Ihre Meinung zu: Einigung auf höheren Mindestlohn für Gebäudereiniger

4. November 2020 - 8:53 Uhr

Die 700.000 Gebäudereiniger in Deutschland erhalten mehr Geld. Arbeitgeber und Gewerkschaft einigten sich auf einen Tarifabschluss, der eine Anhebung des Branchen-Mindestlohns in mehreren Stufen vorsieht.

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Kommentare

Das ist doch mal eine gute Nachricht

Das ist doch mal eine gute Nachricht! Es freut mich außerordentlich das auch mal die Geringverdiener einen Zuschlag bekommen, wenn ich auch der Meinung bin das dieser höher ausfallen könnte um sich beispielsweise eine Altersversorgung aufbauen zu können.

Deutschland u. seine Wanderarbeiter

Dieser Lohn ist die reinste Beleidigung der menschlichen Arbeitskraft. Was kriegt man da später als Rente? Deutschland betreibt dank seiner Millionen Wanderarbeiter weiterhin eine aggressive Exportpolitik!

@eine_anmerkung

... haben Sie das wirklich ernst gemeint. Das ist keine gute Nachricht. 10,80 Euro für eine Berufsgruppe in der 700000 Menschen beschäftigt sind. Mit dem Gehalt können sie in den Großstätten nur mit 2 Job`s existieren.
Nur so nebenbei - wenn ich mich recht erinnere - 1979 habe ich in meinem damaligen Beruf 11,95 DM per Stunde bekommen. Meine Miete für die 2,5 Zimmer Wohnung war 195 DM.
Beste Grüße aus München

Papiertiger...

...denn nach allem, was ich über Gebäudereinigende weiß, sind das überwiegend Menschen, die aus verschiedenen Gründen gar nicht mitbekommen, was sie in Deutschland eigentlich für Rechte haben...

um 11:46 von Yukon

>>"... haben Sie das wirklich ernst gemeint. Das ist keine gute Nachricht. 10,80 Euro für eine Berufsgruppe in der 700000 Menschen beschäftigt sind. Mit dem Gehalt können sie in den Großstätten nur mit 2 Job`s existieren."<<

Natürlich haben Sie recht mit dem was Sie sagen und gerade München ist ein Negativbeispiel in Sachen Lebenshaltungskosten. Ich freue mich aber über jeden Cent die die Geringverdiener mehr bekommen und so ist mein Kommentar zu verstehen.

Gebäudereiniger !

Also, dieser neue Lohn, der ja erst in drei Stufen auf 10, 80 Euro steigt, ist echt eine Frechheit. Okay, es ist eine Erhöhung, aber davon kann keiner in einer Großstadt leben, und sich eine einigermaßen ordentliche Wohnung leisten. Von der Rente mal ganz abgesehen.
Was aber noch schlimmer wirkt, sind all die Arbeitgeber, die eben nicht nach Stunden, sondern nach qm und Fläche zahlen, und damit zu oft den Mindestlohn unterschreiten, nur damit für sie mehr übrig bleibt.
Irgendwie wollen weder all die doch so großen und schlauen Bosse der Wirtschaft und auch die Politik nicht begreifen, dass all diese Niedriglöhne ihnen irgend wann auf die Füße fallen, wenn wegen all der super niedrigen Renten die Steuern und Abgaben der Firmen steigen müssen, um die ärmsten der Gesellschaft, die sie erzeugt haben, zu füttern !
Das ist die nur zu kurz gedachte Strategie von Politik und Wirtschaft, jetzt muss der Rubel rollen, was in zwanzig oder mehr Jahren ist, ist egal. Einfach schändlich !

Re : pxslo !

Da gebe ich ihnen vollkommen recht ! Man sieht es auch jetzt in der Krise, Hauptsache die Wirtschaft brummt, bzw. bestimmte "wertvolle" Teile, aber viele andere werden vergessen oder müssen sich durch die deutsche Bürokratie kämpfen, die zu oft zu umständlich, nicht verständlich und ruinös ist.
Und leider sitzen in der Mindestlohn- Kommission zu viele Arbeitgeber und Lobbyisten, die absolut kein Interesse daran haben, den Menschen einen vernünftigen Lohn zu geben.
Aber D will halt wieder Exportweltmeister sein und werden, statt sich deutlich nachhaltiger, Umwelt- verträglicher und Menschen- würdiger auf zu stellen.

Re : Tinkotis !

Ja, da ist die Sprachbarriere, die schamlos und gnadenlos von den Bossen ausgenutzt werden.
Das ist aber nicht nur in dieser Branche so, sondern auch leider in etlichen anderen Bereichen so, siehe Fleischindustrie, wo extra zig Subunternehmen gegründet oder angeworben werden, die viele billige Arbeitskräfte besorgen und diese alle hintergehen und betrügen.
Nicht umsonst ist Tönnies Milliardär. Er mag sicher eine Weile gearbeitet haben, aber dann sein Imperium sich geschaffen hat, mit vielen Tricks und Hilfe der Politik.
Und siehe die Post, die auch viele Subunternehmer an sich zieht, die dann viele billige Leute schlecht bezahlt, und die Post ist der Nutznießer mit echt guten Zahlen.
So könnte ich noch andere Bereiche aufzeigen, denn es ist echt zu Kotzen, dass die Politik dies nicht endlich bereinigt !

Arbeitgeber und die

Arbeitgeber und die Gewerkschaft IG BAU sollten sich schämen und die Politik schaut zu.
Auch Auftraggeber haben eine soziale Verantwortung.
Danke an Traumfahrer und Co., dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Tja,

da blieb den Unternehmern wohl auch nichts anderes übrig als den Lohn zu erhöhen.

Schliesslich beträgt der gesetzliche Mindestlohn ab Juli 2022 10,45€ und wer weiss wie hoch der dann am 01.01.2023 wird?

Wer macht noch so eine anstregende Arbeit, wenn er nicht mehr verdient als in jedem Hilfsjob?

Am 04. November 2020 um 13:30 von Schol-le

Zitat:
"...Arbeitgeber und die Gewerkschaft IG BAU sollten sich schämen und die Politik schaut zu.
Auch Auftraggeber haben eine soziale Verantwortung..."

Ich war Geschäftsbereichleiter Gebäudereinigung und kann nur meinen Kopf schütteln über diese Tarifpoltik. 1993 war für unsere Branche die Welt noch in Ordnung, die öffentliche Hand hatte noch genug Geld. Die jetzigen Auftraggeber, Bund und Länder, sind die schlimmsten Preistreiber die es gibt, wollen für kleines Geld gute Qualität.
Was kann man an die Mitarbeiter an Gewinn weiter geben, wenn man mit einer schwarzen Null kalkuliert?

Einigung auf höheren Mindestlohn für Gebäudereinger...

Einerseits ist das ein kleiner Erfolg. Der soll auch nicht weg geredet werden. Der Mindestlohn auf 10,80 Euro brutto die Stunde. Um 1,20 ehöht. Vorher waren es also 9,60 Euro.
Was später für die Gebäudereiniger da für Renten herauskommen ?
Und Deutschland bleibt weiter ein Niedriglohnland(Fleisch,Leiharbeit,Amazon,GLS,DHL,DPD).

von Postquestioner

Diese Auftraggeber selbst stellen Leistungsverweigerer für gutes Geld ein.

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