Kommentare - Unruhen in Kasachstan: Tote und Verletzte bei Protesten in Almaty

06. Januar 2022 - 09:46 Uhr

Bei den Protesten in Kasachstan sind laut Behördenangaben Dutzende Menschen getötet worden, mehr als 1000 wurden verletzt. Russland entsandte Soldaten, um die Regierung zu unterstützen. Die Lufthansa strich ihre Flüge nach Almaty.

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Verpflichtungen

Russische Soldaten gegen kasachische Demonstranten?
Bestimmt kann mir gleich jemand sagen, warum das nicht zu beanstanden ist.

Interventionstruppen für ein Nachbarland ? Passend zu SU 2.0

Die Unruhen gegen die Regierung sollen Ausmaße angenommen haben, welche die kasachischen Sicherheitskräfte aus Polizei und Militär nicht selbst in den Griff kriegen ? Das klingt nicht besonders glaubwürdig.
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Russische Interventionstruppen für Nachbarländer sind eine Kreml-Spezilität, wie Georgier, Moldawier und Ukrainer leidvoll zu berichten wissen. Besorgniserregender ist, dass diese Intervention sich in die Putin-Doktrin einfügt, mit der Moskau sich stärkeren Zugriff auf die Ex-Sowjetrepubliken sichern will.
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Das passt in das Bild des Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine.

„Ein von Russland geführtes Militärbündnis will die Regierung unterstützen, erste Soldaten wurden bereits entsandt.“

Gestützt auf ihre auf den „Sold“ bzw. das Geld, das sie dafür erhalten angewiesenen Befehlsempfänger.

@Klardenker

Auf der Krim und in der Ostukraine wird russische gesprochen, im restlichen Teil nicht. In diesen beiden Gebieten ist der überwiegende Teil der Bevölkerung russisch.

re 10:11 Klardenker: Land oder Regierung

>>Trotzdem, was da abgeht kann von keinem Staat hingenommen werden. Das Land braucht Hilfe, Nachbar Russland leistet sie<<

Ja dann : „Danke Russland“ - und dann wars das wieder mit „Nachdenken“!

Ach so: Gab es da nicht mal dieses Narrativ der „Nichteinmischung“?

10:11, Klardenker

>> Übrigens war die Präsidentenansprache zum Volk in Russisch. Weil nämlich dort ( wie auch in der Ukraine ) das Volk Russisch spricht.<<
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So wie das Volk in Indien englisch spricht.
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In ehemaligen Kolonien ist das so.

Wo russisch gesprochen wird, darf Moskau intervenieren ?

Putin hat in seiner Doktrin sinngemäß verlautbart, dass er sich bemüßigt fühlt, überall dort, wo russisch gesprochen wird, seine "schützende Hand" drüber zu halten. Eine Verbrämung für den Anspruch, überall dort nach eigener Interessenlage intervenieren zu können.
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Demzufolge würde vermutlich auch Baden-Baden diese Nanny-Dienste in Anspruch nehmen können. Scherz beiseite, Estland wäre aber ein Kandidat für diese Fürsorge - wäre es nicht in der NATO.
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Kasachstan ist auf jeden Fall ein Kandidat und es wird interessant sein zu beobachten, wie lange die Interventionstruppen dort bleiben und welche politischen Entwicklungen sie dort befördern.

10:11, Klardenker

>>Trotzdem, was da abgeht kann von keinem Staat hingenommen werden. Das Land braucht Hilfe, Nachbar Russland leistet sie.<<
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Ich möchte in Ihrem Post die Worte "Staat" und "Land" durch das Wort "Regierung" ersetzen. Und "Nachbar" durch "Ex-Kolonialmacht".

@baumgart67

"Auf der Krim und in der Ostukraine wird russische gesprochen, im restlichen Teil nicht. In diesen beiden Gebieten ist der überwiegende Teil der Bevölkerung russisch."
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So wurde vor langer Zeit in Deutschland mit dem Sudetenland argumentiert.

Irgendwann fliegen Kleptokratien dann eben doch auseinander

und dies Angst treibt auch die Mächtigen im Kreml um. Die Mär, das sich Demokratie nicht durchsetzen kann und wird, habe ich nie geglaubt. Gerade in Zeiten des weltweit vernetzten Internets sehen die Leute hier im Westen nicht nur die Propaganda, Spaltung und Lügen - gestreut von der einen Seite, sondern die Leute im Osten und fernen Osten sehen durch das Internet eben auch die Freiheit und das komfortable und wahre Leben in Demokratien hier im Westen. Und irgendwann stellen sich zwangsläufig die Fragen. Korruption, Oligarchie, Kleptokratien. So etwas fällt nicht vom Himmel, sondern wuchs über Jahrzehnte in Machtapparaten, die kein Internet kannten. Die Hoffnung aber muss sein, das sich der Wandel friedlich vollzieht. Gewalt ist nie und nirgendwo eine Lösung, sondern letztlich immer primitiv und menschenverachtend. Das gilt für alle Gewalttäter, in und vor den Panzern.

re 10:11 Klardenker: Russland der Helfer

>>Da steckt mehr dahinter<<

Ja, was nur? Doch nicht etwas die Ablehnung einer postsowjetischen Kleptokratie? Nein - sicher nur wieder diese penetranten „ausländischen Agenten“. Und die kann man sich doch aus reinem Selbsterhaltungstrieb nicht einfach bieten lassen!

>> Trotzdem, was da abgeht kann von keinem Staat hingenommen werden.<<

Nein, das geht nicht. Aber zum Glück naht ja Hilfe!

>>Das Land braucht Hilfe, Nachbar Russland leistet sie.<<

Und das „Land“ atmet auf! Obwohl - das „ganze Land“?...

Ernsthaft: In welchem Ex-Sowjetstaat stehen eigentlich noch keine russischen Truppen zur „Hilfe“?

Es gibt zwischen den Ländern…

Es gibt zwischen den Ländern ein Abkommen des gegenseitigen Beistandes. Diesen Beistand hat der Kasachische Präsident jetzt um Hilfe gebeten. In vielen Ländern gibt es sowas und es ist nichts verwerflich dabei. Gewalt ist immer abzulehnen egal in welchem Land und keine Regierung kann dem was dort geradepassiert tatenlos zuschauen. Auch in unserem Land wird gegen gewalttätige Demonstranten vorgegangen und die sind im Vergleich zu Kasachstan wahre Lämmer.

In der UKR haben alle Landesteile für Unabhängigkeit gestimmt

Als sich die Sowjetunion auflöste und die Ukraine die Unabhängigkeit erklärte, bekamen alle Landesteile die Möglichkeit, sich in Volksabstimmungen dazu zu erklären.
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Damals haben sie alle mit großen Mehrheiten für die Unabhängigkeit der Ukraine gestimmt, auch im Donbass und auf der Krim. Das waren die einzigen Abstimmungen, die internationalen Standards entsprochen haben, während die vom Kreml kontrollierte Abstimmungen in 2014 eine Farce war.
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Es ist unerheblich, wieviele Bürger in Kasachstan heute russisch sprechen. Tatsache ist, dass das Land formal unabhängig ist und es sich diese Unabhängigkeit mit seinem Rohstoffreichtum auch leisten kann. Die Frage steht im Raum, wie lange es sich seine Selbstbestimmung erhalten kann.

@10:09 Uhr von Bolschewist

>> Russische Interventionstruppen für Nachbarländer sind
>> eine Kreml-Spezilität, wie Georgier, Moldawier und
>> Ukrainer leidvoll zu berichten wissen
.
Ihnen ist schon klar, daß die Konflikte, die Sie da aufzählen, alle von der USA losgetreten wurden? oO
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Und in Kasachstan war nur deshalb Ruhe, weil Baikonur der einzige Weltraumbahnhof war, der die ISS erreichen konnte. Dieser Sonderstatus gilt seit SpaceX eben nicht mehr. -.-

Cui bono - wem nützen die Unruhen

Wem nützt es, wenn ein durch Russland geführtes Militärbündnis OVKS einen schwachen Präsidenten Tokajew zu Hilfe kommt, um erstaunlich gut organisierte Demonstrationen und Protestaktionen - einschließlich Besetzung eines Flughafens - unter Kontrolle zu bekommen?
Die in den Medien gezeigte Vorgehensweise zahlreicher Protestierenden gegen die Polizei wirkt kampferprobt und die Ursache der aktuellen Ausschreitungen könnten den Eindruck einer bewusst herbeigeführten Eskalation wecken.
Und das im neunt-größte Land der Welt, reich an Öl, Gas und Uran ! Hier werden berechtigte soziale Anliegen der Bevölkerung möglicherweise mal wieder zur Durchsetzung macht- und wirtschaftspolitischer Interessen einer Weltmacht instrumentalisiert. Da werden Erinnerungen wach an den Maidan…

10:11 Uhr von Klardenker

Übrigens war die Präsidentenansprache zum Volk in Russisch.
Weil nämlich dort ( wie auch in der Ukraine ) das Volk Russisch spricht.


Staatssprache in Kasachstan ist Kasachisch. Russisch ist wegen der Historie UdSSR zweite Verwaltungssprache. Kasachisch ist eine »Turksprache», die man ursprünglich mit dem Arabischen Alphabet schreibt. Es gibt aber auch Transkriptionen der Laute in Kyrillischen oder in Lateinischen Buchstaben.

Spricht der Kasachische Präsident Russisch, kann ma seine Ansprache ganz prima als Hilferuf im Russia TV ausstrahlen, ohne dass man sie erst noch untertiteln, übersetzen, oder kommentieren müsste.

Der kleine Bruder braucht uns, der von sich aus schon der 9. größte Flächenstaat der Welt ist. Dann gehen wir da mal hin nach Almaty zum Helfen als Helden. Denkt dann der Russe … und genau das soll er ja auch denken.

Wenig souverän der Staat Kasachstan nach 30 J. Präsidialdiktatur nach Ende der UdSSR. Einmal brenzlig … schon überfordert.

Am 06. Januar 2022 - 10:30 Uhr von fathaland slim

In Indien gibt es, von zahlreichen Provinzsprachen undDialekte abgesehen, zwei Amtssprachen, Hindi und Englisch.
Es ist irreführend, wenn Sie schreiben: "So wie das Volk in Indien englisch spricht." Untereinander sprechen die Menschen zuerst in ihrer Provinzsprache, soweit sie vom Gegenüber verstanden wird. Hindi sprechen die Menschen zu Indern aus anderen Provinzen oder alternativ englisch.

Gleiches trifft auch auf die Philippinen zu. Dort ist die Amtssprache Tagalog und Englisch. Daneben gibt es über 170 Provinzsprachen und Dialekte.

Kasachstan

Der Grund warum die Befölkerung auf die Straßen gegangen sind muss klarer sein , die Regierung in Kasachstan hat den Erdgasverkauf nach westlichem Vorbild über eine Börse geleitet, die Preise sind natürlich auch wie bei uns in die Höhe geschossen.
Ja übrigens der President hat die Befölkerung in drei Sprachen (zuerst kasachisch, Dan russisch und letztendlich auf englisch gesprochen)

10:28 teachers voice

"gab es da nicht mal das Narrativ der "Nichteinmischung"?........

Ja das ist irgendwo niedergeschrieben aber seit wann halten wir und andere sich daran?

