Ihre Meinung zu: Intensivstationen: Sorge vor der Belastungsgrenze

5. November 2020 - 16:08 Uhr

Die Zahl der Covid-19-Patienten in deutschen Krankenhäusern steigt. Das stellt die Intensivstationen vor Herausforderungen. Kann Personal von anderen Stationen helfen? Von Johanna Wahl.

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Kommentare

Es wäre an der Zeit, ...

... endlich Solidarität mit dem Krankenhauspersonal zu zeigen und sich auch für diese Menschen vernünftig zu verhalten.

Warum?

"Aber kein Krankenhaus dürfe durch die Bereitstellung für Covid-Patienten finanzielle Nachteile haben."

Viele sind christliche Häuser, andere staatlich oder Unikliniken, andere privat.
Also, warum darf die Bereitstellung kein finanziellen Nachteil haben? Wo bleibt die sogenannte Solidarität? Viele Bürger haben durch Corona auch finanzielle Nachteile. Überspitzt, oder sollen die auch gegebenenfalls keinen finanziellen Nachteil haben und z.B kein MNS kaufen und tragen muessen?
Aber hier schreien alle nur nach Geld.

Sorge vor der Belastungsgrenze

Ich hoffe das die Rechnung aufgeht, d.h. das die Intensivbetten ausreichen und das Personal tatsächlich kurzfristig für die Intensivpflege geschult werden kann. Es klingt wirklich dramatisch und ich hoffe das der derzeitige Lockdown -light entsprechend Wirkung zeigt.

@ 15:27 von sonnenbogen

Was Sie beklagen, hat vor allem mit dem Unsinn zu tun, viel zu viele Bereiche der sog. Daseinsvorsorge den reinen Marktmechanismen zu unterwerfen und damit Konkurrenz und Kostendruck an die erste Stelle zu setzen, vor allem auch im Gesundheitswesen. Das bekommen wir in der Pandemie-Krise nicht kurzfristig geändert, deshalb braucht es derzeit Subventionen (das kapitalistische Notpflaster, wenn etwas aus dem Ruder läuft und die Grundversorgung anders nicht aufrecht erhalten werden kann); bei der nächsten Bundestagswahl kann man Parteien wählen, die das Problem grundlegend angehen.

Hygiene

Grob fahrlässig ist, wie scheinbar ein gemeinsamer Computer benutzt wird. Er fast die Maus an, tippt auf der Tastatur und eine andere Person kommt und tippt auch ohne Handschuhe rum.... dann braucht man auch kein MSN tragen. Die Klinik sollte mal Ihr Hygienekonzept überarbeiten... schnell!!!

Was man bzgl der Pflege aus dem Frühjahr gelernt hat

werden wir möglicherweise (leider) bald sehen. Ich hoffe nicht dass es nicht wieder so wie vielerorts im Frühjahr wird, als Pflegepersonal auf Covid-Stationen mangels Notfälle (was ja eigentlich wünschenswert wäre) ins Minus geplant wird (was weniger Lohn zur Folge hat) während das ausgedünnte Personal auf den Normalstationen "am Rad" dreht. Hoffentlich hat sich hier die Organisation verbessert - auf jeden Fall brauchen die Kliniken hier finanzielle Kompensationen.
Was gar nicht geht ist dass man einfach die Arbeitszeit der Pflegekräfte auf 12 Std./täglich erhöht (siehe Pressestelle der Pflegekammer Niedersachsen).
Und bisher wurde offensichtlich auch seitens der Politik nichts unternommen um den Pflegeberuf an sich attraktiver zu machen (der kürzlich abgeschlossene Tarifvertrag umfasst nämlich nur ca 1/3 der Pflegekräfte)

Am 05. November 2020 um 15:28 von Ernst Graeber

"......... ich hoffe das der derzeitige Lockdown -light entsprechend Wirkung zeigt........"

Hoffen tue ich das auch, nur fehlt mir der Glaube daran. Die Schließung der Dinge, die kaum Infektionen verursacht haben, wird sich kaum auf das Infektionsgeschehen auswirken. Es geht ausschließlich darum, grade auch privat, Kontakte zu vermeiden. Was mir auch aufgefallen ist, die Länder wo es harte Lockdowns gab und gibt, sind noch mehr betroffen. Sind diese Bürger (z.B. aus Frankreich, Spanien) wirklich so undiszipliniert ? Ich glaube das Virus wütet, und viel können wir daran nicht ändern.

Hoffentlich ist dieser Mist bald vorbei.

Bundeswehr

Wir sollten doch langfristig 2% von unserem Haushalt fürs Militär ausgeben...
also, es wird mal Zeit das wir für Elbe, Weser, Rhein und Wann- und Bodensee, Nord- und Ostsee mal ein paar multifunktionelle "Klinikschiffe" bauen, mit Klinik und Wohnungen.... können ruhig in Tarnfarben angemalen werden, aber zumindest haben wir dann langfristig Kapazitäten für Pandemien, Flüchtlinge etc...

@sonnebogen

Was sie so aus einem Foto heraus interpretieren..
Der Arzt hat keine Schutzkleidung (ausser Maske), ist also wahrscheinlich auf einer gewöhnlichen Station, Handygiene vorausgesetzt sehe ich hier kein Hygieneproblem.
Bewerben sie sich doch als Hygienfachmann/frau sie haben offenbar ganz viel Ahnung von der Materie !!!

Eigentlich...

...finde ich diese ganze Corona-Panikmache vor dem Hintergurnd der Tatsache, dass sich in Deutschland JÄHRLICH etwa 200-300.000 (Dunkelziffer wohl deutlich höher) Patienten in dt. Kliniken bzw. Krankenhäusern mit Krankenhauskeimen (MRSA etc.) infizieren und von diesen ca. 15-30.000 daran (jährlich !!!) auch versterben, nur noch groteskt. Und hier spielen die Altergruppen überhaupt keine Rolle !!!

Aber seit Jahren bleibt dieser Zustand unverändert, seit Jahren wird weiterhin völlig unnötig gestorben...und niemand in Medizin, Medien oder Politik bricht deshalb in Panik aus, wie derzeit wegen Corona.

Absurd !

Wieder mal improvisieren ...

Sicherlich kann Pflegepersonal von anderen Stationen in der Intensivpflege aushelfen. Aber leider in erster Linie bei den Routinetätigkeiten (z.B. Dokumentation, Tel., oder bei der Beschaffung/Lagerung von Material auf der Intensivstation etc.) ist dies möglich.

Interessant ist, dass es dem Bundesgesundheitsminister, der Bundesregierung, den MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen seit dem Tag als der Corona_Aschermittwoch_2020 kam nicht gelungen ist Pflegepersonal für die Intensivstationen zu gewinnen.
Dabei wurde in den letzten ca. 20 J. jede Menge Pflegepersonal aus den Krankenhäusern/Unikliniken mittels Arbeitsüberlastung u. Mobbing (auch d. Vorgesetzte) vergrault.
Diese Pflegekräfte wieder zurück zu gewinnen war die Aufgabe der v.g. Verantwortlichen. Hier ist nix passiert.
Hierzu muss jetzt eine entsprechende Bezahlung u. Rentenabsicherung her:
Gehalt 5000€/Monat mind.
Altersrente 5000/Monat mind.
100% ges. Berufsgenossenschaftsrente bei Schäden z.B. durch Corona 5000€/Monat mind.

Warum wird gelogen

Wenn man auf der Seite des Intensivregisters nachschaut, ist diese Info aus diesem Artikel über die Belastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten eine glatte Lüge! Verfolgt man die Zahlen, sind es sogar weniger als vor 3 Tagen. Warum wird sich so eine Mühe gegeben diese Agenda aufrecht zu halten?

Am 05. November 2020 um 15:53 von sosprach

Um Gottes Willen .... hab' mich ein paar Jahrzehnte mit Gebäudesicherheit, "ethischen Komitee", GMP, GLP, BSL2, BSL3, radioaktiven Arbeitsplätzen rumgeschlagen, aber wer will denn seine Zeit mit den "Götter in Weiss" verschwenden?

Finanzielle Lage der Krankenhäuser immer noch nicht klar

Seit dem Tag als der Corona_Aschermittwoch_2020 kam hätte der Bundesgesundheitsminister, die Bundesregierung, die MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen wissen müssen, dass Corona jede Menge zusätzlicher Kosten bei den Krankenhäusern u. Unikliniken in 2020 verursacht.
Wie den v.g. Verantwortlichen schon ab Oktober2019 klar war, reichte der Etat auf fast allen Ebenen hinten u. vorne in 2019 nicht mehr.

Hier waren mal wieder Theoretiker am Werk.
Anders ist dieses Totalversagen in Sachen Finanzierung Krankenhäuser/Unikliniken nicht zu erklären.

@16:03 von Niemals

"... ist diese Info aus diesem Artikel über die Belastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten eine glatte Lüge ..."

Na ja ... nicht so wirklich ...

Es fehlt Fachpflegepersonal an allen Ecken u. Kanten.
Das ist aber nicht erst seit gestern so ...

Und was nützen freie Intensivbetten o. freie Pflegebetten in den Krankenhäusern/Unikliniken, wenn kein Pflegepersonal/kein Ärztepersonal da ist ?

Am 05. November 2020 um 15:54 von Hille-SH

Der Unterschied ist, die Menschen die sich den Keim einfangen, sind ja schon im Krankenhaus. Sie kommen nicht zusätzlich dazu. Die Corona-Patienten infizieren sich überwiegend außerhalb von Krankenhäusern, kommen also zusätzlich zu den anderen Patienten dazu. Dadurch steigt die Zahl der Patienten.

Alles nach Plan

Wenn man im Frühjahr feststellt, dass Pflegepersonal insbesondere deshalb fehlt, weil sich niemand für den Beruf interessiert und weiß, dass dies auch der Tatsache geschuldet ist, dass die Bezahlung nicht attraktiv genug ist und an diesem Zustand nichts ändert, ist nur konsequent, dass nach einem halben Jahr das identische Problem immer noch existiert. Übrigens wird das auch in einem halben Jahr so sein, sollte sich nicht ändern. Also warum überrascht sein? Zudem wird an Maßnahmen gebastelt, die größtenteils dort ansetzen, wo keine oder wenig Infektionen stattfanden und -finden. Da kann ich nur sagen: Alles läuft nach Plan!

Hille-SH - Gesundheitsschutz vs Panik

Zitat: "Aber seit Jahren bleibt dieser Zustand unverändert, seit Jahren wird weiterhin völlig unnötig gestorben...und niemand in Medizin, Medien oder Politik bricht deshalb in Panik aus, wie derzeit wegen Corona."

Ich gebe ihnen vollumfänglich recht. Nur ziehen sie evtl nicht die korrekten Schlüsse daraus.
Die Grippewelle 2017/18 forderte in Deutschland um die 25.000 Todesopfer. Und kein Hahn krähte danach. Skandalös.

Resistente Krankenhauskeime- ebenfalls ein unbewältigtes Problem.

Dank Corona/Covid19 bildet sich jetzt ein Bewusstsein für Gesundheitsschutz. Und nicht zuletzt ein Bewusstsein für den grundgesetzlich verbrieften Schutz an Leben.

Die Zeit der Kollateralschäden, die man schulterzuckend zur Kenntnis nahm, ist vorbei. Höchste Zeit! Corona Bekämpfung heisst: Generationenvertrag erfüllen.

Wir Bürger haben ein Recht auf ein funktionierendes Gesundheitssystem. Also ersetzen sie bitte das Wort "Panik" mit Gesundheitsschutz.

Freie Betten aber keine Fachleute

Auch bei fast 20.000 Infektionen ist die Insidenz etwas gesunken, das lässt hoffen, dass so allmählich in 2-3 Wochen die Infektionszahlen zuerst stagnieren, dann etwas runtergehen.
Nun die Teststrategie laut RKI wieder zu ändern und weniger zu testen verfälscht das Bild.

Intensivstationen: Sorge vor der Belastungsgrenze...

Und diese Sorge wäre um einiges geringer, wenn nicht die Zahl der Krankenhausbetten von 1991 an, von 665.565 auf jetzt 497.200 Betten reduziert worden wäre (469 Krankenhäuser geschlossen).
Wobei das in den 2000er Jahren eingeführte Abrechnungssystem der Fallpauschalen dabei noch fördernd wirkt. "Gewinner" sind dabei Krankenhäuser, die die Durchnittskosten (Pauschalen) unterschreiten. Sei es durch Konzentration auf lukrative Fälle (private), frühzeitige Entlassung oder keine Tarifbindung.

@Niemals um 16:03

>>Wenn man auf der Seite des Intensivregisters nachschaut, ist diese Info aus diesem Artikel über die Belastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten eine glatte Lüge! Verfolgt man die Zahlen, sind es sogar weniger als vor 3 Tagen.<<

Wenn ich auf den Seiten des Intensivregisters (https://www.intensivregister.de/#/intensivregister) nachschaue finde ich 2242 am 2.11. und jetzt drei Tage später stehen da 2659 als "Fälle COVID-19 aktuell in Behandlung".

Wie man da auf weniger kommt entzieht sich meinen Mathematikkenntnisse. Ich komm da Niemals drauf (pun intended).

Vergleiche

Ich finde diese ewigen Vergleiche der Totenzahlen echt schlimm.

Die gleichen, die nun die Corona-Toten mit allen möglichen anderen Todesursachen vergleichen und damit relativieren möchten, sprechen bei einem Verbrechen eines Flüchtlings ganz anders.

Ja, auch das ist ein völlig anderer Hintergrund, wie auch Verkehrsopfer, Opfer von Krankenhauskeimen, Grippetoten, ...

Jeder verhinderbare Tote ist einer zu viel, egal durch was er stirbt!

Panikmache?

Am 05. November 2020 um 15:54 von Hille-SH

Also wenn es Ihnen hier bei 20.000 Infektionen pro Tag um Panikmache geht, dann wäre ihre Empörung über Krankenhauskeime ja auch weit übertrieben. Macht irgendwie keinen Sinn, diese Logik.

Ihre Schlüsse sind falsch: Das Thema Krankenhauskeime aufzubringen ist richtig und die mangelhafte Bewältigung des Themas anzuprangern auch, aber das relativiert ja wohl nicht einen ethisch verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Corona.

Übrigens gibt es einen großen Unterschied: Krankenhauskeime belasten nicht in vergleichbarer Weise unsere Wirtschaft und unser Sozialleben und sie sind nicht in derselben Weise epidemisch, d.h. sie unterliegen nicht einer pandemischen exponentiellen Verbreitung. Sie sind ein skandalöser Grundmangel unseres Gesundheitsystems, aber das ist etwas anderes und hat übrigens sehr komplexe Ursachen.

Man hat den starken Eindruck, es geht Ihnen nur um Relativierung, nicht um Lösungen.

Sorge vor der Belastungsgrenze

Diese ganzen Disskusionen machen keinen Sinn mehr.

Die Menschen die nicht erkennen oder Glauben das hundertausende mit Corona infiziert worden sind und sehr viel schon gestorben sind wird man nicht mehr ändern können.

@ 15:52 von sonnenbogen

„Wir sollten doch langfristig 2% von unserem Haushalt fürs Militär ausgeben... können ruhig in Tarnfarben angemalen werden, aber zumindest haben wir dann langfristig Kapazitäten für Pandemien, Flüchtlinge etc...“

Gute Idee, meine volle Unterstützung. Darf gerne etwas mehr als 2% sein, falls Mr. Trump die Wahl doch noch gewinnt.

Bleiben Sie gesund

@ 15:59 von 0_Panik

"Diese Pflegekräfte wieder zurück zu gewinnen war die Aufgabe der v.g. Verantwortlichen. Hier ist nix passiert.
Hierzu muss jetzt eine entsprechende Bezahlung u. Rentenabsicherung her"
Vollkommen richtig was Sie schreiben. Und auch die Arbeitsbedingungen müssen sich verbessern. Die Pfleger(innen) erfahren doch überhaupt keine Wertschätzung sondern es wird dauernd Druck auf sie ausgeübt. Aktuell berichtet die Pflegekammer Niedersachsen dass die Arbeitszeiten jetzt auf 12 Std./täglich ausgedehnt werden können. Ich kenne 2 Pflegerinnen die nach Schweden ausgewandert sind - die Arbeitsbedingungen dort sollen viel besser als in D sein - die kommen bestimmt nicht wieder zurück!

Am 05. November 2020 um 16:03 von Niemals

VWenn man auf der Seite des Intensivregisters nachschaut, ist diese Info aus diesem Artikel über die Belastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten eine glatte Lüge!

Welche Zahlen aus dem Artikel meinen Sie konkret?

@16:54 von werner1955

"... Die Menschen die nicht erkennen oder Glauben das hundertausende mit Corona infiziert worden sind und sehr viel schon gestorben sind wird man nicht mehr ändern können ..."

Darum geht es schon lange nicht mehr.

Es geht darum, dass nach den RKI-Zahlen u. d. weltweit erhobenen Zahlen der WHO ca. 99,5% der Menschen nicht, o. mehr o. weniger von Corona betroffen sind. Aber eben nicht so übel, dass gesagt werden kann: geht doch.

Es geht darum, dass ca. 0,5% der Bevölkerung mehr o. weniger übel von Corona betroffen sind. Hier hat die ges. Aufmerksamkeit drauf zu liegen.

Insb. der Schutz vor Ansteckung.

Leider gibt es hierzu immer noch kein wirkliches praktisches Konzept, - außer: ca. 99,5% der Bevölkerung soll ca. 0,5% der Bevölkerung schützen. Und das ist gar kein Konzept, weil es völlig unpraktikabel ist (wie Corona-Zwangsmaßnahmen f. d. Volk, hat fast nix gebracht).

Interessant wäre mal das Konzept des Schutzes f. d. 0,5% der Bevölkerung zu lesen, welches diese erstellen sollten.

@17:09 von Advocatus Diabo...

"... . Aktuell berichtet die Pflegekammer Niedersachsen dass die Arbeitszeiten jetzt auf 12 Std./täglich ausgedehnt werden können ..."

Offensichtlich haben die neoliberalen Wirtschaftsdenkerinnen/er im dem betroffenen Gesundheitsbereich den Arbeitsschutz u. d. Gesundheitsschutz f. d. betroffene Pflegepersonal schon mal in bare Kasse umgemünzt.

Und ansonsten haben die neoliberalen Wirtschaftsdenkerinnen/er nix kapiert.
Es sind halt reine Theoretiker, die seit dem Tag als der Corona_Aschermittwoch_2020 kam schon gar nicht mehr im Job sein dürften ...

Da bleibt dem betroffenen Pflegepersonal aufgrund des Eigenschutzes u. der Erhaltung der Gesundheit nur die Kündigung ihres Jobs ...

Am 05. November 2020 um 16:16

Am 05. November 2020 um 16:16 von backfix

//dass nach einem halben Jahr das identische Problem immer noch existiert. //

Da die Ausbildung zur Intensivpflegekraft 5 ( in Worten Fünf !)
dauert, kann sich da so schnell nichts dran ändern. Auch durch die Pfleger*innen von den anderen Stationen nicht so richtig. Das würde auch dauern bis die soweit sind.

Wer jetzt immer noch nicht daran glaubt, daß wir (alle)...

...ein echtes Problem haben, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

---

Ich habe auch keine Lust mehr mit solchen Leuten zu diskutieren.
Meine Wand zuhause im Büro ist da der bessere Gesprächspartner.
-
Bleib zu hoffen, daß die KH genug Personal und Arbeitsmaterialien zu Verfügung stehen haben,
um diese Krise schadlos zu überstehen.
-
Vor allen, daß das ganze Pflegepersonal dabei arbeitsfähig bleibt.
Also weder sich mit dem Virus infiziert noch psychische Probleme bekommt.
-
Und die Meldung, daß sich immer mehr Schüler und Lehrer infizieren, dämpft die Stimmung,
daß die Schulen weiter unterrichten können.
-
Für mich ein Fehler.
Man hätte die Schulen dicht machen sollen.
Denn wer wird wohl von infizierten jungen Schülern angesteckt?
Die Eltern & Großeltern.

Pflegenotstand..

habe ich erstmals 1987 kennengelernt..

Und auch jetzt sind wir auf unserer Gerontopsychiatrie personell am Limit..

Da würden auch die von User "O-Panik" geforderten hohen Gehälter und Renten nicht helfen, weil man ja erst mal Fachpersonal ausbilden und einarbeiten muss und bekanntlich nicht jeder für diese schwere Arbeit geeignet ist..

@ich1961 um 17:20

>>Da die Ausbildung zur Intensivpflegekraft 5 ( in Worten Fünf !)
dauert, kann sich da so schnell nichts dran ändern.<<

Doch, wenn man einfach mal annimmt, dass es 5 Minuten/Stunden/Tage/Wochen sind. Das kann doch maximal 5 Monate dauern!!!!11

Am 05. November 2020 um 17:20

Am 05. November 2020 um 17:20 von ich1961

mir sind hinter der 5 die Jahre abhanden gekommen .
Entschuldigung ;-))

Aber was ich gerade gelesen habe schlägt dem Fas den Boden aus :

//Eine illegale Halloweenparty in Bayern hat dramatische Auswirkungen: Die Teilnehmer haben Teile eines Lagers für Katastrophenfälle ruiniert. Dort war Material für ein Corona-Notfallkrankenhaus eingelagert. //
Quelle : web.de

@7:26 von 91541matthias

"... Pflegenotstand.. habe ich erstmals 1987 kennengelernt.. geforderten hohen Gehälter und Renten nicht helfen, weil man ja erst mal Fachpersonal ausbilden und einarbeiten muss und bekanntlich nicht jeder für diese schwere Arbeit geeignet ist.."

