Ihre Meinung zu: Frauenfeindlichkeit und Femizide: Schutz vor Corona - kein Schutz vor Gewalt

25. November 2020 - 18:54 Uhr

Lockdowns in ganz Europa ließen die Zahl von Übergriffen gegen Frauen und Mädchen in die Höhe schnellen. Strafverfolgung und Schutzangebote hinken weit hinter der Krise her, warnen EU und UN. Von Jasper Steinlein.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1
Durchschnitt: 1 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Bildung schaft Unabhängigkeit

Das einzige Mittel gegen Gewalt gegen Frauen ist wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die erreicht man in der Masse / Breite nur durch Bildung.

....Frauenfeindlichkeit und Femizide...

Was immer in Europa umgeht - es gibt viel zu wenig Einschränkung für die Täter, die in vielen Fällen ja schon zumindest auffällig waren.
Der Artikel ist schwer erträglich, allein der ganze Unsinn über die "häusliche Isolation". Es gibt keine "häusliche Isolation", wenn das Haus brennt, die Wände wackeln, weil die Tektonik Mist baut oder man geschlagen oder gewürgt zu werden droht.
Wie viel Müll kann man heranziehen um Notlagen zu konstruieren. Die wirkliche Notlage liegt wie immer in der körperlichen und oft auch sozialen Unterlegenheit von Frauen, und die gilt es aus der Welt zu schaffen. Allerdings ist letztlich niemandem geholfen, wenn die "Gewallt" nur subtilere Wege sucht - wenn der Hass zu groß wird, muss man die Familien sprengen und das kann allerdings Geld kosten und das scheint wohl das primäre Problem.

Trugschluss!

Nicht der Lockdown lässt die Gewalt gegen Frauen nach oben durch die Decke gehen.... Nicht Corona oder sonstwer. Es sind die Täter, die Gestörten, bei denen es im echten Leben zu keiner Art von Befriedigung und geistig zu nichts andem reicht, als andere Menschen, zu oft Frauen und Mädchen , zum Opfer ihrer Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen zu machen. Oft scheint es reine Langeweile bei den Tätern, die wenig befürchten müssen, weil die Opfer so verängstigt sind, dass sie ihre Peiniger nicht anzeigen. Gesellschaftliche Zwänge, Unverständnis, mangelnde Zivilcourage, Mutwillen, Gefühllosigkeit, mangelnder Schutz und manipulative Abhängigkeit sind die Schienen und Weichen auf denen der Zug der Gewalt täglich seine hilflosen Opfer erreicht. Dagegen könnten wir täglich was tun! Jeder von uns! Alles mögliche (!) nur nicht schweigen! Ohne unser Umdenken, ohne unsere Hilfe bleibt es für die Opfer dabei - für immer!

verwirrende Zahlen

Wenn es im letzten Jahr in Frankreich jeden zweiten Tag einen Femizid gab, dann sind das etwa 182 Morde. Wenn es in diesem Jahr bis jetzt 87 waren, wo ist da der starke Anstieg? Das ist doch eher ein starker Rückgang?

"Auch in den EU-Ländern, die

"Auch in den EU-Ländern, die während des Lockdowns keine Zunahme hinsichtlich Fallzahlen, Krankenhausaufenthalten von Opfern oder Risikofaktoren verzeichneten, liegen die Werte nach einer Lockerung der Corona-Beschränkungen wieder auf dem Vorkrisen-Niveau - die Experten von CEPOL schließen daraus, dass es eine hohe Dunkelziffer an Vorfällen geben muss, die während des Lockdowns nicht zur Anzeige gebracht wurden."

Es könnte doch auch sein, dass es schlicht keine Zunahme gab. Und warum geht es in dem Artikel mal wieder nur um Frauen die Opfer sind. Was ist mit den Jungen, die Opfer wurden, oder Frauen als Täter.

@mispel

...Sie scheinen große Angst davor zu haben, Opfer weiblicher Gewalt zu werden...woher kommt das...?

