Kommentare - Afghanistan: Taliban übernehmen die Macht

16. August 2021 - 08:04 Uhr

"Der Krieg in Afghanistan ist vorbei": Mit diesen Worten haben die Taliban den Präsidentenpalast in Kabul besetzt und die Macht übernommen. US-Kräfte kontrollieren den Flughafen. Präsident Ghani floh - vermutlich nach Usbekistan.

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Kommentare

das Versagen der Bundesregierung ist wirklich erschreckend

nicht nur 20 Jahre, viele Leben und Milliarden in den Sand gesetzt, sondern nicht mal imstande, Afghanische Ortskräfte zu retten. Völlige Fehleinschätzung der Lage. Völlig scheiternde Evakuierung (Botschaftspersonal von US-Kräften ausgeflogen, alle übrigen im Stich gelassen). Natürlich wird trotz dieses Verrsagens kein Regierungsmitglied zurücktreten. Totalversagen ist Regierungsstil.

Schneller als die größten

Schneller als die größten Pessimisten befürchteten, haben nun die Taliban die Herrschaft an sich gerissen. Alle Fortschritte in Sachen Menschenrechte, Bildung, Kultur drohen zunichte gemacht zu werden; alle Hoffnungen so vieler Frauen, Männer und vor allem junger Menschen auf Respektierung ihrer Rechte sind jäh in Frage gestellt.
Viele haben nur noch die Chance auf Flucht, vielen wird wohl selbst diese Möglichkeit nicht offen stehen. Und für unsere Gesellschaft steht erneut die Frage an, ob wir zu Humanität und Solidarität bereit und fähig sind.

Verdiente Niederlage des Interventionismus

Man kann die verschiedensten und richtigen Argumente aufführen warum dieser bewaffnete Überfall auf Afghanistan falsch war. Schon der erste Schritt einen Völkerrechtswidrigen Angriff auf ein Land zu starten um es haftbar für Handlugen von Nicht - Regierungs Organisationen zu machen war falsch. Zum einen war keiner der 11 september Attenätter überhaupt Afghane die meisten waren Ägypter, Saudis etc und zum anderen sollen eben nicht ganze Länder für Handlungen von Personen mit Kriegen überzogen. Wenn doch dann hätte Ägypten nd Saudi Arabien angegriffen werden müssen auch im Licht der Ermittlungen die herausgefunden haben dass der saudische Geheimdienst die Anschäge am 11 September mit organisiert hatte. Daneben gibt es den humanitären Einwand dassman mit Krieg und Bomben eben nicht den geringsten Beitrag zum humanitären fortschritt beitragen kann, was jetzt wiederum bewiesen wurde. Und jetzt müssen die Kriegsverbrecher zur verantwortung gezogen werden die 20 Jahre lange gemordet hab

Lebensgefahr für die Bevölkerung - vor allem den weiblichen Teil

Die konkreten Auswirkungen der Machtübernahme der Taliban auf die derzeitigen Lebenschancen der Frauen und Mädchen in Afghanistan sind hier zu sehen und zu hören: daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/afghanistan-video-102.html

Totalversagen der Bundeswehr und Verteidigungsministerin

Für mich ist die Bundeswehr nun völlig durch, obwohl ich selber mal beim Hochzug der Bundeswehr war. Dazu unsere Verteidigungsministerinnen, die keine Ahnung haben, was Stolz ist, Ehre, Mut, Loyalität, usw. Das, was sich hier die Amerikaner und Deutschen in Afghanistan geleistet haben ist Feigheit in größter Form. Jetzt hauen diese super ausgebildeten Soldaten ab und lassen die Bevölkerung dort im Stich, wo es gerade jetzt darum geht, diese zu schützen. Jeder kann sich ausdenken, was das für manche dort heißt, die mit den Ausländern kooperiert haben. Ich schäme mich mittlerweile dafür, dass ich der Bundeswehr mal gedient habe; ich hätte Zivildienst machen sollen. Eine Schande ist das, was zudem AKK und vdL über Jahre hier abgeliefert haben.

Kurzfristige Probleme lösen

Für den Westen stellen sich jetzt drei Probleme, die kurzfristig angegangen werden müssen.
1. Evakuierung aller eigenen Staatsbürger, sowie der Ortskräfte
2. Isolierung von Afghanistan, so dass Fluchtbewegungen verhindert werden können. Hier sollte eng mit Iran und anderen Nachbarn kooperiert werden.
3. Etablierung einer Drohnenbasis in einem der Nachbarländer. So dass „surgical strikes“ gegen einzelne Taliban Führer durchgeführt werden können, sollte Afghanistan sich wieder zu einem Zentrum für den internationalen Terrorismus entwickeln.

Streit um Abzug

Die Taliban haben gewartet. Sie haben Seilschaften gepflegt. Was in den Köpfen der Regierenden vor sich ging, ob man Menschenleben durch kampflose Übergabe retten wollte oder nur einknickte, weil keine Macht die Taliban aufhalten kann. Viele Fragen und viele, die man nicht beantworten wird. Die USA haben sang- und klanglos das Feld geräumt und damit die Nato mitgerissen. Vielleicht hätten Verhandlungen mit den Taliban etwas erreicht. Doch dieser Truppe von zusammengewürfelten Islamisten traue ich weder Verlässlichkeit noch Interesse am Schutz der Leute, insbesondere Frauen und Regierungsmitarbeiter, zu. Die Bundeswehr rennt für diese verrannten Islamisten davon, der Gottesstaat der Taliban wird kommen. Hätte man dies aufhalten können, wenn man geblieben wäre? Ich sehe da wirklich schwarz. Besatzung ohne innenpolitische Stabilität hat einen hohen Preis. Wir reden von Glaubwürdigkeitsverlust. Ich sehe das als Eingeständnis, dass das Ausland nicht überall einwirken kann ohne "Krieg".

08:07 von AufgeklärteWelt Ich

08:07 von AufgeklärteWelt

Ich weiß nicht, woher Sie die Aussage haben, das " alle übrigen im Stich gelassen " wurden.
In den Nachrichten war zu hören und sehen, das bereits in der Nacht - von Wunstorf aus - mindestens ein Flieger unterwegs ist.
Es ist immer schön, zu lesen, wenn wiedermal alle alles besser und vor allem früher wussten, wie " die Regierung( en )". Warum haben Sie denn nichts gesagt - der Dank aller wäre Ihnen sicher gewesen.

Re : AufgeklärteWelt !

Ja wieder einmal verpennen deutsche Politiker die Lage und die Rettung der eigenen Landsleute und der afghanischen Helfer. Auch kann ich nur feststellen, dass die Ausbildung der Afghanen einen Punkt anscheinend keiner bedachte, die mentale Einstellung, so dass diese jungen Soldaten wissen, für wen und was sie kämpfen sollen, und was sie dadurch erreichen können.
Die Taliban wussten es schon lange, und wissen es heute noch genauso, für ihre Vorstellungen und Ideologien, die sie schon als Kinder eingebrannt bekamen.
Dass unsere Politiker keine Moral haben, ist schon länger bekannt, sonst wäre der größte Teil schon lange zurück getreten. Nun zeigen sie mal wieder der ganzen Welt, wie das Versagen aussieht !

Am 16. August 2021 um 08:31 von zöpfchen

"3. Etablierung einer Drohnenbasis in einem der Nachbarländer. So dass „surgical strikes“ gegen einzelne Taliban Führer durchgeführt werden können, sollte Afghanistan sich wieder zu einem Zentrum für den internationalen Terrorismus entwickeln."

Super Idee, dann können wir ja endlich im Iran diese Basis etablieren ... mit oder ohne Zustimmung vom Iran, irgendetwas werden wir schon finden das eine Intervention rechtfertigt.
Nie vergessen: "Wir sind per Definition die Guten"

Und was nun?

„Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“
Ist die Sicherheit jetzt gefährdet?
Warum muß sich Deutschland immer einmischen? Hat man nicht aus zwei Kriegen gelernt?

Freiheit

Die Taliban werden ebenfalls niemals zur Verantwortung gezogen werden. Selbst die Kriegsverbrecher des IS (ISIS/Daesh), die in einem zivilen Leben untergetaucht sind, werden kaum in Den Haag angeklagt. Es sind sogar IS-Kämpfer und -Frauen quasi unbehelligt nach Deutschland eingereist. Die leben jetzt unter uns!

08:21 von SinnUndVerstand Die

08:21 von SinnUndVerstand

Die Bilder vom Flughafen in Kabul waren fürchterlich.

//Und für unsere Gesellschaft steht erneut die Frage an, ob wir zu Humanität und Solidarität bereit und fähig sind.//

Für mich stellt sich diese Frage nicht - aber ich habe die Kommentare von gestern gelesen und war schockiert. Es müsste doch der Minimalkonsens sein, das die
" Ortskräfte " hier unter kommen müssen - ohne " wenn und aber "!
Aber auch Schutzsuchende sollten hier willkommen sein.

An Sie und die anderen " vernünftigen " einen Dank von mir - für die Kommentare im Sinne der Humanität.

Wie viele und wofür?

Wie viele deutsche bürger sind bei dieser sinnlosen "mission" ums leben gekommen?
Wie viele afgahnische zivilisten wurden von deutschen soldaten getötet?
Wie viele milliarden hat dieser sinnlose scheiß gekostet?
Und wird die justiz irgendwann aktiv? Ich meine erfüllt das nicht irgendwie den tatbestand der veruntreuung von milliarden von steuergeldern und der (mindestens) fahrlässigen tötung?
Wird sich je ein politiker vor einem gericht verantworten müssen?
...so viele fragen!

Jetzt schon so Sattelfest !

Dass die T für die Sicherheit GARANTIEREN können ist schon heftig. Normalerweise ist nach einem Umsturz erst mal einige Tage Chaos und Unsicherheit. Aber dass sie so sicher auftreten zeigt, dass die afgh. Reg und Armee völlig untaugliche Weicheier sind. Wen/Was haben wir da 20 Jahre lang unterstützt? Und dabei nicht erkannt, was das für Versager sind? Man kann jetzt über die "Verbündeten" stänkern wie man will (klar haben die allesamt Dreck am Stecken), aber die Hauptschuld trifft die feigen Einheimischen. Und dann ist besonders wichtig herauszufinden, WER der Geldgeber der T ist! Das ist der Ort der Sanktionen.

Wer hat versagt?

@16. August 2021 um 08:07

Hat die Regierung versagt?

Ich weiß es nicht. Die Lage ist von Regierungsvertretern offenbar falsch eingeschätzt worden. Das allein beweist aber kein Versagen.

Für die Lageeinschätzung sind verschiedene Dienste zuständig, z. B. der BND. Ich erwarte von Regierungsmitgliedern, dass sie auf diese Dienste, auf die Fachleute, hören und gerade nicht in überheblicher Manier glauben, als Laien alles besser zu wissen.

Es kommt also darauf an: Welche Informationen hatten die Fachleute? Wie haben sie die Lage eingeschätzt? Wurden die Politiker informiert? Haben die Politiker auf die Fachleute gehört?

Ein Versagen läge vor, wenn Fachleute eine zügige Evakuierung empfahlen, aber Regierungsmitglieder diese Empfehlung in den Wind schlugen.

Warum übernahm man in Afghanistan militärische Aufgaben?

Der 11.9. wird nur als ein Grund genannt. Und die Zielgruppe zur Bekämpfung sind und waren Islamisten und Bin Laden. Das hat man in der Tat mit seiner Erschießung erreicht. Dann blieb man und versuchte, die Afghanen mit Schulung und Reformierung in vielen Bereichen des Staates aufzubauen und zu demokratisieren. Und wieder die bittere Lehre: Taliban, nicht etwa einzelne Islamisten, konterkarierten, ermordeten, schlugen mit brutaler Gewalt gegen alles, was ihnen nicht passt. SIE wollen keine Ausländer im Land. Wo ist da ein Grundverständnis für Demokratie? Die Wahlen in Kabul fanden für diese Hardcore-Stammesdenken-Fanatiker in islamistischem Umhang nie statt! Und die Bevölkerung hat auch nur teilweise mitgemacht. Demokratie muss verteidigt werden und erhalten werden. Das ist misslungen. Da gibt es viele Leute, die versagten. Zuallererst aber die Regierung in Kabul. Die Fehlerreihe setzte sich dann mit Biden fort. Aber Land und Leute haben auch nicht mitgespielt. Eine Tatsache.

Re : zöpfchen !

Mit dem zweiten Punkt von ihnen wird es massive Probleme geben, denn weder mit dem Iran kann man wirklich reden, wie auch mit Pakistan, das es ja seit vielen Jahren zulässt, dass neue Taliban "erzeugt", ausgebildet, rekrutiert und nach Afghanistan geschickt werden, damit möglichst viele "Gotteskrieger" den verblendeten Islam weiter tragen.
Die ganze Ecke dieser Staaten ist doch seit vielen Jahren voll von diesen extrem rückständigen "Gläubigen", die zu voll von Testosteron gesteuert, und mehr oder weniger krankhaft ihre Vorstellungen durch drücken.
Auch wenn ich den Wunsch von vielen dieser Menschen nach einem freien und behutsamen Leben verstehen kann, Europa wird sicher nicht alle aufnehmen können und wollen. Da werden etliche Staaten sofort ausscheren, denn die wollen eh nur Geld kassieren, und ihre eigenen Regeln und Gesetze erlassen.

Tja ...

... nun könnt die NATO mal beweisen, was sie drauf hat. Die gesamte Armee, ca. 75000 Taliban auf dem Silbertablett, statt verbuddelt oder zurückgezogen in angrenzenden Ländern. Sollte eigentlich ein leichtes sein....
Stattdessen eine Riesenblamage für alle Staaten, die sich milit. oder anderweitig an dieser 20 Jahre anhaltenden Vergeltungsaktion der USA beteiligt haben.

Die Ehre ist dahin!

Abgeordneter Romney sinngemäß: "Mit dem Truppenabzug aus Afghanistan ist den USA (aber auch Deutschland) ein gewaltiger Schlag für die Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit und Ehre geschehen"-
Die Ehre, Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit haben die Amerikaner doch schon in Vietnam und auch bei der Unterstützung der Kurden verspielt. Selbst Verträge sind für die USA nicht bindend. Wenn`s nicht passt, steigt man einfach aus. "Amerika first" und nicht nur unter Trump.

@Am 16. August 2021 um 08:30 von Jochen Peter

Mal ganz bescheiden gefragt "Auf den Kopf gefallen "Sie treten hier das Ansehen über 50 gefallener Deutscher Soldaten!! Es ist eine Schande das sowas wie Sie gedient hat!

Sieg für Taliban

Und nebenbei haben sie noch jede Menge militärisches Material gratis dazu bekommen, dass USA, D und die anderen Länder der afghanischen Armeen geschenkt haben. Praktisch unbenutzt.

20 verschenkte Jahre

Am 16. August 2021 um 08:42 von ich1961

"Es müsste doch der Minimalkonsens sein, das die
" Ortskräfte " hier unter kommen müssen - ohne " wenn und aber "!"

Aber klar doch: C. Lindner: "Die sprechen Deutsch und sind bereit zu arbeiten"

dann kann man auch gleich die liberalere AFD wählen....

Chuck Hagel & Norbert Röttgen

"Wir haben nie die Kultur, die Religion, das Stammessystem und die Geschichte verstanden. Und wenn du das nicht tust, bist du zum Scheitern verurteilt."

Chuck Hagel hat's begriffen. Dererlei Demut würde auch Norbert Röttgen gut tun "Herrschaft einer fanatischen Minderheit". Man wächst nach seiner faktischen Zerschlagung nicht 20 Jahre im Untergrund bis hin zu einer Rückkehr an die Macht, ohne dass dies nicht durch breite Bevölkerungsgruppen unterstützt wird. Dem Geist nach steht Afghanistan wohl näher bei den Taliban als beim Westen. Von dem nimmt man nur das Materielle, jedoch nicht das Weltbild.

Eine Terror-Organisation übernimmt einen ganzen Staat

Die Weltgemeinschaft schaut zu, wie eine Terror-Miliz einen ganzen Staat übernimmt und zu einer Basis für ihre internationalen Kumpane ausbaut.

Schlimmer wird es für die afghanische Bevölkerung, die unter der Knute einer mittelalterlichen Fundamentalisten-Ideologie leiden muss. In einer Gesellschaft, in der Frauen unter Vollverschleierung ein Gefangenendasein fristen, keinen Berufen nachgehen dürfen und auf Bildung gänzlich verzichten müssen. In der geringste Abweichungen von den Vorgaben der Islamisten harsche körperliche Strafen zwischen auspeitschen und Tod nach sich ziehen.

Jeder Tag der letzten 20 Jahre, in der sie diesen Terror nicht ausüben konnten, war für die Afghanen ein Lebensgewinn.

Vormarsch

Ich finde es sehr erstaunlich, das die Afghanische Armee, Bärtige Männer in Kleider und Gummisandale nichts entgegen zu setzen hat... Wurde sie so schlecht vom Westen ausgebildet? Order hatten sie überhaupt nicht den Willen sich den Taliban entgegen zu stellen??

Dank der Waffengeschenke der

Dank der Waffengeschenke der Koalition der Willingen und der Ausbildung der Deserteure dürfte die Taliban nun sogar über eine eigene Luftwaffe verfügen....

@Jochen Peter 8:30

Ja, man kann als ehemaliger Angehöriger der Bundeswehr schon Zweifel bekommen. Ich sehe das aber anders als Sie. Ich finde Ihre Unterstellung, was die Verteidigungsministerinnen "nicht kennen" (Stolz usw.) , eine Diskrimnierung gegen Frauen in der Bundeswehr. Mit Vaterlandsliebe und Loyalität oder Mut hat das nun nichts zu tun. Lassen wir mal das Geschwafel um Mythos, Mannestugenden usw. weg. Schnörkelos gesagt: USA und Nato sind hier ein Bündnissystem. Und agieren gemeinsam. Und wer hier wie Biden als scheinbar ungeeigneter, falsch beratener Präsident den Abzug ohne Konditionen anordnet, hat Null Ahnung von diesem Thema. Die Bundeswehr allein in Afghanistan hätte Nato-Rückhalt verloren. Ich rolle es anders auf: Was will die Nato eigentlich? Und was sind die gesteckte Ziele? Feigheit ist der Rückzug nicht- nur für die Taliban. Bundeswehr handelt im Rahmen der Nato. AKK ist da Mitglied. Die Entscheidung haben aber alle getroffen, die hier in Afghanistan vertreten waren.

@Hollowman um 8.27,NATO richtete sich gegen Al-Kaida und Taliban

Ja, ja. Vielleicht wissen Sie, dass die Mitgliedschaft in der NATO nicht nur Vorteile, sondern auch Verpflichtungen mit sich bringt? Die NATO hat außerdem keinen Kampf gegen das Land, gegen die Menschen geführt, sondern gegen Al-Kaida.

Die Taliban sind eine in Pakistan "abgerichtete" islamistische Gruppe. Afghanistan war vor der Besetzung durch die Sowjets konservativ, es war ein islamisch geprägtes Land, aber es war nicht radikal islamistisch.
Es war ein Fehler der Amerikaner, die patriotischen und islamorientierten Kämpfer gegen die Sowjets, die Mudschaheddin zu unterstützen. Das Machtgefüge im Land wurde zerstört, in das Machtvakuum stießen radikalislamische Milizen.
Aber wollen Sie allen Ernstes behaupten, dass es den Menschen in Afghanistan besser ging, nachdem die Sowjets das Land verlassen haben? Wohl kaum.

Die Attentäter vom 11. September waren Al-Kaida Terroristen, Teil eines weltweiten Netzwerkes. Der Kampf gegen Al-Kaida war nie ein Kampf gegen die afghanische Bevölkerung.

Völliges Versagen!

Nachdem die Taliban mit einer irren Geschwindigkeit Stadt für Stadt, Region für Region erobert hat, hätte man doch sofort reagieren müssen. Sowohl unser Außenminister als auch unsere Verteidigungsministerin haben völlig versagt. Aber welch Wunder, was befähigt sie eigentlich für diese Aufgaben?

Neid und Schadenfreude

In diesem Forum bietet sich fur eine ganze Reihe von Foristen jetzt die Gelegenheit, schadenfroh den Taliban zuzujubeln. Lassen wir es über uns ergehen.

Ich wundere mich,

daß die Taliban nach der harschen Ankündigung von Maas, sie würden im Falle der Landeseroberung kein Geld mehr aus D bekommen, tatsächlich das Land einnahmen.

Herr Seehofer sträubt sich gegen jeden Ausländer, der nach D kommen könnte, selbst bei Helfern für die Bundeswehr aus Afghanistan.

Und AKK? Was hat die Bundeswehr eingentlich den afghanischen Kräften beigebracht? Die Beine in die Hand nehmen?

Schockiert hat mich daß Universellversagen der Bundesregierung allerdings nicht, nicht nach den letzten Jahren des Dauerversagens.

Allerdings muß man auch sagen, wenn die afghanischen Streitkräfte ihr Land nicht verteidigen wollen, dann ist das Land eben in einer Woche eingenommen.

Nur so eine Idee...

Wenn man sich anschaut, wie problemlos die Taliban nach Kabul vorrücken konnten, könnte man auf die Idee kommen, dass viele Afghanen mit denen deutlich weniger Probleme haben als der versammelte Westen.
Sollte man das bei der Einschätzung der Situation nicht auch berücksichtigen?

Abzug aller Diplomaten - Völlige Isolation

das ist es, was die Taliban sich wünschen und deren Wünsche wir respektieren sollten. Ich habe weder Mitleid noch große Lust dazu, mich mit mehrheitlich so gewollten Islamismus und seiner Fratze in Form von menschenverachtenden Zuständen zu beschäftigen. Jede Bevölkerung bestimmt für sich selbst, was sie braucht, will oder wie sie leben will. Wichtig ist nur, das wir aufhören, alle Welt hier aufnehmen zu wollen. Vor Ort müssen Änderungen erfolgen, nicht hier in Europa. Und nur dabei können und müssen wir helfen. Viel wichtiger aber wäre mir, das wir immer wieder die wahren Strippenzieher benennen. Die komplette arabische Halbinsel, China und Russland. Das sind die Unterstützer der Taliban. China und Russland sicher nicht, weil sie den Islamismus schätzen, wohl aber, weil sie gern "den Westen" schwächen wollten. Nun dürfen letztere sich gern um die Auswirkungen kümmern. Allerdings werden die Taliban auch für das Regime in Peking zum Problem werden. Die haben die Uriguren auf dem Schirm.

@ Onkelbond

„Ich finde es sehr erstaunlich, das die Afghanische Armee, Bärtige Männer in Kleider und Gummisandale nichts entgegen zu setzen hat... Wurde sie so schlecht vom Westen ausgebildet? Order hatten sie überhaupt nicht den Willen sich den Taliban entgegen zu stellen??“

Sie hatten zu keiner Zeit den Willen. Gestern waren Bilder im TV zu sehen, da wurden die Taliban bei dem Einmarsch in grosse Städte von der Bevölkerung wie Helden gefeiert und begrüßt...

Re : Gassi !

Die jetzigen Taliban sind zum großen Teil die Nachfolger der ersten, die die Terrorherrschaft führten. Also könnte es schon sein, dass sie etwas vernünftiger und aufgeklärter sind.
Was die afghanische Soldaten angeht, es reicht eben nicht, nur das Schießen zu lernen, sondern es muss jeder für sich auch wissen, für was und wen er da in einen Krieg zieht, und da töten wird. Ich denke, dass dies vielen der Soldaten in keiner Weise bewusst war, dass sie nie der Regierung vertrauten, das jegliche Mentalität dazu fehlte, und somit nur die "feige" Flucht blieb.
Ausgebildet wurden und werden die meisten Taliban in Pakistan, mit finanziert durch Katar, VAE und Saudi Arabien. Leider aber ist dem Westen dieses Geld auch lieber, als dass diese Länder sanktioniert werden.
Dafür wird über viele Leichen gegangen !

Gassi 08:42

„nach einem Umsturz“
das genau ist hier die Frage. Wer hatte schon lange Zeit die Macht im Lande? Von ein paar wenigen Orten abgesehen waren die Taliban doch schon lange Herr im Staate. Man wollte es offensichtlich nicht sehen und wahrhaben.
Die Einheimischen als Feiglinge zu beschimpfen ist leicht gemacht vom sicheren Wohnzimmer.

AufgeklärteWelt

Völlig scheiternde Evakuierung (Botschaftspersonal von US-Kräften ausgeflogen, alle übrigen im Stich gelassen).

Ich denke, Sie können davon ausgehen, dass die Bundesrepublik ihre Botschaftsmitarbeiter und ihre Ortskräfte auch selbst ausgeflogen hat oder ausfliegen wird.

um 08:42 von ich1961

In der deutschen Politik haben die Sicherheit von Straftätern einen höheren Stellenwert, da sind die unverschuldet, durch Versagen der Nato, in Not geratenen Ortskräfte anscheinend nicht so wichtig.
Ist Frau Kramp Karrenbauer schon auf dem Weg nach Afghanistan, um sich ein Bild von der Lage zu machen

Re : Schwarzseher !

Bleibt zu hoffen, dass die USA ein paar Drohnen losschickt, die diese Flugzeuge und eventuelle Piloten eliminiert.

Die Menschen in Afghanistan

Die Menschen in Afghanistan sind die ganzen Jahre von den Taliban terrorisiert worden
Das war ausreichend genug, denn sie hatten ständig Angst, bei irgendeinen Bombenanschlag ihr Leben zu verlieren.
Dazu eine zu schwache Regierung, die Loyalität der afghanischen Armee war nie vorhanden.
Verstärkt wurde das noch durch den ex US Präsidenten Trump der Regierung und Taliban an den Verhandlungstisch zwang. Für die Taliban gab es nichts zu verhandeln eher ging die gestärkt nach Doha . Sie holten sich ihr Land nur durch ihre Drohungen zurück. Besser konnte es für die Taliban nicht laufen, das Land wurde vom Bürgerkrieg bewahrt.
Da braucht der Wertewesten die Fehler nicht aufzuarbeiten, der Einsatz der Nato war mehr als überflüssig, die Anzahl der Opfer hätten auf beiden Seiten vermieden werden können.

Hier gibt es nicht viel zu sagen,

Ich bin kein Insider im nahen Osten und Afghanistan, aber wenn die Taliban in nur 1 Woche das Land einnehmen kann, was wurde dann in 20 Jahren dort gemacht von der westlichen Besatzung, unnötiges Geld verschwendet und Soldaten geopfert.
Aber wenn man sieht wie das unterschätzt wurde, wie schnell die taliban vorgerückt sind und der Westen überrascht wurde, sind wohl auch diese keine Insider, trotz Planung und Einsatz vor Ort, besser wäre wohl die Politiker hören auf ihre Soldaten, die habens einschätzen kö nnen! Die Flucht vom Präsidenten ist auch feige!

-> 08:27 von Hollowman --- Was für ein Überfall ?

" Daneben gibt es den humanitären Einwand dassman mit Krieg und Bomben eben nicht den geringsten Beitrag zum humanitären fortschritt beitragen kann, was jetzt wiederum bewiesen wurde."

Den gibt es definitiv nicht. Die große Mehrheit der Afghanen war 2001 und nachfolgende Jahre froh, von der Terrorherrschaft der Taliban befreit worden zu sein.

Muss man immer wieder wiederholen, was das für die Bevölkerung bedeutet hat ?

1. Afghanen konnten frei wählen. Dort wo sie nicht von den Terroristen daran gehindert wurden, haben sie das in großer Zahl gemacht.

2. Mädchen konnte zur Schule gehen, Frauen konnten Berufen nachgehen.

So eindimensional wie Sie das darstellen ist das Völkerrecht nicht. Die Taliban hatten schon vor 2001 die Macht nicht nach Regeln des Völkerrechts errungen und waren nach diesem Recht auch keine legitimen Vertreter des afghanischen Staates sondern Bürgerkriegspartei (gegen die Nordallianz).

Ich habe nur eine Frage an die Regierung:

Wann werden die anderen Auslandseinsätze beendet? Das nächste Fiasko wartet schon in Mali, wo wir - wie in Afghanistan - eine korrupte Regierung stützen.

20 Jahre Afghanistan-Einsatz für die Katz

Und die Bundeswehr hat gerade noch rechtzeitig die Flucht ergriffen vor den mit deutschen Waffen ausgestatteten Talibans.

08:30 von Jochen Peter

Sie wissen aber schon das die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist.
Wenn das Parlament einen Rückzug befiehl hat sich die BW daran zu halten.
Wenn sie auf jemanden Sauer sind dann sind es ja wohl die Parlamentarier die die Truppe dahin geschickt hat.

Re Karlderkühne

„Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“
Ist die Sicherheit jetzt gefährdet? Natürlich, nun werden wir ja nicht mehr am Hindukusch verteidigt

Re : Gassi !

Übrigens, auch wen es nicht ganz zum Thema passt, in Saudi Arabien, Katar und VAE werden etliche junge Frauen der Königsfamilie eingesperrt, weil sie nicht sich den Wünschen der königlichen Familie beugen wollen, sondern in Freiheit ihr eigenes Leben führen möchten. Bei ein paar weiß man nicht, ob sie überhaupt noch leben.
Es bleibt nur die Hoffnung, dass diese Taliban gemäßigter vorgehen und einsehen, dass auch Frauen gebraucht werden, für bestimmte Berufe !

Westliche Arroganz vs afghanische Realität

Wenn der Präsident unter Schmährufen seiner Kollegen flieht, wenn die Armee nicht recht kämpfen will und wenn die restliche Bevölkerung den Taliban keinen Widerstand entgegen bringt, dann ist die Entwicklung in Afghanistan nicht die Schuld des Westens.

Viel mehr muss uns spätestens jetzt klar sein, dass wir es waren, die dort noch nie etwas zu suchen hatten.
Werden denn unsere westlichen Werte in den Nachbarländern Afghanistans hochgehalten?

Unsere falsche Einschätzung der Lage dort ist zum Teil auch der einseitigen Berichterstattung geschuldet. Da wurden lieber irgendwelche Paradiesvögel im Kabuler Starbucks interviewt als in den ländlichen Gegenden die Stimmung und Sorgen der restlichen Bevölkerung abzuprüfen.
Das ist dieselbe intellektuelle Arroganz die zB Hillary Clinton den Sieg gekostet hat.

Vielleicht vertreten ja die Taliban eher die Mehrheit der afgh. Bevölkerung.
Unser kleines, aber teures nation building-Experiment scheint (wieder einmal) kläglich gescheitert zu sein.

@ 16. August 2021 um 08:42

@ 16. August 2021 um 08:42 von Gassi
„Jetzt schon so Sattelfest !
Dass die T für die Sicherheit GARANTIEREN können ist schon heftig. Normalerweise ist nach einem Umsturz erst mal einige Tage Chaos und Unsicherheit. Aber dass sie so sicher auftreten zeigt, dass die afgh. Reg und Armee völlig untaugliche Weicheier sind. Wen/Was haben wir da 20 Jahre lang unterstützt? Und dabei nicht erkannt, was das für Versager sind? Man kann jetzt über die "Verbündeten" stänkern wie man will (klar haben die allesamt Dreck am Stecken), aber die Hauptschuld trifft die feigen Einheimischen….“

Sehe ich auch so. Entweder völlige Weicheier oder der Jubel über die Machtübergabe der Taliban ist so groß, dass alle heilfroh waren, dass das „Menschenrechtsgelaber“ in Afghanistan endlich vorbei ist und endlich solide islamische Verhältnisse herrschen.

@08:30 von Jochen Peter

Sie haben in Deutschland nach wie vor das Recht, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen zu verweigern.

um 08:27 von Hollowman

In den 80er Jahren ist Russland in Afghanistan einmarschiert. Saudi Arabien hat daraufhin die Mujaheddin, die Widerstandskämpfer, mit Geld und Material, aber eben auch mit tausenden jungen fanatischen "Gotteskämpfern" unterstützt. Aus diesem Gemisch sind schließlich die Taliban entstanden.
_

An den/die Kriegsgeilen Interventionisten dieser Welt

Finde ich dieses Zitat aus einem Film von Scorsese passend :
Japanischer Daimyō (Fürst) zu portugischen Missionar :

"jeder weiss das ein Baum welcher in einer Art Erde gedeiht an einer anderen Art von Erde eventuell verdort und letztendlich stirbt.
Die Blätter (des Christentums) verdorren hier (in Japan). Die Knospen sterben."

In Japan ist das Chistentum immer noch ine kleine Minderheit und in Afghanistan herrschen nach 20 Jahre Bombenterror und Krieg immer noch die Taliban.

Alles nur Wunschdenken?

Ich war noch nie in Afghanistan, kenne Land und Leute nicht, aber von unseren Politikern und Medien wurde uns doch immer ein ganz anderes Bild der Lage gezeigt. Die aufgeklärten Menschen in den Großstädten waren eben nicht "das Volk", denn ohne die große Unterstützung der Bevölkerung hätten die Taliban nicht diese Erfolge gehabt. War das alles, was uns gezeigt wurde nur Wunschdenken, völlig an der Realität vorbei?

@ onkelbond um 8.52 Uhr

"Ich finde es sehr erstaunlich, das die Afghanische Armee, Bärtige Männer in Kleider und Gummisandale nichts entgegen zu setzen hat... Wurde sie so schlecht vom Westen ausgebildet? Oder hatten sie überhaupt nicht den Willen sich den Taliban entgegen zu stellen??"
Ich weiß es natürlich auch nicht. Aber ich nehme an, dass die Menschen, das afghanische Volk, inzwischen total zermürbt ist von der Bedrohung sowohl durch ausländische Kräfte als durch zugewanderte Terroristen (AL-Kaida) und islamistischen Taliban.
Die Armeeangehörigen haben wahrscheinlich in ihrem Leben bisher nichts anderes kennengelernt als Krieg, als Korruption und Vernichtung anderer. Das zerstört moralische/ethische/religiöse Werthaltungen. Auch wenn man als westlich orientierter Mensch die Werte des Koran ablehnt: Zerstörung, Mord, brandschatzen sind mit Sicherheit keine Werte des Koran.

Wechselnde Machthaber und Werte bedingen vielleicht eine Hilflosigkeit, eine Schicksalsergebenheit, die zum Aufgeben führt

Zitat: " Jetzt hauen diese

Zitat:
" Jetzt hauen diese super ausgebildeten Soldaten ab und lassen die Bevölkerung dort im Stich, wo es gerade jetzt darum geht, diese zu schützen."

wenn ich das lese kann ich nur konstatieren das man seit 20 Jahren nicht versteht was in Afghanistan abgeht
Seit 20 Jahren berichten die Nachrichten-Medien wie die Tagesschau das nach der Ausbildung von ortansässigen Afghanen zu Polizisten oder Militärangehörigen ca. 20-30% "verschwinden" - sprich die sind "dann mal weg" und nehmen natürlich auch noch ihre Handfeuerwaffe mit!
Und wo tauchen die wieder auf? -> bei den Taliban
Seit 20 Jahren versorgen die ausländischen Ausbilder wie die der BW die Taliban mit gut ausgebildeten Kämpfern.
--
So und nun dazu wo denn die ganze Armee hin ist?
Na wo ist sie denn hin wenn nicht zu den lokalen Talibangruppen!
-
Und das will man seit 20 Jahren nicht gemerkt haben bei Militär und Geheimdienst obwohl regelmässig TV - Nachrichten wie Polit-Magazine - darüber berichtet haben.
*sarkasmus*

Rückwärtsgewandte Glaubenskrieger

Der Topf der islamistischen Bewegung wird aus vielen Quellen rund um den Globus gespeist. Netzwerke, Kampf wie Terrorismus und Zulauf sind schon gute Ausrüstung für Agitation. Und dass in dem afghanischen Süppchen auch Iran und andere Länder mitkochen, steht außer Frage. Was die Taliban wollen, ist eine Diktatur der alten Hierarchie. Vorrang für Männer, Frauen weggesperrt, alte Rituale und Werte und Abschottung gegen unerwünschte Ideologien und Weltbilder. Ein militärischer Schlag gegen die Taliban als Intervention würde vielleicht kurzfristig nützen. Aber der jahrzehntelange Kleinkrieg zeigte auch, wenn man nur halbherzig Besatzung spielt, erreicht man nichts. Die Büchse der Pandora ist offen. Islamisten sind und bleiben auf dem Spielfeld. Solche Glaubenskrieger kann man nur wegsperren- völlig absurde und irrationale Vorstellung. Die Bevölkerung aber leidet so oder so. Woher jetzt die Patentlösung kommen soll, ist spannend. Und wohl kaum zu beantworten in dieser Eigendynamik.

08:59 von Eislöwe Haben Sie

08:59 von Eislöwe

Haben Sie einen anderen Artikel gelesen ?
In dem der Tagesschau steht folgendes :
**Der Kontakt zu anderen Staaten werde gesucht, da man nicht in Isolation leben wolle. "Wir bitten alle Länder und Organisationen, sich mit uns zusammenzusetzen, um alle Probleme zu lösen."**

Soviel zu Ihrer ersten Aussage.
Und wenn Sie " keine Lust haben sich mit dem Thema zu beschäftigen " : warum schreiben Sie dann hier ?

// Wichtig ist nur, das wir aufhören, alle Welt hier aufnehmen zu wollen. //

Jetzt wird " ein Schuh draus "! Selbstverständlich kann Europa/ Deutschland nicht alle Schutzsuchenden aufnehmen - keine Frage - aber es muss eine Lösung gefunden werden. Und wenn die heißt, das Schutzsuchende hier aufgenommen werden, dann sollte das selbstverständlich sein. Jeder, der hier dagegen wettert, sollte sich mal mit seiner Familiengeschichte befassen. Viele Familien kamen auch mal als Schutzsuchende/Flüchtlinge hier her.

08:39 von KarlderKühne

"Warum muß sich Deutschland immer einmischen? Hat man nicht aus zwei Kriegen gelernt?"

,.,.,.,

Zumindest aus dem Zweiten Weltkrieg hat Deutschland gelernt, dass ohne die Einmischung der Alliierten die Deutschen absolut verloren gewesen wären.

Seltsam, dass Sie auf diese Erfahrung hinweisen und dennoch fordern, dass Deutschland selber feige und duckmäuserisch zu sein habe.

@Hollowman 08:27

Zitat: "Verdiente Niederlage des Interventionismus - Man kann die verschiedensten und richtigen Argumente aufführen warum dieser bewaffnete Überfall auf Afghanistan falsch war. Schon der erste Schritt einen Völkerrechtswidrigen Angriff auf ein Land zu starten um es haftbar für Handlugen von Nicht - Regierungs Organisationen zu machen war falsch. Zum einen war keiner der 11 september Attenätter überhaupt Afghane..."

In erster Linie ist es eine Niederlage für die afghanischen Mädchen und Frauen, und insgesamt für das friedliches Leben in Afghanistan.

Die Taliban haben Al-Qaida unterstützt, und Bin Laden versteckt, also war eine Intervention durchaus plausibel.

@ 08:31 von zöpfchen

Wie muss man eigentlich gestrickt sein, wenn man die Evakuierung der eigenen Staatsbürger und bundeswehrunterstützender 'Ortskräfte' fordert und gleichzeitig die Flucht anderer verhindern will...

ich verstehe es gar nicht

Wieso dürfen die Taliban denn jetzt Afghanistan erobern? Ich dachte, der Vertrag lautete darauf, dass sich die USA zurückziehen, aber die Taliban ebenfalls friedlich bleiben müssen. Diesen Vertrag haben sie doch gebrochen? Warum wird kein Gegenschlag eingeleitet?
Zur Erinnerung: Das ist KEIN Bürgerkrieg. Die Taliban sind keine natürliche Bevölkerungsgruppe in Afghanistan, sondern sind aus den Mujaheddin hervorgegangen, durch starken Einfluss Saudi Arabiens.
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Wer versagt hat?

Es gab doch niemals einen plan, d.h. defacto auch kein ziel das man hätte ereichen können.
Es war von anfang an ein scheitern!
Der grund warum deutsche soldaten dort waren, war weil sie nicht im irak waren und schröder angst hatten den ami´s vor den kopf zu stoßen.

Ohne ziel und dem dazu gehörigen plan war es nur eine frage der zeit wann man die soldaten wieder abzieht und alles für die katz war...und das war ALLEN von anfang an klar!!!

Interessen

Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Truppen der Nato offensichtlich die einzigen Gegner der Taliban waren. Wenn diese bei dem bleiben was sie angekündigt haben, keine Rache, friedliche Entwicklung, Ausländer willkommen usw., drängt sich um so mehr die Frage nach dem Sinn dieses Krieges auf. Es handelte sich um einen amerikanischen Krieg für amerikanische Interessen, in dem D mehr oder weniger "freiwillig" hineingezogen wurde. Durch Schaden wird man Klug, sagt der Volksmund, deshalb kann es doch für D nur von Interesse sein, zu prüfen und zu diskutieren, bevor man sich zukünftig in solche Auseinandersetzungen und Kriege hineinziehen lässt, denn europäische und deutsche Interessen decken sich nicht automatisch mit denen der USA. Aber schon wieder ist im vorauseilenden Gehorsam ein Kriegsschiffchen ins Südchinesische Meer unterwegs um China paroli zu bieten - lasst es umkehren oder einen Freundschaftsbesuch machen, in welchem Hafen auch immer!

Re : datten !

Es gibt leider sehr viele Regierungen auf dieser Welt, die auf die eine oder andere Art korrupt ist. Auch in Afrika ist dies der Fall in etlichen Ländern, weil die Menschen, die an die Macht und zu Geld kamen, dies schamlos ausnutzen, nie wirklich einen Willen haben, für alle zu sorgen, auch wenn dies immer wieder betont wird.
Aber es sind leider auch viele idiotische religiöse Fanatiker unterwegs, übrigens auch in westlichen Ländern, die zulange unterschätzt und verharmlost wurden und werden, bis die böse Saat aufgegangen ist, und im Terror endet.
Ja auch für Mali sollte die BW und die Regierung ein besseres Konzept finden, als die in Afghanistan getan wurde. Dazu gleich ein guter Plan für einen Abzug !

-> 08:56 von draufguckerin --- Taliban Herrschaft illegitim

Ihr Kommentar hat meine vollumfängliche Zustimmung!

Es gab in Afghanistan Zeiten, in der "bürgerliche Freiheiten" (mit Abstrichen) und die Rechte von Frauen schon wesentlich weiter waren.

Erst als kommunistische Offiziere die Macht übernahmen kam die Stunde des Islamismus. Konservative islamische Kräfte bekamen Auftrieb, als sie sich zusammen mit anderen politischen Kräften gegen die neuen Machthaber erhoben.

Die haben dann die Sowjets ins Land gerufen, als sie kurz vor der Vertreibung von der Macht standen.

Die Unterstützung der USA für den Widerstand gegen die sowjetischen Invasoren hat im Schlagschatten dann auch islamistische Kräfte gestärkt. Aber erst die "Abrichtung" der Taliban in Pakistan, das sich damit Einfluss im Nachbarland erhofft hat, machte die Taliban zu dem Machtfaktor, der sie heute sind.

Der Westen

lässt zerstörtes Land zurück und flieht. Anders kann man dieses"Abzug" nicht nennen. Der, angeblich demokratisch gewählte, afghanische Präsident flieht ins Ausland. Wie haben die NATO- Staaten die afghanische Armee ausgebildet?! Die ergeben sich alle kampflos.. Will etwa keiner für die westliche Werte, die angeblich von allen Menschen auf der Welt so sehnsüchtig erwartet werden, kämpfen? Das zeigt auch dass die NATO-Soldaten von einheimischen als Besatzer gesehen wurden und Taliban schon immer unterstützt haben. 20 Jahre und umsonst gestorbene Soldaten für nichts! Die Politiker die dafür verantwortlich sind gehören vor Gericht!

09:02 von hesta15 Was soll

09:02 von hesta15

Was soll sie denn da? Das Licht ausmachen ?
Es sollte doch reichen, wenn die Flugzeuge unterwegs sind, um die betreffenden Personen da raus zu holen.
Und dieses Politik/Politiker Bashing finde ich widerlich.

Taliban übernehmen die Macht

Geduldig haben die fanatischen Taliban zwei Jahrzehnte gewartet, bis die Truppen abgezogen waren und haben nun das vollendet, was ja eigentlich zu erwarten war.
Für den aufgeschlossenen Teil der afghanischen Bevölkerung endet nun ein wunderschöner Traum in einem unvergleichlichen Albtraum.
So sinnlos - wie schon die ersten Kreuzzüge - war auch dieser zwei Jahrzehnte dauernde Einsatz der NATO-Truppen.
Meine Gedanken sind bei den tausenden Hinterbliebenen und den hunderttausenden neuen Flüchtlingen, die - meiner Ansicht nach - der einzige "Erfolg" einer gescheiterten Mission sind.

Röttgens Rettungsversuch

Und da wollte unser Auslandsexperte noch in letzter Minute noch ein paar Soldaten zum Opfergang schicken! Wie weit von der Realität sind unsere Politiker eigentlich. Ist so ein Ministersessel so bequem, daß man sich nicht aufraffen kann, sich zu informieren? Gibt es denn nichts Wichtigeres im Leben eines Ministers als die Vorbereitung für die nächste Legislaturperiode? Hoffentlich ist im September endgültig Schluß für viele etablierten!

Der Sieg der Taliban macht den NATO-Einsatz nicht falsch

"Wer kämpft kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren!"

Unter diesem Motto muss man den Einsatz der freien Welt für Afghanistan sehen.

Die Tatsache, dass die Afghanische Armee den Terroristen der Taliban nicht standgehalten hat, macht den 20 jährigen Versuch der internationalen Koalition, die Taliban dauerhaft von der Macht zu vertreiben, nicht falsch. Nur erfolglos.

Jeder freie Tag war ein Gewinn für einen Großteil der afghanischen Bevölkerung.

@sonnenbogen, 08.50h

Was ist an der Aussage von C.Lindner falsch?

@Jochen Peter 08:30

Zitat: "Totalversagen der Bundeswehr und Verteidigungsministerin - Für mich ist die Bundeswehr nun völlig durch, obwohl ich selber mal beim Hochzug der Bundeswehr war. ...Das, was sich hier die Amerikaner und Deutschen in Afghanistan geleistet haben ist Feigheit in größter Form. Jetzt hauen diese super ausgebildeten Soldaten ab und lassen die Bevölkerung dort im Stich, wo es gerade jetzt darum geht, diese zu schützen. Jeder kann sich ausdenken, was das für manche dort heißt, die mit den Ausländern kooperiert haben. ..... Eine Schande ist das, was zudem AKK und vdL über Jahre hier abgeliefert haben."

Von Feigheit kann man glaube ich nicht sprechen. Streitkräfte waren frustriert, daß sie sich an Spielregeln hielten, die Taliban nicht. Im Stich lassen aber in erster Linie die afgh. Streitkräfte ihre Bürger. Landesverteidigung ist nun mal Sache des eigenen Landes. Der Abzug mußte irgendwann kommen.

16 Jahre hat Merkel gebraucht, um die Bundeswehr verrotten zu lassen.

08:30 von JochenPeter

Erst waren fast alle gegen den Einsatz in Afghanistan und jetzt wo alle fremden Truppen draußen sind , ist das auch nicht richtig. Die Amerikaner haben überhastet den Abzug entschieden und schließlich umgesetzt und die Afghanen sind nach 20 Jahren nicht Willens den Taliban zu trotzen. Soll die BW mit ihren unzureichenden Fähigkeiten dort bleiben und weitere Gefallene beklagen und würden Sie freiwillig dort hin gehen ? Die Taliban verstehen nur die militärische Sprache, leider. Als Reservist sage ich, was jetzt passiert ist ist deprimierend, aber wir waren lange genug da.

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