit dort und die slawische Seele beruhigen statt beiderseits verbal Öl ins Feuer

Ergänzung

Mit seiner für Verwirrung sorgenden Bemerkung hat Biden gezeigt, daß man in den USA sich sehr wohl darüber im Klaren ist, worum es zumindest AUCH geht: Um den Konflikt in der Ostukraine.
Hier kollidieren die zwei Völkerechte "territoriale Integrität" und "Selbstbestimmungsrecht der Völker". Wie soll man im Westen anders darauf reagieren als den russischstämmigen Ostukrainern, die sich zu Russland gehörig fühlen, ihr Recht auf Selbstbestimmung absprechen? Ähnlich reagiert man ja auch in Hinblick auf die Kurden im Nahen Osten oder die Katalonen in Spanien. Käme es zu einer Abspaltungsbemühung innerhalb von Russland, zumal mit gewalttätigen Aktionen verbunden, so wäre die westliche Sichtweise vermutlich eine andere und dann wäre das Recht auf Selbstbestimmung höher anzusetzen als das Recht auf territoriale Integrität. Das Beispiel Kosovo- Serbien wäre zu nennen und neuerdings die im Norden des Kosovos nach Zugehörigkeit zu Serbien strebenden Serben.
Sehr schwierig, das alles...

16:03, bolligru

>>Als in Serbien die Kosovaren Selbständigkeit und Abspaltung beanspruchten, wurde dies allgemein anerkannt, auch höchstrichterlich, z.B. 2010, als der Internationale Gerichtshof in Den Haag die einseitige Abspaltung des Kosovo von Serbien für rechtmäßig und mit dem internationalen Völkerrecht vereinbar erklärte.<<
.
Schon allein daran müssten Sie erkennen, daß es sich um zwei völlig unterschiedliche Vorgänge handelt.
.
Oder meinen Sie, der internationale Gerichtshof wäre ein Handlanger der USA/NATO/des Westens?

Die einzige Bedrohung des…

Die einzige Bedrohung des Putin-Regimes könnte von der eigenen Bevölkerung ausgehen, wenn sie sich mal aufraffen würde, Demokratie zu fordern. Die russische Führung hat sich in eine Sackgasse manövriert, aus der sie gesichtswahrend kaum mehr herauskommen kann. Sie sollte die Eskalation beenden und die Truppen in die Kasernen zurückbeordern.

15:58 Uhr von Giselbert

Auch der Westen MUSS Zugeständnisse machen. Dazu gehört für mich auch ein Verzicht, die Ukraine in die NATO aufzunehmen
.
Als Verteidigungsbündnis müssen wir uns doch von denen, die uns zum Feind erklären, nicht auch noch sagen lassen, wen wir aufnehmen dürfen. Das wäre kein ernstzunehmendes Verteidigungsbündnis.
.
Im übrigen rückt die Nato auch nicht mit Streitkräften an, um zu verhindern, dass ein Land dem russischen Verteidigungsbündnis beitritt.
.
Es ist schon jeder seines eigenen Glückes Schmied. Die Attraktivität der Nato steht ganz direkt in Verbindung mit der Art und Weise, wie Russland seine Nachbarn behandelt.

Eine Verhandlung setzt …

Eine Verhandlung setzt normalerweise voraus, dass beide Seiten Zugeständnisse machen. Wenn die Nato zusichern würde, die Ukraine nicht beitreten zu lassen, was wäre denn das Zugeständnis Putins ? Keinen Krieg zu beginnen, wäre ja wohl etwas wenig.

@ 16:03 Uhr von bolligru --- Darum geht es wirklich nicht

"Die Sicht des Westens ist eindeutig: Es gilt "die territoriale Integrität der Ukraine in ihren international anerkannten Grenzen". Die Russen mit den Separatisten setzen auf das "Selbstbestimmungsrecht der Völker".
-
Dieser Scheingegensatz ist eine lang gepflegte propagandistische Floskel ohne reale Bewandtnis. Warum ?
-
1. In der einzig bislang international anerkannten Abstimmung nach Aufllösung der SU haben alle 7 Regionen der UKR für die Loslösung von Russland und die Unabhängigkeit der Ukraine gestimmt. Im Donezk-Becken 83 % Zustimmung, auf der Krim 54 %.
2. In der Schlussakte von Helsinki wurde die territoriale Integrität der Staaten als unantastbar vereinbart. Mit Nachdruck von Moskau so verhandelt. Dagegen hat Russland mit seinen Militäroperationen eindeutig verstoßen.
3. Das Thema ist: Grenzen werden nicht nach Gusto von Regionen und gewaltsam verändert, sonst müsste Österreich für Südtirol in Italien einmarschieren.

wir brauche die Ukraine in der Nato nicht

...also ist es ganz einfach einen Krieg zu vermeiden. Einfach mal den Sturkopf ausschalten. Ansonsten werden die Russen, wenn Sie diese Garantie nicht bekommen, sich die Ukraine holen. Dann gibt es wieder ein paar Sanktiönchen, die aber niemanden beeindrucken werden. Sanktionen haben noch NIE den beabsichtigten Zweck erfüllt (Russland - KRIM, Nordkorea und und und....) Sie können einfach zu leicht umgangen werden. Also, wenn die Russen sich bedroht fühlen, dann gebt ihnen dieses Stück Sicherheit.

Bereitschaft zur Deeskalation

"Der Kreml hatte der NATO seinerseits zuletzt einen weitreichenden Forderungskatalog vorgelegt."
_
... den die USA/NATO vermutlich pauschal ablehnen werden, weil es ihre geopolitischen Ziele gefährdet.
_
Die Antwort auf die Forderungen Russlands wird zeigen, wie groß das US-Interesse an einer Deeskalation wirklich ist.

NATO-Osterweiterung der falsche Weg, …

… um Interessenssphären auszuweiten, da die NATO auf diese Weise geschwächt und ausgehöhlt wird.
Wenn ich von mir ausgehe, ehemaliger W15 und heute altershalber von der Wehrpflicht befreit, ich wäre nicht bereit dazu, Orbans Ungarn, Kaczynskis Polen, Bulgarien, Rumänien oder am Ende noch die Ukraine zu verteidigen.
Weil derartige Einsätze der Bevölkerung der westlichen NATO-Staaten überhaupt nicht zu vermitteln wären, wurde das Bündnis durch die Osterweiterung kastriert und zum Papiertiger. Insofern sind Abschreckungs- und Drohpotentiale nichts als aufgeblasene Backen.

@cor ruptly ru, 16:01

//Eine schallende Ohrfeige//
Die könnten wir zur Not auch zurück geben..
//für das quengelnde und launische Kind EU, was unbedingt in diesem Kampf mitmischen will.//
Wenn Ihr uns als quengelnde Kinder tituliert, müsst ihr euch nicht wundern, dass wir euch auch nicht anders sehen.

Liebe cor ruptly ru, würdet ihr mir den Pluralis Majestatis erklären, in dem Ihr auch auszudrücken belieben?

Die Verhandlungsführer...

...können vor lauter Drohgebärden kaum mehr laufen, so macht es den Eindruck.

Wenn Putin meint, er wolle nicht in die Ukraine einwandern, stellt aber 100.000 Soldaten samt Infrastruktur entlang der russisch-ukrainischen Grenze auf, muss es ihm ernst sein, denn sowas kostet ja auch ne Menge Rubel.
Das können weder die Ukraine, noch EU oder die USA, also wird gedroht, was die Hirne hergeben.

Da alle wissen, dass ein Krieg womöglich der letzte auf dem Planeten sein könnte (ja, etwas pathetisch), wird man die Füße stillhalten und weiter pokern.

Der Weg ohne Ziel.

Zunehmend bekommt man immer mehr den Eindruck das die Gespräche Europa betreffend zwischen Amerika und Russland vor allem ein Ziel haben, nicht erfolgreich zu sein und Europa aussen vor zulassen. Jeder Ansatz eines Erfolges wird bereits im Anfang abgewehrt. Jede Initiative, gleich im welchem Bereich wird abgeblockt. Es scheint ein tiefes Mistrauen gegenüber den Westeuropa zu geben.
In den letzten Jahren ist bedingt durch diese Politik der Einfluss Europas in der Welt drastisch abgenommen. Auch gegenüber direkte Nachbarn wie Russland wo ein deutlicher Handelsanstieg sofort möglich wäre. Europa verkommt wirtschaftlich und politisch zu einem Zwerg.
Es ist höchste Zeit neue Akzente und Ziele in der Europapolitik zu setzen. Ein kleineres Europa könnte ein erfolgreicher sein.

@Daniel Schweizer - Truppenverlegung

15:32 Uhr von Daniel Schweizer:
"Eigentlich könnten die USA den Russen ein klares Signal senden, indem sie zwei oder drei Divisionen nach Westeuropa [...] verlegen."
> In Europa herrscht nun wirklich kein Mangel an US-Truppen - 2015 waren es 62.753 Soldaten.
_
"[...] um den Russen einmal auch ein wenig das Gefühl jener Medizin zu geben, die sie ständig anderen Ländern zumuten wollen!"
> Dafür müssten die Truppen aber nach Alaska verlegt werden. Die russischen Truppen stehen schließlich auch im eigenen Land.
_
"Wenn man schon nach der Nato Bedrohung schreit, sollte diese nun doch mal echt liefern!"
> Das tun die NATO-Manöver in Osteuropa bereits.

@cor ruptly ru 16:05: will die Ukraine in die NATO?

Wer ist „die Ukraine“? Selenskiy, der kaum Herr im eigenen Haus ist und sich in acht nehmen muss vor den Drohungen der militanten Nationalisten? Oder die Bevölkerung, die in dieser Frage sehr uneins ist ?

Warum soll man unbedingt in die NATO müssen?

Als die EU sich nach Osten ausdehnte (übrigens mit tatkräftiger Ermunterung durch Washington) gab es einen Automatismus: EU Mitgliedschaft folgt NATO Mitgliedschaft und umgekehrt.

Die USA wollten deshalb auch das die Türkei in die EU aufgenommen wird - koste es die Europäer was es wolle ...

Das ist Geopolitik und hat nichts damit zu tun was für die Menschen vor Ort gut ist.

15:50 Uhr von Olivia59

Ausserdem fühlt sich Russland nicht aktuell besonders bedroht, sondern durch die langfristige Entwicklung der Nato-Erweiterung, in der nicht nur 3 Divisionen weiter nach Osten vorgerückt sind.
.
Das stimmt schonmal nicht, denn in den Ländern stehen die jeweils eigenen Armeen und seit der Annektion der Krim rotiert eine schnelle Eingreiftruppe von -äh- 4000 Mann. Wikipedia: Eine Division besteht üblicherweise aus rund 10.000 bis 30.000 Soldaten.
.
Die Behauptung, Russland fühle sich von der Nato eingekreist, richtet sich vor allem an die russischen Bürgern. Denn sie sollen die expansionistischen Eskapaden von Transnistrien über Georgien und die Ukraine - im übrigen nicht zuletzt die Kriege auf dem eigenen Gebiet - in diesen Kontext verstehen und stillschweigend hinter der Regierung stehen. Natürlich fühlt sich in Russland eigentlich niemand durch die Nato bedroht.

Ich sehe

jetzt keine Lösung, eher das Gegenteil, ein Land will schon Truppen im Osten erhöhen, hab ich gerade gelesen.
Unsere Regierung sollte sich mal lieber Gedanken machen, wo wir die nötige Energie hernehmen, wenn die RF wirklich was macht, dann fallen gleich mehrere Leitungen aus, ohne das N2 gibt.
Wobei es N2 wohl nie geben wird, die Grünen wollen sie nicht, die SPD hat keine klare Meinung, also geht die Prüfung wohl auch nie zu Ende.
Und ich hab das Gefühl, das es in der RF schon klar ist, das die Leitung ein Fehlbau war.
Heute gab es 3-4 Artikel die um Gas und N2 gingen, und einige Meinungen von Politikern zeigten, N2 ist wohl bald kein Druckmittel mehr.
Ende Februar wissen wir dann mehr.

@das ding - Europäer sollten deeskalieren.

16:22 Uhr von das ding:
"Im Grunde gehts nur um USA versus Russland. [...] Das allerdings - was die die schlechte Nachricht ist - wurde oder wird als allzu selbstverstaendlich angenommen."
_
Viel schlimmer ist es, dass europäischen Politiker völlig unreflektiert die US-amerikanische Sichtweise verbreiten dürfen, ohne dafür von den Medien kritisiert zu werden.
_
Es sollte im persönlichen Interesse jedes Europäers sein, dass es in Europa keine kriegerischen Konflikte gibt. Eine selbst auferlegte Politik der "Härte" ist völlig fehl am Platz.

@MRomTRom - Wie soll der Ausgleich aussehen?

16:37 Uhr von MRomTRom:
"Sollte es mich überraschen, wie Sie [Olivia59] hier einseitig für Gewaltandrohung Partei ergreifen in einem Konflikt, der Objektivität und das Primat der Diplomatie erfordert ?"
> Vom äußersten Rand des Meinungsspektrums wirkt jede andere Betrachtungsweise einseitig.
_
"Als Pragmatiker mit Sinn für Realpolitik bin ich dafür, auf Interessenausgleich zwischen Konfliktparteien zu setzen."
> Das klingt vernünftig. Wie könnte dieser Ausgleich aussehen?

@16:37 Uhr von MRomTRom

„Sollte es mich überraschen, wie Sie hier einseitig für Gewaltandrohung Partei ergreifen in einem Konflikt, der Objektivität und das Primat der Diplomatie erfordert ?“
.
Welche Diplomatie denn? Die Provokation war wie gesagt notwendig, weil er diese Forderungen seit 2007 deutlich stellt und keinerlei Interesse des Westens an einer Einigung zur gemeinsamen Sicherheit in Europa wahrnehmen konnte.
.
„Die unanehmbaren Vertragsvorschläge von W. Putin und die provokative Art, wie das von seinen Emissären in der Vergangenheit vorgetragen wurde lassen mich am Ziel zweifeln. Im Privatleben würde man das als den Versuch räuberischer Erpressung werten. Geht gar nicht.“
.
Es ist doch nur logisch, dass Russland erstmal Maximalforderungen stellt um Kompromisse zu verhandeln.

17:09 Uhr von Nachfragerin

>>Das tun die NATO-Manöver in Osteuropa bereits.<<

Wo macht denn die NATO zur Zeit in Osteuropa Manöver?
Sie sollten vielleicht Ihrem Namen Ehre machen.

In den letzten Jahren haben etliche Foristen eifrig die deutschen VerteidigungsministerInnen kritisiert und Bundeswehr und NATO als völlig marode bezeichnet.
Und man glaubt es kaum, die selben Foristen behaupten plötzlich dass von diesem maroden Bündnis so eine große Gefahr ausgeht.

Alle Achtung & Respekt

Herzlichen Dank für das bemerkenswerte Interview mit Jo Angerer.
(Dass man sowas noch erleben darf.)

@Phonomatic 17:12 Uhr

Natürlich fühlt sich in Russland eigentlich niemand durch die Nato bedroht.
Sie sind so erstaunlich gut über die Befindlichkeiten der russischen Bevölkerung informiert, weil Sie über die neuesten Zahlen welches Meinungsforschungsinstituts verfügen? Es wäre gut, wenn sich alle Deutschen von ihren Illusionen, immer im Recht zu sein und alles besser zu wissen, rechtzeitig lösen könnten! Es wäre ebenfalls förderlich, seinen Verhandlungspartner und dessen Interessen ernst und als gleichberechtigt zu nehmen, bevor man eines Besseren belehrt wird.

Sprache die Russland versteht

@
m 21. Januar 2022 - 18:42 Uhr von Nachfragerin
@das ding - Europäer sollten deeskalieren.
16:22 Uhr von das ding:
"Im Grunde gehts nur um USA versus Russland. [...] Das allerdings - was die die schlechte Nachricht ist - wurde oder wird als allzu selbstverstaendlich angenommen."
_
„Es sollte im persönlichen Interesse jedes Europäers sein, dass es in Europa keine kriegerischen Konflikte gibt. Eine selbst auferlegte Politik der "Härte" ist völlig fehl am Platz.“
____
Ja warum nimmt Russland denn die EU oder die Partner des Normandie-Formats nicht als Verhandlungspartner wahr? Ganz einfach. Weil sie militärisch ein Witz sind.
Und damit wird klar, wie man mit Russland sprechen muss. Mit Klarheit und mit einer funktionerenden Armee im Hintergrund . Wer, wie die Ukraine 2014, keine Abwehr hat, wird platt gemacht.

@Phonomatic - Gefahr für Europa

17:12 Uhr von Phonomatic:
"Natürlich fühlt sich in Russland eigentlich niemand durch die Nato bedroht."
_
Naja. Wenn es unseren Politikern und Medien gelingt, Menschen wie Ihnen die russischen Truppen in Russland als Gefahr zu verkaufen, dann wird das mit umgekehrten Vorzeichen auch in Russland gelingen.
_
Die Gefahr für Europa besteht darin, dass die USA ihren Konflikt in Europa austragen können, weil sie nicht betroffen wären. Von Russland lässt sich das nicht behaupten.

in diese Forum scheinen die Fronten

genauso abgesteckt wie entlang der russischen Grenze. Neutrale Beobachter haben praktisch keinen Zutritt mehr. Herablassung bis hin zu unverhüllter Verachtung für die Gegenseite schwingt neben Feindseligkeit in so gut wie jedem Kommentar mit.
Wer hier nicht genau einen Guten und einen Bösen sieht, hat in den Augen aller anderen nichts verstanden und ist entweder ein Nato-Lakai oder ein Putin-Troll, nicht selten auch gleich beides. Beleidigt wird er auf jeden Fall von beiden Seiten.
Was für eine Diskussion. Was für eine Kultur. Was für eine Gesellschaft. Was für Aussichten. Mann, Mann, Mann.

@17:11 Uhr von Möbius: Mit einer Inflation von 30%....

Mit einer Inflation von 30% - Tendenz stark steigend ist die Türkei dem EU-Beitritt weiter entfernt als jemals zuvor.
Dann müsste die EU gleich ganz sämtliche Kriterien für die Mitgliedsländer einstampfen und ihre quasi - Insolvenz erklären.
Wird nicht passieren.

Das ist eben Großmachtgebaren!...

Biden und Putin wissen schon, warum sie EU-Vertreter nicht einbeziehen! Das ist eben Großmachtgebaren! Da können wir nur zu schauen! Die EU ist auch unter Frankreichs Führung keine Großmacht und wird es wohl auch nie sein! Durch den Austritt GBs ist sie es noch viel weniger ! Frankreich alleine übrigens auch nicht!

Gebt doch nach

Russland sollte nachgeben, ruhig mit dem Westen reden und die Truppen in die Kasernen zurück schicken. Es bringt eh nichts. Russland kann nicht ernsthaft einen Angriffskrieg starten. Das wäre doch hoffentlich gegen das russische Grundgesetz.

@ 18:42 Uhr von Nachfragerin --- Passt nicht zusammen

18:42 Uhr von Nachfragerin
„Viel schlimmer ist es, dass europäischen Politiker völlig unreflektiert die US-amerikanische Sichtweise verbreiten dürfen, ohne dafür von den Medien kritisiert zu werden“
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Witzige Aufforderung. Finde den Fehler:
In Russland dürfen die Medien NUR die Sichtweise von Herrn Putin vertreten. Kritisieren der Regierung geht mangels Pressefreiheit gar nicht.
Es ist einfach zu erkennen, was an Ihrer Aufforderung nicht stimmt, nicht ?
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„Es sollte im persönlichen Interesse jedes Europäers sein, dass es in Europa keine kriegerischen Konflikte gibt. Eine selbst auferlegte Politik der "Härte" ist völlig fehl am Platz.“
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Stimmt. Deswegen sollten Russland auch nicht mit rasselnden Panzerketten Truppen an der Grenze eines Nachbarlandes massieren. Die Härte wird im Moment nur auf russischer Seite praktiziert. Der einzige Platz, an dem sie nach Ihrer Auffassung völlig unproblematisch ist.

von Forengeschwätz 16:31

Ob solche Manöver nahe der Grenzen und Küsten zielführend sind ?
Aber auffällig ist, daß es jetzt eine offene Diplomatie gibt: Da werden Forderungen gestellt, die Weltöffentlichkeit wird nicht ausgesperrt.
Russland handelt, aber nicht nach den alten Spielregeln, die von den anderen vor 30 Jahren aufgestellt wurden. Und lässt sich offenbar nicht mehr vor vollendete Tatsachen stellen.....

Am 21. Januar 2022 - 18:54 Uhr von WL

Hallo WL,

auch Ihnen danke.

Warum?
Wegen Ihrer Bemerkung habe ich mir den Bericht angehört.

Kein Tritt Richtung Diktatur etc., sondern eine klare Ansage, die meine vollste Zustimmung findet.

echt ich bin erstaunt

hat keiner meiner Mitstreiter Angst ?
Also ich bin nicht scharf auf einen Konflikt !
Truppen an die Grenze verlegen, noch mehr Drohungen aussprechen
reicht die Erfahrung aus den 1. WK nicht aus
da hat auch keiner einen Krieg gewünscht - plötzlich war er dann da

16:54 Uhr von MehrheitsBürger

Ich wollte lediglich andeuten, daß die Lage wirklich erheblich komplizierter ist als allgemein angenommen. Im Osten der Ukraine gibt es unbestritten einen wesentlichen russischen Bevölkerungsteil und über den leider zu beklagenden Dauerkonflikt wird seit Jahren berichtet. De facto gibt es die Spaltung bereits und die Ukraine täte gut daran, für eine friedliche Annäherung zu sorgen, genau wie auch die Gegenseite.
Es sterben seit Jahren Menschen auf beiden Seiten, auch das ist Fakt.
Andererseits lasse ich mich nicht mit einer simplen Erklärung abspeisen, die den bösen und zähnefletschenden Russen beschreibt, der an der Ukrainischen Grenze nichts besseres zu tun hat als mit dem Säbel zu rasseln.
Nein, die Lage ist komplizierter als dargestellt und die Frage der Ethnien spielt sicher eine Rolle dabei.
vgl auch "https://euro-ethnien.blogspot.com/2014/05/232-ukrainer-ukrainisch-ukrai…"

@Daniel Schweizer - 15:32

"Eigentlich könnten die USA den Russen ein klares Signal senden, indem sie zwei oder drei Divisionen nach Westeuropa, also westlich vom ehemaligen eisernen Vorhang verlegen. Dies könnte auch im Sinne einer Verstärkungsübung auf Nato Ebene geschehen, um den Russen einmal auch ein wenig das Gefühl jener Medizin zu geben, die sie ständig anderen Ländern zumuten wollen! Wenn man schon nach der Nato Bedrohung schreit, sollte diese nun doch mal echt liefern!"
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Ja genau, Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln hat sich als besonders dann wirksam erwiesen, wenn man diplomatisch überhaupt nichts drauf hat.
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Gerade noch das Projekt "Hindukusch" mit Blitzrückzug und einer ratlos hinterlassenen Bevölkerung beendet, wartet in der Ukraine schon das nächste Abenteuer mit unbekanntem Ausgang auf die westliche Gemeinschaft.
Für die militärische Lösung - die zwar keiner wollte aber nun doch ansteht - trifft man diesmal echt auf einen Gegner mit Waffen welche die ganze Welt bedrohen.

@Tremiro - Wer bezeichnet die NATO als marode?!

18:52 Uhr von Tremiro:
"Wo macht denn die NATO zur Zeit in Osteuropa Manöver?"
> Ich schrieb von NATO-Manövern in Osteuropa, die Russland als Bedrohung wahrnehmen könnte. Aktuell findet keins statt, aber im letzten Jahr gab es mehrere. Das Manöver "Defender-Europe 2021" war das größte seit dem Ende des kalten Krieges und beinhaltete Luftlandeübungen in der Nähe zur russischen Grenze. Stellen Sie sich mal das westliche Echo vor, wenn Russland solche Übungen an der Ukrainischen Grenze durchführen würde...
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"In den letzten Jahren haben etliche Foristen eifrig die deutschen VerteidigungsministerInnen kritisiert und Bundeswehr und NATO als völlig marode bezeichnet."
> Niemand hat die NATO als marode bezeichnet. Absolut niemand.

16:50 Uhr von fathaland slim

Mir geht es lediglich darum aufzuzeigen, daß es einen Aspekt gibt, der bislang aus welchen Gründen auch immer, nicht genannt wurde, mir aber wichtig erscheint. Dies ist das Bestreben der russischstämmigen Menschen im Osten der Ukraine, ihre Sprache und Schrift, aber auch ihre Kultur behalten zu dürfen, so wenigstens wird es vorgebracht.
Mir ist sehr wohl bewußt, daß das Selbstbestimmungsrecht der Völker auf Grenzen stößt und das sieht man am Beispiel der Katalonen in Spanien.
Andererseits gab es vielfach die Situation, daß ein Land in ein anderes einmarschierte um, wie angegeben wurde, die Rechte der Volksgruppe zu sichern welche dem eigenen Land nahestand. Beispielsweise besetzte 1972 die Türkei den Norden Zyperns mit der Begründung, die dort lebenden Türken seien unterdrückt. Ebenso marschierte die Türkei im Norden Syriens ein um die dort lebenden Turkmenen zu schützen und eine Ausbreitung der Kurden zu verhindern. ("Die Türkei, Schutzmacht der Turkvölker"- Deutschlandfunk)

Wenn ich die Komentare hier…

Wenn ich die Komentare hier so lese frage ich mich manchmal ob ich in einer anderen Welt lebe. Da wird schon mal bestritten das es in letzter Zeit Noto Manöver an der Grenze zu Russland gab oder das es Nato/US Truppen in Nachbarstaaten Russlands gibt, dabei würde einfaches googeln schon ausreichen um sich die zu informieren. Immer frei nach dem Motto alles Quatsch was der andere uns vorwirft, also wir doch nicht. Leute die Sache ist brandgefährlich und an solch einem Konflikt ist nie einer alleine Schuld. Ich habe noch keinen Krieg erlebt und möchte es auch nicht, mir reicht was ich von meinen Eltern und Großeltern darüber weiß und das sagt mir wir sollten alles dafür tun das es nicht soweit kommt. Einseitige Schuldzuweisungen und Drohungen helfen da sicher nicht weiter.

@frosthorn - Volle Zustimmung

19:08 Uhr von frosthorn:
"in diese Forum scheinen die Fronten genauso abgesteckt wie entlang der russischen Grenze. Neutrale Beobachter haben praktisch keinen Zutritt mehr."
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Wer die Meinung eines der beiden Extreme übernommen hat, der wird jegliche Kritik an "seiner" Seite als Zustimmung der anderen wahrnehmen.

Ich lese zu diesem Thema

… hier immer äußerst interessiert mit. Da ich davon ausgehe, dass bei so einem global-brisanten geopolitischen Problem vieles gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangt, fällt es mir ausnahmsweise schwer, wirklich selber zu kommentieren.

Ich hege durchaus Misstrauen gegenüber Putin, seinem Ego, seinen Motiven und der völligen Abwesenheit von Pluralismus in Russland, vorsichtig ausgedrückt.

Andererseits glaube ich auch nicht, dass gerade die USA nicht auch längst militärisch die Fühler in der Ukraine ausgestreckt hatten, um diese (auch verdeckt) zu unterstützen. Geschweige denn, dass es den USA (und auch der EU) in erster Linie darum geht, die Souveränität der Ukraine zu wahren. Als wenn diese trotz der politischen Zustände in absehbarer Zukunft überhaupt als NATO Partner in Frage käme. Angesichts Dinge wie bspw. Guantanamo fällt es mir auch schwer es ernst zu nehmen, wenn die USA von Grundrechten sprechen.

Welche Meinung hat die russische Bevölkerung dazu ?

Mit Sicherheit möchten russische Mütter ihr Söhne nicht für geopolitische Spielchen ihrer Führung auf einem Schlachtfeld verbluten sehen.
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Vermutlich unterstützen die normalen Russen auch diese Ambitionen zur Re-Sowjetisierung von W. Putin ("Untergang der SU die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrunderts") nicht.
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Vermutlich ? Ja, denn niemand kann es wissen.
Einmal hat die russische Bevölkerung keinen Zugang zur freien Berichterstattung und pluralistischen Medien. Zweitens bekommt sie aus den gleichgeschalteten russischen Massenmedien nur die Propaganda des Regimes.
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Die Frage ist: wie würden die Russen denken und wählen, wenn es Pressefreiheit und unbehinderten politischen Wettbewerb gäbe ? "Popularitätszahlen" von Putin und die "Zustimmung" zur Politik sind ohne die genannten Voraussetzungen nichtssagend.
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Gerne darf behauptet werden, Putin würde auch dann gewählt. Die Frage ist: warum stellt er sich dann nicht freien Wahlen ?

@MehrheitsBürger "In…

@MehrheitsBürger "In Russland dürfen die Medien NUR die Sichtweise von Herrn Putin vertreten. Kritisieren der Regierung geht mangels Pressefreiheit gar nicht." Ich frage mich gerade wieviele Russische Medien sie so täglich konsumieren? Ich vermute mal garkeine. Da ich auch russisch spreche kann ich Ihnen sagen es gibt dort sehr wohl Kritik an der Regierung, sogar jede Menge.

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