Kommentare - Neuer Missbrauchsfall belastet katholische Kirche

12. Januar 2022 - 10:50 Uhr

Laut BR und Correctiv gibt es einen weiteren Missbrauchsfall in der katholischen Kirche. Es geht um einen Priester, der trotz früherer Straftaten unbehelligt mit Kindern arbeiten konnte. Die Kirche vertuschte zudem Hinweise auf neue Übergriffe.

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Kommentare

Taten verharmlost

Ein Haufen alter Männer , die an ihrer Macht kleben und alle in einer anderen Welt leben und für die ein rechtsfreier Raum normal ist. Warum wird dagegen nicht vorgegangen?

Ich denke, es wird Zeit, da…

Ich denke, es wird Zeit, da mal ein Exempel zu statuieren.
Nicht nur den Priester, sondern den ganzen Laden anklagen.
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Und die Kirche täte gut daran, sich dieser Klage anzuschließen und vollumfänglich zu kooperieren. Mit ALLEN Archieven und zur Verfügung stehenden Mitteln.
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Ich würde meine Kindern heute wohl kirchenverbot erteilen. Zu gefährlich.
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Ein gesamtgesellschaftliches Problem,

das demzufolge auch die Kirchen genauso wie auch alle anderen Organisationen betrifft. Ich kenne einen ehemaligen Messdiener, nein, jetzt kommt nicht das, was Sie vielleicht denken, der ging auf eine öffentliche (nicht-kirchliche) Förderschule, die mit allen Genehmigungen von den Schulbehörden von einem Mann gegründet worden war, der einschlägig wegen Missbrauchs von Jugendlichen vorbestraft war. Und der hat dann auch genauso auf dieser Schule weitergemacht. Es hat niemand gestört, bis sich irgendwann die Opfer offenbarten und es zum Prozess kam. Der Prozess hat sich allerdings über Jahre hingezogen, da der Beschuldigte jeweils in die nächste Instanz ging und verzögerte. Und jetzt kommt ein weiteres gesamtgesellschaftliches Problem: Nach unserem Prozessrecht dürfen die schwer traumatisierten Opfer nicht in therapeutische Behandlung, bis die Prozesse alle abgeschlossen sind, sonst können ihre Aussagen vor Gericht nicht verwertet werden. Und andere Beweise gibt es ja nicht.

hier gibt es Handlungsbedarf!

"Die Kirche vertuschte zudem Hinweise auf neue Übergriffe."
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Hier macht sich jemand ganz klar der Mittäterschaft schuldig. Wieso schaltet sich da nicht die Staatsanwaltschaft ein? Wieso gibt es noch ein vom weltlichen getrenntes Kirchenrecht und wieso steht dies über geltendes gesetzliches Recht? Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter!

@Alter Brummbär um 11:03

>> Taten verharmlost: Ein Haufen alter Männer, die an ihrer Macht kleben und alle in einer anderen Welt leben und für die ein rechtsfreier Raum normal ist. Warum wird dagegen nicht vorgegangen? <<
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Also verharmlost werden solche Taten, wenn sie heute in die Öffentlichkeit gelangen, nicht mehr (früher wurde dies oftmals verschwiegen, leider!).
Die Kirchen (beide christliche Konfessionen) sind dabei, die Missbrauchsfälle aufzuarbeiten, was auch mühsam ist.
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Schreckliche Missbrauchsfälle kommen, soviel ich in den Nachrichten mitbekomme, doch eher im familiären Bereich (oder Bekanntenkreis) vor. Auch da wird viel vertuscht, muss nach Bekanntwerden solcher Fälle auch hart vorgegangen werden.
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Sexuelle Gewalt wird es wohl solange geben, solange Menschen existieren - bitte verstehen Sie dies nicht als Verharmlosung, ich bin bei nachgewiesenen Vergehen absolut für harte Bestrafungen! Aber ganz eliminieren lässt sich diese Art von Gewalt leider nicht, denke ich.

Ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Ach ja, vielleicht als Nachtrag: Das ist nicht vor 20-30 Jahren passiert (wie die Fälle in der Kirche), sondern in diesem gerade erst begonnen Jahrzehnt. Die staatlichen Behörden, Sportvereine, Familien usw. schlafen auch heute noch alle bzgl. dieses schwerstwiegenden Problems. Und die Bevölkerung auch. Wer passt denn auf die Hinweise auf, die sich im Alltag ergeben? Die meisten Missbrauchsfälle finden in der Familie oder im engsten Bekanntenkreis statt. Aber niemand achtet darauf, man will ja niemandem weh tun. Man schaut darüber hinweg. Und genauso haben es auch die Kirchenverantwortlichen im letzten Jahrhundert gemacht. Nur der Rest macht es noch uneingeschränkt weiter. Es ist einfach, mit dem Finger auf Leute wegen deren Fehlverhaltens von vor 30 Jahren zu zeigen - drei Finger zeigen auf einen selbst zurück.

Der Skandal ist größer als die Kirche

Erst gestern konnte ich einen Ausschnitt eines Gesprächs von Bischof Meier mit zwei Opfern gesehen.
Die Frau sagte ungefähr "Wir waren Waisenkinder, wir hatten niemanden, mit uns konnte man das machen".
*
Das muss doch jemanden aufgefallen sein, wenn das über Jahre und Jahrzehnte ging. Auch jemanden außerhalb der Kirche.
Da haben alle weggesehen.
So ein Kind muss doch auch mal ärztlich untersucht werden. Da sieht man bestimmt etwas - bei der Anzahl der Opfer schon durch Zufall.
Dass ein Priester verurteilt wird steht doch auch in der Zeitung, bei einem Neuen in der Gemeinde interessiert sich die Gemeinde normalerweise sehr für seine Vergangenheit.
*
Es ist alles merkwürdig.
Es wird Zeit alles gründlich aufzuklären.

@Bender Rodriguez um 11:14

>> Ich denke, es wird Zeit, da mal ein Exempel zu statuieren.
Nicht nur den Priester, sondern den ganzen Laden anklagen. <<
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-> Was meinen Sie mit „Exempel statuieren?“. Und „den ganzen Laden“ anklagen? Wollen Sie die absolut große Mehrheit der Priester, die sich vorbildlich verhalten, in Sippenhaft nehmen? Ist doch fürchterlich populistisch, so eine Aussage!
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>> Und die Kirche täte gut daran, sich dieser Klage anzuschließen und vollumfänglich zu kooperieren. Mit ALLEN Archieven und zur Verfügung stehenden Mitteln. <<
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-> Ja, das sollte sie, und der Druck aus der Öffentlichkeit wird weiter wachsen, damit das so auch ist.
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>> Ich würde meine Kindern heute wohl Kirchenverbot erteilen. Zu gefährlich. <<
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-> Häh? Ist doch wieder populistisch! Ich war Ministrant in den Sechzigerjahren, nix gewesen, Kinder gehen gehen auch in die Kirche, ohne dass was passiert. Da ist der Weg dahin gefährlicher, wenn sie mit dem Fahrrad fahren.
Was wollen Sie noch alles verbieten?

