Kommentare - Fast jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte ist Geringverdiener

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Nicht jeder kann „Häuptling“ werden

Zu dem Bruttolohn bei Friseuren und Gastronomiebetrieben kommt noch das TRINKGELD – und zwar netto. Steigert natürlich NICHT die spätere Rente. Der Normalverbraucher muss diese Dienste auch noch bezahlen wollen / können. Ich habe vor einigen Jahren meine immer teurer werdenden Friseurbesuche etwas „gestreckt“. Statt alle 6 Wochen gehe ich alle 7 Wochen hin.

Leiharbeitern (sind auch Ingenieure dabei) werden von großen Betrieben angefordert, WEIL sie billiger als die eigenen Angestellten sind. Da hat die Gesetzesänderung vor 5 / 6 Jahren nichts geändert. Die Fremdfirmenmitarbeiter wurden nur noch tageweise statt die ganze Woche im Unternehmen beschäftigt, damit KEINE höheren Gehälter gezahlt werden mussten. Die freigestellten Tage mussten diese Mitarbeiter dann im eigenen Betrieb mit Aushilfsarbeiten verbringen.

Ein toller Job sieht anders aus – aber besser als arbeitslos zu sein ist es immer noch.

17:48 Uhr von fathaland slim

Wie schön für Sie. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Meins wäre das nicht.
------
.
wo liegt das Problem
sie scheinen mit ihrem Leben glücklich so wie ich mit meinem
... und wegen mir muß sich kein anderer Einschränken dass seine Steuern /
seine Arbeitsleistung mein Auskommen sichern müssen

@16:22 Uhr von Carlos12

>> Wenn man davon ausgeht, dass die Verteilung der
>> Arbeitseinkommen einer Gaußkurve entspricht, MUSS
>> es immer Geringverdiener geben.
NOPE!
Wenn Sie von einer vollkommen aus der Luft gegriffenen Behauptung als Basis für Ihre Argumentation ausgehen, MUß Ihr Ergebnis falsch sein!
.
>> Es handelt sich nicht um einen Skandal.
Nope. -.-
Es handelt sich um den Fall, daß Sie anscheinend nicht die geringste Ahnung haben, was die Gaußsche Glockenkurve ist und wo sie Anwendung findet. -.-

nicht um einen Skandal.

@17:35 Uhr von draufguckerin

//Wenn jemand den ganzen Tag arbeitet, muss er so viel verdienen, dass es zum Leben reicht. Wenn man mit einem unqualifizierten Helferjob letztlich mehr hat als jemand, der eine gute Ausbildung hat, dann stimmt was nicht.//
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Niemand wird mehr ausgebeutet als Menschen, die auf Hilfsjobs angewiesen sind. Und diese Menschen wird es immer geben. Es gibt viele Gründe, warum das so ist. Selbst verschuldet ist das nur extrem selten. Und gerade in diesen Jobs wird oft buchstäblich geschuftet. Wir alle profitieren z.B. davon, dass es öffentliche Toiletten gibt, die man betreten kann, ohne Angst vor der Cholera zu bekommen.

17:50 Uhr von schabernack

Schwarz / Weiß ist doch eher ihre Sicht.

«Arbeitstiere» vs. «Null Bock» oder «Hängematte» ist noch nicht einmal Graustufen.
..............
.,
aber doch wohl das was dazwischen liegt und ich ansprach !

@16:34 Uhr von draufguckerin: Bildungsniveau verbessern

"Pflegekräfte müssen Anweisungen lesen und ausführen können, müssen Protokolle führen. Wenn Fensterputzer keine Gebrauchsanweisungen bezügl. der Reinigungsmittel lesen können, gefährden sie sich und andere."

Ja, das müssen diese Leute können. Aber mit einem Haupt- oder Realschulabschluss sollte man das auch können. Es gibt jede Menge einfache Tätigkeiten im Dienstleistunssektor, die erforden kein besonderes Bildungsniveau. Einer Bäckereifachverkäuferin, einer Reinigungskraft, einem Fensterputzer, Bus- oder LKW-Faher bringt ein höherer Bildungsabschluss nichts.

Was diesen Menschen etwas bringt ist die Anerkennung ihrer Arbeit als gesellschaftlich notwendige Tätigkeit. Ich kenne ein paar Leute bei uns in der Firma, die immer etwas mitleidig auf die Damen der Reinigungsfirma herabsehen, weil das ja eine "minderwertige", schlecht bezahlte Arbeit ist.
Wenn man die dann fragt ob sie für etwas mehr als Mindestlohn bei uns die Klos reinigen würden, schauen sie einen ganz entsetzt an.

@17:51 Uhr von Sisyphos3

sie reden doch von Nachteilen , haben ein Klassendenken

Aha, weil ich von Nachteilen rede und diese verurteile habe ich ein Klassendenken? Das ist Doppeldenk gemäß Orwell 1984 in Reinkultur. Wenn Sie versuchen möchten, mir ihre eigene Denke anzuhängen dann wird das nicht klappen.

Und wenn Sie hier öffentlich bestreiten, dass Geringverdiener überhaupt arbeiten oder arbeiten wollen, dann ist das was, bitte?

Ich sage es Ihnen - dann sind das Vorurteile und Schemata der primitiveren Art. Ohne es zu merken, bestätigen Sie vollkommen, was ich schreibe.

Eliten-Bashing

Das Problem ist nicht, dass hochqualifizierte, fleißige, ideenreiche Menschen für ihre Arbeit einen Lohn erhalten, der selbstverständlich um ein Mehrfaches über dem Mindestlohn liegt.

Das Problem ist, dass sich ab einem gewissen Vermögen, dass sich selbst mit entsprechender Arbeit nicht innerhalb einer Generation erarbeiten lässt, sich "Arbeit" nicht mehr lohnt, sondern das Vermögen für diese Menschen arbeitet... Und zwar in der Regel sozialabgabenfrei!

17:47 Uhr von Humanokrat

Ja, das ist das bezeichnende Niveau an Überheblichkeit, welches hier oft vorherrscht, in diesem Forum, aber auch in diesem Land.

Wissen Sie, wer für welches Geld ihre Brötchen backt, den Weizen dafür anbaut, Sie im Taxi herumfährt, ihre Kinder im Kindergarten betreut usf. ? Und wieviel Geld die Leute dafür bekommen und wie die damit zurechtkommen?
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nach 35 Jahren bei sicherem Einkommen in einem Großbetrieb
stieg ich aus
Ehrenamtlich arbeite ich dann 4 Jahre lang mehrere Tage in der Woche in einer Tafel
auch da kriegt man einiges mit !

