Kommentare - Gutachten im Missbrauchsskandal: Was wussten die Kardinäle?

20. Januar 2022 - 08:21 Uhr

Es geht um sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising, auch während der Amtszeiten von Ex-Papst Benedikt und Kardinal Marx. Das Gutachten, das heute vorgestellt wird, soll auch ihre Rolle klären. Von Tilmann Kleinjung.

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Kommentare

Ich glaube auch

dass man die Missbraeuche lange Zeit verheimlicht und heruntergespielt hat.

Die Kultur der Transparenz kam erst spaeter. Warum solche Leute allerdings nicht ehochkant hinausgeworfen wurden, erschliesst sich mir nicht.

Warum brauchte es erst die Oeffentlichkeit ?

Hiess es nicht...

"WIR SIND PAPST" .....
Was wussten wir.... das wird eine teuer Untersuchung alle zu befragen.

Oder hat die Bildzeitung uns damals nur beleidigen wollen?

Warum hat diese Sekte…

Warum hat diese Sekte überhaupt noch Mitglieder?
Die wollen ihre Gurus nicht bestrafen. Warum tut man sich das an? Man kann auch völlig ohne die Institution Kirche Christ sein. In der ganzen Bibel steht nichts von Katholizismus.
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Dann stehen die Greise allein auf ihrer Kanzel und keinen stört es.
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Der Laden ist komplett überholt. Undemokratisch und sexistisch, frauenfeindlich, usw usw.

Verglichen mit dem…

Verglichen mit dem Missbrauchsskandalen der Kirchen scheint der Missbrauch von Münster nur ein laues Lüftchen gewesen zu sein.
Warum Polizei und Staatsanwaltschaften nicht wenigstens mit ähnlichem Aufwand gegen die Kirchen und ihre Vertreter vorgehen ist völlig unverständlich.
Wer oder was hält unsere Strafverfolger eigentlich davon ab?
Die Verweigerung der Strafverfolger, gegen diese scheinheiligen Verbrecher vorzugehen, ist ebenfalls ein Verbrechen an den Opfern.
Falls es dazu rechtliche Bestimmungen gibt, die religiöse Vereine von der weltlichen Strafverfolgung ausnehmen oder gar beschützen, muß das an die Öffentlichkeit und so schnell wie möglich geändert werden!
Sich mit Rücktritten der Verantwortung und Aufklärung zu entziehen, darf auch nicht weiter geduldet werden. Solche Leute müssen vom Staat ein Berufsverbot bekommen und gegebenenfalls ins Gefängnis. Urlaube in Rom und damit Flucht vor dem tatsächlichen Tragen der Verantwortung, müßen ebenfalls verhindert werden

Marketing

ist die große Stärke der katholischen Kirche.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass eine Organisation die so viel Leid im Laufe der Geschichte verursacht hat und es bis heute tut (organisierter Mord an indigenen Kindern in Kanada bis mindestens in die späten 90er), dennoch als oberste Instanz der Moral gelten kann.

Warum kooperiert unser Staat überhaupt noch mit diesem Verein?
Warum wird so etwas wie "Kirchengerichtsbarkeit" überhaupt akzeptiert, wenn doch bekannt ist, dass kein noch so schlimmes Verbrechen je geandet wird?

Warum wird bei all dem Kindesmissbrauch nur schweigend zugesehen?

Wir müssen uns endlich von diesem konsequent menschenverachtendem Machtapparat lossagen.

Strukturelle Defizite

Das Erzbistum Köln hat in den letzten drei Jahren ca. 2,8 Millionen € für Rechtsanwälte, Gutachter und Kommunikationsberater ausgegeben, seit 2010 für die Opferentschädigung aber nur 1,5 Millionen €.
Das meldete die Süddeutsche Zeitung am 5.12.2021.
Das deutet darauf hin, dass nicht Einzelpersonen das Problem sind, sondern dass die katholische Kirche als Organisation eklatante Defizite im Umgang mit Schwächeren hat.
Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer formulierte 2018 selbstkritisch, dass der Missbrauch von Macht in der DNA der Kirche stecke.

Die mediale Fixierung auf prominente Priester erschwert jedoch den Dialog über diese Strukturen.

Zölibat verbieten

Zunächst sollte mal das Zölibat verboten werden, weil es gegen das Grundgesetz verstößt. Jeder Mensch sollte das Recht haben, sich zu binden mit wem er möchte, auch wenn er Priester oder Nonne ist. Alles andere ist weder zeitgemäß noch gesund. Dadurch würde sicherlich Missbrauch nicht komplett beseitigt aber zumindest reduziert.

Es gibt nicht viel gutes…

Es gibt nicht viel gutes über das sozialistische System zu berichten, aber für eins bin ich denen Dankbar. Sie haben uns die Augen über die Kirchen geöffnet. Das hat nichts mit dem Glauben zu tun, der ist meist was gutes und gibt vielen Menschen halt. Ich hatte mal einen Ferienarbeiter bei der Arbeit der Theologie studierte, er sagte mal zu mir "Der liebe Gott ist ein herzensguter Chef, nur sein Bodenpersonal ist nicht das beste." Diese Worte sind mir bis heute in Erinnerung geblieben.

Menschenrechte?

Gehört der Schutz von Kindern gegen (hier sogar institutionellem) sexuellen Mißbrauch eigentlich zu den Menschenrechten?
Da mit der katholischen Kirche sogar ein Staat in diese Verbrechen verwickelt ist, der die Täter auch noch vor Strafverfolgung in Sicherheit bringt und schützt, müßte doch längst der UN - Sicherheitsrat eingreifen und dafür sorgen dass die Täter nach Den Haag ausgeliefert werden.

@baumgart67

Priester wird man freiwillig in einem ziemlich lange dauernden Prozess. Und die allermeisten springen im Verlauf wieder ab, nicht selten, weil das Zölibat so schwer fällt. Schon mal mit irgendeinem Priester darüber gesprochen? Glauben Sie ernsthaft, Enthaltsamkeit führt zu Missbrauch? Was ist mit Singles, die lange keinen Partner finden? Werden die irgendwann gefährlich für Kinder? Ich glaube nicht. Da sind andere Ursachen und Wirkmechanismen am Werk. Und die haben sicher nichts mit dem Grundgesetz zu tun.
Wenn Sie ernsthaft glauben, das Zölibat wäre grundgesetzwidrig: Warum haben Sie dann noch keine Anzeige erstattet? Wäre gesellschaftlich bestimmt wichtig, dass da ein Grundsatzurteil gesprochen wird. Rechtliche Klarheit hilft bestimmt allen.

nicht nur Benedikt

sondern auch der derzeitige Papst hat hier eine denkbar schlechte Figur gemacht, vergessen wir das nicht. Er hat entsprechende Rücktrittsangebote von Verantwortlichen abgelehnt.

Der selbsternannte "Aufräumer" hat sich letztlich als unwillig / unfähig erwiesen. Oder der Apparat Kirche ist doch so perfekt, dass weder von außen noch von innen jemand eine Chance hat, etwas zu verändern.

Warum nicht eine andere Meinung, eine andere Kanzlei?

Hallo,

die Kanzlei ist im übrigen auch auf kirchliches Vermögensrecht spezializiert.

Mehr nicht, meine Finanzen lassen im Moment keine Kosten für eine Unterlassungserklärung zu. "g"

Zölibat u Lust auf Kinder @ 09:43 Uhr von baumgart67

>>>Dadurch würde sicherlich Missbrauch nicht komplett beseitigt aber zumindest reduziert.>>>

Das Zölibat ist erstmal nicht "Schuld", wenn ein Priester seiner "speziellen Neigung" auf Kinder nachgeht!
Vielleicht verstoßen ja generell viele Priester, Nonnen u Mönche "heimlich" auf ihre Art gegen das olle Kirchengesetz.... nur eben nicht mit Kindern.
Sich an Kindern zu vergreifen, geschieht weil der Täter (oder die Täterin) sich speziell von Kindern angezogen fühlt, auch ohne Zölibat!

Die ganze…

Die ganze Mißbrauchsgeschichte ist schon von einer gnadenlosen Scheinheiligkeit des Vatikans überzogen, daß es schon gen Himmel stinkt wie die alles vertuschen wollen. Und zudem verstößt der Katholizismus ständig gegen die 10 Gebote die ein Moses mal empfangen hat. Warum sollte man dann an das glauben was die Kirche immer wieder predigt? Um ein guter Mensch zu sein braucht es keine Kirche!

@Deeskalator

Kirchengerichtsbarkeit hat nichts mit Strafrecht zu tun und kann daher im Sinne des Strafrechts kein Verbrechen ahnden. Dabei geht es um Verfehlungen von Kirchenangehörigen beim Einhalten des Kirchenrechts. Unabhängig davon kann immer auch ein Staatsanwalt ermitteln und ein Richter bei erwiesener Schuld verurteilen. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
Wer sieht eigentlich bei Kindesmissbrauch schweigend zu? Wir haben doch gerade einen Artikel darüber gelesen. In dem Fall Missbrauch im Zusammenhang mit der Kirche. Es gab aber auch schon Artikel über Kindesmissbrauch in Sportvereinen oder auch im privaten Umfeld.

Was wir vor allem tun sollten, ist über Strukturen reden, die Straftaten begünstigen und diese dann ändern. Lossagen nutzt nichts. Zumal viele Kirchenkritiker sich ohnehin bereits losgesagt haben.

@ 09:45 Uhr von w120

Hallo und danke für den Link.
Warum die Staatsanwaltschaften nicht schon bei einem Verdacht auf (organisierten) Kindesmissbrauch jegliche kirchlichen Einrichtungen stürmt, die damit in Zusammenhang steht, wird dadurch leider auch nicht klar.
Selbst wenn es keine Pflicht zur Strafanzeige gibt, so müssen Staatsanwaltschaften doch von sich aus tätig werden.
Aber wahrscheinlich müssen auch sämtliche Politiker, die sich für die Kirchen einsetzen aus ihren Ämtern entfernt werden.
Sonst wird das nichts mit der Aufklärung um diese amoralischen Gottesanbeter.

Am 20. Januar 2022 - 09:43 Uhr von baumgart67

" Zölibat verbieten
Zunächst sollte mal das Zölibat verboten werden, weil es gegen das Grundgesetz verstößt. Jeder Mensch sollte das Recht haben, sich zu binden mit wem er möchte, auch wenn er Priester oder Nonne ist. Alles andere ist weder zeitgemäß noch gesund. Dadurch würde sicherlich Missbrauch nicht komplett beseitigt aber zumindest reduziert. "

Warum sollte das verboten werden, niemand auf dieser Welt wird gezwungen Priester zu werden, auch wird niemand gezwungen an etwas zu Glauben, also kann sich die jeweilige Religion doch Regeln setzen wie sie will.
Keiner muss einer Religion angehören, das machen die Menschen von sich aus, aus welchem Grund auch immer, die Wissenschaft ist so weit, das jeder die Welt sehen kann wie sie ist.

@ Gondarin

Ich glaube, dass jemand, der dann irgendwann einmal Priester wird nicht absehen kann, ob er dauerhaft enthaltsam leben kann und diese sog. Enthaltsamkeit widerspricht doch dem menschlichen Trieb auf Fortpflanzung. Es ist nicht gleichzusetzen z.B. mit dem Verzicht auf Alkohol, der eben kein menschliches Grundbedürfnis ist. Das Zölibat führt zu einer seit Jahrhunderten aus der Zeit gefallen Parallelorganisation, relatitätsfremd und zuweilen selbstverliebt und auch selbstgerecht. Und ein katholischer Priester soll dann z.B. Eheleuten bei Problemen Rat geben. Man sieht ja auch, dass sich immer mehr Leute von der katholischen Kirche abwenden und dort auch immer weniger Leute Priester werden.

- 09:18 Uhr von Bender Rodriguez

"Warum hat diese Sekte überhaupt noch Mitglieder?.......Man kann auch völlig ohne die Institution Kirche Christ sein. In der ganzen Bibel steht nichts von Katholizismus."

Das stimmt so nicht. Informieren Sie sich bitte. Allgemeine Annahmen und Verdaechtigungen loesen das Problem nicht.

Kindsmissbrauch betrifft nicht nur die katholische Kirche. So ziemlich alle Institutionen, in denen Paedofile arbeiten sind davon betroffen.

Es ist wieder und wieder die ...

... gleiche Leier und das bereits seit Jahrzehnten.
Da werden in den katholischen Funktionärs-Kreisen Missbräuche von Kindern und Jugendlichen aufgedeckt, die von den höheren Katholiken-Kreisen vertuscht und unter den Teppich gekehrt werden
Oder ganze Studien und Untersuchungen decken Massenmissbrauch auf.
Und am Ende soll die Katholische Kirche es selbst aufklären.
Sie klärt aber nicht und das schon seit Jahrzehnten nicht.
Immer wieder diese Leier und deshalb gehören diese Fälle zu den Staatsanwaltschaften, die von Amtswegen, sprich ohne Anzeige ermitteln müssten, wegen einem öffentlichen Interesse der Gesellschaft.
Machen sie aber nicht, denn der Arm der Katholischen ist nicht nur barmherzig, sondern auch breit und weit vernetzt.

09:43 Uhr von baumgart67

Wo steht da was im Grundgesetz darüber? Bitte die entsprechenden Artikel dazu benennen! Ansonsten ist die Aussage totaler Nonsens. Wenn ich mich irgendeiner Glaubensrichtung unterwerfe, dann erkenne ich auch deren Regeln an, auch an ein Zölibat! Wenn ich aber ein Zölibat nicht akzeptieren könnte, dann würde ich auch nicht in die katholische oder einer anderen Kirche eintreten!

@09:33 Uhr von nie wieder spd

Keine sexuelle Gewalt gegen Kinder ist ein "laues Lüftchen": Das Ausspielen oder Aufwägen der einen Situation gegen eine andere kann nur schiefgehen und verletzt oder beleidigt letztlich die Betroffenen.
Ich bin gespannt auf die Pressekonferenz der Kanzlei heute und auch auf die Pressekonferenz der Münchner Diözese in einer Woche; ich bleibe verhalten zuversichtlich, dass die Aufarbeitung auch zu klaren deutlichen personellen Konsequenzen führt. Ganz vorsichtig formuliert könnte es sein, dass die Münchner im Unterschied zu den Kölnern zeigen könnten, wie konsequentes Aufarbeiten geht; die Hoffnung gebe ich jedenfalls noch nicht ganz auf.

@10:03 Uhr von baumgart67

>>>Ich glaube, dass jemand, der dann irgendwann einmal Priester wird nicht absehen kann, ob er dauerhaft enthaltsam leben kann und diese sog. Enthaltsamkeit widerspricht doch dem menschlichen Trieb auf Fortpflanzung>>>

Nee menschlichen Trieb auf Ausleben von Sexualität und Befriedung!
Und nochmals diese Priester die sich an Kindern vergreifen, "stehen" gezielt auf Kinder!

@Gondarin

soso kirchenrecht und Strafrecht sind unterschiedliche paar schuhe?
Vielleicht auf dem Papier, aber wenn die Kirche sagt da muss man nix machen sagt der Staat: OK
Oder vielleicht mal: Ups das ist leider schon verjährt

Toll ein Bericht; der kommt von der Presse, die , gott sei Dank, nicht schweigt.
Unser Staat hingegen, hält die Füsse still und ermittelt so gut wie nie.

Wobei ich Ihnen vorbehaltlos zustimme ist bei Ihrer Aussage, dass die kriminellen Strukturen endlich aufgebrochen werden müssen;
Aber auch hier, wer häts gedacht, 0 Ambitionen von Seiten des Staates (Die Kirche wirds schon intern regeln).

Am 20. Januar 2022 - 10:03 Uhr von baumgart67

Hallo baumgart67,

aber ein Priester hat doch jederzeit die Möglichkeit sein Amt nieder zu legen und sich dann offiziell seiner Haushälterin zuzuwenden.

Und da war noch was,....lieber nicht.

Und auch Menschen, die andere Möglichkeiten haben (wenn sie nicht genommen werden), vergreifen sich an Kinder (in welcher Form) auch immer.

Ende offen?

Ich denke, ein Ende dieser Skandale ist leider nicht absehbar.
Es sind nicht nur die Religionsgemeinschaften; es sind Sportvereine, Schulen und auch Familien, Freunde u.ä. ebenso betroffen.
Und dann sind da noch die Gesellschaftssysteme, in denen Kinder (i.d.F. junge Mädchen) bereits verheiratet werden und somit ebenso unvorstellbares Leid ertragen müssen.

Ehe schützt nicht vor Neigung @ 10:06 Uhr von K.Napf

>>>...einer anderen Kirche eintreten!>>>

In diversen "anderen" Kirchen dürfen die Pfarrer und Pfarrinnen, verheiratet sein. Kein Thema, und dennoch werden zB auch in der evengelischen Kirche, sexuelle Übergiffe auf Kinder in
der Jugendarbeit stattgefunden haben.....

09:53 Uhr von frosthorn


Der selbsternannte "Aufräumer" hat sich letztlich als unwillig / unfähig erwiesen. Oder der Apparat Kirche ist doch so perfekt, dass weder von außen noch von innen jemand eine Chance hat, etwas zu verändern.

Es ist das unveränderte Beharrungsvermögen der Kurie im Vatikan.
Mehr noch in Stein gemeißelt als der Impulserhaltungssatz in der Physik.

@w120

es trifft aber doch sehr gehäuft in der katholischen Kirche auf und ich denke es passt weder in die heutige Zeit noch ist es wirklich gesund, dauerhaft auf körperliche Liebe zu verzichten. Es ist ein angeborener Trieb und das Sex ein positives Gefühl vermittelt ist an sich nichts besonderes, denn wenn wir unserem Trieb nach Nahrungsaufnahme nachgeben fühlen wir uns nachher auch besser und wenn wir auf Toilette waren geht es und auch nachher besser. Ich denke auch nicht, dass ein Priesteranwärter in jungen Jahren wirklich absehen kann, ob er sich nicht doch im Laufe seines Lebens mal verliebt und in welchem Beruf muss ich kündigen, wenn ich heiraten möchte. Es ist völlig aus der Zeit gefallen und wenn man derart in das körperliche Leben eines Menschen eingreift führt das eher zu Problemen als dass es zu mehr Normalität führt. Und zigtausende missbrauchte Jungen und Messdiener werden das vermutlich auch so sehen.

