Kommentare

Solange man die Hoffnung nicht aufgeben muss, lebt sie weiter

„Für ein paar Momente ist es fast gespenstisch still um ein eingestürztes Haus in Izmir. Die Rettungskräfte bewegen sich kaum, die Menschen, die sie bei ihrer Arbeit beobachten, schweigen plötzlich, die Maschinen sind abgeschaltet. Alle lauschen nach einem Klopfen, Rufen, nach irgendeinem Geräusch aus dem riesigen Trümmerhaufen“

Alle konzentrieren sich auf das gleiche Ziel.

"Wir werden dieses eingestürzte Haus nicht verlassen, wir sind hier und wir bleiben auch", sagt Tolunay. Das könne drei Tage dauern oder auch vier. "Bis wir hier nicht komplett durch sind, bis es endgültig kein Lebenszeichen mehr gibt, wollen wir auf keinen Fall von diesen Trümmer weggehen. Man geht davon aus, dass es drinnen rund 50 Menschen gibt." Sie hätten nicht vor zu gehen, bis sie alle dort herausgeholt hätten“

In solchen Situationen zeigt sich überall immer, auf wen die Menschen sich wirklich verlassen können und wer ihnen dann beisteht („Eine junge Frau bricht fast zusammen, mehrere Frauen stützen sie“)

Netti 14:52

So ist es. In der Not zeigt sich, wer Einem besteht und das sind wahre Freunde, auch wenn man sie vielleicht vorher gar nicht gekannt hat.
Konkret dort jetzt: Möge es in dem Elend noch viele glückliche Momente geben, wenn noch Menschen gerettet werden können.

Nach Erdbeben in der Ägäis: Aufgeben kommt nicht in Frage

Nach dem schrecklichen Erdbeben bei der griechischen Insel Samos bzw. der türkischen Stadt Izmir ist natürlich nun insofern Ruhe angesagt, um die Menschen, die gerettet werden können mit aller Vorsicht noch retten zu können. Sehr häufig gibt es ja auch Nachbeben, die wegen der vorhandenen Zerstörungen ja noch gefährlicher sein können als das Hauptbeben.
Es spricht abgesehen vom Leben der Menschen auch deshalb nichts gegen die Ruhe, weil zur Zeit die ganze Welt sowieso ihre Augen nur in Richtung USA richtet.

Das, was im normalen Alltag

Das, was im normalen Alltag oft bei vielen verschüttet wird, zeigen die Erst- und Katastrophenhelfer*innen überdeutlich: Die Hilfe für Bedürftige in Katastrophenfällen ist ein unmittelbarer Ausdruck dafür, dass Menschen Mitgefühl kennen und daraus handeln.
Viel Kraft, viel Unterstützung allen, die in den Erdbebengebieten nach Überlebenden suchen und sich für die Angehörigen einsetzen, egal welcher Religion, Kultur oder Nationalität sie angehören.

Mich wundert, dass bei direkt

Mich wundert, dass bei direkt daneben stehenden Häusern fast keine Schäden zu sehen sind. Anscheinend ist die Bausubstanz sehr unterschiedlich.

17:04 von Robert Wypchlo

weil zur Zeit die ganze Welt sowieso ihre Augen nur in Richtung USA richtet.
.
wer sagt ihnen das ?
nur weil das hierzulande zum Medienspektakel gemacht wird ?
Denke die Welt hat gelegentlich andere Sorgen als nen Durchgeknallten
von dessen Sorte es aktuell (vielleicht schon immer) viele gibt

Erdbeben !

Solch ein furchtbares Ereignis zeigt wieder einmal deutlich, wie schnell und heftig so manches Geschaffene verloren geht, mit einer unfassbaren Gewalt der Natur.
Für all die Verletzten und Verstorbenen, deren Angehörigen mein tief empfundenes Beileid.
Und all den Helfern in dieser schrecklichen Situation viel Kraft, Ausdauer und Willenskraft, egal woher sie kommen oder welcher Religion sie angehören, und meinen großen Respekt !

17:27 von Werner40

erstaunlich
was ein bisschen mehr Zement ausmacht
ein Träger an der richtigen Stelle
und ein Statiker der vielleicht nen Blick drauf war
als das Haus geplant wurde

Erdbeben

Alles gut den Opfern und großen Danke an die vorbildlichen guten Rettungskräfte in diesem schönen Land.

als das Haus geplant wurde

Sisyphos3 @
Die kontrolle muss beim Bau vor Ort erfolgen.
Dort wird oft nicht das verbaut was gefordert wurde.

Das ist doch bei uns auch schon so passiert.

@andererseits, 17:14

„Die Hilfe für Bedürftige in Katastrophenfällen ist ein unmittelbarer Ausdruck dafür, dass Menschen Mitgefühl kennen und daraus handeln.
Viel Kraft, viel Unterstützung allen, die in den Erdbebengebieten nach Überlebenden suchen und sich für die Angehörigen einsetzen,
>> egal welcher Religion, Kultur oder Nationalität sie angehören“

So ist es. Nicht nur in Notsituationen sind solche „Feinheiten“ vollkommen irrelevant.

@Sisyphos3

Das waren wohl mit vor 30 Jahren die Fehler, es wurde gespart wo es nur ging und gepfuscht, weil manche den Hals nicht genug voll bekommen, sei es auf Kosten von Leben anderer. Heute wird jeder Bau nach Fertigstellung auf Sicherheit gegen Erdbeben getestet.

@werner1955

Vor ca.30 Jahren war sowas in der Türkei möglich, weil Korruption ganz oben stand, heute nicht mehr. Wenn das passiert, dann sollten die Schuldigen auch saftig abgestraft werden und das nicht mit Geldstrafen, weil die ja genug davon haben, sondern richtig absitzen und büßen. Andere werden sich dann schon stark überlegen, ob die Nachahmer werden wollen.

Izmir

Ganz besonderen herzlichen Dank an die Gastronomen in Izmir. Viele haben freie Zimmer kostenlos als Notunterkünfte angeboten, andere Esswn und Trinken etc.. Geld kommt und geht, gar das Ganze Leben ist irgendwann zu Ende und man kann nichts von seinem Geld mitnehmen. Ich finde es super das welche bereit sind mit anderen zu teilen. Auch besonderen Dank an den griechischen Präsidenten, der bot Hilfe an, obwohl man ja politisch streitig ist.

18:59 von Hackonya2

Auch besonderen Dank an den griechischen Präsidenten, der bot Hilfe an, obwohl man ja politisch streitig ist.
.
gelegentlich entscheidet die Vernunft
was man tun sollte
aktuell sollte das Kriegsbeil begraben sein

Bin gespannt, wieviel Unehrlichkeit die türkische

und griechische Regierung wieder preisgeben werden.
Obwohl jeder vernünftige Bürger (erst recht Bauingenieure wie ich, mit Vertiefungsstudium 'Bauen in Erdbebengebieten') mittlerweile weiss, dass die Folgen derartiger Naturkatastrophen längst abgemildert sein könnten.... wenn nicht so riesiger Pfusch am Bau existieren würde! Leere Fässer (inklusive Müll eventuell) einbetoniert, statt wie vom Statiker vorgesehen Stahlbeton in tragenden Stützpfeilern z.Bsp.

@ Hackonya2 - kein Schatten zum springen

Auch besonderen Dank an den griechischen Präsidenten, der bot Hilfe an, obwohl man ja politisch streitig ist.

Warum nimmt Erdogan sie nicht an?

@ Hackonya2 - korrupt

Vor ca.30 Jahren war sowas in der Türkei möglich, weil Korruption ganz oben stand, heute nicht mehr.

Mein türkischer Friseur sagt, dass die Korruption in der Türkei nie so schlimm war wie unter Erdogan. Stillstand und Bereicherung.
Seine Schimpfworte kann ich hier selbstverständlich nicht wiedergeben.

@ WM-Kasparov-Fan

.... wenn nicht so riesiger Pfusch am Bau existieren würde! Leere Fässer (inklusive Müll eventuell) einbetoniert, statt wie vom Statiker vorgesehen Stahlbeton in tragenden Stützpfeilern z.Bsp.

Wenn Sie angeblich Bauingenieur sein wollen, dann machen Sie mir mal vor, wie Sie ein leeres(!) Fass in flüssigen Beton untertauchen wollen. Bei einem 200-Liter-Fass ist die Auftriebskraft in Beton angenähert 5000 N, das ist die Gewichtskraft von etwa 0,5 t. Und das wollen Sie nach unten drücken?

@ Robert Wypchlo

weil zur Zeit die ganze Welt sowieso ihre Augen nur in Richtung USA richtet.

Schließen Sie von sich auf andere?

18:53 von Hackonya2

«Das waren wohl mit vor 30 Jahren die Fehler, es wurde gespart wo es nur ging und gepfuscht … Heute wird jeder Bau nach Fertigstellung auf Sicherheit gegen Erdbeben getestet.»

Man kann nur überprüfen, ob alle neu erbauten Gebäude auch nach den geltenden Erdbebenvorschriften gebaut wurden. Verwendete Materialien gemäß statischern Berechnungen / Vorgaben. Für jedes Gebäude einzeln, für jeden Teil des Gebäudes, ganz ausdrücklich für die Tragenden Strukturen.

Einem realen Erdbebentest kann man Gebäude nicht unterziehen. Plus sehr schwierig bis unmöglich ist es, zu verifizieren, ob überall Stahl der geforderten Güteklasse verwendet, und Beton wie vorgeschrieben angemischt wurde. Selbst wenn das alles tiptop ist:

Nachträgliche (illegale) Anbauten / Aufstockung war schon sehr häufig Hauptursache für Einsturz mit schweren Folgen. Nicht besonders in der Türkei, aber auch dort. Für "erdbebensicher" Bauen braucht es Jahrzehnte sehr konsequente Strategie bei hohem Bewusstsein für Gefahren.

20:15 von KowaIski

@WM-Kasparow-Fan

«Wenn Sie angeblich Bauingenieur sein wollen, dann machen Sie mir mal vor, wie Sie ein leeres(!) Fass in flüssigen Beton untertauchen wollen. Bei einem 200-Liter-Fass ist die Auftriebskraft in Beton angenähert 5000 N, das ist die Gewichtskraft von etwa 0,5 t. Und das wollen Sie nach unten drücken?»

Es ist durchaus möglich ohne physikalische Einschränkungen, ein Tragendes Fundament anfänglich wie vorgeschrieben mit Beton zu vergießen. Darauf legt man "eine Schicht" mit leeren / halbvoll mit irgendwas gefüllten Fässern.
Dann vergießt man weiter mit Beton.

Fässer werden nicht "auftreiben", sondern statisch am Ort ruhen. In Hohlräume dringt u.U. der Beton ein. Schon ist ein "Gemisch", das nicht mehr den Vorgaben der Statik bzgl. Erbeben-Widerstand entspricht. Nicht nur beim Fundament ist dies im Prinzip möglich. Hier aber besonders schädlich. Oft ist das Fundament der entscheidende Faktor bei Erdbeben.
Sei es Standhaftigkeit … sei es das Schwingungsverhalten.

Stehen wir unseren griechischen Brüdern und Schwestern zur Seite

Zitat: "Nach Erdbeben in der Ägäis
Aufgeben kommt nicht infrage"

Stehen wir unseren griechischen Brüdern und Schwestern zur Seite!

Wir müssen mit unseren griechischen Brüder und Schwestern solidarisch sein.

@Kowalski um 20:15 Uhr

"dann machen Sie mir mal vor, wie Sie ein leeres(!) Fass in flüssigen Beton untertauchen wollen. Bei einem 200-Liter-Fass ist die Auftriebskraft in Beton angenähert 5000 N...
"
Stahlbeton-Fertigteil (z.B. Fertigteildecke) einfach darüber "installieren", fertig ist der Pfusch. Kein Auftrieb des unten schon fest einbetonierten leeren Fasses möglich. Nix flüssiger Beton.

20:48 von Blitzgescheit

«Stehen wir unseren griechischen Brüdern und Schwestern zur Seite!
Wir müssen mit unseren griechischen Brüder und Schwestern solidarisch sein.»

Erdbebenschäden unterscheiden nicht nach Nationen, nicht nach Staatsform, nicht nach Religion, nicht nach Beruf.

Schreiben Sie besser, man solle solidarisch sein mit den Opfern, und mit deren Angehörigen. Mit den Menschen, die durch Zerstörung Haus & Hof, und Hab & Gut verloren.

Dann klingt es nicht so sehr peinlich anti-muslimisch anti-türkisch, wenn doch die am meisten gravierenden Schäden mit den meisten Toten in der Stadt Izmir in der Türkei send.

20:48 von Blitzgescheit

Stehen wir unseren griechischen Brüdern und Schwestern zur Seite!
Wir müssen mit unseren griechischen Brüder und Schwestern solidarisch sein.

Es ist schön, dass Sie Ihren griechischen Geschwistern zur Seite stehen. Toll ist natürlich auch, dass Sie zusätzlich mit Ihren griechischen Geschwistern solidarisch sind!

Schade nur, dass diese überwältigende menschliche Regung nicht für Ihre türkischen Geschwister ausreicht.

Diesen stehen dann wir hier zur Seite.

21:03 von WM-Kasparov-Fan

"Stahlbeton-Fertigteil (z.B. Fertigteildecke) einfach darüber "installieren", fertig ist der Pfusch. Kein Auftrieb des unten schon fest einbetonierten leeren Fasses möglich. Nix flüssiger Beton."

Na, ja. Das Problem sind nicht die Decken, sondern die Stützen. Wenn dort nicht der richtige Beton mit richtiger Bewehrung eingebaut wurde, nützt auch die beste Decke nichts.

nach-erdbeben-in-der-aegaeis-aufgeben-kommt-nicht-infrage

Hallo lieber Blitzgescheit, Sie schreiben um 20:48 Uhr mitfühlend :"Stehen wir unseren griechischen Brüdern und Schwestern zur Seite!
Wir müssen mit unseren griechischen Brüder und Schwestern solidarisch sein."

Es ist sehr schön und voller Empathie, wenn Sie Solidarität einfordern für unsere griechischen Schwestern und Brüder....

Doch es gab doch auch Türkische Opfer !!!

Ich stelle hiermit eindeutig fest : Türken sind genauso Menschen etwa -->"wie Du und Ich"!
Also sind auch die Türken unsere Schwestern & Brüder !!!

(Völlig unabhängig von deren Religion !)

Auch Türken (als Erdbeben-Opfer) verdienen unsere Empathie ! (Unabhängig davon, ...ob uns deren °Erdogan° passt oder nicht !)

@blitzbreiter Bote

"Wir müssen mit unseren griechischen Brüder und Schwestern solidarisch sein."

Und mit den türkischen auch. Ich nehme an Sie haben diese nur vergessen, denn sonst fällt mir kein Grund ein dass Sie diese nicht erwähnt haben.

@schabernack um 20:47 Uhr

"Oft ist das Fundament der entscheidende Faktor bei Erdbeben."

Ja, danke für Ihren großen Antworttext.
Eigentlich gibt es heute immer noch verschiedene Methoden, zu versuchen, Erdbebensicher zu bauen. Das hängt auch sehr stark von finanziellen Möglichkeiten der jeweiligen Städte/Staaten ab.
Beispiele:
sehr sehr starr ist die alte Variante (dicke feste volle (fensterlose) Wände, Pfeiler, Platten...), moderner sind z.B. Wolkenkratzer mit sog. Schwingungsdämpfern (riesige sehr schwere Kugeln, die oben im Objekt nur sehr langsam in Schwung kommen, und mit ihrem pendeln das Gebäude wieder zur Ruhe bringen), nicht zu schnelle Schwerpunktverlagerung spielt da auch eine Rolle. Mittlerweile, im Zeitalter der KI, kann aber per Computersimulation jedes Projekt vor dem Bau auf Eigenkreisfrequenz geprüft werden. Mit der Annahme einer eventuellen Erdbebenfrequenz völlig anderer Größe, kann Resonanz vermieden werden. Das kennt man schon ewig vom Brückenbau.

20:48 von Blitzgescheit

was soll das ?
ich habe keine griechischen Brüdern und Schwestern !
wohl aber griechischen und türkische Mitmenschen
die gerade ein Unglück haben

21:15 von pxslo

«Na, ja. Das Problem sind nicht die Decken, sondern die Stützen. Wenn dort nicht der richtige Beton mit richtiger Bewehrung eingebaut wurde, nützt auch die beste Decke nichts.»

Der Hauptpunkt bei Erdbeben ist immer, wie das Gebäude als Ganzes die vom Erdbeben übertragene Energie / Kräfte aufnimmt. Sind die Decken / Zwischenböden nicht sachgerecht ausgeführt. Dann taugen sie nix, und verhindern die Energie-Aufnahme, wie sie eigentlich sein sollte. Sie können zusammenstürzen, oder sich von der Tragstruktur trennen.

Und schon stürzt was ein, was auch den Stützen trotz geeigneter Ausführung gefährlich werden kann. Bis hin zu Kompletteinsturz, weil dann die Verbindungsglieder "Decken" zwischen den Stützen fehlen.

Sehr komplex ist Bauen in möglichst standhaft gegen Erdbeben.
Und gar nicht nur "ein türkisches Problem". Aber dort in der Türkei ist nun mal viel mehr Erdbebengefahr als in Deutschland.

Auch ohne "The Big One" für Istanbul als Teufel an die Wand zu malen …

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