Kommentare

Abschluss niedriger als Inflation = Reallohnverlust

Was für eine Schmach. In den letzten 3 Jahren hatten wir insgesamt eine Inflation von über 4,7 Prozent. Hier wurde für knapp 3 Jahre unter Inflationsrate ausgehandelt. Nullrunde für 2020 und erst ab 1. April 2021 soll es um 1,4 Prozent steigen. Mit 3,2 für knapp 3 Jahre haben die AG ihr Anfangsgebot von 3,5 für 3 Jahre sogar unterboten aber Werneke merkt es nicht. Und dafür gab es so viele Streiks? Was für ein schallender Schlag ins Gesicht.

Wieder eine Veralberung

Verdi etc. veralbern schon wieder die in ihnen organisierten Menschen. Die 50,- Euro sind ein schlechter Witz für die Ansprüche der Arbeiten - egal wo.

Tarifeinigung

Tarifeinigung? in diesen Notzeiten mit einer in den letzten 100 Jahren noch nie dagewesenen Schuldenlast für Deutschland völlig unangebracht.

Das falsche Signal

Dieser Abschuss ist viel zu niedrig, denn Deutschland muss endlich seine Exportabhängigkeit verringern und seinen Binnenmarkt stärken!
China hatte auch einmal eine vergleichbare Abhängigkeit von Exporten wie zurzeit Deutschland und hat dann diese Quote durch starke Lohnerhöhungen auf ca. 25 % des BIP verringert und seinen Binnenmarkt gestärkt.
Nicht nur in der Pandemie-Bekämpfung, sondern auch in der Wirtschaftspolitik handelt die chinesische Diktatur erfolgreicher und klüger!
Quelle: makroskop.eu

Verdi

Also dieses Ergebnis hätte mein Opa mit 91 auch ausgehandelt.. Wer jetzt noch sich bei der Verdi organisiert trägt selbst die Verantwortung ... Es müsste eine starke Gewerkschaft wie die GDL das Heft in die Hand nehmen... für wie blöd halten die die Leistungsträger..

Verarsche von Verdi

Wie Recht Sie haben...das ist keine Wertschätzung....immer wieder das selbe...deswegen Austritt.

Eine klare Niederlage der

Eine klare Niederlage der Gewerkschaft. Die hohen Mitgliedsbeiträge lohnen kaum. Mit der Forderung von 4,5% in die Tarifverhandlungen gehen und sich mit 1,4% zufrieden geben, trotz Streiks, ist sehr schwach. Damit kann man die Mieterhöhungen, die kommenden CO2 Steuern und die zusätzlichen Kosten wegen Corona, z.B. für Schutzmasken, nicht ausgleichen.

Ein toller Kompromiss

Von 4,8 % für ein Jahr zu 1,4 % und 1.8 % für 2 Jahre. Wer nennt so ein Ergebnis „Kompromiss“?
Das reicht kaum zum Inflationsausgleich.
So sehen Tarifabschlüsse einer arbeitgeberhörigen Gewerkschaft aus.
Hoffentlich stimmen die Arbeitnehmer, die gestreikt haben, dagegen.
Und für das Pflegepersonal gibt es auch nur wohlfeile Krümel vom Verhandlungstisch.
Die 300€ für Amtsärzte sollten jedem gezahlt werden, der in medizinischen und Pflegeberufen arbeitet.
Aber dazu reichts bei Verdi schon lange nicht mehr.

@ um 11:07 von DerVaihinger

"""Kann es sein, dass die Beschäftigten in den oberen Lohngruppen sich mehr ins Zeug gelegt haben, mehr für die Qualifikation getan haben?"""

Ich habe da einmal nur EIN Beispiel!

Der Name ist Andreas SCHEUER!

Wie sind die Menschen denn in obere Lohngruppen gekommen?

Wer in einer "oberen Lohngruppe" ist muß nicht zwangsläufig (!) auch besser qualifiziert sein!

Ich könnte Ihnen da Beispiele ohne ENDE benennen, auch in anderen Bereichen als bei unseren Bundesministern!

Haben Sie schon einmal etwas von "Vetternwirtschaft" gehört?

Nur ein Berechnungsbeispiel:

Wenn jemand 2.000 Euro im Monat bekommt und ein anderer 10.000 Euro im Monat bekommt, dann bekommen die beiden nach 10 Jahren bei einer jährlichen Erhöhung von z. B. 5 % ...3.257,79 Euro (aus 2.000 Euro) bzw. ... 16.288,95 Euro (aus 10.000 Euro).

Aus dem Unterschied von 8.000 Euro sind nach 10 Jahren 13.031,15 Euro geworden!
Noch Fragen?

Unglaublich

Die Inflation betrug in den letzten 3 Jahren über 4,7 Prozent insgesamt. 3,2 Prozent auf 2,5 Jahre und die erste Steigerung ab 1. April 2021 heißt deutlicher Reallohnverlust. Die kalte Progression tut ihr übriges. Die AG haben somit ihr Anfangsgebot unterboten, wie geht das nach so vielen Streiks und langen Verhandlungen? Wenn Werneke sich noch halten kann als Gewerkschaftsführer, dann armes Deutschland.

Ein vernünftiges Ergebnis für

Ein vernünftiges Ergebnis für beide Seiten, sowohl für die Arbeitnehmer, als auch die Steuerzahler ( =Arbeitgeber ).

Ausgewogenes Ergebnis im Tarifstreit

Die Einigung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes scheint mir angemessen, vor allem mit Blick auf die soziale Besserstellung der unteren Lohngruppen und des Pflegebereichs.

Da wüsste man doch gerne, mit

Da wüsste man doch gerne, mit welcher Strategie VERDI da in die Knie gezwungen wurde und so einen eher jämmerlichen Abschluss als "Kompromis" verkünden lässt.

@ von Dipl.-Ing. Loth...

Unabhängig von Andreas Scheuer: Auch eine bessere Qualifikation rechtfertigt in keinster Weise irgendwelche Gehaltsunterschiede.
Die Grundlagen jeglicher Qualifikationen werden in der Kindheit gelegt.
In einer Zeit also, in der Kinder überhaupt nicht verantwortlich sind für irgendetwas.
Zumal Schule sich auch nicht dafür zuständig sieht, gleiche Vorraussetzungen zu schaffen.

Der erwartete Abschluss ...

... eine um 1 Jahr gekürzte Laufzeit (2 statt 3) und ein Kompromiss bei den prozentualen Lohnerhöhungen.

Warum nicht gleich so?!?

Falsch ist es dennoch, denn wie ich schon zum anderen Beitrag schrieb, wir müssen hin zu Erhöhungen in reinen Euro-Beträgen und nicht mehr in Prozent. Nur so würden wir das Problem mit der Schere zwischen Arm und Reich in den Griff bekommen.

Aber wie auch immer ... nun stimmen hoffentlich alle zu und wir können uns wieder mit den wirklich wichtigen Dingen beschäftigen.

Verdi hat sich mal wieder AG über den Tisch ziehen lassen

ein Arzt der wieso schon am oberen Ende der Lohnskala steht bekommt 300 € dazu die Pflegekraft wird mit 70 € abgespeist. Wozu die Streiks wenn man am Ende doch das Angebot der AG fast vollständig übernimmt?

Lohnerhöhung !

Grundsätzlich sollte eine Lohnerhöhung über der Inflationsrate sein, was aber hier nicht mal im Ansatz erreicht wurde.
Dies ist nicht nur beschämend, sondern fördert nur weiter den Titel " Billiglohnland" Deutschland.

13:01 von Treualp1

Sicher sind die Zeiten nicht einfach, aber trotzdem haben die AN das recht auf eine angemessene Entlohnung. Wenn für beide Seiten die Einigung in Ordnung geht, gut so. Ich bin ein Gegner davon nur weil gerade eine Pandemie herrscht den Beschäftigten eine berechtigte Lohn-bzw. Gehaltserhöhung zu versagen.

Die Einkommensschere geht immer weiter auseinander

Prozentuale Lohnerhöhungen machen Jahr für Jahr die niedrigere Einkommensklassen zu den Einkommensverlierer. Auch jetzt werden sie reale Einkommensverluste erleiden. Die Wahrheit wird sich schon im kommenden Jahr offenbaren. Die Inflation wird im kommenden Jahr den gesamten Nahrungsmittelbereich betreffen, dazu auch den Energiebereich und insbesondere den `Geldkostenbereich` Mieten, Mietnebenkosten, Zinsen für den Normalbürger, Kosten für die Staatsbürokratie usw.
Die Inflation wird jede Erhöhung auffressen. Dies dürfte die Gewerkschaften bekannt sein, die öffentliche Arbeitgeber sowie.
Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Schon traurig.

Mieses Ergebnis

Da ist ja nicht viel herausgekommen! Vielleicht ist dies den knappen Kassen in der Corona Pandemie geschuldet? Echte Kompromisse sehen jedenfalls anders aus.
Man muss sich fragen, was die Streiks sollen, wenn erst ab 1.4.2021 die Gehälter um 1,4 % steigen sollen.

Am 25. Oktober 2020 um 13:01 von Treualp1

"Tarifeinigung? in diesen Notzeiten mit einer in den letzten 100 Jahren noch nie dagewesenen Schuldenlast für Deutschland völlig unangebracht."

Wie begründen Sie Ihre Ansicht?

Die Kosten der Corona-Maßnahmen müssen demnächst bezahlt werden. Vor der Bundestagswahl sagt kein Politiker, wer die Zeche zahlt. Viel deutet aber darauf hin, dass man die Lasten über die Verbrauchssteuern verteilen wird. Das trifft dann jeden, der nicht von Luft und den Früchten seines Gartens oder der freien Natur allein leben kann, und es belastet diejenigen mit geringen Einkünften und Vermögen am heftigsten.

Daher braucht es hohe Lohnabschlüsse und hohe Mindestlöhne, um die bevorstehenden Lasten abzufedern und die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter aufgehen zu lassen.

Von dieser Idee ist der Abschluss im ÖD weit entfernt. Wieder einmal haben sich die Unternehmer-Vertreter in der Union gegen die Interessen der arbeitenden Menschen durchgesetzt. Wann ist die Bundestagswahl?

Verdi ist am Ende - und Fachkräfte werden verschreckt

Das wieder mal eine negativ-rund im Öffentlichen Dienst. Als die Jahressonderzahlungen ab einer gewissen Entgeltgruppe abgesenkt wurde, hatte ich zum ersten mal seit Jahren eine verringerung meines zu versteuernden Einkommens zu verzeichnen. Die letzten Tarifabschlüsse erzeugten bei mir eine reale Einkommenssenkung. Und dieser Abschluss manifestiert dieses.
Und Verdi ist völlig schief gewickelt, wenn sie nur auf die unteren Lohngruppen schaut. Gerade bei fachlich hoch qualifizierten Berufsgruppen wird der öffentliche Dienst nicht nur keinen Nachwuchs mehr bekommen, wer schlau ist wechselt den Arbeitgeber. Das wird passieren. Und davon ist die gesamt Gesellschaft dann schwer getroffen, auch wenn die Neider sagen, es wäre jetzt die falsch Zeit für Erhöhungen. Im Gegenteil, das war jetzt der letzte Zeitpunkt, die Qualität im öffentlichen Dienst zu sichern. Der Zug ist nun abgefahren.

@Treualp1 13:01

Provokation? Oder ist das ihr Ernst? So bekommt man Engpässe nicht beseitigt.

@Dipl.-Ing- Loth... 13:13

"Wenn jemand 2.000 Euro im Monat bekommt und ein anderer 10.000 Euro im Monat bekommt, dann bekommen die beiden nach 10 Jahren bei einer jährlichen Erhöhung von z. B. 5 % ...3.257,79 Euro (aus 2.000 Euro) bzw. ... 16.288,95 Euro (aus 10.000 Euro).

Aus dem Unterschied von 8.000 Euro sind nach 10 Jahren 13.031,15 Euro geworden!"

Ja, und?
Wie zu Beginn bekommt in Ihrem Beispiel der Geringverdiener auch nach 10 Jahren 20% des Einkommens des Gutverdieners. Wo ist das Problem?

Wichtig ist nicht das Absolute, sondern die Relation.

Einsatz und Anerkennung

Es ist traurig zu sehen, wie sich eine Arbeitnehmervertretung damit selber abschafft. Dieser "Kompromiss" ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die in den vergangenen und kommenden Monaten mit ihrer Arbeit unser System am Laufen gehalten haben und dies weiterhin tun. Wer nach diesem Abschluss noch Mitglied bei Verdi bleibt, ist selber Schuld. Ich bin froh, dass ich schon vor knapp 5 Jahren aus diesem Verein ausgetreten bin. Meine Beiträge wären in der Zeit höher gewesen, als dass ich sie durch Lohnerhöhungen und Inflation hätte ausgleichen können.

um 13:12 von nie wieder spd

Nicht für 2 Jahre, Laufzeit ist vom 1. September 2020 bis 31. Dezember 2022, somit für knapp 2,5 Jahre. Nullrunde für 2020. Erst ab 01. April 2021 die ersten mickrigen 1,4 Prozent und die Hälfte davon nimmt der Staat eh per Lohnsteuer wieder zurück. Der Abschluss liegt gemessen an der Laufzeit klar unterhalb der Inflation. Schaut mal, um wieviel Prozent die Politiker ihre Bezüge seit 2012 jährlich erhöhen. 2,5 - 5 Prozent jedes Jahr! Dieser Abschluss darf niemals ratifiziert werden durch die Arbeitnehmer und Werneke muss dafür seinen Hut nehmen.

Tariferhöhung für Abtaucher

Tatsächlich hätten wir in Corona-Zeiten eine Minusrunde für den ÖD gebraucht. Bereits heute sind die Tarife im TV-L oder VKA deutlich höhe als im Privatsektor. Pflegekräfte und Erzieher werden einfach über das höhere Gehalt abgeworben.

Wenn ich mir dann noch die Leistung ansehe, z. B. das Abtauchen der Verwaltung oder der Lehrer in der Coronakrise, bin ich als Steuerzahler wirklich enttäuscht.

...genau so sehe ich das auch...

...dann hätte man auch 4,5% für drei Jahre nehmen können...

So wie immer, ...

... die Bestverdiener bekommen am meisten. Ich werde wohl kein Umdenken mehr erleben. Die (fadenscheinigen) Begründungen für diese Vorgehensweise haben mich schon zu Zeiten meines Wirtschaftsgynasiumsbesuchs aufgeregt.

TVÖD überarbeiten

Der TVÖD gehört grundsätzlich überarbeitet. Das Problem ist weniger die Bezahlung an sich (hier in MV verdient man als Angestellter im öffentlichen Dienst z.B. fast immer mehr als in der Wirtschaft), sondern die Festlegung der Entgeldgruppen.
Warum kann ich als technischer-Assistent (TA) nur in die Gruppen E6,7 und 9 eingestuft werden, nicht aber in E8, während TA's anderer Fachrichtungen zwar in die E8 kommen können, ihnen aber die E9 verwährt bleibt? Dazu kommt die grundsätzliche Beschränkung auf bestimmte Entgeldgruppen. Ich habe die selben Tätigkeiten, wie Kollegen mit einer E13, leite einige davon sogar an, kann aber diese Stufe aufgrund des fehlenden Abschlusses nie erreichen. Das ist ein völlig aus der Zeit gefallenes System.

Unter diesen und den aktuellen Umständen hätte ich gerne auf Tarifverhandlungen verzichtet, die Lohnsteigerungen zum Thema haben, bzw. diese hätten sich gerne auf das Pflegepersonal beschränken dürfen.

Wer bezahlt den "öffentlichen Dienst"?

Kurzum - man darf sich darauf freuen, dass wieder einmal die Abgaben steigen. Das mag in Zeiten mit brummender Wirtschaft, Vollbeschäftigung und ohne Covid19 angebracht sein - jedoch jetzt? Kollektive Unvernunft - nicht mehr. Wir werden einen Kahlschlag der deutschen Industrie erleben wie zu Zeiten des Kohle- und Stahlbauendes. Daneben wackeln aufgrund der Pandemie einige Wirtschaftszweige - Erholung ungewiss. Und da schwingt ausgerechnet eine Gruppe die Streikfahne? Demnächst dann Banken und Versicherungen? Demnächst dann Diätenerhöhungen?

Zu lange Laufzeit und zu

Zu lange Laufzeit und zu später Beginn.
Der Fokus auf Pflegeberufe ist natürlich der derzeitigen Diskussion geschuldet, aber gar nicht so falsch.
Ärzte in Gesundheitsämtern + 300 im Monat. Das ist ordentlich. Wie viel die wohl bisher verdienen ? Das werden ja wohl rund um die 10% sein. Nett... Erzieherinnen kommen auch mit 3,2% über Jahre verteilt aus. Und schön, dass die und die Busfahrer für die anderen das Geld erstreikt haben. Sozial eben.
Im Artikel hätte man die Sonderzahlungen darstellen können, von denen Werneke spricht. Teilweise ja gar nicht so unbeachtlich.
Insgesamt ein teilweise sogar akzeptabler Abschluss, der allerdings eine zu lange Laufzeit hat. Aber ja, ist ja Corona und kein Geld da.
Also da schon, nur nicht eben da da...

Gewerkschaften sind nur noch ein Schatten von einst

Der Abschluss ist aus Arbeitnehmersicht eine Katastrophe. Dies insbesondere, weil der Abschluss im ÖD auch für die Tarifabschlüsse in anderen Branchen einen Rahmen setzt.

Warum sind die Gewerkschaften so eingeknickt? Beten auch sie täglich das neoliberale Gebetsbuch von der Gewinnmaximierung, von dem Egoismus als der nützlichsten Eigenschaft des Menschen und von der "unsichtbaren Hand des Marktes", die jedem den ihm zustehende Rang in der Gesellschaftsordnung zuweist? Es scheint so.

Schon bald (nach der Bundestagswahl) wird die durch die Corona-Maßnahmen verschuldete Zeche zu begleichen sein. Eine andere Lösung, als die Lasten über die Verbrauchssteuern zu verteilen, kann ich mir kaum vorstellen. Also trifft es die im Einkommen unten Stehenden besonders hart. Um das abzufedern, wären hohe Lohnabschlüsse erforderlich. Warum setzen sich die Gewerkschaften nicht dafür ein? Insbesondere im ÖD steht doch nicht zu erwarten, dass der Staat mit Standortverlagerung ins Ausland droht.

Traurig

Man kann Verdi dabei zusehen, wie sie untergehen. Dieser faule "Kompromiss" ist ein Schlag ins Gesicht für alle Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, die in den vergangenen und zukünftigen Monaten unser System erhalten haben und werden.
Ich fühle mich bei diesen Abschlüssen darin bestätigt, dass es richtig war, vor knapp 4 Jahren aus der Gewerkschaft auszutreten. Meine Beiträge für Verdi wären in dieser Zeit höher gewesen, als dass sie durch Lohnerhöhungen und Inflation wieder ausgeglichen worden wären. Von Mehrverdienst wollen wir gar nicht reden. Und da bin ich wahrscheinlich nicht der einzige.
Schade Verdi, schade. Du sägst am eigenen Ast.

einfach herrlich hier wieder

wie unsere hiesigen altsocialisten ihre letzte kraft für den kampf gegen das kapital aufnehmen.

Einerseits beschämend...

.... ist dieser Abschluss.
Andererseits ist der Vorsitzende Koll. Werneke und ist "Frank der Zweite". Der Zweite wiederum ist immer der erste Verlierer. Warum solllte der von Frank B. ins Amt gehobene Nachfolger besser sein, als sein Nachfolger, zudem dieser in als Kronprinz haben wollte!?
Früher gab es zum Verhandlungsergebnis noch eine Mitgliederbefragung. Davon ist jetzt nichts zu lesen. Vielleicht auch gut so, weil die früheren Mitgliederbefragungen von "Apparatschicks" ausgezählt wurden.
Seit Gründung von ver.di muss diese große Gewerkschaft mit einem hohen Mitgliederschwund leben. Mit diesem Ergebnis ist auch dabei keine Trendwende zu erwarten!

Mogelpackung

Angesichts der deutlich gestiegenen Lebenshaltungkosten ein erbärmliches Ergebnis. Es wäre gerade in diesen Tagen ein wichtiges und gutes Signal an die Bediensteten im öffentlichen Dienst gewesen - eine angemessene Wertschätzung, wenn man hier den Verhältnissen entsprechend großzügiger gewesen wäre. Diese Prozentpunkte auf das jeweilige Jahr bezogen, fangen vermutlich noch nicht einmal die Inflation auf. Somit zeigen sich die Verantwortlichen, trotz voller Staatskassen mal wieder geizig iher eigenen Klientel gegenüber und setzen das absolut falsche Signal. Der gesamte öffentliche Dienst ist bei der Coronabewältigung an vorderster Front und leistet seinen Beitrag. Wenn es "hart auf hart" kommt, steht man dort in erster Reihe und soll die Moral bei solcher Wertschätzung auch noch hochhalten, während sich die Schreihälse der Wirtschaft dann wegducken, wie schon so oft. Im Grunde genommen wurde der öffentliche Dienst hier mit "Peanuts" abgespeist. Traurig!

@Dipl.Ing.Loth

Nee, keine Fragen. Der Abschaffung dieses „Systemfehlers“ rede ich seit Ewigkeiten das Wort. Die Arbeitnehmer sollten begreifen: Nicht Austritt aus der Gewerkschaft sondern eine Verstärkung dieser (verbunden mit einer größeren Kontrolle der Funktionäre durch die Basis) käme der Lösung näher. Die Beschäftigten müssen sich solidarisch für Sockelbeträge stark machen. Aber den Gegenwind bei solchen Äußerungen kenne ich persönlich.

@nie wieder spd, 13:20 Uhr

Selbstverständlich rechtfertigt eine bessere Qualifikation in Verbindung mit einem adäquaten Aufgabenbereich, der auf diese Qualifikation zugeschnitten ist und z.B. ein höheres Maß an Verantwortung impliziert, eine höhere Eingruppierung. Wer die entsprechende Qualifikation erwirbt, hat häufig ein Studium absolviert, sehr viel Zeit und Geld investiert, vielleicht auch noch BaföG in Anspruch genommen und vor allem während des Studiums keine Rentenansprüche erworben. Dies alles kann im Rahmen der Eingruppierung nicht unberücksichtig bleiben.

Nur Pflegepersonal sollte profitieren

Die letzen Jahre hatten wir kaum Inflation. Aktuell sogar negativ bis null.
Nur Pflegepersonal sollte eine Erhöhung bekommen, alle anderen sollten maximal einen Inflationsausgleich von unter 1% bekommen. Laufzeit 1 Jahr.
Die ganzen Beamten und Angstellten in den Ämtern hatten teilweise frei ohne Lohnverlust und ohne Jobgefahr. Ein großer Teile der arbeitenden Bevölkerung hat dieses und nächstes Jahr mit einem deutlichen Reallohnverlust zu rechnen.

13:25, LifeGoesOn

>>Falsch ist es dennoch, denn wie ich schon zum anderen Beitrag schrieb, wir müssen hin zu Erhöhungen in reinen Euro-Beträgen und nicht mehr in Prozent. Nur so würden wir das Problem mit der Schere zwischen Arm und Reich in den Griff bekommen.<<

Das ist richtig.

@13:12 von nie wieder spd - Gerwerkschaftsschelte

"Das reicht kaum zum Inflationsausgleich."

Ich hätte mir auch mehr gewünscht, aber man muss Ihre Einschätzung etwas relativieren.

Erstens haben wir derzeit Corona-Krisen-bedingt nicht die Geldentwertung wie zuvor.

Zweitens: Mehr erzielen kann man nur mit mehr Streiks.
In Nicht-Corona-Zeiten waren Streiks im ÖPV wirkungsvoll. Jetzt gab es nach 1 Tag den Aufschrei, dass dieser Streik unverantwortlich sei, da der Ausfall von städtischen U-Bahnen und Bussen zu überfüllten S-Bahnen führe.
Genauso schwierig: Streiks im Gesundheitswesen.
Man muss auch bedenken, wie das Verständnis für härtere Streiks bei Teilen der Bevölkerung sein würde, die wirtschaftlich von der Corona-Krise betroffen sind.

Können Sie darstellen, wie der Kampf für höhere Löhne und Gehälter hätte besser geführt werden können? Ich kannn es nicht.

Absolut unverständlich finde ich den Ratschlag eines Users hier, aus der Gewerkschaft auszutreten. Will er dann alleine mehr erreichen?

Schön ist es nicht

Die Gewerkschaften sowie die SPD haben real noch nie was für die Arbeitnehmer getan. War und ist die SPD mit in der Regierung ging es den Bürgern im Land schlechter. Die Politik hat auch noch nie ein Werk gerettet. Ich bekomm schon das Gruseln wenn die ersten roten Fahnen vor den Betrieben auftauchen. Da weiß doch schon jeder, das Werk ist verloren. Und schon jetzt ist doch auch wieder klar das die Neiddebatte losgetreten wird. Arbeiter gegen Beamte. Nur mal so, sollten Beamte und Freiberufler in die Gesetzliche Rentenkasse einzahlen müssen. Hat kein Rentner mehr davon. Denn die Beamten und Freiberufler müssen dann auch aus der Rentenkasse bezahlt werden.

Tarifverhandlungen als Nebelkerzen

Ich bin Angestellter mit 30 Wochenarbeitsstunden (nicht im öffentlichen Dienst),hab einige Kinder und verdiene knapp über Mindestlohn. So lang ich nicht 35€ auf die Hand bekomme, ändert sich gar nichts. Also kann ich ganz entspannt bleiben und dem wilden Treiben da oben zuschauen. Mir tun die Leute leid, die immer ein paar Prozenten mit Maßgabe einer willkürlichen Inflationsrate hinterher rennen müssen und ihnen dabei suggeriert wird, sie hätten einen Erfolg erlebt. Ich lebe mit "wenig" wie ein König wärend ihr denkt Tarifverhandlungen hätten einen Wert!

Eingeknickt ...

"ver.di" , kannst die Läppchen in weiß-rot und die Trillerpfeifen wieder einpacken , ..wieder habt ihr in euer so bestechenden Form die Arbeitnehmer an keinem glaubhaften Tarifvertrag teilnehmen lassen !
Bei euch natürlich alles klar , ..sehr vereehrte
Fachbereichsleiter ! Warmer Stuhl wieder gerettet , ist doch klar !
Nach Inflationsausgleich und einer Steigerung von Minimalzielen schaut das Mitglied auf das Ergebnis ,
..und soll noch sagen ..toll ?
Hinter den Kulissen war sich " ver.di " für wirkliche Tariferhöhung zu schade .
1.5 Prozent minimal wird von jedem Mitglied dieser Vertretung als Monatsbeitrag verlangt , ..dafür bekommen die Mitglieder Peanuts ...

Effektiv ver.di-n ich immer weniger...

Leider hat es ver.di bis heute versäumt, einen Ausgleich für die Nullrunden in der Finanzkriese zu erwirken, und auch sonst hinken die Abschlüsse denen von Metall/Elektro immer hinterher. Auf Dauer geht das nicht gut.
Als ich 2001 im ÖD anfing war mein Verdienst ca. 32% geringer als dr eines Vergleichbaren Angestellten in der Privatwirtschaft - mittlerweile sind es mehr als 45% die ein Angestellter in der Privatwirtschaft mehr verdient.
Für Einrichtungen bei denen es wirklich darauf ankommt Spitzenkräfte zu gewinnen (Universitäten, Forschungseinrichtungen etc.) ist das einfach eine Katastrophe....

Enttäuscht

Der ÖD ist mehr als Erzieher und Pfleger. Und genau dieser Teil geht sehr gering aus. Soll aber die Kosten der Corona Krise mittragen... 2020 sind sie die Verlierer. Für die Coronakrise waren Millionen und Milliarden da. Für den öffentlichen Dienst im Sinne der Taeiferhöhung steht wenig bis nichts zur Verfügung. Sehr schade.

Pflegekräfte sind nicht nur

Pflegekräfte sind nicht nur in Belgien sondern längst auch bei uns am Ende - es steht zu befürchten, dass wir das in den kommenden Wochen und Monaten schmerzlichst spüren werden, auch weil viele unter den derzeitigen Bedingungen den Beruf verlassen und neue Fachkräfte unter diesen Bedingungen eher abgeschreckt werden.
Und bei dem Ergebnis und diesen Aussichten stellen die Herren breitbeinig fürs Foto auf. Erbärmlich.

Es ist einfach nur traurig

In den wirtschaftlich superfetten Jahren vor Corona gab es ja auch keine wirklichen Lohnverbesserung.

Begreifen diese 'Verhandler' nicht, dass z.B. die Ausbildung zur Pflegekraft mindestens 3 Jahre dauert. Die brauchen dann aber noch viel Erfahrung und Weiterbildung, bis sie wirklich 100% einsetzbare Fachkräfte sind.

Wie lange soll noch die Krankenpflege ausgezehrt werden, bis alles zusammenbricht? Wer will denn unter diesen Umständen noch in diese Berufe einsteigen? Nur mit Phillipinen und Südamerikanern wird es nicht funktionieren. Die ein oder andere Fachkraft sollte auch in Zukunft noch die deutscher Sprache verstehen.

Und wo, verdammt nochmal, ist das ganze Geld hin?
Deutschland gehört zu den vier reichsten Staaten der Welt und kann sich für seine Angestellten nur weniger als die Geldentwertung leisten?

@13:01 von Treualp1

"Tarifeinigung? in diesen Notzeiten mit einer in den letzten 100 Jahren noch nie dagewesenen Schuldenlast für Deutschland völlig unangebracht."

Jepp, die Schuldenlast ist bedenklich, aber wo siehst du das Geld, das jetzt so oder so locker gemacht wird, besser investiert? In Pflegepersonal oder TUI, Lufthansa und Co?
Ich für meinen Teil, sehe die sozialen Berufe strukturell benachteiligt und nur weil jetzt die Hütte brennt, bewegt sich mal was ansatzweise.

Andere Gewerkschaften ...

Wir brauchen dringend andere
Gewekschaften , ..die Verarmung der Berufsstände nimmt immer mehr zu .
Vielen Dank , dass sich hier viele an diesen skandalösen Abschlüssen seitens "ver.di" ..an einer Diskussion beteiligen .

Na ja, ...

Immerhin haben es die Gewerkschaften (hoffentlich) geschafft, den miesen Angriff der AG-Seite auf das Eingruppierungsmodell abzuwehren. Es bleibt abzuwarten, welche Kröte noch geschluckt werden musste.

Leider nichts dazu gelernt ...

... die, die nie mitgestreikt haben fragen als erste: Wieviel gibt es mehr, und die, die auf der einen Seite über die hohe Neuverschuldung der Republik klagen, empfinden gleichzeitig den Abschluss als "mickrig". Nicht der Austritt aus ver.di ist die Lösung, sondern das Mitmachen: Menge schafft Eindruck bei Herrn Seehofer.

"Am 25. Oktober 2020 um 13:33 von DrBeyer"

"Aus dem Unterschied von 8.000 Euro sind nach 10 Jahren 13.031,15 Euro geworden!"

Ja, und?
Wie zu Beginn bekommt in Ihrem Beispiel der Geringverdiener auch nach 10 Jahren 20% des Einkommens des Gutverdieners. Wo ist das Problem?

Wichtig ist nicht das Absolute, sondern die Relation."

Sie irren.

Wenn die Grundkosten für das Überlebensnotwendige heute bei z.B. 1.000 € liegen, bleiben 50% (also die Hälfte seines Einkommens) bei dem einen und 87,5% bei dem anderen für freie Ausgaben zur Verfügung.

Wenn aber demnächst die volkswirtschaftlichen Schäden von Corona und Klima zu bezahlen sind und dies über die Verbrauchssteuern geschieht, wovon ich ausgehe, dann steigen die Grundkosten für beide auf z.B. 1.500 €, was bei dem einen noch 25% für freie Ausgaben belässt, bei dem anderen aber 81,25%. Der mit dem niedrigen Einkommen verliert die Hälfte seiner Verfügungsmasse, der andere 5,25 Prozentpunkte.

Die Relation bei den Einkommen ist nicht der entscheidende Fakor.

Herzlichen Glückwunsch

Angesichts der dramatischen Neuverschuldung ein Unding, dass überhaupt nur über Tariferhöhungen nachgedacht wird. Was wohl die vielen Arbeitslosen und Kurzarbeiter in der Privatwirtschaft dazu sagen werden? Oder die Solo-Selbständigen, denen gerade die Existenzgrundlage entzogen wird?

@AbseitsDesMains... 13:39

"Wenn ich mir dann noch die Leistung ansehe, z. B. das Abtauchen der Verwaltung oder der Lehrer in der Coronakrise, bin ich als Steuerzahler wirklich enttäuscht."

Was soll dieses völlig sinnbefreite Lehrer- und Beamtenbashing?
Ich kenne durch Zufall einige Lehrer und andere Verwaltungsleute, von denen kein einziger auch nur ansatzweise abgetaucht ist.

Dass insbesondere die Lehrer zeitweise nicht arbeiten durften, steht auf einem anderen Blatt. Seit der Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde, ist dafür die Arbeit eines Lehrers, die ohnehin schon sehr anstrengend ist, noch einmal um ein Vielfaches anstrengender.
Und dass gerade die öffentlichen Verwaltungen gerade keine Arbeit mit Zuckerschlecken zu bieten haben, sollte auch Ihnen bekannt sein.

Was soll das also?!?!

@ Traumfahrer am 25. Oktober 2020 um 13:27 Uhr

"Grundsätzlich sollte eine Lohnerhöhung über der Inflationsrate sein ..."

Ähh ... NEIN!

Woher soll denn das Geld nach ihrer Logik kommen?

Natürlich kann es mal sein, dass eine Erhöhung über der Inflation liegt, dann muss es aber an anderer Stelle auch regelmäßig umgekehrt sein.

*******************

@ DrBeyer am 25. Oktober 2020 um 13:33 Uhr
"Wie zu Beginn bekommt in Ihrem Beispiel der Geringverdiener auch nach 10 Jahren 20% des Einkommens des Gutverdieners. Wo ist das Problem?"

Tatsächlich ist das aber die Ursache, dass so die Reichen immer reicher werden. M.E. müsste man mal so für 10 Jahre die Gehälter ab einer bestimmten Einkommenshöhe komplett einfrieren und den daraus erzielten Wert den Geringverdienern zukommen lassen. Dann bekommen wir in diesem Land wieder etwas mehr den Eindruck von Gerechtigkeit.

Wenn ich so in meinem Umfeld schaue, dann hat so mancher "Vorgesetzte" kaum mehr verdient als seine "Untergebenen" ... denn Letztere schuften und Erstere reden nur viel.

@13:39 von AbseitsDesMains...

>>Tatsächlich hätten wir in Corona-Zeiten eine Minusrunde für den ÖD gebraucht. Bereits heute sind die Tarife im TV-L oder VKA deutlich höhe als im Privatsektor. Pflegekräfte und Erzieher werden einfach über das höhere Gehalt abgeworben.<<

Tatsächlich ist das eine Minusrunde.

Was ist an einem Wettbewerb der niedrigsten Löhne richtig? Die mit der schlechten Bezahlung sollen gefälligst auf das Niveau der guten Bezahlung nachziehen, nicht umgekehrt. Wenn sie das nicht schaffen müssen sie ihren Laden schliessen. Das ist Marktwirtschaft!

Das Problem ist auch nicht, das Fachkräfte abgeworben werden, dass passiert in der freien Wirtschaft ununterbrochen. Das Problem ist doch, das zu den aktuellen Preisen überhaupt keiner mehr Lust hat, diese Berufe zu erlernen.

Leider fällt das erst nach Jahren auf. Dann aber um so heftiger, weil es ja auch Jahre dauert das Vertrauen zurückzugewinnen um überhaupt neue Leute zu bekommen.Gleichzeitig springen auch noch Eingearbeitete wegen Überlastung ab.

Herr Werneke sollte seinen Hut nehmen ...

Ja man setzt sich auf einen langlebigen Stuhl , ..beste Rhetorik vorausgesetzt , ..
schön den Ball flachhalten , ..und selber gut dabei wegkommen ; so schön als Vorsitzender innerhalb von " ver.di" , ..was will man mehr !

UteD-M20

Aufruf zu Solidarität; Wo bleibt die dringend erforderliche Anerkennung?!?
Obwohl ich keiner der Berufsgruppen angehöre, fühle ich mit Ihnen. Diese Tarifvereinbarungen empfinde ich als einen Hohn für all diese Berufsgruppen; ich würde Ihnen empfehlen, weiter zu streiken.

Grausiger Abschluss

Das ist kein Kompromiss, sondern eine Unterbietung eines ohnehin miesen Angebots der AG. Ich gehöre zu den oberen Entgeltgruppen im Tarif und hätte gern zugunsten der Entgeltgruppen E1 bis E6 komplett auf Erhöhungen verzichtet. Aber von sozialer Angelegenheit ist Verdi weit entfernt. Die Schere klafft immer weiter auseinander. Mit Billigung.
Meine persönliche Konsequenz nach Jahrzehnte langer Mietgliedschaft: Ich trete aus. Gewerkschaftsarbeit sieht anders aus.

Womit sind Sie eigentlich unzufrieden?

Heute morgen haben Sie noch behauptet, dass für die unteren Einkommengruppen nie etwas getan wird und den Tarifabnschluss 2018 einfach ignoriert. Jetzt gibt es "unten" wieder deutlich mehr und vor allem für alle in der Pflege usw. tätigen gute Aufschläge.

Was wäre denn jetzt richtig gewesen? Bei steigenden Coronazahlen knallhart weiter streiken? Die Rahmenbedingungen für Streikaktionen werden jetzt zunehmend schlechter und der scheinbare wirtschaftliche Aufschwung pulverisiert sich gerade. Oder: Nur für die unteren Lohngruppen +10%? Wenn ich freundlich darauf hinweisen darf: Auch die oberen Lohngruppen sind in ver.di organisiert....

Und die Amtsärzte haben einen klaren Aufschlag bekommen, weil sie im Krankenhaus nunmal mehr verdienen würden.

Da Sie schinbar schon lange mit ver.di durch sind: Wie hätte wohl das Ergebnis ohne Gewerkschaft ausgesehen: Richtig. 0,0% für alle - ist ja schliesslich Corona.

Nächste Mogelpackung..

Bei der heutigen Steuer und Abgabenbelastung und der zu erwartenden Inflation ist das gar nicht mehr soooo viel. 50%+x werden davon aufgefressen und dann sieht es schon gar nicht mehr so toll aus! Verarschung pur so was zu feiern..

Coronahelden werden abgespeist

Der Reallohn wird gering oder garnicht steigen. Die Coronahelden haben aber Erhöhungen im zweistelligen Bereich verdient. Wahltag ist Zahltag. Alle beteiligten Parteien müssen abgestraft werden.

ganz ok

Der Abschluss ist ganz ok - der Haken ist halt, dass die Erhöhung erst nächstes Jahr beginnt.
Was viel nicht wissen, bei verdi gibt´s in der Regel nach jedem Tarifabschluss eine Mitgliederbefragung, bei der man auch gegen den Abschluss stimmen kann.
Zudem wird auch in den öffentlichen Dabatten immer vergessen, dass eine Gewerkschaft immer von den Mitgliedern getragen wird, die auch vor Tarifverhandlungen ihre Forderungswünsche formulieren können.
Durchsetzung von Fordungen geht nur mit vielen Gewerkschaftsmitgliedern. Ohne Gewerkschaften sähe es in diesem Land zappen duster aus.

Vergessen wird auch, dass nicht verdi allein den Tarifabschluss aushandelt, da hocken dummerweise auch noch die öffentlichen Arbeitgeber mit am Tisch, die hab nun mal andere Vorstellungen.

Mal ein kleines Beispiel aus der Praxis

So zum Thema Corona (und das deshalb jetzt weniger gezahlt werden muss):

Es ist schön, das Deutschland EU weit die meissten Intensivbetten besitzt.

Noch schöner wäre es, wenn auch das Personal dafür vorhanden wäre.
Aber woher soll das kommen ohne vernünftige Löhne?

@ Koray

Abschluss niedriger als Inflation = Reallohnverlust Was für eine Schmach.

Ich hasse Kommentare, die sich leichtfertig über andere Menschen erheben. Vor allem in schwierigen Zeiten. Einfach unangebracht. Sie haben nichts verstanden.

Tarifeinigung im öffentlichen Dienst........

Und da können sie sich freuen, die Seehofer und Co.
Die Gewerkschaft Ver.di ließ sich über den Tisch ziehen: Im Artikel steht, daß die niedrigsten Lohngruppen eine Erhöhung um 4,5 Prozent bekommen. Bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von mehr als 2 Jahren bedeutet das pro Jahr 1,93 Prozent (auf 28 Monate berrechnet). Ähnlich bei der Bahn AG (schläfrige EVG) und bei DHL.
Da können sich Werneke und die Komanager sicher im Kanzleramt sehen lassen.
Und für die Vernetzung kämpferischer Gewerkschaften (VKG) bleibt noch einiges zu tun....

Mehr geht eben nicht

Auch wenn wir noch ein Jahr gestreikt hätten, mehr hätten wir nicht herausgeholt und es ist auch nicht mehr herauszuholen. Es ist einfach nicht da. Wer das nicht kapiert, tut mir leid.

@ 13:45 von Jan_HGW

Neben Ihrer Kritik möchte ich noch darauf hinweisen, dass das Element LOB auch oft nicht funktioniert und nicht selten nicht "leistungsorientiert" eine Zulage erfolgt, sondern nach dem Kriterium "Wer ist am besten angepasst, am wenigstens kritisch und gut stromlinienförmig " - kurz: Wer die Leitung lobt, kriegt LOB.

Am 25. Oktober 2020 um 13:13 von Dipl.-Ing. Loth...

Zitat: Ich habe da einmal nur EIN Beispiel! .... Der Name ist Andreas SCHEUER!

Ihr Beispiel ist im diskutierten Zusammenhang verfehlt.

Bundesminister, die Beame sind, werden nicht nach Tarif vergütet.

Ob der Tarifabschluss auch für Beamte übernommen werden wird, steht in den Sternen.

super cool

Die halbe Nation geht baden aber wir machen einen auf Lohnerhöhung für die Helden der Arbeit. Woran erinnert mich das nur.

Wenigverdiener bekommen mehr - insgesamt aber ein Witz

Kann die Kommentatoren hier nicht verstehen, die sagen, die Besserverdiener hätten wieder mehr bekommen - das Gegenteil ist der Fall. Der Vertrag sieht für Wenigverdiener eine höhere prozentuale Steigerung vor...

Insgesamt ist dieser Tarifvertrag ein Witz. 1,4% pro Jahr? Das reicht, wenn überhaupt, um die Inflation auszugleichen. Gerade jetzt, wo man und auch die Politik sehen kann, dass der öffentliche Dienst zu den wichtigsten Pfeilern unserer Gesellschaft gehört und kritische Arbeit leistet, vergütet man diese Arbeit kläglich.

Es wäre Zeit, vorzugsweise nach Corona, dass man diese Republik mal nieder streikt. Alles oder nichts, liebe Genossen! So kann das Trauerspiel nicht weitergehen. Entweder sollen alle sehen, dass man was wuppen kann, oder alle sollen sehen, dass man schwach und überflüssig ist. In letzterem Fall hat keiner was gewonnen und es kommt was neues. Aber dieses dahinsiechen der Gewerkschaften ist für die Arbeitgeber der Optimal-Zustand.

Am 25. Oktober 2020 um 13:39 von AbseitsDesMains...

"Tariferhöhung für Abtaucher

Tatsächlich hätten wir in Corona-Zeiten eine Minusrunde für den ÖD gebraucht. Bereits heute sind die Tarife im TV-L oder VKA deutlich höhe als im Privatsektor. Pflegekräfte und Erzieher werden einfach über das höhere Gehalt abgeworben.

Wenn ich mir dann noch die Leistung ansehe, z. B. das Abtauchen der Verwaltung oder der Lehrer in der Coronakrise, bin ich als Steuerzahler wirklich enttäuscht."

Je nach Art und Richtung des eigenen Vorurteils kramt man die positive oder die negative Schlagzeile heraus, um den Gegner pauschal zu diskreditieren. Und man schaut auch nicht darauf, ob die Verschuldensfrage überhaupt geklärt ist. Ich erinnere mich z.B. an die unglaublich schnell ausgezahlten Soforthilfen, die in Tag- und Nachtaktionen bewerkstelligt wurden. Aber das passt nicht in Ihr Vorurteil.

Im Übrigen: wenn es in der Wirtschaft hakelt, ist der Neid sehr groß, wenn die Wirtschaft brummt, überholt mich der Porsche-Fahrer mit mitleidigem Lächeln.

Am 25. Oktober 2020 um 13:53 von Wilhelm Schwebe

Zitat: wie unsere hiesigen altsocialisten ihre letzte kraft für den kampf gegen das kapital aufnehmen.

Der Staat, der hier einer der Tarifpartner ist, wird gemeinhin nicht als Kapitalist gesehen.

Der Kampf gegen den Kapitalismus findet auf anderem Terrain statt.

Toll

Na wenn jetzt schon die Bundeswehr Arbeitsplätze ersetzt scheint ja das Personalproblem im ÖD gelöst zu sein. Dieser Abschluss wird das Problem bestimmt nicht beseitigen. Riesen Sauerei wenn das Ganze auch noch als großer Erfolg verkauft wird.

Nein zum Tarifabschluss

Wer von den Pflegenden spätestens jetzt nicht begriffen hat, dass Ver.di nicht unsere Gewerkschaft ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Franz Werneke spricht von der Pflege wie der Blinde von der Farbe und so hat er auch verhandelt. Einmal abgesehen von der prozentualen „Tariferhöhung“ in Korrespondenz mit der Laufzeit ist die Zuschlags- und Sonderzahlungsregelung ein Schlag ins Gesicht aller fachweitergebildeten Pflegenden. Neben Intensivpflegekräften gibt es Fachpflegende in der Psychiatrie, Onkologie, Geriatrie, Gerontopsychiatrie, Hygiene und viele mehr. Dazu kommen die akademisierten Pflegenden, die sich wegen niedriger Eingruppierung in Pflegeeinrichtungen oft andere Nischen suchen. All diesen professionellen Pflegenden ist ein gemein: sie haben sich in jahrelangen Weiterbildungen oder einem Studium, unter großen Entbehrungen weiterqualifiziert. Der monetäre Benefit ist Null! Liebe Kollegen*innen, Zuschläge können jederzeit wieder kassiert werden. Evidenzbasierte Erfahrung.

@ Traumfahrer

Dies ist nicht nur beschämend, sondern fördert nur weiter den Titel " Billiglohnland" Deutschland.

"Billiglohnland", so ein Kokolores. Nennen Sie mir ein Land, wo ein Büroangestelleter bei einer Stadtverwaltung oder ein Pflegebediensteter in einer kommunalen Klinik mehr verdient als in Deutschland.

@Uthredt 13:31

„.... nur auf die unteren Lohngruppen schaut ...“ Machen Sie Witze? Ich kann kein Schauen auf unten erblicken.

@ Adeo60 um 14:00

"Selbstverständlich rechtfertigt eine bessere Qualifikation in Verbindung ..., eine höhere Eingruppierung. Wer die entsprechende Qualifikation erwirbt, hat häufig ein Studium absolviert, sehr viel Zeit und Geld investiert, vielleicht auch noch BaföG in Anspruch genommen und vor allem während des Studiums keine Rentenansprüche erworben. Dies alles kann im Rahmen der Eingruppierung nicht unberücksichtig bleiben."

Dies alles soll ja auch nicht unberücksichtigt bleiben. Der aktuelle TVÖD nimmt die Ausbildung aber als Hauptkriterium. Das mag für Berufseinsteiger sicherlich gerechtfertigt sein, je länger jemand arbeitet, desto geringer ist aber der Einfluss der Ausbildung.
Hinzu kommt, dass ein Studium und selbst das Abitur, nach wie vor sehr vom sozialen Hintergrund abhängt. Mir fallen auf Anhieb mehrere Beispiele in meinem persönlichen Umfeld ein, bei denen eine höhere Ausbildung durch die Notwendigkeit, früh Geld zu verdienen nicht möglich war, obwohl diejenigen "das Zeug dafür hätten".

Schuldenlast?

Ja und? Hört sich jetzt aber martialisch an.

Wir sind jetzt wieder minimal über der Schuldenlast nach der Finanzmarktkrise 2010. Danach wurde fleissig getilgt und das konnte jetzt wieder verbraten werden.

Über Gehälter verhandeln ist also unmoralisch? Dann wärs doch mal solidarisch, wenn auch keiner mehr die Preise erhöht. Ich geh mal kurz träumen.

Und ab wann darf man denn wieder über Gehälter reden? Bei einer Verschuldung von Null?

@13:56 von schneegans

"Nicht Austritt aus der Gewerkschaft sondern eine Verstärkung dieser (verbunden mit einer größeren Kontrolle der Funktionäre durch die Basis) käme der Lösung näher. Die Beschäftigten müssen sich solidarisch für Sockelbeträge stark machen."

Dem stimme ich zu!
Das Geschimpfe oder gar der Austritt helfen nicht weiter.
Selber aktiv werden, die Gewerkschaft wieder als Zusammenschluss begreifen und nicht als ein Verein, der alles für einen regelt.

@Adeon60 um 14:00

Sie arumentieren das jemand der Geld von der Sozialgemeinschaft erhalten hat mehr verdienen soll und dadurch in der Lage ist sich nicht mehr am Sozialsystem (z.B Rente) zu beteiligen?
Und um das BaföG zurückzuzahlen muss er ja nicht so viel mehr verdienen.
BTW: Ob jemand eine dreijährige Ausbildung macht oder 6 Semester Studiert macht doch keinen großen Unterschied in der Qualifiktion.

13:53, Wilhelm Schwebe

>>einfach herrlich hier wieder
wie unsere hiesigen altsocialisten ihre letzte kraft für den kampf gegen das kapital aufnehmen<<

Umso herrlicher, wie Sie hier zur Diskussion beitragen. Mit immer wieder den gleichen Beiträgen.

@ AbseitsDesMains... 13:39

Oh Mann, befriedigt es, pauschal auf andere einzudreschen, irgendwelche Menschen in irgendeinen Pauschaltopf zu werfen? Es ist schon haarsträubend, wie Sie sich in eine Beschimpfungsriege einreihen, die meint, dass ohne öffentlichen Dienst alles besser liefe. Allein ihr Statement zu den Pflegekräften zeigt schon ihre Ahnungslosigkeit.

@ um 12:57 von Coachcoach

Ohne Verdi hätten die in ihnen organisierten Menschen gar nix mehr in der Täsch. Was ist besser?

@Spargeltarzan "meine Beiträge wären höher gewesen..."

So sieht sie aus die unsolidarische Welt. Ohne die Gewerkschaft, aus der Sie ausgetreten sind wäre ihr effektives Minus in der Tasche auch ohne Beitragszahlung viel höher gewesen.

Dann wäre die Rechnung nämlich gewesen: Null Prozent Tarifabschluss minus Inflation.

Gabs nicht 2018 in Summe 7,5%?

Kein Mitglied sein, nicht streiken und dann motzen: Das sind eigentlich die Kollegen, mit denen ich am liebsten rede. Aber Sie haben den bsprung aus dem öffentlichen ienst sicher lange geschafft, richtig?

@ um 14:00 von Adeo60

Nein, kann es nicht!
Dazu müßten zuerst die Bedingungen für alle Kinder gleich sein, damit jedes Kind auch von Beginn seiner Bildungslaufbahn die Möglichkeit hat jede Qualifikation zu erwerben.
Das ist aber in unserem Bildungssystem gar nicht möglich, da schon die Elternhäuser nicht die gleichen Möglichkeiten für Kinder bieten.
Und damit ist die Ungleichheit der Chancen für viele Kinder betoniert.
Insofern gibt es auch später niemals die gleichen Chancen für jeden.
Und wenn sich jemand in seinem Beruf als Toilettenaufsicht anstrengt, muß er auch das gleiche Gehalt bekommen, wie jemand, der sich als Ingenieur in seinem Beruf anstrengt.
Alles andere ist Unsinn.
Und Ungerecht. Gleiche Leistung = gleiches Gehalt! Egal welcher Beruf!

14:01, Inge N.

>>Absolut unverständlich finde ich den Ratschlag eines Users hier, aus der Gewerkschaft auszutreten. Will er dann alleine mehr erreichen?<<

Ja klar.

Allein ist man stark.

Gemeinsam wird man einsam...

Am 25. Oktober 2020 um 13:45 von Critical-X

"Kurzum - man darf sich darauf freuen, dass wieder einmal die Abgaben steigen. Das mag in Zeiten mit brummender Wirtschaft, Vollbeschäftigung und ohne Covid19 angebracht sein - jedoch jetzt? Kollektive Unvernunft - nicht mehr. Wir werden einen Kahlschlag der deutschen Industrie erleben wie zu Zeiten des Kohle- und Stahlbauendes. "

Niedrige Löhne haben niedrige Kaufkraft zur Folge. Niedrige Kaufkraft bedeutet, dass weniger Waren abgesetzt werden. Weniger Waren verkaufen heißt, dass Jobs gestrichen werden müssen. Jobs streichen heißt noch weniger Kaufkraft. Die Spirale nach unten läuft immer weiter.

Erkennen Sie den Fehler in Ihrer Argumentation?.

Was dem Kostendrücker für das Wohl des eigenen Betriebs nützlich erscheint, ist für die Volkswirtschaft verhehrend. Wir brauchen - in allen Branchen! - hohe Lohnabschlüsse, damit die Wirtschaft wieder brummt. Der Abschluss im ÖD ist deutlich zu niedrig.

Beitrag bei Verdi

ist 1% nicht 1,5%.
Sie, Herr Boxtrolls haben keine Ahnung wie Gewerkschaftsarbeit an der Basis funktioniert. Die Forderungen kommen von der Basis. Nach Abschluss gab´s in den letzten Jahren immer ein Mitgliederbefragung. Aber da Sie ja kein Gewerkschaftsmitglied können Sie auch nicht wissen wie es funktioniert.

@ Adeo60 am 25. Oktober 2020 um 14:00 Uhr

"Selbstverständlich rechtfertigt eine bessere Qualifikation in Verbindung mit ... eine höhere Eingruppierung."

Jein.

Ja, sie haben recht, die Studierten zahlen später in die Rentenkasse ein und haben oft vorab höhere Ausgaben, aber ...

... was heutzutage leider immer mehr unterschätzt wird, ist die Berufserfahrung. Studierte kommen oft erst 10 Jahre später im eigentlichen Berufsleben an, d. h. ihnen fehlen auch diese 10 Jahre an Erfahrung.

Stattdessen wissen sie vieles in der Theorie, die wiederum aber oft an der Praxis vorbeigeht.

Warum also muss man also 10 Jahre länger "gebildet" sein, um eine entsprechende Belohnung für seine Leistungen zu bekommen?

Ich gebe mal wieder ein Beispiel aus meiner Praxis. Früher wurde gelernt, dann musste man mehrere Jahre praktische Erfahrungen sammeln, um Fortbildungen nutzen zu können. Heute macht man die Ausbildung und darf direkt danach zur Fortbildung. Stressiger ist das auf jeden Fall ... aber besser? Meine Erfahrung sagt ganz klar: Nein!

@Wilhelm Schwebe 13:53

Einfach köstlich, wie manche Foristen, aus jeglichem humanen, sozialen Gedankengut irgend eine rote oder sozialistische Gefahr herauf beschwören.

14:04 von Boxtrolls

Nach Inflationsausgleich ..
1.5 Prozent minimal wird von jedem Mitglied dieser Vertretung als Monatsbeitrag verlangt , ..dafür bekommen die Mitglieder Peanuts ...
.
wie hoch ist denn die Inflation aktuell ?
0,5 % dazu noch Minus
Meinen sie wenn man den Monatsbeitrag verdoppelt oder verdreifacht
das an eine zu erwartende Lohnerhöhung gekoppelt ist

13:56 von joyomaran

Angesichts der deutlich gestiegenen Lebenshaltungkosten ein erbärmliches Ergebnis.
.
dachte diese Lebenshaltungskosten
hingen von der Inflationsrate ab
und diese sinkt gerade

@Nur so würden wir das Problem mit 14:00 fathaland slim

zu @@13:25 LifeGoesOn
"der Schere zwischen Arm und Reich in den Griff bekommen."

Aber da dies an die Grundfesten des Systems rüttelt, wird es nie kommen.
So einfach war eine Zukunftsvoraussage noch nie ;-)

Niemand hat die Absicht eine Mauer einzureissen.
Das war jetzt nicht von Ulbricht.
Auch nicht von Trump.
Aber auch nicht von mir..

@14:04 von Boxtrolls - 1,5% stimmt nicht

"1.5 Prozent minimal wird von jedem Mitglied dieser Vertretung als Monatsbeitrag verlangt."

Der Mitgliedsbeitrag beträgt laut § 14 Abs. 1 der ver.di-Satzung pro Monat 1 Prozent des regelmäßigen monatlichen Bruttoverdienstes bzw. der regelmäßigen monatlichen Ausbildungsvergütung.

Ich bin mit dem Ergebnis auch nicht zufrieden, aber glauben Sie, in der Corona-Krise wären harte Streikmaßnahmen bei der Bevölkerung auf volles Verständnis gestoßen? Nur mit Verhandeln gibt's nicht mehr Lohn und Gehalt.
Wie hätten Sie denn den Kampf für besseren Lohn geführt?

Wenigstens wurden gesonderte Gehaltssteigerungen für Pflegekräfte und eine Zulage in der Intensivmedizin erreicht und für die Ärzte in den Gesundheitsämtern.

@Jan HGW 13:45

Da haben sie vollkommen Recht, es gibt in diesem Entgeldsystem jede Menge Ungereimtheiten (kriege das im Umfeld mit). Aber ein Außenstehender kann das schon gar nicht durchblicken. Für viele eignet sich der Öffi einfach als Feindbild. Die Leute, die auf beiden Seiten gearbeitet (Öffi und privat) haben, wissen genauer Bescheid (über Niedriglöhne und Funktionieren), reicht für ein vielseitiges Dossier.

Nur noch peinlich

So viel zur Anerkennung unserer sozialen Berufsgruppen. Man hat wieder mal eine echte Chance verpasst den Worten auch Taten folgen zu lassen. Was hat eigentlich hier Verdi wirklich getan außer Beiträge von Pflegern, Krankenschwestern etc. zu kassieren?

Wieder mal zu wenig

An alle die jetzt mal wieder die Gewerkschaft dafür verantwortlich machen wollen:
Mehr hätte noch mehr Streik / Dauerstreik in Krankenhäuser, Alten / Pflegeheime, Kindergärten ect.... bedeutet.
Frage: Akzeptanz in der Bevölkerung in diesen Zeiten ??
Sonntagsredner wie Seehofer und sonstige Politiker wie wichtig die Arbeit aller oben genannter ist enden immer am Verhadlungstisch. In der Privatwirtschaft nicht anders.
Änderung ?
Nur wenn das Grundproblem der Verteilung von Vermögen gelöst wird bekommen diejenigen ohne die der Laden nicht läuft auch wirklich mehr. Aber das ist keine Sache die durch Tarifverhandlungen gelöst werden sondern nur durch die Wahl der Parteien die dieses Problem lösen wollen.
Alter Spruch Die Arbeit beginnt wenn die Arbeiter da sind nicht weil der Chef da ist.
Bitte keine Belehrungen: Soziallismuss gab es nie das waren nur immer dieselben Kartoffeln, die selben Kpitalisten. Aber andere Röcke. Frei nach K. Tucholsky

@ Wilhelm Schwebe

Was wären Sie denn bereit für eine Krankenschwester oder die Ausbildung in der Kita zu zahlen? Das hat nichts mit „Kampf gegen das Kapital“ zu tun. Hier geht es darum, dass wir als Gesellschaft alles wollen. Alle wollen arbeiten gehen, also benötigen wir Kita Plätze. Alle wollen rundum versorgt werden, wenn’s um Krankheiten geht. Aber zahlen tun wir nicht. Das heißt im Endeffekt, dass wir genau die Qualität bekommen, die wir zahlen. Also, eine immer schlechter werdende.

14:06 von Normalobjektiv

Als ich 2001 im ÖD anfing war mein Verdienst ca. 32% geringer als dr eines Vergleichbaren Angestellten in der Privatwirtschaft - mittlerweile sind es mehr als 45% die ein Angestellter in der Privatwirtschaft mehr verdient.
.
das heißt,
einer in der freien Wirtschaft kriegt 100 Euro
im öffentlichen Dienst 32 % davon weniger, also entsprechend 68 Euro
oder anders formuliert der "freie kriegt 45 % mehr
dann hätte der im öffentlichen 100Euro /1,45 dann 69 Euro

was wollen sie damit sagen ?
doch dass das Verhältnis über 20 Jahre fast gleich blieb ?

14:15, Boxtrolls

>>Wir brauchen dringend andere
Gewekschaften , ..die Verarmung der Berufsstände nimmt immer mehr zu <<

Es gibt doch schon jetzt ganz viele, dank der Neoliberalisierung des deutschen Gewerkschaftswesens.

Gründen Sie doch einfach eine. Schon wegen des Erkenntnisgewinns, der sich dann voraussichtlich einstellen wird.

@ Jan F.

Es mag sicher Bereiche gegeben haben, in denen die Angestellten/Beamten freigestellt wurden. Aber nicht nur in der Pflege, auch bei der Agentur für Arbeit und in den Jobcentern konnte man sich über mangelnde Arbeit in den letzten Monaten nicht beklagen. Das sollte zumindest auch anerkannt werden.

Anpassung, mehr nicht

Viel Wind um ein Anpassung an die Inflationsrate.

Derzeit ist auch nicht das Thema Erhöhung angebracht. Wer einen sicheren Job hat kann sicher sehr froh sein.

Nach Steuern und

Nach Steuern und Sozialabgaben bleibt dem Mitgliedern von ver.di unter Umständen das eine Prozent, das die Gewerkschaft von Ihnen per Satzung als Beitrag vom Bruttoeinkommen verlangt. So ist der 'deal'. Solche Kalkulationen sollten zu denken geben.

14:21 von Wolfgang E S

"Wenn aber demnächst die volkswirtschaftlichen Schäden von Corona und Klima zu bezahlen sind und dies über die Verbrauchssteuern geschieht, wovon ich ausgehe" ...

Was Sie nicht alles wissen.

L204

13:13 von Dipl.-Ing. Loth...

Aus dem Unterschied von 8.000 Euro sind nach 10 Jahren 13.031,15 Euro geworden!
Noch Fragen?
.
wenn der eine sich damals 1.000 Laib Brot dafür kaufen konnte, dann der andere 5.000
das in 100 Jahren noch so, dass der eine 1.000 Brot kaufen kann der andere 5.000
( der Brotpreis entsprechend auch um 5 % anstieg),

ob ich noch Fragen habe Herr Dipl.-Ing. Loth
ja, aber es würde nicht gedruckt werden

@ schneegans - kennen Sie die Prozentrechnung?

So wie immer, die Bestverdiener bekommen am meisten.

Nein, prozentual bekommen zunächst alle gleich viel. Da ein Mindestbetrag verhandelt wurde, sind die Geringverdiener prozentual gesehen im Vorteil.

14:30, Boxtrolls

>>Herr Werneke sollte seinen Hut nehmen ...
Ja man setzt sich auf einen langlebigen Stuhl , ..beste Rhetorik vorausgesetzt , ..
schön den Ball flachhalten , ..und selber gut dabei wegkommen ; so schön als Vorsitzender innerhalb von " ver.di" , ..was will man mehr<>

VerDi-Vorsitzende werden gewählt.

Treten Sie ein und lassen sich aufstellen!

Der Job scheint ja wenig Anforderungen zu stellen und das reine Zuckerschlecken zu sein. Wenn ich Ihren Ausführungen Glauben schenken darf.

13:01 von Treualp1

Tarifeinigung? in diesen Notzeiten mit einer in den letzten 100 Jahren noch nie dagewesenen Schuldenlast für Deutschland völlig unangebracht.

Was haben denn Sie für Vorstellungen?

Sollen denn dann die Beschäftigten im öffentlichen Dienst noch Geld mitbringen, dass sie arbeiten dürfen?!

...das gibt es nicht...

Verdi und der Öffentlichen Dienst!
Ob sich so ein Funktionär mal gefragt hat wo das Geld herkommt?
Ich mit meinen schmalen Lohn muss wieder den Gürtel enger schnallen.
Aber das interessiert Verdi nicht.

@ Tinus (14:17)

"Nicht der Austritt aus ver.di ist die Lösung, sondern das Mitmachen: Menge schafft Eindruck bei Herrn Seehofer."
------
Kann man genau umgekehrt sehen. Wenn ver.di merkt, dass die Mitglieder weniger werden, dann könnte man sich in der Organisation überlegen, woran das liegen könnte. Denn dieser Abschluss bringt nach Sozialabgaben und Steuern die Gewerkschaftsmitglieder wohl unter den 'break-even-point'; sie müssen noch ein Prozent vom Bruttoeinkommen als Mitgliedsbeitrag an ver.di zahlen. Ist das Sinn und Zweck einer Interessenvertretung? Will man nicht verstehen, dass das Auseinandergehen der Einkommensschere mit ein Grund für das Erstarken des rechten Populismus ist? Darüber sollten sich Minister und Gewerkschaften ebenfalls Gedanken machen und die richtigen Schlüsse ziehen.

14:38 von Bernd Kevesligeti

Die Gewerkschaft Ver.di ließ sich über den Tisch ziehen

Streiks kosten den Gewerkschaften Geld. Und irgendeinmal ist die Sparkasse leer.

@ 14:40 von und die ganze Corona

Ohne für engagierte Arbeit in Kliniken, Kitas und vielen anderen Einrichtungen, auch der Verwaltung und des ÖPNV - um nur einige zu nennen - ständen wir gerade in diesem Jahr nicht da, wo wir stehen; und da soll dieser Abschluss, der voraussichtlich nicht mal die Preissteigerungen ausgleicht, angemessen sein? Es ist an Armutszeugnis der öffentlichen Arbeitgeber.
Wer das nicht kapiert, tut mir leid.

Da geht keiner baden ...

Die Leute fallen anderen Interessenvertretern immer wieder in den Rücken , ...das kann doch nicht sein ?
Natürlich müssten Berufsgruppen besser bezahlt werden, ..die Zeiten von 60,00 Mark Ost pro Monat für eine Wohnung
in der DDR sind vorbei !
Haben sich die Arbeitnehmer schon daran gewöhnt , ..dass sie keiner mehr vertritt ?
Ja dann wäre die Diskussion ja sinnlos .
Scheint aber nicht so zu sein.
Oder hat der oder die sich dem Kapitalismus bequem untergeordnet ?
Ja , das schon eher ...

Armselig

Das einzelne Berufsgruppen im öffentlichen Dienst zu wenig verdienen, ist durch Corona sichtbar geworden. Das diese Sonderzahlungen und eine Gehaltserhöhung bekommen, ist voll in Ordnung. Warum aber zum Beispiel Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen (die oft komplett geschlossen hatten) eine Sonderzahlung und eine Gehaltserhöhung bekommen sollen, ist für mich unverständlich. Viele angestellte in der freien Wirtschaft erhalten dieses Jahr keinen Cent mehr. Weil die wirtschaftliche Lage es einfach nicht hergibt. Gleichzeitig müssen viele Kurzarbeit machen. Und erhalten dafür 60 bis 67 % des Netto Lohns. Sowas gibt es im öffentlichen Dienst meines Wissens nicht. Also wäre es anständig gewesen, dieses Jahr nur für durch Corona betroffene Berufsgruppen im öffentlichen Dienst mehr Geld zu verlangen. Aber Anstand scheint für viele Fremdwort zu sein. Also muss höheres Einkommen über Aufnahme von Schulden finanziert werden. Die nächsten Generationen werden die schon abzahlen......

14:25 von DrBeyer

Was soll dieses völlig sinnbefreite Lehrer- und Beamtenbashing?.
.
Und dass gerade die öffentlichen Verwaltungen gerade keine Arbeit mit Zuckerschlecken zu bieten haben, sollte auch Ihnen bekannt sein.

Ich bin zwar nicht immer Ihrer Ansicht. aber hier stimme ich Ihnen zu.

Die überwiegende Bevölkerung vertritt die Auffassung, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu viel verdient. Absoluter Quatsch!

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind Arbeiter, Angestellte und Beamte. Sie machen ihre Arbeit nicht zur Erholung, sondern damit die sie ein Einkommen, so wie jeder andere Arbeitnehmer auch, haben. Und damit der Staat funktioniert, sei es durch Polizei, Müllabfuhr, Sozialwesen etc. muss eine akzeptable Entlohnung erfolgen.

Aber die meisten betrachten dies mit Missmut, schlichtweg aus dem Grund, weil die Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus Steuergeldern finanziert werden: "Du lebst ja von meinen Steuer!"

Aber von was lebt der Bäcker oder Metzger? Na, vom Kunden

Wie kommen sie auf 3 Jahre?

Ende 2022 ist für mich in etwas mehr als 2 Jahren.

Brutto oder netto

Die mehr als bescheidene Lohnerhöhung bezieht sich doch sicherlich auf das Bruttogehalt. Was bleibt wenn auf Grund der Coronakrise Abgaben und die übrigen Steuern ohnehin erhöht werden? Dieser faule Kompromis gleicht ja nicht einmal die ganz normale Inflation aus. Wozu braucht man da noch eine Gewerkschaft die von ihren Mitgliedern kassiert aber im Grunde nicht für sie sondern für die AG arbeitet. Und wie sonst immer sind die AG mit dem Todschlagargument, Sicherung der Arbeitsplätze, kein Geld in den Kassen gekommen. Für Lufthansa, TUI, Karnevalsvereine, BER, Stuttgart 21 uvam. waren Millionen bzw . sogar Milliarden sofort verfügbar aber für all die jenen die ganz besonders in der Krise das Land am Laufen hielten und weiterhin halten ist angeblich kein Geld mehr da. Das Argument der Arbeitsplatzsicherung ist bei diesen Berufen im öffentlichen Dienst ohnehin ein Witz oder glaubt man daß Ärzte, Krankenpfleger, Müllarbeiter, Fahrer des ÖPNV, Kindergärtner usw. ins Ausland abwandern.

Die Wahrheit liegt in der Mitte

Halbwahrheiten werden hier als Wahrheit dargestellt und das zu Haufe. Da ist es mir bang sollte es mal zu einer Basisdemokratie kommen. Bitte vorher immer den Faktenscheck machen zum Beispiel bei Lohnerhöhungen d. ÖD im Vergleich zur Inflation. Bitte nicht aber erst ab 2020 beginnen. Es kann immer mehr sein, keine Frage. Es muss aber auch die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Da gibt es einen Steuerzahler und der sind wir alle. Eine Bitte habe ich auch noch, Berufsgruppen nicht ausspielen, ganz schäbig!

Re und die ganze Corona

"Ich hasse Kommentare, die sich leichtfertig über andere Menschen erheben."

Das tun sie selbst mit ihrem Hasskommentar. Folgerichtig müssten sie Selbsthass haben, richtig?

"Sie haben nichts verstanden."

Warum erleuchten sie mich und die anderen Foristen als sich selbst auserkorener "Versteher" dann nicht mit ihrer Weisheit?

Die Gewerkschaft der Lokführer...

... soll also die Löhne der Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst aushandeln? Aha.

Ich bin mir nicht sicher, ob Sie das System verstanden haben.

4,5 bis 3,2 % über 2 Jahre sind eigentlich nicht schlecht. für Pflegekräfte gibt es zwischen 8 und 10 % mehr + Zuschläge.

Ich verstehe Ihre Kritik nicht.

@ um 14:35 von Heizpilz

Es gibt Aufschläge? Sie meinen die Erhöhung der Zulagen?
Seit über 20 Jahren arbeite ich in einer Einrichtung von Gottesanbetern in der Pflege.
Dort wurden sämtliche Zuschläge vor ca 15 Jahren gestrichen, ebenso wie das Urlaubsgeld.
Das Weihnachtsgeld wurde auf 80% gesenkt.
Wenn nun Zuschläge erhöht werden, kommt für mehrere hundert Mitarbeiter in dieser Einrichtung rein gar nichts an.
Zu allem Überfluss wurden die Tarifentgelte für neu Eingestellte gleichzeitig um ca 300€ gesenkt.
Seit Jahren machen dort die Kollegen Unmengen an Überstunden, weil Stellen unbesetzt sind und man ständig genötigt wird auszuhelfen, da neue Kräfte nicht eingestellt bzw nur in geringfügiger Zahl ausgebildet werden.
Trotzdem wird mit Kündigungen gedroht, wenn man Überlastungsanzeigen stellt.
Gewerkschaften gibt’s da nicht und die Mitarbeitervertretung ist ein Witz.
Eine Lohnerhöhung von nun ca 1 € pro Tag auch.
Bis zu einer Übernahme dieses Abschlusses, natürlich abgesenkt, vergeht dann auch noch ca 1 Jahr

@14:41 von Tagesscheu

"Die halbe Nation geht baden aber wir machen einen auf Lohnerhöhung für die Helden der Arbeit. Woran erinnert mich das nur."

Keine Ahnung woran dich das erinnert, meinst du vlt. den Sozialismus?
Es muss schon ein Unding sein, wenn Arbeitnehmer am Ende der Nahrungskette, mehr fordern, während unser Staat leistungsloses Kapital, ohne jegliche Arbeit, begünstigt.
Wie sieht das bei dir aus, steht jetzt die Erde still, nur wegen eines Infekts, der weder der erste noch der letzte sein wird?

@DrBeyer 13:33

Im Gegenteil, es muss um das Absolute nicht die Relation gehen. Ein Umdenken tut Not. Und das hat nichts mit Neiddenken zu tun, denn ich habe mein Auskommen mit dem Einkommen. Aber wie manche Menschen noch ein menschenwürdiges Zuhause finden, die Ausbildung ihrer Kinder stemmen, an Kultur teilhaben oder Altersvorsorge betreiben sollen. Es lebe die Altersarmut.

@nie wieder spd

"Und wenn sich jemand in seinem Beruf als Toilettenaufsicht anstrengt, muss er auch das gleiche Gehalt bekommen, wie jemand, der sich als Ingenieur in seinem Beruf anstrengt. Alles andere ist Unsinn."
Sie schaffen es immer wieder, mich zu überraschen. Gesellschaftlicher Aufstieg durch Bildung war einmal ein richtiges Anliegen der SPD und sollte es auch weiter sein. Insoweit haben Sie sich zurecht von dieser Partei verabschiedet.

@14:40 von und die ganze Corona

"Auch wenn wir noch ein Jahr gestreikt hätten, mehr hätten wir nicht herausgeholt und es ist auch nicht mehr herauszuholen. Es ist einfach nicht da. "

Schon mal drüber nachgedacht, woran das liegen könnte? Vielleicht am Steuersystem in unserem Land? Hätten wir eine gerechte Besteuerung (gerechte Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer bei "Extremerbschaften"), und die AN müssten nicht ihre eigenen Gehaltserhöhungen tragen, sondern auch die Menschen von den AN provitieren ohne zu zahlen, sehe das ganz anders aus.

von rareri 16:09

Das ist richtig. Nur müssten die Streikkassen gut gefüllt sein, denn es wird wenig gestreikt.

@15:02 von Heizpilz

15:02 von Heizpilz "Kein Mitglied sein, nicht streiken und dann motzen."

Diese ewige Leier, Nichtmitglieder seien Trittbrettfahrer kann keiner mehr hören. Und deshalb eine Öffnungsklausel in den Tarifvertrag! Ich kann für mich besser verhandeln als die Gewerkschaft. Ich bekomme, ob ich will oder nicht, einen schlechten Tarifvertrag aufgedrückt.

@ 12:50 von Koray

Nicht, dass ich den gefundenen Abschluss verteidigen möchte, dennoch entspricht Ihre Angabe "Nullrunde 2020" nicht den Tatsachen. Im März stieg das Gehalt zwischen 0,96% und 1,81%.

16:07, Ist Wahr

>>@ Tinus (14:17)
"Nicht der Austritt aus ver.di ist die Lösung, sondern das Mitmachen: Menge schafft Eindruck bei Herrn Seehofer."
------
Kann man genau umgekehrt sehen. Wenn ver.di merkt, dass die Mitglieder weniger werden, dann könnte man sich in der Organisation überlegen, woran das liegen könnte.<<

Der große Mitgliederschwund fand vor Jahrzehnten statt. Die Gründe sind vielfältig.

Übrigens eine Entwicklung, die nicht nur in Deutschland stattfand. Der Organisationsgrad ist hier sogar noch relativ hoch.

Schulden durch Subventionen für Millionäre?

@16:00 von rareri
Völlig richtig!
Die Schulden kommen zum Teil auch durch Privatisierung. Siehe Maut u.ä.
Einige Male haben die Rechnungshöfe vorgerechnet, wieso es billiger wäre, Aufgaben durch die öffentliche Hand erledigen zu lassen.
Corona-Subentionen: BMW-Klatten und - Quandt bekamen dieses Jahr jeweils über eine Milliarde € Dividende. Während gleichzeitig der Steuerzahler durch Kurzarbeitergeld subventionierte.

PS.: Die Gewerkschaft hatte im Frühjahr angeboten, die Tarifverhandlungen wegen Corona ins nächste Jahr zu verlegen, und nur einen temporären minimalen Aufschlag zu bezahlen.
Der Verhandlungspartner hat abgelehnt - und wie es scheint, mit dieser Strategie Erfolg gehabt.

Wahltag ist Zahltag

Wie waren jährlich die Diätenerhöhungen seit 2012? Durchschnittlich 3,48 Prozent jährlich. Also jedes Jahr! Hier soll aber der dumme Tropf mit 3,2 Prozent für 2,5 Jahre abgespeist werden. Wasser predigen und Wein saufen nennt man das. Ach ja, das Klatschen. Das wirkt jetzt wie purer Spott. Der Abschluss darf nicht angenommen werden und Werneke muss für dieses Ergebnis das Vertrauen entzogen werden.

einen sicheren Job ?

von Mika D @
Wen meinen Sie damit die Politzisten, Ordungsamt, Feuerwehrleute und Sanitäter die immer öfter persönlich angeggriffen werden?

Oder Mitarbeiter und Pflegkräfte im Krankenhaus die jetzt ständig Angst vor infektionen haben müssen?

re 16:02 Knorlo: Woher und wofür

>>Verdi und der Öffentlichen Dienst!
Ob sich so ein Funktionär mal gefragt hat wo das Geld herkommt?
Ich mit meinen schmalen Lohn muss wieder den Gürtel enger schnallen.<<

Mal langsam! Nach dieser Logik würde ja Ihr Hosenbund platzen, wenn es den öffentlichen Dienst überhaupt nicht gäbe.

Tatsächlich ist die Tarifautonomie eine der wichtigsten Errungenschaften unserer Sozialen Marktwirtschaft und es ist schön zu sehen, dass sie auch heute noch funktioniert.

Ich war nie ein überzeugter Gewerkschafter, aber ich war immer ein überzeugter Verteidiger von Gewerkschaften. Und Verdi hat sowohl durch den Stil seiner Verhandlungsführung als auch durch die Fähigkeit und Bereitschaft zu einem wirklichen Kompromiss der Rolle der Gewerkschaften einen wichtigen Dienst erwiesen.

Das man über das Ergebnis unterschiedlicher Meinung ist, steht hierzu nicht im Widerspruch. Es unterstreicht vielmehr die Bedeutung eines kompromissorientierten Ansatzes.

14:01 von 140667Red

Zitat:"Die Gewerkschaften sowie die SPD haben real noch nie was für die Arbeitnehmer getan."

Da es den meisten Menschen heute deutlich besser geht als vor, sagen wir 30 Jahren: Wer hat denn dann etwas für die Arbeitnehmer getan? Die Arbeitgeber? Die CDU/CSU oder FDP? Der liebe Gott? Sie mögen einiges an der SPD-Politik des letzten Jahrzehnts zu kritisieren haben, aber diese Pauschalverurteilung ist einfach Unsinn.

Und dazwischen?

"... Gehaltssteigerung um 4,5 Prozent in der niedrigsten Entgeltgruppe und
um 3,2 Prozent in der höchsten ..."

Hab ich da etwas übersehen?

15:30 von Realist70

aber da muss die politik prioritäten setzen. pflegepwersonal im bundestag reicht genausowenig wie wenn verdi öffentliche strassen blockiert um zu streiken, aber gleichzeitig die öffentlichen verkehrsmittel nicht fahren. wenn thyssen streikt, trifft es die eigentümer. wenn verdi streikt, ist es den politkern egal, es trifft ja nur den pöbel

Re : Initiative Neue !

Der Meinung bin ich auch, vor allem die doch so "christlichen Parteien" sollte eine riesige Abfuhr erteilt werden und all die Versager ins Altersheim, wo sie dann den unterbezahlten Pflegekräften klatschen können, wenn die noch zum Dienst erscheinen.

Am 25. Oktober 2020 um 15:47 von L204

"14:21 von Wolfgang E S

"Wenn aber demnächst die volkswirtschaftlichen Schäden von Corona und Klima zu bezahlen sind und dies über die Verbrauchssteuern geschieht, wovon ich ausgehe" ...

Was Sie nicht alles wissen."

Von wissen habe ich nicht gesprochen sondern von einer Vermutung, und die stammt daher, dass es in den Parteien selbstverständlich Diskussionen darüber gibt, wie man die Staatsschulden wieder zurückführen will.

Und dass Herr Laschet oder Herr Merz im nächsten Jahr bei Herrn Schwarz und Frau Quandt anruft und um mildtätige Gaben bittet, glauben Sie wahrscheinlich selber nicht.

16:22 von nie wieder spd

Zitat:"Seit über 20 Jahren arbeite ich in einer Einrichtung von Gottesanbetern in der Pflege.
Dort wurden sämtliche Zuschläge vor ca 15 Jahren gestrichen, ebenso wie das Urlaubsgeld.
Das Weihnachtsgeld wurde auf 80% gesenkt...Gewerkschaften gibt’s da nicht und die Mitarbeitervertretung ist ein Witz."

Ob es da einen Zusammenhang gibt?

 15:51 @ und die ganze Corona .. @Schneeganz

Prozentrechnung.

Sie können mal
1,4 % von 4.500
berechnen und mit 50 vergleichen.
Wer bekommt mehr?

Ein vernünftiges Ergebnis für

Ein vernünftiges Ergebnis für... Es ist gut das mal jemand darauf hinweist wer dafür gerade stehen muss. Nicht der liebe Gott und nicht irgend welche Reichen sondern die gesamt arbeitende Deutsche Bevölkerung

14:50 @ und die ganze Corona

Verdienstvergleiche mit anderen Ländern ausschließlich bzgl. Bruttoeinkommen sind Unsinn, wenn sämtliche Lebensumstände, zwingende Ausgaben, Lebenshaltungskosten nicht berücksichtigt werden.

eine Verhöhnung

Das Durchschnittsentgelt ALLER Versicherten steigt in 2021 um 2,44 Prozent. Wertschätzung und Anerkennung würde also genau hier anfangen. Mit einer Forderung von 4,8 Prozent auf die Straße zu gehen, um dann mit 1,4 Prozent abzuschließen, ist so dermaßen lächerlich, dass man nur hoffen kann, dass diese Woche mal das ganze Land lahmgelegt wird und dieser vollkommen überforderte Unterzeichner W. nie wieder in die Nähe eines Verhandlungstisches kommt. Dieser Mann würde wohl auch von einem 97jährigen Seehofer noch über den Tisch gezogen werden...

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