@ Sisyphos3

... mal ne Frage, wer auf ein Gymnasium will, hängt das davon ab ob die Eltern reich sind oder privilegiert sind

Meine Eltern waren weder das eine noch das andere. Und auf die Eltern unserer Kinder trifft das auch zu. (Wir haben übrigens zwei Kinder am Gymnasium und eines an der Uni.)

17:33 Uhr von schwer gestört

"Aber ich finde vieles, was wir hier in der westlichen Welt so tun ganz in Ordnung."

Nichts für Ungut. Drei Intellektuellen aus dem Morgenland sind gerade bei mir zu Besuch eingetroffen. Die haben viel von dem mit, was ich brauch. Ich klinke mich nun hier raus - in Ordnung?

17:52 Uhr von w120

und ob ne Pflegerin wirklich so schlecht verdient wie gelegentlich in den Raum gestellt !
auch ohne Nacht und Schichtzuschlag
und "Empathie" jeder Beruf setzt ne Eignung voraus
wenn ich "mit Menschen nicht kann" dann muß ich eben Programmierer werden
oder sonst was wo ich keinen Umgang mit Menschen haben muß

17:48 Uhr von fathaland slim

Ich bin 65 und arbeite weiter. Weil es mir Spaß macht. Unterstützung der Gesellschaft? Habe ich mein Leben lang auf vielfältige Arten und Weisen genießen dürfen. Transferleistungen gehörten nicht dazu.

So eine schöne Berufstätigkeit, wie Sie die als Musiker haben, drängt nicht nach Renteneintritt. Fotografieren auch nicht, aber meinen Beruf als angestellter Ingenieur möchte ich nicht länger als bis zu meinem 65. Lebensjahr ausüben. Obwohl ich mich auch dabei in keiner Weise über Arbeitsbedingungen, Arbeitsumfeld und Gehalt beklagen kann. Täte ich es doch … dann wäre das anmaßend und ungerecht in vielen Aspekten.

Fest angestellte Berufstätigkeit über einen längeren Zeitraum in schon etwas höheren Alter haben Sie (vermute ich mal) wahrscheinlich nicht kennengelernt. Ist jedenfalls was anderes, als ein relativ selbstbestimmtes Leben als Musiker.

Vielleicht mache ich als Rentner mal ein Buch mit meinen ganzen vielen Makrofotos. Wäre was nur aus Liebhaberei …

Ich frage mich übrigens…

Ich frage mich übrigens schon immer, ob es nicht volkswirtschaftlich, politisch und ethisch vorteilhafter ist, nur die Mühe, die sich jemand gibt, zum Maßstab für das Einkommen zu machen - bei entsprechendem Mindesteinkommen.
Warum alle möglichen Agenturen, Transfereinkommen, Stütze, anstatt selbst einem Behinderten für's Straße kehren so viel zu zahlen, dass er seine Familie davon ernähren und sich das Wohnen in einer Gegend leisten kann, wo er auch Arbeit findet.
Was einer verdient, gibt er letztlich auch wieder aus, das heisst, irgendwer profitiert wieder davon und die Volkswirtschaft inklusive Finanzamt ebenso. Es ist ja nicht so wie bei anderen politischen Entscheidungen, dass Werte vernichtet werden (ich denke da an die Verschrottungsprämie für perfekt instandgehaltene Autos, oder an Kraftwerke, die abgerissen wurden, ohne daß sie eine einzige Kilowattstunde liefern durften).
Frdl. Gruß, Zuschauer49

@Sisyphos 17:47 Schicksal im Griff?

Ich könnte da jetzt eine für mich entsetzlich traurige Geschichte erzählen, darüber was das Schicksal vom "im Griff halten" hält, aber das kann ich nicht. Ich gönne Ihnen ja Ihren Platz an der Sonne, aber es kann auch knüppelhart kommen.

@17:52 Uhr von w120

Bitte entschuldigen Sie, aber diese Zeilen entsprechen doch nicht Ihren anderen Ansichten.

Wollen Sie mir unterstellen, dass ich diese Aussagen als meine Meinung widergebe? Ich habe versucht, den allgemeinen gesellschaftlichen Missstand der Missachtung dieser Tätigkeiten widerzugeben. Das sollte rhetorisch sehr klar gewesen sein.

Das sind doch Ausbildungen, die nicht nur gut ausgebildete Menschen hevorbringen müssen, sondern diese müssen (sollten) noch mit einem vergessenen Verhalten, "Emphatie", ausgestattet sein.

Nicht nur Emphatie, sondern auch ein hohes Maß an Fachwissen und Einsatzbereitschaft. Und genau das habe ich beklagt, dass diese Wertschätzung nicht aufgebracht wird (Emphatie erlebt derzeit eh sehr schlechte Zeiten) und dass diesen Berufen ebend sehr wenig Emphatie entgegengebracht wird.

Haben Sie meinen Post nicht verstanden? Was ist das Problem/ihr Problem/ihre Frage?

@17:47 Uhr von Sisyphos3: Der hat es geschafft

"Italiener, grade mal Hauptschulabschluß
(wo Leute mit wenig Bildung und Migrationshintergrund herhalten müssen)
Der hat es "geschafft"
und der fing auch als kleiner angestellter Friseur an ...."

Das Problem ist doch nicht ob es EINER schaffen kann. Das Problem ist die Masse der Arbeitnehmer, die im Niedriglohnsektor arbeiten.

Nehmen wir mal an, dass alle Reinigungskräfte morgen einen Master in BWL machen. Die werfen dann alle den Lappen in die Ecke und fangen bei einer Bank an.

Wer macht dann in der Bank sauber? Wer kommt nach Feierabend und leert die Papierkörbe, saugt die Teppichböden und macht die Toiletten sauber?
NIEMAND!

Es gibt Berufe, die werden gebraucht, aber extrem schlecht bezahlt. Wenn bei Tönnies der Rumäne nicht für 3,50 Euro pro Stunde Schweine zerlegen würde, dann gäbe es keine Schnitzel für 7 Euro das Kilo.

Aber was sage ich? Wertschätzung braucht nur der Ingenieur, der Arzt oder der Rechtsanwalt. Alle anderen sind einfach zu faul.

17:58 Uhr von fathaland slim

Ja, sicher. Vom Tellerwäscher zum Millionär.
......
.
warum müssen sie immer so maßlos übertreiben ?

ist das vielleicht die Erfolgsstory die im Fernsehen kommt ?
das ist das ganz normale Leben !
Er hat wie Millionen andere in unserem Land sein Leben gemeistert
.
und warum darf nicht hinterfragt werden weshalb einige in unserem Land das nicht gebacken kriegen ?

Und jedesmal, wenn ich…

Und jedesmal, wenn ich anmerke, daß wir die niedrigsten Löhne in Europa haben, werde ich gemaßregelt. Und wenn ich sage, dass wir weiterhin 7mio Arbeitslose haben, wrrde ich ausgelacht.
.
Hsrtz4 hin oder her, wer trotz Arbeit nicht genug Geld hat, ist arbeitslos.ob man den nun galant rausrechnet, ist unerheblich.
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Mindestlohn auf 15€ sollte machbar sein, wen ich mir ansehe, welcher Überschuss erzielt wird. Das Geld gehört nicht den Aktionären, Firmeninhaber, ceo's oder sonstwem.
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Die Verteilung ist mittlerweile nicht nur komisch, sondern ersichtlich unfair.
Und keiner will das ändern.
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In Frankreich würde schon längst gestreikt. Die wissen, wie Revolution geht. Wo sind unsere Gewerkschaften? Die schauen auch nur blöd zu.
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Das geht nicht mehr lange gut.
Erich hat gemerkt, zu was ein unzufriedenenes Volk im Stande ist.
.

18:03, Sisyphos3

>>17:48 Uhr von fathaland slim
Wie schön für Sie. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Meins wäre das nicht.
------
.
wo liegt das Problem
sie scheinen mit ihrem Leben glücklich so wie ich mit meinem
... und wegen mir muß sich kein anderer Einschränken dass seine Steuern /
seine Arbeitsleistung mein Auskommen sichern müssen<<
.
Im Gegensatz zu Ihnen blicke ich auf Menschen, die es nicht so glücklich wie mich getroffen hat, nicht herab.
.
Ich prahle nicht mit meinem Glück, sondern begreife es als Gnade, die mir aus Gründen, die ich nicht verstehe, zuteil wurde.

18:05 Uhr von Anna-Elisabeth

Niemand wird mehr ausgebeutet als Menschen, die auf Hilfsjobs angewiesen sind. Und diese Menschen wird es immer geben.
-------
.
wo fängt denn ihrer Meinung nach Ausbeutung an ?
.
Ich setze doch auch den Laden X unter Druck,
wenn ich im Laden Y einkaufe weil der billiger ist
Ein Tshirt aus Bangladsh kaufe für 5 Euro
wo ein vergleichbares von Trigema 20 Euro kostet wegen des Stundenlohns dort

@18:01 Uhr von w120

nach der Volksschule durfte ich aufs Gymnasium, das war die Form des Aufbaugymnasiums. Meine Eltern waren dagegen, aber mein Klassenlehrer war öfters bei uns als in der Schule.
Und, er hat meine Eltern überzeugt.


Da haben Sie verdammtes Glück gehabt, und einen guten Lehrer. Aber die meisten haben das nicht und landen - das ist mehrfach erwiesen - auf der falschen Schule, auf dem falschen Gleis. Einfach nur, weil das das System ist, was sich die Schicht der Mr. und Mrs. Besserverdiener in ihrem abgehobenen Wohlbefinden nicht anders vorstellen möchten.

Es gibt derart viel nicht entfaltete Begabung in D bei Kindern, die nicht die richtige Förderung erfahren haben, dass man weinen könnte. Und so manch ein Student gehört dort evtl. eigentlich gar nicht hin, aber es war halt der gerade Weg aus dem Einfamilienhaus am Stadtrand in die Jurafakultät.

Was meinen Sie, wieviele Akademiker in D mit tollem Abschluss eigentlich tatsächlich nichts drauf haben?

18:05, Sisyphos3

>>17:50 Uhr von schabernack
Schwarz / Weiß ist doch eher ihre Sicht.
«Arbeitstiere» vs. «Null Bock» oder «Hängematte» ist noch nicht einmal Graustufen.
..............
.,
aber doch wohl das was dazwischen liegt und ich ansprach !<<
.
Sie sprachen es erst an, nachdem ich Sie darauf hingewiesen hatte.

17:58 Uhr von fathaland slim 17:47, Sisyphos3

//Ja, sicher. Vom Tellerwäscher zum Millionär. Das kann bei uns jeder schaffen. Aber nicht alle. Wäre das anders, dann würde das System nicht funktionieren.//
.

Das scheinen aber selbst einige der (selbsternannten?) Akademiker hier im Forum nicht zu begreifen.
.
Volker Pispers Hatte es so formuliert: "Natürlich kann jeder reich werden, aber nicht alle können reich sein."
.

Ich selbst fühle mich heute Abend reich beschenkt. Werde gleich abgeholt: Neunte Symphonie von Beethoven in der Musikhalle. Freu mich wie Baby drauf.

18:02 Uhr von lila Q

Nicht jeder kann „Häuptling“ werden
---------------------
#
will jeder Häuptling werden
also mein Freund hat ne kleine Fabrik
der Tag beginnt um 8:00 endet kaum vor 22:00
Samstag / Sonntag frei ?
dazu noch um die Sorgen
kommen genug Aufträge rein, kommt der Mitarbeiter aus dem Urlaub oder nur seine Krankmeldung
... wirklich ein tolles Unternehmer Leben
nur für meine Nerven nix !

18:05 Uhr von Anna-Elisabeth

Niemand wird mehr ausgebeutet als Menschen, die auf Hilfsjobs angewiesen sind. Und diese Menschen wird es immer geben. Es gibt viele Gründe, warum das so ist. Selbst verschuldet ist das nur extrem selten. Und gerade in diesen Jobs wird oft buchstäblich geschuftet. Wir alle profitieren z.B. davon, dass es öffentliche Toiletten gibt, die man betreten kann, ohne Angst vor der Cholera zu bekommen.

Sie sehen das, was Sie hier «Hilfsjobs» nennen,
nicht tatsächlich als «Hilfsjobs» an. Das weiß ich.

Aber schon der Begriff «Hilfsjob» macht Millionen von Arbeitenden klein, ohne die keine Gesellschaft leben könnte. Ich versuche es immer mit Freundlichkeit und Wertschätzung. Das alleine bringt denen zwar nicht mehr Geld ins Portemonnaie, aber es gibt ihnen ein besseres Gefühl, wenn man signalisiert, wie wichtig auch deren Arbeit ist.

Es sind sooo sehr viele Tätigkeiten, bei denen das zutrifft. Wie die junge Frau, die täglich meinen Schreibtisch im Büro sauber macht.

18:18 Uhr von spax-plywood

das kann passieren
und dagegen ist zum einen keiner gefeit
zum anderen für den gibt es kein Sicherungssystem in unserer Gesellschaft !
bedauerlich

18:17, schabernack

>>Fest angestellte Berufstätigkeit über einen längeren Zeitraum in schon etwas höheren Alter haben Sie (vermute ich mal) wahrscheinlich nicht kennengelernt.<<
.
Richtig.
.
>> Ist jedenfalls was anderes, als ein relativ selbstbestimmtes Leben als Musiker.<<
.
Ich weiß.
.
Ich kenne ja viele Menschen, die in einem von Ihnen beschriebenen Arbeitsverhältnis stehen. Und eine ganze Menge von denen auch näher.
.
Frühruheständler kenne ich auch. Die sind oft nervig-anstrengend.

17:17 Uhr von schwer gestört

„Es ist in der heutigen Bundesrepublik wesentlich sozialer als im Sozialismus“
Genau so ist es. Nur hat Ihre Bemerkung einen Haken: im Sozialismus brauchte es kein Wohngeld, Bafög und weiß ich was für Zuschüsse. Jeder konnte von seiner Arbeit Miete, Strom, Lebensmittel usw. Bezahlen. Beim Studium gab es Stipendien für jeden Studenten, die nicht zurück gezahlt werden mussten. Arbeiten mussten Studenten auch nicht nebenbei.
Ist es sozial wenn Menschen trotz Arbeit Zuschüsse vom Staat brauchen, wenn es Tafeln braucht, damit Menschen genug zu essen haben. Ich finde darauf braucht ein Land wie Deutschland nicht stolz sein.

18:19 Uhr von GeMe

auch das habe ich angesprochen zu Anfang des Threads
.
Eine angemessene Bezahlung muß her
ob wie sie in ihrem Beispiel Stundenlohn 3,50 Euro angeben
ein Schnitzel mehr als 7 Euro kostet
definitiv !
aber dann kostet es eben 7,50 Euro
oder glauben sie die Margen des Gehalts sind so groß ?
-
und ich sagte nicht alle sind faul - auch wenn viele das zum Errgen gerne hätten
lediglich dass es faule und fleißige gibt und die breite Masse irgendwo dazwischen liegt

18:21, Sisyphos3

>>17:58 Uhr von fathaland slim
Ja, sicher. Vom Tellerwäscher zum Millionär.
......
.
warum müssen sie immer so maßlos übertreiben ?
ist das vielleicht die Erfolgsstory die im Fernsehen kommt ?
das ist das ganz normale Leben !
Er hat wie Millionen andere in unserem Land sein Leben gemeistert
.
und warum darf nicht hinterfragt werden weshalb einige in unserem Land das nicht gebacken kriegen ?<<
.
Sie dürfen das hinterfragen, so oft Sie wollen.
.
Es ändert aber nichts an der Tatsache, daß Ihre etwas rührselige Geschichte eine Ausnahmegeschichte ist.
.
Die allermeisten in unserem Lande kriegen so etwas nicht gebacken.

Am 06. Januar 2022 - 18:01 Uhr von Humanokrat

Hallo Humanokrat,

Leider geht Ihr Link nicht.
(reden wir mal jetzt nicht über Bertelsmann)
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2021/n…

Zunächst habe ich ja darauf hingewiesen, dass ich nicht glaube, dass Sie eine immer steigende Produktivität meinen.
Das "nur" impliziert ja bereits, dass ich es nicht auf den Mangel an Fachkräften begrenze.

Und Sie schreiben ja, dass es nicht nur die geringeren Kosten sind.
Das klingt für mich aber nach "auch".

Was hindert uns eigentlich,…

Was hindert uns eigentlich, unsere Dienstboten besser zu bezahlen. Wir schliessen doch die privatwirtschaftlichen Verträge. Zumindest über das Trinkgeld kann man deren Situation verbessern.

und nochmals zum Artikel

>>Fast jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte ist Geringverdiener<<

das impliziert doch nicht "die sind am verhungern" !
das heißt doch lediglich die haben 2/3 der Einkünfte der Durchschnittstätigen
logisch eigentlich wenn es keinen Einheitslohn gibt
eine gewisse Bandbreite beim Einkommen
vielleicht sollte das beachtet werden

Was ist ein angemessenes Arbeitseinkommen??

Die Frage will ich hier nicht beantworten. Dazu bräuchte es viele Reformen in der Regulierung des Arbeitsmarktes. Aber eine andere Idee hätte ich noch.
Zweifellos gibt es Menschen, die sehr wenig für die Gestaltung ihres Lebens verdienen. Sie erstreiten dann oft eine Erhöhung der Einkommen. Das geht in Betrieben, die genug verdienen. In Betrieben, die schlecht verdienen, führt die Erhöhung der Einkommen oft zur Unfähigkeit des Betriebes zu überleben (oder am Standort D zu bleiben). Dann verliert der Beschäftigte seine Arbeit, das ist für sein Einkommen sehr oft noch schlimmer. Es gäbe auch noch andere Möglichkeiten die Kaufkraft der Armen zu erhöhen: indem man die Lebenshaltungskosten für Arme günstiger macht (z.B.eine billige Wohnung, vergünstigter Lebensmittelbezug etc.) Das könnte den Armen trotz geringeren Lohns ein besseres Leben ermöglichen und den Arbeitgebern das Bleiben am Standort erleichtern.

@ GeMe

Es gibt Berufe, die werden gebraucht, aber extrem schlecht bezahlt. Wenn bei Tönnies der Rumäne nicht für 3,50 Euro pro Stunde Schweine zerlegen würde, dann gäbe es keine Schnitzel für 7 Euro das Kilo.

Ich finde Fleisch viel zu billig. Es sollte nur Biofleisch verkauft werden dürfen. Und für die Schlachthöfe könnte man dann Hartz-IV Bezieher mit 20 Euro Stundenlohn einstellen.
.
Ich bin übrigens Vegetarier.

18:27 Uhr von Bender Rodriguez

Mindestlohn auf 15€ sollte machbar sein, wen ich mir ansehe, welcher Überschuss erzielt wird.
Das Geld gehört nicht den Aktionären, Firmeninhaber, ceo's oder sonstwem
----
..
Das stimmt !
es gehört denen die es erwirtschaftet haben
Jetzt könnten wir in eine Diskussion gehen wer hat es erwirtschaftet !

@Humanokrat, 17.09h

Zu meiner Schulzeit musste man noch für den Besuch eines Gymnasiums Schulgeld bezahlen.
Dies war eine Ungerechtigkeit, weil die Weiterbildung in der Tat vom Geldbeutel der Eltern abhing.

Das ist schon lange vorbei. Jeder, aber wirklich jeder, kann lernen ohne Ende, kann sich bilden, ohne auf den Geldbeutel der Eltern schauen zu müssen.
Dazu gehört natürlich auch der Wille und, das darf man nicht vergessen, die intelektuelle Voraussetzung.

Der Sohn einer befreundeten chinesischen Familie, ich bin für ihn der Opa, wurde als nicht geeignet fürs Gymnasium beurteilt.
Von seinen Lehrern.
Ich war bis zum Oberschulamt gelaufen und er bekam seinen Platz.
Heute studiert er in Berlin und ist für den Einstieg in die diplomatische Laufbahn vorgesehen.
Seine Eltern arbeiten bei Mc Donalds bzw. in einem Chinarestaurant.

Bildungsdabhängigkeit vom Geldbeutel der Eltern ist eine linke Mär.,

18:44 Uhr von fathaland slim

Es ändert aber nichts an der Tatsache, daß Ihre etwas rührselige Geschichte eine Ausnahmegeschichte ist.
.
Die allermeisten in unserem Lande kriegen so etwas nicht gebacken.
-----------------
.
sie meinen also in unserer Gesellschaft ist es unmöglich seine Familie zu ernähren ?
Ich bin erstaunt !

@18:11 Uhr von Sisyphos3

nach 35 Jahren bei sicherem Einkommen in einem Großbetrieb
stieg ich aus
Ehrenamtlich arbeite ich dann 4 Jahre lang mehrere Tage in der Woche in einer Tafel
auch da kriegt man einiges mit !


Sie haben meinen ehrlichen Respekt dafür (!) Aber warum bitte wenden Sie sich dann gegen Ansichten, die sich für eine andere Verteilung in D aussprechen? Warum machen Sie daraus so etwas wie 'Klassendenken', wo es doch gerade um das Gegenteil geht, um mehr Gerechtigkeit?

Sorry, aber ich kann Ihre Gedankengänge nicht recht nachvollziehen.

18:21 Uhr von Sisyphos3

und warum darf nicht hinterfragt werden weshalb einige in unserem Land das nicht gebacken kriegen ?

Sie hinterfragen nicht, sie dreschen Phrasen.
In der Frequenz wie der Mähdrescher Getreide zu Stroh.

Die gesellschaftlichen Voraussetzungen sind zu ungleich und zu undurchlässig, dass es mehr Menschen wie der Mann aus Italien schaffen können, für sich und / oder (wenigstens) ihre Kinder ein besseres Leben in mehr finanzieller Sicherheit zu erreichen.

Sie sind ein Einzelbeispiel, ich bin ein Einzelbeispiel.
Geboren und aufgewachsen bin ich in diesem »schrecklichen» Veedel Köln-Kalk. Viele Gastarbeiter, viele Assis. Vor den miesesten Assis hatte ich Ruhe, deren Familienmitglieder waren mit mir im Fußballverein. «Assis-Sein» vererbt sich durch gesellschaftliche Stigmata. Und manche haben es «raus geschafft».

Unter großen Mühen wegen Stigmata und gedroschenen Phrasen vom Volksmund, der gar nicht wahrnehmen will, was Gesellschaft von Menschen überhaupt ist.

18:32, Anna-Elisabeth

>>Ich selbst fühle mich heute Abend reich beschenkt. Werde gleich abgeholt: Neunte Symphonie von Beethoven in der Musikhalle. Freu mich wie Baby drauf<<
.
Ich freue mich mit Ihnen. Viel Spaß!

Es geht nicht um Neid sondern um Gerechtigkeit

Chancengleichheit kann man auch nicht nur am Zugang zu Bildung festmachen.

In Deutschland gibt es nicht wenige die schon mit dem goldenen Löffel im Mund geboren sind. Top-Jobs werden an den Nachwuchs oft über Netzwerke vergeben. Der richtige Stallgeruch und Vitamin B sind entscheidender als Leistung. Das war schon mal anders (besser).

Die OECD bemängelt nicht nur die sehr geringe soziale Mobilität in Deutschland, undzwar sowohl für das Individuum wie über Generationen hinweg. Sie bemängelt auch das viel zu wenige eines Jahrgangs studieren. Eine Folge eines oft dreigliedrigen selektiven Schulsystems. PISA Tests zeigen dass das Schulsystem nicht mal besonders effektiv ist darin Bildung zu vermitteln. Unis klagen seit Jahren über ungeeignete Erstsemester.

Laut EuroStat ist der Median des Privatvermögens in Deutschland sehr niedrig im Vergleich mit mehreren südeuropäischen Ländern. Es gibt einen großen Niedriglohnsektor, dessen Abbau offenbar politisch nicht gewollt ist.

Am 06. Januar 2022 - 18:19 Uhr von Humanokrat

Hallo Humanokrat,

ganz einfach, ich habe Ihre Rhetorik nicht verstanden!

Wenn Sie sich angegriffen fühlen, dann gibt es eine ganz einfache Reaktion, ignorieren.

Und was macht die Ampel?

Und was macht die Ampel um die Situation der Geringverdiener zu verbessern, denn ich denke gerade die SPD hat Ihr primäres Wählerklientel aus wirtschaftlich schwach gestellten Menschen rekrutiert. Ich klammere die Grünen aus (eher was für gutdotierte Beamte ohne jegliche Existenzängste) und ich klammere die FDP aus (eher was für die Macher und die Selbsständigen). Aber das sollte doch ein Kernanliegen der SPD sein die Situation dieser Menschen zu verbessern? Oder ist mein Verständnis gegenüber der SPD als Partei des kleinen Mannes obsolet? Herr Scholz, übernehmen Sie bitte. Die Menschen haben eine Erwartungshaltung an unsere Politik.

@18:46 Uhr von w120

Und Sie schreiben ja, dass es nicht nur die geringeren Kosten sind.
Das klingt für mich aber nach "auch".


Das war ja mal das Paradigmum der Globalisierung, die Dritte Welt bzw. Entwicklungsländer als 'verlängerte Werkbank'. Das waren so Sprüche unserer Wirtschaftsbosse, eigentlich im Tenor eines fast schon kolonialistischen Denkens. Übersetzt heißt das: "Sollen doch die Gelben, Braunen, Schwarzen für uns die Arbeit machen. "

Es hat sich aber längst so entwickelt, dass viele Länder technologisch nicht nur aufgeholt haben, sondern dabei sind, uns abzuhängen. Man denke an Software aus Indien, Chips aus Taiwan, Hochtechnologie aus China.

