Ihre Meinung zu: Georgien: Opposition will Wahlergebnis nicht anerkennen

1. November 2020 - 9:56 Uhr

Ein Großteil der Stimmen bei der Parlamentswahl in Georgien ist ausgezählt - und wieder liegt die Regierungspartei vorn. Die Opposition spricht jedoch von Betrug und ruft zum Protest auf.

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Kommentare

ja das Problem mit den Wahlen ...

entweder man fälscht das Wahlergebnis ganz offensichtlich
oder ein klein wenig ...
man behindert Kandidaten anderer Parteien am Wahlkampf
tatsächlich / mutmaßlich
oder man wirft der jeweils anderen Seite vor zu lügen ...
also das Spektrum ist groß
von Belarus bis Brexit

Also nicht nur die in Georgien.

„Die Opposition spricht jedoch von Betrug und ruft zum Protest auf. / Der Ausgang der Parlamentswahl in Georgien droht politische Spannungen nach sich zu ziehen.“

Das ist ja nun wirklich nichts Neues mehr. Solange unter „Politik“ gemeinhin verstanden wird, dass verschiedene „Teile“ der Gesellschaft gegeneinander um Macht kämpfen, statt miteinander konstruktiv an deren bzw. ihrer gemeinsamen(!) Existenzgrundlage Gestaltung zu arbeiten, wird sich daran wohl auch nichts ändern.

Überall dasselbe...

Die Regierungspartei wird wieder wiedergewählt und die Opposition spricht von Betrug oder erklärt sich gleich selbst zum Sieger. Wird bei Wahlen nur noch betrogen oder haben es die Wahlverlierer verlernt, ihre Niederlage einfach anzuerkennen?

Also: ich halte Wahlen ...

.. die so lange angezweifelt werden bis das Ergebnis passt auch nicht für ein demokratisches Mittel.
Ja, es mag Fälle geben, sicher, aber wenn jetzt alle Wahlverlierer Zweifel anmelden und Neuwahlen fordern, ist das Ziel auch verfehlt.
Mal sehen, was in den USA passiert ... der nächste Kandidat.

Wenn der Ex-Georgier/Ex-Ukrainer Saakaschwili kritisiert...

... bin ich misstrauisch.
Er hat immerhin den Krieg gegen Süd-Ossetien vom Zaun gebrochen und dadurch die de-facto-Abtrennung erreicht.
Wie eine EU-Kommission unter Leitung von Frau Tagliavini ermittelte, begann Georgien unter Saakaschwili den Krieg: "Aus Sicht der Kommission war es Georgien, das den Krieg in der Nacht vom 7. auf den 8. August 2008 mit schwerem Artilleriebeschuss auf Zchinwali angefangen hat. Keine der Erklärungen, die von den georgischen Behörden angeführt wurden, um eine rechtliche Begründung für den Angriff zu geben, hat ihm eine stichhaltige Erklärung verliehen. Insbesondere war keine massive russische Militärinvasion im Gange, die dadurch hätte gestoppt werden müssen, dass georgische Kräfte Zchinwali beschießen."

Übung

Es scheint in manchen Regionen zur Übung zu werden, Wahlen nicht anzuerkennen, wenn sie nicht vorstellungsgemäß ausgehen. Die EU macht da auch gerne mal mit, ohne Beweise für Wahlfälschungen bringen zu können. Auf derselben Stufe ist wohl auch die von einem hochkriminellen, ehemaligen georgischen, im Exil lebenden Regierungschef angeheizte Opposition zu finden. Mit der Merkelregierung und den mittlerweile erzwungenen GroKos nach Wahlen bin ich auch nicht zufrieden, aber ich versuche sie nicht zu stürzen.

EU ist am Zug

Na wenn das mal kein neuer Fall für EU Aktionismus ist. Ob der Autokrat genauso empört in seine Schranken gewiesen und die Opposition mit dem Vorzeigefreiheitskämpfer Saakaschwili gefeiert wird, wie ein Belarus?
Bin wirklich gespannt ob das die selbe Brisanz entwickelt wo doch beide Seiten vorbildlich gegen Russland sind. Es steht nichts weniger als "unsere" Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

Wird das jetzt

die übliche Praxis, wenn man verliert, spricht man von Betrug und sucht schnell in der EU Hilfe.
Und die EU hilft natürlich bereitwillig, bei immer gleichen Mustern, kommen aber bei vielen Menschen Zweifel auf.
Wie war das mit dem alten Satz, wenn Wahlen etwas ändern würden ....... , oder so ähnlich.
Demokratie ist echt schwer, besonders wenn man nicht weiß nach Wahlen, wer mit wem dann die Regierung bildet, und was dann eigentlich gemacht wird.
Bürger fragen ist dann für Jahre nicht mehr nötig, was doch sehr fein ist.

"...Opposition will Wahlergebnis..."

Wir sehen es überall, die Demokratie tut sich schwer. Die Methoden der Fälscher, der Lügner und Betrüger greifen Raum und das Vertrauen in das Antlitz der Welt bröckelt.

Systematik

Das anzweifeln durch die Wahlverlierer von Wahlergebnissen, die einem nicht passen, hat in dieser geografischen Gegend (Ukraine, Belarus,...) mittlerweile System und Tradition. Nach dem Motto: Wir lassen so lange wählen, bis ins das Ergebnis passt und gehen dafür auch auf die Straße zum Protest. Und der willfährige Westen lässt sich ungeprüft auf dieses böse Spiel ein und lässt sich instrumentalisieren - Hauptsache es geht gegen Russland.

@ Olivia59

Bin wirklich gespannt ob das die selbe Brisanz entwickelt wo doch beide Seiten vorbildlich gegen Russland sind. Es steht nichts weniger als "unsere" Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

Nein, unsere Glaubwürdigkeit steht nicht auf dem Spiel, sondern Ihre einseitige pro-russische Haltung.

@ krittkritt

Er hat immerhin den Krieg gegen Süd-Ossetien vom Zaun gebrochen und dadurch die de-facto-Abtrennung erreicht.

Das ist historisch ziemlich falsch und verdreht. Und es hat mit dem Thema wenig zu tun. Typischer Whataboutism.

Betrug, Betrug!

Am besten Neuwahlen ansetzen und so lange wählen lassen bis das Ergebnis den Erwartungen entspricht.

Das Ganze könnte ein kleiner Vorgeschmack dessen werden, was uns nach den Wahlen in den USA erwartet.

Sarkschwili

Wenn der die Wahl nicht anerkennt, hat das Gewicht. Er wurde immerhin schon 2005 von Frau Clinton und Senator McCain für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

@ Olivia59, um 10:11

“Ob der Autokrat genauso empört in seine Schranken gewiesen und die Opposition mit dem Vorzeigefreiheitskämpfer Saakaschwili gefeiert wird, wie in Belarus?“

Saakaschwili hofft im US-amerikanischen Exil derzeit darauf, seinen Pass zurück zu bekommen, er ist derzeit wohl staatenlos.

Sollte er den wider Erwarten zurück bekommen und nach Georgien reisen, erwartet ihn dort seine 6-jährige Gefängnisstrafe, zu der er 2018 in Abwesenheit verurteilt wurde.

Da mit ihm also derzeit “kein Staat zu machen“ ist, wird die Empörung seitens der EU sehr gedämpft ausfallen, auch wenn er Putin zu seinem “persönlichen Feind“ erklärt hat.

re 09:05 Sisyphos3: Transparenz

>>ja das Problem mit den Wahlen ...
entweder man fälscht das Wahlergebnis ganz offensichtlich
oder ein klein wenig ...
man behindert Kandidaten anderer Parteien am Wahlkampf
tatsächlich / mutmaßlich
oder man wirft der jeweils anderen Seite vor zu lügen ...
also das Spektrum ist groß
von Belarus bis Brexit<<

Tja, mal wieder der ganz große Bogen - mit dem man alles und gar nichts sagen will und es auch tut!

Im Ernst: Sie haben insofern Recht, dass es überall Politiker gibt, denen ihre Wahl oder Wiederwahl wichtiger als die Demokratie selber ist. Das war aber auch schon den Demokratielehrern der Antike bekannt.

Bei Demokratie geht es nicht um „Gutmenschentum“, es geht um „Transparenz und Kontrolle“! Und nicht um deren „Sein oder Nichtsein“, sondern um deren Ausmaß. Immer geht es um deren Ausmaß - hier eben in Georgien. Wie schätzen es die Menschen dort ein? Wie schätzen Sie es ein?

10:11 Olivia59

"Bin gespannt ob das die selbe Brisanz entwickelt wo doch beide Seiten vorbildlich gegen Russland sind......."

aber der Eine ist halt ein bisschen sicherer als der Andere.

"Es steht nichts weniger als "unsere" Glaubwürdigkeit auf dem Spiel....."

die ist schon lange perdü.

Kleine Anmerkung: auch in Bulgarien wird schon wochenlang gegend die Regierung demonstriert habe bisher noch keine Reaktion von unserer politischer Seite vernommen.

re 09:51 Nachfragerin: Überall die Zweifel?

>>Überall dasselbe...
Die Regierungspartei wird wieder wiedergewählt und die Opposition spricht von Betrug oder erklärt sich gleich selbst zum Sieger. Wird bei Wahlen nur noch betrogen oder haben es die Wahlverlierer verlernt, ihre Niederlage einfach anzuerkennen?<<

Tja, was glauben Sie? Lassen Sie uns teilhaben! Oder wollen Sie wieder nur „Zweifel säen“? Wenn irgendjemand irgendwo „Demokratie“ versucht? Da kann doch was nicht stimmen? Nein, nicht bei den Machthabern, bei der „Opposition“! Die man natürlich in Anführungszeichen setzen muss! Weil sie von den „Machthabern“ nicht anerkannt wird! Warum nur? Da muss ja was dran sein! wissen wir es? Wem kann man schon trauen?

Ich gebe zu - man kann bei Demokratie leicht die Orientierung verlieren. Aber muss man deshalb immer in die falsche Richtung rennen?

Man kann auch einen Kompass benutzen. Muss man nicht mal eichen! Funktioniert überall! Solange man keinen Magneten daneben legt. Aber wer macht sowas schon?

re 09:57 Wegelagerer34: Beweise und Vergleiche

>>Mit der Merkelregierung und den mittlerweile erzwungenen GroKos nach Wahlen bin ich auch nicht zufrieden, aber ich versuche sie nicht zu stürzen.<<

Na, dann ist ja auch für Georgien alles klar! Was „die“ sich „dort“ auch alles einfallen lassen? Wo sie dort eine so tolle Oligarchenherrschaft haben! Wie wir hier!

Vor allem: Es gibt keine „Beweise“! Dafür aber ganz ganz viele „Vergleiche“.

Mal wieder - hier.

Es reicht langsam!

Und schon wieder meint eine um den angeblichen Wahlsieg betrogene Opposition, ein Land in Chaos und mitunter in einen Bürgerkrieg stürzen zu können!

Nicht, dass ich der georgischen Regierung hier die Stange halten möchte, aber wo kommen wir hin, wenn bei allen Wahlen die Opposition per se zum Aufstand aufruft, mit all den damit verbundenen Konsequenzen?

Demnächst dann auch hier in Deutschland, bitte! Wahlen werden dann nicht mehr im Wahllokal entschieden, sondern in Straßenschlachten. Dann kann man das Wählen auch gleich abschaffen und direkt die Straßenschlachten ausfechten, wenn das der zukünftige Standard bei parlamentarischen Wahlen sein sollte.

Zurück zu Georgien: Was die Menschen gerade in solchen Ländern wie im Kaukasus brauchen, sind stabile Lebenslagen (siehe Negativbeispiel Armenien), und nicht etwa ein Machtkampf der einen machtgeilen Clique gegen die andere machtgeile Clique! Das müssen die Oppositionen wohl erst noch lernen!

Georgien: Opposition will Wahlergebnis nicht anerkennen...

Die Regierungspartei Georgischer Traum, ein Traum für den Milliardär und die Oligarchen, die in den 1990er Jahren durch die Privatisierung entstanden sind. Dann der Nationalist Saakaschwili, der in seiner Regierungszeit auch nicht gerade fein mit der Opposition umging (Haftbefehl in Georgien). Und der nach seiner Zeit das Land verlassen musste. Für den aber gesorgt wurde (Gouverneur von Odessa).
Bei einer solchen Lage kann das Volk nur weiter träumen. Von der Auswanderung.

Es wird immer schlimmer!

Immer weniger Politiker und Parteien weltweit beherrschen die Kunst des Verlierens... Und was den ewigen Saakashvili anbetrifft: Dieser Hochkriminelle gehört nun endlich vor den Internationalen Strafgerichtshof zitiert und alldort zu lebenslanger Haft verurteilt.......

Unabhängige Wahlbeobachter?

Um die Situation einschätzen zu können, fehlen mir in dem Bericht vor allem Angaben zu den genauen Vorwürfen. Der Wahlgewinner feiert den Sieg, der Wahlverlierer ist mit dem Ergebnis unzufrieden. Das kann schon mal vorkommen bei einer Wahl…

Hat Saakaschwili konkreter ausgeführt, inwiefern er Wahlbetrug vermutet? Gibt es Berichte über Unregelmäßigkeiten oder wurden sogar Fälle von Wahlmanipulation direkt dokumentiert? Gibt es eventuell sogar Einschätzungen unabhängiger Wahlbeobachter vor Ort, oder waren keine zugelassen?

Es sollte ja nicht so

Es sollte ja nicht so schwierig sein, 1,5 Millionen Wahlzettel unter Aufsicht aller Parteien auszuzählen. Und die Ergebnisse mit den Prognosen zu vergleichen.

12:15 jautaealis

"Immer weniger Politiker und Parteien weltweit beherrschen die Kunst des Verlierens....."

Nun nach meiner jahrelangen Wahrnehmung ist die Entäuschung über das Verlieren besonders dort groß wo mit der "Opposition" bestimmte Vorstellungen verknüpft sind also ein Regime-Change geplant ist.

Und zu Herrn Saakashvilis nur so viel, vergessen sie nicht das war mal unsere Lichtgestalt die ziemlich gehypt wurde, besonders als er ganz heldenhaft (gestützt von externen Beratern) den Kampf gegen Russland aufnahm.

Ein

Arabischer Frühling .

An geführt von der EU ???

Die Fahne wird zumindest schon mal als Ziel mit getragen ...

re 14:10 jukep: Sprache und Politik

>>Nun nach meiner jahrelangen Wahrnehmung ist die Entäuschung über das Verlieren besonders dort groß wo mit der "Opposition" bestimmte Vorstellungen verknüpft sind also ein Regime-Change geplant ist.<<

Sie meinen also, wenn man die bestehende Regierung gar nicht abwählen wollte, wäre man auch nicht so enttäuscht, wenn diese weiter an der Macht festhielte?

Ja, da haben Sie wohl Recht! Was sich so manche „Opposition“ (die Anführungszeichen habe ich von Ihnen übernommen) auch einbildet und vorstellt! Als wenn sich eine Regierung (= regime) einfach so „wechseln“ (= change) ließe! Wo kämen wir denn da hin?

Ja, wohin wohl?

14:15 Siebzehn

"Ein bisschen Arabischer Frühling?....."

Vielleicht hat die Opposition auch mitbekommen, dass man schöne Preise in der EU gewinnen kann wenn man nur hartnäckig betont und immer wiederholt, dass man eigentlich gewonnen hat.

re 12:15 jautaealis: Hochkriminelle?!

>>Und was den ewigen Saakashvili anbetrifft: Dieser Hochkriminelle gehört nun endlich vor den Internationalen Strafgerichtshof zitiert und alldort zu lebenslanger Haft verurteilt.......<<

Finden Sie es nicht auffällig, dass im russischen „Einflussbereich“ immer alle Oppositionellen entweder „hochkriminell“ oder „auf Seiten der Regierung“ sind?

Ach ja: Oder natürlich vom „Ausland gesteuert“! Aber das wäre ja auch wieder „hochkriminell“.

Ihr Hinweis auf den Internationalen Strafgerichtshof ist allerdings sehr interessant. Warum ist er denn dort noch nicht angeklagt? Vielleicht ist dieser auch „vom Ausland“ gesteuert?

@Forengeschwätz

..,der User ,welchen sie der Falschaussage bezichtigen im Bezug auf den Krieg in SüdOssetien hat Recht-sie sind derjenige welcher falsch liegt mit seiner Aussage

14:53 teachters voice

"Sie meinen also, wenn man die bestehende Regierung gar nicht abwählen wollte, wäre man auch nicht so enttäuscht, wenn diese an der Macht festhielte?......."

so ist es.
Bei uns will man höchstens mitregieren aber keinen Systemwechsel. Also hält sich die Enttäuschung über "nur in der Opposition" zu sein in Grenzen. Im Gegenteil selbst wenn sich die Chance bietet mitregieren zu können kann es vorkommen, dass man dankend ablehnt, wiederum andere zum Jagen getragen werden müssen.

Am 01. November 2020 um 09:51 von Nachfragerin

Zitat: Wird bei Wahlen nur noch betrogen oder haben es die Wahlverlierer verlernt, ihre Niederlage einfach anzuerkennen?

Mir macht mehr sorgen, dass in den USA diskutiert wird, ob Trump im Falle einer Wahlniederlage diese eingestehen und seinen Posten räumen würde. Er war bisher nicht bereit, sich dazu zu äußern.

re 15:34 jukep: System oder Regime?

>>14:53 teachers voice
"Sie meinen also, wenn man die bestehende Regierung gar nicht abwählen wollte, wäre man auch nicht so enttäuscht, wenn diese an der Macht festhielte?......."

so ist es.
Bei uns will man höchstens mitregieren aber keinen Systemwechsel. Also hält sich die Enttäuschung über "nur in der Opposition" zu sein in Grenzen.<<

Auf der Basis können wir uns wieder verständigen. Auf der Basis, dass es „Bei uns“ und in Georgien ... unterschiedliche „Systeme“ gibt. Selbst das scheint mir angesichts der grassierenden - auch „whataboutism“ genannten - Gleichmacheritis nicht mehr selbstverständlich zu sein.

Aber müssten Sie angesichts dieser Analyse nicht viel viel mehr Verständnis dafür entwicken, dass die Menschen z.B. in Georgien auch eine solche „Demokratie“ haben wollen? Und nicht nur Claqueure einer alles bestimmenden Oligarchenriege bleiben wollen? Sind die Menschen „dort“ wirklich so viel anders als „wir hier“?

Sie müssten dies doch beurteilen können!

Am 01. November 2020 um 12:02 von RoyalTramp Es reicht langsam!

Pardon, aber Ihrer und auch mancher Beitrag anderer Foristen erinnert mich an Asterix auf Korsika; Häuptling :" Wir haben morgen Wahltag, die Urnen sind schon gefüllt" Asterix: "Und wer gewinnt?" Häuptling: "Der Stärkere natürlich!"

15:55 teachers voice

"Verständnis dafür, dass die Menschen z. B. in Georgien auch eine solche Demokratie haben wollen?......."

Ich weiß nicht was die Menschen z. B. in Georgien für eine Demokratie wollen, es scheint aber, dass sie frei wählen können und das Ergebnis die Regierungspartei bestätigt (also wie bei uns). Wenn es dann noch eine Opposition gibt die ihre Arbeit gut macht und die Regierung kontrolliert dann ist dem Land mehr gedient als mit einem Putsch der einen Wechsel herbeizwingen will.
Zum Thema "Claqueure und Oligarchenriege" ich habe mir in den letzten Wochen auf Arte und ZDF info usw. Dokus angesehen wie die US Plutokraten ihre Macht und Einfluss sichern.

@ Werner40

"Und die Ergebnisse mit den Prognosen zu vergleichen."

So einfach ist das leider nicht. Prognosen sind a) nicht immer zutreffend und b) kaum objektiv (bereits die zufällige Auswahl der Befragten ist tendenziell selektiv, weil eine Bevölkerungsgruppe immer überrepräsentiert ist).

Daher Prognosen als Vergleichsparameter zur Feststellung heranzuziehen, passt einfach nicht.

Es geht tatsächlich kein Weg an unabhängigen Wahlbeobachtern vorbei. Oder aber die Opposition akzeptiert eine Niederlage (manipuliert oder nicht) und versucht es in 4 Jahren noch einmal.

Jedenfalls kein Argument, ein Land vorsätzlich zu destablisieren und dadurch sogar aktiv Menschenleben zu gefährden! Insbesondere dann nicht, wenn man in den USA und mit seinem eigenen Gesäß in Sicherheit hockt!

re jukep: Claqueure

>>Zum Thema "Claqueure und Oligarchenriege" ich habe mir in den letzten Wochen auf Arte und ZDF info usw. Dokus angesehen wie die US Plutokraten ihre Macht und Einfluss sichern.<<

Und dies ist exakt der Grund, warum sogar Parteigenossen Trumps die anstehende Wahl für derart entscheidend halten, dass sie gegen ihren „eigenen“ Präsidenten stimmen!

Und genau daran können Sie erkennen, was eine wahre Demokratie ausmacht: Eine Regierung „unblutig“ (Sir Karl Popper) wieder absetzen zu können.

Und da befürchten viele Menschen nicht nur in den USA, dass dieses die vielleicht letzte Gelegenheit wäre.

Warum? Weil Trumps Team exakt die gleichen Strategien vorantreibt, die den herrschenden Dynastien in Russland, Belarus, ... und eben Georgien ihre dauerhafte Macht sichert. Weil sie Wahlen immer nur so lange zulassen, wie sie ihre eigene Machtposition nicht gefährden.

Ich rate immer allen Schülerinnen und Schülern: Pflegt Eure diktatorische Phantasie! Und Ihr erkennt früh jeden Autokraten!

16:43 teacher voice

"Diese ist der Grund warum sogar Parteigenossen Trumps die Wahl für derart entscheident halten......."

Ich möchte sie nicht enttäuschen aber diese Dokus bezogen sich auf einen Zeitraum vor Trump. Also Herr Trump ist ein Symtom dieser lupenreinen Plutokratie und nach Herrn Trump wird sich daran auch nichts ändern.

12:02 von Bernd Kevesligeti

«Die Regierungspartei Georgischer Traum, ein Traum für den Milliardär und die Oligarchen, die in den 1990er Jahren durch die Privatisierung entstanden sind. Dann der Nationalist Saakaschwili, der in seiner Regierungszeit auch nicht gerade fein mit der Opposition umging (Haftbefehl in Georgien).»

Nun war gerade GEO das Ausland unserer letzten längeren Urlaubsreise.
4 Wochen / Sommer 2017. Bevor ich wo hin reise, mache ich mich vorher immer über Grundlagen im Land klug. Nicht nur mit Reiseführer + wie geht auf Georgisch: "Wo ist das Klo?".

Ein ganz zauberhaftes Land, Georgien. Mit vielen freundlichen & fröhlichen & hilfsbereiten Menschen. Kein Armenhaus, aber so einige kleinere Privatunternehmer, die gut von noch recht wenig Tourismus leben.

2 Amtszeiten von Saakaschwili in GEO waren sehr verschieden. In der 1. die Stadt Tiflis sehr verbessert. Eine ganz neue Polizei geschaffen, eine bürgerfreundliche Verwaltung. Die 2. Amtszeit "Größenwahn".
Nicht nur mies hinterlassen, das Land.

re 17:05 jukep: Plutokratie

>>Ich möchte sie nicht enttäuschen aber diese Dokus bezogen sich auf einen Zeitraum vor Trump. Also Herr Trump ist ein Symtom dieser lupenreinen Plutokratie und nach Herrn Trump wird sich daran auch nichts ändern.<<

Nein, Sie enttäuschen mich nicht. Ich mache mir überhaupt keine Illusionen über den Zustand der amerikanischen Herrschaftsgesellschaft und habe berits vor ein paar Tagen über eine neue Untersuchung berichtet, die den USA seit 50 Jahren eine Entwicklung hin zu einer entsolidarisierten Gesellschaft, die Sie Sie durchaus zu Recht als Plutokratie bezeichnen, attestieren.

Natürlich ist Trump hier nicht die Ursache dieser Spaltung, aber er ist der Katalysator. Jetzt wissen es nicht mehr nur Soziologen, jetzt weiß jeder „redneck“, was auf dem Spiel steht.

Nämlich die letzten Bastionen dieser großartigen Demokratie, die Institutionen!

Angefangen vom Präsidenten über den Kongress und den Supreme Court hin zur Polizei.

Nein, nichts bleibt gleich, sollte Trump bleiben!

@teachers voice - Demokratie und "Wahlbetrug"

11:18 von teachers voice:
"Tja, was glauben Sie? Lassen Sie uns teilhaben!"
> Ich glaube, dass populistische Strömungen immer stärker werden und sich dieser Trend im kompletten politischen Spektrum wiederfinden lässt.

"Oder wollen Sie wieder nur ,Zweifel säen'? Wenn irgendjemand irgendwo ,Demokratie' versucht?"
> Es hat nichts mit Demokratie zu tun, wenn die Verlierer aus Prinzip die Wahlergebnisse anzweifeln.

"Ich gebe zu - man kann bei Demokratie leicht die Orientierung verlieren. Aber muss man deshalb immer in die falsche Richtung rennen?"
> Absolut nicht. Man müsste aber erstmal wissen, welche die richtige Richtung ist. Wer ohne jede Zweifel stur in eine Richtung läuft, der wird nur mit sehr viel Glück die richtige treffen. Sie verlassen sich offensichtlich auf Ihr Glück.

@falsa demonstratio - Richtig!

15:43 von falsa demonstratio:
"Mir macht mehr sorgen, dass in den USA diskutiert wird, ob Trump im Falle einer Wahlniederlage diese eingestehen und seinen Posten räumen würde. Er war bisher nicht bereit, sich dazu zu äußern."

Genau das meinte ich, als ich schrieb, dass die Situation überall dieselbe ist. (Oder zumindest eine ähnliche.)

von schabernack 17:22

2007 soll er Polizeikräfte mit Tränengas und Co. gegen Demonstranten geschickt haben ( Wikipedia).
Unvergessen auch sein Biss in die Krawatte im Fernsehen. Beim Angriff auf Südossetien 2008.
Nach seiner Abwahl ging er erst in die USA und hielt Vorträge an Universitäten. Wenn man ihn dort hören will und er damit verdienen kann......

11:01 von teachers voice

Tja, mal wieder der ganz große Bogen - mit dem man alles und gar nichts sagen will und es auch tut!
.
stimmt !
Gegenfrage
wer kennt sich hier im Thread in Georgien aus ?
und das ist schon etwas mehr als mal Urlaub dort machen
oder bei Reader's Digest mal was darüber gelesen zu haben
... und wie ich die Georgier einschätze ? Allgemein !
Wie die Menschen in den meisten Ländern dieser Welt
Denen geht es darum genug zum Essen zu haben, auf Gesundheit und Glückhoffen.
Auf ne gute Bildung und Zukunft für ihre Kinder hoffen.
Sollten diese Dinge erfüllt sein, dann interessiert auch wer Präsident wird - im eigenen Land
evt. auch ob der Trump in den USA Präsident bleibt,
Netze in den Weltmeeren rumschwimmen oder der Meeresspiegel steigt
Wobei letzteres in der Mongolei oder auf den Malediven vielleicht anders gesehen wird

@ Bernd Kevesligeti

Nach seiner Abwahl ging er erst in die USA und hielt Vorträge an Universitäten. Wenn man ihn dort hören will und er damit verdienen kann......

Mit Neid kommt man nicht weiter.

re 17:43 Nachfragerin: Zweifel?

>> Es hat nichts mit Demokratie zu tun, wenn die Verlierer aus Prinzip die Wahlergebnisse anzweifeln.<<

Aus Prinzip? Woher nehmen Sie diese Erkenntnis? Nichts ist leichter, als Wahlen und vor Wahlvorbereitungen unter internationaler Aufsicht stattfinden zu lassen. Das ist das „Prinzip“!

>>Wer ohne jede Zweifel stur in eine Richtung läuft, der wird nur mit sehr viel Glück die richtige treffen. Sie verlassen sich offensichtlich auf Ihr Glück.<<

Jedenfalls freue ich mich über mein „Glück“, in einer Demokratie leben zu dürfen, in der man an „freie Wahlen“ nicht glauben muss, sondern diese überprüfen kann.

Und genau das sind meine Wegmarken auf dem Weg zu einer Demokratie: Teilhabe, Transparenz und vor allem: Kontrolle! Wenn Sie das damit meinen, ich würde mich „auf mein Glück verlassen“ - Bitteschön! Ich würde es anders ausdrücken!

re 17:58 Sisyphos3: Die Crux

>>11:01 von teachers voice
Tja, mal wieder der ganz große Bogen - mit dem man alles und gar nichts sagen will und es auch tut!
.
stimmt !
Gegenfrage
wer kennt sich hier im Thread in Georgien aus ?<<

Tja, das ist ja die Crux: Der Mensch kann reden, worüber er will - er redet immer vor allem über sich selber! Also über den, den er nie in Gänze verstehen wird! Und deshalb immer weiter „reden“ muss. Wie Sisyphus - die alten Griechen waren uns in dieser Erkenntnis weit voraus.

Ist so! Und ist auch gut so! Stellen Sie sich vor, ich würde über „Sie“ reden! Das wäre doch ziemlich anmaßend. Und langweilig!

von Kowalski 18:24

Neid auf Saakaschwili ?
Aber bemerkenswert ist doch, daß er offensichtlich immer auf die Füße fällt.
Woran das wohl liegt ?

Darstellung: