Ihre Meinung zu: Lebensmittelkontrollen: Eine unappetitliche Bilanz

24. November 2020 - 16:14 Uhr

Desinfektionsmittel in Sahne und Fisch, Bakterien im Hackfleisch, Holz in Gewürzen: 2019 haben Lebensmittelkontrolleure wieder etliche Missstände in der Branche festgestellt.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4
Durchschnitt: 4 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Das ist ja schrecklich!

Hatte immer gedacht, dass die berühmte Großbäckerei (in Berlin) wo die Arbeiter in der Backstube auf einem "Teppich" aus Mäusekadavern und Ungeziefer gelaufen sind, daß das ein absoluter Einzelfall war -
ebenso wie die Schonfrist von 3 Jahren bis zur Betriebs-Schliessung.
Also Samthandschuhe an und energisch durchgegriffen - gleich nach dem Personalabbau!

Ist alles nichts Neues.

Es ist alles nichts, was man nicht wusste oder zumindestens nicht ahnte.

Es muss also nun kein Bürger den Tanz auf der Straße beginnen, man würde ihn hintergehen und man wolle ihn eh nur ausrotten ...

Vermutlich sollte man dafür dankbar sein,

dass auf der Zutatenliste nicht alles draufsteht?

„Laut BVL VERGASSEN Mitarbeiter in 41 Prozent der kontrollierten Eisdielen und Cafés, Geräte zum Aufschlagen der Sahne nach der Desinfektion mit Wasser nachzuspülen.“

Habe eine Allergie gegen Hasel-/ Walnüsse und kann ein Lied davon singen, wo Saubermachen vergessen wurde. Bei mir war bisher kein Notarzt notwendig, andere haben da nicht so viel Glück.

„Insgesamt wurden in jedem fünften Gewürz pflanzliche FREMDbestandteile nachgewiesen, …
Ein möglicher Grund für die Verfälschung seien gestiegene Großhandelspreise für Gewürze, hieß es vom BVL. Um Oregano dennoch preiswert anbieten zu können, werde es mit FREMDbestandteilen gestreckt.“

Gilt auch für natives Olivenöl zu horrenden Preisen.

Da hilft auch die Bezeichnung „BIO“ nichts, fängt nur mit B an - und hört mit Schi.. auf.

Am besten alles selbst

Jo, also ich finde es sehr richtig diese Informationen öffentlich zu machen. Sie lassen uns wieder zurück zum Selberkochen kommen, und am besten sollten wir auch Kräuter selbst anbauen.

Mehr als Betrug

Mangelnde Hygiene und vorsätzliche (Kosten senken) oder fahrlässige Nachlässigkeiten in Bezug auf Sauberkeit finde ich katastrophal und unverzeihlich.

Aber nicht minder unfaßbar finde ich das Strecken von Gewürzen mit diversen Pflanzenteilen oder womöglich auch anderen Dingen.
Da kauft man ein Gewürz und die Hersteller veräppeln und gefährden mich nicht nur mit minderer Qualität, sondern langen auch noch eigenmächtig und womöglich hohnlachend in mein Portemonnaie.

Bei allem zusammen wird es mir schlecht vor Wut. Ich möchte die Verantwortlichen für solche Vorfälle öffentlich genannt wissen.
Damit andere wenigstens aus Sorge vor solchen Bloßstellungen solche Dinge unterlassen, wenn sie denn schon kein Gewissen haben.
Wer in der Lebensmittelbranche arbeitet, sollte hinsichtlich des Gewissens überprüft werden.
Geht nicht? Na, dann muß der Pranger her.

Landwirtschaftsministerin

Da sieht das Betreiben der Landwirtschaftsministerin, die Kontrollen auszudünnen ziemlich nach Täterschutz aus.

Wer Pangasius kauft

hat es nicht anders verdient.
Hilfreich wäre eine ordentliche Ettikettierung, die Aufschluss über den Inhalt gibt. Z.b. "Hackfleisch kann Spuren von Fäkalien enthalten".

An der Fleischtheke

in Deutschland habe ich mich oft geekelt und von einem Kauf Abstand genommen. Hier in der französischen Provinz ist wirklich alles appetitlich. Außerdem gibt es selbst im Supermarkt Herkunftsbezeichnungen, auf verpackter Ware sowieso. Das Fleisch - ich esse nicht viel - sieht nicht nur besser aus, es ist auch von besserer Qualität. Das kommt: für die Franzosen ist essen eben wichtiger als andere Sachen. Billigfleisch gibt es hier weniger, und wenn ich Appetit auf Tartar habe, dann wird das frisch gemacht, nicht durch den Wolf gedreht, sondern von Hand mit dem Messer (au couteau). Und der Metzger weist mich stets daraufhin, dass ich es am selben Tag essen sollte! Auch diesbezüglich gilt: Vive la France!

Fehler im System

"Bei der letzten vergleichbaren Untersuchung zehn Jahre zuvor"

Das sagt eigentlich alles ...

@ 17:35 von mosesposes + @ 17:40 von FritzF

Zu dem Artikel fällt mir noch ein alter Spruch ein:
„Wer gerne Leberwurst isst und die Gesetze beachtet, sollte nicht zuschauen, wie beides gemacht wird.“

Und es ist skurril wie viele

Und es ist skurril wie viele Hygienevorschriften und Ordnungs-Fimmel man im Supermarkt befolgen soll, und wie die Politik die Gastronomie einerseits nicht stärker kontrollieren lässt und andererseits beim Lockdown gleich als erstes dicht machen lässt. Man hätte ja erwarten könbnen, die wollen die Gastronomie vor Verlusten schützen. Aha ja, ich verstehe, das Personal für Kontrollen ist zu teuer. Aber einfach mal "steuergeldverschwendung" bei google eingeben. Von wegen man hätte kein Geld, es wird nur umsonst verbraten

Früher war Alles Besser

War früher wirklich Alles Besser?
Ich denke Nein, die Lebensmittelkontrolle muß sein, es sollte jedoch auch mal gesagt werden, wir haben die Besten Lebensmittel Aller Zeiten

Gewürze

...die Ursache für die "Fremdkörper" in den Gewürzen ist m.M. nach eher beim Gewürzmittelhersteller zu suchen...der Aufwand für das Zerkleinern der "Streck-Zutaten" würde sich ertragstechnisch für einen Gastronomen nicht rechnen...

@ um 17:40 von FritzF

>>(...).
Hilfreich wäre eine ordentliche Ettikettierung, die Aufschluss über den Inhalt gibt. Z.b. "Hackfleisch kann Spuren von Fäkalien enthalten".<<

Wäre mal eine Idee. Anders herum würde ich vielleicht zögern zu kaufen :-)

Veräppeln und gefährden ...

Das kann ich doch nur wenn viele mitmachen ...
Natürlich wird getrickst ..aber da ist doch der Arbeitnehmeranteil selber dran beteiligt , ..
also wir alle !
Wenn der Arbeitnehmer schon wissentlich an Prozessen der Streckung oder der synthetischen Zusatzbehandlung beteiligt ist , ja dann geben wir alle das Mäntelchen des Schweigens nicht aus der Hand ! Genauer gesagt , die Lohntüte bewahrt den Macher vor dem Verrat .
Menschen sind eiskalt und unehrlich ...

Gewürze...

Chilis,Gurken baue ich mitten in der Stadt selbst an...Eier von eigenen Hühnern und Puten haben wir ebenfalls...geht alles ,wenn man will...aber die Faulheit der Meisten ist schon krank...

Na und?

Bakterien, Schmutz, Keime, Chemikalen.
"krankheitserregend"
"krebserggend"
"potentiell gefährlich"
Hätte, kännte, würde, vielleichtt.

Wer bitteschön ist denn wirklich, also wirklich, ich meine nicht "vielleicht" und "könnte daran gelegen haben unter umständen". Nein, wirklich sicher und faktisch mit ärztlichem Attest: Nach einem Restaurantbesuch krank geworden?
Mir ist in meinem Leben noch nicht sojemand begegnet.

Uralter Witz:

Sagt der Metzgerlehrling zum Metzgermeister an der Wurstmaschine:

"Chef, wenn das rauskommt, was da reinkommt, dann kommen Sie rein und so bald nicht wieder raus!"

Der hilflose Verbraucher.

Die fehlende Lebensmittelkontrollen sind ein europäisches Problem, wo Brüssel total versagt hat, wo Brüssel diktiert wird von der Lebensmittelindustrie und Handel. Die Landwirtschaft fungiert dabei weitestgehend als ahnungsloser Gehilfen,
feststellbar in der Benutzung von schadhafte Mitteln zwecks Gewinnoptimierung (u.a. Hormonen, Anti Biotica )
Zum andern ist es die Lebensmittelindustrie die in den letzten 20-30 Jahre eine gewaltige technologische Entwicklung hat vollzogen bei der Entwicklung und Einsatz von Zusatzstoffen deren Wirkung oder potenzierte Wirkung durch mehrerenStoffen in einem Produkt es zum kaum kontrollierbare und nachvollziehbare Auswirkungen kommen kann. Der Verbraucher ist beim Einkauf bei der Kontrolle der Zusatzstoffen hilflos. Genauso die Ämter.
Zu allem Überfluss erfüllt der Handel nicht seine vorgeschriebene Aufgabe. Ihm interessiert nur der Preis. Dabei ist es seine Aufgabe die Qualität zu kontrollieren , auch Zusatzstoffe und den Verbraucher zu informiere

Darstellung: