Ihre Meinung zu: Heil will Rechtsanspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr

4. Oktober 2020 - 11:35 Uhr

Laut IT-Branche arbeitet jeder zweite Deutsche in der Corona-Pandemie zu Hause. Ein Anlass für Arbeitsminister Heil, einen Rechtsanspruch auf Homeoffice durchzusetzen. 24 Tage pro Jahr sollen es werden. Von Thomas Kreutzmann.

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Kommentare

Wieder ohne Verstand

Wie hat es doch geheißen, während der Corona-Krise haben die Hackerangriffe deutlich zugenommen. Grund, Homeoffice. Keine sicheren Leitungen, schlecht gesicherte Hard und Software. Die Hacker können sich über so ein Gesetz nur freuen. Außerdem, was machen all die jenigen bei denen das Internet noch auf Stufe "Steinzeit" steht, sich eine Internetseite, wenn überhaupt, erst nach Stunden aufbaut. Ja, ja, wir haben ja 5G. Doch an vielen Orten funktionierrt nicht einmal 3G und es sieht nicht so aus als würde sich da in absehbarer Zukunft etwas ändern. Mit dem Gesetzentwurf bringt unser Minister entgegen seinem Namen doch mehr UNheil als eine vernünftige Lösung.

Anzahl der Tage

Habe ich mich verlesen? 24 Tage würde bedeuten, dass es nur alle 14 Tage Anspruch auf einen HomeOffice-Tag geben würde.

Mindestens 1 Tag pro Woche ist da, wo es geht, schon länger Standard.

Und nun während Corona waren es deutlich mehr, mindestens 2-3 Tage pro Woche.

Fazit: 24 Tage gesetzlich vorzuschreiben, ist „Schnee“ von gestern ... also völlig überflüssig.

Man man man

Macht doch nicht aus ALLEM ein Gesetz. Deutschland ist so unfassbar verbürokratisiert.
Ich finde es sollte das Recht des Arbeitgebers bleiben, ob er seine Mitarbeiter, die er bezahlt, um sich haben will. Wenn er mit homeoffice einverstanden ist-toll. Wenn nicht - muss man sich eben dran halten.
Wem das nicht in seinen Alltag passt muss man sich reorganisieren.

Von Zuhause

Von Zuhause aus zu arbeiten, macht Spaß und entlastet die Umwelt, schafft Platz auf den Straßen, spart Büroflächen.
Viel flexibler läßt sich schnell mal ein Mittagessen kochen, oder kurz mal den Geschirrspüler einräumen, sprich Arbeitsabläufe aus Haushalt und Beruf kombinieren.
Ein Gewinn!
Die Arbeitgeber fürchten, die Kontrolle über ihre Mitarbeiter zu verlieren. Sie lassen sie lieber mal irgendwo rumsitzen, und sei es im Stau auf dem Weg zum Büro.

24 Tage im Jahr - ein Witz

Entweder ein Recht auf Home Office wie in den Niederlanden oder gar nicht. Die halbgaren wir-werfen-den Arbeitnehmern-mal-ein-Bröckchen-hin und verärgern-die-Arbeitgeber-nicht-Taktiken sind langsam so ermüdend.
Bei diesem Vorschlag wäre am Ende dann auch der Aufwand noch größer als der Nutzen.

Butter bei die Fische

Wenn schon die niederländische Variante des Homeoffice erwähnt wird, wäre es schön auch die Hintergründe, Auswirkungen und bisherigen Erfahrungen, auch im Zusammenhang mit der Corona-Krise, zu erfahren.
Gibt es im EU - Raum noch andere Staaten, die dazu gesetzliche Regelungen haben und wie wirken sie sich dort aus?
Muß die BRD eigene Gesetze erfinden oder gibt es Regelungen anderswo, die man übernehmen könnt, so wie auch im Bereich der Rente in anderen Ländern viel bessere Möglichkeiten bestehen, als in Deutschland.
EU kann ja auch bedeuten, dass man von anderen lernen kann, anstatt eigene Ressourcen zur Suche nach eigenen Lösungen zu verschwenden.

@ um 11:57 von Berlin.Berlin

Warum sollte ein Recht auf Homeoffice nicht auch ein Menschenrecht werden?
Immerhin kann es der Umwelt helfen und damit allen Menschen.
Das wäre mehr, als viele andere Gesetze leisten.

Schöne Idee

Aber die anderen Fabrikarbeiter Handwerker ,die leider nicht von zuhause aus arbeiten können . Was machen die ? Im übrigen war das Herrn Heil auch völlig gleich, wie Festangestellte Handwerker durch die Corona Krise kommen, von wegen Ansteckungsgefahr . das ist nichts anderes als Klientelpolitik . Die Bevorzugung einiger Bevölkerungsgruppen in der Gesellschaft muss endlich aufhören . Herr Heil sollte mal die Leute auf dem Bau fragen, was sie davon halten ,die dürften auch während der ganzen Pandemie schön brav weiterarbeiten . Also wenn dann bestehe ich auf eine Gleichbehandlung für alle . Übrigens die Bauindustrie hat während der Corona Zeit super Geschäfte gemacht . Tja eng an eng wurde da fleißig geackert ,aber klar immer schön an der frischen Luft , NEE NEE NEE so war das nicht , auch in geschlossenen Räumen wurde gewerkelt. Ja Herr Heil auch mal an uns Bauleute denken , das wäre ja mal wieder ein Grund ,über SPD von uns Bauleuten ein positiveres Bild zu bekommen .

Natürlich kann man

das machen, muss aber kein Gesetz sein, das können die Arbeitgeber doch selber regeln.
Was ist ist denn mit den Arbeitnehmern die nicht an einem Arbeitsplatz mit Kaffeemaschine teilhaben können ?.
Die meisten stehen in einer Werkhalle oder müssen vor Ort mit den Händen Werte schaffen, oder werden jetzt alle Produkte und Dienstleistungen vom Drehsessel aus erledigt.
Die meisten Arbeitsplätze sind wohl immer noch in Industrie und Handwerk und so weiter.
Alles sehr einseitig.

Berufspolitiker

Recht auf Homeoffice haengt von den Managern ab, entweder man kann oder man kann nicht. Da hilft ein Gesetz sehr wenig.
Das Gesetz sollte unbedingt die Politiker ausnehmen, denn nur die oberen profitieren davon. Der kleine Mann haengt immernoch vom Job und vom Manager ab.
Das ist heisse Luft, was produziert wird

„Arbeitgeber müssten zwingende betriebliche Gründe darlegen

um das ablehnen zu können. Oder sie müssen begründen, warum sich die Tätigkeit grundsätzlich nicht dafür eignet“

Gleich zweimal das Wort „müssen“.

Bundesarbeitsminister Heil meint dazu: "Ein Bäcker kann die Brötchen in der Regel nicht von zuhause aus backen. Aber wir haben sehr viele Berufe, in denen es möglich ist, von zuhause zeitweise zu arbeiten"

Wieso meint man seitens der Regierung zu wissen, wie, wo und auf welche Weise jemand - egal was er beruflich macht und ob er Arbeit-“Geber“ oder „Nehmer“ ist - seine Arbeit am sinnvollsten bzw. effizientesten gestalten kann?

„Das Bundesarbeitsministerium hat einen Entwurf für "Das Mobile-Arbeit-Gesetz" erarbeitet. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios sollen Vollzeitbeschäftigte einen gesetzlichen Anspruch auf jährlich 24 Tage Homeoffice bzw. mobile Arbeit erhalten“

Ein solches Gesetz kann keiner Seite gerecht werden. Es schafft nur noch mehr Anspruchsdenken und Frust. Und lässt den bürokratischen Wasserkopf weiter anschwellen.

In den paar Berufen in denen

In den paar Berufen in denen das geht läuft das schon längst..

Überlegt Euch lieber was als Ausgleich für die anderen, z B. mal ein freier Nachmittag um nötige Erledigungen zu machen..

Natürlich

gibt es eine Vielzahl von Gründen, die für Homeoffice sprechen, aber zum einen stellt sich für mich die Frage, ob es dafür dann tatsächlich ein Gesetz braucht, zum anderen kommt es natürlich dann auch ganz stark auf die Ausgestaltung an.

Die Knackpunkte wurden ja im Artikel schon genannt. Da ist zum einen der Versicherungsschutz. Den kann man anpassen, aber es bleibt trotzdem die Frage nach den Verantwortlichkeiten. Am Arbeitsplatz ist da nunmal zunächst der Arbeitgeber in der Pflicht, eine möglichst sichere Umgebung zu schaffen. Das kann er aber nicht im Heim des Arbeitnehmers, man denke da an den berüchtigten Legostein des Sohnemanns, in den gefühlt jeder Vater mindestens einmal im Leben reingetreten ist. Zum anderen habe ich so meine Zweifel an der Umsetzbarkeit der Arbeitszeiterfassung. Klar, da kann man jetzt schon tricksen, aber Homeoffice macht das imho doch deutlich einfacher (siehe Artikel) und da wird es langsam unfair, den Chef alleine in die Bütt zu stellen.

Ja sind denn jetzt schon Wahlen?

Persönlich habe ich als Arbeitnehmer gute Erfahrungen damit gemacht und finde die Möglichkeit der individuellen Absprache sehr gut.

Allerdings halte ich nicht viel von staatlichen Regelungen in dieser Richtung. Der Arbeitgeber hat das Weisungsrecht. Dort wo es sinnvoll und effektiv ist, wird ein vernünftiger Arbeitgeber merken, dass auch er davon profitiert. Jetzt pauschal dem Arbeitnehmer ein einklagbares Recht auf Homeoffice zu ermöglichen, ob das wirklich sinnvoll ist? Hört sich für mich nach einem weiteren Bürokratiemonster an, mit dem sich Arbeitgeber dann zusätzlich auseinander setzen müssen.

Arbeitnehmer die in der Produktion und Handwerk tätig sind, sind hiervon außerdem eh nicht betroffen.

Es muss nicht alles per Gesetz geregelt werden.

Völliger Blödsinn mal wieder!

Zitat: "Laut IT-Branche arbeitet jeder zweite Deutsche in der Corona-Pandemie zu Hause. Ein Anlass für Arbeitsminister Heil, einen Rechtsanspruch auf Homeoffice durchzusetzen. 24 Tage pro Jahr sollen es werden."

Wieso meinen Politiker wie Hr. Heil, die nie selber außerhalb der Politik gearbeitet haben, Arbeitnehmer und Arbeitgebern vorschreiben zu müssen, wie sie die Arbeit organisieren?

Das Arbeitsrecht ist sowieso überreguliert. Es hat sich gezeigt, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber bzw. deren Vertreter am besten können, ihre teilweise gegenlaufenden, teilweise kongruenten Interessen selber auszuhandeln und ein quasi-sozialistischer Eingriff in die Privatautonomie des AG und AN durch noch mehr bürokratische Gängelung des AN und AG das Leben beider schwerer macht und kein Problem löst.

Wenn ein AN im Homeoffice bessere Arbeitsqualität liefert und das zu niedrigeren Kosten für den AG, ist es sowieso im Interesse des AG, dies zu fördern.

Homeoffice .....

.... ist längst nicht für jeden Mitarbeiter geeignet denn viele brauchen einfach ein wenig "Überwachung" weil sie sonst zur Verschlampung neigen ! Dann kommt oft ein Platzproblem und natürlich auch die häusliche Unruhe dazu vernünftig arbeiten zu können.
Es ist nicht so einfach zu machen wie viele denken!

nie wieder spd, 11:57 Uhr

>>"Warum sollte ein Recht auf Homeoffice nicht auch ein Menschenrecht werden?"<<

Menschenrechte zeichnen sich dadurch aus, dass Sie "jedem" Menschen bereits aufgrund der Tatsache zustehen, dass er ein Mensch ist.

Ihrer Logik bzw. Frage folgend, vertreten Sie also ernsthaft die Auffassung, dass der Busfahrer von zu Hause aus Bus fährt?!

Oder wollten Sie einfach nur irgendwas schreiben?

Was lange Zeit von Experten undenkbar schien,

ging mit Corona über Nacht. Arbeitsstättenverordnung war auch in der Vergangenheit für viele ein Fremdwort, Übersetzung geplant?

Home-Office muss reguliert

Die Arbeit im Home-Office muss reguliert werden, aber nichtdurch die Anzahl der Arbeitstage, sondern durch die Rahmenbedingungen, die man benötigt, um diese Arbeit abzuleisten.
Auch der Gesetzgeber muss hier nachlegen, zum Beispiel Absetzbarkeit beim Jahresabschluss, Arbeitsschutz, Versicherung usw.

Harmoniert gelb-grün doch?

FDP: Schwarz-grüne Politik der Niederlande als Vorbild: „ ... haben das wunderbar vorgemacht“. Das sollte bitte nicht so pauschal bleiben: Gelbe Butter bei die schwarz-grünen Fische!

Und trägt die höheren Betriebskosten für Heizung und co?

Also der Arbeitnehmer entlastet mit Homeoffice den Arbeitgeber der dadurch sogar Bürofläche einsparen kann. Beim Arbeitnehmer steigen die Betriebskosten wie Heizung, Wasser und co durch Homeoffice an. Wie wird dies ausgeglichen. Ganz sicher nicht mit 5 Euro pro Tag.

Wozu diese bürokratische Gängelung??

Zitat: ""Ein Bäcker kann die Brötchen in der Regel nicht von zuhause aus backen. Aber wir haben sehr viele Berufe, in denen es möglich ist, von zuhause zeitweise zu arbeiten.""

Ja, und in den Berufen, wo ein Arbeitnehmer eine besser Arbeitsqualität liefert und das zu niedrigeren Kosten, weil sich der Arbeitgeber viel Geld für eine Büroaustattung, Fahrtkosten etc. spart, liegt es sowieso im Interesse des Arbeitgebers Arbeitnehmern die Möglichkeit zum Homeoffice zu geben.

Wozu bedarf es dann einer zusätzlichen bürokratischen Gängelung sowohl des Arbeitgebers als auch der Arbeitnehmers?

