Ihre Meinung zu: Corona-Situation: Klinikpersonal fühlt sich oft überfordert

18. November 2020 - 8:16 Uhr

Viele Kliniken sehen sich laut einer BR-Umfrage gut aufgestellt. Das Klinikpersonal aber widerspricht: Pflegekräfte und Mediziner berichten von Überlastung, Testlücken und Personal, das trotz positivem Corona-Test arbeitet.

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Kommentare

Traurig

Hier wird ein ganzer Berufszweig verheizt. Durch die niedrige Bezahlung und unmenschlicher Arbeitsbedingungen, werden sich noch weniger Menschen für diese Berufe interessieren. Aber dem normalen Bürger wird eingeredet, es ist alles in Ordnung. Weiter so Ts , bitte noch mehr solcher Recherchen und Berichte.

Je nachdem, wer befragt wird.

Es ist höchst unbefriedigend, von denselben Krankenhäusern offensichtlich gegenteilige Antworten zu erhalten, in Abhängigkeit davon, ob die Krankenhausleitung oder die Diensttuenden am Patienten befragt wird.

Blind vertraue ich den Aussagen des Personals mehr, und wenn es richtig ist, dass positiv Getestete ohne Auffälligkeiten weiterhin Dienst tun sollen, scheint die Situation ernster als gern vermittelt.

Warum sind diese Mängel nicht abgestellt??

Warum sind diese Mängel nicht abgestellt:

1. uneinheitliche Testverfahren:

Laut der BR-Umfrage reicht das Corona-Schutzmaterial aktuell zwar noch. Dennoch fühlen sich Beschäftigte teils schlecht geschützt, weil es keine einheitlichen Corona-Testungen für das Klinikpersonal gebe. Die Fragebögen zeigen, es hängt vom Krankenhaus ab, wie getestet wird: Sieben der 20 Kliniken testen nach eigenen Angaben bei Symptomen. Etwa ein Viertel der Häuser gibt an, sie testen im ein- oder zwei-Wochen-Rhythmus regelmäßig das gesamte medizinische Personal. In Hintergrundgesprächen berichten viele aber von Testlücken.

2. infiziertes Personal im Einsatz:

In der BR-Umfrage gibt eine bayerische Uniklinik an, positiv getestete Beschäftigte einzusetzen, die für die Patientenbehandlung unentbehrlich seien. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft spricht im Interview von "wenigen besonderen Ausnahmefällen".

Unmenschliche Arbeitsbedingungen ...

Belastungen werden im Rahmen des erträglichen
Maßes hingenommen , oder wer steht diesen Arbeitskräften beiseite und schaut sich das an ?
Erwiesenermaßen kein Forumsmitglied hier !
Wenn da eine Kritik erfolgen sollte , ..immer nur von denen die die Tätigkeiten kennen .
Und diese haben Ansprechpartner oder Interessenvertreter :
Ob diese sich ausreichend kümmern , ja das weiß man jetzt nicht .

Überstunden? Freizeitverzicht?

hofft, "dass Beschäftigte bereit sind, Überstunden zu machen und auf Freizeit zu verzichten". Dieser Satz ist ein offener Schlag ins Gesicht derer die mit viel Herzblut und Engagement das Gesundheitssystem am laufen halten. Das ist doch keine Neuerung, das ist der Normalfall. Klar hat ein Herr Siegfried Hasenbein keine Ahnung davon. Er macht bestimmt nicht dauerhaft Überstunden oder verzichtet auf freie Zeit. Schade das solche Zyniker sich auch noch öffentlich äußern dürfen.

Das die Kliniken ( bzw. deren

Das die Kliniken ( bzw. deren Chefs ) sich als
" gut aufgestellt " sehen , ist Ihre Sichtweise. Ich glaube da eher den Ärzten und dem Pflegepersonal und hoffe, das sie diese Krise gut überstehen - im Dienst für " uns " !!
Leider gibt es aber immer noch die " anderen "
( Leugner, Verharmloser,Ignoranten ) die das ganze ausufern lassen, in Ihrer Blase leben und nicht wahr haben oder anerkennen wollen, wie die Situation wirklich ist ( sieht man gerade im Bundestag und am Brandenburger Tor ).

Von mir nochmal ein " dickes " Danke für eure Arbeit - ich weiß das hilft nicht
wirklich - kommt aber aus vollem Herzen !

Diese Mängel sind ein großes Risiko für alle Patienten

Denn diese beiden Mängel sind eine Gefahr für alle Patienten. Sowas darf so nicht sein.

Dann mache ich weiter mit dem hier:

3. zu wenig Personal auf den Intensivstationen und anderen Stationen in den Krankenhäusern:

Viele Krankenhäuser melden extremen Personalmangel

Etliche Kliniken haben offene Stellen in der Pflege, bei den meisten sind es mehr als zehn. Laut Umfrage kompensieren sieben von 20 Krankenhäusern unbesetzte Stellen mit Hilfskräften. Das deckt sich unter anderem mit Schilderungen von Pflegefachkräften aus Unterfranken: "Die Personaldecke ist so dünn, dass bei uns Hilfskräfte und Schüler als Vollzeitpflegekraft mit eingerechnet werden." Der Arbeitgeber weist auf Nachfrage den Vorwurf zurück: Hilfskräfte würden nur assistieren.

Auch Professor Martina Hasseler kennt Fälle, in denen Praktikanten, Auszubildende oder Hilfskräfte Patienten pflegen

Wann wird mehr Personal eingestellt?

Es ist immer leicht, ....

... ach so mitfühlend beizupflichten, wie schlecht die Bedingungen (und sie sind wahrhaftig mies) sind. Aber selbst seinen Beitrag zu leisten, steht dann wieder auf einem anderen Blatt.
Ich sehe keine Demo: Schützt unsere Beschäftigten im Gesundheitswesen!
Ich sehe nur Demos rücksichtsloser Menschen, denen schon das Tragen einer Maske zu viel ist, die den Wegfall von Feierei beklagen, die die Engpässe in Kliniken als nicht existent bezeichnen usw.
Beängstigender Egoismus.

@Demokratieschue... um 13:18

Ich bin Überrascht, dass Sie hier für Zwangsmaßnahmen plädieren.

Die Krankenhäuser können am Besten entscheiden, wer getestet werden muss und können diesen Personen einen Test anbieten. Ob die Personen das annehmen liegt an Jedem selbst und kann nicht erzwungen werden.

Die Regierung kann höchstens die Tests bezahlen. Anweisen kann sie es nicht.

Ich bin aber davon Überzeugt, dass sich die Ärzte und Pfleger verantwortlich verhalten und ihre Patienten nicht unnötig einem Risiko aussetzen werden.

Schlimm

Was ich ganz schlimm finde....
Meine Frau arbeitet in einer Einrichtung für Menschen mit Einschränkungen/Behinderungen als Pflegekraft.
Auf ihrer Wohngruppe wurden mehrere Klienten Positiv getestet.

Die Mitarbeiter aber, werden nicht getestet.
Das interessiert den Arbeitgeber / Die Einrichtung nicht.
Alle müssen weiterarbeiten, bis sie umfallen.

@ Demokratieschule 13:20

Ich glaube ich muss Sie enttäuschen, nach meinem Gefühl wird nicht mehr Personal eingestellt, weil es sonst die Rendite drücken würde.

13:20 von

13:20 von Demokratieschue...

Zum x-ten Male : woher soll das Personal kommen , die fallen nicht vom Himmel
( Ausbildung dauert für Intensivpflege
5 Jahre !!) oder werden aus irgend einer Rippe geschnitzt .

Das ist doch nicht die Möglichkeit!

„Laut der BR-Umfrage reicht das Corona-Schutzmaterial aktuell zwar noch.“
Nach all dem Theater über den Nutzen von Masken, der zu Beginn der Pandemie von allen deutschen Experten, Politikern und Medien geleugnet wurde, weil es weder genügend Masken noch Schutzkleidung gab, drohen diese nun auszugehen?
Ist dasdenn zu fassen?
Was tun Spahn oder und Altmaier eigentlich den ganzen Tag?
Sind die Beiden seit Februar im Lokdown?
Schutzkleidung und Masken sollten doch innerhalb der BRD produziert werden.
Und das klappt nach 10 Monaten immer noch nicht?
Nachdem seit mindestens 25 Jahren aber auch alles an die Wand und kaputtgespart wird, was jemals in Deutschland gut funktioniert hat, lacht die Welt wohl nicht mehr nur über die Flugzeuge der Flugbereitschaft.
Deutschland, vorgeführt und lächerlich gemacht, von Kohl und Schröder. von Merkel und der großen Koalition.
Wie kann da auch nur ein einziger Bürger noch Vertrauen haben?
Noch nicht einmal einen anständigen Lockdown kriegen die noch hin.

13:23 von schneegans

Machen sie doch selber eine Demo, was "rücksichtsloser Menschen, denen schon das Tragen einer Maske zu viel ist" zu zehntausenden schaffen können sie doch auch.

Ich warte auf die Demo:
"Schützt unsere Beschäftigten im Gesundheitswesen!"

Ich komme auch gerne vorbei. Mir ist das Thema auch wichtig.
Können ja gerne eine Info hier lassen wenn die Demo stattfindet.

13:34 von ich1961

"Zum x-ten Male : woher soll das Personal kommen , die fallen nicht vom Himmel
( Ausbildung dauert für Intensivpflege
5 Jahre !!) oder werden aus irgend einer Rippe geschnitzt ."

Das ganze Thema ist doch nicht neu.
Man hätte vor 5 Jahren anfangen können mit der Ausbildung. Man hat sich aber lieber für Profit entschieden. Das fällt uns jetzt auf die Füße.

Positiv getestete Beschäftigte sollen/müssen arbeiten!?

@13:32 von YVH
Im BR wurde klipp und klar gesagt, dass positiv Getestet dazu mindestens gedrängt werden, trotzdem in die Arbeit zu gehen.
Es geht um Peronen, die schon getestet wurden!
Also, entweder ist das höchst unverantwortlich und kaum zu glauben. Oder die Tests bedeuten eben doch nicht, dass jemand schon krank/infiziert ist.

Dienstpflicht für Ärzte und Medizinstudenten?

So stand es in NRW schon in einem Gesetzentwurf. Und für Medizinstudenten hieß es: „ran an die Corona Front, Prüfungen könnt ihr später machen ! „

Es kam anders.

Nun sieht man fast den gegenteiligen Effekt: tiefenentspannte Politiker die seelenruhig zuschauen das die Zahl der intensivmedizinisch behandelten C19 Patienten knapp vor der 3.500er Marke steht (deutlich höher als im Frühjahr).

Corona-Situation: Klinikpersonal fühlt sich oft überfordert...

Dazu sagte die Sprecherin des Fachbereichs Gesundheit, soziale Dienste bei der ver.di Bundesverwaltung, Astrid Sauermann, daß schon vor einigen Jahren bundesweit 162.000 Stellen über die Berufsgruppen hinweg fehlten.
Und dazu passt auch, daß kürzlich der Gesundheitsminister meinte, daß positiv getestetes Personal weiter arbeiten sollte ( ärzteblatt vom 13. November).

@Werner1515 um 13:47

Erstens, Sie können die Menschen nicht zwingen einen bestimmten Beruf zu ergreifen.

Zweitens, Niemand kann das Personal für eine Notlage, wie wir sie derzeit haben vorhalten. Es ist unwirtschaftlich und viele Bürger werden das nicht bezahlen wollen.

Die Überforderung des Klinikpersonals können wir nur verhindern bzw. beenden, indem wir die Ausbreitung des Virus
verringern.

fühlt sich oft überfordert ?

Das ist nicht nur bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen so.

Leider ist das bei unserer Gesellschat und unserer Politik in vieleb Bereichen so.

Es wird immer großspurig alles angekündigt und bei den Betroffenen kommt wenig an.

@Werner1515

"Das ganze Thema ist doch nicht neu.
Man hätte vor 5 Jahren anfangen können mit der Ausbildung. Man hat sich aber lieber für Profit entschieden. Das fällt uns jetzt auf die Füße."

Wer ist denn "man"? Wer hätte vor fünf Jahren die Ausbildung zum Intensivpfleger einer anderen Ausbildung vorziehen sollen?

@ 13:18 von Boxtrolls

Beruflich habe ich in 6 Kliniken meiner Stadt zu tun; und ich kann Ihnen sagen: Dort diskutiert man ganz andere Dinge als manche hier im Forum; die Mitarbeitenden dort haben noch das Frühjahr in den Arbeitsknochen und erkennen, was da derzeit und in den nächsten Wochen auf sie zukommt. Über Corona-Leugner und Q-Leute können die nur wahlweise den Kopf schütteln, ärgerlich werden, lachen oder weinen.

14:06 von YVH

"Erstens, Sie können die Menschen nicht zwingen einen bestimmten Beruf zu ergreifen"

Zum Glück nicht, haben ich auch nirgendwo behauptet.

"Zweitens, Niemand kann das Personal für eine Notlage, wie wir sie derzeit haben vorhalten. Es ist unwirtschaftlich und viele Bürger werden das nicht bezahlen wollen."

Natürlich kann man das, darum geht es aber gar nicht.

Die Probleme im Gesundheitssystem sind ja nicht erst seit März bekannt. Das kaputtsparen von öffentlichen Einrichtungen hat doch schon Tradition.

Alleine mit den Geld welches Olaf bei Wirecard versenkt hat, würde reichen um einige verbesserungen durführen zu können.

Regierung seit Jahren untätig

Die Situation in der Pflege ist ein alter Hut, während sich dort die Probleme immer weiter verstärken. Corona deckt die Mißstände nur erneut auf. Was hat unsere Regierung in den letzten Jahren hier getan? Was wurde hier in den letzten Monaten getan? Nur Sprüche in irgendwelchen Talkrunden!

Nur Klatschen reicht halt nicht. Immerhin erhöhen unsere Politiker doch auch schön regelmäßig ihre Diäten!

Traurig finde ich, dass jetzt wieder der schlafenden dt. Autolobby und der Flugbranche die Kohle hinten rein geblasen wird, und für soziale Berufe, wie auch für unsere Kinder, ist kein Geld da!
Für ein Land wie D ist es eine Schande!

Da müssen sich die politischen Verantwortlichen gar nicht auf die Schultern klopfen! Dass es bei uns in Corona-Zeiten bisher so gut lief, ist hauptsächlich diesem Personal zu verdanken.

Klinikpersonal fühlt sich oft überfordert

und für diese Erkenntnis braucht´s ne Studie ?

mehr als Ca. 20 J. d. Krankenhäuser/Unikliniken kaputt gespart

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will jetzt d. Überforderung d. Personals in Krankenhäusern/UniKliniken entgegen wirken. Da kann er gleich bei den Alten- u. Pflegebereichen weiter machen.
Offensichtlich hat das Bundesgesundheitsministerium u. die Bundesregierung, es völlig versäumt das Gesundheitssystem finanziell u. personell u. materiell so auszustatten, dass die eh schon vor Corona explodierenden Kosten aufgefangen werden können.
Es wäre seit d. Tag als d. Corona_Aschermittwoch_2020 kam besser gewesen wenn d. Bundesgesundheitsminister, die Corona-Zentralregierung aus Bundesministern, MPs, u. sonst. Verantwortlichen, dafür Sorge getragen hätten d. d. seit mehr als ca. 20 J. aus den genannten Gesundheitsbereichen vergraulten Pflegekräfte u. d. Ärztepersonal wieder zurück gewonnen hätten.
Das Gegenteil ist eingetreten. Da schon seit Januar2020 keine Hilfe in Gang gesetzt wurde, ist jetzt noch weniger - gesundes - Pflegepersonal im Einsatz. Regelmäßige Test ? Fehlanzeige !

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