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Merz sagt allen Ernstes, die

Merz sagt allen Ernstes, die Verschiebung des CDU-Parteitages lasse sich mit Corona nicht mehr begründen? Wo lebt dieser Mann? Bekommt er aktuelle Entwicklungen jetzt komplett nicht mehr mit? Steht auf seinem Bierdeckel nur noch "Ich will Merkel beerben, die mich abserviert hat!"? Und vertut er sich vielleicht, für welchen Parteivorsitz er sich gerade bewirbt? Das Gerede von "Parteiestablishment" gehört zum Stammwortschatz der blau-braunen Rechtsaußen-Fraktion.
Merz verlässt die Deckung und gibt erstaunliche Einblicke.

offenbar ein machtwort aus dem hintergrund

um merz noch zu verhindern. in der hoffnung, daß der vom papst gesegnete kaiserenkel doch noch was positives hinbekommt

Merz ...

... macht sich gerade so richtig schön lächerlich. Ich hoffe, die CDU-Mitglieder erkennen langsam, dass dieser Mann an der Spitze ihrer Partei nichts verloren hat, wenn diese weiter ernstgenommen werden will.

da will einer

mit aller macht vorsitzender einer demokratischen partei werden und tritt den gedanken der demokratie mit füssen. werter Hr. Merz, dieser beschluss wurde in einer demokratischen abstimmung getroffen. da gibt's nichts zu kritisieren. als (angeblicher) demokrat nimmt man eine solche entscheidung hin - ohne verbal nachzutreten!

@andererseits, 19:54

Merz sagt allen Ernstes, die Verschiebung des CDU-Parteitages lasse sich mit Corona nicht mehr begründen?

Sicher. Und hat (zumindest in diesem Punkt) komplett recht.

Warum sollen sich tausend Delegierte nicht in einem Fußballstadion mit 70000 Plätzen treffen? Oder einer ähnlichen Lokalität? Fünfzehn Meter Abstand zum Nebenmann?

Macht keinen Sinn.

Man soll es nicht für möglich halten, ...

... wie sich ein erwachsener Mann, der sich für ein hohes Amt mit Aussicht auf die Kanzlerschaft bewirbt, innerhalb eines Tages praktisch selbst vom Brett nimmt. Taktisch ist das eine Katastrophe.

Dieses kindische mit-den-Füßchen-aufstampfen hat er offenbar von seinem transatlantischen Kollegen abgeschaut.

20:04 von Wilhelm Schwebe

«offenbar ein machtwort aus dem hintergrund
um merz noch zu verhindern. in der hoffnung, daß der vom papst gesegnete kaiserenkel doch noch was positives hinbekommt.»

Wer ist in diesem Fall der Papst, wer ist der Enkel?
Ist es eine Päpstin, und ist der Enkel eher minder-groß an Körpergröße?

Irgendwie noch mysteriöser die Frage, warum sich der Herr Merz fest vorgenommen hat, sich selbst als Parteivorsitzender zu verhindern. Er könnte viel besser dastehen, würde es nicht immer, wenn es darauf ankommt, so was Grottiges erzählen. Nun schwadroniert er was vom:
"Partei-Establishment", das ihn nicht wolle.

Muss er was weniger schwaade, dann werden seine Chancen auch besser.
Er wird ja wohl nicht erwarten, dass ihn ± 90% wählen wollten, und sich nur wegen des Partei-Establishments nicht trauen.

Je mehr irgendein Papst die Gegenkandidaten segnen muss, weil die sonst gar nix können. Desto selbstbewusster müsste der Könner-Cowboy Merz auf dem Fliegenden Bierdeckel in die Halle einreiten …

20:24 von rossundreiter

@andererseits, 19:54
Merz sagt allen Ernstes, die Verschiebung des CDU-Parteitages lasse sich mit Corona nicht mehr begründen?

Sicher. Und hat (zumindest in diesem Punkt) komplett recht.
Warum sollen sich tausend Delegierte nicht in einem Fußballstadion mit 70000 Plätzen treffen? Oder einer ähnlichen Lokalität? Fünfzehn Meter Abstand zum Nebenmann?

Oder mit 1.000 Autos auf einem Ikea-Parkplatz? Und noch 400 weitere Autos mit Parteimitarbeitern und Journalisten? Wird auch gerne genommen.