Na ja ... ganz so wirklich stimmt das so nicht.

Ist schon vorgetragen worden:
Seit ca. 20 J. wurde Pflegepersonal aus den Krankenhäusern/Unikliniken - systematisch - von den neoliberalen Wirtschaftsdenkerinnen/er im Gesundheitssektor (auch in den Krankenhäusern/Unikliniken selbst) heraus gedrängt.

Diese Pflegekräfte arbeiten heute u.U. in anderen Bereichen u. Lohnsektoren, welche nicht sonderlich schlechter bezahlt sind, als der Lohn der Pflegekräfte.

Diese Pflegekräfte können sehr wohl zurück gewonnen werden, aber nicht unter den Arbeitsbedingungen u. Lohnbedingungen, wie sie derzeit in den Krankenhäusern/Unikliniken herrschen.

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17:09 von Advocatus Diabo... @ 15:59 von 0_Panik

//Was gar nicht geht ist dass man einfach die Arbeitszeit der Pflegekräfte auf 12 Std./täglich erhöht (siehe Pressestelle der Pflegekammer Niedersachsen).//

Wir können ja wieder auf den Balkon gehen und klatschen. Wenn die Arbeitszeit tatsächlich hochgesetzt wird, und sei es auf ‚nur‘ 10 Stunden (mit MNS, zeitweise auch FFP 2 oder 3), ist immerhin eins ganz sicher: Der Krankenstand wird dramatisch ansteigen. Wen kümmert denn auch die Gesundheit des Pflegepersonals oder gar das Wohlergehen deren Kinder? Nur nebenbei: Auch unterm Pflegepersonal gibt es nicht wenige Alleinerziehende.
In unserer Uni-Klinik haben selbst die ehrenamtlichen Kräfte keinen Zutritt mehr.
Alles nur unausgegorener Murks…
Bin ich froh, dass ich dieser Krankenhausmühle noch rechtzeitig entkommen bin. Obwohl – wenn ich noch könnte und dürfte, würde ich zumindest stundenweise aushelfen

@Stellungnahme der Pflegekammer:

//Nach einer heutigen Pressemitteilung der Pflegekammer Niedersachsen kann deren Arbeitszeit ab sofort auf 12 Std./täglich hochgesetzt werden.//
Dazu noch ein Ausschnitt aus der Stellungnahme der Pflegekammer:
*** . Jetzt sollen wieder die Beschäftigten in den systemrelevanten Berufen unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit die Situation retten“, kritisiert Nadya Klarmann, Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen die Verfügung aufs Schärfste. Die Verfügung enthält weder Regelungen zu Ausgleichstunden noch zu einer finanziellen Entschädigung für die Mehrarbeit. Lediglich ein Ersatzruhetag innerhalb eines Zeitraumes von acht Wochen ist für die im Rahmen der Ausnahmebewilligung geleistete Sonn- und Feiertagsarbeit zu gewähren…. „Die Landesregierung macht nicht nur eine Politik vorbei an den Interessen der Pflegenden, sie torpediert sogar das jahrelange Bemühen, Pflegeberufe attraktiver sowohl für derzeit Beschäftigten als auch den dringend benötigten Nachwuchs zu machen. Die Regierung so

@15:53 von sosprach @sonnebogen

//Bewerben sie sich doch als Hygienfachmann/frau sie haben offenbar ganz viel Ahnung von der Materie !!!//

Besserwisser werden tatsächlich nicht gebraucht. Die Hygienevorschriften sind inzwischen so umfangreich, dass sie kein Mensch mehr im Kopf haben kann. Auch hier ist der Personalmangel das Hauptproblem. Hygiene kostete Zeit und Zeit ist nun mal Geld.

@1718 null panik

"ansonsten haben die neoliberalen Wirtschaftsdenkerinnen/er nix kapiert. Es sind halt reine Theoretiker.."
Stimme ihnen vollständig zu aber man muß uns der Bevölkerung auch den Vorwurf machen dass wir Parteien/Politiker wählen die Krankenhäuser als gewinnorientierte Unternehmen betrachten, und die Minister sind dann idr gesundheitsökonomen mit wenig bis keine Ahnung von Medizin

@15:34 von sonnenbogen

//Die Klinik sollte mal Ihr Hygienekonzept überarbeiten... schnell!!!//

An Konzepten mangelt es nicht. Es mangelt aber in allen Bereichen an ausreichend Personal. Ich hätte da aber ein Angebot. Wenn Sie sich zutrauen, in 6 Stunden 70(!) Untersuchungs- und Warteräume hygenisch einwandfrei zu putzen, die Handtuch- und Desinfektionsmittel- und Seifenspender aufzufüllen und die Abfälle korrekt zu entsorgen, dann melden Sie sich doch bitte in unserer Uni-Klinik. Sie werden dringend gebraucht.

@15:26 von schneegans - Apell an die Querdenker

"Es wäre an der Zeit, endlich Solidarität mit dem Krankenhauspersonal zu zeigen und sich auch für diese Menschen vernünftig zu verhalten."

Was für ein Risiko diejenigen auf sich nehmen, die auf den COVID-Stationen arbeiten, wird klar am Beispiel eines 34-jährigen Arztes. Eigentlich kümmert sich Dr. Cihan Çelik als Pneumologe um schwere Fälle auf der Covid-Station des Klinikums Darmstadt. Plötzlich wurde er selbst zum Patienten – und fand sich auf der Intensivstation wieder.
https://kurzelinks.de/zu47

@15:28 von Ernst Graeber

//Ich hoffe das die Rechnung aufgeht, d.h. das die Intensivbetten ausreichen und das Personal tatsächlich kurzfristig für die Intensivpflege geschult werden kann. Es klingt wirklich dramatisch und ich hoffe das der derzeitige Lockdown -light entsprechend Wirkung zeigt.//

Die Anzahl der Intensiv-Betten ist das kleinere Problem. Es werden ja schon seit dem Frühjahr zusätzlich PflegerInnen im Umgang mit Beatmungsgeräten, Perfusoren, Überwachungseinheiten etc. geschult, aber damit können sie eine geschulte Intensiv-Pflegekraft noch nicht ersetzen und außerdem fehlt dieses Pflegepersonal in anderen Bereichen.
Erschwerend kommt hinzu:
Ich zitiere aus dem Newsletter vom 2.11. der hiesigen Uni-Klinik
***. In der vergangenen Woche sind 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden.... Die Mitarbeitenden und die engen Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne...***

@Hille-SH - "diese ganze Corona-Panikmache"

In dem Artikel geht es um die Sorge, dass die Intensivstationen überlastet werden können.

Kritik daran, dass das Problem mit dem Krankenhauskeimen nicht besser gelöst wird (wie z.B, in Holland) ist berechtigt, macht aber das Problem der drohenden Überlastung nicht kleiner. Insofern ist ihre Kritik alles andere als konstruktiv.

Vielleicht lesen Sie mal "Apell an die Querdenker" um 18:47 von VfG

Solidarität mit den Beschäftigten in den Krankenhäusern ist angesagt.

geht doch?

von 0_Panik @

Welches Konzept möchten Sie denn?
Das von Schweden.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/infektionszahlen-steigen-deutlich-war...

"Aber kein Krankenhaus dürfe durch die Bereitstellung für Covid-Patienten finanzielle Nachteile haben"

Eine Diskussion über solche Selbstverständlichkeiten sollte sich eigentlich(!) erübrigen.

Wie überall, ist man auch hier "näher an der Praxis" bzw. mit den Anforderungen vor Ort vertraut. Wäre also besser, wenn man von Seiten der Politik den Krankenhäusern eine Bedarfsplanung ermöglichen würde, die das Personal dort in die Lage versetzt, kurzfristig angemessen auf sich ändernde Situationen zu reagieren, ohne es zu überfordern: „Der DKG-Präsident hält es im aktuellen Ausnahmezustand für nötig, Pflegepersonal von anderen Abteilungen in den Intensivstation-Teams einzusetzen. Der Ärztliche Direktor: "Das ist maximale Anstrengung (...)"

Schon, damit es nicht jedesmal so läuft - immer am aktuellen Bedarf vorbei: „Konkret geht es um die Wiedereinführung sogenannter Freihaltepauschalen für Betten, die nicht belegt werden. Eine entsprechende Regelung vom Frühjahr ist vor Kurzem ausgelaufen“

Tja ...

Die Fehlentscheidungen der Regierung sind mittlerweile buchfüllend. Man hätte es nie so weit kommen lassen dürfen, jetzt sind die Engpässe da. Und wieder müssen die Zeche andere zahlen, die Ärzte und Pfleger.

Weiterhin hat man wertvolle Zeit verstreichen lassen anstatt wichtige Vorbereitungen zu treffen (noch nicht einmal für den Lageraufbau der Tests hat es gereicht).

Kleines Beispiel: Anstatt in Schulen/Kindergärten für den kommenden Winter (ja ich weiß, kommt immer so überraschend, wie Weihnachten halt) für gute Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung zu sorgen, sitzen die Kinder bibbernd unter Dauerlüftung und die Heizung verpufft.
Naja, was will man erwarten, schafft es die Regierung nicht einmal zu Normalzeiten die Schulen instand zu halten.

Wenn wir auch sonst...

...nichts aus den letzten Monaten lernen, können wir bitte akzeptieren, dass das Gesundheitswesen ebensowenig gewinnorientiert sein darf wie die Polizei oder die Feuerwehr?

17:35 Uhr von 0_Panik..

"Diese Pflegekräfte können sehr wohl zurück gewonnen werden, aber nicht unter den Arbeitsbedingungen u. Lohnbedingungen, wie sie derzeit in den Krankenhäusern/Unikliniken herrschen."

Sie scheinen keine Ahnung von der Materie zu haben!
Wer einmal aus der Pflege draussen ist, kommt meist nicht wieder.
Auch ein Aufruf unseres Vorstandes an berentete Kollegen, wieder mitzuarbeiten ist meines Wissens nach verpufft.

Am 05. November 2020 um 19:55 von Giselbert

Zitat: Naja, was will man erwarten, schafft es die Regierung nicht einmal zu Normalzeiten die Schulen instand zu halten. .

Der Ausdruck die Regierung ist in diesem Zusammenhang deplatziert, zeugt von Unkenntnis der föderalen Strukturen und outet das Posting als Politiker-Bashing.

@20:14 von 91541matthias 17:35 Uhr von 0_Panik..

//"Diese Pflegekräfte können sehr wohl zurück gewonnen werden, aber nicht unter den Arbeitsbedingungen u. Lohnbedingungen, wie sie derzeit in den Krankenhäusern/Unikliniken herrschen."

Sie scheinen keine Ahnung von der Materie zu haben!
Wer einmal aus der Pflege draussen ist, kommt meist nicht wieder.
Auch ein Aufruf unseres Vorstandes an berentete Kollegen, wieder mitzuarbeiten ist meines Wissens nach verpufft.//

Hier liegen Sie leider falsch. Es gab entsprechende Umfragen unter Aussteigern. Viele sagen, dass sie gerne zurück kämen, wenn die Bedingungen menschlicher wären.
Und es kann ja wohl nicht sein, dass man nun ausgerechnet von den Rentnern einen Wiedereinstieg erwartet - noch dazu zu den derzeitigen Bedingungen. Außerdem scheiden viele Pflegekräfte wegen schwerer Bandscheibenschäden vorzeitig aus. Die Belastungen in den verschiedenen Abteilungen sind sehr unterschiedlich und nicht mit denen in der Psychiatrie vergleichbar.

Durchgreifen

Wenn das Gesundheitswesen nicht ausreichend gerüstet ist, aus welchen Gründen auch immer, müssen weitere Krankheitsfälle vermieden werden.
Schluss mit Alkohol, Partydrogen, mit Raserei, SUV´s, Extremsportarten, Luftverpestung etc.
Dann werden die Krankenhäuser um einiges entlastet. Es muss nur auf Überflüssiges und ein bisschen Luxus verzichtet werden. Beim Klimawandel haben wir ein ähnliches Thema.
Für die, die sich nicht daran halten müssen wir alle teuer bezahlen, in allen Bereichen.
Regelverstöße müssen hart betraft werden. Die Gesellschaft muss hier massiv andere mit erziehen. Leider gibt es nur eine politische Richtung, die das konsequent vertritt.

man wertvolle Zeit verstreichen lassen?

Giselbert@
Aufbildung Pflgefachkraft 3 bis 5 Jahre, Artz 5 bis 10 Jahr.
Planung und EU weite Ausschreibungen der öffenlichên Hând nicht unter 3 Jahre.

selbst zum Patienten?

VfG@
Wenn selbst Spezialisten durch alle Maßnahmen nicht geschützt werden können sind die Maßnahmen nicht gut oder "man"
hält sich auch als Spezialist nicht immer daran.

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