@Giselbert um 11:21 Uhr, Handlungsbedarf!

"Die Kirche vertuschte zudem Hinweise auf neue Übergriffe."
Hier macht sich jemand ganz klar der Mittäterschaft schuldig. Wieso schaltet sich da nicht die Staatsanwaltschaft ein? Wieso gibt es noch ein vom weltlichen getrenntes Kirchenrecht und wieso steht dies über geltendes gesetzliches Recht? "
Ich begreife das auch nicht. Und wieso lässt die Kirche es zu, dass ihre eigenen "Angestellten" die Institution zu niederträchtigen Zwecken missbrauchen? Man könnte glauben, dass es Menschen gibt, die nur deshalb Kirchenämter anstreben, um ungestört ihrem widerwärtigen Laster frönen zu können.

Aufräumarbeiten sind überfällig

Unglaublich wie leichtfertig die Kirche noch immer mit den Missbrauchsskandalen umzugehen scheint. Es bedarf wohl eines grundlegenden Reformprozesses, der vor allem das Verhältnis der Kirche und ihrer Vertreter mit allen Fragen der Sexualität beinhalten muss, einschließlich des Zugangs der Frauen zum Priesteramt. Die Dämonisierung von Themen hat offensichtlich in einigen Bereichen zur Radikalisierung des Denkens und Handelns geführt.

Wie Bitte? @11:32 Uhr von Tada

>>>So ein Kind muss doch auch mal ärztlich untersucht werden. Da sieht man bestimmt etwas - >>>

Wird ein Kind bei Standard Untersuchungen einfach so auf anale oder vaginale Verletzungen untersucht?
Kann ein Arzt erzwungenen Oralverkehr erkennen?
Schicken Mißbraucher ein Kind zum Arzt nachdem Sie es verletzt haben?

11:18 Uhr von Autograf

will einer behaupten Mißbrauch kommt nur in Kirchen (speziell der katholischen) vor
Da ist jede Schule in wohl gleichem Umfang betroffen, jeder Sportverein, jede Jugendfreizeit - in jeder Familie
aber man hat sich eben gerade auf die Kirche eingeschossen ...

Wolf

Warum fragst du das alles? Steht dich alles in meinem Text.
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Das Exempel besteht darin, den kompletten Laden zu verklagen. Nicht nur den einen Priester. Denn nur das erhöht den Druck, bei der Aufarbeitung mit zu machen, und nicht nur das Baurrnopfer zu liefern.
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Und nein, da ist nichts populistisches dabei. Du würdest deine Kinder auch nicht mit Munition spielen lassen, auch wenn einige Kinder das früher gemacht haben. Oder meinst Du, es ist populistische, weil ich die gesamte Kirche Anklage?
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Nein, auch das ist es nicht.
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Nicht umsonst gibt es Gesetze gegen vertuschen von Straftaten, Gesetze gegen Mitgliedschaft in terroristischen oder Kriminellen Organisationen.
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Vielleicht wissen die Kirchen das nicht? Aber so geht es nicht weiter.

@ 11:41 Uhr von Wolf1905

>>>Ich war Ministrant in den Sechzigerjahren, nix gewesen, Kinder gehen gehen auch in die Kirche, ohne dass was passiert. Da ist der Weg dahin gefährlicher, wenn sie mit dem Fahrrad fahren.>>>

Schon klar, dass nicht jeder Priester Kinder sexuell mißbraucht hat! Man sieht Niemanden an, wenn er ein sexueller Straftäter ist.

Es gibt übrigens auch eine beachtliche Menge von Priesterkindern. Da haben nun genügend Priester sexuelle Beziehungen zu Frauen unterhalten, verleugnen aber die Folgen davon.... über das Thema können Sie sich bei Interesse ja selbst einlesen.

11:45 Uhr von draufguckerin

Man könnte glauben, dass es Menschen gibt, die nur deshalb Kirchenämter anstreben, um ungestört ihrem widerwärtigen Laster frönen zu können.
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auch damit könnten sie Recht haben
was könnten die möglichen Gründe sein weshalb einer/eine die Jugendarbeit anstrebt ?
Ein gewisses soziales Engagement, Freude bei dem Job und vielleicht auch
(in hoffentlich Einzelfällen) .... das Ausleben seiner Triebe

Am 12. Januar 2022 - 11:47 Uhr von Sisyphos3

Nun, niemand erwartet von Ihnen ein Kommentar dazu, geschweige denn dass Sie dich mit dem Bericht beschäftigen...

Ich persl. schäme mich für den deutschen Staat, dass die Quasi Immunität der Kirche nicht endlich beendet wird....sodass die Straftaten wenigstens nach deutschem Recht gerichtlich verfolgt werden.
Die Opfer freilich bleiben mit dem Geschehen ihr Leben lang beschäftigt...traurig.

11:21 Uhr von Giselbert

wir leben doch nicht mehr im Mittelalter!
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das ist ja teil des Problems
im Mittelalter hätte sich keiner über derartiges Verhalten erregt
das war das Üblichste auf der Welt - damals

Nicht so schlimm? @11:47 Uhr von Sisyphos3

>>>aus den 90 Jahren des letzten Jahrhundert
Alle Achtung !
ne brandneue Sache>>>

Wenns "verjährt" ist, kein Ding? Weil jetzige Priester bestimmt nicht mehr so sind wie damalige?

@Bender Rodriguez um 11:14

>> …Ich würde meine Kindern heute wohl kirchenverbot erteilen. Zu gefährlich. <<
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-> noch im Nachtrag zu meinem vorherigen Post: würden Sie Ihren Kindern dann auch die Mitgliedschaft in einem Sportverein verbieten? Zu gefährlich?
Da gibt’s leider auch immer wieder mal Missbrauchsfälle.
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Viel besser ist es doch, so ein gutes Verhältnis zu seinen Kindern zu haben, dass sie offen mit den Eltern reden - dann könnten Betroffene reagieren!

11:55 Uhr von Kristallin

Es gibt übrigens auch eine beachtliche Menge von Priesterkindern. Da haben nun genügend Priester sexuelle Beziehungen zu Frauen unterhalten, verleugnen aber die Folgen davon....
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immerhin übernimmt die katholische Kirche die Alimente dieser "Fehltritte"
im übrigen Leben steht bekanntlich nicht jeder (Nichtpriester) dazu und zahlt

Straftaten

Solche Straftaten in einer anderen zivilgesellschaftlichen Einrichtung/Organisation hätte längst zu deren Schließung geführt.

Ein Sumpf

Kindesmißbrauch ist das eine, schlimm genug.
Schlimmer noch ist das Leid was vielen 10.000, insbesondere Frauen, angetan wurde die auf Scheiterhaufen verbrannt wurden, nachdem sie gequält und "peinliche Befragungen" über sich ergehen lassen mussten. Ich kenne die kath. Kirche nur als einen verbrecherischen Verein, der Kinder und Jugendliche erpresst, einschüchtert, Strafen androht und belügt, um ihre Herrschaft aufrecht zu erhalten.
Wer vor dem Krieg als Priester Kanonen "segnet", der hat seine Glaubwürdigkeit völlig verspielt.
Was hat man zudem den Ärmsten immer wieder geraubt um diese prachtvoll ausgestattete Kirchen zu bauen. Der schlimmste Kirchenvertreter sitzt in Rom auf seinen Reichtümern und predigt Armut.
Dieser schöne positive Glauben, was haben diese "Schamanen" draus gemacht.
Jedenfalls die katholische Kirche hat ausgedient, ich brauch sie nicht. Es gibt natürlich Ausnahmen, wie immer im Leben.

11:59 Uhr von Kristallin

Wenns "verjährt" ist, kein Ding?
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habe ich das gesagt ?
das einzige das ich bemerkte war, die Sache ist nicht brandaktuell wie suggeriert wird
sondern schon 30 Jahre alt
Ob Priester so sind wie vor 30 .... 50 Jahren
kaum !
auch da wird sich einiges wie in der gesamten Gesellschaft getan haben
Beispiel ?
in meiner Schulzeit waren Ohrfeigen an der Tagesordnung,
darüber hat sich keiner erregt
heute auch noch ?

11:14 Uhr von Bender Rodriguez

Ich denke, es wird Zeit, da mal ein Exempel zu statuieren.
Nicht nur den Priester, sondern den ganzen Laden anklagen.


Tinnef. Mit angeklagt gehören persönlich Mitschuldige. Nur das ist der Weg, auch den Vorgesetzten in der Kirche klar zu machen, dass Vertuschung von Straftaten und Behinderung von Ermittlungen ebenso Straftaten sind wie der Missbrauch selbst.

Ich würde meine Kindern heute wohl kirchenverbot erteilen. Zu gefährlich.

Sie könnten Ihren Kindern beim Verbieten gleich noch Sportvereinverbot mit verordnen. Ist auch zu gefährlich, und jede Art von Kinderfreizeit mit Aufsichtspersonen ist das auch. Kindern sollte man schon das Betreten von Kirchenräumen verbieten. Es könnte der Schwarze Mann kommen, der nicht nur den Klingelbeutel dabei hat.

@Kristallin um 11:55

>> … Es gibt übrigens auch eine beachtliche Menge von Priesterkindern. Da haben nun genügend Priester sexuelle Beziehungen zu Frauen unterhalten, verleugnen aber die Folgen davon.... über das Thema können Sie sich bei Interesse ja selbst einlesen. <<
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Das ist ein Thema für die katholische Kirche (nicht die evangelische), und stillschweigend geduldet vom Vatikan (bezahlt wohl von der Kirche) - halt eine verlogene Sache, oder?
Ich kenne das Thema. Aber wenn jetzt ein Pfarrer mit der Haushälterin zwei oder drei Kinder hat, ist das doch nicht Thema von sexueller Gewalt, oder? Es ist ein Thema bzgl. Verlogenheit in der katholischen Kirche, meine ich.

@ Sisyphos3

Ich denke doch, das das Zölibat nicht gerade natürlich ist und eine gesundes Sexualleben der Priester fördert. Sicherlich gibt es in vielen gesellschaftlichen Bereichen sexuellen Missbrauch aber eben gerade besonders oft in der katholischen Kirche und dann hauptsächlich mit männlichen Opfern. Es gab da erst kürzlich auch die erschreckenden Meldungen über den Missbrauch in der französischen katholischen Kirchen.

Mittelalter @11:58 Uhr von Sisyphos3

>>>im Mittelalter hätte sich keiner über derartiges Verhalten erregt
das war das Üblichste auf der Welt - damals>>>

Wo wollen Sie denn jetzt hin? Üblich war Kindesmißbrauch nicht.
Doch Priester gingen recht selbstverständlich ins Freudenhaus, das war üblich, weil die "Hübschlerinnen" gesellschaftlich nicht zählen und Abschaum waren.
Dennoch welcher Priester lieber auf Kinder zugriff, tat es auch, Kinder von Armen, ledigen Frauen oder Weisenkinder zählten ebenfalls als nix, wenn diese starben, war das egal.

Leider verjährt ...

BUV = Beschwichtigen und Vertuschen: das Grundprinzip in der kath Kirche? Wer hinsieht und nichts unternimmt, macht sich schuldig. Das gilt natürlich zuerst für die Kirchen-Oberen. Aber digentlich auch für alle Kirchensteuer-Zahler: Das ehrliche Mittel der Wahl ist AUSTRETEN. Denn eine ehrliche Aufarbeitung seitens der Kirche sehe ich nicht - sonst wäre dieser Fall längst von der Kirche selbst ans Tageslicht befördert worden. Das ekelt mich an.

Weg Damit

Das Zölibat ist eine der Falschesten Kirchengesetze die es gibt.
Wie will ein Katholischer Priester wissen wie sich ein(e) Vater, Mutter fühlt wenn Ihr Kind Missbraucht wurde?
Priester sind auch nur Männer, wenn die eine Familie haben dürften dann wäre die Gefahr von Missbrauch sicher kleiner.
Vor allem müsste nach den Gesetzen des Staates bestraft werden und nicht nach dem "Kirchengesetz"!

Missbrauch an Schutzbedürftigen

Bei jeglichem Missbrauch an Schutzbefohlenen geht es um Macht.
Es gibt eben Menschen (oft mit Gewalterfahrung), die es als stimulierend empfinden, Macht über andere zu haben und auszuüben. Solange das unter Erwachsenen im gegenseitigen Einverständnis geschieht, ist nichts dagegen zu sagen.
Verabscheuenswürdig ist es, wenn sich der Machtmissbrauch gegen schutzbedürftige Menschen richtet: Kinder, alte Menschen, Behinderte, SchülerInnen, junge SportlerInnen ...
Im Schutz vermeintlich "wohltätiger" Organisationen lässt sich der Machtmissbrauch "wunderbar" ausleben. Das fängt schon beim Anschreien, groben Anfassen und Mobben an und endet schlimmstenfalls bei Schlägen und sexuellem Missbrauch.
Ich bin sicher, dass man im Einstellungsgespräch und mit einem psychologischen Test herausfinden könnte, ob man so eineN BewerberIn vor sich hat.
Wegen der Missbrauchsfälle haben sich schon viele Menschen von den Kirchen abgewandt. Die Kirche muss was tun.

@Bender Rodriguez um 11:54

>> Wolf
Warum fragst du das alles? Steht dich alles in meinem Text.
.
Das Exempel besteht darin, den kompletten Laden zu verklagen. …<<.
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Ich schreib‘s nochmal: populistisches Gehabe von Ihnen!
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Wollen Sie gleich auch die Sportvereine mit verklagen, in denen sexueller missbrauch vorkommt?
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Es gehören die Menschen verklagt, denen ein Vergehen nachgewiesen wird, und die Kirche oder auch Vereine etc. müssen acht geben, dass sie Menschen in ihrer Verantwortung haben, die dieser auch gerecht werden.

11:54 Uhr von Bender Rodriguez

Nicht umsonst gibt es Gesetze gegen vertuschen von Straftaten, Gesetze gegen Mitgliedschaft in terroristischen oder Kriminellen Organisationen.
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Vielleicht wissen die Kirchen das nicht? Aber so geht es nicht weiter.
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haben sie mal ne Schule erlebt, nur eine einzige, die Problem hat
ob mit Rauschgift, Erpressung/Geldzahlungen, Mobbing oder mit Mißbrauchsfällen
Da wird auch alles unter den Teppich gekehrt, nur damit die Schulen nicht in
Verruf gerät
Korpsgeist heißt das wohl

12:09 Uhr von Kristallin

Wo wollen Sie denn jetzt hin? Üblich war Kindesmißbrauch nicht.
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da gibts Google
da kann man sich über die Besonderheiten und die Lebensumstände früherer Zeiten informieren

@12:01 Uhr von Sisyphos3

>>>immerhin übernimmt die katholische Kirche die Alimente dieser "Fehltritte">>>

Ja und "Papa" wird flott versetzt, dann sieht er den "Fehltritt" nicht mehr und in der Geburtsurkunde steht zumeist "Vater umbekannt". Es gibt sicherlich auch Priester welche ihre Kinder "heimlich" unterstützen oder besuchen, keine Frage.

>>>im übrigen Leben steht bekanntlich nicht jeder (Nichtpriester) dazu und zahlt>>>

Wird aber zum Zahlen verpflichtet und das Kind hat einen in der Geb Urkunde benannten Erzeuger, seltener einen unbekannten....

11:51 Uhr von Sisyphos3


… aber man hat sich eben gerade auf die Kirche eingeschossen ...

Niemand und dreimal niemand hat sich auf die Kirche eingeschossen. Die Kirche als Institution steht nur deswegen ständig so belämmert im Regen, weil es eine beratungsresistente Bande von Ewiggestrigen ist.

Nicht bereit, sich den zugrunde liegenden Strukturen mit Veränderung ernsthaft zuzuwenden. Aber immer Weltmeister im Klerikalen Dreikampf: Beschwichtigen, Beschönigen, Vertuschen.

11:14 Uhr von Bender Rodriguez

"Ich würde meine Kindern heute wohl kirchenverbot erteilen. Zu gefährlich."

Da muessen sie wohl zu hause bleiben. Doch auch in der Familie gab es schon Missbrauch.

Diese Pauschalverurteilungen helfen bei der Aufarbeitung und Prevention von Kindsmissbrauch gar nichts.

Missbrauch ist von der christlichen Lehre nicht gedeckt. Die Pauschalverurteilung ist gegen unsere westliche Rechtsauffassung.

@ 12:02 Uhr von der.andere

"Solche Straftaten in einer anderen zivilgesellschaftlichen Einrichtung/Organisation hätte längst zu deren Schließung geführt." Mir ist nicht bekannt, dass schon eine Schulbehörde (auch nicht die für die Odenwaldschule zuständige) oder Sportverein geschlossen worden wäre. Einige Sportvereine sind pleite gegangen, weil sie die gerichtlich bestimmten Schmerzensgeldzahlungen nicht haben aufbringen können, mehr aber auch nicht. Wieviel Entschädigung bekommen Kinder, bei denen die Schulbehörden weggesehen haben?

Missbrauch

Würde man so milde mit solch einem Fall umgehen, wenn er nicht in der Kirche, sondern, sagen wir, in einem antiautoritären Kindergarten stattfände?

12:08 Uhr von baumgart67

Ich denke doch, das das Zölibat nicht gerade natürlich ist und eine gesundes Sexualleben der Priester fördert.
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mag sein
ob es Auswirkungen hat auf die Mißbrauchsproblematik ?
Das ist ja auch ein Thema bei evangelischen Priestern ebenso in allen Bereichen die sich um Jugendarbeit drehen

Jedem, dem man eine

Beteiligung nachweisen kann, sollte bestraft werden.

Pauschalverurteilungen lehne ich ab.

@ 12:05 Uhr von Demokritisch

Das mit den Hexenverbrennungen sollten Sie noch einmal nachlesen ... Die letzte Hexe wurde übrigens von Protestanten verbrannt ... Die Hexenverbrennung ist ein Resultat der abergläubigen germanischen Bevölkerung, die katholische Kirche ist dafür nicht ursächlich. Sowas gab es in nicht-germanischen Ländern (wie Spanien, Italien) nicht. Durchgeführt wurde sie von der lokalen Bevölkerung mit Unterstützung aller ihrer behördlichen Strukturen, säkular und kirchlich, egal ob katholisch oder protestantisch. Da waren die Kirchen (beide!) genauso wie bei dem Kindesmissbrauch einfach nur ein Teil der Gesamtgesellschaft und haben mitgemacht, was alle sonst auch machen. Sollen die Kirchen sich nicht dem gesamtgesellschaftlichen Konsens anschließen? Das wird doch gerade mal wieder gefordert.

Sexuelle Gewalt an Kindern…

Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen gehört zu den schlimmsten Verbrechen, die man Schutzbefohlenen antun kann, in der Kirche, in Hort, Schule, Familie, Sportverein - wo auch immer. Und die Anklage und Verurteilung ist zwingend notwendig, egal wo und von wem die Straftat begangen wurde.
Der Fall des Pfarrers H. ist allerdings längst bekannt. Vermutlich hat die Meldung mit der Sendung heute Abend im BR zu tun und mit der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse der beauftragten Kanzlei nächste Woche in Bistum München.
Neben der Verantwortung der Einzelnen spielen strukturelle Rahmenbedingungen eine große Rolle bei solchen Taten: eine autoritäre Struktur mit nahezu gänzlich ausfallender Kontrolle, gepaart mit der Überhöhung der Hauptberufsgruppe und deren zwangszölibatärer Lebensform bieten einen Nährboden für sexuelle Gewalt, zumal unter den 'Deckmantel' des Zölibats zu viele Männer flüchten, die sich ihrer Sexualität nicht stellen wollen und verdrängen und unreif bleiben.

@ 12:20 Uhr von ThomasX

"Würde man so milde mit solch einem Fall umgehen, wenn er nicht in der Kirche, sondern, sagen wir, in einem antiautoritären Kindergarten stattfände?" Der umfangreiche Missbrauch von Kindern in den alternativen Kinderläden der 60er und 70er durch sich fortschrittlich gerierende Päderasten wurde m.W. überhaupt nicht verfolgt, sondern von gewissen progressiven Kreisen damals als "Befreiung" begrüßt. Die Grünen haben gerade erst angefangen, diese Ereignisse aufzuarbeiten. Da ist die katholische Kirche schon viel weiter bei der Aufarbeitung und Prävention.

Nicht üblich nur einfach @12:17 Uhr von Sisyphos3

>>>da gibts Google
da kann man sich über die Besonderheiten und die Lebensumstände früherer Zeiten informieren>>>

Nicht nötig, in einer mittelalterlichen Gesellschaft, in welcher ein ganzes Geschlecht überhaupt nicht zählte (Frauen) und Kinder nur, wenn Sie von Adel oder ggf Bürgertum waren, fiel es keinem kirchlichen oder nicht kirchlichen Täter schwer, Frauen und Kinder zu schänden oder nach Lust und Laune zu töten.

Trotzdem gab es keine offizielle Übllichkeit dazu, sondern nur die einfacheren Möglichkeiten.

Erneuerung?

Mit erschließt sich nicht,
Wie aus einem patriarchalischen/dogmatistischen System etwas entstehen kann, was der allgemeinen Weltgemeinschaft zu Gute kommen kann..?!
Welcher, der nicht überzeugend praktizierenden Katholiken, kann sich denn noch an den Namen des Papstes vor Ratzinger (wrschnl. Auch nur durch den Bildzeitungstitel: „Wir sind Papst“ erinnern?!:)
Mutter Teresa dürfte noch mehr Menschen ein Begriff sein. Es hat auch noch keinen Papst gegeben, der einen Friedensnobelpreis bekommen hat.
Ein bisschen mehr Nächstenliebe würde uns allen gut zu Gesichte stehen- dafür braucht es aber nicht eine bestimmte und verpflichtende kirchliche Weltanschauung- dieses sollte „Homo sapiens“ als unabhängiger Wert weitervermitteln- was auch (noch?) religionsunabhängig und weltweit geschieht.

Mich fasziniert das Artikelfoto

Das hat für mich einen außerordentlich symbolischen Charakter, passend zum Artikelinhalt...

Am 12. Januar 2022 - 12:05 Uhr von Demokritisch

Sie bringen einiges durcheinander, erstens es wurden nach aktuellen Forschungsstand nicht wesentlich mehr Frauen verbrannt als Männer, zweitens in protestantischem Länder brannten mehr Scheiterhaufen als in katholischen, drittens die Kanonen wurden explizite im dritten Reich von der protestantischen Kirche gesegnet.
Was mich weiter stört, viele Monate standen verschiedenste Artikel zum Kindermisbrauch in Sportvereinen hier auf ARD Sportschau, da gab es kein Aufschrei der Entrüstung und dort wird die Aufklärung ebenfalls sagen wir mal nur halbherzig betrieben. Warum?.
Zu dem sind Priester nicht durch Immunität geschützt bei einer Straftat.
Klar, wir kritisieren zu recht Verschleierung und mangelnde eigene Aufdeckung von Vergehen. Allerdings trifft das auf viele Organisationen etc zu wo Straftaten und Vergehen geschehen

Kein Schutz @13:12 Uhr von SinnUndVerstand

>>>Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen gehört zu den schlimmsten Verbrechen, die man Schutzbefohlenen antun kann, in der Kirche, in Hort, Schule, Familie, Sportverein - wo auch immer. Und die Anklage und Verurteilung ist zwingend notwendig, egal wo und von wem die Straftat begangen wurde.>>>

Genau so sollte es sein, diese Täter gehören nicht vor Strafverfolgung geschützt! Ob durch Kirchen oder Vereinen oder oder....
Sie gehören vor Gericht.

Zölibat soll schuld sein?

Wie kann man diese Taten mit "das ist wegen Zölibat" (manche User) rechtfertigen???
*
Selbst wenn die Priester heiraten dürften: Wenn sich keine freiwilligen finden, dann wird eine Frau zwangsverheiratet oder wie soll das gehen?
*
Sadismus und Pädophilie sind nicht durch Heirat und Sex mit Frauen heilbar!
Leute, schlägt Euch das endlich aus dem Kopf!
Etliche Männer haben keine Frau (bzw. Mann) und gehen nicht auf Kinder los.

uezAm 12. Januar 2022 - 11:14 Uhr von Bender Rodrig

Ich denke, es wird Zeit, da mal ein Exempel zu statuieren.
Nicht nur den Priester, sondern den ganzen Laden anklagen
__
Zum elementarsten Wissen der Jurisprudenz gehört der Grundsatz, dass nur reale Personen angeklagt werden können, was ja auch logisch ist. Wie wollen Sie denn bitte eine Institution bestrafen ?
__
Missbrauch ist davon abgesehen, immer zu verurteilen, egal wer ihn vornimmt. Wenn dieser z.B. von einem Lehrer verübt wird, können Sie auch nicht das Schulwesen anklagen.

Hallo, Kinder sind das…

Hallo,

Kinder sind das schwächste Glied in der Kette.

Dabei ist zunächst egal, ob wir Kinderarbeit tolerieren, nach Thailand fahren (Opa Klaus ist nicht gemeint) oder Kinderpornografie nicht entschieden bekämpfen.

Bei häuslicher Gewalt sind sicherlich auch die "unteren Schichten" stark beteiligt, aber dann steigt der Missbrauch mit dem Einkommen oder Vermögen.

Auch wenn jetzt wieder auf historische Zusammenhänge verwiesen wird, ich plädiere dafür, dass die Kirche dem normalen Arbeitsrecht und auch der normalen weltlichen Gerichtsbarkeit unterstellt wird.

Und bei der Gegebenheit sollte man auch mal über die Grenzen der Immunität nachdenken.

@ 12:18 Uhr von schabernack

"Nicht bereit, sich den zugrunde liegenden Strukturen mit Veränderung ernsthaft zuzuwenden." Die katholische Kirche hat sich mehr als jede andere Organisation um einen Aufarbeitung des Missbrauchs und Prävention bemüht. Da sind die meisten anderen noch weit zurück. Wenn Sie auf "Korpsgeist" als zugrunde liegende Struktur abstellen, der ist immanent bei allen Organisationsformen, das kann nicht vermieden werden. Wenn Sie andere Glaubensinhalte stören, wo ist der Nachweis, dass sie "zugrunde liegen". Z.B. der Zölibat (nebenbei, kein Glaubensinhalt, sondern nur eine pragmatische Tradition) liegt nach allem wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht diesen Verbrechen zugrunde. Kein Mensch wird erst im Alter von über 25 Jahren, wo erst die Zölibatpflicht übernommen wird, zum Päderasten. Und wenn wir unterstellen, dass die Neigung zur Päderastie unabhängig vom Glauben gleich verteilt unter den Menschen ist, wo gehen dann die ganzen evangelisch oder atheistisch geborenen Päderasten hin?

11:58 Uhr von Sisyphos3


«wir leben doch nicht mehr im Mittelalter!»
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das ist ja teil des Problems
im Mittelalter hätte sich keiner über derartiges Verhalten erregt
das war das Üblichste auf der Welt - damals.


War schon eine tolle Zeit … das Mittelalter.
Schicke Ritter, entrechtete Burgfräuleins in klasse Kleidern.
Kinder, mit denen machen machen konnte, was man wollte, und die auch nie aufmüpfig wurden mit Forderungen nach Respekt und Rechten, weil die Kinder auch nicht lesen und schreiben konnten.

Das größte aller Probleme ist, dass sich Zeit überhaupt fortbewegt im Rahmen von Veränderungen. Die schicke Rittermode Rüstung mit Helm, Visier, Lanze und Pferd darf man heutzutage in der Straßenbahn auch nicht mehr anhaben.

Auch Nonnen @13:12 Uhr von SinnUndVerstand

>>>....einen Nährboden für sexuelle Gewalt, zumal unter den 'Deckmantel' des Zölibats zu viele Männer flüchten, die sich ihrer Sexualität nicht stellen wollen und verdrängen und unreif bleiben.>>>

Es gab auch Nonnen welche in den durch Ihre Orden betriebenen Waisenhäusern und ähnlichen Einrichtugen Kindesmissbrauch betrieben. (betreiben?)
Auch nicht neues, es sollte nur nicht unerwähnt bleiben, dass männliche wie weibliche Täter/Innen den Schutz ihrer Kirche erfahren und den Dauer Deckmantel von Schweigen oder Lügen.

Ich hatte

zum Glück nie etwas mit dieser Institution zu tun, meine Eltern hatten mir das als Kind freigestellt, und ich hab mich anders entschieden.
Ohne den Missbrauch zu verharmlosen, das gibt oder gab leider auch im Sport oder sonstigen Vereinen, Artikel zeigen das ja ab und an.
Das ist alles nicht gut, und es gibt viele Dinge die wohl einer Änderung bedürfen, das betrifft nicht nur die Kirche.

@Am 12. Januar 2022 - 13:25 Uhr von Tada

Zitat: "Wie kann man diese Taten mit "das ist wegen Zölibat" (manche User) rechtfertigen???
*
Selbst wenn die Priester heiraten dürften: Wenn sich keine freiwilligen finden, dann wird eine Frau zwangsverheiratet oder wie soll das gehen?"

Und wieder mal einer, dem die ausreichenden geistigen Fähigkeiten fehlen, um ein Argument zu verstehen.

Hat jemand, sexuelle Übergriffe mit dem Zölibat gerechtfertigt?

Nein.

Macht das Zölibat - also das durch den katholischen Katechnismus vorgeschriebene sex- und ehelose Leben von Pfarrern - Pfarrer eher anfällig dafür sexuell straffällig zu werden.

Ja. Offensichtlich.

Punkt verstanden, oder muss ich das Erklärniveau noch weiter herunterfahren?

11:51 Uhr von Sisyphos3

"will einer behaupten Mißbrauch kommt nur in Kirchen (speziell der katholischen) vor
Da ist jede Schule in wohl gleichem Umfang betroffen, jeder Sportverein, jede Jugendfreizeit - in jeder Familie
aber man hat sich eben gerade auf die Kirche eingeschossen ..."

,.,.,

Die katholische Kirche versteht sich als Stellvertreterin Gottes auf Erden.
.
Es ist doch selbstverständlich, dass es unendlich schlimmer - und tragischer - ist, wenn diese Kirche quasi "Gott" verrät - als wenn eine weltliche Instanz sexuelle Verbrechen begeht.
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Da gibt es GAR NICHTs zu relativieren.

Bitte nicht nur einseitig

Im Alter von 13 Jahren war ich auf Kindererholung. Als erstes nach der Anreise wurden alle von den Gruppenleiterinnen in die Badewanne gesteckt. Damals war es mir sehr unangenehm von einer ca. 16 oder 17 jährigen angehenden Erzieherin gewaschen zu werden und zwar besonders an Stellen welche ich selbst waschen wollte. Es ist schon sehr lange her und ich mache keinen Vorwurf. Tätende gibt es jederlei Geschlecht.

Am 12. Januar 2022 - 12:17 Uhr von Kristallin

@12:01 Uhr von Sisyphos3

>>>immerhin übernimmt die katholische Kirche die Alimente dieser "Fehltritte">>>

Ja und "Papa" wird flott versetzt, dann sieht er den "Fehltritt" nicht mehr und in der Geburtsurkunde steht zumeist "Vater umbekannt". Es gibt sicherlich auch Priester welche ihre Kinder "heimlich" unterstützen oder besuchen, keine Frage.

>>>im übrigen Leben steht bekanntlich nicht jeder (Nichtpriester) dazu und zahlt>>>

Wird aber zum Zahlen verpflichtet und das Kind hat einen in der Geb Urkunde benannten Erzeuger, seltener einen unbekannten....
___
In jeder 16. Geburtsurkunde steht "Vater unbekannt".
Sollen das alles Kleriker sein ?
Lächerlich !

Am 12. Januar 2022 - 13:28 Uhr von w120

Wie oft noch es gibt keine Immunität für Kirchliche Personen. Es gibt Verschleierung, anonymisierte Berichte. etc...quasie alles was eine Aufklärubng behindert aber defacto keine Immunität ala Politiker. Strafermittlungsbehörden können jederzeit zumindest hier in Deutschland aktiv werden.

Kirchen haben ihre Daseinsberechtigungen verloren

Die Kirchen machen sich mitschuldig, wenn sie die Straftäter in den eigenen Reihen nicht unverzüglich der Staatsanwaltschaft melden.
Das geschah offenbar selten, wenn man die vielen Nachrichten zu diesem Thema hört und liest.
Dass aber sehr viele Straftaten von den Kirchenvertretern begangen wurden, ist sicher zweifelsfrei.

Daher ist meine Meinung, dass die betroffenen Kirchen ihre Daseinsberechtigung verloren haben.

Von Seiten der Staaten/Länder sollten daher Gesetze geschaffen werden, die eine harte Verfolgung dieser Straftaten unter entsprechender Bestrafung der Täter und der die Taten deckenden kirchlichen Organisation vorsehen.
Wieso kann man diese Organisation bei soo vielen Gesetzesverstößen (auch gegen die eigenen Vorschriften wie 10 Gebote) nicht einfach auch auflösen oder zumindest strengstens kontrollieren?

Ich denke, dass man auch ohne diese "Organisation" Kirche gläubig sein kann, so dass es der Kirche als Organisation nicht bedarf für den christlichen Glauben.

@ 13:16 Uhr von Der Couch Kritiker

"Es hat auch noch keinen Papst gegeben, der einen Friedensnobelpreis bekommen hat." Ist Ihnen schon mal der Gedanke gekommen, dass deshalb Päpste keinen Friedens-Nobelpreis bekommen, weil sie ihn ablehnen würden? Es ist bekannt, dass die Geheimdiplomatie des Vatikan schon viele internationale Konflikte entschärft hat, aber kein Papst stellt sich auf dem Flughafen hin und wedelt mit einem Papier, das angeblich den Weltfrieden sichert. Geheimdiplomatie heißt so, weil sie geheim bleibt. Die Päpste schweigen meist nicht zum Unrecht, auch haben sie sich gegen Hexenverbrennungen gewandt, nur hatten sie keine Macht über die fanatisierten Volksmassen vor allem im deutschsprachigen Raum. Das scheinen wir für prädestiniert zu sein. Die autoritäre Struktur ermöglicht viel, aber nicht alles. Derzeit werden die Schwestern von Mutter Theresa von angeblich so friedlichen Hinduisten schwer bedrängt und die hinduistische Führung schweigt wohlwollend dazu.

@ 13:34 Uhr von Blitzgescheit

Ihr eigenes Niveau sollten Sie allerdings erhöhen.
Nur weil Sie das Zölibat nicht verstehen müssen Sie nicht dem Zölibat die Schuld für Kindesmissbrauch geben.
*
Es haben etliche User bereits dargelegt, dass es solche Fälle überall auch ohne Zölbat gibt. Sogar in den Familien.
***
Ps. Wenn alle Menschen nur Beischlaf im Kopf hätten , dann wäre die Menschheit noch immer nicht von den Bäumen runter.
Sex ist definitiv kein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken.
In fast allen Spezies kommen die meisten Männchen Zeit ihres Lebens gar nicht an die Weibchen, weil entweder ein stärkeres Männchen das mit Gewalt verhindert oder die Weibchen sich etwas besseres suchen.

@ 13:32 Uhr von Kristallin

Das ist unbestritten, dass es neben den Pfarrern auch Nonnen gab, die zu Täterinnen wurden bzw. werden.
Was den "Dauer Deckmantel von Schweigen oder Lügen" angeht, sehe ich das differenziert: Ich nehme durchaus bei einigen ernstzunehmendes Verhalten, echten Aufklärungs- und Veränderungswillen wahr; in einigen Bereichen gibt es hervorragende Präventionskonzepte, und auch im Bereich der verpflichtenden internen Fortbildungen zu dem Thema tut sich viel. Allerdings braucht es grundlegende Veränderungen im System, um diese positiven Ansätze nicht strukturell zu nivellieren.

Neuer Mißbrauchsfall

Da bin ich aber froh, dass ich mit meiner damaligen Volljährigkeit die Kirchen sofort verlassen habe und die
"gewonnenen" Steuern selbst verbrauchen konnte !

13:31 Uhr von Autograf / @schabernack


«Nicht bereit, sich den zugrunde liegenden Strukturen mit Veränderung ernsthaft zuzuwenden.»

Die katholische Kirche hat sich mehr als jede andere Organisation um einen Aufarbeitung des Missbrauchs und Prävention bemüht. Da sind die meisten anderen noch weit zurück.


Nicht im geringsten hat die Katholische Kirche das. Die beiden in dieser Richtung unsäglichen Kardinäle in Nachfolgerschaft (Meisner & Woelki) in der größten Diözese in Deutschland (Köln … meine geliebte Heimatstadt) sind nur das ganz besonders miese Beispiel dafür.

Gutachten machen lassen, Gutachten war nicht genehm.
Gutachten verschwinden lassen, rumgelabert.
Nun war alles der tote Meisner schuld.
Woelki hat sich in Urlaub verkrümelt.
Alle nur seit 2020 in Köln ausgetretenen Katholiken sind zu viele. Der Kölner Dom ist viel zu klein, als dass sie je hinein passen könnten ohne Stapeln in 3 Etagen.

Von «Corpsgeist» sprach ich nicht.
Nicht der Papst, aber sonst wie Kopf & Fisch & Geruch.

@ 13:34 Uhr von Blitzgescheit

Sie sind tatkräftig dabei, das (Erklärungs-)Niveau herunterzufahren durch den Ton, den Sie anschlagen, und die Überheblichkeit, die Sie an den Tag legen. Das ist unangemessen, von der Netiquette betrachtet wie auch bei diesem schwierigen emotionsbelasteten Thema. Wär schön, wenn Ihre Beiträge mal ohne diese Töne auskäme.
Im übrigen eine kleine Korrektur: Nicht der kath. Katechismus, sondern das geltende Kirchenrecht Canon 277 § 1 CIC verpflichtet Priester zum Zölibat. Also Vorsicht mit dem Hantieren mit "Erklärungsniveau runterfahren"; geht manchmal nach hinten los.

Am 12. Januar 2022 - 13:51 Uhr von Autograf

Es ist falsch die Hexenverbrennung nur auf den deutschsprachigen Raum zu begrenzen. Auch in Spanien und Portugal brannten die Scheiterhaufen.
Dazu kommt, die Kirche fällte kein einziges Todesurteil. Sie lieferte die ideologische Basis mit dem Hexenhammer, aber keine "Rwchtsnorm"

13:53, Tada

>>Sex ist definitiv kein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken.<<
.
Das ist definitiv falsch.

um 13:45 Uhr von Margitt, Daseinsberechtigung der Kirchen

"Die Kirchen machen sich mitschuldig, wenn sie die Straftäter in den eigenen Reihen nicht unverzüglich der Staatsanwaltschaft melden." Richtig!

"Das geschah offenbar selten, wenn man die vielen Nachrichten zu diesem Thema hört und liest. ... Daher ist meine Meinung, dass die betroffenen Kirchen ihre Daseinsberechtigung verloren haben."
Das sehe ich anders. Die Missetaten einiger kirchlicher Vertreter sind unbestritten. Andererseits verdanken wir der christlichen Kirche gute Einrichtungen der Fürsorge und medizinischen Versorgung. Bis heute ist die Pflege in christlichen Krankenhäusern überwiegend besser als in staatlichen oder privatwirtschaftlichen Einrichtungen.
Die Kirche muss ebenso wie andere Organisationen ihren Laden gründlich ausmisten. Missbrauch wurde auch verübt von UN-Blauhelmen, von der Organisation Oxfam, von Trainern in Sportvereinen, von Lehrern der Odenwaldschule ... alles abschaffen kann man nicht.

@ 14:01 Uhr von schabernack

"Gutachten machen lassen, Gutachten war nicht genehm. Gutachten verschwinden lassen" Das Kölner Gutachten ist das umfassendste, das es überhaupt, im kirchlichen und staatlichen Bereicht gegeben hat. Alle Namen wurden klar genannt. Das erste, nur eingeschränkt (aber dennoch) öffentlich zugängliche Gutachten war deutlich handzahmer. Woelki wird nur vorgeworfen (vor allem von innerkirchlichen Gegnern), dass er ungeschickt bei der Veröffentlichung agiert hat (er hat nicht deutlich genug gemacht, warum er mit dem ersten Gutachten unzufrieden war, nämlich weil es zu zahm war), nicht, dass er irgendetwas vertuschen wollte oder gar selbst irgendwas falsches gemacht hat. Es gibt noch überhaupt keine vergleichbaren Gutachten von den anderen Kirchen, von staatlichen Organisationen. Kennen Sie ein entsprechendes Gutachten zur Odenwaldschule?

Besonders schlimm ist

Täterschutz und dem Opfer wird die Schuld zu geschoben.
Kenne so jemanden sogar persönlich.
Er ging sogar in der Schule mit mir in die Klasse.
Später ging er dann in ein entsprechendes Internet, wo die Vorfälle dann stattgefunden haben.
Da wurde alles unter den Tisch gekehrt, ja nichts sagen und dem Jungen der er damals war wurde die Schuld zu geschoben.
Sag bloß nichts gegen die Kirche.
Das war ein Standardspruch, den ich früher oft zu hören bekam. Nicht von meinen Eltern, zumindest meine Mutter steht der Kirche auch kritisch gegenüber.
Kann mich erinnern, als wir in der Schule nach unserem Berufswunsch gefragt wurden, kam von ihm die klare Antwort Missionar.
Daraus wurde dann nichts.
Was Er heute macht, ist mir nicht bekannt.
Der Täter lebt heute nicht mehr und wurde auch nie belangt.

@ 13:53 Uhr von Tada

In der Tat ist das ein vielschichtiges Thema. Der Mensch ist per se auch ein Wesen mit Sexualität und einer sexuellen Identität; das sagt aber noch nicht viel darüber, wie diese Identität beschaffen ist und wie der Mensch die Sexualität lebt. Es ist ein Fortschritt, dass unsere Gesellschaft für die Vielfalt offener geworden ist; und letztlich kommt diese Offenheit auch den Opfern sexueller Gewalt zugute, weil das Thema nicht mehr tabuisiert ist. Und für viele Betroffene wühlt das viel hoch, die Aufarbeitung bringt neue Belastungen mit sich - aber die allermeisten sind dennoch froh, endlich aus dem Schweigen und Verschweigen herauszufinden.
Viele dieser sexuellen Gewalttaten haben pädosexuelle (v.a.) Männer zu verantworten; auch für sie ist es eine Herausforderung des erwachsenen Lebens, sich seiner Veranlagung bewusst zu werden und zu stellen und so damit umzugehen, dass man kein Täter wird. "kein-taeter-werden.de" bietet dafür Unterstützung und Vermittlung therapeutische Hilfe.

12:07 Uhr von Wolf1905

>>>Aber wenn jetzt ein Pfarrer mit der Haushälterin zwei oder drei Kinder hat, ist das doch nicht Thema von sexueller Gewalt, oder? Es ist ein Thema bzgl. Verlogenheit in der katholischen Kirche, meine ich.<<<

Aber so kommt eins zum Anderen. Lüge, Missbrauch, vielleicht noch Ehebruch? Was ist mit den 10 Geboten?
Welche Werte werden von "der Kirche" vertreten? Um das geht es für mich. Die katholische Kirche nimmt sich bei Geschiedenen das Recht zu (ver)urteilen. Es darf keine weitere kirchliche Hochzeit geben.
Ich hatte vor 40 Jahren einen Antrag auf kirchliche Hochzeit mit meinem muslimischen Mann gestellt - wurde nicht erlaubt. In der Moschee war es kein Problem, dass ich als (damals noch) Katholikin kam.
Katholische Kirchenmänner mit großen Makeln behaftet, entscheiden über Menschen.

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