Kommentare - Hohe Inflation: Fed deutet aggressiveren Kurswechsel an

06. Januar 2022 - 10:54 Uhr

Im Dezember verkündete die US-Notenbank Fed den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik. Dieser könnte noch schneller erfolgen als allgemein erwartet, wie Protokolle der Sitzung zeigen. Die Finanzmärkte reagierten sofort auf diese Aussichten.

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Kommentare

aggressiveren Kurswechsel an

Hoffentlich wird die EZB diesen guten, dringend notwendigen und langen überfälligen Schritt auch gehen.

FED deutet aggressiven Kurswechsel an

Hohe Inflation kann nur mit dem Aufhören des sinnlosen Gelddruckens und mit vernünftigen Zinsen bekämpft werden ! Aber weshalb haben wir in der EU den O-Zins bekommen ? Weil alle EU-Staaten höchstverschuldet sind und deren Finanzminister schnell ja gesagt haben zum 0-Zins und dem Volk gegenüber so taten , als hätten sie gut gewirtschaftet .....und es konnte damals Herrn Draghi gut in die Schuhe geschoben werden ! Eigentlich ganz einfach nicht wahr ?

Zinserhöhungen

Die Realzinsen dürften 2022 sowohl in den USA als auch in der EU negativ bleiben - ob die Kehrtwende der Notenbanken zu früh oder zu spät erfolgt, werden wir in einigen Jahren wissen.
Solange die Zinserhöhungen in den USA behutsam und planbar erfolgen, sollten die prognostizierten 0,75-1,0 % bis Ende des Jahres kein Problem darstellen.

Zinserhöhungen in den USA

Das ist wohl ein notwendiger Schritt in den USA, den die FED jetzt einleitet. Sie müssen natürlich auch darauf achten, dass sie den Arbeitsmarkt nicht abwürgen. Aber die bisherige ultralockere Geldpolitik kann nicht so weitergehen, die Geldentwertung ist viel zu groß.
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Für die Eurozone sehe ich das ein wenig anders, weil hier leider viel zu viele nicht wirklich solvente Staaten mit an Bord sind; Zinserhöhungen durch die EZB wird diese Staaten massiv treffen und womöglich eine neue Eurokrise auslösen. Deutsche Sparer leiden besonders darunter, weil D für sich alleine gesehen sicherlich eine Zinserhöhung verkraften würde - geht aber leider nicht.
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Vermutlich wird jetzt der US Dollar an Wert ggü. dem Euro gewinnen: die Finanzwelt wird entsprechend spekulieren.

Alle die sich jetzt Hoffnung…

Alle die sich jetzt Hoffnung machen das die EZB ähnliche Schritte einleiten wird, die werden wohl enttäuscht werden. Die EZB hat schon letztes Jahr angekündigt das sie an der 0 Zins Politik festhalten wollen und auch weiter Geld drucken werden. Eine Anhebung des Leitzins um nur 1% und Europa wäre Pleite und eine riesige Immobilien Blase würde Platzen. Leider hat man sich schon vor Jahren hier in Europa jedes Steuerelementes beraubt.

Die FED kann wieder als unabhängige Notenbank arbeiten

Jerome Powell ist ein vorbildlicher Notenbanker und bestätigt das Vertrauen, das Präsident Biden mit seiner Wieder-Ernennung in ihn gesetzt hat. Die Unabhängikeit der Notenbank und der Geldpolitik ist wieder gewährleistet.

Während Powell in der Regierungszeit von Donald Trump beständigem politischem Druck ausgesetzt war, die Zinsen auf ein 0-Niveau und möglichst sogar in den negativen Bereich zu setzen, lässt die Regierung ihn gewähren, auch wenn das mit Blick auf deren Arbeitsmarktpolitik Restriktionen bedeutet.

Lange galt die Maxime, dass die Notenbank primär den Jobmarkt im Fokus hält. Nun wird der Inflationsbekämpfung temporär das Primat eingeräumt.

Am Ende des Tages müssen die Parameter des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts austariert sein.

Eine Frage der „Bewertung“

„Allerdings könnten Lieferengpässe länger andauern. Dies werde sich möglicherweise auf den Inflationsausblick auswirken“

Klar. Alles, was - aus welchen Gründen auch immer - (zu) knapp ist, steigt im Preis.