Solange es …

… Milliarden brave Schäfchen gibt, die dieser Clique noch freiwillig ihr (zum Großteil sehr knappes) Geld hinterherwerfen, ist für die Kirche doch alles gut. So ist es auch kein Problem xx Millionen für Anwälte, Prozesskosten etc. aufzubringen.

So wird immer weiter vertuscht, gelogen und betrogen was das Zeug hält. Von Aufrichtigkeit, Anstand, Empathie weiterhin keine Spur. Anstatt im Knast landen die betreffenden Leute im Vatikan, bis Gras über die Sache gewachsen. Der Staat ist unfähig, hier Gerechtigkeit zu üben und das ist eher schon Normalität.

Und da glauben viele heutzutage noch ernsthaft, ein Papst hätte irgendwie einen besseren, direkten Draht zum einem omnipotenten Wesen genannt „Gott“? Vielleicht lässt zumindest ein Teil dieser Menschen sich jetzt von diesem Wahn abbringen.

Am 20. Januar 2022 - 10:40 Uhr von baumgart67

Hallo baumgart67,

ob es gehäuft auftritt, weiß ich nicht.

Die Missbrauchsfälle allgemein sind 2021 ( 15.700 - 16.900) deutlich angestiegen.
Es wird in diesem Bereich eine gewaltige Dunkelziffer geben.

Meine persönliche Meinung ist auch, dass es Änderungen geben muss.
Allein schon, wenn man Gleichberechtigung ernst nimmt.

Alte Männer sind überall gefährlich.

Missbrauchsskandal?

Die frage ist wann den endlich die Innenminister durchgreifen.

Viel ander Organisationen sind schon verboten oder werden zumindestens vom Verfassungschutz kontroliert.

Reformprozess ist zwingend geboten

Ganz gleich, welche Erkenntnisse das Gutachten zu Tage fördert - die Kirche muss einen Reformprozess einleiten, der auch den Umgang mit der Sexualität zum Gegenstand hat. Der Zölibat steht sinnbildlich für eine weltfremde Haltung der Kirche zur Natur des Menschen. Er war und ist Ausdruck kirchlicher Autorität und priesterlicher Unterwürfigkeit. Dass sich in diesem Spannungsfeld exzessive Entwicklungen entladen können, ist leider nur folgerichtig. Die Täter sind, ohne ihre grausamen, menschenverachtenden Handlungen schönreden zu wollen, zugleich auch Opfer des Systems "Kirche". Ratzinger gehörte nach dem Vatikanischen Konzil ursprünglich - neben Kardinal Lehmann - zu denjenigen, die den Zölibat in Frage stellten. Waren es Machtanspruch und persönliches Karrieredenken, die seine Abkehr von dieser Denkweise veranlassten...? Jedenfalls macht die Aufarbeiteung der Mißbrauchsvorwürfe nur Sinn, wenn sie mit einer ehrlichen Betroffenheit und dem Eingeständnis von Schuld einhergeht.

@baumgart67

"Zunächst sollte mal das Zölibat verboten werden"
***
Mann kann solchen unsinnigen Behauptungen gar nicht oft genug entgegen treten:
*
Kindermissbrauch und Missbrauch hat nicht damit zu tun, ob jemand im Zölibat lebt, mit einem Mann oder einer Frau Sex hat.
*
Kindermissbrauch lässt sich auch nicht dadurch "behandeln", dass jemand zum Sex mit Erwachsenen verdonnert wird oder gar zu Orgien.

Nicht Liebe oder Zölibat! @10:40 Uhr von baumgart67

>>>Ich denke auch nicht, dass ein Priesteranwärter in jungen Jahren wirklich absehen kann, ob er sich nicht doch im Laufe seines Lebens mal verliebt und in welchem Beruf muss ich kündigen, wenn ich heiraten möchte.>>

Es geht um gezielten sexuellen Mißbrauch an Kindern und nicht um Prieser welche sich eventuell mal in eine Frau oder Mann verlieben könnten....! Freiwilliger Sex unter Erwachsenen, ist ok und Sache der Erwachsenen untereinander, auch wenn sie ans kath Zölibat gebunden sind!

Das Zölibat ist daher nicht das Thema!

den Zölibat endlich mal rauslassen

aus der Debatte. Ich finde auch, dass er abgeschafft gehört, aber in diesem Zusammenhang würde das nichts bringen. Beim Missbrauch von Kindern stehen nicht sexuelle Motive im Vordergrund, es geht um Macht.

Einer führt hier sogar den Wunsch nach Fortpflanzung an, dem der Zölibat entgegensteht. Das ist natürlich blanker Unsinn. Ein Täter würde doch nicht ein Opfer (Kind) missbrauchen wegen des Bedürfnisses, sich fortzupflanzen.

@Kristallin

nein es geht leider auch darum, dass Menschen, denen aufgrund unsinniger völlig veralteter Regelungen sexuelle Aktivitäten untersagt sind dann plötzlich doch sexuelle Bedürfnisse verspüren und sich dann wehrlose Opfer in Ihrer Umgebung aussuchen. Und warum sind dann fast alle Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche männlich? Auch ein Zufall? Das Zölibat versucht sexuelle Bedürfnisse zu unterdrücken und das entspricht nicht der menschlichen Natur.

@baumgart67 um 09:43

>> Zölibat verbieten: Zunächst sollte mal das Zölibat verboten werden, weil es gegen das Grundgesetz verstößt. Jeder Mensch sollte das Recht haben, sich zu binden mit wem er möchte, auch wenn er Priester oder Nonne ist. Alles andere ist weder zeitgemäß noch gesund. Dadurch würde sicherlich Missbrauch nicht komplett beseitigt aber zumindest reduziert. <<
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Es ist in der katholischen Kirche stillschweigend geduldet, dass ein Pfarrer auch mit einer Haushälterin zusammen leben und Kinder haben kann - natürlich nicht offiziell, es gilt ja das Zölibat.
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Ob sexuelle Enthaltsamkeit „ungesund“ ist, vermag ist nicht zu beurteilen - auch im fernen Osten leben viele Mönche enthaltsam.
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Das Thema sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durchzieht letztendlich die gesamte Gesellschaft, von Familien/Verwandten/Freunden bis hin zu Sportvereinen. Alles, was da passiert und man lesen musste, ist schrecklich; das mit der Kirche (katholisch und evangelisch) gehört da mit dazu.

Reformen dringend nötig

Warum gibt es denn unter sehr vielen katholischen Gläubigen in Deutschland den Wunsch nach Reformen, nach der Aufhebung des Zölibats und auch danach, dass Frauen Priester werden wollen. Sind diese Gläubigen alle verwirrt und nur die keuschen Priester rein und gut? Es sind Zigtausende Opfer in der katholischen Kirche und die antiquierten Regeln tragen nicht gerade zur Popularität der Kirche bei, es gibt ja ständig mehr Austritte und das Zölibat ist sicherlich auch nicht eine Form, die sexuellen Missbrauch reduziert sondern eher fördert. Man sieht ja interessanterweise auch, dass der Missbrauch fast ausschliesslich durch Priester im Zölibat und nicht durch andere Kirchenmitarbeiter begangen werden, die dieser Regel nicht unterliegen.

Was wussten die Kardinäle?

Oder, was machen sie da gegen? Übrigens, das Zölibat ist unchristlich wie so mansche Sachen in der kath. Kirche. Paulus sagte schon in der Bibel 1. Korinther 7,9
"9 Wenn sie aber nicht enthaltsam leben können, sollen sie heiraten. Denn es ist besser zu heiraten, als vom Begehren verzehrt zu werden." Die kath. Kirche sollte sich schämen und wirklich mal "christlich" handeln. Habe selbst so meine Erfahrungen und darum bin ich nicht mehr in diesem Verein, weil ich diesen Mist nicht noch unterstützen möchte.

@Wolf1905

ich stimme Ihnen da ausdrücklich zu, dass es sexuellen Missbrauch auch in anderen Bereichen, wie von Ihnen erwähnt gibt, und das natürlich genauso schlimm ist. Die Frage ist halt, ob sehr besondere Strukturen wie die katholische Kirche dann nicht doch dazu führen, dass es dort überdurchschnittlich viele Missbrauchsfälle finden lassen oder ob es Menschen mit solchen Veranlagungen dann nicht auch in solche Ämter drängt.

Was einen besonders traurig macht und das gilt jetzt ja nicht nur in der Kirche, ist, das oft immer noch Eltern den eigenen Kindern weniger glauben, als Lehrern, Trainern oder auch Priestern. Damit werden Eltern oft zu Mittätern, weil sie ihrer Kinder nicht ernst nehmen. Da muss sich noch viel in der Gesellschaft ändern.

Iibelin Was stimmt wie nicht…

Iibelin
Was stimmt wie nicht?
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Diese Sekte (Christentum war bei den Römern noch eine Sekte) betreibt seit über 2000 Jahren immer wieder Machtmissbrauch.
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Luther wollte da mal was ändern.
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Jedenfalls steht von dem, was uns geistliche vom Leben erzählen wollen, so nichts in der Bibel.
Nicht AT. Nicht NT.

@11:43 Uhr von Bender Rodriguez

"Jedenfalls steht von dem, was uns geistliche vom Leben erzählen wollen, so nichts in der Bibel.
Nicht AT. Nicht NT."
Leider haben sie da Recht. Die kath. Kirche hat ihr eigenes Ding draus gemacht und ist von der Warheit weit weg.

Im Prinzip ist es egal wer…

Im Prinzip ist es egal wer sexuellen Mißbrauch treibt. Es ist auch egal welchen Stand der oder diejenige hat, oder welcher Glaubensrichtung man angehört. Der oder diejenige gehört mit aller Härte des Strafrechtes verfolgt und auch mit aller Härte bestraft! Unsere oder auch andere Justizen dieser Welt haben die Mittel dagegen vor zu gehen, nur sind sie zu feige dafür. Und warum ist das so? Da soll sich jeder seine eigene Meinung bilden. Nur eines, die katholische Kirche hat einen gut funktionierenden Machtapperat und dadurch viel Einfluß auf unserem Planeten!

Die Katharsis funktioniert nicht...

Ich verstehe nicht, dass man den beschuldigten Institutionen der Kirche so freie Hand bei der Aufklärung dieser schweren Sexualstraftaten lässt.
Das ist so, als wenn man Frösche beauftragt den eigenen Sumpf trockenzulegen.
Hier bedarf es massiver staatlicher Untersuchungen der Justiz, die dieses systemische Versagen unter Nennung von Ross und Reiter an die Öffentlichkeit und die Beschuldigten vor Gericht bringt.

Überfällig

„Zwischen 1945 und 2009 waren in der Erzdiözese 159 Priester wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen auffällig geworden. Sehr viel mehr hat die Öffentlichkeit damals nicht erfahren. Das Gutachten verschwand im Giftschrank. >> Das dürfte diesmal anders werde“

Hoffentlich. Wer Verbrechen an Kindern begeht, gehört nicht in der Seelsorge eingesetzt, sondern aus dem Kirchendienst entfernt und vor Gericht gestellt. Und wer das mithilfe von „Giftschränken“ zu verhindern sucht, auch.

bandidos, hells angels,……

bandidos, hells angels,…
Also bandidos, hells angels, Bones, etc etc werden wegen Vergehen ihrer Mitglieder, ALLE überwacht. Da weiß man viel besser bescheid, wer was macht.
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Diese Akribie sollte man auch bei der Kirche mal walten lassen. Wie kan es sein, dass polizeilich Bekannte Täter schlicht versetzt werden können?
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Und wenn die Kirche sich nicht selbst untersuchen will, muss eben mal der Staatsanwalt vorbei schauen..

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Kirche und der Missbrauch !

In meinen Augen ist vor allem die katholische Kirche ein ziemlich verlogener Verein, der auch noch, warum auch immer, von staatlichen Stellen geschützt wird. Außerdem haben schon andere User festgestellt, dass die katholische Kirche ein sexistischer Laden ist, der die Gleichberechtigung der Frau noch in hundert Jahren nicht schafft. Das haben sie mit den extremen Strömungen innerhalb der muslimischen Welt gemein, auch dort muss eine Frau sich regelrecht verstecken, vor den obergeilen Männern, die weder Achtung noch Respekt gegenüber Frauen zeigen, und mit Sicherheit auch Homosexuelle in ihren Reihen haben, es aber nur verleugnen. Müssten sie sonst doch zugeben, dass sie kein Stück besser sind, als andere.
Und all die alten Herren der Kirche lügen uns jeden Tag an, sind nie wirklich aufrichtig und ehrlich, denn mit einer Entschuldigung ist es nicht getan, all das verursachte Leid zu tilgen. Grundsätzlich sollten all diese Herren mal begreifen, dass das Sexualleben zum Menschen gehört

Gerade weil das Thema so…

Gerade weil das Thema so wichtig ist, frage ich mich, wann sexueller Missbrauch in anderen Glaubensgemeinschaften aufgearbeitet wird.

Mißbrauch

Es ist mir unverständlich das unsere Politik und die demokratischen Institutionen endlich eingreifen. Die Aufklärung kann nicht den Tätern, der Kirche überlassen.
Die Verzögerungen und Heimlichkeiten sollen ausschließlich die Täter schützen.
Ich verlange von unsere Politiker sich um dieses Thema zu kümmern.

Missbrauch !

Eines der großen Probleme ist das Zölibat, das sich die katholische Kirche auferlegt hat. Dies war und ist der absolute Schwachsinn, das nur von einem vollkommen verblendeten eingeführt wurde. Denn damit wird die menschliche Natur ausgehebelt, ja regelrecht verbogen, denn die Sexualität gehört zum Menschen. Wie wollte dieser sich sonst vermehren ? Durch Hand auflegen ?
Sicher würden dann deutlich weniger Kinder missbraucht, aber nicht alles verhindert. Nur was es auch doch sehr begünstigt hat, ist die ganzen Vertuschungen und Verschleierungen, das nicht wirklich bestrafen von einem weltlichen Gericht, damit alle Welt sehen kann, die Oberen der Kirche wollen sowas nie decken, sondern ahnden.
Auch sollte grundsätzlich der Staat seinen Aufgaben immer nachkommen, solche Delikte zu ermitteln und vor Gericht bringen, und sich nicht von der Kirche, bzw. den Oberen der Kirche an der Nase herum führen lassen !

Und wieder

geht es vorrangig um männliche Missbraucher in der Kirche. Missbrauch (nicht nur körperlicher) durch Nonnen interessiert nicht? Oder ist nicht so schlimm?
Ich könnte über psychischen Missbrauch ein Buch schreiben.

Ich habe nur eine Frage: Die…

Ich habe nur eine Frage:
Die TS bringt als Eilmeldung, was Papst Benedikt XVI vor 40 bis 45 Jahren als Bischof nicht geahndet hat.
Warum haben Sie nie darüber berichtet, dass er der einzige war, der während seiner anschließenden Tätigkeit im Vatikan unter Johannes Paul II diesen gedrängt hat, zu den Missbrauchsskandalen endlich Stellung zu beziehen?
Aber JP II wollte das "klein kochen" und sich lieber mit Polen und dessen Rolle im Fall des Eisernen Vorhangs befassen.

Die TS liebt das Spektakuläre; das ist gefährlich, besonders wenn Sie sich dabei immer auf dieselbe Bevölkerungsgruppe konzentrieren. Auch Katholiken, die Ihnen trauen, können dadurch polemisch aufgeputscht werden - oder sich vom ÖR abwenden.

Na, jetzt ...

... löst doch endlich mal die katholische Kirche auf.

Sie hat sich in der Geschichte ja noch nie mit Ruhm bekleckert. Eher im Gegenteil.

Kann das weg oder braucht das noch einer?

Inflation der Halbherzigkeiten

BUV = Beschwichtigen und Vertuschen - das ist wohl lange die Devise gewesen. Heute heisst das eher: MIt Aktionismus verschleppen. Halbherzige Studien werden fulminant angepriesen, aber die Ergebnisse sind geschönt, weil viele Daten nicht einfließen dürfen? Wie unnutz! Gerade wieder in BW: Rottenburg beauftragt eine Studie ... so lächerlich wie die Wölki-Studie. Wussten Sie, dass in katholischen Einrichtungen Papiertaschentücher verboten wurden? Weil da steht "Tempo" drauf ... ? Da hilft nur eines: Austreten! Das ist die einzige Sprache, die diese "Firma" versteht. Und vor allem das Adolf-Konkordat kündigen: Kirchensteuer einziehen und Bezahlung dieser "Würdenträger" durch den Staat. Mit Würde haben diese Männer NICHTS mehr zu tun.

Mißbrauch

Angesichts dieser Berichte nicht nur in Deutschland sollte über Verbote nachgedacht werde. Nicht jeder Geistliche ist ein Kinderschänder stimmt auch.
Das die Institution noch immer Mitspracherecht , Ratgeber Ethischen Rat sitzen ist nicht zu begreifen. Unwillig oder unfähig bei der Aufklärung und Reinigung der eigenen schwarzen Schafe aber Ratschläge über Ethik , Barmherzigkeit und Brüderlichkeit...Ich kann es nicht mehr hören.

@ Margarete

Ich habe auch von sexuellem Missbrauch durch Nonnen gehört.

@ 11:32 Uhr von Wolf1905

„ - auch im fernen Osten leben viele Mönche enthaltsam.“
Das behaupten aber auch nur diese Mönche selbst.
Eine dahingehende Überwachung und Kontrolle wird nicht stattfinden.
Die Organisationsstruktur von Religion an sich ist auf Mißbrauch angelegt. Ganz unabhängig davon, wer oder was mißbraucht wird.
Alle anderen bekannten Verbrechen von Religionen lassen genau diesen Schluß zwingend zu und nicht ohne Grund gibt es Parallelen und Beziehungen zum organisierten Verbrechen.
Besonders schlimm ist, dass die katholische Kirche mit ihrem Verhalten auch sämtlichem Mißbrauch in anderen religiösen Organisationen Vorschub leistet.
Denn erst wenn diese Vorgänge in den christlichen Kirchen aufgeklärt sind, werden sich Andersgläubige trauen, sich mit ähnlichen Vorgängen in ihren Religionen befassen.

Die Geschichte dieser Kirche…

Die Geschichte dieser Kirche, die Geschichten so vieler ihrer Vertreter und Anführer, da kann man in Versuchung geraten, zu glauben, dass hier eine kriminelle Organisation seit mehr als 1.500 Jahren operiert, inzwischen weltweit.

@MargaretaK., 12:36


Und wieder geht es vorrangig um männliche Missbraucher in der Kirche. Missbrauch (nicht nur körperlicher) durch Nonnen interessiert nicht? Oder ist nicht so schlimm?
Ich könnte über psychischen Missbrauch ein Buch schreiben.


Das dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass in der überwiegenden Mehrzahl der Delikte Männer die Täter sind. Aber grade deshalb ist es gut und nützlich, dass Sie dieses Versäumnis ansprechen. Wenn Sie können, berichten Sie doch bitte von Ihren Erfahrungen, ich bin überzeugt, dass das uns alle interessiert.
Ich würde übrigens nicht unterstellen, dass der Missbrauch durch Frauen als weniger schlimm empfunden wird.

Die Kirche versteht nur eine Sprache: Geld.

Deshalb ist es m.E. so wichtig, aus der Kirche auszutreten. Auch unser Staat muss sich fragen, ob er die Kirche(n) mit dem Einziehen der Kirchensteuer überhaupt bevorzugen will und darf. Der Artikel 140GG der auf Artikel 137 der Deutschen Reichsverfassung basiert, gehört abgeschafft. Viele Vorstellungen der Kirche sind nach meinem Ermessen sittenwidrig und verstoßen gegen unsere Verfassung. Schluss damit! Religionsfreiheit ist wichtig - die ist aber nicht von Geldleistungen und -diensten abhängig.

So seh ich das

Beschäftigt man sich mit der Historie Kirchen, so fällt es mir schwer christliche Werte zu entdecken. Das es sie gibt und Menschen danach Leben, ist sicher. Lege ich die Geschichte der Kirchen auf die Waage der Gerechtigkeit. Wohin neigt sie?
Ich verbinde christliches aber auch mit Tod und Verderben, Mit Krieg und Scheiterhaufen, mit Verdummung und Geheimniskrämerei. Gab es Irrtümer, wurden sie nicht eingestanden, sie wurden vertuscht.
Ich frage mich, warum wir an die Kirchen jährlich noch immer horrende Summen zahlen müssen. Gelder aus dem Staatssäckel, also Steuergelder, sind auch Gelder der Nichtgläubigen. Die Zahlungen sollten schon vor 100 Jahren abgeschafft werden. Doch passiert ist bislang nichts. Schuld hat die Politik. Sie hätten längst einen Rechtsrahmen schaffen müssen.
Wie steht unsere Regierung zu dem Missbrauch von Kindern? Warum gibt es keine klare Stellungsnahmen einer christlichen Union? Warum macht das Herr Steinmeier nicht zu Thema?

Missbrauch !

Was war dies für ein Hype, als D einen Papst bekam. Nur wollte da keiner wirklich genau hinhören oder schauen, denn dort waren schon Gerüchte über den Missbrauch von Kindern bekannt. Alles wurde vertuscht und verschleiert. Und die Kirche wollte SELBST aufklären.
Also lassen wir in Zukunft die Mafia ihre Verbrechen aufklären ????
Leider weigert sich vor allem die katholische Kirche bis heute, das Zölibat ab zu schaffen, und den Priestern nicht ihrer Sexualität zu berauben. Das war in meinen Augen der größte Schwachsinn aller Zeiten, das kann nur durch geknallten Ideologen passieren, denn es gibt bestimmt viele Kinder von katholischen Priestern, nur will keiner wirklich dazu stehen, zu was völlig Normalen. Sicher es gäbe trotzdem noch immer genügend Männer, die Kinder missbrauchen, aber mit Sicherheit weniger.
In meinen Augen sollten die Kirchen jegliche Privilegien verlieren, und sich das Vertrauen der Menschen wieder hart erarbeiten !

@ nicht sexuelle Motive im Vordergrund, 11:32 frosthorn

"es geht um Macht."

Eben.
Deswegen sind die Kardinalzahlen auch nicht mehr das, was sie mal waren ;-)
Sie haben stark an Mächtigkeit eingebüsst.

Wenn jetzt noch ordinal äh ordentlich aufgearbeitet würde,
könnte man dem 'Katholikenbrimborium' sogar noch etwas Verständnis abgewinnen.

Also nur für die, die sowas brauchen..

Gerade vermeldet die Tagesschau "Missbrauch ...

.. im Erzbistum München, Gutachten belastet Papst Benedikt XVI" ...
*
Dann kann die Überschrift zu diesem Beitrag auf "Was wussten Papst und Kardinäle" erweitert werden.
Aber, und damit dürfte ich nicht alleine stehen, werden in Kürze Gegendarstellungen der kirchlichen Juristen aufs Volk der Gläubigen herniederprasseln ... mit Gegenreden, Gegendarstellungen, der Ankündigung weiterer Gutachten u.v.m..
Wie in der Politik der Kanzler, KANN ein Pabst einfach nichts gewusst haben, auch als Finanzminister oder Kardinal nicht. Das ist weder politisch noch kirchlich vorgesehen, brächte es doch das Gefüge und die Autoritäten durcheinander ... mehr als ohnehin schon.
Es kann daher einfach nicht sein, was nicht sein darf.
Paragraph 1: Politik (ehemals Fürsten und Grafen) und Kirche haben immer recht.
Paragraph 2: Sollten Politik und Kirche wider Erwarten einmal nicht Recht haben, tritt automatisch Paragrapf 1 in Kraft.

@artist22, 12:58

Ich versteh Dich nicht so recht. Die Kardinäle haben ja diese Zahlen nicht erfunden. Die denken womöglich nur in den Kathegorien "noch nicht genug", "viel" und "mehr". Da brauchts dann gar keine Ordinalzahlen mehr.

09:56 Uhr von K.Napf

"Um ein guter Mensch zu sein braucht es keine Kirche!"
.
.-.-.
.
Es wird ja auch niemand gezwungen, der Kirche beizutreten.
.
Aber was einige hier fordern:
die Kirche abzuschaffen:

das sind diktatorische Träume.
.
Damit würde das Grundproblem auch nicht beseitigt werden:
die verbrecherischen Verhaltenswesen blieben ja weiterhin als Bedürfnis.
Ob die Urheber nun Priester sind oder - durch Verbot der Kirchen - gezwungen werden, es nicht zu sein.

12:44 Uhr von frosthorn

Ich war sechs Jahre in einem Internat der Franziskanerinnen. Ein Gymnasium und eine Realschule waren angeschlossen.
Nur ein paar der Quälereien, aber nicht nur mich betreffend:
in der Schule:
- Demütigungen vor versammelten Klassenkameradinnen
- Lustigmachen über selbstgemaltes im Kunstunterricht (wir waren damals in der 5. Klasse)
- Stundenlanges in der Ecke stehen müssen, weil man was vergessen hatte
im Internat:
- Mobbing und Quälereien durch ältere Mitbewohnerinnen (ich war das Opfer), hat keine der Nonnen interessiert. Wegschauen war die Devise
- zur Strafe für ein "Verbrechen", Geschirr von 120 Bewohnern von Hand spülen und abtrocknen
Über verbale Demütigungen will ich im einzelnen hier nicht schreiben.
Besonders der Name einer Nonne hat sich bei mir regelrecht eingebrannt.
Ich wünsche mir, dass ihr Schöpfer (sie sprach immer davon, dass das im Sinne des Schöpfers ist, mir "den Teufel auszutreiben") ihr ihre gerechte Strafe zukommen ließ.

@Kokolores2017 - 12:37

"Warum haben Sie nie darüber berichtet, dass er [Benedikt XVI] der einzige war, der während seiner anschließenden Tätigkeit im Vatikan unter Johannes Paul II diesen gedrängt hat, zu den Missbrauchsskandalen endlich Stellung zu beziehen?
Aber JP II wollte das "klein kochen" und sich lieber mit Polen und dessen Rolle im Fall des Eisernen Vorhangs befassen."
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Waren Sie Sonderberichterstatter im Vatikan oder woher haben Sie diese Story?
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Fakt ist doch, dass sich die Institution "Katholische Kirche" zum Thema Missbrauch dermaßen sperrig und kontraproduktiv verhält, weil sie sich dem Täterschutz ihrer Würdenträger verpflichtet sieht.
Die Rolle von Benedikt dabei können die Ermittler besser beurteilen als Ihre Versuche hier Ehrenrettung zu betreiben.
.
"Die TS liebt das Spektakuläre; das ist gefährlich, besonders wenn Sie sich dabei immer auf dieselbe Bevölkerungsgruppe konzentrieren."
.
Kindesmissbrauch gehört aufgeklärt und kann im religiösen Umfeld keinen Sonderstatus verlangen.

Täterinnen @12:36 Uhr von MargaretaK.

>>>geht es vorrangig um männliche Missbraucher in der Kirche. Missbrauch (nicht nur körperlicher) durch Nonnen interessiert nicht? Oder ist nicht so schlimm?
Ich könnte über psychischen Missbrauch ein Buch schreiben.>>>

Es gibt Dokus über physischen, psychischen und sexuellen Mißbrauch an Kindern durch Nonnen!
zB. An indigenen Kindern in Kanada!
Oder Australien, und bestimmt auch Dokus über Kindesmisshandlung und Mißbrauch durch Nonnen in Europa.....

Ich möchte niemand falsch…

Ich möchte niemand falsch verdächtigen, aber ich bezweifle, ob je die Rolle von Ex-Papst und Marx wirklich aufgeklärt werden kann, darf, soll, wird???
Was haben uns all diese vielen frommen Herren in den letzten Jahren präsentiert? Wahres Interesse an der Aufklärung dieser ganzen Schweinereien war nie dabei. Ich wundere mich aber noch immer, dass bei all den Vorkommnissen kein einziger dieser Priester und was da noch so mitgemacht hat, von den Vätern der betroffenen Kinder als Täter erkannt, entsprechend ungespitzt in den Boden gehauen wurde. Das läßt mich schon fragen, ob das alles vielleicht doch nie geschah, was man den Pfarrern usw vorwirft ? Wie auch immer bin ich froh, dass dieser Kelch an meinen Kindern und an unserer Familie vorbei ging.( Und auch ich so nicht in ein Gefängnis mußte)

Am 20. Januar 2022 - 13:12 Uhr von MargaretaK.

Hallo MargaretaK,

als kleiner Junge war ich im Ferienlager.

In der Mittagspause durften wir nicht auf Toilette, ansonsten musste man auch auf dem Flur stehen.

Die einen nannten es Erziehung, die anderen Ausübung von Macht.
Egal, ich stand damals oft auf dem Flur; aus Protest.

Aber, sowas prägt sich ins Gedächtnis ein.

Das vorgestellte Gutachten…

Das vorgestellte Gutachten ist ein erschütterndes Dokument des Grauens und zeigt schonungslos die Verantwortlichen auf, bis in die jüngste Zeit. Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben (können), die Austrittstermine sollte man schnell buchen...
Möglicherweise wird Marx heute nicht um Entlassung bitten sondern seinen Rücktritt erklären. Aber die systematischen Konsequenzen sind viel wichtiger und gravierender. Seit der Reformation gab es nicht so eine Zeitenwende. Das Ende der kath. Kirche in ihrer bisherigen Form scheint besiegelt.
Das erschütterndste ist die Erkenntnis des Gutachtens, dass bis 2010 die betroffenen Opfer in keiner Weise wahrgenommen wurden in ihrem Leid, sondern lediglich als "Bedrohung der Kirche". Und das ist bis heute nicht vorbei.

12:40 Uhr von Einfach Unglaublich

"Na, jetzt ...
... löst doch endlich mal die katholische Kirche auf.

Sie hat sich in der Geschichte ja noch nie mit Ruhm bekleckert. Eher im Gegenteil.

Kann das weg oder braucht das noch einer?"

.-.-.

Solange es noch ausreichend Bürger gibt, die diese Organisation 'noch brauchen', wird sie weiter existieren.

Außerdem, wie schon vorher geschrieben, würde durch Ausrotten der Kirchen der verbrecherische Missbrauch an Kindern nicht aus der Welt geschafft.

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