Kommentare - Energiesparen: EU will Sanierungspflicht für einige Gebäude

15. Dezember 2021 - 18:48 Uhr

Brüssel ist es sehr ernst mit dem Klimaschutz: Das zeigt sich in neuen Vorschlägen der EU-Kommission. Sie will eine Sanierungspflicht für bestimmte Gebäude und eine Reform des Gasmarktes. Von Holger Beckmann.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

EU will Sanierungspflicht

Wer Pflichten aufgibt wird sicher auch die Kosten dafür übernehmen.

Viel Bürger können jetzt schon Ihre persönliche Wohnung nicht mehr finazieren. Besondes für Arbeitnehmer wird es fast unmöglich Eigentun zu erwerben und damit selbstbestimmtes leben wird dadurch verhindert.

Aber reiche liefern sich Wettrenn mit Raketen in den Weltraum und zur ISS und kaufen sich mit Öko und Greendeals frei. Furchtbar diese Politik die das zuläßt aber Arbeitnehmer durch Steuern und Gebüren zum laufen oder aufs fahrrad zwingt.

>> … Im Mittelpunkt der…

>> … Im Mittelpunkt der Kommissionspläne steht deshalb eine Sanierungspflicht für nicht ausreichend wärmegedämmten Gebäude. … <<

Ich frage mich, wie die EU das EU-weit regeln will - das müsste doch in jedem Land entsprechend seinen klimatischen Bedingungen angepasst werden: also z. B. in SWE anders als in GRE oder ITA.
Wenn da hohe Kosten auf Vermieter zukommen, weil sie verpflichtet werden, Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, wird’s teurer für die Mieter werden; das dürfte klar sein, dass die Kosten auf die Miete umgelegt werden.
Außerdem: bzgl. Wärmedämmung weiß man doch auch, was da alles für Probleme entstehen können; bei Neubauten wird sowieso schon drauf geschaut, dass energetisch vernünftig gebaut wird; im Bestand zu sanieren ist ungleich unkalkulierbarer (z. B. wenn nicht nur die Fassade gedämmt wird, sondern auch gleich die Fenster mit auszutauschen sind). Und dann das Problem mit den Schadstoffen im Bestand … die Kosten laufen da aus dem Ruder!

Prinzipiell gute Idee

nur, waren die Herren aus Brüssel schon einmal in Spanien, in Italien, Portugal, Bulgarien, Ungarn, Polen usw?
Wenn die Eigentümer dort gezwungen werden, ihre Häuser so zu sanieren, wie die EU es vorschreiben möchte, die Eigentümer es sich aber nicht leisten können, was soll dann passieren? Sollen die Eigentümer enteignet werden, aus ihren Häusern geworfen werden? Dann gibt es in der EU schlagartig 100 Millionen Obdachlose. Ist das das Ziel der EU-Behörde? Dürfen dann die reichen Westländer diese alten Immobilien kaufen - wäre ein toller Schachzug.
Fazit: Völlig unausgegorene Ideen von Menschen, die im goldenen Käfig leben und vom Leben, von den Sorgen und Nöten der Menschen in der EU keine Ahnung haben.

Herr Timmermanns kennt seine…

Herr Timmermanns kennt seine eigenen Vorschläge nicht. Diese besagen ganz klar Nuzungsuntersagung, wenn die Standards nicht erfüllt sind. Das sind in Deutschland faktisch etwa 3 Millionen Gebäude, deren Neubau 1.200 Mrd. € kostet, weil eine Sanierung in der Regel nicht in Betracht kommt. De facto eine Enteignung durch die Hintertür vor allem von Kleinvermietern in strukturschwachen Regionen und Eigentümer/Selbstnutzer älterer Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen

Geht's auch konkreter?

Sorry, was ist das denn für ein Artikel? Können die Kriterien aus dem Vorschlag vielleicht mal etwas konkreter benannt werden? Sollen meine Eltern jetzt um ihr holzbeheiztes Haus mit doppeltverglasten Fenstern 40 cm Dämmplastik herumpacken und dreifachverglaste Fenster einbauen, zwangsweise? Oder ist das ok, was die haben? Denn es gibt in Europa noch massenhaft einfach verglaste Fenster in Altbauten, in denen man trotz Heizung im Winter friert wie ein Schneider...

Eine Idee

die sicher gut gemeint ist, aber nur eins macht, die Mieten in die Höhe treibt, die Einsparungen beim Heizen, decken die Mieterhöhungen nicht.
Nebeneffekt bei schlecht gemachten, Wasserprobleme, und auf Grund der Mieten, müssen in Städten noch mehr um und ausziehen.
Nicht alle Länder wie wir in Deutschland müssen so viel heizen, gibt einige mit sehr schönem Klima, leider kann man sich nicht immer aussuchen wo man gerne wohnen würde.

Tolle Idee

die Sanierung von Gebäuden zu forcieren.
Was ist aber mit den Hausbesitzern, die es sich nicht leisten können viel Geld, das sie nicht haben zu investieren?
Enteignung?
Wunderbar wie hier die Erokraten einen neuen Markt für Immobilienhaie schaffen, ganz im Sinne der kleinen Wähler.

Sanierungspflicht

Mal wieder behaupten Politiker alles fürs Klima zu tun.
Wir heizen mit Strom und haben deshalb eine Photovoltaikanlage auf unserem Dach montiert. Leider dürfen wir nur 70 % davon nützen. Den Rest müssen wir extern einkaufen!?!?
Auf Anfragen haben wir keine Antworten erhalten.
Es bestätigt mal wieder wie verlogen und scheinheilig Politiker sind. Leider.

Unfasbar. bei Uns stehen 3…

Unfasbar. bei Uns stehen 3 denkmalgeschützte Häuser mitten am MArktplatz seit 10 Jahren oder länger ungenutzt rum. Angeblich könne man den Besitzer zu nichts zwingen.
Dabei gibt die HBO so einiges her, vom Baugebot, bis zur enteignung. ich würde die enteignung präferieren, da man nur den Marktwert ersetzen muß. der ist bei Ruinen nicht so besonders hoch. Und jetzt kommt so ein rasch gestrickter Vorschlag, der Millarden Häuser in Windeseile zu Müll deklarieren wird?
Und diesen "Müll" werden dann einige großlonzerne billigst kaufen, bei der Sanierung vor allem sich selbst finanziell sanieren und das Gebäude dann zum 10fachen Wert wieder vermieten.
Es geht wiklich zu, wie auf der Animal Farm

Das ist doch völlig lebensfremd

Fachwerkhäuser kann man nicht gut dämmen, die gehen leicht kaputt. Innendämmung geht, ist aber teuer.
Alte Immobilien ab 1890 wird man auch nicht gut dämmen können. Hier in Salzgitter besteht noch ein riesiger Wohnungsbestand aus dem Siedlungsbau der Nazi-Zeit.
Da kann man überhaupt nicht marktgerecht dämmen, weil viele eh zu marode sind. Stehen unter Denkmalschutz.
Das Problem für Eigenheimbesitzer ist der Zangenangriff aus der Politik.
In Deutschland soll dank der Ampel Gas und Heizöl als Brennstoff auslaufen und von der EU kommt die Pflicht möglichst viel zu dämmen.
Sorry, das ist für die meisten Hauseigentümer nicht finanzierbar.
Das abstrakte Argument, man spare ja Geld ist lebensfremd, denn man muss diese energetische Sanierung bezahlen können.
Ich schätze, die Vorstellungen der Politik sind reine Kopfgeburten orientierungsloser Weltverbesserer.
Einen gemauerten Altbaukeller mit seiner strukturellen Fundamentfeuchtigkeit zu dämmen, wäre fatal wegen der Schimmelgefahr.

Wegen des ganzen…

Wegen des ganzen bürokratischen Mists stehen 100 von 170 Quadratmetern meines Hauses mit Einliegerwohnung seit vielen Jahren leer, obwohl hier (Industriedorf mit vielen Arbeitsplätzen) junge Familien händeringend nach Wohnraum suchen. Und es ist nicht schlecht isoliert, natürlich Isolierfenster, moderne Gasheizung usw., hat als Doppelhaushälfte auch geringe Heizkosten. Die letzte Miete war unter 5 Euro pro Quadratmeter mit Balkon und Gartennutzung.
Aber ich darf den Putz, der nach 40 Jahren nicht mehr gut ist, nicht erneuern lassen, da muss Styropor und praktisch eine neue Fassade hin. Das Dach kann nicht grundrepariert werden, es ist zwar gut mit Steinwolle usw. isoliert, müsste dann aber 20cm höher neu gebaut werden (für mich ca. vier Jahresrenten, und Hypothek für Kleinrentner ist nicht, wie auch zurückzahlen). Ich kenne viele Menschen in meiner Altersklasse, die schon heute ihre als Altersvorsorge gedachte Immobilie leer stehen lassen müssen.
Frdl. Gruß, Zuschauer49

Stichwort Kosten

Der Sanierungsbedarf an Deutschlands Schulen beträgt ohne diese Pläne schon in der Summe einen Betrag von weit über 30 Milliarden Euro.
Wie sollen die Kommunen denn jetzt noch die Umstellung bei der Heizung (Ampel) und bei der Dämmung (EU) finanzieren?

Das habe ich schon nicht verstanden

Ich habe damals 1973 schon die Ölkrise mit erlebt.
Damals habe ich schon nicht verstanden, wie man Heizöl zum heizen der Häuser verwenden kann.
Das war eigentlich bei diesen Themen schon immer meine Frage, gibt es dafür keine anderen Lösungen ?

.

Es geht nicht „nur“ ums Energiesparen, sondern vor allem darum,

Kosten zu vermeiden. Und zwar in jeder Hinsicht.

„Im Mittelpunkt der Kommissionspläne steht deshalb eine Sanierungspflicht für nicht ausreichend wärmegedämmten Gebäude.
>> Denn solche Immobilien verursachten allein ein Drittel der Treibhausgasemissionen in der EU <<

Das ist schon eine „Hausnummer“. Genauso wie bei diesen Aspekten:

„Das sei auch mit Blick auf die derzeit hohen Energiepreise zentral, sagte Timmermanns:
>> "Millionen Menschen in Europa können ihre Energierechnungen nicht mehr bezahlen - oft leben sie in alten Gebäuden mit hohem Energieverbrauch.
>> Haushalte mit niedrigem Einkommen leiden unter den derzeitigen Preisen ganz besonders.
>> Ein Gebäude mit schlechter Wärmedämmung braucht bis zu zehnmal so viel Wärme wie ein gut isoliertes Haus."

Manchmal fragt man

sich, wo leben diese Leute eigentlich?
.
Ich habe mein Elternhaus vor der Vermietung nach damaligen Standard (1989) isolieren lassen - reicht heute nicht mehr.
.
Für mein Wohnhaus (in der Zeit von 1913 bis 1920 gebaut) habe ich vor etwa 10 Jahren eine Dämmung prüfen lassen. Ergebnis ca. 200.000 € Kosten, Verkehrswert ca. 150.000 €.
.
Ein Gr0ßteil meiner privaten Altersversorung wird für die Heizungsanpassung draufgehen. Wo soll ich als Rentner so nebenbei einige 100.000 € hernehmen?

Die benötigte Menge an Wasserstoff

wird man aber nur aus der Erdgasspaltung zu Ruß und Wasserstoff mittels regenerativer Energie hinbekommen, der Vorgang ist CO2- neutral. Und wenn der Wasserstoffspeicher leer ist muss mit Erdgas weiter geheizt werden. Um das Erdgss kommt man nicht herum, die Wasserelektrolyse benötigt 5 mal mehr Energie als die Erdgasspaltung.

@Naturfreund 064

Zu dem was Sie schon damals nicht verstanden hatten gab es damals noch nukleare Fernwärme mittels Thoriumhochtemperaturreaktor als Alternativkonzept.

„Hausnummer?

von Nettie@

Dann bleibt für viele nur noch "keine Hausnummer" bzw. Brücke links dritter Schlafplatz.

Das beste wird dann für Vermieter sein die Heizungen rauszureißen und "Kalt" zu vermieten. Er persönlich hat dann Energieklasse A+++++++++++
Immer wieder hört man ja das menschen mit dem Holzkohl Grill im Wohnzimmer überelbet haben, wenn mann genug lüftet.

Gibt es in der EU eine Pflicht Trinkwasser und Heizungen einzubauen?

20:53 Uhr von Naturfreund 064

Das habe ich schon nicht verstanden
Ich habe damals 1973 schon die Ölkrise mit erlebt.
Damals habe ich schon nicht verstanden, wie man Heizöl zum heizen der Häuser verwenden kann.
---------------

dann erzählen sie mal, was an einer Ölheizung schlecht ist
(zugegeben ich habe Gas)
beziehungsweise was sie favorisieren täten
Strom vielleicht ?

Wird die Überwachung der…

Wird die Überwachung der Umsetzung der entsprechenden Gebäude überall vorgenommen und überprüft, oder werden die entsprechenden EU-Stellen nur in Deutschland die Umsetzung überprüfen und in bekannter Manier gleich wieder wegen geringster Versäumnisse vor die entsprechenden Gerichte ziehen, um wieder entsprechende Milliarden hohe Strafzahlungen aus uns heraus zu pressen?
Eigentlich kann ich diese Frage als rhetorisch ablegen, weil ich die Antwort eh schon kenne.

Die Kommentarfunktion wird bald geschlossen

Sehr geehrte User,

wir werden die Kommentarfunktion um 21:58 Uhr schließen. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare noch zu Ende.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Wo kommt der grüne Wasserstoff her ?

Es ist durchaus nicht trivial genügend Wasserstoff kostengünstig bereitzustellen.

Zu der energetischen Sanierung von Gebäuden fällt mir sofort mein Apartment in den Südstaaten der USA ein, wo ich an der Uni war:

Wärmedämmung? Unter der Eingangstür war eine Ritze von 2 cm.. es gab keine Heizkörper..,dafür eine Klimaanlage die man auch auf „warm“ schalten konnte. Aber wozu ? Dort schneite es gefühlt nur alle 10 Jahre.,,

In Deutschland bin ich dafür, Neubauten entsprechend auszustatten. Die energetische Sanierung von Altbauten halte ich für problematisch. Wie kann dabei die Ausbreitung von Schimmel vermieden werden ?

@21:07 Uhr von Hirschauer

//Manchmal fragt man
sich, wo leben diese Leute eigentlich?
.
Ich habe mein Elternhaus vor der Vermietung nach damaligen Standard (1989) isolieren lassen - reicht heute nicht mehr.
.
Für mein Wohnhaus (in der Zeit von 1913 bis 1920 gebaut) habe ich vor etwa 10 Jahren eine Dämmung prüfen lassen. Ergebnis ca. 200.000 € Kosten, Verkehrswert ca. 150.000 €.
.
Ein Gr0ßteil meiner privaten Altersversorung wird für die Heizungsanpassung draufgehen. Wo soll ich als Rentner so nebenbei einige 100.000 € hernehmen?//

Was Sie beschreiben, ist letztlich auch eine Form von Enteignung. Für Mieter und Vermieter gleichermaßen eine Katastrophe.
Und: Wer kauft ein altes Haus, in das auch noch so viel investiert werden muss?

@werner1955

Bei dieser Heizmethode braucht man unbedingt einen ,,Hopcalit" Filter.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert.

Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen.

Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: