Kommentare - Kasachstans Präsident erteilt Polizei Schießbefehl bei Protesten

07. Januar 2022 - 10:45 Uhr

Der kasachische Präsident hat der Polizei angesichts der seit Tagen anhaltenden Proteste einen Schießbefehl erteilt. Die Sicherheitskräfte dürften ohne Vorwarnung schießen, so Tokajew. Behörden zählen bereits mehr als 40 Tote.

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Kommentare

da der Präsident für das…

da der Präsident für das gesamte kasachische Volk die Verantwortung trägt ist es für mich legitim wenn als letztes Mittel die Polizei auf Plünderer schießt die Menschen leiden alle unter der Teuerungsrate und nicht nur wenige die glauben sie dürften nun plündern gehen

Präsident erteilt Polizei Schießbefehl

das hört sich extrem drastisch an um das noch höflich zu formulieren
keine Frage
nur ich sehe mich außer Stande, wenn ich nicht mehr weiß, Infos habe, das zu beurteilen
Was tun die Demonstranten, wäre wichtig zu erfahren
demonstrieren die wie man es "gewohnt" ist, Transparente tragen, Sprechchöre
und wenn sie die Straßenseite wechseln auf die Ampel schauen, gesittet eben ?
oder sieht es so aus, dass sie marodierend durch die Stadt ziehen,
Geschäfte plündern, Polizisten/Beamter lynchen und alles in Brand setzen
oder irgendwas zwischen den beiden Extremen ?

Es ist auch richtig so.

Das sind keine friedlichen Proteste mehr gewesen. Das ist ein gut organisierter Staat-Streich. In Videos ist zu sehen wie Demonstranten die automatische Gewähre bekommen. Was hat das mit Demokratie und Meinungsfreiheit zu tun? Falls irgendwelche Leute glauben mit Gewalt an die Macht kommen zu können, dann erwarte ich auch von unserer Regierung, dass diese falls nötig ist mit Gewalt für Ordnung und Sicherheit sorgt.

Kasachstan !

Es mag sicher nicht hilfreich gewesen sein, dass so viel Gewalt von Seiten der Demonstranten verübt wurde. Aber einen Schießbefehl zu geben, ist eine andere Hausnummer.
Das zeigt aber wieder mehr als deutlich, wie Diktatoren ihre Macht erhalten wollen. Alles nieder knüppeln oder gleich erschießen, nur damit die Elite weiter kassieren kann.
Da sollte de Weltgemeinschaft aufschreien, denn der Unmut der Bevölkerung war und ist ja verständlich, wenn nur wenige vom ganzen Reichtum profitieren.
Putin als Ober Gauner wird es freuen, Hilfe leisten zu können und dürfen. Die Rechnung dafür wird folgen !

> Er [Tokajew] bezeichnete…

> Er [Tokajew] bezeichnete Demonstranten auch als "Terroristen" und als aus dem Ausland gesteuert.<<

Es wird immer vom Ausland gesteuert. Der Standardspruch aller Diktatoren.
So war es auch bei der friedlichen Revolution 1989 in der DDR, in Weißrussland, in der Türkei etc. pp.
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Der Kasachische Präsident ist einer von vielen ...

.. Handlanger Putins.
Das Land reich an Bodenschätzen und eine schon manische Angst vor einem auch nur im Ansatz möglichen "Flächenbrand".
Beweise: Der Präsident spricht von ausländischen Manipulateuren und Terroristen, soziale Medien, so sie noch funktionieren, werden abgehört oder verboten ... ebenso wie eine wirkungsvolle Opposition oder unliebsame Zeitungen, TV- Sender oder bestimmte Web- Dienste.
Diese "Staaten" machen sich schon im Ansatz lächerlich, wenn sie das Wort Demokratie auch nur in den Mund nehmen.
Hier rächt es sich, dem großen Bruder die Gelegenheit gegeben zu haben, an einer Sowjetunion VOL 2 zu Arbeiten ... mit Erfolg zu arbeiten.
In diesem Zusammenhang bin ich auch gegen eine Abstrafung der Beteiligten durch den Westen. Die Bevölkerung dort hat die Staaten über Jahrzehnte getragen ...
Esist nicht alles "unsere Sache"!

@ Faktenfinder

Es ist davon auszugehen, dass die Gewalttätigen unter den Demonstranten nicht auf einen Schießbefehl warten.
Ist der Sturm auf das Capitol vor einem Jahr auch deshalb gelungen, weil die Polizei auf einen Schießbefehl gewartet hat?
Oder ist die Gesetzeslage in den USA eine andere?
Was passiert in Deutschland, wenn der nächste Sturm auf unser Parlament durch leerdenkende Nazis nicht durch eine Handvoll von Polizisten aufgehalten wird?
Dann wird doch sicher auch ein Schießbefehl erteilt, oder?
Oder dürfen die dann sowieso schießen? Ganz ohne extra Befehl.

@11:09 von wosu0106

„Falls irgendwelche Leute glauben mit Gewalt an die Macht kommen zu können, dann erwarte ich auch von unserer Regierung, dass diese falls nötig ist mit Gewalt für Ordnung und Sicherheit sorgt.“
.
Sicherlich wird man gegen Gewalttäter ggf. auch gewaltsam vorgehen müssen. Jeweils angemessen.
.
Hier gibt es aber einen allgemeinen Schießbefehl, einfach nach Gutdünken der jeweiligen Polizeikräfte.
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Das ist nichts anderes als Aufruf zum Mord, der physischen Vernichtung derer, die mich stören, mir gefährlich werden könnten.

