Kommentare - Lauterbach zu Omikron: 2G erst nach dem Boostern?

09. Dezember 2021 - 10:10 Uhr

Mehrere Studien zeigen inzwischen, dass Impfstoffe schlechter gegen Omikron wirken könnten - zumindest ohne Auffrischungsimpfung. Gesundheitsminister Lauterbach rät deswegen eindringlich zum Boostern.

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Kommentare

2Gplus

gilt ja hier in der Gastronomie. Also lockdown durch die Hintertür. Der Staat braucht keine Entschädigung zahlen, man kann ja öffnen. Das spart erstmal Geld. Da aber bei 2Gplus so gut wie keiner mehr kommt, gehen einige pleite. Das gibt Insolvenzen und Arbeitslose, kosten auf Dauer mehr. Wieso geht man nicht hin, und macht z.B. in MV direkt einen lockdown für Hotels und Gastronomie ? Das wäre ehrlicher. Selbst der Weihnachtsmarkt hat hier wegen 2Gplus wieder dichtgemacht.

@ Dany39 14:09

Das was die Politik veranstaltet, ist auch das größte Dilemma. Durch die Versprechungen und zum Teil blinden überhasteten Aktionismus hat das Vertrauen gelitten.

14:07 Uhr von Parsec Zu viele Informationen verwirren

Ich sehe das etwas anders, aber es wurden zweifellos gewaltige Fehler gemacht in Sachen "Information" der Bevölkerung.
Man hätte von vornherein Motivationsforscher einbinden sollen, Psychologen und, von mir aus, auch Werbefachleute. Dann hätte man gewußt, daß man NIE ein Produkt" (man verzeihe mir die Formulierung im Zusammenhang mit einem Impfstoff) zusammen mit etwas Negativem nennen darf. Unbewußt bleibt immer die Assoziation und das "nicht" wird unterdrückt- es bleibt ein Unbehagen. Kein Brausehersteller käme auf die Idee, Kritiker zu widerlegen, die behaupten, das Getränk sei ungesund. Ein Werbefachmann, der zum Produkt hinzufügt "schadet wenig"- wissenschaftlich erwiesen, wäre sofort gefeuert.
Angst und Besorgnis, Inzidenzen...- ständig im Zusammenhang mit der Impfung genannt, schreckten ängstliche Menschen besonders ab- leider vor der Impfung.
Jetzt darf der selbe Fehler nicht wiederholt werden bei dem angekündigten "Totimpfstoff"- auch der ist sehr gut.

Ein Chaos

Lauterbach sagt, 2G gilt nur noch mit Booster. Ab wann? Welche Zeit nach der zweiten Impfung? Das ist doch einfach nur Blech...

Sahin sagt, man soll sich schnell boostern lassen.

Nur mal als Beispiel - ich habe eine Mail an unser Impfzentrum geschrieben, ob jetzt 5 oder 6 Monate angesagt sind, weil es da widersprüchliche Angaben gibt und sowieso keine Termine. Die Antwort war:

"Laut Herstellerangaben und der Empfehlung der STIKO soll eine Auffrischungsimpfung erst ab 6 Monaten erfolgen. Im Rahmen der ärztlichen Therapiefreiheit können unsere Impfärzte aber auch schon nach eigenem Ermessen ab 5 Monaten eine Impfung durchführen. Wir weisen Sie aber noch einmal darauf hin, dass ein Arzt auch entscheiden kann, dass eine Impfung nach fünf Monaten noch NICHT notwendig ist."

Da ist man richtig schlauer und weiß genau, was gilt. Vielleicht sollten Sahin und Lauterbach mal den Alltag kennenlernen.

Was Herr Lauterbach wirklich rät

Es ist eine vollständige Grundimmunisierung durch 3 Impfungen.Sollte Omikron jedoch dominant und gefährlich werden reicht das für einen zuverlässigen Schutz auch nicht mehr aus.Dazu braucht es einen an die Variante angepassten Booster in Form von Impfung Nr.4.Die ist diesen Winter mit Sicherheit nicht mehr verfügbar bzw. würde der Booster auch zu nah an der abgeschlossenen Grundimmunisierung liegen.Herbst 2022 wäre dann sinnvoll.Bis dahin brauchen wir andere wirksame Maßnahmen gegen das Virus.Und zwar ab sofort.

@pemiku

"Bin mal gespannt, ob wenigstens das, angesichts der erneuten Impfstoff-Knappheit, die aber auch die sich stark vermehrenden "Umdenker" mit zu verantworten haben, klappt" Am 09. Dezember 2021 - 10:28 Uhr von pemiku

*

Erstens:
Wie kommen Sie darauf, dass Sie zum Nachimpfen mehr Recht hätten, als jemand auf seine Erstimpfung?
Ich finde, es sollte nach den Prioritätslisten gehen. Die Risikogruppen sind bekannt.

Zweitens:
Wenn Sie schon wussten, dass Sie die Impfung unbedingt brauchen, warum haben Sie nicht alle Impftermine rechtzeitig so geplant, um für den Winter frisch geimpft zu sein? Es wurde öfter gesagt, dass im Herbst und Winter die Infektionszahlen steigen.

>>Mit großer…

>>Mit großer Wahrscheinlichkeit milderten zwei Impfungen die Krankheit aber bereits, und drei Impfungen schützten wahrscheinlich sehr gut gegen schwere Krankheitsverläufe.<<

Eine Studie, die mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen aufwartet, ist m. E. ungenau/nicht seriös.

>>Die zweite Säule umfasse eine allgemeine Impfpflicht. <<

Dadurch ändert sich nicht, die Freiheit wird dadurch nicht zurückgewonnen, siehe Omi Kron. Geimpfte können angesteckt und andere anstecken! Viren verschwinden auch bei Geschäftsschließungen nicht.

Vor kurzem hatte Herr Lauterbach eine Impfpflicht noch ausgeschlossen.
So schnell dreht der Mann seine Meinung.

>>(..)ob Geimpfte bei Omikron vor einem schweren Verlauf geschützt sind. "Sieht nicht gut aus für zweimal Geimpfte. Dritte Dosis erforderlich", (..)<<

Bin bei der nächsten Mutation auf die Reaktionen gespannt, wie viele Booster es zur Immunität benötigt. Zu Beginn waren es nur 2 Impfungen!

14:31 Uhr von dr.bashir

Israel "boostert" schon seit Anfang August nach vier bis fünf Monaten und hat, trotz einer niedrigeren Impfquote von 62,28% und ohne auch nur über eine Impfpflicht nachzudenken, auch nicht annähernd die Probleme auf den Intensivstationen wie wir.
Es gibt auch eine europäische Studie, aus Dänemark und Schweden, die dieses Vorgehen nahelegt.
Aber, eine solche Drittimpfung ist logisitisch schwer umsetzbar und wir sind wahrlich spät dran.
"Wäre, wäre... Fahrradkette"- würde Lothar Mathäus sagen. Hinterher ist man klüger.

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