Ihre Meinung zu: Mutmaßlicher Amokfahrer von Trier soll vor den Haftrichter

2. Dezember 2020 - 8:26 Uhr

Warum mussten fünf Menschen in der Trierer Innenstadt sterben? Dieser Frage gehen die Ermittler weiter nach. Der festgenommene Autofahrer muss vor den Haftrichter. Eine ganze Stadt steht unter Schock.

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Kommentare

Es wird vielleicht Zeit,

dass Führerscheininhaber sich einer regelmäßigen Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen.

Ich habe meine Seediensttauglichkeit dieses Jahr wegen leichter ADHS verloren, aber mit dem Auto darf ich weiter herum fahren. Wer soll das verstehen?

Warum keine Sozialarbeit

Ich finde es schade, dass man Menschen töten kann und dann auf Grund von psychischen Störungen nicht bestraft wird. Ich denke, dass dieser Mensch täglicjh mit dem Auto fährt und es verlangt eine gewisse Intelligenz, um in die Fussgängerzone zu gelangen und dann gezielt auf Leute zu zufahren einer gewissen kaltblütigkeit. Die meisten weichen schon Vögeln etc. aus. Natürlich kann man ein Menschenleben nicht bezahlen, aber die Beerdigungskosten, Schmerzensgeld etc.schon. Die sollte dieser Mensch abarbeiten. Sozial schwachen helfen, Bauarbeiter es gibt genug Aufgaben um zu helfen. Das ist meine Meinung.

Fassungslos

Trier gehört zu meiner Heimat, ich liebe die Stadt und mag die Menschen dort. Was passiert ist, macht mich fassungslos und sehr traurig.
Was macht einen Menschen zum Mörder?
Ein Baby, keine zehn Wochen alt und sein Vater - mein ganzes Mitgefühl ist bei der überlebenden Mutter und ihrem Sohn, aber auch bei allen anderen Angehörigen der Toten.
Ich kann das nicht verstehen.

Unfassbar schreckliche tat

Es ist unfassbar das jemand mit dem Auto einfach unschuldige Menschen umbringt.
Bei dieser Tat fehlen mir die Worte!
-
Ich wünsche den Angehörigen viel Kraft um dies zu verarbeiten.
-
Ich hoffe es gibt ein paar Menschen die den Angehörigen der Opfer helfen können ihnen Trost und Zuversicht geben können, in diesen schweren Zeiten.
-
Ich hoffe das die Angehörigen wieder zurück in den Alltag finden können.
Mir ist bewusst das sie nach so einer Tragödie viel Zeit brauchen das zu verarbeiten und zu verkraften, doch hoffe ich das sie es schaffen.
-

Zuerst mal an alle Opfer und

Zuerst mal an alle Opfer und deren Angehörige mein herzliches Beileid.

Für mich gehört der Mann nicht in die Psychiatrie sondern ins Gefängnis.
Sowas geht gar nicht. Was soll das für ein Zeichen für eventuelle andere Täter
( Nachahmer ) sein - mach mal es passiert dir nichts ?
In solchen Fällen würde ich mir mehr Strenge von den Gerichten wünschen. Der " Täter " darf immerhin - im Gegensatz zu seinen Opfern - weiter leben .
Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das der " Täterschutz " vor dem Opferschutz steht.
Das ist sowas von an meinem Rechtsempfinden vorbei. :-((

@Entenbürzel

"Es wird vielleicht Zeit,
dass Führerscheininhaber sich einer regelmäßigen Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen. "
Dann müssten Sie das täglich überprüfen. Das kann sich doch bei labilen Menschen täglich ändern.
Ich denke das wird nicht gehen.
Wollen Sie denn Ihren Führerschein nun auch freiwillig abgeben, nachdem Sie Ihre Seetauglichkeit verloren haben ?

Alkohol?

Warum wird in deiesem Zusammenhang nicht über den generellen Umgang von Alkohol diskutiert?

Unterm Strich würde es uns allen besser gehen. Auch in der Pandemie hat sich gezeigt, dass das Verbot von Alkoholkosum die Menschen klarer werden lässt.

So könnten wir auch das Gesundheitssystem entllassten und uns um die 70000 Todesfälle pro jahr ersparen.

Erst Hanau jetzt Trier

Schon wieder schlägt ein psychisch Kranker zu. In Hanau wollte ein Schitzophrener auf seine angebliche Überwachung aufmerksam machen.

Warum immer wieder Amok?

Nennt die Namen, Gebt den Toten ein Gesicht. Ehrt die Opfer. Hautfarbe oder Ethnie dürfen keinen Unterschied machen.

Schwer zu verstehen, aber...

...man kann es versuchen.

Einige sagen, dass der Fahrer nicht in eine Psychiatrie gehöre, sondern ins Gefängnis. Das ist menschlich verständlich. Aber so einfach ist das nicht.

Man muss zunächst einmal akzeptieren, dass eine psychiatrische Erkrankung eben eine Krankheit im Gehirn ist, so wie andere Organe unseres Körpers erkrankt sein können.

Wenn also jemand einen Unfall mit Todesfolge verursacht, weil er einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder sonst etwas hat, dann sind die Folgen genauso schrecklich. Wir bringen aber mehr Verständnis dafür auf. Keiner würde Gefängnis fordern, sondern der Mensch würde in eine Klinik eingeliefert.

Wenn aber das Hirn statt dem Herzen aussetzt, dann fällt uns das Verständnis schwer. Auch mir.

Keiner von uns kennt die genaue Diagnose. "Psychische Erkrankung" ist ein weites Feld. Überlassen wir die Beurteilung denen, die sich mit so etwas auskennen.

Mein Beileid den Opfern und ihren Angehörigen.

@vonich1961

"

Am 02. Dezember 2020 um 08:55 von ich1961
Zuerst mal an alle Opfer und

Zuerst mal an alle Opfer und deren Angehörige mein herzliches Beileid.

Für mich gehört der Mann nicht in die Psychiatrie sondern ins Gefängnis.
Sowas geht gar nicht. [...] In solchen Fällen würde ich mir mehr Strenge von den Gerichten wünschen. Der " Täter " darf immerhin - im Gegensatz zu seinen Opfern - weiter leben .
Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das der " Täterschutz " vor dem Opferschutz steht.
Das ist sowas von an meinem Rechtsempfinden vorbei. :-(("

Wenn - wie es im Bericht steht - Hinweise vorliegen, daß der Täter psysische Probleme habe, dann gehört er in die Psychatrie und nicht ins Gefängnis. So ist das in einem Rechtsstaat, der auf humanistischen Werten basiert. Er wird mit Sicherheit in die forensische Psychatrie verbracht. Das ist quasi ein Gefängnis, mit zusätzlicher Psychatrie.
Es geht auch nicht darum, was Sie sich wünschen, sondern was nach dem Gesetz geboten ist und das ist gut so.

@ Entenbürzel

>>> Es wird vielleicht Zeit,
dass Führerscheininhaber sich einer regelmäßigen Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen. <<<
.
Ich glaube nicht, dass sich ein Amokfahrer von einem abgenommenen Führerschein abhalten lässt. Wenn's nur so einfach wäre ...

@ ich1961

>>> Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das der " Täterschutz " vor dem Opferschutz steht. <<<
.
Der Eindruck täuscht nicht.
Ich habe kürzlich eine Dokumentation über das Zeugenschutzprogramm gesehen. Da mussten Zeugen und Überlebende vor Mördern ins Schutzprogramm aufgenommen werden, weil der Richter für Mord nur ein paar wenige Jahre verhängte.
Die Opfer bekommen Lebenslang, die Täter Bewährung.
Deutschlands Verständnis des Rechtsstaates.

um 08:41 von Entenbürzel

Zitat:"Es wird vielleicht Zeit,
dass Führerscheininhaber sich einer regelmäßigen Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen."

Ja, das fragt man sich: Kann man das nicht verhindern?!?

Die harte Antwort: Nein! Kann man nicht! Nicht in einer Welt, in der es sich zu leben "lohnt".
Unter Menschen wird der Mensch nie sicher vor bösen / kranken Menschen sein.
Das ist unser Schicksal. Damit müssen wir leben.

Alles andere sind Wunschträume.

Die verlockende Rechnung heißt: Gebt alle Freiheit ab, und ihr bekommt alle Sicherheit!

Nein, bekommt ihr nicht.
Ein Auto, Messer... ein angeflextes Stüch Flacheisen. Benzin und Feuerzeug, Einfahrender Zug und Bahnsteigkante...
Böse / kranke Menschen können alles nutzen, um zu töten.

Was können wir tun? Füreinander da sein, Aufmerksam dem Menschen neben uns beistehen, damit er nicht böse / krank handelt. Damit er Hilfe bekommt, wenn er sie braucht. Und wir können auf unsere eigene Seelenhygiene achten, damit wir nicht böse werden.

@nasenbaer70

"Ich finde es schade, dass man Menschen töten kann und dann auf Grund von psychischen Störungen nicht bestraft wird. Ich denke, dass dieser Mensch täglicjh mit dem Auto fährt und es verlangt eine gewisse Intelligenz, um in die Fussgängerzone zu gelangen und dann gezielt auf Leute zu zufahren einer gewissen kaltblütigkeit. [...]"

Es ist ein Irrglaube, daß man nicht bestraft wird wenn man aufgrund von psychischen Störungen Menschen tötet.

Diese Täter werden in aller Regel in die forensische Psychatrie verbracht, das sind geschlossene psychatrische Anstalten, weil sie nicht für ihre Taten verantwortlich sind, vereinfacht gesagt. Dort verbleiben sie dann, bis sie keine Gefahr mehr für die Gesellschaft sind; die meisten Täter für den Rest ihres Lebens. Ich sehe nicht, daß das keine Strafe wäre.

@08:41 von Entenbürzel

"Führerscheininhaber sich einer regelmäßigen Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen" - noch allgemeiner geht's nicht. Wer sagt Ihnen, daß dieser Mann dabei durchgefallen wäre ? Wieviele bauen innerhalb der ersten 4 Wochen nach Erwerb des Führerscheins die dämlichsten Unfälle. Was ist mit denen ?
"Seediensttauglichkeit dieses Jahr wegen leichter ADHS verloren, aber mit dem Auto darf ich weiter herum fahren" - gehen Sie zu Ihrer örtlichen Führerscheinbehörde und erzählen denen das. Vielleicht gehen Sie dann zu Fuß nach Hause.
Nicht prüfen bis zum Sanktnimmerleinstag, Eigenverantwortlichkeit ist angesagt.

ich1961

So jemand gehört ins Gefängnis, das war Mord und zwar kein spontaner.
Jetzt schon wieder auf die Psycho-Schiene das ganze schieben, geht gar nicht.
Wenn ich an den Tod des Vaters und seinem 9-monatigen Baby denke, wie geht es der Ehefrau und Mutter und ihrem Sohn, der den Vater und sein Geschwisterchen und sie ihren Ehemann und ihr fast Neugeborenes verloren hat. Auch für die anderen 3 Toten und ihre Angehörigen ist es schrecklich, gleich welchen Alters.
Wann wird sich endlich mal um die Opfer gekümmert und nicht immer nur um die Täter?

Herzliches Beileid an alle Opfer und Angehörigen

Und alle Beteiligten, die diese Bilder nie mehr vergessen.
Innenstädte sind nun noch schwerer getroffen. Innenstädte, Fußgängerzonen wie in Trier müssen per Schutz ab 11 Uhr für private Autos geschlossen werden. Leider war durch Fehlen des Weihnachtsmarktes dieses Jahr kein Schutz aufgebaut. Schlimm und tragisch.

Ich verstehe es nicht!

Warum dürfen psychisch kranke Menschen einen PKW besitzen und eventuell auch noch eine Fahrerlaubnis haben.
Wenn er krank ist gibt es eine Vorgeschichte, warum werden die Behörden nicht tätig, warum müssen Mediziner solche Fälle nicht der Behörde melden. Meldezwang gibt es doch auch bei anderen Erkrankungen.
Der Arzt des Mannes muss da sicher auch befragt werden, denn hier liegt eine grobe Fahrlässigkeit vor.
So etwas wäre zu verhindern gewesen, wenn es entsprechende Vorkehrungen gäbe.

Entenbürzel

Schlafende Hunde soll man nicht wecken ... so ein Sprichwort. Falls Ihre Idee von der "Politik" aufgegriffen wird, werden Sie Ihre Fahrerlaubnis auch noch los ! Meine ist dann vermutlich auch gefährdet - und bei unserer stark überalterten Bevölkerung auch die von Millionen Senioren. Es gäbe dann wieder Luft auf deutschen Straßen, Kfz-Dichte und Spritverbrauch würden sinken, Taxiunternehmen würden wieder aufblühen - und in den Prüfstellen auf Fahrtauglichkeit könnten zahlreiche Arbeitssuchende ihr Auskommen finden. Ihrer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Doch ab welcher Altersstufe sollte geprüft werden ? Die meisten Unfälle haben m.W. ganz junge Fahrer zu verantworten. Persönliche Eignung wird vor Erteilung einer Waffenlizenz geprüft - vielleicht haben wir deswegen so wenig Zwischenfälle.

Mein Beileid den Angehörigen

So tragisch das auch ist - sollte der Mann wirklich psychisch krank sein, dann gehört er in eine entsprechende Anstalt für den Rest seines Lebens. Niemand von uns ist davor gefeit, selber (schwer) psychisch zu erkranken und irrationale Handlungen zu begehen.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und Verletzten.

Mein Beileid den Betroffenen und Ihren Familien

Lebenslang heisst die Strafe fuer ein solches Verbrechen. Im Knast kann er dann auch ueber seine Psyche nachdenken. Ich denke schon, dass er in dem Moment wusste, was er den Menschen antat. Sonst haette er kaum das Auto als toedliche Waffe benutzt.

Wir Menschen können Dinge nicht ungeschehen machen.

Ich bin sehr traurig und leide mit den Betroffenen. Den Verletzen wünsche ich baldige Genesung, den Getöteten die ewige Ruhe in Frieden.

Wir Menschen können solche Taten leider nicht ungeschehen machen und keine Strafe ist dieser Tat angemessen. Das Bestrafen steht für mich daher nicht im Vordergrund. Was für mich umso wichtiger ist, dass sich hinter so einem Menschen die Tür schließt und nicht wieder öffnet. Sicherheitsverwahrung bis zum Lebensende. Es geht mir dabei einzig und alleine darum, dass dieser Mensch keine Möglichkeit hat, seine Tat oder Ähnliches zu wiederholen. Ich habe kein Verständnis für Gutachter, die einem solchen Menschen irgendwann eine positive Prognose bescheinigen und ihn eines Tages nach einer "Therapie" wieder auf die Menschheit los lassen.

Zu solchen Vorkommnissen ...

... sollte es keine Kommentarfunktion geben. Da kann nur Überflüssiges bei rauskommen.

Mutmaßlich ???

Auf frischer Tat ergriffen - natürlich gibt es noch kein Urteil, aber wenn die Sache so klar ist ... Was soll das?

Die psychischen Erkrankungen nehmen zu..

Ausufernder Drogenkonsum (neuer Rekord beim Kokain), sich abgehängt fühlen vom Rest der Gesellschaft, fehlgeleitete Wut gegen selbsternannte Sündenböcke, von aggressiven Menschen zur Hetze gegen andere animiert, usw...

Die Gesellschaft wird krank und kränker.
Schauen wir dieses Jahr lieber nicht auf die Zahl der Suizide während der Weihnachtstage..

// Es geht auch nicht darum,

// Es geht auch nicht darum, was Sie sich wünschen, sondern was nach dem Gesetz geboten ist und das ist gut so.//

Das ist zwar richtig, aber ich darf mir doch ein " besseres / gerechteres " System wünschen, weil ich das nun mal nicht für richtig halte. Es mag sein, das es psychische Erkrankungen gibt, die diese Herangehensweise berechtigen - aber für meine Begriffe wird das auch bei "weniger eindeutigen Erkrankungen " angewendet.
Was ist denn da " plötzlich passiert ", das ein 51 Jahre alter Mann so durchknallt ? Welche Synapsen haben sich da verabschiedet ?
Entschuldigung - aber das ist meine Meinung und die lasse ich mir auch nicht nehmen ( eigene Erfahrung habe ich auch noch ! ).

Es wird wohl.......

kein medizinisches Gebiet geben, das wie Psychiatrie so ausgenutzt und auch überbewertet wird. Böse Kritiker bezeichnen das Thema, zu dem auch Psychologie gehört, als "wissenschaftliche Luftnummer". Aber inzwischen ist dieser Komplex ein lukratives Geschäft geworden, der aber andererseits ignoriert wird. Es war bestimmt nicht der erste psychisch Erkrankte, dem ein PS-starker SUV verkauft wurde oder der einen Jagd- oder Waffenschein erhielt oder der erste "Geisterfahrer" oder Pilot einer Verkehrsmaschine, der bei seinem Selbstmord gleich unschuldie Opfer mit sich nahm.Niemand wird jemals erfahren, was in dem Kopf des Fahrers vor sich ging. Vermutlich weiß er es selbst nicht! Man kann nur entsetzt sein und sein tief empfundenes Beileid ausdrücken. Ansonsten bleibt nur die makabre Erkenntnis, daß das Leben eines der gefährliuchsten ist

@ schneegans

>>> Zu solchen Vorkommnissen ...
... sollte es keine Kommentarfunktion geben. Da kann nur Überflüssiges bei rauskommen. <<<
.
Wie man an Ihrem Beitrag sehen kann.

Für die anderen Beiträge gilt das mMn. nicht. Gerade bei solchen Ereignissen die so ziemlich jeden normalen Menschen schockieren, muss man darüber sprechen dürfen und sich mit anderen darüber austauschen können.
Und wenn es nur eine Beileidsbekundigung ist, die den Opfern natürlich nicht wirklich hilft, verschafft es einem doch Luft.

Ein trauriges Ergebnis!

Diese Tat lässt einen erschauern, wenn man sich vorstellt, dass man mit seiner Familie auf einem Einkaufsbummel umgemäht wird! Hoffen wir, dass unser Staat den Opferfamilien zur Seite steht und den Schaden abfängt.
.
Als alter Mensch bin ich in einer Zeit aufgewachsen, wo man lernen musste, sich den Gegebenheiten zu fügen. Heutzutage merkt man immer öfter, dass junge Menschen ausrasten, wenn es nicht nach ihrem Willen geht oder sie kritisiert werden. Der Satz: "Freiheit endet wo die des anderen beginnt!" wird nicht mehr praktiziert, sondern es wird für jede Absonderlichkeit Verständnis gezeigt mit den o.a. Folgen, denn irgendwann ist das Maß überschritten, und dann knallt´s.

@ich1961 8:55 Uhr

"Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das der " Täterschutz " vor dem Opferschutz steht.
Das ist sowas von an meinem Rechtsempfinden vorbei. :-(("

So im ersten Moment komme ich ebenfalls auf den Gedanken. Danach kommen mir aber - berechtigte - Zweifel.

Der Forist dr.bashir hat es wirklich sehr gut erklärt.

Das macht die Tat natürlich nicht weniger schlimm.

Einfach nur

R.I.P.

Überschrift

Liebe Redaktion,

warum immer die selben Fehler? Sie schreiben in der Überschrift von einem "mutmaßlichen Attentäter", dabei ist der Festgenommene mit absoluter Sicherheit -- und darum nicht: mutmaßlich -- der Täter. Fragen Sie die Trierer Polizei. "Mutmaßlich" gilt in gerichtlich ungeklärten Verdachtsfällen. Man kann das Wort auch benutzen, wenn man sich vor einem richterlichen Urteil nicht festlegen möchte, also zum Beispiel "der mutmaßliche Mörder" -- der Mann könnte ja auch wegen Totschlags verurteilt werden.

Viele fragen was den Täter antreibt

Nun ich denke er sah seine Situation als ausweglos an.
Dann kam die Phase "wenn es schon mir so schlecht geht sollen andere auch leiden". Meistens sehen solche Täter die Schuld für ihre Situation bei den Anderen.
Nun ist er ein Mörder dafür kommt er ins Gefängnis und sitzt im warmen und im trockenen und bekommt regelmäßig sein essen das ist aus sicht des Täters offensichtlich allemal besser als sich "draußen" selber um alles kümmern zu müssen.

@Quakbüdel

"Die meisten Unfälle haben m.W. ganz junge Fahrer zu verantworten. Persönliche Eignung wird vor Erteilung einer Waffenlizenz geprüft - vielleicht haben wir deswegen so wenig Zwischenfälle."
Ich denke das ist genau so wie Sie es beschreiben.
Ganz so streng wie beim Erwerb einer Waffenbesitzkarte kann man das nicht machen. Es gibt aktuell ja noch weitere strengere Prüfungen und Abfragen.
Aber man sollte beim Führerschein wirklich eher die Eignung prüfen als immer nur alles auf Reaktion und superscharfes Sehen zu reduzieren.
Wer nicht mehr so gut sieht, wird bei persönlicher positiver Eignung fürs Autofahren, sich drauf einstellen und noch umsichtiger fahren.
Letztlich ist auch das Punktekonto mit ein Indiz.

Zuerst möchte ich mein Beleid

Zuerst möchte ich mein Beleid für die Hinterbliebenen, die von jetzt auf gleich einen lieben Menschen verloren haben, bekunden. Besonders schwer ist es für die Eltern, die ihr Baby verloren haben. Ich als zweifache Mutter könnte da nur weinen....

Die Zeit ist wohl reif, in regelmäßigen Abständen (2-5 Jahre) Fahrzeughalter auf Eignung zum Führen eines Fahrzeugs zu prüfen.

So wie es aussieht, scheint die Zahl der psychisch Erkrankten zuzunehmen.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Gestörte auf Deutschlands Straßen......

09:35 von DoThinkTwice

Mit ihrer Aussage haben sie vollkommen recht.
Viele Gründe führen zu den Zuständen, wie wir sie haben....

Hier ist m. E. die Politik (auch Wirtschaft) gefragt, die die Ramenbedingungen für unser gemeinsames Zusammenleben stellen.

@Heidemarie Bayer

"Am 02. Dezember 2020 um 09:24 von Heidemarie Bayer
ich1961

So jemand gehört ins Gefängnis, das war Mord und zwar kein spontaner.
Jetzt schon wieder auf die Psycho-Schiene das ganze schieben, geht gar nicht.
[...] Wann wird sich endlich mal um die Opfer gekümmert und nicht immer nur um die Täter?"

Habe ich was verpaßt? Hat die Gerichtsverhandlung schon stattgefunden?

Bei diesem Fall kochen die Emotionen hoch, da geht es mir auch nicht anders. Dennoch, wir haben Gesetze und daran muß man sich halten, ob es einem paßt oder nicht. Mag auch sein, daß für Opfer und Angehörige zu wenig getan wird, aber das sich nicht gekümmert wird, stimmt einfach nicht. Sie können z.B. psychatrische Hilfe für die Bewältigung der Tat in Anspruch nehmen. Bei der Gerichtsverhandlung können sie als Nebenkläger auftreten, Beweisanträge stellen, und auch Anträge zum Strafmaß stellen.

Sie und ich, und jeder andere wissen überhaupt noch nicht, was mit dem Mann los ist und Sie fällen schon ein Urteil?

@ ich1961

Wenn es nach dem Urteil bei "Unterbringung in der Psychiatrie" bleibt, heißt das "in die geschlossene Psychiatrie".

Das ist Ihnen doch klar.
Warum sprechen Sie dann von "Täterschutz"?

Der Mann hat unendliches Leid über viele Menschen gebracht; er wird bestraft werden, und wir alle werden vor ihm geschützt werden, weil er weggesperrt wird - dabei wäre geschlossene Psychiatrie ohne Aussicht auf Entlassung die Vorhölle.

Wenn er kein Fall für die Psychiatrie ist, wird er viele Jahre in einem Gefängnis (und für den Rest seines Lebens) in seiner eigenen Hölle sitzen - oder glauben Sie, man kann je damit fertig werden, so etwas getan zu haben, wenn man wieder bei Sinnen ist?

Die Opfer sind jetzt wichtig, nicht die Rachegelüste der Nation.

5 Tote......

...... unter den Toten ein wenige Wochen JUNGES Baby und dessen Vater.
Wir Grosseltern eines 18 Monaten junges Enkelchen sind Fassungslos.
Unser Beileid den Opfern und den Angehörigen.Genesungswünsche den Verletzten u .Traumatisierten.

@schneegans

"Zu solchen Vorkommnissen ...
... sollte es keine Kommentarfunktion geben. Da kann nur Überflüssiges bei rauskommen."
Ja, aber bei manchen wichtigen Ergeignissen dagegen vermisse ich oft die Möglichkeit einer Kommentarfunktion.

Mein tiefstes Mitgefühl

Was für eine Tragödie! Mein tiefstes, tiefstes Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer, die buchstäblich auseinandergerissenen Familien... Und unendlich viel Kraft, mit diesem Verlust leben zu lernen! Und allen Verletzten gute Besserung, und ebenso viel Kraft, mit diesem Trauma umgehen zu können.

@09:30 von IBELIN

>>Ich denke schon, dass er in dem Moment wusste, was er den Menschen antat. Sonst haette er kaum das Auto als toedliche Waffe benutzt.<<

Die Fähigkeit Auto zu fahren ist nicht in den höher entwickelten Bereichen des Gehirns abgespeichert. Sie können ggf. auch noch Auto fahren, wenn sie dement und/oder völlig verwirrt sind.

>>Lebenslang heisst die Strafe fuer ein solches Verbrechen. Im Knast kann er dann auch ueber seine Psyche nachdenken.<<

Sie meinen also, dass Menschen mit psychischen Krankheiten einfach in den Knast gesteckt werden sollten und "mal ordentlich über die eigene Psyche nachzudenken" eine adäquate Therapieform darstellt?
Ich kann die Wut über das Geschehene verstehen, aber dennoch täte es einigen hier ganz gut das Gehirn nicht völlig ausschließlich auf Wutmodus fahren zu lassen.

09:33 von schneegans

"Zu solchen Vorkommnissen ... sollte es keine Kommentarfunktion geben. Da kann nur Überflüssiges bei rauskommen."

Warum?. Verstehe ich jetzt nicht. Antworten Sie doch auf das Ueberfluessige, damit der Schreiber dazulernt.

Jedesmal wieder ...

Das Geschehen ist noch keine 24 Stunden alt und schon werden im Kommentarbereich von tagesschau.de die Urteile gesprochen.

Ich bin heilfroh, dass es nicht so manche Foristen hier sind, welche sich selbst gleichzeitig zuständig machen für Ermittlung, Anklage und Urteil, die hierzulande Recht sprechen.

@ DoThinkTwice, 02. Dezember 2020 um 09:35:

"fehlgeleitete Wut gegen selbsternannte Sündenböcke"

Wer, bitteschön, ernennt sich denn selber zum "Sündenbock"????

"Schauen wir dieses Jahr lieber nicht auf die Zahl der Suizide während der Weihnachtstage.."

Man kann die Dinge auch förmlich herbeireden! Und durchs Wegschauen, würden die Suizide (Gott möge sie verhüten!) dann weniger, oder wie?

Mit Verlaub, aber Ihr Kommentar wirkt reichlich unlogisch und spekulativ! Und mit Verallgemeinerungen ("die Gesellschaft") sollte man ohnehin besser zurückhaltend bleiben!

Herzliche Anteilnahme

Hiermit drücke ich allen, die von diesem fürchterlichen Ereignis irgendwie betroffen sind, meine herzliche Anteilnahme aus. Ich wünsche Ihnen die nötige Kraft, um die schwere und schwierige Zeit durchleben zu können. Viele freundliche und verständnisvolle Menschen an Ihrer Seite, und Blicke in eine hellere Zukunft.

Vorurteile

Wenn ich mir die Posts hier so durchlese, könnte man den Eindruck gewinnen, daß wir noch im tiefsten Mittelalter stecken. Urteile werden gefällt, bevor überhaupt eine Verhandlung stattgefunden hat, geschweige denn, daß klar ist, was mit dem Mann los ist und warum er diese Tat begangen hat. Natürlich kochen die Emotionen hoch, da geht es mir nicht anders wie jedem hier.

Eine gerechte Strafe gibt es nie, und wird es nie geben. Denn jeder empfindet etwas anderes als gerecht. Aber manche Vermutungen basieren einfach auf Unkenntnis. Es ist mitnichten so, daß der Täter aufgrund psychischer Probleme quasi freigesprochen werden würde. Ich weiß auch nicht wie eines Tages die Richter urteilen werden, genauso wenig wie ich etwas über die Motivlage weiß. Aber möglicherweise wird es für ihn in der forensischen Psychatrie enden. Einfach mal schlau machen, was forensische Psychatrie ist. Ein Wohlfühl-Hotel ist es ganz sicher nicht.

9:30 - Ebelin

Psychisch labiler Täter : Wohl eher bis auf Weiteres in der geschlossenen Anstalt als im Knast.

um 09:33 von schneegans

Zitat:"Zu solchen Vorkommnissen ...
... sollte es keine Kommentarfunktion geben. Da kann nur Überflüssiges bei rauskommen."

Doch, es kann etwas Sinnvolles dabei rauskommen:
Die Erkenntnis, wie wichtig es ist, aufeinander acht zu geben, einander beizustehen, ein offenes Ohr zu haben...

Denn: Die seelischen Nöte eines Menschen sind nie "nur dem sein Problem...". Es sind immer Probleme, die das ganze Umfeld betreffen.

Es geht mir dabei nicht um "Die Gesellschaft ist schuld!". Es geht garnicht um Schuld. Es geht um das Lernen aus dem Geschehenen.
Wir werden es nie ganz verhindern können. Aber wir können die Anzahl klein halten.

Gleiches betrifft aber auch Boshaftigkeit, die ja eventuell auch unter den Motiven war.
Auch hier ist es eben unser aller Problem.

Das alles nimmt nicht die Schuld vom Täter. Aber es hilft mir gegen das Gefühl der Hilflosigkeit.

@ich1961

"Am 02. Dezember 2020 um 09:47 von ich1961
[...] Das ist zwar richtig, aber ich darf mir doch ein " besseres / gerechteres " System wünschen, weil ich das nun mal nicht für richtig halte. Es mag sein, das es psychische Erkrankungen gibt, die diese Herangehensweise berechtigen - aber für meine Begriffe wird das auch bei "weniger eindeutigen Erkrankungen " angewendet.
Was ist denn da " plötzlich passiert ", das ein 51 Jahre alter Mann so durchknallt ? Welche Synapsen haben sich da verabschiedet ?
Entschuldigung - aber das ist meine Meinung und die lasse ich mir auch nicht nehmen ( eigene Erfahrung habe ich auch noch ! )."

Ich möchte Ihnen Ihre Meinung auch nicht nehmen. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß Recht und Gesetz kein Wunschkonzert sind. Gerechte Strafen gibt es nie, da jeder etwas anderes als gerecht empfindet. Ihre Fragen werden dann hoffentlich bei der Verhandlung geklärt werden können. Die menschliche Psyche ist äußerst kompliziert, einfache Antworten gibt es leider nicht.

kein Kommentar

Für diese grausame Tat gibt es keine Worte, keine Entschuldigung, keine Erklärung.
Es bleibt nur den Hinterbliebenen Kraft zu wünschen.

Leider wird es wahrscheinlich nie 100% Schutz vor dem Wahnsinn geben. Allerdings glaube ich, dass absehbar die Betreuung von psychisch Erkrankten in Deutschland deutlich verbessert werden muss.

Es fängt schon bei kleinen Problemen an. Vor einigen Jahren hatte ich einen Nervenzusammenbruch. Mein Hausarzt verschrieb mit eine Psychotherapie. Fakt war ich habe keine Psychotherapeuten gefunden. Meine (gesetzliche) Krankenkasse verwies auf eine Liste. Diese habe ich abtelefoniert (zumindest die ersten 10). Ergebnis 8 von den 10 nahmen nur Privatpatienten, 2 hatten keine Termine frei. Menschen mit Depressionen geben hier schon längt auf.
Falls der Mann eine psychische Vorerkrankung hatte sollte hinterfragt werden, ob die Behandlung entsprechend war. Dies sollte aber nicht zur Entschuldigung der Tat oder Abmilderung der Strafe führen.

09:01 von Schneeden

>>Warum wird in deiesem Zusammenhang nicht über den generellen Umgang von Alkohol diskutiert?

Unterm Strich würde es uns allen besser gehen. Auch in der Pandemie hat sich gezeigt, dass das Verbot von Alkoholkosum die Menschen klarer werden lässt.<<

Wenn der Alkohol verboten wird, wird der Schwarzmarkt damit aufblühen, genau wie es bei den Drogen ist (Kokain usw...) Es wäre ein "idealer Nährboden" für die Clans zum schmuggeln, und allein deswegen würde der Konsum damit nicht aufhören. Nach Alkoholkonsum noch zu fahren, ist ja schon verboten. Nur annährend eine Ahnung wie viele es trotzdem tun? Ich glaube, dass ist eine sehr sehr hohe Dunkelziffer. Und unterm Strich hat uns das gar nichts gezeigt. Wir haben immer doch die Pandemie und es ist grade zu dieser Zeit trotzdem geschehen...
Mein Beileid an die Verletzten und Angehörigen der Opfer.

@09:47 von ich1961

>>Entschuldigung - aber das ist meine Meinung und die lasse ich mir auch nicht nehmen ( eigene Erfahrung habe ich auch noch ! ).<<

Sie sind Argumenten also nicht zugänglich, weil Sie ja schon Ihre Meinung haben?

Haben Sie denn eine Basis für Ihre Meinung? Wie genau haben Sie sich denn die Gutachten über Täter angeschaut, dass Sie zu diesem Ergebnis kommen?

>>Was ist denn da " plötzlich passiert ", das ein 51 Jahre alter Mann so durchknallt ?<<

Das wissen wir nicht - was einige nicht davon abhält die psychische Erkrankung mal eben so wegzuwischen. Aber bei dieser Kälte mehrere Tage im Auto zu leben hat sicherlich nicht geholfen.
Da hatte sich allerdings noch kein Mensch für diesen Mann interessiert. Für ihn interessiert sich anscheinend erst irgendjemand, seitdem er in der Innenstadt Menschen überfahren hat.

Aber klar, die gerechtere Gesellschaft bekommen wir nur durch härtere Strafen und nicht durch soziale Dienste, die solche Notlagen abfangen, bevor sie eskalieren.

"Ich habe meine

"Ich habe meine Seediensttauglichkeit dieses Jahr wegen leichter ADHS verloren, aber mit dem Auto darf ich weiter herum fahren".
Ich habe mein Auto mit 65 abgeschafft - mit dem Alter und ebenfalls einer Behinderung ist der Mix aus nachlassender Sehkraft, langer Leitung und instinktiver Agression in Stress-Situationen nicht mehr mit verantwortungsvoller Fahrzeugführung zu vereinbaren. Aber wie vielen Autobesitzern fehlt jede Selbstkritik besonders im Alter - und vielleicht zuvörderst denen, für die im dritten Jahrhundert der Allgemeinen Schulpflicht Begriffe wie Massenträgheit, Reibungskreis oder Reaktionszeit nur Fremdworte sind. Wie man jederzeit mit einem Blick von einer Autobahnbrücke sehen kann.

08:41 von Entenbürzel

>>Es wird vielleicht Zeit,
dass Führerscheininhaber sich einer regelmäßigen Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen.

Ich habe meine Seediensttauglichkeit dieses Jahr wegen leichter ADHS verloren, aber mit dem Auto darf ich weiter herum fahren. Wer soll das verstehen?<<

Dass die Augen nur noch vermindert sehen können, merkt man eigentlich selber. Sie doch auch, oder? Eine stärkere Brille könnte vielleicht Abhilfe schaffen. Ich hoffe, Sie haben Ihrer Sehtauglichkeit dadurch von allein auf die Sprünge geholfen...;-)

09:55 von morgari

Liebe Redaktion,
warum immer die selben Fehler? Sie schreiben in der Überschrift von einem "mutmaßlichen Attentäter", dabei ist der Festgenommene mit absoluter Sicherheit -- und darum nicht: mutmaßlich -- der Täter. Fragen Sie die Trierer Polizei. "Mutmaßlich" gilt in gerichtlich ungeklärten Verdachtsfällen. Man kann das Wort auch benutzen, wenn man sich vor einem richterlichen Urteil nicht festlegen möchte, also zum Beispiel "der mutmaßliche Mörder" -- der Mann könnte ja auch wegen Totschlags verurteilt werden.

Wie praktisch, dass Sie im letzten Satz Ihre Eingangsfrage gleich selbst beantworten.

Mein Beileid den Hinterbliebenden

und alles Gute für die Verletzten. Letztlich sollte die Frage aufgeworfen werden, wie können PKW sicherer gemacht werden. Es gibt so viel Unsinn an Autos, selbst öffnende, absenkende Hecktüren u.ä. wieso nicht ein Alkoholprüfer? Reinpusten: Alkohol und der PKW startet nicht. Ganz einfach!

@Karl d.Gr.

"Am 02. Dezember 2020 um 09:59 von Karl d.Gr.
5 Tote......

...... unter den Toten ein wenige Wochen JUNGES Baby und dessen Vater.
Wir Grosseltern eines 18 Monaten junges Enkelchen sind Fassungslos.
Unser Beileid den Opfern und den Angehörigen.Genesungswünsche den Verletzten u .Traumatisierten."

Ich kann Ihre Emotionen sehr gut verstehen. Aber dennoch, Babies sind immer jung. Und sie werden nicht jünger, wenn man es im Chat schreit (Großschreibung). Es ist sehr mutig von Tagesschau.de zu einem solchen Bericht die Kommentarfunktion freizuschalten. Ich kann auch nachvollziehen, daß mancher hier einfach Dampf ablassen will. Aber dennoch, wenn man kommentiert, sollte man ein klaren Kopf behalten. Da schließe ich mich ausdrücklich noch mal ein.

10:02 von WiPoEthik

"Sie meinen also, dass Menschen mit psychischen Krankheiten einfach in den Knast gesteckt werden sollten und "mal ordentlich über die eigene Psyche nachzudenken" eine adäquate Therapieform darstellt?
Ich kann die Wut über das Geschehene verstehen, aber dennoch täte es einigen hier ganz gut das Gehirn nicht völlig ausschließlich auf Wutmodus fahren zu lassen."

Nein meine ich nicht. Ich meine aber, dass die Psyche sehr schnell und allgemein als Entschuldigungsgrund fuer Gewalttaten herhalten muss. Und ich meine, dass dies auch von Leuten und deren Anwaelten bewusst benutzt wird.

um 09:57 von Demokritisch

Zitat:"@Quakbüdel
"Die meisten Unfälle haben m.W. ganz junge Fahrer zu verantworten. Persönliche Eignung wird vor Erteilung einer Waffenlizenz geprüft - vielleicht haben wir deswegen so wenig Zwischenfälle."
Ich denke das ist genau so wie Sie es beschreiben.
Ganz so streng wie beim Erwerb einer Waffenbesitzkarte kann man das nicht machen. Es gibt aktuell ja noch weitere strengere Prüfungen und Abfragen."

Das alles impliziert einen Zusammenhang, der so nicht gegeben ist: Als ob einer, der irgendetwas als Waffe zum Töten nutzen will sich darum kümmert, ob er eine "Lizenz" dafür bekommt.

Einer, der wegen was auch immer den Führerschein abgenommen bekam, hat dennoch seine Arme und Beine... er KANN also weiterhin ein Auto fahren.
Und wenn er es nicht klauen kann, kann er im nächsten Supermarkt genug Zeugs kaufen, womit man töten kann.
Es nützt nichts, Lizenzen zu verweigern. Es nutzt nur etwas, die Motivation zum Unheilstiften zu entziehen. Und da helfen Verbote nichts. Nur Vorsorge.

09:15 von Mischpoke West

>>Deutschlands Verständnis des Rechtsstaates.<<

Auch in meinen Augen viel zu "weich gewaschen". Aber in diesem Fall ist es egal, ob Forensik oder Gefängnis... hauptsache von der Öffentlichkeit weg geschlossen. Im Gefängnis stehen die Chancen besser, nach einer abgesessenen Zeit wieder heraus zu kommen, bei der Psychiatrie kann es sehr lange dauern.

@schneegans

"am 02. Dezember 2020 um 09:33 von schneegans
Zu solchen Vorkommnissen ...

... sollte es keine Kommentarfunktion geben. Da kann nur Überflüssiges bei rauskommen."

Halten Sie einen Lerneffekt für überflüssig? Man kann durch das Freischalten der Kommentarfunktion zum Beispiel lernen, daß bei uns Recht und Gesetz maßgeblich sind, wie mit dem Täter weiter verfahren wird, und nicht die (verständlichen) Emotionen der Kommentierer.

um 10:02 von WiPoEthik

Zitat:"Sie meinen also, dass Menschen mit psychischen Krankheiten einfach in den Knast gesteckt werden sollten und "mal ordentlich über die eigene Psyche nachzudenken" eine adäquate Therapieform darstellt?
Ich kann die Wut über das Geschehene verstehen, aber dennoch täte es einigen hier ganz gut das Gehirn nicht völlig ausschließlich auf Wutmodus fahren zu lassen."

Sehr guter Beitrag!
Dem schließe ich mich sehr an. Besonders, weil der Täter sein Gehirn wohl schon zur Genüge "im Wutmodus hat fahren lassen".

Und ja: Ich kann das Entsetzen und die Wut und Ohnmachtsgefühle sehr sehr wohl verstehen. Ich teile diese Gefühle angesichts einer solchen Tat.
Aber Wut sollte nicht das letzte Wort haben.

08:49 von nasenbaer70

"Ich finde es schade, dass man Menschen töten kann und dann auf Grund von psychischen Störungen nicht bestraft wird."

,.,.,

Warum soll es wichtig sein, zu "bestrafen", wenn jemand psychisch krank ist?

Wichtig ist, dass so ein Mensch nie wieder andere beschädigen kann.

Und lebenslanger Aufenthalt in der Psychiatrie ist wohl ebenfalls grauenvoll.

m 02. Dezember 2020 um 09:33 von schneegans

Zitat: Zu solchen Vorkommnissen sollte es keine Kommentarfunktion geben. Da kann nur Überflüssiges bei rauskommen.

Diese auffassung teile ich nicht.

Lesen Sie den Kommentar um 09:07 von "dr.bashir" und vergleichen Sie ihn mit den "kurzer-Prozess-Kommenaren" und "Opferschutz-vor-Täterschutz-Kommenatren".

Da liegen intellektuelle Welten dazwischen.

Hoffentlich....

... ist das nicht erst der Anfang, dass manche Leute durchdrehen. Die aktuellen Corona-Maßnahmen könnten solche Fälle in Zukunft vermehrt hervorrufen.

@schneegans / "Zu solchen Vorkommnissen..."

Eigentlich sind Moderatoren eine sinnvolle Adresse für Ihr Anliegen... Aber einen bestimmten Pegel von nur schwer erträglichen Äußerungen müssen wir wohl hinnehmen...

@ Jacko08 10:27 @08:41 von Entenbürzel

>>Dass die Augen nur noch vermindert sehen können, merkt man eigentlich selber. Sie doch auch, oder?<<

Im Post, auf den Sie antworten, steht ADHS. Was soll das mit den Augen zu tun haben? Mir drängt sich der Verdacht auf, sie wissen nicht, was ADHS ist, oder?

08:55 von ich1961

"Für mich gehört der Mann nicht in die Psychiatrie sondern ins Gefängnis. Sowas geht gar nicht."

,.,.

Um Gottes Willen!
Sie wollen psychisch Kranke alle in das Gefängnis bringen statt in die Psychiatrie?

Warum? Warum "geht das gar nicht"?
Warum soll der Staat Ihrer Meinung nach wieder zurück in die primitivste Barbarei?

Man kann so etwas einfach nicht verstehen!...

...Und egal welchen Grund oder Gründe dieser Mann auch gehabt haben sollte,
wird es ihm nicht gelingen vor Gericht sich damit zu verteidigen.
Denn es gibt keinen triftigen Grund für solche eine tat!

---

Bleibt zu hoffen, daß dieser Mann nie wieder das Gefängnis oder die Geschlossene verlassen wird!
-
Denn das würde den Opfern und Hinterbliebenen bestimmt nicht gerecht werden.

10:27 von Jacko08

"Eine stärkere Brille könnte vielleicht Abhilfe schaffen. Ich hoffe, Sie haben Ihrer Sehtauglichkeit dadurch von allein auf die Sprünge geholfen...;"
Lieber "Jacko08", als Baby sind Ihre Augenlinsen klar, mit zunehmenden Jahren eher mit Mattglas zu vergleichen. Dann wird's schon eine Operation statt einer neuen Brille. Hinterher können Sie Ihre Augen nicht mehr fokussieren, z.B. vom Fernblick zum Tacho zum Wechselgeld im Supermarkt. Jetzt kommt die Zeit, die Unzuträglichkeiten einer Gleitsichtbrille insbesondere bei starker oder unterschiedlicher Fehlsichtigkeit zu erfahren.
ADHS ist eine Störung des Hirnstoffwechsels, infolge der unter besonderen Umständen eine adäquate Reaktion nicht mehr möglich ist. Viele Berufstätige können aber mit überwachten Gaben des verteufelten Ritalin ein ganz normales Leben führen.

@ Schneeden 09:01

>>Warum wird in deiesem Zusammenhang nicht über den generellen Umgang von Alkohol diskutiert?<<

Was fällt für Sie alles unter Alkohol? Auch Wein, Bier und andere Getränke mit wenig Prozenten, wie Cidre beispielsweise?
Und was soll das bringen, solange man keinen "über-den-Durst" trinkt? Glauben Sie wirklich, daß man daran stirbt oder das Gesundheitssystem belastet, wenn man 1 Flache Cidre trinkt oder abends zum Essen ein Glas Wein und hinterher noch eins?

Die Psychatrie wird

Die Psychatrie wird überschätzt. Ob Geschlossene oder Gefängnis, er wird einsitzen. Ganz lange.
Und danach wird er kein bisschen gesünder sein.
Im Gegenteil. Sollte der Psychater irgendwas bewirken, wird der Täter seine Schuld reflektieren und sich noch schlimmer fühlen.

im Gedanken

als Vater von 2 Kindern fühle ich stark mit den Betroffenen und vorallem mit der Mutter,
der ihr Mann und ihr Baby getötet wurde.
Wird sie selbst und ihr verletztes Kind die Tat überleben ?
Und wenn ja, wird sie mit diesem Schicksal, den Wunden -
körperlich und seelisch, nur schwer oder überhaupt nicht mehr zurück ins Leben finden -
der Psychopath hat die Mutter und alle anderen Hinterbliebenden der Opfer
auf schrecklichste Weise mitgetötet.
Es ist einfach unbegreiflich.
Im Gedanken ganz tief bei den Hinterbliebenden.

10:27 Jacko08

"Dass die Augen nur noch vermindert sehen können"

Aua, so viel zur Allgemeinen Schulpflicht im III. Jahrhundert. Seediensttauglichkeit hat nichts mit Sehen zu tun. Ich nehme an, daß "Entenbürzel" vielleicht Schiffsführer war und auf See stehen eine Menge Menschenleben auf dem Spiel, wie bei der Costa Cordalis. Deren Havarie hat 32 Menschenleben gefordert, allerdings nicht wegen einer Behinderung, sondern der Partymentalität ihres Kapitäns.

@ Träumerhabenverloren 10:34

... >>wieso nicht ein Alkoholprüfer? <<

Das war bereits einmal, von einem Hersteller angedacht und im Prototyp mit eingebaut. Wer das war, weiß ich allerdings nicht mehr. Auch nicht, warum man wieder davon abgerückt ist.

@WiPoEthik

""[...] Was ist denn da " plötzlich passiert ", das ein 51 Jahre alter Mann so durchknallt?<<

Das wissen wir nicht - was einige nicht davon abhält die psychische Erkrankung mal eben so wegzuwischen. Aber bei dieser Kälte mehrere Tage im Auto zu leben hat sicherlich nicht geholfen.
Da hatte sich allerdings noch kein Mensch für diesen Mann interessiert. Für ihn interessiert sich anscheinend erst irgendjemand, seitdem er in der Innenstadt Menschen überfahren hat.

Aber klar, die gerechtere Gesellschaft bekommen wir nur durch härtere Strafen und nicht durch soziale Dienste, die solche Notlagen abfangen, bevor sie eskalieren."

Punktlandung. Wenn sich irgendjemand vorher für diesen Mann interessiert hätte, wäre diese Tat möglicherweise nie passiert. Stattdessen ruft man "Teeren und Federn", nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist.

@Mika D. um 09.25

Wenn dieser Bereich, wie in den Vorjahren geschlossen gewesen wäre, hätte der Täter woanders zugeschlagen und andere wären die Opfer gewesen. Oder meinen Sie nicht ?

Am 02. Dezember 2020 um 10:29 von Thomas D.

Zitat: Das Geschehen ist noch keine 24 Stunden alt und schon werden im Kommentarbereich von tagesschau.de die Urteile gesprochen.
Ich bin heilfroh, dass es nicht so manche Foristen hier sind, welche sich selbst gleichzeitig zuständig machen für Ermittlung, Anklage und Urteil, die hierzulande Recht sprechen.

Ich schließe mich Ihrer Aufassung an.

Ich bin entsetzt, wie schnell manche dabei sind, nach ein paar dürftigen Imformationen, ("Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung bei dem 51-Jährigen") den Rechtstaat über Bord zu werfen.

@wunderwunderstaun

"[...] Falls der Mann eine psychische Vorerkrankung hatte sollte hinterfragt werden, ob die Behandlung entsprechend war. Dies sollte aber nicht zur Entschuldigung der Tat oder Abmilderung der Strafe führen."

Zunächst muß man hinterfragen, ob der Mann überhaupt wußte, daß er möglicherweise ein psychisches Problem hat. Dann muß man hinterfragen, ob er überhaupt in Behandlung war, dann muß man hinterfragen, ob er überhaupt Therapiewillig und -fähig war. Dann muß man hinterfragen, was zur Tat führte.

Es wäre z.B. möglich, daß der Täter aus irgndeinem Grund ein Wutgefühl hatte, daß ihn veranlasste, die Tat zu begehen, enthemmt durch Alkohol. Bitte jetzt keine Mißverständnisse: aber auch einige Kommentierer - mich auch - beschleicht ebenso ein Wutgefühl angesichts der Tat. Der Täter setzte das in eine schreckliche Tat um, wir verschaffen uns Luft durch Kommentare. Aber die Grenzen sind fließend und manchmal ist es nur ein schmaler Grat, der Gefühl und Tat trennt. Jeden kann es treffen.

Zuschauer

Aua, so viel zur Allgemeinen Schulpflicht im III. Jahrhundert......znd auf See stehen eine Menge Menschenleben auf dem Spiel, wie bei der Costa Cordalis....."
Aus, Eigentor.
Costa Cordalis war ein Schnulzensänger (zB Anita).
Das gesunkene Schiff heißt /hieß Costa Concordia.

@ich, 08:55

Für mich gehört der Mann nicht in die Psychiatrie sondern ins Gefängnis.
Sowas geht gar nicht.

Zwei- bis Vierbettzimmer, vergitterte Fenster, einmal am Tag Sport... was genau ist denn der Unterschied, wenn man mal so offen fragen darf?

Oder ist das nur Phrasendrescherei?

Wie oft wird ...

... in den Online-Foren den Ländern, aus welchen viele Migranten nach Europa kommen, jede Rechtsstaatlichkeit abgesprochen? Wie oft werden hier die dortigen Rechtssysteme als mittelalterlich bezeichnet?

Und wie oft werden genau diese angemahnten Verfahren mit fertigen Urteilen und drakonische Bestrafungen ohne tiefergehende Schuldermittlung hier gefordert, wenn die Tat nur grauenvoll genug ist.

Es ist jedesmal dasselbe. Und immer wieder erschütternd, wie schnell Rechtsstaatlichkeit über den Haufen geworfen wird, um den Rachedurst zu stillen.

@ Anderes1961 9:33

Bei solchen schrecklichen Vorkommnissen sammelt sich häufig ein Sammelsurium von Kommentaren, die mit stillem Gedenken nichts zu tun haben, die oft genug pietätlos oder hohl sind. Weder sind irgendwelche salbungsvollen Beileidsbekundungen für die Opfer hilfreich (anders als Lichter, Blumen vor Ort), noch lehren Streitgespräche über Sühne, Strafe, Rache oder Krankheiten in solchen Foren etwas.
Schon die mediale Berichterstattung in ihrer intensiven Ausbreitung ist in meinen Augen zum Teil grenzwertig und bietet vornehmlich Tätern eine Bühne. Informationen lassen sich sensationsärmer übermitteln, können trotzdem die wichtig zu wissenden Fakten enthalten.

@ Hennes Conrad 11:06

>>Die Psychatrie wird überschätzt.<<

Haben Sie da Insider-Wissen oder ist das der berühmte hohle Zahn?

Am 02. Dezember 2020 um 10:59 von Biocreature

Zitat: Bleibt zu hoffen, daß dieser Mann nie wieder das Gefängnis oder die Geschlossene verlassen wird!

Warum sollte das zu hoffen sein?

Wenn er, was man zum dezeitigen Zeitpunkt nicht weiß, bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung unfähig war, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln (§ 20 StGB) hat er schuldlos gehandelt. Er wird, wenn er für die Allgemeinheit gefährlich ist (Zukunftsprognose) in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Diese Unterbringung ist keine Strafe und nicht Ersatzhaft. Sie dauert so lange fort, wie die Gefahr besteht und keinen Tag länger.

Ich verweise auf den ausgezeichnetn Kommentar um 09:07 von "dr.bashir" .

@Sausevind 10:48

"Wichtig ist, dass so ein Mensch nie wieder andere beschädigen kann.

Und lebenslanger Aufenthalt in der Psychiatrie ist wohl ebenfalls grauenvoll."

Ich war noch nie in einer Psychiatrie, könnte mir aber vorstellen, dass das dort vorhandene Korsett an Regularien und Struktur für manche Menschen ein wahrer Segen ist und auch von ihnen so wahrgenommen wird.

Immer krank...

...sind solche Leute??? Ständig liest man, dass diese "Psychische Störungen" haben. Das bedeutet letztlich, dass diese "Kranken" dann nicht rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Was ist denn mit den Opfern? Wer tröstet diese? Strafe der Täter ist sicher kein richtiger Trost, aber gerecht. Wenn Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, was richtig ist, sollte eine "Psychische Störung" auch kein Straf-Hinderungsgrund sein! Auch frage ich mich: warum sperrt man solche Leute dann nicht früher ein? Macht man sich hier den schlanken Fuß nach dem Motto "schwere Kindheit", "ist gestört"? Alles wird heute "entschuldigt".
Letztlich kann ich mir einen über den Durst trinken, begehe Straftaten - dann bekomme ich milderne Umstände?! Das kann es doch nicht sein. MIt dem Begriff der "Störung" sollte man sowieso vorsichtig sein: manchmal unterliegt es dem Zeitgeist, was "normal" ist, manchmal ist es politisch. Man denke, wie schnell man auch in einer Diktatur dann in einer Gummizelle landete.

@Anderes1961 11:12

"Wenn sich irgendjemand vorher für diesen Mann interessiert hätte, wäre diese Tat möglicherweise nie passiert."

Vorsicht!
Noch wissen wir überhaupt nicht, was los ist, sondern wissen nur ganz vage von "Hinweisen auf eine mögliche psychische Erkrankung".

Bis jetzt ist noch nicht ausgeschlossen, dass er einfach ein in seiner Persönlichkeit leicht labiler Mensch ist, der vor sechs Tagen von seiner Frau verlassen wurde, um nur ein Beispiel zu nennen.

09:29 von Blondschopf

Das sehe ich genauso. Für die Angehörigen ist es der Horror. Den Verletzten wünsche ich gute Genesung. Der Mensch gehört in die Psychiatrie, vermutlich bis zum Lebensende. Ein anderer Forumit deutete an das die Ärzte psychische Krankheiten den Behörden melden sollen, so weit kommt es noch, noch haben wir den Datenschutz.

@Zuschauer49

"
Am 02. Dezember 2020 um 11:07 von Zuschauer49
10:27 Jacko08

"Dass die Augen nur noch vermindert sehen können"

Aua, so viel zur Allgemeinen Schulpflicht im III. Jahrhundert. Seediensttauglichkeit hat nichts mit Sehen zu tun. Ich nehme an, daß "Entenbürzel" vielleicht Schiffsführer war und auf See stehen eine Menge Menschenleben auf dem Spiel, wie bei der Costa Cordalis. Deren Havarie hat 32 Menschenleben gefordert, allerdings nicht wegen einer Behinderung, sondern der Partymentalität ihres Kapitäns."

Im 3. Jahrhundert gab es noch keine Schulpflicht. Costa Cordalis war ein Sänger, der 2019 verstorben ist. Das Schiff, daß Sie meinen hieß Costa Concordia. Der User hat Seediensttauglichkeit mit Sehdiensttauglichkeit verwechselt, das sind die Tücken der Rechtschreibung. Dem Rest kann ich beipflichten.

Allzu durchschaubar

Am 02. Dezember 2020 um 09:02 von Initiative Neue...
Erst Hanau jetzt Trier
Schon wieder schlägt ein psychisch Kranker zu. In Hanau wollte ein Schitzophrener auf seine angebliche Überwachung aufmerksam machen.

Warum immer wieder Amok?

Nennt die Namen, Gebt den Toten ein Gesicht. Ehrt die Opfer. Hautfarbe oder Ethnie dürfen keinen Unterschied machen.

---

Jeder, der Sie in diesem Forum kennt, weiß was Sie mit diesem Kommentar bezwecken.

Die gleichen Worte schreiben Sie nicht, wenn ein Islamist einen Anschlag verübt. Da ist dann der Islam der einzige Grund.

Ein rechtsradikaler und rassistischer Schizophrener wird gleichzeitig lediglich mit seiner Krankheit gelabelt. Obwohl er in seinen Manifesten vieles wiederholt, was auch die AfD propagiert.

Und gleichzeitig macht die Hautfarbe und Ethnie für Sie angeblich keinen Unterschied.

Glauben Sie wirklich das kauft Ihnen jemand in diesem Forum ab?

Ich würde meinen Namen übrigens nicht genannt haben wollen, nur weil Sie es sich wünschen.

@ Am 02. Dezember 2020 um 08:53 von Huhn Fassungslos

Das richtige Wort. Dennoch darf man nicht in irgendeiner weise dann das unvorstellbare versuchen, vorstellbar zu machen weil es einem Durchschnittsmenschen als "nicht normal" vorkommt. Ich denke, man kann hier nicht mehr mit dem Totschlagargument "psychisches Problem" kommen. Er konnte sich ins Auto setzen, konnte bewusst in die Fußgängerzone fahren, fuhr absichtlich und nicht blindlings auf Menschen im ZickZack-Kurs! Das ist Kalkül, nicht gestört. Natürlich ist jeder Mörder ein aus Sicht des Normalmenschen "gestörter". Schlimm, wäre es anders. Aber wir laufen Gefahr, immer zu verniedlichen. Gestern hörte ich im TV; dass bei einer Verhandlung ein Angeklagter seine Kindheit, Flucht und erlittene Traumata schilderte. Das Ziel der Anwälte ist klar: milderne Umstände erreichen. Das Opfer aber sollte dann mal seine erlittenen Traumata schildern. Kann man denn das gegeneinander abwägen? NEIN. Die isolierte Tat und die Folgen, die Schwere der Tat alleine können maßgeblich sein.

Mein

Mein Mitgefühl den Hinterbliebenen.
Es ist so traurig.
Leider hat die soziale Kälte extrem zugenommen.
Ellenbogen und ich ich ich. Obdachlose sind selbst schuld usw.
Wer kennt noch seine Nachbarn ?
Außer das man über sie lästert.
Mega Stress auf der Straße. Autofahrer sind nur am hupen.
Wo ist die Liebe untereinander geblieben.
Achten wir auf uns. Ab und zu ein freundliches Wort. Hilfe anbieten. Weniger boshaft und abwertend reden.

@falsa demonstratio 10:51, re schneegans

"09:33 von schneegans
Zitat: >>Zu solchen Vorkommnissen sollte es keine Kommentarfunktion geben. Da kann nur Überflüssiges bei rauskommen.<<

Diese auffassung teile ich nicht."

Bis auf das "Überflüssige" teile ich die Meinung von schneegans durchaus.
Ich habe es in den letzten Jahren sehr häufig beobachtet, dass bei solchen Unglücken endlos spekuliert wird. Wenn ich da bspw. an die Beiträge der Schülerin unserer Gesellschaftsform bei Flugzeugunglücken denke - ganz schlimm!

Es schießen dann sehr oft die Spekulationen in's Kraut, weshalb ich es sehr unterstützen würde, wenn man alle solche Unglücke nicht kommentieren könnte.

Übrigens sind vor solchen Spekulationen auch sehr ernsthafte User nicht gefeit, wie man an Ihnen sehen kann, der aus vagen "Hinweisen auf eine psychische Erkrankung" gleich mal eine mehr oder weniger feststehende Erkrankung gemacht hat. :)

@dr.bashir um 09:07 Uhr

Keiner von uns kennt die genaue Diagnose. "Psychische Erkrankung" ist ein weites Feld. Überlassen wir die Beurteilung denen, die sich mit so etwas auskennen.

Mein Beileid den Opfern und ihren Angehörigen.

---

Vielen Dank für Ihre gewohnt sachlichen Worte. Ich schließe mich allem an, was Sie in dem Kommentar geschrieben haben.

Es ist absolut nachvollziehbar, dass solche Taten einen fassungslos zurücklassen. Das sind die Momente, in denen Vertrauen in alle beteiligten Institutionen dringend notwendig ist. Angefangen bei den Ermittlungen bis hin zu den Gutachten und des richterlichen Urteils.

Blind aus dem Bauch heraus zu glauben was richtig wäre, vor allem für die Angehörigen (Stichwort Veröffentlichung der Namen), ist einfach nur hinderlich bei der Be- und Aufarbeitung solcher schrecklichen Taten.

09:27 von Paco

Das wäre das letzte wenn es für solche Krankheiten eine Meldepflicht gäbe, siehe Datenschutz. Die Hausärzte bzw. Krankenkassen dürfen ja noch nicht mal den Impfleuten melden wer zur Risikogruppe in der jetzigen Pandemie gehört. Wir sind doch nicht bei 1984 von George Orwell.

@Anderes1961 12:42

"Zunächst muß man hinterfragen, ob der Mann überhaupt wußte, daß er möglicherweise ein psychisches Problem hat. Dann muß man hinterfragen, ob er überhaupt in Behandlung war, dann muß man hinterfragen, ob er überhaupt Therapiewillig und -fähig war. Dann muß man hinterfragen, was zur Tat führte."

Völlig richtig!

Da aber insbesondere bei solchen Geschehnissen die Emotionen leider mit sehr vielen Usern durchgehen, so dass eine Differenzierung wie die Ihrige nicht einmal ansatzweise mehr möglich ist, würde ich es sehr unterstützen, wenn der Undifferenziertheit und der Vorverurteilung nicht auch noch durch eine Kommentarspalte Vorschub geleistet würde.

Die Argumente müssten mich

Die Argumente müssten mich nur überzeugen, aber meine Erfahrung ist eben eine andere.
Ich habe gerade dieses gelesen :
//Bei psychisch kranken Straftätern erfolgt die Einweisung in den Maßregelvollzug auf unbestimmte Zeit. Drogen- und Alkoholkranke werden für ca. zwei Jahre untergebracht. Nach der Behandlung im Rahmen der Bewährungsentlassung übernimmt die Forensische Institutsambulanz (FIA) die Weiterbetreuung.
Das wesentliche Ziel des Aufenthaltes in der Klinik für Forensische Psychiatrie ist es, die Patienten wieder in die Gesellschaft einzugliedern und ihnen in Zukunft ein straffreies Leben zu ermöglichen.//

Das ist es was mich stört. Die Verletzten und Toten ( man kann das ja weiter spinnen - Kinderschänder usw.) sind verletzt oder tot. Und
der Täter " darf dann normal weiter
leben" ? Da würde ich mir tatsächlich eine andere Herangehensweise wünschen. Das ist für mich keine Gerechtigkeit.

Fake News vom Feinsten

Am 02. Dezember 2020 um 09:15 von Mischpoke West
@ ich1961
>>> Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das der " Täterschutz " vor dem Opferschutz steht. <<<
.
Der Eindruck täuscht nicht.
Ich habe kürzlich eine Dokumentation über das Zeugenschutzprogramm gesehen. Da mussten Zeugen und Überlebende vor Mördern ins Schutzprogramm aufgenommen werden, weil der Richter für Mord nur ein paar wenige Jahre verhängte.
Die Opfer bekommen Lebenslang, die Täter Bewährung.
Deutschlands Verständnis des Rechtsstaates.

---

Was für eine offensichtliche Lüge.

Auf Mord steht in Deutschland lebenslang. Und das ohne Spielraum.

Das bedeutet eine erste Entlassungsprüfung nach 15 Jahren. Im Durchschnitt verbringt ein Mörder 18 Jahre im Gefängnis. Es sei denn es wurde die Sicherungsverwahrung angeordnet.

Aber Hauptsache alles schlecht machen, was mit Deutschland zu tun hat. Und sich gleichzeitig Patriot nennen.

10:57 von European Son

>>Im Post, auf den Sie antworten, steht ADHS. Was soll das mit den Augen zu tun haben? Mir drängt sich der Verdacht auf, sie wissen nicht, was ADHS ist, oder?<<

Da liegen Sie aber vollkommen daneben. Bei meinem Sohn lag früher mit jungen Jahren selber mal die Vermutung auf ADHS vor: Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität, Impulsivität. Ich hoffe, ich konnte Ihren Verdacht beseitigen.

@schneegans

"Am 02. Dezember 2020 um 12:48 von schneegans
@ Anderes1961 9:33

Bei solchen schrecklichen Vorkommnissen sammelt sich häufig ein Sammelsurium von Kommentaren, die mit stillem Gedenken nichts zu tun haben, die oft genug pietätlos oder hohl sind. Weder sind irgendwelche salbungsvollen Beileidsbekundungen für die Opfer hilfreich (anders als Lichter, Blumen vor Ort), noch lehren Streitgespräche über Sühne, Strafe, Rache oder Krankheiten in solchen Foren etwas.
Schon die mediale Berichterstattung in ihrer intensiven Ausbreitung ist in meinen Augen zum Teil grenzwertig und bietet vornehmlich Tätern eine Bühne. Informationen lassen sich sensationsärmer übermitteln, können trotzdem die wichtig zu wissenden Fakten enthalten."

Ja, schreckliche Ereignisse nagen an einem. Ich mache denen, die sich so verhalten wie Sie beschreiben, keine Vorwürfe. Es sind Emotionen. Und ich bin mir sicher, daß zumindest bei manchem das Nachdenken einsetzt, wenn er seinen Kommentar noch mal liest. Volle Zustimmung

Am 02. Dezember 2020 um 13:03 von Ernst Graeber

Zitat: Der Mensch gehört in die Psychiatrie, vermutlich bis zum Lebensende.

Welche sachlichen Anhaltspunkte haben Sie für Ihre Aussage, insbesondere für Ihre Vermutung?

@Klartexxter

"[...] Letztlich kann ich mir einen über den Durst trinken, begehe Straftaten - dann bekomme ich milderne Umstände?! Das kann es doch nicht sein. [...]"

Nein, können Sie nicht. Wenn Sie die Unzurechnungsfähigkeit vorsätzlich herbeigeführt haben, werden Sie so verurteilt, als wenn Sie voll schuldzurechnungsfähig wären. Den Paragraphen weiß ich gerade nicht auswendig, können Sie selbst nachsehen.

Furchtbar

Am 02. Dezember 2020 um 09:24 von Heidemarie Bayer
ich1961
So jemand gehört ins Gefängnis, das war Mord und zwar kein spontaner.
Jetzt schon wieder auf die Psycho-Schiene das ganze schieben, geht gar nicht.
Wenn ich an den Tod des Vaters und seinem 9-monatigen Baby denke, wie geht es der Ehefrau und Mutter und ihrem Sohn, der den Vater und sein Geschwisterchen und sie ihren Ehemann und ihr fast Neugeborenes verloren hat. Auch für die anderen 3 Toten und ihre Angehörigen ist es schrecklich, gleich welchen Alters.
Wann wird sich endlich mal um die Opfer gekümmert und nicht immer nur um die Täter?

---

Fast schon fasziniert lese ich Ihren Kommentar. So vieles, was durcheinander gebracht wird. So wenig Horizont und Wissen. Und das alles mit großem Mitleid begründet.

Sie könnten ja schon einmal damit anfangen und das Alter des Säuglings richtig benennen, bevor Sie ohne jegliche Substanz fordern, dass sich mehr um die Opfer gekümmert werden soll.

Ich finde Ihren Kommentar furchtbar.

Am 02. Dezember 2020 um 12:45 von rossundreiter

Zitat: Zwei- bis Vierbettzimmer, vergitterte Fenster, einmal am Tag Sport... was genau ist denn der Unterschied, wenn man mal so offen fragen darf? Oder ist das nur Phrasendrescherei?

Vielleicht sollten Sie einmal überlegen, was der Unterschied in der Zielsetzung ist zwischen der Unterbringung in einem Krankenhaus und einer Haftanstalt.

@Dr.Beyer

"
Am 02. Dezember 2020 um 12:58 von DrBeyer
@Anderes1961 11:12

"Wenn sich irgendjemand vorher für diesen Mann interessiert hätte, wäre diese Tat möglicherweise nie passiert."

Vorsicht!
Noch wissen wir überhaupt nicht, was los ist, sondern wissen nur ganz vage von "Hinweisen auf eine mögliche psychische Erkrankung".

Bis jetzt ist noch nicht ausgeschlossen, dass er einfach ein in seiner Persönlichkeit leicht labiler Mensch ist, der vor sechs Tagen von seiner Frau verlassen wurde, um nur ein Beispiel zu nennen."

Richtig, wir wissen es nicht, und es ist reine Spekukation von mir, ist mir auch bewußt. Paßte aus Platzgründen aber nicht mehr. Deshalb schrieb ich ja auch "möglicherweise".

Trotzdem Danke für den Hinweis, er stimmt natürlich.

Verminderte Zurechnungs- bzw. Schuldfähigkeit...

ist in solchen Fällen oft das erste worüber geschrieben wird. Ich halte solche Menschen grundsätzlich für nicht zurechnungsfähig, weil sie ja sonst nicht solche Taten verüben würden. Wer Menschen gezielt tötet oder verletzt, ist krank. Und es ist völlig egal ob er vorher Drogen zu sich genommen hat, weil er auch das freiwillig tat.
Wie in vielen Fällen wird dem Täter im Vorfeld schon ein milderes Urteil, durch diesen Umstand, in Aussicht gestellt.
Was ist mit den Opfern und den Angehörigen? Diese sollten solange Unterstützung bekommen wie sie sie benötigen, unentgeltlich.
Ich wünsche den Opfern und Angehörigen, dass sie die Kraft haben dieses Trauma jemals verarbeiten.

11:02 von Zuschauer49

>>Lieber "Jacko08", als Baby sind Ihre Augenlinsen klar, mit zunehmenden Jahren eher mit Mattglas zu vergleichen. Dann wird's schon eine Operation statt einer neuen Brille. Hinterher können Sie Ihre Augen nicht mehr fokussieren, z.B. vom Fernblick zum Tacho zum Wechselgeld im Supermarkt. Jetzt kommt die Zeit, die Unzuträglichkeiten einer Gleitsichtbrille insbesondere bei starker oder unterschiedlicher Fehlsichtigkeit zu erfahren.
ADHS ist eine Störung des Hirnstoffwechsels, infolge der unter besonderen Umständen eine adäquate Reaktion nicht mehr möglich ist. Viele Berufstätige können aber mit überwachten Gaben des verteufelten Ritalin ein ganz normales Leben führen.<<

Vielen Dank für die intensive Aufklärung, Sie war wesentlich informitiver und hilfreicher als die oberflächliche Belehrung von
@European Son.

Am 02. Dezember 2020 um 13:07 von Klartexxter

Zitat: Das Opfer aber sollte dann mal seine erlittenen Traumata schildern.

In jedem Strafprozess wird das Opfer vernommen: zum Tathergang und zu den Tatfolgen (die für die Strafzumessung eine erhebliche Rolle spielen).

12:45 von Thomas D

"Es ist jedesmal dasselbe. Und immer wieder erschütternd, wie schnell Rechtsstaatlichkeit über den Haufen geworfen wird, um den Rachedurst zu stillen."

Lebenslaenglich ist in unserem Rechtsstaat die vorgesehene Strafe fuer Mord. Ein Gericht wird pruefen , ob die Voraussetzungen fuer Mord vorliegen.

MIT Rache hat das nichts zu tun.

Klassische Reflexforderung

Am 02. Dezember 2020 um 09:27 von Paco
Ich verstehe es nicht!
Warum dürfen psychisch kranke Menschen einen PKW besitzen und eventuell auch noch eine Fahrerlaubnis haben.
Wenn er krank ist gibt es eine Vorgeschichte, warum werden die Behörden nicht tätig, warum müssen Mediziner solche Fälle nicht der Behörde melden. Meldezwang gibt es doch auch bei anderen Erkrankungen.
Der Arzt des Mannes muss da sicher auch befragt werden, denn hier liegt eine grobe Fahrlässigkeit vor.
So etwas wäre zu verhindern gewesen, wenn es entsprechende Vorkehrungen gäbe.

---

Weil wir eine Gesellschaft sind, die nicht jeden Menschen, der psychisch krank ist, wegsperren, ohne dass es triftige Gründe hierfür gibt. Es gilt genau sowas nun zu ermitteln.
Die allermeisten Menschen mit Schizophrenie sind mit Medikamenten harmlos. Auch wenn das für Laien erstmal seltsam klingt.

Die meisten schwersten Verbrechen werden übrigens von Menschen ohne psychische Erkrankungen begangen.
Was ist hierfür Ihr Lösungsvorschlag?

Puh

Am 02. Dezember 2020 um 09:30 von IBELIN
Mein Beileid den Betroffenen und Ihren Familien
Lebenslang heisst die Strafe fuer ein solches Verbrechen. Im Knast kann er dann auch ueber seine Psyche nachdenken. Ich denke schon, dass er in dem Moment wusste, was er den Menschen antat. Sonst haette er kaum das Auto als toedliche Waffe benutzt.

---

Weniger sachlich und faktenbezogen könnte man kaum schreiben.

11:07 von Zuschauer49

@ Jacko

Sie haben mich jetzt nun mehrmals darauf hingewiesen, ich habe es begriffen... ;.) und zuvor falsch verstanden. Sorry.

@drbeyer ,12:53

Ich war noch nie in einer Psychiatrie, könnte mir aber vorstellen, dass das dort vorhandene Korsett an Regularien und Struktur für manche Menschen ein wahrer Segen ist und auch von ihnen so wahrgenommen wird.

Wobei ersteres natürlich für ein Gefängnis ebenso gilt.

Ob der Segen vom Betroffenen in beiden Fällen aber auch unmittelbar (oder jemals) als Segen wahrgenommen wird, ist wieder eine ganz andere Frage.

Beizeiten verbleibt das Empfinden des Segens auf Seiten der Restgesellschaft.

@Klartexxter

"[...] Natürlich ist jeder Mörder ein aus Sicht des Normalmenschen "gestörter". Schlimm, wäre es anders.[...]"

Was, bitteschön, ist ein Normalmensch? Ich gebe Ihnen einen Tipp: Lesen Sie mal das Buch "Irre, wir behandeln die Falschen" Vom Psychologen und Theologen Dr. Manfred Lütz. Sie werden staunen, wozu normale Menschen fähig sind.

Wichtiger Punkt

Am 02. Dezember 2020 um 12:45 von Thomas D.
Wie oft wird ...
... in den Online-Foren den Ländern, aus welchen viele Migranten nach Europa kommen, jede Rechtsstaatlichkeit abgesprochen? Wie oft werden hier die dortigen Rechtssysteme als mittelalterlich bezeichnet?

Und wie oft werden genau diese angemahnten Verfahren mit fertigen Urteilen und drakonische Bestrafungen ohne tiefergehende Schuldermittlung hier gefordert, wenn die Tat nur grauenvoll genug ist.

Es ist jedesmal dasselbe. Und immer wieder erschütternd, wie schnell Rechtsstaatlichkeit über den Haufen geworfen wird, um den Rachedurst zu stillen.

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So wie in einer Demokratie nicht nur Demokraten leben (siehe USA), so leben auch in einem Rechtsstaat nicht nur Menschen mit diesem rechtsstaatlichen Denken.
Viele wissen es nicht einmal. Ist es doch schwer zu bemerken aus eigener Perspektive.

Auch damit muss man in einem Rechtsstaat und einer Demokratie lebe.

12:48 von schneegans

>>Bei solchen schrecklichen Vorkommnissen sammelt sich häufig ein Sammelsurium von Kommentaren, die mit stillem Gedenken nichts zu tun haben, die oft genug pietätlos oder hohl sind.<<

Warum lesen Sie denn dann diese Kommentare, die Ihrer Meinung nach fehl am Platze sind, weil es eben hier scheinbar zu viele Meinungen gibt, die nicht Ihrer entsprechen? Das nenne ich Anspruch auf Wahrheit und Rechtsempfinden. Ich meinerseits bin für den Austausch dankbar.

RE: DrBeyer um 12:58

***Vorsicht!
Noch wissen wir überhaupt nicht, was los ist, sondern wissen nur ganz vage von "Hinweisen auf eine mögliche psychische Erkrankung".

Bis jetzt ist noch nicht ausgeschlossen, dass er einfach ein in seiner Persönlichkeit leicht labiler Mensch ist, der vor sechs Tagen von seiner Frau verlassen wurde, um nur ein Beispiel zu nennen.***

Eben dieser Gedanke ist mir heute auch gekommen, als ich hier so einige Kommentare las. Niemand ist vor Schicksalsschlägen gefeit, und wie nun jeder für sich darauf reagiert weiß man doch selbst nicht. Manche Zeitgenossen drehen womöglich dann durch.

Gruß Hador

Amoktaten

Zunächst einmal möchte auch ich den Angehörigen und Hinterbliebenen mein herzliches Beileid aussprechen.

Wenn solche Taten keinen terroristischen Hintergrund haben ist es häufig sehr schwer, die Urache der Tat nachzuvollziehen. Solche Amoktaten sind ein eigenes, sehr schwieriges Thema und es führt zumeist nicht sehr weit.

Eine wahnhafte psychische Störung muss übrigens nicht dazu führen, dass ein Mensch in sich nicht mehr rational denken und handeln könnte - aber seine "innere" Ratio hat immer weniger mit der äußeren Wirklichkeit zu tun und seine Handlungen kommen deshalb für Außenstehende häufig völlig überraschend und unvorhergesehen.

Andererseits braucht ein Amoktäter kein psychisch gestörter Mensch zu sein, die Kriminalgeschichte kennt viele Fälle, in denen psychisch "völlig normale Menschen" eine solche Tat verübten.

Ohne nähere Kenntnisse der Person ist es deshalb kaum möglich, etwas Valides zum Täter zu sagen - und man sollte es deshalb auch nicht versuchen.

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