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9/11 ist eines der

9/11 ist eines der prägendsten Daten der neueren Geschichte. Die 'Lehren' daraus sind vielfältig und längst nicht alle gezogen. Präsident Biden nennt mit dem gegenseitigen Respekt ein wesentliches Element. Aber auch die Erkenntnis, dass man gegen Terror keinen Krieg führen kann, gehört dazu, genau wie die Erkenntnis, dass man keine Weltreligion auf die Anklagebank setzen kann.
Am heutigen Tag steht aber ganz oben: die gemeinsame Trauer und das Gedenken.

Ich denke ungern an diesen

Ich denke ungern an diesen schrecklichen Tag zurück, aber die Bilder sind - ungeachtet meiner Befindlichkeiten - immer präsent.
Heute sind meine Gedanken aber bei den vielen - unschuldigen - Opfern, deren Angehörigen und den Rettern. Ganz besonders die Retter haben fast unmenschliches leisten müssen und sind teilweise schwer traumatisiert .
Ich wünsche allen weiter viel Kraft und alles Gute.

Der 11. September 2001 …

… ist einer dieser Tage, von dem viele Menschen heute noch wissen und nie vergessen werden, wo sie waren und was sie gerade machten, als die Nachrichten und Bilder kamen und das Ausmaß des unglaublichen, monströsen Geschehens immer deutlicher wurde.

Es wirkt bis heute nach und es sind viele tausend Opfer mehr geworden.

Ich kann es bis heute nicht fassen.

In Notlagen ist auf den Gemeinsinn von Bürgern genauso Verlass

wie auf ihre Kompetenz und ihr Verantwortungsbewusstsein

Wie die Meldung „Die Boots-Helden vom 11. September“ zeigt:
Der Kapitän: "Da waren Tausende von flüchtenden Menschen, die nicht wussten, wohin. Viele sprangen einfach ins Wasser. Andere wurden an die Reling gedrückt Alles schob von hinten. Sie konnten nirgends hin. Sie blickten aufs Wasser und hofften auf Rettung"
"Alle verfügbaren Boote!" Sie sollen kommen, um die Menschen von der Südspitze Manhattans zu retten. Da sind Hunderte schon auf eigene Faust im Einsatz: Fähren, Wassertaxis, Yachten, Fischerboote. Keiner koordiniert sie. Alle fahren auf Sicht und nach Verstand. "Keiner hat die Gefahr gescheut". (…) Wir wussten ja nicht, was noch kommen würde"

Die ehemalige Chefingenieurin des Löschschiffs:
"Es ist so unglaublich". "Da ist eine halbe Million Menschen in neun Stunden per Boot in Sicherheit gebracht worden - in einer völlig ungeplanten Aktion"

„Unglaublich“ ist das „autonome“ Handeln der Retter eigentlich nicht: Normal.

Biden ist ein Präsident, der

Biden ist ein Präsident, der die Menschen versöhnen und sie zusammenführen will. Gerade an einem Tag wie diesem wird deutlich, wie groß und gewinnbringend die Herausforderung ist. Die Tragödie von 09/11 hat sich fest im meine Erinnerung eingebrannt. Drei Wochen zuvor war ich noch in New York und stand oben auf dem WTC. Ich habe im Millenium Hilton Hotel, gleich gegenüber den Twin Towers gewohnt. Jeden Morgen sah ich sie. Als ich dann zuhause die Fernsehbilder und auch mein eingestürztes Hotelgebäude sah, erinnerte ich mich urplötzlich an die Menschen,die mir dort begegnet sind -an die Bediensteten im Fahrstuhl,im Restaurant hoch oben und an den unheimlichen Blick in die Tiefe, als ich auf dem Glasboden stand.Das kleine Video, das ich damals gedreht habe,habe ich mir nie angesehen. Die Hilflosigkeit und Verzweiflung der eingeschlossenen Menschen,der Mut und das Heldentum der Feuerwehrleute des FDNY und der vielen Helfer während/nach der Katastrophe sind mehr als nur ein Vermächtnis.

@SinnUndVerstand um 08:33

„9/11 ist eines der prägendsten Daten der neueren Geschichte.“
Ja! Ich weiß noch, wie ich im Büro saß, als die Flugzeuge in die Türme rasten und der Newsticker die Meldungen brachte; Horror! Angriff auf das Herzstück der USA. Auf dem Heimweg in der S-Bahn war eine eigenartige Stimmung, abends nur noch vor dem TV gesessen und die ganze dramatische Entwicklung weiterverfolgt; surreal, und doch real; mit Freunden telefoniert, alle völlig fassungslos und auch mit Befürchtungen eines aufkommenden Krieges.
„Die 'Lehren' daraus sind vielfältig…“ tja, welche sind dies? WARUM steuerten diese Attentäter die Flugzeuge in die Türme? Warum sah man Bilder aus dem arabischen Raum, wo Leute tatsächlich diese Tat feierten? Das muss einen Grund haben, und der hat wesentlich mit dem Verhalten der USA zu tun, wie sie versuchen, ihre Vormachtstellung zu zementieren („America First“ - immer noch!), meine ich.
„Am heutigen Tag steht aber ganz oben: die gemeinsame Trauer und das Gedenken.“
Definitiv ja!

Thomas D., 9:09

Zunächst ein kurzes "sorry" für den Thread vor ein paar Tagen, wo ich Ihnen fehlende Empathie vorgeworfen habe. Das steht mir natürlich nicht zu, und in der Tat bin ich über mich erschrocken, als Sie mir das gespiegelt haben.

Ja, auch ich weiß noch genau, wie dieser Tag bei mir war. Ich kam von der Arbeit, schaltete das Autoradio ein und hörte "... jetzt ist auch der andere Turm eingestürzt ...". Ich brauchte eine Weile, um mich zu orientieren. Unterwegs, als die Ereignisse zusammengefasst wurden, stellte ich mir die Passagiere in den Flugzeugen vor und musste mehrmals anhalten, so erdrückend war das alles.
Noch am gleichen Tag kamen die ersten VT's auf und ich gestehe, dass ich in Versuchung war, mich ihnen anzuschließen.

Das Land einen

Anders als sein Vorgänger setzt Präsident Biden darauf, das Land zu einen. Er schürt nicht Hass sondern sucht Gemeinsamkeiten.

@Adeo60 um 09:22

„Biden ist ein Präsident, der die Menschen versöhnen und sie zusammenführen will.“
Ich denke, schon nur alleine in den USA wird das für ihn eine Herkulesaufgabe, die er m. E. nicht wird meistern können; es gibt dort zu viele Rechtsradikale, die wird er nicht erreichen.
Weltweit wird er das nie und nimmer erreichen, denn wie soll das gelingen? Da müssten die Amerikaner ihren Anspruch auf Weltmacht Nr. 1, und die sagen wo’s langgeht, zurückschrauben - ist sehr unrealistisch! Schöne und versöhnliche Worte sind gut, aber Taten sind wichtiger!

Da hatten Sie persönlich ja doch großes Glück, 3 Wochen zuvor in NYC im WTC gewesen zu sein - 3 Wochen ist ja nix in der Zeitrechnung…
Was ich auch nicht vergessen kann: wie verzweifelt, muss man sein, oben aus so einem Hochhaus in den sicheren Tod zu springen; und die große Tragödie dabei: unten wurde auch der eine oder andere Helfer von den herabstürzenden Menschen erschlagen - man ist einfach fassungslos.

Am 11. September 2021 um 09:22 von Adeo60

Ich habe im Millenium Hilton Hotel, gleich gegenüber den Twin Towers gewohnt. Jeden Morgen sah ich sie. Als ich dann zuhause die Fernsehbilder und auch mein eingestürztes Hotelgebäude sah, erinnerte ich mich urplötzlich an die Menschen,die mir dort begegnet sind -an die Bediensteten im Fahrstuhl,im Restaurant hoch oben und an den unheimlichen Blick in die Tiefe, als ich auf dem Glasboden stand.Das kleine Video, das ich damals gedreht habe,habe ich mir nie angesehen.
__
Beim Lesen Ihres Beitrages habe ich eine Gänsehaut bekommen. Es sind immer irgendwie die kleinen Dinge, die einem dann in den Sinn kommen, wie Ihr Hinweis auf die Bediensteten im Lift u.a.
Es heisst ja immer, die Würde des Menschen sei unantastbar. Nun, die "Menschen", die diesen Horror inszeniert haben, sind in meinen Augen würdelos. Auch post mortem. Selbst wer die Bilder damals (wie ich) nur im TV sah, hat sie immer wieder vor Augen, sobald das Thema zur Sprache kommt. Beispielloses Entsetzen !

jeder hat so seine Erinnerungen an den Tag/Ereignis

die er nicht vergisst

Ich war mit meiner Familie auf dem Weg nach Norwegen
als die Meldung im Radio kam.
Sagte noch zu meiner Frau
"Wie kann man über so was Witze machen",
weil ich das ganze für nen blöden Scherz gehalten habe.
An Bord der Fähre in Kiel stand ich dann,
wie dutzende andere, sprachlos vor dem Fernseher ....

@ Nettie

„Unglaublich“ ist das „autonome“ Handeln der Retter eigentlich nicht: Normal.

Es ist typisch für die Mentalität der Amerikaner, aber auch der Westeuropäer, dass jeder Katastrophenhelfer an seinem Platz Verantwortung übernimmt und anpackt.

An dem Tag

war ich zuhause und hatte zufällig den Fernseher an, als plötzlich das Programm unterbrochen wurde. Ich weiß noch ganz genau, wie fassungslos ich die Bilder verfolgt habe und es nicht glauben konnte. Das Gefühl ist bis heute geblieben. Es gibt kaum etwas, was ich so deutlich in jedem Detail vor Augen habe und sofort präsent ist, sobald jemand 9/11 erwähnt. Sowas vergisst man nie mehr.
Erst Jahre später konnte ich mir dazu Dokumentationen anschauen, aber die Beklemmungen sind immer noch gegenwärtig. Wie mag es erst den Menschen gehen, die vor Ort waren oder jemanden verloren haben?
Über die Folgen, die daraus entstanden sind, mag ich heute nicht denken. Meine Gedanken sind bei all jenen, die davon betroffen waren und es immer noch sind.

Gedenken

Joe Biden besucht heute alle drei Orte, an denen vor 20 Jahren unschuldige Amerikaner von Terroristen wahllos aus dem Leben gerissen wurden.

Dad war damals noch in

Dad war damals noch in Deutschland stationiert und ich ging dort auf die High School.
Mom und Dad wissen heute immer noch genau was sie damals taten als sie hoerten von World Trade Center. Ich weiss nur noch dass der Unterricht an High School abgebrochen wurde und alle wurden nach Hause gebracht. Da haben wir alles auf AFN und CNN verfolgt.
Die ganze Housing Area wurde streng bewacht nach 9-11. Es gab richtige roadblocks aus Beton, niemand konnte durch fahren, bewaffnete GIs ueberall. Daran erinnere ich mich noch wenn ich 9-11 hoere

09:09 von ich1961

«Ich denke ungern an diesen schrecklichen Tag zurück, aber die Bilder sind - ungeachtet meiner Befindlichkeiten - immer präsent.»

Es ist merkwürdig, wie genau man noch weiß, wie dieser 11.09.2001 war.

Ich war auf der Arbeit, als ein Arbeitskollege in unser Büro rein kam, er habe im Radio gehört, ein Flugzeug sei in New York in einen der Twin Towers rein geflogen. Ich hatte erst am 01.09. dort zu arbeiten begonnen.

Ich stand links neben meinem Schreibtisch, trug eine dunkelgrüne Outdoor-Hose und ein graues T-Shirt. Das Wetter in Köln war schön, ich war mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Viele sind wir dann in den Konferenzraum gegangen, haben das TV aktiviert, und das Grauen gesehen.
War schon kurz vor Feierabend.

Abends zuhause haben wir Lasagne gegessen, und Vanilleeis mit Kirschen zum Nachtisch. Was ich vor 2 Wochen aß, das müsste ich erst mal nachdenken.

Wie ein Böser Fluch hat 9/11 das erste Jahr nach der Null in 2000 das gerade beginnende Neue Jahrhundert geprägt.

Stilles Gedenken aller Opfer ...

islamistischen Terrors von und seit 9/11 wünsche ich.

Es herrscht merkwürdige Stille, wenn ich auf den Balkon trete, kaum ein Autogeräusch, keine Stimmen, nicht einmal Vogelgezwitscher.
Fast beklemmende Stille.

Ich empfehle den Kommentar
"https://www.tagesschau.de/kommentar/schluesse-911-jahrestag-101.html"

Da ist pauschal wieder vom Westen die Rede, doch warum nicht konkret, allen voran die USA, die NATO, die westeuropäischen Staaten incl. EU.

... bis hin zur Lüge Bidens zu den afghanischen Sicherheitskräften und der Regierung.
Es ist immer leicht, eigenes Versagen auf andere abzuwälzen statt selbstkritisch zu sein.

Letzteres sollte endlich den genannten einmal nahe gelegt, von diesen zu Herzen genommen werden, denn jedes Opfer ist eines zuviel, auch wenn es niemals 100%ige Sicherheit vor den Islamisten geben wird.

Wachsamkeit und stilles Gedenken.

09:58 von frosthorn

Thomas D., 9:09

Zunächst ein kurzes "sorry" für den Thread vor ein paar Tagen, wo ich Ihnen fehlende Empathie vorgeworfen habe. Das steht mir natürlich nicht zu, und in der Tat bin ich über mich erschrocken, als Sie mir das gespiegelt haben.

Kein Problem. Ich neige ja dazu, hin und wieder einen scharfen Ton anzuschlagen, da muss man auch mal Gegenwind ertragen. Ich schätze Ihre Beiträge sehr und war auch irgendwie erschrocken.

Ja, auch ich weiß noch genau, wie dieser Tag bei mir war. Ich kam von der Arbeit, schaltete das Autoradio ein und hörte "... jetzt ist auch der andere Turm eingestürzt ...". Ich brauchte eine Weile, um mich zu orientieren. Unterwegs, als die Ereignisse zusammengefasst wurden, stellte ich mir die Passagiere in den Flugzeugen vor und musste mehrmals anhalten, so erdrückend war das alles.

Ich saß ab dem Mittag nur noch vor dem Fernseher, RTL mit Peter Kloeppel … es war so unwirklich und doch so schmerzhaft real.

@09:44 von Wolf1905

"WARUM steuerten diese Attentäter die Flugzeuge in die Türme? Warum sah man Bilder aus dem arabischen Raum, wo Leute tatsächlich diese Tat feierten? Das muss einen Grund haben, und der hat wesentlich mit dem Verhalten der USA zu tun, wie sie versuchen, ihre Vormachtstellung zu zementieren („America First“ - immer noch!), meine ich.
„Am heutigen Tag steht aber ganz oben: die gemeinsame Trauer und das Gedenken.“
Definitiv ja!"

Man würde es wohl kaum wagen die Namen von Hunderttausenden unschuldigen Opfer zu verlesen, die in der direkten Folge dieses Ereignisses im "Krieg gegen den Terror" ihr Leben lassen mussten – zumal man sie sowieso nicht kennt.

@ um 08:33 von SinnUndVerstand

Ich bin gespannt ihre Lösung zu hören was man gegen Terrorismus macht.

Die wenigsten setzen eine ganze Weltreligion auf eine Anklagebank.
Wenn Terroristen allerdings im Namen einer Religion meinen Ungläubige Töten zu müssen, ist die Religion nicht das eigentliche Problem, sondern die Auslegung.
Wenn im Namen des Islams getötet wird, dann hat es indirekt trotzdem was mit der Religion zu tun.
Die Mehrheit der Muslime sind ganz genau so an Frieden interessierte wie die Mehrheit aller Menschen.

10:09 von Ken Jepson Da haben

10:09 von Ken Jepson

Da haben Sie wohl recht.
Ich habe mir gerade den Bericht zur Schiffsrettung durchgelesen ( wurde an das Flugzeug im Hudson erinnert ). Ich finde es sehr beeindruckend, wie das alles " gelaufen " ist - ohne große Abstimmung - alle fahren
" auf Sicht " und achten aufeinander. Eine halbe Million Menschen gerettet - unfassbar.
Den Rettern kann niemand genug danken.

@ 11. September 2021 um 09:44

@ 11. September 2021 um 09:44 von Wolf1905
@SinnUndVerstand um 08:33
„ Warum sah man Bilder aus dem arabischen Raum, wo Leute tatsächlich diese Tat feierten? Das muss einen Grund haben, und der hat wesentlich mit dem Verhalten der USA zu tun, wie sie versuchen, ihre Vormachtstellung zu zementieren („America First“ - immer noch!), meine ich.“

Wie bitte? Bei mir lösen die Bilder aus der arabischen Welt angesichts der Verzweiflung der Menschen die von den Türmen springen weiterhin fassungslosigkeit aus. Für mich hat das weniger mit irgendwelchen Vormachtstellungen , sondern mehr mit einer völlig anderen Kultur in dieser Region zu tun.
Dafür kann man Verständnis entwickeln, muss man aber nicht..

10:22 von schabernack Ja, es

10:22 von schabernack

Ja, es ist schon erstaunlich, woran man sich erinnert.
Mein Mann musste zur Arbeit und hat mich bei meiner abgesetzt. Er ist weiter gefahren und nach ca. 5 Minuten klingelte mein Telefon. Er fragte mich, ob ich den Fernseher an habe. Nein hatte ich nicht. Dann mach mal an, die haben gerade in den Nachrichten gesagt, da ist ein Flugzeug ins World Trade Center gerast. Na gut, dachte ich, wird wohl ein kleines gewesen sein. Mache den Fernseher an und genau in dem Moment ist der erste Turm zusammen gebrochen. Boah.
Dann kam eine Freundin ( Muslima ), ich habe sie gefragt ob sie schon Bilder gesehen hat. Hatte sie nicht, wir haben dann zusammen vor dem TV gestanden und geheult.
Mann Mann ist das lange her - könnte man denken - ist aber gefühlt eben nicht so.
Irgendwie als wäre es gestern gewesen.

@9:09

Ich hatte Radio Flora laufen als die Nachricht kam und hielt diese zunächst für einen redaktionellen "Science Fiction" Beitrag.
Nur die Uhrzeit nahe der vollen Stunde irritierte mich und ließ mich den Fernseher einschalten.

Requiem von G. Verdi ...

... ist eine sehr gute Wahl für Gedenken wie auch für Mut machen, nicht aufzugeben.

Ich mag dieses Stück sehr und kenne es u.a. aus einer Aufführung in der Frauenkirche.

Vielleicht wird es sogar live übertragen.

Schlimmste Anschläge der Geschichte

Es waren die schlimmsten Anschläge in der Geschichte der USA, sie erschütterten die Weltmacht schwer und der damalige Präsident Bush rief in der Folge den Krieg gegen den Terror aus.

Innere Sicherheit

Ich hatte damals einen kleinen Fernseher, dessen Senderwahlknopf nicht mehr da war und statt bei ,,Streit um Drei" im ZDF
hielt das übrig gebliebene manuelle Wahlsensorium bei einem amerikanischen Sender mit Blick auf einen brennenden Turm des WTC, zu dem in gebotener Sachlichkeit 2 Reporter sich unsicher gegenseitig die Verlegenheit zuwarfen, als da dieses Flugzeug kam und letzte Zweifel an der Realität eines Anschlags in Sekundenbruchteilen verflogen. Nie zuvor hatte es einen Massenmord gegeben, der live mit der distanzierten Weltneugier synchronisiert wurde und alles umwarf, was uns Leuten aus der Wohlstandswüste als ,,Innere Sicherheit" vertraut und gewohnt war. Das explodierende Kerosin, das zum Glück erstmal die logischen Folgevorstellungen angesichts der möglichen Menge an Menschen in diesen Wolkenkratzern aus meinem Kopf wegfegte, ist für immer eingebrannt, in des Wortes wahrsten Sinne.

Viele Menschen hat das zum Nachdenken gebracht über den Bestand ihrer Lebensziele.

9/11-Gedenken

Mein Beileid alle Opfern diesen bösartigen islamistischen Terrorangriff.

Besonders aber gilt mein Dank den tausenden von Rettungskräften die damals und heute Ihre leben für andere Menschen einsetzen.

Hoffen wir, das die demokratische Menschen auf der Welt diesen Kampf gegen diese Verbrecher niemals aufgeben.

09:58, frosthorn

>>Ja, auch ich weiß noch genau, wie dieser Tag bei mir war. Ich kam von der Arbeit, schaltete das Autoradio ein und hörte "... jetzt ist auch der andere Turm eingestürzt ...". Ich brauchte eine Weile, um mich zu orientieren. Unterwegs, als die Ereignisse zusammengefasst wurden, stellte ich mir die Passagiere in den Flugzeugen vor und musste mehrmals anhalten, so erdrückend war das alles.<<

Ich kam von einem Job nach Hause, in meine Wohngemeinschaft in Berlin. Es war früher Nachmittag, und meine Mitbewohner Lina und Dennis saßen mit schreckgeweiteten Augen im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Es dauerte eine Weile, bis mir klar war, daß das kein Horrorfilm war.

>>Noch am gleichen Tag kamen die ersten VT's auf und ich gestehe, dass ich in Versuchung war, mich ihnen anzuschließen.<<

Ich habe mich ihnen sogar eine Weile angeschlossen. Es gab damals ein Interview im „Tagesspiegel“ mit Andreas von Bülow, das ich sehr plausibel fand.

Ich habe dann sehr viel nachgedacht und gelesen.

@ schabernack

Ich war auf der Arbeit, als ein Arbeitskollege in unser Büro rein kam, er habe im Radio gehört, ein Flugzeug sei ...

Ich war vormittags in der Schule und habe nachmittags draußen mit Klassenkameraden Fußball gespielt, es war schönes Wetter. Später hörten wir die Nachrichten im Radio und abends im Fernsehen.

@ Leipziger59

... bis hin zur Lüge Bidens zu den afghanischen Sicherheitskräften

Biden hat nicht gelogen. Er hat dem Volk die Wahrheit gesagt.

@ Leipzigerin59

Stilles Gedenken aller Opfer islamistischen Terrors von und seit 9/11 wünsche ich.

Und ich wünsche mir ein stilles Gedenken aller Terroropfer, nicht nur der islamistischen.

@weingasi1, 10:07

Ich habe im Nachhinein - fast zwanghaft - sehr viele Dokumentationen, Filme und Bilder über die Ereignisse zu 09/11 in mich aufgesogen, um das Ganze - auch unter dem persönlichen Eindruck -verarbeiten zu können. Am berührendsten fand ich die Menschen in den oberen Stockwerken, die weiße Tücher aus den Fenstern schwenkten und sich in ihrer Verzweiflung in die Tiefe stürzten. Sie wollten diesen letzten Moment der freien Entscheidung für sich in Anspruch nehmen. Auch die Feuerwehrleute haben mich tief beeindruckt. Mühsam mussten sie sich Stockwerk um Stockwerk in voller Montur nach oben kämpfen. Es sind Helden, die in diesem Moment alles und noch viel mehr dafür taten, um Menschenleben zu retten. Ich weiß noch, dass ich weiche Knie hatte, als ich im obersten Stock des einen Turmes auf dem Glasboden stand und in die Tiefe blickte. Ich konnte nicht ahnen, dass drei Wochen später Menschen in Todesangst in den Abgrund schauen würden.

RE: schabernack um 10:22; 09:09 von ich1961

Nach meinem Nachtdienst wachte ich zur Mittagszeit auf und wurde schnell darauf aufmerksam, dass in New York ein Flugzeug in das WTC gestürzt ist. Nachdem ich daraufhin direkt auf CNN umschaltete, konnte ich quasi live miterleben, wie das zweite Flugzeug in den Südturm reinrauschte und mir war klar, dass hier was Größeres im Gange war. Wie im Verlauf die Eingeschlossenen in letzter Verzweiflung in den Tod sprangen, wie ein Turm nach dem anderen in sich zusammsackte, die Menschen in Todesangst um ihr Leben rannten und mit der Gewissheit, dass ein großer Teil der Retter am WTC ihr Leben gelassen hatten. Dann folgten die Mitteilungen über den Angriff auf das Pentagon und der Absturz eines weiteren Flugzeugs bei irgendeinem Nest in Pennsylvania.

Meine Studien für diesen Tag ließ ich ruhen.

Damals wurde mir klar, dass der 11.09.2001 ein Wendepunkt für die gesamte Welt bedeuten würde, der nichts Gutes verhieß...

Gruß Hador

@Olivia59, 10:39

Man würde es wohl kaum wagen die Namen von Hunderttausenden unschuldigen Opfer zu verlesen, die in der direkten Folge dieses Ereignisses im "Krieg gegen den Terror" ihr Leben lassen mussten – zumal man sie sowieso nicht kennt.

Selten genug, aber ich danke Ihnen aufrichtig für diesen so wichtigen Hinweis.

@Ken Jepson, 10:09

„Es ist typisch für die Mentalität der Amerikaner, aber auch der Westeuropäer, dass jeder Katastrophenhelfer an seinem Platz Verantwortung übernimmt und anpackt“

Nur für die Mentalität der Amerikaner und der Westeuropäer?

Und: Unter der Bezeichnung Katastrophenhelfer versteht man im Allgemeinen Menschen, die durch Training und Übung auf die Bewältigung ihrer Aufgaben vorbereitet wurden. Die für diese Rettungsaktionen verantwortlichen Bürger traf die Katastrophe aber völlig unvorbereitet; sie handelten also spontan (und richtig).

09:44 von Wolf1905

«WARUM steuerten diese Attentäter die Flugzeuge in die Türme?»

Weil das weltweit maximal mögliche Mediale Aufmerksamkeit garantieren würde. Was dann auch so wurde, bis heute so blieb, und auch am 50. Jahrestag noch so sein wird.

Ein Sprengstoffanschlag schon zuvor auf das WTC mit großen Mengen Sprengstoff im Untergeschoss hat zwar auch Verwüstung und Tote gebracht, aber das Gebäude nicht grundlegend geschädigt. World Trade Center war erstens symbolisch für Welthandel, zweitens architektonisch symbolisch für New York als größte Stadt der USA.

«Warum sah man Bilder aus dem arabischen Raum, wo Leute tatsächlich diese Tat feierten? Das muss einen Grund haben, und der hat wesentlich mit dem Verhalten der USA zu tun, wie sie versuchen, ihre Vormachtstellung zu zementieren („America First“ - immer noch!), meine ich.»

Ideologisch Verblendete und Geistig Umnachtete haben das gefeiert, und auch nur aus solchem Banausentum kann solcher Hass ohne konkreten Anlass auf die USA entstehen.

Die Terroristen vom 11.9. 01

Die Terroristen vom 11.9. 01 waren (aus ihrer Perspektive!) sehr erfolgreich. Die Milleniumseuphorie wurde mit einem Schlag pulverisiert. Ich hatte zur Jahrtausendwende wirklich das Gefühl in eine bessere Zukunft aufzubrechen: der kalte Krieg beendet, technologischer Fortschritt zunehmend, eine offene Gesellschaft und ein uf breiterer Front erwachendes ökologisches Bewusstsein. Da war einiges m Gange.

Und dann: Bämm!

Und 20 Jahre danach hallt es noch immer sehr laut nach.

Es wird Zeit für echte Versöhnung und Frieden. Im kleinen einfach, im großen leider schwierig. Aber alternativlos!

Als ich die ersten Nachrichten ...

hörte, war ich gerade auf dem Weg von der Arbeit, ca. 15 km östlich vom Stadtzentrum Dresden nach Hause, Richtung Freiberg.

Zunächst hörte ich nur > WTC < und dachte irriger Weise an den Büroturm in Dresden, der auch so genannt wird.
Ich fürchtete, nicht nach Hause zu kommen, weil Dresden abgeriegelt sein könnte. Erst Minuten später erfasste ich die gesamte Meldung.

Abends starrte ich nur wie gelähmt auf die Fernsehbilder.

Ja, auch ich weiß noch recht

Ja, auch ich weiß noch recht genau, was ich an dem Tag gemacht hatte. Ich war zu der Zeit auf Urlaub in meiner alten Heimat Hannover und hatte mit dem Auto ein paar Besorgungen gemacht. Dabei wie immer Radio ffn gehört, bzw. gerade angeschaltet. Da sagte der Moderator in etwa so: New York wird ab heute nicht mehr so sein wie früher. Bei dem Satz dachte ich noch, es ginge um den Tod eines Superstars a la Sinatra. Aber dann kamen Einzelheiten. In der Post, wo ich das Paket abgeholt hatte, war eine merkwürdige Stimmung. Danach in der Volksbank wurde schon zw Kunden und Angestellten diskutiert, wer dahinter stecken könnte und Al Quaida wurde da auch schon genannt, wg der früheren Anschläge. Dann nach Hause vor den Fernseher, die Bilder waren unfassbar. Mich hat auch am meisten das Schicksal der Leute berührt, die gesprungen sind. Den sicheren Tod vor Augen, nur die Wahl zwischen Verbrennen oder Zerschmettern, fürchterlich. Und der Flugzeugpassagiere, die auch erkannten, was passieren wird

@Adeo

Stummes Entsetzen!
Ich kann Ihre Empfindungen sehr gut nachvollziehen: ich bin seit über 35 Jahren Flugbegleiter und war gerade in der Zeit ständig in NY. "Mein" Frühstücksrestaurant war genau in der Gegend und wenn ich dienstlich mal wieder dort gewesen wäre, hätte ich mittendrin gesteckt! Auch ich war völlig entsetzt/verstört, als ich die (live)-Nachrichten sah und musste an die vielen, so "normalen", freundlichen Menschen denken, mit denen ich dort so oft zu tun hatte und ich verstehe bis heute nicht, wie es Menschen geben kann, die ein solches Attentat gutheißen, oder gar feiern kann. Mein Mitgefühl gilt allen Opfern, Hinterbliebenen und den unzähligen traumatisierten Helfern und Hilfskräfte...

@adeo60 9:22 Uhr

So erging es mir nach dem rasenden Lkw- Angriff auf die Menschenmenge in Nizza 2016. Während der Fußball EM war mein Hotel gegenüber über der Strandpromenade in Nizza.
Und dann Berlin, Breitscheidplatz im Dezember des gleichen Jahres. Ich war auf meinem Rückweg etwa zeitgleich während des Anschlags am Bahnhof Zoo vorbei durch die Hardenbergstraße auf dem Weg zur Autobahn. Diese Nacht auf der Autobahn bleibt wohl auch ewig im Gedächtnis.

11:08, Ken Jepson (und zahlreiche Nicks vorher)

>>@ Leipziger59
„... bis hin zur Lüge Bidens zu den afghanischen Sicherheitskräften“

Biden hat nicht gelogen. Er hat dem Volk die Wahrheit gesagt.<<

Die Foristin spricht von Bidens Äußerungen den afghanischen Sicherheitskräften gegenüber. Nicht „dem Volk“.

RE: fathaland slim um 11:00; 09:58, frosthorn

***... saßen mit schreckgeweiteten Augen im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Es dauerte eine Weile, bis mir klar war, daß das kein Horrorfilm war. ***

Diese ganze Szenerie hatte etwas Surreales. Es war so unfassbar, so unwirklich.
Ein verheißungsvoller Morgen im Frühherbst bei strahlend blauem Himmel in New York wurde zu so einem apokalyptischen Alptraum.

Gruß Hador

,,Boatlift 9/11" bleibt eine

,,Boatlift 9/11" bleibt eine weitgehend unerzählte Geschichte. Kein US-Präsident hat bis heute ihre Helden geehrt. Jessica DuLong hat sie 20 Jahre danach in einem Buch verewigt. "Dass wir so wenig darüber reden, ist ein großes Versäumnis", sagt sie. "Denn solche Geschichten können uns helfen und zeigen, was möglich ist, wenn wir die Menschlichkeit erkennen, die uns gemein ist. Vielleicht wären wir heute ein anderes Land, wenn wir unsere gegenseitige Abhängigkeit erkennen würden."

Ich höre auch heute zum ersten Mal davon und teile diese Einschätzung der Autorin. Eine halbe Million Menschen, die chaotisch vor einem nie dagewesenen Inferno flüchten müssen, ohne Plan retten zu können, ist nur möglich durch eine gewissen inneren Plan für eine Antwort auf das Undenkbar und daß dies nur geht, wenn man von sichselbst mehr erwartet an Ruhe und Disziplin als von den anderen. Und doch wussten alle im gleichen Moment: So fühlen sich Menschen in Syrien, Afghanistan, Irak und Libanon jederzeit.

11:04 @ Ken Jepson @ Leipziger59

Bitte
@Leipzigerin59!

Ich stimme dem Kommentar von Torsten Teichmann,
er ist auch nicht der einzige Journalist,
der Biden eine falsche Rhetorik in Bezug auf Afghanistan und den Rückzug der US-Truppen bescheinigt, selbst wenn die
Misere ursprünglich von Trump ausgelöst wurde.

Sie dürfen natürlich anderer Meinung sein.

Nur eine Begründung wäre spannend.

11:00 von fathaland slim

@frosthorn

«>>Noch am gleichen Tag kamen die ersten VT's auf und ich gestehe, dass ich in Versuchung war, mich ihnen anzuschließen.<<

«Ich habe mich ihnen sogar eine Weile angeschlossen. Es gab damals ein Interview im „Tagesspiegel“ mit Andreas von Bülow, das ich sehr plausibel fand.

Ich habe dann sehr viel nachgedacht und gelesen.»

Die Anzahl der Mitwisser hätte viel zu groß sein müssen, die bis heute alle still schweigen. Damit hinken und lahmen alle diese Verschwörungsmythen zu 9/11 von wem auch immer.

Meine Gedanken gelten ...

den hunderttausenden unschuldigen Opfer überall auf der Welt, welche als Folge jenes Tages im Jahr 2001, umkamen.
Und auch bis heute dultet man die Ermorderung jener Menschen.

Der eigentliche Nine-Eleven bleibt aber einem anderen geschichtlichen Ereignis vorbehalten, dem 11. September 1973.

Erinnerung an 9/11

Auch mein tiefes Beileid gegenüber allen Opfern dieses feigen Terrorangriffs.

Gewalt und Terror können keine Lösung der Probleme auf unserer Welt sein. Wohin Gegengewalt führen kann, haben wir erlebt.

Ich hatte an diesem Nachmittag ein Personalgespräch mit meiner Führungskraft, aus dem mir klar wurde, dass ich mir mittelfristig eine neue Aufgabe suchen muss.

Plötzlich kam ein Kollege in den Raum und sagte, es habe einen Anschlag in New York gegeben.

Die Server der meisten Newsportale im Internet waren überlastet. Wir beendeten unser Gespräch und waren zumindest in einem einig: die USA würden diese Kriegserklärung annehmen.

Daheim habe ich stundenlang Sondersendungen mit immer den gleichen Bildern im TV gesehen - und es immer noch nicht richtig glauben können.

Eines ist mir wieder klar geworden: wie unbedeutend persönliche Probleme in Wirklichkeit meist sind.

@Francis Ricardo um 10:40

Sie haben Recht mit der Einschätzung, dass Terrorismus nichts mit einer Religion zu tun hat.

Terrorismus ist stets politisch, denn man möchte polutische Interessen mit Hilfe von terroristischen Mitteln durchsetzen.

Was man also gegen Terrorismus machen kann ist recht simpel. Man verbessert die Lebenssituation der Menschen.

Man hört den Andersdenkenden ersteinmal zu und versucht daraus eine gemeinschaftliche Lösung zu finden.

Das wir dazu nicht mehr in der Lage sind, ist nur ein Sinnbild für die Schäden die unsere Demokratie schon ertragen musste.

Die Religion ist nur ein Mittel zum Zweck und dies war schon immer so.

Der Anschlag hat die Welt verändert

Dieser grauenvolle Terroranschlag ist nicht nur irgendein Terroranschlag. Es war ein Ereignis, daß die Welt verändert hat und das Denken der Menschen. Die Auswirkungen reichen bis in die heutige Zeit und werden wohl auch noch weit in die Zukunft hinein reichen.

Es sind ja nicht nur die Opfer von diesem einen Tag. 9/11 kostete bis heute Zigtausende Menschenleben. Auch das, was gerade in Afghanistan passiert, ist eine der Folgen dieses Anschlags.

Wie geht es anderen damit?

Ich mag gar keine neuveröffentlichten Bilder oder Filme mit schrecklichen Szenen zu diesem Ereignis sehen. Mir reichen die Aufnahmen von damals.

Ein Bekannter berichtete von einer Dokumentation auf dem ZDF, ich mochte und mag das nicht sehen.

Ist es ein/das Ergötzen an Schreckensbildern, das mich abstößt?

Der 11.09 hatte sinnlos

Der 11.09 hatte sinnlos zivile Opfer gefordert.
Und dabei konnte es die USA mit seinen Verbündeten nicht belassen und haben in den 20 Jahren danach ein Vielfaches an zivilen Opfern im nahen Osten produziert.
Der 11.09 war der Startschuss von einem Rachefeldzug, der 20 Jahre danach vorerst beendet wurde und noch mehr Krieg, Tot und Leid gebracht hat

9/11-Gedenken

Tagsüber läuft bei mir im Hintergrund irgendwo immer ein Radio, so auch an diesem Tag.
Mein Kopfkino sprang sofort an und mich fröstelte stark.
Die TV Bilder übertrafen dann bei Weitem alles, was ich bis dahin an Terror mir vorstellen konnte.
Auch 20 Jahre danach ist dieser Schock mir immer noch präsent.

Meine Gedanken sind heute bei allen Opfern dieser Anschläge, den Angehörigen, Freunden und denen die gerettet haben und erkrankten, verstarben.
Und bei den Menschen die im Rahmen der Vergeltung ihr Leben verloren.

@zöpfchen um 1051

<<< @ 11. September 2021 um 09:44 von Wolf1905
@SinnUndVerstand um 08:33
„ Warum sah man Bilder aus dem arabischen Raum, wo Leute tatsächlich diese Tat feierten? Das muss einen Grund haben, und der hat wesentlich mit dem Verhalten der USA zu tun, wie sie versuchen, ihre Vormachtstellung zu zementieren („America First“ - immer noch!), meine ich.“

Wie bitte? Bei mir lösen die Bilder aus der arabischen Welt angesichts der Verzweiflung der Menschen die von den Türmen springen weiterhin Fassungslosigkeit aus. Für mich hat das weniger mit irgendwelchen Vormachtstellungen , sondern mehr mit einer völlig anderen Kultur in dieser Region zu tun.
Dafür kann man Verständnis entwickeln, muss man aber nicht.. <<<

Dass wir uns nicht falsch verstehen: natürlich ist der Anschlag durch absolut gar nichts zu rechtfertigen!!! Aber ich fragte nach dem WARUM - ich glaube nicht, dass es „mit einer völlig anderen Kultur in dieser Religion“ zu tun hat. Das Ziel war bewusst das Zentrum der westl. Finanzwelt.

@Wolf1905

"
Am 11. September 2021 um 09:44 von Wolf1905
@SinnUndVerstand um 08:33

„9/11 ist eines der prägendsten Daten der neueren Geschichte.“
Ja! Ich weiß noch, wie ich im Büro saß, als die Flugzeuge in die Türme rasten und der Newsticker die Meldungen brachte; Horror! [...]
„Die 'Lehren' daraus sind vielfältig…“ tja, welche sind dies? WARUM steuerten diese Attentäter die Flugzeuge in die Türme? Warum sah man Bilder aus dem arabischen Raum, wo Leute tatsächlich diese Tat feierten? Das muss einen Grund haben, und der hat wesentlich mit dem Verhalten der USA zu tun, wie sie versuchen, ihre Vormachtstellung zu zementieren („America First“ - immer noch!), meine ich.
„Am heutigen Tag steht aber ganz oben: die gemeinsame Trauer und das Gedenken.“
Definitiv ja!"

Nun, Ihre Frage kann ich beantworten: Weil Bilder von Millionen Muslimen in aller Welt, die genauso entsetzt über den Anschlag waren, wie jeder Mensch, der einen Funken Empathie hat, niemanden interessiert hätten.

Ich kam gerade

von einer Fortbildung, als ich den Fernseher einschaltete und die Bilder sah. Es dauerte nicht lange, bis mir der Gedanke kam: „Welchen Schmarren versucht uns die USA zu verkaufen?!“ Dieser Eindruck verfestigte sich in den Tagen und Wochen danach. Diesen Eindruck habe ich noch heute. Was tatsächlich passierte und warum werden wir wohl nie erfahren.

@Ken Jepson um 10:56

„Es waren die schlimmsten Anschläge in der Geschichte der USA, sie erschütterten die Weltmacht schwer und der damalige Präsident Bush rief in der Folge den Krieg gegen den Terror aus.“

Ja, stimmt. Aus Wikipedia: „Als unmittelbare Reaktion auf die Terroranschläge am 11. September 2001 forderte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Afghanistan und den Irak gleichzeitig anzugreifen, notfalls unilateral und ohne Beweise für deren Angriffsabsichten, um Saddam Hussein zu stürzen. Bush drängte Sicherheitsberater Richard Clarke am Folgetag, ihm Hinweise auf eine Beteiligung des Irak an den Anschlägen vorzulegen, obwohl Clarke betonte, dies sei bereits mehrmals intensiv überprüft und ausgeschlossen worden. Am 18. September 2001 erklärte Bush einen unbegrenzten Krieg gegen den Terror, bei dem die USA keinen Unterschied zwischen Terroristen und sie unterstützenden Staaten machen würden.“

Ich weiß noch, wie Powell gefakte Bilder bei der UN vorgelegt hat, um den Irak-Krieg zu rechtfertigen.

Re : ich1961 !

Auch ich denke oft an diesen schrecklichen Tag zurück. Als ich nach dem Aufstehen die ersten Bilder sah, war ich absolut fassungslos und dachte zuerst an einen Fake, der leider zu einem Albtraum wurde.
Auch von mir an alle, die da traumatisiert wurden, die Angehörige, Freunde, Eltern und Arbeitskollegen/innen verloren haben, alles alles Gute und sehr viel Kraft. Auch mögen sich endlich die Verantwortlichen in der Politik, aber auch die Gesellschaft einen und zu einem Miteinander, und nicht dauernd gegeneinander, finden, egal welche Hautfarbe, Rasse, Religion und Ideologie !
Nur alle zusammen können all die schweren Aufgaben, die vor allen stehen, bewältigen.

sie handelten also spontan (und richtig).

von Nettie @
Danke dassehe ich auch so.
Aber in einem Land wo Eigenverantwortung, leistungsbereitschaft und persönliche Verantwortung noch eine gute Tugend sind auch keine seltenheit sonder selbstverständlich.

Re : Leipzigerin59 !

Was am 11. September furchtbares passierte, ist grundsätzlich auf Fehler und falschen Ideologien, Annahmen und Einstellungen zurück zu führen. Und hat grundsätzlich nicht mit den immer wieder angeführten Religionen zu tun, sondern ist alles auf Menschen zurück zu führen, die Fehler machten und dies heute noch tun. Und kaum einer der Verantwortlichen ist in der Lage, sein/ ihr eigenes versagendes und falsches Handeln ein zu gestehen, daraus die nötigen Konsequenzen zu ziehen, und endlich sich darauf zu konzentrieren, andere Menschen zu achten, respektieren und akzeptieren.
Das gilt für alle Seiten, und dadurch kommt es zu so schrecklichen, grausamen und skrupellosen Taten, die immer zumeist Unschuldige treffen, weil keine Seite bereit ist, bei sich selbst erst einmal das Gute zu suchen und zu stärken.
Allen Menschen, die vom Terror betroffen sind, viel Kraft und Stärke für einen Frieden in Gemeinsamkeit und Achtung des Lebens !!

Erinnerung an 9/11

Es war um den 11. Juli 2001 herum, als ich - wie schon einige Male vorher und auch hinterher wieder - meine Kinder (damals 12 und 17) mit auf eine Dienstreise in die USA nahm.

Und natürlich waren wir in NYC, kurz nach Öffnung am Morgen, auch auf dem World Trade Center, genauer der Aussichtsplattform des Südturms. Das Wetter war herrlich, nahezu identisch mit jenem am 11. September, nur zwei Monate später.

Um zu den Aufzügen in der Mitte der Empfangshalle im EG zu gelangen, gab es eine recht schlaffe Sicherheitskontrolle, und jeder bekam danach, wie in einer Disco, einen Stempel auf den Handrücken gedrückt.

Während wir in der Schlange vor den Aufzügen warten mussten, kamen wir an einem Filmplakat vorbei, auf welches schon viele Besucher ihren Handrücken gedrückt hatten, wodurch die Stempel jetzt spiegelbildlich auf dem Plakat zu sehen waren. Auch meine Tochter machte das und sagte, dass ihr Abdruck dort nun für ‚immer‘ da sein werde. Welche Täuschung …

11:48, schabernack

>>11:00 von fathaland slim
@frosthorn

«>>Noch am gleichen Tag kamen die ersten VT's auf und ich gestehe, dass ich in Versuchung war, mich ihnen anzuschließen.<<

«Ich habe mich ihnen sogar eine Weile angeschlossen. Es gab damals ein Interview im „Tagesspiegel“ mit Andreas von Bülow, das ich sehr plausibel fand.

Ich habe dann sehr viel nachgedacht und gelesen.»

Die Anzahl der Mitwisser hätte viel zu groß sein müssen, die bis heute alle still schweigen. Damit hinken und lahmen alle diese Verschwörungsmythen zu 9/11 von wem auch immer.<<

Ja, eine solche Geheimhaltung kann gar nicht funktionieren.

Das ist genau der Grund, weswegen ich all die Verschwörungsmythen irgendwann verworfen habe.

Aber es ist schon merkwürdig, daß die Attentäter den US-Diensten vorher alles andere als unbekannt waren. Und daß sie Flugstunden in den USA genommen haben, aber nicht lernen wollten, wie man landet.

Man wittert Verschwörung, es war aber wohl lediglich Unfähigkeit...

12:55, Wolf1905

>>Ich weiß noch, wie Powell gefakte Bilder bei der UN vorgelegt hat, um den Irak-Krieg zu rechtfertigen.<<

Wofür er sich heute schämt. Er meint, es wäre der größte Fehler seines Lebens gewesen.

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