Kommentare

Taiwan, China und die UN

Taiwan hat z.B. den Virus sehr früh, sehr schnell und sehr effektiv bekämpft.

Deren Erfahrungen und Know-How wurde international aber nicht weitergegeben - weil China aus Nationalismus jeden Handelspartener bestraft oder rauswirft, der Taiwan auch nur irgendwie anerkennt.

Darum ist Taiwan zur Schande der UN nicht in der WHO oder anderen Gremien.

@facepalm 09:05

"...sehr schnell und sehr effektiv bekämpft." Ach ja, und natürlich voll demokratisch. Vielleicht sind die Völker Chinas einander nicht so unähnlich. Und die Maßnahmen in Taiwan denen in der VR auch nicht.
Die europäische Mentalität, die wir so gerne mit Demokratie verwechseln, ist eben sozusagen etwas "individueller".

Das chinesische Vorgehen ist vermutlich nicht übertragbar.

@09:05 von facepalm
In Wuhan gab es ein so striktes Lockdown wie es bei uns schon an praktischen Erfordernissen scheitern würde. Die KP-Jugend versorgte z.B. alle "eingesperrten" Familien mit Lebensmitteln etc.

Da sieht der Herr Guterres...

...die Corona-Pandemie mit 1,5 Millionen Toten als Test, den man verloren hat. Als wenn es nach dem katastrophalen Versagen beim Hunger oder dem Klimawandel mit noch wesentlich mehr Opfern noch Zweifel an der Unfähigkeit der Menschen geben könnte, sich Problemen lösungsorientiert zu stellen...

@ um 09:05 von facepalm

Das taiwanische Rezept der erfolgreichen Corona - Bekämpfung ist doch in aller Welt bekannt. Ebenso, wie in mehreren anderen asiatischen Staaten erfolgreich gegen Corona vorgegangen wird.
In Taiwan ist der Gesundheitsminister Epidemiologe. Dessen Fachwissen war von Beginn der Pandemie an ein großer und wichtiger Vorteil für dieses Land.
Vor allem aber wird in Asien nicht so viel Wert auf den heutzutage bei uns völlig überbewerteten Datenschutz gelegt.
Und solange in Deutschland nicht wieder Rechtsradikale an der Regierung beteiligt werden, ist Datenschutz unnötig, auch wenn man berücksichtigt, dass die asozialen Medien und die großen Internetkonzerne seit 20 Jahren schon alle Daten über uns haben, die sie haben wollen.
Es sollte selbstverständlich sein, dass der Staat wenigstens auch über die Daten verfügt, die zur Corona - Bekämpfung nötig sind.
Momentan aber kostet der Datenschutz Menschenleben. Jeden Tag. Ganz ohne Diktatur.
Ob das im Sinne des Erfinders war?

"Viel zu spät"

Das ist aber höflich ausgedrückt.

Wozu braucht es eine UN, wenn die derart versagt?

UN-Sondergipfel: Besser spät als nie....

UN-Generalsekretär Guterres zeigt sich pessimistisch. Und das ist auch kein Wunder, droht doch ein Impfstoff-Nationalismus reicher Länder. Impfen gegen Corona, daß wird es wahrscheinlich nicht für alle Menschen auf der Welt geben, auch wenn sie es wollen.

Außerdem muss gesehen werden, daß natürlich Firmen wie Moderna, Pfizer oder Biontech ihre Aktionäre bedienen wollen und müssen.
Das kann auch ein Hindernis sein für die weltweite Bekämpfung von Corona ( dritte Welt).

Jetzt erst?!

Wie im Artikel richtig angemerkt hätten so Absprachen bereits viel früher getroffen werden müssen und es zeigt im Prinzip nur die Verkrustungen dieser Organisation(en) auf.

Interessant auch das jemand vorangehen will, NACHDEM andere dran waren - Ironie pur. Ich bin übrigens alles andere als ein Impfgegner, mein Impfbuch ist sogar gut gefüllt, werde mich aber vorerst nicht gegen Covid19 impfen lassen, denn dafür gibt es noch zu viele Fragezeichen für mich.

Ist ja laecherlich

Verteilt den Impfstoff, dann ist die Krise vorbei. Ist doch egal, wo man beginnt. Oder haben wir unterschiedliche Wertigkeiten?

Die UN hat nix positives dazu beigetragen
und jetzt, wo das Ende der Krise absehbar ist, misch man sich ein.

Alles was man erreicht sind vermutlich zusaetzliche Kosten oder Verzoegerungen.

Die UN wird am Verteilungsmodus nichts aendern oder verbessern. Hat man ja nicht mal bei Malariamedikamenten geschafft. Und die Erkrankung gabs bereits vor Gruendung der UN.

@ facepalm 09:05

.... >>weil China aus Nationalismus jeden Handelspartener bestraft oder rauswirft<< ...

Klar, deswegen sind auch z.B. ASUS und ARECA, die sowohl aus Taiwan stammen als auch großteils in Taiwan produzieren, ohne jegliche Bedeutung auf dem IT-Markt. (Ironie off)
Das einzige, wo ich Ihnen zustimmen kann, ist, daß Taiwan die politische Anerkennung durch die VR China verweigert wird und die VR China gegenüber ihren Gesprächspartnern darauf besteht, daß diese genauso verfahren. Dies liegt aber in der Historie begründet, da die VR China das Land als eine Einheit sieht und Taiwan erst ein Eigendasein führt seit die Kuomintang sich nach Taiwan abgesetzt haben. Vorher führte Taiwan kein staatliches Eigendasein.

@ um 09:35 von krittkritt

Daran kann man sehen, wie sinnvoll Jugendliche behilflich sein könnten, wenn sie der unsinnige Präsenszwang in den Schulen nicht davon abhalten würde.

Fragwürdige Existenzen?

Die WHO sowie die UN haben in dieser Pandemie schlicht einmal mehr versagt. Es hat sich schlicht widerholt gezeigt, dass diese Organisationen in ihrer derzeitigen Form nichts entscheidendes mehr bewegen können weil sie längst von ihren Mitgliedsstaaten machtpolitisch instrumentalisiert sind.
Für schlichte Reformen ist es freilich auch zu spät. Das hätte um 1990 geschehen müssen, als die weltpolitische Lage es hergegeben hätte.
Und so verkommen sie nach und nach zum Diskussionspodium ohne Handlungsmacht ... auf die Empfehlungen hört 'eh keiner mehr.

Bringt es etwas?

Oder geht es jetzt um PR? Wird spannend ob da Lösungen herauskommen werden. Zu spät sind unsere gewählten Organisatoren in den letzten Jahrzehnten sehr oft und das ist demotivierend was die Zukunftsaussichten betrifft.
Es müsste jetzt das Geld für die Entwicklung ersetzt werden und mindestens ein Impfstoff als Generika ermöglicht werden. Das wäre reelle globale Zusammenarbeit und auch gar nicht so teuer. Leider kann man dann nicht so viel daran verdienen und sehe daher schwarz für solche Entwicklungen. Die "Wirtschaft stabil zu halten" steht doch eh immer auf Platz 1 ganz unabhängig um welches Thema es geht.

10:36, H. Hummel

>>Die WHO sowie die UN haben in dieser Pandemie schlicht einmal mehr versagt. Es hat sich schlicht widerholt gezeigt, dass diese Organisationen in ihrer derzeitigen Form nichts entscheidendes mehr bewegen können weil sie längst von ihren Mitgliedsstaaten machtpolitisch instrumentalisiert sind.
Für schlichte Reformen ist es freilich auch zu spät. Das hätte um 1990 geschehen müssen, als die weltpolitische Lage es hergegeben hätte.
Und so verkommen sie nach und nach zum Diskussionspodium ohne Handlungsmacht ... auf die Empfehlungen hört 'eh keiner mehr.<<

Man kann natürlich prima auf die Institutionen, die die Menschen dieser Welt, also die Menschheit, geschaffen haben, schimpfen.

Das geht aber am Thema vorbei.

Wer versagt hat und immer wieder versagt, das ist die Menschheit, also unsere Art.

Wer will, kann daraus die Forderung ableiten, alle Versuche, Institutionen zu schaffen um an einem Strang zu ziehen, gleich bleiben zu lassen und das wenige, was erreicht wurde, aufzugeben.

10:26, nie wieder spd

>>@ um 09:35 von krittkritt
Daran kann man sehen, wie sinnvoll Jugendliche behilflich sein könnten, wenn sie der unsinnige Präsenszwang in den Schulen nicht davon abhalten würde.<<

In Staaten mit Einparteiensystem haben Aktivitäten der Parteijugend selbstverständlich Vorrang vor der Schulpflicht.

Man kennt das ja auch aus den beiden deutschen Einparteienstaaten des letzten Jahrhunderts.

Die ich, um Mißverständnissen vorzubeugen, nicht gleichsetzen möchte.

Besser spät als nie den RICHTIGEN die Verantwortung übertragen

"UN-Generalsekretär Guterres macht keinen Hehl daraus, dass er frustriert ist. Die Pandemie sei ein Test für die internationale Kooperation. Ein Test, den wir verloren haben, sagt Guterres"

Offensichtlich. Eine weitere Debattierrunde "auf höchster Ebene", in der die "Mächtigen" dieser Welt über das Schicksal ihrer jeweiligen Bevölkerungen entscheiden, hat also reine "Alibifunktion", um den Bürgern die Illusion zu vermitteln, man handle in ihrem (und nicht wie immer zuvorderst im eigenen) Interesse: Machterhalt.

Am 03. Dezember 2020 um 10:26 von nie wieder spd

Zitat: Daran kann man sehen, wie sinnvoll Jugendliche behilflich sein könnten, wenn sie der unsinnige Präsenszwang in den Schulen nicht davon abhalten würde.

Die Mobilisierung der Jugend hat in China Tradition. Ich erinnere an die Kulturrevolution.

In Deutschland zu bestimmten Zeiten übrigens auch.

Sitzung und Abstimmung zur gerechteren Verteilung

Ich würde für diesen speziellen Fall dafür plädieren, den weiterentwickelten "alten" Industriestaaten global gesehen weniger Stimmrechtsanteile zukommen zu lassen. Z.B. Deutschlands nur ein Drittel von z.B. Simbabwe (nur als Beispiel). Da Menschen dazu neigen, immer zuerst sich selbst zu sehen, zu beschützen und zu retten, erst recht wenn es ums Überleben geht, sollte aus Gerechtigkeitsgründen so verfahren werden. Denn bisher waren Entwicklungs- und Drittewelt-Länder immer benachteiligt und ausgebeutet worden, sodass deren Bürger in der Corona-Pandemie viel weniger Überlebenschancen besitzen, aufgrund ihrer unterentwickelten und noch rückständigen Gesundheitssysteme. Ungerechtigkeit infolge (Chancen-)Ungleichheit nenne ich das, und ich sollte es wissen: ich bin ausgebildeter und erfahrener Schiedsrichter und sehe Konfliktlösungen immer völlig neutral und unabhängig!

@Tinkotis um 09:44 Uhr

" Als wenn es nach dem katastrophalen Versagen beim Hunger oder dem Klimawandel mit noch wesentlich mehr Opfern noch Zweifel an der Unfähigkeit der Menschen geben könnte, sich Problemen lösungsorientiert zu stellen..."

Dem stimme ich generell/allgemein zu. Jedoch nicht unter etwas differenzierterer Betrachtung (des homo sapiens).
Wenn er/sie an die Macht gelangt, dann werden die richtig großen Probleme ausgeblendet, und das fast alleinige Ziel ist das eigene Leben zu sehen und dessen Erhaltung (von Macht/Wohlstand usw.).
Als "unwichtige", "bedeutungslose" und "niedrigste Glieder" in der Kette der menschlichen Machtstrukturen/Hierarchien könnten Menschen durchaus Probleme lösungsorientiert angehen, wenn sie zusammenhalten, solidarisch sind und ein "Team" bilden (Schwarmintelligenz).

@ um 11:39 von fathaland slim

„In Staaten mit Einparteiensystem haben Aktivitäten der Parteijugend selbstverständlich Vorrang vor der Schulpflicht.“
Bei 500 Corona- Opfern täglich sollte die Schulpflicht in keinem System so wichtig sein, dass mit ihrer Hilfe auch Schüler und ihre Verwandtschaft einer potentiellen Lebensgefahr ausgesetzt werden!
Erschwerend kommt hinzu, dass ganz klar auf keinem Gebiet des noch so offensichtlichen Mangels irgendwie für Abhilfe gesorgt wurde.
Der härteste Lockdown findet seit 10 Monaten in unseren Regierungen und Ministerien statt.

Die ganzen Vetorechte, ...

... und größeren (weil wirtschaftlich stärkeren) Einflussmöglichkeiten einiger Staaten (sage nur "Exportnation Nr. 1") hängen mir längst zum Hals heraus. Dass das nichts anders, als auch das Recht des Stärkeren bezeichnet werden kann, ist mehr als eindeutig.
Weg mit den Vetos und der Weltanschauung, sich nur einer Gruppe zugehörig oder ihr gegenüber verantwortlich zu fühlen! Weg mit "Zum Wohle des Volkes", - "Zum Wohle der Menschheit" sollte nur noch gelten!

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