Ihre Meinung zu: Krankschreibung per Telefon wird erneut verlängert

3. Dezember 2020 - 15:56 Uhr

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, dürfen sich Arbeitnehmer auch weiterhin ohne Arztbesuch per Telefon oder Videoschalte krankschreiben lassen. Eine entsprechende Sonderregelung wird bis 31. März 2021 verlängert.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1
Durchschnitt: 1 (1 vote)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Ebenfalls wichtig...

..wäre, dass man die Rezepte für z.B. Langzeit-Therapien online bekommen könnte, ohne in der Praxis jeweils vorstellig werden zu müssen. Vor allem ältere Menschen brauchen laufend Rezepte und gerade die sind besonders gefährdet, wenn sie dafür im Wartezimmer mit anderen Patienten dabei in Kontakt kommen.

Da wird Tür und Tor für die Faulen geöffnet

Ich finde es gefährlich, wenn man sich per Telefon krank schreiben lassen kann.
Das ruft doch in der Hauptsache die auf den Plan, die eh nicht gerade die große Lust auf Arbeit verspüren.
Ein Anruf, ein bisschen kränkeln mit der Stimme und schon hat man 1 Woche Urlaub und wenn die nicht reichen sollte, dann rufe ich halt nochmal an.
Wie gesagt, ich halte dieses für gefährlich und falsch.

17:30 von Plexperte - Türöffner für Faule

Sehe ich genauso wie sie!

Ein bisschen näseln und schon wirke ich erkältet.......was keine Kunst ist.

@ 17:30 von Plexperte

"Da wird Tür und Tor für die Faulen geöffnet"
Das war schon im Frühjahr nicht der Fall. Dafür sorgt ggf schon der Druck am Arbeitsplatz dafür dass das nicht nennenswert ausgenutzt wird. Bei nicht wenigen Arbeitsplätzen gibt es sog. "Rückkehrgespräche" Sinn und Zweck kann sich ja jeder selbst denken.

@Plexperte 17:30 Uhr

"Ich finde es gefährlich, wenn man sich per Telefon krank schreiben lassen kann.
Das ruft doch in der Hauptsache die auf den Plan, die eh nicht gerade die große Lust auf Arbeit verspüren.
Ein Anruf, ein bisschen kränkeln mit der Stimme und schon hat man 1 Woche Urlaub und wenn die nicht reichen sollte, dann rufe ich halt nochmal an.
Wie gesagt, ich halte dieses für gefährlich und falsch."

Dass ein Kommentar wie der von Ihnen kommt, das wußte ich. Ich konnte nur nicht wissen, wie lange man darauf warten muss.

Ich finde es schäbig, den Menschen pauschal so etwas zu unterstellen. Ja, es wird vermutlich Einzelne geben, die das ausnutzen. Der Vorteil, mit dieser Regelung das Infektionsgeschehen nicht noch weiter voranzutreiben, wird überwiegen.

@Plexperte - Gefährlich ist etwas anderes.

17:30 von Plexperte:
"Ich finde es gefährlich, wenn man sich per Telefon krank schreiben lassen kann."

Ja, das ist sehr gefährlich. Man könnte sich im Telefonkabel verheddern und stürzen.

Noch gefährlich ist aber, wenn Kranke gezwungen werden, ihre häusliche Quarantäne zu verlassen. Die fahren dann zum Arzt und stecken auf dem Weg dorthin andere an. Und wer gar nicht krank ist, bekommt das Attest trotzdem und geht mit der im Wartezimmer eingesammelten Infektion nach Hause.

Schlimmer als die Attestpflicht sind nur noch jene Menschen, die sich krank zur Arbeit schleppen und dadurch die Gesundheit ihrer Kollegen gefährden.

Telefonische AU ist schon ok,

die „Faulen“, die sich dann einfach eine Auszeit gönnen, gibt es schon immer. Und eine AU haben die sich früher auch in Präsenz beim Arzt geholt. Das telefonische Attest hat aber genau den Vorteil, dass ein wirklich kränkelnder Arbeitnehmer zuhause bleibt und niemanden ansteckt. Zwingend sollte jedoch eine mind. 10-tägige Quarantäne ausgesprochen werden. Die „Faulen“ sollen daheimbleiben und zwar wirklich. Das aber ist das eigentliche Problem, eine Quarantäne wird nicht ausgesprochen und kann auch nicht kontrolliert werden. Der Sinn für Gemeinschaft fehlt halt leider den meisten. Solidarität, Achtsamkeit und Empathie wird leider nicht mehr anerzogen und daher fehlt das Verständnis dafür bei vielen. Man hält ja auch keine Türen mehr auf oder bietet seinen Sitzplatz denen an, die ihn nötiger hätten. Die Ellenbogengesellschaft lässt grüßen.

Virenschutzprogramm

Dennoch gab es wohl weniger Krankschreibungen, las ich. Geschuldet der besseren Hygiene, wegen Kurzarbeit, Homeoffice, Schließungen oder warum?

Jetzt geht man nicht arbeiten, wenn man Erkältungssymptome oder Husten hat, früher war man ein Held, sich noch mit Fieber und Grippe ins Büro sich zu schleppen.

Die Regelung, sich mit Symptomen zu isolieren und möglichst nicht andere auch noch zu infizieren ist sicher gut. Home Office ist da erste Wahl. Könnte so bleiben, solange das Virus bekämpft werden muss.

17:30 von Plexperte

"Ich finde es gefährlich, wenn man sich per Telefon krank schreiben lassen kann.
Das ruft doch in der Hauptsache die auf den Plan, die eh nicht gerade die große Lust auf Arbeit verspüren."

,.,

Sie schreiben "in der Hauptsache".
Die meisten der Anrufer, unterstellen Sie, seien asozial und würden gar nicht krank sein.

Dass das rein erfunden ist, ist natürlich ersichtlich. Woher sollte da auch jemand Fakten haben.

Ich weiß nicht, wieviel Prozent der Menschen auf telefonische Krankschreibung in Corona-Zeiten ANGEWIESEN sind.

Ich selber würde die Betrüger eher zwischen 2 und 5% einschätzen, wenn nicht sogar unter 1%.

Und deswegen sollen die WIRKLICH meisten sich nicht telefonisch krankschreiben lassen können, wenn sie wirklich krank sind?

Sondern sich in corona-durchschwängerte Wartezimmer begeben?

18:26 von morgentau19

"Ein bisschen näseln und schon wirke ich erkältet.......was keine Kunst ist."

,.,.,

Dann näseln Sie eben.
Nicht so schlimm, als wenn jemand mich ohne Maske anniest.

Auf diese paar Arbeitsscheuen kommt es echt nicht mehr an.
Wir haben schlimmere Anti-Soziale unter uns, und DIE sind das Problem.

@hans-rai, 16.34h

Wenn es nur um Rezepte geht, bestelle ich die telefonisch oder per Fax und brauche sie dann nur noch abzuholen bzw. bekomme sie zugeschickt.

@ Sausevind 19:45

"Wir haben schlimmere Anti-Soziale unter uns, und DIE sind das Problem."

Besser hätte ich es auch nicht formulieren können. Und gegen das Virus das diese Zielgruppe befallen hat, hilft auch die Schulmedizin nichts.

Am 03. Dezember 2020 um 19:01 von Geerdeter

"die „Faulen“, die sich dann einfach eine Auszeit gönnen, gibt es schon immer. Und eine AU haben die sich früher auch in Präsenz beim Arzt geholt."

Wollte ich auch grade schreiben, kann ich mir jetzt sparen.

18:26 von morgentau19

@17:30 von Plexperte - Türöffner für Faule

«Sehe ich genauso wie sie!
Ein bisschen näseln und schon wirke ich erkältet.......was keine Kunst ist.»

Dann näseln sie halt am Telefon.
Und üben vorher noch echt klingend hüsteln dazu.
Werden Sie dann krank geschrieben … und dürfen wieder normal sprechen.

Müssen die Blaumacher aus Leidenschaft als Hobby wenigstens nicht mehr in Arztpraxen die Aufmerksamkeit der Ärzte von den tatsächlich Erkrankten abziehen. Und dumm rum weg sitzen müssen sie die Stühle im Wartezimmer den Erkrankten auch nicht mehr.

