Kommentare - Baerbock in Russland: Auf der Suche nach dem richtigen Ton

18. Januar 2022 - 08:19 Uhr

Ukraine-Konflikt, Nord Stream 2, NATO-Osterweiterung: Außenministerin Baerbock ist mit ihrem russischen Amtskollegen Lawrow zusammengekommen, um den Streit mit Russland zu entschärfen. Es ist eine Bewährungsprobe. Von Christina Nagel.

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Nein

"Es wird eine Bewährungsprobe."

Annalena Baerbock ist kein kleines Mädchen, Sie ist Aussenministerin der Bundesrepublik Deutschland, und hat damit jetzt schon mehr Erfahrung als der provinzielle möchtegern Kanzlerkandidat der Herzen.

Sie wird das schon machen....

Unsere Außenministerin…

Unsere Außenministerin Baerbock hat mit dem Treffen beim russischen Außenminister Lawrow zweifelsohne eine der schwierigsten Begegnungen der letzten Jahre vor sich. Ihr Kurs, diplomatische Gespräche als einzigen sinnvoll gangbaren Weg zu bezeichnen und zu beschreiten, und das mit der klaren roten Linie zu verbinden, dass die Integrität souveräner Staaten nicht verletzt werden darf, ist alternativlos und entspricht im übrigen der Position aller westlicher Partner wie auch der Nato und dem Völkerrecht.
Es bleibt eine offene Frage, ob Lawrow wieder seinen Kurs an den Tag legt, hinter den verschlossenen Türen durchaus verbindlich und kooperativ zu sein, vor den Mikrofonen aber rüde und brüsk.
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Wenn man den Fokus über dieses Treffen hinaus richtet, bleibt es eine grundlegende Frage, ob die derzeitige weltweite Sicherheitsarchitektur nicht eine grundlegende Veränderung braucht. Das Interview mit Matthias Platzeck gestern in den Tagesthemen war zu dieser Frage höchst aufschlussreich.

Garantien ?

Die russische Forderung nach Garantien ist eine unerhörte Dreistigkeit, weil Russland selbst die Garantien des Budapest-Memorandums, die es der Ukraine gegeben hat, kalt lächelnd verletzt. Das russische Vorgehen auf der Krim und im Donbass zeigt, welche Sprache die russische Regierung spricht - und offensichtlich ist das auch die einzige Sprache, die die russische Regierung versteht. Die "Preisschilder", die an weitere russische Aggression geklebt sind, sind bei weitem noch nicht teuer genug.
Ich finde, daß die Ukraine militärisch in die Lage versetzt werden muß, russische Übergriffe restlos abzuwehren, sonst bleiben die ganzen Appelle bloß leeres Gewäsch.

08:38 Uhr von SinnUndVerstand

>>"Unsere Außenministerin Baerbock hat mit dem Treffen beim russischen Außenminister Lawrow zweifelsohne eine der schwierigsten Begegnungen der letzten Jahre vor sich. Ihr Kurs, diplomatische Gespräche als einzigen sinnvoll gangbaren Weg zu bezeichnen und zu beschreiten, und das mit der klaren roten Linie zu verbinden,"<<
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Ob Baerbock Putin auch Ihre "wertebasierte Außenpolitik" vorhält wie den Chinesen? Wäre doch angebracht? Und außerdem hat doch Baerock und die Grünen sowieso ein gespanntes Verhältnis zu Russland.

Und wenn sie abgereist ist...

...greift der Chef zum Telefon und erklärt Putin, dass das alles nicht so ernst gemeint war und man doch eigentlich die guten Beziehungen ausbauen will.
Mit dem chinesischen Ministerpräsidenten hat er ja auch gerade über die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen gesprochen, trotz Uiguren, Taiwan und mehr.

Erinnert mich irgendwie an Schröder/Fischer. Der eine hat dafür gesorgt, dass die Gewinne der Großen flossen, der andere durfte die Illusion vom Kampf für eine gerechte Welt aufrechterhalten...
So, wie ich gerade die jüngeren Wähler heute einschätze, könnte aber diesmal der grüne Idealismus am längeren Hebel ziehen.

warum die Erste

"Es geht um massive gegenseitige Vorwürfe, die von Staatsterrorismus über Menschenrechtsverletzungen bis zu Einschränkungen bei der Medienfreiheit reichen. In dieser Gemengelage den richtigen Ton zu treffen - eine Herausforderung. Eine erste echte Bewährungsprobe für Baerbock in ihrer neuen Rolle als Außenministerin."

Na wenn sie den selben Ton nimmt wie beim Antrittsbesuch in den USA zu solchen Themen ist doch alles in Ordnung.

08:38 Uhr von SinnUndVerstand


Wenn man den Fokus über dieses Treffen hinaus richtet, bleibt es eine grundlegende Frage, ob die derzeitige weltweite Sicherheitsarchitektur nicht eine grundlegende Veränderung braucht. Das Interview mit Matthias Platzeck gestern in den Tagesthemen war zu dieser Frage höchst aufschlussreich.

Mr. Putin fürchtet nicht Militärisches gegen Russland. Er fürchtet Demokratien um Russland herum. Dass diese möglicherweise auf Russland abfärben, und die Menschen in Russland auf dumme Gedanken bringen könnten.

Welche anmaßende Verblendung die Forderung von Mr. Putin in seinem Kindergartendenken von Sicherheitsarchitektur, er könne bestimmen auf ewige Zeiten, wie und wohin sich die Nachbarstaaten von Russland entwickeln wollen.

Frau Baerbock und andere Politiker können zwar versuchen, Mr. Putin von seiner pathologischen UdSSR-Revival-Manie zu kurieren. Bisher hat er aber noch nie erkennen lassen seit nach 2014 Krim / Ostukraine, dass er auch therapie-willig ist.

Spiel auf Zeit…

Hätten wir Politiker eines Formates wie Genscher, oder Brandt bestünde berechtigtere Hoffnung auf eine friedliche und für alles Seiten gütliche Lösung. Anstatt von den Großen zu lernen und die Idee "Wandel durch Annäherung" zu verinnerlichen, kommen immer nur weitere Vorwürfe, Drohungen und Verdächtigungen. Wer miteinander Redet und gegenseitig Handel treibt, der schießt in der Regel nicht aufeinander. Was bewirken dann Sanktionen und Ausweisungen?
Wenn es uns wirklich wichtig wäre, Frieden zu erreichen, könnten wir uns doch für einen Moment in die Lage des Anderen versetzen und dabei vielleicht verstehen, dass es nicht nur für den Westen rote Linien und ein Sicherheitsbedürfnis gibt.
Die Vorschläge für einen dauerhaften Frieden in Europa liegen auf dem Tisch aber unsere AM hat gar keine Befugnisse dieses Thema zu lösen. Bleibt zu hoffen, daß nicht noch mehr Porzellan zerbrochen wird. Lachender Dritter sind wieder mal die USA, die ihren Nutzen aus der aktuellen Situation ziehen.

08:38 von SinnUndVerstand

//Wenn man den Fokus über dieses Treffen hinaus richtet, bleibt es eine grundlegende Frage, ob die derzeitige weltweite Sicherheitsarchitektur nicht eine grundlegende Veränderung braucht. Das Interview mit Matthias Platzeck gestern in den Tagesthemen war zu dieser Frage höchst aufschlussreich.//

Die Sicherheitsarchitektur braucht eine Veränderung. Es braucht wohl eine totale Veränderung, wenn wir die große Katastrophe verhindern wollen. Dazu gehört eine atomare Abrüstung, total, die selbstverständlich für alle Länder gelten muß. Ohne die atomare Bedrohung im Hintergrund, würde Russland sich nicht zu dieser aggressiven Politik entscheiden. Auch die USA würde keine Kriege mehr anzetteln wollen. Natürlich hört sich das illusorisch an, erscheint mir aber der einzige Weg zu sein, um aus dem Dilemma der ständigen Bedrohungen und Stellvertreterkriege herauszukommen.
Mit der Sicherheitsarchitektur hängt aber auch die soziale Schieflage auf der Welt zusammen. Afghanistan ist ein Beispiel.

08:58, eine_anmerkung.

>>Und außerdem hat doch Baerock und die Grünen sowieso ein gespanntes Verhältnis zu Russland.<<
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Zu Putin.

08:58 Uhr von eine_anmerkung.


Ob Baerbock Putin auch Ihre "wertebasierte Außenpolitik" vorhält wie den Chinesen? Wäre doch angebracht? Und außerdem hat doch Baerock und die Grünen sowieso ein gespanntes Verhältnis zu Russland.

Sie und andere halten den Despoten Putin und Xi Demokratie vor.
Vor Demokratie haben die beiden Despoten der zwei Großmächte Russland und China viel mehr Angst als vor allen theoretisch möglichen militärischen oder wirtschaftlichen Drohungen zusammen.

Forderungen sind verhärtet

Ich Meine die Forderungen beider Seiten sind so verhärtet, dass eine Diplomatische Einigung, bzw. ein Kompromiss, quasi unmöglich ist.
Für mich scheint die Verhandlungsbereitschaft seitens Russland vorgetäuscht. Die Forderungen sind haltlos übertrieben. Der Zweck dieser "Verhandlungen" ist einzig der, dass der Kreml dem Volk erklären kann: "Seht wir waren Verhandlungsbereit, aber der böse Westen lenkt nicht ein und wir müssen unsere "Existenz" verteidigen". Das Volk muss noch etwas "Begeisterung" für das Vorhaben erlangen, das Vorhaben selbst ist meiner Meinung nach längst beschlossen. Einzig der Zeitpunkt ist noch offen.
Ich wünsche Frau Baerbock viel Glück und Verhandlungsgeschick.

08:49 Uhr von Diabolo2704


Ich finde, daß die Ukraine militärisch in die Lage versetzt werden muß, russische Übergriffe restlos abzuwehren, sonst bleiben die ganzen Appelle bloß leeres Gewäsch.

Es ist unmöglich, kleinere Staaten als die 3 Großmächte USA / Russland / China irgendwie militärisch in die Lage zu versetzen, dass diese kleineren Länder evtl. von einem der 3 durchgeführte militärische Angriffe «restlos abwehren» können.

Es geht um Machterhalt

Es geht Putin einzig um Machterhalt, er muss das eigene Volk mehr fürchten als die Maßnahmen des Westens. Militärisches Eingreifen ist nicht zu befürchten. Die Ukraine darf sich, aus Sicht Putins, nicht zu einem demokratischen Wohlstandsstaat entwickeln, weil das Begehrlichkeiten im russischen Volk erzeugen würde, die wiederum das russische Staatssystem "revolutionieren" würden.

Putin kann also gar nicht anders, da ist Überzeugung/ Verhandlung quasi vergebens.

allen(!) „Seiten“ gegenüber ehrlich, aber verbindlich sein
.
Baerbock: "Wir sind bereit zu einem ernsthaften Dialog mit Russland. Denn Diplomatie ist der einzig gangbare Weg, um die derzeitige hochgefährliche Situation zu entschärfen"
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Damit, dass dieser Weg der einzig gangbare ist (und damit tatsächlich alternativlos), hat sie natürlich vollkommen Recht. Das sollte allerdings nicht der einzige Grund für einen Umgang auf wirklicher Augenhöhe zwischen ausnahmslos ALLEN Beteiligten sein. Zu denen übrigens auch die Bewohner (die „normalen Bürger“) der jeweiligen Länder zählen und nicht nur ihre „politischen Vertreter“.

@09:23 Uhr von schabernack - keine Ahnung von Russland..?

"Sie und andere halten den Despoten Putin und Xi Demokratie vor.
Vor Demokratie haben die beiden Despoten der zwei Großmächte Russland und China viel mehr Angst als vor allen theoretisch möglichen militärischen oder wirtschaftlichen Drohungen zusammen."

Zwischen Russland und China gibt es mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten.

In Russland ist die Zustimmung für Putin hoch. Er hält das Land zusammen, sorgt für Ruhe und Ornung und ermöglicht wirtschaftliches Wachstum.

Dass die Staatsform in Russland eine andere ist als bei uns, das ist klar. Aber wenn man mal objektiv drauf schaut, dann ist in Russland vieles freier als bei uns.

Anderes natürlich nicht. Die Wahlen sind sicher weniger frei und fair wie bei uns, aber wenn man sich daran nicht stört, dann kann man dort gut leben. Bekannte von uns arbeiten im deutschen Gymnasium in Russland. vieles hier wird falsch gesehen

Was China betrifft, da gebe ich Ihnen aber Recht. Da gibt es keine Demokratie. Behauptet dort aber auch keiner

Auf der Suche nach dem richtigen Ton

Die Osterweiterung von EU und Nato seit 2004, der Raketenschild und die zunehmend engeren Kontakte zur Ukraine haben die Annexion der Krim nahezu "herausgefordert", auch wenn dies ein Völkerrechtsbruch ist und bleibt.
Das unverständliche Gerangel um Nordstream2 ist ebenso ein Schildbürgerstreich wie unser übereilter, nicht durchdachter Ausstieg aus der Atomenergie.
Und Baerbock?
Nun, sie wird den Standpunkt von Nato, den USA und der EU nachbeten und Russland wird ebenso keinen Millimeter nachgeben.
Auf diese Art und Weise ist eine Verständigung oder Annäherung mit und an Russland nicht zu erreichen.
Der neue Kalte Krieg wird sich fortsetzen,

Was geht ab?

Der Ton des Artikels trifft genau den Ton, den Fr.Baerbock (laut Artikel) suchen soll: Ueberlegend, loesungsorientiert, kriegsvermeidend, beide Seiten verstehen wollend. Und in der Tat, es geht nicht nur um (oder gegen) Putin. Auch die USA wurde bezueglich des Verhaeltnisses zu Europa nicht ausschliesslich an Trump gemessen. Es gibt mehr im Hintergrund, das in den Vordergrund gehoert. Und ich denke, da kann man Gemeinsamkeiten nicht nur finden, sondern auch schaffen. Doch von diesem Gefuehl auszugehen reicht nicht: Inwieweit ist Russland noch zu retten, bevor es immer mehr in ein totalitaeres Regime rutscht, wie China es schon ist; hingegen dennoch klare Kante zu Menschenrechten und demokratischen Werten zeigend - und sich von der laecherlichen Kriegsangst loesend? Dazu koennte die TS einen Informationschwerpunkt setzen. Wie sieht es aus in Russland? Man weiss einfach zu wenig darueber. Ueber die USA weiss man einfach mehr. Diese Fremdheit scheint mir unnoetig.

09:23 Uhr von schabernack

"Vor Demokratie haben die beiden Despoten der zwei Großmächte Russland und China viel mehr Angst als vor allen theoretisch möglichen militärischen oder wirtschaftlichen Drohungen zusammen."

Exaktamente.

Zu 08:35 Uhr von sonnenbogen "kein kleines Mädchen"


"Annalena Baerbock ist kein kleines Mädchen, Sie ist Aussenministerin der Bundesrepublik Deutschland, und hat damit jetzt schon mehr Erfahrung als der provinzielle möchtegern Kanzlerkandidat der Herzen."

@sonnenbogen, was für ein unmöglich hinkender Vergleich ist das denn?! Mit der Betonung wollen Sie doch offensichtlich das "kleine Mädchen" überdecken und bei dieser Gelegenheit dem Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern eine wischen.

Wie wir wissen kommt Frau Baerbock vom Völkerrecht, sie hat keine Erfahrung als Ministerin, weder Aussen noch Innen. Sie ist als Kanzlerkandidatin gescheitert und soll jetzt frischen Wind ins auswärtige Amt bringen. Frau Merkel und Heiko Maas haben nur abgestandene Luft hinterlassen?

Mit Wirbelwind und Modeschau alleine macht man noch keine gute Politik. Frau Baerbock muss das erst noch erfahren und auch zeigen. Ich wünsche für Frieden und Freiheit in Europa und der Welt viel Erfolg.

Solange wir in unserem Land…

Solange wir in unserem Land Werte mit zweierlei Maß messen, wird es sehr schwierig eine überzeugende Haltung gegenüber Ländern wie China, Russland oder auch der Türkei einzunehmen. Leider scheint es heute aber gang und gebe zu sein das Gegebenheiten die bei dem einem angeprangert werden, bei anderen nicht der Rede wert zu sein scheinen. Beispiele hierfür gibt es zur genüge, so das ich mir eine Aufzählung sparen kann. Wenn Frau Bearbock von Menschen wie Putin oder Erdogan ernst genommen werden möchte sollte sie eine klare Linie fahren und dies auch in alle Richtungen vertreten, nicht nur in Richtung Osten.

09:40, covid-strategie

Ja, die Anhänger der AfD sind große Freunde Wladimir Putins. Ein Mann nach ihrem Geschmack. Schade, daß Waldemar Herdt nicht mehr im Bundestag ist. Der hat den in russischen Medien immer so prima vertreten...

09:08 von schabernack

//Mr. Putin fürchtet nicht Militärisches gegen Russland. Er fürchtet Demokratien um Russland herum. Dass diese möglicherweise auf Russland abfärben, und die Menschen in Russland auf dumme Gedanken bringen könnten.//

Putin fürchtet durchaus Militärisches. Er denkt strategisch. Jüngstes Beispiel: als Schweden begann, etwas lauter über einen Beitritt zur NATO nachzudenken, kamen sofort Drohungen aus dem Kreml Richtung Schweden.
Und die UDSSR-Revival-Manier von Putin ist nicht pathologisch, sondern sein strategisches Ziel, zumindest die Einflussnahme auf die ehemalige UDSSR-Region. Hier wird er allerdings bald mit den Sicherheitsinteressen Chinas zusammenstoßen, denn die scheinbar friedl. Koexistenz beider Staaten steht immer vor d. Hintergrund des großen Misstrauens der Chinesen ggüb. Russland.

Wann fordert Baerbock türkischen Rückzug aus Syrien?

Und warum kauft Deutschland überhaupt noch russisches Öl und Gas ?

Das sind natürlich keine ernstgemeinten Fragen.

Aber warum soll man dann als Medienrezipient die Unterstellungen an die russische Adresse ernstnehmen ?

Es geht um einen Machtpoker. Und in diesem Spiel (in dem auch „geblufft“ wird, ganz wie im richtigen Pokerspiel), sind die Ukrainer nicht die Guten und die Russen nicht die Bösen.

Überhaupt ist die Ukraine eher ein „Bauer“ in diesem Geopolitik-Schachspiel.

@ 08:58 Uhr von eine_anmerkung.

Außenministerin Baerbock hält nicht werteorientierte Politik anderen vor, sie betreibt sie.
Und das gespannte Verhältnis zu Russland haben nicht in erster Linie die Grünen, sondern die EU, die NATO, Menschenrechtsorganisationen und viele Menschen, die in Russland zu den Verfolgten gehören. Insofern kann man sich durchaus Sorgen machen um Russland: Sorgen der Angehörigen und Freunde des im Arbeitslager gefangenen Nawalny oder der vielen anderen, die in Putins Regime als Gefangene durch Zwangsarbeit das Land aufbauen sollen; Sorgen derer, die aufgrund der himmelschreienden sozialen Ungleichheit buchstäblich nicht mehr genug zum Leben haben; Sorgen der LGBTQI-Community, die heftigen Repressalien ausgesetzt ist und aus der öffentlichen Wahrnehmung ausradiert werden soll; Sorgen mancher ethnischen Minderheit, die zunehmende Aggression bis in die Zivilgesellschaft hinein erfährt und wie die Tataren erlebt, dass ihre Sprachen verdrängt wird; oder Sorgen um drastisch zunehmenden Alkoholismus.

09:08 Uhr von eosphoros

"Hätten wir Politiker eines Formates wie Genscher, oder Brandt bestünde berechtigtere Hoffnung auf eine friedliche und für alles Seiten gütliche Lösung."

Hätten die Russen Politiker wie M. Gorbatschow oder E. Schewardnadse, die territoriale Integrität der Ukraine wäre durch diese nicht in Frage gestellt. Die Krim haben sich ihre Nachfolger einverleibt, den Osten des Landes seit Jahren in einen Krieg geworfen, den sie jederzeit sei lassen könnten. Jetzt kommen sie mit weiteren Drohungen und Ultimaten auf das ganze Land bezogen.
Ihr Kommentar geht vollkommen an der Realität, sogar an der, die mit naturwissenschaftlichen Mitteln festgestellt werden kann, etwa der Optik, der Akustik etc.

9:40 Uhr von covid-strategie

"Zwischen Russland und China gibt es mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten."
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Ja, aber...
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"In Russland ist die Zustimmung für Putin hoch. "
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In China nicht fuer den Chefe, denn dort wird anders konditioniert, auf das System getrimmt. In China ist der Patriotismus zu einer Doktrin mit voller Wirkung geworden. Dort wird Hirn gewaschen, aber saftig.
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"Putin (...) sorgt für Ruhe und Ornung".
.
Ach daher weht der Geist. Stramm gestanden, Befehle fressen.

"Aber wenn man mal objektiv drauf schaut, dann ist in Russland vieles freier als bei uns."
.
Ihr Okular muss mal geputzt werden. (Orkular?)
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"Die Wahlen sind sicher weniger frei und fair wie bei uns, aber wenn man sich daran nicht stört, dann kann man dort gut leben. "
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Mir bleibt die Spucke weg. Sie sind ein Antidemokrat. Aber duerfen Sie sein. Hier. In Worten.
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"China (...) Da gibt es keine Demokratie. Behauptet dort aber auch keiner"
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Ach soo, ja, wenn das keiner behauptet, ist das technototalitaere System entschuldigt.

@Theodor Storm um 09:18

>> Die Sicherheitsarchitektur braucht eine Veränderung. Es braucht wohl eine totale Veränderung, wenn wir die große Katastrophe verhindern wollen. Dazu gehört eine atomare Abrüstung, total, die selbstverständlich für alle Länder gelten muß. Ohne die atomare Bedrohung im Hintergrund, würde Russland sich nicht zu dieser aggressiven Politik entscheiden. Auch die USA würde keine Kriege mehr anzetteln wollen. Natürlich hört sich das illusorisch an, erscheint mir aber der einzige Weg zu sein, um aus dem Dilemma der ständigen Bedrohungen und Stellvertreterkriege herauszukommen.
Mit der Sicherheitsarchitektur hängt aber auch die soziale Schieflage auf der Welt zusammen. Afghanistan ist ein Beispiel. <<
.
Tja, ein „Wunschdenken“ (sogar auch meins!), schön wär’s, aber illusorisch (wenigstens derzeit; was in einigen Jahren sein wird, ist ja völlig offen). Bei der nuklearen Bedrohung durch Iran, China, Pakistan, Indien, Israel, Nordkorea (?) … werden die übrigen Atommächte nicht abrüsten.

09:40 Uhr von covid-strategie

"Aber wenn man mal objektiv drauf schaut, dann ist in Russland vieles freier als bei uns."
..
Das ist eine überraschende Behauptung. Das gegenwärtige Russland bringe ich mit allem möglichen in Verbindung, aber mit Freiheit (was auch immer das ist) eher nicht. Also werden Sie bitte konkret: Was ist in Russland freier als bei uns?

@ 09:40 Uhr von covid-strategie

Ach, daher weht der Wind: Putin "hält das Land zusammen, sorgt für Ruhe und Ornung und ermöglicht wirtschaftliches Wachstum.
Dass die Staatsform in Russland eine andere ist als bei uns, das ist klar. Aber wenn man mal objektiv drauf schaut, dann ist in Russland vieles freier als bei uns."
Sie verklären Russland auf eine Art und Weise, die viele Oppositionelle, in Arbeitslagern gequälte und ausgebeutete, viele in Armut versinkende und viele Menschen der LBGTQI nur als zynisch und als Schlag ins Gesicht werten können.

Freiheit in Russland

Zitat von covid-strategie (09:40 Uhr) : "wenn man mal objektiv drauf schaut, dann ist in Russland vieles freier als bei uns. "
Beispiele ?
Wenn man in Russland etwas sagt, schreibt oder tut, was als substanziierte Kritik an den Herrschenden verstanden werden kann, bekommt man es mit dem Repressionsapparat des Unterhosenvergifters zu tun. Was soll das für eine Freiheit sein ?

Ich wünsche ihr Glück

Wenn Glück alles ist was die deutsche und europäische Politiker*innen brauchen.....
In der Gemengelage von geopolitischen Interessen mal nach etwas Realitätsbewußtsein zu fordern kann doch nicht zuviel sein.
Bisher haben Drohungen, das Kappen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit oder Sanktionen keinen Deut zur Problemlösung beigetragen. Sie sind das eindeutige Bekenntnis der Ohnmacht.
Was hat Frau Baerbock denn jetzt im Gepäck ? Ich hoffe mehr als das was sie bisher vermuten lässt.
Verhandlungen ohne beiderseitige Zugeständnisse , wie erfolgreich kann das sein ?
Gibt es denn überhaupt etwas, das sich als Zugeständnis anbietet ?
Das fehlende Kontinentalbewußtsein dieser Politikergeneration (vererbt von der Vorigen), zeigt sich hier deutlich.
Europa kreist seit der "Finanzkrise" um sich selbst sonst wären die griechischen Häfen nicht von China zum Spottpreis übernommen worden.
Die Außenpolitik in Richtung Osten wurde von der Nato übernommen. Den Erfolg sehen wir.

@09:54 Uhr fathaland slim - falsch geraten...

" 09:40, covid-strategie

Ja, die Anhänger der AfD sind große Freunde Wladimir Putins. Ein Mann nach ihrem Geschmack. Schade, daß Waldemar Herdt nicht mehr im Bundestag ist. Der hat den in russischen Medien immer so prima vertreten..."

Meine Frau kommt aus dem Baltikum. Die Gefahr durch Russland sieht man da durchaus. Ich auch. Meine Kinder haben beide Staatsbürgerschaften.

Einen Herrn Herdt kenne ich nicht.

Meine Sympathien für die AfD sind aber in der Corona Pandemie stark angestiegen. Als Anhänger der AfD würde ich mich trotzdem nicht bezeichnen. Aber gut möglich, dass ich die das nächste Mal wähle.. Aber eher mangels Alternativen...

Nicht viel zu erwarten

Vor allem muss es Baerbock jetzt erst einmal gelingen, den Termin ohne Demütigung zu überstehen. Wenn dann bei der Pressekonferenz dann auch noch kongruente Darstellungen des Erreichten gibt, ist das schon ein großer Erfolg für sie.
In der Sache wird sich freilich nichts bewegen.

09:23 Uhr von schabernack

>>Vor Demokratie haben die beiden Despoten der zwei Großmächte Russland und China viel mehr Angst als vor allen theoretisch möglichen militärischen oder wirtschaftlichen Drohungen zusammen.<<

Mal angenommen es ist so, dann wäre es ziemlich blöde, diese Mächte so zu bedrängen und zu isolieren, dass sie noch näher zusammenmrücken und konzertiert vorgehen, die bald weltweit größte Wirtschaftsmacht und das größte und rohstoffreichste Land der Erde.

Spätestens dann, angesichts unseres wirtschaftlichen Niedergangs und bevorstehender militärischer Konflikte treten unsere überlegenen demokratischen Errungenschaften in den Hintergrund.

Man kann sich die Nachbarn und Mächte mit denen man Frieden halten will leider nicht aussuchen. Anerkenntnis unterschiedlicher Interessen und Verhandlungen über eine für alle Seiten akzeptable Sicherheitsarchitektur sind alternativlos.

Meine Sorge ist, dass wir das vor lauter Feindbild nicht erkennen wollen. Seinen Nachbarn zu lieben ist nicht notwendig.

09:50 Uhr von heribix

"Solange wir in unserem Land Werte mit zweierlei Maß messen, wird es sehr schwierig eine überzeugende Haltung gegenüber Ländern wie China, Russland oder auch der Türkei einzunehmen."
..
Wenn Sie Einwände gegen die Politik der Bundesregierung Richtung Westen haben, bringen Sie sie an geeigneter Stelle an. Aber versuchen Sie nicht, die aggressive Politik der Putin-Regierung zu verschleiern, indem Sie Richtung Westen deuten. Das ist eine für jeden leicht durchschaubare Nebelkerze.

@ 09:42 Uhr von pemiku

Wer so blauäugig (oder interessengeleitet...) die Annexion der Krim rechtfertigt, wird selbstverständlich zur Einschätzung kommen, Außenministerin Baerbock "bete etwas nach".
Alle anderen respektieren, wie schwierig diese erste Begegnung mit dem russischen Außenminister werden wird - und wie notwendig das Junktim des Primats der Diplomatie und der klaren Position, dass die Grenzen souveräner Staaten unantastbar sind.

09:40 Uhr von covid-strategie / @schabernack


Zwischen Russland und China gibt es mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten.

Das weiß ich.
Und die Gemeinsamkeit ist der Undemokrat als Staatschef.

Dass die Staatsform in Russland eine andere ist als bei uns, das ist klar. Aber wenn man mal objektiv drauf schaut, dann ist in Russland vieles freier als bei uns.

Vor allem die Meinungsfreiheit. Man hat zu meinen, was RTV sagt.
Das reicht ja auch, und die wissen es sowieso besser.

Die Wahlen sind sicher weniger frei und fair wie bei uns, aber wenn man sich daran nicht stört, dann kann man dort gut leben. Bekannte von uns arbeiten im deutschen Gymnasium in Russland. vieles hier wird falsch gesehen.

Das stimmt. Besonders viel wird über Russland falsch gesehen, guckt man sich die Augen viereckig bei RTV-Deutsch.

@09:23 Uhr von schabernack - keine Ahnung von Russland …?»

Stehen Sie gerade vor dem Spiegel …
und führen Selbstgespräche auf Russisch …?

09:58 Uhr von SinnUndVerstand

>>"Außenministerin Baerbock hält nicht werteorientierte Politik anderen vor, sie betreibt sie."<<
.
Wäre doch schön wenn Baerbock auf Putin in Sachen NS2 zugehen würde? Den deutschen Verbraucher (Energierechnung) würde es freuen.

@fathaland slim um 09:40

>> Ja, die Anhänger der AfD sind große Freunde Wladimir Putins. Ein Mann nach ihrem Geschmack. … <<
.
Da haben Sie recht, und da steht die Linke nicht nach - die sind ja die Freunde der kommunistischen Brüder und Schwestern in Russland.
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Mir gestern rechtspopulistische Äußerungen vorzuwerfen und dann selbst (links)populistisch zu posten … passt schon!

09:50 Uhr von heribix

"Solange wir in unserem Land Werte mit zweierlei Maß messen, wird es sehr schwierig eine überzeugende Haltung gegenüber Ländern wie China, Russland oder auch der Türkei einzunehmen."

Mit dieser leider weit verbreiteten Einstellung des Vergleiches kommt niemand weit, beziehungsweise man wird auf der Einflussebene regelrecht bewegungslos. Es ist nun mal ein Fakt, dasss das Leben aus Grauwerten besteht, das aber auch, und das ist das Unbequeme, es durchaus ein klares "Besser" oder "Schlechter" gibt, oft mit enormen Abstand. Das zu sehen erfordert allerdings Anstrengung. Auf der anderen Seite, wer keinen Standpunkt beziehen moechte, dem empfehle ich, in ein Kloster zu gehen und weise zu schweigen. Das finde auch auch sehr in Ordnung und das ist ebenfalls nicht einfach. - mit dem blossen Vergleichen in Hinsicht auf Abwiegeln oder ausweichen macht man es sich jedoch sehr einfach. Und es lasst sich gut trollen damit.

10:21 Uhr von SinnUndVerstand

>>"Alle anderen respektieren, wie schwierig diese erste Begegnung mit dem russischen Außenminister werden wird - und wie notwendig das Junktim des Primats der Diplomatie und der klaren Position, dass die Grenzen souveräner Staaten unantastbar sind."<<
.
Ich habe eher bedenken das Baerock wieder schroff lospoltert und dadurch eventuell Porzellan zerschlagen wird. Da verfügt Scholz sicherlich über mehr Diplomatie und Feingefühl für eine solche Situation. Hinzu kommt dass das Verhältnis von Baerbock sowieso schon negativ vorbelastet ist (Baerbock stellte NS2 in Frage) was keine gute Ausgangsbasis für offene Gespräche ist.

9:45 das ding

"vor Demokratie haben die beiden Despoten......"

Ich versichere ihnen es geht bei dem ganzen Theater und Kriegsgetrommel um vieles aber ganz sicher nicht um Demokratie. Unter dem Demokratiemäntelchen versteckt sich der brutale Kampf um Vorherrschaft und Hegemonie und sonst nichts.
Sie glauben doch nicht, dass es bei der "liebevollen Fürsorge" der USA und der Nato um die Ukraine um die Menschen und Demokratie geht? Es geht um knallharte Geopolitik und das Ziel die Nato direkt an der Grenze zu Russland etablieren.

re 9:40 covid-strategie: Einordnung

>>"Die Wahlen sind sicher weniger frei und fair wie bei uns, aber wenn man sich daran nicht stört, dann kann man dort gut leben. "<

Wenn ich hierzu Ihre Kommentarflut zur hiesigen Coronapolitik in Bezug setze, dann fällt mir auf, dass Sie es „hier“ genau anders herum sehen:

„Die Wahlen hier sind zwar frei, aber wer sich daran stört, kann hier nicht gut leben“

10:12 Uhr von covid-strategie


Meine Sympathien für die AfD sind aber in der Corona Pandemie stark angestiegen.

Wahrscheinlich weil die AfD die denkbar dümmste mögliche Corona-Politik als Corona Super GAU propagiert. Ganz besondere Sympathie sei mit den AfD-Pappkameraden, die nun immer da oben auf der Tribüne sitzen wollen.

In Russland ist die Impfbereitschaft gegen Corona ja auch ganz besonders gut. Tolles freies Land der Träume.

Zu 09:57 Uhr von Möbius "Warum ....?"

Und warum kauft Deutschland überhaupt noch russisches Öl und Gas ?
.
@Möbius, ja, das ist eine absurde Frage. Wenn wir die Weltwirtschaft übrall dort einstellen wo wir unsere Werte verletzt sehen, gibt keine mehr. Vernachlässigen wir unsere Interessen, tragen insbesondere die nicht privilegierten Bürger die Nachteile. Das ist jetzt schon so.
Die Fakten:
Das System Putin steht im Widerspruch zur russischen Verfassung. Mindestens vor der "Verfassungsreform".
Die Mehrheit der Russen steht aber immer noch hinter Putin, trotz Ukraine, Donbass, die Annexion der Krim usw..
.
Wir sollten nicht der Illusion folgen, mit der Verschrottung von Nord-Stream2 würde sich da etwas ändern. Eher das Gegenteil dürfte eintreten.
Dagegen braucht es eine langfristige Politik im Sinne von Kaizen (kontinuierliche Besserung) zum gegenseitigen Nutzen in ganz Europa.
.
Überhaupt ist die Ukraine eher ein „Bauer“ in diesem Geopolitik-Schachspiel.
Auch Bauern sind beim Schachspiel unverzichtbar!

10:04 von Wolf1905

//Bei der nuklearen Bedrohung durch Iran, China, Pakistan, Indien, Israel, Nordkorea (?) … werden die übrigen Atommächte nicht abrüsten.//

Iran ist noch keine Atommacht und bei Nordkorea sitzt das Fragezeichen richtig. Sie müssten Ihre Aussage aber umdrehen: China, Pakistan, Indien werden ihr Atomwaffen-Potential nicht abrüsten, solange USA und Russland nicht abrüsten. Russland führt die Potential-Liste an, dicht gefolgt von USA. Das Potential Chinas ist etwa halb so groß wie Russlands. Alle anderen folgen mit größerem Abstand.

10:20 Uhr von proehi

Auf der einen Seite argumentieren Sie, dass Russland und China (um das es in der Ukraine beileibe nicht geht) so stark wären und wir so schwach - und dann raten sie uns auch noch, deren Interessen über unsere eigenen zu stellen. Ich denke, das wäre schön doof und der beste Weg, um bald keine Interessen mehr die eigenen nennen zu dürfen.

Ich bezweifele sehr,...

..daß Deutschland überhaupt eine völlig freie Außenpolitik betreiben kann. Eingebunden in EU und NATO sind die Spielräume vermutlich sehr klein. Unserer neuen Ministerin sollten wir aber die Dienstreisen von Herzen gönnen, auch wenn Resultate nicht zu erwarten sind. Der eine Gastgeber hat ihr ja bereits Kostproben seiner blühenden Phantasie gegeben - aber mit Lawrow wird sie einen richtigen Profi alter Schule kennenlernen und hoffentlich auch zu schätzen wissen.

@ foːɐ̯ʃtɛlʊŋsvɛlt

Ich sprach von Annäherung, Verständnis und einer Idee, wie man sich durch Gespräche und Handel vielleicht besser kennen lernen kann.
Wenn wir unsere eigenen Werte ständig verraten und mit zweierlei Maß messen, sollten wir uns nicht beschweren, wenn man uns für verlogen hält.

Wie sah es mit der staatlichen Integrität von zbs. Jugoslawien, Irak, Afganistan, Lybien und Syrien aus.
In Syrien sind türkische und US Truppen, beide ohne Einladung und ohne UN Mandat und so weiter.
Ab welchen Zeitpunkt gelten Grenzen als verbindlich?
Wieso darf sich der Kosovo abspalten, die Krim aber nicht?Worin unterscheidet sich Guantamo von chinesischen Lagern? Wieso handeln wir mit Saudi Arabien, obwohl die Saudis Krieg im Jemen führen. Wieso setzt sich Deutschland nicht für die Beendigung des dortigen Krieges ein?
Wir (der Westen) sollten bei uns anfangen und uns um unseren Problem kümmern. Zu tun gäbe es genug.
Eine Zukunft haben wir nur im Dialog miteinander.

re 10:37 jukep: Despoten

>>9:45 das ding
"vor Demokratie haben die beiden Despoten......" Ich versichere ihnen es geht bei dem ganzen Theater und Kriegsgetrommel um vieles aber ganz sicher nicht um Demokratie. Unter dem Demokratiemäntelchen versteckt sich der brutale Kampf um Vorherrschaft und Hegemonie und sonst nichts.<<

Ich gebe nur mal zu bedenken, dass alle „Despoten“ genau dieses behaupten. Und weil eben „Alle“ so sind, gehe es nur darum der „Stärkere“ zu sein.

Mit dieser Welt- und Menschensicht ergibt sich fast zwangsläufig eine Sympathie zu einem eindimensionalen Despoten wie Putin, weil der seine ganze Eindimensionalität nutzt, um nur ja immer der Stärkste zu sein,

>>Sie glauben doch nicht, dass es bei der "liebevollen Fürsorge" der USA und der Nato um die Ukraine um die Menschen und Demokratie geht?<<

Ohne Ihren überlaufenden Sarkasmus als Fehlannahme: Doch, genau darum geht es. Weil man nämlich an der Grenze zu einer Demokratie gar keine Truppen mehr braucht. Siehe EU!

10:37 Uhr von jukep

"Ich versichere ihnen es geht bei dem ganzen Theater und Kriegsgetrommel um vieles aber ganz sicher nicht um Demokratie. Unter dem Demokratiemäntelchen versteckt sich der brutale Kampf um Vorherrschaft und Hegemonie und sonst nichts."
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Das es nur um brutalen Kampf geht, etc, ist der grosse Irrtum. Versenken Sie sich doch mal etwas in das, was den Menschen ausmacht. Da ist viel mehr Hingabe und Beduerfnis nach Harmonie, Kopperation und Philanthropie als viele glauben. Wie im Kleinen, so im Grossen. d.. auch die Weltenlenkerei ist nicht unabhaengig davon.
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Man muss zumindest hinterfragen, z.B. wem nuetzt diese harte Sicht? Wer forciert sie? Warum findet sie Anhaenger? Wo? Aber dann mit den Antworten weitermachen und diese nicht als Beweis der Existenz der These (alles ist Kampf) ansehen.
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Das ist kein Idealismus. Das ist Pragmatismus - aber einer, der vielen nicht in den Kram passt und deswegen als Idealismus abgetan wird. Doch Hand aufs Herz: Was ist der Mensch ohne Ideale?

Ich halte Putin bei weiten…

Ich halte Putin bei weiten nicht für einen Demokraten, allerdings kenne ich Russland auch gut genug um zu wissen das Russland und viele Russen sich genau einen solchen Präsidenten wünschen. Ob es mir nun passt oder nicht, das habe ich zu akzeptieren. Ich find es auch sehr befremdlich wie schnell jeder hier der auch nur Ansatzweise versucht die russische Seite zu verstehen sofort als Putin Freund oder gar Antidemokrat bezeichnet wird. Sicher ist vieles in Russland schwer zu verstehen und ich habe auch einige Besuche und lange Gespräche in Russland gebraucht um wenigstens einiges zu verstehen. Übrigens ist es auch in Russland möglich die Regierung zu kritisieren oder Satirisch auf die Schippe zu nehmen sogar im Fernsehen. Es wird auch nicht gleich jeder verhaftet der Kritik äußert. Wenn ich meinem Nachbarn zig mal die Hand reiche und sie immer wieder ausgeschlagen wird, käme auch bei mir der Punkt wo ich sage bis hier her und nicht weiter.

@10:01 Uhr von 'foːɐ̯ʃtɛlʊŋsvɛlt 09:08 Uhr von eosphoros

>>Hätten die Russen Politiker wie M. Gorbatschow oder E. Schewardnadse, die territoriale Integrität der Ukraine wäre durch diese nicht in Frage gestellt. Die Krim haben sich ihre Nachfolger einverleibt, den Osten des Landes seit Jahren in einen Krieg geworfen, den sie jederzeit sei lassen könnten. Jetzt kommen sie mit weiteren Drohungen und Ultimaten auf das ganze Land bezogen.<<

Neulich gehört im Radio von einem Russlandexperten. Putin handelt wie die Zaren früher. Man wird nur als starker Führer angesehen, wenn man Territorium erobert. Gefühlt hat Russland aus Putins Sicht viel Territorium verloren nach dem kalten Krieg.

Keine Entschudigung, aber eine Erklärung. Daher war die Krim aus Sicht vieler Russen ein "gelungener" Coup.

Die Destabilisierung der Ostukraine ist offensichtlich deswegen, weil ein destabilisiertes Land nicht in NATO und EU kann.

Also geostrategisch. Keine Entschuldigung, aber eine Erklärung.

Auch im Baltikum fürchtet man Putin. Nachvollziehbar.

re 10:26 eine_anmerkung: Reine Freude

>>Wäre doch schön wenn Baerbock auf Putin in Sachen NS2 zugehen würde? Den deutschen Verbraucher (Energierechnung) würde es freuen.<<

Tja, solange Herr Putin nicht die Preise erhöht oder - ganz unvorstellbar - die Lieferungen an politische Forderungen knüpft.

Das bis vor kurzem noch breitgetretene Argument der unbedingten Vertragstreue Russland habe ich übrigens lange nicht mehr gehört. Jetzt höre ich das Rauschen, man solle „Putin nicht provozieren“. Wohl, weil er dann nicht mehr so „vertragstreu“ mehr wäre. Aber da müsste man dann ja auch Verständnis für haben usw. usw. usw.

Ständiges Russland-bashing nervt

Es ist doch offensichtlich das dies der Systemkonkurrenz geschuldet ist und schon deshalb garnicht objektiv sein kann.

Putin hat deshalb Rückhalt in der Bevölkerung, weil ohne seine Wirtschafts-, Familien- und Sozialpolitik viel mehr Menschen arm wären. Jetzt haben viele sichere, gutbezahlte Jobs. Die Gehälter in Moskau sind höher als in Deutschland.

Ich habe bisher nur ein einziges Mal in der ARD einen Bericht aus Russland gesehen, in dem die interviewten über ihre positiven Erfahrungen mit ihrem Land zu Wort kommen durften: im Kinderkanal, produziert vom MDR !

Dort konnte man lernen, dass die Jugendlichen in Russland sich nur darin von denen im Westen unterscheiden, dass sie gläubiger und Patriotischer sind. Dabei sind sie so fleißig und kreativ offen und engagiert wie die Westen auch. Und Alkohol und Drogen sind absolut verpönt. Undenkbar eine Legalisierung von Haschisch !

Und die Zukunftspläne der Jugend in Russland: Frieden, Wohlstand, Familie.

Finde ich ok

10:45 Uhr von gman

„ Wenn wir die Weltwirtschaft übrall dort einstellen wo wir unsere Werte verletzt sehen, gibt keine mehr.“
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Davon sind wir selbst gegenüber Russland weit entfernt. Unsere Sanktionen treffen nur wenige Individuen und noch weniger Unternehmen.
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Politische Interessen unseres Bündnisses sind nicht deckungsgleich mit ihrem privaten monetären Interessen.
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Wir müssen einem Land, das uns zum Feind erklärt hat, nicht Milliarden Euro bezahlen, damit es damit sein Militär aufrüstet, dass es dann auf Eroberungszüge in unsere Richtung schickt …
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10:37 Uhr von jukep

"Es geht um knallharte Geopolitik und das Ziel die Nato direkt an der Grenze zu Russland etablieren."
..
So jedenfalls verkündet es die russische Regierungspropaganda, die Sie fehlerfrei nachbeten.

10:54 Phonomatic

"deren Interessen über unsere eigenen zu stellen....."

was sind denn unsere eigenen Interessen?
Das was gerade abläuft ist ganz bestimmt nicht in unserem Interesse.
Inzwischen hat man eher den Eindruck, dass unsere Interessen gar keine Rolle spielen und wir nur dazu da sind die Interessen anderer zu bedienen.

Baerbock in Russland: Auf der Suche nach dem richtigen Ton...

Kurz vor ihrem Besuch, redete die Außenministerin von der Bereitschaft zum Dialog und von einer Verhandlungslösung. Ist das eine Hinwendung zu realistischen Herangehensweisen unter dem Druck der Wirklichkeit ?
Natürlich-"den richtigen Ton treffen", mit einem Land, daß eben nicht mit sich in der Sprache des Diktats reden lässt.

re 10:55 Quakbüdel: Freie Außenpolitik

>>Ich bezweifele sehr,...
..daß Deutschland überhaupt eine völlig freie Außenpolitik betreiben kann. Eingebunden in EU und NATO sind die Spielräume vermutlich sehr klein.<<

D. könnte jederzeit aus der EU und der NATO austreten. Es wäre so „frei“.
Da dies aber bis auf die AfD und ihre Anhänger in D. ganz frei gar niemand will, gehören natürlich auch die EU und die NATO zu unserer „freien“ Außenpolitik.

Das Kernproblem Russlands ist übrigens nicht die NATO - es ist die erklärte Feindschaft zur EU. Vor dieser hat Putin wirklich panische Angst, denn ein Überschwappen der EU wäre das Ende der Ära Putin und seines großrussischen Traumschlosses. Deshalb auch der verzweifelte Feldzug gegen die gesamte bürgerliche Opposition in R. und seinen „Bruderstaaten“.

10:55 Uhr von Quakbüdel

" mit Lawrow wird sie einen richtigen Profi alter Schule kennenlernen "

Was meinen Sie damit? Einen willfährigen Interessenvertreter des Putin-Regimes, der noch zu Sowjetzeiten gelernt hat, keinen Millimeter von der vorgegebenen Linie abzuweichen? Könnte sein.

@10:20 Uhr proehi -gute Analyse

"Mal angenommen es ist so, dann wäre es ziemlich blöde, diese Mächte so zu bedrängen und zu isolieren, dass sie noch näher zusammenmrücken und konzertiert vorgehen, die bald weltweit größte Wirtschaftsmacht und das größte und rohstoffreichste Land der Erde.

Spätestens dann, angesichts unseres wirtschaftlichen Niedergangs und bevorstehender militärischer Konflikte treten unsere überlegenen demokratischen Errungenschaften in den Hintergrund.

Man kann sich die Nachbarn und Mächte mit denen man Frieden halten will leider nicht aussuchen. Anerkenntnis unterschiedlicher Interessen und Verhandlungen über eine für alle Seiten akzeptable Sicherheitsarchitektur sind alternativlos.

Meine Sorge ist, dass wir das vor lauter Feindbild nicht erkennen wollen. Seinen Nachbarn zu lieben ist nicht notwendig."

Absolut richtig. Wir haben zu viele Menschen hier, die nicht verstehen, dass auch ihre/unsere Weltanschauung aus Sicht der anderen auch nur eine andere Art der Ideologie ist.

Gestern sagte Frau Baerbock

u.a., dass jedes Land selbst entscheiden könne, welche politische Richtung es verfolgt und mit wem es Bündnisse eingeht.
Ich möchte mal von denDauerkritikern, hauptsächlich den Putinaffinen, wissen, was daran falsch ist.
Ich halte Frau Baerbock nicht für die optimale Besetzung auf diesem Posten, aber alles als falsch zu bezeichnen, nur weil es von ihr kommt, ist genauso daneben, wie von den "demokratischen" Parteien, die sogar abstreiten, dass am 24.12.Heilig Abend ist, wenn die AfD das sagt.
Warten wir mal ab, wenn es ernsthaft wird mit z.B. Lawrow oder Cavusoglu z.B.

@covid-Strategie: meine Frau kommt aus Südrussland

Das private Erleben kann einen Eindruck vermitteln, der den verbreiteten Klischees über Russland widerspricht.

Das wollen aber viele nicht hören.

Das zeigt aber auch, dass es weniger um die Wahrheit geht, sondern darum welches „Team“ gewinnt. Das kann man auch an vielen Kommentaren hier sehen. Mein „Spiel“ ist das nicht.

Ich beurteile Russland nicht danach, ob es dort einem Herrn Nawalny gut geht. Sondern ich mache meine Einschätzung ausschließlich von meinen persönlichen Erfahrungen und den mir von meiner Verwandtschaft berichteten abhängig.

Das ist etwas, was ich vielen hier im Forum voraus habe.

Und mein Fazit ist: obwohl es kritikwürdiges gibt in Russland, ist vieles was offiziell behauptet wird sehr übertrieben, verzerrt und subjektiv.

Wie schon Marx sagte:

„das Sein bestimmt das Bewusstsein“.

Eine ewige Wahrheit.

10:54 Uhr von Phonomatic

>>Auf der einen Seite argumentieren Sie, dass Russland und China (um das es in der Ukraine beileibe nicht geht) so stark wären und wir so schwach - und dann raten sie uns auch noch, deren Interessen über unsere eigenen zu stellen. Ich denke, das wäre schön doof und der beste Weg, um bald keine Interessen mehr die eigenen nennen zu dürfen.<<

Schön, dass mein Beitrag offenbar Fantasien bei Ihnen freisetzt.

Ich setze Einvernehmlichkeit zwischen uns voraus, dass es hier um den Erhalt des Friedens in Europa geht. Also unser gemeinsames Interesse. Dazu müssen wir keineswegs unsere Interessen (welche das sein mögen ist ein extra großes Fass) denen der Russen unterordnen. Mit etwas weniger Fantasie können Sie meinen Worten entnehmen, dass dazu allerdings die Anerkenntnis sich davon unterscheidender Interessen der anderen Seite nötig ist. Daran hapert es derzeit.

Das erreicht, beginnen die Verhandlungen, deren wünschenswertes Ergebnis ich mir hier nicht anmaße vorwegzunehmen. KIar geworden?

Baerbock und Lawrow

Ein mit allen Wassern gewaschener Politiker und Stratege trifft auf eine frische Politikerin, die jung und selbstbewusst auftreten will- ob das "weltgewandt" und fordernd erfüllen kann, stelle ich infrage. Russland hat innen so viele Probleme und außenpolitisch so viel einstecken müssen, dass russisches Nationalbewusstsein und Kampfeskraft gefordert sind. Russland will seine Hemisphäre sichern. Putin wie Lawrow wissen, um was es im Kern geht. Und politisch überleben wollen sie auch noch. Baerbock sitzt in dem diplomatischen Korsett, das Ausreißer und Alleingänge nicht zulässt. Das wissen auch die anderen. Die Verhandlungen werden hinter verschlossenen Türen weitergehen, wenn Baerbock zu Hause ist. Die Öffentlichkeit heute bekommt ein gemischtes Bild der Lage. Und wir sind gut beraten, abzuwarten und zu sehen, wie Deutschland selbst seine Rolle findet, nachdem Merkel abgetreten ist. Manche stille Verhandlung bringt mehr als unwirscher Schlagabtausch vor Mikrophonen.

@10:55 Uhr eosphoros-Unterschied Guantanamo vs Chinesische Lager

"In Syrien sind türkische und US Truppen, beide ohne Einladung und ohne UN Mandat und so weiter.
Ab welchen Zeitpunkt gelten Grenzen als verbindlich?
Wieso darf sich der Kosovo abspalten, die Krim aber nicht?Worin unterscheidet sich Guantamo von chinesischen Lagern?"

In erster Linie in der Anzahl der Insassen...

"Wieso handeln wir mit Saudi Arabien, obwohl die Saudis Krieg im Jemen führen. Wieso setzt sich Deutschland nicht für die Beendigung des dortigen Krieges ein?
Wir (der Westen) sollten bei uns anfangen und uns um unseren Problem kümmern. Zu tun gäbe es genug.
Eine Zukunft haben wir nur im Dialog miteinander."

Der Dialog wäre einfach gewesen. Anfang der 90er Jahre hatte Putin Zusammenarbeit angeboten. Der Westen hat quasi dankend abgelehnt durch nichtstun...

Ein verheerender Fehler. es wäre gut, wenn wir wieder halbwegs dahin kommen könnten. Aber das ist wohl für die nächste Generation vorgesehen.

Hoffentlich. Jetzt gehts nur darum Eskalation zu vermeiden...

@schabernack - geopolitische Interessen

09:08 Uhr von schabernack:
"Mr. Putin fürchtet nicht Militärisches gegen Russland. Er fürchtet Demokratien um Russland herum."
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Der Böse ist böse, weil er das Gute fürchtet. Das erzählt man sich spätestens seit den Gebrüdern Grimm. Und wenn dasselbe Muster in Büchern, Märchen und Filmen immer wiederkehrt, glauben Sie es natürlich.
_
Befassen Sie sich mal mit Geopolitik. Sie werden feststellen, dass das "Gute" darin überhaupt keine Rolle spielt.

11:17 Uhr von Bernd Kevesligeti


Kurz vor ihrem Besuch, redete die Außenministerin von der Bereitschaft zum Dialog und von einer Verhandlungslösung. Ist das eine Hinwendung zu realistischen Herangehensweisen unter dem Druck der Wirklichkeit ?
Natürlich-"den richtigen Ton treffen", mit einem Land, daß eben nicht mit sich in der Sprache des Diktats reden lässt.


Mr. Putin aus Russland ist der Verbal-Diktator, der sich anmaßt, seinen Nachbarstaaten mit Diktat diktieren zu können, was diese Staaten außenpolitisch zu tun und zu unterlassen haben.

Nach der Korrektur kriegt Mr. Putin sein Diktat zurück mit so vielen in rot markierten Fehlern, dass man gar nicht mehr erkennen kann, was er ursprünglich mal diktiert hatte. Note: Ungenügend mit Sternchen und Hammer und Sichel.

re 11:06 heribix: Akzeptanz

>>Ich halte Putin bei weiten nicht für einen Demokraten, allerdings kenne ich Russland auch gut genug um zu wissen das Russland und viele Russen sich genau einen solchen Präsidenten wünschen. Ob es mir nun passt oder nicht, das habe ich zu akzeptieren<<

Wir hatten auch mal Herrscher, die sich „viele Deutsche“ gewünscht hatten. Es gibt keinen Diktator, der nicht auch eine mehr oder weniger große Anhängerschaft hat. Weil er ja für diese seine Politik macht und weil diese dann eben von dieser profitieren.

Als Faustregel reicht ein Drittel der Bevölkerung hier aus, wenn ein zweites Drittel typisch unentschieden bzw. „unpolitisch“ ist. Das Problem hat immer das letzte Drittel und deshalb gibt es die universale Vorgabe einer repräsentativen Demokratie. Weil die Rechte Aller Menschen in einer Gesellschaft geschützt werden müssen.

Und genau deshalb fürchtet Putin freie Wahlen - weil sich dann auch der unpolitische Teil für die Demokratie entscheiden könnte.

@09:43 Uhr das ding -sind die Russen unglücklich...

... mit Putin..?!?

Was die Aussenpolitik betrifft stehen viele Russen fest hinter Putin. Je mehr Druck wir machen, desto stärker steigt die Zustimmung für Putin.

Auch das sehen viele hier nicht. Ja. Es wäre ganz gut wenn man hier mal mehr über Russland und die Menschen dort lernen würde..

" Inwieweit ist Russland noch zu retten, bevor es immer mehr in ein totalitaeres Regime rutscht, wie China es schon ist; .. Wie sieht es aus in Russland? Man weiss einfach zu wenig darueber. Ueber die USA weiss man einfach mehr. Diese Fremdheit scheint mir unnoetig."

Russland muss nicht und will nicht die Werte des Westen teilen. Wo steht geschrieben, dass es das muss..??

Ich sehe auch nicht, dass Russland (noch) totalitärer wird. Wo sehen Sie das...???

11:12 Uhr von Poliós

>>10:37 Uhr von jukep
"Es geht um knallharte Geopolitik und das Ziel die Nato direkt an der Grenze zu Russland etablieren."
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So jedenfalls verkündet es die russische Regierungspropaganda, die Sie fehlerfrei nachbeten.<<

Statt so flach zu kommen könnten Sie doch einmal eine steile These bringen, warum diese Aussage falsch sein sollte.

Die NATO mit ihrer Osterweiterung hat gegen keinen Vertrag verstoßen aber gegen die eindeutigen Zusagen des Westens, dieses nicht zu tun. Die seit Jahren von Russland geforderte Sicherheitsarchitektur wurden ignoriert und mit stetiger Annäherung an Russlands Grenzen quittiert und mit dem Selbstbestimmungsrecht der einzelnen Staaten begründet.

Ich habe den Eindruck, dass das jetzt nicht mehr geduldet wird. Damit und wie wir diese Friedensarchitektur gestalten können, sollten wir uns befassen.

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