Kommentare - Weißer Ring sieht Zunahme häuslicher Gewalt in Pandemie

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Auszeit und Bewegung

Ich habe nicht gezählt, wie oft die Kinder mich oder meinen Partner schon in den Wahnsinn getrieben haben. Mir hilft es in solchen Situationen am meisten, auf's Fahrrad zu steigen. Das schafft räumlichen Abstand und gibt mir die Möglichkeit, die aufgestaute Wut über die Bewegung abzubauen. Derart geerdet lassen sich die Probleme ruhiger angehen.

Ich denke, dass sich viele Gewalttaten verhindern ließen, wenn jeder bei aufkommender Wut einfach rausgehen würde. Im Notfall lässt sich auch ein Kissen verprügeln.

Aber das muss man auch erst einmal lernen...

Nachfragerin

Und obwohl ein Lockdown nicht nur mit mit all diesen Schwierigkeiten verbunden ist, ist er wieder im Gespräch.
Wohl den Kindern, deren Eltern in Konfliktsituationen handlungsfähig bleiben.

einfach nur entsetzlich

und ich möchte hier auch nichts lesen von irgendeiner Regierung oder irgendwelchen Corona-Maßnahmen, die für solche Exzesse verantwortlich seien. Menschen, die ihren Partnern, ihren Familien, ihren Kindern Gewalt antun, sind einfach erbärmlich klein, charakterlos und verabscheuungswürdig. Niemand kann sich hier damit herausreden, provoziert worden zu sein, auch wenn gerade bei diesem Thema die Täter-Opfer-Umkehr äußerst beliebt ist.
Unverständlich ist mir allerdungs nicht nur das Verhalten der Prügler, sondern auch das der Gewaltopfer, die solche Beziehungen fortsetzen und tatsächlich auf eine Veränderung hoffen.

Sie verwechseln wohl was @09:01 Uhr von Nachfragerin

>>>Ich denke, dass sich viele Gewalttaten verhindern ließen, wenn jeder bei aufkommender Wut einfach rausgehen würde. Im Notfall lässt sich auch ein Kissen verprügeln.>>>

Ich denke Sie verwechseln da was! Ich halte was Sie schildern, für völlig "normale" Alltagssituationen von Familien mit Kindern, also ist das was Sie und Ihr Gatte tun, einfach nur völlig natürlich und gut so.

Aber Gewalttäter (und Täterinnen) wollen sich gar nicht "beruhigen" oder ein Kissen "anstatt" vermöbeln, sie wollen ihre Partner/Innen definitiv bestrafen!

Keine Ausreden @09:20 Uhr von Nelke785

>>>Und obwohl ein Lockdown nicht nur mit mit all diesen Schwierigkeiten verbunden ist, ist er wieder im Gespräch.>>>

Bitte nicht Lockdown oder sonstige "Umstände" als "Ausrede" für Gewalt nutzen! Es gibt keine Ausrede warum anderen Menschen Gewalt angetan wird!
Außer Notwehr oder Kriegssituationen, beides liegt aber bei Gewalt in Partnerschaften nicht vor.

Re frosthorn

und ich möchte hier auch nichts lesen von irgendeiner Regierung oder irgendwelchen Corona-Maßnahmen, die für solche Exzesse verantwortlich seien...eine Regierung die Menschen monatelang in kleinen Wohnungen einsperrt hat damit nichts zu tun? Das glauben sie?

deutlich mehr Opfer

und diese werden oft alleine gelassen, während Täter jede Hilfe bekommen, auch wenn sie diese gar nicht wollen.
Muss man nicht verstehen.

Irgend etwas scheint in…

Irgend etwas scheint in unsrer Gesellschaft nicht mehr zu stimmen. Wenn ich es nicht mal mehr ein paar Wochen mit meiner Familie aushalten ohne gewalttätig zu werden , muss ich mich doch fragen was das soll. Meine Frau ist jetzt seid fast 2 Jahren im Home Office und ich hab oft Kurzarbeit, geändert hat sich für uns nicht viel. Außer das wir jetzt mehr Zeit haben was gemeinsam zu unternehmen, wie zusammen kochen oder ausgedehnte Spaziergänge. Wenn die Nähe in Gewalt endet sollte man wirklich überlegen sich zu trennen.

Psychischer Mißbrauch @09:24 Uhr von frosthorn

>>>Unverständlich ist mir allerdungs nicht nur das Verhalten der Prügler, sondern auch das der Gewaltopfer, die solche Beziehungen fortsetzen und tatsächlich auf eine Veränderung hoffen.>>>

Sie können sich sicherlich denken, dass die Gewaltopfer auch parallel psychischer Gewalt bzw psychischen Mißbrauch ausgesetzt sind.
Somit schaffen es viele Gewalttäter (und Täterinnen) ihren Opfern immer wieder erforderlich einzureden, sie seien komplett selbst Schuld am Gewaltausbruch des Täters (der Täterin) psychisch komplett zersetzt, beginnt das Opfer die Schuldzuweisung als richtig anzusehen!

Dieser toxische Krieslauf kann sich über Jahrzehnte fortsetzen.

@Sternenkind, 9:31

eine Regierung die Menschen monatelang in kleinen Wohnungen einsperrt hat damit nichts zu tun? Das glauben sie?

Ja allerdings, das glaube ich. Oder anders ausgedrückt, wenn uns jemand erzählen würde "ich wollte meine Frau ja gar nicht misshandeln, aber eingesperrt in einer kleinen Wohnung ... da hatte ich doch gar keine andere Wahl!", dann könnte er mich nicht überzeugen. Sie etwa?

09:24 Uhr von frosthorn

"Unverständlich ist mir allerdungs nicht nur das Verhalten der Prügler, sondern auch das der Gewaltopfer, die solche Beziehungen fortsetzen und tatsächlich auf eine Veränderung hoffen."

Dieselbe Medaille - nur die andere Seite. Beide Seiten sind im Grunde verschiedene Auspraegungen von Schwaeche - das als erster Hinweis. Beide brauchen im Grunde "psychotherapeutische Koeper-Geist-Notfallmassnahmen". Leider waere schon in der Schulzeit ein Bewusstseinstraining noetig gewesen, wenn nicht sogar in der Kindheit, ist aber nicht Standard (dient nicht der industriellen Produktion).

Was Ihren Beitrag ausserdem angeht: Sie haben voellig Recht.

@Sternenkind

"eine Regierung die Menschen monatelang in kleinen Wohnungen einsperrt hat damit nichts zu tun?"
.
Niemand war hier eingesperrt! Nicht einen Tag.
.
Es gibt keine Ausrede für die Täter in diesen Fällen. Da stimme ich dem User @frosthorn in allem zu, was er geschrieben hat.

Lieber Frosthorn, im Grossen…

Lieber Frosthorn, im Grossen und Ganzen teile ich Ihre Meinung, beim Lesen des Artikels habe ich fortwaehrend gedacht, was fuer erbaermliche, feige Wuerstchen doch diese Personen sind, die sich nur gross fuehlen, indem sie ihre PartnerInnen durch Gewalt kleinmachen.
Alledngs glaube ich schon daran, dass Coronaeinschraenkungen wie Lockdown und Co. dazu gefuehrt haben, dass die Gewaltbereitschaft noch anstieg, wahrscheinlich wurde das Monster auch in vielen TaeterInnen durch die neue Enge "geweckt".
Ich finde es daher auch schlimm, dass diese Einschraenkungen ueberhaupt schon wieder diskutiert werden. Beim Kampf gegen Corona bin ich fuer Einhalten von AHA+L+ Impfen, aber ansonsten halte ich alle anderen Einschraenkungen fuer ueberzogen, ist kein Geheimnis hier..
Die meisten Kontakte werden nunmal im Dreieck Arbeit, Schule und Zuhause erzeugt, mit den Oeffis als Transportnetz. Bin froh, dass ich Single und kinderfrei bin.

@ Sternenkind

...eine Regierung die Menschen monatelang in kleinen Wohnungen einsperrt hat damit nichts zu tun? Das glauben sie?

Die Regierung tut, was notwendig ist und muss trotzdem unseren Frust aushalten. Das ist immer so und auf jeden Fall besser, als den Frust an Frau und Kindern auszulassen.

@frosthorn - Hilfe statt Verachtung

09:24 Uhr von frosthorn:
"Niemand kann sich hier damit herausreden, provoziert worden zu sein, auch wenn gerade bei diesem Thema die Täter-Opfer-Umkehr äußerst beliebt ist."
.
Wer zuschlägt, macht das sicherlich nicht aus einer bewussten Entscheidung heraus, sondern weil er/sie es nicht gelernt hat, Konfliktsituationen ohne Gewalt zu lösen. (Ein Blick in die Welt zeigt, wie verlockend die Gewalt ist.) So gesehen ist nicht nur der Geschlagene das Opfer, sondern auch derjenige, der zuschlägt.
.
Dass ein Gefühl "Wut" bei schlechter Selbstkontrolle in körperliche Aggression mündet, wird irgendeinen evolutionären Grund haben. Vielleicht muss das sogar so sein, damit wir nicht daran kaputtgehen.
.
Den Opfern der Gewalt wäre somit am meisten geholfen, wenn man den Tätern hilft, ihre Aggressionen in andere Bahnen zu lenken. Mit Verachtung wird man das nicht erreichen.

Kristallin

Die Erwachsenen Personen, die Gewalt ausgesetzt werden, haben es oft nicht gelernt, sich zur Wehr zu setzen und die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Ebenso kann es der „Täter“ oft nicht besser.
Kinder sind dem leider hilflos ausgesetzt. Ein Lockdown begünstigt diese Problematik. Das sind leider Tatsachen.

re 09:25 Kristallin: Resilienz

>>(re nachfragerin) Ich denke Sie verwechseln da was! Ich halte was Sie schildern, für völlig "normale" Alltagssituationen von Familien mit Kindern, also ist das was Sie und Ihr Gatte tun, einfach nur völlig natürlich und gut so.
Aber Gewalttäter (und Täterinnen) wollen sich gar nicht "beruhigen" oder ein Kissen "anstatt" vermöbeln, sie wollen ihre Partner/Innen definitiv bestrafen!<<

Sie haben hier wohl beide „Recht“.
Einerseits geht es -zumindest auch - um die gestern hier sehr gut beschriebene „Resilienz“ und damit um die Fähigkeit, „Stress“ immer auch als etwas Subjektives zu empfinden. Dann ergibt sich die innere Logik, diesen „Stress“ auch in bzw. mit sich selber „auszutragen“. Auch stösst man dann auch fast automatisch auf individuelle Strategien zur Verhinderung bzw. Bewältigung dieses „Disstresses“, der dann eigentlich schon zum „Eustress“ geworden ist.

Die Gewalt gegenüber Schwächeren ist damit allerdings wirklich noch nicht annähernd erfasst.

09:24 Uhr @ frosthorn einfach nur ...

Sie haben völlig Recht, es gibt diese Exzesse auch ohne Pandemie und Politik.
.

Selbst erlebt, da ist meist auch der enthemmende Alkohol im Spiel.

Frauenhäuser @ 09:52 Uhr von redfan96

>>>Alledngs glaube ich schon daran, dass Coronaeinschraenkungen wie Lockdown und Co. dazu gefuehrt haben, dass die Gewaltbereitschaft noch anstieg, wahrscheinlich wurde das Monster auch in vielen TaeterInnen durch die neue Enge "geweckt".>>>

Dann fragen Sie sich einfach warum Frauenhäuser seit ihrer Existenz stets rappelvoll mit geschundenen Frauen und Kindern waren und sind!

Schauen Sie zum Thema auch gerne die ARTE Reportage "Femizid". Sehr zu empfehlen, denn die Gewaltbereitschaft der Täter braucht keine Umstände von Außen, die Täter finden immer Gründe!

@frosthorn

Auch Sie können nicht abstreiten, dass die Coronapolitik solch Missstände befördern und begünstigen. Auch wenn Sie es nicht sehen wollen, die Fakten sprechen für sich.

09:54 Uhr von Nachfragerin

"Dass ein Gefühl "Wut" bei schlechter Selbstkontrolle in körperliche Aggression mündet, wird irgendeinen evolutionären Grund haben. Vielleicht muss das sogar so sein, damit wir nicht daran kaputtgehen."

Absolut nicht. Eine verlockender und dennoch grundfalsche Annahme. Kennen Sie das Gleichniss mit dem schwarzen und dem weissen Wolf? Man hat einen schwarzen und einen weissen Wolf in sich. Groesser wird der, den man fuettert.

@Kristallin & @das Ding

Diese Mechanismen sind mir bekannt. Es gibt SozialarbeiterInnen, die nichts anderes tun, als Frauen aufzusuchen, die aus dem Frauenhaus direkt wieder zu ihrem prügelnden Partner zurückgekehrt sind. Und die hören genau das: das Opfer gibt sich selbst die Schuld und glaubt - auch nach der zehnten Gewaltorgie - dass es durch noch mehr Anpassung und noch mehr Unterwerfung den Täter verändern könne.
Ich selbst stamme aus einer Familie, in der exzessive Gewalt gegen die Kinder und auch zwischen den Eltern Alltag war (allerdings waren beide Eltern suchtkrank). Und weiß, wie schwer, wenn nicht unmöglich es ist, aus solchen Verhältnissen zu entkommen - ja überhaupt entkommen zu wollen. Das mindert aber nicht die Schuld der Täter.
Mir ist auch klar, dass die meisten Täter früher selbst Opfer waren. Und dennoch: trotz meiner eigenen Geschichte hatte ich selbst niemals den Impuls, Gewalt auszuüben. Scheint also zu gehen.

Verstehen kann ich

das nicht, ich selber bin über 50 Jahre verheiratet, hatten immer kleine Wohnungen, das selbst Kind Nummer 1 mit im Schlafzimmer schlafen musste, mehr Platz war nicht.
Es gab auch schwierige Zeiten in dieser langen Zeit, aber Gewalt gab es nie, also ist mein Verständnis gleich Null.

All die Gründe wie Wohnung und vielleicht kein Geld oder anderes, sind Gründe die vorgeschoben werden, wenn so etwas passiert, ist die Familie oder Partnerschaft auch so nicht in Takt.

Laut Freund G beim nachfragen haben wir die Zahlen.
" In absoluten Zahlen und Anteile an allen Familienhaushalten in Prozent, 2019. Im Jahr 2019 gab es in Deutschland 11,6 Millionen Familien – bei 8,2 Millionen lebte mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt. Gut die Hälfte aller Familien waren Ein-Kind-Familien (51,2 Prozent).23.03.2021 "

Partnerschaften sind da nicht mit aufgeführt, die Zahlen nur mal um das in ein Verhältnis zu setzen.
Manche Menschen sind eben nicht kompatibel, und neigen zur Gewalt.

Endlich

Wird über die Folgen dieser unsäglichen Coronapolitik gesprochen. Häusliche Gewalt, massenhaft psychische Erkrankungen etc. etc.

Wie viele @09:54 Uhr von Nachfragerin

>>>Den Opfern der Gewalt wäre somit am meisten geholfen, wenn man den Tätern hilft, ihre Aggressionen in andere Bahnen zu lenken. >>>

Wie viele Täter (u Täterinnen) begeben sich freiwillig in eine entsprechende Therapie?

re sternenkind: Schuld und Verantwortung

Dieses Thema ist deshalb so wertvoll, weil hier natürlich alles mit allem zu tun hat. Stress entsteht immer in persönlichen UND gesellschaftlichem Kontext und tatsächlich hat gerade eine „Regierung“ einen gewaltigen Einfluss auf unsere Stressempfindungen. Das macht ja Politik so spannend. Weil jeder von uns für unsere Gesellschaft verantwortlich ist.

Das muss aber jeder für sich sehr klar trennen von der - nur scheinbar entlastenden - Zuweisung von „Schuld“. Wer z.B. meint, die Regierung wäre „schuld“ an häuslicher Gewalt, der weist jede Verantwortung für sich selber zurück. Und damit auch jede Möglichkeit, einen gesunden und ausgeglichenen Umgang mit seiner eigenen Verantwortung - sich selbst und seiner Gesellschaft gegenüber - umzugehen.

09:35 Uhr von heribix

"Irgend etwas scheint in unsrer Gesellschaft nicht mehr zu stimmen. Wenn ich es nicht mal mehr ein paar Wochen mit meiner Familie aushalten ohne gewalttätig zu werden , muss ich mich doch fragen was das soll."

,.,.,

Wieso schreiben Sie "nicht mehr" zu stimmen?
Wann war es Ihrer Beobachtung nach denn besser?
.

Nach meiner Beobachtung wurden in meiner Schulzeit die Kinder in den Familien viel grundsätzlicher geprügelt als heute - sie kriegten andauernd Ohrfeigen -, auch in den Schulen wurden sie von den Lehrern noch geschlagen.
.

Irgendwann wurde das dann verboten.

Was Frauen betrifft, habe ich allerdings kein Beobachtungsmaterial.
.

Darum wäre es für mich interessant zu wissen, welche Daten SIE haben für die gesellschaftliche Veränderung bezüglich Schlagen von Frauen.
Und wann diese Veränderung eingesetzt hat, nach Ihrer Kenntnis.

Streit kommt doch

in jeder Familie mal vor.Auch bei uns sind schon einmal Tassen geflogen. Das war meine Frau und ich bin dann aus dem Haus gegangen und eine Weile draußen rumgelaufen. Am Abend war dann wieder Friede.

@Kristallin - gewaltfreie Strafen

09:25 Uhr von Kristallin:
"Ich denke Sie verwechseln da was! [...] Gewalttäter (und Täterinnen) wollen sich gar nicht 'beruhigen' oder ein Kissen 'anstatt' vermöbeln, sie wollen ihre Partner/Innen definitiv bestrafen!"
.
Früher war es üblich, Kinder zur Strafe über's Knie zu legen. Das war keine Notwendigkeit, sondern eine Gewohnheit. Meiner Meinung nach verhält es sich mit den heutigen Gewalttätern genauso - sie sind einfach unfähig, ihre Probleme anders zu lösen. Viele werden es auch noch gar nicht versucht haben.
.
Täter, die versuchen, über Gewalt gegen andere ihr Selbstwertgefühl aufzuwerten, dürften in der Minderheit sein.

Häusliche Gewalt

Zunächst möchte ich betonen, dass ich körperliche Gewalt grundsätzlich ablehne.
Vielleicht aber sollte sich so manche(r) hinterfragen, wie es mit psychischer Gewalt aussieht, der das "Gegenüber" nicht gewachsen ist und dann evtl. physische Gewalt zeitigt.
Letztere ist klar erkennbar, während die andere ihr Unwesen meist im Verborgenen treibt.

@sternenkind, 09:32

Niemand war „eingesperrt“. Die Corona Schutzmaßnahmen waren in Deutschland vergleichsweise moderat, vielleicht zu moderat. Sie sollten in diesen Tagen bitte auch einmal an diejenigen denken, die auf den Intensivstationen um das Leben ihrer Mitmenschen kämpfen. Besinnliche Festtage. Bleiben Sie gesund!

nur Symptom

Die Ursache liegt an den gewalttätigen Partnern und nicht an Corona oder den damit verbundenen Lockdowns.
.
Irgendwann später wäre die Gewalttätigkeit wahrscheinlich eh in Erscheinung getreten. Einziger Trost der bleibt, man erkennt das wahre Gesicht des Partners früher und kann entsprechende Konsequenzen ziehen.

09:35 Uhr von heribix

"Irgend etwas scheint in unsrer Gesellschaft nicht mehr zu stimmen."

Nicht mehr? Noch nie...

Unsere Gesellschaft aechtet solch elementare Formen der Gewalt, das ist immerhin ein Fortschritt. Aber das ist an die Organisation der Gesellschaft gebunden. Veraendert sich diese schlagartig, durch Krisen, dann bricht diese Gewalt wieder hervor. Sie wurde ja nur zaghaft "behandelt" denn die meisten nehmen sie gottgegeben hin und kennen nur den Weg der Gegengewalt, sei es in sanftester Form mit Gesetzen als Handlungsanweisung und oberflaechlicher Erziehung ("Dudu, das macht man nicht!"), oder eben allen Arten von Strafen und Strafandrohungen. Auch die 10 Gebote sind nur Handlungsanweisen, gut gemeint - aber sowas bewirkt kein wirkliches Veraendern, das auch in Krisen stabil bleibt. Da muss man schon haerter an sich arbeiten.

09:54 Uhr von Nachfragerin

"Wer zuschlägt, macht das sicherlich nicht aus einer bewussten Entscheidung heraus, sondern weil er/sie es nicht gelernt hat, Konfliktsituationen ohne Gewalt zu lösen."

,.,.,

Diese Theorie ist für mich falsch.
Es gibt Menschen, die Widerspruch nicht ertragen können, also selbstherrlich sind und zuschlagen, wenn ihnen jemand nicht gehorcht.

xxx

"So gesehen ist nicht nur der Geschlagene das Opfer, sondern auch derjenige, der zuschlägt."
.

Offenbar sprechen sie den Menschen den freien Willen ab und glauben, er sei seinen Trieben ausgeliefert.

Das teile ich nicht.

xxx

"Dass ein Gefühl "Wut" bei schlechter Selbstkontrolle in körperliche Aggression mündet, wird irgendeinen evolutionären Grund haben. Vielleicht muss das sogar so sein, damit wir nicht daran kaputtgehen"
.

Ich kann Ihrem naturalistischem Denken nicht folgen.
Wo soll da eine Evolution liegen?
Kaputtgehen tut man mit Sicherheit nicht, wenn man sich in der Gewalt hat.
.
Und nicht jede menschl. Regung ist Evolution.

Ja auch Alkohol/Drogen @10:01 Uhr von Leipzigerin59

>>>Selbst erlebt, da ist meist auch der enthemmende Alkohol im Spiel.>>>

Ebenfalls selbst erlebt und ja Sie haben recht, Alkohol oder genereller Drogenmissbrauch "grätscht" sehr oft mit hinein.

Ist aber auch ebenso oft nicht beteiligt, dies erfahren Sie auch in Opfergesprächen, ja diverse Täter (u Täterinnen) haben einen Drogenkonsum.
Aber eben Viele auch nicht.

Ich bin ehrenamtlich schon lange in einem Frauenhaus tätig (zur Erklärung)

- 09:25 Uhr von Kristallin@09:01 Uhr von Nachfragerin

>>>Ich denke, dass sich viele Gewalttaten verhindern ließen, wenn jeder bei aufkommender Wut einfach rausgehen würde. Im Notfall lässt sich auch ein Kissen verprügeln.>>>

Ich denke Sie verwechseln da was! Ich halte was Sie schildern, für völlig "normale" Alltagssituationen von Familien mit Kindern, also ist das was Sie und Ihr Gatte tun, einfach nur völlig natürlich und gut so.
---------------

ich denke sie verwechseln da was !

Nachfragerin hat ne persönliche Streßabbaustrategie entwickelt

andere - um die es hier geht - haben das nicht
und das scheint das Problem zu sein

09:35 Uhr von heribix

Irgend etwas scheint in unsrer Gesellschaft nicht mehr zu stimmen.
unabhängig davon

ich würde das so extrem nicht darstellen (im Gegenteil,)
Gewalt ist ne Sache die bei Menschen unterschiedlich vorhanden ist und ausgelebt wird
Gewalt seinem PartnerIn war in früheren Jahrzehnten noch Gang und Gebe
und wohl auch nicht als was ungewöhnliches Empfunden
und wenn ich meine Schulzeit betrachte .... oh je, da gab es bei jeder Gelegenheit vom Lehrer ne Ohrfeige

@sternenkind, 10:11

Die OECD hat erst jüngst die Corona Politik der Regierung gelobt. Kein Land der Welt wusste mit der Pandemie so richtig umzugehen. Aber ich bin froh und dankbar, dass die Politik gehandelt und unser Land vor Schlimmerem bewahrt hat. Das Problem waren und sind diejenigen, die uns einzureden versuchen, Corona sei nur eine harmlose Grippe und die Impfungen schädlich.

LockDown nötigt die Menschen in kleinen familiären Gruppen ...

... länger als sonst gewohnt zusammen zu leben.
Das ist eine Form des Zusammenlebens, die wir verlernt haben, und auch verlernt haben damit umzugehen. Im Übrigen hat es solche kurzzeitigen Formen des Zusammenlebens zu letzt in der Eiszeit gegeben.
Der Stress, der heut zu Tage viele Menschen am Arbeitsplatz erleben, wird auch während des LockDowns in die Familien getragen. Ein Abbau des Stresses (Stresshormone) entfällt in aller Regel, es sei denn die Menschen gehen raus, und joggen oder machen andere gleichwertige Stress abbauende Dinge draussen an der frischen Luft.
Deswegen:
Weg mit LockDown for ever
Und dann verringert sich auch wieder die Gewalt an Frauen in den Familien.

10:06 Uhr von frosthorn

"Und dennoch: trotz meiner eigenen Geschichte hatte ich selbst niemals den Impuls, Gewalt auszuüben.

Scheint also zu gehen."

Das kann man durchaus als "frohe Botschaft" auffassen. Nun, der eine hats seit der Geburt, der andere muss es lernen. Es ist aber eben lernbar. Es gibt halt nur zuwenig "Unterricht". Das ist hoechst tragisch.

@ 09:42 Uhr von Kristallin und @ 10:31 Uhr von pemiku

Psychische häusliche Gewalt

Danke für Ihre Worte, und wenn sie dann noch männlich sind und sich ordentlich artikulieren können, dann nimmt sie noch nicht jemand für voll und läßt sich auf ein Gespräch über ihre Leiden ein. Ich versuche seit fast zehn Jahren aus diesem Kreislauf auszubrechen, scheitere leider aber immer wieder an mir selbst und dritten, die mein Hilfeersuchen einfach nicht ernst nehmen, meist nur belächeln und Floskeln wie reis dich mal zusammen oder stell dich nicht so an zum Besten geben.

Trotzdem, ein Frohes Fest an alle,
Gruß Curieux.

Für Gewalt gibt es weder…

Für Gewalt gibt es weder Rechtfertigung noch Entschuldigung, geschweige denn Gründe. Allerdings wird man dem Problem häuslicher Gewalt auch nicht mit bloßen moralischen Vorwürfen gerecht. Opfer müssen geschützt und unterstützt werden, aber auch Täter brauchen durchaus Hilfe und Unterstützung, um aus ihren Gewaltspiralen, erlernten Mustern und inadäquaten Verhaltensweisen herauszufinden. Insofern ist die Arbeit mit Tätern auch eine Arbeit zum Schutz der Opfer. Und das ist kein Zuckerschlecken, weder für die Täter noch für deren professionelle Therapeuten und Anti-Gewalt-Trainer.
Übrigens dürfte in diesen Tagen das Zusammentreffen von Corona und die für viele meist überfordernde Weihnachtsstimmungs-Erwartung die Zahlen sog. häuslicher Gewalt auch eher ansteigen lassen.

Nachtrag zu Curieux um ca. 11:01

Psychische häusliche Gewalt, ich setze mich weder mit selbiger, noch mit körperlicher Gewalt zu Wehr. Ich versuche zu verstehen und zu klären, nur dem Entziehen fühle ich mich nicht in der Lage.

Nein @10:46 Uhr von Sisyphos3

>>>Nachfragerin hat ne persönliche Streßabbaustrategie entwickelt
andere - um die es hier geht - haben das nicht
und das scheint das Problem zu sein>>>

Nein, "mangelnder Stressabbau" ist nicht das Problem. Darunter leiden (fast) alle Menschen dann u wann, und erleben auch "ungewollte Stressentladungen" ohne gleich Gewalt auszuüben!

Oder kurz, nicht jede/r "Hitzkopf" übt auch Gewalt aus.

@10:11 Uhr von Sternenkind

>> Endlich Wird über die Folgen dieser unsäglichen
>> Coronapolitik gesprochen.
.
Sie tun gerade so, als wenn das ein rein deutsches Problem wäre. -.-

Hilfe bei häuslicher Gewalt scheitert an der Dunkelziffer

dieses Kriminalvergehens.So erreicht die mögliche Hilfe oft nicht ihr Ziel. Betroffen sind Personen, die als Verwandte/Verpartnerte eigentlich eng verbunden sein sollten, aber der Lebensstress oder auch Veranlagung/Erkrankung entlädt sich in der häuslichen Gewalt. Warum gibt es eine so hohe Dunkelziffer? Weil die Fälle oft nicht von den Opfern gemeldet werden. Dafür gibt es einen Grund. Dieses Tabuthema und seine Behandlungsmöglichkeiten wird z.B. in den Schulen nicht erklärt. Man sagt, in der Schule lernen wir fürs Leben. Warum wird die Erklärung dieser häufigen Problemlage (mit seinen lösungmöglichkeiten) bei der Vermittlung des notwendigen Lebensbewältigungswissens ausgeklammert?

@ Sternenkind

.
Wie so häufig machen Sie es sich zu einfach.

Natürlich ist die zunehmende Gewalt auch eine Folge der Coronamaßnahmen, das ist übrigens nicht erst seit dem heutigen Artikel bekannt.
.
Und ja, das mag eine Ursache für dieses Phänomen sein, aber es kann doch beim besten Willen als logische Folgerung oder gar Entschuldigung betrachtet werden.

Ganz und gar daneben aber ist Ihr Zeigen auf die Regierung, von der Sie sich "eingesperrt" fühlen . Da können Sie gern noch an Ihrer Formulierung feilen.

11:12 Uhr von Kristallin

Nein, "mangelnder Stressabbau" ist nicht das Problem. Darunter leiden (fast) alle Menschen dann u wann, und erleben auch "ungewollte Stressentladungen" ohne gleich Gewalt auszuüben!

Oder kurz, nicht jede/r "Hitzkopf" übt auch Gewalt aus
------

meine Rede

es gibt Menschen die können ihren Streß abbauen
haben ne Strategie entwickelt
andere eben nicht
und 09:01 Uhr von Nachfragerin hat ihr (individuelles) Konzept gebracht

@Sisyphos3 + Nachfragerin + Kristallin

"ich denke sie verwechseln da was !

Nachfragerin hat ne persönliche Streßabbaustrategie entwickelt"
.
Ja, die aber nur dann funktioniert, wenn "die Gegenseite" dies akzeptiert.
Ich jedenfalls habe das schon anders erfahren (müssen).
Nicht dass ich rausgegangen wäre, um zu verhindern, dass ich gewalttätig werde. Das ist mir nie passiert und das wird nicht passieren. Einfach um den Streit nicht weiter eskalieren zu lassen.
Nur, wie schon gesagt, wenn "der oder die andere" dann vollkommen ausrastet und durchdreht, was dann?

09:24 Uhr von frosthorn

Menschen, die ihren Partnern, ihren Familien, ihren Kindern Gewalt antun, sind einfach erbärmlich klein, charakterlos und verabscheuungswürdig. Niemand kann sich hier damit herausreden, provoziert worden zu sein, auch wenn gerade bei diesem Thema die Täter-Opfer-Umkehr äußerst beliebt ist.
---------------

das mag ja durchaus sein
aber auch diese Menschen sind Teil unserer Gesellschaft
wie Einbrecher, Vergewaltiger, notorische Faulpelze, und noch Schlimmere
mit denen unsere Gesellschaft zurecht kommen muß
Wo die übrigen ein Konzept entwickeln müssen

und Zitat : >>Thema die Täter-Opfer-Umkehr äußerst beliebt ist.<<
das Argument "schlechte Kindheit" ist doch auch äußerst beliebt

10:44 Uhr von Sausevind

Ich kann Ihrem naturalistischem Denken nicht folgen.
Wo soll da eine Evolution liegen?
Kaputtgehen tut man mit Sicherheit nicht, wenn man sich in der Gewalt hat.


Die Kriminalpsychologin Lydia Benecke drückte es in einem Interview zum Thema Gewaltdelikte / Gewaltprävention sinngemäß einmal so aus:

«Ausüben von Gewalt als Konfliktlösung wird vererbt, wobei das Erbe erst nach der Geburt beginnt. Für Kinder sind die Eltern beim Erlernen von Sozialverhalten immer die ersten Vorbilder. Wer als Kind mit gegeben bekommt, dass Gewalt eine natürliche Konfliktlösungsstrategie zu sein scheint, nimmt das häufig auch in sein eigenes Verhalten als Erwachsener auf.»

Die beste Art von Gewaltprävention sei Schutz von Kindern in deren häuslichem Umfeld, was mehr prägt als bspw. Prügel durch Lehrer, wie das in früherer Zeit oft der Fall war. Nur für besonders starke Persönlichkeiten könne das eine Lernerfahrung sein, gerade in solch ein Verhalten als Erwachsene nicht zu verfallen.

Kinder

Im Artikel wurde darauf hingewiesen, dass es auch um Fälle sexueller Gewalt geht und auch um Kindesmisshandlung und Kindesmißbrauch.
Will hier ernsthaft irgendjemand dafür "die Regierung" verantwortlich machen?

Liebe Curieux @11:09 Uhr von Curieux

>>>Psychische häusliche Gewalt, ich setze mich weder mit selbiger, noch mit körperlicher Gewalt zu Wehr. Ich versuche zu verstehen und zu klären, nur dem Entziehen fühle ich mich nicht in der Lage.>>>

Helfen kann ich Ihnen nicht, Ihnen jedoch den Tipp geben, näher über "Opfer von narzisstischen Mißbrauch" nachzulesen! Ich denke, da finden Sie Ihre persönliche Problematik entsprechend erklärt und auch Hilfe, wenn Sie diese möchten!

Von Herzen viel Kraft für Sie!

11:15 Uhr von sikgrueblerxyz

Dieses Tabuthema und seine Behandlungsmöglichkeiten wird z.B. in den Schulen nicht erklärt.
-----------------

für was soll denn die Schule noch herhalten ?

@ das Ding, um 11:02

.
Sie sprechen in Ihrem Kommentar - beinahe unauffällig - ein aus meiner Sicht sehr diskussionswürdiges Defizit an:
.
"Es gibt halt zu wenig "Unterricht"
.
Da sieht man in den diversen Fernsehprogrammen Talkshows, Quiz ohne Ende, Kochshows, Haudrauf-Filme, Krimis am laufenden Band und, und...
.
Aber nicht eine einzige Sendung, die genau dieses Thema der Gewaltvermeidung zum Inhalt hätte.
.
Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass sich damit sogar eine Serie produzieren ließe, die alles andere als verbissen-belehrend, sondern sogar recht amüsant und kurzweilig sein könnte.
Und auch für manch jemanden hilfreich bei der Stressbewältigung.

Stress @11:21 Uhr von Sisyphos3

Mangelnder Stressabbau ist kein Grund für Gewalt. Nur eins seiner vielen Symptome....

Leider haben Sie das immer noch nicht verstehen wollen.

Des Pudels Kern

Zitat: "Dieser Zuwachs sei aber keine deutliche Aufhellung des Dunkelfelds, dieses habe sich vielmehr wegen der beengten Wohnverhältnisse und "des ständigen Aufeinandersitzens in Lockdown-Phasen eher noch vergrößert."
.
Genau hier liegt m.E. des Pudels Kern. Das Phänomen ist in der Soziologie und Verhaltensforschung seit langem bekannt. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, daß bereits zu Beginn der Pandemie vor dem möglichen Anstieg häuslicher Gewalt gewarnt wurde.
.
Es ist Jahre her, da habe ich eine Doku gesehen, in der es um Aggression bei beengten Verhältnissen ging. Das Phänomen wurde mit Hilfe von Ratten, die ein dem Menschen sehr ähnliches Sozialverhalten haben, veranschaulicht. In einem Käfig, in der die Tiere Platz genug und Rückzugsmöglichkeiten hatten, war alles friedlich. Sobald sie in einem kleineren Käfig ohne Rückzugsmöglichkeiten untergebracht waren, stieg die Aggression schlagartig an.
.
Das ist keine Entschuldigung, sondern eine Erklärung.

@Sisyphos3, 11:35 re @skigrueblerxyz

Dieses Tabuthema und seine Behandlungsmöglichkeiten wird z.B. in den Schulen nicht erklärt.
-----------------
für was soll denn die Schule noch herhalten ?

Ja wer bitte soll das denn sonst leisten? Würden Sie erwarten, dass die misshandelten Kinder ausgerechnet von ihren Eltern über den besten Umgang mit Gewaltsituationen aufgeklärt werden?

@ Kristallin um 11:34

Danke dafür, müßte jedoch Liebe-r Curieux heißen.

Handelt sich scheinbar um Narzismus/Borderline, man hat mir auch schon gesagt wohl eher Histrionik, was es auch nicht leichter macht, da sie sich vor dritten so herzzerreißend darstellen kann. Aber ich versuch es weiter, irgendwo muß doch jedes Hamsterrad seinen Ausgang haben.

Danke und Gruß.

@ um 11:02 und 11:09 von Curieux

"Ich versuche seit fast zehn Jahren aus diesem Kreislauf auszubrechen, scheitere leider aber immer wieder an mir selbst und dritten, die mein Hilfeersuchen einfach nicht ernst nehmen, meist nur belächeln und Floskeln wie reis dich mal zusammen oder stell dich nicht so an zum Besten geben."
"Psychische häusliche Gewalt, ich setze mich weder mit selbiger, noch mit körperlicher Gewalt zu Wehr. Ich versuche zu verstehen und zu klären, nur dem Entziehen fühle ich mich nicht in der Lage.
-------------------------
Psychische Überlastung kann u.U. zu Herzneurosen verbunden mit Panikattacken führen.
Vielleicht sollten Sie doch einmal professionelle Hilfe in Betracht ziehen.

Menschliche Urinstinkte

(Totstellen, Flucht, Kampf) treten häufig in bedrohlichen oder bedrängenden Situationen zutage. Gelingt es, diese Instinkte zu unterdrücken oder über ein Ventil abzulassen, gestaltet sich das Zusammenleben reibungsarm. Wenn es scheitert, fragt man sich nach der Ursache.
Meiner Meinung nach ist eine mögliche Ursache, dass Menschen sich oft unüberlegt und aus den falschen Gründen einen Partner, ein Kind - oder auch ein Haustier - anschaffen. Man möchte nicht allein sein und sucht sich einen Partner nach rein oberflächlichen Aspekten aus. Wenn man aber mit sich selbst nicht zurecht kommt, glaube ich kaum, dass man in der Lage ist Verantwortung für einen Partner, ein Kind oder ein Haustier zu übernehmen.

11:37 Uhr von harry_up

"Sie sprechen in Ihrem Kommentar - beinahe unauffällig - ein aus meiner Sicht sehr diskussionswürdiges Defizit an"

Ja. Ein Unterricht, vorallem an Lehrer gebunden ist. Natuerlich nicht den Schullehrer. Ein ganz klein wenig war allerdings der Religionsunterricht mal zielfuehrend. Das war ein gruener Pazifist, Kriegsdienstverweigerer, Friedensbewegung, ein alter Hippie. Der hatte den Spirit. Prediger brauchen wir nicht. Aber auch der rueckte nicht mit des Pudels Kern raus. Also Butter bei de Fische: Buddhistische Meditation; konzeptuell, niemand muss deswegen gleich ins Kloster.

zum Thema "Stressbewältigung">

Das wird zu sehr gehypt. Stressbedingungem dagegen abschaffen waere auch mal ein Gedanke. Mehr Freizeit, bessere Loehne...

Bißchen Aufklärung

Mit Opfern von häuslicher Gewalt habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Sehr vielen weiblichen Opfern und auch in geringer Anzahl männlicher Opfer. Alles nur erwachsene Personen. Überscheneidend lassen sich bei diesen Personen immer psychische Schäden wie Depressionen, post-traumatisches Stresssyndrom (PTBS) und starke psychische Abhängigkeiten zu den Täter (u Täterinnen) feststellen!

Es gibt auch Gewalt/Gewalt Beziehungen.

@ harpdart 11:24 gute Diskussionsergänzung

//"ich denke sie verwechseln da was !
Nachfragerin hat ne persönliche Streßabbaustrategie entwickelt".
Ja, die aber nur dann funktioniert, wenn "die Gegenseite" dies akzeptiert.
Ich jedenfalls habe das schon anders erfahren (müssen).//
Sie beschreiben da eine weitere Dimension des Problems häusliche Gewalt. Manchmal finden Betroffene für sich eine Methode (Nachfragerin), wie sie rechtzeitig einen Gewaltausbruch verhindern können. Die Gründe für häusliche Gewalt sind vielfältig und oft ist der Betroffene nicht in der Lage, die Situation selbst zu erkennen/ zu entschärfen; die Betroffenen benötigen dann professionelle Hilfe ( leider auch eine durch Anwendungsscheu oft unterbliebene Hilfsmöglichkeit)

@ 11:55 Uhr von Rosemarie Hägele

"Man möchte nicht allein sein und sucht sich einen Partner nach rein oberflächlichen Aspekten aus. Wenn man aber mit sich selbst nicht zurecht kommt, glaube ich kaum, dass man in der Lage ist Verantwortung für einen Partner, ein Kind oder ein Haustier zu übernehmen."

Da ist was dran, erinnert mich an den Buchtitel "Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest".

11:35 Uhr von Sisyphos3 11:15 Uhr von sikgrueblerxyz

Dieses Tabuthema und seine Behandlungsmöglichkeiten wird z.B. in den Schulen nicht erklärt.
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für was soll denn die Schule noch herhalten ?
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Ich bin schon der Meinung das Stress abbauen schon ein Thema für die Schule ist. Ich beobachte es fast täglich,da ich in Nachbarschaft einer Schule wohne,wie überwiegend junge Männer mit einander umgehen um ihren Stress abzubauen. War es zu meiner jungen Zeit noch so das wir uns auch geprügelt haben,dann aber Schluss war wenn einer am Boden lag. Heute wird noch mit Füssen nach getreten. Daher meine ich das Stress ab ein wichtiges Thema ist.

Gewalt !

Die Pandemie mag sicher auch ein Treiber sein, der noch mehr Gewalt forciert. Nur denke ich, es gibt leider zu viele Menschen, die nie wirklich richtig gelernt haben, bei Konflikten so zu handeln, dass es eben nicht zur Gewalt, egal welcher Form, kommt.
Leider merken aber auch einige, die das erste Mal zugeschlagen haben, was sie für ein schreckliches Potential sie haben, um den eigenen Kleingeist groß werden zu lassen, und wollen dieses Gefühl immer wieder und bei vielen Gelegenheiten wahrnehmen, weil es ihnen eine enorme Macht verleiht, die sie fortan nicht mehr missen wollen.
Dies ist natürlich für eine intakte Beziehung das pure Gift, es zerstört Menschen, groß und klein, und wird sich in der nächsten Generation sehr wahrscheinlich fortsetzen, weil es gerade bei Kindern sich in die Seele einbrennt.
Diese Gewalttäter sind grundsätzlich zwar Menschen, aber sie müssten jeweils sehr hart bestraft werden, damit ihnen bewusst wird, was sie angerichtet haben.

@ Sternenkind

In meinem Kommentar von 11:16 Uhr hatte ich mich an Ihrer Formulierung gestoßen, die Regierung habe die Menschen quasi eingesperrt.
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Dazu stehe ich nach wie vor, doch will ich einräumen, dass die Schließung vieler Freizeitstätten zu eben diesem Gefühl des Eingesperrtseins (eher Ausgesperrtseins) und damit zu Frust geführt hat.
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Nur muss zwischen dem Frust und dessen Folgen eine höhere Hemmschwelle liegen, die sich bei einigen Menschen eher als flache Abtrittmatte darstellt.

Lieber @11:51 Uhr von Curieux

Entschuldigen Sie Bitte meine mangelnden Französischkenntnisse. Ich verstehe, dass Sie verstehen, mit welcher Art von psychischer Erkrankung und Persönlichkeitsstörungen Sie es zu tun haben. Jeder seriöse Rat kann an Sie daher nur lauten, Bitte begeben Sie sich in fachärztliche Hilfe, um sich helfen zu können.

Danke und weiterhin viel Kraft für Sie!

Die Ursache von psychischer…

Die Ursache von psychischer Überforderung bis hin zu Gewaltexzessen sehe ich auch in der Fülle von Informationen, oft auch sog. Fakenews, die täglich auf uns einströmen. Einige scheinen damit völlig überfordert zu sein. Sie übernehmen ungeprüft die Ideologien anderer, wonach alles in Deutschland schlecht sei. Tatsächlich klaffen die reale Welt und projizierte Missstimmung meist weit auseinander.

Re : Rosemarie Hägele !

Ganz so einfach ist es nicht. Natürlich sollte man sich und die Person gegenüber prüfen, bevor man eine Beziehung eingeht. Nur wenn die Hormone überlaufen, anscheinend in vollen Zügen geliebt wird, schaut das Gehirn nicht wirklich genau hin. Und grundsätzlich sollte doch jede Person nicht nur mit sich selbst achtsam und respektvoll umgehen, sondern dies auch immer bei den anderen genauso. Nur da hackt es oft, dass so manche Person den/ die "Nachbarn/in so achtet, respektiert und akzeptiert, wie diese Person ist. Gerade wenn die erste Verliebtheit verflogen ist, tauchen schon die ersten Macken auf, an denen man sich stört, die einem auf den Keks gehen, und dann leider bei vielen nicht wirklich Konflikt- fähigen Menschen Gewalt auslösen, weil sie in kritischen Szenen nicht wissen oder wissen wollen, wie gehe ich damit um. Wenn das Gefühl von Macht dazu kommt, wird die Spirale der Gewalt immer größer und schlimmer, weil so manche dies als Befriedigung wahrnehmen. Echt schaurig !

11:35 Uhr von Sisyphos3

Dieses Tabuthema und seine Behandlungsmöglichkeiten wird z.B. in den Schulen nicht erklärt.
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für was soll denn die Schule noch herhalten ?


«Herhalten» soll die Schule für gar nichts, aber Schule soll Schule für das Leben sein, nachdem Schulkinder dann keine Schulkinder mehr sind.
Der Staat hat für die Gesellschaft festzulegen, welches die Lerninhalte in der Schule zu sein haben. In diesem Sinn sind auch die Lehrer auszubilden. Es geht gar nicht anders.

An Schulen wird vieles gelehrt, was irgendwie in einem «Bildungskanon» festgeschrieben ist, was aber nicht bildet für Leben nach der Schulzeit. Eintrichtern von Wissen ist ohne Sinn, wenn man Schülern nicht vermittelt, wozu das zu Lernende nützlich sein soll.

U.a. Medienkompetenz, Umgang mit Finanzen, Konfliktlösung sind sehr wichtig, sind aber Waisenkinder im Schulunterricht. Und das ist gar nicht gut so. Was könnte an Schule besser sein, als Lehre fürs Leben, statt wieder mehr Deutsche Gedichte.

09:31 Uhr von Sternenkind

>>>...eine Regierung die Menschen monatelang in kleinen Wohnungen einsperrt hat damit nichts zu tun? Das glauben sie?<<<

Zum einen: "eingesperrt" war hier in Deutschland niemand. Allenfalls war das so, wenn man sich an die Quarantäneauflagen gehalten hat. Das war in südlichen Ländern (Italien, Spanien, Griechenland usw.) schon deutlich anders.
Frage: glauben Sie, dass Misshandler ausschließlich in kleinen Wohnungen leben? Dann sollten Sie sich informieren. Denn die gibt es in allen sozialen Schichten. Das überhaupt nichts mit Bildung zu tun. Und wieso gehen Sie davon aus, dass es für diese Art von Machtausübung Corona braucht? Solche Menschen finden immer einen Grund zum Zuschlagen, sei es nur der "falsche" Blick des Gegenüber.
Es gibt übrigens auch genug Frauen die misshandeln.

Gewalt !

Dies ist natürlich schlimm, und sollte so nie passieren. Aber es wird immer "Prügler" geben, weil auch zu viele Menschen es nicht wirklich sehen wollen.
Aber ich denke, die Politik könnte deutlich mehr für die Opfer tun, bzw. müsste mehr tun. Es fehlt an Beratungsstellen, an Frauenhäusern, und auch an Stellen, wo sich Täter "behandeln" lassen können. Und ich finde die Strafen oft als zu gering, wie auch viele Täter es nie einsehen wollen, was sie angerichtet haben.
Für vieles ist Geld vorhanden, nur da wo es wirklich wichtig und mehr als sinnvoll wäre, wird geknausert und um jeden Euro gefeilscht. Es fehlt an Personal, das gut ausgebildet, sich um Opfer kümmern kann, die auch sich um die verletzten Kinderseelen kümmern, was viele der Täter nicht sehen können und wollen. Oft reicht das "kleine Gehirn" dieser Täter nicht über den eigenen Tellerrand, weil sie zu egoistisch, rechthaberisch, unsensibel, und die Umwelt nur aus ihren Augen sehen können und wollen !

12:22 Uhr von Traumfahrer

>>Natürlich sollte man sich und die Person gegenüber prüfen, bevor man eine Beziehung eingeht. Nur wenn die Hormone überlaufen, anscheinend in vollen Zügen geliebt wird, schaut das Gehirn nicht wirklich genau hin.<<
Ja, das ist ein Problem. Oder wie es so schön heißt: Liebe macht blind. Daher wäre es vielleicht ratsam, zunächst nur auf Probe zusammen zu wohnen und sich weiterhin eine Rückzugsmöglichkeit in Form einer zweiten Bleibe zu bewahren, bis die Blindheit nachgelassen hat.

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