Wie bei allem wie bei immer, wird es welche geben, die das ausnutzen, ohne real krank zu sein. Die haben sonst in der Arztpraxis auch ihre erprobten Methoden. Oder sie tingeln so lange von Arzt zu Arzt, bis sich einer der Jammerer erbarmt. Is' ja auch bald Weihnachten … so als gute Tat für unter'm Tannenbaum, damit der Nerver sich endlich wieder vom Acker macht.

100% ist nirgendwo.
Wegen der 3% Blaumänner Sinnvolles versagen ist sinnfrei.

@16:34 von hans-rai

//Ebenfalls wichtig...
..wäre, dass man die Rezepte für z.B. Langzeit-Therapien online bekommen könnte, ohne in der Praxis jeweils vorstellig werden zu müssen. Vor allem ältere Menschen brauchen laufend Rezepte und gerade die sind besonders gefährdet, wenn sie dafür im Wartezimmer mit anderen Patienten dabei in Kontakt kommen.//

Ich hatte da kürzlich kein Problem. Ich hatte bei meiner Krankenkasse angerufen und erklärt, dass ich ungern nur wegen eines Rezepts mit dem Bus zum Arzt fahren würde.
Da die Praxis aber einen Mitglieds-Nachweis benötigt, hat die Kasse diesen an die Praxis geschickt. Ich habe dann noch in der Praxis angerufen und dann wurde mir das Rezept per Post geschickt. Teilweise geht das wohl auch schon über eine App., allerdings habe ich kein Smartphone.

@18:57 von Nachfragerin

//17:30 von Plexperte:
"Ich finde es gefährlich, wenn man sich per Telefon krank schreiben lassen kann."

Ja, das ist sehr gefährlich. Man könnte sich im Telefonkabel verheddern und stürzen.//

Ihre etwas alberne Antwort zeugt von medizinischer Unkenntnis.
Ich bin selbst einmal nur deshalb zum Arzt gegangen, weil ich eine Bescheinigung für die Arbeitsunfähigkeit benötigte. Ich war von einem grippalen Infekt ausgegangen. Kaum zu Hause angekommen, rief die Ärztin an und teilte mit, dass die Blutwerte (die Blutentnahme wurde "nur zur Sicherheit" gemacht) für eine Lungenentzündung oder eine beginnende Sepsis sprächen und dass ich mich sofort in die nächste Notaufnahme begeben solle. Es war tatsächlich eine Lungenentzündung und ich wurde sofort stationär aufgenommen. Eine Antibiotika-Infusion hatte man mir schon in der Notaufnahme gelegt.
Wie schlimm es ohne Arztbesuch geworden wäre, kann man im Nachhinein natürlich nicht wissen.

Am 03. Dezember 2020 um 20:55 von schabernack

Zitat: 100% ist nirgendwo. Wegen der 3% Blaumänner Sinnvolles versagen ist sinnfrei.

Bei demjenigen, der wenig Personal hat, stellt der Ausfall eines Arbeitnehmers einen höheren Prozentsatz dar.

Da gilt aber auch das Kündigungsschutzgesetz nicht.

Arbeiten ist ja auch ätzend

Was freue ich mich auf all die Debatten nach Corona. Was dann alles möglich sein wird. Autofreien Innenstädte, Rauchverbot, Alkoholverbot, Besteuerung ungesunder Lebensmittel... arbeiten wenn man Lust hat, Grundeinkommen, Grundrente...und einfach 10 Jahre Zuhause blieben, der Staat übernimmt 87 Prozent vom Lohn. Das werden tolle Zeiten. Und nie wieder Debatten über Lohnfortzahlung. Wer sich nicht fühlt bliebt zuhause... wenn es zu kalt ist oder regnet, einfach mal 7 Tage frei. Passt. Perfekt.
.
In 10 Jahren gucken wir zurück und fragen uns, wie blöd wir die letzten Jahrzehnte waren.
Und wer das alles zahlt... wen kümmerts, wir leben ja heute.

19:01 von Geerdeter

Obwohl ich mich erst über Ihr post gefreut habe, weil ich ähnlich denke, kam dann dies:

"Der Sinn für Gemeinschaft fehlt halt leider den meisten."

Ist wieder eine herbeigeflunkerte Pauschalität, den Populisten gleich, die ohne zu lügen ihre "Botschaft" nicht verkaufen zu können glauben.

