Kommentare

Man sieht, wie lange die

Man sieht, wie lange die "schwarze Pädagogik" nachwirkt, und wie lang der Schatten einer fragwürdigen Erziehung ist, die schon in von Hitler an Familien bzw. Mütter verschenkten Büchern propagiert wurde undin denen die Nazis von Müttern forderten, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu ignorieren.

Erschreckend,

dass es Menschen gibt, die Gewalt immer noch als ein Mittel der Erziehung betrachten.
Und nahezu erbärmlich ist, wenn noch der Satz nachgeschoben wird "mir hat es ja auch nicht geschadet"

Nanu, "keine Kommentare"?

Ist ja spannend wie still der See ruht wenn es um unangenehme Wahrheiten geht. Es ist schlicht entsetzlich was wir unserer Zukunft antun! Kaputtgesparte Schulen, keine richtigen Strategien zum Lernen in der Corona-Krise, keine Ansätze, keine Innovationen, Digitalpakt versandet, Landesfürstengeschacher um Bildung statt einer einheitlichen Linie bundesweit, keine greifenden Gesetze gegen Kindesmisshandlung und Kindesmißbrauch, Vernachlässigung und Quälerei. Holprige Ermittlungen bei denen noch massig Beweise wegkommen, Akten geschreddert werden und was nicht noch alles an blöd-und mutwilliger Strafvereitelung. Wirtschaftsgefasel statt Umwelt-und Klimaschutz, generationenweise H4 statt Arbeit und Ausbildung. Keine Ahnung wie wir das unseren Kindern mal erklären werden! Die Fragen kommen sicher!

rer Truman Welt

Natürlich ist Gewalt völlig unangebracht in der Erziehung. Aber was ist Gewalt bzw. wo fängt es an, was als Gewalt zu bezeichnen?
Ein Klapps auf den Po?
Einen leichten Schlag auf den Hinterkopf? Ein Reissen am Arm oder ein sich losreissen von einem Kind? Wo, wo fängt es an?
Ist jeder körperlich nicht erlaubte Kontakt bereits Gewalt?
Diese Art der Differenzierung ist für mich das primäre Problem bei dieser Diskussion, weshalb aus meiner Sicht meist aneinander vorbeigeredet wird.

Gewalt

Kein Schlag vergessen !
Ob vom Vater, dem Lehrer ,dem falschen Bekannten oder von der Polizei .Nein kein Schlag vergessen !
Wer heute noch Schläge oder psychische Gewallt befürwortet , sollte von diesem Staat bestraft werden . Und ich hoffe auch, das die Gewallt, die unberechtigter Weise von der Polizei ausgeübt wird, unter Strafe steht . Staatsgewalt
Gewaltmonopol , alles sehr fragwürdige Begriffe die auch dringend einer neu Ausrichtung bedürfen . Gewalt ist immer unrecht ob vom Vater oder von sonstwem ,es ist niemals Legitim , Von einem bin ich überzeugt ,jeder Gewallt geht eine Repression voraus , Egal welcher Grund auch vorliegt .

@ Fools Büttel, um 18:02

Man sucht zwar etwas hilflos nach dem Bezug Ihres Kommentars zum Thema, aber man hat den Eindruck, da müsste Etlichen unbedingt mal der Hintern versohlt werden :-).

Gesetzliche Verankerung erst seit 2000

Erst seit dem Jahr 2000 ist es in Deutschland gesetzlich verankert, dass Gewalt in der Erziehung geächtet wird.

§ 1631 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches:

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

(aus Wikipedia)

Wo ist die Grenze?

Ich finde es schwierig, Eltern hier generell hineinzureden. Gewalt im herkömmlichen Sinn ist sicher nicht in Ordnung. Aber wenn z.B. ein Kind sich zum Trotz auf den Boden wirft und die Eltern es dann (gegen den Willen des Kindes) aufheben und wegziehen - ist das auch schon Gewalt? Ein Erziehungsprozess muss ja trotzdem noch möglich sein, und Kinder sind nun mal keine Erwachsenen im Mini-Format.

@Meinung zu unse...: Gewalt fängt dort an...

... wo Eltern ihre Kraft bewusst mit dem Ziel einsetzen, dem Kind Schmerzen zuzufügen. Dies ist sowohl beim "Hintern versohlen" als auch bei der "Ohrfeige" ohne jeden Zweifel gegeben. Hier wird bewusst eine Kraft eingesetzt, die das Ziel hat, das Kind durch Schmerzen(!) dazu zu bringen, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen oder es zu bestrafen. Und das darf nicht sein!

Ein "am Arm ziehen" wenn das Kind sich z.B. weigert, vor dem Süßigkeitenregal wegzugehen, hat nicht den primären Zweck, dem Kind Schmerzen zuzufügen. Das kann als Nebenwirkung durchaus passieren, aber der Zweck ist eben zweifellos ein anderer. Ein unnötig kräftiges Reißen hingegen mit dem Ziel, das Kind damit einzuschüchtern, indem man es durch den Raum schleudert, ist ganz klar wieder Gewalt.

Die Grauzonen sind hier mE relativ einfach abzugrenzen. Sobald der Zweck ist, dem Kind Schmerzen zu bereiten, ist in jedem Fall jede Grenze des Erlaubten überschritten und ich würde mir wünschen, dass hier hart durchgegriffen wird.

@17:58 von harpdart

"Und nahezu erbärmlich ist, wenn noch der Satz nachgeschoben wird "mir hat es ja auch nicht geschadet""

Dieser Satz muss nachgeschoben werden. Ein Kind neigt dazu, die Gewalt der Eltern zu akzeptieren und die Schuld bei sich zu suchen. Diese Erfahrung wird internalisiert und die Eltern idealisiert. Daher werden Kinder, die Gewalt erfahren haben, später selbst oft gewalttätig. Sich einzugestehen, dass einem die Erfahrung geschadet hat, würde bedeuten, dass Bild der Eltern zu zerstören, und dazu sind die wenigsten Menschen bereit, da es mit sehr viel Schmerz verbunden ist.

Als jemand,

der als Kind selbst körperliche Gewalt erleiden musste, sowohl in der Familie als auch teilweise noch in der Schule, bin ich etwas überrascht, dass die Zustimmung zu solchen "Methoden" bei jenen, die ebenfalls Gewalt in der Kindheit erfahren haben, 16 mal höher ist als bei den anderen.
Ich selbst bin bei meinen 3 Kindern ohne körperliche Gewalt ausgekommen.

Schwarze Pädagogik

Meine Eltern haben ihre 5 Kinder- alle in den 50er- und 60er-Jahren geboren glücklicherweise niemals geschlagen oder psychisch drangsaliert. Das war damals aber eher die Ausnahme. In einigen Fällen musste ich brutale Prügelszenen durch Eltern erleben, deren Opfer einige meiner Klassenkameraden und Freunde wurden. Diese hatten weniger Glück und ich vermute, dass das heute diejenigen auch sind, die körperliche Gewalt bei der Erziehung tolerieren oder sinnvoll finden.

18:17 von mispel @17:58 von harpdart

Daher werden Kinder, die Gewalt erfahren haben, später selbst oft gewalttätig.

Die Gefahr eigene Gewalterfahrungen weiterzugeben ist erhöht, das stimmt.

Sich einzugestehen, dass einem die Erfahrung geschadet hat, würde bedeuten, dass Bild der Eltern zu zerstören, und dazu sind die wenigsten Menschen bereit, da es mit sehr viel Schmerz verbunden ist.

Es gibt aber auch die Menschen, die sich ganz bewusst dagegen entscheiden gegenüber den eigenen Kindern gewalttätig zu werden!

Wie schon mein Volksschullehrer...

...vor 70 Jahren zu sagen pflegte:

“Ein leichter Schlag auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen!“

Sprach's, und schon “klapste“ es...

Ob es mir geschadet hat, weiß ich nicht,
aber genutzt hat es sicher nichts.

Schon immer vertrat ich die Überzeugung, dass Erziehung keine körperlichen Strafen braucht.

Wobei nicht übersehen werden sollte, dass nicht-körperliche Strafen unter Umständen viel mehr Unheil anrichten können.

Der Klaps auf den Hintern

Erstmal vorab, ich verabscheue jegliche Art von Gewalt, egal gegen wen gerichtet. Doch was soll diese Verlogenheit?
sexualstraftäter, die Kinder, sogar Babys jahrelang missbraucht und das ins Netz gestellt haben erhalten minimalstrafen , womöglich Bewährungsstrafen . Und bei einem Klaps auf den po sollen die „Täter „ möglichst weggesperrt werden. Finde den Fehler. Es ist blödsinn, dass der Klaps dazu führt, dass diese Kinder später auch gewalttätig werden. Dazu gehören eine Vielzahl weiterer Faktoren. In einem ansonsten liebevollen Umfeld gerät der Klaps in den Hintergrund.

Weiter zunehmend

Die Zahl der Befürworter von Gewalt in der Erziehung dürfte seit 2015 deutlich gestiegen sein. Dass die Frage, ob Gewalt ein legitimes Erziehungsmittel ist, ist eben nur im gesellschaftlichen Kontext zu beantworten. Und unsere Gesellschaft verändert sich seit Jahren, seit 2015 noch einmal beschleunigt.

Schon wieder die Nazi-Keule?

Weiter zurück als Adolf Hitler reicht die Erinnerung wohl nicht...Oder soll nicht reichen?

Unsere Vorfahren waren deutlich härter im Umgang miteinander, Kinder eingeschlossen.

Es ist gut, das wir uns heute zivilisierter benehmen.
Aber damals wie heute sind oft die Erziehungspflichtigen im Alltag überfordert, so daß ihnen quasi "nichts anderes einfällt", um ihren Kindern wichtige Dinge klarzumachen.
Mehr Unterstützung für Erziehende, egal ob in Familie, alleine oder anders wäre angebracht!

Eben...

...stimme dem Beitrag voll und ganz zu.
Gerade dieser "nachgeschobene Satz" entlarvt erschütternd die Schädigung !

nicht

angemessener, unkontrollierter, Multimediazugang hat sicher weitaus größere seelische Schadenswirkung. Ebenso, das, in viele Fällen, nicht vorhandensein von Familienleben, nach der Schule bis um 17.00 in die Betreuung, oder ab dem 3. Monat schon in die Krippe. Viele Kids in der Grundschule kennen keine Grenzen, stören permanent den Unterricht, sind absolut respektlos, in dem Wissen, "mir kann keiner was". Viele haben massive Defizite im lesen, schreiben, bekommen keinen Satz zustande, kennen aber Filme und Games ab 18 quasi auswendig. Schlagen und treten ihre Mitschüler, kennen ihre Rechte, haben aber von Pflichten noch nie was gehört. Es muss einiges mehr wieder in die richtige Richtung gebracht werden, bevor ein "Klaps" mit "Gewalt und Misshandlung" gleichgesetzt wird. Die wenigen Male (sicher unter 10x) als meinen Eltern die Hand ausrutschte, habe ich das auch voll provoziert. Danach war klar, wieder was gelernt. Antiautoritär geht oft nicht aber grundlos verprügeln, NIEMALS!

17:58 von harpdart

Erschreckend, dass es Menschen gibt, die Gewalt immer noch als ein Mittel der Erziehung betrachten.
Und nahezu erbärmlich ist, wenn noch der Satz nachgeschoben wird "mir hat es ja auch nicht geschadet"

M.W. ist in Schweden, die da wesentlich rigider sind, eine Ohrfeige bereits ein Grund für Eltern ins Gefängnis zu wandern bzw. das Jugendamt auf den Plan zu rufen.

Habe während des Studiums selbst zu dem Thema eine Umfrage (nicht repräsentativ) durchgeführt - insbesondere Männer über 50 wiesen eine erhöhte Zustimmung zu Gewalt in der Erziehung auf.

Im Rahmen der Ulmer Studie werden allerdings vermutlich auch jüngere Menschen dbzl. geantwortet haben. Sehr erschreckend.

Manchmal wünschte ich mir so etwas wie einen "Erziehungsführerschein" für werdende Eltern. Allerdings träfe dies etliche Menschen, die gewaltfrei und liebevoll erziehen.

Im letzten Jahr ist in OS ein Neugeborenes zu Tode geschüttelt worden. Das JA war schon im Kontakt - aber das Kind ist früher geboren...

Deutsche Tradition der Prügelstrafe

@ andererseits:
Man sieht, wie lange die "schwarze Pädagogik" nachwirkt, und wie lang der Schatten einer fragwürdigen Erziehung ist

Bei uns in der DDR war die Prügelstrafe gang und gäbe. Diese Tradition aus der NS-Zeit hat sich unter der SED-Herrschaft nahtlos fortgesetzt.

17:55 von andererseits

"Man sieht, wie lange die "schwarze Pädagogik" nachwirkt, und wie lang der Schatten einer fragwürdigen Erziehung ist, die schon in von Hitler an Familien bzw. Mütter verschenkten Büchern propagiert wurde undin denen die Nazis von Müttern forderten, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu ignorieren."

.-.-.

Nicht zu vergessen die christliche Tradition.
Meine Eltern haben mich geschlagen, weil es in der Bibel so gefordert wurde.

Und die neuen Evangelikalen führen ebenfalls die Prügelstrafe bei ihren Kindern wieder ein.

Auch wenn es in unserer Republik verboten ist. "Man soll Gott mehr gehorchen als den Menschen". :-(

Danke,

dass über dieses Thema berichtet wird.
Es ist traurig, dass (natürlich pauschal formuliert) "unsere Gesellschaft" hier (noch) nicht weiter ist und Gewalt in der Erziehung noch immer eine so hohe Akzeptanz hat.
Liegt es daran, dass Eltern eigene "Ausrutscher" legitimieren oder verharmlosen möchten? Ich denke, dass viele aus Überforderung und nicht Überzeugung gewalttätig werden und sich (insgeheim) dafür schämen - so, dass sie keine Hilfe suchen, was ja ein Eingeständnis wäre, dass das eigene Verhalten problematisch ist.
Umso wichtiger, dass hier vielleicht ein Tabuthema angesprochen wird.
Gibt es eigentlich auch eine Notrufnummer für Eltern, die ihr Verhalten ändern möchten?

um 18:03 von Meinung zu unse...

Natürlich ist Gewalt völlig unangebracht in der Erziehung. Aber was ist Gewalt bzw. wo fängt es an, was als Gewalt zu bezeichnen?
Ein Klapps auf den Po?
Einen leichten Schlag auf den Hinterkopf? Ein Reissen am Arm oder ein sich losreissen von einem Kind? Wo, wo fängt es an?
Ist jeder körperlich nicht erlaubte Kontakt bereits Gewalt?
Diese Art der Differenzierung ist für mich das primäre Problem bei dieser Diskussion, weshalb aus meiner Sicht meist aneinander vorbeigeredet wird.
----------
Auch ein leichter Schlag auf den Hinterkopf ist Gewalt. Schläge lassen sich nicht Differenzieren.

18:03 von Meinung zu unse... rer Truman Welt

"Natürlich ist Gewalt völlig unangebracht in der Erziehung. Aber was ist Gewalt bzw. wo fängt es an, was als Gewalt zu bezeichnen?"

,.,.,

Ich denke, wer gewaltfrei ist, weiß, wo Gewalt anfängt.

Nanu, "keine Kommentare"?

Vielen Dank FoolsBüttel. Es ist gut zu wissen, Sie hier in Fuhlsbüttel zum Nachbarn zu haben.

Gewallt Psychische

Ist genauso schlimm ,die Folgen sind oft dramatisch .
Ein destruktives Elternhaus zerstört kleine Kinderseelen ,Terror bleibt ungesehen ,provoziert Angstneurosen . Auch Schulen und Jugendämter müssen mehr acht geben ,auf das was sich in ihrem gesellschaftlichen Umfeld abspielt . Mobbing ,ist auch Gewallt, die Kinder bis in den Selbstmord treibt . Letztlich alles das selbe Problem .
Die Würde des Menschen sollte unantastbar sein ,und erst recht die der Kinder und Jugendlichen muss unter einem besonderen Schutz stehen . Ich habe leider das Gefühl, das wir uns genau davon zu weit entfernt haben . Egal auf welche Gesellschaftliche Gruppen ich schaue . Das Thema ist riesig groß. Wie wollen wir miteinander umgehen . Was bewirkt soziale Kälte und Ungerechte Verteilung . Eine unendliche Geschichte des Leids in seinen Vielfältigen Facetten . Der Selbstwert eines jeden Menschen ist dabei von elemantarer Bedeutung . Tschüss

18:16 von Whatever007

"Gewalt im herkömmlichen Sinn ist sicher nicht in Ordnung. Aber wenn z.B. ein Kind sich zum Trotz auf den Boden wirft und die Eltern es dann (gegen den Willen des Kindes) aufheben und wegziehen - ist das auch schon Gewalt?"

,.,.

Nein. Nur wenn man das Kind auf den Boden schmeißt.

