Kommentare - Weißer Ring sieht Zunahme häuslicher Gewalt in Pandemie

Kommentare

@ um 11:51 Uhr von Curieux

"... da sie sich vor dritten so herzzerreißend darstellen kann. "
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Das kommt mir verdammt bekannt vor.
Sie konnte Lügen erheblich besser verbreiten, als ich die Wahrheit. Da ist man einfach chancenlos.
Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen alles Gute und vor allem viel Kraft.

Psychischer Mißbrauch @12:18 Uhr von Adeo60

>>>Sie übernehmen ungeprüft die Ideologien anderer, wonach alles in Deutschland schlecht sei. Tatsächlich klaffen die reale Welt und projizierte Missstimmung meist weit auseinander>>>

Psychischer Mißbrauch kennt halt keine Grenzen, aber eine psychisch mißbrauchte Gruppierung, ist nicht zu therapieren, nur Austeiger (u Austeigerinnen) ist zu helfen.
Diese Art von Hilfe muss ja immer gewollt werden.

re 12:18 Adeo60: Projizierte Missstimmung

>>Tatsächlich klaffen die reale Welt und projizierte Missstimmung meist weit auseinander.<<

„Projizierte Missstimmung“ - mit diesem Begriff bringen Sie es wunderbar auf den Punkt!

Gerade Diejenigen, die sich „irgendwie“ in ihrer Gesellschaft „unwohl“ fühlen, sind sehr empfänglich für Begründungen, die dieses „Unwohlsein“ bestätigen und scheinbar wiederum begründen. „Projizierte Missstimmung“ wird dann zum Vehikel einer scheinbaren Welterklärung.

Gleichzeitig werden die Probleme „Anderer“ gar nicht mehr als Probleme wahrgenommen. Man hat ja selber so „große Probleme“ „vor der Haustür“ und man „“kann ja nicht die ganze Welt retten“ usw. usw. usw...

Und so wird ein politisches Muster daraus, dass man „Politikern“ hinterher läuft, die einem permanent „erklären“ wie schlecht alles in unserer Gesellschaft ist. Und das an unseren Problemen nicht wir selber, sondern „Die da oben“ ( das sind dann immer die „anderen“ Politiker) schuld sind.

Re : Alter Brummbär !

In einem Punkt gebe ich ihnen recht, die Täter erfahren viel "Zuwendung". Nun dies ist gesetzlich so geregelt. Jede/r "Täter/in" hat das Recht auf eine angemessene Verteidigung. Dies ist zumindest bei uns so. Nur leider wurden da, auch in meinen Augen, die Opfer so gut wie vergessen. Natürlich sollte es da endlich auch gesetzlich so geregelt, werden, dass jedes Opfer ebenfalls die volle Unterstützung erhält, damit die Schmerzen und Leiden sich verbessern, bis zur Gesundung.
Auch ich kann es oft nicht nach vollziehen, dass Opfer bei Gericht vor den Tätern aussagen MÜSSEN, statt da bessere und sichere Distanzen zu schaffen. Und es müsste endlich auch viel mehr für die Opfer getan werden, mindestens die gleiche Priorität gesetzt werden, wie sie die Täter erhalten. Dazu bedarf es deutlich mehr Geld, Personal und Engagement. Denn so einige Beispiel haben doch deutlich gezeigt, wie schändlich mit Opfern heute noch umgegangen wird.

@schiebaer45 12:07 Frage der Stoffbewertung

//Dieses Tabuthema und seine Behandlungsmöglichkeiten wird z.B. in den Schulen nicht erklärt.
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für was soll denn die Schule noch herhalten ?//
Natürlich können alle Aspekte der häuslichen Gewalt nicht umfassend in der Schule erklärt werden. Die Informationen müssten auch im Umfang und Inhalt anhand der Altersstufen aufs Wesentliche beschränkt sein, damit die 'Schüler nicht überfordert werden. Mehrere kleine Lektionen nach Alterstufen gegliedert sind besser als einmal Rundumschlag. Für die erste Orientierung könnte schon das Besprechen von Gewalterfahrungen und deren Einordnung ausreichen, denn die beste Hilfe gibt es ja von emotional unbeteiligten Personen außerhalb der Hausgemeinschaft.

@Kristalli, 10,02h: Die…

@Kristalli, 10,02h:
Die Frauenhaeuser waren deshalb schon immer ueberfuellt, weil es insgesamt ZUWENIGE davon gibt, Sozialpolitik v.a. fuer Frauen wurde von einem frueheren Kanzler ja mal als "Gedoens" bezeichnet . Der gefaehrlichste Ort fuer Frauen ist der eigne Haushalt. Das war schon vor Corona so und jetzt ist es noch unertraeglicher geworden. Warum leugnen Sie den Zusammenhang von Corona-Einschraenkung und Zunahme der Gewalt? den Zuwachs von 10% direkt nach den LD kann man doch nicht ignorieren, er ist auch nicht so einfach vom Himmel gefallen. Fuer mich persoenlich steht fest, dass die Coronaeinschraenkungen durchaus dazu beitragen, dass vorher schon unertraegliche Zustaende noch schlimmere Auswuechse bekommen haben. Aber vorher wurden solche Themen mit einem Achselzucken hingenommen, obwohl jeden 3.Tag eine Frau von ihrem Partner umgebracht wird. Das wird dann verharmlosend Beziehungstat genannt, dabei ist es Femizid.

eigenartig

entgegen der von vielen hier geäußerten Gewissheit, dass Gewalt als Handlungsoption von Generation zu Generation tradiert wird, habe ich, obwohl aus einer Familie mit extremer Gewaltanwendung stammend, niemals auch nur das spontane Bedürfnis verspürt, jemanden körperlich zu verletzen. Und ich bin auch in mehreren Partnerschaften nicht ein einziges Mal an eine Frau geraten, für die etwas anderes gegolten hätte.
Ich behaupte vielmehr: gerade durch diese eigenen Erfahrungen habe ich verinnerlicht, dass Gewalt eben keine taugliche Problemlösestrategie ist (die Probleme waren ja nach den Gewaltszenen unverändert da). Und ein Vorbild habe ich in meinen gewalttätigen Eltern ganz gewiss nicht gesehen, werde da also auch niemandem nacheifern.
Ich sehe Gewalt und Rücksichtslosigkeit eher als ein Phänomen, das nicht von Personen, sondern von der Gesellschaft als erfolgversprechend vorgelebt wird.

Gewalt !

Irgend ein User hat geschrieben, das beengte Wohnverhältnisse zu Gewaltexzessen führen kann. Nur möchte ich erinnern, dass diese Gewalt in allen Schichten der Gesellschaft vorkommt, auch dort, wo ein Überfluss an Platz vorhanden ist.
Dies liegt aber immer an den Menschen, die aus verschiedenen Gründen, alle sind verwerflich und schändlich, sich der Gewalt bedienen, um für sich was zu bekommen, was sie ohne Gewalt nie erleben werden. Dies liegt anscheinend in der Natur des Menschen, seiner Entwicklung, und seines eigenen Statements, und dies ohne Rücksicht auf andere ! Auch ist es egal, ob Baumschule oder Studium, der deutlich größte Teil sind Männer, aber auch Frauen benutzen dieses Ventil und Modell !
Man braucht auch nur schauen und lesen, wie sich Diktatoren dieses Modells bedienen, ohne selbst zu schlagen, aber im Grunde ist es die gleiche Art des Ausnutzens von der Macht und Befriedigung der Eitelkeit !

11:28 Uhr von schabernack

<< 10:44 Uhr von Sausevind
.
"Ich kann Ihrem naturalistischem Denken nicht folgen.
Wo soll da eine Evolution liegen?
Kaputtgehen tut man mit Sicherheit nicht, wenn man sich in der Gewalt hat."

Die Kriminalpsychologin Lydia Benecke drückte es in einem Interview zum Thema Gewaltdelikte / Gewaltprävention sinngemäß einmal so aus:

«Ausüben von Gewalt als Konfliktlösung wird vererbt, wobei das Erbe erst nach der Geburt beginnt. Für Kinder sind die Eltern beim Erlernen von Sozialverhalten immer die ersten Vorbilder. Wer als Kind mit gegeben bekommt, dass Gewalt eine natürliche Konfliktlösungsstrategie zu sein scheint, nimmt das häufig auch in sein eigenes Verhalten als Erwachsener auf.» <<
.
.-.-.

Diese Ansicht lehne ich strikt ab; habe in meinem Elternhaus auch ganz anders reagiert, als wie die Kriminalpsychologin es darstellt.

Habe auch in anderen Elternhäusern Gegenteiliges beobachtet.

Und wir drei Geschwister haben auf unsere Eltern äußerst unterschiedlich reagiert.

häuslicher Gewalt?

Leider hat unsere Justiz und die Sicherheitsbehörden in vielen fällen wenig möglichkeiten hart und entschlossen einzugreifen.

Datenschutz un die Angst vor einem Polizeistaat sowie als Denuziant beim melden von Gewalt oder Regelbrechern zu gelten sind leider weit verbreitet.

Aber auch die Opfer haben mit Ihren immer wieder gemachten rückziehern bei Anzeigen und der freiwilligen Rückkehr zu den Schlägern oft Fehler gemacht.

Curieux 11:09 bin besorgt

//Psychische häusliche Gewalt, ich setze mich weder mit selbiger, noch mit körperlicher Gewalt zu Wehr. Ich versuche zu verstehen und zu klären, nur dem Entziehen fühle ich mich nicht in der Lage.//
Auf Erfahrungen ähnlicher Art kann ich auch in meiner Verwandtschaft zurückblicken. Das war damals eine Endlosschleife. Auch die Reaktion der zur Unterstützung eingeschalteten Personen war nicht ausreichend. Wenige Tage nach einer erfolglosen Beratung änderte sich das erst, nachdem etwas wirklich Schlimmes passierte. Das wirft ein negatives Licht auf unsere Gesundheitsversorgung für psychologische Probleme. Da gibt es m.E. Aufstockungsbedarf. Erstaunlicherweise liegt der größte Fokus unserer Gesundheitspolitik auf der körperlichen Wiederherstellung, obwohl ausbleibende seeliche Gesundheit die Gesellschaft schleichend ähnlich schwer und langdauernd schädigen kann. Wie gesagt, holen sie sich professionelle Hilfe, zunächst für die Bewertung des eigenen Handelns.

Ich glaube nicht das Häusliche Gewalt durch Lockdowns kommt

Am Anfang hieß es noch, neun Monate später würden viele „Corona Babies“ geboren. Dann hieß es, die Scheidungsraten würden steigen. Wie so oft, sind beide Meinungen falsch, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgehen.

Gewalt in der Ehe oder Familie hat meist eine lange Vorgeschichte und ist wesentlich durch äußere Faktoren bestimmt, die wenig mit dem Binnenverhältnis in der Bedarfsgemeinschaft zu tun haben und deshalb auch nicht mit der Kontaktzeit der Mitglieder dieser Gemeinschaft. Das man sich natürlich durch zu viel „aufeinanderhocken“ auf die Nerven gehen kann, kannte man schon seit Jahrzehnten von jedem Urlaub und von jeder Feiertagssaison.

Mit dem angesprochenen Problem häuslicher Gewalt hat das nichts zu tun. Diese hat ihre Ursachen oft in einer empfundenen Hilf- und Ausweglosigkeit der Täter und der Opfer: Alkoholismus, psychiatrische Störungen der Persönlichkeit, Druck durch Behörden (Schulen, Jugendämter, Polizei) und/oder Arbeitgeber oder Vermieter (Kündigung).

Fachlich gefaerbte Brille

Kriminalpsychologin Lydia Benecke muss so urteilen, da sie (anzunehmendeweise) polizeiliche Beobachtungen als Grundlage nimmt. Sie sieht die Elternhauser der enstprechenden Faelle, die polizeilich in Erscheinung treten. Aber da ist nur eine Teilantwort, warum Menschen Gewaltausbrueche haben, bzw. oder nicht (wobei das eine wichige Frage ist. Warum nicht?) Das es verschiedene Gruende gibt sorgt natuerlich dazu, verschiedene Loesungen zu suchen. Diese zirkulieren aber alle nur um des Pudels Kern.

Probleme in der Beziehung haben oft exogene Ursachen

Natürlich gibt es Ursachen wie Machtspiele und Eifersucht.

Aber wesentlicher dürfte sein das Gewalt in der Familie auf das Scheitern angesichts der zunehmenden Anforderungen einer immer unerbittlicheren Leistungsgesellschaft (Überforderung!) und einem dadurch resultierenden das eigene Ego zersetzenden Minderwertigkeitsgefühl resultiert.

Vor diesem Hintergrund wäre es interessant andere Länder in die Betrachtung mit anderen Gesellschaftsmodellen mit einzubeziehen, z.B. Dänemark, Marokko, Japan oder Russland.

13:19 Uhr von werner1955

"Datenschutz und die Angst vor einem Polizeistaat sowie als Denuziant beim melden von Gewalt oder Regelbrechern zu gelten sind leider weit verbreitet."

Gewalt der hier thematisierten Art ist erschreckend. Erschreckend ist es aber auch, wenn der Kampf dagegen genutzt wird, um Datenschutz als Nebensaechlichkeit zu betrachten und den Uberwachungsstaat vorranzutreiben. Ich bin also gerade doppelt erschrocken.

13:08 Uhr von Sausevind

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In der Gewaltforschung werden Zusammenhänge zwischen selbst ausgeübter körperlicher Gewalt und im Elternhaus erlebter aufgezeigt. D.h. nicht, dass jemand zwangsläufig selbst gewalttätig wird, wenn er familiäre Gewalt erfahren hat; allerdings ist die Wahrscheinlichkeit dafür signifikant erhöht.
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Wichtig sind diese Erkenntnisse m.E. schon. Für Präventionsansätze. Genauso wie auch das Wissen darüber, was Menschen hilft eben nicht diesen Weg einzuschlagen. (Resilienzforschung)
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Wünsche allen schöne Feiertage!

11:48 Uhr von frosthorn

Ja wer bitte soll das denn sonst leisten?
Würden Sie erwarten, dass die misshandelten Kinder ausgerechnet von ihren Eltern
über den besten Umgang mit Gewaltsituationen aufgeklärt werden?
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ich glaube sie mißverstehen da was !

Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem
da ist die gesamte Gesellschaft involviert
also auch die Lehrer
oder glauben sie, um nur einen Teil der Gewalt rauszupicken (sexuelle Übergriffe bei Kindern)
da sind nur Pfarrer betroffen
da sind im gleichen Umfang, Erzieher betroffen, Opas und Onkels/Tanten und der Freund der Familie

übrigens ist häusliche Gewalt in Lehrerfamilien gänzlich ausgeschlossen ?

Das ist einfach nur entwürdigend

Wer seine(n) Partner(in) schlägt, liebt diese(n) nicht. Ich würde sofort die Konsequenz ziehen. Wer einmal schlägt, tut es immer wieder. Wenn mich auch nur einmal jemand schlagen wüde oder mich anfasst, wenn ich das nicht will usw. bekommt sofort eine Anzeige; egal, ob Partner, oder ein Fremder usw. und dann war es das auch. In einer Partnerschaft geht man respektvoll miteinander um oder man trennt sich. Punkt.

12:07 Uhr von schiebaer45

Gewalt hat viele Ursachen

die ganz bestimmt nicht nur in der Schule zu suchen / abzustellen sind
Wie reagiert die Gesellschaft auf Gewalt, wie ist die Akzeptanz
wird sie honoriert oder abgelehnt
wie wird Gewalt in Medien dargestellt, angefangen in Filmen bis zu den Nachrichten
(Also Blut wurde in meiner Jugend in den Nachrichten nicht gezeigt)

@sternenkind

Spontan hatte ich auch gedacht, das könnte mit den Coronamaßnahmen zu tun haben. Vielleicht ist es ja auch nur Zufall das häusliche Gewalt häufiger wird. Bin ich froh, das es bei uns harmonisch zu geht.

Ich habe beim Durchlesen der Kommentare...

...eine Menge unterschiedlicher Auffassungen und Erklärungsansätze gefunden und bin dafür dankbar.
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Gleichzeitig wurde und ist mir klar, dass ein solches Forum naturgemäß weit davon entfernt ist, umfassende Lösungen, ja auch nur Erklärungen, zu finden.
Dazu sind die Menschen und deren Erziehung, Erfahrungen, Überzeugungen... viel zu unterschiedlich.
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Somit bleibt mir nur noch, auf ein lesenswertes Büchlein hinzuweisen mit dem Titel:
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"Anleitung zum Unglücklichsein", von Paul Watzlawick.
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Hier wirst du geholfen, auch dich selber zu verstehen.

13:08 Uhr von Sausevind / @schabernack

Diese Ansicht lehne ich strikt ab; habe in meinem Elternhaus auch ganz anders reagiert, als wie die Kriminalpsychologin es darstellt.
Habe auch in anderen Elternhäusern Gegenteiliges beobachtet.
Und wir drei Geschwister haben auf unsere Eltern äußerst unterschiedlich reagiert.


Dieser Einschätzung liegen aber weltweit empirische Daten seit Jahrzehnten zugrunde. Es bedeutet selbstverständlich nicht, dass dies eine zwangsläufige Entwicklung sei, aus der es in keinem Einzelfall andere Auswege gäbe, als in der Kindheit erlebte Gewalt dann auch als Erwachsener selbst auszuüben.

14:12 Uhr von Schweriner1965 @sternenkind

Spontan hatte ich auch gedacht, das könnte mit den Coronamaßnahmen zu tun haben. Vielleicht ist es ja auch nur Zufall das häusliche Gewalt häufiger wird. Bin ich froh, das es bei uns harmonisch zu geht.
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man sucht eben nach Gründen

Wurde früher über häusliche Gewalt gesprochen ? (oder gibt´s das erst seit Corona) ,
war die kleine Wohnung schuld, eben das beengte, dito bei Festen wie Weihnachten,
wo man sich tagelang auf der Pelle hockt
fehlendes Geld, soziale Gründe einfach gesagt, welche Streß erzeugen .....

13:58 Uhr von Kaneel

<< 13:08 Uhr von Sausevind
.
In der Gewaltforschung werden Zusammenhänge zwischen selbst ausgeübter körperlicher Gewalt und im Elternhaus erlebter aufgezeigt. <<
.
.-.-.
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Mit der Gewaltforschung habe ich mich mal jahrelang beschäftigt, ist allerdings lange her.

Damals gab es sehr widersprüchliche Ergebnisse - wie es in der Wissenschaft in solchen Fragen ja auch sein muss.
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Heute wird es mit Sicherheit ebenfalls keine auf Einheit getrimmte Gewaltforschung geben.
Darf es auch nie geben.

Sie ist eine empirische Wissenschaft und keine dogmatische, die einzelne Fälle verabsolutiert.

re 13:57 Möbius: Leistungsgesellschaft

>>Aber wesentlicher dürfte sein das Gewalt in der Familie auf das Scheitern angesichts der zunehmenden Anforderungen einer immer unerbittlicheren Leistungsgesellschaft (Überforderung!) und einem dadurch resultierenden das eigene Ego zersetzenden Minderwertigkeitsgefühl resultiert.<<

Zunächst: Jede Gesellschaft ist eine Leistungsgesellschaft - das geht gar nicht anders. Es gibt keine Gesellschaft, in der Sie ohne „Leistung“ integriert werden, es ist immer und überall ein Geben und Nehmen.

Unterschiedlich sind allerdings die Arten der „geforderten“ Leistung. Hier gilt es, ein Gleichgewicht zwischen Anforderungen und Vermögen zu schaffen und zu erhalten. Und dieses Gleichgewicht ist niemals „stabil“ und wird in einer Pandemie noch einmal zusätzlich gestresst.

Das alles ist richtig - aber falsch wäre es, von DER Leistungsgesellschaft zu sprechen und zu glauben, diese wäre die Ursache für Irgendwas oder gar Alles.

14:18 Uhr von harry_up

Für den differenzierten Blick auf häusliche Gewalt gibt's auch ein lesenswertes Buch: Antje Joel, Prügel. Eine ganz gewöhnliche Geschichte häuslicher Gewalt. Der biographische Blick auf eigene Gewalterfahrungen der Journalistin ist allerdings keine leichte Kost.

13:50 Uhr von das ding

Fachlich gefaerbte Brille.
Kriminalpsychologin Lydia Benecke muss so urteilen, da sie (anzunehmenderweise) polizeiliche Beobachtungen als Grundlage nimmt.


Gewaltdelikte werden in der großen Mehrzahl erst dann auffällig, wenn die Polizei, Jugendämter, andere staatliche Stellen, oder Hilfsorganisationen wie der Weiße Ring davon Kenntnis erhalten. Gewaltdelikte, von denen außer die Beteiligten niemand etwas weiß, finden sich auch nirgendwo in Statistiken wieder.

Lydia Benecke hat längere Zeit mehrere Jahre lang in Haftanstalten mit wegen Gewaltdelikten Verurteilten gearbeitet. Zur Ursachenforschung, zur Rehabilitation, und im Sinn der Möglichkeiten von Gewaltprävention.

14:03 Uhr von Jochen Peter

"Das ist einfach nur entwürdigend
Wer seine(n) Partner(in) schlägt, liebt diese(n) nicht. Ich würde sofort die Konsequenz ziehen. Wer einmal schlägt, tut es immer wieder. Wenn mich auch nur einmal jemand schlagen wüde oder mich anfasst, wenn ich das nicht will usw. bekommt sofort eine Anzeige; egal, ob Partner, oder ein Fremder usw. und dann war es das auch. In einer Partnerschaft geht man respektvoll miteinander um oder man trennt sich. Punkt."
.
,.,.,

Und wie wollen Sie den erzwingen, diesen Ihren Punkt?
Mit Gewalt die Ehefrau von Ihrem Schläger-Mann reißen, an den sie sich verzweifelt klammert?

Da treiben Sie dann den Teufel mit dem Beelzebub aus.

@harry_up

"Am 25. Dezember 2021 - 14:18 Uhr von harry_up

Ich habe beim Durchlesen der Kommentare...

...eine Menge unterschiedlicher Auffassungen und Erklärungsansätze gefunden und bin dafür dankbar."

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Ja, und die Beiträge zeigen auch noch mal deutlich, dass dieses Problem nicht von Corona (-Maßnahmen) verursacht wurde.
Frauenhäuser z.B. gibt es schon seit einigen Jahrzehnten.
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@Sisyphos3:
"
Wurde früher über häusliche Gewalt gesprochen ? (oder gibt´s das erst seit Corona)"

Soll das eine ernsthafte Frage sein?

14:03 Uhr von Jochen Peter

Das ist einfach nur entwürdigend
Wer seine(n) Partner(in) schlägt, liebt diese(n) nicht. Ich würde sofort die Konsequenz ziehen. ....
------------------

das sagt sich so leicht
aber so einfach wie sie es darzustellen versuchen, ist es wohl nicht !

Warum bleiben denn so viele Frauen bei ihren prügelnden Männern (und Frauen)
gehen vom Frauenhaus statt in ne neue Wohnung in die alte zurück ?

Zugegeben ich verstehe es auch nicht
aber die Realität zeigt eben ein anderes Bild

Am 25. Dezember 2021 - 11:00 Uhr von CoronaWegMachen

Der Stress, der heut zu Tage viele Menschen am Arbeitsplatz erleben, wird auch während des LockDowns in die Familien getragen. Ein Abbau des Stresses (Stresshormone) entfällt in aller Regel, es sei denn die Menschen gehen raus, und joggen oder machen andere gleichwertige Stress abbauende Dinge draussen an der frischen Luft.
Deswegen:
Weg mit LockDown for ever
__
Wie gehen diese "gestressten" Menschen denn ausserhalb des shutdowns (einen lockdown hat es nie gegeben, auch wenn dieser Ausdruck immer (missbräuchlich) verwendet wird. Es gab zwar mehrere Zeiträume der Kontaktbeschränkungen aber OHNE Kontakte, auch ausserhalb des eig. Haushalts musste man nie sein. Sport treiben, raus gehen, Radfahren und vieles mehr war IMMER möglich, wenn man es denn wollte. Manche WOLLTEN aber nun mal lieber Frau und Kind(er)verkloppen und hätten das auch ohne ....down getan. Kommt jetzt als Entschuldigung natürlich äusserst gelegen, kann man so doch von der ureigensten Schuld ablenken bzw. auf andere schi

13:57 Uhr von Möbius

Vor diesem Hintergrund wäre es interessant andere Länder in die Betrachtung mit anderen Gesellschaftsmodellen mit einzubeziehen, z.B. Dänemark, Marokko, Japan oder Russland.

Den Behörden bekannt gewordene Fälle haben auch in Japan zu Zeiten von Corona in Anzahl zugenommen. In Japan gibt es das Sprichwort: «Der Familie geht es gut, wenn der Mann zur Arbeit außer Haus ist».

Es ist eher unüblich, dass Japaner Besucher zuhause empfangen. Man trifft sich eher außer Haus, und sehr beliebt sind dabei Karaoke-Bars, wenn das Wetter im subtropischen Japan Treffen draußen nicht erlaubt.

Die Wohnungen sind klein bis sehr klein in Japan. 80 qm für eine 4-köpfige Familie sind Luxus, und für die Mehrheit der Japaner entweder nicht vorhanden, oder nicht zu bezahlen. Ganz besonders in Tokyo nicht.

Ich war 1x zu einem Besuch zuhause eingeladen. Das ist immer großer Vorschuss an Vertrauen, und an Ausländer ein großes Zeichen von Wertschätzung. Ca. 50 qm für Eltern + den 25-jähr. Sohn.

14:36 Uhr von schabernack

Sie muessen auch meine Conclusio in Betrachrt ziehen: Ich schrieb sinngemaess, das die Frau eine moegliche Ursache, eine unter mehreren, aber eben nur eine, (mit dem Zitat) hervorhebt.

Keineswegs bezweifle ich ihre Kompetenz in dem, was sie durch ihre Brille sieht. Und ihre Aufzaehlung (im Grunde nur eine Erweiterung meiner Sicht der Grundlagen), ist nun mal im Fokus dieser Brille, die ja nicht klein sein muss.

@teachers voice 14:29: faire Gesellschaft kennt keine Gewalt

Sie vertreten die Meinung das Deutschland sich nicht von anderen Ländern unterscheidet bezüglich der Anforderungen die die Gesellschaft an den Einzelnen stellt ?

Das eigene Erleben bestimmt ja das Bewusstsein. Gewalt muss sich nicht nur gegen andere, sondern kann sich auch gegen einen selbst richten. Gewalt ist immer der Ausdruck von Kognitiver Dissonanz: man will etwas, was man nicht bekommt, oder glaubt etwas, was nicht stimmt. Ich sehe Gewalt als ein Ventil einer überforderten Persönlichkeit.

Wenn man so will, entsteht Gewalt aus Frustration. Eine Beziehung ist wie ein kleines Gesellschaftslabor. Gewalt kann man auch mit Aggressivität synonym setzen.

Haben Sie eine Katze? Vielleicht ist sie lieb und verschmust? Versuchen Sie ihre Katze nun fortgesetzt zu ärgern, auszutricksen, zu demütigen oder seelisch zu quälen (bitte nicht ernsthaft nachmachen!). Irgendwann wird die Katze aggressiv und verletzt Sie !

14:03 Uhr von Jochen Peter

Wer seine(n) Partner(in) schlägt, liebt diese(n) nicht … In einer Partnerschaft geht man respektvoll miteinander um oder man trennt sich. Punkt.

Das erste ist ganz sicher so, und das zweite ist häufig gar nicht sooo einfach wie in einer solchen recht simplen verallgemeinernden Forderung. ・

Finanzielle Abhängigkeit vom Partner ist gerade für Frauen mit Kindern in der Beziehung ein großes Problem bei der Entscheidung für Trennung. Wie den Lebensunterhalt sichern, wohin mit sich und den Kindern?

Vergleichbares gibt es auch im Trennungsfall, wenn der Mann wegen Gewalt der Frau geht. Aber so sehr viel weniger Männer sind in Beziehungen finanziell abhängig von den Frauen als im umgekehrten Fall, der der weit überwiegende Regelfall ist.

14:27 Uhr von Sausevind

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Jetzt muss ich nachfragen. Wenn die Erkenntnisse der Empirische Sozialforschung darauf hinweisen, dass es in hohem Maße Zusammenhänge zwischen eigener Gewalterfahrung und Übernehmen von Gewalthandeln gibt, sagen Sie das sei falsch und dies sei eher die Ausnahme?
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Ich habe nicht geschrieben oder gemeint, dass Kinder aus gewaltbelasteten Familien mehrheitlich selbst zu Gewalt greifen. Aber es kommt bei diesen laut Studien häufiger vor.
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Es würde mich tatsächlich wundern, wenn die Wissenschaft sich hier sehr uneinig wäre. Wenn Sie von gegenteiligen Studien wissen, würde mich das interessieren.
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Ihre persönliche Erfahrung zeigt, dass Menschen immer auch die Wahl haben - nur warum entscheiden sich nicht einfach alle für die Gewaltfreiheit? Warum gibt es überhaupt noch viel zu viele psychische und physische Gewalt ausübende Menschen?

Gewalt

Den Frust als Argument hatten Schläger und Schlägerinnen schon vorher, der Grund der jetzt für Gewalt und andere Taten her halten muss, heißt "Corona" aber diese Täter*innen sind arme und hilflose Menschen, die nicht den sozialen Umgang und Kommunikation gelernt haben, somit zählt die Gewalt für sie, statt Worte und Geduld,jede Gewalt ist eine zuviel, da sollte auch niemand wegschauen, es sollte auch angezeigt werden, denn Schweigen kann Gewalt nicht beenden.

@ Sternenkind

Natürlich ist die zunehmende Gewalt auch eine Folge der Coronamaßnahmen, das ist übrigens nicht erst seit dem heutigen Artikel bekannt.

Die Corona-Maßnahmen können die Bewältigung schwieriger machen. Aber sie sind niemals die Ursache für Gewalt.
Das ist nur eine Ablenkung von jemandem, der die Maßnahmen aus anderen Gründen ablehnt und daher letztlich auch unaufrichtig.

@ CoronaWegMachen

Der Stress, der heut zu Tage viele Menschen am Arbeitsplatz erleben, wird auch während des LockDowns in die Familien getragen.

Aber eher weniger als ohne Lockdown. Nur privat wird es schwieriger.

10:44 Uhr von Sausevind

""09:54 Uhr von Nachfragerin
"Wer zuschlägt, macht das sicherlich nicht aus einer bewussten Entscheidung heraus, sondern weil er/sie es nicht gelernt hat, Konfliktsituationen ohne Gewalt zu lösen."
Diese Theorie ist für mich falsch.""
Weil sie es nicht verstehen!
Kinder die Gewalt, Zigaretten, Alkohol und auch übermäßiges Essen von Kindheit an erleben empfinden das als Normal, sie kennen es nicht Anders.
Sehe ich übergewichtige Kinder, weiß ich bei 80% der Eltern im Voraus wie sie Aussehen.
Die meisten Kinder die geschlagen wurden werden ihre Kinder auch schlagen.
Machen die Kinder es Anders haben sie dazugelernt,
sich weiterentwickelt.
Um diese Theorie zu verstehen muß man über seinen Tellerrand blicken können.

@Kristallin - Kontrollverlust

11:12 Uhr von Kristallin:
"Nein, 'mangelnder Stressabbau' ist nicht das Problem. Darunter leiden (fast) alle Menschen dann u wann, und erleben auch 'ungewollte Stressentladungen' ohne gleich Gewalt auszuüben!"
> Wenn sich der Stress ungewollt entlädt, ist er defintiv ein Problem.

"Oder kurz, nicht jede/r 'Hitzkopf' übt auch Gewalt aus."
> Das ist richtig. Hier geht es aber um diejenigen, die gewalttätig werden.
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Ich bleibe bei meiner Behauptung, dass die meisten Gewalttaten das Resultat einer emotionalen Überreaktion sind und nicht das einer rationalen Entscheidung. Man muss halt lernen, einen nahenden Kontrollverlust zu erkennen und diesen in gewaltfreie Bahnen zu lenken. Manch einer schafft das nicht ohne fremde Hilfe.

@harpdart - Die Politik schafft die Rahmenbedingungen

11:28 Uhr von harpdart:
"Im Artikel wurde darauf hingewiesen, dass es auch um Fälle sexueller Gewalt geht und auch um Kindesmisshandlung und Kindesmißbrauch. Will hier ernsthaft irgendjemand dafür 'die Regierung' verantwortlich machen?"
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Ein Lockdown lässt sich durch präventive Maßnahmen verhindern. Das ist die Aufgabe der Politik. Wenn diese Maßnahmen ausbleiben oder verspätet umgesetzt werden und deshalb ein Lockdown nötig wird, der wiederum zu einem Anstieg der Gewaltvorfälle führt, dann sehe ich darin eine Mitschuld der Politik.
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Ein Täter wird dadurch nicht unschuldig. Aber durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen lassen sich solche Gewalttaten sicherlich vermeiden. Auch das ist die Aufgabe der Politik.

@Sausevind - Evolution

10:44 Uhr von Sausevind:
"Es gibt Menschen, die Widerspruch nicht ertragen können, also selbstherrlich sind und zuschlagen, wenn ihnen jemand nicht gehorcht."
> Diese Menschen gibt es definitiv. Meiner Meinung nach sind das Menschen, die es nie gelernt haben, mit ihrer Wut anders umzugehen.

"Offenbar sprechen sie den Menschen den freien Willen ab und glauben, er sei seinen Trieben ausgeliefert."
> Wenn man von Emotionen gesteuert ist, funktioniert der freien Wille (im Sinne von rationalen Entscheidung) nur noch sehr eingeschränkt.

"Ich kann Ihrem naturalistischem Denken nicht folgen. Wo soll da eine Evolution liegen?"
> Ein gewalttätiger Steinzeitmensch war wahrscheinlich im Vorteil gegenüber einem, der seinen Willen nicht so konsequent durchsetzen konnte.

"Kaputtgehen tut man mit Sicherheit nicht, wenn man sich in der Gewalt hat."
> Wer Frust in sich hineinfrisst, wird sich oder anderen schaden.

@weingasi1 - Nebenwirkungen des ...downs

15:01 Uhr von weingasi1:
"Sport treiben, raus gehen, Radfahren und vieles mehr war IMMER möglich, wenn man es denn wollte. Manche WOLLTEN aber nun mal lieber Frau und Kind(er)verkloppen und hätten das auch ohne ....down getan."
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Ihre Annahme widerspricht der Tatsache, dass die Zahl der Gewaltvorfälle während des ...downs gestiegen ist.
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Der ...down sorgte für mehr Frust und nahm Möglichkeiten, diesen auf anderen Wegen wieder loszuwerden.

Abwägung von Übeln

@ Am 25. Dezember 2021 - 09:20 Uhr von Nelke785 an Nachfragerin

"Und obwohl ein Lockdown nicht nur mit mit all diesen Schwierigkeiten verbunden ist, ist er wieder im Gespräch."

Ich verstehe nicht genau, worauf Ihr Einwand hinausläuft. Er ist doch nicht im Gespräch "einfach so", sondern weil auf der anderen Seite ein noch sehr viel größeres Übel entgegensteht, von Wissenschaftlern plausibel begründet.

Zustimmung

@ Am 25. Dezember 2021 - 09:24 Uhr von frosthorn

"... und ich möchte hier auch nichts lesen von irgendeiner Regierung oder irgendwelchen Corona-Maßnahmen, die für solche Exzesse verantwortlich seien."

Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Niemand (!) ist genötigt, weder durch einen Lockdown oder anderes, seine Frau, die Kinder oder sonst wen zu verprügeln.

14:12 Uhr von Sisyphos3 12:07 Uhr von schiebaer45

Wie reagiert die Gesellschaft auf Gewalt, wie ist die Akzeptanz
wird sie honoriert oder abgelehnt
wie wird Gewalt in Medien dargestellt, angefangen in Filmen bis zu den Nachrichten
(Also Blut wurde in meiner Jugend in den Nachrichten nicht gezeigt)
#
Da haben Sie Recht, das kenne ich auch nicht aus meiner Jugendzeit.Da gab es solche Filme und Horror Video nicht was die jungen Leute heute so alles schon auf ihren Smartphone drauf laden können.

19:43 Uhr von schiebaer45

Da gab es solche Filme und Horror Video nicht was die jungen Leute heute so alles schon auf ihren Smartphone drauf laden können.
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ebenso gibt es Jugendliche, die filmen auch noch, wenn Schulkameraden am Boden liegend, noch getreten werden
Ein allgemeine Verrohung
in meiner Zeit war das eher unüblich
allerdings ein paar Jahre früher war das aus Erzählungen scheinbar nicht unüblich
offensichtlich ändert sich der "Zeitgeist" all paar Jahre
ebenso wie ich aus Erzählungen weiß, dass keine Hochzeit ohne Prügelei endete

15:44 Uhr von Kaneel

<< 14:27 Uhr von Sausevind
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Jetzt muss ich nachfragen. Wenn die Erkenntnisse der Empirische Sozialforschung darauf hinweisen, dass es in hohem Maße Zusammenhänge zwischen eigener Gewalterfahrung und Übernehmen von Gewalthandeln gibt, sagen Sie das sei falsch und dies sei eher die Ausnahme? <<
.

Was ich wohl meinte, ist dies:
Es gibt nicht DIE Empirische Sozialforschung, die insgesamt dasselbe als Ergebnis hat.

Aktuelle Studien kenne ich keine.
Aber alles, was ich persönlich davon weiß, spricht dem strikt entgegen.

17:56 Uhr von Rudolf238

<<10:44 Uhr von Sausevind
""09:54 Uhr von Nachfragerin
"Wer zuschlägt, macht das sicherlich nicht aus einer bewussten Entscheidung heraus, sondern weil er/sie es nicht gelernt hat, Konfliktsituationen ohne Gewalt zu lösen."
Diese Theorie ist für mich falsch.""
Weil sie es nicht verstehen!
Kinder die Gewalt, Zigaretten, Alkohol und auch übermäßiges Essen von Kindheit an erleben empfinden das als Normal, sie kennen es nicht Anders.
(...)
Um diese Theorie zu verstehen muß man über seinen Tellerrand blicken können.<<
.

Verstehen tue ich Ihre Theorie schon.
Nur erachte ich sie als falsch.
Vor allem in dieser Pauschalität, in der Sie dies aussagen.

Dafür kenne ich viel zu viele Beispiele, die das Gegenteil beweisen.

Das mit dem Tellerrand fällt auf Sie selber zurück.

@Kaneel, 15:44

Jetzt muss ich nachfragen. Wenn die Erkenntnisse der Empirische Sozialforschung darauf hinweisen, dass es in hohem Maße Zusammenhänge zwischen eigener Gewalterfahrung und Übernehmen von Gewalthandeln gibt, sagen Sie das sei falsch und dies sei eher die Ausnahme?

Ich habe mehrere Beiträge geschrieben, in denen ich meine persönlichen Erfahrungen geschildert habe. Das scheint Sie nicht zu beeindrucken, Sie schreiben wieder und wieder von der "empirischen Sozialforschung", derzufolge nun mal Menschen mit eigener Gewalterfahrung sehr wahrscheinlich später selbst zu Tätern werden.
Sie können sich doch bestimmt leicht vorstellen, dass meine eigenen "Sozialforschungen" genau zum gegenteiligen Ergebnis führen? Dass eigene Traumatisierungen dazu führen, Gewalt als Handlungsoption für sich selbst bedingungslos auszuschließen? Und mein Erleben und meine Erfahrungen andererseits auch zeigen, dass auch Menschen, die niemals selbst Opfer waren, zum Täter werden können ?

Am 25. Dezember 2021 - 11:27 Uhr von Sisyphos3

Zitat:
"...Niemand kann sich hier damit herausreden, provoziert worden zu sein, auch wenn gerade bei diesem Thema die Täter-Opfer-Umkehr äußerst beliebt ist..."

Ich bin selbst im Weißen Ring ehrenamtlich tätig und wir verstehen uns als Organisation für Opferhilfe.
Wir kämpfen seit dem Bestehen um mehr Rechte für die Opfer, denn in unserem Staat hat man in dieser Situation meist nur Nachteile und weniger Rechte als ein Straftäter. Näheres im StGB, StPO oder BGB.

11:13 Uhr von saschamaus75 @10:11 Uhr von Sternenkind

>> Endlich Wird über die Folgen dieser unsäglichen
>> Coronapolitik gesprochen.
.
Sie tun gerade so, als wenn das ein rein deutsches Problem wäre. -.-
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jedes Jahr wird dieses Thema aufgewärmt ...
üblicherweise in der Nachweihnachtszeit
und die Gründe für die Zustände der Beengtheit
dem daraus folgenden Streß in der Wohnung gesucht

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