@20:03 von sebo5000

"Sie scheinen große Angst davor zu haben, Opfer weiblicher Gewalt zu werden"

Wie kommen Sie darauf? Übrigens hat Frankreich 67 Mio. Einwohner, die Hälfte davon Frauen. Bei ca. 200 Morden pro Jahr entspricht das 0,0003 %. Frauen in Frankreich scheinen große Angst vor Mord zu haben. Woher kommt das?

@sebo5000

Mispel stellt eine sehr wichtige Frage. Sie versuchen das lächerlich zu machen...woher kommt das...?

Das größte Problem an der Geschichte ist...

... dass Mädchen, die so aufgewachsen sind sich häufig später auch einen Partner suchen, der auch schlägt, weil sie das als normal erachten.

Und die Jungs schlagen dann später auch zu, weil es "normal ist".

Und so bekommt man es nicht aus der Welt.

@derkoun

...ich sehe in den Fragen lediglich den Versuch, die, durch Männer verübte Gewalt an Frauen und Mädchen, zu relativieren. Das finde ich abstoßend...daher kommt das!

Oder um es mal anders

Oder um es mal anders auszudrücken: nehmen wir an wir haben ein Land A, in dem jeden zweiten Tag jemand ermordet wird, und ein Land B, in dem jeden dritten Tag jemand ermordet wird. Nun würde vielleicht mancher Leser Land B als sicherer einstufen, weil dort ja weniger Menschen pro 6 Tage umgebracht werden. Aber ohne Relation zur Gesamtbevölkerung haben solche Zahlen keine Aussagekraft. Wenn in Land A 1.000.000 Menschen leben und in Land B 100.000, dann beträgt die Wahrscheinlichkeit in Land A Opfer zu werden 0,018 %, wohingegen sie in Land B 0,12 % beträgt. Man sieht also, dass absolute Zahlen keine Aussagekraft haben. Die Frage ist also, warum mit solchen Zahlen gearbeitet wird… Übrigens gab es in Deutschland 2000 497 Mordopfer, 2019 "nur" 245.

@mispel 20:33

...nach Meiner Ansicht ist jeder Mord einer zu viel...das sieht die Mehrheit der Weltbevölkerung übrigens ähnlich, nicht nur die Franzosen...

@21:11 von sebo5000

Ich habe doch gar nichts relativiert. Ich habe nur die Frage gestellt, warum mit absoluten und nicht mit relativen Zahlen gearbeitet wurde. Und stellen Sie sich nie die Frage, warum nur über die Gewalt von Männern gegenüber Frauen berichtet wird? Was ist mit der Gewalt von Frauen gegenüber Männern, Jungen, Säuglingen? Wo ist da die Gleichberechtigung in der Berichterstattung? Oder existiert diese Gewalt für Sie gar nicht?

@mispel

...dass Sie ein Ass im Prozent-Rechnen sind haben Sie nun hinlänglich bewiesen...und was hat das mit der zunehmenden Gewalt an Frauen zu tun...?

21:11 von sebo5000 @derkoun

...ich sehe in den Fragen lediglich den Versuch, die, durch Männer verübte Gewalt an Frauen und Mädchen, zu relativieren. Das finde ich abstoßend...daher kommt das!

Ich möchte in diesen Thread heute (eigentlich) nicht einsteigen aber Ihnen herzlich dafür danken, dass Sie das Relativieren der Gewalt an Frauen anprangern!!

Ein Teufelskreis (aus dem es nur scheinbar kein Entrinnen gibt)

Dass der Schutz von Frauen und Mädchen überhaupt von „Finanzierung“ abhängig ist - und Frauen und Mädchen wiederum weit überdurchschnittlich häufig finanziell von eben jenen abhängig sind, die die Maßnahmen zu ihrem Schutz vor denjenigen, vor denen sie geschützt werden müssen größtenteils finanzieren sollen (denn Männer verfügen bekanntlich über den weitaus größten Teil des globalen Geldvermögens) entbehrt nicht nur bitterster Ironie und ist auch nicht „nur“ tragisch, sondern erweist sich immer deutlicher als fatal für die gesamte menschliche Gesellschaft und die Bewahrung ihrer Existenzgrundlage.

Darstellung: