Ihre Meinung zu: Konflikt um Tigray: Bangen vor dem Sturm auf Mekele

27. November 2020 - 13:00 Uhr

Äthiopiens Zentralregierung hat einen Sturm auf Tigrays Metropole Mekele angekündigt, in der viele vor den Kämpfen Schutz suchten. Alle mit Angehörigen in der Region leben zwischen Hoffen und Bangen. Von Norbert Hahn.

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Kommentare

Eine Flüchtlingskatastrophe

Vor dem Hintergrund der hier beschriebenen Lage sollte man die Forderung, die in jedem Flüchtlingsthread gestellt wird, nämlich daß die Leute doch gefälligst zu Hause bleiben sollen, um dort für die Verbesserung von was auch immer zu kämpfen, betrachten.

Ebenso die Forderung nach Hilfe vor Ort. Da würde ich dann doch gerne mal vor dem Hintergrund der Zustände, über die im Artikel berichtet wird, praktikable Vorschläge hören.

Ich weiß auch nicht, wie das Problem zu lösen sein könnte, aber die oben dargestellten Ansätze bringen uns auf jeden Fall keinen Schritt weiter.

Und nein, ich sehe keine Lösung darin, wenn "alle nach Deutschland kommen".

Das nur zur leider nötigen Klarstellung.

Zu diesem Konflikt in Tigray: es gibt nur eine politische Lösung

Zu diesem Konflikt in Tigray sage ich ganz deutlich:

es gibt keine militärische Lösung sondern NUR eine politische Lösung. Und das hier:

Massaker und verstümmelte Zivilisten auf der Flucht

sind schwerste Menschenrechtsverbrechen (Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen gegen Personen, Verbrechen der Aggession). Die Schuldigen dieser Massaker müssen vor den Internationalen Strafgerichtshof!

Auch diese Kriegsverbrechen müssen aufgeklärt werden

Auch dieses Kriegsverbrechen muss vollständig aufgeklärt werden:

Geschenkt haben sich beide Seiten in ihrer Rigorosität in den vergangenen Wochen nichts - im Gegenteil, die Berichte von Gräueltaten reißen nicht ab. Allein in einem Ort im Westen Tigrays sollen mehr als 600 Menschen grausam massakriert worden sein. Beide Kriegsparteien bestreiten nicht, dass es ein Massaker gab, geben aber der Gegenseite die Schuld.
So ist es auch mit den Verletzungen oder Verstümmelungen mancher Kriegsopfer, die es noch bis in den Sudan schaffen. Unabhängige Recherchen gibt es nicht.

Da muss der Internationale Strafgerichtshof sofort Ermittlungen übernehmen und die Schuldigen festnehmen lassen.

Behinderung der Pressefreiheit ist Verstoß gegen internationales

Darüber hinaus ist diese Nachrichtensperre ebenfalls eigentlich Verstoß gegen internationales Recht:

Journalisten und viele Organisationen leiden unter der Kommunikationssperre, manche werden zusätzlich eingeschüchtert.

Denn die Pressefreiheit ist ein Menschenrecht. Aber: derzeit ist die Lage für Journalisten dort zu gefährlich weshalb ich derzeit dort keine Journalisten hinschicken würde. Zumindest nicht, bis die Lage dort deutlich sicherer ist. Außerdem fordere ich die Zentralregierung zum Dialog mit der Bevölkerung auf.

Um was geht es eigentlich bei diesem Konflikt in Tigray?? Soweit mir bekannt ist, geht es um Autonomierechte. Wurde von der Tagesschau berichtet. Aber mehr weiss ich auch nicht. Von daher würden mich mehr Details dazu interessieren, um was es bei diesem Konflikt überhaupt geht.

13:44, Demokratieschue...

>>Um was geht es eigentlich bei diesem Konflikt in Tigray?? Soweit mir bekannt ist, geht es um Autonomierechte. Wurde von der Tagesschau berichtet. Aber mehr weiss ich auch nicht. Von daher würden mich mehr Details dazu interessieren, um was es bei diesem Konflikt überhaupt geht.<<

Sie erinnern mich an meine (Nenn-) Tante Marylla aus Riga. Die sagte mal, zur großen Erheiterung der Familie:

"Ach Kindchen, ich verstehe dich ja so gut. Aber Herzinka, worum geht's denn?"

Am 27. November 2020 um 13:40 von Demokratieschue...

Zitat: Da muss der Internationale Strafgerichtshof sofort Ermittlungen übernehmen und die Schuldigen festnehmen lassen.

Ist Äthiopien denn Vertragsstaat?

Außerdem muss das hier unterbunden werden

Außerdem muss das hier unterbunden werden:

"Wir wissen, dass Eritreas Regierung die äthiopischen Truppen kräftig unterstützt hat", sagt Davidson. Tigray grenzt im Norden fast komplett an Eritrea - die äthiopische Armee hätte Tigray also nicht in die Zange nehmen können, wenn sich Eritrea nicht als Aufmarschgebiet angeboten hätte. Aber auch Somalias Regierung, Sudan und Djibouti scheinen auf Addis Abeba zu setzen. Und die Vereinigten Arabischen Emirate, heißt es immer wieder, würden dem äthiopischen Militär mit Drohnen aushelfen. Aber natürlich lässt sich auch das nicht mit letzter Sicherheit sagen.

Eritrea, Somalia, Dschibuti und andere sollten die Truppen von Äthiopien rauswerfen und denen dort keinen Millimeter Raum lassen.

Denn wie geschrieben:
in diesem Konflikt kann es - meiner Meinung nach - KEINE militärische Lösung sondern NUR eine politische Lösung geben.

@ falsa demonstratio (13:56): Äthiopien nicht aber Dschibuti

@ falsa demonstratio

Zu Ihrer Frage:

Ist Äthiopien denn Vertragsstaat?

Antwort: nein. Aber: Dschibuti ist Mitglied!

https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Strafgerichtshof

Vertragsparteien des Rom-Statuts

Bisher (Oktober 2017) sind 123 Staaten dem Rom-Statut zum Internationalen Strafgerichtshof beigetreten:[2]
in Afrika 34 Staaten, nämlich Benin, Botswana, Burkina Faso, Dschibuti, die Elfenbeinküste, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kap Verde, Kenia, die Komoren, die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Mauritius, Namibia, Niger, Nigeria, Sambia, Senegal, die Seychellen, Sierra Leone, Südafrika, Tansania, Tschad, Tunesien, Uganda und die Zentralafrikanische Republik,

@ falsa demonstratio (13:56): der IStGH kann selbst tätig werden

@ falsa demonstratio

Außerdem kann der IStGH auch von seiner Seite aus aktiv werden laut Auswärtigem Amt:

https://tinyurl.com/y4gea8fl
auswaertiges-amt.de: Wann wird der Internationale Strafgerichtshof tätig?

Wann wird der Internationale Strafgerichtshof tätig?

Die bedeutsamsten Grundsätze für die Tätigkeit des IStGH sind nach dem Römischen Statut:

der Gerichtshof kann nur dann strafverfolgend tätig werden, wenn Staaten nicht willens oder nicht in der Lage sind, eine bestimmte schwere Straftat ernsthaft zu verfolgen (Grundsatz der Komplementarität, Artikel 17);
Voraussetzung für die Ausübung der Gerichtsbarkeit des Gerichtshofs ist, dass entweder der Staat, in dessen Hoheitsgebiet sich das Verbrechen ereignet hat, oder der Staat, dessen Staatsangehörigkeit der mutmaßliche Täter besitzt, Vertragsstaat des Römischen Statuts ist oder dieser Staat die Gerichtsbarkeit des Gerichtshofs anerkannt hat;

Das ist bei Dschibuti der Fall

13:59, Demokratieschue...

>>Eritrea, Somalia, Dschibuti und andere sollten die Truppen von Äthiopien rauswerfen und denen dort keinen Millimeter Raum lassen.

Denn wie geschrieben:
in diesem Konflikt kann es - meiner Meinung nach - KEINE militärische Lösung sondern NUR eine politische Lösung geben.<<

Dafür, daß Sie nach eigener Aussage gar nicht genau wissen, worum es geht, stellen Sie aber ganz schön definitive Forderungen.

Wacker, wacker.

@ fathaland slim, um 13:53

re Demokratieschue..., 13:44

Für diesen Kommentar würde ich Ihnen - trotz Corona - am liebsten um den Hals fallen.

Ich tu's daher symbolisch... :-)

Journalisten und viele Organisationen leiden ?

von Demokratieschue..@
falsche Reihenfolge
Zuerst leiden Frauen , Kinder und Schawache. Auch das kann das international Recht leider nie verhindern.
Also bitte zuerst auch an die ersten Opfer denken. Die haben hatten keien Wahl.

Die Journalisten und viele Organisationen machen das freiwillig.

Auch dieser Konflikt verläuft nach den seit eh und je bei allen bewaffneten Konflikten „gültigen“ und gleichermaßen menschenverachtenden wie ihre Existenzgrundlage (noch) weiter zerstörenden „Gesetzmäßigkeiten“: Die „Mächtigen“ sichern sich ihre Macht, indem sie Interessenkonflikte innerhalb von Zivilbevölkerung(en) ausnutzen, um alle gegeneinander aufzubringen: „Geschenkt haben sich beide Seiten in ihrer Rigorosität in den vergangenen Wochen nichts - im Gegenteil, die Berichte von Gräueltaten reißen nicht ab“.

„Beide Kriegsparteien bestreiten nicht (...) geben aber der Gegenseite die Schuld“/
„Unabhängige Recherchen gibt es nicht. Journalisten und viele Organisationen leiden unter der Kommunikationssperre, manche werden zusätzlich eingeschüchtert“/
„Aber natürlich lässt sich auch das nicht mit letzter Sicherheit sagen“

Mit Sicherheit sagen lässt sich, wie die Schilderungen nachdrücklich klarmachen:
Die Folgen trägt IMMER die Zivilbevölkerung. Die UN sind da offensichtlich machtlos.

doch gefälligst zu Hause bleiben?

fathaland slim @
Das ist auch weiterhin richtig so.Noch besser währe es die menschen in Ihren Ländern würden demokratische System in Ihren Ländern aufbauen die solche Verbrechen sicher verhindern.

Wie es geht hat Deutschland eindrucksvoll nach dem 2 Wk und der Wiedervereinigung gezeigt.

Re : fathaland slim !

Dem Kommentar schließe ich mich an !
Was sicher ein großes Problem darstellt sind die unterschiedlichen Volksgruppen, die sich irgendwie nicht einigen können, die sich nicht respektieren, und natürlich wieder mal eine Gruppe von Rebellen oder Terroristen, die ihre eigene Ideologie durch drücken wollen.
Was aber viele verschweigen und auch nicht öffentlich angeprangert wird, sind all die Waffenlieferungen, die all diese Gruppen erhalten, weil ein schmierige und hinterhältige Gesellen ihren eigenen Reibach machen wollen
Man sieht es ja nicht nur in diesem Konflikt so, sondern auch in Libyen, wo zwar die Kontrollen verschärft wurden, aber sich Länder wie die Türkei dagegen wehren, dass ihre Schiffe kontrolliert werden.
Es könnten viel weniger schlimme Konflikte geschehen, wenn endlich all die Waffenlieferungen ein gestellt würden, und grundsätzlich Waffen zum Schutz des eigenen Landes ein gesetzt werden würden.
Eine Utopie, weil zu viel damit verdient wird, von Wenigen !

Konflikt um Tigray?

Oder richtig muss es lauten:
Waren 70 Jahre Miliarden schwere Entwicklungshilfe des Westens mit allen Hilfen und nutzlos?

Dann sollten wir uns jetzt dort zurückziehen und der neuen "Mach" China dort das Feld überlassen.

Afganistan hat gezeigt das werder der Kommuniss von Russland noch die Demokratien und Wertgemeinschaft des Westen allen Völken helfn und gerecht werden können.
Bei vielem sind wir hilf und machtlos.

14:18, werner1955

>>doch gefälligst zu Hause bleiben?
fathaland slim @
Das ist auch weiterhin richtig so.Noch besser währe es die menschen in Ihren Ländern würden demokratische System in Ihren Ländern aufbauen die solche Verbrechen sicher verhindern.

Wie es geht hat Deutschland eindrucksvoll nach dem 2 Wk und der Wiedervereinigung gezeigt<<

Deutschland, Vorbild für die Welt. Und natürlich total vergleichbar mit der Lage der Menschen am Horn von Afrika.

Selbstverständlich haben die Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg völlig selbständig und aus einem tiefen inneren Bedürfnis heraus eine funktionierende parlamentarische Demokratie aufgebaut. Nachdem sie sie zwölf Jahre zuvor (irrtümlicherweise natürlich) demokratisch abgewählt hatten.

OMG

 14:08 @Demokratieschue...

Artikel 17 ....

Die Verbrechen finden in

==> Äthiopien

statt, von

==> Äthiopiern

ausgeführt.

@ 14:18 von werner1955 & fathaland slim

Mit Verlaub: Ihr Vergleich mit Deutschland ist como abwegig.
Und @ fathaland slim: Wir beide wissen, dass die größte Zahl der vor Krieg, Bürgerkrieg, Verfolgung und Vertreibung fliehenden Menschen in den eigenen Ländern uff Nachbarländern unterkommen, oft unter menschenunwürdigen Bedingungen; nur ein Bruchteil kommt nach Europa und Deutschland. Aber man muss das wohl immer mal wieder sagen.

Tigray !

Ich frage mich, warum will sich diese Region von der Zentralregierung unbedingt abspalten ?? Soweit ich gelesen habe, ist dies eine Rebellengruppe, die nur ihre eigene Ideologie verfolgt. Anscheinend haben die nicht verstanden, dass es extrem schwierig ist einen Staat nicht nur auf zu bauen, sondern auch zu unterhalten.
Man sieht es ja auch anderen Ländern, dass all die ethnischen und möglicherweise historischen Motive nicht alleine ausreichen, um so viel Leid und Schmerz über einen längeren Zeitraum zu legitimieren. Es ist reines Machtgehabe, sonst nichts !
Schlimmer ist aber, dass all diejenigen, die solche Konflikte riskieren, von zu vielen zu viele Waffen erhalten, die nur ihren Geldbeutel füllen wollen, sich aber nie nur einen Gedanken über die Folgen machen. Danach sind genau diese dann die Ersten, die all die Flüchtlinge abwehren wollen. Nur keine Verantwortung übernehmen !!!

irrtümlicherweise natürlich

von fathaland slim @

ja, wir haben aus unseren Fehlern unserer Großeltern gelehrt.

Die unschuldigen Nachkommen bezahlen und büssen noch heute dafür.

14:17, Ist Wahr @ fathaland slim (13:28)

>>Ein Flüchtlingsthread? Ich lese hier Kriegsberichte. Dazu gehört immer das Schicksal von Menschen auf der Flucht. Warum sollten die Flüchtenden "alle nach Deutschland kommen"?<<

Es wird ihnen ja hier immer wieder unterstellt. Und Leuten wie mir, daß sie darin eine Lösung sähen.

Wobei ich seit Jahrzehnten immer wieder Flüchtlinge aus diesem Teil der Welt in Deutschland treffe. Menschen, die dem Wahnsinn dort entkommen konnten.

>>Solche Konflikte wurzeln tief in Denken und Identität der Menschen.<<

Das stelle ich bei den Menschen, die dort herkommen und die ich hier kennengelernt habe, eigentlich nicht fest. Die sind alle heilfroh, diesem Albtraum entkommen zu sein.

>>Wie soll D oder Europa von hier aus Lösungen oder Kompromisse ermöglichen?<<

Gute Frage, auch wenn Sie IMHO falsch formuliert ist. Besser wäre:

"Was kann D oder Europa dazu beitragen, Lösungen oder Kompromisse zu ermöglichen?"

Eine einfache Antwort hätte ich gern, habe sie aber nicht.

solche ethnisch 'nationalen' Konflikte ?

von Ist Wahr @
Die Ursache ist in fast allen Fälle gleich.

Es fängt immer mit idiologischer oder religiöser Ausbeutung und Bevormundung der "Mächtigen" an.

14:36, werner1955

>>irrtümlicherweise natürlich
von fathaland slim @

ja, wir haben aus unseren Fehlern unserer Großeltern gelehrt.

Die unschuldigen Nachkommen bezahlen und büssen noch heute dafür.<<

Ich büße und bezahle für gar nichts. Unschuldiger Nachkomme, der ich bin.

14:35, andererseits

>>Und @ fathaland slim: Wir beide wissen, dass die größte Zahl der vor Krieg, Bürgerkrieg, Verfolgung und Vertreibung fliehenden Menschen in den eigenen Ländern uff Nachbarländern unterkommen, oft unter menschenunwürdigen Bedingungen; nur ein Bruchteil kommt nach Europa und Deutschland. Aber man muss das wohl immer mal wieder sagen.<<

Genau deswegen schrieb ich, was ich schrieb. Bin allerdings überrascht, wie sehr ich hier im Thread jetzt schon mißverstanden werden werde.

Re : fathaland slim !

Ja, vielleicht wäre es besser gewesen, erst einmal mit einander zu reden. Aber anscheinend waren die jeweiligen Vorstellungen und Forderung zu weit auseinander, so dass der Chef der Zentralregierung, warum auch immer, zu diesem Schritt entschloss. Dass sich die Nachbarländer für die Zentralregierung einsetzen, kann bedeuten, dass ihnen diese Rebellen auch nicht geheuer waren und sie sie fürchteten.
Aber solches Macht- Gehabe sieht man auch hier in der EU an Ungarn und Polen, die mit aller Macht ihre Vorstellungen durch drücken wollen, anstatt sich an rechtsstaatliche Prinzipien zu halten und orientieren !
Also wieder so ein Konflikt der in keiner Weise notwendig wäre, würden sich alle an die bestehenden Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit halten. Aber wie immer ist sich auch jeder einmal selbst der Nächste, nur ich und sonst nichts mehr, meine Macht, mein Geld, meine Ideologie ! Der Mensch ist schlimmer wie jedes Tier, dass sich nur ernähren will !

14:23, Traumfahrer

>>Re : fathaland slim !
Dem Kommentar schließe ich mich an !
Was sicher ein großes Problem darstellt sind die unterschiedlichen Volksgruppen, die sich irgendwie nicht einigen können, die sich nicht respektieren, und natürlich wieder mal eine Gruppe von Rebellen oder Terroristen, die ihre eigene Ideologie durch drücken wollen.
Was aber viele verschweigen und auch nicht öffentlich angeprangert wird, sind all die Waffenlieferungen, die all diese Gruppen erhalten, weil ein schmierige und hinterhältige Gesellen ihren eigenen Reibach machen wollen
Man sieht es ja nicht nur in diesem Konflikt so, sondern auch in Libyen, wo zwar die Kontrollen verschärft wurden, aber sich Länder wie die Türkei dagegen wehren, dass ihre Schiffe kontrolliert werden.<<

Lauter offensichtliche Gründe für die furchtbare Situation.

Aber auch diese Gründe haben Gründe, die ihrerseits Gründe haben.

Man sollte immer nach den Gründen hinter den Gründen suchen. Das allzu offensichtliche täuscht oft.

Re : werner1955 !

Das mag zum großen Teil stimmen, ist aber nicht alleine so zu sehen. Oft fehlt es in diesen Ländern an den wichtigsten Dingen wie genügend Nahrung, Bildung, Schulen, genügend Arbeit, damit die Menschen sich ernähren können, eine gute Gesundheitsvorsorge, soziale Absicherungen und noch etliches mehr. Dann sind in vielen Ländern Afrikas etliche unterschiedliche "Stämme" zu Hause, die sich nicht wirklich "grün" sind und ein Funke reicht, um eine Feuer zu entfachen.
Zwar wird viel Geld an Entwicklungshilfe gewährt, aber leider oft an den falschen Stellen oder das Geld fließt in dunkle Kanäle.
Viel zu wenige wirklich gute Projekte werden tatsächlich von Regierungen gefördert, weil zu oft immer nur nach dem Nutzen dieser Förderung geschaut wird, aber nicht die die armen Länder, sondern für die "Reichen". Die wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe schaut da nicht drauf, sondern erhofft sich einen positiven Effekt für alle !

Re : werner1955 !

Um eine demokratisches System aufbauen zu können, bedarf es viele schlaue, gebildete Menschen, aber leider fehlt vielen in etlichen Afrikanischen Ländern genau diese Voraussetzung. Es gibt zu wenig Schulen, viele können sich das Schulgeld für ihre Kinder nicht leisten, viele Kinder müssen mit arbeiten, weil die Eltern zu wenig verdienen.
Schauen sie sich mal etliche Berichte über Länder und deren Menschen an, und setzen sie dann D als Beispiel. Dann werden sie erkennen, dass dieser Vergleich nur hinkt.
Auch in D habe sich einige bei Wiederaufbau nach dem WK total schamlos bedient und bereichert, genauso nach der Wiedervereinigung !

@harry_up 14:09 @ fathaland slim, um 13:53 @Demokratiesch.

>>Für diesen Kommentar würde ich Ihnen - trotz Corona - am liebsten um den Hals fallen. Ich tu's daher symbolisch... :-) <<

Ja, geht mir genauso. Danke fathaland slim.

Aber noch ein Wort zum Mitforisten/in Demokratiesch...:
es ist ja schön, wenn Sie Ihre Ausführungen mit Quellen belegen, aber diese andauernden Links, die von Ihnen bei praktisch jedem Post verwendet werden, sind einfach nur nervig.
Und nein, es ist auch nicht so, wie Sie mir anläßlich des Artikels zum Sylvesterfeuerwerk unterstellt haben, daß ich irgendwem irgendetwas verbieten will, dazu fehlt mir sowohl die Position als auch die innere Einstellung. Das ändert jedoch nicht das geringste an meiner Meinung, die ich auch ohne Links denke darstellen zu können. Zumindest hat mich bereits manches "Danke" anderer Foristen erreicht, die meiner Aussage nur beistimmen konnten.

15:00, Traumfahrer

>>Oft fehlt es in diesen Ländern an den wichtigsten Dingen wie genügend Nahrung, Bildung, Schulen, genügend Arbeit, damit die Menschen sich ernähren können, eine gute Gesundheitsvorsorge, soziale Absicherungen und noch etliches mehr. Dann sind in vielen Ländern Afrikas etliche unterschiedliche "Stämme" zu Hause, die sich nicht wirklich "grün" sind und ein Funke reicht, um eine Feuer zu entfachen.<<

Wenn es den Mangel, den Sie beschreiben, nicht mehr gäbe, dann würden all die Stammesunterschiede, die Sie beschreiben, irgendwann bloß noch Folklore, die sich schlimmstenfalls in besoffenen Schlägereien auf dörflichen Festen äußern würde.

Wie beispielsweise hier bei uns in Deutschland.

Bildung und Teilhabe sind meines Erachtens die Schlüsselbegriffe, wenn es um Lösungen, die gefunden werden müssen, gehen soll.

Am 27. November 2020 um 14:03 von Demokratieschue...

@ falsa demonstratio

Zitat: Zu Ihrer Frage:

Ist Äthiopien denn Vertragsstaat?

Zitat: Antwort: nein. Aber: Dschibuti ist Mitglied!

Was soll Djibouti gemacht haben, was vor den IStG gehört?

Re : werner1955 !

Um auf die Selbsthilfe noch einmal ein zu gehen, ich habe einen Bericht gesehen, wo genau über solche Projekte berichtet wurde, die tatsächlich einen nachhaltigen Effekt haben könnten, wenn sie nicht von europäischen Regierungen und Firmen torpediert werden würden, in dem hier erzeugte Lebensmittel subventioniert nach Afrika verschickt wird, die dann billiger auf deren Märkten angeboten werden, als die heimische Waren. Damit können die Menschen dort nicht konkurrieren, und verdienen dann nicht genug.
Das nenne ich Zerstörung von guten Ansätzen und Hoffnungen dort, um hier viel Geld zu verdienen !!!

Am 27. November 2020 um 14:08 von Demokratieschue...

Zitat: Außerdem kann der IStGH auch von seiner Seite aus aktiv werden laut Auswärtigem Amt:

Ihr Zitat in dem Post, auf das ich micht beziehe, stützt diese Behauptung nicht und sie ist auch ansonsten falsch.

Der Gerichtshof kann auf Grund einer Initiative eines Vertragsstaates, des UN-Sicherheitsrates oder des Anklägers tätig werden.

Lesen Sie bitte Art. 13 des Statuts.

Der Konflikt hat viele Gründe

So wie ich verstanden habe (durch Personen die dort viel zu tun haben oder geschäftlich dort sind):

Man geht davon aus, dass der Krieg vom eritreeischen Präsidenten angestachelt und organisiert wurde weil er die TPLF hasst (er selbst hat seine eigentlichen Wurzeln aus Tigray)
1. Die TPLF (Tigray) hat 1991 das kommunistische Derg Regime zusammen mit Eritrea gestürzt. Das Derg Regime so wie der Vorgänger Haile Selasse waren Amhara.
2. Die Leute aus Tigray sind Tigrinja Sprecher wie die meisten Leute in Eritrea, wenn Italien damals keine Kolonie in Eritrea aufgebaut hätte, gäbe keine Grenze und es wäre ein Volk. Allerhöchstens verschiedene Dialekte wie in Deutschland von Bundesland zu Bundesland auch.
3. Die Amhara stehen so ziemlich mit jeder Ethnie auf Kriegsfuß, besonders mit den Tigrinja Sprechern und haben diese über 100 Jahre bis 1991 unterdrückt.
4. Aktuell werden in ganz Äthiopien Tigrinja Sprecher festgenommen, mittlerweile über 50.000 Personen
5. Hier geht es ums Überleben

Worum geht es

Worum es in diesem Gebiet "Tigrays" wirklich geht?.
Meistens geht es um Kapital, Geld, Scheine, Mäuse.
Vlt. gibt es dort wertvolle Bodenschätze.
Eritrea ist nach einem blutigen Krieg losgelöst worden von Äthiopien. Äthiopien ist ein uralter christlicher Staat mind. 2000 Jahre altes Königreich.
Inwieweit Ethnien oder Glaubens und Kulturpropleme diesen Konflikt befeuern, aber darüber werden die Medien bestimmt bald berichten.
In der ARD Mediathek befindet sich zur Zeit eine Dokumentation über Kolumbien "Blutiges Gold", es gehört schon ein gewisser Mut dazu sich diesen Bericht bis zu Ende anzuschauen. Den auch dort gibt es zusammenhänge auch Deutscher Energiekonzerne in unmenschlichen Verbrechen (Mord, Folter, Raub) für Geld.

Hintergrund zum Konflikt

Danke für die vielen Stimmen. Einige zeigen den Bedarf nach Hintergrundinformationen zum Konflikt. Hier meine Sicht:
Mit Premierminister Abyi Ahmed kam in 2018 ein Oromo an die Macht und hat sehr viele freiheitliche Veränderungen vorgenommen (Meinungsfreiheit verbessert, Rückkehr Opposition aus Exil, Frieden mit Eriträa, ...). Alles sehr positiv, wofür er den Friedensnobelpreis erhielt. Im Land haben einige Gruppen das für Unruhe und Separatismus-Kämpfe genutzt (z.B. im Westen Oromias), doch insgesamt konnte er es einigermaßen in Ruhe halten.
Vor ihm hatte die TPFL als eine Partei in einer ethnisch-basierten Regierungskoalition die eigentliche Macht, sowohl politisch als auch ökonomisch. Damit haben sie sich auch wenig Freunde gemacht bei den anderen Völkern des Landes. Abyi hat versucht, diese ethnische Differenzierung in den Hintergrund zu rücken, und spricht lieber von "Äthiopiern" - nicht sicher, ob ihm das gelingt.

... Fortsetzung folgt...

die Zivilbevölkerung“):

Die zahl- und namenlosen „pflichtbewussten“ (Soldaten-)„Ameisen“, die von den diversen Machthabern dieser Welt an deren (ebenfalls zahllosen) „Fronten“ verheizt werden und ihre Angehörigen tragen die übrigens auch.

Re : fathaland slim !

Ja, es gibt sicher Gründe hinter den Gründen.
Vieles bleibt uns in vielen Situationen verborgen, weil keiner wirklich über seinen Tellerrand schaut, und nur das Offensichtliche sehen will.
Aber ein Grundsatz sehe ich schon, dass ist für mich der Mensch selbst. Würde jeder Mensch sich an ethische, moralische und grundsätzlich an religiöse Werte der Achtung des Lebens, der Unversehrtheit, den Schutz, der Achtung des Anderen und Respekt gegenüber aller Lebenswesen halten, und nicht ständig sich an Macht, Einfluss und viel Geld, sowie reinem Egoismus halten und auf Rücksichtslosigkeit, Gnadenlosigkeit und Sadismus verzichten, wäre schon viel gewonnen.
So manchem Menschen geht es doch nur den eigenen Vorteil, wieviel dabei auf der Strecke bleiben, ist diesen Menschen doch leider egal. In meinen Augen traurig und beschämend für die Spezie Mensch !

@ 14:44 von fathaland slim

Ich hatte Sie glaub ich genau richtig verstanden und wollte das nur nochmal bekräftigen.

Fortsetzung Hintergrund ...

Die TPLF-Verantwortlichen, die angesichts der in ihrer Region besseren Verhältnisse und eines gewissen ethnischen Überlegenheitsgefühls dort hohen Rückhalt haben, sind von Anfang an auf Opposition zu Abiy gegangen, da sie zurecht damit rechnen, nicht mehr so gut an Macht und Profit zu kommen. Sie haben daher Abiys Schritt zur Umwandlung in nicht-ethnisch-orientierte Parteien abgelehnt und sich nicht seiner Bundespartei angeschlossen (so ein bisschen CSU-mäßig :)). Stattdessen haben sie entgegen nationaler Vorgabe Wahlen trotz Corona durchgezogen, statt sie zu verlegen. Anschließend wurde der Standort der nationalen Armee in Tigray überfallen und übernommen. Hierauf musste Abiy mit Militär reagieren. Kommt noch das Massaker an 600 Nicht-Tigrayanern durch tigrayanische Jugendrotten außerhalb von Tigray, und Bomben in die Nachbarregionen & Eriträa.
Fast alles offen deklariert und verantwortet durch TPLF. Würde man mit denen verhandeln wollen ? Sie müssen einlenken, ohne Kompromiss.

15:10, Ist Wahr

>>@ fathaland slim (14:38), Re
Was können wir dazu beitragen?
1. Versuchen, den Konflikt zu verstehen.<<

Ganz genau. Und dazu muss man versuchen, wie ich schon schrieb, die Gründe hinter den Gründen hinter den Gründen zu finden.

Vieles, was allzu offensichtlich ist, bleibt sehr an der Oberfläche.

>>2. Nicht versuchen, den Völkern dort eine Lösung oder einen faulen Kompromiss aufzuzwingen; ist leicht gesagt, oft ist aber genau dies, was zu Frieden und Zeitgewinn führt, dadurch Verständigungsmöglichkeiten vor Ort eröffnet - ist Realpolitik;<<

Es geht meist gar nicht um irgendwelche Völker, sondern eher um das, was man gern Eliten nennt.

>>3. Internationales Vorgehen benötigt eine entspr. Legitimation; einzelne Staaten müssen sich zurückhalten - auch mit 'wohlgemeinten' Aktionen.<<

Die UN müssten wesentlich mehr Entscheidungsbefugnisse bekommen. Aber auch das ist leicht dahergesagt. In realiter treibt mir dieser Haufen von Egoisten oft Tränen der Wut in die Augen.

15:28, andererseits @ 14:44 von fathaland slim

>>Ich hatte Sie glaub ich genau richtig verstanden <<

Ja, hatten Sie.

@15:10 von fathaland slim: Danke für Ihre Kommentare

Ich kann mich ihren Kommentaren nur anschließen. Nachdem ich mich hier eingelesen hatte, ging mir ähnliches durch den Kopf. Je weiter ich mich durch die Kommentare gelesen habe, desto mehr muss ich Ihnen zustimmen, brauche aber nicht alles nochmals zu schreiben.

Ein besonderer Dank auch für die Kommetare:
- um 14:28 von fathaland slim
- um 14:40 von fathaland slim

15:27, Traumfahrer Re : fathaland slim !

>>Würde jeder Mensch sich an ethische, moralische und grundsätzlich an religiöse Werte der Achtung des Lebens, der Unversehrtheit, den Schutz, der Achtung des Anderen und Respekt gegenüber aller Lebenswesen halten, und nicht ständig sich an Macht, Einfluss und viel Geld, sowie reinem Egoismus halten und auf Rücksichtslosigkeit, Gnadenlosigkeit und Sadismus verzichten, wäre schon viel gewonnen.<<

Ich muss dann immer an meine leider verstorbene Freundin Ann Rabson denken, die in solchen Situationen gern das, wie sie sagte, alte jüdische Sprichwort anbrachte:

"And if my aunt had balls, she would be my uncle."

@ Traumfahrer 15:27

Was Sie hier schreiben ist leider sehr richtig!

Über den Konflikt, um den es in Äthiopien jetzt geht, weiß ich zu wenig, und will mich darum auch in keiner Weise dazu äußern. Aber die Werte und Ursachen, die Sie hier anführen, halte ich für über diesen Konflikt hinaus, quasi fast universell für gültig. Danke dafür.

Werner

Sie haben völlig Recht . Die Landwirtschaft kann mit der subventionierten Landwirtschaft Europas nicht mithalten . Desweiteren bringen zu viele Waffen zuviel Leid . Naja aber wir in Deutschland machen so oder so dann Bomben Gewinne mit Bombenopfern , ist es nicht vor allem auch der Westen der Gegner mit Waffen ausstattet . Mich wundert nur, das ein Friedensnobelpreiträger keine innere Verantwortung in sich spürt um eine friedliche Lösung des Konflikts zu bewirken . Da werden Preise zu Schall und Rauch . Und immer sterben meist Unschuldige.

15:50, Ist Wahr

Danke für den Tipp!

15:55, VictorJara

>>Mich wundert nur, das ein Friedensnobelpreiträger keine innere Verantwortung in sich spürt um eine friedliche Lösung des Konflikts zu bewirken .<<

Ich glaube nicht, daß es so einfach ist.

@ Reinblick Guter Kommentar.

@ Reinblick

Guter Kommentar. Ich stimme Ihnen zu. Äthiopiens Regierung sollte ihren Machtanspruch auch in dieser Region durchsetzen.

Slim

Natürlich nicht ,aber dennoch gab es immer wieder Menschen in der Geschichte ,die Weise genug waren um Gewallt zu vermeiden ,und zwar immer dann wenn es nicht um;Macht oder Geld geht ,was oft das selbe bedeutet, aber nicht immer . Es geht darum in jeder Gesellschaft einen höheren Wert zu Kreieren in dem sich eine große Mehrheit wiederfinden kann . Zum Beispiel die Freiheit für alle, gebunden an sozialer Sicherheit für alle . Das wäre ein höheres Ziel dem alle folgen könnten . Meine Definition von großer Mehrheit ist wenn möglich alle.

Diese Informationen werden von Aby Ahmed´s Loyalisten gestreut

So gut wie alle Nachrichten werden von Aby Ahmed´s Leuten gestreut. Die Region Tigray erlebte Wochen zuvor die Sperrung von Internet, Telefon und Medien. Selbst der Import von einfachen Gütern zur Beseitigung der Heuschreckenplage wurde nicht genehmigt.

Was ich damit sagen möchte, eine Medaille hat bekanntlich zwei Seiten, da ich vertraut mit der Region und deren politischen Entwicklung bin, würde ich lieber abwarten bis unabhängigere Berichte vorhanden sind als so tun als ob man alles wüsste und einen Schuldigen berufen.

Die Tigray Regierung hat überhaupt kein Interesse daran irgendein Massaker anzurichten, dass was bei Mai Kadra passiert ist sieht nach eritreeischen Söldnern in Zusammenarbeit mit Amhara Soldaten aus um die Tigray Leute verhasster zu machen.

Stellen sie sich vor Berlin sprich die ganze Bundeswehr kämpft gegen Bayern in Kooperation mit Österreich, Tschechien usw. .

Wie dem auch sei, es gibt keine Unschuldslämmer ausser den Zivilisten.

konflikt-um-tigray-bangen-vor-dem-sturm-auf-mekele

lieber fathaland slim, Sieschreibenum 15:49 Uhr :">>Würde jeder Mensch sich an ethische, moralische und grundsätzlich an religiöse Werte der Achtung des Lebens, der Unversehrtheit, den Schutz, der Achtung des Anderen und Respekt gegenüber aller Lebenswesen halten, und nicht ständig sich an Macht, Einfluss und viel Geld, sowie reinem Egoismus halten und auf Rücksichtslosigkeit, Gnadenlosigkeit und Sadismus verzichten, wäre schon viel gewonnen.<<

Ich vermute, genau deswegen kann (echte!!!) Anarchie nicht wirklich funktionieren,....und manchmal fürchte ich, dass es sich mit der Demokratie ähnlich verhalten - könnte....
Wie denken Sie darüber ?

Eritrea und manche Teile dort sind ultrareich an Bodenschätzen

In der Region gibt je nach Region mehr oder weniger sehr reiche "Ecken".

Eritrea z.B. soll ultrareich an Bodenschätzen sein, man behauptet die Hauptstadt Asmara sitzt auf Gold.

Zur Grenze von Tigray oder in Tigray sollen auch riesige Bodenschätze liegen jedoch habe ich vergessen welche genau.

Äthiopien ist ein sehr großes Land (mindestens 3mal so groß wie Deutschland) in manchen Teilen sehr fruchtbar.

Es geht um mehr als nur Geld, wenn die Berichte von Privatpersonen stimmen wurden seit Ausbruch des Krieges über 50.000 Tigrinja Sprecher in ganz Äthiopien inhaftiert und alle Vermögensgegenstände/Unternehmen/Konten/Immobilien konfisziert.

Aby Ahmed soll sogar dazu aufgerufen haben, diese Leute zu plündern und die erbeutete "Ware" behalten zu dürfen.

Die Tigray gelten als geschäftstüchtig und sparsam... Eventuell steckt auch etwas Neid dahinter... Erinnert ein bisschen an die Geschichte mit dem dritten Reich...

14:29 von Leipzigerin59

«Die Verbrechen finden in
==> Äthiopien
statt, von
==> Äthiopiern
ausgeführt.»

"Ostafrika ist Stammesland".
So kann man es etwas plakativ benennen.

Der blutigste Konflikt, der sich aus solchen Gemengelagen in historisch kurzem Zeitraum ergab, waren die Massaker in Ruanda in den 1990-ern.
Hutu /Tutsi. "Wer hat mehr das Sagen?".

ÄTH ist ein Vielvölkerstaat mit sehr vielen Völkern (± 120).

Bevölkerungsreichster Binnenstaat der Erde. Mit ganz vielen verschiedenen Sprachen im Land. Offizielle Amtssprache: "Amhari" ist nur Muttersprache von ± 27% der Bevölkerung. Ca. 80 div. Sprachen gibt es. Die größte Ethnie sind die: "Oromo" (± 34%). Die Tigray sind ± 6%. Mr. Ahmed ist Oromo, sein Vorgänger ist Tigray. "Wer hat mehr das Sagen?".

Gedanke an von Ethnien weit unabhängigen Zentralstaat in ÄTH ist ein neuer Gedanke von Ahmed. Bis 1974 (als Putsch war) gab es für 800 Jahre den Kaiser (Haile Selassie). Keine bessere, aber eine national mehr einende Zeit.

Machteliten wollen Einfluss …

Eritrea hat den Krieg angezettelt, Chaos und Daseinsberechtigung

Man geht davon aus das Eritrea der "unsichtbare" Aggressor ist.
Die eritreeische Regierung ist mit der TPLF in Tigray verhasst.
Wie kann es sein dass ein Bundesland mit von eigenem Staat mit Nachbarstaat bekriegt wird?
Krieg und Chaos begründet für den eritreeischen Präsident seine Daseinsberechtigung. Die TPLF hat kein Interesse auf Kriegsfuß mit irgendjemanden zu stehen da diese eingekekesselt sind.

Hauptgrund der Anfeindung ist laut Aussagen dass der eritreeische Präsident vor Unabhängigkeit Eritreas eigentlich Präsident von ganz Äthiopien sein wollte und Meles Zenawi damaliger Führer der TPLF ihn einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und darauf beharrte dass Eritrea ein unabhängiger Staat sein soll und Issayas Afewerki deren Präsident und Meles Zenawi der Ministerpräsident Äthiopiens.

Falls die Regierung von Aby Ahmed erfolgreich sein sollte, ist dieser wahrscheinlich auch ganz schnell weg.

@ Greenmile

Es geht hier nicht um Bodenschätze. Ihr Denkschema greift hier zu kurz. Es geht um ethnische Gegensätze und um lang gehegte Feindschaften und Benachteiligungen. Außerdem ist Afrikas wichtigster Bodenschatz das Wasser.

13:28 von fathaland slim

Ein kluger Beitrag, vielen Dank.

re 16:28 Greenmile: Schuldige?

>>Was ich damit sagen möchte, eine Medaille hat bekanntlich zwei Seiten, da ich vertraut mit der Region und deren politischen Entwicklung bin, würde ich lieber abwarten bis unabhängigere Berichte vorhanden sind als so tun als ob man alles wüsste und einen Schuldigen berufen<<

Ich denke nicht, dass es darum gehen kann, einen „Schuldigen“ zu berufen. Dies ginge nur bei der Verurteilung einzelner Taten durch einzelne Täter.

Was jeder von aber kann, ist klarzustellen, dass es jenseits der Schuldfrage international gültige Rechtsnormen gibt. Und das die Durchsetzung dieser Grundrechte nirgends und niemals eine „Einmischung in innere Angelegenheiten“ darstellt.

Menschenrechte gehen alle Menschen etwas an!

Und zu den „ethnischen Besonderheiten“, auf die hier so gerne verwiesen wird: Menschen durch die Schaffung von Feindbildern aufzuhetzen ist so „furchtbar“ einfach - dazu bräuchte man Ethnien nicht. Aber leider bieten sich diese so bequem zur Ab- und damit zur Ausgrenzung an.

16:32, ONYEALI @fathaland slim

>>Ich vermute, genau deswegen kann (echte!!!) Anarchie nicht wirklich funktionieren,....und manchmal fürchte ich, dass es sich mit der Demokratie ähnlich verhalten - könnte....
Wie denken Sie darüber ?<<

Demokratie ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Wird dieser Prozess nicht immer wieder mit Leben erfüllt, dann stirbt er ab.

Und Anarchie? Ordnung ohne Herrschaft, eine wunderschöne Utopie. Ich hänge ihr an, wissend, daß die Menschen noch lange nicht so weit sind.

16:40 von Greenmile

«Zur Grenze von Tigray oder in Tigray sollen auch riesige Bodenschätze liegen jedoch habe ich vergessen welche genau.»

Eine ganze Menge Kohle, Erdgas und Erdöl gibt es im Norden von Äthiopien. Tigray gehört geographisch zum Hochland von Abessinien.
Sehr bergig, oft um ± 1.500 m über Meereshöhe im Durchschnitt.
Mit den hohen Bergen drumrum. Schwierig und (sehr) teuer im Abbau.

Im Aspekt Energieerzeugung im Land setzt ÄTH schon sehr länger auf erneuerbare Energien. Vor allem auf Wasserkraft. Der Staudamm am Blauen Nil wird / wäre das größte Kraftwerk in Afrika, der 7. größte Staudamm der Welt.

Sollte Anfang Oktober 2020 begonnen werden mit der Flutung des Staubeckens. Ein Albtraum für Ägypten, und Zankapfel in der Region seit Baubeginn. ÄGY will das mit Anrufung der UN verhindern. Was damit aktuell genau ist … weiß ich nicht.

Ambitionen von ÄTH als Erzeuger von regenerativer Energie sind groß, Voraussetzungen gut. So richtig voran geht es nicht.
Auch nicht mit Elektrifizierung.

re 16:32 ONYEALI: Demokratie und Anarchie

>>....an Macht, Einfluss und viel Geld, sowie reinem Egoismus halten und auf Rücksichtslosigkeit, Gnadenlosigkeit und Sadismus verzichten, wäre schon viel gewonnen.<<

Ich vermute, genau deswegen kann (echte!!!) Anarchie nicht wirklich funktionieren,....und manchmal fürchte ich, dass es sich mit der Demokratie ähnlich verhalten - könnte....
Wie denken Sie darüber ?<<

Die Frage ging nicht an mich, regt aber auch mich zum Nachdenken an.
Ich denke, Demokratie in einem institutionalisierten Sinne ist gerade das Gegenteil von Anarchie und bezieht seine Legitimation gerade nicht aus dem „Glauben an das Gute“ im Menschen, sondern gerade aus der „Einpflegung“ seiner ureigenen Reflexe und Egoismen. Nicht der Mensch als „Guter“ wird gesehen, sondern der Mensch als „Ganzer“, dass heisst in all seiner Vielschichtigkeit und Unterschiedlichkeit.

Dem demokratischen Prinzip des „Wechsels“ liegt weniger eine idealistische als eine reale und auch sehr pragmatische Akzeptanz des Menschseins zugrunde

13:59 von Demokratieschue...

>>Eritrea, Somalia, Dschibuti und andere sollten die Truppen von Äthiopien rauswerfen und denen dort keinen Millimeter Raum lassen.

Denn wie geschrieben:
in diesem Konflikt kann es - meiner Meinung nach - KEINE militärische Lösung sondern NUR eine politische Lösung geben.<<

WIE und womit sollen denn diese "Truppen" rausgeworfen werden, wenn nicht mit militärischer Lösung? Mit "Bitte, Bitte ... geht jetzt, wir mögen euch nicht!" ist es wohl kaum getan.

Zitat "17:42 von teachers

Zitat "17:42 von teachers voice
re 16:32 ONYEALI: Demokratie und Anarchie"
>>....an Macht, Einfluss und viel Geld, sowie reinem Egoismus halten und auf Rücksichtslosigkeit, Gnadenlosigkeit und Sadismus verzichten, wäre schon viel gewonnen.<<

Ich vermute, genau deswegen kann (echte!!!) Anarchie nicht wirklich funktionieren,....und manchmal fürchte ich, dass es sich mit der Demokratie ähnlich verhalten - könnte....
Wie denken Sie darüber ?<< ZITAT Ende
Aus diesem Grunde weil der Mensch bestechlich ist wurden schon im alten Demokratischen "Athen" gewisse Ämter auf Zeit verlost.
Der Gewinner muste sofort sein Richteramt besetzen und ein Verfahren mit Urteil durchführen.
Das hatte den Vorteil das die Prozessteilnehmer bis zum Verfahrensanfang den unbekannten Richter nicht bestechen konnten, und das vor 2000 Jahren.

@ONYEALI 16:32

Mir geht es wie teachers voice um 17:42: Nicht gefragt, aber doch zum Nachdenken angeregt.
Ergebnis:
Wichtig ist an erster Stelle Bildung. Nicht irgendeine sondern ethische Bildung verbunden mit der Erkenntnis, daß wir alle gleich sind, gleiche Rechte und Pflichten haben, und auch alle vor die gleichen Probleme des Menschseins an sich gestellt sind. Ferner braucht es sich die Erkenntnis, daß jede Stimme gleich viel wert ist. Dazu die Kenntnis über das System, wie es funktioniert. Daran fehlt es auch bei uns an vielen Orten. Erst heute hat ein User in einem anderen Thread behauptet, daß nur die Hälfte der Abgeordneten im BT bei uns frei gewählt ist. Wie soll jemand, dem die Arbeitsweisen der Demokratie nicht bekannt ist, zu dieser mit voller Überzeugung stehen?
Und man darf nie vergessen, daß Demokratie das Ergebnis eines 2500 Jahre alten Denk- und Lern-Prozesses bei uns ist, der auf anderen Erdteilen mit anderen Kulturen nicht erlebt wurde. Auch wir tun uns manchmal schwer damit.

@Demokratieschützerin

"Es gibt keine militärische Lösung sondern NUR eine politische Lösung".
Sicherlich haben Sie recht, aber die dortigen Gruppierungen sehen das wohl anders.

Zu diesem Konflikt in Tigray sage ich ganz deutlich:

Zu diesem Konflikt in Tigray sage ich ganz deutlich: Solange Russen und ein menschenverachtender Diktator freies Schussfeld haben und beliebig alles kurz und klein bombt vielleicht auch nur um neue Waffen an Zivilisten aus zu testen ohne das ernst zu nehmende Gegenwehr einsetzt Wenn deutsche Unternehmen auch noch mit dem Diktator und Völkermörder dicke Geschäfte machen wird der Flüchtlingsstrom ungebrochen in Westeuropa hereinbrechen. Es ist halt auch wichtig, dass Europa im Besonderen Deutschland dagegenhält und nicht immer nur von Friede Freude Eierkuchen träumt, sondern mit allen Mitteln und mit Entschlossenheit dazu beiträgt diesen Wahnsinn zu beenden.

re european son: Demokratie erleben

>>Und man darf nie vergessen, daß Demokratie das Ergebnis eines 2500 Jahre alten Denk- und Lern-Prozesses bei uns ist, der auf anderen Erdteilen mit anderen Kulturen nicht erlebt wurde. Auch wir tun uns manchmal schwer damit.<<

Wenn der Lernprozess denn so alt wäre, wäre wir alle schon weiter und sicherer auf diesem Weg.
Aber „unsere“ Demokratie ist verdammt jung und wenn ich „unsere“ Kämpfe hierfür in den 60ern und 70ern betrachte, wächst in mir das Verständnis für Diejenigen, die vor 1989 überhaupt noch keine Demokratie erleben konnten. Und das gilt nicht nur für „Ostdeutschland“, sondern für ganz Osteuropa.

um 19:47 von Treualp1

Zu diesem Konflikt in Tigray sage ich ganz deutlich: Solange Russen und ein menschenverachtender Diktator freies Schussfeld haben und beliebig alles kurz und klein bombt . . .

Haben Sie vielleicht Syrien und Äthiopien verwechselt? In Äthiopien hat, gemäß einem ausführlichen Bericht in der FAZ die TPLF die Ergebnisse der letzten Wahlen nicht anerkannt, weil ihr bisheriger Machthaber nicht mehr wiedergewählt wurde. Danach hat die TPLF (lt. FAZ-Bericht) einige Anschläge außerhalb Tigrays durchgeführt in der Hoffnung, einen Aufstand gegen die äthiopische Regierung zu inszenieren. Als das nicht gelang erklärte die TPLF die äthiopische Regierung als illegal und forderte die Regierung für die TPLF (Merke: auch ethnische Minderheiten hängen an ihren korrupten Strukturen).

Das sich das die gewählte Zentralregierung nicht gefallen läßt ist klar.

Aber mit "Russen" und "menschenverachtenden Diktator" hat das nichts zu tun.

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