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Folter in Syrien

Leider gibt es das immer noch und es wird nur zugeschaut. Das Foltern ist nicht nur in Syrien zu sehen, sondern auch in anderen Ländern und unternommen wurde bisher leider sehr wenig. Die ist nur noch menschenverachtend und das Schlimme ist ja, man weiß im voraus das gefoltert wird und schaut zu. Der Krieg kennt keine Grenzen und die Übeltäter laufen frei herum und werden evtl. noch unterstützt von anderen Machthaber. Hoffen wir das die Klage erfolgreich wird und endlich mal ein Zeichen gemacht wird. Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zum Schluß.

Danke für diesen Bericht!

Danke für diesen Bericht! Ein Bericht, wie man ihn hundert- und tausendfach erstellen und veröffentlichen könnte und unbedingt auch müsste.

Wenn man sich wieder trauen würde, auch als Öffentlichkeit sich „Einzelschicksalen“ zuzuwenden. „Einzelschicksale“, die immer so viel mehr sind als „Einzelschicksale“.

Folter ist nicht nur ein Verbrechen an der Menschlichkeit, sie ist ein Verbrechen an der Öffentlichkeit. Man nutzt brutalste Gewalt, um sich selbst der Öffentlichkeit als „strahlender“ und „starker“ Herrscher zu präsentieren.

Nein, es gibt keine, keine und nochmal keine Entschuldigung für Folter. Ich habe das Foltergefängnis Tuol-Sleng in Pnom Phen mit eigenen Augen gesehen und darüber kann selbst ich als „Tourist“ kaum sprechen. Es stockt einem die Stimme!

Wie sollen es je die Opfer können? Wer würde Diesen auch nur zuhören wollen? Denn auch und gerade das Zuhören ist für uns kaum zu ertragen!

Und das wissen die Folterer ganz ganz genau!

Danke für diesen Bericht! Weiter so!

Verantwortliche verhaften

Die Verantwortlichen Machthaber des Assad-Regimes müssen unbedingt vor ein internationales Gericht gestellt werden. Den internationalen Haftbefehl gegen Assad und enge Clanmitglieder gibt es ja schon lange. Leider bisher ohne Erfolg.

apropos....

natürlich alles Gute Martin Lautwein und dass er die Grauen, die er dort erhalten hat auch (irgendwann) verarbeitet hat... natürlich auch allen anderen Folteropfern aus allen Teilen der Erde mein Mitgefühl und mein Wunsch auf eine "Genesung", wenn man das so sagen kann.

kaum zu glauben, daß die bleibenden

schäden an der seele jemals wirklich verheilen.

lebensfreude muss jeden tag wieder neu begonnen werden.

dem betroffenen ist zu wünschen, daß seine stimme gehört und beachtet wird.

Verwechslungen

"[...] humanitäre Hilfe bekämpfte das syrische Regime im Bürgerkrieg zu diesem Zeitpunkt bereits vehement."

Das ist falsch. Es gab schon vor Jahren Bilder und Videos von humanitären Helfern in Syrien, die ungestört ihrer Arbeit nachgehen konnten. Was von syrischer Seite bekämpft wurde, ist die vom Westen finanzierte Medientruppe "Weißhelme".

Eine andere Verwechslung könnte bei der Festnahme von Herrn Lautwein vorgelegen haben. Die Begleitung durch einen "englischsprachigen Kollegen" (= US-Amerikaner?) dürfte den Spionageverdacht verstärkt haben.

Das alles rechtfertigt natürlich keine Folter. Insofern wünsche ich Herrn Lauterbach viel Erfolg bei seiner Suche nach Gerechtigkeit!

Mir verschlägt es die Sprache

Mir verschlägt es die Sprache bei diesen unmenschlichen Grausamkeiten. Und alle, die meinen, nach Syrien könne man doch Menschen abschieben, sollten sich überlegen, was sie da fordern. Es treibt mir den politischen Zorn ins Gesicht, wenn ich daran denke, dass es auch bei uns immer noch Forderungen gibt, Menschen nach Syrien abzuschieben, in ein Land systematischer Menschenverachtung und Folter.

Folter !

Ich denke, es gibt Folter in vielen Ländern, vor allem in Staaten, in denen Protagonisten tätig sind, die nur an ihrer Macht und Geld Interesse haben, und die Rechte all der Menschen im eigenen Land mit Füßen treten.
Aber selbst bei uns bin ich mir nicht sicher, ob sich wirklich alle an die Regeln halten.
Und leider ist es auch so, dass zu oft die Täter zu viel Schutz und Rechte erhalten, die die Opfer nie hatten oder haben.
Es wird ja auch hier darüber diskutiert, wieviel Opferschutz denn sein sollte, aber nicht wirklich auf die Bedürfnisse der Ofer tatsächlich so ein gegangen, wie es notwendig wäre.
Ein Täter hat das Recht zu schweigen, ein Opfer nicht, das muss oft zig mal die gleiche Geschichte erzählen, bis es zu seinem Recht vielleicht kommt.
Was die Folterkönige angeht, werden sie von anderen üblen Zeitgenossen gedeckt und hofiert, damit leider alles so weiter geht, und keiner tut was dagegen, warum auch immer !!!!

@ Nachfragerin

Was von syrischer Seite bekämpft wurde, ist die vom Westen finanzierte Medientruppe "Weißhelme".

Die Weißhelme bestehen meist aus oppositionell eingestellten Menschen aus pflegerischen oder medizinischen Berufen, aber auch Sanitäter oder Feuerwehrleute sind dort dabei. Die Weißhelme sind friedlich und unbewaffnet und haben unzählige Menschenleben gerettet. Sie pflegen aber ohne Ansehen der Person auch oppositionelle Kämpfer.

Leider werden sie deshalb von Seiten der Regierungsunterstützern medial immer wieder angegriffen, wie man an Ihrem Beitrag ja auch sieht.

Die Weißhelme sind tatsächlich vom Westen mit Spenden unterstützt. Wir haben bei uns in der Klinik auch schon für die Weißhelme gesammelt, ein Pfleger, den ich gut kenne, war auch schon in Syrien und hat mitgeholfen.

@ Traumfahrer

Ich denke, es gibt Folter in vielen Ländern, vor allem in Staaten, ...
Aber selbst bei uns bin ich mir nicht sicher, ob sich wirklich alle an die Regeln halten.

Das ist doch nur ein müder Versuch, echte brutale Folter mit irgendwelchen Regelverletzungen, die es vielleicht in demokratischen Staaten gibt, zu relativieren. Das macht fassungslos. Warum tun Sie das?

Am 10. November 2020 um 09:37

Am 10. November 2020 um 09:37 von andererseits

Das unterstütze ich aus vollem Herzen und füge noch hinzu - in kein Land wo Folter bekannt ,ist darf abgeschoben werden !

@ Nachfragerin

Schade, dass Sie die syrischen Weißhelme hier so runter machen. Ich vermute nämlich, dass Sie gar nicht so richtig über die Bescheid wissen. Ich kenne zwei syrische Studenten hier aus Kaiserslautern von der Uni, die sind nach Syrien zurück gegangen um sich den Weißhelmen anzuschließen. Das sind Menschen, die sich weigern Waffen zu benutzen, die sich aber trotzdem dafür einsetzen, die Herrschaft des Familienclans Assad durch eine Demokratie zu ersetzen.

Es gibt in den Rebellengebieten oft keine Sanitäter, die die Menschen aus zerbombten Häusern retten können, nur die Weißhelme. Die haben Ihre Äußerungen, die Sie hier einfach so ins Forum stellen, nicht verdient.

Am 10. November 2020 um 09:24

Am 10. November 2020 um 09:24 von Nachfragerin

Ich frage mich immer wieder, warum Menschen aus der " aufgeklärten Welt "
wieder und wieder Unwahrheiten
verbreiten !
Ich habe TV Berichte gesehen, wo die Weißhelme während und nach Bombenangriffen die Verletzten versorgt haben. Was bitte ist daran falsch ?
Auch an der Unterstützung durch den Westen kann ich nichts schlimmes finden. Die erforderlichen Materialien kosten schließlich eine Menge Geld - wer sollte das denn "wuppen " können ?
Und das die Verantwortlichen in Syrien sie diskreditieren ist einfach nur schäbig.

Alles Gute an alle Gefangenen - auch wenn nicht gefoltert wird ist das schlimm genug.

@fathaland slim - Gerechtigkeit darf nicht nach dem Täter fragen

09:16 von fathaland slim:
"'Wir' unterscheiden also zwischen guten und bösen Verbrechen. Ich nicht. Fühle mich also nicht angesprochen."

Sie können nichts unterscheiden, weil es nichts zu unterscheiden gibt. Von den Verbrechen der "guten Seite" erfahren wir einfach nichts. Ich denke das ist es, worauf user "Widerstand jetzt" anspielte.

Das keine Relativierung der Folter in Syrien, sondern der Wunsch nach einer globalen Gerechtigkeit, die nicht nach dem Täter fragt.

09:24, Nachfragerin

>>"[...] humanitäre Hilfe bekämpfte das syrische Regime im Bürgerkrieg zu diesem Zeitpunkt bereits vehement."

Das ist falsch. Es gab schon vor Jahren Bilder und Videos von humanitären Helfern in Syrien, die ungestört ihrer Arbeit nachgehen konnten. Was von syrischer Seite bekämpft wurde, ist die vom Westen finanzierte Medientruppe "Weißhelme".<<

Es gab also Bilder und Videos.

Erkundigen Sie sich doch mal bspw beim Roten Kreuz, wie sich die Zusammenarbeit mit dem syrischen Regime gestaltet.

>>Eine andere Verwechslung könnte bei der Festnahme von Herrn Lautwein vorgelegen haben. Die Begleitung durch einen "englischsprachigen Kollegen" (= US-Amerikaner?) dürfte den Spionageverdacht verstärkt haben.<<

Wer englisch spricht, ist ein Spion, und dann ist es ja verständlich, wenn man inhaftiert wird?

>>Das alles rechtfertigt natürlich keine Folter.<<

Warum schreiben Sie dann all diese verständnisheischenden Relativierungen?

Ein kleiner Hinweis

Bei dem Bericht handelt es sich um Foltervorwürfe in Syrien und nicht um Abschiebungen!

10:06, Nachfragerin

>>@fathaland slim - Gerechtigkeit darf nicht nach dem Täter fragen
09:16 von fathaland slim:
"'Wir' unterscheiden also zwischen guten und bösen Verbrechen. Ich nicht. Fühle mich also nicht angesprochen."

Sie können nichts unterscheiden, weil es nichts zu unterscheiden gibt. Von den Verbrechen der "guten Seite" erfahren wir einfach nichts. Ich denke das ist es, worauf user "Widerstand jetzt" anspielte<<

Wer oder was ist denn das, was Sie die "gute Seite" nennen, und von welchen Verbrechen erfahre ich nichts? Sie schreiben ja "wir", weswegen ich mich eingeschlossen fühle. Andererseits scheinen Sie ja von diesen Verbrechen zu wissen, gehören also offenbar nicht zu diesem "wir".

Zuständigkeit

"Lautwein hat sich einer Anzeige von 13 syrischen Folteropfern angeschlossen ..."

"Er will damit bewirken, dass die deutsche Justiz die Verbrechen des Regimes des syrischen Machthabers Baschar al-Assad aufklärt und ihn zur Verantwortung zieht."

Dafür gibt es einen internationalen Gerichtshof, dafür ist die deutsche Justiz nicht zuständig.

um 07:08 von Wohlstandsbäuchlein

>>".. Den internationalen Haftbefehl gegen Assad und enge Clanmitglieder gibt es ja schon lange."<<

Gibt es so einen wirklich? Davon ist mir nichts bekannt?

10:02, ich1961

>>Ich habe TV Berichte gesehen, wo die Weißhelme während und nach Bombenangriffen die Verletzten versorgt haben. Was bitte ist daran falsch ?
Auch an der Unterstützung durch den Westen kann ich nichts schlimmes finden. Die erforderlichen Materialien kosten schließlich eine Menge Geld - wer sollte das denn "wuppen " können ?
Und das die Verantwortlichen in Syrien sie diskreditieren ist einfach nur schäbig.<<

Die so genannten Weißhelme sind seit ihrem Bestehen einem gewaltigen Propagandasperrfeuer ausgesetzt. Von der Seite des syrischen Regimes aus betrachtet ist dies verständlich. Beflecken sie doch das liebevoll gezeichnete Bild des gütigen Landesvaters Assad, der sich im heroischen Kampf gegen hunderttausende Terroristen befindet. Was man ja auch immer wieder hier im Forum lesen "darf".

@ 07:22 von Widerstand Jetzt

Zustimmung!

@fathaland slim - kein Verständnis für Folter

10:08 von fathaland slim:
"Erkundigen Sie sich doch mal bspw beim Roten Kreuz, wie sich die Zusammenarbeit mit dem syrischen Regime gestaltet."
> Ich konnte nur herausfinden, dass das DRK alle Konfliktparteien zur Rücksichtnahme gegenüber Zivilisten und Helfern aufruft und dass die einzige in Syrien aktive, humanitäre Hilfsorganisation der "Syrische Arabische Rote Halbmond" ist.

Und ich kann mich an die Politshow um die Hilfsmaßnahmen erinnern, bei denen sich die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats gegenseitig ausbremsten.

"Wer englisch spricht, ist ein Spion, und dann ist es ja verständlich, wenn man inhaftiert wird?"
> Der Krieg und die US-amerikanischen Absichten sind Ihnen bekannt. Aus diesem Grund wird die syrische Regierung in paranoider Weise gegen alles vorgehen, was eine Bedrohung sein könnte.

"Warum schreiben Sie dann all diese verständnisheischenden Relativierungen?"
> Unterlassen Sie solche Verdrehungen. Ich habe kein Verständnis für Folter.

@10:37 von Kein Einstein

Ein kleiner Hinweis: In ein Land, das systematisch foltert und selbst Frauen und Kinder nicht ausspart, kann man nicht abschieben, wenn man sich einen Rest Humanität bewahrt hat.

Man möchte weinen...

Folter, Vergewaltigung - das hört man als Begriffe im Zusammenhang mit Kriegen und Konflikten. Aber selten kommt es so nah an einen heran, wie in einem solchen Bericht, in dem ein Opfer zu Wort kommt. Man möchte heulen, wenn man an die Opfer denkt, all die Männer, Frauen & Kinder. Aber auch an die Täter - denn man möchte heulen, wenn man wieder und wieder erkennen muss, dass dieses unmenschliche im Menschen immer wieder Oberhand gewinnen kann, in ganz normalen Menschen, die wahrscheinlich Abends nach Hause zu ihren Familien gehen u ihren Kindern sanft einen Gute-Nacht-Kuss auf die Stirn geben. Man möchte heulen, wenn man sieht, dass Gesellschaften, die meinen, so etwas lange überwunden zu haben, sich wieder spalten; wenn man sieht, dass man sich gegenseitig nicht mehr zuhört u ein Argument nicht mehr mit Respekt zur Kenntnis nimmt um es eventuell sachlich zu widerlegen, sondern mit Verachtung und Hass. Man möchte weinen - aber sollte doch dabei nicht vergessen, den Anfängen zu wehren.

10:37 von Kein Einstein

Mit Verlaub, ihr "kleiner Hinweis" macht mich fassungslos und ist die Krönung der bisher in diesem Thread geäußerten Relativierungen und Verharmlosungen.
Sie würden Abschiebungen gutheißen, weil Berichte über Foltereien nach Abschiebungen fehlen?
Sehe ich das richtig?

11:24, Nachfragerin

>>10:08 von fathaland slim:
"Erkundigen Sie sich doch mal bspw beim Roten Kreuz, wie sich die Zusammenarbeit mit dem syrischen Regime gestaltet."
> Ich konnte nur herausfinden, dass das DRK alle Konfliktparteien zur Rücksichtnahme gegenüber Zivilisten und Helfern aufruft und dass die einzige in Syrien aktive, humanitäre Hilfsorganisation der "Syrische Arabische Rote Halbmond" ist.<<

Sie konnten also herausfinden, daß die einzige humanitäre Hilfsorganisation, die in Syrien einigermaßen unbehelligt arbeiten kann, eine syrische ist, die vom Regime geduldet wird. Das hätte ich Ihnen vorher sagen können.

>>"Warum schreiben Sie dann all diese verständnisheischenden Relativierungen?"
> Unterlassen Sie solche Verdrehungen. Ich habe kein Verständnis für Folter.<<

Das, was Sie Verdrehungen nennen, ist leider ein Eindruck, der sich mir beim Lesen Ihrer Kommentare aufdrängt. Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht.

Vielen Dank Pingu!

Einige Zeit nun sitze schon ich an meinem Rechner und versuche zu formulieren, was Ihnen so trefflich gelang. Ich füge noch hinzu, dass ich Herrn Lautwein alle Kraft der Welt wünsche, um diese Abscheulichkeiten, die er erdulden musste, eines Tages zu verarbeiten.

@fathaland slim - Krieg begünstigt solche Verbrechen

10:44 von fathaland slim:
"Wer oder was ist denn das, was Sie die 'gute Seite' nennen, und von welchen Verbrechen erfahre ich nichts? Sie schreiben ja 'wir', weswegen ich mich eingeschlossen fühle. Andererseits scheinen Sie ja von diesen Verbrechen zu wissen, gehören also offenbar nicht zu diesem 'wir'."

Sie lassen doch sonst keine Gelegenheit aus, um irgendwelche Inhalte zwischen meine Zeilen zu interpretieren? :)

Grundsätzlich gilt:
Es gibt in einem Krieg keine gute oder schlechte Seite. Im Krieg begehen alle Seiten dieselben Verbrechen. Und im Krieg sind beide Seiten bestrebt, die Verbrechen des Gegners zu betonen und die eigenen zu vertuschen. Dazu zählt es meiner Meinung nach auch, die Einordnung einer Tat in den Gesamtkontext als "Relativierung" abzulehnen.

Kein Verbrechen wird besser, wenn es andere auch tun.

11:24 von Nachfragerin

>>Unterlassen Sie solche Verdrehungen. Ich habe kein Verständnis für Folter.<<

Das glaube ich Ihnen. Allerdings sollten Sie dann die Taten von Regierungen, die foltern lassen, nicht ständig relativieren.

Am 10. November 2020 um 11:42 von fathaland slim

11:24, Nachfragerin
>>10:08 von fathaland slim: >>"Warum schreiben Sie dann all diese verständnisheischenden Relativierungen?"
> Unterlassen Sie solche Verdrehungen. Ich habe kein Verständnis für Folter.<<

Zitat: Das, was Sie Verdrehungen nennen, ist leider ein Eindruck, der sich mir beim Lesen Ihrer Kommentare aufdrängt. Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht.

Ich kann verstehen, dass Sie zu dem Eindruck kommen.

@fathaland slim

"Das, was Sie Verdrehungen nennen, ist leider ein Eindruck, der sich mir beim Lesen Ihrer Kommentare aufdrängt. Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht."
Es geht mir auch so.....

Am 10. November 2020 um 10:06 von Nachfragerin

09:16 von fathaland slim:
"'Wir' unterscheiden also zwischen guten und bösen Verbrechen. Ich nicht. Fühle mich also nicht angesprochen."

Zitat: Sie können nichts unterscheiden, weil es nichts zu unterscheiden gibt. Von den Verbrechen der "guten Seite" erfahren wir einfach nichts. Ich denke das ist es, worauf user "Widerstand jetzt" anspielte.

Wir erfahren nichts von Verbrechen der "guten Seite". Trotzdem soll es sie geben.

Wie können Sie sicher sein, dass es etwas gibt, von dem wir nichts erfahren?

Es geht um Macht

Empörung hilt da nicht weiter. Mitleid auch nicht.

11:51 von Nachfragerin

Zitat:"Es gibt in einem Krieg keine gute oder schlechte Seite. Im Krieg begehen alle Seiten dieselben Verbrechen. Und im Krieg sind beide Seiten bestrebt, die Verbrechen des Gegners zu betonen und die eigenen zu vertuschen."

Sie vergessen bei dieser Relativierung leider, dass Folter und Mord schon immer zum Unterdrückungsrepertoire des Assadregimes gehört haben. Sowohl beim Vater wie beim Sohn. Und in diesem Artikel geht es eindeutig um Verbrechen des Assadregimes, nicht irgendeiner anderen Kriegspartei oder einer anderen Regierung.

Zusammenarbeit Syrien USA

Es gibt einen Wikipediaartikel, der heißt "Black Site, Gefängnisse, die von den USA betrieben werden, aber offiziell nicht existieren":

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Black_Site

Darin findet man folgenden Absatz:

"Die Praxis, Gefangene für härtere Foltermaßnahmen nach z. B. Syrien zu fliegen, wird nach CIA-Agentin Melissa Boyle Mahle nicht als illegal, sondern lediglich als „außergesetzlich“ angesehen."

Es wird also sozusagen offiziell zugegeben, daß die Bush Jr.-Administration sich der gut ausgebauten Folterstrukturen in Syrien bedienten.

Hier wird ja oft behauptet, die USA würden Assad aus weltmachtpolitischen Gründen aktiv bekämpfen. Es ist aber wohl eher so, daß man sich seiner bediente, als er noch fest im Sattel saß und ihn fallen ließ wie eine heiße Kartoffel, als seine Machtbasis zu wanken begann und die Dienste zu dem Schluss kamen, daß er sich nicht mehr lange halten könne. Reiner Opportunismus also.

@ Nachfragerin um 11:51

"Es gibt in einem Krieg keine gute oder schlechte Seite."

Jain. Das ist zu Pauschal. Meistens gibt es zumindest eine Schlechte, was die andere nicht automatisch 'Gut' macht, aber oft gibt es zumindest ein kleineres Übel.

"Im Krieg begehen alle Seiten dieselben Verbrechen."
Wenn man Kriegführung an sich als Verbrechen betrachtet sind sie zumindest an einem gemeinsamen beteiligt, aber gerade unsere eigene Geschichte beweist das manchmal eine Seite die andere in den Schatten stellt was die Einzelverbrechen in diesem Rahmen angeht.

" Und im Krieg sind beide Seiten bestrebt, die Verbrechen des Gegners zu betonen und die eigenen zu vertuschen."
Auch nicht Immer. Faschisten, und nicht nur diese sehen die eigenen Verbrechen Idiologiebedingt nicht als solche und neigen dazu sie in der Kommunikation sogar zu betonen um den Widerstand zu brechen.
"Shock and Awe""Pardon nicht gegeben etc"

"Kein Verbrechen wird besser, wenn es andere auch tun"

@fathaland slim - Nachvollziehen ≠ Verständnis

11:42 von fathaland slim:
"Sie konnten also herausfinden, daß die einzige humanitäre Hilfsorganisation, die in Syrien einigermaßen unbehelligt arbeiten kann, eine syrische ist, die vom Regime geduldet wird. Das hätte ich Ihnen vorher sagen können."
> Sie haben mich falsch verstanden. Der SARC ist die einzige(!) humanitäre Hilfsorganisation in ganz Syrien. (Damit erübrigt sich auch das leidige Thema mit den "Weißhelmen".)

"Das, was Sie Verdrehungen nennen, ist leider ein Eindruck, der sich mir beim Lesen Ihrer Kommentare aufdrängt. Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht."
> Eine Relativierung ist die Einordnung in einen Gesamtkontext. Eine Verdrehung ist die Veränderung der Bedeutung ins Gegenteil. Sie haben mir Verständnis für die syrische Regierung unterstellt. Ich versuchte aber lediglich, das Motiv für solche Taten nachzuvollziehen.

@ 09:51 ich1961

Danke für Ihre Zustimmung. Der Blick auf die systematische Folter des Assad-Regimes ist dringend notwendig, und das harte Einzelschicksal zu dokumentieren ist einerseits kaum erträglich, aber andererseits auch ein notwendiger Weg, die unmenschliche Grausamkeit nicht zu verdrängen. Aber meines Erachtens muss man dann hier auch darüber diskutieren, wer denn durch offizielle Partei- oder Fraktions-Delegationen beim Assad-Regime in Syrien diese Regierung aufwertet, die systematisch foltern lässt. Und diese Diskussion ist auch ein notwendiger Beitrag im Engagement gegen Folter, wie Martin Lautwein es als einer von zig Tausenden leidvollst erfahren hat. Durch hofierende Besuche bei Folter-Regimen deckt man, dass Menschen gebrochen werden, wie Herr Lautwein es unmissverständlich auf den Punkt bringt.

Folter in Syrien im CIA-Auftrag

Mein Kommentar um 12:15 ist jetzt schon der zweite zum Themenkomplex "Folter in Syrien im Auftrag der Bushregierung", der von Ihnen gerötet wird, obwohl ich Belege eingefügt habe.

Warum?

Weder weiche ich vom Thema ab, noch stelle ich unbelegte Behauptungen auf, noch verletze ich die Netiquette.

Eine Kopie dieses Kommentares schicke Ich per Email an meta@tagesschau.de

11:51 von Nachfragerin

"Im Krieg begehen alle Seiten dieselben Verbrechen. Und im Krieg sind beide Seiten bestrebt, die Verbrechen des Gegners zu betonen und die eigenen zu vertuschen."

,.,.,

Tut mir Leid:
Billige Gleichschalterei, damit man sich nicht mit Unterschieden auseinandersetzen muss.

Im Prinzip ist es entsetzlich, was Sie hier schreiben.
Verantwortungsloses Tun.

12:19, Nachfragerin

>>Sie haben mir Verständnis für die syrische Regierung unterstellt. Ich versuchte aber lediglich, das Motiv für solche Taten nachzuvollziehen.<<

Sie versuchen, das Motiv für die Folterungen des syrischen Geheimdienstapparates nachzuvollziehen?

Jetzt bin ich aber doch ein ganz klein wenig fassungslos.

Ich kenne Ihre Kommentare aus vielen, vielen Syrienthreads. Man fand Sie dort immer fest an der Seite der syrischen Regierung. An diesen Kommentaren müssen Sie sich IMHO schon messen lassen.

12:16, Der Lenz

Ich freue mich, Ihre klugen Kommentare nach langer Zeit hier wieder lesen zu dürfen.

Danke dafür.

@ um 11:58 von falsa demonstratio, fathaland slim

"…
Wir erfahren nichts von Verbrechen der "guten Seite". Trotzdem soll es sie geben.

Wie können Sie sicher sein, dass es etwas gibt, von dem wir nichts erfahren?"
.
Auch die Juristen unterscheiden zwischen 'soll' und 'sicher'. Vielleicht ist auch das Stichwort Rassismus – Studie hier hilfreich um zu verstehen, was User Nachfragerin meint. Manches wird vermutet, ist aber noch aufzudecken.
Ich finde, dass bei dem Thema Folter Spitzfindigkeiten nicht angebracht sind. User Nachfragerin hat sich klar gegen jegliche Form von Folter geäußert. Nicht immer liegen Relativierungen vor, wo mancher sie gefunden zu haben meint. Das Verdrehen von Worten ist kein Niveau für eine Diskussion. Stattdessen ist es besser nachzufragen, wie etwas gemeint ist. Auch dieses Nachfragen kann sachlich gehalten werden.

@Peter Meffert - Verdächtige werden eingesperrt

12:07 von Peter Meffert:
"Sie vergessen bei dieser Relativierung leider, dass Folter und Mord schon immer zum Unterdrückungsrepertoire des Assadregimes gehört haben."

Das habe ich nicht vergessen.
Ich bin aber überzeugt, dass Herr Lautwein niemals inhaftiert worden wäre, wenn man Syrien den Krieg erspart hätte. Der Verdacht gegen ihn und seinen australischen Begleiter kam wahrscheinlich nur deshalb auf, weil westliche Regierungen mit ihrem Slogan "Assad muss weg!" der syrischen Regierung defacto den Krieg erklärt haben.

Neben dem möglichen Spionageverdacht wäre auch Terrorismus denkbar. Schließlich haben sich über die Jahre zahlreiche Menschen aus Europa dem IS anschlossen. Im Krieg wird jeder Verdächtige eingesperrt. Herr Lautwein hatte vermutlich einfach nur Pech. (Und das große Glück, lebend aus Syrien herauszukommen.)

um 11:35 von Rimutotara

>>"Mit Verlaub, ihr "kleiner Hinweis" macht mich fassungslos und ist die Krönung der bisher in diesem Thread geäußerten Relativierungen und Verharmlosungen.
Sie würden Abschiebungen gutheißen, weil Berichte über Foltereien nach Abschiebungen fehlen?
Sehe ich das richtig?"<<

Ich denke Sie interpretieren hier bewusst oder unbewusst was rein? Eine Kausalität zwischen Abschiebung und anschließender Folterei (100%) kann mitnichten hergeleitet werden, oder können Sie das vielleicht? Aber Hauptsache den Empörten spielen.

@ 12:07 von Nettie

So unterschiedlich kann man das sehen: In meinen Augen braucht es sowohl Mitgefühl wie Empörung.

Und dann sollte man überlegen, wen man einerseits bei humanitärer Hilfe und andererseits bei politischen Initiativen unterstützt.

@ fathaland slim um 12:36

Danke für die Blumen

Schätz ihre Kommentare ebenfalls.

Am 10. November 2020 um 12:29 von Sausevind

"Billige Gleichschalterei, damit man sich nicht mit Unterschieden auseinandersetzen muss."

Macht es für den Gefolterten einen Unterschied, wer die Folter anordnet oder ausführt?

@ Nachfragerin

Zitat: Es gab schon vor Jahren Bilder und Videos von humanitären Helfern in Syrien, die ungestört ihrer Arbeit nachgehen konnten

Das mag sein, dass es solche Fälle auch gibt. Tatsache ist aber auch, dass die syrische Armee schon vielfach nachweislich gerade die medizinische Infrastruktur in den Rebellengebieten bombardiert hat. Das ist ein Kriegsverbrechen.

Um so bedrückender ist es dann, dass wehrlose Oppositionelle oder Menschen, die für Agenten gehalten werden, vom syrischen Regime gefoltert werden.

@ Kein Einstein

Ein kleiner Hinweis Bei dem Bericht handelt es sich um Foltervorwürfe in Syrien und nicht um Abschiebungen!

Das ist schon klar. Aber die Frage entsteht doch sofort, ob man in ein solches Land, in dem das Regime foltern lässt, Flüchtlinge abschieben kann.

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