Und die folgende Aussage gleich mit:

"Achtsamkeit und Empathie wird leider nicht mehr anerzogen"

Seit über 60 Jahren höre ich diese leere Behauptung - danach dürfte Achtsamkeit und Empathie schon seit dem 1. Weltkrieg nicht mehr anerzogen sein.

Da ich jeden Tag mit jungen Leuten zu tun habe, vor Corona auch viel in Bus und Bahn
unterwegs war, jetzt aber auch noch in Supermärkten:

WEISS ich, dass zumindest in der Stadt, in der ich lebe, die jeweils nachwachsenden Generationen auf begeisternde Weise achtsam und empathisch sind.

"Man hält ja auch keine Türen mehr auf oder bietet seinen Sitzplatz denen an, die ihn nötiger hätten."

Komisch: wenn ich den Bus betrete, springen immer mind. 2 auf.

2119 falsa demonstrantio

"Bei demjenigen, der wenig Personal hat, stellt der Ausfall eines Arbeitnehmers einen höheren Prozentsatz dar"
Ja deswegen soll ja auch covid 19 positiv getestete personal trotzdem arbeiten und Ärzte unter Quarantäne werden vom Gesundheitsamt zur Arbeit verpflichtet.
Und deswegen wird wohl auch in den Heimen nicht konsequent getestet. Es könnte das Personal positiv sein und dann hätte man keine pfleger mehr

@21:39 von Advocatus Diabo...@falsa demonstrantio

//Und deswegen wird wohl auch in den Heimen nicht konsequent getestet. Es könnte das Personal positiv sein und dann hätte man keine pfleger mehr//

Das würde ich zumindest nicht für alle Einrichtungen ausschließen. Beim MRSA ist es definitiv so (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus). Da hilft im Verdachtsfall nur Eigeninitiative (Hausarzt). Vorsorge gibt es da so gut wie gar nicht.

@hans-rai..

Unser Hausarzt hat eine eigene Telefonnummer mit AB, mit der man Rezepte und Überweisungen bestellen kann.

in der ersten Welle war es so geregelt, dass man "auf Band" anrief, seine Bestellung aufgab und die Apotheke benannte, wo man seine Sachen abholen wird.
1-2 Tage später rief die Apotheke an und gab bekannt, dass die Medikamente abgeholt werden können. Die Überweisungen wurden per Bote in den Briefkasten geworfen..

21:01 von Anna-Elisabeth

dass ich ungern nur wegen eines Rezepts mit dem Bus zum Arzt fahren würde.
.
also mein Arzt schreibt ohne den Patienten gesehen zu haben kein Rezept raus
auch kein Folgerezept
Übrigens mein bisheriger Apotheker (jetzt hat der seinen Laden umzugshalber geschlossen)
hält jedes mal einen Vortrag, was man zu beachten hat bei der Einnahme
Selbstverständlich gehe ich immer zur gleichen Apotheke, da weiß man ja um meine Medikamente
und um deren mögliche Wechselwirkung

21:19 von falsa demonstratio / @schabernack

«Bei demjenigen, der wenig Personal hat, stellt der Ausfall eines Arbeitnehmers einen höheren Prozentsatz dar.

Da gilt aber auch das Kündigungsschutzgesetz nicht.»

Ich meinte nicht einen best. Prozentsatz in einzelnen Unternehmen / bei Selbständigen unter deren (oft nur wenigen) Angestellten.

3% war / ist nur so'ne Zahl für die Gesamtheit der Arbeitnehmerschaft. Ich weiß gar nicht, ob es nicht auch bspw. 5% oder 7% sind, die man zu "regelmäßigen Blaumachern" zählen müsste.

Ich war nie in einem großen Unternehmen angestellt. "Damals bei meinen Japanern" waren wir ± 30 mit 10 Japanern dabei. Hoher unternehmens-interner Druck zu mögl. sozial-konformem Verhalten. "Blau gemacht" waren die Jeans im Büro, die Kittel von denen in der Werkstatt, und die Farbe kurzer Wellenlänge bei unseren Objektiven + Ferngläsern. Sonst nix.

Nun sind es ± 150 Mitarbeiter im DEU-Unternehmen. Soziale Kontrolle ist geringer, aber noch deutlich spürbar. Der Chef weiß, wer alle Mitarbeiter "blau" sind.

Darstellung: