Kommentare - Cannabis auf Rezept: Was bleibt von den Erwartungen?

19. Januar 2022 - 08:05 Uhr

Vor fünf Jahren machte der Bundestag den Weg frei für Cannabis auf Rezept. Doch Gesundheitssystem und Behörden waren darauf nicht vorbereitet. Wiederholt sich der Fehler? Von Juri Sonnenholzner.

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Kommentare

Cannabis-Qualität

Aus dem Bericht:
>>> Cannabis-Blüten lassen sich schwer als standardisierte Produkte herstellen. <<<
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Also ich kenne einige die das seit Jahren hinbekommen. Gleichbleibende Qualität, sogar im Bioanbau.
Und die Industrie soll das nicht hinbekommen, wenn Millionen von Einnahmen winken?
Mir scheint das wird wie viele Wahlversprechen eine Sackgasse bleiben, die Ausreden mehren sich gerade. Corona ist ja scheinbar auch der Legalisierung im Weg.
Aber mir kann's Wurst sein, siehe erster Satz.

Worin besteht der Nutzen der Legalisierung ?

Der Artikel handelt vom medizinischen Nutzen. Aber Cannabis Medikamente gibt es schon heute. Vielleicht werden sie preiswerter ...
.....
Die Legalisierung hat nur den Effekt das kiffende Konsumenten nicht mehr kriminalisiert werden. Wann macht man das endlich auch beim Schwarzfahren?
......
„eigentlich“ müsste die Polizei aber im Sinne des Jugendschutzes dann erst recht aktiv werden um die Weitergabe des Dope an Jugendliche zu unterbinden. Meiner Erfahrung nach interessiert sich die Polizei aber weder für kiffende Kids noch für solche die in der Öffentlichkeit Zigaretten rauchen oder Alkohol trinken (natürlich außerhalb der Gastronomie).
....
Ein großes Versäumnis zeichnet sich bereits ab:
Ich habe früher Leute gekannt, die sich bekifft hinters Steuer gesetzt haben. Über Alkotests konnten die nur lachen. Eigentlich müsste die Polizei nicht nur auf Ethanol sondern auch auf THC testen. Wird aber eher nicht passieren.

Absurdistan

Vielen Mitbürgern ist es vlt. nicht bewusst, aber der Konsum von Cannabis ist in Deutschland nicht verboten. Gleichzeitig ist es Ärzten untersagt Schwerstkranken Cannabis zu verschreiben, wenn nicht vorher alle anderen Optionen durchprobiert wurden. Mit welcher Begründung darf der Staat hier in die fachliche Expertise der Mediziner eingreifen?

Ungenaue Begrifflichkeiten

"Der Bundestag gab am 19. Januar 2017 medizinisches Marihuana in Form von Cannabis auf Rezept frei."
Manchmal finde ich es zum Verzweifeln, wenn mit Begriffen sorglos und sinnfrei umgegangen wird wie hier bei diesem Beispiel. Analog dazu könnte es heißen: "Der Bundestag gab medizinischen Schnaps in Form von Alkohol auf Rezept frei." In beiden Fällen ist das, meiner Meinung nach, völliger Quatsch. Vielmehr hätte es zum Beispiel heißen können: medizinischer Hanf in Form von Cannabisblüten. Bei der oben genannten Formulieren könnte man den Verdacht hegen, Hanf, auch Cannabis genannt, soll in einen anrüchigen Zusammenhang gebracht werden.

@Möbius

"[...] Ein großes Versäumnis zeichnet sich bereits ab:
Ich habe früher Leute gekannt, die sich bekifft hinters Steuer gesetzt haben. Über Alkotests konnten die nur lachen. Eigentlich müsste die Polizei nicht nur auf Ethanol sondern auch auf THC testen. Wird aber eher nicht passieren."

Diese Behauptung ist barer Unsinn. Einfach mal die Lokalzeitung Ihres Vertrauens längere Zeit aufmerksam lesen. Dort finden Sie dann die Meldungen, wenn jemandem aufgrund von BTM der Führerschein vorläufig sichergestellt wurde. Natürlich wird heutzutage auch auf THC und andere Rauschmittel getestet, schon seit langer Zeit, bei Verdacht; genauso wie der Alkoholtest nur bei Verdacht durchgeführt wird.

Möbius

Du willst Kiffen und Schwarzfahren vergleichen?
Selbstverständlich ist das Erschleichen einer Leistung absolutes No go. Und bleibt hoffentlich auch strafbewährt. Wohingegen ein joint völlig harmlos ist. Es stinkt ein wenig. Aber das machen Zigarren oder diese Dampfer auch.
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Es gibt überhaupt kein stichhaltiges Argument gegen eine vollständige Legalisierung.
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Es würde vielleicht weniger Alkohol getrunken. Und?

Keine Studien zur Wirksamkeit?

Wenn die Ärzteschaft von Januar bis März 2021 in über 90.000 Fällen Cannabis auf Rezept verordnete, die Kassen aber vor der Kostenübernahme Wirksamkeitsstudien verlangen, müssen in Teilbereichen doch solche Studien schon vorliegen.
Sonst hätten die Kassen ja überhaupt keine Kosten übernommen.
Frage: zu welchen Bereichen gibt es denn schon Studien, die die Wirksamkeit von Cannabis nachgewiesen haben?

08:39 Uhr von Möbius

"Die Legalisierung hat nur den Effekt das kiffende Konsumenten nicht mehr kriminalisiert werden." - Und den, dass der Staat Steuern darauf kassiert. Und den, dass die Inhaltsstoffe überwacht werden können. Und den, dass dem Schwarzmarkt der Boden entzogen wird. Und den, dass die Konsumenten nicht mehr zum Dealer gehen müssen, der ihnen auch härtere Sachen verkaufen wil. Und und und...
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"Eigentlich müsste die Polizei nicht nur auf Ethanol sondern auch auf THC testen. Wird aber eher nicht passieren." - Das passiert schon seit über 20 Jahren. Geben Sie mal die Worte "Polizei" und "Drogenschnelltest" in Ihre Suchmaschine ein.

@ Möbius

>>> Wann macht man das endlich auch beim Schwarzfahren? <<<
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Schwarzfahren ist Diebstahl. Man nimmt etwas umsonst wofür andere bezahlen. Man schädigt damit die Allgemeinheit. Wenn alle Schwarzfahren würden, weil keine Straftat mehr wie von Ihnen gefordert, wer bezahlt den Bus/Zug und den Fahrer? Wer den Sprit?
Wie kann man sowas mit Kiffen vergleichen?
Falls Sie es interessiert was sich durch Entkriminalisierung von Diebstahl entwickelt, googeln Sie mal nach "San Francisco: Stadt der Diebe"

"Wann macht man das endlich auch beim Schwarzfahren?"

Ganz schön müßig, jetzt darauf einzugehen. Ich zitiere mal:

"...
Es gibt weltweit kein zweites Molekül, das gleichzeitig schmerzstillend, Übelkeit hemmend, Appetit steigernd, Muskel entspannend, aufheiternd, schlaffördernd, entzündungshemmend, Bronchien erweiternd wirkt."
...
"Zudem muss die Aussicht bestehen, dass sich der Krankheitsverlauf verbessert und schwerwiegende Symptome ALLEIN durch medizinisches Cannabis gelindert werden und dass dies keine herkömmliche Alternative leisten kann. "
...
Ärzte wie Dominik Irnich begrüßen Cannabis auf Rezept grundsätzlich. Als Leiter der Schmerzambulanz am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München warnt er aber davor, die Wirkung von Cannabis zu überschätzen. "Es hilft nicht jedem Patienten, und chronischer Schmerz lässt sich auch nicht einfach abstellen. ..."
..."

Also ein regulierter Ausgangszustand, der die Besonderheiten und das leider nicht auf jeden zutreffende Potential dieser Kulturpflanze NICHT berücksichtigt.

@Esel_85

"Am 19. Januar 2022 - 08:52 Uhr von Esel_85
Absurdistan

Vielen Mitbürgern ist es vlt. nicht bewusst, aber der Konsum von Cannabis ist in Deutschland nicht verboten. Gleichzeitig ist es Ärzten untersagt Schwerstkranken Cannabis zu verschreiben, wenn nicht vorher alle anderen Optionen durchprobiert wurden. Mit welcher Begründung darf der Staat hier in die fachliche Expertise der Mediziner eingreifen?"

Mit dem gleichen Recht, wie auch andere Medikamente, die es nur auf BTM-Rezept gibt, nur so verordnet werden dürfen; Morphium, Tilidin, Valorol, Tramal und wie sie alle heißen, dürfen auch erst dann verordnet werden, wenn andere Medikamente nicht mehr helfen. Mit Absurdistan hat das genau Null zu tun, sondern einfach mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Es muss um die sichere und wirksame Linderung von Leiden gehen -

und das immer dort, wo bzw. wenn die möglich ist, für jeden, bei dem die auf valider wissenschaftlicher Datenlage begründete Annahme besteht, dass das mit Cannabis möglich ist
.
Der Arzt und Geschäftsführer sowohl der deutschen Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) als auch der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente (IACM):
„Ein Teil der Patienten sei tatsächlich mit Standardmedikamenten nicht ausreichend behandelbar, profitiere aber sehr gut von Cannabis“
Und weder um Geld noch um „gute Geschäfte:
„Doch die Kosten für Cannabisblüten sind hoch, da sie nach der Arzneimittelpreisverordnung wie Rezepturarzneimittel behandelt werden (…)
Bauernpräsident Rukwied sagt, dass angesichts der erwarteten Cannabis-Legalisierung sich bereits viele Bauern damit beschäftigten: "Der Hanfanbau ist unter deutschen Ackerbauern ein hippes Thema. Es wird viel darüber diskutiert
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Warum wurden/werden die Voraussetzungen dafür, dies möglich zu machen nicht geschaffen?

Kostenübernahme Genussmittel

und Eigenanbau. Da werden viele viel Geld verbrennen. Aber dann verkauft man eben einen Teil

Wäre es nicht einfacher das als Arznei Light durch Ärzte verschreiben zu lassen. Dann können die das im Coffeshop kaufen. Ohne die Zuschläge der Pharmaindustrie.

Am besten schreiben wie den Coffeeshop vor, die Arznei als spaßbefreite Billigversion anzubieten.

Wenn Fußball und Alkohol…

Wenn Fußball und Alkohol nicht mehr reichen um das Volk zu betäuben muss halt Cannabis ran. Für mich ist es ok wenn man es aus medizinischen Gründen verschreiben darf, es aber gänzlich zu legalisieren halte ich führ falsch. Es gibt sicher Menschen die vernünftig und verantwortungsbewusst damit umgehen. Leider aber auch viele wo das nicht der Fall ist.

@Stefan T

"[...] "Eigentlich müsste die Polizei nicht nur auf Ethanol sondern auch auf THC testen. Wird aber eher nicht passieren." - Das passiert schon seit über 20 Jahren. Geben Sie mal die Worte "Polizei" und "Drogenschnelltest" in Ihre Suchmaschine ein."

Nicht daß das jetzt wichtig wäre, nur der Genauigkeit halber, das passiert schon seit mindestens 30 Jahren. Wie lange genau, weiß ich allerdings auch nicht und bin auch jetzt zu faul, eine Suchmaschine zu benutzen. :-) Aber 1989 bis 1991 habe ich mein Volontariat absolviert. Und zu den "traditionellen" Aufgaben von Volontären bei Lokalzeitungen gehört es, Polizeimeldungen abzufragen. Da war dann Führerschein-Sicherstellung bei Verkehrskontrolle wegen BTM am Steuer regelmäßig dabei.

Es gibt weltweit kein zweites Molekül,

das gleichzeitig schmerzstillend, Übelkeit hemmend, Appetit steigernd, Muskel entspannend, aufheiternd, schlaffördernd, entzündungshemmend, Bronchien erweiternd wirkt."
(sagt Wenn Franjo Grotenhermen von Cannabis und seinem Wirkstoff THC )
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ein Wundermittel !
ist ja geradezu kriminell es den Menschen vorzuenthalten
... oder ... ?

@ Sisyphos3

>>> ist ja geradezu kriminell es den Menschen vorzuenthalten <<<
.
Ja. Aber es steht halt den Gewinninteressen der Pharmaindustrie im Wege, wenn jeder im Garten ein besseres Medikament züchten kann, als es für teuer Geld in der Apotheke zu kaufen gibt.

Herbix

Du musst das Zeug ja nicht nehmen. Und nur weil du was nicht magst!, willst du es anderen verbieten.
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Wenn ich alles verbieten könnte, was ich nicht mag, könntest du dich von Rosenkohl über Innereien bis Oper und Volksmusik von ziemlich vielem verabschieden. Bringt mich das irgendwie weiter? Nein.
Sollen die, die das mögen, das doch konsumieren.

Nicht unbedingt meins

Gott sei dank, bin ich darauf nicht angewiesen. Das war mal anders.
Das Thema ist mir zu facettenreich. Jeder Entschluss wird nicht alle Konflikte lösen können.
Ich bin aktuell viel zu leistungsfähig, um an der Wirkung als Droge interessiert zu sein. Die Kriminalisierung tut sein übriges, würde mich aber, sollte ich erkranken und von der Pflanze profitieren, nicht mehr abschrecken. Übrigens würde ich auch, wenn nötig, erkrankte Verwandte versorgen wollen, trotz der Rechtslage.
Ich bin auch kein Freund dieser überzüchteten Sorten, deren Wettbewerb ich auch als Folge der Verdrängung auf den Schwarzmarkt sehe, wo es ja eher um den Rausch geht.
Tja und der Jugendschutz, wie löst man den in anderen Fällen? Und ist er denn bis jetzt erfolgreich?
Ich bin aber ganz klar für die Legalisierung, aber Verwendung hätte ich vorerst keine.

morgens ein Joint ... und der Tag ist dein Freund

sagte man zumindest in meiner Jugend
wobei ich habe es bisher noch nicht ausprobieren müssen
aber ich bin ja auch erst 67
wer weiß
andererseits, hat jemand an die vielen Dealer am Brenzlauer Berg und anderswo gedacht
wie verdienen die jetzt ihren Lebensunterhalt ?

08:39 Uhr von Möbius

"Ein großes Versäumnis zeichnet sich bereits ab:
Ich habe früher Leute gekannt, die sich bekifft hinters Steuer gesetzt haben. Über Alkotests konnten die nur lachen. Eigentlich müsste die Polizei nicht nur auf Ethanol sondern auch auf THC testen. Wird aber eher nicht."

Ich kenne jemanden der deswegen vor kurzem seinen Lappen verloren hat. Dabei war es einige Tage vorher in einem Land wo es "legal" ist. Der Nachteil, im Gegensatz zum Alkohol ist, das sich der Konsum auch noch einige Tage später nachweisen lässt, obwohl man nichts mehr konsumiert hat. Ich finde, da müsste es auch eine angepasstere Regel geben, damit nicht jeder Erst-, Einmalkonsument noch 1-2 Wochen später deswegen seinen Lappen verliert.

Sieht man auf die derzeitige…

Sieht man auf die derzeitige Lage, Corona scheint unendlich, Inflation wird von Energieversorgern mit immer höher getrieben, mit nicht beherrschbaren Folgen, politische Führung unwägbar und bürgerfeindlich in ihren Entscheidungen, Russland sucht die EU zu sprengen, EU-Partner verheizen diese wunderbare Chance mittels EU zusammen zu kommen, in dem sie diese EU nur als bequemes Mittel zur eigenen Bereicherung nutzen und ersticken so , was sie pflegen sollten. Dazu dann noch das fast tägliche Erleben, wieviele immer mehr unangenehme bis soziopathische Persönlichkeitem einem begegnen. All diese Tatsachen täglich erleben zu müssen machen unsere Seele krank. Da wird bald das Rezept für Canabis zum Dauerzustand für immer mehr Bürger werden. Für Anleger: investiert in den bald lokalen Anbau von Canabis!
(Noch kränker)

@Bender Rodriguez um 08:58

>>
.
Es gibt überhaupt kein stichhaltiges Argument gegen eine vollständige Legalisierung. <<
.
Doch, es gibt schon stichhaltige Argumente, z. B. die Verharmlosung der Wirkung von Marihuana. Wie es wirken kann, wenn man richtig bekifft ist, wissen ja viele. Wie es wirkt, wenn man dies in Plätzchen oder im Tee mit reintut und noch stärker und länger wirkt, wissen auch viele.
.
Und eine Freigabe erleichtert für viele den Einstieg; für jene, die schon immer mal versuchen wollten, aber wegen der Illegalität dies noch nicht versucht haben.
.
Trotzdem bin auch ich für eine Freigabe, wenn Marihuana in definierten und kontrollierten Qualitäten verkauft werden, um den illegalen Markt auszutrocknen.
Trotzdem werden viele weiterhin versuchen, ihre Pflänzchen selbst hochzuziehen oder auch Marihuana oder Haschisch zu kaufen, das eine stärkere Wirkung verspricht als das, was man dann offiziell kaufen kann.

09:15 Uhr von heribix


Wenn Fußball und Alkohol nicht mehr reichen um das Volk zu betäuben muss halt Cannabis ran.

Niemand, wer nicht kiffen will, fängt damit an, nur weil das mal legal sein könnte. Fußball und Alkohol sind legal, und das spielen, gucken, oder konsumieren Sie, wenn Sie das wollen. Wen nicht, dann lassen Sie es bleiben. Sie kaufen auch nichts Legales zum Essen, wenn Sie das nicht mögen.

Noch mehr entlarvend unwissend kann man das Thema Cannabis gar nicht kommentieren.

Was ich nicht verstehe?

Warum sind hier bei uns die Produkte um ein vielfaches teurer als ein unseren EU-Partnern? Stößt sich hier die Pharma-Industrie mal wieder gesund? Sind das die Produkte weswegen der Grüne Beck damals vor Gericht stand?

Wolf1905

"Argumente, z. B. die Verharmlosung der Wirkung von Marihuana. Wie es wirken kann, wenn man richtig bekifft ist, wissen ja viele. Wie"
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Alles völlig haltlos .
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Das ist nicht schlimmer, als mit völlig kegalem Alkohol.
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Und damit darf man sich so zuknallen, dass davon tausende ins Krankenhaus müssen.
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Das ist mit dope nicht anders
.
Mal abgesehen davon, hat auch die Illegalität nichts geholfen. Das Zeug gibt's überall

Auf Rezept

ist das für mich in Ordnung, frei wie es in anderen Ländern ist, bin ich eher skeptisch, hab noch nie irgend etwas genommen, werde das auch nicht versuchen.
-
" Die Preise liegen dadurch deutlich über denen anderer Länder, mehr als dreimal so hoch wie etwa in den Niederlanden. Laut GKV schafften cannabinoidhaltige Fertigarzneimittel und Zubereitungen allein im ersten Quartal vergangenen Jahres einen Brutto-Umsatz in Höhe von 44 Millionen Euro. "
-
Es gibt sehr viele Dinge wo Deutschland an der Spitze bei den Preisen liegt, Medikamente ist ein Bereich davon.
Bei den anderen Dingen wollen wir ja dringend nachziehen, es wäre eine lange Liste wo wir Spitze sind.
Es lohnt sich immer bestimmte Dinge beim Nachbarn zu kaufen, wir haben ja 9 Anliegerländer.
-
Den illegalen Markt wird es auch nicht austrocknen, weil die Preise dort deutlich niedriger liegen als in der Apotheke. Das einzige ist, alle dürfen straffrei auf der Straße kaufen.
Ob das gut ist, hab ich Zweifel.

08:39 Uhr von Möbius

>>"„eigentlich“ müsste die Polizei aber im Sinne des Jugendschutzes dann erst recht aktiv werden um die Weitergabe des Dope an Jugendliche zu unterbinden."<<
.
Es ist doch aber eine Binsenweisheit das mit einer Legalisierung der Konsum bei den Jugendlichen drastisch ansteigen würde. Kiffen vorm Unterricht, kiffen beim Treffen mit der Clique an der Ecke, kiffen...

@morgens ein Joint ...und der Tag ist dein Freund 9:41 Sisyphos3

"andererseits, hat jemand an die vielen Dealer am Brenzlauer Berg und anderswo gedacht
wie verdienen die jetzt ihren Lebensunterhalt ?"

In der Tat. An diesem Berg wird es sehr prenzlig für die,
um nicht zu sagen prekär ;-)

Tendenz?

Das Zitat von Kollegen Dominik Irnich ist, wie so oft hier komplett aus dem Zusammenhang gerissen.
Welches Ziel hat der Beitrag? Die armen Krankenkassen, die bösen geldgeilen Hersteller? Bringt ja alle nichts?
Fragen Sie mal Schmerzpatienten und Ärzte, die das seit Jahrzehnten u.a. mit Canabis auch vor der Großlegalisierung legal behandelten und bis heute behandeln. Auch die unsäglichen bürokratische Hindernisse mit einem völlig inkompeten, weil strukturell so angelegten MDK dazu, die das Leid der Patienten noch extrem verschärfen, wären journalistisch interessant.
So ein Thema kann man nicht so abhandeln - schade...
PS: hier geht es eben nicht um Kiffer.

@wolf1905, 9:47


Und eine Freigabe erleichtert für viele den Einstieg; für jene, die schon immer mal versuchen wollten, aber wegen der Illegalität dies noch nicht versucht haben.

Lassen Sie uns doch erst mal klären, ob es so jemanden überhaupt gibt. Es gibt vieles, was ich noch nie probiert habe. Aber nichts, was ich deswegen gelassen habe, weil es verboten ist.

09:05 Uhr von Mischpoke West

oohh... Schwarzfahren ist überhaupt nicht Diebstahl. Diebstahl ist die Wegnahme einer beweglichen Sache.
Aber Glücklicherweise ist Schwarzfahren bereits von schlauen Leuten definiert worden. In Kurzform "Erschleichung von Leistungen". Eine solche Bagatalle, dass es schon zynisch ist, warum wir als "eines der reichsten Länder der Erde" beim ÖPnV überhaupt "Fahrkarten" verkaufen.

Die Frage, die sich mir hier stellt, ist, ob es nicht schlauer wäre, Erwerb und Besitz von Cannabis grundsätzlich straffrei zu stellen. Es ist bei weitem ungefährlicher als Tabak und Alkohol. Und es macht im Gegensatz zu beiden genannten die Menschen friedlicher. Bei Konsum von Alkohol kann ich das nicht sagen. Und Raucher, die dringend rauchen "müssen", die sind auch kaum als "friedlich" zu betrachten.

Verbote helfen nun mal nicht! @ 09:47 Uhr von Wolf1905

>>>Und eine Freigabe erleichtert für viele den Einstieg....>>>

Jeder Einstieg in Drogen beginnt mit Alkohol!
Und kiffende Jugendliche haben vorher bereits ausschweifende Alkoholerfahrungen hinter sich und trotzdem käme ich nie auf die Idee ein Alkverbot zu fordern oder zu erwägen.... obwohl ich keinen trinke, schmeckt mir nicht das Zeug!
Ähnlich sieht es mit dem Rauchen aus..... Mache ich gelegentlich, Kettenrauchen jedoch.....Bäh.

Möbius..

"Meiner Erfahrung nach interessiert sich die Polizei aber weder für kiffende Kids noch für solche die in der Öffentlichkeit Zigaretten rauchen oder Alkohol trinken (natürlich außerhalb der Gastronomie)."

Immer mehr Städte stellen Alkoholverbotszonen auf die stichprobenartig kontrolliert werden.

Als Pflegekraft in der Psychiatrie habe ich schon etliche Kiffer erlebt, die geistig abbauten und nicht mehr den Weg in die Gesellschaft zurückfanden..

@ heribix

>>> Wenn Fußball und Alkohol nicht mehr reichen um das Volk zu betäuben muss halt Cannabis ran <<<
.
Solche Stammtischparolen hört man eigentlich eher von Fußball und Alkohol Befürwortern.
Macht es deshalb aber nicht weniger zu einer.

@eine_anmerkung, 10:02


Es ist doch aber eine Binsenweisheit das mit einer Legalisierung der Konsum bei den Jugendlichen drastisch ansteigen würde. Kiffen vorm Unterricht, kiffen beim Treffen mit der Clique an der Ecke, kiffen...

Genau das gerade nicht. Die machen das genau so viel oder wenig weiter wie bisher. Wenn der Konsum plötzlich ansteigen würde, dann bei den Spießern.

08:58 Uhr von Bender Rodriguez

>>"Es gibt überhaupt kein stichhaltiges Argument gegen eine vollständige Legalisierung.
.
Es würde vielleicht weniger Alkohol getrunken. Und?"<<
.
Ich habe mal gehört das der Konsum von Cannabis weniger schädlich wäre als Alkohol. Ist das so?

Anmerkung

Wirklich? Ständiges Kiffen wird befürchtet? So wie wir ja auch alle immer mit Alk zugeballert sind? Direkt nach dem aufstehen den zinn40, dann den guten Chantre in den Frühstückskaffe und Dann noch 30 Pils üben Tag verteilt?
.
Man man.man. sowas gibt's vielleicht im schlechten Film.

Cannabis auf Rezept: au Backe!!

Da tobt sich der paternalistische deutsche Bürokratenrüde ja wieder so richtig aus. Die Lösung ist doch so einfach - den Stoff aus dem die Träume werden künftig von Schamanen, Chinesischen Kräuterärzten und Hexen verordnet und zu gängigen Marktpreisen von Apotheken ausgegeben und gut ist und wem's hilft, der darf sich Kostenerstattung bei der KV erbitten.
Wir müssen nicht über Cannabis diskutieren, sondern darüber, wie wir den Dackel der deutschen Bürokratie an eine kürzere Leine legen, das wäre mal ein Fortschritt.
Über Psychosen und Lungenkrebs können wir dann später noch mal reden.

@oooohhhh

"
Am 19. Januar 2022 - 10:03 Uhr von oooohhhh
Tendenz?

Das Zitat von Kollegen Dominik Irnich ist, wie so oft hier komplett aus dem Zusammenhang gerissen.
Welches Ziel hat der Beitrag? [...] Auch die unsäglichen bürokratische Hindernisse mit einem völlig inkompeten, weil strukturell so angelegten MDK dazu, die das Leid der Patienten noch extrem verschärfen, wären journalistisch interessant.
So ein Thema kann man nicht so abhandeln - schade...
PS: hier geht es eben nicht um Kiffer."

Doch. Kann man doch. Und ist auch bereits geschehen. Ich kann Ihnen jetzt keine Links senden, weil meine Suchmaschine nach einer harten Nacht noch schläft :-)
Ich weiß es deswegen, weil ich darüber im Ö-R bereits eine Dokumentation gesehen habe, ist aber schon eine Weile her. Und spezialisierte Medien und Blogs berichteten darüber auch immer wieder. Ist aber halt kein Thema für die breite Masse. Das ist der Grund, warum darüber in größeren Medien nicht so häufig berichtet wird.

Cannabis als Arznei

Die Drogen sind im medizinischen Behandlungsbereich nicht wegzudenken und haben ihre Vorzüge. Wie bei allen BTM und Arzneien mit bewusstseinsverändernden Wirkungen hat man als Patient und Nutzer gesetzliche Auflagen: keine Bedienung von Fahrzeugen, Maschinen, kein Autofahren usw. Das wird mit einer staatlich zugelassenen Zucht und Anbau von Cannabis nicht verändert.Staatliche Kontrolle ist insofern schon wichtig, als Schwarzmarkt und Missbrauch stets im Gefolge solcher Drogen zu finden sind. Und je nachdem, welche Seite man hört (Polizei, Drogen- und Suchtberatung, Justiz, Gesundheitspflege usw.) muss man hier Kompromisse und grundsätzliche Verbote regeln. Gesetze sind ein Handlungsrahmen, aber Nutzer sind diejenigen, die mit ihrem Handeln von Anbau über Verkauf bis Endverbrauch schon beeinflussen, ob es Unheil oder Vorteil bringt. Ob der Mensch allein in der Lage ist, seinen Zugang und seine Nutzung mit allen Folgen zu kontrollieren, bezweifel ich. Die Tatsachen dokumentieren anderes.

@ fruchtig intensiv

>>> Eine solche Bagatalle, dass es schon zynisch ist, warum wir als "eines der reichsten Länder der Erde" beim ÖPnV überhaupt "Fahrkarten" verkaufen. <<<
.
Ja, schon verrückt dass man für eine erbrachte Leistung zahlen muss, in einem der reichsten Länder der Erde, in dem jedes 5. Kind in Armut aufwächst, viele trotz Vollzeitjob auf Unterstützung angewiesen sind usw.
Und weil schlaue Leute es "Erschleichung" und nicht "Diebstahl" nennen ist es in Ihren Augen legitim. Na dann ist ja gut.

09:28 Uhr von Sisyphos3

>>"ein Wundermittel !
ist ja geradezu kriminell es den Menschen vorzuenthalten
... oder ... ?"<<
.
Das gute daran wäre aber das dann die ganzen Dorgendealerfachkräfte sich nach einem neuen Job umschauen müssten. Ich habe in einem Bericht im Focus mal gelesen das diese die letzten Jahre große Zuwachsraten hätten.

@Kristallin

"
Am 19. Januar 2022 - 10:05 Uhr von Kristallin
Verbote helfen nun mal nicht! @ 09:47 Uhr von Wolf1905

>>>Und eine Freigabe erleichtert für viele den Einstieg....>>>

Jeder Einstieg in Drogen beginnt mit Alkohol!
Und kiffende Jugendliche haben vorher bereits ausschweifende Alkoholerfahrungen hinter sich und trotzdem käme ich nie auf die Idee ein Alkverbot zu fordern oder zu erwägen.... obwohl ich keinen trinke, schmeckt mir nicht das Zeug!
Ähnlich sieht es mit dem Rauchen aus..... Mache ich gelegentlich, Kettenrauchen jedoch.....Bäh."

Ich bin selbst Raucher, Zigarettenraucher, Ketten rauche ich nicht und mir hat auch noch niemand erklären können, wie man eine Kette raucht. :-)

Aber im Ernst, Sie haben Recht. Einstiegsdroge Nummer eins ist der Alkohol. Trinke ich übrigens auch nicht, aus dem gleichen Grund wie Sie. Ganz abgesehen davon, daß ich es wegen Medikamenten auch nicht darf.

eine Anmerkung

"Ich habe mal gehört das der Konsum von Cannabis weniger schädlich wäre als Alkohol. Ist das so?"

Vordergründig schon aber bereits einmaliger Gebrauch kann mehr psychische Schäden verursachen..bei Alkohol kommt sowas meist erst nach mehrjährigem Missbrauch..

09:41 Uhr von Sisyphos3


morgens ein Joint ... und der Tag ist dein Freund
sagte man zumindest in meiner Jugend.


Könnte man auch heutzutage mit genau so viel oder wenig Berechtigung sagen wie damals. Aber heute ist halt nicht mehr die Hippie Flower Power Zeit von Ende der 1960-er / Anfang der 1970-er.

andererseits, hat jemand an die vielen Dealer am Brenzlauer Berg und anderswo gedacht
wie verdienen die jetzt ihren Lebensunterhalt ?


Cannabis verdealen sind die Einnahmen der Dealer für die Portokasse. Canabis ist auch keine Partydroge. Extacy, Crystal Meth, und vor allem Kokain machen das richtig viele Geld der Dealer aus. Nicht nur am Prenzlauer Berg.

Weniger wirds nicht werden @10:05 Uhr von 91541matthias

>>>Als Pflegekraft in der Psychiatrie habe ich schon etliche Kiffer erlebt, die geistig abbauten und nicht mehr den Weg in die Gesellschaft zurückfanden..>>>

Was starken Alkoholiker/Innen, Der unbekannten Menge Menschen welche stark Medikamenten abhängig ist, und der Menge Menschen welche sich die Kombi Partydroge, Alkohol u Absacker Cannabis reinziehen.....ebenfalls passiert oder passieren wird!

Dann gibts da noch die synthetischen Cannabinoide.... voll im kommen oder voll schon da, keine Ahnung.....

10:12 Uhr von Bender Rodriguez

>>"Wirklich? Ständiges Kiffen wird befürchtet? So wie wir ja auch alle immer mit Alk zugeballert sind? Direkt nach dem aufstehen den zinn40, dann den guten Chantre in den Frühstückskaffe und Dann noch 30 Pils üben Tag verteilt?"<<
.
Ja klar! Kiffen wäre auf einmal "in", genauso wie mal diese ganzen Aufputschmittel "in" waren. Ist do logo? Wie, du kiffst noch nicht?

@matthias

"
Am 19. Januar 2022 - 10:05 Uhr von 91541matthias
Möbius..

"Meiner Erfahrung nach interessiert sich die Polizei aber weder für kiffende Kids noch für solche die in der Öffentlichkeit Zigaretten rauchen oder Alkohol trinken (natürlich außerhalb der Gastronomie)."

Immer mehr Städte stellen Alkoholverbotszonen auf die stichprobenartig kontrolliert werden.

Als Pflegekraft in der Psychiatrie habe ich schon etliche Kiffer erlebt, die geistig abbauten und nicht mehr den Weg in die Gesellschaft zurückfanden.."

Diese Aussage trifft auch auf etliche Alkoholiker zu, ebenso wie auf manche Spielsüchtige. Es ist ein generelles Problem von Suchterkrankungen. Ist also nicht so einseitig auf das Kiffen zurückzuführen, wie Sie hier vielleicht suggerieren möchten.

Oje ...

5 Jahre nach der Rezeptfreigabe läuft es immer noch nicht rund.
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Der Artikel ließt sich wie eine Aneinanderreihung von Dingen die in D in Bezug auf Cannabis schlecht laufen, mit teilweise verheerenden Kosten für unser Gesundheitswesen (z.B. 3x so teuer als in NL, ein paar km weg von uns).
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"vorausgesetzt, kein anderes Medikament hilft. "
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Was ist denn das schon wieder für eine Logik? Es sollte das Medikament eingesetzt werden, welches am Wirksamsten ist und am wenigsten Nebenwirkungen hat. Und wenn dies Cannabis sein sollte, dann hat man diesem Vorrang zu geben, vor einem Medikament welches vielleicht ein wenig mit vielen Nebenwirkungen hilft.

Hanf, eine Kulturpflanze mit…

Hanf, eine Kulturpflanze mit mehreren tausend Jahren Tradition (auch in Europa), hat ein Imageproblem. Vor ziemlich genau 100 Jahren verboten aufgrund eines "Kreuzzugs" von Harry Anslinger mit pseudowissenschaftlichen Begründungen und obskuren Propagandafilmen à la "Reefers Madness" wurde die Nutzpflanze lange verteufelt (teilweise bis heute). Selbst für die immer wieder aufgeführten seltenen Psychosen gibt es bis heute keinen Beleg für einen kausalen Zusammenhang. Es wird Zeit den ganzen unwissenschaftlichen Mumpitz, der immer gegen eine Komplettfreigabe von Hanf vorgebracht wird ad acta zu legen. Waren etwa alle bis in die 20er Jahre des vorherigen Jahrhunderts ständig bekiffte Hippies? War die Jugend auf dem Land drogenverseuchter als heute?
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Übrigens, wäre die Gutenbergbibel nicht aus Hanf gefertigt, wäre sie längst nicht mehr existent.

@matthias, 10:05


Als Pflegekraft in der Psychiatrie habe ich schon etliche Kiffer erlebt, die geistig abbauten und nicht mehr den Weg in die Gesellschaft zurückfanden..

Das würde ich mal als "semiprofessionelle Aussage" bezeichnen. Ich habe ein Leben lang in der Reha gearbeitet und ehemals Suchtkranke gehörten zu meiner Klientel genau wie zu der Ihren. Und ich halte dagegen:
Es ist die Sucht, nicht die Droge, die zu psychischen Veränderungen führt.

10:09 Uhr von eine_anmerkung.


Ich habe mal gehört das der Konsum von Cannabis weniger schädlich wäre als Alkohol. Ist das so?

Der Wirkstoff THC im Cannabis ist nicht wasserlöslich, sondern fettlöslich. THC macht keine körperliche Abhängigkeit, wie Alkoholika das machen können. Tägliche Aggressionsstraftaten werden unter Alkoholeinfluss begangen, nicht von den Bekifften.

Ganz weit oben bei den Desasterwirkungen auf Konsumenten ist Crystal Meth. So wie auch andere im Labor zusammengekochte Synthetische Drogen. In Russland gibt es das Synthetische Teufelszeug, was man dort «Krokodil» nennt. Irgendwas mit Batteriesäure drin.

Cannabis verursacht der Gesellschaft unvergleichlich weniger Krankheits- und Folgekostenkosten als die legale Droge Alkohol. Hooligans beim Fußball sind besoffen, nicht bekifft. Sind sie beides, dann macht Alkohol die Aggression.

Thematische Ausrichtung

Liebe NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Es geht in diesem Artikel nicht um die allgemeine Legalisierung von Cannabis, sondern um die medizinische Abgabe mit Rezept.

Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

09:58 Uhr von schabernack

>>"Niemand, wer nicht kiffen will, fängt damit an, nur weil das mal legal sein könnte."<<.
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Glaub ich nicht. Weil es verboten ist gibt es vielfach eine Hemmschwelle. Wenn es legalisiert würde, würden die Auswirkungen auch bagatellisiert, nach dem Motto, wenn es schlimm wäre, wäre es doch nicht legal. Und der Einstieg wäre leichter.

@ 09:06 Uhr von Anderes1961

Wenn Sie von Verhältnismäßigkeit schreiben, sollten Sie Cannabis auf gar keinen Fall mit Medikamenten wie „Morphium, Tilidin, Valorol, Tramal“ in Beziehung setzen.
Wenn es da eine Verhältnismäßigkeit gibt, dann müßte jeder Bürger zur Volljährigkeit 1 Kg Cannabis von der Krankenkasse geschenkt bekommen.
Denn ca so ungefährlich ist Cannabis im Verhältnis zu den von Ihnen erwähnten Medikamenten.
Eine solche Verhältnismäßigkeit gäbe es bei diesen Medikamenten allerdings mit Alkohol.
Bei Alkohol wäre es vollkommen richtig, wenn er erst dann auf Rezept verkauft werden dürfte, wenn alle anderen Medikamente nicht wirken. :)

Bislang ist es immer noch…

Bislang ist es immer noch günstiger beim Dealer des Vertrauens zu kaufen, als auf Rezept.
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Und wenn ich den Beitrag richtig verstanden habe, wird sich das auch nicht ändern, der Schwarzmarkt wird also vermutlich bleiben.
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Preis > Qualität .. wobei wir hier an der Holländischen Grenze uns um der Qualität auch keine Sorgen machen müssen.
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Ich kenne nicht wenige Kiffer und alle sind sie frei von Psychosen oder was man den Konsum von Cannabis alles andichtet, aber natürlich wie bei allem .. die Dosis macht das Gift.
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Bei Kindern und Jugendlichen sollte man da trotzdem aufpassen, der "soweit ich weiß" größte Nachteil an Cannabis ist, dass es die Hirnentwicklung hemmt ... spielt aber keine Rolle mehr wenn der Mensch erstmal "fertig gebacken ist". Hier sehe ich aber eher die Eltern in der Pflicht, als den Staat.

Ok dann thematisch

Cannabis auf Rezept = gut, sollte mehr verschrieben werden und vorallem die Forschung sollte weitergehen bzw erweitert werden.

Damit sich die Kassen nicht dumm u dämlich zehlen müssen, Anbauwirtschaft in Dt anleiern, Eigenanbau erlauben....

Schlaftabletten auf Cannabisbasis.... why not. Da steckt viel Potential in dem Zeug, als Appetitanreger ohne THC?
Und Bitte KEINE synthetischen Ersatzmittelchen!

Private Hanfplantage: Steuerhinterziehung !

Bisher kamen die „Züchter“ noch relativ billig davon, wenn die Polizei ein Hanfpflänzchen entdeckt (müsste auch außerdem weiblich sein).

Zukünftig wird dann eine Straftat (Steuerhinterziehung) unterstellt werden, so wie bei der privaten Schnappsdestillerie auch).

Nix mit Peace !

Sortenfrage

Es gibt nicht "das Cannabis". Die Wirkungsweisen unterscheiden sich erheblich. Als meine Mutter an Krebs erkrankte informierte ich mich eingehend.
Es gibt ein breites Spektrum von Wirkweisen. Die eine unterstützt die Kreativität eine andere fördert den Appetit oder wirkt stark aphrodisierend. Es gibt sogar Sorten die sportliche Tätigkeiten unterstützen oder einfach nur wach halten.
Ich habe dann für eine Zeit lang selber angebaut um meiner Mutter zu helfen. Es gibt auch Sorten fast ohne THC. Der Wirkstoff CBD ist dort enthalten. Hat sogar gut geholfen.
Auch einem Bekannten meiner Mutter der unter chronischen Schmerzen litt hat es so geholfen, dass er vom Morphium wegkam als er medizinischen Hanf durch einen anderen Arzt verschrieben bekam.
Der Legalisierung stehe ich allerdings eher skeptisch gegenüber. Der THC Gehalt einiger Sorten ist so extrem hoch , dass diese nur zum "plattmachen" geeignet sind.

auf Rezept

@ 09:08 Uhr von Nettie
@ 10:03 Uhr von oooohhhh
@ 10:25 Uhr von Giselbert
Wenn ich Ihre Aussagen richtig verstanden habe, weisen sie auf Schwachstellen in der Vergabe von Rezepten für Notleidende/Patienten hin.
Das finde ich gut und unterstütze Ihre Einwände.

Fruchti

"Eine solche Bagatalle, dass es schon zynisch ist, warum wir als "eines der reichsten Länder der Erde" beim ÖPnV überhaupt "Fahrkarten" verkaufen."
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Warum verlangen wir den überhaupt für irgendwas Geld?
Der Bäcker backt ja Brot, weil der Landwirt nicht weiß, wo er sein Getreide sonst hinbringen soll.
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Und VW baut die Autos ja auch nur, weil Karmann, Vdo &Co permanent Teile anliefern. Die würden ja sonst schlecht.
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Warum zahlen wir überhaupt Steuern? Was würden Lehrer, Beamte& Co denn sonst machen, wenn sie nicht für uns arbeiten dürften.
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Der Stadtreinigung und Müllabfuhr wäre auch den ganzen Tag langweilig.
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Ja, warum zahlen wir für irgendwas. Wird ja fowieso immer von irgendwem gemacht.
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@ 10:02 Uhr von eine_anmerkung. 08

„Es ist doch aber eine Binsenweisheit das mit einer Legalisierung der Konsum bei den Jugendlichen drastisch ansteigen würde“
Die Binsenweisheit liegt eher beim Gegenteil vor.
In Holland, wo die scheinbare Legalisierung am längsten besteht, wurde nämlich genau das festgestellt: Die Legalisierung von Cannabis hat dort nicht zu einem erhöhten Konsum durch Jugendliche geführt. Auch nicht in den Ländern, in denen es in den letzten Jahren legalisiert wurde.
Allerdings müßte die Kontrolle von Jugendlichen in Bezug auf Alkohol schon seit langer Zeit viel stärker sein. Damit kann man nämlich wirklich ernsthaft Abstürzen.
Alkohol ist eine der gefährlichsten Drogen überhaupt und verursacht nachweislich weltweit und seit Jahrtausenden Millionen Tote pro Jahr und unsägliches Leid bei Betroffenen.
Cannabis hat in einer ähnlich langen Geschichte nachgewiesenermaßen und bisher kein einziges Todesopfer verursacht.

10:23, eine_anmerkung.

>>Ja klar! Kiffen wäre auf einmal "in", genauso wie mal diese ganzen Aufputschmittel "in" waren. Ist do logo? Wie, du kiffst noch nicht?<<
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Kiffen ist seit Jahrzehnten „in“.

Schlaflos @10:44 Uhr von eine_anmerkung

>>>Weil es verboten ist gibt es vielfach eine Hemmschwelle>>>

Ja allerdings oft bei Menschen welche es auf gesundheitlicher Basis benötigen. Damit meine ich gar nicht mal Schwerkranke. Was ist mit chronischer Schlaflosigkeit? Schlaftabletten ob rezeptfrei oder veschreibungspflichtig sind die einzige legale Möglichkeit für die Betroffenen.
Und ich bin ebenfalls betroffen, dennoch würde ich nie zu Schlaftabletten (außer Baldrian) greifen!
Weil ich die Abhängigkeit auch von rezeptfreien Tabletten fürchte!

@nie wieder spd

"
Am 19. Januar 2022 - 10:53 Uhr von nie wieder spd
@ 09:06 Uhr von Anderes1961

Wenn Sie von Verhältnismäßigkeit schreiben, sollten Sie Cannabis auf gar keinen Fall mit Medikamenten wie „Morphium, Tilidin, Valorol, Tramal“ in Beziehung setzen.
Wenn es da eine Verhältnismäßigkeit gibt, dann müßte jeder Bürger zur Volljährigkeit 1 Kg Cannabis von der Krankenkasse geschenkt bekommen.
[...]
Bei Alkohol wäre es vollkommen richtig, wenn er erst dann auf Rezept verkauft werden dürfte, wenn alle anderen Medikamente nicht wirken. :)"

Lol, der war gut. :-) Im Ernst, Sie haben natürlich Recht mit Ihrer Anmerkung, es ging mir allerdings mehr um die Behauptung des Mitforisten von "Absurdistan", daß man Ärzten vorschreiben wolle, was sie verschreiben sollen. Dem ist natürlich nicht so, denn ein Arzt kann davon aus medizinischen Gründen jederzeit abweichen, muß das dann aber ausführlich begründen und das wird dann auch überprüft.

10:16 Uhr von Anderes1961

Vielen Dank. Freui ich mich drauf.
Weiss ich dochauch ... nur erwarte ich bei einem solchen hier eben keine tendenziösen Worte wie" teuer, fraglich" etc wenn man es besser wissen könnte... das ist eben dann keine neutrale und damit sinnvolle Information, sondern Meinung mit fatalem Effekt für Betroffene.

10:38 Uhr von frosthorn

>>".. Ich habe ein Leben lang in der Reha gearbeitet und.."<<
.
Hatte ich nicht da Dipl.-Ing. und Lehramt in Erinnerung?

11:09 Uhr von nie wieder spd

>>"Die Binsenweisheit liegt eher beim Gegenteil vor.
In Holland, wo die scheinbare Legalisierung am längsten besteht, wurde nämlich genau das festgestellt: Die Legalisierung von Cannabis hat dort nicht zu einem erhöhten Konsum durch Jugendliche geführt. Auch nicht in den Ländern, in denen es in den letzten Jahren legalisiert wurde."<<
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Wenn das so ist wie Sie schreiben, haben Sie recht und ich habe mich geirrt.

verteufelt und gehiped

Cannabis hat zweifellos medizinische Wirkungen. Dass diese Wirkungen unzureichend erforscht wurden, hat zwei Gründe.
1.) Cannabis wurde in den 30er Jahren weltweit verboten und danach verteufelt. Medizinische Forschungen waren nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich.
2.) Umfangreiche Studien sind teuer und für Pharmafirmen dann interessant, wenn am Ende Patente und Lizenzvergaben stehen. Bei einem Naturprodukt fehlen die Anreize.

Schade. Wahrscheinlich ist Cannabis nicht das Wundermedikament, wie es von einige propagiert wird. Auf der anderen Seite könnte es in vielen Fällen eine bessere Alternative zu zu gelassenen Medikamenten sein.

11:12 Uhr von fathaland slim

>>"Kiffen ist seit Jahrzehnten „in“."<<
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Aber nein lieber Fati, in meinen gesitteten Kreisen doch aber nicht.

10:59, Anderson

>>Es gibt ein breites Spektrum von Wirkweisen. Die eine unterstützt die Kreativität eine andere fördert den Appetit oder wirkt stark aphrodisierend. Es gibt sogar Sorten die sportliche Tätigkeiten unterstützen oder einfach nur wach halten.<<
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Das hört man oft, gerade unter Kiffern, ich halte das aber, auch aufgrund persönlicher Erfahrung, für Legenden. Es ist allerdings wirklich so, daß die Wirkung von THC sehr von der Stimmung des Konsumenten abhängt und auch stark durch Autosuggestion beeinflussbar ist. Ich könnte mir vorstellen, daß dadurch solche Legenden entstehen. Der Wirkstoff ist jedenfalls immer derselbe.
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>>Der Legalisierung stehe ich allerdings eher skeptisch gegenüber. Der THC Gehalt einiger Sorten ist so extrem hoch , dass diese nur zum "plattmachen" geeignet sind.<<
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Alles eine Frage der Dosierung.

11:12 Uhr von fathaland slim

"Kiffen ist seit Jahrzehnten „in“."

Wohl eher seit Jahrtausenden.

10:58 Uhr von Möbius

>>"Private Hanfplantage: Steuerhinterziehung !
Bisher kamen die „Züchter“ noch relativ billig davon, wenn die Polizei ein Hanfpflänzchen entdeckt (müsste auch außerdem weiblich sein)."<<
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Das wären dann sozusagen Steuerhinterzieherinnen.

@eine-anmerkung

"Am 19. Januar 2022 - 11:17 Uhr von eine_anmerkung.
10:38 Uhr von frosthorn

>>".. Ich habe ein Leben lang in der Reha gearbeitet und.."<<
.
Hatte ich nicht da Dipl.-Ing. und Lehramt in Erinnerung?"

Auch mit Dipl.-Ing. und Lehramt kann man in der Reha arbeiten. Ist nicht verboten. Tun sogar einige.

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