Kommentare - US-Richter lässt Kartellklage gegen Facebook zu

12. Januar 2022 - 10:12 Uhr

Die US-Kartellbehörde will erreichen, dass Facebook Instagram und WhatsApp wieder verkaufen muss. Die nachgebesserte Klage wurde nun von einem Bundesgericht angenommen. Am Ende könnte die Zerschlagung des Meta-Konzerns stehen.

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US-Richter lässt Kartellklage gegen Facebook zu...

Das hört sich ja fast so an, als ob US-Behörden da konsequenter sind als europäische oder deutsche Kartellbehörden.

Aber auch wenn Facebook am Ende Instagram und WhatsApp verkaufen müssen: An der Arbeit des digitalen Löschproletariats hinter verklebten Fenstern von Großraumbüros wird sich nichts ändern. Die Arbeit im Schichtdienst mit wenigen Minuten Pausen.
Facebooks jährliche Werbeeinnahmen pro Nutzer stiegen im Durchschnitt weltweit von 2015 bis 2017 von 21 Dollar auf 36 Dollar. In Europa von 24 auf 46 Dollar(Das allmächtige Werbemonopol,HB 17.4.2018).

was soll das?

Ich war kein Befürworter des Zusammenschlusses und hätte mir damals (nach Prüfung) eine Ablehnung gewünscht.
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Aber erst hü dann hott finde ich kein integeres Verhalten einer Regierung (gibt es leider auch in anderen Bereichen und auch bei uns). Ein Unternehmen kann von einer Regierung Planungssicherheit verlangen.

Warum verbieten? Es steht…

Warum verbieten? Es steht doch jedem frei, sich abzumelden.
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Hat diese Behörde jeh gefordert Airbus oder gar Boeing zu zerschlagen?
Die sind auch marktbeherrschend.
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Was ist mit Microsoft oder Apple, Google, etc?
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Alles Monopolisten.
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US-Richter lässt Klage gegen Facebook zu

Gut so, nur wird sich für den Verbraucher nicht viel ändern, die Firma nennt sich ein wenig anders, die Beteiligungen sind dank Briefkastenfirmen unersichtlich und der Kunde ist genauso gläsern wie vorher.

Die Hoffnung, dass Offensichtliches „zählt“ stirbt zuletzt:

„Die nachgebesserte Klage wurde nun von einem Bundesgericht angenommen. Am Ende könnte die Zerschlagung des Meta-Konzerns stehen. Bei der nachgebesserten Klage sah er den Vorwurf unfairen Wettbewerbs nun viel besser begründet, wie aus Gerichtsdokumenten hervorging“
Hoffentlich „reicht“ es diesmal zu einem Sieg der Interessen der Allgemeininteressen über formaljuristische Feinheiten.
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„Der Facebook-Mutterkonzern Meta erklärte
"es sei zuversichtlich, dass die Beweise die grundlegende Schwäche der Behauptungen aufzeigen werden. Unsere Investitionen in Instagram und WhatsApp haben sie zu dem gemacht, was sie heute sind."
>> Sie seien gut für den Wettbewerb und die Menschen und Unternehmen, die sich dafür entschieden hätten“
Findet Facebook (bzw. der Meta-Konzern). Damit steht er allerdings ziemlich allein da:
„Neben der FTC hatte auch ein Bündnis von mehr als 40 Bundesstaaten eine Klage gegen die Deals eingereicht, die von Richter Boasberg im Juni jedoch komplett abgewiesen wurde“.

Am Ende

ändert sich doch nichts, wer das nutzen will, der macht das auch. Dabei spielt es doch keine Rolle ob es eine oder mehr Firmen sind, eigentlich hat Herr Zuckerberg doch genug Geld angehäuft, so viel kann er doch gar nicht ausgeben.
Verkaufen und gut ist, und dann versuchen das Geld für Freizeit auszugeben, man muss doch nicht noch mehr anhäufen.
Da ich das nicht nutze, bin aber auch nicht betroffen.

@Bender Rodriguez

Am 12. Januar 2022 - 11:17 Uhr von Bender Rodriguez

"Hat diese Behörde jeh gefordert Airbus oder gar Boeing zu zerschlagen?"

Sie meinen die beiden Konzerne, die sich seit je her erbittert um jedes Prozent Marktanteil und jeden Großauftrag bekämpfen?

Angenommen in Ihrem Beispiel wäre Facebook nun Airbus, wer wäre in diesem Fall Boeing? Also ein Unternehmen welches in direkter Konkurrenz steht?

Als Microsoft, Apple....

Google, Facebook, Amazon etc. in ihren Garagen mit für heutigen Maßstäben primitiven Mitteln angefangen haben, sind sie von der Welt für ihren "Kram" belächelt worden. Dann waren sie die Heilsbringer für neue Zeiten und sind dafür gefeiert und hofiert worden. Damals hat sich keiner auch nur die Mühe gemacht, z.B. für (West)europa auch so etwas zu entwickeln, und wenn dann nur nichts taugende Kopien. Jetzt ist das Geschrei groß. Jeder der eine Idee hat, hat das Recht damit Geld zu verdienen. Oder hat schon jemand etwas gegen Fischerdübel unternommen, weil er eine Marktbeherrschende Position einnimmt?

...mit Fischerdübeln...

lässt sich wohl kaum soviel Unheil anrichten... was für ein unsinniger Vergleich...
ich wünsche dem Verfahren allen Erfolg!!

Am 12. Januar 2022 - 10:49 Uhr von Bernd Kevesligeti

Aber auch wenn Facebook am Ende Instagram und WhatsApp verkaufen müssen: An der Arbeit des digitalen Löschproletariats hinter verklebten Fenstern von Großraumbüros wird sich nichts ändern.
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Oh bitte, könnten Sie mir das mit "einfachen Worten" erklären ? Offenbar reicht mein Intellekt nicht dazu aus herauszufinden, was genau damit gemeint ist.
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Die Arbeit im Schichtdienst mit wenigen Minuten Pausen.
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Was hat denn dieser Umstand mit dem Klagegrund zu tun ?
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Facebooks jährliche Werbeeinnahmen pro Nutzer stiegen im Durchschnitt weltweit von 2015 bis 2017 von 21 Dollar auf 36 Dollar. In Europa von 24 auf 46 Dollar(Das allmächtige Werbemonopol,HB 17.4.2018).
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Welche Rolle spielt dieser Umstand für die Klage ?
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Ich nutze keine sozialen Netzwerke, weil es mir zu albern und kindisch ist aber Ihre Einlassungen haben m.M. nichts mit der Klageerhebung zu tun und spielen dafür auch eigentlich keine Rolle und darum geht es hier.

Endlich

Es wurde höchste Zeit dass einer schlimmsten associal Media Konzerne auch in den USA Eingebremst wird.
Sonnst glauben die Facer noch sie sind Unantastbar, diese Medien Manipulieren ihre Benutzer oft in die Richtung .
Wenn z.B. Hass-, Rassismus-, Mobbingkommentare, und Fake News Verbreitet werden wodurch dann der Absolut falsche an die Macht kommt, es gibt mehrere Beispiele dafür.
Gutes Signal aus den Staaten, vereinigt sind sie seit der Ägide 2016-2020 garantiert nicht mehr.

Am 12. Januar 2022 - 11:46 Uhr von Nettie

Warum machen Sie sich die Mühe, den Text (in Teilen) wörtlich anzuführen ? Das kann doch jeder selbst lesen.
Einen Kommentar bzw. eine Meinung, nach Möglichkeit mit Begründung wäre da sinnvoller, wie ich finde.

@@11:14 Uhr von Giselbert

>> Aber erst hü dann hott finde
>> ich kein integeres Verhalten
>> einer Regierung
.
Ähh, daß die von Ihnen sogenannten 'HÜ'-Regierung und 'HOTT'-Regierung 2(!) verschiedene Regierungen waren/sind, haben Sie aber schon realisiert, oder? oO

@11:17 Uhr von Bender Rodriguez

>> Hat diese Behörde jeh gefordert
>> [Microsoft oder Apple, Google]
>> zu zerschlagen?
.
Ähh, ja, ja und ja! oO

Gut, aber..

Hallo,

grundsätzlich sollte man den Konzentrationen in der Welt mal auf die Finger schauen. Erst recht den Banken etc..

Geld bedeutet unendliche Macht in den Händen einiger weniger.

Aber das interessiert wohl nur noch ein paar Don Quijoten (n?), also solche mit Don Quijote Syndrom.

von weingasi1 12:18

Das sind einige Hintergrundinformationen zu Facebook.
So wie auch noch einige andere Punkte: Facebook profitiert auch von der Politiknähe und kann deshalb auch Staatssubventionen abgreifen. So subventioniert der Staat Texas ein Data Center in Fort Worth mit 150 Millionen Dollar(Shinig a light on Corporate Handouts,27.2.2017,www.jwj.
Neben dem Mehrfach-Milliardär Zuckerberg(Privatvermögen etwa 60 Milliarden Dollar) sind über 70 Prozent der Aktien im Eigentum von Kapitalorganisationen: Vanguard, BlackRock, Fidelity, Invesco, State Street,T.Rowe Price.

Gute Idee

Ich finde es vernünftig, Konzerne in der Macht zu begrenzen. Und Facebook wird sonst übermächtig, weil es zu viele Daten hat. Ich habe aber damals in Deutschland nicht verstanden, warum die Tengelmann Übernahme verboten wurde, obwohl es im Lebensmittelhandel viel mehr Wettbewerb gibt, als bei Kaufhäusern, doch da wurde die Fusion der einzigen großen Player Kaufhof und Karstadt genehmigt und jetzt wurden viele Standorte geschlossen.

Inkonsequenz

10:49 Uhr von Bernd Kevesligeti:
"Das hört sich ja fast so an, als ob US-Behörden da konsequenter sind als europäische oder deutsche Kartellbehörden."
Also ich weiß ja nicht, was daran konsequent sein soll, erst den Zusammenschluss durch die US-Behörden durchzuwinken, um nur kurze Zeit später diesen Mega-Milliardendeal zum Intermezzo zu degradieren.
Das hört sich eher so an, als ob US-Behörden da inkonsequenter sind als europäische oder deutsche Kartellbehörden.

Vielleicht erstmal die…

Vielleicht erstmal die Webebranche komplett verstaatlichen. Das Übel an der Wurzel packen.

von Parsec 13:54

Es geht ja um die Wettbewerbsklage der US-Kartellbehörden gegen Facebook. Immerhin mit dem Ziel, daß Instagram und WhatsApp verkauft werden sollen.
Aber ob es dazu kommt ? In dem Tagesschau-Artikel steht, "daß Facebook sich zuversichtlich zeigt."

@13:56 Uhr von 'foːɐ̯ʃtɛlʊŋsvɛlt

>> Vielleicht erstmal die Webebranche komplett
>> verstaatlichen
.
Nope, zuerst die Banken. -.-
.
Danach ist die "Werbebranche" sowieso obsolet. oO

Eines der schlimsten Corona…

Eines der schlimsten Corona-Gewinnler-Unternehmen mit Milliarden Gewinnen.
Der Besitzer hat sich gerad ne neue Insel gekauft.
Bezahlt aber in Dtl. NULL Steuern...

Wie immer..

...wird am Ende alles gut.
Eine Meldung, die optimistisch stimmt in Zeiten der Hiobsbotschaften...

14:06 Uhr von saschamaus75

Bleiben wir lieber beim Thema - und zitieren lernen, täte Ihnen auch gut.

@weingasi1, 12:22

„Warum machen Sie sich die Mühe, den Text (in Teilen) wörtlich anzuführen ? Das kann doch jeder selbst lesen.
Einen Kommentar bzw. eine Meinung, nach Möglichkeit mit Begründung wäre da sinnvoller, wie ich finde.“
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Wenn Sie die enthaltene Begründung nicht erkennen (oder nicht erkennen wollen), kann ich das auch nicht ändern.
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Und wie ich meine Beiträge verfasse, müssen Sie schon mir überlassen. Wie Sie die dann finden, ist natürlich Ihre Sache.

US-Kartellbehörde schlagkräftiger; kein Papiertiger

Tja, derartige Verfahren wurden in den USA schon öfters angestrengt, meist mit durchschlagendem Erfolg bereits im Vorfeld. Ich erinnere mich an ein derartiges Verfahren, das dem Konzern IBM angelasten werden sollte. Die gingen dann sehr schnell in die Knie und haben die Losung ausgegeben "to be a good citizen". Erst danach gab es Wettberwerb in dieser Branche. Wenn das mit Facebook & Co ebenso gelänge, wäre ich tief beeindruckt.
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Oder hat Zuckerberg dem Biden zu wenig "gespendet" und das ist jetzt die Retourkutsche? Dann alledings würde ich mein Weltbild wieder bestätigt sehen und die Analogien nach Deutschland wieder abbilden können.

@Nettie um 11:46

Nette Spitzfindigkeit, dass der Monopolist Meta, so ziemlich alleine da steht.

@weingasi 1 12.22 Wie bitte?

Am 12. Januar 2022 - 11:46 Uhr von Nettie
"Warum machen Sie sich die Mühe, den Text (in Teilen) wörtlich anzuführen ? Das kann doch jeder selbst lesen.
Einen Kommentar bzw. eine Meinung, nach Möglichkeit mit Begründung wäre da sinnvoller, wie ich finde
........
Sie können offensichtlich nicht selbst lesen, dass Foristin Nettie die Begründungen angegeben hat (wie immer!).
Sie hingegen scheinen nicht zu wissen, dass Zitate in "...." gesetzt werden - s. Ihr Kommentar um 12.18. Ihr Kommentar wird dadurch tatsächlich unübersichtlich.
Sinnvoller wäre, sich bewusst zu sein, was man schreibt - wie ich finde.

Es steht ja jedem frei .....

Dieses Totschlagargument benutzen auch Leute, die auf Butterfahrten alten Rentnern ne Rheumadecke für 300 Euro verkaufen. Und dann der ganze Internet-Schmuh.
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Klar kann jeder seine Facebook-Mitgliedschaft beenden. Aber a) verliert er damit ein "liebes" Umfeld und b) bleibt sein Account bestehen, wie ich nach mehreren Jahren Abwesenheit auf Facebook feststellen konnte.
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Ich meine, dass 69 Milliarden ausreichen müssten, dass der leibhaftige Zuckerberg auch OHNE Facebook überleben kann.

@14:16 Uhr von 'foːɐ̯ʃtɛlʊŋsvɛlt

>> Bleiben wir lieber beim Thema und...
Ähh, Sie wollten "Das Übel an der Wurzel packen" und sind auf das Nebenthema 'Werbebranche' gewechselt? Und ich habe nur das übergeordnete Thema 'Banken' ergänzt? oO
.
>> ...zitieren lernen, täte Ihnen auch gut.
An welcher Stelle habe ich Sie bitteschön falsch zitiert? -.-

Es steht halt nicht jedem frei

Wer sich eine Oculus Quest 2 gekauft hat, muss einen Facebook Account haben. Ansonsten kann man die teure Brille vergessen. Auch die Kündigung eines solchen Accounts hat ernsthafte Folgen für den Besitzer. Die Hardware ist unbrauchbar.

15:30 Uhr von saschamaus75

Basiert das Geschäftsmodell von Facebook/Meta etwa nicht auf Werbung (personalisierte)? Und geht es nicht um Monopolstrukturen? Es gibt immer noch Unmengen an Banken und sonst. Finanzunternehmen, selbst in den USA. Deshalb wäre dies eine andere bzw. umfangreichere Debatte. Zu Ihren Zitierkünsten sage ich jetzt nix weiter - "0".

Wuerde mich sehr freuen,…

Wuerde mich sehr freuen, wenn das gelingen wuerde und der Meta-Konzern tatsaechlich zerschlagen werden koennte. Das war doch neulich bei ZDF-Royal auch grosses Thema. Ich hatte WhatsApp bevor der Zuckerberg-Konzern sich das unter den Nagel gerissen hat und ich waere sehr froh, wenn es wieder unabhaengig wuerde.
Das mit dem Nichtnutzen ist immer schwierig, weil die Mehrheit der Bekannten es nutzt und man wuerde diese Kontakte verlieren. Hab ich selbst schon erfahren, auf Signal ist man viel einsamer. Und Telegram mag ich nciht mehr nutzen, seit es Fascho- und Querschwurbler-Kanal geworden ist.

10:49 Uhr von Bernd Kevesligeti

>> An der Arbeit des digitalen Löschproletariats hinter verklebten Fenstern von Großraumbüros wird sich nichts ändern.<<

Was ist denn ein Löschproletariat?

von Tremiro 17:26

Das ist ein Begriff für die Menschen, die unter prekären Bedingungen in diesem Fall für Facebook arbeiten. Da soll´s auch eine beträchtliche Fluktuation geben.
Die Süddeutsche Zeitung (SZ) schrieb am 27.12. 2016 darüber unter dem Titel: Facebook setzt auf Floskeln

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