Kommentare

Ein vernünftiger Kompromiss

Ein vernünftiger Kompromiss wäre eine Laufzeit von 3 Jahren und eine Lohnerhöhung von 4,8% pro Jahr. Und eine Zulage für Pflegepersonal von 100€ netto pro Monat.
Aber soviel Vernunft ist Verdi leider nicht zuzutrauen.

Ver.di - ab jetzt ohne mich

"Offenbar Einigung in Sicht" - mag sein. Aber für einige Menschen haben diese Streiks auch den letzten Grund dafür geliefert, aus Ver.di auszutreten.
Ignoranz der Gewerkschaften gegenüber den Menschen, gegenüber den BürgerInnen, in deren Dienst sie arbeiten. In den ersten Warnstreik-Tagen Anfang September habe ich überfüllte Busse gesehen, in die sich Berufstätige trotz Corona notgedrungen gequetscht haben, um zur Arbeit zu gelangen. Ich möchte nicht wissen, wieviele Infektionen es dadurch gegeben hat.
Richtig mies fand ich das Bestreiken der KiTas direkt zu Anfang der Herbstferien. Das hat gerade die besonders schlimm getroffen, die beruflich auf den KiTa-Notdienst angewiesen sind.
Menschen im ÖD sind arbeitsrechtlich wesentlich besser gestellt als Normalos, auch besser als Klein- und EinzelunternehmerInnen in der freien Wirtschaft.
Nee, Leute, mit Eurem ewigen Kämpferisch-Tun seid Ihr so was von 70er - die Konfrontation von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen ist nicht zeitgemäß.

Ver.di - das ist Gutes von gestern

Unsere Familie war immer gewerkschaftsnah. Nicht immer war jedeR Mitglied, so wie ich (als Angestellte im ÖD), aber doch arbeitnehmerorientiert eingestellt. Mitglied in der ÖTV, später bei Ver.di zu sein, war selbstverständlich. Trotz (Bau-)skandalen: Als Arbeitnehmer in einer Arbeitnehmerorganisation zu sein war Ehrensache.
Diese Tradition endet nun mit mir. Seit dem Anfang meiner Berufstätigkeit haben wir Angestellten Sockelbeträge für die unteren Lohngruppen gefordert. Jedes Mal wurde das diskutiert - anschließend haben die oberen Lohngruppen doch wieder das meiste eingesteckt.
Mit Hinweis auf die Arbeitsbelastungen im Gesundheitsdienst wurden jetzt Erhöhungen/Zulagen für die Beschäftigten gefordert. Und? Wer bietet Festbeträge an? Die Arbeitgeber!
Ver.di fordert wieder lineare Erhöhung der Bezüge, d.h. dass die, die sowieso schon viel verdienen, real mehr bekommen. Anständige Sockelbeträge für die unteren Lohngruppen - das wäre jetzt an der Zeit gewesen.

Für sich und seine Rechte einstehen

Ich denke, dass es nichts damit zu tun hat, dass man in den 70er Jahren stehen geblieben ist, wenn man für sich und seine Rechte eintritt. Und ein Mittel, um das zu erreichen, sind zum Beispiel Streiks. Das die einen mehr und die anderen weniger davon betroffen sind, mag schon sein.

Man kann ja mal in einer ruhigen Minute/Stunde darüber nachdenken, wie es in einem Land ohne öffentlichen Dienst, in dem alles privatisiert ist, aussehen würden. Wenn man dann zu dem Ergebnis kommt, das alles besser ist, dann kann man das Bashing des öffentlichen Dienstes weiterbetreiben.
Ich habe das bereits getan, und bin der Meinung, dass diese 2 Millionen Menschen mehr Geld und/oder weniger Wochenarbeitszeit bei gleichen Bezügen verdient haben.

@ um 06:50 von draufguckerin

Dass Arbeitnehmer Schwierigkeiten haben, wenn andere Arbeitnehmer streiken, ist nicht die Schuld der Gewerkschaften.
Es liegt an der Regierung, die Gesetze dahingehend zu ändern, dass ein Arbeitnehmer nicht belangt werden kann, wenn er wegen eines Streiks zu spät oder gar nicht zu seiner eigenen Arbeitsstelle kommt.
Das ist ein gegeneinander Ausspielen von Arbeitnehmern auf dem Rücken von Arbeitnehmern und muss geändert werden.
Allerdings könnten die Gewerkschaften streiken, um das zu erreichen.
Verdi, als arbeitgebernahe Gewerkschaft, wird das natürlich nicht tun. Dazu brauchen wir viel mehr Spartengewerkschaften.

Erhöhung für Beamte sowie Politiker? Danke Ver.di

Keine Frage, dass Pflegekräfte, Mediziner in öffentlichen Krankenhäusern, Mitarbeiter in Kindergärten, Polizei, Müllentsorgung, Bildungswesen wesentlich mehr bekommen müssen, ist mehr als nachvollziehbar.
Dass sich jedoch die Beamten aus Finanzamt, Verwaltung und Politiker in unteren und oberen Ebenen an dieser Erhöhung auch mit bereichern ist meines Erachtens ein Hohn sondersgleichen. Deren Pensionen stehen in einem abnormen Verhältnis zum Rentendurchschnitt geschweige denn zu den anwachsenden Rentnern unter diesem Durchschnitt.
Wenn mit dieser Erhöhung nicht eine Differenzierung der Berufsgruppen und vor allem ein gemeinsames Einzahlen in denselben Rententopf einhergeht, wird das zu noch mehr Ungerechtigkeit führen und viele Menschen gegen die Regierung aufbringen.

@ um 07:08 von draufguckerin

Mit den Sockelbeträgen haben Sie natürlich recht.
Aber dazu benötigen wir Gewerkschaften, die für die Arbeitnehmer kämpfen und sich nicht auf faule Kompromisse mit Arbeitgebern einlassen, in der Hoffnung auf eine lukrative Anschlussverwendung für die Gewerkschaftsbosse.

Fakten

Wenn die Vorrednerin meint, die Gewerkschaften seien ignorant, dann verwechselt sie Ursache mit Wirkung. Die Gewerkschaften haben angeboten, die Verhandlungen erst nach Corona zu führen - wer hat abgelehnt: die Arbeitgeber!
Die waren der Meinung, sie könnten eine vermeintlich schwache Lage der Beschäftigten auszunutzen um mit dreijährigen Nullrunden Reallohnverluste durchsetzen. Dass das nicht geht, dürfte jedem klar sein.
Streik/Warnstreik ist immer das letzte Mittel, wenn die Arbeitgeber ignorant sind. Und wenn es nicht weh tut, hat es auch seinen Zweck verfehlt. Aber: richtet doch etwaige Wut auf die AG, die zu solchen Reaktionen zwingen!
Für alles ist Geld da, nur für die Beschäftigten nicht.
Der Tarif im ÖD ist besser gestellt als freie Wirtschaft: alle Statistiken belegen das Gegenteil...
Wer was anders behauptet, soll bitte Belege bringen.

Bzgl. Sockelbeträge: lt. Forderung soll die Erhöhung mindestens 150 € betragen, Laufzeit 12 Monate

Öffentlicher Dienst: Offenbar Einigung in Sicht...........

Ob das etwas gutes für die Beschäftigten bedeutet ? Sie sollen sich nur nicht von Seehofer und Co. über den Tisch ziehen lassen.

Wie neulich bei der Bahn AG mit 1,5 Prozent-Abschluss durch die unglaubliche EVG. Oder der Post/DHL mit faktisch 2,14 Prozent pro Jahr, bei einem Gewinnvortrag nach dem Geschäftsbericht von über 5 Milliarden Euro. Da stimmte die Ver.di-Tarifkommission übrigens einstimmig zu (also ohne Opposition ? ) !

Jetzt soll keiner mehr für seine Rechte eintreten?

@draufguckerin

Gewerkschaften sind 70er? Nicht mehr zeitgemäß? Das finde ich interessant. Das Gewerkschaftsangebot an die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst war eine ganz kurze Tariflaufzeit von 12 Monaten mit einer Einmalzahlung. Das wurde extra deswegen abgegeben, damit es keine Tarifauseinandersetzung während Corona gibt. Daran hatte die Arbeitgeberseite aber kein Interesse.

Dann gabs tolle "Angebote", die nicht mal einen Inflationsausgleich darstellte. Pro Jahr 1%, dann 1,5% und dann 1,0%? Und ein halbes Jahr erstmal NIX? Dankeschön.

Ich würde mal eher sagen: Ohne Gewerkschaft hätten jetzt alle weniger in der Tasche. Und wer hier über Gewerkschaft meckert ist wahrscheinlich in einem Beruf tätig, in dem es keine Gewerkschaft gibt . Ich würde dann mal fix eine gründen - dann gibts auch bessere Arbeitsbedingungen.

Und jetzt wissen auch alle: Verantwortungsvoll streiken kann man auch mit Maske und Mindestabstand - dumm gelaufen liebe Arbeitgeber.

Ja ja die böse Gewerkschaft

Nicht nur, dass die AG einen Verschiebung der Verhandlungen aus 2021 abgelehnt haben. Nein, sie haben zwei Verhandlungsrunden verstreichen lassen ohne ein konkretes Angebot zu machen.
Und worüber die Medien auch kaum berichten ist die Forderung der AG zu Herabstufungen. Wenn der AN häufig Arbeiten übernimmt, die niedriger sind, soll er runter gestuft werden können. Im Pflegenotstand muss ich als Leitung oft normale Stationsdienste machen. Und als Danke dann noch weniger Geld. Prima. Danke.
Aber ruhig weiter auf Verdi schimpfen.
Ich würde nur alle Meckerer bitten nie wieder auf den Balkonen zu klatschen. Denn das ist für mich Hohn.

Schon mal in den Tarif geschaut?

Fakten helfen manchmal: Bei der letzten Traifrunde 2018 gab es explizit höhere Gehaltssteigerungen in den unteren Gehaltsgruppen im gesamten öffentlichen Dienst. Und so ist in den letzten Jahren immer verhandelt worden. Die Arbeitgeber wollen das aber viel lieber linear haben.

Ich bin sicher nicht mit allem einverstanden, was die Gewerkschaften so tun, aber lieber eine "schlechte" Gewerkschaft als gar keine.... :-).

Und was das Thema faule Kompromisse anbelangt: Über das Verhandlungsergebnis wird doch bei den Mitgliedern erneut abgestimmt. Wenn die grob unzufrieden wären, dann wird es hier doch keine Zustimmung geben? So geht nun mal Mitbestimmung....

@ SandraHirt um 7.14 Uhr Für sich und seine Rechte einstehen

"Man kann ja mal in einer ruhigen Minute/Stunde darüber nachdenken, wie es ist, in einem Land ohne öffentlichen Dienst, in dem alles privatisiert ist, aussehen würde." Ein Land mit sehr reduziertem ÖD haben wir ja jetzt schon: Ungepflegte Infrastruktur (Straßen, Schulen..) keine öffentlichen Toiletten, keine kommunale Grünpflege ...
Wenn die Gewerkschaft Ver.di wirklich für die Rechte der ArbeitnehmerInnen eingestanden hätte, dann wären wir nicht da, wo wir heute sind. Hat die Gewerkschaft die unteren Lohngruppen vor dem Outsourcing geschützt? Nein.Die älteren Putzfrauen, Hausmeister ..., die noch kommunale Verträge hatten, konnten sich glücklich schätzen. Heute kommen ungeschützte Putzgeschwader von Subunternehmern, die ihre Kräfte von einer Arbeitsstätte zur anderen karren. Das so etwas möglich war/ist, das haben wir den "innovativen" 90er-Grünen zu verdanken - und die Gewerkschaften haben das zugelassen. Gibt es Tarifverträge für diese ausgebeuteten Menschen? Bestenfalls Mindestlohn

Bei den großen Differenzen

kann ich mir kaum vorstellen, dass es hier kurzfristig zu einer Einigung kommt.
Dem Angebot der "Arbeitgeberseite" darf jedenfalls auf keinen Fall zugestimmt werden.

Mir fehlen ein zwei wichtige Punkte im Bericht!

Die Ver.di ging mehrfach mit Vorschlägen bereits im Frühling auf die AG zu und machte, in meinen Augen, sehr akzeptable Vorschläge. Worauf die Ag abgelehnt haben. Man solle doch den Tarifvertrag kündigen und neu verhandeln. Die Eskalation ging da sehr deutlich von den Arbeitgebern aus. Nicht von Ver.di.
Außerdem ist entscheidend, dass die Arbeitgeber an das Herzstück, nämlich die Eingruppierung wollen. Es geht um die Definition des Arbeitsvorgangs. Wenn das so abgeschlossen wird, dann gibt es nicht wenig Fälle wo die Eingruppierung nun deutlich niedriger stattfindet! 18% weniger Lohn für die selbe Arbeit sind da keine Seltenheit!!!
Das Angebot der AG war eine absolute Frechheit! 3,5 % auf drei Jahre bedeutet zudem einen Reallohnverlust.
Danke fürs Klatschen!

um 07:49 von Hagen Hoffmeister

Bravo für Ihren Kommentar.
Genau so ist das mit der Solidarität, im Jahr 2020 in Deutschland.

Sockelbeträge @draufguckerin

Liebe Draufguckerin,
Ihre Aussagen sind leider unzutreffend. Sockelbeträge sind schon seit Jahren Bestandteil der Forderungen von ver.di und somit der Tarifverhandlungen. Soweit ich mich erinnere, wurden 2018 als Sockelbetrag 175 € erstritten. Damit wird für die unteren Einkommensgruppen eine prozentual höhere Steigerung erzielt.
In diesen Tarifverhandlungen hat ver.di 150 € Sockelbetrag gefordert, die Arbeitgeber bieten nun 30 €.
Gewiss kann ich unterschiedliche Wünsche an Gewerkschaften haben. Gewiss kann ich Streiks aufgrund persönlicher Betroffenheit gut oder nicht gut finden. Aber bitte bleiben Sie hierbei bei den Fakten. Im vorliegenden Fall reicht es sogar, die Berichte der Tagesschau aufmerksam zu lesen.
Übrigens bin auch ich auf den ÖPNV angewiesen. Das Streikrecht der Gewerkschaften steht für mich jedoch nicht zur Debatte. Und Gewerkschaften sind immer nur so stark, wie die Anzahl und das Engagement ihrer Mitglieder.

um 7.47 Uhr von Heizpilz, "für seine Rechte eintreten"

"Und wer hier über die Gewerkschaften meckert, ist wahrscheinlich in einem Beruf tätig, in dem es keine Gewerkschaft gibt." Fehlanzeige: Ich war bis vorgestern Gewerkschaftsmitglied und bin in einem Beruf tätig, in dem ich von den gewerkschaftlichen Tarifvereinbarungen profitiere - mehr als die unteren Lohngruppen.
Und soll ich Ihnen was sagen? Das ist mir peinlich. Mir ist es peinlich, dass BusfahrerInnen und Erzieherinnen streiken, und dass davon höhere Angestellte im ÖD maximal profitieren.
Die "kleinen" Arbeiter und Angestellten holen für die "höheren" die Kohlen aus dem Feuer, bekommen aber selbst real wenig dazu. Sockelbeträge für geringe Einkommen sind fällig, schon lange. Dafür zu streiken, das finde ich sinnvoll.

"Menschen im ÖD sind

"Menschen im ÖD sind arbeitsrechtlich wesentlich besser gestellt als Normalos..."

Wenn jemals 30-40 postoperative Patienten allein auf einer Station betreut haben, dann dürfen Sie wieder solche schlechten Scherze erzählen!

Meiner Meinung nach..

Meiner Meinung nach ü 30 Jahren Fachkrankenpflege geht es in erster Linie darum, dass die Berufseinsteiger mehr verdienen.
Außerdem mehr Mitarbeiter pro Schicht, so dass bei personalen Notzeiten, wie wir sie auf unserer Station erleben, Überlastung vermieden werden kann.

Wie das zu bezahlen wäre?
Steuerschlupflöcher schliessen
Vermögenssteuer,etc..

Klatschen allein ...

... wird der Leistung unterbezahlter Arbeitnehmer nicht gerecht. Und dass in Krisenzeiten immer auf den öffentlichen Dienst geschimpft wird, weil die Sicherheit der Arbeitsplätze ein Dorn im Auge ist, ist nichts Neues, während man in anderen Zeiten, die Nase über niedrige Gehälter und fehlende Möglichkeiten rümpft. Dass aber prozentuale Erhöhungen statt Sockelbeträge gefordert werden, regt mich schon seit Ewigkeiten auf. Das ist aber nicht nur ein Systemfehler im öffentlichen Dienst. Der existiert in allen Wirtschaftsbereichen (auch den privaten). Es scheint einer unausrottbaren Gewohnheit zu folgen. Auch das Fehlen einer Gefahrenzulage in manchen Bereichen ist kritikwürdig.
Außerdem reden hier Foristen von Pensionen und Vorteile gegenüber Renten. Es geht bei diesen Verhandlungen aber um Angestellte, die mit Pensionen nichts zu tun haben und genauso geringe Renten erwarten wie alle anderen.

Mal wieder Ambivalenz

Ich kann nur unterstreichen, was hier an verschiedenen Stellen gesagt wurde: für die Beschäftigten ist es weiterhin hilfreich, dass es Gewerkschaften gibt, die sich nach Möglichkeit für deren Belange einsetzen. Was sie dabei erreichen, hängt dann ohne Frage vom Verhandlungsgeschick der Köpfe ab, allerdings auch davon, wie groß die Unterstützung von unten ist: Mitgliederzahlen , Beteiligung an Aktionen etc. Das war schon besser bzw. leichter ohne Pandemie.

ver.di macht auf mich allerdings auch sehr einen Eindruck, hier Platzhirsch sein und bleiben zu wollen. Auch andere Gewerkschaften gehören der Tarifgemeinschaft im öD an. Nach meinen Eindrücken zweifle ich inzwischen aber daran, dass ver.di die durchgängig auf Augenhöhe am Verfahren beteiligt, sondern z.T. auch stark Werbung und ‚Politik‘ für sich selbst macht. Und das wäre schon fragwürdig, wo man sich ja sonst die Solidarität so groß auf die Fahnen schreibt.

Gerechtigkeit

Corona sollte nicht dazu dienen, das Streikrecht zu unterlaufen. Wieso sollen die MA im ÖD auf Ihre Forderungen verzichen? Überall wird großzügig finanzielle Hilfe verteilt - auch an Branchen die bereits vor Corona Not litten. Leere Kassen sind kein Argumen, die Forderungen der MA im ÖD klein zu halten.
Es zeigt sich allerdings deutlich, dass es keinen Tarifabschluss geben werden kann, mit dem alle Beschäftigten im ÖD zufrieden sein werden. Das Problem ist, dass man nicht alle Berurfsgruppen - von der Reinigungskraft über Verwaltung, Ingenieure bis medizinischem Personal - im ÖD in einem Tarifvertrag erfassen kann. Ich plädiere daher für Spartentarifverträge mit Öffnungsklauseln für nicht organisierte MA.
@42na: Der überwiegende Anteil der MA im ÖD sind Angestellte. Und um Politiker geht es in diesem Tarifabschluss schon mal gar nicht.
@draufguckerin: Ein Sockelbeitrag für die unteren Stufen erzeugt ein Abwandern der erfahrenen Fachkräfte, ist also auch nur bedingt zielführend.

Alles zu seiner Zeit

Die Gewerkschaften haben schon immer zum falschen Zeitpunkt gestreikt. Begründung war immer: es muß weh tun. Gerade jetzt in der Pandemie ist es wieder mal der falsche Zeitpunkt. Wem tut es weh?? den kleinen Familien die gerade jetzt besonders ums Überleben kämpfen. Eine Schande, dass größenwahnsinnige Gruppen das ausnützen dürfen. Verdi , das wars wir treten aus.
Wir sind eine Gruppe von ca. 50Personen und hoffen, dass wir viele Anhänger bekommen

4,8 Prozent für alle, dafür wird gestreikt

"Die Ver.di ging mehrfach mit Vorschlägen bereits im Frühjahr auf die AG zu und machte in meinen Augen sehr akzeptable Vorschläge." Das ist richtig, aber das Fordern (durch die Gewerkschaften) und das Ablehnen (durch die Arbeitgeber) ist das normale ritualisierte Vorgeplänkel.
Worauf es ankommt, das ist die Forderung, für die letztlich gestreikt wird.
Und das ist eben nicht eine angemessene und überproportionale Erhöhung für die unteren Lohngruppen, sondern 4,8 Prozent für alle.
Feste Sockelbeträge für die unteren Lohngruppen, auch für die z.Zt. besonders belasteten Berufsgruppen, das wäre richtig gewesen.

Klatschen ist nicht genug

Die EZB strebt eine JÄHRLICHE Inflationsrate von 2 % an und wird sie durch Geldschwemme auch durchsetzen.

Das Angebot der Arbeitgeber von 3,5 % für 3 Jahre würde bei einer Inflation von 2 % mal 3 Jahren (also in dem Zeitraum 6 % Inflation) eine LohnKÜRZUNG von 2,5 % bedeuten.

Diese "Anerkennung" können die Arbeitgeber für sich behalten!

Streikrecht nur verhandlungsbezogen @nie wieder spd

Das Streikrecht kann nur genutzt werden, um die Tarifverhandlungen zu stützen. Forderungen an die Regierung für Gesetzesänderungen sind politische Forderungen. Politische Streiks sind in Deutschland nicht rechtmäßig. Hier können die Gewerkschaften zwar gesellschaftlich aktiv sein (und sind es auch), jedoch nicht zu Streiks aufrufen.
Ich wundere mich immer wieder über Menschen, die während der Warnstreiks an Bushaltestellen stehen, warten und schimpfen, niemand habe ihnen etwas gesagt. Warnstreiks werden Tage vorher angekündigt. Wer die Nachrichten der regionalen ÖR verfolgt, wird hier nicht überrascht. In der Regel sollte es möglich sein, Absprachen mit dem Betrieb und/oder den Kolleginnen zu treffen.

Natürlich haben die Beschäftigten

des öffentlichen Dienstes, besonders der systemrelevanten Sparten im unteren Lohnsektor, mehr Arbeitslohn verdient. In einer Krisensituation wie der jetzigen, in der die Wirtschaft nicht wächst, Arbeitnehmer in anderen Sparten ohne Gewerkschaftsunterstützung eher mit Lohnkürzungen oder Nullrunden rechnen müssen, sind mehrere, kurz aufeinander folgende Streikrunden eher kontraproduktiv. Hier werden mal wieder Arbeitnehmer gegen Arbeitnehmer ausgespielt. Die Solidarität mit den Streikenden wird damit auf eine harte Probe gestellt. Die Kassen sind nun mal leer und müssen erst wieder gefüllt werden. Das ganze wird mit drohenden Lockdowns sicher nicht einfacher. Kompromisse müssen gesucht werden aber nicht auf Kosten derer, die sich ernsthaft um ihren Arbeitsplatz sorgen müssen. Auch diese AN müssen geschützt werden und dürfen nicht gegängelt werden, z.B. durch blockieren des ÖPNV. Das reißt Gräben auf und schürt die Ungleichheit.

Das Gute an der Pandemie ist ...

... man sieht welche Berufsgruppen die wichtigsten sind, denn sie gehen als letztes in den Lockdown. Nach einhelliger Aussage aller Politiker ist es systemrelevant Kindergärten und Schulen möglichst lange auf zu lassen. Das scheint das wichtigste. Diese Berufsgruppen sollte man dementsprechend auch am besten bezahlen. Verdi sollte entweder einen hervorrragenden Abschluss erzielen oder einen mit sehr kurzer Laufzeit...

@alle Neider: anstatt sich zu beschweren, dass Verdi-Mitglieder mehr verdienen als "Normalos" oder andere sollten Normalos und andere eben auch einer Gewerkschaft eintreten, die sich für sie einsetzt. Sich selbst die Gewerkschaftsgebühren zu sparen und sich dann darüber aufzuregen, dass sie sich für andere auszahlen ist kleinlich. Wir Deutschen sollten insgesamt aufhören zu fragen, wieso der andere viel bekommt, und starten zu fragen, warum man selbst so wenig bekommt.

@ 42na

Ihr Beamtenbashing können Sie für sich behalten.

Was die Polizisten leisten muss auch anständig vergütet werden. Foristen wie Sie, sind doch die ersten, die sich beklagen, wenn die Verwaltung nicht funktionieren würde. Daher brauchen wir anständige Gehälter, die den Nachwuchs sichern.

Und die Mär von den geringen Renten ist auch oll. ZUSÄTZLICH zur gesetzlichen Rente beziehen Angestellte Betriebsrenten bzw. eine Zusatzversorgung (öD).

Sie nicht? Dann suchen Sie sich doch einen Arbeitgeber, der dies anbietet oder setzen es bei Ihrem Arbeitgeber mit Hilfe Ihrer Gewerkschaft durch.

Zum Thema Sockelbeiträge

Ich verstehe die Kritik um fehlende Sockel Beträge nicht. Bei den letzten Verhandlungen waren es, glaube ich, 175€ und diesmal 150€. Umd dem Pflegenotstand zu begegnen will werdi für die P-Tabelle 300€.
Frage an die Kritiker: Wie sollte Ihrer Meinung nach eine adäquate Sockel Förderung aussehen?

Tarifeinigung

Oh, super wie darüber diskutiert wird, wie die Lohnentwicklung aussehen soll. Dabei wäre doch Mal der erste Schritt, an eine Lohnangleichung zwischen den Bundesländern hin zu bekommen. Es ist absolut unverständlich, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung Unterschiede in der Entlohnung aufgrund der Himmelsrichtung zu unternehmen. Warum müssen die ostdeutschen Kollegen eine Stunde mehr arbeiten und bei der Einmalzahlung auch Abstriche machen? Dies war schliesslich auch eine Forderung der Gewerkschaft. Aber ich befürchte, diese Forderung verläuft Mal wieder im Sande.

Werneke, übernehmen Sie!

Streikt, bis sie um eine Einigung betteln. Nehmt euch ein Beispiel an den Gelbwesten. Klatscht ihnen ihr geheucheltes Klatschen ins Gesicht. Denn alles steht still, wenn euer starker Arm es so will!

Schon seltsam ...

... dass die Miesepetrigen anderen mal wieder den kümmerlichen Inflationsausgkeich nicht gönnen.

Wenn's hoch kommt 1,5 Prozent mehr pro Jahr, was vollständig von der Inflation aufgefressen wird und dann das Gemäkele über den öffentlichen Dienst?

Die Meckerern wissen gar nicht wie froh wir sein können - und die meisten auch sind - dass wir einen funktionierenden öD haben. Abschreckende Beispiele in anderen Ländern gibt es zu hauf.

Was mich wundert ist, wenn der öD das Arbeitnehmeroaradies ist ( sicherer Arbeitsplatz, Gehalt, Rente), warum haben die ganzen Nörgler denn nicht selbst eine Karriere im öffentlichen Dienst eingeschlagen? Dies steht doch jedem offen .

Die Gewerkschaft ver.di ist

der Streikarm des deutschen Beamtenbunds
die "Tarifunion" ist für Beamte die Lizenz zum Gelddrucken

Wg: Leere Kassen

Das Staatssäckel übrigens muss immer noch proppe voll sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass lang bekannteSteuerschlupflöcher nicht dicht gemacht werden. Das Cum-Ex jetzt teils in die Verjährung läuft, etc. Sollte man auch mal drüber nachdenken, bevor man von der Basis wieder Zurückhaltung fordert.
Und bezügl. der Pflege: Stand heute kostet die AG eine Erhöhung nix. Denn das soll von den Kassen ausgeglichen werden. Darf man auch nicht vergessen.

@ um 08:58 von Einfach Unglaublich

Eine Karriere im ÖD steht grundsätzlich allen offen, aber eben nicht jedem.
So viele Stellen gibt es dort leider nicht und in den letzten Jahren sind auch noch etliche davon dem Spahrwahn zum Opfer gefallen.

Zu draufguckerin 8:20

„Mir ist es peinlich, dass BusfahrerInnen und Erzieherinnen streiken, und dass davon höhere Angestellte im ÖD maximal profitieren.
Die "kleinen" Arbeiter und Angestellten holen für die "höheren" die Kohlen aus dem Feuer,“

Als Gewerkschafter setze ich mich in den Verhandlungen gezielt für die „Unteren“ ein, und vertrete persönlich viele „Arbeiter/Innen“ und auch wie oben mal gennant die „Putzgeschwader“ die tagtäglich die Hygienekonzepte in Krankenhäusern, Schulen und Kitas umsetzen!! Aber es sind die Arbeitgeber die angeblich kein Geld haben, die ganz oben mehr drauflegen. Aber lasst uns aufhören gegeneinander zwischen den Beschäftigten und „Normalos“ und so weiter Neiddebatten zu führen. Der öffentliche Dienst ist eine Leitplanke für die Bezahlung in Deutschland (ja viele Arbeitgeber fahren schon unterhalb). Aber wenn diese Leitplanke wegbricht wird Deutschland vollends zum Niedriglohnland. Deshalb bitte nicht gegeneinander, sondern miteinander , damit es für alle besser wird.

Der öffentliche Dienst sollte sich schämen

Dieser Streik und diese Forderungen empfinde ich in dieser Zeit nur noch als peinlich. Null Verständnis habe ich für diese Leute!

Gestern waren wir noch Helden

Komischerweise klagt niemand wenn die anderen Gewerkschaften (IG Bau, IG Chemie ... - die haben in den vergangenen Jahren wesentlich besser abgeschlossen) streiken.
Jeder braucht den öffentlichen Dienst, nur bezahlen mag ihn niemand.
Ja ich bekomme eine Zusatzrente, in die ich aber a) einzahle und b) auch andere Schichten bekommen Zusatzrente.
Und zum Punkt der Sicherheit des Arbeitsplatzes, auch dieser ist nicht sicher - outsourcing, Umwandlung in GmbHˋs Verkauf an Private - das wars dann mit dem sicheren Arbeitsplatz

In Zeiten, in denen eine Aufrüstung des Alls offensichtlich allen Ernstes erwogen und für „finanzierbar“ gehalten wird:

"Eine militärische Nutzung des Weltalls birgt die Gefahr, dass sie Vertrauen stört und kaputt macht, was über viele Jahre zwischen den Ländern gewachsen ist" (der ESA-Generaldirektor im tagesschau-Interview)
sollte über die „Möglichkeit“ der Anerkennung wirklicher und tatsächlich notwendiger Leistungen im tatsächlichen Dienst an der Gesellschaft in Form angemessener Bezahlung eigentlich kein Wort verloren werden.

„Doch Space Center, das im rheinland-pfälzischen Ramstein entstehen soll, gehört zur NATO. [Die] beteuert zwar, dass es dem Bündnis nicht um die Militarisierung des Alls gehe, sondern um Aufklärung. Doch er kündigt auch Investitionen in neue Technologien zum Schutz bestehender Satelliten an. "Einige Nationen wie (...)“

Vielleicht sollte man besser in Technologien investieren, die der Aufklärung bzw. Kommunikation der Bürger statt ihrer Regierungen dienen.

Eine sittenwidrige Unverschämtheit,

was VERDI da verlangt.
Sie gehören schon zu den Bestverdienern.
Mit Leistungsprinzip hat das nichts zu tun, es ist schlichtweg Erpressung.
Ein Einsehen besteht noch bei der Arbeitszeitanpassung. Das verstehe ich als Errungenschaft unserer Gesellschaft.
Aber weiter durch unverschämte Lohnerhöhungen, die sich natürlich am meisten auf die hohen Einkommensgruppen auswirken, was die unteren aufgestachelten oft nicht bemerken, die Einkommensschere weiter zu öffnen und die Abgehängten, Tarifungebundenen weiter nach unten zu treten?
Das trifft übrigens auch auf andere Gewerkschaften zu. Sie treiben die Armutsmühle genau so an, nur von der anderen Seite.

@mike2, 8:34

Sie haben schon mitbekommen, wie in anderen Kommentaren und Medienberichten zu lesen war, dass die Arbeitgeber-Seite Angebote ausgeschlagen hat, die auf eine Verschiebung der Tarifrunde zielten, oder? Und der Vorschlag war von Gewerkschaftsseite. Die wollen den Arbeitskampf nicht. Sollen sie nun deswegen zu allem Ja und Amen sagen?

Man sollte sich mal überlegen:

Die IGMetall z.B. übt zur Zeit Lohnzurückhaltung. Das ist kollegial. Im Osten wird immer noch d r e i Stunden pro Woche länger gearbeitet als im Westen.
Anscheinend reicht es VERDI immer noch nicht, wie viele öffentliche Betriebe bereits in den Billiglohnsektor abgewandert sind.

@Peter Hamburg

Na, dann schauen wir mal wieviel Leute wir gesund klatschen können, wenn es immer weniger Pflegekräfte gibt. Denn da Steuern wir hin. Im Frühjahr klatschen und jetzt meckern...
Es stellt sich die Frage, wer sich schämen sollte...

09:35 von Peter Hamburg

Aus welchem Grund sollte sich der ÖD schämen? Vom Klatschen und sonstigen Lobgesängen während des Lockdown im April werden weder Mieten bezahlt noch die zusätzliche Belastung gewürdigt. Im Gegenteil: die Verhandlungsführer der AG Seite sollten sich schämen ein solch mickriges Angebot überhaupt auf den Tisch zu legen, dafür habe ich Null Verständnis in diesen Zeiten.

Wenn man

Bedenkt wie viele Leute um ihren Job bangen oder in Kurzarbeiten sind, finde ich eine Forderung um 4,8 % für eine Laufzeit von 12 Monaten als Frechheit.
Auch in guten Zeiten finde ich diese Forderung sehr hoch, in keiner anderen Branche wird für 12 Monate Laufzeit so eine Forderung gestellt.
Das ganze auch noch bei einer Quasi Job Garantie.

Blamage für VERDI

Wenn Verdi sich auf diesen Kompromiss einlässt, sollten sich die Mitglieder ernsthaft die Frage stellen, ob sie nicht durch ihren Austritt ihren Mitgliedsbeitrag auf das jämmerliche Verhandlungsergebnis pro Monat draufschlagen sollten! Herrn Bsirske wäre ein solcher Misserfolg nicht passiert, offenbar geht nicht nur der Politik das kompetente Führungspersonal aus sondern jetzt auch den Gewerkschaften! Der öffentliche Dienst kann zwar "den Laden" in der Panoramakrise zusammenhalten, aber kosten darf er nichts. Bei Tarifverhandlungen obsiegt der gesellschaftliche Neid, in guten wirtschaftlichen Zeiten will kaum einer im öffentlichen Dienst arbeiten. Eine verlogene Gesellschaft!

Foto

Auf dem Foto sehe ich Menschen, die zwar genügend Abstand halten, aber keine Maske tragen. Auch sehe ich keine geöffneten Fenster.
Ist das Regelkonform?

Tariferhöhung ÖD

Das was Sie schreiben ist totales Querdenken, vermischt mit Neidkultur und Beamten-Bashing. Ich weiß nicht, was Sie im Leben beruflich gelernt haben, damit Sie sich jetzt unverschämt aufregen über die Bezahlung von Beamten und Angel. im ÖD. Ich im gehobenen Dienst vergleiche mich nicht mit einem "Würstchenverkäufer" oder ähnlichem. Jedem seht der Weg in den öffentlichen Dienst offen, vorausgesetzt er/sie hat die entsprechende Schulung/Ausbildung. Auch ein Polizist ist Beamter!

Verdi-ab jetzt ohne mich

In spätestens zwei Wochen wird dem öffentlichen Dienst wieder zugejubelt und darauf hingewiesen das sie ja ach so systemrelevant sind und mehr Anerkennung bekommen sollten. Daher ist der beste Schritt einen guten Tarifabschluss zu erreichen.Damit werden diese Berufe auch für junge Menschen attraktiver.

Ich finde es gut, wenn Sie

Ich finde es gut, wenn Sie austreten. Es ist verdammt unverschämt, wie sich die bösen Verdianer gegenüber den guten und lieben Arbeitgebern verhalten.
Noch besser fände ich es allerdings, wenn Sie konsequenterweise auch auf das Geld verzichten, das Verdi erkämpft hat und an erwähnten Kitas spenden.

@Traut sich 8:41

Verdi Mitglieder verdienen nicht mehr als andere, eher weniger, da sie ja ihre Gewerkschaftsbeiträge bezahlen. Die mit Gewerkschaftsunterstützung erkämpften Lohnabschlüsse gelten dann für alle. Das heißt (und ich finde wahrhaftig nicht alle Dinge unkritisierbar) ohne Gewerkschaften liefe gar nichts im Sinne der Arbeitnehmer. Eigentlich müsste jeder Arbeitnehmer in einer Gewerkschaft sein und ein Auge auf Rechte und Pflichten ihrer Vertreter haben.

Wer sich..

..über den öffentlichen Dienst beschwert darf gerne mal am Morgen als Straßenkehrer oder mit der Müllabfuhr unterwegs sein oder mit mir in einer gerontopsychiatrischen Station tauschen..

sehr solidarisch

Zu Bedenken ist, dass Gehaltserhöhungen auch Besoldungserhöhungen und zusätzlich die Pensionslasten erhöhen. Diejenigen, mit de facto Kündigungsschutz, nach wie vor gegenüber der kleingehauenen Altersrente mit Nullrunde in 2021 des Normalarbeitnehmers in üppger Vollversorgung, bei Beamten noch mit üppiger Beihilfe samt ärztlichen Privatstatus, in schwierigen Zeiten noch satte Erhöhungen fordern. Nicht sehr solidarisch.

Analog bitte monatlich Mindesterhöhung für Rentner in 2021 um 30 Euro, statt Nullrunde.

mal wieder...geschlechterverhältnisse

Bei aller Anerkennung gewerkschaftlicher Kämpfe, mich irritiert die Zusammensetzung der "Spitzengruppe" sehr. In welchem Zahlenverhältnis arbeiten eigentlich Frauen und Männer im öffentlichen Dienst? Und wer repräsentiert hier wen? Was erzeugt das? Wäre das nicht mal ein Thema für eine ARD-Doku oder eine Studie der Böckler-Stiftung?

von joe70 9:58

Die IG Metall übt sich in Komanagement und Null-Runden. Das ist kollegial mit den Bossen. Aber nicht kollegial mit den Lohnabhängigen. Es leitet eine Spirale nach unten ein, nach dem Motto: Ja, wenn die, dann müssen auch wir......

Aber Eins darf man mal sagen

Was wären wir Arbeitnehmer ohne Gewerkschaften, Jeder müsste den Lohn den ihn der Arbeitgeber bereit wäre zu zahlen annehmen.

.... aber

Der Wunsch als auch teilweise den Bedarf nach angemessener Bezahlung kann ich gut verstehen ... aber was mich ärgerlich macht ist die immer wieder wahrgenommene Gleichgültigkeit und mangelnde Kunden- und Leistungsorientierung in diesem Sektor (zB die Vorbereitung auf den Feierabend wird schon 30 min vorher so eingeleitet, dass praktisch keine Arbeit mehr stattfindet, ...) meinetwegen könnte das Doppelte oder Dreifache der geforderten Erhöhung umgesetzt werden, wenn das zu einer Leistungsverbesserungen führen würde (Leistung = Arbeit / Zeit) und der Kunde als solcher behandelt werden würde.

@draufgängerin, 08.36h

Dass Sie sich für die unteren Lohngruppen stark machen, ehrt Sie.
Die Frage, warum es untere und obere Lohngruppen gibt, ist damit nicht geklärt.
Kann es sein, dass die Beschäftigten in den oberen Lohngruppen sich mehr ins Zeug gelegt haben, mehr für die Qualifikation getan haben?
Warum soll das nun zu einer Nivellierung führen zu Ungunsten der oberen Lohngruppen?
Eine Gerechtigkeit im Sinne eines Jeden wird es nie geben.

Bestverdienern

Soso, wenn ein Mitarbeiter vom Metallgewerbe Ihren Beitrag liest, lacht er sich bestimmt schlapp.
Und die Beschäftigten in der PKW Branche träumen doch schon wieder von ihren Prämien.
Als Mitarbeiter im ÖPNV fühle ich mich zusehenst wie im Armenhaus der Republik.

Für Leute wie Sie habe ich

Für Leute wie Sie habe ich auch null Verständnis.

ZU: 07:26 von 42na - Erhöhung für Beamte sowie ...

Sie schreiben:
"Deren Pensionen stehen in einem abnormen Verhältnis zum Rentendurchschnitt geschweige denn zu den anwachsenden Rentnern unter diesem Durchschnitt."
Die Pensionen von Beamten sind brutto wohl höher, weil die Beamten die Pensionen voll versteuern müssen.
Wenn Sie die Netto-Pensionen (nach Abzug der Steuern und der -hohen-Krankenkassenbeiträge) mit den Netto-Renten von Personen mit denselben Tätigkeiten vergleichen, sind diese in etwa gleich hoch.

Ohne prozentuale Erhöhung

Ich bin für 75 € für Alle, ohne prozentuale Erhöhung.
Das entspreche bei einem durchschnittlichen Bruttoverdienst von 3300 € einer Erhöhung von 2,27 %; bei 2000 € =3,75 %; bei 6000 € = 1,25 %.
Die Laufzeit sollte unter diesen Voraussetzungen bei einem Jahr liegen.

@ NeustartWagen20 am 25. Oktober 2020 um 11:20 Uhr

Absolut richtig!

Das ist der einzig sinnvolle Weg. Weg von den prozentualen Erhöhungen, hin zu Erhöhungen in festen Eurobeträgen, unabhängig vom Einkommen.

Damit würde man nämlich auch die Schere zwischen arm und reich nicht weiter öffnen, sondern auf Dauer deutlich reduzieren.

Und dafür würde sogar ich streiken :-)

Was da jetzt läuft ist aus meiner Sicht komplett überflüssig (insbesondere die Streiks) ... man einigt sich ja sowieso ... und mit etwas Vernunft hätte man das auch sofort schaffen können.

ÖD

Die Fans von Sockelbeträgen sollten sich einmal die Entgelttabellen im ÖD (VKA) anschauen, um zu erkennen, dass dort die Gehaltsunterschiede relativ gering sind. Eine Hilfskraft der Gruppe 3 verdient ca. 2800 €, ein Akademiker der Gruppe 14 ca. 6350 €. Unter Berücksichtigung der Steuerprogression ist hier für Sockelbeträge kein Raum.

Ergebnis

Die gleichen Arbeitszeiten in Ost und West ist ein tolles Ergebnis.

Die 1,4% ab April kommenden Jahres ist unter dem was ich erwartet hatte. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, bedeutet das für mich etwa 30€ netto mehr pro Monat ab kommenden April.

Für die Kollegen aus dem Osten Deutschlands freut es mich.

@ um 11:07 von DerVaihinger

Ihre Frage zur Unterschiedlichkeit der Lohngruppen läuft daraus hinaus, dass unterschiedliche Qualifikationen unterschiedliche Löhne rechtfertigen.
Dafür gibt es aber keinerlei Grundlage.
Unterschiedliche Qualifikationen haben möglicherweise mit unterschiedlichen eigenen Vorraussetzungen zu tun, für die Menschen nicht verantwortlich sein können. Ebensowenig wie sie für ihre eigene Ausbildung, zumindest in den ersten 10 Jahren, kaum verantwortlich gemacht werden können.
Da sind sie nämlich noch unmündige Kinder.

Verrat

Die Inflationsrate der letzten 3 Jahre mit 1,4 bis 1,8% jährlich ist höher, als dieser Abschluss. Die erste Steigerung soll zudem erst ab 01.04.21 greifen. Also heißt das für 2020 Null Prozent. Letztlich wurde -wieder einmal- ein Reallohnverlust erreicht. Schäm dich, Werneke.

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