@ 11:14 Uhr von Egleichhmalf

„Es wird immer vom Ausland gesteuert. Der Standardspruch aller Diktatoren.“
Ach deshalb gibt es immer solche Behauptungen in den USA und auch Europa, dass Russland, Nordkorea, China oder der Iran versuchen, irgendwie irgendwelchen Einfluss zu nehmen.
Bewiesen ist bisher nur, dass die USA genau solche Dinge tun, um Umstürze und Bürgerkriege anzuzetteln.
Und zwar ca 55 x in den letzten ca 130 Jahren. Darunter gleich 2 Versuche gegen China und 2 gegen Syrien.
Damit wäre ein dahingehender Verdacht im Falle Kasachstans zumindest nicht unbegründet.

Die hohen Energiepreise

waren nur der letzte zündende Funken.Das hat noch einige andere Gründe, warum es zu diesen Protesten gekommen ist.

11:10 Traumfahrer

"Da soll die Weltgemeinschaft aufschreien......"

Geht`s nicht eine Nummer kleiner.
Wer ist die Weltgemeinschaft.
So wie es aussieht würde bei dieser Sachlage jedes Mitglied der Weltgemeinschaft so handeln wie der kasachische Präsident. Da spielt es keine Rolle ob Monarchie, Plutokratie, Demokratie oder Diktatur.

Mörderbanden

„Präsident erteilt Polizei Schießbefehl“
.
Wie bei allen De-facto-Diktaturen geht auch der Machthaber Kasachstans für seinen Machterhalt über Leichen.
.
Und in diesen „geschlossenen Kreisen“ hält man dabei aus Prinzip zusammen. Und stützt sich gegenseitig, wiederum gestützt auf seine jeweiligen „nationalen“ Erfüllungsgehilfen bzw. Befehlsempfänger (die man zynischerweise „Sicherheitskräfte“ nennt):
„China unterstützt russische Intervention“

20.000 Banditen?

Im sowjetischen Sprachgebrauch waren alle „lauten“ Oppositionellen „Banditen“, die entweder umgebracht oder in Straflager („Gulags“) deportiert wurden.

Im postsowjetischen Sprachgebrauch sind nun wieder alle „lauten“ Oppositionellen „Banditen“, die entweder „ohne Vorwarnung“ erschossen oder in Straflager („Gulags“) deportiert wurden.

In Russland oder einem seiner „Freundstaaten“ würde ich mich schon lange nicht mehr trauen, einen solchen Post zu veröffentlichen. Man darf ja dort nicht mal mehr an die „Gulags“ und an die Erschießungen erinnern.

Man muss nur mal die Zahl der kolportierten „Banditen“ in Russland, Belarus und jetzt Kasachstan zusammenzählen, dann müsste auch der Letzte merken, in welchem Sumpf dieser Postsowjetismus angekommen ist.

Und nein - jegliche Gleichsetzungen mit irgendwelchen Ereignissen im Westen verbieten sich hier schon im Ansatz! Wird trotzdem in Endlosschleife versucht werden.

11:07 Uhr von Sisyphos3

Was tun die Demonstranten, wäre wichtig zu erfahren.
demonstrieren die wie man es "gewohnt" ist, Transparente tragen, Sprechchöre …
oder sieht es so aus, dass sie marodierend durch die Stadt ziehen,
Geschäfte plündern, Polizisten/Beamter lynchen und alles in Brand setzen.


Es sind keine Demos mit Transparenten und Sprechchören.
So was gibt es in Autokratien nicht.

Seit 2019 hat Kasachstan einen neuen Präsident nach 29 Jahren in Folge Nursultan Nasarbajew (seit der Unabhängigkeit 1991).
Auslöser der Unruhen war der verdoppelte Preis für Gas zum Heizen und Autofahren. Ein Präsidentenwechsel nach dem Ewigen führt immer zu Umbruch in den Politischen Verhältnissen.

Friedliche Veränderungen in Diktaturen sind sehr selten. Deswegen kommt es immer wieder zu Gewalttätigkeiten. So wie nun auch in Kasachstan, wo die Protestierenden u.a. den Flughafen in Almaty besetzt und lahm gelegt hatten.

Und dann kommt die Staatsmacht mit dem Schießbefehl zum Diktator-Erhalten.

das letzte Mittel

Wenn man die Bilder ungezügelter Gewalt sieht bei der zahlreiche Sicherheitskräfte getötet oder verletzt wurden, Gebäude in Brand gesteckt und sich die Menge bewaffnet hat, kann man wohl kaum von spontanen Demonstrationen ausgehen. Sondern von geplanten bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, die nach den Erfahrungen der Vergangenheit, mit dem Positiven Begriff einer Farbenrevolution besetzt, dieser recht nahe kommen. Schießbefehle sind sicher das letzte Mittel der Beherrschung solcher Auseinandersetzungen, aber die erste Verantwortung liegt bei jenen, die mit brutaler Gewalt die Städte verwüsten, sowie deren Hintermänner.

11:07 Sisyphos3

"Erteilt Schießbefehl, hört sich extrem drastisch an....."

ich denke das wird absichtlich so formuliert.
Schießbefehl hört sich so an, dass die Polizei schießen muss dabei ist es eigentlich die Erlaubnis, dass sie bei Gefahr schießen dürfen also eigentlich wie überall auf der Welt.

@ 07. Januar 2022 - 11:20…

@ 07. Januar 2022 - 11:20 Uhr von H. Hummel
"Der Kasachische Präsident ist einer von vielen ..... Handlanger Putins.
.... Diese "Staaten" machen sich schon im Ansatz lächerlich, wenn sie das Wort Demokratie auch nur in den Mund nehmen. ...
Es ist nicht alles "unsere Sache"!"
__________
Vollkommen richtig. Nicht jedes Land der Welt eignet sich für die Demokratie. Alle Versuche, z.B. in der arabisch-muslimischen Welt Demokratie einzuführen, sind krachend gescheitert: Ägypten, Syrien, Libyen, ....
Insofern sollten wir auch in kulturell fremden Regionen auch nicht immer auf diesem Regierungsprinzip beharren. Herrn Putins großer Erfolg in Ländern wie z.B. Syrien besteht ja genau darin, dass sein Menschenbild der dortigen Bevölkerung mehr der Realität entspricht. Er hat auch für Kasachstan das richtige Konzept.

11:20, H. Hummel

>>In diesem Zusammenhang bin ich auch gegen eine Abstrafung der Beteiligten durch den Westen. Die Bevölkerung dort hat die Staaten über Jahrzehnte getragen ...<<
.
Hat so das? Oder wurde sie gar nicht gefragt?
.
>>Esist nicht alles "unsere Sache"!<<
.
Haben Sie den Artikel gelesen, der unter dem steht, den wir hier kommentieren? Da werden die Wirtschaftsbeziehungen zu Kasachstan thematisiert. Was in Kasachstan passiert, hat durchaus Auswirkungen in Deutschland.

China janusköpfig, wie man es kennt

Wieder ein perfektes Beispiel abgebend: Auf der einen Seite nach einer Politik der Nichteinmischung krähen, gleichermaßen aber den Eingriff ausländischer Kräfte zur Niederschlagung der Aufstände befürworten.

IUn anderen Laendern ist die Reizschwelle niedriger

als zb in D.
Und auch der Lebensstandard.

Was die Deutsche Moechtegern - Mittelschicht murrend wegsteckt fuehrt in aermeren Laendern zu Aufstaenden.

Und Kasachstan ist aermer.

Schaut man sich Berichte aus der Zeit vor den Unruhen an, stand Kasachstan als Musterschueler der Liberalisierung da.
Und war ein von D gechaetzter Handelspartner.

Gewalteinsatz haetten wir wohl auch, wenn die Kasachen beim Zettel - Falten alle 4 Jahre mehr Auswahl haetten.
Ein Schiessbefehl ohne Vorwarnung ist dennoch mehr als grenzwertig.

Und man kann nur hoffen, das hier nicht ein neues Syrien entsteht.
Die Vorraussetzungen sind dieselben.
Ein Autoritaeres Regime.
Eine Versorgungskrise.
Zunehmnder Einfluss radikaler sunnitischer Muslime.

Russland wird sich kümmern

Das gute RU und vor allem der kluge und stets besonnene Präsident PUtin wird die Situation stabilisieren, das geschieht ja bereits.
Es wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird; der deutschen Wirtschaft wird kaum Ungemach entstehen also keine Sorge.
Der sog. "Westen" sollte jetzt Ruhe bewahren und nicht mal wieder indirekt gegen das gute RU aufwiegeln.

"Der kasachische Präsident…

"Der kasachische Präsident hat der Polizei angesichts der seit Tagen anhaltenden Proteste einen Schießbefehl erteilt." Liebe Tagesschau Vielleicht wäre es ja interessant in dem Artikel auch zu erwähnen das Polizisten von den "Demonstranten" geköpft wurden das man Polizeiwachen und TV Sender in Brand gesteckt hat. Das es zu massiven Plünderungen gekommen ist und ein Teil der "Demonstranten" mit automatischen Waffen ausgerüstet ist.

@ 11:20 Uhr von H. Hummel

"Das Land reich an Bodenschätzen und eine schon manische Angst vor einem auch nur im Ansatz möglichen "Flächenbrand"."

Schon mal auf der Karte angesehen, wo das Land liegt? Zwischen China und Russland. Die USA würden sich über Stützpunkte hier sicher freuen! Und Uran braucht man im Westen auch.
Ich glaube hier geht es um andere Dinge!

@Egleichhmalf "So war es…

@Egleichhmalf "So war es auch bei der friedlichen Revolution 1989 in der DDR" Ich gehöre zur der Generation die 89 an der friedlichen Revolution beteiligt war, sogar sehr aktiv in einer oppositionellen Gruppe. Und ja wir sind von außen Unterstützt worden, mit allem was wir in der DDR nicht besorgen konnten. Das waren Kopierer, Videokameras, Rekorder natürlich auch finanziell und vieles mehr. Manchmal ist die Welt halt komplizierter als man sie sieht.

11:25 Egleichmalf

"Das ist nichts anderes als Aufruf zum Mord....."

Blödsinn, dass die Polizei bei Gefahr und zur Gefahrenabwehr schießen darf ist Standard.
Recht großzügig beim Schießen zur Gefahrenabwehr sind die Cops.

re 11:34 jukep: Schießbefehle überall?

>>So wie es aussieht würde bei dieser Sachlage jedes Mitglied der Weltgemeinschaft so handeln wie der kasachische Präsident. Da spielt es keine Rolle ob Monarchie, Plutokratie, Demokratie oder Diktatur<<

Schießbefehl auf „20.000 Banditen“ „ohne Vorwarnung“?

Klar, dass würden „wir“ hier auch so machen. Ginge ja gar nicht anders....

Als wenn es zwischen einer Demokratie oder Diktatur hier einen Unterschied gäbe....

Am 07. Januar 2022 - 11:40 Uhr von schabernack

"Auslöser der Unruhen war der verdoppelte Preis für Gas zum Heizen und Autofahren."

Na, da gibt es effektive Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels...... und schon gibt es Unruhen....

11:20 Uhr von H. Hummel

Hier rächt es sich, dem großen Bruder die Gelegenheit gegeben zu haben, an einer Sowjetunion VOL 2 zu Arbeiten ... mit Erfolg zu arbeiten.

In Kasachstan kommt hinzu, dass es nie einen tatsächlichen Bruch mit sowjetischer Tradition gab. Nursultan Nasarbajew war seit 1984 Chef der KP in Kasachstan. Michail Gorbatschow wollte ihn zum Vize ernennen, aber er hat das abgelehnt. Dann war er seit Anbeginn Präsident in Kasachstan. Die Hauptstadt heißt seit kurzem «Sultan».

Und dann ist in Kasachstan noch die Legende Weltraumbahnhof Baikonur. Kein Museum, sondern immer noch der wichtigste Weltraumbahnhof für Russland. Obwohl sie nun auch einen moderneren neuen auf eigenem Territorium haben.

Die ganzen Republiken der Ex-UdSSR in Zentralasien mit dem -an am Ende vom Landesnamen sind alle noch sehr sowjetisch geprägt auch 30 Jahre nach Ende der UdSSR. Mehr als die einstigen Sowjetrepubliken in Europa. Mit Ausnahme von Belarus. Aber dort ist der Ewige Lukaschenko.

Vergleich

Was wäre wenn bei uns bewaffnete "Demonstranten" Regierungegebäude stürmen oder die Zugänge zu Krankenhäuser blockieren würde?

Eben in den Nachrichten gehört:
"Schießbefehl auf Demonstranten"
Oder ein Schießbefehl auf Terroristen?

Kasachstans Präsident erteilt Polizei Schießbefehl bei Prot....

Die Situation in Kasachstan hat jetzt auch schon Auswirkungen auf internationaler Ebene: Wegen der Drosselung des Internets können weniger Kryptowährungen produziert werden. Kasachstan ist für 18 Prozent der sogenannten Bitcoin-Hashrate verantwortlich. Berichten zufolge ist die Hashrate des Bitcoin-Netzwerkes wegen des Ausfalls in Kasachstan um zwölf Prozent gesunken.

Auch der Uran-Preis auf dem internationalen Markt stieg am Donnerstag auf 45,25 Dollar pro Pfund gegenüber unter 42 Dollar am Vortag.

Aber ob es da so ausgeht wie die polnische Zeitschrift "Wprost" es gerne hätte, einen Aufruhr im russischen Hinterland ?

Fehlende Führungsstärke

Kasachstan ist reich an Bodenschätzen und leidet unter einer autoritären Regierung. Natürlich kann es eine Regierung nicht zulassen, wenn Gruppen von Demonstranten marodierend und plündernd durch die Städte ziehen. Aber ein Schießbefehl ohne jede Vorwarnung? Dies übersteigt dann doch die Grenzen staatlicher Maßnahmen. Schade, dass Putin nicht mäßigend auf seinen kasachischen Amtskollegen einwirkt. Wer blindlings auf die Bevölkerung schießen lässt, zeigt Hilflosigkeit, Verkommenheit und nicht das, was Kasachstan so dringend brächte: Führungsstärke und Zusammenhalt.

So sind die Unterschiede!

Der eine gibt Schüsse auf "Terroristen" frei, der andere wählt für deren Auslöschung Drohnen.

Was sollte der Präsident Kassym-Jomart Tokajew tun ?

Da sind im Land Leute unterwegs, die gewaltsame Unruhen anzetteln und das Ganze drohte auszuufern.
Hätte er dabei zusehen sollen, wie das ganze Land nach und nach im Chaos versinkt ? Oder hätte er zu den Gewalt bereiten Demonstranten "Bitte, Bitte, hört doch auf" sagen sollen, und er hätte die Behörden anordnen sollen dass sie Gaben an die Gewalt bereiten Demonstranten verteilen, mit der großen Bitte endlich aufzuhören ?
Oder wie wäre es denn gewesen, wenn in Deutschland wg den Corona-Massnahmen solche gewaltsamen Unruhen im Land ausgebrochen worden wären ? Sicherlich hätte es hier kein "Bitte, Bitte. Hört doch auf" von der Bundesregierung und den MPs gegeben ...

Der Ruf nach Freiheit lässt sich nicht mit Gewehren unterdrücken

In Kasachstan wie in vielen anderen Staaten der Ex-Sowjetunion ist der Ruf nach Freiheit vernehmbar und nicht mehr zu unterdrücken. Die von der SU ererbte alte Nomenklatur hat sich auch in Kasachstan einfach über die alten Strukturen der Sowjets gelegt und autokratisch weiter regiert. Dagegen regt sich nun offenbar Widerstand breiter Volksschichten wie das auch in Belarus schon war.
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Da die kasachische Regierung den Nachrichtenfluss unterbindet, wo sie nur kann, ist nichts darauf zu geben, wie sie die Protestierenden einschätzt. Für Autokraten sind alle Demonstranten immer Terroristen.
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Niemand weiß, von wem die Gewalteskalation ausging und wieviele Zivilisten dabei ums Leben kamen.
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Polizisten töten geht nicht und muss mit polizeilichen Mitteln unterbunden werden. Auf Demonstrierende mit militärischen Waffen zu feuern, geht allerdings auch nicht.

Aus dem Ausland gesteuert?

Und wieder eine "demokratische" Regierung der niemals in den Sinn kommen könnte das deren Volk auf die Straßen geht weil es wohl doch nich alles so doll is im eigenen Land. Stattdessen werden wieder die immer gleichen Phrasen gedroschen, wie das ganze sei aus dem Ausland iniziert und gesteuert. Kommt einem ja bekannt vor...siehe Russland.
Da macht man es dann ganz demokratisch und holt die Waffen raus um die Bevölkerung in Schach zu halten...alles schon zig mal dagewesen.

11:44, zöpfchen

>>Vollkommen richtig. Nicht jedes Land der Welt eignet sich für die Demokratie. Alle Versuche, z.B. in der arabisch-muslimischen Welt Demokratie einzuführen, sind krachend gescheitert: Ägypten, Syrien, Libyen, ....
Insofern sollten wir auch in kulturell fremden Regionen auch nicht immer auf diesem Regierungsprinzip beharren. Herrn Putins großer Erfolg in Ländern wie z.B. Syrien besteht ja genau darin, dass sein Menschenbild der dortigen Bevölkerung mehr der Realität entspricht. Er hat auch für Kasachstan das richtige Konzept.<<
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Ihr Kommentar beweist, daß auch nicht jeder Deutsche mit der Demokratie etwas anfangen kann. Was auch mit dem Menschenbild zusammenhängt.
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Haben Sie eigentlich schon einmal Bücher von Autoren aus den von Ihnen für demokratieuntauglich erklärten Ländern gelesen? Das ist sehr zu empfehlen, würde Sie aber vielleicht ein wenig verwirren. Wegen Ihres Menschenbildes.

Spontane Demonstrationen?

Wenn man die Bilder der Zerstörung sieht, dann ist für mich klar, dass das keine spontanen Demonstrationen waren sondern es sich hier um organisierte Gewalt handelte. Wer dies wohl organisiert hat? Ein Schelm, der den bösen Westen dafür verantwortlich macht - hat Kasachstan doch soooo viele tolle Rohstoffe, auf die der Westen schon lange ein begehrliches Auge geworfen hat.

Wir sollten auf alle Fälle unsere Finger von diesem Konflikt lassen. Aber sicher werden wir den Amis leider wieder nachhecheln...

@11:09 Uhr von wosu0106

"... In Videos ist zu sehen wie Demonstranten die automatische Gewähre bekommen ..."
Die Berichterstattung ist mit Vorsicht zu geniessen.
Egal, wer von dort berichtet, berichtet gefiltert.
Das Einzige, was offensichtlich ist, dass es Gewalt bereite Demonstranten gab. Hier ist aber völlig unklar, wer sie geschickt hat.
Nun ist die Lage offensichtlich völlig eskaliert, und hier half wohl nichts anderes mehr als die staatlich organisierte Gewalt gg Gewalt bereite Demonstranten.
Es gab sicherlich viel mehr friedliche Demonstranten, aber über die wird mal wieder nicht so zentral berichtet, wie über die Gewalt bereiten Demonstranten.

Der Einsatz russischer Interventionstruppen mach misstrauisch

Die Geschwindigkeit, mit der Putin seine Fallschirmjäger nach Kasachstan beordert hat, gibt allen Anlass, misstrauisch zu sein. Das sieht nach längerer Vorbereitung aus.
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Zu geschmeidig passt die Situation in Kasachstan zu seinen Bestrebungen, die Ex-Sowjetrepubliken stärker an sein Regime zu binden. Wer sind die Provokateure unter den Demonstranten und für wen spielen sie ?
-
Das wird sich die internationale Staatengemeinschaft näher anschauen müssen.

@ 11:07 Uhr von Sisyphos3

Um zu verurteilen, dass ein Staatspräsident den Schießbefehl auf Demonstrierende freigibt, muss man nicht jedes Detail jedes Demonstranten kennen. Das ist menschenrechtswidrig und ein Kennzeichen für diktatorische autoritäre Systeme.

Was ich nicht

verstehe, das ein Land was so reich an Öl und Gas ist, den Preis im Inland so erhöhen muss.
Und das Demonstranten Sicherheitskräfte umbringen und auch Waffen vorhanden sind, das hat mit Demonstranten wenig zu tun.
Aber ich weiß zu wenig über das Land, und was es für Waffengesetze gibt, aber Demonstrationen sind was anderes, das sieht eher nach Aufstand aus.

11:37 Uhr von teachers voice

>>>Und nein - jegliche Gleichsetzungen mit irgendwelchen Ereignissen im Westen verbieten sich hier schon im Ansatz! <<<

Ich will keinen Kommentar zur Lage in Kasachstan abgeben. Dazu weiss ich zu wenig.
Aber, könnten Sie Ihren obigen Satz noch begründen, warum sich das für Sie verbietet?
Mir fallen da z.B. die Gelbwestenproteste in Frankreich ein. Der Beginn lag in der drastischen Energiepreiseerhöhung durch Herrn Martin. Natürlich gab es (meines Wissens nach) keinen Schießbefehl. Das Vorgehen der Polizei gehen die Demonstranten war aber in Teilen schon grenzwertig für "den Westen".

re 11:44 zöpfchen: Putins Menschenbild

>> Herrn Putins großer Erfolg in Ländern wie z.B. Syrien besteht ja genau darin, dass sein Menschenbild der dortigen Bevölkerung mehr der Realität entspricht. Er hat auch für Kasachstan das richtige Konzept.<<

Klar, „Putins Menschenbild“ entspricht immer genau der „dortigen Bevölkerung“! Deshalb wird er auch überall so begeistert empfangen. Jedenfalls von allen Kleptokraten, deren „Menschenbild“ auch immer zufällig der „dortigen“ Bevölkerung entspricht. Faszinierend...

Blöd nur, dass es überall doch noch ein paar „20.000 Banditen“ gibt, die ihr völlig falsches Menschenbild der Bevölkerung aufdrücken wollen.

Da muss man halt mal „hart durchgreifen“ - schließlich will es „die Bevölkerung“ ja so.

Jetzt fehlt nur noch: „Ist bei uns auch nicht anders...“

11:40 Uhr von schabernack

Friedliche Veränderungen in Diktaturen sind sehr selten.

Und dann kommt die Staatsmacht mit dem Schießbefehl z
-----------
.
war es beim G 20 Gipfel in Hamburg friedlich ?
in Rostock-Lichtenhagen "nur" ein paar Hundert Rechtsradikale
aber 3.000 "normale" Bürger die applaudierten
also ich bin da Zwiegespalten, was tun

hätte das nicht auch eskalieren können ?
was dann zuschauen oder schießen als Ultima Ratio

11:41 Uhr von der.andere

Schießbefehle sind sicher das letzte Mittel der Beherrschung solcher Auseinandersetzungen, aber die erste Verantwortung liegt bei jenen, die mit brutaler Gewalt die Städte verwüsten, sowie deren Hintermänner.

In den ganz schlichten Denkwelten kann es nie und nirgendwo wen geben, wer ohne «Hintermänner» agiert. Wer sind nun wohl in Kasachstan die mysteriösen Volkslenker? Wahrscheinlich reicht einmal raten mit U am Anfang aus. Das ist ja immer so, und es kann auch gar nicht anders sein.

12:02, sonnenbogen

>>Am 07. Januar 2022 - 11:40 Uhr von schabernack
"Auslöser der Unruhen war der verdoppelte Preis für Gas zum Heizen und Autofahren."
Na, da gibt es effektive Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels...... und schon gibt es Unruhen....<<
.
Das kann man nicht einmal mehr als albern bezeichnen, sondern nur noch als zynisch.

12:09 Uhr von MehrheitsBürger

Der Ruf nach Freiheit lässt sich nicht mit Gewehren unterdrücken
------
.
geht´s um Freiheit oder Öl und Gaspreise die der Bürger nicht bereit ist zu bezahlen ?

Wenn ein Präsident

auf sein Volk schießen lässt,
hat das Volk das Recht auf seinen Präsidenten zu schießen.
Sic semper tyrannis!!

12:06 Uhr von Adeo60

Fehlende Führungsstärke
Wer blindlings auf die Bevölkerung schießen lässt, zeigt Hilflosigkeit,
---------------
.
was wissen wir denn schon was dort abgeht !
Hilflosigkeit weil er nicht weiß wie er die Gewalt in den Griff bekommen kann
Fehlende Führungsstärke weil er jetzt ne Grenze setzt
also ich weiß es nicht !

Ich bemühe mich...

...immer, in öffentlichen Nachrichten auch zwischen den Zeilen Wahrheiten oder zumindest den Impetus des Verfassers zu finden.
_
In der vorliegenden Nachricht wird formuliert (Zitat): "Der Airport der Millionenstadt war zeitweise von Demonstranten besetzt gewesen". Eine solche Besetzung wird sicher nicht ohne Anwendung mittelbarer oder unmittelbarer Gewalt vonstatten gegangen sein. Hinzu kommen allgemein nicht näher lokalisierte Meldungen bzgl. getöteter Polizisten oder Sicherheitskräfte.
_
Deshalb frage ich: Sollte und kann man vor dem bisher bekannten Hintergrund die Besetzer öffentlicher Einrichtungen (hier der Airport) als "Demonstranten" bezeichnen..?

Verachtung der Gewalt, aber..

Hallo,

natürlich verachte ich derartige Gewalt, aber ich kann mir kein endgültiges Bild der dortigen Lage machen.

Mir ist der genaue Wortlaut des Befehls nicht bekannt.

Zunächst lese ich es so, dass der Befehl sich gegen militante Gruppen richtet.

Daraus wird gemacht, ohne Vorwarnung auch gegen Kinder.

Die Vorwarnung besteht bereits darin, dass wohl jedem der betroffenne Menschen der Befehl bekannt sein dürfte.

Und ja, ich denke oft daran, wer die Finger wohl im Spiel haben könnte.
Wäre es im positiven Sinne, in Ordnung, aber leider geht es ja nicht um die Menschen.

Ich erinnere mich an eine Karikatur:

Der Himmel war überfüllt mit Kampfflugzeugen der verschiedensten Nationen, dann kam noch ein deutsches Flugzeug und fragte verzweifelt an, wo es den noch ein freies Plätzchen finden könnte.

Es war der Himmel über Syrien.

12:08, CoronaWegMachen

>>Oder wie wäre es denn gewesen, wenn in Deutschland wg den Corona-Massnahmen solche gewaltsamen Unruhen im Land ausgebrochen worden wären ? Sicherlich hätte es hier kein "Bitte, Bitte. Hört doch auf" von der Bundesregierung und den MPs gegeben ...<<
.
Scharf in die Menge schießende Polizei gäbe es hier wohl nicht. Vor allem gäbe es hier eine große Mehrheit von Bürgern, die sich Gewalttätern in den Weg stellen würden.

re 12:00 jukep: Polizei

>>11:25 Egleichmalf
"Das ist nichts anderes als Aufruf zum Mord....."
Blödsinn, dass die Polizei bei Gefahr und zur Gefahrenabwehr schießen darf ist Standard<<

Eben, und die Polizei hat auch bei der Erstürmung bzw. Verteidigung des Parlaments nicht auf einen Schießbefehl gewartet.

Der Schießbefehl bezieht sich eindeutig auf die „20.000 Banditen“, womit ab heute wie zuvor in Belarus schlicht alle Oppositionelle gemeint sind.

@CoronaWegMachen, 12:08 Uhr

In Deutschland gibt es ja auch bereits im Rahmen von Corona-Demonstrationen und in verschiedenen Chats offene Aufrufe zur Gewalt und zu Umsturzversuchen. Politiker der demokratischen Parteien werden mit Mordaufrufen versehen. (noch) nicht vergleichbar mit den Zuständen in Kasachstan, aber man sieht, wozu extremistische Gruppierungen, sprachliche Verrohung und Gewalt fähig sind, wenn sie gezielt orchestriert werden. In Kasachstan ist freilich ein Regime an der Macht, welches korrupt und autoritär agiert. Nicht alle Demonstraten sind Teil der Chaostruppe, die zurecht auf staatliche Abwehrmaßnahmen trifft. Ein Schießbefehl ohne jede Vorwarnung genügt jedenfalls nicht den Anforderungen eines Rechtsstaates.

12:06, Bernd Kevesligeti

>>Aber ob es da so ausgeht wie die polnische Zeitschrift "Wprost" es gerne hätte, einen Aufruhr im russischen Hinterland ?<<
.
Ach, Kasachstan ist für Sie russisches Hinterland?
.
Interessant.
.
Würden Sie denn auch beispielsweise Mexiko als Hinterhof der USA bezeichnen?

Polizei Schießbefehl

Vermutlich hat er kaum eine andere möglichkeit recht und Ordnung gegen diese Brandstiefter und Kriminellen wieder herzustellen.

Wir haben ja auch schon schlechte Erfahrungen mit demonstrationen und dann krimminellen Protesten in Hamburg, Hambach, Berlin oder Leibzig gemacht.

ICH BIN SKEPTISCH

wenn russische Streitkraefte wieder etwas in einem Nachbarland in die Hand nehmen.

Da kommt nichts Gutes nach. Kasachstan ist ein korruptes Land. Putin braucht diese Korruption in den Nachbarlaendern zur eigenen Machtsicherung. Ich will nicht der Gewalt das Wort reden, aber die Nachbarlaender begehren offensichtlich auf. Und in Russland gaehrt es auch.

12:03, Der Nachfrager

>>Vergleich
Was wäre wenn bei uns bewaffnete "Demonstranten" Regierungegebäude stürmen oder die Zugänge zu Krankenhäuser blockieren würde?
Eben in den Nachrichten gehört:
"Schießbefehl auf Demonstranten"
Oder ein Schießbefehl auf Terroristen?<<
.
Kennen Sie eine funktionierende Demokratie, in der es so etwas gab oder gibt?
.
Ich nicht.

Schüsse auf die Bevölkerung

Und Söldner aus "befreundeten" Ländern schießen mit. Woher kommt uns das bekannt vor?

@ W120

natürlich verachte ich derartige Gewalt, aber ich kann mir kein endgültiges Bild der dortigen Lage machen.
Mir ist der genaue Wortlaut des Befehls nicht bekannt.

Bei keinem Schießbefehl eines Regimes an die Armee und Polizei ist uns der genaue Wortlaut bekannt. Also können wir totalitäre Regime weiterhin immer schön relativieren.

12:06 Uhr von Bernd Kevesligeti

Aber ob es da so ausgeht wie die polnische Zeitschrift "Wprost" es gerne hätte, einen Aufruhr im russischen Hinterland ?

Russisches Hinterland … Kasachstan der 9. größte Flächenstaat der Welt.
27% von Kanada sind auch Hinterland der USA.

Viele Tote

Wie viele Tote es gab, werden wir nie erfahren - so wenig wie beim Tiananmen Massaker. Es gibt keine freie Presse in Kasachstan.

Ich hoffe, dass der Konflikt nicht in ein zweites

Tschetschenien ausartet. Die Proteste sind echte Proteste gegen die Korruption in einem Land , das mega reich an Ressourcen ist, die Mehrheit der Bevoelkerung hingegen hungert.

Der President ist offensichtlich eine Putin Marionette.

Man fragt sich, woher die Demonstranten Waffen haben und warum geschossen wurde. Da braucht man mehr Hintergrundinformation, um die Zusammenhaenge verstehen zu koennen.

von fathaland slim 12:29

Das war ein Zitat aus der Warschauer Zeitschrift Wprost. Sie schrieb vom russischen Hinterland.
Was sie wahrscheinlich geändert haben will. In ein anderes Hinterland....

Am 07. Januar 2022 - 13:14 Uhr von Ken Jepson

Hallo Ken Jepson,

es bleibt Ihnen überlassen, wenn sSe über etwas pauschal urteilen möchten.

Aber, ich bin auch nicht der "westliche Werturteiler".

@ Bernd Kevesligeti

Aber ob es da so ausgeht wie die polnische Zeitschrift "Wprost" es gerne hätte, einen Aufruhr im russischen Hinterland ?

Die Korruption entläd sich in Unzufriedenheit und die bricht irgend wann in Aufruhr aus.
Es gibt jetzt zwei Wege, entweder ein Überwachungsstaat mit brutaler Unterdrückung oder eine freiheitliche Demokratie.

Am 07. Januar 2022 - 12:12 Uhr von fathaland slim

Hallo fathaland slim,

danke.

Bei Ihrem Hinweis fiel mein Blick auf zwei Bücher Scholl-Latours, die ich (zu meiner Schande) noch nicht gelesen habe.

Es geht um "Arabiens Stunde der Wahrheit" und um "Koloss auf Töneren Füssen".

12:15, Gogolo

>>Spontane Demonstrationen?
Wenn man die Bilder der Zerstörung sieht, dann ist für mich klar, dass das keine spontanen Demonstrationen waren sondern es sich hier um organisierte Gewalt handelte. Wer dies wohl organisiert hat? Ein Schelm, der den bösen Westen dafür verantwortlich macht - hat Kasachstan doch soooo viele tolle Rohstoffe, auf die der Westen schon lange ein begehrliches Auge geworfen hat.
Wir sollten auf alle Fälle unsere Finger von diesem Konflikt lassen. Aber sicher werden wir den Amis leider wieder nachhecheln...<<
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Ja, die Amis. Die ja bekanntlich ein großes Interesse an instabilen Verhältnissen haben, wegen Rohstoffen. Ungeheuer logisch...
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Ich bitte aber zu bedenken:
Die USA haben selbst genug Gas und Öl und geben sich große Mühe, ihr Handelsdefizit zu verringern, also weniger einzuführen.
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Deutschland hingegen ist wichtiger Handelspartner Kasachstans. Siehe Nachbarartikel. Was man da überhaupt nicht gebrauchen kann, sind instabile Verhältnisse.

@ CoronaWegMachen

Oder wie wäre es denn gewesen, wenn in Deutschland wg den Corona-Massnahmen solche gewaltsamen Unruhen im Land ausgebrochen worden wären ?

Wir würden nicht das Internet blockieren, würden nicht auf die Menschen schießen und würden auch nicht sagen, sie seien ausländische Agenten gewesen.

„ausländische Kräfte“

„von ausländischen Kräften gesteuert“ ist immer das Totschlagargument Nummer eins, wenn man gegen Proteste vom Volk vorgehen will.

@ 11:51 Uhr von heribix

"Liebe Tagesschau Vielleicht wäre es ja interessant in dem Artikel auch zu erwähnen das Polizisten von den "Demonstranten" geköpft wurden das man Polizeiwachen und TV Sender in Brand gesteckt hat. Das es zu massiven Plünderungen gekommen ist und ein Teil der "Demonstranten" mit automatischen Waffen ausgerüstet ist."
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Das sind ja entscheidende Informationen die nicht fehlen dürfen! Sonst schätzt man die Aussage mit den Schießbefehl ja völlig falsch ein.
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Trotzdem sollte der Präsident vorrangig an einer friedlichen Lösung arbeiten, z.B. Neuwahlen anbieten etc..

Ein spitzenmäßiges…

Ein spitzenmäßiges Abwehrkonzept, wer demonstriert wird wie ein Kaninchen abgeknallt und um dem verdächtigem Restvolk zu zeigen, wie man Demokratie zu leben hat, holt Tokajew den großen Superdemokraten Putin in‘s Land. Der erledigt den Rest, wie bekannt, ja total demokratisch natürlich. Vielleicht findet sich bei all den immer mehr werdenden Konflikten doch noch mal jemand, der den Putins der Welt samt ihren Lakaien entsprechend seine Dankbarkeit zeigen kann? Ich bin mir sicher, das ist bestimmt nur eine Frage der Zeit.

@fathaland slim 12:31 Uhr

"...eine funktionierende Demokratie, in der es so etwas gab..."
Na ja, Griechenland,, Spanien, Portugal, Türkei sind doch inzwischen zumindest wirklich oder tatsächlich nicht wirklich funktionierende Demokratien in "unserem" Sinne. Aber "gab" ist nun wirklich grob.
Schaut man mal auf den Globus, wird man sehen, dass Kasachstan eine Westeuropa vergleichbare Fläche hat. Und in etwa ähnlich viele Völkerschaften mit sehr unterschiedlichen Kulturen. Ich will es nicht verniedlichen, aber die einigermaßen zusammenzuhalten ruft nach starker "Führung".
Hinzu kommt, dass etliche exsozialistische Länder mit oft genug nationalistischen (z.B. Ukraine, Polen, Ungarn) Potentaten gesegnet sind, andere mit Kleptokraten oder vielleicht sogar wenig Befähigten. So "schön" wie in dem deutschen Exstaat, wo man einfach die komplette "Elite" quasi beseitigt und oft genug drittklassig ersetzt hat, ging es nunmal dort nicht.

12:17 Uhr von Sisyphos3 / @schabernack

«Friedliche Veränderungen in Diktaturen sind sehr selten.
Und dann kommt die Staatsmacht mit dem Schießbefehl z»
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… in Rostock-Lichtenhagen "nur" ein paar Hundert Rechtsradikale
aber 3.000 "normale" Bürger die applaudierten
also ich bin da Zwiegespalten, was tun.
hätte das nicht auch eskalieren können ?
was dann zuschauen oder schießen als Ultima Ratio


So richtig plump ist es Ihnen diesmal nicht gelungen, Zitate anderer zu verstümmeln, um dann zusammenhangloses Zeug darauf zu antworten. Das z.

Und dann kommt die Staatsmacht mit dem Schießbefehl zum Diktator-Erhalt.

So hatte ich das geschrieben. Aber egal und lächerlich zugleich.

Wieder unvergleichlich unnachahmlich ungelungene Beispiele.
In Rostock war die Polizei untätig. Zu der Zeit war im Osten so was wie «Polizei-Vakuum». Heute würden Spezialeinheiten + GSG9 solche Irren abräumen ohne zu schießen.

Das Beste ist aber, dass Sie entscheidend nie was zum Schießbefehl zu sagen haben.

13:23, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 12:29
Das war ein Zitat aus der Warschauer Zeitschrift Wprost. Sie schrieb vom russischen Hinterland.
Was sie wahrscheinlich geändert haben will. In ein anderes Hinterland....<<
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Polnisches?
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Aber wenn sie „russisches Hinterland“ schreibt, dann liegt sie ja doch wohl eher auf Putins Linie.

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