Jetzt will man das wieder hier ansiedeln und merkt plötzlich, dass wir viel zu viele begabte Kinder in Hauptschulen vergammeln lassen. UND: Dass Teile unserer Gesellschaft es auch gar nicht anders will, als dass es ja bitte Unterschiede gibt in wer was verdient. Es ist nicht nur zum kotzen, es ergibt überhaupt keinen Sinn.

@Sisyphos 18:36 kann passieren, bedauerlich

Was Empathielosigkeit angeht.....:"Schöne Sch..." war wohl die allerunterste Beileidsbekundung zum Tod meiner Frau. Aus dem Mehrparteienhaus von einem guten Bekannten. Ich wusste schon warum ich die Trauerfeier im engsten Rahmen abgehalten habe. Mit "Telegraph Road" am Grab. Das hatte Sie sich gewünscht.

18:34 Uhr von Sisyphos3

«Nicht jeder kann „Häuptling“ werden.»
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will jeder Häuptling werden
also mein Freund hat ne kleine Fabrik
der Tag beginnt um 8:00 endet kaum vor 22:00
Samstag / Sonntag frei ? …


Der Italiener hier, der Freund mit der kleinen Fabrik da.
Und ein noch unbekannter Dritter dort.

Die Welterklärung findet niemals dort statt, nur wo man sich zwischen den einem selbst bekannten Gärten und Zäunen bewegt. Man weiß auch nichts über Tiere im größeren Rahmen, wenn man nur so'ne Kleintiere wie Maus, Hamster, Meerschweinchen, und Kaninchen kennt.

16:24 Uhr von schwer gestört

>>“Geringverdiener zu sein
... ist in diesem Land kein Makel, wo alle Dinge des Grundbedarfs wie z. B. medizinische Behandlung erschwinglich sind.“<<
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Ich sehe das nicht so. Nach meiner Bewertung ist die medizinische Versorgung für Kassenpatienten auf eine Art Notversorgung reduziert worden in einem völlig kranken System welches schleunigst reformiert werden muss. Für jeden Schei.. haben unsere Politiker Geld, aber für eine solide medizinische Grundversorgung der eigenen Bevölkerung, eigenartigerweise nicht. Ich würde mich freuen wenn Herr Lauterbach ein Zeichen setzen würde und von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln würde. Ein Versicherungsexperte sagte mir das dies in diesem Fall möglich wäre.

Da haben wir wieder...

...das Problem mit den Zahlen. Ein Geringverdiener ist jemand, der weniger als zwei Drittel des Durchschnittseinkommens verdient. Je mehr Leute aber wenig verdienen, desto niedriger ist dieser Wert, und umso weniger Geringverdiener gibt es. Klingt paradox, ist aber so.
Umgekehrt können natürlich auch übermäßige Gehalts-Exzesse dazu führen, dass Einkommen hinter dieser Grenze zurückbleiben, die völlig ausreichend sind.
Somit ist auch die Einschätzung, dass sich die Situation "spürbar verbessert" hat meiner Meinung nach nur der geschickten Auswahl der Daten zu verdanken.

@schabernack 17:13: so wäre es richtig !

Das was Sie für Japan beschreiben, ist international Standard: die Einheitsschule.

Sie schafft Chancengleichheit und Gerechtigkeit und schneidet sogar bei der Vermittlung von Bildung besser ab.

Eine Schulreform würde die Gesellschaft zum Besseren verändern, davon bin ich überzeugt.

Ich bin aber auch kein Feind von „Eliten“. Eine Gesellschaft braucht Leistungsträger. Die Eliten in Deutschland sind aber größtenteils nur reiche Erben oder Sohn/Tochter von jemandem. Das ist demotivierend für jemanden der sich durch eigene Leistung nach oben arbeiten möchte.

@18:50 Uhr von Grossinquisitor: Was hindert uns?

"Was hindert uns eigentlich, unsere Dienstboten besser zu bezahlen. Wir schliessen doch die privatwirtschaftlichen Verträge. Zumindest über das Trinkgeld kann man deren Situation verbessern."

Ganz einfach! Wenn mein Chef der Reinigungsfirma so viel mehr bezahlt, dass diese den Reinigungskräften 5 Euro mehr pro Stunden bezahlen kann, dann hat mein Chef diese Geld nicht mehr für sich selbst zur Verfügung.
Möglicherweise dürfte dann der nächst Dienstwagen vom Chef nicht mehr 150.000 Euro, sondern nur noch 120.000 Euro kosten. Das geht doch nicht.

18:57 Uhr von DerVaihinger


Jeder, aber wirklich jeder, kann lernen ohne Ende, kann sich bilden, ohne auf den Geldbeutel der Eltern schauen zu müssen.


Ihr Beispiel zeigt aber doch eins der Probleme auf:

Der Sohn einer befreundeten chinesischen Familie, ich bin für ihn der Opa, wurde als nicht geeignet fürs Gymnasium beurteilt.
Von seinen Lehrern.
Ich war bis zum Oberschulamt gelaufen und er bekam seinen Platz.


Wie wäre es ohne Ihren Einsatz gelaufen? Es hängt in bildungsfernen Familien bzw. solchen mit Migrationsgeschichte wesentlich stärker davon ab, ob es eben solch engagierte Menschen im Umfeld gibt, wie Lehrer, Sporttrainer, Nachbarn etc.

18:57 Uhr von DerVaihinger

"Ich war bis zum Oberschulamt gelaufen und er bekam seinen Platz.
Heute studiert er in Berlin und ist für den Einstieg in die diplomatische Laufbahn vorgesehen.
Seine Eltern arbeiten bei Mc Donalds bzw. in einem Chinarestaurant.

Bildungsdabhängigkeit vom Geldbeutel der Eltern ist eine linke Mär., "

sehe ich ähnlich, nur nicht zwingend als "linke" Mär, aber, das was Sie beschreiben, ist meiner Meinung nach elementar - es braucht jemanden, der sich einsetzt, da kann es kritisch werden - Eltern, die sich um Bildung kümmern können und wollen ...
oder halt gern auch einen Adoptivopa :-)

18:32 Uhr von Anna-Elisabeth

Ich selbst fühle mich heute Abend reich beschenkt. Werde gleich abgeholt: Neunte Symphonie von Beethoven in der Musikhalle. Freu mich wie Baby drauf.

Eines der allerschönsten Werke der Klassischen Musik, das sogar mit gefällt. «Freude schöner Götterfunken» … genießen Sie den Abend.

Noch ein Wort zur Leiharbeit

Ich halte das für ein Unding. Es gibt Länder (zB Russland) wo Leiharbeit „sittenwidrig“ ist.

Auch das Subunternehmertum sollte verboten werden. Denn das ist Ausbeutung pur. Das unternehmerische Risiko sollte allein getragen werden von denen, die auch den Profit einfahren.

Befristung von Arbeitsverträgen ist auch so ein Instrument um Mitarbeiter zu disziplinieren.

@ Anna-Elisabeth

Niemand wird mehr ausgebeutet als Menschen, die auf Hilfsjobs angewiesen sind.

Das würde ich so pauschal nicht sagen.

18:57, Sisyphos3

>>18:44 Uhr von fathaland slim
Es ändert aber nichts an der Tatsache, daß Ihre etwas rührselige Geschichte eine Ausnahmegeschichte ist.
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Die allermeisten in unserem Lande kriegen so etwas nicht gebacken.
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sie meinen also in unserer Gesellschaft ist es unmöglich seine Familie zu ernähren ?
Ich bin erstaunt !<<
.
Darum ging es in Ihrer Geschichte nicht. Vielleicht lesen Sie noch mal, was Sie geschrieben haben.

@18:57 Uhr von Sisyphos3: Familie ernähren

"sie meinen also in unserer Gesellschaft ist es unmöglich seine Familie zu ernähren ?
Ich bin erstaunt !"

Natürlich kann man in Deutschland seine Familie ernähren. Das geht sogar mit Hartz IV.
Die Frage, die man stellen muss: "Reicht es aus, wenn man morgens ein Marmeladenbrot, mittags einen Eintopf und abends ein Brot mit Wurst oder Käse auf dem Tisch hat?"

Meine Eltern konnten uns in den 60er Jahren nicht viel mehr als das bieten, aber es ging vielen so.

Erst als wir Kinder zehn und älter waren, konnte meine Mutter zuerst halbtags und dann ganze Tage Arbeiten gehen. Dann ging es uns besser. Da war dann auch Urlaub möglich.

Heute sind die gesellschaftlichen Unterschiede viel größer. Auf der einen Seite, die Kinder mit Mama-Taxi, Musikschule, Iphone usw. und auf der anderen Seite die, die zur Tafel gehen müssen.

Es gibt auch einige Leute, die keine Lust zum Arbeiten haben und von Hartz IV leben. Für andere "lohnt" es sich nicht, weil sie nicht mehr verdienen als Hartz IV.

Am 06. Januar 2022 - 18:53 Uhr von Ken Jepson

Ich finde Fleisch viel zu billig. Es sollte nur Biofleisch verkauft werden dürfen. Und für die Schlachthöfe könnte man dann Hartz-IV Bezieher mit 20 Euro Stundenlohn einstellen.
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Ich bin übrigens Vegetarier.
__
Dann lässt sich das natürlich leicht fordern. Mit dem gleichen Recht könnte man dann einen 20 € Stundenlohn für z.B. die Erntehelfer fordern, so dass das Kilo Gemüse demnächst auch das 3fache kostet !

Humanokrat

Hallo humanokrat,

manchmal liest man einen Post zu spät.

Handreichend.

8:50, Sisyphos3

>>und nochmals zum Artikel
>>Fast jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte ist Geringverdiener<<
das impliziert doch nicht "die sind am verhungern" !
das heißt doch lediglich die haben 2/3 der Einkünfte der Durchschnittstätigen
logisch eigentlich wenn es keinen Einheitslohn gibt
eine gewisse Bandbreite beim Einkommen
vielleicht sollte das beachtet werden<<
.
Sie schreiben zwar, Sie hätten bei der Tafel gearbeitet, scheinen aber keine Geringverdiener zu kennen.

- 17:22 Uhr von Sisyphos3

>>“17:09 Uhr von Humanokrat
mal ne Frage
wer auf ein Gymnasium will,
hängt das davon ab ob die Eltern reich sind oder privilegiert sind gibt es beim Abischnitt ein zusätzlicher Bonus/Maluszuschlag?
Kann es sein sie sind den Ideologien von vor 2 Jahrhunderten verhaftet“<<
.
Sie haben natürlich auch hier recht und der Werdegang meiner Person ist ein bestes Beispiel dafür wie überhaupt ich Ihre Kommentare richtig und stringent zu diesem Thema finde. Sozial sollte unser System sein und auch die Schwächeren berücksichtigen. Der Leistungsgedanke und die Honorierung dessen darf aber nie kaputt gemacht werden sonst läuft unser Laden nicht mehr Lange rund und da gehören solche Stilblüten wie ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht hin die den Leistungsgedanken abwürgen würde.

18:40 Uhr von fathaland slim / @schabernack

Ich kenne ja viele Menschen, die in einem von Ihnen beschriebenen Arbeitsverhältnis stehen. Und eine ganze Menge von denen auch näher.
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Frühruheständler kenne ich auch. Die sind oft nervig-anstrengend.


Für manche wird nach Renteneintritt Einkaufen zum Lebenszweck.
Sie kaufen 100 Paletten Senf, weil das einzelne Glas dann billiger ist.

Es ist eine Hohe Kunst, mit sich selbst und gleichzeitig zufrieden zu sein.

18:57, DerVaihinger

>>Der Sohn einer befreundeten chinesischen Familie, ich bin für ihn der Opa, wurde als nicht geeignet fürs Gymnasium beurteilt.
Von seinen Lehrern.
Ich war bis zum Oberschulamt gelaufen und er bekam seinen Platz.
Heute studiert er in Berlin und ist für den Einstieg in die diplomatische Laufbahn vorgesehen.
Seine Eltern arbeiten bei Mc Donalds bzw. in einem Chinarestaurant.
Bildungsdabhängigkeit vom Geldbeutel der Eltern ist eine linke Mär.,<<
.
Nein, es ist eine statistische Tatsache.
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Ihre anekdotische Erzählung ändert daran nichts.
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Nicht alle haben so einen Opa.
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Ich kenne übrigens auch einige Menschen, die es trotz widriger Umstände geschafft haben.

@18:57 Uhr von DerVaihinger

Dazu gehört natürlich auch der Wille und, das darf man nicht vergessen, die intelektuelle Voraussetzung.

Womit sie unterstellen, dass diese intellektuelle Voraussetzung bei denen, die keine höheren Abschlüsse machen, eben nicht gegeben waren. Das ist objektiv falsch! Und das möchte ich ein 'rechte Mär' nennen.

Der Sohn einer befreundeten chinesischen Familie, ich bin für ihn der Opa, wurde als nicht geeignet fürs Gymnasium beurteilt.
Von seinen Lehrern.
Ich war bis zum Oberschulamt gelaufen und er bekam seinen Platz.
Heute studiert er in Berlin und ist für den Einstieg in die diplomatische Laufbahn vorgesehen.


Aha. Und wer läuft für die Millionen Kindern von anderen Eltern zum Oberschulamt? Merken Sie nicht, was Sie da schreiben? Man muss also zum Oberschulamt rennen, damit ein Kind seine angemessenen Bildungschancen bekommt?
Sie könnten nicht besser bestätigen, was ich hier geschrieben habe.

@19:14 Uhr von w120

Hallo Humanokrat,

ganz einfach, ich habe Ihre Rhetorik nicht verstanden!

Alles klar, kein Problem.

17:43 Uhr von GeMe

Ich bin schon vor einigen Tagen über diese Ihre These gestolpert das die AfD (neben der FDP) unsere Gesellschaft in arm und spalten würde. Als AfD-Wähler kann ich das nun nicht nachvollziehen und Ihr jetziger Kommentar lässt auch wieder jegliche Begründungen vermissen. Könnten Sie deshalb diese Ihre These mal etwas ausführen (Begründen)? Thanks in advance.

Jeder fünfte Beschäftigte ist Geringverdiener

Also, Leute! Erst vor ein bis zwei Tagen ist der deutsche Arbeitsmarkt mal wieder als so stabil wie nie zuvor über den Grünen Klee gelobt worden. Und das trotz Corona. Die Hartz-IV-Gesetze haben das doch im Jahre 2003 erst möglich gemacht mit den 1-Euro-Jobs. Wenn wir mal ehrlich sind, wer hat da schon Lust, für nur einen Euro zu arbeiten.

18:50 Uhr von Sisyphos3

das heißt doch lediglich die haben 2/3 der Einkünfte der Durchschnittstätigen.
logisch eigentlich wenn es keinen Einheitslohn gibt.
eine gewisse Bandbreite beim Einkommen
vielleicht sollte das beachtet werden.


Es ist nicht die Brandbreite an sich, sondern der Prozentsatz derer, die bei denen unter 2/3 vom Durchschnittseinkommen sind. Knapp unter 20% ist fast jeder Fünfte, und kein besonders guter Wert.

Am 06. Januar 2022 - 19:23 Uhr von spax-plywood

Hallo spax-plywood,

Mein Beileid.

Je älter man wird, desto mehr hat man selbst, aber natürlich auch im Zusammenhang mit anderen Menschen Schlimmes erlebt.

Vielleicht ist es manchmal auch nur Hilflosigkeit der anderen, wie sie mit der Situation umgehen können.
Oder sie vermeiden den Kontakt.

18:57 Uhr von DerVaihinger

Jeder, aber wirklich jeder, kann lernen ohne Ende, kann sich bilden, ohne auf den Geldbeutel der Eltern schauen zu müssen.
Dazu gehört natürlich auch der Wille und, das darf man nicht vergessen, die intelektuelle Voraussetzung.

Sie sollten den wirklich hervorragenden Beitrag von Humanokrat (17:38) lesen. Und den von Schabernack (17:36)
Theoretisch kann jeder alles. Aber wenn das wirklich gehen würde, wäre ich heute Rockstar und Papst gleichzeitig. Hab´s versucht, geht nicht.
Es hat absolut nichts mit Willen zutun, und genauso wenig mit Intellekt.
Förderung, Inspiration und soziale Teilhabe sind wichtigere Faktoren.

Geboren in Oberschweineöde, nächste Stadt 50 km entfernt, Vater arbeitsloser Alkoholiker, Mutter Depressionen und Job an der Tankstelle. Zimmer zusammen mit ein oder zwei Brüdern, Förderung gibt es manchmal in Form von auf´s Maul (von den Eltern). Drumherum niemand, der den Wert von Bildung vermittelt (oder kennt).
Wie wahrscheinlich ist, dass der studiert ?

19:25 Uhr von Tinkotis

Da haben wir wieder … das Problem mit den Zahlen. Ein Geringverdiener ist jemand, der weniger als zwei Drittel des Durchschnittseinkommens verdient. Je mehr Leute aber wenig verdienen, desto niedriger ist dieser Wert, und umso weniger Geringverdiener gibt es. Klingt paradox, ist aber so.
Umgekehrt können natürlich auch übermäßige Gehalts-Exzesse dazu führen, dass Einkommen hinter dieser Grenze zurückbleiben, die völlig ausreichend sind.


Anders als mit Werten vom Median kann man es in einer so großen Grundgesamtheit wie der arbeitenden Bevölkerung eines ganzen Landes nicht erfassen.

Was «ausreichend zum Leben» ist, bestimmen dann wieder andere Statistiken. Warenkorb, Kaufkraft, Energiepreise, Kultur & Freizeit, Haushaltseinkommen … und so was.

Sisyphos3..

"Für mich ist es z.B. deprimierend,
dass in einer Gesellschaft sich nicht jeder seinen Möglichkeiten entsprechend einbringt"

Es gibt genug Bürger, die nie die Chance hatten, etwas aus sich zu machen..

Nicht jeder wächst in bildungsnahen Familien auf, viele leben am Existenzrand oder in präkären familiären und finanziellen Verhältnissen..

hab ich in meinem Umfeld oft genug erlebt..

Am 06. Januar 2022 - 17:27 Uhr von fathaland slim

Ihr Beispiel beschreibt den Besitzer eines Friseursalons. Als solcher kann man reich werden. Ich habe selbst einen in meinem Bekanntenkreis. Der hat sich mit fünfzig zur Ruhe gesetzt. Seine Angestellten? Konnten das wohl eher nicht.
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Meine Freundin, Friseurmeisterin, hat zunächst nur einen Stuhl in einem Salon gepachtet. Sie hat so gut gearbeitet und soviel Kunden generiert, dass sie nach ca. 5 Jahren den Salon übernommen hat und ihn mittlerweile, sehr erfolgreich mit 4 Angestellten, betreibt. Es gibt Möglichkeiten, man muss aber bereit sein, sie zu nutzen u.a. auch dadurch, dass man etwas riskiert. In den Schoß fällt es den wenigsten.

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