So einfach wird das Problem jetzt gelöst

Da schickt man jetzt einfach mal Truppen hin und knüppelt erst einmal alles nieder.
So ist das eben in Obrigkeitsstaaten, die da unten müssen gefügig gemacht werden und haben auch zu folgen.
Pressefreiheit und sonstige demokratische Grundrechte, wo kämen wir denn da hin.
Das geht natürlich nicht und die Obrigkeit will ja auch in Ruhe ihren auf kosten der kleinen Leute " wohl verdienten " Luxus ausleben und genießen.

@ 10:41 Uhr von german-canadian --- Südtirol nicht zu vergessen

"So wurde vor langer Zeit in Deutschland mit dem Sudetenland argumentiert."
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Wenn die Sprache von Bevölkerungsgruppen das Recht zu Interventionen begründen würde, dann hätte Österreich das Recht, in Italien zu intervenieren und Südtirol zu besetzen.
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Das Elsaß und Lothringen wären Kandidaten für deutsche Interventionen in Frankreich gewesen.
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Die Schlussakte von Helsinki, die von allen wesentlichen Staaten der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) unterzeichnet wurde, auch von der Sowjetunion, hat die Unantastbarkeit von Grenzen und die territoriale Integrität der Unterzeichnerstaaten garantiert. Diese Vereinbarung wurde vor allem von dem Nachfolge-Staat der SU mittlerweile mehrfach verletzt und deswegen sind diese "Schutzansprüche" und Interventionen in Nachbarländern eine kritische Angelegenheit.

10:42 Uhr von Eislöwe

Was hat Wohlstand mit Demokratie zu tun? So ein Quatsch.
Das große Problem ist, dass bis 1991 die sowjetrepubliken un der UdSSR verbunden waren und so wurde auch gewirtschaftet. Jetzt stehen diese ehemaligen sowjetrepubliken auf eigenen Füßen und haben das Problem, dass sie eigentlich gar nicht alleine existieren können, weil sie keine autonomen Selbstversorger sein können. Und wenn ich selbst nichts habe bzw erwirtschaften kann, dann muss ich es eben teuer auf dem Weltmarkt kaufen. Und so entsteht eine endlosspirale von kein oder wenig Geld, teuer kaufen müssen, Schulden machen, Unzufriedenheit der Menschen. Und diese begehren dann auf, haben auch keine Lösung aber es knallt.

re Eislöwe: Kleptokratien

>>Die Hoffnung aber muss sein, das sich der Wandel friedlich vollzieht. Gewalt ist nie und nirgendwo eine Lösung, sondern letztlich immer primitiv und menschenverachtend.<<

Die Unruhen in Kasachstan begannen wie alle Unruhen in den „Bruderstaaten“ ( und nicht nur dort) gewaltfrei und wurden dann mit Gewalt zurückgeschlagen und niedergeknüppelt. Und niemand hilft den zehntausend friedlichen Oppositionellen, die dort in Straflagern oder Gefängnissen sitzen. Wenn sie dort noch sitzen.

Auch ich bin ein Verfechter der Gewaltlosigkeit - diese darf aber niemals dazu führen, dass man die gewaltlosen Oppositionellen einfach der Gewalt überlässt.

Wie es zur Zeit fast überall geschieht!

10:50 Uhr, hecker

>>Am 06. Januar 2022 - 10:30 Uhr von fathaland slim
In Indien gibt es, von zahlreichen Provinzsprachen undDialekte abgesehen, zwei Amtssprachen, Hindi und Englisch.
Es ist irreführend, wenn Sie schreiben: "So wie das Volk in Indien englisch spricht." Untereinander sprechen die Menschen zuerst in ihrer Provinzsprache, soweit sie vom Gegenüber verstanden wird. Hindi sprechen die Menschen zu Indern aus anderen Provinzen oder alternativ englisch.

Gleiches trifft auch auf die Philippinen zu. Dort ist die Amtssprache Tagalog und Englisch. Daneben gibt es über 170 Provinzsprachen und Dialekte.<<
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Auch in Kasachstan gibt es verschiedene Sprachen. Die der Kasachen ist kasachisch, eine Turksprache. Sie ist Amtssprache, neben Russisch. Es gibt aber noch andere Ethnien im Land, und natürlich auch Russen.

Ach ja

Da habe ich noch gar nicht dran gedacht.
Wahrscheinlich stecken da bestimmt wieder ausländische Agenten dahinter.
Solche Proteste können ja nicht selbst geschuldet sein.
Da wird ganz praktisch die Schuld ins Ausland abgeschoben.
Ich bin ja schon lange genug aufmerksamer mit Leser in diesem Form.

10:46, Zero One

>>Cui bono - wem nützen die Unruhen
Wem nützt es, wenn ein durch Russland geführtes Militärbündnis OVKS einen schwachen Präsidenten Tokajew zu Hilfe kommt, um erstaunlich gut organisierte Demonstrationen und Protestaktionen - einschließlich Besetzung eines Flughafens - unter Kontrolle zu bekommen?
Die in den Medien gezeigte Vorgehensweise zahlreicher Protestierenden gegen die Polizei wirkt kampferprobt und die Ursache der aktuellen Ausschreitungen könnten den Eindruck einer bewusst herbeigeführten Eskalation wecken.
Und das im neunt-größte Land der Welt, reich an Öl, Gas und Uran ! Hier werden berechtigte soziale Anliegen der Bevölkerung möglicherweise mal wieder zur Durchsetzung macht- und wirtschaftspolitischer Interessen einer Weltmacht instrumentalisiert. Da werden Erinnerungen wach an den Maidan…<<
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Klar stecken die Amis dahinter.
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Das behaupten zwar nicht einmal der kasachische Präsident oder Putin, aber das ist doch immer so.

@ 10:40 Uhr von Tada --- Ein Fall für die kasachische Polizei

"Zwölf kasachische Polizisten tot bei Ausschreitungen - einer wohl enthauptet"
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Ein klarer Fall für die kasachische Polizei oder im Fall eines weiter reichenden Notstandes ein Fall der Streitkräfte. Aber nur der kasachischen. Nicht von russischen Interventionstruppen.
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Wenn die kasachischen Sicherheitskräfte nicht ausreichen wäre das ein Anzeichen eines umfangreichen Volksaufstandes gegen das Regime. Das lässt bekanntlich keine unabhängige Berichterstattung zu.
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Deswegen dringen auch keine Nachrichten nach außen, ob und wieviel Zivilisten - und von wem - verletzt oder getötet wurden.

@ Klardenker

Da steckt mehr dahinter. Trotzdem, was da abgeht kann von keinem Staat hingenommen werden. Das Land braucht Hilfe, Nachbar Russland leistet sie.

Das Land braucht Demokratie. Und die leistet Russland nicht.
Im Gegenteil. Ein korruptes System versucht sich mit Gewalt zu stabilisieren.

Gefahr der Instabilität für Europa

Wir haben, ein warnendes Beispiel vor Augen : Jugoslawien.
Die Föd.Republik Jugoslawien war kein ideales System, aber es war der Versuch einer Einigung zwischen jahrhundertelangen Diskrepanzen. Gescheitert ist er am Egoismus der Teilrepubliken, zudem begünstigt von höchst fragwürdigen Parteilichkeiten europäischer Politiker. Die Folge : Mord und Todschlag bis zum Genozid, wirtschaftlicher Ruin und fortwährender Haß.
Der Zerfall der UdSSR wurzelt letztendlich in einer nicht identischen, aber durchaus ähnlichen Konstellation. Die große Gefahr war von Anfang an, daß es zu verhängnisvollen Instabilitäten in diesem Raum kommen würde - und eine solche Instabilität wäre auch eine Gefahr für das westliche Europa. Es wäre für uns fatal, wenn europäische Politiker klammheimliche Freude an Instabilitäten in dieser Region entwicklen würden. Europa muß gemeinsam mit Rußland dafür sorgen wollen, diesen Raum zu stabilisieren, nicht mit Waffen und Sanktionen, sondern mit
wirtschatflicher Kooperation

re 10:53 jukep: Simplifizissimus

>>10:28 teachers voice
"gab es da nicht mal das Narrativ der "Nichteinmischung"?........
Ja das ist irgendwo niedergeschrieben aber seit wann halten wir und andere sich daran?<<

Na, Sie machen es sich aber einfach! Genau so einfach übrigens wie es sich der Kreml mit dieser Frage macht. Er sagt einfach „Die Anderen haben angefangen“ und „“Wir können gar nicht anders“.

Wegweisende politische Weisheiten!

@ baumgart67 - @ Klardenker

Auf der Krim und in der Ostukraine wird russische gesprochen, im restlichen Teil nicht. In diesen beiden Gebieten ist der überwiegende Teil der Bevölkerung russisch.

Völkerrechtlich ist die Sprache nicht relevant und politisch ist Ihre Argumentation totaler Quatsch. Deutschland marschiert ja auch nicht in die deutschsprachige Schweiz ein.
Diese Gebiete gehören völkerrechtlich zur Ukraine und russische Truppen haben dort nichts zu suchen.

10:46 Uhr von Zero One- Der Bonus liegt klar auf der Hand

"Cui bono - wem nützen die Unruhen"
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Wer 1 und 1 zusammenzählt, kann diese Frage einfach beantworten.
Sie nutzen dem Kreml, der auf Grundlage der Putin-Doktrin ein weiteres Mal Interventionstruppen in ein Land der Ex-Sowjetunion beordern und dort damit seinen Einfluss ausbauen kann.
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Das war in der Ukraine schon so und hat zum Herausschneiden von Landesteilen der UKR und einer russischen Übernahme geführt.

10:51 Uhr von Klardenker

Das stimmt nicht. Kiew, Zapo oder Rivne sind nicht Ost Ukraine. Ich war dort 2020 und 2021. Vorher in Krivoi Rog. Die Menschen sprechen dort Russich, Ausnahme bei Behörden. Ähnlich in Kasachstan, wo selbst der Präsident auf Russisch... Das schrieb ich bereits. // Was die UdSSR oder Ukraine angeht, habe ich 29 Jahre Erfahrung //

Die Ukraine geht jetzt mal zu Bett, die hat mit der momentanen Lage in Kasachstan nämlich gar nichts zu schaffen. Russisch und Ukrainisch sind zwei Sprachen wie Spanisch und Italienisch. Sehr eng miteinander verwandt. Jeder spricht seine Sprache mit etwas Aufmerksamkeit mehr als normal, und alle verstehen, was die anderen sagen.

@10:55 Uhr von Naturfreund 064

>> Pressefreiheit und sonstige demokratische Grundrechte
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Ähh, es geht um hohe Gaspreise und die damit verbundenen Ausschreitungen inkl. Plünderungen und Polizistenmorden? oO

Am 06. Januar 2022 - 10:45 Uhr von heribix

Es gibt zwischen den Ländern ein Abkommen des gegenseitigen Beistandes. Diesen Beistand hat der Kasachische Präsident jetzt um Hilfe gebeten. In vielen Ländern gibt es sowas und es ist nichts verwerflich dabei. Gewalt ist immer abzulehnen egal in welchem Land und keine Regierung kann dem was dort geradepassiert tatenlos zuschauen. Auch in unserem Land wird gegen gewalttätige Demonstranten vorgegangen und die sind im Vergleich zu Kasachstan wahre Lämmer.
__
Die Ordnungskräfte in DE haben allerdings eine andere "Kinderstube". Da wird noch "bitte" und "danke" gesagt, obwohl das garnicht wertgeschätzt wird.

11:00, Cillie21

>>Jetzt stehen diese ehemaligen sowjetrepubliken auf eigenen Füßen und haben das Problem, dass sie eigentlich gar nicht alleine existieren können, weil sie keine autonomen Selbstversorger sein können.<<
.
Kein Land dieser Erde ist autonomer Selbstversorger.
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>>Und wenn ich selbst nichts habe bzw erwirtschaften kann, dann muss ich es eben teuer auf dem Weltmarkt kaufen. Und so entsteht eine endlosspirale von kein oder wenig Geld, teuer kaufen müssen, Schulden machen, Unzufriedenheit der Menschen.<<
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Kasachstan ist ein sehr rohstoffreiches Land.
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Unter anderem Erdöl und Erdgas.
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Vielleicht verstehen Sie vor diesem Hintergrund auch, warum die Menschen über die Verdoppelung des Erdgaspreises so sauer sind.

@ harpdart

"Russische Soldaten gegen kasachische Demonstranten?
Bestimmt kann mir gleich jemand sagen, warum das nicht zu beanstanden ist."
Die kasachische Regierung hat um Hilfe gebeten. Warum sollte Russland dies nicht gegen die Terroristen leisten? Und Russland darf dies tun! Ohne die NATO zu fragen.
Russland hat auch in Syrien im Kampf gegen die IS geholfen - ebenfalls auf Bitten der dortigen gewählten Regierung.

@ heribix

Auch in unserem Land wird gegen gewalttätige Demonstranten vorgegangen und die sind im Vergleich zu Kasachstan wahre Lämmer.

Debei vergessen Sie eine Kleinigkeit (vielleicht auch absichtlich?). In Deutschand sind die Repräsentanten des Staates auf allen Ebenen frei und demokratisch gewählt.
Natürlich hat auch ein Angehöriger der Minderheit das Recht, gegen die Mehrheit zu demonstrieren. Ohne Zweifel. Aber gegen eine Diktatur ist dieses Recht schon fast eine Pflicht.

10:30 von fathaland slim

Seit wann ist Kasachstan eine Kolonie gewesen? Mir ist dergleichen aus der Geschichte nicht bekannt. Es wareine sowjetrepublik im Verband der UdSSR. Kasachstan wurde von niemandem besetzt, sondern hat sich freiwillig angeschlossen.

11:13, Esche999

>>Wir haben, ein warnendes Beispiel vor Augen : Jugoslawien.
Die Föd.Republik Jugoslawien war kein ideales System, aber es war der Versuch einer Einigung zwischen jahrhundertelangen Diskrepanzen. Gescheitert ist er am Egoismus der Teilrepubliken, zudem begünstigt von höchst fragwürdigen Parteilichkeiten europäischer Politiker. Die Folge : Mord und Todschlag bis zum Genozid, wirtschaftlicher Ruin und fortwährender Haß.
Der Zerfall der UdSSR wurzelt letztendlich in einer nicht identischen, aber durchaus ähnlichen Konstellation.<<
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Die UdSSR war das zaristische Kolonialreich in neuem Gewande.
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Jugoslawien war nichts dergleichen.
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Viel passender wäre ein Vergleich mit dem Algerienkrieg. Oder den Zerfallskriegen des osmanischen Reiches oder des Habsburgerreiches nach dem ersten Weltkrieg.

"böse" Russen .... ein geknechtetes Volk .... was sonst ?

immer schwierig wenn es Unruhen in einem Land gibt
der Mob die Straßen beherrscht
Aber das gibt es überall, beim G 20 Gipfel in Hamburg, bei Querdenker Demos gegen Corona,
Was tut man hierzulande, wenn den Bürgern das Gas zum Heizen zu teuer wird, der Strom oder die Mieten ?
Marodierende Gruppen brandschatzend durch die Stadt ziehen, zuschauen ?

re 11:29 Denkerist: Entlarvend

>>Die kasachische Regierung hat um Hilfe gebeten. Warum sollte Russland dies nicht gegen die Terroristen leisten? Und Russland darf dies tun! Ohne die NATO zu fragen.
Russland hat auch in Syrien im Kampf gegen die IS geholfen - ebenfalls auf Bitten der dortigen gewählten Regierung.<<

Die demokratische Opposition gegen die postsowjetischen Kleptokraten in die gleiche Schublade mit dem IS stecken - entlarvender können solche Stellungnahmen nicht mehr sein.

@ Denkerist

Die kasachische Regierung hat um Hilfe gebeten. Warum sollte Russland dies nicht gegen die Terroristen leisten?

1)
Warum bitten die Machzhaber nicht um Hilfe bei Gesprächen, um Vermittlung bei einem runden Tisch. Warum kommen die Helfer mit dem Maschinengewehr und mit Panzern?
2)
Ist man gleich Terrorist, wenn man gegen die Regierung demonstriert?

@Denkerist, harpdart

"harpdart: >>Russische Soldaten gegen kasachische Demonstranten?
Bestimmt kann mir gleich jemand sagen, warum das nicht zu beanstanden ist.<<
Die kasachische Regierung hat um Hilfe gebeten. Warum sollte Russland dies nicht gegen die Terroristen leisten? Und Russland darf dies tun! Ohne die NATO zu fragen."

Seit der Ukraine könnte man meinen, das der Sturz von mindestens grundlegend funktionierenden Demokratien völlig legitim wäre. Das hat sich dann mit Trumps Irren im Capitol geändert – scheint plötzlich aber wieder en vogue zu sein. Ich glaube ich erkenne aber das dahinter liegende Muster.

Naja Proteste mit einem MG,…

Naja Proteste mit einem MG, oder erstürmen von Polizeistationen würden auch hier in Deutschland Spezialkräfte auf den Plan rufen! Das hat nichts mit Demokratie zu tun! Das würde auch passieren wenn dort eine Demokratie wäre! Die Wirtschaft dieser Länder ist der Gier des Welthandels einfach noch nicht gewachsen! Es ist mit eines der Rohstoffreichsten Länder der Erde! Ein Schelm der dabei Böses denkt!

11:10 Foren User

"das Land braucht Demokratie........

Welcher Art so wie in Haitii, Indien, USA, Frankreich, Schweiz, Golfstaaten, Mexiko, Ukraine, Polen oder Ungarn usw. also welche Demokratie würden sie für Kasachstan vorschlagen.

11:29 Uhr von Denkerist

Russland hat auch in Syrien im Kampf gegen die IS geholfen - ebenfalls auf Bitten der dortigen gewählten Regierung.

Die Wahlmöglichkeiten der Syrer für eine Regierung sind genau die gleichen wie Ihre Wahlmöglichkeiten, wenn Sie in einen Supermarkt gehen, in dem es gar nichts anderes zu kaufen gibt als Klopapier.

10:46, saschamaus75

>>@10:09 Uhr von Bolschewist
>> Russische Interventionstruppen für Nachbarländer sind
>> eine Kreml-Spezilität, wie Georgier, Moldawier und
>> Ukrainer leidvoll zu berichten wissen
.
Ihnen ist schon klar, daß die Konflikte, die Sie da aufzählen, alle von der USA losgetreten wurden? oO<<
.
Die USA sind vielleicht opportunistisch auf den Zug aufgesprungen. Losgetreten wurden die Konflikte aber schon von den dort lebenden Menschen. Es handelt sich um autonom agierende Subjekte, nicht um willenlose Objekte irgendwelcher Interessen. Bitte entmündigen Sie die Menschen dort nicht.

@MehrheitsBürger

"Ein klarer Fall für die kasachische Polizei oder im Fall eines weiter reichenden Notstandes ein Fall der Streitkräfte. Aber nur der kasachischen. Nicht von russischen Interventionstruppen."
**"
Das ist ja interessant, was Sie alles so klar sehen.
*
Aufstand hin oder her: Enthauptung en von Polizisten sehe ich nicht als normal an. Es erinnert mich eher an ausländischen "Freiheitskämpfer".
***
Ansonsten ist es nun Mal so:
Sowohl Russland als auch die USA unterstützen hier und da - entweder mit Personal oder Material oder Geld für Söldner oder allem zusammen.
Muss einem nicht gefallen, aber so ist die Realität.

@11:47 Uhr von Foren User

"Debei vergessen Sie eine Kleinigkeit (vielleicht auch absichtlich?). In Deutschand sind die Repräsentanten des Staates auf allen Ebenen frei und demokratisch gewählt.
Natürlich hat auch ein Angehöriger der Minderheit das Recht, gegen die Mehrheit zu demonstrieren. Ohne Zweifel. Aber gegen eine Diktatur ist dieses Recht schon fast eine Pflicht."

Kasachstan ist aber keine Diktatur sondern eine Demokratie, in der mehrere Parteien zur Wahl zugelassen sind. Meinen Sie aus der Asche zertrümmerter Institutionen erwächst dann eine lupenreine Demokratie? Wie immer ist Gewalt nicht die Lösung und ganz besonders keine Pflicht, wie es bei Ihnen heraus klingt.

Demonstrierende ?

Wie ist denn dann die Bezeichnung dann für Menschen die Polizeistionen oder Parlmante stürmen und anzünden wollen?

@zero one

Ja, natürlich, es stecken wieder finstere, ausländische Mächte hinter dem Aufruhr.
Sie trauen der Bevölkerung Kasachstans nicht zu, dass diese aus Unzufriedenheit auf die Barrikaden gehen könnte?

@ 11:29 Uhr von Denkerist

Kann man gewalttätige und mordende Demonstranten als Terroristen bezeichnen. Ja.
Und wie sieht es im Donbass und Lugansk aus? Hier unterstützt Russland Terroristen.

@ Sisyphos3

Ich finde die Relativierung und Rechtfertigung von Diktaturen langsam ermüdend. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit dem Vorschlag: Probiert doch mal die Demokratie?

@ jukep

... also welche Demokratie würden sie für Kasachstan vorschlagen.

Da bin ich ganz offen. Ich fände es cool, wenn die Bevölkerung die Regierung bestimmen dürfte und wenn es eine freie Presse gäbe. Reporter ohne Grenzen Rang 155 ist ja schon arm. Oder?

11:58 Uhr von Cillie21

Seit wann ist Kasachstan eine Kolonie gewesen? Mir ist dergleichen aus der Geschichte nicht bekannt. Es wareine sowjetrepublik im Verband der UdSSR. Kasachstan wurde von niemandem besetzt, sondern hat sich freiwillig angeschlossen.

Das Vor-Kasachstan schloss sich im 18. Jahrhundert dem Zaristischen Russland an, um dem Zugriff Chinas zu entgehen. Später kamen in Russland die Bolschewiki, die den Zar vertrieben und ermordeten.

Kasachstan wollte die Bolschewiki nicht, und es gab eine längere Zeit kriegerische Auseinandersetzungen mit Russland. Schließlich haben die Bolschewiki gesiegt, und Kasachstan in die UdSSR kolonialisiert.

11:58, Cillie21

>>10:30 von fathaland slim
Seit wann ist Kasachstan eine Kolonie gewesen? Mir ist dergleichen aus der Geschichte nicht bekannt. Es wareine sowjetrepublik im Verband der UdSSR. Kasachstan wurde von niemandem besetzt, sondern hat sich freiwillig angeschlossen.<<
.
Sie sollten sich ein wenig mit kasachischer Geschichte beschäftigen. Das Land war Teil des russischen Zarenreiches, als Kolonie. Auch wenn es nicht so genannt wurde. Das russische Kolonialreich hatte keine Überseekolonien, sondern trug seine Kolonien gewissermaßen wie einen Gürtel um den Leib. Das Zarenreich samt seiner Kolonien ging dann in der UdSSR auf.

re 12:14 jukep: Demokratische Demokratie

>>11:10 Foren User
"das Land braucht Demokratie........
Welcher Art so wie in Haitii, Indien, USA, Frankreich, Schweiz, Golfstaaten, Mexiko, Ukraine, Polen oder Ungarn usw. also welche Demokratie würden sie für Kasachstan vorschlagen.<<

Eine demokratische Demokratie erschafft sich immer selber und stellt sich vor allem immer wieder selbst in Frage.

Eigentlich ganz einfach! Es bleibt aber immer ein schwieriges Thema, weil es IMMER auch über die friedliche Übergabe von Macht geht. Und das tut keine „Macht“ nirgendwo wirklich gerne. Und deshalb brauchen die „Machtlosen“ Unterstützung! „Demokratische Unterstützung“

Eigentlich ganz einfach!

Hallo, ich habe den Bericht…

Hallo,

ich habe den Bericht gelesen.

Würde man so etwas bei uns Bürgerkrieg nennen?

Egal, es wurden Polizeigebäude angegriffen, es kamen Polizeikräfte ums Leben.
Es war die Spitze des Eisberges, die sich jetzt entladen hat.
Ich kann keine Zeile erkennen, die als Grund Demokratiewünsche zum Inhalt hat.

Das Hilfegesuch an Russland wird im Beitrag auch nicht beanstandet.

Die Amtssprache dort (nach Wikepedia ) Russisch und Turkssprache.
Nicht in jeder Kolonie wird die Sprache der Herrin gesprochen.
Deutsche Soldatinnen in Somalia hätten es sonst einfacher gehabt.

Wir leben in einer Welt der Beweislastumkehr (und es reicht lediglich eine Vermutung zu äußern), also ist der Verdacht, dass die USA ihre Finger im Spiel hat, nicht zu beanstanden.

Wie wäre das bei uns? Weiß ich nicht !
Aber es wird fleissig nicht nur der Häuserkampf, sondern auch der in einer Stadt geprobt (Truppenübungsplatz Lehnin -kein Schreibfehler -)

12:14, jukep

>>11:10 Foren User
"das Land braucht Demokratie........
Welcher Art so wie in Haitii, Indien, USA, Frankreich, Schweiz, Golfstaaten, Mexiko, Ukraine, Polen oder Ungarn usw. also welche Demokratie würden sie für Kasachstan vorschlagen.<<
.
Wenn ich mich einmischen darf:
.
Eine kasachische.
.
Dazu müsste die Führung allerdings in einen Dialog mit dem dialogbereiten Teil der Protestbewegung treten und ihn nicht mit Gewalttätern über einen Kamm scheren. Sonst wird das nichts.
.
Das sehe ich aber nicht. Die Zeichen stehen auf Eskalation.

@ Werdaswissenwill

Die Wirtschaft dieser Länder ist der Gier des Welthandels einfach noch nicht gewachsen! Es ist mit eines der Rohstoffreichsten Länder der Erde! Ein Schelm der dabei Böses denkt!

Die Rohstoffe werden verhökert und nur eine kleine Nomenklatur profitiert. Im Westen braucht man innovative Ideen um Geld zu verdienen, im Osten braucht man gute Beziehungen zu den Mächtigen.

Demonstrationen sind wichtig u richtig

Für die Bevölkerung ist das Demonstrationsrecht ein mächtiges demokratisches Instrument. Demonstrationen ermöglichen es Protest gegen die Herrschenden zu formulieren und demokratischen Wandel umzusetzen.

Die Herrschenden setzen Polizeigewalt ein um demokratische Proteste zu unterdrücken. Gewalt gegen Demonstranten soll demokratischen Wandel verhindern und zielt auf Machterhalt der Herrschenden.

Demokraten in den Medien und der Zivilgesellschaft müssen Haltung für Demonstranten und demokratischen Wandel zeigen. Gewalt gegen Demonstraten ist gegen Demokratie gerichtet und muss verurteilt werden.

Unruhen in Kasachstan: Tote und Verletzte bei Protesten in Almat

Unverständlich wenn in einem Land mit reichlich Gasvorkommen, daß diese auch noch exportiert, die Gaspreise verdoppelt werden. Von 0,12 Eurocent pro Liter auf 0,24 Eurocent.
Das ist zwar jetzt zurückgenommen worden ebenso wurden die Preise für 19 Grundnahrungsmittel eingefroren, aber.....

Aber an Versuchen von außen fehlt es auch nicht: Der Messengerdienst Nexta versucht sich in die Koordinierung der Aktionen einzuschalten.
Das Warschauer Magazin Wprost schrieb im Zusammenhang mit den Protesten von einer "höchst erwünschten Sabotageaktion im Hinterland Russlands".

Am 06. Januar 2022 - 11:47 Uhr von Foren User

Hallo Foren User,

unabhängig davon, ob es sich hier überhaupt um eine Diktatur handelt (nach den Daten, würde das nicht auch auf die Türkei passen?), ich glaube nicht, dass das Recht auf Widerstand (hier von einer friedlichen Demonstration zu sprechen, erscheint mir etwas verharmlosend) dort verankert wäre.
Bei uns ja, aber dann kommt die Sache mit Theorie und Realität.

"Nach

Behördenangaben kamen bislang Demonstrierende und mindestens 13 Sicherheitskräfte zu Tode. "
Dass zwei von 13 getöteten Sicherheitskräften enthauptet wurden wird irgendwie nicht erwähnt. Verhalten sich so normale unzufriedene Bürger? Das die Menschen dort auf die Straßen gehen, kann ich vollkommen verstehen. Aber die Proteste müssen friedlich bleiben, wie die am Anfang auch waren. Die Sicherheitskräfte griffen auch nicht ein, bis die Krawallmacher anfingen die Autos und Regierungsgebäude anzuzünden und die Polizisten zu attackieren. Da muss der Staat richtig durchgreifen. In Deutschland würde man gar nicht soweit kommen lassen,es wird schon viel früher hart durchgegriffen, was wir letzte Zeit sehr oft sehen können.

12:10, Werdaswissenwill

>>Die Wirtschaft dieser Länder ist der Gier des Welthandels einfach noch nicht gewachsen! Es ist mit eines der Rohstoffreichsten Länder der Erde! Ein Schelm der dabei Böses denkt!<<
.
Die Gier des Welthandels?
.
Was soll ich mir darunter vorstellen?
.
Kasachstan hat Öl und Gas. Wenn man damit handelt, wird man wohlhabend. Beispiele dafür gibt es reichlich. So wie, unter vielen anderen, Norwegen.

Am 06. Januar 2022 - 10:28 Uhr von teachers voice

Zitat:
"..."gab es da nicht mal das Narrativ der "Nichteinmischung"?........
Ja das ist irgendwo niedergeschrieben aber seit wann halten wir und andere sich daran?<<

Na, Sie machen es sich aber einfach! Genau so einfach übrigens wie es sich der Kreml mit dieser Frage macht. Er sagt einfach „Die Anderen haben angefangen“ und „“Wir können gar nicht anders“.

Wegweisende politische Weisheiten!..."

Die Russen verhalten sich doch nicht anders als die USA und ES geht letztendlich nur um geopolitische Interessen.

@Foren User - Randalierer wollen nicht reden.

12:07 Uhr von Foren User:
"Warum bitten die Machthaber nicht um Hilfe bei Gesprächen, um Vermittlung bei einem runden Tisch. Warum kommen die Helfer mit dem Maschinengewehr und mit Panzern?"
> Wer Polizeistationen erstürmt und Regierungsgebäude anzündet, ist womöglich nicht bereit für Gespräche. Zunächst müssen die Unruhen beendet werden. Miteinander sprechen kann man erst danach.
_
"Ist man gleich Terrorist, wenn man gegen die Regierung demonstriert?"
> Ob es sich bei den Demonstranten um "Terroristen" oder "demokratische Oppositionelle" handelt, hängt von der politischen Sichtweise ab. Ich würde beide Begriffe als Propaganda einstufen.

immer das Gleiche

Wenns an der russischen Grenze knallt, dann...
...gab es ein Maidan und die EU/NATO steht mit einem Fuß drinn
...gab es Wahlmanipulationen weil die EU/NATO eine Fuß reinhaben will
...gibt es Auschreitungen die für europäische Verhältnisse auch mit Soldaten niedergedrückt würden.

Da haben sich in Kasachstan einige Politiker am "neugegulierten" Markt bereichert. Das Volk geht auf die Strasse und und einige Terroristen wollen das Land in Schutt und Asche legen.

Was würde Deutschland tun um soetwas zu verhindern?
Oder andere EU-Staaten?

Nebenbei, in Kasachstan sollen ganz viele Bitcoins erstellt worden sein, nachdem China zu gemacht hat.

Und es wurde nicht nur Russland um Beistand gebeten. Also den Ball erst mal flach halten.

@teachers voice - entlarvt

12:05 Uhr von teachers voice:
"Die demokratische Opposition gegen die postsowjetischen Kleptokraten in die gleiche Schublade mit dem IS stecken - entlarvender können solche Stellungnahmen nicht mehr sein."
_
Gewaltbereite Randalierer in dieselbe Schublade wie demokratische Oppositionspolitiker zu stecken, ist genauso entlarvend.

Cui Bono

Nein, es kann gar nicht sein, dass Putin irgendein Interesse in Kasachstan verfolgen könnte, erst recht nicht an den Rohstoffen.
Da ist es doch viel einleuchtender, dass die USA dahinter steckt, jetzt, da sie nicht mehr auf die Raketenstartrampe in Baikonur angewiesen ist. Meine Güte, auf sowas muss man erstmal kommen...
Ja, die Russen halten sich an Verträge, eigentlich wollen sie gar nicht, aber sie sind verpflichtet dazu, wie ein Herr namens Kalaschnikow erklärt.
.
Ich hingegen frage mich schon lange, wer eigentlich damals den Sturm auf die Bastille angezettelt hat. Es kann doch gar nicht sein, dass die Franzosen an liberte, egalite und fraternite interessiert gewesen wären.

Am 06. Januar 2022 - 12:00 Uhr von fathaland slim

Jugoslawien : Sozialistische Föderative Republik
UdSSR : Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
Das "Sozialistisch" wurde in beiden allerdings nicht deckungsgleich gesehen.

zit.("Die UdSSR war das zaristische Kolonialreich in neuem Gewande.") - ein wirklich seltener Unsinn.
Und was ich mit was vergleiche - das lassen Sie mal meine Sache sein.

re 12:10 Werdaswissenwill: Demokratie

>>Naja Proteste mit einem MG, oder erstürmen von Polizeistationen würden auch hier in Deutschland Spezialkräfte auf den Plan rufen! Das hat nichts mit Demokratie zu tun!<<

Da haben Sie zwar Recht, aber darum geht es auch gar nicht. Selbstverständlich gibt es in jeder funktionierenden Demokratie ein Gewaltmonopol des Staates. Aber es gibt eben auch das Recht auf Freie Wahlen, auf eine feie Presse, auf eine funktionierende Gewaltenteilung und vor allem auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit.

Alles Sachen, die Nasarbajew als Eminenz nach putinschem Vorbild - oder auch umgekehrt - der Gesellschaft seit 1994 vorenthält.

Und irgendwann läuft jedes Fass mal über. Übrigens auch das putinsche Fass - wogegen er sich natürlich bis zuletzt sträuben wird. Und wie gehabt alles auf seine geliebten „ausländischen Agenten“ schieben wird. Die kann man nämlich zu allem nutzen. Wie es hier so oft heisst: „Cui bono“!

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