Kommentare - Brasiliens zweite Epidemie: Auf Corona folgt Hunger

25. Dezember 2021 - 08:45 Uhr

Die Corona-Pandemie traf Brasilien hart - viele Menschen starben, aber viele verloren eben auch ihre Arbeit und rutschten in die Armut. Unter ihnen grassiert jetzt eine neue Epidemie: der Hunger. Von Anne Herrberg.

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Unter ihnen grassiert jetzt eine neue Epidemie: der Hunger.

Der grassiert weltweit und nur zu gerne wenden wir unsere Augen davon ab. Was interessiert uns der Rest der Welt?
Lieber Waffen bauen und verkaufen, als Hunger, Durst und Krankheiten bekämpfen.

Der Hunger ist zurück

Es ist doch traurig wenn man so etwas lesen muss.
Da werden auf der einen Seite riesige Summe an Geld mit der Abholzung des Regenwaldes verdient, während auf der anderen Seite die Mehrheit der Bevölkerung Brasilians hungert.
Unter dem alten Präsidenten Lula da Silva hatten die Leute etwas auf dem Teller, mit seinem Nachfolger folgte der Hunger.
Genau in dessen Tasche würden auch die Hilfsgüter landen.
Hier müsste erstmal die Ursache des Problems angegangen werden.

Das ist ja

nicht nur dort so, sondern in vielen Ländern, die Menschen anderswo kaufen weniger, oder Lieferketten sind gestört.
Dann wird selbst die schlecht bezahlte Arbeit verloren, alles ist eine Kette, die bei Störungen vieles nach sich zieht.
Und ich kann mich nur " Am 25. Dezember 2021 - 09:38 Uhr von Alter Brummbär " anschließen, Weltweit wird 1 Billion in Militär und Waffen gesteckt. Wenn man das Geld mal für was vernünftiges verwenden würde, gäbe es keinen Hunger auf der ganzen Welt.
Aber Geopolitik ist wichtiger, als Beseitigung von Missständen, gegenseitige Anfeindungen sind doch unser täglich Brot, zum Leidwesen aller Menschen.
Das wäre doch mal eine Aufgabe zum Weihnachtsfest.

Die Brasilianer wählten "sehenden Auges" Jair Messias Bolsonaro

Ich habe es nicht verstehen können, dass die Brasilianer diesen rechtspopulistischen Jair Messias Bolsonaro gewählt haben.
Dass dieser Mann für Brasilien die schlechteste Wahl ist, hat man damals schon gewußt - zumindest hier in D war er schon als unfähig zum Zeitpunkt der Wahl beschrieben worden.
Er ist bisher auch diesem Ruf gerecht geworden.
Ich glaube daher nicht, dass er genug für die hungernde Bevölkerung tun wird.
Das Problem mit dem Hunger ist aber in Brasilien nicht ganz neu. Das extreme Bevölkerungswachstum dürfte einer der Gründe sein.
"Allein zwischen 1950 u. 2020 wuchs die Bevölkerung von 51 Millionen auf über 200 Millionen an " - 2020 waren es 212 Mio.
https://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_Brasiliens#:~:text=Seit%20der%….
Bei diesem Wachstum sollte man ansetzen, solange die Menschen nicht mal sich selbst ernähren können.
Auch eine andere Regierung könnte viel bessern.

Brasilien produziert genug Lebensmittel

Sonst könnte es die Welt nicht mit seinen Nahrungsmittel-Überschüssen beliefern. Für Notzeiten könnte also eine Lebensmittelverteilung an Hungernde organisiert werden.
Wenn Regierende das nicht anpacken, ist das nicht nur unmenschlich sondern auch politisch dumm. Ein Bürger, der sich in seinen Grundbedürfnissen in der Not aufgefangen fühlt, hat keinen Grund, mit seiner Staatsführung unzufrieden zu sein.

Wer Arbeit hat, kann sich auch was zu essen kaufen

Da stellt sich die Frage an die Verantwortlichen der Regierenden in Brasilien, wieso sie es nicht schaffen der Hunger leidenden Bevölkerung Arbeit zu verschaffen, damit sich die Leute was zu essen kaufen können (und sonstige lebensnotwendige Dinge, z.B. ggf Medikamente).
Damit ist für Deutschland und Europa alles ganz klar:
Die Regierenden und die Verantwortlichen in Brasilien sind kein Vorbild.

Verheerende Politik

Die verheerende Politik von Bolsonaro zeigt Wirkung. Mit der Abholzung der Regenwälder forciert er den Klimawandel und mit seiner nachlässigen Corona Politik ist er mitverantwortlich für den Tod vieler Brasilianer. Darunter leidet letztlich auch der wirtschaftliche Neubeginn.

10:27 Uhr von sikgrueblerxyz

"Brasilien produziert genug Lebensmittel"

Im Bericht steht "Brasilien, kritisiert sie, lebe "in einem sozialen Abgrund", und sie fragt, wie es sein könne, dass in einem reichen Land, das Lebensmittel in die ganze Welt exportiert, immer noch Menschen Hunger leiden."

Was wird denn produziert? Fuer wen? Lebensmittel, klar und Futtermittel fuer Tiere in anderen Laendern. Soja. Und Kaffee kann man auch nicht essen. Ich will keine Erbsen zaehlen, aber ich vermute, man kann nicht einfach sagen, dass es "genug" Lebensmittel produziert. In der Coronakrise trennt sich die Spreu vom Weizen. Ist wie bei uns: Erst jetzt sieht auch der Blinde wieder, wie kaputt unser Gesundheitssystem gemacht wurde. Erst jetzt.

@ CoronaWegMachen

Da stellt sich die Frage an die Verantwortlichen der Regierenden in Brasilien, wieso sie es nicht schaffen der Hunger leidenden Bevölkerung Arbeit zu verschaffen

Da haben Sie vermutlich etwas Grundlegendes nicht verstanden. Die Regierung könnte zwar einige zusätzliche Stellen im öffentlichen Dienst schaffen (auf Pump), aber die Regierung hat eigentlich nicht die Aufgabe, als Arbeitgeber zu fungieren.

10:22 Uhr von Margitt.

Die Brasilianer wählten "sehenden Auges" Jair Messias Bolsonaro
Ich habe es nicht verstehen können, dass die Brasilianer diesen rechtspopulistischen Jair Messias Bolsonaro gewählt haben.
-----------

verstehen sie nicht ??

warum glauben sie dann, die Menschen und ihre Lebensumstände dort verstehen zu können

Ich würde mal davon ausgehen, dass Leute die den Bolsonaro toll finden
etwas anders ticken als sie und total anderes Lebenskonzept haben

Am 25. Dezember 2021 - 10:50 Uhr von Adeo60 Verheerende Politik

Ich bin ganz Ihrer Meinung. Seit der Machtübernahme von Bolsonaro hat sich die Situation der Bevölkerung nur verschlechtert.
Der Tropen-Trump zeigt damit, genau wie sein großes Vorbild, dass ihm das Wohl der Menschen überhaupt nicht interessiert.

Nicht nur Brasilianer können alles leisten - nur „sich“ nicht

Bleibt die Frage, woran das liegt:

„"Der Hunger ist groß", sagt Auricélia, und das schmerze. Zuerst hätten die Menschen geweint, weil sie in der Pandemie ihre Liebsten verloren haben, jetzt weinten sie, weil sie nichts zu essen haben: "Sie können es sich nicht mehr leisten. Denn fast alle haben während der Pandemie ihre Arbeit verloren."“

An mangelndem Leistungswillen bestimmt nicht.
Aus meiner Sicht liegt in der Antwort darauf auch die Ursache dafür, dass diese Pandemie derart verheerende Folgen hat (wenn nicht die evolutionsbedingten Entwicklungen, die die Entstehung des Virus ermöglicht haben selbst). Nicht unwahrscheinlich also, dass hier mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt werden. Was sich, falls sich diese Annahme mithilfe der internationalen Wissenschaft (die also im Dienste aller arbeitet) bestätigen ließe, immerhin ändern ließe. Genauso wie sich mit ihrer Hilfe ein menschenwürdiges Wirtschaftssystem schaffen ließe. Vorausgesetzt, die „Machthaber“ lassen dies zu.

Politiker wie Bolsonaro

Die Frage ist:
Wer hat von einem solchen Präsidenten schon etwas anderes erwartet?
Agrarlobby
Militär
Evangelikale
Alles Gruppierungen, die nicht über den Tellerrand hinaus schauen können.
Eine andere Regierung würde auch bestimmt keine Wunder wirken, könnte aber dringend erforderliche Maßnahmen einleiten.

11:25 Uhr von Naturfreund 064

Politiker wie Bolsonaro
Die Frage ist:
Wer hat von einem solchen Präsidenten schon etwas anderes erwartet?
----------------

stellt sich dann nicht gleichzeitig die Frage
man hat den gewählt weil man sein Verhalten erwartete
also der "Traumpräsident" zu sein scheint

man betrachte nur den Präsidenten in Ungarn oder Polen oder den Kandidaten,
der es fast wieder in den USA geschafft hätte

@ Brummbär

Lieber Waffen bauen und verkaufen, als Hunger, Durst und Krankheiten bekämpfen.

Rüstung ist in Südamerika nicht so sehr das Problem, die Nachbarländer pflegen eher eine friedliche Koexistenz. In Osteuropa ist das leider ganz anders, da wird auch mal aufmarschiert und bedroht.

Brasiliens zweite Epidemie: Auf Corona folgt Hunger....

Und das wird Bolsonaro nicht anfechten. Ihn stört weder Corona noch die Armut.
In normalen Krankenhäusern fehlte auf dem Höhepunkt der Epidemie der Sauerstoff zum beatmen der Patienten. Und in den Reichenvierteln ?
Laut dem offiziellen Zensus waren im Jahr 2018 in Rio de Janeiro 4628 Menschen obdachlos. 2020 sollen es 7.272 gewesen sein, eine Steigerung um 57 Prozent. Hilfsorganisationen, die die Menschen
mit Essen versorgen halten das für untertrieben.

Auf der anderen Seite stieg die Zahl der Milliardäre in Rio von 25 im Jahre 2019 auf jetzt 37. Die zehn reichsten von ihnen besitzen ein Vermögen von 76,9 Milliarden $, daß sind 400 Milliarden Reais. Der Staatshaushalt des Bundesstaates Rio de Janeiro beträgt 400 Milliarden Reais.

In Chile und auch

in Peru fand ja gerade erst der Wandel hin zum linken Spektrum statt, böse Zungen der dortigen unterlegenen Konservativen nennen es auch Sozialismus.

Nun möchte ich nicht behaupten, der Sozialismus wäre eine gute Staatsform. Die schlechten Beispiele geben dafür auch keinen Anlass.

Aber so ein klitzekleines Etwas von der ursprünglichen Idee des Sozialismus wäre vlt. hilfreich für Brasilien. Beispiel: die Abholzung des Regenwaldes sorgt für freie Flächen für Farmer, die allerdings auch nicht an den Fleischtöpfen sitzen, sind sie doch auf übergeordnete Betriebe angewiesen, die ihre Erzeugnisse nach Übersee verkaufen und einen ordentlichen Reibach machen. Die gerodeten Wälder wiederum kommen den wirklich riesigen Forstbetrieben gerade gelegen, die das Holz gerade jetzt wo durch Corona die Holzpreise in die Höhe geschnellt sind, mit Megagewinn verkaufen und nur einige der Chefs sich die Taschen vollmachen. Genau da könnte die Idee des Sozialismus ansetzen, das Geld allen zu Gute kommen.

@ Naturfreund064 11:25

Dann kann man mit Fug und Recht behaupten, das die Lobbyarbeit erfolgreich war und die Wähler getäuscht wurden.

10:20, wenigfahrer

>>Und ich kann mich nur " Am 25. Dezember 2021 - 09:38 Uhr von Alter Brummbär " anschließen, Weltweit wird 1 Billion in Militär und Waffen gesteckt. Wenn man das Geld mal für was vernünftiges verwenden würde, gäbe es keinen Hunger auf der ganzen Welt.
Aber Geopolitik ist wichtiger, als Beseitigung von Missständen, gegenseitige Anfeindungen sind doch unser täglich Brot, zum Leidwesen aller Menschen.<<
.
Waffen werden weniger aus geopolitischen Gründen produziert und verkauft, sondern vorwiegend aus kommerziellen. Gegenseitige Anfeindungen sind das täglich Brot der Menschheit seit Anbeginn, weswegen es eine gefühlte oder tatsächliche Bedrohungslage gibt. Um der zu begegnen, kauft man Waffen. Außerdem ist, wie gern gesagt wird, Angriff die beste Verteidigung, also braucht man noch mehr Waffen. Ein entsetzlicher Teufelskreis, aus dem heraus Geopolitik erst entsteht.
.
Nur ein Bruchteil des weltweiten Waffenhandels findet „legal“ statt. Waffen- und Drogenhandel sind eng verquickt.

Re : Naturfreund 064 !

Diese speziellen Gruppen können und vor allem wollen sie nicht über den Tellerrand schauen. Sonst würden ihnen ja die Missstände auffallen, und sie wären gezwungen ihre Ideologie zu ändern.
Vielleicht sollte Brasilien nicht so viel Lebensmittel in die ganze Welt verkaufen, sondern erst einmal die eigene Bevölkerung versorgen. Auch mit viel Verhütungsmittel !!

Ja bei uns fast vergessen ???!!!

tobt in anderen Teilen der Welt der Verteilungskampf der Wenigen mit den Vielen, man nannte es einst Klaasenkampf.
und zu 11:25 Uhr von Naturfreund 064 : sie beschreiben richtig wer die Puppenspieler sind (und die haben nichts am Hut mit irgendeinem Blick über irgendeinen Tellerrand) aber leider gehört eine Vielzahl von Menschen in diesem Land zu deren Steilbügelhaltern da sie von Ungerechtigkeit und Armut und Ausbeutung direkt profitieren. (Z.B. durch Billigstarbeitskräfte im Haushalt oder ähnlicher Dienstleistungen.
Es bleibt zu hoffen, daß diese (Mittel)-Schicht langsam merkt, daß schreiende Ungerechtigkeit auf Dauer das Ende jeder Zivilgesellschaft bedeutet und Bolsonaro und Ähnliche dahinschickt wo sie hingehören. Danke an Chile, das war nicht nur für Euch wichtig.

10:49, CoronaWegMachen

>>Wer Arbeit hat, kann sich auch was zu essen kaufen
Da stellt sich die Frage an die Verantwortlichen der Regierenden in Brasilien, wieso sie es nicht schaffen der Hunger leidenden Bevölkerung Arbeit zu verschaffen, damit sich die Leute was zu essen kaufen können (und sonstige lebensnotwendige Dinge, z.B. ggf Medikamente).
Damit ist für Deutschland und Europa alles ganz klar:
Die Regierenden und die Verantwortlichen in Brasilien sind kein Vorbild.<<
.
Regierende schaffen gemeinhin keine Arbeitsplätze. Sie schaffen bestenfalls günstige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Staatliche Jobprogramme haben immer nur Feuerwehrfunktion, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
.
Für eine nicht unerhebliche Minderheit in Deutschland und Europa ist Bolsonaro leider genau der Typ Politiker, den die Welt angeblich braucht.

11:52, Dr. Cat

>>@ Naturfreund064 11:25
Dann kann man mit Fug und Recht behaupten, das die Lobbyarbeit erfolgreich war und die Wähler getäuscht wurden.<<
.
Was heißt Lobbyarbeit?
.
Ich würde es eher rechtsextreme Propaganda nennen. Am Beispiel Bolsonaros, Trumps, Orbans, Putins und wie sie alle heißen lässt sich das erkennen.
.
Die Aufgabe eines jeden Antifaschisten ist es, dies zu studieren, um zu verstehen, wie solcherart Propaganda funktioniert. Nur so kann man wirksame Gegenstrategien entwickeln.

Auch wenn ich nur das beurteilen kann,

was die Nachrichten hier bringen und ja, ich vertraue der Tagesschau und den öffentlich rechtlichen bei der Berichterstattung.
Unter Bolsonaro hat Brasilien nur negative Entwicklungen gehabt.
Abgesehen vielleicht von seiner Lobby und auch denen kann diese Entwicklung nicht ganz egal sein.
Zumindest dann, wenn noch ein bisschen Verstand bei ihnen vorhanden ist.
Was die Themen:
Abholung das Regenwaldes.
Rechte der Indigenen angeht, so habe ich mich hier schon öfter geäußert und habe dafür auch schon heftigsten Wiederspruch erhalten.
Trotz Abholung und Erschließung neuer Agrarflächen hungern die Menschen in Brasilien.
Das Zeigt, dass die Abholzung bestimmt nicht die Lösung der Probleme ist, sondern nur für schnelle Gewinne einer kurzsichtigen Lobby gut ist.

@ 11:55 Uhr von Traumfahrer

Der Hinweis auf "viel Verhütungsmittel" ist im Zusammenhang mit Hunger in Brasilien so falsch wie überflüssig, denn die Bevölkerungsentwicklung geht seit Jahren signifikant zurück: Wurden dort 1960 im Durchschnitt noch 6,1 Kinder pro Frau geboren, sind es im Jahr 2018 nur 1,7 und damit weniger als zur sog. 'Bestandserhaltung' notwendig ist.
Immer wieder liest man in Kommentaren hier, dass "Verhütung" die sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit lösen würde; in meinen Augen ist es der Versuch, an Strukturen und politischen Initiativen zu sparen und eigentlich alles beim alten zu belassen.

@fathaland slim 12.00

"Regierende schaffen gemeinhin keine Arbeitsplätze. Sie schaffen bestenfalls günstige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Staatliche Jobprogramme haben immer nur Feuerwehrfunktion, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist."
Bolsonaro schafft "günstige Rahmenbedingungen" beim Abholzen des Regenwaldes.
Das aber sind nicht die Arbeitsplätze, die wir brauchen. Die Menschen aber, die sie bekommen, sind glücklich.
Das ist der Fluch der Armut.

11:58 Uhr von DagX

Ich gebe Ihnen Recht, möchte aber ergänzen, daß Strukturen gleich welcher Art, stets mit Ungerechtigkeiten einhergehen, da sie auf Ungleichheit der Menschen beruhen und diese nicht einfach "wegregulieren" können. Armut und Ausbeutung sind deshalb auch so alt wie die Menschheit. Politische Systeme können auch nur versuchen, auszugleichen.
Damit dies zu Stabilität als Fundament, auf dem jede funktionierende Gesellschaft die wiederum einen Ausgleich ermöglicht führt, braucht es Vertrauen in die politisch Verantwortlichen. "Gerechtigkeit schaffen" ist nämlich immer "nur" ein ein Ziel und zugleich ein nie endender Prozess.
Gut, daß wir hierzulande unseren Politiker vertrauen dürfen, denn feste Zusagen und vielleicht sogar "Ehrenworte" werden stets eingehalten. Damit ist die Basis für Stabilität gegeben- oder irre ich mich in diesem Punkt etwa?

@suomalainen, 11:41

„In Chile und auch in Peru fand ja gerade erst der Wandel hin zum linken Spektrum statt“

Dass sich bei den Präsidentschaftswahlen in Chile nicht der „Erbe“ Pinochets durchsetzen konnte war für mich die beste, wenn nicht einzig wirklich gute geopolitische Nachricht der letzten Woche. Wobei anzumerken wäre, dass gerade Machthaber in menschenverachtenden Diktaturen, die sich sozialistischen Prinzipien - also Achtung allgemeiner UND individueller Interessen verpflichtet - geben zum Erhalt ihrer Macht auf die des Kapitals (Gelds) stützen.

„Beispiel: die Abholzung des Regenwaldes sorgt für freie Flächen für Farmer, die allerdings auch nicht an den Fleischtöpfen sitzen, sind sie doch auf übergeordnete Betriebe angewiesen, die ihre Erzeugnisse nach Übersee verkaufen und einen ordentlichen Reibach machen“
Die grundlegende Ursache des Übels ist also, dass es
überhaupt jemandem möglich ist, mit der Zerstörung unser aller Existenzgrundlage und damit auf Kosten aller „Reibach“ zu machen.

11:32, Sisyphos3 @11:25, Naturfreund 064

>>Politiker wie Bolsonaro
Die Frage ist:
Wer hat von einem solchen Präsidenten schon etwas anderes erwartet?
----------------
stellt sich dann nicht gleichzeitig die Frage
man hat den gewählt weil man sein Verhalten erwartete
also der "Traumpräsident" zu sein scheint
man betrachte nur den Präsidenten in Ungarn oder Polen oder den Kandidaten,
der es fast wieder in den USA geschafft hätte<<
.
Solche Menschen werden gewählt, weil sie an die niedersten menschlichen Eigenschaften appellieren. An Neid, Mißgunst, Selbstgerechtigkeit, Menschenfeindlichkeit, und den Leuten erzählen, es wäre völlig in Ordnung, solchen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Gefühle lassen sich leichter manipulieren als Gedanken, weswegen ein solcher Demagoge den Menschen nie empfehlen würde, beispielsweise mal ein gutes Buch in die Hand zu nehmen.
.
Rechte Kampagnen zielen auf die Mobilisierung der Dummen und/oder Ungebildeten ab. Strategische Ausnutzung geistiger und menschlicher Defizite.

12:31, Investigator

>>@fathaland slim 12.00
"Regierende schaffen gemeinhin keine Arbeitsplätze. Sie schaffen bestenfalls günstige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Staatliche Jobprogramme haben immer nur Feuerwehrfunktion, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist."
Bolsonaro schafft "günstige Rahmenbedingungen" beim Abholzen des Regenwaldes.
Das aber sind nicht die Arbeitsplätze, die wir brauchen. Die Menschen aber, die sie bekommen, sind glücklich.
Das ist der Fluch der Armut.<<
.
Die Arbeitsplätze, die durch Abholzung des Regenwaldes geschaffen werden, fallen nicht ins Gewicht. Es sind zu wenige. Sojaplantagen werden nahezu vollautomatisiert bewirtschaftet.

@ fathaland slim 12:15

Ich behaupte mal , Lobbyarbeit und Propaganda gehen Hand in Hand . Das Problem ist aber auch , solange keine Politik für jeden gemacht wird , sondern Klientelpolitik , werden solche immer wieder gewählt werden.

12:44 Uhr von fathaland slim

"...weswegen ein solcher Demagoge den Menschen nie empfehlen würde, beispielsweise mal ein gutes Buch in die Hand zu nehmen."
Nur leider schützt Bildung weder vor Dummheit, noch vor "Neid, Mißgunst, Selbstgerechtigkeit, Menschenfeindlichkeit", ich möchte ergänzen Eitelkeit Egoismus, vielleicht sogar Bosheit und Menschenverachtung, auch nicht vor Rassismus oder Niedertracht und Hinterhältigkeit und diese Eigenschaften sind nicht nur bei denjenigen vertreten, die nach Macht streben.
Und, mal ganz ehrlich: Wer kann von sich behaupten, völlig frei zu sein von diesen Eigenschaften?

Am 25. Dezember 2021 - 12:00 Uhr von fathaland slim

" Regierende schaffen gemeinhin keine Arbeitsplätze. Sie schaffen bestenfalls günstige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Staatliche Jobprogramme haben immer nur Feuerwehrfunktion, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
Für eine nicht unerhebliche Minderheit in Deutschland und Europa ist Bolsonaro leider genau der Typ Politiker, den die Welt angeblich braucht. "

Die nicht unerhebliche Minderheit dürfte aber nur die sein, die mit so einem Regierungsboss gutes Geld verdient, ohne sich die Hände schmutzig machen zu müssen, weit weg von Geschehen und gut verdeckt.
Der normale Bürger ist das nicht, weil es geht wie immer um Geld, um viel Geld für wenige.
Warum er gewählt wurde, weiß ich jetzt nicht, muss aber wohl einer Mehrheit ja was versprochen haben.

