Ihre Meinung zu: EU-Gipfel: "No-Deal-Szenario für beide Seiten schmerzhaft"

15. Oktober 2020 - 7:22 Uhr

Zwei Wochen nach dem jüngsten Gipfel kommen die EU-Staaten erneut in Brüssel zusammen. Auf der Tagesordnung: der Brexit. Doch auch die Klimakrise und der Streit zwischen Griechenland und der Türkei sind Thema. Von Helga Schmidt.

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Kommentare

Mir kann keinr erzählen

dass ein no deal abkommen für die EU genauso schmerzhaft wäre wie für die Briten...

Johnson bluffed und Pokert mit all in.
Die EU kann einfach gar nicht anders als Ihn dazu zu zwingen Farbe zu bekennen...
Denn wenn sie wieder nachgibt verspielt sie das letzte bisschen Autorität und Glaubwürdigkeit das sie noch hat (im Bezug auf Spalter).

Dann können wir sicher sein, dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn) anfangen werden die EU zu erpressen mit "sonst treten wir aus"... denn es hat ja für GB ziemlich gut funktioniert.

Einfach mal nach der Devise Handeln, Reisende soll man nicht aufhalten... und die Lobbisten ignorieren, die die laxen Finanzmarktgesetze in London vermissen würden.

Schußstrich machen und No-Deal verkünden

Boris Johnson hat sich verzockt
und wird alle mühe haben sich im Amt zu halten,
da Schottland und Nordirland sich abspalten werden.

Die Huette

brennt, und die schachern schon wieder in Brussel.
Wozu haben wir denn da ein hochbezahltes Parlament? Die sollten sich doch schon wissen welche Kompromisse machbar sind... da braucht man keine Abendessen von Regierungschefs in einem Hochriskogebiet.

RE : Deeskalator !

Dem stimme ich voll und ganz so zu !!
Johnson soll doch versuchen, seine Forderungen durch zu setzen, um dann kläglich zu scheitern. Dazu muss die EU aber knallhart bleiben, und keinen Zentimeter über eine rote Linie gehen.
Auch müssten endlich mal all die EU eine öffentliche Liste mit all den betrügerischen Lobbyisten einführen, oder alle rauswerfen. Die haben in einem Parlament absolut nichts zu suchen. Die Politiker, egal von welcher Partei sollten frei nach ihrem Verstand und Vorstellungen entscheiden, ohne jeglichen Einfluss von so windigen und unlauteren Gesellen.
Um Johnson ist es nicht schade, wenn der richtig auf die Schnauze fällt. Vielleicht erkennen dann auch die letzten Freunde dieses Typen, was er alles gegen die Wand gefahren hat.
Apropo Ungarn und Polen, die würde ich genauso wie die Tschechen aus der EU rauswerfen, die wollen nur Geld, aber sonst keinerlei Gemeinsamkeit. Auf solche Länder sollte die EU grundsätzlich verzichten.

EU verkommt zu einer Schulden- und Transferunion

Dass die Briten nicht mehr in der EU sein wollen, kann man ihnen nicht verübeln. Aus der EU ist eine Schulden- und Transferunion geworden, dessen einziges Bindesmittel die leckeren Billionen sind, die in Nehmerländer fließen.

Dt. Sparer, Rentner, Arbeitnehmer, Steuerzahler bluten seit Jahren in BILLIONENHÖHE dafür, dass die uneinbringbaren Schulden maroder südeuropäischer Staaten, Banken und Unternehmen weiterfinanziert werden können, um ja nicht das politisch gewünscht, aber völlig dysfunktionale Projekt Euro nicht einstürzen zu lassen.

Wem die Interessen dt. Sparer, Rentner, Arbeitnehmer und Steuerzahler völlig egal sind, sei gesagt, dass die Südeuropäer durch diese Machenschaften genauso, wenn nicht mehr leiden, da sie zu politisch abhängige Almosenempfänger aus Berlin und Brüssel degradiert werden, die infolge des Euros mit dem Rücken zur Wand stehen und in einem Sumpf aus Armut, Arbeitslosigkeit und Schulden untergehen.

"Tolles" Europa, das die EU-Befürworter da zusammenzimmer

um 08:38 von Deeskalator

>>Dann können wir sicher sein, dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn) anfangen werden die EU zu erpressen mit "sonst treten wir aus"... denn es hat ja für GB ziemlich gut funktioniert.<<

Worin sehen Sie jetzt die Erpressung? :)

No deal

means,no deal.
Das müssen die Engländer halt auch merken. Denn die Schotten wollten in der EU bleiben.
Und so würde ich Schottland die sofortige Mitgliedschaft anbieten, wenn sie sich von den gierigen Engländern trennen. Die nordiren werden sich dann nach Irland umsehen. Und was Wales und England machen, kann uns doch wurscht sein. Wenn sie es besser finden, langt das doch. Wir brauchen die Insel nicht. Die uns schon.
Wir können einfach abwarten.

Erpressbare EU

Diplomatie ist eigentlich sinnvoll. Aber nicht dann, wenn Themen zer- und totgeredet werden.
Es ist längst an der Zeit, dass die EU endlich mal kompromisslos handelt, da sie sonst immer unglaubwürdiger wird und weltweit an Ansehen und politischem Gewicht weiter verliert.
Die bezieht sich aktuell auf den Brexit, Polen, Ungarn, die Türkei usw.
Nur entschlossenes Handeln wird der EU und dem Euro letztendlich das Überleben sichern.

@ Karl Klammer

"Schußstrich machen und No-Deal verkünden"

Klar, es fuehlt sich toll an Johnson eins auszuwischen. Menschlich 100% nachfuehlbar. Aber Johnson ist nur temporaer, und das Vereinigte Koenigreich und die EU wird es noch viel laenger geben. Deshalb sollten wir uns nicht von Emotionen leiten lassen, und aus einer reudigen Situation das langfristig Beste fuer alle herausholen. Ein No-Deal ist das unter Garantie nicht.

EU-Gipfel: "No-Deal-Szenario für beide Seiten schmerzhaft"

Aber warum soll es denn für die EU schmerzhaft sein ?
Oder ist es ein Streitpunkt, daß man nach dem Austritt Großbritanniens will, daß dort die Binnenmarktregeln und das Wettbewerbsrecht der EU weiter gilt ? Durch Staatshilfen für die britische Industrie könnte der EU Investitionen abgeluchst werden. Dazu der Artikel von Steffen Stierle unter dem Titel "Brüsseler Drohgebärden", vom 5. Oktober.

EU-Gipfel

Auf Kommentar antworten

Am 15. Oktober 2020 um 08:38 von Deeskalator...
Die EU kann einfach gar nicht anders als Ihn dazu zu zwingen Farbe zu bekennen...
Denn wenn sie wieder nachgibt verspielt sie das letzte bisschen Autorität und Glaubwürdigkeit das sie noch hat (im Bezug auf Spalter).
###
Ich glaube nicht das die EU hier Farbe bekennt. Es wird hier bestimmt darauf hinlaufen einen Kompromiss zwischen beiden Seiten zu finden um GB entgegenzukommen. Das war wie so oft in der Vergangenheit, und es wird auch heute so ablaufen. Denn wenn es um Probleme geht die es zu lösen gilt, ist Brüssel wie so oft ein zahnloses Bürokratiemonster das auf Kompromisse setzt...

Am 15. Oktober 2020 um 08:51 von Karl Klammer

Boris Johnson hat sich verzockt
und wird alle mühe haben sich im Amt zu halten,
da Schottland und Nordirland sich abspalten werden.

Einen Abspaltung von Schottland und Nordirland würde Krieg bedeuten... ist Ihnen das klar?

@Am 15. Oktober 2020 um 09:41 von Bernd Kevesligeti

Zitat: "U-Gipfel: "No-Deal-Szenario für beide Seiten schmerzhaft"
Aber warum soll es denn für die EU schmerzhaft sein ?"

Es war mir klar, dass solche Fragen kommen.

Newsflash: alleine D
- hat einen Handelsüberschuß von 30-50 Mrd.- EUR / Jahr mit GB
- exportiert netto 1 Mio. Autos mehr nach GB als umgekehrt

Was glauben Sie, wieviele Arbeitsplätze in deutschen Autofabriken verloren gehen, wenn die EU, um politische Zugeständnisse zu erpressen, den Handel mit GB erschwert und die Briten dann mehr asiatische oder amerikanische Autos importieren oder - Gott hilf! - selber Autos wieder bauen werden?!

Da kann man mal wieder sehen: für einen freien Handeln zwischen einzelnen Ländern braucht man die EU fünf Mal nicht. Sie kann diesen freien Handel aber abwürgen.

@ Deeskalator

Ich stimme Ihnen vollkommen zu.
Weiterhin glaube ich das es höchste Zeit wird mal auf den Tisch zu hauen und den "Schmarozzern" zu erläutern das EU keine Einbahnstraße ist.
Europa bedeudet in erster Linie Frieden!
In zweiter Linie bedeutet Euro Handelsfreiheit ,Reisefreiheit und wirtschaftlich Kongurenzfähig gegenüber den Global Playern (China / USA ectr.) Aber auch Verantwortung und Pflichten.
Und wenn die hochintelligenten Britten Ihren Blondschopf wie Lemminge folgen, dann lasst Sie ziehen, MIT ALLEN KONSEQUENZEN. JEDER IST ERSETZTBAR.

Was genau passiert denn ohne Abkommen?

Mir ist bis jetzt immer noch nicht klar, was genau für mich persönlich schmerzhaft sein könnte, wenn England endlich auch ohne Abkommen ausgetreten ist?
Mir ist überhaupt nicht bewusst, an welcher Stelle in meinem Leben englische Produkte eine Rolle spielen und warum diese Produkte nicht zB in der BRD hergestellt werden können?
Denn wenigstens das haben wir aus der Corona - Krise doch gelernt: Die Produktion wichtiger Dinge muss aus irgendwelchem Ausland zurückgeholt werden.
Vielleicht könnten die oder der Faktenfinder mal konkret auflisten, was da auf jeden Bürger der Rest - EU zukommen wird?

@Sonnenbogen

Zitat:"Einen Abspaltung von Schottland und Nordirland würde Krieg bedeuten"

Ich glaube das eher nicht, denn diese Schotten und Nordirland würden somit in der EU verbleibe. Ebenfalls wären sie Natomitglieder und da würde das ganze sehr heikel,für den der die Esakalierung beginnt, ausgehen.

Vieleicht wäre dies der richtige Deckzettel für das ach so stolze Empire!

Für ein gemeinsamen Binnenmarkt braucht man die EU nicht!

Für ein gemeinsamen Binnenmarkt braucht man die EU nicht!
Um mit Engländern Handel zu treiben, sich auszutauschen, sich zu vernetzen, kurz in Freundschaft und Partnerschaft zusammenzuarbeiten, brauch man schließlich auch nicht die EUkraten aus Brüssel fünf Mal nicht.

Dass diese in der Vergangenheit in den großen Weichenentscheidungen massiv daneben liegt, zeigt die Eurokrise allein schon, die natürlich - entgegen der vollmundigen Ankündigungen von Merkel, Schulz, Juncker etc. - natürlich nicht gelöst ist, sondern die Probleme viel größer geworden ist, als vor fünf Jahren!

Quelle:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland-und-italien...

Ohne die Briten keine (funktionierende!) EU!

Mehr denn je brauchen die EU-Gremien die pragmatische britische Stimme als Gegengewicht gegen die Befürworter der Zentralisierung, Sozialisierung und Harmonisierung.

Es ist erst der EU-Zentralisierung, Sozialisierung und Harmonisierung gewesen, die Eigenverantwortung, Subsidiarität, Freiheit und Demokratie auf nationaler und regionaler Ebene schwächten und damit die Briten erst dazu veranlassten, die EU zu verlassen.

Die billionteure Euro-"Rettung", die heute vom EuGH - gegen bestehender Verträge (Art. 123 AEUV) auch noch für rechtens erklärt wurde, ist eine Paradebeispiel für die Katastrophe und Zerwürfnissen, zu denen der EU-Zentralismus und - Sozialismus führen.

Lernt man denn nie aus den Fehlern der Vergangenheit?!

Am 15. Oktober 2020 um 09:15 von Bender Rodriguez

"Und so würde ich Schottland die sofortige Mitgliedschaft anbieten, wenn sie sich von den gierigen Engländern trennen. Die nordiren werden sich dann nach Irland umsehen."

Gut, und dann würde ich als Engländer die Unabhängigkeit von Katalonien und Korsika anerkennen und ein Freihandelsabkommen schließen .... sehen Sie wo das hinführen könnte?

EU Gipfel...

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Position schon deutlich gemacht. Sie unterstützt den Vorschlag von Kommissionschefin von der Leyen, die Treibhausgase um 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken - das Ziel soll bis 2030 erreicht werden.
###

In 10 Jahren die Werte von 1990 erreichen ? Ich bin gespannt wie die EU diese Vorgaben in Osteuropäischen Staaten durchsetzen will ? So einfach wie in Deutschland lassen sich diese Länder nähmlich nicht von Kohle und von Verbrennungsmotor abbringen !

08:38, Deeskalator

>>Dann können wir sicher sein, dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn) anfangen werden die EU zu erpressen mit "sonst treten wir aus"... denn es hat ja für GB ziemlich gut funktioniert.<<

Die größten Nettoempfänger erpressen die EU mit Austrittsdrohungen?

Sie scherzen.

Die EU muss neu gegründet werden!

Die EU in der aktuellen Form ist untragbar! (Betonung: aktuelle Form!)

Die EU ist ja nicht einmal willens oder fähig, die Probleme, die EU- und Eurokritikern, deren man nicht nur in der AfD findet, zur Kenntnis zu nehmen, geschweige denn eine tatsächliche Fehleranalyse durchzuführen - und Gott behüte - zielführende Reformen umzusetzen! Die EU in der aktuelle Form nicht mehr tragbar und zeigt durch die der verherrende Euro-"Rettung"spolitiik, die dem Norden Billionen kostet und den Süden in einem Sumpf aus Schulden, Arbeitslosigkeit, Stagnation und poiitischer Abhängigkeit belässt, dass die quasi-sozialistischen/zentralistischen Maßnahmen der EU massiv gescheitert sind und die Demokratie, Freiheit und den Wohlstand in Europa schwächen, nicht stärken!

Insofern muss hier endlich eine ehrliche Sachdebatte über die fundamentalen Fehler der EU stattfinden und dringend notwendige Reformen eingeleitet werden. Falls dies nicht möglich, bleibt nur noch eine Neugründung

Was ist eine Bilanz?

"Dt. Sparer, Rentner, Arbeitnehmer, Steuerzahler bluten seit Jahren in BILLIONENHÖHE dafür, dass die uneinbringbaren Schulden maroder südeuropäischer Staaten, Banken und Unternehmen weiterfinanziert werden können ..." @Blitzgescheit
.
Eine Bilanz hat IMMER ZWEI SEITEN. Sie reden einseitig über die Passiva. Denen stehen aber die Aktiva gegenüber: Enormer Handelsbilanzüberschuss Deutschlands vor allem mit den Staaten der EU. Man könnte nun diese Staaten pleite gehen lassen, dann können die bei uns nicht mehr einkaufen. Aber wenn man nicht wissen will, wo unser Geld herkommt ...
.
Weltweit (!) haben wir ein Anwachsen der Vermögen, und immer weniger Menschen verdienen immer mehr, während die Armut anwächst. Das hat mit Nord-Süd nix zu tun, sondern mit Kapitalismus. Aber geschickt von den Reichen, die Wut auf andere abzulenken, damit sie ungestört weiter Reichtümer anhäufen können. Bravo!

no deal - no fun

Die EU hat sich mittlerweile gut auf den harten Brexit vorbereitet. Die Auswirkungen können gut abgedämpft werden, es sind längst andere Handelspartner gefunden. Für die Briten sieht das etwas anders aus, die fallen auf den Bauch und versuchen momentan noch ein intelligentes Gesicht dazu zu machen.

Sonnenbogen

"Einen Abspaltung von Schottland und Nordirland würde Krieg bedeuten... ist Ihnen das klar?"
Nö. Is mir auch nicht klar. Denn jeder hat das Recht, über und für sich selbst, zu (be)stimmen. Was sollten die Engländer machen?
Schottland zu GB "beibomben"?
Das wird nichts.
Milosevic hat sowas probiert und ist kläglich gescheitert.

08:58 von sonnenbogen

Zitat:"Die Huette brennt, und die schachern schon wieder in Brussel."

Ich weiß nicht, welche Vorstellung von Politik Sie haben, aber "schachern" ist das falsche Wort für wichtige Verhandlungen.

Zitat:"Wozu haben wir denn da ein hochbezahltes Parlament? Die sollten sich doch schon wissen welche Kompromisse machbar sind..."

Soll das Europäische Parlament einseitig irgendwelche Bedingungen festlegen oder sind nicht vielmehr zwischen Staaten Verhandlungen der übliche Weg, zu einer Vereinbarung zu kommen?

Brexit als Exempel

Die EU muss alles tun, damit die Briten nach dem Brexit wirtschaftlich schlechter dastehen, als vorher. Und zwar deutlich erkennbar.
Das ist wie beim Spicken in der Klassenarbeit. Ein umsichtiger Lehrer macht die Strafe so, dass nachher jeder weiß, dass sich Spicken nicht lohnt. Ein für alle mal.

09:03 von Blitzgescheit

Zitat:""Tolles" Europa, das die EU-Befürworter da zusammenzimmer"

Der einzige, der sich hier was "zusammenzimmert", sind wieder mal Sie. Ihre völlig einseitige und polemische Aufzählung von Leistungen, ohne die Gegenleistungen, z.B. in Form von Exporten, gemeinsamen Standards, internationaler Wettbewerbsfähigkeit usw. zu berücksichtigen, langweilt nur noch. Vor allem, weil Sie regelmäßig "vergessen", dass diese Leistungen nicht nur von Deutschland, sondern u.a. auch von Frankreich und Italien erbracht werden, die doch angeblich Ihrer Meinung nach kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch stehen.

Mal in größeren Zusammenhängen denken!

Der Boris Johnson und seine konservativen Freunde werden bei dem Tohuwabohu einige Milliarden an die Seite geschafft haben. Und wenn das Land pleite ist und das Volk wütet, dann sitzen die auf den Ceymans etc. und genießen Golf und Latin-Drinks.
.
Die EU sollte einen GB-Rettungsfond auflegen, dann werden die Briten endlich der EU gegenüber positiv denken. Und die Konten von Johnson und Konsorten sollten eingefroren werden, woll´n mal sehen, wie die sich dann einen abstrampeln.

EU hat in böser Absicht verhandelt...

Die EU hat sich im „Withdrawal Agreement“ verpflichtet, mit dem Vereinigten Königreich eine Vereinbarung zu treffen, die die britische Souveränität und Einheit respektiert. Die EU ist gesetzlich verpflichtet, in gutem Glauben zu verhandeln.
Die Absicht der EU war/ist aber eindeutig Strafe, nicht Partnerschaft. Die EU hat sich während der gesamten Verhandlungen geweigert, die britische Souveränität und Einheit zu respektieren. Sie hat in böser Absicht verhandelt. Sogar mit britischen Politikern, die überhaupt kein außenpolitisches Mandat haben, jedoch eine gewisse EU-hörigkeit offenbaren!
Die EU - nicht die britische Regierung - verstößt also gegen das Völkerrecht, was ja übrigens auch nichts Neues (s. Jugoslawien-Konflikt) ist!
So geht man mit einem Partner, der jahrzehntelang zweit größter Nettozahler war nur um, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht! Die Scheinheiligkeit und Arroganz der EU-Kraten ist unerträglich!

EU

Keine Sonderregeln für die Briten .
Fischerreirechte wiegen nicht so schwer wie sich eine gigantisches Steuerparadies vor der Haustür zu installieren.
Die Briten müssen die eingegangenen Verträge erfüllen und die Schulden die sich aus den Pflichten aus ihre Mitgliedschaft ergeben.

von Blitzgescheit 9:59

Zustimmung zu Ihrer Analyse. Das Sie recht haben, daß kann auch an den wenig souveränen Reaktionen der EU und der meisten Medien hier gesehen werden.

09:41 von Bernd Kevesligeti

«Aber warum soll es denn für die EU schmerzhaft sein ?»

Weil es ganz ohne Abkommen auch keine Übereinkunft über die Fischereirechte in britischen Gewässern gibt. Ist für die Fischereiflotte der Österreicher nicht so sehr ärgerlich. Für deutsche Fischer mehr, noch mehr für französische. Fischpiraterie wird die Folge sein, und Sir Francis Drake wird wieder auferstehen.

Handelserschwernisse ohne jede Übereinkunft außer den WTO-Regeln vermeidet man sonst ja auch, wenn es auch kein Freihandelsabkommen ist. Von Zollgedöne bis zum Abwinken hat niemand was.

«Durch Staatshilfen für die britische Industrie könnte der EU Investitionen abgeluchst werden.»

Staatshilfen für die Industrie sind immer prima. Nur wenn die EU so was machte, ist es Teufelswerk. Schöne neue Handelswelt, wenn Staaten selektiv Großkonzerne mit Windeln aus Steuermitteln versorgen. Täte / tut die EU (DEU) das, ist es mies.

Der Bäcker von umme Ecke wird ja eher nie subventioniert.
Auch nicht im Nach-Brexit UK.

Reisende soll man nicht aufhalten...von Deeskalator

Genau, die EU sollte sich von den Briten nicht "vorführen" lassen, sonst wird es unglaubwürdig.

@ Blitz... dings

Mehr denn je brauchen die EU-Gremien die pragmatische britische Stimme als Gegengewicht gegen die Befürworter der Zentralisierung, Sozialisierung und Harmonisierung.

Da trifft es sich ja gut, dass die gehen, denn ich bin für eine sozialere und harmonischere EU.

Re: Blitzgescheit

Fehlende nationale Souveränität ist bestimmt nicht das Problem der EU. Dadurch dass der Rat der Europäischen Union aus nationalen Ministern besteht und bei wichtigen Themen Einstimmigkeit herrschen muss, ist doch erst diesen politischen Kuhhandeln Tür und Tor geöffnet. Da wird die Zustimmung zur Urheberrechtsreform gegen den Weiterbau von Nord-Stream-2 gedealt oder die Subventionen für Ungarn gegen Zustimmung zu höheren Fangquoten für Fisch usw.

Ich stimme Ihnen insofern zu, dass die EU nicht perfekt ist: Ich würde mir definitiv weniger nationale Kleinstaaterei wünschen, auch weil ich mich vielen europäischen Freunden im Geiste verbundener fühle als manchen deutschen Nachbarn. Das geht einigen Briten genauso.

Ich glaube aber, dass sie trotz Unzulänglichkeiten eine fantastische Errungenschaft ist. Der deutsche Exportübeschuss ist übrigens wegen der EU und nicht trotz der EU so hoch, denn dort gehen die Exporte größtensteils hin.

Es geht zu Ende

Zum Glück hat BJ eine Verlängerung der Übergangsphase ausgeschlossen. Sonst müssten wir diese Story noch 1 oder 2 Jahre ertragen. Wie viele "letzte Fristen" sind im Laufe des Brexitprozesses eigentlich ohne Folgen verstrichen? Die gab es schon bei May und das geht so weiter.

Die einigen sich schon auf irgendwas, das man als Vertrag verkaufen kann. Keiner will einen "No-Deal", bei dem am 1.1.21 die LKW am Zoll stehen und es weder genug Zöllner gibt, noch klare Anweisungen für diese, was jetzt eigentlich Sache ist.

Also wird es z.B. für die Fischerei irgendeinen Formelkompromiss geben. Fischerei ist wirtschaftlich zu unwichtig, um deswegen das Chaos zu riskieren, aber eben sehr symbolbeladen. Dann werden vielleicht ein paar Fischer protestieren aber "who cares".

Und dann läuft der Laden irgendwie weiter. Schließlich braucht jeder die Produkte des anderen und bei der üblichen just-in-time-Logistik sind Waren, die 3 Tage an der Grenze stehen Gift.

@pemiku um 09:23Uhr

Volle Zustimmung! In der Rest-EU findet aber immer noch ein Kampf statt zwischen den Emotionen besonders der deutschen Bevölkerung und der Wirtschaft, die mit Hilfe der Medien fast täglich eiun neues Menetekel an die Medienwand projezieren läßt. Es hat nur bisher kein Politiker und kein Vertreter der Wirtschaft erklärt, warum eine Volkswirtschaft von ca. 65 Millionen der Nabel der Welt sein soll. Es sollte auch niemanden wundern, daß auch Erdogan sich die fehlende Kompromislosigkeit der EU zu Nutze macht.

um 10:00 von Heiko.H

>>Und wenn die hochintelligenten Britten Ihren Blondschopf wie Lemminge folgen, dann lasst Sie ziehen, MIT ALLEN KONSEQUENZEN. JEDER IST ERSETZTBAR.<<

Und wo nehmen Sie jetzt so auf die Schnelle ein anderes Land incl. Volk her?

10:00 von nie wieder spd

«Mir ist überhaupt nicht bewusst, an welcher Stelle in meinem Leben englische Produkte eine Rolle spielen und warum diese Produkte nicht zB in der BRD hergestellt werden können?»

Das fehlt gerade noch, Pfefferminzsoße in DEU herzustellen.
Es sind Probleme genug im Land !

Sollten Sie gerne Scotch Whiskey trinken, wird der sehr vermutlich teurer, aber weiterhin in der EU erhältlich sein. Gleiches gilt für im UK gefertigte Textilien, oder Schuhe (Schottenröcke … oder so).

In meinem Fall erwarte ich, dass die Ersatzteile für meinen Land Rover (Baujahr 1999) teurer werden. Befürchtungen, keine mehr zu bekommen, habe ich nicht. Und so häufig braucht man die nun auch nicht.

Für die Konsumenten in der EU ist zu vermuten, dass made in UK teurer wird. Je mehr UK-Produkte Bestandteil des eigenen Lebens sind … desto mehr teuer insgesamt.

Für die Unternehmen beiderseits des Kanals ist es nervig, wieder Zollwirtschaft zu betreiben, wie einst an den Mautstellen mit den Pferdekutschen …

Ich beneide die Briten...

Die Briten sind wenigstens gefragt worden, ob die diese teure Resterampe in Brüssel überhaupt wollen. Und sie haben sich entschieden. Ich beneide die Briten. Den Briten wird es übrigens besser gehen als in der EU. Warum? Sie sparen sich die Abermilliarden an laufenden Beiträgen in dieses schwarze Loch und bürgen auch nicht mehr für die fast 2 Billionen Euros!!!!! Sie können diese sinnlosen Summen in ihr eigenes Land stecken. Sie haben D gegenüber ein Handelsdefizit. Das nur zur Info für die, wir brauchen GB nicht. Lach. Mit Großbritannien haben wir den mit Abstsand größten Außenhandelsüberschuss. Über gigantische 50 Mrd. Euro. Wir als Exportweltmeister brauchen Länder wie GB usw. Wovon soll Ihr Chef/in Ihr Gehalt bezahlen / Bezüge /Rente / Pensionen ... wenn D nichts mehr exportiert? Friede: Die EU ist nicht für unseren Frieden zuständig sondern die Nato (und hoffentlich der Menschenverstand). Außerdem können die Briten bald wieder selbstbestimmt leben. Wir nicht.

um 08:51 von Karl Klammer

"Schußstrich machen und No-Deal verkünden"

Und damit auch den knapp 50 %, die eigentlich gerne in der EU verbleiben wären, auch die Tür vor der Nase zuschlagen? Wieso? Nur weil Downing Street eine Politik des schlecht frisierten Dickkopfs führt?

Nach dem Brexit wird vor einer wie auch immer neu zu gestaltenen Partnerschaft zwischen der EU und GB sein. Und da ist ein harter Deal wohl erstmal hinderlich. Fakt ist, dass GB die EU braucht und auch wir GB. Alleine schon die gemeinsamen Abhängigkeiten, die die Wirtschaft hat, braucht Sicherheiten. Wieso also erstmal mit dem Kopf durch die Wand und alles Porzellan zerschlagen, wenn wir uns am Ende ohnehin verständigen müssen??? Es ist gerade die Beharrlichkeit der EU, weiterhin auf Verhandlungen zu setzen, die Johnson dumm dastehen lässt. Der Ball liegt bei ihm. Wir müssen uns nichts vorwerfen lassen! Und das werden Boris´ Wähler auch noch merken!

um 10:06 von Blitzgescheit

"Die billionteure Euro-"Rettung", die heute vom EuGH - gegen bestehender Verträge (Art. 123 AEUV) auch noch für rechtens erklärt wurde, ist eine Paradebeispiel für die Katastrophe und Zerwürfnissen, zu denen der EU-Zentralismus und - Sozialismus führen.

Lernt man denn nie aus den Fehlern der Vergangenheit?!"

Aber ja doch. Die ganze EU mit ihren Schwächen und Anfälligkeiten ist Zeugnis eines schmerzhaften und komplexen Lernprozesses nach dem Supergau, dem Nationalismus, Stolz und Revanchismus vorausging und der X Millionen Väter in 2 Kriegen vernichtete und ebenso viele Kinder und Mütter aus dem Haus riss, das einmal Schutz bot für die gemeinsame Kultur von Traditionen, Bräuchen und deren Bereicherung in guter Nachbarschaft. Fast alle Kriege beginnen mit nationalistischem Getöse oder manchmal auch eher mit "filigraner" Zersetzung durch Besetzung gewisser Begriffe, die den "Framern" um die Ohren geschlagen gehören, die den Gegnern Framing vorwerfen. Genau das ist es nämlich im Kern.

09:59 von Blitzgescheit

«Was glauben Sie, wieviele Arbeitsplätze in deutschen Autofabriken verloren gehen, wenn die EU, um politische Zugeständnisse zu erpressen, den Handel mit GB erschwert und die Briten dann mehr asiatische oder amerikanische Autos importieren oder - Gott hilf! - selber Autos wieder bauen werden?!»

Sehr dämlich müsste man sich anstellen, noch miesere Autos zu bauen als die Amerikaner in den USA. Das traue ich den Briten nicht zu. So schlecht sind mein Rolls Royce und mein Bentley nicht, und mein (realer) Land Rover ist mega. Zuverlässig wie Ebbe und Flut, und so was wie unkaputtbar.

Ins UK werden nur wenige Autos aus Japan importiert. Toyota (und andere japan. Hersteller) haben ihre Produktionsstandorte für ganz Europa im UK. Hauptsächlich wegen der Englischen Sprache. Dieser Vorteil wiegt aber nicht schwerer für Toyota & Co., als sollten die Autos aus dem UK als Exporte in die EU wegen bald Zöllen teurer, und weniger wettbewerbsfähig werden.

Auch höfliche Japaner mögen das nicht.

@Am 15. Oktober 2020 um 10:34 von Peter Meffert

ZItat: "Ihre völlig einseitige und polemische Aufzählung von Leistungen, ohne die Gegenleistungen, z.B. in Form von Exporten, gemeinsamen Standards, internationaler Wettbewerbsfähigkeit usw. zu berücksichtigen, langweilt nur noch. "

Das zählen Sie als "Gegenleistungen" auf?

Ad "Exporte": diese werden von Unternehmen bzw. Mitarbeiter geleistet. Was soll die EU da "geleistet" haben? Sie sind ja lustig!

Ad "gemeinsamen Standards": es besteht überhaupt kein Problem, sich auf gemeinsame Standards zu einigen: siehe ISO-Standards, DIN, etc. Wozu bedarf es da einer EU? Und das soll die Billionen Euro rechtfertigen"; die uns die EU kostet? Sie sind offensichtlich kein Kaufmann!

Ad " internationaler Wettbewerbsfähigkeit": ja, die EU schadet Europa hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit, indem sie bzw. die EZB Nicht-/Minusleistungen mit Billionen Euro neu gedrucktem Geld belohnt, Leistungsträger/Steuerzahler aber bestraft.
Was genau ist jetzt Ihr "Argument"?

@fathaland slim um 10:13Uhr

Sie sollten eigentlich wissen, daß gerade die von Ihnn als "Netto-Empfänger" bezeichneten Staaten sich ihrer "Macht" mehr bewußt sind, als die "Netto-Zahler"! Woran das wohl liegt? Kann es sein, daß durch duie dauernde Berieselung von Moralisten, sich niuemand mehr "Nein" zu sagen traut?

08:38 von Deeskalator

«Dann können wir sicher sein, dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn) anfangen werden die EU zu erpressen mit "sonst treten wir aus"... denn es hat ja für GB ziemlich gut funktioniert.»

Genau so eine fürchterliche Erpressung der EU, als drohte die Tante, der ich seit 20 Jahren die Miete für ihre Wohnung + das Auto zahle, mir, in die USA auszuwandern, weil ich nicht das mache, was die Tante will.

Da schaudere ich ja schon alleine beim Gedanken dran.
Bald nicht mehr für die nörgelige Tante zahlen zu müssen.
Und deswegen macht die sich auch nicht vom Acker.
Wäre sie ja auch irgendwie … sehr dämlich.

11:21, melancholeriker

Wieder einmal ganz herzlichen Dank für Ihre deutlichen Worte. Treffender könnten sie kaum sein.

@Deeskalator, 08:38

"Die EU kann einfach gar nicht anders als Ihn dazu zu zwingen Farbe zu bekennen...
Denn wenn sie wieder nachgibt verspielt sie das letzte bisschen Autorität und Glaubwürdigkeit das sie noch hat (im Bezug auf Spalter)"

Ich fürchte, das hat sie längst. So oder so werden es die Bürger (auf allen Seiten) sein, die das ihnen von einer skrupel- oder (im besten Falle) hilflosen Politik eingebrockte Schlamassel ausbaden müssen.

@ schabernack

Sollten Sie gerne Scotch Whiskey trinken, wird der sehr vermutlich teurer, aber weiterhin in der EU erhältlich sein. Gleiches gilt für im UK gefertigte Textilien, oder Schuhe (Schottenröcke … oder so).

Ja, Schottenröcke scheinen einen riesigen Markt zu haben. Aber auch Whisky schafft es nicht unter die Top-100 auf der deutschen Importliste. Außerdem wollen die Schotten ja in der EU bleiben. Die Mehrheit der Bevölkerung dort war ja pro-EU.


In meinem Fall erwarte ich, dass die Ersatzteile für meinen Land Rover (Baujahr 1999) teurer werden.

Nicht unbedingt. Weniger als 25% der Teile an einem Land Rover kommen tatsächlich aus GB. Für die Briten wird es allerdings teurer, Land Rover zu fahren.

für beide Seiten schmerzhaft?

Also für die Steuerzahler in Europa die das 1800 Milr. € Paket finazieren oder zurückzahlen müssen mit Sicherheit.

@Am 15. Oktober 2020 um 11:00 von mlz

ZItat: "Ich glaube aber, dass sie trotz Unzulänglichkeiten eine fantastische Errungenschaft ist. Der deutsche Exportübeschuss ist übrigens wegen der EU und nicht trotz der EU so hoch, denn dort gehen die Exporte größtensteils hin."

Dt. Exportüberschüsse gehen nach EUROPA, nicht in die EU.

Nennen Sie mir noch eine Freihandelszone, bei der einhergeht, dass die einzelnen Länder sich etwas von einer Zentralregierung sagen lassen müssen oder gar ein Land für die Schulden anderer Länder einen Blankoscheck ausstellen muss.
Man stell sich einmal vor, die USA müssten sich einer Zentraleregierung in Mexiko-Stadt unterordnen und müsste für die Schulden von Mexiko aufkommen, weil es Handel mit Mex treibt.

Ebenso: was bringen uns die Exportüberschüsse in die Eurozone, wenn wir diese selber bezahlen bzw. mit wertlosen/da nicht einbringbaren Krediten selber finanzieren?!

Sie argumentieren nach dem Motto: weil D Güter nach Europa exportiert, soll D zu allem Ja und Amen sagen!

von schabernack 10:50

Wenn es kein Abkommen gibt, ist es also ärgerlich für die EU-Fischerei ? Aber die britischen Fischer könnten ja dann auch nicht überall tätig werden, oder nicht ?
Und jetzt auf einmal gegen Staatshilfen für Großkonzerne, wie Sie schreiben. Wie ist das denn mit Lufthansa oder der Autoindustrie hier ?

08:38 von Deeskalator

>>Dann können wir sicher sein, dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn) anfangen werden die EU zu erpressen mit "sonst treten wir aus"... denn es hat ja für GB ziemlich gut funktioniert.<<

Dann würden grade die beiden Staaten besonders schlecht abschneiden. Ausgerechnet diejenigen, die das Geld gern einstecken aber sich an keine Regeln halten... wieso sollten diese austreten?

England ist ausgetreten und somit hat seine Souveränität

wieder erlangt. Sie brauchen sich weder an EU-Vorschriften sich zu halten noch sich was sagen zu lassen. Die Chinesen halten sich doch an gar nichts und die EU ist der grösste importeur Ihrere Waren nach den USA. Somit gebe ich England recht und recht haben sie auch das diese unsinniogen bürokratischen Normnen und Regelungen Europa zerstört hat und soit auch nicht mehr Wettbewerbsfähig sind auf internatinalem Bereiche. Was Griechenland betrifft, war schon immer Deutschland der führende Keil nicht seinen beliebtesten Freund nähmlich Tûrkei immer im schutze zu nehmen. Griechenland sollte auch aus der EU und vor allem aus den deutschen Händen raus.
Die EU hat versagt und ist nur noch ein Bank für alle geworden die da Geld abheben.
England wirds auch ohne EU machen. Wird nicht leicht aber besser und vor allem mit englischen Regeln und Freiheit.

08:58 von sonnenbogen

>>Die Huette
brennt, und die schachern schon wieder in Brussel.
Wozu haben wir denn da ein hochbezahltes Parlament? Die sollten sich doch schon wissen welche Kompromisse machbar sind... da braucht man keine Abendessen von Regierungschefs in einem Hochriskogebiet.<<

Und egal, welcher Kompromiss dabei auch heraus kommt, Ihnen fällt trotzdem ein negativer Kommentar ein, stimmt's?
Ich glaube, dass sehen manche als ihre Pflichtaufgabe... Vorschläge zum besseren haben Sie aber auch nicht.

@ Blitzgescheit

Was glauben Sie, wieviele Arbeitsplätze in deutschen Autofabriken verloren gehen, wenn die EU, um politische Zugeständnisse zu erpressen, den Handel mit GB erschwert und die Briten dann mehr asiatische oder amerikanische Autos importieren oder - Gott hilf! - selber Autos wieder bauen werden?!

Den Import von Autos nach UK kann ja nur die britische Seite erschweren. Ob man gerade auf deutsche Produkte da andere Zölle erheben kann als auf Produkte aus Fernost, weiß ich nicht. Das hängt von den britischen Gesetzen ab.

Und es hätte ja aus Sicht der britischen Verbraucher gar keinen Sinn. Die Bevölkerung wird keine Verschlechterungen hinnehmen, die nur einer momentanen Verärgerung der Führungselite geschuldet sind.

Und die EU braucht natürlich gar keine politischen Zugeständnisse zu erpressen. Wozu? Die EU hat Erpressung nicht nötig und würde das auch aus verschiedenen Gründen nicht tun.

@Blitzgescheit, 09:03 Uhr - Europa als Wertegemeinschaft

Ich widerspreche Ihrer Darstellung entschieden. Die EU hat Deutschland jahrzehntelangen Frieden beschert. Sie ist zudem der größte Binnenmarkt der Welt und gerade für eine Exportnation wie Deutschland ein wichtiges Kriterium für sichere, dauerhafte Arbeitsplätze. Hinzukommt, dass sich die Einzelstaaten gegen die Wirtschaftsmächte USA und China nicht behaupten könnten. Die EU ist eine starke Stimme im Welthandel mit dem Euro als einer stabilen Währung. Sie mögen Klimaschutz für verzichtbar halten, dies wird jedoch das beherrschende Thema der kommenden Jahrzehnte sein. Gerade in einer globalisierten Welt sind Klimaschutzziele im Verbund leichter zu erreichen (Stichwort "green deal"). Zudem schätzen wir Europäer die Freizügigkeit in der EU und die kulturelle, sprachliche, landschaftliche Vielfalt. Kurzum: Die EU ist wichtig für Deutschland, seine Arbeitsplätze seine Prosperität. Wir leben nicht - wie Asterix - in einem gallischen Dorf, sondern sind Teil einer globalisierten Welt.

@11:39 von schabernack: die britische Automobilindustrie

Die britische Automobilindustrie geht mit einem No-Deal Brexit vermutlich ihrem Ende zu. Bis auf ein paar Nischenprodukte wird da nicht viel übrig bleiben.

Eine Analyse dazu brachte "Capital" schon 2019.
"https://www.capital.de/wirtschaft-politik/die-britische-autoindustrie-stirbt-mit-dem-brexit"

Sehr traurig für viele britische Arbeitnehmer. Aber wer braucht schon Arbeit, wenn er statt Arbeit seine Freiheit bekommt? Die Freiheit auf einer Insel mehr oder weniger eingsperrt zu leben, denn ohne Visum (so wie zur Zeit noch) geht dann nichts mehr.

@Am 15. Oktober 2020 um 11:39 von schabernack

Zitat: "Ins UK werden nur wenige Autos aus Japan importiert. Toyota (und andere japan. Hersteller) haben ihre Produktionsstandorte für ganz Europa im UK. Hauptsächlich wegen der Englischen Sprache. Dieser Vorteil wiegt aber nicht schwerer für Toyota & Co., als sollten die Autos aus dem UK als Exporte in die EU wegen bald Zöllen teurer, und weniger wettbewerbsfähig werden.

Auch höfliche Japaner mögen das nicht."

Alles Gründe, den gemeinsamen Binnenmarkt ohne Zölle und sonstigen bürokratischen Unsinn beizubehalten, zumal D - wie gesagt - 1 Mio. Autos netto mehr nach GB exportiert als umgekehrt!

Genau mein Punkt.

@ FreeAgain

EU hat in böser Absicht verhandelt...
Die EU hat sich im „Withdrawal Agreement“ verpflichtet, mit dem Vereinigten Königreich eine Vereinbarung zu treffen, die die britische Souveränität und Einheit respektiert.

Die EU respektiert ganz offennsichtlich die britische Souveränität und sie verhandelt ganz klar in guter Absicht.


Die EU - nicht die britische Regierung - verstößt also gegen das Völkerrecht, was ja übrigens auch nichts Neues (s. Jugoslawien-Konflikt) ist!

Ihr Vorwurf ist ungerechtfertigt und der Vergleich mit Jugoslawien unhistorisch und völlig absurd.

@Meffert, 10:34 Uhr - EU alternativlos

Es gibt User, die offensichtlich aus ideologischen Gründen die EU und deren Vorteile immer wieder madig machen möchten. Mit Sachargumenten ist da wenig zu erreichen. Aber ein Zurück ins Kaiserreich mit völkischer Prägung wird es Gott sei Dank nicht geben. Es gibt zweifellos einiges zu reformieren an dem Gebilde EU, aber es ist - wie der Euro - alternativlos.

09:23 von pemiku

>>Es ist längst an der Zeit, dass die EU endlich mal kompromisslos handelt, da sie sonst immer unglaubwürdiger wird und weltweit an Ansehen und politischem Gewicht weiter verliert.
Die bezieht sich aktuell auf den Brexit, Polen, Ungarn, die Türkei usw.
Nur entschlossenes Handeln wird der EU und dem Euro letztendlich das Überleben sichern.<<

Das wäre wünschenswert. Aber leider fehlt es am entschlossenen gemeinsamen Handeln. Das Abstimmprotokoll, entweder alle dafür oder kein Plan, keine Regeln, funktioniert nicht. Das sehen wir ja bei der UN zu genüge. Es müsste endlich die Neugründung mit Mehrheitsregeln auf den Tisch. Und wer da nicht mitmacht, braucht nicht einzutreten. Das wäre wirklich wünschenswert.

Wir wollen uns doch ohnedies

von der deutschen Autoindustrie verabschieden (böse und so) ... da kommt ein weiterer Dolchstoß doch sehr gelegen! Also liebe EU, nur keinen Deal mit den bösen Briten machen!

11:51 von Blitzgescheit

Zitat:"Ad "Exporte": diese werden von Unternehmen bzw. Mitarbeiter geleistet. Was soll die EU da "geleistet" haben? Sie sind ja lustig!"

Ja, so lustig, dass ich sogar darüber lachen muss, dass Sie offensichtlich die Rolle der EU als größter Binnenmarkt der Welt nicht kennen.

Zitat:"Ad " internationaler Wettbewerbsfähigkeit": ja, die EU schadet Europa hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit, indem sie bzw. die EZB Nicht-/Minusleistungen mit Billionen Euro neu gedrucktem Geld belohnt, Leistungsträger/Steuerzahler aber bestraft."

Ah ja! Deswegen werden die Reichen in Europa auch immer reicher. Über die EZB und ihre Geldpolitik sollten Sie sich mal bei Gelegenheit kundig machen, was Sie schreiben, entstammt der nationalistischen Mottenkiste.

@11:51 von Blitzgescheit: Ad "Exporte":

"Ad "Exporte": diese werden von Unternehmen bzw. Mitarbeiter geleistet. Was soll die EU da "geleistet" haben? Sie sind ja lustig!"

Mit der Zollabfertigung von Lieferungen ins Ausland kennen Sie sich offensichtlich überhaupt nicht aus.

Es genügt nun mal nicht einen Container mit Waren zu füllen, die ein deutscher Mitarbeiter gefertigt hat, und dann einen Spediteur zu beauftragen, bring das Zeug mal nach Korea, in die USA oder (immer ein ganz besonderes Vergnügen) nach Saudi Arabien.

So funktioniert das nur innerhalb der EU.

Exporte in Länder außerhalb der EU kosten viel zusätzliche Zeit und zusätzliches Geld.

Unsere Firma freut sich schon darauf, demnächst wieder jede Menge Formulare für den Export nach GB ausfüllen zu dürfen.

Ach ja und unsere Kollegen in GB freuen sich schon auf den zusätzlichen Aufwand, wenn Sie nach dem No-Deal Brexit ihre Kunden in Irland besuchen wollen.

Alles ganz toll so ohne EU.

Danke für Ihren Beitrag...

Es tut gut zu lesen, daß es auch noch Meinungen zum Brexit gibt, die vom EU-Hurra abweichen!

11:52, karlheinzfaltermeier

>>@fathaland slim um 10:13Uhr
Sie sollten eigentlich wissen, daß gerade die von Ihnn als "Netto-Empfänger" bezeichneten Staaten sich ihrer "Macht" mehr bewußt sind, als die "Netto-Zahler"! Woran das wohl liegt? Kann es sein, daß durch duie dauernde Berieselung von Moralisten, sich niuemand mehr "Nein" zu sagen traut?<<

Dauerhafte Berieselung von Moralisten?

Kann Moral rieseln?

Ihre Frage verstehe ich nicht.

Im übrigen sind die von mir so bezeichneten Nettoempfänger tatsächlich Nettoempfänger.

Polen beispielsweise nettoempfängt ziemlich genau die Summe, die Deutschland nettozahlt.

Was soll der Käse mit den

Was soll der Käse mit den Autos? Gäbe es eine echte Alternative, würden die Briten die ja jetzt schon nutzen. Wenn in GB morgens ein Kunde aufwacht und beschließt, einen VW, audi, Porsche, Mercedes, Opel, Ford, Wissmann, man, etc zu kaufen, wird er uns Autohaus seiner Wahl gehen und eines kaufen.
Da bekommt der von Zoll und Blödsinn gar nichts mit. Dass der deutsche Michel ausländische Autokäufer sowieso subventioniert, sieht man ja an den reimporten.
Was soll sich hier also ändern?
Alles nur Panikmache.

@Bender Rodriguez

Am einfachsten wäre es. wenn man die Idee vom Bund Keltischer Nationen umsetzt.

Nordirland vereinigt sich wieder mit Irland und bekommt somit automatisch die EU-Mitgliedschaft. Schottland schließt sich Irland an als eine Art Freistaat.

Da Wales ja mehrheitlich pro Brexit war nehme ich an die wollen bei England verbleiben.

Meiner Meinung nach die für Alle (außer England) einfachste und befriedigendste Lösung.

Das Hauptproblem wird nur die Abspaltung Schottlands sein...

Zwar haben die Schotten dafür gestimmt, bei England zu bleiben, aber nur weil Ihnen versprochen wurde, dass GB nicht die EU verlässt... dieses Versprechen wurde gebrochen.

Leider muss der Abspaltungsprozess von London aus initialisiert werden... und die werden einen Teufel tun...

Nach gültigem nationalem Recht sieht es also schlecht aus mit einer schottischen Abspaltung

@ um 11:15 von schabernack

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Dinge, die sie aufgezählt haben, sind nur für Einzelne wichtig und Vernachlässigbar und für mich von keinerlei Interesse.
Wenn es weiter nichts gibt, fragt man sich, warum GB nicht sofort ohne Abkommen aus der EU fliegt?
Und wie es dann den britischen Bürgern ergeht, ist Sache der britischen Regierung, die demokratisch gewählt wurde und damit auch für
alle Nachteile, die ihre Bürger erleiden, verantwortlich.
Das ist nicht unsere Sache.
Aber auch da würde mich mal interessieren, an was die Briten denn Mangel haben werden, wenn sie aus der EU ausgeschieden sind?
Darüber erfährt man auch hier nichts.

@fathaland slim

>>Die größten Nettoempfänger erpressen die EU mit Austrittsdrohungen?<<

Sie würden es tun, wenn sie feststellen, dass die EU auf derart plumpe Bluffs hereinfällt...

Sieht man sich die bisherigen Brexitverhandlungen an, dann lässt das genau 2 Schlüsse zu:

Entweder sind Unterhändler der EU verdammt leichtgläubig und nachgiebig

Oder sie sind den Lobbyvertretern die durch den Brexit was zu verlieren haben (Bankenparadis London), viel zu hörig

12:08, Petersons

Wenn ich Sie richtig verstehe, dann sehen Sie in Großbritannien das künftige China Europas?

Interessante Sichtweise.

Vorschläge zum besseren

von Jacko08 @
ich habe einen ganz guten: Dexit.

@12:08 von Petersons: Britische Regeln

"England wirds auch ohne EU machen. Wird nicht leicht aber besser und vor allem mit englischen Regeln und Freiheit."

Selbstverständlich kann GB nach dem Brexit seine eigenen Regeln machen. Aber was nützt es eigene Regeln zu machen, wenn diese dann nicht den internationalen Standards entsprechen?

Dann sagen nämlich die Kunden im Ausland: "Schön, dass ihr die jetzt nach eigenen Standards produziert, aber bei uns werden diese Waren leider nicht zugelassen. Daher können wir bei Euch leider nichts mehr kaufen."

10:46, Bernd Kevesligeti

Ihre radikale Ablehnung der EU ist ja schon legendär zu nennen.

Aber daß Sie sich jetzt in dieser Sache mit dem blitzgescheiten Boten zusammentun, das hätte ich dann doch nicht erwartet.

Eine neue Vorgangsweise tut Not.

Es wird höchste Zeit das die Brexit Gespräche erweitert werden. Dies insbesondere nach den neuen Umfrageergebnissen aus Schottland, wo circa 58% jetzt die Selbständigkeit bevorzugen. Es wird Zeit das wir die Schotten, die Kelten in Wales und in Nordirland die Vorzüge der Selbständigkeit aufzeigen und dazu ihnen die Mitgliedschaft der EU garantieren. Zwischenzeitlich könnten wir uns mit den Schotten und Nordiren einigen über die Fischereirechte, schließlich befindet sich dort das wichtigste Meeresgebiet. Ebenso über die Platzierung von Windstromanlagen an der Küste. Man muss diese Länder die bessere künftige wirtschaftliche Perspektive aufzeigen.
Ich bin sicher dies würde die Engländer wesentlich schneller überzeugen als die endlose Gespräche mit Johnson und sonstige Politiker.

12:33, guggi

>>Wir wollen uns doch ohnedies
von der deutschen Autoindustrie verabschieden (böse und so)<<

Wer ist "wir"?

12:02 von Oberstudienrat

«In meinem Fall erwarte ich, dass die Ersatzteile für meinen Land Rover (Baujahr 1999) teurer werden.»

«Nicht unbedingt. Weniger als 25% der Teile an einem Land Rover kommen tatsächlich aus GB. Für die Briten wird es allerdings teurer, Land Rover zu fahren.»

Mein Land Rover Händler des Vertrauens sagt mir immer, nicht vorrätige Ersatzteile für so was Altes wie Rover aus 1999, müsse er stets im UK bei Land Rover bestellen. Egal, wo das Teil evtl. ursprünglich gefertigt wurde. Sei halt konzern-interne Lieferlogistik. Und dann würde es mit Zoll ja auch was teurer.

Sei's drum. Ich konnte mich nie mit Recht über den Händler, oder meinen Rover beklagen. Auch wenn das mit beiden Radlagern für die Lenkachse doch lange dauerte, bis die beim Händler waren.

@12:28 von Jacko08 Mehr EU statt weniger

"Das sehen wir ja bei der UN zu genüge. Es müsste endlich die Neugründung mit Mehrheitsregeln auf den Tisch. Und wer da nicht mitmacht, braucht nicht einzutreten. Das wäre wirklich wünschenswert."

Genauso sehe ich das auch. Wir brauchen mehr EU und nicht weniger. Die Vereinigten Staaten von Europa müssen das Ziel sein.

Die EU gibt dann, so wie die US-Regierung, die Mindeststandards vor und die EU-Staaten können diese dann noch verschärfen. Als Beispiel wären Mindestlöhne oder Steuern zu nennen. Die EU schriebe einen Mindestlohn vor, den die Staaten erhöhen könnten, aber nicht unterlaufen dürften.
Die EU schreibt Steuersätze vor, auf die die Staaten noch zusätzlich etwas aufschlagen können, aber die nicht unterschritten werden dürfen.

Vorzüge der Selbständigkeit aufzeigen ?

friedrich peter... @
Da haben Sie aber noch einige vergessen.
Deutschen, Katalanen usw.

von fathaland slim 13:00

Realistisch Kommentare anerkennen bedeutet kein "zusammentun".
Und Sie, als radikaler Befürworter der EU sind sicher mit der Entwicklung unzufrieden. Denn Sie haben ein Gespür dafür, wenn es nicht gut zu laufen droht, für die hiesige Obrigkeit.

Grenzenlose Ignoranz

bei den Bexitiers. Haben die wirklich gedacht, GB(solange es das noch ist) würde nach Europa irgendetwas verkaufen können, wenn GB sich nicht an EU-Wettbewerbsbedingungen und -Produktionsvorgaben hält. Von Überfischung der Briten gar nicht zu reden. Da sind auch keine Kompromisse möglich. Ich habe die großen Bedenken, GB als ehem. Nettozahler wird in ein paar Jahren als Zahlungsempfänger in die EU zurückkehren. Nicht nur im Coronafall macht diese brittische Regierung einen desolaten Eindruck. Ich bin wirklich heilfroh, daß es in D einen Presserat gibt, zu welchen Ergebnissen das hemmungslose drucken von Lügen geführt hat, sieht man in GB und USA. Bei uns hätte es nie eine solche Lügenoffensive wie beim Brexit gegeben. Die Zeche werden alle tragen, aber am härtesten wird es die Briten treffen. Beileid zu dieser epochalen Fehlentscheidung Brexit.

@Blitzgescheit um 10:17

„ Insofern muss hier endlich eine ehrliche Sachdebatte über die fundamentalen Fehler der EU stattfinden“

Sie können ja mal anfangen mit der ehrlichen Sachdebatte. Bislang verbreiten sie nur einseitige, wilde und krude Statements. Blitzgescheit ist das nicht.

09:14 von Jan Sensibelius

dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn)
-
wie definieren sie
"rechts nationalistisch" ?
also die Partei Fidesz von dem Orban hat 50 %
da gibts aber noch die Partei Jobbik mit 20 % die erheblich rechtser steht
wie würden sie diese dann bezeichnen ?

12:17 von Oberstudienrat

«Den Import von Autos nach UK kann ja nur die britische Seite erschweren. Ob man gerade auf deutsche Produkte da andere Zölle erheben kann als auf Produkte aus Fernost, weiß ich nicht. Das hängt von den britischen Gesetzen ab.»

Der Regierung im UK + Boris J. persönlich lag außerordentlich viel daran, das von der EU mit Japan ausgehandelte Freihandelsabkommen auch für GB nach dem Brexit so weit als eben möglich zu erhalten. In Kraft ist es seit 04/2019.

Dieses Anliegen gelang vor ca. 3 Monaten. Es war das wichtigste Außenhandelsanliegen von GB, seit der Austrittstermin für den Brexit fest steht. Das Abkommen mit Japan bleibt fast unverändert bestehen. Sehr geringe Abstriche … aber nicht bei KfZ.

Japan ging zum Abschlußtermin davon aus, das UK werde nicht ohne Handelsabkommen mit dieser die EU verlassen. Von No-Deal-Brexit war gegenüber den Japanern nie die Rede.

Die Verbindung UK / JAP ist sehr eng.
Aus keinem Land in EUR leben mehr Bürger in JAP als aus dem UK.
Umgekehrt auch.

@Am 15. Oktober 2020

@Am 15. Oktober 2020 um 11:21 von melancholeriker
Zitat: "Aber ja doch. Die ganze EU mit ihren Schwächen und Anfälligkeiten ist Zeugnis eines schmerzhaften und komplexen Lernprozesses nach dem Supergau, dem Nationalismus, Stolz und Revanchismus vorausging und der X Millionen Väter in 2 Kriegen vernichtete und ebenso viele Kinder..."

Uuuuiih!

Jetzt sind wir mal wieder bei den billigen Totschlag-"Argumenten" angekommen.

Weil die EU in der Tat den unbestreitbaren Verdienst errungen hat, dass man - insbesondere F und D - anstatt sich ständig die Nase blutig zu schlagen, lieber an einem Verhandlungstisch setzt und Streitigkeiten lieber bei Rotwein und - von mir aus - einer Maß Bier beilegt, soll man es uneingeschränkt für die Schulden anderer Länder haften, eine dysfunktionale Währung wie den Euro stützen, indem die EZB Schrottpapiere maroder Südländer aufkauf6t und damit - langfristig - Europäer gegeneinander aufbringt, da eine solche Politik Europa in Gläubiger und Schuldner aufteilt?!

@Blitzgescheit 09:03

Zitat: "EU verkommt zu einer Schulden- und Transferunion

Dass die Briten nicht mehr in der EU sein wollen, kann man ihnen nicht verübeln. Aus der EU ist eine Schulden- und Transferunion geworden, dessen einziges Bindesmittel die leckeren Billionen sind, die in Nehmerländer fließen."

Um die Entscheidung für einen Austritt zu treffen, sollte man aber wenigstens eine Kosten/Nutzen-Aufstellung machen. Ist wohl nicht geschehen. Daß, wie viele Briten meinten bis zum Abwinken abfischen, sich nicht an Produktions- und Handelsbedingungen halten, und man ist am Ende wieder beim britisch Empire gelandet, ist eine famose Illusion der Brexitiers gewesen. Aber eben nur eine Illusion.

@Am 15. Oktober 2020 um 10:20 von DeHahn

Zitat: "Eine Bilanz hat IMMER ZWEI SEITEN. Sie reden einseitig über die Passiva. Denen stehen aber die Aktiva gegenüber: Enormer Handelsbilanzüberschuss Deutschlands vor allem mit den Staaten der EU."

Unsinn!

1. die Quote dt. Exporte in die Eurozone ist von 45 % (2002) auf knapp 31 % (heute) gesunken.

2. Ein Handel ist bereits ein auf GEGENSEITIGKEIT beruhendes Geschäft. Sonst würde keine Partei ein solches eingehen. Ein Kaufmann sind Sie nicht. Kann das sein?

3. In welche Handelszone der Welt muss man dafür, dass man Handel mit anderen Länder betreibt, deren Schulden übernehmen bzw. die Exporte durch eigene Kredite selber finanzieren?? So etwas gibt es nur in der EU!

Zitat: "Man könnte nun diese Staaten pleite gehen lassen, dann können die bei uns nicht mehr einkaufen. Aber wenn man nicht wissen will, wo unser Geld herkommt ...""

Als ob es nur diese Optionen gäbe!!
Leeres Totschlag-"Argument"!

@Deeskalator 08:38

Zitat: "Dann können wir sicher sein, dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn) anfangen werden die EU zu erpressen mit "sonst treten wir aus"... denn es hat ja für GB ziemlich gut funktioniert."

Glauben sie wirklich? Ich denke eher, die EU würde zu Ungarn und Polen bitte, gerne, sagen.

@Am 15. Oktober 2020 um 12:38 von GeMe

ZItat: "Es genügt nun mal nicht einen Container mit Waren zu füllen, die ein deutscher Mitarbeiter gefertigt hat, und dann einen Spediteur zu beauftragen, bring das Zeug mal nach Korea, in die USA oder (immer ein ganz besonderes Vergnügen) nach Saudi Arabien.

So funktioniert das nur innerhalb der EU."

Sie bauen sich einen Strohmann auf.

Die Zollunion kritisiert kein vernünftiger Mensch, da die Vorteile offenkundig sind. Dazu bedarf es aber nicht einer EU - zumindest nicht in ihrer aktuellen Form.

Aber schön, dass Sie sich an einem Strohmann abarbeiten. Auf diese Weise brauchen Sie ja nicht auf die fundamentale Kritik an der EU - in der aktuellen (!) - Form eingehen.

@Am 15. Oktober 2020 um 12:34 von Peter Meffert

Zitat: "EU da "geleistet" haben? Sie sind ja lustig!"

Ja, so lustig, dass ich sogar darüber lachen muss, dass Sie offensichtlich die Rolle der EU als größter Binnenmarkt der Welt nicht kennen."

Doch.

Dem gemeinsamen Binnenmarkt ist GB ja 1973 im Referendum über den Beitritt zur EWG beigetreten.

Wenn man ein Referendum über den Verbleib im gemeinsamen Binnenmarkt in GB machen würde, bin ich mir sicher, dass 80-90 % der Briten dafür stimmen würden.

"Aber auch da würde mich mal interessieren, an was die Briten denn Mangel haben werden, wenn sie aus der EU ausgeschieden sind?
Darüber erfährt man auch hier nichts."

Darüber gab es schon viele Berichte. Nehmen wir z.B. Medikamente. Bisher reichte es aus, wenn ein Medikament in einem EU Land geprüft und zugelassen wurde. Mit der Zulassung durfte es in allen EU Ländern angewendet werden.

Nach dem No-Deal Brexit müssen alle Medikamente, die in der GB für die EU zugelassen wurden, in den übrigen EU Staaten neu zugelassen werden. Umgekehrt müssen alle Medikamente, die in den anderen EU Staaten zugelassen wurden, in GB neu zugelassen werden.

Von den zur Zeit ca. 14000 Medikamenten, die in der EU zugelassen sind, verlieren 23% ihre Zulassung in der EU, weil sie nur in GB zugelassen wurden.
Für die Briten sieht es aber schlimmer aus, denn der größte Teil der Medikamente wurde in den anderen EU Staaten zugelassen und darf dann nicht mehr in GB verkauft werden.

@Am 15. Oktober 2020 um 12:06 von Blitzgescheit

... Freihandelszone, bei der einhergeht, dass die einzelnen Länder sich etwas von einer Zentralregierung sagen lassen müssen...

Interessant. Hat nun EUROPA oder die EU eine Zentralregierung? Klären Sie auf!

@13:30 von stupid at first: eine Illusion

Der derzeitige Streit um die Fischereirechte im Ärmelkanal ist ein gutes Beispiel dafür.

Die Briten hatten darauf spekuliert, dass sie nach dem Brexit die alleinigen Fischerreirechte bekommen, aber weiterhin ihren Fisch im Freihandel in die EU liefern können.

Daraus wird sicherlich nichts werden. Ggf. können Sie tiefgefrorenen Fisch in die EU liefern, aber sicher keinen Frischfisch.

Der ist nämlich aufgrund der langwierigen Zollkontrollen an der Grenzen zwischen GB und der EU längst vergammelt, bevor der LKW überhaupt durch den Zoll ist.

13:15, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 13:00
Realistisch Kommentare anerkennen bedeutet kein "zusammentun".
Und Sie, als radikaler Befürworter der EU sind sicher mit der Entwicklung unzufrieden. Denn Sie haben ein Gespür dafür, wenn es nicht gut zu laufen droht, für die hiesige Obrigkeit.<<

Ich bin mit so ziemlich sämtlichen Entwicklungen auf dieser Erde unzufrieden. Deswegen applaudiere ich noch lange keinen Rechtsextremen. Und die Obrigkeit? Zu der gehöre ich nicht und schätze sie auch nicht. Wobei ich mich frage, wie in einer Demokratie der Begriff "Obrigkeit" definiert ist.

Und ja, ich bin ein radikaler Befürworter der Überwindung des Nationalstaatsgedankens. Nationaler Sozialismus war noch nie mein Ding. Ich bin eher für den so genannten proletarischen Internationalismus. Auch wenn der Begriff mittlerweile etwas angestaubt ist. Aber Grenzen und Schranken haben die Menschheit noch nie weitergebracht.

13:42 von GeMe

Für die Briten sieht es aber schlimmer aus, denn der größte Teil der Medikamente wurde in den anderen EU Staaten zugelassen und darf dann nicht mehr in GB verkauft werden.
.
darf dann nicht mehr in GB verkauft werden
wo steht das geschrieben ?
warum so schwerfällig
ein Federstrich und die können weiter verkauft werden

@ schabernack - Wozu ein Handelsabkommen mit Japan?

Der Regierung im UK + Boris J. persönlich lag außerordentlich viel daran, das von der EU mit Japan ausgehandelte Freihandelsabkommen auch für GB nach dem Brexit so weit als eben möglich zu erhalten.

Nach meinem Verständnis hat sich die britische Bevölkerung mit dem Brexit-Votum auch gegen diesen Handelsvertrag ausgesprochen, der ja von der EU mit Japan verhandelt wurde und auch beiden Seiten Verpflichtungen auferlegt. Verpflichtungen gegenüber der EU wurden ja konkret abgelehnt.

@13:36 von Blitzgescheit: Strohmann

"Aber schön, dass Sie sich an einem Strohmann abarbeiten. Auf diese Weise brauchen Sie ja nicht auf die fundamentale Kritik an der EU - in der aktuellen (!) - Form eingehen."

Auch ich habe an der EU einiges zu kritisieren. Um diese Missstände zu beseitigen, bin ich ja für die Vereinigten Staaten von Europa. (siehe dazu mein Kommentar von 13:07 Uhr)

@Am 15. Oktober 2020 um 12:22 von Blitzgescheit

Alles Gründe, den gemeinsamen Binnenmarkt ohne Zölle ... beizubehalten

Nur zur Klarstellung: Die EU behält den gemeinsamen Binnenmarkt. GB ist ausgetreten.

Am 15. Oktober 2020 um 13:30 von Blitzgescheit

„da eine solche Politik Europa in Gläubiger und Schuldner aufteilt?!“

Ja, da ist was dran.

Gläubiger erkennt man im Allgemeinen daran,
dass sie glauben,
ihr Geld wiederzubekommen.

Öffentliche Schuldner erkennt man Allgemeinen daran,
dass sie glauben,
die Inflation wird die Schulden begleichen.

13:38, Blitzgescheit

>>Wenn man ein Referendum über den Verbleib im gemeinsamen Binnenmarkt in GB machen würde, bin ich mir sicher, dass 80-90 % der Briten dafür stimmen würden.<<

Ein klassisches Beispiel dafür, daß man mit geschickter Fragestellung bei einem Referendum jedes gewünschte Ergebnis erzielen kann.

Man muss dann allerdings verschweigen, daß ein Verbleiben im Binnenmarkt eine Regelung wie für die Schweiz oder Norwegen zur Bedingung hätte. Also sich den Regeln der EU zu unterwerfen, ohne sie mitbestimmen zu können.

Anders geht das nämlich nicht.

Genau das hat Boris Johnson aber kategorisch ausgeschlossen.

12:06 von Bernd Kevesligeti / @schabernack, 10:50

«Wenn es kein Abkommen gibt, ist es also ärgerlich für die EU-Fischerei ? Aber die britischen Fischer könnten ja dann auch nicht überall tätig werden, oder nicht ?»

Ich weiß nicht, wie Fischereirechte bei einem No-Deal-Brexit geregelt werden. Der Kabeljau & der Hering schwimmen nun mal in der Nordsee / im Atlantik zw. den Küsten von DEU, um das UK rum, bis Süd-Norwegen. Nicht bei mir im bevorzugten Baggersee.

Mit NOR gibt es ein ausdrückliches Fischereiabkommen der EU. In norw. Gewässern sind Fangquoten + Fangzonen streng reglementiert + kontrolliert. "Discard" (Fang-Ausschuss) ist dort unzulässig. Maschenweite muss größer sein, als es die EU in ihren Gewässern bestimmt (wg. Schutz der Jungfische).

"Überall tätig werden" können Britische Fischer auch jetzt nicht. Das Gefische in den Meeren war immer schon was Besonderes neben anderer Industrie.

«Und jetzt auf einmal gegen Staatshilfen für Großkonzerne …»

Gar nix … "auf einmal".
Schon immer … um wem was reinzuwürgen !

Die EU darf getrost abwarten

Den BJ einfach am langen Arm verhungern lassen. Klar wird die EU auch Federn lassen, aber ein NoDeal ist für UK deutlich schmerzhafter. Zumal die gewünschte Hand aus den USA nicht gereicht wird. Auch da hat BJ aufs falsche Pferd gesetzt, der erhoffte Deal wird sich nicht einstellen - passt nicht in "America great again". Mittelfristig wird UK immer weniger wichtig - sie werden sich selbst ins Aus mavövrieren. "Denn isch ouver"

@Petersons um 12:08

„ Die Chinesen halten sich doch an gar nichts und die EU ist der grösste importeur Ihrere Waren nach den USA.“

Da sind sie nicht richtig informiert. China bzw. die Unternehmen in China müssen sich natürlich an Vorgaben der EU, z.B. hinsichtlich der Sicherheitsvorschriften halten. Tun sie das nicht, können sie nicht in die EU exportieren. Umgekehrt gilt das natürlich auch.
Zudem werden etliche chinesische Produkte mit Zöllen belegt. Das stört nicht groß, da die Produkte trotzdem noch billiger sind als die in der EU produzierten. Für GB ist die Situation allerdings anders. Das Lohnniveau ist deutlich höher als in China und wenn dann noch Zölle auf die Produkte gerechnet werden, stellt sich die Frage, ob sie noch zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten werden können.

Am 15. Oktober 2020 um 13:48 von fathaland slim

„Wobei ich mich frage, wie in einer Demokratie der Begriff "Obrigkeit" definiert ist.“

Ein Vorschlag,

statt Obrigkeit oder Führung vielleicht

"Kompetenz",

oder wie es z.Zt. in DE heißt,

"Richtlinienkompetenz".

13:50 von GeMe

Auch ich habe an der EU einiges zu kritisieren
.
da sollten sie vorsichtig sein
mit derlei Äußerungen
das groß hier kennt nur 2 Varianten
Auflösung der kompletten nationalen Selbständigkeit
oder Austritt aus der EU und komplette Eigenständigkeit
Grenzen Zölle Visa ....

GB, EU und die egoismen deren Kapitalmärkte

Ob es jetzt noch einen harten Brexit gibt oder nicht, ist im Falle der Einsetzung von log down´s in Zeiten von europaweiten steigenden Corona Fallzahlen schon fast egal. Ganz ehrlich gesagt kann man es auch nicht mehr hören. Mir wäre jetzt fast jedes Szenario schon recht! Die meisten Menschen in GB haben die Johnson-Regierung demokratisch gewollt. Nun sollen sie auch die Konsequenzen ihrer demokratischen Entscheidung tragen, denn eines ist sicher: Die EU wird sich, nach einem harten Brexit, mit Sicherheit schneller erholen als GB. Das macht zuversichtlich und stark! Gemeinsam sind wir stark und wir alle stehen hinter Irland!!!!

@Am 15. Oktober 2020 um 13:50 von GeMe

Zitat: "Auch ich habe an der EU einiges zu kritisieren. Um diese Missstände zu beseitigen, bin ich ja für die Vereinigten Staaten von Europa. (siehe dazu mein Kommentar von 13:07 Uhr)"

Ihre Vorschläge sind keine Lösung für Missstände, sondern der übliche von Bürokraten ausgedachte, quasi-sozialistische Unsinn, der an der Realität vorbeigeht, kein Missstand verbessert, sondern neue Probleme schafft.

Ihr Beispiel mit dem Mindestlohn:
1. ein ML ist grundsätzlich erst einmal Unsinn.

2. will man gar einen ML zentral vorschreiben führt dieser in der Peripherie zu einer Massenarbeitslosigkeit, zu einer Rückführung von Investitionen, da in Peripheriegebieten oft das Lohngefälle die Investitionen veranlassen

3. in Folge: die Ursache für das Lohngefälle= niedrigere Produktivität verschlechtert sich bzw. verbessert sich nicht und damit verstärkt sich das Lohngefälle, das man zentral mit dem ML beseitigen wollte.

Völliger Unsinn, der nichts mit der Realität zu tun hat.

EU hat in böser Absicht verhandelt...

@Oberstudienrat:
Auch die EU tritt ja immer wieder genauso oberlehrerhaft auf!
Wenn die EUkraten die britische Souveränität akzeptieren würden, hätten sie längst
die vollen britischen Fischereirechte akzeptieren und auf die Unterwerfung
des Vereinigten Königreichs unter den EUGH als Nach-Transition-Forderung verzichten müssen!
Der Eingriff der EU (u.a. auch Deutschland) in den Jugoslawienkonflikt war ohne
UN-Mandat erfolgt und somit ein Verstoß gegen das Völkerrecht! Man sollte also von Seiten
der EU vorsichtig sein, anderen souveränen Staaten Völkerrechtsbruch zu unterstellen!
Ihre Antworten? Thema verfehlt!

von fathaland slim 13:48

Wo sehen Sie denn durch die EU eine Politik des "proletarischen Internationalismus" verwirklicht oder auch nur angestrebt ? Eher doch das Gegenteil.
Und demnächst erscheint im Kölner Pappyrossa-Verlag ein Buch von einem linken Autor mit dem Titel "Imperium EU-Arbeitsunrecht u.s.w.".

13:52, Werner Krausss

>>Öffentliche Schuldner erkennt man Allgemeinen daran,
dass sie glauben,
die Inflation wird die Schulden begleichen.<<

Man erkennt sie vor allem daran, daß sie glauben, daß ihre Bonität am Finanzmarkt nicht flöten geht. Sie also weiterhin in der Lage sein werden, abgelaufene Anleihen durch neue zu ersetzen.

Deswegen setzen Gläubiger auf den Glauben ans unendliche Wirtschaftswachstum. Wobei dieser Glauben vom Glauben an die Inflation oft nicht zu trennen ist.

Eins allerdings braucht man nicht zu glauben, sondern kann es wissen:

Das Weltwirtschafts- und Finanzsystem ist schuldbasiert.

Anders kann Kapitalismus gar nicht funktionieren.

@Am 15. Oktober 2020 um 13:46 von faktenfrei.de

Zitat: "Interessant. Hat nun EUROPA oder die EU eine Zentralregierung? Klären Sie auf!"

Formal noch nicht, auch wenn alle Bestrebungen bspw. der Altparteien dorthin gehen.

De facto, ist die Souveränität Deutschlands bereits in wesentlichen Bereichen nach Brüssel, Straßburg oder zur EZB verlagert, in Punkto:

1. Asyl/Migration

2. Sozialsystem: der EuGH bestimmt, wem wir im deutschen Sozialsystem finanzieren sollen, völlig egal, dass diese Person wenig, bis gar nichts eingezahlt hat

3. Geldpolitik: die Kontrolle über den Wert der Währung ist schon längst an die EZB vergeben

4. Maut

5. Agrarpolitik

6. you name it.

@Am 15. Oktober 2020 um 12:34 von Peter Meffert

Zitat: "Ah ja! Deswegen werden die Reichen in Europa auch immer reicher. Über die EZB und ihre Geldpolitik sollten Sie sich mal bei Gelegenheit kundig machen, was Sie schreiben, entstammt der nationalistischen Mottenkiste."

Die Geldpolitik ist DER Treiber der Auseinanderklaffen zwischen arm und reich, da vermögende Menschen, Banken und Unternehmen in der Lage ist, zuerst und zu den besten Bedingungen bei der EZB zu verschulden und/oder toxische Kredite, an denen man in der Vergangenheit prima verdiente auf den "dummen" Steuerzahler umzuschichten. All das kann der normale Otto nicht und schon gar nicht sein Einkommen in der Rate, wie die EZB Geld aus dem Nichts schöpft, sein Einkommen anpassen.

Ihre überproportionale Verwendung inhaltsfreier Framingvokabeln à la "nationalistische Mottenkiste" zeigt nur, dass es Ihnen schwer verfällt, ein fundiertes Sachargument zu formulieren.

von schabernack 13:57

Aber Sie sind unzufrieden mit der Entwicklung. Vermeiden es aber genau zu schreiben, warum. Es geht also darum, daß EU-Wettbewerbs- und Binnenmarktrecht dort auch nach 2020
gelten soll. Also doch Sorge um die hiesigen wirtschaftlichen Interessen ?

Neverending Story

ach ja, täglich grüßt das Murmeltier. Das scheinbar neverending Brexitgekaspere der mehrheitlich uneuropäischen und nationalistisch denkenden Briten darf dabei nicht fehlen. Die wissen schon, warum sie sich aus der EU verabschieden, Euro hatten sie wohlweislich ja ohnehin nicht. Alles richtig gemacht.

13:48 von Oberstudienrat

«@ schabernack - Wozu ein Handelsabkommen mit Japan?»

Sie können Genaueres u.a. hier nachlesen:

«https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-09/freihandelsabkommen-grossbritannien-japan-abgeschlossen-brexit-handel-international?utm_referrer=https%3A%2F%2Fduckduckgo.com%2F»

Eine von mehreren möglichen Quellen in Deutscher Sprache.
Auf Englisch oder Japanisch finden Sie noch mehr.

In Japan ist dies ein sehr wichtiges Thema wegen der sehr vielen Europe-Headquarter-Standorte japanischer Unternehmen im UK.

Danach ist DEU die Nummer 2. Düsseldorf ist "Little Tokyo".
Einige Unternehmen aus Japan (auch KfZ) haben in DEU zumindest schon Zweit-Standorte für Produktion errichtet / fest geplant. Wenn sie nicht das Headquarter verlegen wollen.

Auch das mag evtl. geschehen sein. Nicht aber (bisher) bei den ganz großen Global Players. Bei kleineren weiß ich es nicht … aber mag sein.

14:01, Sisyphos3

>>13:50 von GeMe
Auch ich habe an der EU einiges zu kritisieren
.
da sollten sie vorsichtig sein
mit derlei Äußerungen
das groß hier kennt nur 2 Varianten
Auflösung der kompletten nationalen Selbständigkeit
oder Austritt aus der EU und komplette Eigenständigkeit
Grenzen Zölle Visa ....<<

Ich gehe mit dem Post des Foristen, auf den Sie antworten, der sich ja für die vereinigten Staaten von Europa ausspricht, zu 100% konform.

Warum muss er vorsichtig sein? Wollen Sie dem Duckmäusertum das Wort reden?

Im übrigen teile ich Ihre Sicht auf das Meinungsbild hier im Forum nicht. Es ist entschieden differenzierter, als Sie es ganz offensichtlich wahrnehmen. Es gibt nicht nur zwei Meinungen. Eine binäre Weltsicht wird der Welt nicht gerecht.

@stupid at first

>>Glauben sie wirklich? Ich denke eher, die EU würde zu Ungarn und Polen bitte, gerne, sagen.<<

Das Problem ist weniger, dass die EU Polen und Ungarn unbedingt behalten wollen... sondern mehr, das sie nicht wollen, dass sie sich ins russische Einflussgebiet begeben.

Die Frage ist nur, ist Polen und Ungarn zu behalten auf lange Sicht nicht schädlicher als Russland direkt vor der Tür?

@13:48 von Sisyphos3: ein Federstrich

"warum so schwerfällig
ein Federstrich und die können weiter verkauft werden"

Spätestens seit der Diskussion um einen Coronaimpfstoff sollte eigentlich jeder wissen, wie die Zulassung von Medikamenten läuft.

14:05, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 13:48
Wo sehen Sie denn durch die EU eine Politik des "proletarischen Internationalismus" verwirklicht oder auch nur angestrebt ? Eher doch das Gegenteil.
Und demnächst erscheint im Kölner Pappyrossa-Verlag ein Buch von einem linken Autor mit dem Titel "Imperium EU-Arbeitsunrecht u.s.w.".<<

Ja, es gibt unter Linken eine kleine Minderheit, die sich gegen die europäische Einigung stellt.

Ob die EU jetzt dem Neoliberalismus frönt oder aber ihn überwinden möchte, das liegt einzig und allein an den Wählern, also den Bürgern. Wenn die rechte Mehrheiten zusammenwählen, dann wird das nix.

Boris Johnson will übrigens aus der EU raus, weil ihm als Rechtskonservativen die Arbeitsschutzbestimmungen in der EU ein Dorn im Auge sind. Sie werden von seinen reichen Freunden als hinderlich beim sich weiter bereichern wahrgenommen.

@ um 13:42 von GeMe

Stimmt, Sie haben recht. Von diesem Problem habe ich schon gehört.
Aber es spricht nichts dagegen, dass sich die Briten die Produktion von wichtigen Medikamenten selbst ins Land holen oder zB in den USA einkaufen. Nach welchen Bedingungen die dann zugelassen werden, ist dann ihre eigene Sache.
Und zu allem Überfluss wird es wahrscheinlich auch beim No - Deal eine Übergangsregelung geben, die beiden Seiten genügend Zeit gibt, sich für die jeweils fehlenden Produkte Quellen in anderen Ländern zu suchen.
Sicher ist dieses Problem schlimm genug. Doch was GB sonst noch aus der EU fehlen könnte, kann ich mir nicht vorstellen.

@Am 15. Oktober 2020 um 14:08 von Blitzgescheit

Am 15. Oktober 2020 um 14:08 von Blitzgescheit
@Am 15. Oktober 2020 um 13:46 von faktenfrei.de
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Zitat: "Interessant. Hat nun EUROPA oder die EU eine Zentralregierung? Klären Sie auf!"
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Formal noch nicht, auch wenn alle Bestrebungen bspw. der Altparteien dorthin gehen.
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De facto, ist die Souveränität Deutschlands bereits in wesentlichen Bereichen nach Brüssel, Straßburg oder zur EZB verlagert, in Punkto:
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1. Asyl/Migration
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2. Sozialsystem: der EuGH bestimmt, wem wir im deutschen Sozialsystem finanzieren sollen, völlig egal, dass diese Person wenig, bis gar nichts eingezahlt hat
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3. Geldpolitik: die Kontrolle über den Wert der Währung ist schon längst an die EZB vergeben
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4. Maut
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5. Agrarpolitik
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6. you name it.
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Interessant. Und das gilt nun ab wann für die EU? Oder doch EUROPA? Oder den Jupitermond Europa?

@Völliger Unsinn, .. 14:03 von MultiBlitz

"der nichts mit der Realität zu tun hat."

Also Ihr Kommentar ist gut mit dem obigen 'Zitat' beschrieben.
Zudem bitte ich doch nicht mehr wie eben nebenan quer zu antworten.
Das erschwert eine sinnvolle Diskussion.

Nebenan nämlich antwortete bender rodriguez
auf peter mefferts cato Zitat, das aber an kessl gerichtet war ;-)

Man sollte die Leserschaft nicht als dümmer halten als sich selbst,
daher antworte ich Cato-mässig auf den Multiblitz:
ceterum censeo fulminem esse neglegeram
frei übersetzt:
(Im übrigen bin ich der Meinung, dass Blitze ignoriert werden sollten)
insbesondere BotsBlitze ;-)

um 13:23 von Sisyphos3

>>09:14 von Jan Sensibelius

dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn)
-
wie definieren sie
"rechts nationalistisch" ?
also die Partei Fidesz von dem Orban hat 50 %
da gibts aber noch die Partei Jobbik mit 20 % die erheblich rechtser steht
wie würden sie diese dann bezeichnen ?<<

Das o.a. Zitat war nicht das Meinige. Ich abe lediglich dieses Sätzchen hinzugefügt:

Worin sehen Sie jetzt die Erpressung? :)

Sie müssten sich also mit Ihrer Frage an den/die Foristin Deeskalator wenden.

@Am 15. Oktober 2020 um 14:21 von nie wieder spd

Und zu allem Überfluss wird es wahrscheinlich auch beim No - Deal eine Übergangsregelung geben, die beiden Seiten genügend Zeit gibt, sich für die jeweils fehlenden Produkte Quellen in anderen Ländern zu suchen.

Läuft diese Zeit des Übergangs nicht bereits seit 01.02.20 und läuft zum Jahreswechsel aus?

Deeskalator

Ich bin immer noch der Meinung, dass es für Revolution keine Erlaubniss braucht. Nicht in Schottland, nicht in Katalonien, nicht in Frankreich, nicht in Jugoslawien, ...
Da muss man nicht fragen, man muss es durchziehen.

von fathaland slim 14:20

Zunächst mal ist das ein Streit zwischen der Mehrheit des britischen Kapitals/Tories und der EU, also auch dem deutschen Kapital.
Und mit der kleinen Minderheit ist das so eine Sache: Die meisten Linken in den verschiedenen Ländern würden Sie nicht als Linken anerkennen.

Warum sind denn seit Jahrzehnten, die deutsche Politik und die "Wirtschaft" feste für die "europäische Einigung".
Wem nützt es ?

Am 15. Oktober 2020 um 14:06 von fathaland slim

„13:52, Werner Krausss
Man erkennt sie vor allem daran, daß sie glauben, daß ihre Bonität am Finanzmarkt nicht flöten geht.
Das Weltwirtschafts- und Finanzsystem ist schuldbasiert.Anders kann Kapitalismus gar nicht funktionieren.“

Sie haben Recht.

In nicht kapitalstarken Ländern, muss die Aussicht auf Beförderung, Gewinn an Ansehen genügen, und

man hofft, dass die Bonität an offenen Führungsposten nicht „flöten“ geht.

14:14 von fathaland slim

Im übrigen teile ich Ihre Sicht auf das Meinungsbild hier im Forum nicht
.
es würde mich freuen wenn ich diesbezüglich im Unrecht sein sollte !

Meine Erfahrung war, wenn man ein klein wenig Kritik an der aktuellen EU übt
man gleich in die Ecke gedrängt wird,
man würde sie gerne abschaffen

@Blitzgescheit 14:03 - Völliger Unsinn

Deutschland hat nach wie vor seine Souveränität !

Ihnen müsste ja bekannt sein , als Fan
von rechtspopulisten wie Orban & CO
kein Land kann ohne seinem Willen
etwas von der EU aufgezungen oder entzogen werden.

Beschweren sie sich bei den bisherigen
Bundesregierungen und nicht bei der EU

@ um 14:28 von faktenfrei.de

Umso besser.
Die Verhandlungen laufen seit ca 4 Jahren. Da war Zeit genug für Vorbereitungen auf alle Möglichkeiten.
Trotzdem bin ich überzeugt, dass in der EU bisher nicht 1 Zöllner mehr eingestellt wurde und nicht 1 Grenzübergang in/aus Richtung GB auf umfangreiche Zollkontrollen eingestellt ist.
Auch wieder ein Debakel mit langfristiger Ansage.

14:11 von Bernd Kevesligeti / @schabernack, 13:57

«Aber Sie sind unzufrieden mit der Entwicklung.
Vermeiden es aber genau zu schreiben, warum.»

Ich bin immer unzufrieden mit sinnfreien Entwicklungen, die zu gar nichts anderem gut sind, als nationalistischen Befindlichkeiten zu huldigen. Das muss ich nicht stets in immer den gleichen Worten aufs Neue wem verklickern.

Aus der EU austreten. Nun ja … wenn GB meint, dies tun zu müssen.
Austritt mit No-Deal ist plemmplemm, wie es mehr gar nicht möglich ist. Aber mit Japan weiter Freihandel ohne Zölle treiben wollen. Ist die Steigerung von plemmplemm … wenn man das denn überhaupt noch steigern könnte.

Meine Versuche der Erläuterung haben hier fast alle die 1.000 Zeichen genutzt, die zur Verfügung stehen. Ihre sind wie immer in simpler Weltsicht zusammen gedengelt, und brauchen nur einen einzigen Satz:

«Gepriesen sei alles, was der EU eins reinwürgt.»

Sei es noch so sinnfrei, so planlos, so kurzsichtig.
Noch so sehr nur ein anders Wort für:
"Egoismus + Masochismus".
Das reicht !

@Am 15. Oktober 2020 um 14:23 von artist22

Zitat: "daher antworte ich Cato-mässig auf den Multiblitz:
ceterum censeo fulminem esse neglegeram
frei übersetzt:
(Im übrigen bin ich der Meinung, dass Blitze ignoriert werden sollten)
insbesondere BotsBlitze ;-)"

Wenn schon, dann heißt es

"ceterum censeo fulmen/fulmina esse negandum/a".

Bitte auf korrektes Latein achten, wenn man damit schon sich hervortun möchte.

von schabernack 14:39

Ja, Sie arbeiten sich ab. Aber das Stichwort "Egoismus", daß ist es. Wer will denn festhalten an seinen Exportüberschüssen ? Die sogar mal von einer EU-Kommission moniert worden sind, weil sie in Gegensatz zu Richtlinien stehen.
Und was meinen Sie, was die Motivation hiesiger Medien und des Kapitals ist, wenn sie sich aufregen ?

14:08 von Blitzgescheit

Zitat:"De facto, ist die Souveränität Deutschlands bereits in wesentlichen Bereichen nach Brüssel, Straßburg oder zur EZB verlagert, in Punkto:
1. Asyl/Migration
2. Sozialsystem: der EuGH bestimmt, wem wir im deutschen Sozialsystem finanzieren sollen, völlig egal, dass diese Person wenig, bis gar nichts eingezahlt hat
3. Geldpolitik: die Kontrolle über den Wert der Währung ist schon längst an die EZB vergeben
4. Maut
5. Agrarpolitik"
Völliger Quatsch: zu 1. In D gilt deutsches Asylrecht, eine europäische Asylpolitik wird ja gerade von Ihren Freunden in Ungarn und anderswo verhindert
zu 2. Nach Ihrer Logik hätte kein einziger DDR-Bürger vor und nach 1989 Geld aus der bundesdeutschen Sozialkasse kriegen dürfen
zu 3. Das war der Zweck des Euro
zu 4. Jedes Land darf Maut erheben, wann es will, bloß nicht so bescheuert wie D, wo nur Ausländer zahlen sollten. Dass die Idee Ihnen gefällt, weiß ich.
zu 5. Agrarpolitik war schon seit Beginn der EWG ein europäisches Thema

@14:21 von nie wieder spd: Arzneimittel

Die britischen Hersteller haben schon eine Lösung gefunden. Sie lassen inzwischen alle Medikamente einmal in GB zu und dann noch einmal in der EU. Somit können sie nach dem Brexit weiter in die EU verkaufen.

Die doppelte Zulassung kostet zwar auch doppelt, aber dafür verliert man später nicht den Absatzmarkt.

14:34, Bernd Kevesligeti @ fathaland slim 14:20

>>Die meisten Linken in den verschiedenen Ländern würden Sie nicht als Linken anerkennen.<<

Bitte setzen Sie sich nicht mit "den meisten Linken in den verschiedenen Ländern" gleich. Als international orientierter Linker kenne ich zahlreiche Linke in verschiedenen Ländern. Wir diskutieren durchaus kontrovers, erkennen uns aber im Gegensatz zu Ihnen nicht gegenseitig das Linkssein ab. Diese Art von aggressivem Sektierertum kenne ich eigentlich nur aus Deutschland.

>>Warum sind denn seit Jahrzehnten, die deutsche Politik und die "Wirtschaft" feste für die "europäische Einigung".<<

Vielleicht wegen der Erfahrung mit der Katastrophe des zweiten Weltkriegs?

>>Wem nützt es ?<<

Cui bono. Die Frage aller Fragen, die allerdings oft in die Irre führt.

Aber um sie zu beantworten:

Wem sie nützt, das haben die europäischen Wahlbürger in der Hand. Aber solange die EVP die stärkste Fraktion im Europaparlament stellt, ist es ein wenig schwierig.

Dafür kann die europäische Einigung aber nichts

@ Bernd Kevesligeti

Aber das Stichwort "Egoismus", daß ist es. Wer will denn festhalten an seinen Exportüberschüssen ?

Das hat wenig mit Egoismus zu tun und schuld an den Exportüberschüssen ist nicht die Bundesregierung. Keine Regierung, die sich ernst nimmt, wird den inländischen Produzenten Steine in den Weg legen, damit sie nicht mehr exportieren können. Schuld sind die anderen Volkswirtschaften, die nicht auf eigene Produkte zurückgreifen wollen oder können. Schuld sind nicht deutsche Firmen mit guten Produkten, schuld sind ausländische Firmen, die zu wenig innovativ sind.

14:51, Bernd Kevesligeti

>>Und was meinen Sie, was die Motivation hiesiger Medien und des Kapitals ist, wenn sie sich aufregen ?<<

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie weniger Schlagworte aneinanderreihen würden.

"Hiesige Medien"? Was meinen Sie damit?

Alles dasselbe? Gleichgeschaltet?

Damit wären Sie nah bei den Lügenpresslern.

Und inwiefern regt sich "das Kapital" auf? Solange GB Teil der kapitalistischen Welt bleibt, hat "das Kapital" keinerlei Probleme. Wenn Arbeitsplätze verloren gehen, dann steigen die Aktien.

14:44 von Blitzgescheit

«Zitat: "daher antworte ich Cato-mässig auf den Multiblitz:
ceterum censeo fulminem esse neglegeram".»

Wenn schon, dann heißt es
"ceterum censeo fulmen/fulmina esse negandum/a".

Bitte auf korrektes Latein achten, wenn man damit schon sich hervortun möchte.»

Das Latein, das Sie bemängeln, ist korrekt.
Es ist der ACI … der Accusativus cum Infinitivo.

"Esse" ist der Infinitiv (= sein).
"Neglegeram" der substantivierte Akkusativ vom Verb:
"neglegere" = vernachlässigen.
Ein konsonatisches Verb … keins der e-Konjugation.
Neg-LE-gere … nicht neglig-E-re.

Der gleiche Wortstamm, von dem auch das: "Negligé" herstammt.
Das vernachlässigte Kleidungsstück … weil so wenig Stoff dran.

"Fulmen" = Blitzschlag, Donnerkeil.
Dekliniert: fulmen … fulminis … Akk: fulminem.
Auch hier korrekt.

Den ACI auffrischen lohnt sehr, will man Japanisch lernen.
Die sprechen auch so.

"Brexitem esse neglegeram".
Der Brexit ist zu vernachlässigen.
Aber ein Schuss in den Ofen für die Brexiti, -a, -um.

@ Bernd Kevesligeti

Wen meinen Sie mit "das Kapital"? Wollen Sie diskutieren oder wollen Sie nur Totschlagsargumente und platte Begriffe austauschen?

Diese Länder würden niemals den Ast absägen.....

m 15. Oktober 2020 um 08:38 von Deeskalator
Mir kann keinr erzählen

dass ein no deal abkommen für die EU genauso schmerzhaft wäre wie für die Briten...

Johnson bluffed und Pokert mit all in.
Die EU kann einfach gar nicht anders als Ihn dazu zu zwingen Farbe zu bekennen...
Denn wenn sie wieder nachgibt verspielt sie das letzte bisschen Autorität und Glaubwürdigkeit das sie noch hat (im Bezug auf Spalter).

Dann können wir sicher sein, dass auf Kurz oder Lang Länder mit recht-nationalistischer Regierung (z.B. Polen oder Ungarn) anfangen werden die EU zu erpressen mit "sonst treten wir aus"... denn es hat ja für GB ziemlich gut funktioniert.

Einfach mal nach der Devise Handeln, Reisende soll man nicht aufhalten... und die Lobbisten ignorieren, die die laxen Finanzmarktgesetze in London vermissen würden.
//////
Da würden uns Polen und Ungarn einen großen gefallen tun wenn sie austreten würden. Tun sie aber nicht. Waren Sie schon mal in den 80-90ern in Ungarn? Ein Unterschied wie Tag u.N

@ Bernd Kevesligeti

Die meisten Linken in den verschiedenen Ländern würden Sie nicht als Linken anerkennen.

Ich als inksliberal eingestellet Mensch habe auch gehörige Schwierigkeiten, Sie als Linken anzuerkennen. Ihre Unterstützung des Brexit redet den Rechtskonservativen das Wort und Ihre Unterstützung für rechte autoritäre Führerpersönlichkeiten (Russland, Belarus, ...) kann ich auch nicht einodnen.

@Am 15. Oktober 2020 um 15:26 von schabernack

Zitat: "Das Latein, das Sie bemängeln, ist korrekt.
Es ist der ACI … der Accusativus cum Infinitivo."

Völliger Blödsinn.

Der Satz würde nämlich dann lauten.

Der Satz (mal von der falschen Konjugation abgesehen) würde dann lauten: "Ich bin der Meinung, dass der Blitz vernachlässigt".

Richtigerweise soll der Satz ja besagen: "Ich bin der Meinung, dass der Blitz vernachlässigt werden soll".

Dies wird im Lateinischen mit der bekannten Gerundkonstruktion + ACI ausgedrückt. Insofern ist entweder "negandum" oder "neglegendum" korrekt.

Fulmen ist Akk. Singular für fulmen (neutrum).

"Neglegeram" gibt es schon fünf Mal nicht.

Wenn klugscheißen, dann bitte richtig!

von fathaland slim 15:25

Mit hiesigen Medien ist nicht "Lügenpresse" gemeint, sondern die Mehrheit der Medien. Und Schlagworte
wie "europäische Einigung" benutzen Sie und sagen Wirtschaft und Politik da noch gefällige Absichten nach(Lehren aus dem 2.Weltkrieg).
Aber irgendwie haben Sie auch recht: Nach zwei verlorenen Kriegen ist die Schlußfolgerung gezogen worden, in Bündnissen groß zu werden.

von Forengeschwätz 15:21

Sie begreifen sich doch sicher als "überzeugter Europäer" ? Dann müßte Ihnen doch zu denken geben, daß im Februar 2017 sich die EU-Kommission über Deutschland, eben wegen der Exportüberschüsse beschwerte. Das ist übrigens auch ein Spaltpilz.
Übrigens trug maßgeblich die Agenda 2010-Politik zur Herausbildung dieser Situation bei.

von Sofa-Revoluzzer 15:39

Jemanden als "links" einzuordnen, der Probleme mit dem Begriff Kapital hat und der sonst eigentlich regierende Politik verteidigt (auch gegen andere Länder wie Russland).
Was ist daran links ?

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