„Die Furcht vor höheren Zinsen belasteten vor allem Technologiewerte. (…)
Zudem hatten besonders die Aktien von als wachstumsstark geltenden Tech-Unternehmen in den vergangenen Jahren von der Notenbankpolitik des billigen Geldes profitiert“

Besser, das Gros der Bevölkerung - die sogenannten „normalen Verbraucher“ - profitiert.

wir müssen keine sorgen haben

die erzeugerpreise in der eu sind im jahresvergleich nur knappe 23,7% gestiegen. da kann sich madame lagarde noch viel zeit lassen, um die zinsen auf normalmaas zu erhöhen.

Die EZB wird wohl erst mit…

Die EZB wird wohl erst mit gehöriger Verzögerung folgen. Es könnte sich lohnen, bereits jetzt Short zu gehen oder Put-Optionen mit etwa 1 Jahr Laufzeit zu erwerben. Derzeit ist die Volatilität noch gering und das entsprechende Premium niedrig.

Die USA sind nicht abhängig

Die EU hatte schon zu Zeiten der Finanzkrise, also weit vor C heftige Probleme mit überschuldeten Ländern. Hat sich bis heute nur noch verschlechtert. Die EU KANN gar nicht vom billigen Geld abrücken, es würde den meisten Südländern das Genick brechen. Ein neues Modell der Vergemeinschaftung der Schulden jenseits der Draghi-Finanzspritzen der Aufkäufe müsste her - aber da hat keiner eine Lösung ... außder der dt. Michel ...

Hohe Inflation: Fed deutet aggressiveren Kurswechsel an....

Die Fed schon aber die EZB nicht. Höhere Zinsen würden im EU-Raum die Staatsverschuldung erhöhen. Das beträfe vor allem den Süden, der neben den Folgen (Kosten) der Corona-Krise auch die Probleme in den Handelsbilanzen mit den nördlichen Ländern zu tragen hat.
Und deshalb bleibt die Europäische Zentralbank auf absehbare Zeit bei niedrigen (Null) Zinsen.

@ Peter Kock, 11:33

Warum schimpfen Sie über den 0-Zins?

Es gab seinerzeit gute Gründe dafür, welche, können Sie leicht selber nachlesen.
Und so schlecht gefahren sind die Europäer damit gewiss nicht, auch wenn das Sparbuch keine Zinsen mehr abwarf; dafür hat mancher Häuslebauer, Autokäufer, Geschäftsmann... Kredite erhalten, die ihm nicht groß wehtun, das sollte man nicht übersehen.

Teilenteignung der Sparer

Zinsen müssen an die Inflationsrate angepasst werden, andernfalls haben wir eine Teilenteignung der Sparer.
Für die Staatshaushalte wird es allerdings schwierig, denn hohe Zinszahlungen beschränken die Möglichkeiten für Ausgaben eines Staates. Das könnte zu Unruhen führen, besonders in Staaten mit hohen Sozialleistungen.

Die FED heizt Inflation in Deutschland an

Die USA sind ein wichtiger Handelspartner. Zusätzlich werden viele Importe Deutschlands in Dollar abgerechnet.

Da nicht zu erwarten ist, dass die EZB von ihrer Nullzinspolitik ablässt, wird der Euro weiter unter Druck geraten, Waren in Deutschland teurer werden.

Das geht so lange weiter bis der EZB entweder die Inflationsrate im Euro Raum nun doch unheimlich wird, oder - wahrscheinlicher - weil man sich um den Kapitalabfluss in die USA sorgt, der Geld für notwendige Investments dorthin lenkt wo die höheren Renditen zu erwarten sind.

Wo der „Kipppunkt“ ist, an dem die EZB „umkippt“, ist schwer zu sagen. Ich würde grob geschätzt sagen: sobald in den USA der Leitzins auf mehr als 2% klettert. Zu diesem Zeitpunkt könnte bereits die Dollar-Euro Parität erreicht sein und deutsche Aktienmärkte massiv unter Druck.

Pech haben nur die abhängig Beschäftigten welche nur von minimalen Lohnabschlüssen profitieren.

Die Inflation muss DRINGEND…

Die Inflation muss DRINGEND gesenkt werden. Die Politik versagt jeden Tag an dem sie nichts dagegen tut. Der Schutz der niedrigen Einkommen muss JEDEN EINZELNEN TAG im Vordergrund stehen. Das gilt beim Thema Inflation Steuern usw. Denn die Mens mit diesen Einkommen sind meistens diejenigen die dieses Land am Laufen halten (Pflege um nur mal einen Bereich zu nennen).

@ werner1955

Hoffentlich wird die EZB diesen guten, dringend notwendigen und langen überfälligen Schritt auch gehen.

Warum glauben Sie, dass das in Ihrem Interesse sein könnte?

Schuldenabbau auf amerikanisch

Bei Inflation werden die Exporte billiger. Gleichzeitig werden durch die Inflation die Schulden im Ausland "abgebaut". Es ist schließlich bekannt, dass China, Japan und Deutschland hohe Dollarbestände bzw. Forderungen haben. Wenn die ihre Dollars auf den Markt schmeißen, fällt der Dollar noch mehr, das wäre ein Verlustgeschäft.

Fed deutet aggressiveren Kurswechsel an

Verwundert wenig in einem Land das immer nah am Bankrott ist. Wer muss es ausbaden, wie immer die schon jetzt kein Geld mehr haben.

EZB

Und die EZB wird weiter unser Geld verbrennen. Ich sehe da keine Neutralität mehr. Ihre Aufgabe ist die Währung stabilisieren, nicht Schuldenländer zu entlasten.

@ Bernd Kevesligeti

... aber die EZB nicht. Höhere Zinsen würden im EU-Raum die Staatsverschuldung erhöhen.

Höhere Zinsen würden den entsprechenden Haushaltsposten für Zinszahlungen erhöhen. Das Geld würde an anderen Stellen fehlen, leider auch bei sozialen Ausgaben. Und wem würden höhere Zinsen nutzen? Den Anlegern. Wollen wir das?
Daher bin ich für niedrige Zinsen.

@ 12:48 Uhr bolligru- Teilenteignung von Sparern..?!?

„ Zinsen müssen an die Inflationsrate angepasst werden, andernfalls haben wir eine Teilenteignung der Sparer.“

Diese Teilenteignung heißt in der Fachsprache „Finanzrepression“ und die läuft seit mehr als 12 Jahren.

Mittlerweile, oder aus Sicht der Akteure endlich, auch mit durchschlagendem Erfolg.

Wer das immer noch nicht verstanden hat und sein Geld immer noch als Sparer bei der Bank anlegt, dem kann man wohl nicht helfen…

Na endlich, höhere Zinsen.

Die immer stärker werdende Inflation zwingt die FED förmlich dazu die Zinsen an zu heben. Zu mehr es auch keinen Grund gibt es zu unterlassen. Die Arbeitsmarktlage wird immer stärker, die amerikanische Wirtschaft sucht händeringend Personal, die Wirtschaft nimmt an Fahrt auf, der $ wird wieder attraktiv und gewinnt zunehmend an Stärke. Es ist zu hoffen das der Prozess an Zinserhöhungen nicht zu schnell und zu forsch geht, denn dann könnte der Schuss nach hinten los gehen und das Wirtschaftswachstum stagnieren.
Was mich wundert, wann wird die EZB was unternehmen gegen die Inflation und die Zinsen erhöhen, denn sie wird jetzt wohl reagieren müssen.

Zeit zum Umdenken und Handeln

Die Entscheidung der EZB wegen der Zinspolitik konnte ich bis vor einigen Jahren noch einigermaßen nachvollziehen. Rückblickend mag die Entscheidung falsch oder nicht hilfreich gewesen sein wie erhofft. Heute kann man viel darüber spekulieren, was wäre-wenn. Wir wissen es nicht. Was ich aber seit Jahrzehnten als dicken Brocken falscher EU-Politik betrachte, ist die mangelhafte Konsequenz und Transparenz bei der Schuldenfrage aller Mitglieder, bei der Durchsetzungskraft hier dauerhafte klare und stabile Verhältnisse zu schaffen und das für alle ausnahmslos zu verordnen. Die Rahmenbedingungen stehen, die Inflation hat im Blick zu sein. Wenn durch Geldflutung der Wille und Anreiz nivelliert wird, zu sparen und behutsam zu wirtschaften, dann stelle ich in der Tat die Frage: welchen Nutzen hat man durch die EZB? Stabilität ist das nicht, außer Schuldenberge anhäufen und Werte künstlich abbauen. Und die Zuständigkeit und Rechtmäßigkeit außerhalb der Währungshütung steht auch infrage.

Wäre ja schön

wenn die 0 Zinspolitik mal zu Ende wäre, dann ist auch das Problem mit den Kontogebühren geklärt.
Und Zinsen in Höhe der Inflation würde nicht so viel Geld vom Kleinsparer vernichten, die Großen haben damit ja nie ein Problem, und haben ihr Geld im großen Stil vermehrt.
Das die EZB da nachzieht, wird wohl nicht gleich passieren, leider, dazu müssen die Zinsen in den USA und den anderen großen Staaten kräftig anziehen, und Geld abwandern.
Dann wird auch im Euroraum wieder etwas gerade gerückt, was jetzt nicht besonders gut läuft.
Nur so ein Traum, das mal zu Ende ist mit dem Drucken, es gab Zeiten da war der Euro wesentlich mehr Wert als heute, und wir haben mehr bekommen für unser Geld.

um 11.33 von Peter Kock, Richtig

"Hohe Inflation kann nur mit dem Aufhören des sinnlosen Gelddruckens und mit vernünftigen Zinsen bekämpft werden ! Aber weshalb haben wir in der EU den O-Zins bekommen ? Weil alle EU-Staaten höchstverschuldet sind und deren Finanzminister schnell ja gesagt haben zum 0-Zins und dem Volk gegenüber so taten , als hätten sie gut gewirtschaftet ...." So ist es.
Die EZB hat die Schulden ihrer Staaten "vergesellschaftet", indem die Zinsen auf Null bzw. sogar ins Minus ("Verwahrentgelt" für Bankguthaben) gefahren wurden. Mit dem billigen Geld konnten einige europäische Staaten ihre Ausgaben noch! finanzieren. Aber alle braven Sparer können jetzt sehen, wie ihr Guthaben täglich weniger wert wird.
Viele Handelsgüter (Im- und Export) werden traditionell in Dollar abgerechnet. Die Preise für diese Güter werden unweigerlich steigen.
Eine Gefahr sehe ich für Kredite mit geringer Laufzeit. Da wird sich mancher über die horrenden Anschlussverträge wundern.

Euro ist bereits unter Druck geraten

Die weltweiten Lieferengpässe können zu einem zusätzlichen Preisauftrieb führen, weil Unternehmen Preise erhöhen:

In den USA zB sind Neuwagen um 11% im Preis gestiegen (E-Autos noch mehr).

Einen Teil des Umsatzrückgangs aufgrund der verminderten Industrie-Produktion konnte so kompensiert werden.

Dieser Mechanismus des Inflationsanstiegs ist bisher nicht berücksichtigt worden.

Die Inflation steigt also auch ohne hohe Lohnabschlüsse. Die immer wieder ins Feld geführte Geldmenge ist eher weniger wichtig, solange alle Staaten sich gleichermaßen verschulden und die Refinanzierung jeweils gesichert bleibt.

Warum ist die FED besorgt ?

Das die Inflation „außer Kontrolle“ geraten könnte, wenn der Preisauftrieb bloß ein Effekt gesteigerter Nachfrage ist?

Tatsächlich stieg die Nachfrage weltweit nach dem ersten Corona-Schock 2020. Man sollte aber berücksichtigen das die größten Wirtschaftsmächte, USA und China, insgesamt (was das GNP angeht) relativ glimpflich durch die Krise gekommen sind.

An „Nachholeffekten“ allein kann es also wohl nicht liegen.

Jedenfalls dürfte die Rallye am deutschen Aktienmarkt bald vorbei sein.

Inflation, Fed...aber Kurswechsel??? Welcher?

Moin in die Überdenkungsrunde. Dass die Fed den eigentlichen Oberbegriff..."Kurswechsel"... überhaupt endlich im Zutaten- Wortschatz überdenkt ist indirekt erfreulich. Allerdings bleibt fraglich in welcher Richtung? Denn das wird den Unterschied zwischen Engagement für sämtliche Bestands- plus sämtlichen erst aufblühend ergänzenden Branchen bezüglich sämtlichem Pioniergeist bei Klimaanpassungen aufbauen! Oder aber sämtliche Überlebenslogik für die Menschheit und diesen unseren gemeinsamen Heimatplaneten an global gemeinsamen Klimaanpassungen in anstehende Endzeit hineintrauern. Denn klimatisch.. kann kein Staat der Welt jene Überlebensoptionen finanzieren die nur global gemeinsam über Währungsreformen erfreuliche Finanzstärkungen freischalten können. Kurswechsel... braucht es endlich aber global gemeinsam! Finanziell- und auch für Neubranchen. Und endlich zum Vorteil für die gesamte Welt! Pioniergeist bitte...Amerika und Partner! Nichts ist in verstaubter Lektüre "In"
Frau D. Brauer

@ draufguckerin

Aber alle braven Sparer können jetzt sehen, wie ihr Guthaben täglich weniger wert wird.

Diese Mischung von Angst und Gier war mir immer schon nicht ganz geheuer.

13:55 Uhr von Möbius

>>".. Die immer wieder ins Feld geführte Geldmenge ist eher weniger wichtig, solange alle Staaten sich gleichermaßen verschulden und die Refinanzierung jeweils gesichert bleibt."<<
.
... und in der jeweiligen Refinanzierung liegt das Problem! Bei den exorbitant hoch verschuldeten Amis und in der EU wo die Refinanzierung durch einige Wenige, an der Spitze Deutschland gegengepuffert wird.

Der U.S. Job Markt verträgt den Paradigmenwechsel

Am U.S. Job Markt wurden bis dato im Schnitt 550.000 neue Jobs geschaffen.
In vielen Branchen gibt es einen Mangel an Arbeitskräften. Die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung sind gegenwärtig auf ein historisches Tief gefallen.

Die Arbeitsteilung zwischen Fiskal- und Geldpolitk funktioniert ...
wieder. Jerome Powell hat sich in den vergangenen 2 Jahren, insbesondere nach dem ökonomischen Einbruch durch die Covid-Krise, der Stabilisierung des Arbeitsmarktes verschrieben. Der Job Markt bewegt sich momentan auf einem moderaten Wachstumspfad. Die Stimulus-Programme der Regierung vom Frühling und Herbst diesen Jahres greifen oder lassen Beschäftigungseffekte durch Infrastruktur-Investitionen erwarten. Powell kann sich folglich geldpolitisch der Inflationsrate zuwenden.

Die FED verringert ihr QE-Programme ...
und wird in Stufen auf das Inflationsziel von 2 % zusteuern.

von Foren User 13:30

Die Geldpolitik der EZB, sie versucht die Währungszone zusammen zu halten. Mit niedrigen Zinsen.
Die Handels-und Exportpolitik benachteiligt meist die südeuropäischen Länder mit ihren Bilanzdefiziten. Da versucht dann die Geldpolitik etwas entgegen zu steuern....

Naja ...

"am Ende des laufenden Jahres in einer Spanne von 0,75 bis 1,0 Prozent liegen"
.
Ein aggressiver Kurswechsel sieht für mich anders aus. Der kleine Sparer bleibt drüben wie hier weiter auf der Strecke (sein Geld verbrennt weiter).

wer hätte das gedacht

die EZB betreibt rechtswidrige staatsfinanzierung, unbeanstandet von deutschen politikerinnen. auch der rest eu lässt lagarde vor sich hin werkeln

Herr Sinn - Ex-Chef vom Ifo…

Herr Sinn - Ex-Chef vom Ifo Institut - hat es im neuerlichen Interview auf yt nochmal bekraeftigt. Die ueber Jahre geldpolitischen langen Zuegel der EZB - Stichwort Anleihenkaeufe- ohne eine sie begleitende EU-Politik, die fuer eine institutionelle europaeische Finanzaufsicht ueber die Staatsausgaben der Mitgliedsstaaten Sorge traegt, raecht sich jetzt. Unsere Ampelregierung wird diesbezueglich demnaechst in ein schweres Fahrwasser hinsichtlich ihres Investitionsprogramms Richtung Nachhaltigkeit begleitet von massiven Zinssteigerungen geraten.

Die FED betreibt "Expectation Management" ...

... und folgt damit dem Paradigma der internationalen Notenbank- und Geldpolitik, das sich in den vergangenen 30 Jahren zum Standard entwickelt hat.

Inflationsziel statt Geldmengenziel
Anstatt Geldmengenzielen oder Zinszielen gibt die Notenbank ein Inflationsziel vor, weil das den Wirtschaftsakteueren das "Spekulationspotenzial" nimmt. Arbeitnehmer preisen nicht eine unbekannte Inflationserwartung in ihre Lohnforderung ein, Unternehmen drehen nicht an Preisschauben.

2 % Inflationsziel wurden von der FED wie auch der EZB
als Optimalwert identifiziert, der weder Lohn-Preis-Spiralen noch Deflationstendenzen Vorschub leistet.
Nachdem sich die U.S. Inflationswerte aber länger als erwartet deutlich über der Zielmarke bewegen, begegnet die FED den möglichen Zweitrundeneffekten von Lohnforderungen/Produzentenpreiserhöhungen, die nachhaltiger wären als die Lieferketteneffekte.

13:46 Uhr von wenigfahrer

>>... es gab Zeiten da war der Euro wesentlich mehr Wert als heute, und wir haben mehr bekommen für unser Geld.<<
.
Vermutlich haben Sie es nur vergessen. Damals war auch Ihr Lohn, Gehalt, Rente wesentlich niedriger.

Diese Inflation ist Hausgemacht!

Der Energiesektor ist wohl der stärkste Preistreiber derzeit und damit auch maßgeblich verantwortlich für diese ganze Bewegung. In Folge von sogenannten Umweltauflagen betreiben die Ölkonzenrne, aber auch die globalen Distributoren vor Ort eine Preisspirale, die nichts mehr mit den Umweltauflagen zu tun hat. Hier wird überdurchschnittlich auf den Preis aufgeschlagen, immer mit der Entschuldigung - ...Umweltauflage und Vater Staat! Vater Staat trägt dabei tatsächlich eine Mitschuld, da die Kontrollmechanismen nicht einschreiten und darüber aufklären, damit klar wird - dass es mal wieder die Maßlosigkeit der Wirtschaft und Ihrer Lobbyverbände ist. Ein Haufen der sich i.M. an allen Stellen rausredet mit Umwelt und Corona. Das geht nicht so weiter - hier muss Aufklärung betrieben werden, wer tatsächlich verantwortlich ist. Da sehe ich vor allem aber auch den Journalismus in der Verantwortung, mal deutlich aufzuzeigen, was staatliche Verteuerungen sind und was kapitalistischer Natur ist.

@ Bernd Kevesligeti

Die Geldpolitik der EZB, sie versucht die Währungszone zusammen zu halten. Mit niedrigen Zinsen.

Die Zinsen sind weltweit in allen Industrieländern gering. Und dass der Euroraum zusammen gehalten wird, ist doch hoffentlich unser aller Interesse.

@ Möbius

Der Euro ist bereits unter Druck geraten

Darauf deutet aber eigentlich nichts hin.
Ich bin kein Freund von bloßem Miesmachen.

Die lockerer Geldpolitik ist nicht die Ursache!

Zinsen sind kein Grundrecht - weder für Banken noch für Sparer. Im Kern geht es darum, dass der Finanzsektor über Jahrzehnte sehr unanständig den Bürger ausgebeutet hat. Davon profitiert haben ausschließlich Dienjenigen, die ohnehin schon genug Geld hatten. Dem hat Herr Draghi seinerzeit ein Ende bereitet. Vielen Dank dafür Herr Draghi! Die Inflation die wir im Moment erleben ist keine natürliche Entwicklung, sondern ein Mix einer ausgehebelten Geldpolitik bedingt durch die Pandemie, der Umweltauflagen und komplett übertriebener und ungehöriger Preisaufschläge. Das hat nichts mit den niedrigen Zinsen zu tun. Diese Zinsen sorgen derzeit dafür, das die Menschen überleben können, die zu wenig zum Leben haben - leider ist das aber der Großteil der Menschen!!! Deshalb ist diese niedrige Zinspolitik auch gerechtfertigt. Wir müssen an anderen Stellen ansetzen und die Wirtschafts- und Lobbyverbände in die Verantwortung nehmen. Deutschland hat ein Verteilungsproblem!

von schwer gestört 15:22

Aus den weltweit geringen Zinsen will die Fed offenbar aussteigen. Davon handelt der Tagesschau-Artikel.
Und das der Euroraum auf diese Weise, mittels der Geldpolitik zusammen gehalten werden muss, daß ist bezeichnend.

Schwierige Aufgabe

Die FED hat eine schwierige Aufgabe: Sie muss nach außen so tun, als ob sie die Inflation bekämpfen würde, so dass die Märkte und die Bevölkerung nicht verunsichert werden. Die Altersversorgung der US-Amerikaner beruht sehr auf den Aktienmärkten. Tatsächlich darf sie aber die Inflation nicht echt wirksam bekämpfen, denn diese ist von der Politik sehnlichst erwünscht zur schleichenden Entwertung der horrenden Staatsverschuldung. Got it?

Übrigens besteht eigentlich für die EZB das gleiche Problem, aber diese betreibt die Staatsfinanzierung mittels der elektronischen Druckerpresse viel unverhohlener.

14:15 Uhr von Foren User

"@ draufguckerin
Aber alle braven Sparer können jetzt sehen, wie ihr Guthaben täglich weniger wert wird.

@Foren User
Diese Mischung von Angst und Gier war mir immer schon nicht ganz geheuer."

Was hat das mit Gier zu tun wenn dem Sparer die schwer erarbeitete private Altersvorsorge dahinschmilzt? Wurde den Lohnabhängigen vor 20 Jahren nicht suggeriert das die private (zinsbasierte) Altersvorsorge die einzig zukunftssichere ist?

@ friedrich pete…

Na endlich, höhere Zinsen.

Die paar Euro Zinsen, die uns aber auch nicht wirklich weh tun, sind das eine. Die Kehrseite steigender Zinsen sind die höheren Staatsausgaben. Und die gehen zu Lasten aller. Auch zu Lasten der Geringverdiener, die aber wegen geringer Ersparnisse wenig von den Zinsen profitieren.
Daher bin ich ein Freund geringer Zinsen, obwohl mir der Blick auf mein Konto auch nicht gefällt.

@ Mimmi

Wurde den Lohnabhängigen vor 20 Jahren nicht suggeriert das die private (zinsbasierte) Altersvorsorge die einzig zukunftssichere ist?

Ihrem Duktus entnehme ich aber, dass Sie das eh nie geglaubt haben. Wozu dann die Aufregung?

...ttestEineMeinung #Das Märchen vom kleinen Sparer...

... den man durch niedrige Zinsen "enteignet", wird ja so gerne bemüht.

Tatsache ist, dass der kleine Sparer meist sein Erspartes vom Arbeitslohn abgezweigt hat und dass er die Zinsen mit seiner Arbeit am Ende selbst erwirtschaften muss - auch für die etwas grösseren Sparer...

Wenn die Rendite von Investitionen höher werden muss, um höhere Zinsen zu zahlen, dann wird gern am kleinen Spar...äh...Arbeitnehmer gespart.

Werte werden nicht mehr ohne dass jemand dafür arbeitet.

Der Rest unseres Finanzsystems ist nur eine Kaskade sehr vieler langsamer Schneeballsysteme.

Reich werden die, die die Schneeballsysteme entwerfen, bezahlen dürfen meist andere.

Z.B. der kleine Sparer.

Aggressive Zinswende?

Was ist daran aggressiv, wenn die Zinsen auf dem Sparbuch kein Minus mehr als Vorzeichen haben? Ein von der FED anvisierter Zinssatz von 1,0 % ist historisch immer noch sehr niedrig.
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Der Titel müsste lauten: Ein Tippelschritt hin zur Normalität!

Am 06. Januar 2022 - 15:28…

Am 06. Januar 2022 - 15:28 Uhr von Bernd Kevesligeti
von schwer gestört 15:22

Aus den weltweit geringen Zinsen will die Fed offenbar aussteigen. Davon handelt der Tagesschau-Artikel.
Und das der Euroraum auf diese Weise, mittels der Geldpolitik zusammen gehalten werden muss, daß ist bezeichnend.
___
Das muss man aber nicht unbedingt gutheissen. Im Grunde ist diese Geldpolitik nichts anderes als verkappte Euro-Bonds, das sollte aufgrund der Verträge eigentlich nicht möglich sein.

@15:50 von schwer gestört

„Ihrem Duktus entnehme ich aber, dass Sie das eh nie geglaubt haben. Wozu dann die Aufregung?“

Vielleicht weil @Mimmi nicht nur an sich denkt, sondern auch an andere?

Nur Madame Lagarde ...

... weiß es wieder besser.

Alle Notenbanken haben die Gefahren einer hohen Inflation erkannt.

Nur die EZB sieht Ihren Auftrag entgegen den europäischen Verträgen nicht mehr in der Geldwertstabilität, sondern in der Finanzierung von klammen Staaten.

Und da der EUGH alles abnickt, gibt es keinen Weg dieses Katastrophe zu stoppen.

/// Am 06. Januar 2022 - 16…

///
Am 06. Januar 2022 - 16:28 Uhr von Einfach Unglaublich
Nur Madame Lagarde ...

... weiß es wieder besser.

Alle Notenbanken haben die Gefahren einer hohen Inflation erkannt.

Nur die EZB sieht Ihren Auftrag entgegen den europäischen Verträgen nicht mehr in der Geldwertstabilität, sondern in der Finanzierung von klammen Staaten.

Und da der EUGH alles abnickt, gibt es keinen Weg dieses Katastrophe zu stoppen.///
.
Es muss durchaus nicht in einer Katastrophe enden. Ein andere Politik der EZB hätte aber recht sicher eine Katastrophe zur Folge gehabt. Es ist eine Gratwanderung. Sehen Sie eine bessere Altrnative ?

16:41 Uhr von Werner40

ja sicher! lagarde rausschmeissen und durch einen fachmann/frau ersetzten! weidmann hätte momentan zeit, falls er nicht schon woanders erwünscht wurde, als in deutschland. darf ich das hier so offen sagen=?

Die Politik des lockeren…

Die Politik des lockeren Geldes dürfte von der EZB fortgeführt werden, um den wirtschaftlichen Aufschwung in der Corona Pandemie nicht zu gefährden. Die Mitgliedsstaaten werden profitieren, Gelackmeierte sind die Sparer. Ihnen kann nur empfohlen werden, einen Teil ihrer Geldes auf Investmentfonds, insbesondere ETFs des MSCI World zu investieren. In den vergangenen Jahren wurden horrende Gewinne erwirtschaftet.

Am 06. Januar 2022 - 15:22 Uhr von schwer gestört

Und dass der Euroraum zusammen gehalten wird, ist doch hoffentlich unser aller Interesse.
___
Scheint bei anderen Themen, wie man in den letzten Tagen gesehen hat, nicht so wichtig zu sein.

@ Werner 40

Ja natürlich.

Die Alternative liegt doch auf der Hand.

Maßvolles Zurückfahren der Ankäufe von Staatsanleihen.
Signale setzen, dass die EZB ihre Aufgabe die Geldwertstabilität anzustreben, wieder aufnimmt.

Man sieht ja in den USA, dass Unternehmen damit umgehen können.

Und auch die EURO Staaten werden damit umzugehen lernen. Staatsfinanzierung ist NICHT die Aufgabe der EZB!

Das sag nicht ich, sondern das sagen die europäischen Verträge.

@ Adeo60 um 17.19 Uhr, gute Empfehlung

"...Gelackmeierte sind die Sparer. Ihnen kann nur empfohlen werden, einen Teil ihrer Geldes auf Investmentfonds, insbesondere ETFs des MSCI World zu investieren. In den vergangenen Jahren wurden horrende Gewinne erwirtschaftet."
So ist es. Das Geld auf einem konventionellen Sparkonto wird jeden Tag weniger wert. Gerade jetzt, wo die Kurse fallen, empfiehlt es sich zu investieren, am besten bei einer kostenarmen Online-Bank. Ihre Empfehlung bezüglich von ETFs ist richtig. Ich selbst achte auch auf die Währung des jeweiligen Fonds/ETFs, denn ich würde ungern finanziell untergehen, wenn der Euro vom Wackeln ins Straucheln gerät.

@15:50 Uhr von schwer gestört

"@ Mimmi
Wurde den Lohnabhängigen vor 20 Jahren nicht suggeriert das die private (zinsbasierte) Altersvorsorge die einzig zukunftssichere ist?

@15:50 Uhr von schwer gestört
Ihrem Duktus entnehme ich aber, dass Sie das eh nie geglaubt haben. Wozu dann die Aufregung?"

Da haben Sie recht, ich hab an den " Geld heckt Geld"- Zauber nie geglaubt und es auch nicht mitgemacht. Ich bin auch nicht aufgeregt- sondern eher traurig das viele Menschen die sich abgerackert haben letztlich in Altersarmut enden.

EZB muss reagieren

Unter der Inflation leiden alle viel stärker und so muss reagiert werden. Gerade Geringverdiener müssen erst einmal mit den gestiegenen Preisen klar kommen und so ist eine Anti Inflationspolitik Sozialpolitik.

Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, dürfte es sehr teuer werden. Löhne und Renten müssen kräftig steigen um die Verluste wieder hereinzuholen und wie man da auf die Idee kommen kann wieder einen Nachhaltigkeitsfaktor einzuführen, erschließt sich mir nicht.

Na wenn das auf Europa…

Na wenn das auf Europa durchschlägt und das wird es, werden die EU-Schulden, die bisher durch Zins-Diebstahl an vor allem deutschen Sparkonten finanziert wurden, ja kräftigst einbrechen. Aber ich bin überzeugt, die Italiener, Griechen, Franzosen und all die anderen Schuldentrickser , äh großen Europäer, die werden schnell neue Tricks, ne Wege muss man ja sagen, finden, um weiter zu machen, wie bisher. Das nennt sich dann wieder in den nächsten großen Reden von weiteren großen Europäern dann vereintes Europa, oder so.
Eben alles nur eine Frage, immer rechtzeitig den Bezahler für das alles heraus zu deuten und bisher und bis zum Ende der EU, war das immer der selbe. Weiß jeder wer gemeint ist, aber wir sind ja auch aaaalle s000 reich, gelle…

18:09 Uhr von V.Scho

und dann steigt die inflation noch schneller, falls mir diese tatsache erlaubt wird, hier zu erwähnen!

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