12:51, Dr. Cat

>>@ fathaland slim 12:15
Ich behaupte mal , Lobbyarbeit und Propaganda gehen Hand in Hand . Das Problem ist aber auch , solange keine Politik für jeden gemacht wird , sondern Klientelpolitik , werden solche immer wieder gewählt werden.<<
.
Das Prinzip einer jeden funktionierenden Demokratie ist der Interessenausgleich. Lobbyarbeit ist zum pejorativen Schlagwort verkommen, beschreibt aber eigentlich etwas völlig sinnvolles, nämlich all die verschiedenen Interessen, die es in einer Gesellschaft gibt, zu bündeln und zu vertreten. Auch Gewerkschaften sind Lobbyorganisationen, und Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband ist ein Lobbyist derjenigen, denen man gern mehr oder weniger zu Recht nachsagt, keine Lobby zu haben.
.
Lobbyarbeit ist also per se erst einmal nichts schlechtes. Problematisch wird die Sache dann, wenn es um ohnehin ungeheuer mächtige Interessengruppen geht.

12:51 Uhr von Dr. Cat

//Ich behaupte mal , Lobbyarbeit und Propaganda gehen Hand in Hand . Das Problem ist aber auch , solange keine Politik für jeden gemacht wird , sondern Klientelpolitik , werden solche immer wieder gewählt werden.//
Wenn Bolsonaro nur von denen gewählt werden würde, Welche die kurzfristigen "Vorteile" von seiner Politik haben, dann hätte ein Bolsonaro überhaupt keine Chance gewählt zu werden.

@Nettie 12.43 Abholzung des Regenwaldes

"Beispiel: die Abholzung des Regenwaldes sorgt für freie Flächen für Farmer, die allerdings auch nicht an den Fleischtöpfen sitzen, sind sie doch auf übergeordnete Betriebe angewiesen, die ihre Erzeugnisse nach Übersee verkaufen und einen ordentlichen Reibach machen“
Die grundlegende Ursache des Übels ist also, dass es
überhaupt jemandem möglich ist, mit der Zerstörung unser aller Existenzgrundlage und damit auf Kosten aller „Reibach“ zu machen."
Genau das ist es, worauf ich durch meinen Beitrag um 12.31
(als Antwort auf @fathaland slim) hinweisen wollte.
Skrupellose Politiker setzen die "günstigen Rahmenbedingungen", damit Investoren jeglicher Couleur die Not der Menschen ausnutzen können, um auf unser aller Kosten Reibach zu machen, wie Sie richtig schreiben.

13:23, wenigfahrer

>>Warum er gewählt wurde, weiß ich jetzt nicht, muss aber wohl einer Mehrheit ja was versprochen haben.<<
.
Rechte Politiker werden eigentlich immer gewählt, weil sie Recht und Ordnung versprechen. Sie stilisieren sich als Beschützer der Ängstlichen und Verunsicherten. Sie fördern etwas, was man Regression nennt. Kindliche Denk- und Verhaltensmuster. Religion funktioniert oft ähnlich, weshalb Bolsonaro sich ja mit den Evangelikalen, einer totalitären protestantischen Sekte, verbunden hat.
.
Daß er ein Vertreter der oligarchischen Oberschicht des Landes ist, das erkennt eigentlich jeder, der es erkennen will. Bolsonaros Rezept ist, den Erkenntniswillen bei den Menschen nicht zu fördern.

13:23 Uhr von wenigfahrer

//Warum er gewählt wurde, weiß ich jetzt nicht, muss aber wohl einer Mehrheit ja was versprochen haben.//
So weit ich mich erinnern kann, ging es um die Bekämpfung der Kriminalität. Das war das Thema, mit dem er punkten konnte.

@ fathaland slim 13:30

Da gebe ich Ihnen Recht. Paritätische , Menschrechts oder Umweltorganisationen sind ja auch nicht die, die ich verdamme , sondern die mit reinen Wirtsschaftsinteressen . Was ich auch sehr kritisch sehe , sind sogenannte Think Tanks , die gesponsert sind .

@ DerCat

Ich behaupte mal , Lobbyarbeit und Propaganda gehen Hand in Hand .

Sehe ich ganz anders. Ich arbeite in einem Elektronikunternehmen, das Mitglied in einem Industrieverband ist. Dieser Industrieverband macht Lobbyarbeit und berät somit die Politik. Und das ist höchst sinnvoll.

Propaganda ist etwas ganz anderes. Die macht z.b. RT in Deutschland gegen die Impfung (Stichwort Langzeitschäden) in Russland für die Impfung (Stichwort sozial notwendig).

12:40, bolligru

>>Damit dies zu Stabilität als Fundament, auf dem jede funktionierende Gesellschaft die wiederum einen Ausgleich ermöglicht führt, braucht es Vertrauen in die politisch Verantwortlichen. "Gerechtigkeit schaffen" ist nämlich immer "nur" ein ein Ziel und zugleich ein nie endender Prozess.
Gut, daß wir hierzulande unseren Politiker vertrauen dürfen, denn feste Zusagen und vielleicht sogar "Ehrenworte" werden stets eingehalten. Damit ist die Basis für Stabilität gegeben- oder irre ich mich in diesem Punkt etwa?<<
.
Politiker sind nicht vertrauenswürdiger als andere Menschen auch. Wer das erwartet, kann nur enttäuscht werden und ist ein Opfer von Regression. Kindlichen Denkmustern. Es hat schon seinen Grund, warum die Gewaltenteilung für eine Demokratie so ungeheuer wichtig ist. Sie stellt, zumindest im Idealfall, sicher, daß Politiker nicht unkontrolliert agieren können.

11:41 Uhr von suomalainen

Genau da könnte die Idee des Sozialismus
------------------

heißt das Sozialisten sind nicht auch gelegentlich korrupt ?
oder läuft in Venezuela alles rund

Am 25. Dezember 2021 - 12:24 Uhr von SinnUndVerstand

Immer wieder liest man in Kommentaren hier, dass "Verhütung" die sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit lösen würde; in meinen Augen ist es der Versuch, an Strukturen und politischen Initiativen zu sparen und eigentlich alles beim alten zu belassen.
___
Nun, so ganz aus der Luft gegriffen, ist der Zusammenhang wohl nicht, wie der nachfolgende Bericht eines Wissenschaftlers der Schwedischen Universität zeigt, was nebenbei bemerkt ja auch absolut logisch ist

„Vegetarische Ernährung, der Verzicht auf Flugreisen und Auto – und weniger Kinder machen“, fasst Seth Wynes von der schwedischen Universität Lund die vier Wege zusammen, aufgeschrieben in einer Studie im US-Fachmagazin „Environmental Research Letters“.

Der Verzicht auf Kinder ist der Studie zufolge aber bei weitem die wirksamste Klimaschutzmaßnahme: Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeute eine CO2-Einsparung von 58,6 Tonnen im Jahr.

13:55, Dr. Cat

>>. Was ich auch sehr kritisch sehe , sind sogenannte Think Tanks , die gesponsert sind .<<
.
Noch so ein Schlagwort.
.
Man kann auch „Denkfabriken“ sagen.
.
Die sind immer gesponsert. Das geht gar nicht anders. Oder sollen die Denker, die sich in ihnen zusammenfinden, nebenbei noch einem Broterwerb nachgehen?

@14:06 Uhr von weingasi1

Den Brasilianern, die nicht an "zuviel Kinderkriegen" sondern an der Politik Bolsonaros leiden, "mehr Verhütungsmittel" zu empfehlen, bleibt schlicht Unsinn und verkennt die strukturellen systematischen Ursachen des gegenwärtigen Hungers in Brasilien. Da beisst die berühmte Maus keinen Faden ab.

14:05, Sisyphos3

>>11:41 Uhr von suomalainen
Genau da könnte die Idee des Sozialismus
------------------
heißt das Sozialisten sind nicht auch gelegentlich korrupt ?
oder läuft in Venezuela alles rund<<
.
Als bekennender Sozialist verteidige ich die Idee des Sozialismus sowohl gegen seine Gegner als auch gegen die Unterstützer von Maduro und ähnlichen Gestalten, die sich, in meinen Augen ungerechtfertigterweise, als Sozialisten bezeichnen.

14:06 Uhr von weingasi1

" Vegetarische Ernährung, der Verzicht auf Flugreisen und Auto – und weniger Kinder machen“, fasst Seth Wynes (...) Der Verzicht auf Kinder ist der Studie zufolge aber bei weitem die wirksamste Klimaschutzmaßnahme: Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeute eine CO2-Einsparung von 58,6 Tonnen im Jahr.

Am weitesten? Vielleicht ist die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn 70 Prozent der landqwirtschaflichen Flaechen werden nur fuer Fleischproduktion verbraucht. 80 Prozent des brasilianischen Waldes nur deswegen abholzt. Es geht doch hier um die Ernaehrung? Glaube kaum das Kinder da als Krisenherde mithalten...

14:06, weingasi1

>>Der Verzicht auf Kinder ist der Studie zufolge aber bei weitem die wirksamste Klimaschutzmaßnahme: Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeute eine CO2-Einsparung von 58,6 Tonnen im Jahr..<<
.
Ja klar.
-
Und die allerbeste Klimaschutzmaßnahme wäre das Aussterben der Menschheit.
.
Mit solcherart Diskussionen wird die Erörterung der Klimaschutzproblematik auf ein Nebengleis gelenkt.

@ das ding 10:54

Zitat://Im Bericht steht "Brasilien, kritisiert sie, lebe "in einem sozialen Abgrund", und sie fragt, wie es sein könne, dass in einem reichen Land, das Lebensmittel in die ganze Welt exportiert, immer noch Menschen Hunger leiden."
Was wird denn produziert? Fuer wen?//
Ich konnte im Bericht nicht erkennen, dass Menschen wegen Lebensmittelmangel in Brasilien verhungern müssen. Sie sind wegen Verarmung nur nicht in der Lage, Lebensmittel zu kaufen. Wenn zuviel Lebensmittel nur exportverwendbar produziert wird, könnte die Regierung das ändern. Die notwendige Lebensmittelmenge scheint also vorhanden zu sein. Das Einfachste wäre dann, den hungernden Menschen Bezugsscheine zu geben, mit denen sie mit dem Notwendigen versorgt werden könnten.

12:24 Uhr von SinnUndVerstand @ 11:55 Uhr von Traumfahrer

Der Hinweis auf "viel Verhütungsmittel" ist im Zusammenhang mit Hunger in Brasilien so falsch wie überflüssig, denn die Bevölkerungsentwicklung geht seit Jahren signifikant zurück: Wurden dort 1960 im Durchschnitt noch 6,1 Kinder pro Frau geboren, sind es im Jahr 2018 nur 1,7 und damit weniger als zur sog. 'Bestandserhaltung' notwendig ist.
Immer wieder liest man in Kommentaren hier, dass "Verhütung" die sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit lösen würde; ....
...................

meinen sie es ist zielführend, wenn sich die Gesellschaft innerhalb von 50 Jahren verfünffacht
Da hilft es auch nicht zu sagen aber jetzt wird es besser .......

im übrigen bedeuten 1,7 Kinder nicht automatisch dass die Bevölkerung nicht wächst
Beispiel Land mit nem Durchschnittsalter von wegen mir mit 47 wo das mit der Familienplanung abgeschlossen ist,
und einem mit 14 wo die Familienplanung erst noch beginnt

Nicht nur Bolsonaro,...

...aber der ganz besonders, ist ein überdeutliches Beispiel dafür, dass rechte Politik viel verspricht, aber nur für wenige Auserwählte tatsächlich Nutzen bringt.
.
Für die große Mehrheit der Bürger eines Land führt eine rechte Regierung letztendlich in eine Katastrophe.

@ fathaland slim 14:08

Was ich damit meinte ist, das man kritisch sein sollte, was dabei rauskommt. Es gibt einen Spruch: Dessen Geld ich nehme, dessen Lied ich singe .

@ 14:34 Uhr von Sisyphos3

Sie scheinen meinen Kommentar nicht verstanden zu haben.
Brasilien hat derzeit definitiv kein Problem mit einer wachsenden Bevölkerung sondern mit wachsendem Hunger aufgrund völlig verfehlter Politik. Und da hilft ein "mehr Verhütungsmittel" nun wirklich nicht, das könnte man eher als 'zynischen Rat' bezeichnen.

14.06 h weingasi1 So viel zu Ihrer Logik:

hier eine weitaus differenziertere Studie:
dw.com.de/überbevölkerung-klima

********

"Nun, so ganz aus der Luft gegriffen, ist der Zusammenhang wohl nicht, wie der nachfolgende Bericht eines Wissenschaftlers der Schwedischen Universität zeigt, was nebenbei bemerkt ja auch absolut logisch ist"

@ João Adelante 14:00

Ob ein Industrieverband die Politik beraten muss oder kann,und ob es sinnvoll ist,darüber kann man geteilter Meinung sein, das ist meine persönliche Meinung. Was Sie aufgezählt haben ist die politische Propaganda die RT verbreitet.

14:34 Uhr von harry_up

Für die große Mehrheit der Bürger eines Land führt eine rechte Regierung letztendlich in eine Katastrophe.
----------------

warum erkennen die das dann nicht - wählen entsprechend
wenn sie es doch so genau zu erkennen glauben

@ wenigfahrer

Warum er gewählt wurde, weiß ich jetzt nicht, muss aber wohl einer Mehrheit ja was versprochen haben.

Warum werden Rechtspopulisten gewählt? Angst vor der Moderne, Angst vor Liberalität und linken Ideen. Rechtspopulisten leben von Feindbildern, wie Minderheiten, Juden, Homosexuelle, ...

14:30 Uhr von sikgrueblerxyz

"Ich konnte im Bericht nicht erkennen, dass Menschen wegen Lebensmittelmangel in Brasilien verhungern müssen."

Stimmt wohl. Aber - Inwieweit der Markt es dort regelt, haengt auch davon ab, wohin was exportiert wird, und wie wichtig das ist? 70 Prozent der landqwirtschaflichen Flaechen weltweit werden nur fuer Fleischproduktion verbraucht. 8o % des regenwaldes dort gehen nur dafuer drauf. Wenn das nicht waere, vielleicht gaebe es dann diese Preisexplosionen gar nicht erst? Einfach mal quergedacht. (Anders als quergedenkt.)

14:45 Uhr von SinnUndVerstand

Sie scheinen meinen Kommentar nicht verstanden zu haben.
Brasilien hat derzeit definitiv kein Problem mit einer wachsenden Bevölkerung sondern mit wachsendem Hunger aufgrund völlig verfehlter Politik. Und da hilft ein "mehr Verhütungsmittel" nun wirklich nicht, das könnte man eher als 'zynischen Rat' bezeichnen.
-----------------

die Bevölkerung Brasiliens wuchs die letzten 20 Jahre um 40 Mill (auf jetzt 210 Mill)
Zumindest wäre es einfacher - aktuell - hätte man nicht mit der wachsenden Anzahl von Menschen zu rechnen die ja zusätzlich versorgt werden müssten

Am 25. Dezember 2021 - 13:52 Uhr von fathaland slim

"Rechte Politiker werden eigentlich immer gewählt, weil sie Recht und Ordnung versprechen. Sie stilisieren sich als Beschützer der Ängstlichen und Verunsicherten. "

" Daß er ein Vertreter der oligarchischen Oberschicht des Landes ist, das erkennt eigentlich jeder, der es erkennen will. "

Das mag alles so sein, das wussten die Menschen dort vor doch besser als im Rest der Welt, vermute ich mal, also muss am Ende doch trotz Hunger und Armut mehr Gewinner geben.
Arm und Hunger bedeutet nicht immer gleich Unwissenheit, ein Bauchgefühl und Wissen haben auch Arme, Gewinner sind sie zwar nie, da Geld und Reichtum immer den Weg nach oben finden.
Deshalb ist manche Wahl in verschiedenen Staaten der Welt ja so verwunderlich.

@ 14:53 Uhr von Sisyphos3

Dafür gibt es viele Gründe: Manipulation, Falschinformationen, falsche Versprechungen, Südenbockerzählungen, die gefährliche Sehnsucht nach dem "starken Mann"...
Alles auch an unserer eigenen Geschichte vor rund 80 Jahren abzulesen.

@ Dr. Cat

Es gibt einen Spruch: Dessen Geld ich nehme, dessen Lied ich singe .

Würde das stimmen, dürfte es ja keine Kritik an der deutschen Politik geben.

@14:25 Uhr von fathaland slim

Als bekennender Sozialist verteidige ich die Idee des Sozialismus sowohl gegen seine Gegner als auch gegen die Unterstützer von Maduro und ähnlichen Gestalten, die sich, in meinen Augen ungerechtfertigterweise, als Sozialisten bezeichnen.
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Das klingt nach dem beliebten Einwand, dass es den "echten Sozialismus" ja nie gegeben hat. Der Sozialismus ist letztendlich eine Utopie, die an der Natur des Menschen scheitert. Darum funktioniert er auch nicht im Gegensatz zum Kapitalismus, der aber natürlich auch seine Probleme hat.

14:30 Uhr von fathaland slim

Und die allerbeste Klimaschutzmaßnahme wäre das Aussterben der Menschheit.
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wir sollten nicht unsachlich werden

es macht einen Unterscheide ob sich die Weltbevölkerung die letzten 50 Jahre von 3,7 auf 8 Mrd verdoppelt hat
oder ob sie sich bei 4 Mrd stabilisiert hätte, gar einen Stand vom 1900 mit 1,7 Mrd

@ 15:03 Uhr von Sisyphos3

Erstaunlich, mit welcher Beharrlichkeit man von der verheerenden Politik rechter Autokraten ablenken kann und dafür das völlig ungeeignete Passepartout von der "Bevölkerungsexplosion" heranzieht. Dagegen scheinen weder Kraut noch Argumente gewachsen zu sein.

10:02 Uhr von V8forever

<>

.da Silva hat in seiner Amtszeit 2003-2005 mehr als doppelt soviel Regenwald abgeholzt (56.000 Km²) wie Bolsonaro seit 2019 (27.000km²), der gute Lula steht damit für einen bis heute gültigen Negativrekord des 21. Jahrhunderts, im Amazonas-Regenwald. Er ist auch noch für ökologische Langzeitfolgen verantwortlich, somit steht er in seinen politischen Wirken auch nicht so gut dar.

14:58 Uhr von Joao Adelante

Warum werden Rechtspopulisten gewählt? Angst vor der Moderne, Angst vor Liberalität und linken Ideen. Rechtspopulisten leben von Feindbildern, wie Minderheiten, Juden, Homosexuelle, ...
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Jede Ideologie lebt von Feindbildern
und seien es nur die bösen Reichen .... Kapitalisten eben

14:53 Uhr von Sisyphos3

"warum erkennen die das dann nicht - wählen entsprechend"

auf 14:34 Uhr von harry_up
Für die große Mehrheit der Bürger eines Land führt eine rechte Regierung letztendlich in eine Katastrophe.
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Lesen Sie hier aufmerksam mit?

Die Antwort wurde schon gegeben >> 12:44 Uhr von fathaland slim " (...) Rechte Kampagnen zielen auf die Mobilisierung der Dummen und/oder Ungebildeten ab. Strategische Ausnutzung geistiger und menschlicher Defizite."

14:39, Dr. Cat

>>@ fathaland slim 14:08
Was ich damit meinte ist, das man kritisch sein sollte, was dabei rauskommt. Es gibt einen Spruch: Dessen Geld ich nehme, dessen Lied ich singe .<<
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Man muss immer kritisch sein. Auch solchen Weisheiten gegenüber. In den allermeisten Gastspielverträgen für Musiker findet sich die Klausel, daß der Veranstalter keinerlei Weisungsbefugnis hat, was die künstlerische Gestaltung des Programms angeht.
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Wissenschaftler sind in dieser Beziehung ähnlich wie Musiker gestrickt.

Die Aktion "Natal sem fome"…

Die Aktion "Natal sem fome" ist ein wichtiges Zeichen in der akuten Hungersituation. Aber aus einer mildtätigen Aktion muss strukturelle Hilfe werden; dafür braucht es den politischen Willen und entsprechende Konzepte. Unter Bolzonaro ist das kaum zu erwarten.
Ich schätze die Initiative "Natal sem fome" übrigens genauso wie unsere Tafeln oder die Initiativen Ocean Viking, Seawatch u.a. - gerade in diesen Tagen kann man das m.E. nicht genug betonen, denn es gibt kein Weihnachten mit dem Rücken zu hungernden oder an Leib und Leben bedrohten Menschen. Die Menschen der Initiative "Natal sem fome" genau wie die Menschen unserer Tafeln oder der Seenotrettung haben m.E. mehr von Weihnachten begriffen als die, denen das Schicksal der Menschen egal ist. Daran ist nichts zynisch, wie gestern unterstellt wurde.
Aber diese Initiativen brauchen eine 'Verstetigung' durch politische Maßnahmen, egal ob in Brasilien zur Minimierung von Hunger oder in der EU zur Minimierung Ertrinkender im Mittelmeer.

@ harry_up

Nicht nur Bolsonaro,...aber der ganz besonders, ist ein überdeutliches Beispiel dafür, dass rechte Politik viel verspricht, aber nur für wenige Auserwählte tatsächlich Nutzen bringt.

Trump in den USA ist ja auch ein gutes Beispiel für extrem rechte Politiker. Gegen Biden hat er ja immerhin fast 45% der Stimmen erreicht.

@die Bevölkerung Brasiliens wuchs 15:03 Sisyphos3

"die letzten 20 Jahre um 40 Mill "
zu @@14:45 SinnUndverstand

Das übliche Framing was nix aussagt gemaess
https://countrymeters.info/de/South_America

Brasilein liegt wie Chile, Argentinien undund weitgehend im Trend bei 1% Bevölkerungswachstum,
eher minimal darunter.

Also ein generelles Problem Südamerikas, nix was Brasilienspezifisch wäre.
Wir sehen: nicht die Nahrungsmittelversorgung ist das Hauptproblem sondern die ungleiche Güterverteilung.

Und da wären wir wieder bei Rechtsaussenpopulisten wie Bolsonaro

Brasiliens zweite Epidemie: Auf Corona folgt Hunger....

Und vorher kam noch pseudowissenschaftliches vom Präsidenten. Auf dessen Rat hin wurde ein Malariamittel von der Firma Prevent Senior (Chloroquin), das angeblich gegen Corona helfen soll, gespritzt. 600.000 Menschen starben dort an Corona.

Nach Angaben von Telesur haben sich ein Dutzend linker Parteien und Gewerkschaften gegen Bolsonaro zusammen geschlossen. Im Oktober demonstrierten Hunderttausende in 250 Städten für eine Amtsenthebung Bolsonaros.

15:03, Sisyphos3

>>die Bevölkerung Brasiliens wuchs die letzten 20 Jahre um 40 Mill (auf jetzt 210 Mill)
Zumindest wäre es einfacher - aktuell - hätte man nicht mit der wachsenden Anzahl von Menschen zu rechnen die ja zusätzlich versorgt werden müssten.<<
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Und hätte meine Tante Eier, dann wäre sie mein Onkel. Wie meine leider verstorbene Freundin Ann Rabson immer gern sagte. Sie meinte, das wäre ein altes jüdisches Sprichwort.
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Wenn in Brasilien überhaupt niemand leben würde, dann würde auch niemand hungern.
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Insofern hängt das momentane brasilianische Hungerproblem natürlich auch damit zusammen, daß in Brasilien erstens Menschen leben und zweitens mehr als früher.
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Der Grund für das Hungerproblem liegt aber woanders. Vor Bolsonaro hungerten die Menschen jedenfalls entschieden weniger, und es waren nur unwesentlich weniger Menschen als jetzt.

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