Frage der Definition

Einen Klaps auf den Hintern erhalten in unserer Familie alle: Papa, Mama, Kinder, meist sogar mehrmals am Tag - Er ist nach meinem Verständnis also etwas völlig anderes als jemandem den Hintern zu versohlen. Wonach hat die Studie gefragt bzw. wurde der Begriff genauer definert?
Eine Ohrfeige ist dagegen nicht nur im wahrsten Sinn des Wortes ein Schlag ins Gesicht, sondern auch eine Form tiefster Demütigung. Wer sein Kind am Arm vom Süßigkeitenregal wegzieht, riskiert heutzutage dagegen fast schon eine Anzeige wegen Kindesmisshandlung. Oder versuchen Sie mal, ein unwilliges Kind "gewaltfrei" von der Straße zu bewegen. Kinder sind einer vernünftigen Argumentation ("Das Auto wird dich überfahren und das tut weh." - "Aber warum?") leider in dem Alter nicht zugänglich. Da musste sich meine Mutter schon vor 40 Jahren ob ihrer "Gewalt gegen das Kind" rechtfertigen. Und ich kann versichern, dass ich mich mit meinem Dickkopf auch nicht mal eben von der Straße habe tragen lasse

@18:37 von Weiterdenken

"Es muss einiges mehr wieder in die richtige Richtung gebracht werden, bevor ein "Klaps" mit "Gewalt und Misshandlung" gleichgesetzt wird."

Unsere hysterische Zivilgesellschaft mag aber nicht mehr differenzieren. Mehr noch, sie benötigt Schuldige und Böse, auf die man mit dem Finger zeigen kann.
Insgesamt ist es eine sehr scheinheilige Diskussion, die per se in der heutigen Zeit nur einseitig und nicht ergebnissoffen geführt werden kann.

keine Illusionen

Gewalt gegen Kinder hat viele Ursachen, aber zwei sind vorherrschend:
Überforderung und Verrohung.

Ich selbst bin von meiner Mutter nie und von meinem Vater eher selten geschlagen worden. Ich kann aber sagen: wenn mein Vater mich geschlagen hat, war das nie aus einer Situation heraus, in der er gerade überfordert war, also keine Kurzschlussreaktion;
sondern als Strafe für irgendwas, was ich falsch gemacht hatte, und da waren auch Dinge dabei, die ich nicht absichtlich getan hatte.

Wie gesagt, es ist nicht sehr oft vorgekommen. Es hat trotzdem Jahrzehnte gedauert, bis ich es ihm voll und ganz verziehen hatte.

Da braucht man sich keinen Illusionen hinzugeben.
_

@mispel

Alles, was Sie beschreiben, habe ich ganz anders erfahren.
Um es kurz zu machen: ich als Kind neigte nicht dazu, so dass ich im Endeffekt meine Eltern auch nicht idealisierte.
Als ich Anfang 20 war, habe ich mich mit meiner Mutter in vielen, teilweise schwer auszuhaltenden Gesprächen wieder versöhnen können. Dass ich ihr das, was auch sie mir angetan hatte, verzeihen konnte, lag aber daran, dass ich schon als Kind merkte, dass auch sie ein Opfer meines Vaters war und sich oft nicht anders helfen konnte. Sie hatte zum größten Teil die Hauptlast der Erziehung von sieben Kindern getragen, während der Hausherr es noch nicht mal für angebracht hielt, mit dem Rest der Familie an einem Tisch zu speisen. Nur für's gröbste war dann er mit seinem Gürtel zuständig. Mit ihm konnte ich mich nicht mehr aussprechen, da er zu früh verstarb, aber ich weiß nicht, ob ich ihm auch hätte verzeihen können.

Wie Sie sehen, kann man auch ganz anders mit diesen Erfahrungen als Kind umgehen.

Meine Zustimmung

Am 19. November 2020 um 18:17 von mispel
@17:58 von harpdart
"Und nahezu erbärmlich ist, wenn noch der Satz nachgeschoben wird "mir hat es ja auch nicht geschadet""

Dieser Satz muss nachgeschoben werden. Ein Kind neigt dazu, die Gewalt der Eltern zu akzeptieren und die Schuld bei sich zu suchen. Diese Erfahrung wird internalisiert und die Eltern idealisiert. Daher werden Kinder, die Gewalt erfahren haben, später selbst oft gewalttätig. Sich einzugestehen, dass einem die Erfahrung geschadet hat, würde bedeuten, dass Bild der Eltern zu zerstören, und dazu sind die wenigsten Menschen bereit, da es mit sehr viel Schmerz verbunden ist.

———

Ich stimme Ihnen zu und möchte ergänzen, dass es auch bedeuten würde sich selbst als Opfer zu begreifen. Meiner Meinung nach ist das das größere Problem der Betroffenen.

Bezüglich der Abgrenzung kann ich nur Dennis K. zustimmen.

Dass das gesetzlich, ebenso wie das Gewaltschutzgesetz, in die Legislaturperiode der SPD fiel, darf auch erwähnt werden.

körperliche gewalt

da,wo vertrauen aufgebaut werden soll,wo es auf beiden seiten um achtung,liebe,abhängigkeit,sicherheit,verantwortung geht
'DRAUFZUHAUEN' wird damit immer etwas davon infrage gestellt .
es ist tragisch, dass sich offenbar menschen so schwer vorstellen können, das der körper eines kindes ' unantastbar ' ist. aus gutem,gesunden grund.

2020 um 18:26 von Japhet

"Dass die Frage, ob Gewalt ein legitimes Erziehungsmittel ist, ist eben nur im gesellschaftlichen Kontext zu beantworten."

,.,.,

Mitnichten.

Tut mir Leid. Da gibt es überhaupt nichts zu "klären".

Es IST klar, dass man Menschen physisch nicht quält. Tiere übrigens auch nicht.

Wie armselig muss man sein,

Wie armselig muss man sein, als das man Gewalt anwenden muss?
Das Problem ist, dass diese Leute keine Argumente haben.und deshalb auch keine annehmen.
Da hilft nichtmal Strafandrohung.

Ich wurde auch geschlagen

Mein Vater hatte dafür extra einen Bambus-Stab im Wohnzimmer auf dem Regal liegen (ca. 80cm, 15mm), von dem er mehrmals in der Woche Gebrauch machte. Immer wenn ihn irgendetwas an mir oder meinem Bruder nervte (z.B. zu laut waren oder wild waren) oder uns irgendein Mißgeschick passierte (Glas umgefallen, Teller hinuntergefallen ...) oder er sonst schlechte Laune hatte. Meine Mutter schlug uns ebenfalls und benutzte dafür gerne den Teppichklopfer. Es kaum auch vor, dass man tagsüber von der Mutter verkloppt wurde und für den gleichen Vorfall nochmal abends vom Vater. Das ging so, bis ich ca. 17 Jahre alt war, da habe ich ihm gedroht zurück zu schlagen, von dann ab hatte er Angst und hörte auf damit.
Ich bin trotzdem oder gerade deshalb als Erwachsener nicht gewaltätig geworden und habe meine eigenen Kinder nie geschlagen.
Ich bin heute 55 Jahre alt und leide immer noch darunter (Träume etc.). Man kann Kinder durch Gewalt auch brechen.

18:44 von leider geil

"Bei uns in der DDR war die Prügelstrafe gang und gäbe."

Die ersten sechs Schuljahre habe ich in der DDR verbracht. Da wurde nie geschlagen.

Als ich dann in den Westen kam, erlebte ich erstmalig die Prügelstrafe in den Schulen.

Das war in den Fünfzigern.

Ich wurde

in meiner Schulzeit in den 50ziger Jahren einmal von einem Lehrer regelrecht verprügelt.Das hätte Später in der Schulzeit meiner Töchter kein Lehrer sich erlauben dürfen.Eine Anzeige meinerseits wäre die Folge gewesen.

Aua

Am 19. November 2020 um 18:26 von Sonnenstern
Der Klaps auf den Hintern
Erstmal vorab, ich verabscheue jegliche Art von Gewalt, egal gegen wen gerichtet. Doch was soll diese Verlogenheit?
sexualstraftäter, die Kinder, sogar Babys jahrelang missbraucht und das ins Netz gestellt haben erhalten minimalstrafen , womöglich Bewährungsstrafen . Und bei einem Klaps auf den po sollen die „Täter „ möglichst weggesperrt werden. Finde den Fehler. Es ist blödsinn, dass der Klaps dazu führt, dass diese Kinder später auch gewalttätig werden. Dazu gehören eine Vielzahl weiterer Faktoren. In einem ansonsten liebevollen Umfeld gerät der Klaps in den Hintergrund.

———

Meine Güte trieft ihr Kommentar vor Ignoranz. Wissenschaftliche Studien und Fakten vs. Bauchgefühl. Es ist eindeutig, was bei Ihnen die Oberhand hat.

P.S.: es ist nicht schlimm sich klarzumachen, dass man auch mal keine Ahnung hat und dennoch eine Meinung haben möchte.

@18:26 von Kaneel

"Es gibt aber auch die Menschen, die sich ganz bewusst dagegen entscheiden gegenüber den eigenen Kindern gewalttätig zu werden!"

Selbstverständlich gibt es die. Ich wollte damit nicht ausdrücken, dass das ein unabwendbares Schicksal ist. Und es gibt sicherlich auch Menschen, die als Kinder keine Gewalt erfahren haben, und dennoch gegen ihre Kinder gewalttätig werden, z.B. wegen Überforderung.

Was ist „Gewalt“ ?

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.

Doch was ist eigentlich „Gewalt“? Darüber schweigt sich der Gesetzgeber aus.

Was ist eigentlich ein „Klaps“? Ist der traditionelle „Hinternvoll“ gemeint? Manche Puristen sind der Meinung, Kinder dürfen weder „festgehalten“ noch „gekniffen“ werden - was aber selbst von Lehrern (Beamten!) zuweilen gemacht wird.

Überhaupt haben die Jugendämter die zusammen mit den Schulen die Familien „überwachen“ sollen, noch einmal eigene zT viel strengere Auslegungen, was unter „Gewalt“ zu verstehen ist.

Das kann für Familien durchaus zum Problem werden, wenn sie vom Nachbarn belauscht oder beobachtet werden und Lebensgeräusche und an sich harmlose Situationen fehl- oder überinterpretiert werden, zumal Jugendamtsmitarbeiter einen großen Ermessensspielraum in ihrem Tun haben.

Was mich dabei wundert: Eltern werden für genau das Handeln kriminalisiert, das unter raufenden und streitenden Geschwistern nicht selten zur Tagesordnung gehört.

Psychische Gewalt

Blaue Flecken am Körper sind klar zu erkennen. Wie erkennt die Gesellschaft blaue Flecken auf der Seele? Ich habe es kennengelernt. Die Verantwortlichen haben weder ein schlechtestes Gewissen u der Rest der Familie hat es nicht sehen wollen/ können....
Keiner spricht von subtiler Gewalt in der Familie bzw. Mobbing von den Eltern ausgehend.

@Weiterdenken

"angemessener, unkontrollierter, Multimediazugang hat sicher weitaus größere seelische Schadenswirkung. Ebenso, das, in viele Fällen, nicht vorhandensein von Familienleben, nach der Schule bis um 17.00 in die Betreuung, oder ab dem 3. Monat schon in die Krippe."

Nicht die Quantität, sondern die Qualität der Beziehung zueinander ist ausschlaggebend für eine gesunde Entwicklung. Nach Ihrer Einstellung müsste der Großteil der ehemaligen DDR-Bürger ungezogene, respektlose Analphabeten sein. Was nützt es aber dem Kind, zuhause "betreut" zu werden, wenn Mutti mit der Nachbarin tratscht, Fernsehmarathons guckt oder den Junior von vorn bis hinten betüttelt? Woher soll die soziale Kompetenz dann kommen?
Dass ein Teil der (Grund-)Schüler keine Grenzen mehr kennt, liegt ganz bestimmt nicht an der Krippen- oder Hortbetreuung, diese Gründe suche man bitte eher im allgemeinen Trend der Gesellschaft, nur noch den eigenen Vorteil als wichtig zu erachten und nur die eigene Meinung zählen zu lassen.

Die Akzeptanz für körperliche Gewalt

ist vor allem bei Älteren und bei Männern hoch.
.
das ist nachvollziehbar
Männer sind üblicherweise etwas aggressiver und Ältere -
früher war Gewalt auch weiter verbreitet als heute - "üblicher" eben
und wo noch ?
In autoritären patriarchalisch geprägten Gesellschaften in denen Respekt erwartet wird ?
Denke eine gewisse Ehrlichkeit darf erwartet werden, auch dieses zu erwähnen

18:52 von Anita L.

"Einen Klaps auf den Hintern erhalten in unserer Familie alle: Papa, Mama, Kinder, meist sogar mehrmals am Tag"

,.,.,

Um Gottes Willen.
Und diese schlagende Person ist immer dieselbe?

Solche Gewalt in der Erziehung muss klar abgelehnt werden

Zu diesem Artikel sage ich mal ganz klar und deutlich:

1. ich persönlich lehne solche Gewalt ab
2. Gewalt ist niemals ein Mittel zur Erziehung

Aber gewisse Regeln und gewaltfreie Sanktionsmöglichkeiten müssen einfach für jedes Zusammenleben sein. Auch ich habe als Kind von meinem Vater "einen hinter die Löffel bekommen" wie er es nannte. Ja, mein Altvorderer und ich sind schon dann und wann aneinander geraten.

Auch aus solchen Gründen bin ich schon lange für mehr Kinderrechte im Grundgesetz und für harte Strafen für solche gewalttätigen Eltern.

Man könnte aber auch

Man könnte aber auch anführen, dass Lehrern ein Druckmittel abhandeln gekommen ist. Bei uns waren Aufmerksamkeitsstützen Gang und gäbe. Und man wollte keine bekommen. Also waren wir einfach artig und haben aufgepasst. Heute unvorstellbar, wie man ganz leicht 36 Grundschüler "bändigen " konnte.

"Mehr Unterstützung wäre angebracht!"

"Mehr Unterstützung für Erziehende, egal ob in Familie, alleine oder anders wäre angebracht!"

Was genau schwebt Ihnen vor?

Falsch

Am 19. November 2020 um 18:55 von AbseitsDesMains...
@18:37 von Weiterdenken
"Es muss einiges mehr wieder in die richtige Richtung gebracht werden, bevor ein "Klaps" mit "Gewalt und Misshandlung" gleichgesetzt wird."

Unsere hysterische Zivilgesellschaft mag aber nicht mehr differenzieren. Mehr noch, sie benötigt Schuldige und Böse, auf die man mit dem Finger zeigen kann.
Insgesamt ist es eine sehr scheinheilige Diskussion, die per se in der heutigen Zeit nur einseitig und nicht ergebnissoffen geführt werden kann.

———

Menschen machen sich Gedanken darüber, ob körperliche Züchtigung (nichts anderes als Gewalt, aber Sie werden das sicherlich anders sehen) bei Kindern Schaden bei diesen anrichtet.

Und Sie bezeichnen das als „hysterische Zivilgesellschaft“, die „Schuldige und Böse“ braucht? Wofür nochmal?

Und eins ist auch klar. Die Einzigen, die sich darüber beschweren, dass nicht ergebnisoffen diskutiert wird, sind diejenigen, die genau das selbst nicht draufhaben.

nochmal

bevor das eben falsch rüberkommt: ich meinte, das heute bei den Kindern viele andere Dinge in der Erziehung schon falsch laufen, die wesendlich schlimmer sind als ein "Klaps". Ich bin grundsätzlich gegen Gewalt. Bleibt aber die Frage, wann fängt körperliche Gewalt an? Wenn ein Kind seine Grenzen nicht kennt und permanent provoziert, das ist doch auch Gewalt gegen Eltern, Lehrer, Erwachsene? Wenn ein Kind ein anderes in Gefahr bringt und die Mutter reagiert mit einen Schlag / Reflex....es kommt auch sicher oft auf die Situation an. Wenn Eltern ihre Kinder missbrauchen, grundlos verprügeln, etc. ist das doch wieder eine völlig andere Situation. Ich denke, ja es muss differenziert werden. Später, als Jugendliche kann das ggf. sogar sehr gefährlich werden, wenn z.B. Gleichaltrige provoziert werden, und der Gegenüber stärker ist und nicht aufhört zuzuschlagen. Ich denke, wer nie gemerkt hat, dass ein Schlag Schmerzen verursacht, kann später im Leben ebenso falsch reagieren.

Nicht nachtreten

Bei uns gab es in den 60er Jahren in der Schule noch Schläge vom Lehrer, doch warum sollte ich hier nachttreten und eine Skandal daraus machen, wir haben vergangens Jahr diesen Lehrer sogar besucht. Zu dieser Zeit brachte es ein Dorflehrer noch fertig die 3.-4-und 6 Klasse miteinander zu unterichten, das Klassenzimmer war voll mit min. 35 Schülern.

Gewalt in der Erziehung und Gewalt in der Gesellschaft

Die Beziehung Eltern-Kinder ist oft ein Spiegelbild der Verhältnisse in der Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die Gewalt akzeptiert, da wird auch in der Erziehung Gewalt angewandt. Vielleicht dauert es etwas länger, bis die in der Erziehung dann auch verschwindet, wenn der Staat sein Gewaltmonopol durchsetzt und die Gewalt zwischen den Bürgern verschwunden ist. Ganz verschwunden ist aber die psychische Gewalt noch nicht. Jeder, der etwas anders ist, wird auch heute noch in der Schule hemmungslos gemobbt. Es sind halt Jugendliche - oder ist das auch einfach nur ein Spiegelbild der Gesellschaft? Hinzu kommt, dass unsere Gesellschaft immer gewalttätiger wird, das Gewaltmonopol des Staates geht wieder zurück. Das wird sich dann auch bald wieder in der Kindererziehung zeigen. Wehret den Anfängen, gerade in der Gesellschaft. Wer dort Gewalt toliert, soll sich über Gewalt im Elternhaus nicht wundern.

Re : Sausewind !

Im Grunde sollte man bei diesem Thema eigentlich viel weiter sein, nämlich im Jahr 2020, aber ein paar sogenannte Christen, die den Sinn der Bibel bis heute nicht begriffen haben, nehmen alles was dort steht zu wörtlich, und den gleichen Irrsinn begehen jetzt die völlig überholten und durch geknallten Evangelikalen. Auf die eine Art sehr gläubig, aber letztendlich genauso verkommen und von Fehler behaftet wie alle anderen Menschen auch.
Dass die sich nun anmaßen, den Glauben neu entdeckt zu haben, ist ein Irrtum und Wahnsinn gleichzeitig, wenn man bedenkt, dass diese doch so Gläubigen eine Arche bauen, und ihren Kindern ein völlig falsche Seite des Lebens zeigen und lehren.
Wenn es einen Gott gibt, dann will dass wir alle mit Liebe, Achtung und Respekt miteinander umgehen, erst recht mit den Schwächsten, den Kindern, die auf unsere Zuwendung, Achtung und Akzeptanz angewiesen sind. Wir als Erwachsene können einen sehr positiven Weg für unsere Kinder legen, aber auch zerstören !

Aua

Ich kenne psychische Gewalt oder Mobbing in der Familie. Keiner sieht meine blauen Flecken. Ich frage mich, ob die Täter (mein Vater, meine Stiefmutter) ein schlechtes Gewissen haben oder Schmerzen empfinden.... Meine Schmerzen hören irgendwie nicht auf...

19:05 von Aniri

Psychische Gewalt
Blaue Flecken am Körper sind klar zu erkennen. Wie erkennt die Gesellschaft blaue Flecken auf der Seele? Ich habe es kennengelernt. Die Verantwortlichen haben weder ein schlechtestes Gewissen u der Rest der Familie hat es nicht sehen wollen/ können....
Keiner spricht von subtiler Gewalt in der Familie bzw. Mobbing von den Eltern ausgehend.

In dem Video geht der Geschäftsführer von UNICEF auch auf psychische Gewalt ein.
Das wird vermutlich ebenso in der Studie untersucht und ich stimme Ihnen zu, dass genau wie körperlicher Gewalt auch verbale und psychische Gewalt, so wie Vernachlässigung oder Missbrauch Kindern erheblichen Schaden zufügt.

@VictorJara

"Wer heute noch Schläge oder psychische Gewallt befürwortet , sollte von diesem Staat bestraft werden" Am 19. November 2020 um 18:09 von VictorJara

*

Super Idee. Dann würde mein Jüngster immer noch vor Leuten die Hosen herunterziehen, den blanken Hintern ausstrecken und dazu "na-na-nanana!" singen, wie damals im Kindergarten. Ihr Gesicht hätte ich gerne gesehen, wenn er das vor Ihnen gemacht hätte.

Zureden, Erklären, Diskutieren hat nicht geholfen, aber nach dem 2. Klaps hat er es niemals wieder gemacht.

Ps. Mein Sohn hat den Schlag offensichtlich auch nicht vergessen und das ist auch gut so.

Umdenken

Wenn jemand das Gefühl hat, dass 36 Kinder in der Schule ohne Druck und Gewalt nicht zu bändigen sind: dann sollte wir uns in der Gesellschaft über kleinere Gruppen u respektvollen Umgang Gedanken machen. Eventuell gut investiertes Geld, ...?

Es wird leider nicht differenziert

Die Gesetzeslage ist klar: der „Klaps“ ist eine Straftat, beim „Festhalten“ sind sich Juristen und Kinderschützer nicht einig.

Wohlgemerkt: ich spreche bewusst nicht von einer (physisch verletzenden) Schädigung im Sinne Paragraph 1631 BGB.

So wie das Gesetz ausgeführt ist, liegt es im Auge des „Betrachters“ (Passant, Nachbar, Postbote) was als „Gewalt“ definiert wird. Wenn man Pech hat, muss man sich selbst für eigentlich harmlosen Umgang rechtfertigen.

Gewalt !

Gewalt ist grundsätzlich, gerade gegen Kinder, ab zu lehnen. Denn diese löst kein Problem, sondern schafft nur neue Schwierigkeiten.
Wenn man aber sieht, dass es auch sehr viele junge Menschen gibt, die einfach zu jung sind, selbst noch nicht erwachsen, und dann Kinder kriegen. Meistens kommen dann noch etliche Sorgen mit dazu, dass oft schnell ein hoher Grad an Überforderung eintritt, und die Hemmschwelle durch Alkohol und andere Substanzen gesenkt werden, dann kann es leider schnell zu Gewalt kommen.
Irgendwie achten zu wenige darauf, wenn es um Spaß und Vergnügen geht, weiter zu denken, sich zu mäßigen, zu verhüten, und nicht nur in den Tag rein leben, sondern viel weiter in die Zukunft denken, einen Plan fürs eigene Leben entwickeln, auch was Kinder angeht, um sich nicht zu überfordern, und damit sich und vor allem die Kinder zu schützen ! Das Leben ist keine reine Spaßgesellschaft, sondern muss jeden Tag aufs Neue friedlich bewältigt werden.

@Sonnenstern 18:26

Jede Gewalt und sei es nur ein Klaps auf den Hintern ist daneben und ja ich bin auch der Meinung das Väter oder Mütter die ihren Kindern sowas antun verurteilt gehören und ihre Kinder entzogen bekommen sollten.

@Japhet

"Die Zahl der Befürworter von Gewalt in der Erziehung dürfte seit 2015 deutlich gestiegen sein."

Die Studie selbst widerspricht Ihnen: "Im zeitlichen Verlauf und Vergleich zu anderen Studien zeigt sich ein deutlicher Rückgang der angewendeten bzw. als angebracht empfundenen Körperstrafen in den letzten 20 Jahren. [...]. In den Jahren von 2016 bis 2020 veränderten sich diese Zahlen also nur noch gering und die Prozentzahl der Personen, die körperliche Bestrafung als angebracht erachten, befindet sich nun auf einem Plateau, wobei gerade die Zustimmung zu leichteren Körperstrafen immer noch über der 40%-Marke liegt." (20 Jahre gewaltfreie Erziehung im BGB, S. 12.

Ich wurde in der Kindheit

Ich wurde in der Kindheit durch eine katholische Erziehung genötigt, Prügel aus heiterem Himmel waren wöchentlich oder monatlich regelmässig und was ich der Schule vorwerfe: dort wurde ich gehänselt, wegen meinem Äusseren, zusammen mit einem etwas beleibteren Kameraden und die Lehrer haben es gesehen und nichts unternommen.

Diese Erfahrungen sorgten für Depressionen bis ich 25 war, und mein Gefühl innerhalb sozialer Kontexte zu agieren ist bis heute nicht normalisiert.

Prügel, Mobbing, das sind schlimme Dinge. Und man tut zu wenig dort, wo man etwas tun könnte. (Ich glaube es wäre längst zu fragen, warum Kinder andere Kinder in der Schule mobben:m.E. wird der Druck , erfahren durch die Institution Schule , nur weitergegeben.)

Gewaltproblem löst sich von selbst

@19. November 2020 um 18:44 von Sausevind
17:55 von andererseits

"Man sieht, wie lange die "schwarze Pädagogik" nachwirkt, und wie lang der Schatten einer fragwürdigen Erziehung ist, die schon in von Hitler an Familien bzw. Mütter verschenkten Büchern propagiert wurde undin denen die Nazis von Müttern forderten, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu ignorieren."

.-.-.

"Nicht zu vergessen die christliche Tradition.
Meine Eltern haben mich geschlagen, weil es in der Bibel so gefordert wurde."

------

Zum Glück löst sich das Gewaltproblem in der Erziehung von allein. 26% der Menschen in Deutschland haben Migrationshintergrund und dürften somit alten Nazibüchern nicht mehr zugänglich sein und der Anteil der Nicht-Christen wächst auch durch die Migration. Noch eine Generation und dann gibt es somit kein Gewaltproblem mehr in der Erziehung.
Gut so!

Abgründe schwarzer Pädagogik

Kinder, ihre Rechte und Bedürfnisse werden nicht zuletzt von der Politik im Stich gelassen und mit Füßen getreten! Jüngstes Beispiel: die Corona-Krise. Da will eine Bundeskanzlerin ernsthaft, dass Kinder ihre sozialen Kontakte, Freundschaften zu Gleichaltrigen "reduzieren auf nur eine Person". Obendrein waren Kitas und Schulen monatelang geschlossen.
Hintergrund der gewaltfreien Erziehung war nicht nur das Wohlergehen der Kinder, sondern die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und Gesellschaft, eine gewaltfreie Welt ohne Kriege und eine gewaltlose Lösung von Konflikten. Was zur Zeiten des kalten Krieges ambitioniert, aber auch wegweisend war.
Heute fehlt das rechte Interesse daran, dies konsequent weiterzuverfolgen, etwa aus Rücksicht auf reaktionäre Kirchenkreise die prügeln (und weiter öffnen dürfen sollen, Freizeiteinrichtungen aber nicht).
Wichtig deshalb, körperliche Gewalt gegen Kinder, aber etwa auch gegen Frauen, zu thematisieren, um diese Abgründe zu ächten und zu überwinden!

@Sausevind

"Um Gottes Willen.
Und diese schlagende Person ist immer dieselbe?"

Öhm, nein, sondern es sind alle. Wie ich schon sagte, liegt die Krux in der Definition. Bei uns gehört der Klaps auf den Hintern zur Begrüßung, Verabschiedung, zum Herumalbern,... wie Nasenknuddeln, Umarmungen, Küsschen und so weiter. Aber auch mal als kleine Ermahnung, ein liebevolles "Vorsicht! Grenze fast erreicht." Und zwar von Eltern und Kindern gleichermaßen. Der Klaps ist bei uns keine Bestrafung, ganz im Gegernteil. Aber was passiert, wenn ich nun mit meiner Definition von Klaps im Kopf erzähle, dass ich meinen Kindern öfter mal einen Klaps gebe? Reaktionen wie die Ihre sind noch harmlos, andere wollen mich gleich teeren und federn.

@Magfrad

"Jede Gewalt und sei es nur ein Klaps auf den Hintern ist daneben und ja ich bin auch der Meinung das Väter oder Mütter die ihren Kindern sowas antun verurteilt gehören und ihre Kinder entzogen bekommen sollten." Am 19. November 2020 um 20:00 von Magfrad

*

Glauben Sie, es ist gesund für ein Kind, wenn es wegen einem Klaps (egal, was das Kind getan hatte und was die Eltern schon alles versucht haben) den Eltern entrissen wird und zu wildfremden Leuten kommt?

Und dann kümmern Sie sich liebevoll um die ganzen Kinder und lassen sie - am besten noch in Straßenschuhen - über Tische und Bänke laufen?

*

Es gab in den glaube ich 70ern schon solche Kindergärten, wo Kinder alles machen dürften
ohne bestraft zu werden.
Es endete im "Mord und Totschlag" unter den Kindern selbst. Das Konzept verfolgt niemand mehr.

Am 19. November 2020 um 20:00 von Magfrad

Jede Gewalt und sei es nur ein Klaps auf den Hintern ist daneben und ja ich bin auch der Meinung das Väter oder Mütter die ihren Kindern sowas antun verurteilt gehören und ihre Kinder entzogen bekommen sollten.
#
#
Damit tut man den Kindern natürlich das beste an was es auf der Welt gibt. Für jedes Kind ist es ein Traum ohne der Liebe von Mama und Papa aufzuwachsen. Über junge Jahre mit mehreren Kindern ein Zimmer zu teilen und in der Pubertät keinen stillen Platz zu haben um mit den neuen Gefühle im Körper klar zu kommen.
Das wollen Sie wirklich durchziehen für einen Klaps auf den Hintern?
Ach ja. Nur noch mal kurz zu Ihrer Info. Ich habe in meinem Leben noch nie ein Lebewesen geschlagen, egal ob Mensch oder Tier.

@Magfrad 20:00 Uhr: staatliche Gewalt

Also angeblich wohnen Sie ja übern Großen Teich, da gibt es die Juvenile Protection (so in etwa wie das deutsche Jugendamt aber ohne Ermittlungsbefugnisse und mehr mit beratender Funktion).

Sie meinen das für die Kinder aus sozial oder emotional schwierigen Verhältnissen (denn da entsteht oft „Gewalt“) die Kindesentziehung durch staatliche Organe die beste Lösung ist ?

Gerade Deutschland ist wegen der Praxis deutscher Jugendämter schon wegen dieser Praxis vom Europarat gerügt worden. Mit Italien gibt es bei binationalen Ehen regelmäßig Streit da Misshandlungsvorwürfe in Scheidungssachen oft eine Rolle spielen.

Nicht hilfreich ist auch die Abwesenheit einer echten Rechts- und Fachaufsicht über deutsche Jugendämter. Da macht jeder mehr oder weniger was er will.

19:59 von Möbius

So wie das Gesetz ausgeführt ist, liegt es im Auge des „Betrachters“ (Passant, Nachbar, Postbote) was als „Gewalt“ definiert wird. Wenn man Pech hat, muss man sich selbst für eigentlich harmlosen Umgang rechtfertigen.

Vielleicht ist einmal zu viel Hinsehen aber besser als vllt andauernde Gewalt gegen ein Kind hinzunehmen und wegzuschauen. Früher war es eher unüblich sich einzumischen. Es zeigt doch Zivilcourage. Wenn es sich dann als harmloses Geschrei herausstellt, umso besser.

Eine Bekannte hatte ihre Tochter während der Trotzphase schreien lassen. Das konnte schon mal eine Weile andauern und wenn so etwas die Nachbarn auf den Plan ruft, ist das doch gut. Lässt sich im besten Fall einfach aufklären.

Am 19. November 2020 um 20:10 von zöpfchen

...und der Anteil der Nicht-Christen wächst auch durch die Migration. Noch eine Generation und dann gibt es somit kein Gewaltproblem mehr in der Erziehung.
Gut so!
#
#
Träumen Sie mal weiter.
Aber Beschneidung von Mädchen, Kinderehe & Ehrenmorde sind Ihnen Fremd oder es gefällt Ihnen.

@Sausewind & @Traumfahrer

Danke Traumfahrer für deine klaren und zur heutigen Zeit passenden Worte.

Am 19. November 2020 um 18:56 von MartinBlank

„Ich kann aber sagen: wenn mein Vater mich geschlagen hat, war das nie aus einer Situation heraus, in der er gerade überfordert war, also keine Kurzschlussreaktion;
sondern als Strafe für irgendwas, was ich falsch gemacht hatte, und da waren auch Dinge dabei, die ich nicht absichtlich getan hatte.
Wie gesagt, es ist nicht sehr oft vorgekommen.

Es hat trotzdem Jahrzehnte gedauert, bis ich es ihm voll und ganz verziehen hatte."

Sie haben Recht.

Kinder lieben anfangs ihre Eltern.
Später machen sie sich ein Bild über sie.

Und manchmal verzeihen sie ihnen.

Ich möchte eine kurze Episode aus...

...meiner erlebnisreichen Jugend wiedergeben:

Ich hatte meine Mutter an dem Tag wohl derart geärgert, dass sie sich nicht anders zu helfen wusste:
“Warte, bis dein Vater (nicht, wie üblich “Papi“) nach Hause kommt!“

Er kam irgendwann nach Hause, sie erzählte ihm, immer noch außer sich, was vorgefallen war.

Nun war der Zorn meines Vaters, der die Vorgänge ja nicht miterlebt hatte, naturgemäß viel geringer, trotzdem:
“Komm mal mit ins Schlafzimmer!“
Während ich lostrottete, zog er bereits den Gürtel aus seiner Hose und wedelte damit verheißungsvoll.
Die Tür schloss sich hinter uns, er schubste mich der Länge nach auf's Bett und begann, wie wild mit dem Ledergürtel - auf das Bett zu schlagen; dabei zischelte er:

“Schrei, schrei!“

Ich schrie ebenso laut wie erleichtert, nach kurzer Zeit öffnete sich die Tür.
Meine Mutter:

“Papiii, hör auf, hör auf!“

Da waren 3 der gleichen Meinung, dass Schläge nicht die Lösung ist.

Science facts:

It is pretty clear today that the ‘generation timeout’ did not produce as good of a citizen as the ‘generation ass whooping’ ;-)

Übereinstimmung

@ 18:16 von Dennis K.

Ihrer Differenzierung kann ich nur zustimmen.

Ein inflationär gebrauchter Begriff Begriff von Gewalt würde dem Anliegen keinen guten Dienst leisten.

20:10 von zöpfchen

26% der Menschen in Deutschland haben Migrationshintergrund und dürften somit alten Nazibüchern nicht mehr zugänglich sein und der Anteil der Nicht-Christen wächst auch durch die Migration. Noch eine Generation und dann gibt es somit kein Gewaltproblem mehr in der Erziehung.
.
und damit wird´s besser ?
von was träumen sie nachts
wie wird wohl in traditionell autoritären Gesellschaften gehandelt ?
und nichtchristliche Religionen zeichnen sich durch mehr Toleranz aus ?

@Aniri - 19:58

"Wenn jemand das Gefühl hat, dass 36 Kinder in der Schule ohne Druck und Gewalt nicht zu bändigen sind: dann sollte wir uns in der Gesellschaft über kleinere Gruppen u respektvollen Umgang Gedanken machen. Eventuell gut investiertes Geld, ...?"

Im Moment gibt es von Corona über Umwelt bis Klimawandel eine ganze Menge, worüber sich "die Gesellschaft" Gedanken machen müsste.

Die Welt der Erziehungsberechtigten steht hier im Fokus und diese sollte mal in der ganzen Bandbreite betrachtet werden.
Dass die Sache mit der körperlichen Gewalt heute einen wesentlich kritischeren Blick als zu meiner Schulzeit bekommen hat, ist durchaus lobenswert.

Worüber man aber auch nicht hinwegsehen sollte ist eben das andere extrem, nämlich dass Eltern ihre Kinder überhaupt nicht mehr erziehen und zwar in puncto, Disziplin, Sozialverhalten und Selbstständigkeit.

Lehrer und Erzieherinnen sehen sich hier viel zu oft in der Situation, sich mit solch häuslichen Defiziten befassen zu müssen.

20:14 von Anita L.

Ihr Begrüßungsritual ist tatsächlich etwas ungewöhnlich. ;-)
Zwar habe ich mir gedacht, dass das so wie von Ihnen erklärt gemeint ist, einfach vom Kontext und anderen Ihrer Posts her, aber sicherlich war Ihnen bewusst, dass dies durchaus zu Missverständnissen führen kann...

@19:09 von Demokratieschuetzerin

"Auch ich habe als Kind von meinem Vater "einen hinter die Löffel bekommen" wie er es nannte ... Auch aus solchen Gründen bin ich schon lange für mehr Kinderrechte im Grundgesetz und für harte Strafen für solche gewalttätigen Eltern."

Naja, wollen Sie tatsächlich jeden Vater oder Mutter einsperren, der/die einen Klaps oder kleine Ohrfeige verteilt?
Wir sollten mal die Kirche im Dorf lassen, oder? Genau das sind die hysterischen Züge der Zivilgesellschaft, die ich weiter oben gemeint habe.

Zustimmung zu körperlicher Gewalt weiter hoch

was erwartet man
Änderungen geschehen eben langsam
in meiner Jugendzeit war das Prügeln selten (1 mal in meiner Schulzeit)
das Verteilen von Ohrfeigen bei älteren Lehrern zumindest üblich.
Heute absolut undenkbar !
Entsprechend wird das sich auch in Familien
je nach gesellschaftlicher Herkunft unterschiedlich schnell ändern
Wenn ich mir so unsere Vergangenheit betrachte ...
Wer sich in seiner "Ehre" verletzt sah, die Frau fremd ging
traf man sich zu Sonnenaufgang auf ner Waldlichtung
mit seinen Sekundanten
und je nach Vorliebe mit Duellpistolen oder Degen und klärte so die Sache
Vor 150 Jahren das Selbstverständlichste auf der Welt
auch vor 120 Jahren gelegentlich noch üblich
ist das heute ne Option ?

Leichte Schläge sind nicht

Leichte Schläge sind nicht schlimm.
Nur Prügelorgien, wie ich sie aus meiner Kindheit her kenne, lehne ich grundweg ab.
Es ist nicht besonders schwer den Unterschied zu sehen.
Überhaupt keine Schläge wären nicht schlecht, das erfordert aber eine Menge Willenskraft.

@ Tada, um 20:15

re @Magfrad

Ich erinnere mich sehr genau an die Zeit der sogenannten “anti-autoritären Erziehung“.

Selbst der Verhaltensforscher Konrad Lorenz sagte sprach später von einer “Vielzahl unerträglich frecher Kinder“ als dem Resultat dieser Erziehung.

Andererseits:

Der “Klaps auf den Hintern“, den @Magfrad als Grund ansieht, den Eltern das Kind wegzunehmen, halte auch ich für absolut tolerierbar, denn schon aus diesem Ausdruck spricht viel eher der liebevoll oder scherzhaft gemeinte oder aufmunternde Kontakt als eine Bestrafung.

Hitler?

Hitler hat wirklich viel Elend über die Menschen gebracht, aber die Prügelstrafe hat er nun wirklich nicht erfunden, auch nicht die in der Schule. Die gab es schon lange vorher.

@zöpfchen

Ich musste bei Ihrem Kommentar laut lachen!
Mein nächster Gedanke war, jetzt geht es gleich los. Sie hat vergessen das Wort Satire anzuhängen. Ich lag richtig.

Und das war - verglichen mit dem heutigen Zustand - eindeutig besser !

Die Situation die Sie beschreiben „rief die Nachbarn auf den Plan“ ist entweder bewusst oder unbewusst unscharf formuliert. Haben die Nachbarn geklingelt und nachgefragt oder anonym das Jugendamt informiert welches dann bei Ihrer Bekannten einen „Hausbesuch“ durchführen wollte wegen Verdachts der Kindeswohlgefährdung ?

Und Sie glauben garnicht was den Jugendämtern bei so einem Hausbesuch alles auffällt (der Kriterienkatalog umfasst 200 Punkte)! Selbst wenn sich die ursprünglichen Vorwürfe als haltlos erweisen (was oft der Fall ist), wird man das Jugendamt nicht so schnell wieder los. Gerade für Familien oder Alleinerziehende kann die ständige Gängelung und anlasslose Kontrolle eine große Belastung sein zusätzlich zu der Angst, sein Kind zu verlieren!

Humbug

Solche "Studien" sind sehr mit Vorsicht zu genießen, ich hab in der Kindheit auch Gewalt erfahren und bin ein Mann - trotzdem erziehe ich meinen kleinen gewaltlos. Alles könnte, würde, sollte, dürfte. Alles Quatsch.

eines muß ich los werden

mein Chef
ein sehr moderner progressiver Mensch
(zumindest glaubte er das)
erklärte uns mal in einer Diskussion im Kollegenkreis
dass körperliche Gewalt, also ne Ohrfeige (nicht prügeln !!)
doch wohl das letzte wäre, bei ihm nicht in Frage komme
Auf die Frage hin wie er denn bei seinem Sohn ( im Alter 10 ... . 14) vorging
seine Antwort, nichts mehr mit ihm sprechen .....
spätestens nach 1 ... 2 Wochen würde der auch ohne Schläge einlenken
Wir schauten uns nur an
Ne Ohrfeige mag wohl keine Lösung sein, aber nach 2 Tagen eher vergessen,
als diese Art von "psychologische Kriegsführung" das brennt sich in die kindliche Seele ein

Gutes vormachen hilft immer ?

Vielleicht sollte man ja gewaltätige Demonstranten oder Gewalttöter auch erstmal streicheln und sie in den Arm nehmen nachdem sie die Polizei auf den Arm genommen haben.
Das schreckt diese Gruppe von Menschen dann bestimnt davor ab auf dumme Ideen zu kommen und die Staatsgewalt zu aktzeptieren.

Am 19. November 2020 um 20:14 von Anita L.

„@Sausevind
Um Gottes Willen.
Und diese schlagende Person ist immer dieselbe?"
Öhm, nein, sondern es sind alle. Wie ich schon sagte, liegt die Krux in der Definition.

Bei uns gehört der Klaps auf den Hintern zur Begrüßung, Verabschiedung, zum Herumalbern,... wie Nasenknuddeln, Umarmungen, Küsschen und so weiter. „

Ja super,

hört sich an wie:

„ Einen Klaps auf’n Straps, schon klappt’s.“

20:37 von AbseitsDesMains...

" @19:09 von Demokratieschuetzerin

Naja, wollen Sie tatsächlich jeden Vater oder Mutter einsperren, der/die einen Klaps oder kleine Ohrfeige verteilt?
Wir sollten mal die Kirche im Dorf lassen, oder? Genau das sind die hysterischen Züge der Zivilgesellschaft, die ich weiter oben gemeint habe."

,.,.,

Das sind die üblichen Verdrehungen.
Wer vor der Pandamie schützt, ist ein Diktator, wer die Kinder vor Prügeln schützen will, ist hysterisch.

Gerade darum ist es so wichtig, dass die prügelnde Zunft - die offenbar in dem Punkt kein Unrechtsbewusstsein hat - mittels eindeutigen Strafen von ihren Bedürfnissen abgehalten wird.

20:39 von th711

Leichte Schläge sind nicht schlimm.
.
da muß ich ihnen widersprechen
meine Tochter bekam 1 mal eine Ohrfeige in ihrem Leben
eine absolute Ausnahme wie ich meine
Warum ?
weil es eben nicht mehr zeitgemäß ist
körperliche Gewalt in unserer Gesellschaft (in der Regel)
keine Option zumindest in der Erziehung darstellen sollte

@ tagesschlau2012, um 20:21

re 20:10 von zöpfchen

Seltsam: Ich habe diesen Passus als Ironie aufgefasst und drüber geschmunzelt...

Aber es ist natürlich eine Steilvorlage für Ihr Weltbild...

@ 20:10 von zöpfchen

Ja, in anderen Ländern und Kulturen gibt es auch inakzeptable Gewalt gegen Kinder. Wollen Sie das wirklich hernehmen, um davon abzulenken, dass sich in unserm Land und unsrer Kultur ein Band der schwarzen Pädagogik von der Nazi-Ideologie über die 50er-jahre und leider auch bis zur pervertierten "christlichen" Erziehung zieht?

Bin ich eigentlich der Einzige...

...mit Gewaltvorstellungen, wenn mir ein anderer Autofahrer frech die Vorfahrt nimmt und mich zur Vollbremsung zwingt, um einen Zusammenstoß zu vermeiden? :-)

@waldkauz

"Kinder, ihre Rechte und Bedürfnisse werden nicht zuletzt von der Politik im Stich gelassen und mit Füßen getreten! Jüngstes Beispiel: die Corona-Krise. Da will eine Bundeskanzlerin ernsthaft, dass Kinder ihre sozialen Kontakte, Freundschaften zu Gleichaltrigen "reduzieren auf nur eine Person". Obendrein waren Kitas und Schulen monatelang geschlossen.

Man kann Äpfel zu Birnen erklären, bestimmt. Aber deshalb werden aus Äpfeln trotzdem keine Birnen. Weder kann Frau Merkel etwas für Covid19 noch für die Schulschließungen. Letztere sind in der Verantwortung der Länder, nicht des Bundes, und gerade Frau Merkel hat sich gegen eine vollständige Schließung der Schulen ausgesprochen. Und die Anticoronamaßnahmen mit de Gewaltstudie gleichzusetzen, ist meines Erachtens nach politische Brandstiftung.

50er Jahre ? Weit gefehlt !

Zwar wurde in den Schulen der BRD das Prügeln abgeschafft.

Ich kann aber aus einer von der Evangelischen Kirche betriebenen Heilanstalt an der Nordsee aus meiner eigenen Kindheit in den frühen 1970er Jahren berichten, das dort entwürdigende Strafen und Behandlungen an der Tagesordnung waren. Einige davon habe ich selbst erlebt, anderes wurde mir später zugetragen. Selbst erlebt mit 6 Jahren: im Bett gefesselt, beim „Duschen“ keine Luft mehr bekommen (so eine Art Waterboarding für Kinder) und statt auf Toilette gehen zu dürfen, sollte ich meinen Pipi „zuhalten“.

Strafrechtliche Folgen für die Verantwortlichen hatte dies und vieles andere was schlimmer war aber nicht selbst erlebt (zB Zwangsernährung etc.) nie.

20:24 von harry_up

Ich möchte eine kurze Episode aus...
...meiner erlebnisreichen Jugend wiedergeben:

Ich hatte meine Mutter an dem Tag wohl derart geärgert, dass sie sich nicht anders zu helfen wusste:
“Warte, bis dein Vater (nicht, wie üblich “Papi“) nach Hause kommt!“
.
das ist ein wunderbares Beispiel !!
(wie es in vielen mir bekannten Familien abging)
da hat das Kind was angestellt, statt dass die Mutter die Sache selbst klärte
wartete sie bis der Vater kam ...
der total unbedarft, womöglich glücklich sein Kind zu sehen musste erst mal nen "Hass" aufbauen ....

alle Achtung in dem Fall für ihren Vater !!
(und ihre Mutter der´s leid tat)
leider war das nicht in jeder Familie so :-)

@harry _up um 20:24

Ja, sehr schön. Das hätte ich mir auch öfter mal gewünscht.

@20:14 von Anita L

Bei uns gehört der Klaps auf den Hintern zur Begrüßung, Verabschiedung, zum Herumalbern,... wie Nasenknuddeln, Umarmungen, Küsschen und so weiter. Aber auch mal als kleine Ermahnung, ein liebevolles "Vorsicht! Grenze fast erreicht." Und zwar von Eltern und Kindern gleichermaßen. Der Klaps ist bei uns keine Bestrafung, ganz im Gegernteil. Aber was passiert, wenn ich nun mit meiner Definition von Klaps im Kopf erzähle, dass ich meinen Kindern öfter mal einen Klaps gebe?

In dem Fall, also wenn der Klaps der Kinder gleichberechtigt zu Ihrem Klaps steht, finde ich das in Ordnung. Anderes Thema: Ein "Hauptargument" meiner Mutter meiner Nichte gegenüber war "Das versteht sie noch nicht..." Nichte rief an, stellte eine Frage, hörte sich meine Antwort an. Man hat gemerkt, wie sie die Antwort verarbeitete. Oft kam dann "Ok, tschüss!" und die hatte aufgelegt. Nur rief sie 20-30 Minuten später wieder an und stelle eine weitere Frage, nachdem sie die Antwort für sich verarbeitet hatte

@ Wanderfalke

Wieso wiederholen sich Muster vergangener Generationen?
Sei mir bitte nicht böse, wenn ich das Gefühl habe, dass du etwas älter bist. Ich bin selbst fast 50 Jahre....Ich bin jedoch nicht für pauschale Aussagen.

Disziplin, Sozialverhalten und Selbstständigkeit der Kinder können nur Eltern vermitteln.

Wo bitte liegt deiner Meinung nach der Fehler....? ;)

q

<< @VictorJara

"Wer heute noch Schläge oder psychische Gewallt befürwortet , sollte von diesem Staat bestraft werden"

*

Super Idee. Dann würde mein Jüngster immer noch vor Leuten die Hosen herunterziehen, den blanken Hintern ausstrecken und dazu "na-na-nanana!" singen, wie damals im Kindergarten<<

,.,.,

Dieses Verhalten haben Sie also aus ihm rausgeprügelt.

Das bringt auf den Punkt, warum das Schlagen von Kindern ein Verbrechen ist.

Weil es da um das Wohl der Erwachsenen geht, geht, nicht um das Wohl der Kinder.

Was bringen wir den Kindern bei, ist die Frage.
Dass sie dressiert werden und sich ohne Sinn und Verstand an etwas anpassen, was sie nicht verstehen?

Man kann ja auch mal versuchen, Katzen durch Schläge am Miauen zu hindern.

Strategien

In vielen Kommentaren wird die Frage gestellt, was Gewalt denn genau sei, wann zuviel usw.
Vielleicht redet man hier aneinander vorbei. Ein menschlicher Umgang miteinander beginnt spätestens mit der Geburt des Kindes. Ganz alltäglich sind hier Grenzüberschreitungen der Eltern wie zum Beispiel den Schnuller in den Mund zu stecken, auch gegen die Abwehr des Kindes, um so ein Kind zur eigenen Bequemlichkeit ruhig zu stellen. Wenn man ein Kind genau beobachtet, sieht man aber viele verschiedene Bedürfnisse, das Kind möchte ev spielen, braucht Schlaf oder Nahrung. Es möchte nicht verboten bekommen, den Schuller auszuwürgen. Im Umgang mit dem Kind kann man sich fragen, ob man so mit einem geliebten Menschen oder Fremden umgehen würde. Wenn nicht, warum mit dem Kind? Ein so behandeltes Kind wird sich entsprechend verhalten, Ihre Beziehung sich so entwickeln. Bleiben Sie im Kontakt mit dem Kind, ehrlich u zugewandt. Lesen Sie Karl Heinz Brisch, es gibt gute Strategien. Niemand muss schlagen.

17:55 von andererseits

Man sieht, wie lange die "schwarze Pädagogik" nachwirkt, und wie lang der Schatten einer fragwürdigen Erziehung ist, die schon in von Hitler an Familien bzw. Mütter verschenkten Büchern propagiert wurde undin denen die Nazis von Müttern forderten, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu ignorieren.
.
also es gibt genug Beispiele was in dieser Zeit schief lief,

aber das was sie ansprechen war eine Sache die mit dem Nationalsozialismus
nichts aber auch gar nichts zu tun hatte
Körperliche Züchtigung war eine Erscheinung die sich durch die gesamte Gesellschaft zog
und auch akzeptiert wurde

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