@thomasd

Oder mit 1.000 Autos auf einem Ikea-Parkplatz? Und noch 400 weitere Autos mit Parteimitarbeitern und Journalisten? Wird auch gerne genommen.

Gar keine schlechte Idee. Schreiben Sie der Parteivorsitzenden.

einfach traurig

Herr Merz tut sich leider keinen Gefallen, wenn er jetzt anfängt herum zu jammern. Politik funktioniert nun einmal so, dass auch der richtige Zeitpunkt für eine Entscheidung eine gewichtige Rolle spielt. Diesen bestimmt aber nun einmal nicht er, weil ohne Amt. Traurig ist allerdings der Zustand der CDU selbst: Eine Dauerkanzlerin die wahrscheinlich viele im Land und der eigenen Partei gerade im Osten nicht mehr gern sehen, eine Parteivorsitzende die schon länger das Handtuch geworfen hat und eine bunte Truppe an Möchtegern-Kanzlern. Dabei ist besorgniserregend, dass wohl selbst die Parteibasis bei der Entscheidung über den Parteivorsitz wieder außen vor bleibt, wie es seltsamer Weise auch immer noch das Parteiengesetz vorschreibt. Warum wird das eigentlich nicht geändert?

Die Parteivorsitzende

ist AKK und sollte es auch bis zur Wahl 2021 bleiben.Somit gibt es dann auch eine Anwärterin auf das Kanzleramt.

20:24 von rossundreiter

«Warum sollen sich tausend Delegierte nicht in einem Fußballstadion mit 70000 Plätzen treffen? Oder einer ähnlichen Lokalität? Fünfzehn Meter Abstand zum Nebenmann?»

Hoffentlich ist das Wetter dann Anfang Dezember im Fußballstadion nicht auch so grottig mies, wie es immer ist, wenn um die Jahreszeit Fußball drin gespielt wird. Sonst verküht sich noch wer mit Lungenentzündung bei 2 Tage quasi angewurzelt im Nasskalt-Windig-Rumhucken.

Krawatte zum Skianzug + Wollmütze + Fäustlinge ist auch nicht sehr praktisch. Schüler wegen Lüften-Sollen im Klassenraum bedauern. Aber die Politiker 2 Tage lang im Zieht-Wie-Hechtsuppe rumhucken lassen. Gar nicht nett … und fast schon justiziables Mobbing mit Anlauf.

Zum Schluss wählen sie dann irgendwen zum Vorsitzenden. Den / die, der / die nach 2 Tagen noch am besten gerade stehen, und ohne Hustinettenbär im Hals überhaupt noch was sagen kann.

Schreien über 15 m schont nicht eben den Hals.
Dauernd Stadionlautsprecher ist Grauen für die Ohren.

Apropos Fussball: Friedrich

Apropos Fussball: Friedrich Merz rennt gerade in vollem Scheinwerferlicht ins christdemokratische Abseits: Darauf wird ihm - ganz ohne Kölner Keller - die Briefwahl nach einem online-Parteitag Brief und Siegel geben - es sei denn, der Merz schwenkt noch auf die trumpsche Linie um und erklärt die Briefwahl als gefährlich.

20:47 von Mr.Snail

... Traurig ist allerdings der Zustand der CDU selbst: Eine Dauerkanzlerin die wahrscheinlich viele im Land und der eigenen Partei gerade im Osten nicht mehr gern sehen ...

Da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Mit der Realität hat Ihre Wahrnehmung nicht viel zu tun. Die Beliebtheitswerte der Kanzlerin sind seit langer Zeit unerreicht.

20:55 von andererseits

... Friedrich Merz rennt gerade in vollem Scheinwerferlicht ins christdemokratische Abseits: Darauf wird ihm - ganz ohne Kölner Keller - die Briefwahl nach einem online-Parteitag Brief und Siegel geben - es sei denn, der Merz schwenkt noch auf die trumpsche Linie um und erklärt die Briefwahl als gefährlich.

Die Briefwahl scheidet vermutlich aus, weil sie eine höchstwahrscheinlich erforderliche Stichwahl nicht zulässt.

Merz sollte sich beruhigen.

Die Amtsträger machen gerade eine so unglückliche und inkompetente Figur, dass Ihm die Verlängerung wohl eher nützt.

Die Unfähigkeit, koordiniert und sachgerecht zu handeln wird wohl auch genau so an der Basis wahrgenommen....

@um 19:54 von andererseits

Merz verlässt die Deckung und gibt erstaunliche Einblicke.

Und ist damit wohl der Einzige in diesem Laden der noch nicht die Hosen voll hat. Damit wird er punkten, gerade bei den Jungen.

Also wirklich, so kann man doch keine Partei, geschweige denn ein ganzes Land führen. Entscheidung vertagen auf, ja wann denn? Wenn Corona vorbei ist? Lol.... Das im Zeitalter der Digitalisierung? Unfassbar.

Jedes Unternehmen das derart lahm und träge agieren würde wie die CDU derzeit wäre längst pleite - gerade in dieser schwierigen Zeit.

Feindliche Übernahme

Nachdem die ehemalige "Deutschland-AG" inzwischen ja zu Blackrock gehört - es gibt keinen Dax-Konzern ohne Beteiligung - wären Merz größte Chance vermutlich Parteitags-Stimmrechte nach Kapitalbeteiligung. Solange nicht das Kartellamt einschreitet.

Was Herr Merz sagt, kann nicht stimmen

Wenn er gewählt wird, und es unserer Kanzlerin nicht gefällt, kann sie die Wahlen doch jederzeit rückgängig machen und so lange weiter wählen lassen, bis der Wunschkandidat Herr Laschet den Thron erklommen hat um in ihrem Sinne weiter zu agieren.
Bin ja schon gespannt, wie die Medienfront sich in den kommenden Wochen bis zum unvermeidlichen Parteitag auf Herrn Merz einschießen wird-schließlich hat man ja lange genug geübt -bei Trump.

@schabernack

Hoffentlich ist das Wetter dann Anfang Dezember im Fußballstadion nicht auch so grottig mies (...) die Politiker 2 Tage lang im Zieht-Wie-Hechtsuppe rumhucken lassen (...) dauernd Stadionlautsprecher ist Grauen für die Ohren.

Haben Sie heute Knatschtag?

Die sollen da keine Wurzeln schlagen. Reichen 20 Minuten. In Zeiten von Klimawandels auch für unsere Volksvertreter zumutbar. Anschließend geht's dann auch im Radisson in die heiße Badewanne. Da wird Volksvertreterchen wieder flugs aufgetaut.

Ich meine, manch einer in Deutschland wünschte, er hätte eine Badewanne... oder wenigstens warmes Wasser zuhause...

Stärkste Fraktion

wird die Union wieder,so wie es von ein paar Ausnahmen abgesehen immer war.
Die Zeiten eines Willy Brand sind längst vorbei .Er hat die Union einst fast zur Verzweiflung gebracht .
Schröder hat es Zwar auch einmal geschafft,aber da war die Union selbst schuld.

Maßnahmen

die das ganze Land betreffen-Billionendeals mit der EU-all das kann man per Videokonferenz beschließen-nur eine(n) CDU-Vorsrsitzende (n) wählen -das soll nicht möglich sein?
Sorry, aber da beschleicht einen schon das Gefühl, dass die Verschiebung irgend etwas mit der momentanen Stimmungslage zu tun hat, was man auch deutlich an den Namen derer erkennen kann, die eine Verschiebung befürwortet haben.

@19:54 von andererseits

"Merz sagt allen Ernstes, die Verschiebung des CDU-Parteitages lasse sich mit Corona nicht mehr begründen?"

Nein, das hat er nicht gesagt. Er hat gesagt, wenn ein Präsenzparteitag wegen Corona nicht stattfinden kann, dann muss ein digitaler Parteitag stattfinden, und wenn das nicht der Fall ist, dann kann man das nicht mit Corona begründen. Sie haben offensichtlich nicht richtig zugehört.

21:26 von Hanno Kuhrt

"Wenn er gewählt wird,und es unserer Kanzlerin nicht gefällt,"
Dann ist er gewählt,egal ob es der Kanzlerin oder sonst jemanden gefällt oder nicht.

um 21:42 von Hanno Kuhrt

Maßnahmen die das ganze Land betreffen-Billionendeals mit der EU-all das kann man per Videokonferenz beschließen-nur eine(n) CDU-Vorsrsitzende (n) wählen -das soll nicht möglich sein?
Sorry, aber da beschleicht einen schon das Gefühl, dass die Verschiebung irgend etwas mit der momentanen Stimmungslage zu tun hat, was man auch deutlich an den Namen derer erkennen kann, die eine Verschiebung befürwortet haben.

Au ja, das Gefühl, das einen beschleicht, wenn man an einer Videokonferenz mit 1.000 Delegierten teilnimmt ... große Klasse!

Was genau stört Sie daran, den Parteitag zu einem geeigneteren Zeitpunkt durchzuführen? Und ich meine jetzt ernsthafte Argumente und nicht das Merzsche Verschwörungsgestammel.

@Hanno Kuhrt 21:26

Laschet ist nicht nur der Wunschkandidat der Kanzlerin, er hat die Mehrheit der Union auf seiner Seite. Merz hat einmal verloren und er lernt es einfach nie. Er wird auch ein zweites Mal verlieren. Vielleicht begreift Friedrich Merz dann endlich mal, dass er in der CDU keine Mehrheiten hat.

Am 26. Oktober 2020 um 20:55 von andererseits

Apropos Fussball: Friedrich Merz rennt gerade in vollem Scheinwerferlicht ins christdemokratische Abseits:
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Friedrich Merz lag in den letzten Umfragen weit vor Armin Laschet und wäre mit großer Wahrscheinlichkeit zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt worden.
Was gerade im vollen Scheinwerferlicht ins Abseits rennt, ist unsere demokratische Grundordnung.

Respekt vor Merz

Ich hätte nicht gedacht, dass Merz dies so offensichtlich ausspricht.

Mein Arbeitgeber hat es innerhalb von einer Woche fertig gebracht, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass 4.000 Mitarbeiter ins Home-Office können.

Wenn die CDU es im Gegenzug nicht schafft, die seit April geplante Wahl alternativ zu einer Präsenzveranstaltung zu organisieren, ist dies erbärmlich....umso mehr, als dass Merkel die Digitalisierung als ein wesentliches Ziel erklärt hatte.

Ich bin daher überzeugt, dass Merz recht hat und die Gründe für eine erneute Verschiebung nur vorgeschoben sind, um den Wunschkandidat von Merkel mehr Zeit zu verschaffen, in der Hoffnung, dass er sich wenigstens ein bisschen profiliert und seine eigene Demontierung während der Coronakrise vergessen machen kann...

@ Schabernack

«Warum sollen sich tausend Delegierte nicht in einem Fußballstadion mit 70000 Plätzen treffen? Oder einer ähnlichen Lokalität? Fünfzehn Meter Abstand zum Nebenmann?»

„Hoffentlich ist das Wetter dann Anfang Dezember im Fußballstadion nicht auch so grottig mies, wie es immer ist, wenn um die Jahreszeit Fußball drin gespielt wird“

Anfang Dezember spielt der Profifußball in Deutschland noch im vollen Gange Fußball. Regelmäßig bis vors letzte Wochenende vor Weihnachten. Und wenn nicht gerade Corona ist, spielen die vor ausverkauften Zuschauerrängen.
Fußballfans scheinen ja außergewöhnlich harte Menschen zu sein. Ihren Schilderungen nach ist es ja kaum möglich, Anfang Dezember 3 Stunden draußen zu überleben

@Jadawin1974 21:09

Merz hat keine Mehrheit in der Union. Dies kann ich Ihnen als ehemaliger Delegierter und ehemaliges CDU Mitglied garantieren. Wenn Sie also das Wort Basis in den Mund nehmen, dann muss Ihnen klar sein, dass diese Basis nicht mehrheitlich hinter Merz steht. Genau dies war seine größte Unfähigkeit bei der letzten Wahl gegen AKK. Merz dachte die Partei steht total hinter ihm und liebt ihn. Realitätsfremder geht es nicht!

Am 26. Oktober 2020 um 20:26 von Thomas D.

Man soll es nicht für möglich halten, ...
... wie sich ein erwachsener Mann, der sich für ein hohes Amt mit Aussicht auf die Kanzlerschaft bewirbt, innerhalb eines Tages praktisch selbst vom Brett nimmt.
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Ja da habe ich wieder was gelernt, wer das offensichtliche ausspricht, nimmt sich also selbst vom Brett.

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