Ihre Meinung zu: Beschluss des Kabinetts: Mindestlohn steigt stufenweise

28. Oktober 2020 - 13:25 Uhr

Geringverdiener sollen in den kommenden zwei Jahren mehr Geld bekommen. Wie das Kabinett beschloss, steigt der Mindestlohn bis zum Sommer 2022 in Halbjahresschritten auf 10,45 Euro pro Stunde.

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Kommentare

Boa ei, dann werden die ja

Boa ei, dann werden die ja bald nur noch Champagner trinken, diese Mindestlohnempfänger.
Ich geh mal gleich los und kaufe mir Aktien von den großen Champagnerherstellern, das funzt!

Lächerliche...

... menschenunwürdige Entlohnung von Arbeit.

Da werden die Korken ja knallen!

Miete, Teilhabe am kulturellen Leben, gesunde Ernährung, Ausbildung, Urlaub, Vorsorge, Krankenversicherung, etc. ach was wer braucht schon so ein Zeug. Im Bundestag weiss man ja, wie man mit den kargen Bezügen trotzdem über die Runden kommt!

Vom Mindestlohn zur Grundsicherung im Alter

So haben die Menschen wirklich eine gute Perspektive in Deutschland.
Aber diese geringen Löhne haben auch eine gute Seite. Diese Menschen sind es gewöhnt, fast nichts zu haben, zur Tafel zu gehen, vom Ramsch oder Abfall der Reichen zu leben. Dann ist die Umstellung später als Rentner nicht so groß. (Sarkasmus Ende)
Deutschland, das Land in dem alle gut und gern leben.

Da geht mehr

"Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Stephan Stracke, betonte, die Kommission der Tarifpartner sei der richtige Weg zur Bestimmung der Höhe des Mindestlohns. "Für uns gilt: Die Lohnfindung ist und bleibt Sache der Tarifpartner.""

So blendet man die Realität hervorragend aus, denn nach Tarif wird nur etwa jeder zweite bezahlt, in den neuen Bundesländern sieht es wesentl. düsterer aus.
Überall gehen die Leute auf die Straße und wollen ihren alten Eliten an den Kragen, etwas mehr von dieser Mentalität, stünde uns ganz gut.

Wenn man derzeit massenhaft Geld druckt

dann hätte man auch für die Menschen die eh schon am Existenzminimum leben müssen noch ein paar Scheine drucken können - nicht nur für die Konzerne die es eh "dicke" haben.
Von der CDU ist man ja nichts anderes gewohnt, aber damit wird die SPD nicht groß punkten können.

zum Glück ein stufenweiser Anstieg

Es kann nämlich nicht jeder mit plötzlichem Reichtum umgehen. Man muss erst lernen mit dem vielen Geld umzugehen.
Die Leute haben jetzt auch zwei Jahre Zeit sich einen Vermögensberater zu suchen.

rer Truman Welt

Rechnen wir einmal zusammen:
8x10,45 = 83,60 € /Tag x 22 Arbeitstage = 1.839,20 €/Monat
davon ca. 20% Sozialversicherung = etwa 360 € , verbleiben 1.480,- davon Steuern ca. 5% , verbleiben ca. 1.400,- netto. Davon Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Fahrtkosten zur Arbeit, hm, das wird sehr sportlich bei 40 Stunden Arbeit/Woche dafür.
Wie fühlte es sich an, wäre das Ihre Perspektive?
Eine sehr großzügige Steigerung, oder?
Unter Berücksichtigung der Kaufkraftentwicklung in besagten Zeitraum sind vom verbleibenden Netto m. E. noch einmal 6 - 8% abzuziehen, also so als Schätzung der unteren Bandbreite der Inflation, die vermutlich noch höher ausfallen wird. Natürlich zeigt das dann auch nicht die offizielle Inflationsrate, weil der Ölpreis weiterhin so niedrig ist, auch wenn das der Mindestlohnempfänger gar nicht braucht und deshalb nicht kaufen muss. Tja, ist schon eine Meisterleistung diese Erhöhungsplanung. Genial dabei: bis Ende 2022 gibt es keine Diskussion über Erhöhungen!

Danke Danke Danke, ich stell

Danke Danke Danke, ich stell mich gleich raus und klatsche für die Arbeitgeber und Reichen...

In 2 Jahren hab ich also grob Brutto 150 mehr abzüglich was alles teurer wird...

danke danke danke...

Und das nur brutto

Für Nettolöhne wäre die gesamte Erhöhung in einem Schritt und ab sofort ok.
So ist’s nur lächerlich und eine Ohrfeige für die Menschen, die mit solchen Löhnen und Unterstützung der Regierung, ausgebeutet werden.

13:59 von Mischpoke West

keine sorge. r-r-g- wird ihnen das schon wegbesteuern. die brauchen kinen vermögensberater, högstens einen steuerberater

etwas mehr

Richtige Richtung, jedoch zu zaghaft.

Menschenwürdiger Lohn sollte bei uns selbstverständlich sein.

Wie sollen davon Familien leben?

Grundsätzlich richtiger Weg, aber noch zu wenig.

@ Wilhelm Schwebe

>>> ... högstens einen steuerberater <<<
.
Nicht mal das.
Wer sich nichts kaufen kann, kann auch nichts nennenswertes von der Steuer absetzen.

Wenn ich daran denke,

daß die Union sich vor noch gar nicht langer Zeit kategorisch gegen den Mindestlohn gestellt hat, dann ist dies wirklich ein großer Fortschritt.

Was noch lange nicht heißen soll, daß jetzt alles gut wäre.

Aber besser als früher auf jeden Fall.

Weniger geht nicht...

... das muss man sich immer vor Augen halten.

Egal wie unqualifiziert jemand ist, zukünftig wird niemand mehr unter 10,45€ verdienen können. Zumindest nicht, wenn er pro Stunde bezahlt wird.

Das ist kein fürstliches Gehalt, könnte jedoch bedeutend schlimmer sein - und war auch schon bedeutend schlimmer.

Das heißt nicht, dass sich jeder mit dem Mindestlohn abspeisen lassen müsste. Meistens wird mehr gezahlt - auch ohne Anforderung an formale Qualifikation.

@14:07 von Joe_Muc

>>In 2 Jahren hab ich also grob Brutto 150 mehr abzüglich was alles teurer wird...<<

Gibt es bei Ihnen tatsächlich keinerlei Option sich etwas neues zu suchen, bei dem ein wenig mehr gezahlt wird, als das gesetzlich legale Minimum?

13:55, Lampenladen

>>Überall gehen die Leute auf die Straße und wollen ihren alten Eliten an den Kragen, etwas mehr von dieser Mentalität, stünde uns ganz gut.<<

Man könnte auch einfach die Parteivertretung der wirtschaftlichen Elite abwählen.

Tut man aber nicht.

Seit Beginn der Bundesrepublik gab es lediglich zwei Bundestagswahlen, bei denen die Union (CDU und CSU betrachte ich als eine Partei) nicht die stärkste Kraft geworden wäre. Und waren mal "die anderen" an der Macht, dann haben die Wähler dafür gesorgt, daß die Unionsmehrheit im Bundesrat felsenfest stand und wuchs.

Und wird der Frust dann doch zu groß, dann wählen zu viele Wähler eben eine radikal wirtschaftsliberale Partei, Hauptsache sie ist fremdenfeindlich.

So wird das nix...

@14:15 von Mika D

>>Menschenwürdiger Lohn sollte bei uns selbstverständlich sein.

Wie sollen davon Familien leben?<<

Nicht jeder Arbeitnehmer hat eine Familie zu versorgen - und hier gibt es dann auch entsprechende Unterstützung. Der Mindestlohn ist ein sehr grobes Instrument und daher auch bei Ökonomen nicht immer beliebt. Aus meiner Sicht hatte er bisher allerdings hauptsächlich positive Effekte.

Wenn wir davon ausgehen was jeder mindestens benötigt um gut leben zu können, wovon gehen wir dann aus? Familie mit 2,5 Kindern und ausreichend Wohnraum in einer Metropole wie München?
Dann klettert der Mindestlohn plötzlich massiv an - und zwar überall. Dann werden die Brötchen beim Bäcker sicher etwas teurer - oder der Friseurbesuch.

Ein vernünftiges Auskommen für Familien lässt sich kaum über einen einheitlichen Mindestlohn regeln. Wir wollen doch nicht, dass unsere Familien am Minimum des legal verdienbarem rumkrebsen.
Das Problem ist in sich allerdings wahnsinnig komplex; jede Lösung hat Nachteile.

@14:21 von fathaland slim

>>Wenn ich daran denke,
daß die Union sich vor noch gar nicht langer Zeit kategorisch gegen den Mindestlohn gestellt hat, dann ist dies wirklich ein großer Fortschritt.

Was noch lange nicht heißen soll, daß jetzt alles gut wäre.

Aber besser als früher auf jeden Fall.<<

Sehe ich auch so. Ich muss zugeben, dass ich damals kein großer Freund des Mindestlohns war... damals war die Arbeitsmarktsituation allerdings auch schwieriger. Die Bedenken von damals haben sich allerdings einfach nicht bewahrheitet, das muss man so feststellen und gebe ich auch offen zu.

Der Spruch eines FDP Politikers war damals "Unser Mindestlohn ist der Hartz4-Satz".
Dann müsste man den allerdings auch bedingungslos zahlen.

Eine Bekannte von mir ging damals einen Tag im Discounter probearbeiten (Regale einräumen).
"Super, wir nehmen Sie! Sie bekommen dann 3,50€ die Stunde!" hieß es dann. Das war schon krasse Ausbeutung. Friseuren im Osten auf dem Land ging es oft auch nicht besser.

Höchst unsozial

Mitten in einer Wirtschaftskrise.

Die € 10,45 sind nur ein Teil der Rechnung.

Die Kosten für den Betrieb: Abgaben- und Bürokratielast sind mindesten nochmal so viel. Die Großen werden es größtenteils schultern können (manche vielleicht auch nicht), vielen kleinen und mittleren Unternehmen wird es den Garaus machen. Was hilft es dem Geringverdienenden, wenn er keinen Job mehr hat?

Wenn der Staat den Geringverdienenden helfen will, dann senke die Abgabenlast für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Das Geld ist da. Fließt aber derzeit in sinnlose ideologische Projekte wie Energiewende/Euroraumrettung usw.

14:34, WiPoEthik

>>Wenn wir davon ausgehen was jeder mindestens benötigt um gut leben zu können, wovon gehen wir dann aus? Familie mit 2,5 Kindern und ausreichend Wohnraum in einer Metropole wie München?
Dann klettert der Mindestlohn plötzlich massiv an - und zwar überall. Dann werden die Brötchen beim Bäcker sicher etwas teurer - oder der Friseurbesuch.

Ein vernünftiges Auskommen für Familien lässt sich kaum über einen einheitlichen Mindestlohn regeln. Wir wollen doch nicht, dass unsere Familien am Minimum des legal verdienbarem rumkrebsen.
Das Problem ist in sich allerdings wahnsinnig komplex; jede Lösung hat Nachteile.<<

Ja, das Problem ist überaus komplex.

Man sollte aber nicht übersehen, daß die Komplexität systemimmanent ist.

Oder, besser gesagt, die große Menge der Widersprüche, die Sie in Ihrem Post beschreiben.

Denn wenn entweder für Arme die großen Städte tabu zu sein haben, also die Freizügigkeit de facto eingeschränkt wird, oder aber die Brötchen teurer werden, dann stimmt was nicht.

@ 14:34 von WiPoEthik

„ Wenn wir davon ausgehen was jeder mindestens benötigt um gut leben zu können, wovon gehen wir dann aus? Familie mit 2,5 Kindern und ausreichend Wohnraum in einer Metropole wie München?“

Lustiges Beispiel. Wenn Sie dabei auch noch von einem Alleinverdiener ausgehen, dann ist diese Familie mit Hartz 4 deutlich besser bedient.

Und wenn beide zum Mindestlohn arbeiten gehen, dann gehen wieder einige Euro für die Kinderbetreuung weg.

Sobald Kinder im Spiel sind wird arbeiten zum Mindestlohn ziemlich schnell sinnlos. Die erhöhen den Hartz 4 Anspruch und befingen den Anspruch auf eine größere und damit teurere Wohnung. Der Lohn bleibt aber immer gleich. Und bei der ohnehin geringen Steuerlast in dem Bereich spielt die Steuerklasse in Kinderfreibeträge auch keine Rolle.

Für 10.45 würde ich weiter im

Für 10.45 würde ich weiter im Bett bleiben. Da hat man genau so viel Geld, aber keinen versäumten Tag und keine kaputten Knochen.
Alles, unter 20 ist arbeitslos.
So bekommt ihr nie Facharbeiter.
Facharbeitermangel gibt es nämlich nicht. Es gibt lediglich die Bezahlunwilligkeit.
Hauptsache, der Aktionär hat noch einen goldenen rückenkratzer mehr.

Besser geht immer...

Das Ziel von 12 Euro wurde klar verfehlt.
"Danke CDU/CSU!"

Trotz vielerlei Kritikpunkte an der SPD, ohne sie in der Groko, von Mindestlohn über wieder erreichter hälftiger GKV-Krankenkassenbeiträge (AG&AN) bis Grundrente, ohne die SPD gäbe es weniger o. gar nichts.

Wer sich mit Details beschäftigt, weiß dass die Union den MDL abgelehnt hatte u. mit dem asozialen Konzept des Kombilohns hausieren ging. Da haben Unternehmer den Beschäftigten gezielt Hungerlöhne von 3 Euro bezahlt, weil sie die andere Hälfte vom Steuerzahler draufgelegt bekamen.

Die Kritik vonRrechtsaußen hier ist im Übrigen völlig irrelevant. AfD-Fans sollten sich mal Meuthens, Weidels & Storchs sozialpolitische Vorstellungen ansehen:

Sozialer Kahlschlag nach Methode Pinochet in Chile der 1980er. Privatisierung der Rente, Krankenvers. & Schulwesen (Schuldgeld!) war dort das Mittel. Weidel, Storch sind Mitglied der Hayek-Gesellsch., benannt nach dem Wirtschaftsberater Pinochets.

24.10.2019: AfD lehnt Pflege-MDL ab!

Mindestlohn !

Diese Erhöhungen des Mindestlohns in mehreren kleinen Stufen sind schlicht gesagt, eine absolute Unverschämtheit. Diejenigen, die diese Zahlen festgelegt haben, verdienen sicher locker das Fünf- bis Achtfache, haben keine Scham und Moral, mehrere Millionen von Menschen in der Armut zu halten. Und natürlich tun sich wieder CDU und CSU Politiker hervor, diese unchristlichen, verlogenen Heuchler.
Dabei sollten doch inzwischen allen klar sein, dass in etlichen Branchen nicht nach Stunden, sondern in irgend einem anderen noch schlechteren System die Angestellten bezahlt werden.
Ich würde sehr gerne mal ein Streitgespräch mit einem der entscheidenden Protagonisten führen, und ihm aufzeigen, wie entwürdigend es ist, so mies und hinterhältig behandelt und bezahlt zu werden.
Nur wird sich leider keiner dieser Feiglinge freiwillig melden, sind ja alle mehr als verkommen !!!

@13:39 von Kritikunerwünscht

>> ...oder Abfall der Reichen zu leben.

Nope, Containern ist weiterhin eine Straftat. -.-

Ist doch gerade vor wenigen Monaten wieder mal gerichtlich bestätigt worden. oO

14:43, Freier Markt/DE_Linksstaat usw.

>>Das Geld ist da. Fließt aber derzeit in sinnlose ideologische Projekte wie Energiewende/Euroraumrettung usw.<<

Als es diese Ihrer Ansicht nach sinnlosen ideologischen Projekte noch nicht gab, da hatten die Armen auch nicht mehr Geld, sondern eher weniger.

Es gab nämlich nicht mal einen Mindestlohn.

Aber der ist ja, wenn ich Sie als Unterstützer der weiter oben von mir erwähnten radikal wirtschaftsliberalen Partei richtig einschätze, Ihrer Ansicht nach wohl ebenfalls ein sinnloses ideologisches Projekt.

Obwohl, in der von Ihnen hochgelobten freiheitlichen Demokratie USA gibt es den ja auch.

Na ja, manche Widersprüche muss man wohl zähneknirschend aushalten.

14:50, Hennes Conrad

>>Für 10.45 würde ich weiter im
Für 10.45 würde ich weiter im Bett bleiben. Da hat man genau so viel Geld, aber keinen versäumten Tag und keine kaputten Knochen.<<

Wenn Sie weiterhin im Bett bleiben, dann kommen Sie nie über Mindestlohn-, bzw. Hartz4-Niveau hinaus.

>>Alles, unter 20 ist arbeitslos.<<

Echt jetzt?

>>So bekommt ihr nie Facharbeiter.
Facharbeitermangel gibt es nämlich nicht. Es gibt lediglich die Bezahlunwilligkeit.
Hauptsache, der Aktionär hat noch einen goldenen rückenkratzer mehr.<<

Facharbeiter werden nicht nach Mindestlohn bezahlt.

14:50 von Hennes Conrad

naja, ein wenit allgemeinwissen schadet nie. ein facharbeiter arbeitet auch nicht zum mindestlohn. wer hierzulande fährt denn einen suv oder grossen daimler? nur die pösen aktionäre? könntest doch selbst einer werden und dann mit dem goldenen helfer die roten socken anziehen lassen

@14:44 von fathaland slim

>>Ja, das Problem ist überaus komplex.

Man sollte aber nicht übersehen, daß die Komplexität systemimmanent ist.<<

Meinen Sie, es wäre ein Problem des marktwirtschaftlichen Systems?
Auf gewisser Ebene sicherlich; allerdings ist der Preis u.A. auch ein Knappheitsindikator und die Knappheit ist nunmal da. Ein staatlich festgelegter Preis würde das nicht ändern, aber zu anderen Fehlsteuerungen sorgen.

Die theoretisch wohl beste Lösung existiert ja bereits. Verhandlungen. Ob nun mit Gewerkschaft und Tarifverträgen oder individuell.
In der Realität funktioniert das allerdings leider oft nicht. Den Arbeitnehmern fehlt oft das Wissen über realistisch mögliche Vergütungen und zudem scheuen sie die Unsicherheit beim Wechsel des Arbeitsplatzes. (natürlich gibt es noch weitere relevante Gründe)

Die Geheimniskrämerei der Verdienste ist zwar nicht mehr so übel wie früher, aber teils immernoch da (und ein sehr deutsches Phänomen - zum Schaden der Arbeitnehmer)

>>Demnach wird die

>>Demnach wird die Lohnuntergrenze in vier Schritten steigen. Die erste Anhebung erfolgt zu Beginn des kommenden Jahres von derzeit 9,35 Euro auf 9,50 Euro. Zum 1. Juli 2021 steigt der Mindestlohn auf 9,60 Euro. Anfang 2022 wird er auf 9,82 Euro und für das zweite Halbjahr 2022 auf 10,45 Euro angehoben.<<

Ich finde, das ist eine Erniedrigung von ca. 27% der Arbeitverrichter in Deutschland, die das System am Laufen halten!

Diese 27% - mit steigender Tendenz- werden , wenn sie ins Rentenalter kommen, zu den zukünftigen Armen der Gesellschaft zählen,

Das nennt man heute sozial und christlich!

Das Dumme ist: diese Parteien werden wieder gewählt....

Re : fathaland slim !

Ich möchte sie darauf hinweisen, dass ja vor Kurzem heftig über die Löhne in der Fleischindustrie in D "diskutiert wurde. Über das gesamte System der Ausbeutung von Angestellten durch die Großen der Branche, die inzwischen Milliardäre sind. Da ging es auch darum, dass höchstens der Mindestlohn gezahlt wird.
In Dänemark gibt es auch große Schlachtbetriebe, da ist jeder Angestellte im Betrieb des Besitzers angemeldet und kriegt pro Stunde 22, 50 Euro. Und der Besitzer verdient trotzdem noch Geld. Also geht es doch, nur die deutsche Elite aus Wirtschaft und Politikern verhindern eine Menschen- würdige und ausreichende Entlohnung.
Und leider wird in so manchen Branchen auf übelste Weise getrickst, nur um den Mindestlohn noch zu unterschreiten, ob auf dem Bau, Post, den Paketunternehmen durch Subunternehmen, die nach "angepassten" Regeln die Angestellten ausbeuten und hintergehen.
Davon will weder die Politik noch die seltsame Kommission nichts wissen. Schande über euch !!!

14:58, saschamaus75

>>@13:39 von Kritikunerwünscht
>> ...oder Abfall der Reichen zu leben.

Nope, Containern ist weiterhin eine Straftat. -.-

Ist doch gerade vor wenigen Monaten wieder mal gerichtlich bestätigt worden. oO<<

Wir nähern uns offensichtlich langsam ungarischen Verhältnissen. Dort hat man ja eine geniale Methode entdeckt, der Obdachlosigkeit Herr zu werden. Man hat sie einfach zur Straftat erklärt.

Beschluss des Kabinetts: Mindestlohn steigt stufenweise...

Nein, daß ist aber großzügig. Dann gibt es ja bald keine arbeitenden Armen mehr ? Und Altersarmut in der Zukunft auch nicht ?
Und selbst ein Philipp Amthor wird jetzt vielleicht neidisch auf die Menschen im Niedriglohnsektor.

Die ganze Situation um dieses Problem zeigt die Schwäche der Gewerkschaften. Sei es durch einen niedrigen Organisationsgrad oder aber auch durch Tarifzurückhaltung.

"Und wird der Frust dann doch zu groß, dann wählen zu viele Wähler eben eine radikal wirtschaftsliberale Partei, Hauptsache sie ist fremdenfeindlich."

Schaut man sich das "Sozialprogramm" dieser Partei an, dann kann heute jeder, der diese Partei wählt, froh sein, dass er einen gesetzlichen Mindestlohn bekommt. Denn sollte diese Partei tatsächlich mal regieren, dann ist mit solchen Dingen wie Mindestlohn oder Hartz IV ohne Gegenleistung schluss.

14:50 von realitychecker

>>Die Kritik vonRrechtsaußen hier ist im Übrigen völlig irrelevant. AfD-Fans sollten sich mal Meuthens, Weidels & Storchs sozialpolitische Vorstellungen ansehen:<<

Nein, das ist nicht irrelevant!

Ich habe in 2017 die afd nur aufgrund ihrer migrationspolitischen Vorschläge gewählt!

Dass die afd wie alle anderen Parteien (ausgen. Linke) die "gleichen" sozialpol. Vorstellungen haben, ist ebenfalls bekannt!

Sie bezeichnen sich als Realitychecker.

Haben sie schon gecheckt, dass die Armut, die geringe Entlohnung, die Herabsetzung des Rentenniveaus u.v.m, aber der Reichtum einiger weniger durch die jahrzehntelange Arbeit von christlichen, sozialdemokratischen, grünen und freier Demokraten zustande gekommen ist?

Warum bringen sie hier die afd überhaupt ins Spiel?

immerhin etwas

Rentner (NICHT Pensionäre) gehen dagegen in BRD für 2021 leer aus. Im Gespräch sind 0,0% Erhöhung WEST, +0,7% OST. Dürfte für 2022 nicht besser werden.

Auch für diese Gruppe, auf ohnehin sehr niedrigem Niveau in BRD, wird nix billiger...

@14:47 von dr.bashir

Absolut!

Der Lohn ist unabhängig vom Familienstatus und der Mindestlohn auch wohnortsunabhängig.
Wenn wir einen Lohn wollten, der für jede Konstellation ausreichend wäre - also auch für München mit Kids in einer Wohnung menschenwürdiger Größe, müsste man dem Arbeitnehmer schonmal 2.500€ allein für die Miete auszahlen. Da sind wir dann bei ca. 53.000€ Brutto Mindestlohn im Jahr (ca. 27,60€ pro Stunde...?) . Aber natürlich wollen die Kids auch was zu beißen, Bücher für die Schule - und ein Ticket für die Bahn. Das kommt noch on top.

Klar, der Arbeitnehmer könnte natürlich auch ein Schüler mit Nebenjob in einem Café sein... Aber Mindestlohn ist halt unflexibel - und wenn er für jeden Menschen ein auskömmliches Einkommen darstellen sollte, dann müsste man weit oben ansetzen. Der Mindestlohn kann das einfach nicht leisten.

Re : Freier Markt !

Ja, da wäre eine der Möglichkeiten. Eine zweite wäre nicht so viel unnötig zum Fenster raus werfen, und die dritte wäre endlich all das verschwiegene, versteckte und verschobene Vermögen der Wohlhabenden und Reichen zu suchen, jegliche Lücken in den Gesetzgebungen einzelner Bereiche zu schließen, damit nicht wieder irgend welche linke Geschäfte auf Kosten der Allgemeinheit getätigt werden können. Wenn ich es richtig gelesen habe, könnte der Staat jedes Jahr über 60 Milliarden so einsammeln.
Und ich prangere es an, dass z. B. Herr Tönnies schon im Vorfeld eines neuen Gesetzes zum Arbeitnehmerschutz zig Unterfirmen gründet, um dort die dann vielleicht fest Angestellten untergebracht werden. Das ist nichts anderes als wieder zu tricksen, das hat nicht mit einem Umdenken und Ehrlichkeit zu tun.
Was aber sein muss, ist die Energiewende, wie darüber sollte die Politik ernsthaft mit der Wissenschaft und Technik beraten und hoffentlich gute Lösungen finden.

@14:50 von Hennes Conrad

>>Für 10.45 würde ich weiter im Bett bleiben. Da hat man genau so viel Geld, aber keinen versäumten Tag und keine kaputten Knochen.
Alles, unter 20 ist arbeitslos.
So bekommt ihr nie Facharbeiter.<<

Wieso sollte man eine Ausbildung zum Facharbeiter anfangen, wenn man am Ende so viel bekommt wie jemand der völlig ungelernt ist?

@ Freier Markt (14:43)

"Höchst unsozial
Mitten in einer Wirtschaftskrise.
Die € 10,45 sind nur ein Teil der Rechnung.
Die Kosten für den Betrieb: Abgaben- und Bürokratielast sind mindesten nochmal so viel."
------
Ein Teil, der den Hunger stillt und Kraft für die Arbeit bereitstellt, nennt sich zweites Brötchen mit was drauf. Ökonomen und Unternehmer wissen, wie wichtig dieses Teil ist; total notwendig für die Reproduktion der Arbeitskraft (wenn sie Familie hat, benötigt sie noch mehr, ist nicht asozial).
Es gibt anscheinend immer noch Kräfte des freien Marktes, die das zweite Brötchen für überflüssig halten - wie dumm). Man lasse die Menschen in Ruhe zu Ende essen! Wer dafür kein Verständnis hat, der darf sich die Medaille "inkompetentester Kapitalist der Welt" umhängen.

28. Oktober 2020 um 14:25 von WiPoEthik


Gibt es bei Ihnen tatsächlich keinerlei Option sich etwas neues zu suchen, bei dem ein wenig mehr gezahlt wird, als das gesetzlich legale Minimum?

Es sollte doch nach Möglichkeit eine Lösung für alle Arbeitnehmer in Deutschland geben. Wissen sie wie viele Dinge wegfallen wenn sich die Arbeiter mal entschließen würden nicht zu Mindestlohn zu arbeiten? Ein Streik können sich diese Menschen leider nicht leisten, aber wenn sie es machen würden würde so einigen Menschen mal die Augen aufgehen. (Ist natürlich Berliner Perspektive, wo ein Großteil der Infrastruktur auf Mindestlohn läuft.)

Es ist gut, dass es einen Mindestlohn gibt

Der Mindestlohn bedeutet defakto releative Armut. Es ist der niedrigste Lohn der gezahlt wird. Damit ist auch prinzipiell ein menschenwürdiges Leben möglich. Dabei muss man menschenwürdiges Leben von sozialer Teilhabe unterscheiden.

Natürlich können Menschen mit einem durchschnittlichen Lohn mehr konsumieren (eigenes Auto, Urlaubsreisen, Ausgehen und Feiern, besserer Wohnraum, usw.). Logischerweise Menschen werden Menschen mit einem Mindestlohn da nie mithalten können. Der Fehler liegt in einem gesellschaftlichen Klima, in dem soziale Teilhabe gleichbedeutend mit Konsum ist.

Wieso muss eigentlich eine arme Person (Mindestlohn) in einem Ballungsraum eine eigene Wohnung alleine unterhalten können? Früher wohnten Menschen deswegen zusammen und in den größten Teilen der Welt besteht dieser Anspruch nicht.

14:58 von fathaland slim

Im Real-Existierenden Sozialismus ist es aber bei leibe auch nicht besser. Wohl eher viel schlechter.

Re : fathaland slim !

In den USA ist der Mindestlohn aber deutlich höher als hierzulande, steht bei über 13 Dollar.
Dass sich hier auch rechtspopulistische Denker befinden, sieht man an verschiedenen Kommentaren.
Das sind dann diejenigen, die zwar die große Reisefreiheit wie jeder andere genießen, aber bei gemeinsamen Projekten der EU den berühmten Sch...... einziehen und lieber die Reichsfahne schwenken.
Etwas östlich gibt es Länder, die nehmen diese Kandidaten sicher gerne auf, und können dort dann für einen noch geringerem Hungerlohn arbeiten !

Re : Freier Markt !

Wenn sie wirklich gute wirtschaftliche Ideen und kreative Lösungen für alle haben, dann bewerben sie sich doch für den Bundestag,
Es geht aber nicht nur um die Wirtschaft alleine, sondern noch um viele andere Dinge, wie Klimaschutz, Energiewende, Naturschutz und Steuerung der Ressourcen, denn die gehen irgend wann zur Neige.
Insgesamt gesehen leben alle Menschen auf dem Planeten über alle Verhältnisse, die sich immer deutlicher zeigen. Aber anscheinend wohnen sie auf dem Mond und haben kein Fernglas, um dies zu sehen !

Vergleich USA - BRD

Die USA ist viel weiter als D. Dort im Urland des entwickelten Kapitalismus gibt es einen Mindestlohn schon seit ewigen Zeiten.

Allerdings wurde er auch schon lange nicht mehr angehoben. Daher haben große Unternehmen, die nun alles andere als 'böse, kleine Kinder fressende Linke" sind die Löhne freiwillig auf 15$ angehoben.

Die Demokraten haben nach ihrem SIeg 2018 im Repräs.haus einen Gesetzesvorschlag durchgebracht, der 15$ (ca.12€) vorsieht. Die Rechten blockieren das im Senat.

Wer sich etwas mit Wirtschaftspolitik auskennt und nicht wie einige Querfrontler hier immer alles pauschal zusammenrührt nach dem es ja angeblich egal ist ob CDU o. SPD eine Regierung anführen (oder Dems oder Republikaner), der würde wissen, dass die Anhebung der unteren Einkommen sehr stark positive Effekte auf die Binnenachfrage hat. Leute mit geringen EInkommen geben prozentual ein sehr hohen Anteil ihrer Einkommen konsumtiv aus. Fließt also direkt in den Wirtschaftskreislauf zurück.

Schafft Arbeit.

Sehr sozial

Die Entscheidung der großen Koalition ist eine sehr soziale Entscheidung, die in Europa beispielhaft ist. Geringverdiener können sich in Deutschland glücklich schätzen.
Deutschland ist darauf angewiesen, dass wir einen breiten Konsens in unserer Gesellschaft haben. Dazu zählen vernünftige Mindestlöhne.

@ Lampenladen

"Für uns gilt: Die Lohnfindung ist und bleibt Sache der Tarifpartner."
So blendet man die Realität hervorragend aus ...

Wieso? Das ist doch vollkommen richtig. Das ist doch nun mal auch Sache der Tarifpartner. Warum sollte sich der Staat da einmischen?

@ fathaland slim

Mindestlohn ist überall eine schlechte Idee. Die freie Marktwirtschaft plus eine gewisse Umverteilung über das allgemeine Steuersystem ist weniger verzerrend und ineffizient als ausufernde Bürokratie mit vielen Vorschriften und Auflagen. Umverteilung habe ich noch nie pauschal als schlecht bezeichnet.

Besser wären niedrigere Steuersätze für Geringverdienende und vor allem für diese eine über Steuern subventionierte Krankenversicherung.

Man könnte auch einfach die Parteivertretung der wirtschaftlichen Elite abwählen.

Bei der Abgabenlast ist Deutschland schon Weltspitze. Wenn noch "sozialer" gewählt wird, bekämen wir Massenarmut.
Die sozialistische Berliner Stadtregierung als Beispiel: ohne massive Subventionen (Länderfinanzausgleich) wäre die Stadt sowas von pleite. Also noch mehr pleite als sie es schon ist, und inklusive Massenarmut.

Tut man aber nicht.

Stimmt. Weil die meisten Menschen einfach kein Bock auf Armut haben. Kann ich verstehen.

@ Joe_Muc

In 2 Jahren hab ich also grob Brutto 150 mehr abzüglich was alles teurer wird...
danke danke danke...

Das ist sicher sarkastisch gemeint. Ich finde die Undankbarkeit, die daraus durchklingt nicht fair.

Lieber Hartz4

Da bleibe ich doch lieber in Hartz4 als zu diesen Mindestlöhnen schuften zu gehen. Da habe ich mehr in der Tasche.

15:08, WiPoEthik

>>@14:44 von fathaland slim
"Ja, das Problem ist überaus komplex.

Man sollte aber nicht übersehen, daß die Komplexität systemimmanent ist."

Meinen Sie, es wäre ein Problem des marktwirtschaftlichen Systems?<<

Ja, durchaus. "Reine" Marktwirtschaft funktioniert ja auch gar nicht, weswegen es sie nirgendwo gibt.

>>Auf gewisser Ebene sicherlich; allerdings ist der Preis u.A. auch ein Knappheitsindikator und die Knappheit ist nunmal da. Ein staatlich festgelegter Preis würde das nicht ändern, aber zu anderen Fehlsteuerungen sorgen.<<

Unter anderem, wie Sie richtig schreiben. Denn gerade im Immobilienmarkt und der damit verbundenen Höhe der Mieten greifen vorwiegend andere Mechanismen. Nämlich die des Kapitalmarktes. Der Rentenmarkt, bisher eine sichere Bank für konservative, also risikoscheue Anleger, fällt aus, da es keine Rendite mehr gibt, das Geld will aber irgendwo hin, wo es Gewinn abwerfen kann. Also auf ins "Betongold". Mit den von Ihnen beschriebenen Folgen für ärmere Mieter.

@ Max-S - es gibt gute Rentenerhöhungen

Rentner (NICHT Pensionäre) gehen dagegen in BRD für 2021 leer aus.

Das glaube ich nicht, da die Rentenentwicklung fest an die Lohnentwicklung gekoppelt ist. Was übrigens nur gerecht ist.

15:43 von Traumfahrer

Da sie ja alles besser wissen und können gründen sie doch eine Partei. Da können sie dann beweisen ob sie nur heiße Luft von sich geben oder reelle Lösungsvorschläge bieten können.

15:36, Mass Effect

>>58 von fathaland slim
Im Real-Existierenden Sozialismus ist es aber bei leibe auch nicht besser. Wohl eher viel schlechter.<<

War, nicht ist.

Denn den real existierenden Sozialismus, der keiner war, gibt es nicht mehr. Er wird aber immer wieder gern als Untoter aus dem Grab geholt, wenn es darum geht, die Idee des Sozialismus als solche zu diskreditieren.

Wer sich über die massiven Denkfehler des real existierenden informieren möchte, dem empfehle ich das Buch von Iring Fetscher: "Von Marx zur Sowjetideologie". Der überaus hellsichtige Herr Fetscher hatte es bereits 1957 geschrieben. Ich habe es mit sechzehn, also vor 48 Jahren, gelesen, und es hatte einen unschätzbaren Einfluss auf meine politische Bewusstwerdung. Wohl auch deswegen war die DKP für mich nie eine Alternative.

15:20 von morgentau19

"Warum bringen sie hier die afd überhaupt ins Spiel?"

Das von Ihnen zu Recht angesprochene Problem der ungleichen Einkommens- & Vermögensverhältnisse ist eines des entwickelten Kapitalismus seit Mitte der 1970er. Das hat nichts mit SPD, CDU,FDP o. Grünen zu tun. Die sind wie Ihre AfD mehr o. weniger alle auf neoliberalem Pfad. Manche halt nur noch extremer wie FDP o. AfD.

Letztere kommt deswegen ins Spiel,weil sie auf keinem Politikfeld irgendein konstruktives Konzept hat. Halt, bei der Sozialpolitik hat sie es versucht:

Meuthen wollte die Privatisierung der Rente nach faschistischem Pinochet-Vorbild der marktradikalen Chicago-Boys & von Hayeks.

Der national-sozial(istische) "Flügel" um Höcke will die Deutschen-Zusatzrente. Letzteres ein Verstoß gegen EU-Recht. Illegal!

Ein Beispiel was sich ahnungslose rechtsoffene Wähler dieses Vereins antun. Dilettanten im Bundestag, die Leuten mit 10€ Mindestlohn auferlegen selber ihre Privatrente zu finanzieren.

Oder eben Rechtsverstöße..

15:20, morgentau19 @14:50 von realitychecker

>>Ich habe in 2017 die afd nur aufgrund ihrer migrationspolitischen Vorschläge gewählt!

Dass die afd wie alle anderen Parteien (ausgen. Linke) die "gleichen" sozialpol. Vorstellungen haben, ist ebenfalls bekannt!

Sie bezeichnen sich als Realitychecker.

Haben sie schon gecheckt, dass die Armut, die geringe Entlohnung, die Herabsetzung des Rentenniveaus u.v.m, aber der Reichtum einiger weniger durch die jahrzehntelange Arbeit von christlichen, sozialdemokratischen, grünen und freier Demokraten zustande gekommen ist?

Warum bringen sie hier die afd überhaupt ins Spiel?<<

Ich bin zwar nicht angesprochen, sage aber trotzdem was dazu:

Wie ich weiter oben schon schrieb, wählen Viele die radikal marktliberale AfD, weil sie fremdenfeindlich ist. Und verdrängen komplett, daß diese Partei die Sozialpolitik komplett dem Spiel der Marktkräfte überlassen möchte.

Und behaupten, die anderen wären ja ganz genauso drauf.

Hauptsache, jemand tut was gegen die Fremden.

Klassische Sündenbockpolitik.

@15:20 von morgentau19

>>Ich habe in 2017 die afd nur aufgrund ihrer migrationspolitischen Vorschläge gewählt!<<

Und genau so bekommt die AfD Leute dazu, gegen ihre eigenen Interessen zu wählen.

>>Dass die afd wie alle anderen Parteien (ausgen. Linke) die "gleichen" sozialpol. Vorstellungen haben, ist ebenfalls bekannt!<<

Das ist eine absolute Fehlinformation. Sozialpolitik der AfD lautet in etwa: "Jeder ist sich selbst der Nächste." Dagegen sieht die Union oder FDP aus wie die Heilsarmee.

>>Haben sie schon gecheckt, dass die Armut, die geringe Entlohnung, die Herabsetzung des Rentenniveaus u.v.m, aber der Reichtum einiger weniger durch die jahrzehntelange Arbeit von christlichen, sozialdemokratischen, grünen und freier Demokraten zustande gekommen ist?<<

Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich vermute, dass er diesen Parteien Defizite in der Sozialpolitik unterstellen würde.
Aber ehrlich: Wenn die ihnen zu unsozial sind - dann können Sie doch nicht ernsthaft AfD befürworten.

@ ablehnervonallem - Arbeit soll man nicht ablehnen

Da bleibe ich doch lieber in Hartz4 als zu diesen Mindestlöhnen schuften zu gehen. Da habe ich mehr in der Tasche.

Und genau aus dem Grund finde ich Hartz-IV in Deutschland auch etwas zu hoch. Mir wäre ein deutlicher Anreizcharakter wichtig. Früher hat man bei uns in der DDR gesagt: Wer essen will, kann auch arbeiten. Das fand ich gar nicht so falsch.

Mindestlohn zu Lasten der Arbeitgeber!

Eine Familie mit zwei oder mehr Kindern wo beide Eltern Vollzeit arbeiten profitiert davon überhaupt nicht, denn die paar Kröten die sie mehr bekommen werden ihr bei anderen Sozialleistungen (Kinderzuschlag, Bildung und Teilhabe, Wohngeld, usw. ) wieder abgezogen. Wenns ganz dumm kommt bewirkt der Mindeslohn sogar eine Absenkung des monatlichen Einkommens weil man aus Einkommensgrenzen herausfällt.

Natürlich gibt es auch Gewinner. Die eingesparten Kosten bei Sozialleistungen werden dann vom Arbeitgeber getragen und vom Staat eingespart. Das Geld kann natürlich anderesweitig ausgegeben werden. Ob diese Ausgaben dann nützlicher sind als die Unterstützung des Mittelstands halte ich für sehr fragwürdig.

16:19 von fathaland slim

Wo hat er denn dann funktioniert. Egal wo endete es im Desaster.

Ich arbeite nicht wegen Geld.

Ich arbeite derzeit knapp über Mindeslohn. Hab ne laue 30h Woche und mach nur das was mir gefällt, um soziale Kontakte zu halten, meinen Kindern ein Vorbild zu sein und nicht ganz zu versauern. Ich hab immer die Option arbeitslos zu machen, was mich finanziell überhaupt nicht schlechter stellen würde. Menschenwürdiger Mindeslohn bis unter 20€ ist eine Witz - auch in der deutschen medizinischen Handwerkerbranche, in der ich tätig bin.

@ fathaland slim - Sozialismus gab es durchaus

Denn den real existierenden Sozialismus, der keiner war, gibt es nicht mehr.

Das stimmt, er ist bankrott gegangen. Aber Sozialismus war das zweifellos schon. Siehe Union der sozialistischen Sowjetrepubliken, Sozialistische Einheitspartei usw.
Natürlich war das Sozialismus. Die SED hat das ja wohl besser gewusst, als Sie.


Er wird aber immer wieder gern als Untoter aus dem Grab geholt, wenn es darum geht, die Idee des Sozialismus als solche zu diskreditieren.

Er hat sich selbst diskreditiert. Auch mit Bevormundung, Wahlfälschung und Zensur. Und letztlich mit Schüssen auf friedliche Menschen, die lediglich versucht haben, das Land zu verlassen.

Zitat: "Und genau aus dem

Zitat:
"Und genau aus dem Grund finde ich Hartz-IV in Deutschland auch etwas zu hoch. Mir wäre ein deutlicher Anreizcharakter wichtig. Früher hat man bei uns in der DDR gesagt: Wer essen will, kann auch arbeiten. Das fand ich gar nicht so falsch."

Nur gab es da auch ein Recht auf Arbeit...
..und in der DDR musste ma NICHT jede Arbeit annehmen - so wie heute

axo - ihnen ist ALG2 zu hoch...
...man verhungert also noch nicht wenn man nicht jede noch so schlecht bezahlte Arbeit annimmt

Ihnen ist schon klar das es genügend Menschen gibt die ihre kümmerlichen Löhne mittels ALG2 aufstocken müssen...
..und die sollen jetzt noch weniger bekommen??
Hä??

Na da freuen sich ja sie Sklaventreiber/Unternehmen wenn sie einen solchen Fürsprecher wie Sie haben
*sarkasmus*

@ gully - es muss ja nicht jeder profitieren

Eine Familie mit zwei oder mehr Kindern wo beide Eltern Vollzeit arbeiten profitiert davon überhaupt nicht

Es geht ja um den Mindestlohn. Normalverdiener müssen davon nicht profitieren. Neid ist hier wirklich nicht angebracht.

16:39, Mass Effect

>>16:19 von fathaland slim
Wo hat er denn dann funktioniert. Egal wo endete es im Desaster.<<

Ja.

Allende beispielsweise wurde weggeputscht. Von jemandem, der behauptete, die Demokratie müsse gelegentlich in Blut gebadet werden.

In Bolivien hat das nicht so geklappt. Dort wurde die sozialistische Partei wieder gewählt.

Kuba gibt es übrigens immer noch. Trotz jahrzehntelangem "westlichen" Wirtschaftsembargos. Und das, obwohl die UdSSR als Unterstützer seit dreißig Jahren wegfällt.

Wie gesagt, beschäftigen Sie sich doch mal mit meiner Buchempfehlung. Ist gar nicht schwer zu lesen, und trotzdem oder gerade deswegen voller Erkenntnisgewinn.

Mindestlohn - fauler Zauber durch die Politik

Zitat: "Geringverdiener sollen in den kommenden zwei Jahren mehr Geld bekommen. Wie das Kabinett beschloss, steigt der Mindestlohn bis zum Sommer 2022 in Halbjahresschritten auf 10,45 Euro pro Stunde."

Mindestlohn ist und bleib fauler Zauber, mit der die Politik den Menschen vorgaukeln will, dass sie sich doch für die Interessen der Wähle einsetze!

Aus wirtschaftlicher Sicht ist der ML Nonsens: für diejenigen, dies sowieso einen Lohnen erzielen, der > ML ist, ist eine ML-Regelung nur eine zusätzliche, bürokratische Regelung.

Für Diejenigen, die auf dem freien Arbeitsmarkt einen Lohn erzielen, der < ML ist, führt eine ML-Regelung dazu, dass Unternehmen tendentiell weniger Arbeit nachfragen und ein Druck auf den Niedriglohnsektor entsteht.

Vernünftig wäre es stattdessen einmal Arbeitnehmer sowohl ML-Löhner als auch Normalverdiener massiv steuerlich zu entlasten, aber dann hätte die Politik weniger Geld zu verteilen, mit welchen sie die ach so "milden Gaben" finanzieren!

@ Mika D - Menschenwürdige Löhne sind doch selbstverständlich

Menschenwürdiger Lohn sollte bei uns selbstverständlich sein.

Völlig richtig. Das war es aber schon zuvor und das gilt in Zukunft erst recht. In praktisch allen anderen europäischen Ländern, vor allem im Osten, ist der Lohn geringer.

16:30 von fathaland slim

Klassische Sündenbockpolitik.

Ist aber beileibe kein Alleinstellungsmerkmal der AfD. Da fallen mir noch etliche mehr ein.

13:55 von Lampenladen

Zitat:"So blendet man die Realität hervorragend aus, denn nach Tarif wird nur etwa jeder zweite bezahlt..."

Versteh ich jetzt nicht. Gerade wenn nur jeder zweite nach Tarif bezahlt wird, ist es doch besser, Gewerkschaften und Arbeitgeber handeln die Höhe des Mindestlohns aus als diesen dem freien Spiel der Kräfte oder zufälligen politischen Mehrheiten zu überlassen. Gerade die nicht nach Tarif Bezahlten haben dann doch etwas davon, denn der Mindestlohn gilt ja für alle Beschäftigten, nicht nur für die der tarifgebundenen Unternehmen. Ich glaube nicht, dass Nicht-Tariflöhne so viel höher sind als die vereinbarten Tariflöhne, von Leitungsfunktionen mal abgesehen. Dass der Mindestlohn immer noch recht niedrig ist, finde ich nicht gut. Aber dass es ihn gibt, haben alle der viel gescholtenen SPD zu verdanken. Eine CDU/FDP - Koalition hätte bis heute noch keinen eingeführt.

Am 28. Oktober 2020 um 16:07 von ablehnervonallem

„Lieber Hartz4
Da bleibe ich doch lieber in Hartz4 als zu diesen Mindestlöhnen schuften zu gehen. Da habe ich mehr in der Tasche.“

Sehr richtig.

So passt dann auch der alte Wahlspruch:

„Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt das Glied.“

@ morgentau19

Diese 27% - mit steigender Tendenz- werden , wenn sie ins Rentenalter kommen, zu den zukünftigen Armen der Gesellschaft zählen,

Das hat leider demoskopische Gründe. Es gibt zu wenig Kinder. Die heutigen Rentner sind besser gestellt als die Rentner der zurückliegenden Generation und besser gestellt als die Rentner der künftigen Generation. Mit dem Mindestlohn hat das nichts zu tun.

14:12 von Wilhelm Schwebe

Zitat:"keine sorge. r-r-g- wird ihnen das schon wegbesteuern."

Dass der Mindestlohn von der SPD gegen den hartnäckigen Widerstand der CDU/CSU durchgesetzt worden ist, passt wohl nicht in ihr politisches Feindbild. Gerade RRG wird den Mindestlohn deutlich erhöhen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

@ morgentau19 - das hat jeder in der Hand

... wenn sie ins Rentenalter kommen, zu den zukünftigen Armen der Gesellschaft zählen,

Wem das nicht reicht, der muss sich einen besser bezahlten Job suchen. Die Gemeinschaft ist ja nicht für alles verantwortlich. Man muss sich auch mal selbst anstrengen.

14:17 von Mischpoke West

Zitat:"Wer sich nichts kaufen kann, kann auch nichts nennenswertes von der Steuer absetzen."

Vielleicht muss er auch gar keine ESt/Lohnsteuer bezahlen wegen des Freibetrags...

16:54 von Blitzgescheit

Zitat:"Mindestlohn ist und bleib fauler Zauber, mit der die Politik den Menschen vorgaukeln will, dass sie sich doch für die Interessen der Wähle einsetze!"

Damit ist die sozialpolitische Position der AfD präzise beschrieben.

Zitat:"Für Diejenigen, die auf dem freien Arbeitsmarkt einen Lohn erzielen, der < ML ist, führt eine ML-Regelung dazu, dass Unternehmen tendentiell weniger Arbeit nachfragen und ein Druck auf den Niedriglohnsektor entsteht."

So ein Quatsch! Dann müsste das in den vergangenen Jahren doch zu beobachten gewesen sein.

Zitat:"Vernünftig wäre es stattdessen einmal Arbeitnehmer sowohl ML-Löhner als auch Normalverdiener massiv steuerlich zu entlasten,"

Schon einmal was von den Freibeträgen für niedrige Einkommen gehört? Wer keine (Lohn)Steuern zahlen muss, wie soll man den "steuerlich entlasten"?

@15:36 von Mass Effect

>> Im Real-Existierenden Sozialismus ist es
>> aber bei leibe auch nicht besser.
Der Sozialismus hat bisher aber noch nie real existiert, sondern nur auf dem Papier. -.-

>> Wohl eher viel schlechter.
Das können Sie nur mutmaßen.

16:54, Blitzebreit

>>Vernünftig wäre es stattdessen einmal Arbeitnehmer sowohl ML-Löhner als auch Normalverdiener massiv steuerlich zu entlasten, aber dann hätte die Politik weniger Geld zu verteilen, mit welchen sie die ach so "milden Gaben" finanzieren!<<

Sie wollen also Mindestlohnempfänger massiv steuerlich entlasten.

Menschen, die mangels Masse ohnehin keine oder so gut wie keine Steuern zahlen.

Tolle Idee.

16:54, Mass Effect

>>16:30 von fathaland slim
"Klassische Sündenbockpolitik."

Ist aber beileibe kein Alleinstellungsmerkmal der AfD. Da fallen mir noch etliche mehr ein.<<

Bitte werden Sie deutlicher.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,
bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden. Mit freundlichen Grüßen Die Moderation meta.tagesschau.de P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Politisches Urteilsvermögen?

Ein schönes Thema ... an dem sich totale Politikunfähigkeit des Rechtsaußenspektrums der Zu-allem-sowieso-Nein-Sager aufzeigen lässt.

Wie immer .. erstmal gegen die "Altparteien" vom Leder ziehen und diejenigen von denen, die in Regierungsverantwortung (bei allen anderen Kritikpunkten) noch am meisten rausgeholt haben (SPD) natürlich am dollsten runtermachen, weil Häme und Destruktivität auf Rechtsaußen immer gut abgeht.

Und dann ... das hat Satirepotiential! ... sich die AfD als Rettungsanker aussuchen (wie immer wohl als "Notwehr", weil Wähler ja mit gezogener Waffe von Frau Esken zum Kreuz bei der Parteispendenbetrugspartei und Wir-Schießen-auf-Kinder-Truppe "gewungen" werden.

Ein Armutszeugnis in Sachen politischem Urteilsvermögen auf ganzer Linie.

Der Mindestlohn schafft für breite Schichten eine gewisse Entlastung. Das Geld fließt zudem als Konsumausgaben unmittelbar wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück. Stabilisiert Arbeit & Einkommen anderer & das Rentensystems.

@16:35 von ich hane bach gemach

>> Wer essen will, kann auch arbeiten.

Ähh, den kannte ich noch gar nicht. Haben Sie Sich den gerade ausgedacht? oO

16:33 von WiPoEthik

>>Aber ehrlich: Wenn die ihnen zu unsozial sind - dann können Sie doch nicht ernsthaft AfD befürworten.<<

Wie ich bereits sagte, habe ich die afd wegen ihrer Migrationspolizik gewählt, weil eine unkontrollierte, unqualifizierte Zuwanderung für das Land, für den sozialen Frieden und vor allem für die SVS nicht gut sind!

Dass bedeutet nicht, dass ich die Sozialpolitik dieser Partei befürworte.

Im Gegenteil, die lehne ich entschieden ab!!!

Ich lehne aber auch die schlechte Sozialpolitik der Regierung ab.

Sie wirkt auf mich wie: die "Krümel, die vom Tisch fallen" ....soll das Volk bekommen....

Das ist Erniedrigung pur!

Das Paradoxum der Erniedrigten: Sie wählen die Parteien immer wieder.

PS. Ein Mindestlohn unter 18-20 Euro wäre für die 27%, die in NL-Sektor tätig sind, eine Chance der späteren Armut zu entkommen, (kap. - ged. Altersvorsorge), da das derzeitige Rentenniveau durch die miserable Sozialpolitik von pseud christl. u. sozial- Partei immer weiter sinkt.

@16:39 von Mass Effect

>> Egal wo endete es im Desaster

Der "Sozialismus" endete bisher immer wegen:
* BrainDrain des Westens
* weltweites Handelsembargo seitens der USA
im Desaster. -.-

Klingt nach wenig, ist aber mehr

Klar würde ich mir auch wünschen, dass es die vollen 12 Euro wären. Es ist aber auch nicht so wenig, wie viele hier behaupten, denn wir leben ja in Deutschland, wo viele Leistungen vom Staat erbracht werden.

Einfach ausgedrückt: die 15 Dollar Mindestlohn, die Bernie Sanders für die USA fordert, sind am Ende des Monats deutlich weniger als die 10,45 Euro in Deutschland.
_

Steuern 17:07 von fathaland slim & 17:00 Peter Meffert

Zitat:"Vernünftig wäre es stattdessen einmal Arbeitnehmer sowohl ML-Löhner als auch Normalverdiener massiv steuerlich zu entlasten,"

"Schon einmal was von den Freibeträgen für niedrige Einkommen gehört? Wer keine (Lohn)Steuern zahlen muss, wie soll man den "steuerlich entlasten"?"

Danke an die aufmerksamen Diskutanten, die die beiden Kommentare aus dem Rechtsaußen-Off mit fachlich korrektem Wissen kontern. Untere Einkommensbezieher zahlen praktisch keine Lohn-/ Einkommensteuer.

@BlitzBot 16:54

Als bekennender Identitärer müssten Ihnen doch ein wenigstens paar wenige wirtschaftpolitische Grundbasics bekannt sein. Als Marktradikale schwören nicht nur Meuthen, Weidel, Storch auf die Lehren der Marktradikalen-auf-Speed-Jünger F. von Hayeks. Auch Sie?!

Ihr Idol Augusto Pinochet, faschistischer Massenmörder, schwörte bereits auf den Rat des Herrn. Folge verbrannte Erde bis heute in Chile ... sozialpolitisch. Von Mindestlohn dort ganz zu schweigen.

@17:04 von Peter Meffert

>>Zitat (von Blitzgescheit):"Für Diejenigen, die auf dem freien Arbeitsmarkt einen Lohn erzielen, der < ML ist, führt eine ML-Regelung dazu, dass Unternehmen tendentiell weniger Arbeit nachfragen und ein Druck auf den Niedriglohnsektor entsteht."

So ein Quatsch! Dann müsste das in den vergangenen Jahren doch zu beobachten gewesen sein.<<

Blitzgescheits Aussage können Sie so im VWL-Lehrbuch nachlesen. Die Aussage ist richtig.
Wir haben allerdings aktuell eine so hohe Nachfrage an Arbeitskräften, dass wir sie gar nicht richtig befriedigen können. Wenn durch den Mindestlohn also ein paar Arbeitsplätze wegfallen, sorgt das nicht unbedingt für mehr Arbeitslosigkeit - die Stellen wären ohnehin nicht besetzt worden. Bei Arbeitsplatzmangel kann sich das ändern.

Auf einem vollkommenem Markt wäre ein Mindestlohn Unsinn. Den haben wir allerdings nicht. Daher können wir vom Mindestlohn profitieren, denn z.B. Arbeitsplatzwechsel sind mit Transaktionskosten verbunden, etc.

Allen Kritikern hier...

...sei gesagt, dass es sich hier um den Mindestlohn handelt! Mindest!!! Es ist den arbeitgebenden Unternehmen freigestellt, mehr zu zahlen! Welche das nicht tun, können es entweder nicht oder wollen nicht! Aber das ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangel und, auch inzwischen bemerkbar, des Mangels (wollender) Geringqualifizierter durchaus regelbar ohne Gesetzgeber!

Fathaland Slum 15:07

Facharbeiter werden nicht nach Mindestlohn bezahlt.
So?
Warum gibt es da den Lehrberuf des Koches? Des Friseurs?
Kommen Sie zurück zur Realität.

Der Mindestlohn kehrt in der

Der Mindestlohn kehrt in der Regel so gut wie komplett innerhalb eines Monats zurück zu Unternehmen und Staat (klassischer Wirtschaftskreislauf mit drei Haushalten). Da gibt es für die Gesamtgesellschaft keinen Grund zu lamentieren. Das Sparbuch bekommt davon keinen Cent zu sehen. Wer als Unternehmer darauf angewiesen ist, von Löhnen zu profitieren, die unter dem Existenzminimum liegen, sollte sein Geschäftsmodell hinterfragen. Solche Unternehmen sind schlichtweg unrentabel und haben die Almosen der Gesellschaft nicht verdient. Wer Kapitalist sein will, muss dies können. Wenn nicht, nicht die Schuld bei billigen Arbeitskräften suchen. Wer den Wettbewerb sucht, soll hinterher nicht jammern, wenn er nicht der Starke ist, für den er sich hielt. Es gibt nun mal eine Untergrenze bei Löhnen, die ist fix: Leben, Gesundheit, Würde.

17:42, pwg51

>>Fathaland Slum 15:07
Facharbeiter werden nicht nach Mindestlohn bezahlt.
So?
Warum gibt es da den Lehrberuf des Koches? Des Friseurs?
Kommen Sie zurück zur Realität.<<

Koch und Friseur sind beides prekäre Berufe.

Außerdem keine Facharbeiter, sondern Handwerker.

Voll witziges Wortspiel, was Sie aus meinem Nick gemacht haben.

17:42 von Ist Wahr

wenn das so einfach und "gerecht" wäre
weshalb verdoppelt man nicht den Mindestlohn ?

17:42, Ist Wahr

>>Wer als Unternehmer darauf angewiesen ist, von Löhnen zu profitieren, die unter dem Existenzminimum liegen, sollte sein Geschäftsmodell hinterfragen.<<

So ist es.

13:37 von ofarrill

Miete, Teilhabe am kulturellen Leben, gesunde Ernährung, Ausbildung, Urlaub, Vorsorge, Krankenversicherung, ....
.
denke das meiste aus ihrer Aufzählung ist in unserer Gesellschaft gewährleistet
selbst ohne Arbeit

Warum sind die Bonzen wohl

Warum sind die Bonzen wohl gegen Grundeinkommen?
Steuerfinanziert .Ginge prächtig. Aber wen soll man dann noch auspressen können?
Reiche wollen ja nicht reich sein. Es geht um Überlegenheit .

, Ist Wahr >>Wer als

, Ist Wahr

>>Wer als Unternehmer darauf angewiesen ist, von Löhnen zu profitieren, die unter dem Existenzminimum liegen, sollte sein Geschäftsmodell hinterfragen.<<
Jein.
Denn noch gibt es ja Leute, die nicht normal konsumieren können. Weil sie kein Geld bekommen.
Für die braucht man billige Angebote.
Warum milliardär tönnies das braucht, steht hingegen in den Sternen.
Was soll dieser maximale Profit auf Kosten der Ärmsten?

Wipoethik "Wieso sollte man

Wipoethik

"Wieso sollte man eine Ausbildung zum Facharbeiter anfangen, wenn man am Ende so viel bekommt wie jemand der völlig ungelernt ist?"
Keine Ahnung. Vielleicht weil Facharbeiter gerne gegen solche Ausgetauscht werden?
Unten muss Geld ins System. Und Facharbeiter brauchen auch mehr. Das System ist völlig schief.
Man sieht es an der mauen Binnennachfrage.
Ohne Export sind wir doch platt.

17:49 von Sisyphos3

@Ist Wahr, 17:42

«wenn das so einfach und "gerecht" wäre
weshalb verdoppelt man nicht den Mindestlohn ?»

Der Mindestlohn ist doch nur eine Komponente in einem ganzen großen Gefüge von Betriebs- und Volkswirtschaft.

Man halbiert ja auch nicht einfach den Preis für Produkt / Gut (X), damit das dann mehr Leute bei unverändertem Lohn (Y) kaufen können.

"Einfach und gerecht" ist bei einer Volkswirtschaft nie was. "Ungerecht" ist es immer, wenn viele Arbeitnehmer mit dem verdienten Lohn ein ganzes Leben lang mit der Schwarzen Null am Monatsende gerade so auskommen. Viel mehr ist der Mindestlohn ganz sicher nicht, schon gar nicht in teuren Großstädten + begehrtem Umland, wo Arbeitsstellen sind.

Eine solche Minderbezahlung am Niveau knapp über zusätzliche Leistungen aus Hartz4 als "Aufstocker" bezahlt letztendlich immer die Gesamtheit der Steuerzahler mit "Grundsicherung" als Altersrente für die "Mindestlöhner".

In Japan ist Mindestlohn max. ± 8,00 € (Tokyo). Das System ganz anders.

@ Sisyphos3 (17:49) richtig, nicht einfach, sondern komplex

"wenn das so einfach und "gerecht" wäre
weshalb verdoppelt man nicht den Mindestlohn ?"
--
Gute Idee. Dann könnten sich die Deutschen eher wieder 2 Kinder statt nur 1,3 der 1,4 leisten. Langfristig nicht schlecht. Der Fachkräftemangel, die Notwendigkeit auf Zuwanderung angewiesen zu sein, die schlechten Bedingungen im Gesundheitswesen wären dann ein geringeres Problem.
Es gibt viele Gründe (nicht zuletzt Dummheit und Ängste), warum in einer Gesellschaft einmal erreichte Machtverhältnisse nicht "einfach" korrigiert werden. Daneben gibt es den Lohndruck des Auslands - in den letzten Jahrzehnten bes. durch die Öffnung der intern. Märkte, falsch gestellte Weichen in der Wirtschaftspolitik und im Management von Unternehmen (wie in DEU und EU); neuster Fall z.B.: die Bahn hat heute verkündet, ihre Rechenzentren zu schließen und stattdessen die 'Cloud' von US-Unternehmen zu nutzen; bringt Fixkosteneinsparung, aber Abhängigkeit u. Knowhow-Verlust.
Klar, Wirtschaft und Kostenarten sind komplex.

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