Robert Kennedys Mörder kommt nicht frei

Kommentare

Schwierig, eine gerechte Entscheidung zu treffen

Die Prominenz des Verbrechens an Robert Kennedy steht auf der einen Seite und die menschliche Last von 50 Jahren im Knast auf der anderen Seite.
 
Die Symbolkraft einer Freilassung ist das, was die einen befürchten und die Gnade für eine menschliche Existenz nach langer Buße das, was die anderen erhoffen. Wer wollte hier urteilen im Namen einer Gerechtigkeit?

mir scheint ....

unsere amerikanischen Freunde haben andere Maßstäbe bei Gefängnisstrafen
.
die Chance als hierzulande Inhaftiert auf Bewährung frei zu kommen, wie Christian Klar,
und viele andere, scheint um ein vielfaches größer

Nicht das Alter, sondern die

Gesinnung ist entscheidend fuer eine Begnadiging.

"Nach Jahrzehnten im Gefängnis hat er die Fehler, die ihn zur Ermordung von Senator Kennedy veranlasst haben, immer noch nicht behoben."

Waere fuer mich auch ein Grund der Begnadigung nicht zuzustimmen.

Wie wurde denn der Mörder…

Wie wurde denn der Mörder von Robert Kennedy verurteilt, zuerst Todesstrafe dann umwandlung auf Lebenslang. Und warum sollte er dann freikommen, selbst auf Bewährung?

Die Welt mit einem Präsidenten Kennedy

Wie hätte sich die Welt verändert unter einem Präsidenten Robert Kennedy ?

  • Mit großer Wahrscheinlichkeit kann angenommen werden, dass er das Vietnam-Drama früher beendet hätte.
  • Kennedy stand zu Israel, aber ihm wäre eine Friedensinitiative zuzutrauen gewesen, die beide Seiten an einen Tisch und zu einem Kompromiss gebracht hätte.

    Innenpolitisch wären die Spannungen aus der Rassenfrage aufgrund von Reformen entschärft worden und die Sozialreformen aus der Roosevelt-Ära ergänzt worden. All das passierte nicht und das ist neben der menschlichen Tragödie um den Tod von Robert Kennedy und das Leben seiner Familie die gesellschaftliche und politische Dimension des Attentats.
  • Völlig unterschiedliche Ansichten (und „Standpunkte“)

    „Gouverneur Newsom ist der Ansicht, dass [der Mörder Robert Kennedys] immer noch eine "Bedrohung für die öffentliche Sicherheit" darstelle und sich weigere, "seine Verantwortung für dieses Verbrechen zu übernehmen"
    „Sirhan fehle es an der "nötigen Klarheit, um ihn davon abzuhalten, die gleichen gefährlichen Entscheidungen wie in der Vergangenheit zu treffen"
    „Die Witwe von Robert F. Kennedy, und sechs ihrer insgesamt elf Kinder zeigten sich in einer gemeinsamen Mitteilung "zutiefst erleichtert" über Newsoms Entscheidung“
    ./.
    „Zwei Kennedy-Söhne hatten sich dagegen für Sirhans Freilassung ausgesprochen. Robert F. Kennedy Jr. schrieb im August an das Bewährungsgremium, dass er glaube, sein Vater hätte Sirhans beeindruckende Rehabilitation anerkannt, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Douglas Kennedy erklärte demnach, Häftlinge sollten freigelassen werden, wenn sie nicht länger eine Bedrohung für sich oder andere darstellten“
    Welche Seite richtig liegt, weiß nur Sirhan selbst.

    Wenn in ähnlich gelagerten Fällen ...

    .. ebenso entschieden wurde und wird, ist die Entscheidung nachvollziehbar. Ansonsten kann von einem Politisch- Gesellschaftlichen "Kennedybonus" ausgegangen werden.
    ... gleiches Recht für alle ... eine weltweite Utopie.

    Ob das

    nach 50 Jahren noch Sinnvoll ist, wage zu bezweifeln.
    Aber in den USA ist immer alles anders, was nicht bedeutet, das es auch besser ist, eher nicht würde ich sagen.

    @Sisyphos3 um 09:33

    >> mir scheint .... unsere amerikanischen Freunde haben andere Maßstäbe bei Gefängnisstrafen
    .
    die Chance als hierzulande Inhaftiert auf Bewährung frei zu kommen, wie Christian Klar, und viele andere, scheint um ein vielfaches größer <<
    .
    Es scheint nicht nur so, es ist so!
    Kann man sich darüber streiten, was da besser ist - es gibt gute Gründe für die Sichtweise in D.
    .
    Ob ein verurteilter mehrfacher Mörder wie Christian Klar (oder andere aus der RAF Szene, wie Brigitte Mohnhaupt; Auszug aus Wikipedia: „Nach ihrer Verhaftung 1982 wurde sie wegen neunfachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs zu fünfmal lebenslanger Freiheitsstrafe und zusätzlich 15 Jahren verurteilt. Am 25. März 2007 kam sie aus der Haft frei.“) jemals wieder aus dem Gefängnis hätte rauskommen dürfen, nach all dem Leid, das er den Angehörigen der Ermordeten zugefügt hat? Ich meine nein, aber es ist meine eigene Meinung, die Rechtssprechung sieht es hier halt anders.

    Mein Irrtum

    Der amerikanische Strafvollzug kann sehr hart sein. Der krasse Gegenentwurf dazu ist die deutsche Justiz. 50 Jahre in Haft in Deutschland? Undenkbar. Hierzulande wird gar zu gerne und gar zu oft die Haftstrafe auf Bewährung ausgesetzt. Aber nicht genug damit: Bewährungsstrafen können durch das Gericht mehrmals verhängt werden – gestapelt sozusagen. Und ich dachte immer, wer während der Bewährung straffällig wird, muss einsitzen. Irrtum meinerseits.

    Richtig

    Mord bleibt Mord und dafür lebenslange Haft ist angemessen.
    In Texas würde er nicht mehr leben

    Rehabilitation und Strafen in den USA

    Todesstrafe in lebenslange Strafe umzuwandeln hat eine absurde Dimension, wenn man die Urteile zu mehrfach zu lebenslanger Haft von Einzeltätern betrachtet. 300 Jahre Haft- so alt wird kein Mensch, ist nicht mal Bestandteil in unserer europäischen Rechtsprechung und Weltbild. Man verhängt lebenslang, man prüft nach 15 Jahren (in anderen Ländern andere Maßnahmen) und lässt jemanden frei. Der alte Mann wird seinen Lebensabend im Knast verbringen- sieht man die Mordtat im Umfeld seiner terroristischen Motive und nimmt das Leid der Angehörigen des Opfers- dann haben die USA knallhart, rigoros und unerbittlich gezeigt, dass Terror und Mord keine Gnade kennen. Man kann da moralisch und ethisch nach Grenzen und Toleranz fragen. Resozialisierung für Sirhan ist damit als Chance ausgeschlossen. Vielleicht will man auch verhindern, dass er von aktiven IS und Terrorgruppen als Märtyrer und Held gefeiert wird, wenn er jemals rauskommen sollte. New York 2001 wirkt hier auch mit.

    @ 09:45 Uhr von Cosmopolitan_Citizen --- Nur wie ?

    "Mit großer Wahrscheinlichkeit kann angenommen werden, dass er das Vietnam-Drama früher beendet hätte"
    -
    Die Frage ist, wie hätte Robert Kennedy das machen wollen ?
    -
    Die Vietnam-Erzählung ist bis zum heutigen Tag einseitig. Anstatt die geopolitischen Aspekte und die Grausamkeiten der Kriegsführung auf beiden Seiten zu bewerten, werden die Bilder, die (nur) der freie Journalismus des Westens eingefangen hat, anstelle der realistischen Aufarbeitung gesetzt. Vor allem von Leuten, welche „Vietnam“ und Ho-Chi-Minh zu einem Poster-Mythos stilisiert haben oder eine "einseitige" Geschichtsschreibung verfolgen.
    -
    Hätte Kennedy I sich der Hilfe für Süd-Vietnam verweigern sollen, als der kommunistische Norden anstelle einer demokratischen Entscheidung (die er verloren hätte) eine gewaltsame Wiedervereinigung unter Hammer und Sichel anstrebte. Hätte Kennedy II einfach die GI’s abgezogen und die Nordvietnamesen machen lassen ?

    10:31, Louis2013

    >>. Hierzulande wird gar zu gerne und gar zu oft die Haftstrafe auf Bewährung ausgesetzt.<<
    .
    Freiheitsstrafen unter zwei Jahren können zur Bewährung ausgesetzt werden.
    .
    >> Aber nicht genug damit: Bewährungsstrafen können durch das Gericht mehrmals verhängt werden – gestapelt sozusagen.<<
    .
    Ich glaube, da haben Sie etwas falsch verstanden.
    .
    >>Und ich dachte immer, wer während der Bewährung straffällig wird, muss einsitzen. Irrtum meinerseits.<<
    .
    Kein Irrtum Ihrerseits. Allerdings stehen Ihre Sätze mit den vorhergehenden in keinem logischen Zusammenhang.

    Nach meinem Wissen

    ist es in Deutschland ja so, wenn die Zeit abgelaufen ist, aber noch weiter eine Gefahr von der inhaftierten Person ausgehen sollte, kommt es zur Sicherungsverwahrung.
    In wie fern noch eine Gefahr von dem 77 jährigen, der Robert Kennedy ermordet hat aus geht, das kann ich nicht beurteilen.

    09:33, Sisyphos3

    >>mir scheint ....
    unsere amerikanischen Freunde haben andere Maßstäbe bei Gefängnisstrafen
    .
    die Chance als hierzulande Inhaftiert auf Bewährung frei zu kommen, wie Christian Klar,
    und viele andere, scheint um ein vielfaches größer<<
    .
    Ihre Bewunderung für das US-Justizsystem ist unübersehbar. Ich hingegen finde es höchst fragwürdig.

    @Cosmopolitan_Citizen, 09:45

    „Wie hätte sich die Welt verändert unter einem Präsidenten Robert Kennedy ?

    Mit großer Wahrscheinlichkeit kann angenommen werden, dass er das Vietnam-Drama früher beendet hätte.
    .
    Der beste „Spruch“, den ich im Zusammenhang mit dem Vietnam-Krieg gelesen habe, ist meiner Ansicht nach immer noch der von Muhammad Ali (der die ihm dafür entstandenen Konsequenzen bzw. erheblichen persönlichen Nachteile in Kauf genommen hat):
    Er sähe nicht ein, warum er gegen die Vietnamesen kämpfen solle, sie hätten ihm nichts getan.
    .
    Damit hat er m.E. den ganzen Irrsinn, der diesem ebenso gigantischen wie unfassbaren Verbrechen zugrunde liegt aufs Trefflichste auf den Punkt gebracht.

    lehnte diese aber ab.

    Dan ke. Gut un d richtig so.
    Ich wünschte mir hier bei uns auch solche Urteil für Mörder.

    was nicht bedeutet, das es auch besser ist

    von wenigfahrer@
    Aber wenn Mörder so wie Degowski und Rösner oder der Mörder von Jakob von Metzler freikommen ist das für Sie ok?

    Für mich muss lebenslang auch lebenslang dauern.

    Am 14. Januar 2022 - 10:31 Uhr von Louis2013

    Zitat: Der amerikanische Strafvollzug kann sehr hart sein. Der krasse Gegenentwurf dazu ist die deutsche Justiz. 50 Jahre in Haft in Deutschland?Undenkbar.
    .
    Wikipedia (mit aller Vorsicht): "Bekannte Extremfälle sind zum Beispiel Heinrich Pommerenke, der nach 49 Jahren Haft 2008 in einem Justizvollzugskrankenhaus verstarb, der sogenannte „Mittagsmörder“, der 2015 nach fast 50 Jahren aus der Haft entlassen wurde, und Hans-Georg Neumann, bei dem 2021 nach 59 Jahren Haft die Freilassung auf Bewährung angeordnet wurde."

    Am 14. Januar 2022 - 10:53 Uhr von Pax Domino

    Zitat: In Deutschland max. 15 Jahre ( ohne Sicherungsverwahrung ) In den USA Lebenslänglich , heißt nun mal Lebenslänglich und das ist GUT so.
    .
    Beide Behauptungen entbehren jeder sachlichen Grundlage.

    Ihm muss damals klar gewesen sein das er nie wieder frei kommt

    M.M.n. richtige Entscheidung des Senators. Einem ursprünglich zum Tode verurteilten kann und darf nicht wieder frei kommen. Das das Urteil später in lebenslang umgewandelt wurde ist damit schon entschärft worden. Ich bin der Meinung, dass wenn jemand vorsätzlich einen anderen Menschen tötet sein Recht auf frei zu sein damit erlischt. Erst recht wenn er immer noch nicht nach 5 Jahrzehnt die Tat nicht als das was es ist/war einsieht oder aufarbeitet. Auch finde ich, dass z.B. 15 Jahre für vorsätzlichen Mord viel zu wenig sind in Deutschland. Und dazu kommt noch, dass oft Derjenige nach der Hälfte oder 2/3 der Strafe wieder frei kommt. Sicher sind Viele hier anderer Meinung. Aber ich finde, dass bei vorsätz. Mord der "Spass" aufhört. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen wenn nach 10 oder weniger Jahre derjenige dir über den Weg läuft. Bei Kindesmissbrauch sieht es noch schlimmer aus. Meist kommen die Täter mit Geldstrafe oder Bewährung davon. Aber das ist ein anderes Thema.

    10:53 Uhr von Pax Domino


    In Deutschland max. 15 Jahre ( ohne Sicherungsverwahrung )
    In den USA Lebenslänglich , heißt nun mal Lebenslänglich und das ist GUT so.


    So ist es in Deutschland selbstverständlich nicht … max. 15 Jahre für Mord. «Lebenslang» ist das Strafmaß für Mord. Nach frühestens 15 Jahren kann der / die Verurteilte eine verkürzte Strafzeit beantragen. Beantragt das wer nicht, dann bleibt man im Gefängnis.

    Die durchschnittliche Haftdauer bei «lebenslang» ist ≈ 21 Jahre.
    Kommt «besondere Schwere der Schuld» hinzu, ist der Durchschnitt ≈ 26 Jahre. Die min. Antragsfrist steigt hierbei von 15 auf 20 Jahre.

    Ist der Durchschnitt 21 Jahre, dann muss es auch welche geben, die für Mord länger als 21 Jahre einsitzen. Und so ist es selbstverständlich dann auch. Manche sitzen bis zu ihrem Tod in hohem Alter im Gefängnis. Wie der etwa 30-jährige Mann, der nach einem eher kleinen Raub im Zugabteil die Frau anschließend daran vorsätzlich aus dem fahrenden Zug stieß.

    Am 14. Januar 2022 - 09:33 Uhr von Sisyphos3

    Zitat: mir scheint .... unsere amerikanischen Freunde haben andere Maßstäbe bei Gefängnisstrafen--- die Chance als hierzulande Inhaftiert auf Bewährung frei zu kommen, wie Christian Klar,---und viele andere, scheint um ein vielfaches größer
    .
    Ist Ihnen entgangen, dass die Bewährungskommission die Freilassung auf Bewährung empfohlen hatte? Sind deren Mitglieder nicht auch "amerikanische Freunde"?
    .
    Der größte Unterschied zwischen den beiden Rechtssystemen scheint mir zu sein, dass bei uns ein unabhängiges Gericht über die Bewährung entscheidet, ohne dass irgendein Politiker dazwischen krätschen kann.

    Kennedys Mörder kommt nicht frei?

    Das ist eine richtige Entscheidung.
    Allein, dass Mord mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen ist, statt mit der Todesstrafe ist ein zivilisatorischer Fortschritt.
    Die lebenslange Freiheitsstrafe bei Mord ist stets verhältnismäßig. Es ist überhaupt nicht davon auszugehen, dass jemand der Mord, als Mittel der Konfliktlösung angewendet hat, davon in Zukunft davon absehen kann.. Es ist davon auszugehen, dass in anderen Situationen sich Mord wiederholen würde. Da es sich hier auch noch um einen Mord, wegen politischer Motive handelt, ist gerade nicht von einer Umkehr auszugehen. Ein Mörder wird seine Emotionen die ein politischer Gegner auslöst, nicht in den Griff bekommen. Zudem sollen politische Einstellungen eine Tat nicht relativieren. Denn in einer Demokratie hat man die Würde andere Ansichten zu erdulden!

    Selbstverständlich möchte der Gefangene aus dem Gefängnis entlassen werden. Das aber alleine kann für eine Freilassung nicht ausreichen.

    11:00 Uhr von Naturfreund 064


    In wie fern noch eine Gefahr von dem 77 jährigen, der Robert Kennedy ermordet hat aus geht, das kann ich nicht beurteilen.

    In Feuerwaffenwahn Country USA können sich auch 77-jährige recht einfach eine Schusswaffe besorgen (lassen). Charles Manson der Irre hat auch nie irgendetwas bereut bis zu seinem Lebensende im Gefängnis. Seine Groupies, die die Taten ausführten, auch nicht. Und die sitzen auch noch alle im Knast.

    Manche wären wohl auch nach 100 Jahren Knast noch genau so fanatisch und unbelehrbar wie am Tag der Tat selbst. Über Mr. Sirhan Sirhan weiß ich nichts. Aber wenn er so wirr ist wie sein Name …

    11:01 Uhr von fathaland slim

    >>“Ihre Bewunderung für das US-Justizsystem ist unübersehbar. Ich hingegen finde es höchst fragwürdig.“<<
    .
    Ich finde es besser als bei und denn bei uns wäre der Kandidat nach 15 Jahren vielleicht wieder draußen. Überhaupt habe ich das Gefühl das wir hier in Deutschland mehr und mehr aus Tätern Opfer machen (schwere Kindheit und so) und nach den eigentlichen Opfern fragt bei uns keiner mehr. Zu Not machen die Täter was auf zermatschte Birne (habe Stimmen gehört..) wie der Dreifachmörder aus Würzburg und ein Fall zuvor und alles ist geritzt.

    @ Louis2013

    >>Und ich dachte immer, wer während der Bewährung straffällig wird, muss einsitzen. Irrtum meinerseits.<<

    Das ist definitiv ein Irrtum ihrerseits. Es gibt unzählige Menschen mit Bewährungsstrafen (gerade im Drogen-Milieu), bei denen aber nicht die Bewährung bei erneuter Straffälligkeit direkt widerrufen wird. Unter anderem liegt es daran, dass die deutsche Justiz überhaupt nicht die Plätze in den Vollzugsanstalten hat, um hier eine konsequente Haltung zu haben.
    Daher wird zum Beispiel ein großer Unterschied gemacht, ob ich in dem Deliktsfeld erneut auffällig werden, für das ich die Bewährung erhalten habe oder ob ich in einem anderen Bereich dann zum Beispiel erstmalig straffällig werde.
    Die pauschale Widerrufung der Bewährung bei erneuter Straffälligkeit ist sowohl falsch, wie auch selten

    Bei uns müssten die Gutachter..

    Ich muss diesen amerikanischen Fall gegen unsere, meiner Meinung nach zu lasche, Justiz spiegeln. Ich wäre dafür das die Gutachter, die dafür verantwortlich sind das ein Kandidat früher rauskommt, wenn dieser dann wieder was anstellt, dafür zur Rechenschaft gezogen und selbst vor Gericht gestellt würden. Außerdem sollte unser Strafvollzug eine abschreckend Wirkung haben und nicht Sterneurlaub auf Staatskosten sein.

    @ K.Napf

    Wie wurde denn der Mörder von Robert Kennedy verurteilt, zuerst Todesstrafe dann umwandlung auf Lebenslang. Und warum sollte er dann freikommen, selbst auf Bewährung?

    Sirhan wurde 1969 zum Tode verurteilt. 1972 wurde die Todesstrafe in Kalifornien abgeschafft und alle Todesurteil wurden in Lebenslänglich umgewandelt.

    11:01 Uhr von fathaland slim

    Ihre Bewunderung für das US-Justizsystem ist unübersehbar. Ich hingegen finde es höchst fragwürdig.
    --------------

    .
    gelegentlch frage ich mich schon wie sie auf so ne absurde Idee kommen
    oder wollen sie andere Forenteilnehmer nur beleidigen ?
    Ich finde die Strafen in den USA unter aller Kanone und den Strafvollzug ohnehin
    das mal zu ihrer Orientierung

    10:50 Uhr von MehrheitsBürger

    Hätte Kennedy II einfach die GI’s abgezogen und die Nordvietnamesen machen lassen ?
    .............
    .
    wurde das nicht ein paar Jahre später durch Nixon und Kissinger gemacht ?
    Hätte einige Menschenleben weniger gekostet ....

    10:31, Louis2013

    >>Und ich dachte immer, wer während der Bewährung straffällig wird, muss einsitzen. Irrtum meinerseits.<<
    .
    Das ist nur in Berlin so. Wegen überfüllter Gefängnisse werden Straftäter bei kleineren Straftaten wieder laufen gelassen und selbst Typen die unter dem Verdacht eine Vergewaltigung begangen zu haben stehen, können wieder bis zur Verhandlung nach Hause gehen wenn Sie einen festen Wohnsitz nachweisen können und keine Fluchtgefahr besteht. Alles also halb so wild für die Täter.

    10:46 Uhr von SirTaki

    >>“Resozialisierung für Sirhan ist damit als Chance ausgeschlossen.“<<
    .
    Nach 50 Jahren Knast? (Die der Typ sich nebenbei selbst eingebrockt hat).

    eigentlich ne Frechheit

    für die Bemerkung Zitat :
    >unsere amerikanischen Freunde haben andere Maßstäbe bei Gefängnisstrafen<
    unterstellt zu bekommen, man würde das für gut (oder schlecht) halten
    das ist ne absolut wertneutrale Feststellung

    10:46 Uhr von SirTaki


    Der alte Mann wird seinen Lebensabend im Knast verbringen- sieht man die Mordtat im Umfeld seiner terroristischen Motive und nimmt das Leid der Angehörigen des Opfers- dann haben die USA knallhart, rigoros und unerbittlich gezeigt, dass Terror und Mord keine Gnade kennen.

    Das Leid der Opfer als Angehörige eines Ermordeten ist sowieso immer da. Es vergrößert sich nicht, wenn der Täter nach 50 Jahren aus der Haft entlassen werden würde. Aber über Mr. Sirhan Sirhan weiß ich gar nichts. Evtl. ist es im Sinn von Sicherheit der Gesellschaft auch besser so, dass er nicht frei kommt.

    Eine unerbittliche Gesellschaft ohne Gnade verhärtet im Herzen. Für die Straftäter selbst ist eine sehr lange Gefängnisstrafe eine härtere Strafe als die Hinrichtung. Nach dem Tod ist für die Toten Leiden und Strafe vorbei. So ist das auch für hingerichtete Mörder. Ein zu unerbittliches Justizsystem besänftigt nicht, sondern befeuert nur Rufe nach Rache. Das ist niemals eine gute Sache.

    @ Pax Domino

    In Deutschland max. 15 Jahre ( ohne Sicherungsverwahrung )
    In den USA Lebenslänglich , heißt nun mal Lebenslänglich und das ist GUT so.

    Zwei Fehler.
    Eine lebenslange Haftstrafe dauert in Deutschland nicht maximal 15 Jahre, sondern mindestens 15 Jahre. Danach kann (!) sie zur Bewährung ausgesetzt werden. Durchschnittlich beträgt die Haftdauer über 20 Jahre.
    Zweitens kann selbstverständlich auch in den USA ein lebenslang Verurteilter auf Bewährung frei gelassen werden oder auch begnadigt werden.

    Kennedys Mörder Sirhan

    Wer den Täter auch gedungen haben mag, ist nie nachgewiesen worden. Stand der Mord im Auftrag eines Staates oder einer Terrororganisation, sind die Spuren wohl längst verschwunden. Ich habe den Prozess und die langjährigen Anträge auf Entlassung nur am Rande wahrgenommen. Ein Täter in diesem Alter hat lange genug Zeit gehabt, seine Reue zu zeigen. Ob die Politik und Justiz der Verwaltung die Ansicht teilen, man könne nach 50 Jahren entlassen, ist also auch vom amtierenden Gouverneur abhängig. Ich habe bei dem Strafgesetz der USA und den immer wieder auftauchenden rassistischen Tendenzen nicht den Eindruck, dass es an mancher politischen Schaltstelle den Willen geben könnte, nach Jahrzehnten eine Entlassung zu erwägen. Flankiert wird das mit den weltweit umstrittenen und kritisierten Maßnahmen in Guantanamo. Man muss in Europa nicht alles verstehen, was in den USA abläuft. Ich habe dazu ein sehr gespaltenes Verhältnis bekommen. Amerikanische Justiz ist nicht mein Weltbild.

    11:01 Uhr von fathaland slim

    "Ich hingegen finde es höchst fragwürdig."
    Ich schließe mich Ihnen an. Man muß nur einmal schauen, wer (und mit welcher Hautfarbe vorwiegend) in den privatisierten und gewinnorientierten Gefängnissen der USA einsitzt. In einem Fernsehbericht wurde das "moderne Sklaverei" genannt.
    Es kommt auch immer wieder zu Fehlurteilen und Unschuldigen gelingt es kaum, ihre Unschuld zu beweisen. Bleiben diese dann "stur" und beharren auf ihre Unschuld, so wird das als Uneinsichtigkeit interpretiert und eine frühzeitige Entlassung so verunmöglicht.

    Hier wird das Urteil Lebenslänglich"

    eben wörtlich genommen. Aus meiner Sicht nicht verwerflich für einen "MORD".
    Hier bei uns ist man nach 15 Jahren wieder auf dem freien Fuß.
    Was das mit dem Begriff lebenslänglich zu tun hat, denn der wird auch bei uns verwendet, das ist für mich nicht nachvollziehbar.

    13:46 Uhr von eine_anmerkung.

    >> Ich wäre dafür das die Gutachter, die dafür verantwortlich sind das ein Kandidat früher rauskommt, wenn dieser dann wieder was anstellt, dafür zur Rechenschaft gezogen und selbst vor Gericht gestellt würden.<<

    Und wenn ein Kandidat nicht früher rauskommt, und nach absitzen seiner Strafe wieder etwas anstellt? Dann stellen Sie den damaligen Richter vor Gericht, weil er keine längere Haftstrafe ausgesprochen hat?

    13:37, eine_anmerkung.

    Es hat keinen Sinn, mit Leuten zu diskutieren, die eine Täter-Opfer-Umkehr in Deutschland behaupten und am liebsten Gefangene bei Wasser und Brot einsperren und den Schlüssel wegwerfen würden.
    .
    Ich bin heilfroh, daß wir in einem zivilisierten Land leben, in dem solcherart Positionen lange überwunden sind.

    @eine_anmerkung, 13:46


    Außerdem sollte unser Strafvollzug eine abschreckend Wirkung haben und nicht Sterneurlaub auf Staatskosten sein.

    "Sterneurlaub auf Staatskosten"
    Merken Sie eigentlich nicht, wie Sie sich versteigen?

    14:37, frosthorn

    >>@eine_anmerkung, 13:46
    .
    „Außerdem sollte unser Strafvollzug eine abschreckend Wirkung haben und nicht Sterneurlaub auf Staatskosten sein.“
    .
    "Sterneurlaub auf Staatskosten"
    Merken Sie eigentlich nicht, wie Sie sich versteigen?<<
    .
    Außerhalb der ganz, ganz rechten Szene löst so etwas nur brüllendes Gelächter aus.

    13:21 Uhr von falsa demonstratio - 09:33 Uhr von Sisyphos3

    Zitat: mir scheint .... unsere amerikanischen Freunde haben andere Maßstäbe bei Gefängnisstrafen--- die Chance als hierzulande Inhaftiert auf Bewährung frei zu kommen, wie Christian Klar,---und viele andere, scheint um ein vielfaches größer
    .
    Ist Ihnen entgangen, dass die Bewährungskommission die Freilassung auf Bewährung empfohlen hatte? Sind deren Mitglieder nicht auch "amerikanische Freunde"?
    .....................

    wie hoch sind denn die üblicherweise verhängte Strafen in den USA
    auch so hoch wie bei uns
    und wie viele Bundesbürger sind hierzulande inhaftiert ? ... 69 auf 100.000
    wie viele US Bürger in den USA ? .... 640 auf 100.000
    .
    im übrigen sitzt der Straftäter seit 50 Jahren bereits im Gefängnis
    toll dass die Kommission sich jetzt durchringen konnte für ne Freilassung

    Am 14. Januar 2022 - 15:22 Uhr von Sisyphos3

    13:21 Uhr von falsa demonstratio - 09:33 Uhr von Sisyphos3

    Zitat: wie hoch sind denn die üblicherweise verhängte Strafen in den USA auch so hoch wie bei uns und wie viele Bundesbürger sind hierzulande inhaftiert ? ... 69 auf 100.000
    wie viele US Bürger in den USA ? .... 640 auf 100.000.... im übrigen sitzt der Straftäter seit 50 Jahren bereits im Gefängnis toll dass die Kommission sich jetzt durchringen konnte für ne Freilassung

    .
    Die werden das sicher alles besser wissen als ich. Das war aber auch nicht mein Thema und Ihre "Antwort" hat mit meinem Posting nchts zu tun.

    13:49, Sisyphos3

    >>11:01 Uhr von fathaland slim
    Ihre Bewunderung für das US-Justizsystem ist unübersehbar. Ich hingegen finde es höchst fragwürdig.
    --------------
    .
    gelegentlch frage ich mich schon wie sie auf so ne absurde Idee kommen
    oder wollen sie andere Forenteilnehmer nur beleidigen ?
    Ich finde die Strafen in den USA unter aller Kanone und den Strafvollzug ohnehin
    das mal zu ihrer Orientierung<<
    .
    Ich bitte vielmals um Entschuldigung, wenn ich Ihnen Unrecht getan habe. Ich meine ich allerdings zu erinnern, auch von Ihnen schon Begriffe wie „Kuscheljustiz“ gelesen zu haben, wenn es um den deutschen Strafvollzug ging.

    15:17 Uhr von fathaland slim 14:37, frosthorn@anmerkung, 13:46

    "Sterneurlaub auf Staatskosten"
    ..................
    .
    Ansichtssache
    wenn eine Person XY aus ner Ecke der Welt kommt, wo man üblicherweise zu 5 in ner 10 qm Hütte lebt
    und das Essen aus nem Teller Hirse oder Reis besteht
    Baden kann, nen Fernseher hat und eine geheizte Bude .....
    vielleicht, üblicherweise wohl eher nicht
    -
    Dann gilt zu beachten ein Strafgefangener kostet die Gesellschaft 140 Euro/Tag

    @Pax Domino

    "Am 14. Januar 2022 - 10:53 Uhr von Pax Domino
    In Deutschland max. 15 Jahre ( ohne Sicherungsverwahrung )

    In den USA Lebenslänglich , heißt nun mal Lebenslänglich und das ist GUT so."

    Es ist eine ziemlich gute Idee, den Artikel, den man kommentiert, auch zu lesen.
    Es geht um den Bewährungsantrag des Verurteilten. Wenn lebenslänglich auch lebenslänglich hieße, hätte er keinen Bewährungsantrag stellen können.

    Ob Sirhan tatsächlich noch eine Gefahr wäre für die Allgemeinheit, kann ich nicht (und auch sonst keiner hier) beurteilen. Aber wer denkt, man müsse Strafgefangene nur so unmenschlich wie möglich behandeln, dann wäre auch alles gut , sei gesagt, Norwegen hat das humanste Vollzugssystem der Welt. Höchststrafe ist 21 Jahre (außer Maßregelvollzug). Der Strafvollzug ist konsequent auf Resozialisierung ausgerichtet, mit Gefängnissen, die tatsächlich so einiges an Komfort zu bieten haben. Ergebnis: mit 20 % die niedrigste Rückfallquote der Welt und die USA?

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