Vielleicht sollte ein "Arbeitsminister" einer angeblichen "Arbeiterpartei" selber einmal in der freien Wirtschaft gearbeitet haben, um denjenigen Vorschriften zu machen, die es betrifft?

@ VictorJara, um 12:12

Sie haben mit allem sicher Recht, was Sie zu den Arbeitsbedingungen am Bau schreiben.

Aber was erwarten Sie?
Mit einem Computer auf Ihrem heimischen Schreibtisch werden Sie keinen Innenausbau hinbekommen.

Also unterscheiden Sie doch bitte das Anliegen Heils von Ihren (verständlichen) Problemen.

Digitale Stechuhr

Na klar, jetzt soll ich auch noch zuhause überwacht werden.
Und vor allem: Wie soll das gehen?
Bitte um Vorschläge!
Das Ganze funktioniert nur über gegenseitiges Vertrauen. In Branchen, wo das nicht gepflegt wird, wird es Homeoffice ohnehin schwer haben.

Eigentlich haben da doch

Eigentlich haben da doch nicht alle Berufe gleiche Chancen auf Home-Office. Wie kann z.B. ein Dachdecker, Werkzeugmacher, Maler oder Autoschlosser im Home-Office seine Arbeit erledigen?

@HalloErstmal2

“ Die Arbeitgeber fürchten, die Kontrolle über ihre Mitarbeiter zu verlieren. Sie lassen sie lieber mal irgendwo rumsitzen, und sei es im Stau auf dem Weg zum Büro.”

Wieso “die Arbeitgeber”? Welcher meiner Mitarbeiter geeignet ist im HomeOffice zu Arbeiten entscheidet nicht der Arbeitgeber- das entscheide ich, respektive die jeweiligen Vorgesetzten. Der Arbeitgeber greift da gar nicht ein, weil er die Bedarfe der Abteilung und die Fähigkeiten der Mitarbeiter gar nicht beurteilen kann... zumindest bei Firmen die nicht nur aus 20 Mitarbeitern bestehen und wo jeder mit jedem zusammenarbeitet...

Homeoffice in Indien ist billiger

Habe auf allen Kontinenten außer Antarktis IT-Projekte für einen großen US Computer-Hersteller geleitet und auch aus dem Home Office gearbeitet. Allerdings war meistens die Teamproduktivität am höchsten on site - beim Kunden.

In den Niederlanden sind manche Team-Mitglieder nur unwillig zum Kunden gekommen, da sie viel Zeit in den Autobahnstaus verloren haben.

Ich habe ihnen allerdings klar gemacht, dass es für das Projekt wesentlich billiger ist, Kollegen aus den Home Offices in Indien arbeiten zu lasen, als aus dem Home Office den Niederlanden.

Der Grund, niederländische Kollegen am Projekt in den Niederlanden teilnehmen zu lassen, ist gerade die höhere Produktivität der Arbeit des gemeinsamen Teams vom Auftraggeber und -nehmer on site.

Ein gesetzlicher Anspruch auf Home Office wird zum Export weiterer Arbeitsplätze aus Deutschland in die Billiglohnländer führen.

@ Peter Kock, um 12:41

Es ist nicht angedacht, Arbeitnehmer zu Homeoffice zu verpflichten.

Es soll ein RECHT darauf geben, ob es jemand wahrnimmt oder nicht, wird er sicherlich selbst entscheiden können.

Diesen Artikel

Habe ich an eine meiner Töchter weiter geleitet.

Sie hat sich für die Info bedankt.

Beim Lockdown hat sie alles in Homeoffice machen können, war obwohl die Kinder wg geschlossener Kita daheim waren, kein Problem. Jetzt sträubt sich der AG, öffentlicher Dienst.

Sie würde gern weiter wenigstens teilweise im Homeoffice arbeiten, wenn es da ein Gesetz gibt, würde ihr das sehr helfen.

In einigen Berufen mag es funktionieren, ...

... dass man sogar seine gesamte Arbeit im Homeoffice erledigen kann, in anderen wiederum ist es völlig unangebracht.

Hieraus nun ein generelles Recht auf Homeoffice ableiten oder sogar gesetzlich verankern zu wollen, ist m. E. Quatsch.

Gerade das Thema Sicherheit spielt hier aus meiner Sicht eine mehr als entscheidende Rolle. Ich glaube kaum, dass jeder Arbeitnehmer oder Arbeitgeber den Schutz vor Hacker-Angriffen bei Arbeiten im Homeoffice ausreichend gewährleisten kann.

Was auch immer diese Idee nun soll ... aus meiner Sicht darf sie wieder in eine der hinteren Schubladen verfrachtet werden.

@ nie wieder spd, 12:11

“Warum sollte ein Recht auf Homeoffice nicht auch ein Menschenrecht werden?“

Aber dann muss es auf jeden Fall auch ein Menschenrecht auf einen vom Arbeitgeber gestifteten Computer und auf eine flotte Internetverbindung geben...

Wozu soll das gut sein?

Man muss die Fragen mit Arbeitszeiten und Versicherung klären, bzw. klar definieren, vlt. per Gesetzt, vlt. auch nicht, aber eine Verpflichtung Xtage/Jahr ist ein absolutes Unsinn.
Wo es geht - wurde schon längst eingeführt, auch ohne Gesetzt. Wo nicht geht - macht das Gesetz alles nur komplizierter. Warum soll man das Leben noch komplizierter machen? Nur weil ein Politiker, der sonst nichts drauf hat, sich ein politisches Kapital daraus schlagen möchte?

Ein anderer Aspekt - per Gesetzt dürfen alle "vollbeschäftigte", in der Praxis - 20 Bäcker nicht, aber der/die Buchalter/in schon?
Das heißt dann - "alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher"...

Gesetz ist Blödsinn...

... ich kann mir IMMER Gründe aus den Fingern saugen warum ich im individuellen Fall HomeOffice nicht erlauben kann.

Übrigens hatten wir (vor Corona) einen Fall da haben wir einer Kollegin im Innendienst auf ihren Wunsch ermöglichen wollen von zu Hause zu arbeiten- die BG hat verlangt dass wir ihr einen ergonomischen Arbeitsplatz einrichten und an der Haustürtreppe ein Geländer errichten. Die vielen KEUR bezahlen wir aber nicht wenn wir ein vollwertiges Büro in der Firma bieten.

@ scyscraper

Schachmatt :-)

@ 12:47 von Paracetamol

"Digitale Stechuhr

Na klar, jetzt soll ich auch noch zuhause überwacht werden.
Und vor allem: Wie soll das gehen?
Bitte um Vorschläge"

Das funktioniert hervorragend.

Nämlich, indem der AN sich im Arbeitsprogramm online einloggt.

Und im Büro darf man auch damit rechnen, dass der Chef mal reinschaut und hallo sagt.

@ steamtrain

Sollen die Büroangestellten wegen der Hacker jetzt echt auf Home Office verzichten? Und außerdem sind G3 und G5 Mobilfunkstandards, das hat wenig mit den Internetanschlüssen im Haus zu tun.

Am 04. Oktober 2020 um 12:12 von VictorJara

Zitat: Also wenn dann bestehe ich auf eine Gleichbehandlung für alle.

Da es ja Berufe gibt, die nicht von zu Hause aus betrieben werden können, bedeutet Ihre Forderung im Ergebnis, dass es für niemnaden ein Recht auf Heimarbeit geben kann.

Das Grundgesetz sieht das anders. Dessen Gleichheitssatz bedeutet, dass Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln ist.

@ Paracetamol, um 12:47

“Na klar, jetzt soll ich auch noch zuhause überwacht werden.“

Glauben Sie, das könnten oder, wenn gewollt, würden Sie nicht auch an Ihrem Firmenarbeitsplatz?

Und auch für Sie nochmal zur Kenntnis:

Es ist ein Recht auf... geplant,
nicht eine Pflicht zur...

Das mag Ihre Zweifel beseitigen.

@failedfamily

Dafür spart man beim Homeoffice Fahrtkosten. Nicht, wenn man den öffentlichen Nahverkehr mit Jahreskarte nutzt, aber sonst schon. Und die eingesparte Pendel-Zeit ist gewonnene Lebenszeit. Vielleicht kann man dann auch anteilig ein Arbeitszimmer von der Steuer absetzten?

Am 04. Oktober 2020 um 12:47 von offene Diskussion

Zitat: Eigentlich haben da doch nicht alle Berufe gleiche Chancen auf Home-Office. Wie kann z.B. ein Dachdecker, Werkzeugmacher, Maler oder Autoschlosser im Home-Office seine Arbeit erledigen?

Ich glaube, als Herr Heil vom Bäcker sprach, hat er das nur als Beispiel genommen und damit auch andere Berufe wie Ihre "Dachdecker, Werkzeugmacher, Maler oder Autoschlosser" gemeint.

um 12:56 von Skywalker

"Gesetz ist Blödsinn... ... ich kann mir IMMER Gründe aus den Fingern saugen warum ich im individuellen Fall HomeOffice nicht erlauben kann. "

Und somit ist das Gesetz eben KEIN Blödsinn. Du hast es selbst gesagt: der Chef muss sich aktiv dagegenstellen. Das heißt, das Gesetz wird schonmal überall dort funktionieren, wo der Chef das nicht macht.

Nur, weil etwas nicht in 100% der Fälle funktionieren wird, ist es nicht "Blödsinn". Airbags sind auch keine Garantie, dass Du einen Aufprall überleben wirst, und wir benutzen sie trotzdem.
_

Homeoffice !

Auch ich denke, dass ein solches Gesetz nicht wirklich zielführend ist, sondern zwischen AG und AN ausgehandelt und festgelegt werden soll. Das geht natürlich nur dann gut, wenn ein vernünftiges Vertrauen zwischen den Parteien besteht, und der Boss kein A.... ist.
Nu ist es auch so, dass dieses Homeoffice nicht in vielen Branchen zu machen ist, und nur einem Bruchteil der Beschäftigten zugute kommt.
Eigentlich wollte die BR doch die Bürokratie abbauen, ......................................eigentlich !!!!
Ich denke, Herr Heil hat noch genügend andere Baustellen, wo er endlich die nötigen und konsequenten Gesetze formulieren kann, und dafür dieses überflüssige Gesetz in den Papierkorb werfen sollte !!

Am 04. Oktober 2020 um 12:43 von failedfamily

" Also der Arbeitnehmer entlastet mit Homeoffice den Arbeitgeber der dadurch sogar Bürofläche einsparen kann. Beim Arbeitnehmer steigen die Betriebskosten wie Heizung, Wasser und co durch Homeoffice an. Wie wird dies ausgeglichen. Ganz sicher nicht mit 5 Euro pro Tag. "

Na dann rechnen wir mal etwas gegen, andere Arbeitnehmer haben dafür Arbeitsweg am Tag für 5 Euro und mehr, und im Sommer Heizung ?, Duschen die Bürokräfte nach der Arbeit in der Arbeitsstelle ?.
Hab ich noch nie gehört.

Büroräume sparen

Viele Firmen könnten Büroräume oder Verkaufsräume einsparen und damit die Ausgaben für Miete reduzieren.

Am 04. Oktober 2020 um 12:55 von LifeGoesOn

Zitat: Hieraus nun ein generelles Recht auf Homeoffice ableiten oder sogar gesetzlich verankern zu wollen, ist m. E. Quatsch.

Das ist auch nicht beabsichtigt. Sie sollten einmal den Artikel lesen, den Sie kommentieren. Der ist interessant.

@ Blitzgescheit,, um 12:45

Auch Sie, nein: gerade Sie, sollten in der Lage sein, den Plan Heils als Vorschlag mit dem Ziel, ein RECHT des Arbeitnehmers zu formulieren, zu verstehen.
Da soll doch überhaupt niemand “gegängelt“ werden, am wenigsten die Arbeitnehmer.

Es wäre wirklich erfreulicher, mit Ihnen zu diskutieren, wenn man nicht schon beim Lesen einer Artikelüberschrift wüsste, dass von Ihnen ein Kommentar kommen wird, der auf jeden Fall “dagegen“ ist - ganz gleich, um was es geht.
Hauptsache kontra.
Das ist auf Dauer echt nervig.

Ich frage mich, wie man derart gegen den Strich gebürstet sein kann...

12:35 von LESEN - GRÜBELN...: Weisungsrecht

"Der Arbeitgeber hat das Weisungsrecht. Dort wo es sinnvoll und effektiv ist, wird ein vernünftiger Arbeitgeber merken, dass auch er davon profitiert."

Bei uns in der Firma arbeiten ca. 450 Leute. Davon sitzen ca. 400 den ganzen Tag vor dem Computer. Man bekommt seine Aufgaben per Mail oder Telefon, um diese Aufgaben dann am Computer zu erledigen.

Während des Frühjahrs durften einige aus der Hochrisikogruppe im Homeoffice arbeiten. Seit dem 01.07. sitzt jeder wieder an seinem Schreibtisch.

Die Abteilungsleiter gaben dazu bekannt, dass Homeoffice nicht gewünscht sei, weil die Geschäftsführung davon ausgeht, dass im Homeoffice nicht gearbeitet wird. Man hat die Mitarbeiter nur dann unter Kontrolle, wenn sie in der Firma sind.

Ungleichbehandlung?

Was machen denn diejenigen, deren Arbeit es nicht zulässt im Homeoffice zu arbeiten. Je nach Ausgestaltung hat das Homeoffice deutliche Vorteile, da führt man dann wieder eine 2 Klassengesellschaft ein was unnötig ist. Man kann ja vielleicht die Möglichkeit auf Homeoffice fördern aber gleich wieder einen Rechtsanspruch daraus zu machen ist doch wieder zu kurz gedacht.

@ um 12:41 von scyscraper

Toller Witz.
Aber warum nicht?
Von Ramstein aus, einem Zuhause der US - Soldaten, werden weltweite Drohneneinsätze gesteuert.
Im Übrigen wird es in 10 oder 20 Jahren keine Busfahrer mehr geben, da Busse und LKW dann autonom fahren werden.
Und sicher wird es immer Berufe geben, die nicht von zH aus erledigt werden können.
Aber die betroffenen Arbeitnehmer könnten dann ein Recht auf angemessen Ausgleich bekommen. Was bei diesen Berufen auch richtig wäre.

In meinen Augen wäre es ein Fehler...

In meinen Augen wäre es ein Fehler, das Home Office als Rechtsanspruch zu verankern.
Die teilweise unterirdische Versorgung, vor allem in ländlichen Gebieten mit schnellem Internet, wurde bereits mehrfach als Hemmschuh genannt. Ebenso ist die Datensicherheit in allermeisten Fällen überhaupt nicht gesichert und auch das wurde bereits mehrfach als gravierendes Hindernis genannt.
Ich halte es aber auch für völlig verfehlt, die Unternehmen immer weiter in ihrer unternehmerischen Selbstbestimmung einzuschränken und zu knebeln. Da wo es sinnvoll und Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich darauf verständigen, ist es doch super. Aber es läuft zusehends, auf eine immer weiter ausufernden Überregulierung in Deutschland hinaus.
Meine ganz persönliche Meinung.

Homeoffice gut - 24 Tage Quatsch

Wir wollen durch das Anbieten bzw. Einfordern des mobilen Arbeitens als Unternehmen unsere Raumkosten senken (das der Mitarbeiter auch Vorteile daraus hat ist natürlich auch richtig).

Dies bedeutet, jeder hat regelmäßig einen mobilen Arbeitsanteil (der ist vermutlich bei 70 - 100 Tagen/Jahr). Wenn identifiziert wird, dass beim ein oder anderen die Leistung nicht stimmt - so gehen wir dem zeitnah, individuell und konsequent nach.

Homeoffice gut - 24 Tage Quatsch

Wir wollen durch das Anbieten bzw. Einfordern des mobilen Arbeitens als Unternehmen unsere Raumkosten senken (das der Mitarbeiter auch Vorteile daraus hat ist natürlich auch richtig).

Dies bedeutet, jeder hat regelmäßig einen mobilen Arbeitsanteil (der ist vermutlich bei 70 - 100 Tagen/Jahr). Wenn identifiziert wird, dass beim ein oder anderen die Leistung nicht stimmt - so gehen wir dem zeitnah, individuell und konsequent nach.

Homeoffice !

Was aber auch für ein gutes Homeoffice unabdingbar ist, ist die nötige digitale Infrastruktur, wo D ja in noch viel zu vielen Gebieten meilenweit hinterher hinkt, und die BR es nicht auf die Reihe kriegt, die großen Netzbetreiber zu zwingen, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Zum einen werden zu wenige Leitungen dafür gelegt, Genehmigungsverfahren dauern immer zu lange, zum anderen wollen die Netzbetreiber immer viel zu viel Geld vom Kunden, weil sie wie viele andere Firmenbosse nur am großen und gierigen Gewinnen interessiert sind und ihre Anleger auch noch gut befriedigen wollen. Da könnte die BR mal ein Gesetz machen, die die Kosten fürs Internet deckelt, und die Anbieter zu deutlich mehr Transparenz verpflichtet. Und all die Lücken im Mobilfunknetz sind da noch gar nicht erwähnt, die die Netzbetreiber nicht schließen, weil ja nichts mit verdient werden kann. Das ist einfach eine Unverschämtheit von diesen Firmen, nur an die Kohle zu denken !!!

Am 04. Oktober 2020 um 12:47 von Paracetamol

Zitat: Na klar, jetzt soll ich auch noch zuhause überwacht werden.

Das, was Sie Überwachung nennen, ist Arbeitszeiterfassung und dient dem Schutz des Arbeitnehmers, damit dieser nicht mehr Zeit aufwendet als er schuldet und vor allem nicht außerhab der regelmäßigen Arbeitszeit, z.B. nachts und an Sonn- und Feiertagen, arbeitet

Nicht zu Ende gedacht

Als Unternehmer in einer Dienstleistungsbranche habe ich miterleben dürfen, wie sich Home Office auf die Performance in einem ansonsten von negativen Auswirkungen der Pandemie verschonten Betrieb ausgewirkt hat.
Wir beobachteten eine Effizienz von ca 80% bei Home Office vs Büropräsenz - in einem stark auf Austausch und Zusammenarbeit angewiesenem Segment.

Wir - vor allem die Projektleiter - waren heilfroh, als der H.O.-Spuk vorbei war.
Natürlich gibt es Mitarbeiter, die lieber zu Hause bleiben, aber das sind i.d.R. diejenigen mit der geringsten Verantwortung bzw. Verantwortungsempfindens.

Aus meiner Sicht ist der Vorstoss Heils eine fachlich undifferenzierte, nicht zu Ende gedachte Aktion, die in erster Linie auf Wählerstimmenfang abzielt.

@ Gjallarhorn

Die Arbeit im Home-Office muss reguliert werden

Ich finde, sie muss eher dereguliert werden.

@ um 12:55 von harry_up

Na klar.
Der Arbeitgeber spart sich ja eine Menge Geld, weil er keine Bürogebäude und deren nötige Infrastruktur mehr zur Verfügung stellen muß und kann dieses Geld natürlich für die Home - Ausstattung seiner Beschäftigten ausgeben.

Meine Nachbarin arbeitet seit Monaten...

...im Homeoffice, einen Tag pro Woche erscheint sie im Betrieb.

Sie sagt, das Arbeiten mache ihr so weitaus mehr Freude(!) und produktiver sei sie auch noch.

Auch ihr anfangs sehr skeptischer Chef findet das inzwischen längst ok.

Bei Ihrem Mann ginge das auch, aber der [er heißt nicht Gisela :-)] sagt “...ich möchte nicht.“
Also fährt er weiterhin persönlich zu seinen Kunden. Seine Entscheidung.

So geht's auch.

Wenn ich sehe, wieviel

Wenn ich sehe, wieviel Bürotürme und ganze Büro-Stadtviertel von Investoren(?) in unserer Stadt gebaut wurden und werden und ich gehe davon aus, dass das in anderen unserer mittleren und Großstädten genauso ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Investoren ihre Investitionen nicht rentabel sehen wollen. Somit ist doch zu rechnen, dass der gewaltige Einfluss, dieser genannten Gruppe, auf unsere Politiker bestimmt in Kürze dahin gehen wird, den durch Home-Office-Modelle eingeschränkten Bedarf an Büros schnellstens wieder umzukehren. Von daher ist die Home-Office-Sache ein vielleicht doch recht bald auslaufendes Modell.

Mein Gott

ist das eine Meckergesellschaft, ich möchte hier kein Politiker sein.
Man kann es auch übertreiben...

@ um 12:41 von scyscraper

Nachtrag: Für die Berufe, in denen Homeoffice nicht möglich ist, wäre aber ein Tag pro Woche zur Weiterbildung möglich. Und die kann dank Internet selbstverständlich auch zu Hause wahrgenommen werden. Auch als Recht.

Völlig sinnlos

Ich arbeite zu 100% im HomeOffice - aber dieses Gesetz ist Unsinn.

o Hängt stark vom Mitarbieter ab:
Manche arbeiten mehr als im Büro (gleitender übergang in den Abend), manche nutzen HO schamlos aus. Vertrauen muß gegeben sein, Leistung muß passen.
o Arbeitgeber-Wettbewerb
Wer HomeOffice anbietet, hat potentiell mehr Bewerber, hat also mehr überregionale Auswahl.
o Büroräume
Büroräume kosten Geld, lassen sich aber bei nur 24 T/a nicht reduzieren. Wenn schon denn schon.
o Regulierung von oben - wozu?
...und überhaupt, was soll das? Warum mischt sich hier die Regierung ein?

@12:43 von failedfamily: Betriebskosten

"Wie wird dies ausgeglichen. Ganz sicher nicht mit 5 Euro pro Tag."

Ich benötige pro Tag für ca. 5 Euro Benzin, um zu meinem Arbeitsplatz und wieder nach hause zu kommen.
Dazu kommt der Verschleiss des Autos. Bei gut 17000 km pro Jahr für den Weg zur Arbeit und ca. 1500 bis 2000 Km, die ich für private Dinge verfahre, muss man regelmäßig in die Werkstatt (Inspektion, Reifen und ab und zu geht auch mal was kaputt).

Fiele zumindest ein Teil der Fahrten zur Arbeit weg, würde das die Kosten für den Weg zur Arbeit deutlich senken.
Im Gegenzug wäre ich gerne bereit etwas mehr für Heizung, Wasser und Strom zu bezahlen.

Die 1 1/2 Stunden, die ich jeden Tag zu meiner freien Verfügung hätte, statt sie im Auto zu verbringen, habe ich da noch gar nicht berücksichtigt.

Und trägt die höheren Betriebskosten für Heizung und co?

Ich denke im Vergleich zu Kosten und Zeit für die Fahrt zum Büro völlig vernachlässigbar.

um 13:11 von GeMe

„Die Abteilungsleiter gaben dazu bekannt, dass Homeoffice nicht gewünscht sei, weil die Geschäftsführung davon ausgeht, dass im Homeoffice nicht gearbeitet wird. Man hat die Mitarbeiter nur dann unter Kontrolle, wenn sie in der Firma sind.“

Uhh, wenn GL u Abteilungsleiter so wenig Vertrauen zu den MA haben, liegt in Ihrem Betrieb an anderer Stelle einiges im Argen.
Versuchen Sie es mal mit individuellen und messbaren Zielvereinbarungen.

Das Problem beim Home Office hat nicht der MA „in der Linie“, sonder der Leitende, dessen Koordinations- und Kommunikationsaufwand erheblich höher ist als bei AP-Präsenz der MA. Die 1:1-Kommunikation ist automatisch viel zeitintensiver, da individuelle Führung im gleichen Masse notwendig und dies nicht durch Herden-Videocalls aufzufangen ist.

Grundsätzlich meine ich, dass Art und Umfang von Home/Flexible/Mobile Office den Unternehmen überlassen bleiben sollte.

@ Talahassee, um 13:15

Merken Sie nicht, dass Sie sich selber widersprechen?

Der AN hat zwar kein Internet, besteht aber auf sein Recht auf Homeoffice?
Falls er deshalb nicht will, wird ihn der Arbeitgeber trotzdem dazu verdonnern?
Ist jetzt überspitzt, ich weiß.

Ich denke, dass sich die Wahrnehmung des Rechts auf Homeoffice zwischen AN und AG von Fall zu Fall regeln lässt.

das wird nicht für alle das Heil sein

Auf den ersten Blick scheint das Gesetz Sinn zu machen. Auf alle weiteren dann nicht mehr!
(1) Die Unternehmen arbeiten viel zu unterschiedlich, bei weitem nicht alle Arbeiten können auf dem Küchentisch erledigt werden. Sieht das Gesetz nicht entsprechende Ausnahmen vor, drohen Klagen
(2) Nach meinen Arbeitgeber-Erfahrungen möchten gar nicht alle Arbeitnehmer zu Hause arbeiten, einige tun dies. Was ist falsch daran, das individuell zu regeln?
(3) Nur ein Teil der Familien hat Kinder in einem Alter, die das Gesetz für alle im Blick hat
(4) Bei mir gibt es im Team Spezialisten, die durch ihr Zusammenwirkung eine gute Leistung für die Kundschaft erbringen. Durch Gleitzeit, "krank", "Kind krank", 30 Tage Urlaub ist es jetzt schon Glück, wenn sich die Mitarbeiter sehen. Und jetzt noch 24 für jeden?
(5) Bußgelder von 30.000€ drohen sicher nur Arbeitgebern, das wars dann mit der "Augenhöhe"
==> Bitte, lieber Herr Heil, lesen Sie aufmerksam, was die Anhörungen in den nächsten Wochen bringen.

@ nie wieder spd, um 13:19

re 15:55 von harry_up

Das gibt's doch längst schon.

Heißt “Briefkastenfirma“. :-)

13:11 von GeMe

Die Abteilungsleiter gaben dazu bekannt, dass Homeoffice nicht gewünscht sei, weil die Geschäftsführung davon ausgeht, dass im Homeoffice nicht gearbeitet wird. Man hat die Mitarbeiter nur dann unter Kontrolle, wenn sie in der Firma sind.

Über dieses Menschenbild Ihrer Geschäftsführung kann ich nur den Kopf schütteln. Vermutlich hat ja nicht jede/r der 400 am Bildschirm Beschäftigten ein eigenes Büro. Dass der AG gar nicht auf die Idee kommt, dass für viele Menschen eine ruhigere Umgebung womöglich mit besserer Konzentrationsfähigkeit und somit effektiveren Arbeiten einhergeht, muss ich wohl nicht verstehen. Auch eine höhere Arbeitszufriedenheit könnte im Sinne eines AGs sein.

Wenn sich AG so dagegen sperren wie Sie es beschreiben, braucht es wohl allein deshalb eine gesetzliche Grundlage um hier ein Recht für die AN zu verankern.

mal eben

Schon wieder einer, der meint es besser zu können.
Und natürlich kommt die Meldung, ohne dass der Vorschlag in den Kontext der vielen anderen Einzelvorschläge und nötigen und unnötigen Änderungen gebracht wird.

Noch ist nicht mal ein Gesetz für die vom EUGH geforderte Arbeitszeiterfassung durchdiskutiert. Und schon kommt wieder so eine Sonderregelung für Bürokraten von Bürokraten. Vorgestern noch für Krankenschwestern applaudiert, gestern noch schnell weggeduckt, heute dann das Gesetz für die Armee der Aktenreiter. SAP und Windows werden sich freuen, wenn die vielen gut funktionierenden nicht-digitalen Arbeitsprozesse immer stärker in sie hinein gepresst werden.
Arbeit wird immer komplizierter. Der Fokus sollte weiter beim Arbeitsschutz bleiben. Kostet genug und erfordert schon einiges an Fortbildungs- und Planungsaufwand. Das Homeoffice sollte die Situation entspannen und nicht verschlimmbessern.
Über das Arbeitszeitgesetz sind aktuell viel interessantere Möglichkeiten im Kommen.

@ uli4544, um 13:26

“...Und überhaupt, was soll das? Warum mischt sich hier die Regierung ein?“

Das kann und muss man sich - auch angesichts etlicher Kommentare - vielleicht wirklich fragen.

Aber ich glaube an eine jeweils individuelle, vernunftbasierte Regelung zwischen AN und AG.

Funktioniert bei Ihnen ja offensichtlich.

@Peter Kock um 12:41

>>Homeoffice .....
.... ist längst nicht für jeden Mitarbeiter geeignet denn viele brauchen einfach ein wenig "Überwachung" weil sie sonst zur Verschlampung neigen !<<

Der Spruch könnte von Friedrich Merz sein, wie der zur Kurzarbeit:

"Es gewöhnen sich zu viele daran, nicht zu arbeiten"

@ uli4544, um 13:31

Fragen Sie das aus Sicht eines AN oder AG?

Wie auch immer:
Da würde sich eine Lösung finden.
Man muss das jetzt nicht künstlich verkomplizieren.

Digitaler Ausbau - BRD mangelhaft

Wenn die Infrastruktur astrein wäre, ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaserinfrastruktur, wäre ein solches Gestz völlig unnötig. Jeder Arbeitgeber, der Bürojobs vergibt, und halbwegs rechnen kann..... hätte das Homeoffice als kostengünstige Variante längst eingeführt ....

Aber da unsere Regierung auf die Kräfte des Marktes setzte, den Glasfaserausbau schleifen liess, läuft die Vorlage auf einen heftigen Verstoss gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz hinaus.

Ländliche Gebiete, mit lückenhafter Netzabdeckung wären dann quasi per Gesetz benachteiligt, weil dort das verordnete Homeoffice technisch nicht durchführbar wäre. Folge wäre eine verstärkte Landflucht von Arbeitgebern....

Heils Vorstoss eines gesetzlichen Anspruchs auf Homeoffice, geht an den Realitäten vorbei.

Heils Werbung

Wo Home-Office gut funktioniert, ist es längst eingeführt.
Wenn ein Bundesarbeitsminister sich und seine Partei ins Rampenlicht stellen möchte, sollte er das nicht mit unausgegorenen Ideen und selbstgebastelen Umfragen tun.

Bei Heimarbeit müsste die

Bei Heimarbeit müsste die Arbeitsstättenverordnung dringend flexibilisiert werden. Die meisten derzeitigen Heimarbeitsplätze erfüllen diese Bedingungen nicht und könnten es oft auch gar nicht ( Arbeit am Küchen- oder Wohnzimmertisch etc. ). Versicherungsschutz müsste neu geregelt werden, usw. Warscheinlich ist mobiles Arbeiten besser geeignet.
Von verpflichtener digitaler Zeiterfassung halte ich überhaupt nichts. Sie macht ja gerade den Vorteil flexiblen Arbeitens wieder zunichte. Ich denke auch, dass die Mehrheit der Beschäftigten das so sehen wird. Mehrarbeit wird dadurch nicht verhindert. Man braucht das Gerät ja einfach nicht einzuschalten.

@ GeMe, um 13:31

re 12:43 von failedfamily

Danke für eine Darstellung, die auch einmal die Vorteile für den “Homeofficer“ darlegt.

So günstig mag das nicht für jeden sein, aber es ist schon nervig, gleich die wildesten Vermutungen zu lesen, dass das alles nur ein gegen den Arbeitnehmer gerichtetes Ziel von Heil sei.

Kenne mehrere Personen,

die mit dem Arbeiten von zu hause aus sehr zufrieden sind. Zwei davon haben dies bereits vor Corona aufgrund der Entfernung zur Arbeitsstelle praktiziert und sind „nur“ 1-2 Tage im Unternehmen anwesend. Während der starken Einschränkungen Konferenzen ausschließlich virtuell abzuhalten wurde allerdings negativ bewertet. Der "echte" und unmittelbare menschliche Kontakt und Austausch fehlte. Für eine dritte Person war es eine neue Erfahrung, aber da diese bevorzugt in Ruhe und ungestört arbeitet, möchte diese das gerne beibehalten.

Wem soll so ein Gesetz dienen?

Rahmen: Seit März war ich als Entwicklungsingenieur genau 2 Tage in der Firma, im Labor.
Die Ersparnisse für Unternehmen, Umwelt und Mitarbeiter sind - denke ich - unstrittig.
Ein Zwang dazu und "digitale Stechuhren" und so ein Kram, macht jedoch Angst vor zusätzlichem Aufwand, der die Ersparnisse zum Teil wieder auffrißt.
Wie wäre es damit: Anreize schaffen in Form von:
Schnellem Internet auf dem flachen Land.
Steuer- und abgabenfreie Zahlung des Arbeitgebers an den Mitarbeiter ermöglichen zur Einrichtung eines Arbeitsplatzes zu Hause. So 1000€ pro Jahr.
Arbeitsstättengesetz entrümpeln. Wie ich mich zu Hause hinsetze ist meine Sache und geht den Staat nichts an. Aber sobald man es "Homeoffice" nennt und nicht "Mobile Work", treffen dutzendweise Regelungen für mein Eigenheim zu.
Und: Viel Wahlfreiheit! Ein Kollege, der ohne die Kontakte im Büro unglücklich wird, darf nicht der Bürozeit beraubt werden! Nicht jeder hat es so gut wie ich. Also: Keine neuen Zwänge und Vorschriften!

/// Am 04. Oktober 2020 um

///
Am 04. Oktober 2020 um 13:43 von dino2
@Peter Kock um 12:41

>>Homeoffice .....
.... ist längst nicht für jeden Mitarbeiter geeignet denn viele brauchen einfach ein wenig "Überwachung" weil sie sonst zur Verschlampung neigen !<<

Der Spruch könnte von Friedrich Merz sein, wie der zur Kurzarbeit:

"Es gewöhnen sich zu viele daran, nicht zu arbeiten"///
.
Um das zu verhindern, kann man z.B. jeden Morgen um 8:30 Uhr einen halbstündigen Videocall einführen. Wird bei vielen Firmen so gemacht.

Und aus den nicht mehr benötigten Bürotürmen

Könnte Wohnraum werden.

Armutszeugnis

Nach wochenlanger Ankündigung jetzt über 24 Tage zu reden zeigt leider eher die Rückständigkeit der SPD. Da sind ja selbst einige konservative Unternehmen schon weiter.
Kaum vorstellbar dass so was rauskommen kann nachdem einige aktuelle Studien eine gute Kombination aus Effektivität und Teamarbeit in hybriden Arbeitsmodellen sehen. Sollten die Ideen zu digitaler Stechuhr und Arbieitssicherheit ähnlich rückständig sein wäre es wohl besser die Finger von so einem Gesetz zu lassen, sonst wird es eher schlechter.

Am 04. Oktober 2020 um 12:52 von Lyn

".......Jetzt sträubt sich der AG......"

Da helfen 24 Tage im Jahr aber auch nicht viel. Aber wieso sträubt sich der AG ? In der Firma wo ich gearbeitet habe (dort arbeiten ca. 3000 Leute in einem Gebäude) ist Homeoffice weiterhin möglich. Man hat festgestellt, das die Anzahl der bearbeiteten Vorgänge und die telefonische Erreichbarkeit besser war als vorher.

Easy going

Ich kenne gleich mehrere Menschen in unserem Bekannstenkreis, die sich im Home-Office jetzt mal vorsichtig ausgedrückt nicht überarbeiten. Ich frage mich, wie sich das für die Firmen lohnen soll, denn die verdienen ja ein volles Gehalt.

um 13:51 von Werner40

"Arbeitsstättenverordnung dringend flexibilisiert werden"

"Von verpflichtener digitaler Zeiterfassung halte ich überhaupt nichts. "

Meine Volle Zustimmung!!!
Mobile Work ist echt klasse. Und nachdem mein Arbeitgeber meine Aufgaben so bemisst, als wäre ich in der Firma, bin ich weit von Überstunden entfernt! Denn zu Hause geht es eh schneller und effektiver.

Corona sollte uns lehren, mehr Vertrauen aufzubauen, mehr auf lokaler Ebene zu regeln und Subsidiarität ganz groß zu schreiben!

Ganz ab davon: Längst haben die BWLer schon den Bleistift gespitzt und angefangen, zu analysieren, wie man mit Mobile Work die kosten senken kann.
Der soziale Aspekt: Ich muß mit denen, die aus menschlichen Gründen oder durch die Art ihrer Arbeit nicht von zu Hause aus arbeiten können, nicht um den Parkplatz, den U-Bahn-Platz oder den Platz in der Kantine konkurrieren. Alle, die zu Hause bleiben, entlasten ihre Mitmenschen, die das aus o.g.Gründen nicht können oder wollen. Eine win-win-Situation.

/// Am 04. Oktober 2020 um

///
Am 04. Oktober 2020 um 13:58 von Lyn
Und aus den nicht mehr benötigten Bürotürmen

Könnte Wohnraum werden.///
.
Dafür müssen die Wohnungen größer werden, um Platz für ein eigenes Arbeitszimmer zu schaffen. Bestenfalls ein Nullsummenspiel, eher sogar negativ.
.Zudem sind Bürotürme nicht ohne teure Umbaumassnahmen als Wohnraum geeignet.

@ 14:05 von Köbes4711

"Aber wieso sträubt sich der AG"

Das ist eine sehr gute Frage. Diese bekam meine Tochter auch nicht beantwortet. Vielleicht ist es einfach Unflexibilität.

Aber mit dem Gesetz sieht sie gute Chancen, weiterhin Homeoffice machen zu können, mindestens teilweise.

@Am 04. Oktober 2020 um 13:11 von harry_up

Zitat: "Auch Sie, nein: gerade Sie, sollten in der Lage sein, den Plan Heils als Vorschlag mit dem Ziel, ein RECHT des Arbeitnehmers zu formulieren, zu verstehen."

Und ich hatte aus oben genannten Gründen gesagt, dass es völliger Blödsinn ist, ein gesetzliches Recht vorzuschreiben, alleine schon, weil es ein Eingriff in die Privatautonomie ist.

Zitat: "Da soll doch überhaupt niemand “gegängelt“ werden, am wenigsten die Arbeitnehmer."

Doch. Zunächst natürlich der Arbeitgeber, aber perspektivisch auch die Arbeitnehmer, die infolge einer überbordenden Bürokratie zerstört werden oder erst gar nicht entstehen. Ein Apple, ein Microsoft, ein Google etc. entstehen gerade auch in D nicht, weil dessen Garagen-Start-Ups oft deshalb nicht entstehen, weil sie gegen eine Tonne an arbeitsrechtlichen Auflagen verstoßen.

/// Am 04. Oktober 2020 um

///
Am 04. Oktober 2020 um 14:06 von KowaIski
Easy going

Ich kenne gleich mehrere Menschen in unserem Bekannstenkreis, die sich im Home-Office jetzt mal vorsichtig ausgedrückt nicht überarbeiten. Ich frage mich, wie sich das für die Firmen lohnen soll, denn die verdienen ja ein volles Gehalt.///
.
Für die Mehrheit der im Home-Office Arbeitenden trifft das nicht zu.

Lieber Herr Minister Heil!

Es ist echt toll, wie Sie den Bürgern helfen wollen. Ich erkenne das auch an.

Aber in diesem Falle haben die Arbeitgeber schon aus der Not heraus getan, was Sie ihnen zu tun befehlen wollen.
Und in dem weltweit operierenden Konzern, in dem ich Arbeite, hat das völlig problemlos geklappt. Alle von unseren über 200.000 Mitarbeiter, die irgend konnten, haben von zu Hause aus gearbeitet und tun es zum großen Teil immernoch.

Bitte, Herr Minister, regulieren Sie es nicht kaputt! Die Menschen tun es ja doch schon! Echt! Ganz ohne Regeln. Und es klappt.
Nicht kaputtspielen, auch wenn es sich echt anbietet, ein paar niedliche, kleine Gesetzchen rauszubringen. Ich denke, weniger ist hier mehr. Wirklich.

Home-Office will nicht jedeR

"Kenne mehrere Personen, die von zu Hause aus sehr zufrieden sind. Zwei davon haben dies bereits vor Corona ..." Ja, ich kenne auch einige Menschen mit Bürojobs (Buchhalterin, Mediengestalter ...) die derzeit teilweise von zu Hause arbeiten. Was das allerdings mit dem Betriebsklima macht, ob es sich negativ auf die Kreativität (Mediengestalter) auswirkt ... da habe ich doch Befürchtungen.

Das Verlagern der Jobs ins Home-Office könnte auch dazu beitragen, noch mehr Tätigkeiten "outzusourcen" und an Selbstständige (bzw Scheinselbstständige) zu vergeben. Das würde letztlich bedeuten, dass die Arbeitnehmerrechte geschwächt würden.

Gerade die ArbeitnehmerInnen, die momentan gefragt sind, können ihre Arbeit sowieso nicht von zu Hause aus machen: KiTa-Personal, Krankenpflegekräfte, MitarbeiterInnen aus Behörden und a. Einrichtungen mit Publikumsverkehr, LehrerInnen, Polizei und andere Ordnungskräfte, Entsorger ...

11:57 von Berlin.Berlin

>>Macht doch nicht aus ALLEM ein Gesetz. Deutschland ist so unfassbar verbürokratisiert.
Ich finde es sollte das Recht des Arbeitgebers bleiben, ob er seine Mitarbeiter, die er bezahlt, um sich haben will. Wenn er mit homeoffice einverstanden ist-toll. Wenn nicht - muss man sich eben dran halten.<<

Ich teile Ihre Ansicht. Heil übertreibt es, sämtlichen Unternehmern und Kleinstbetrieben jede Zeile, jede Stunde der Arbeitnehmer vorschreiben zu wollen.
Ich frage mich, wann akkurat die Anzahl der Stifte, Blöcke und PC-Geräte, die auf dem Schreibtisch vorzufinden sein müssen, bürokratisch festgezurrt werden soll.
Herr Heil, ihre kommunistsischen Züge in dieser Richtung sind anstrengend, überzogen und nervig.

Bloß nicht

Ich kann mich gut daran erinnern, wie froh ich als junge Mutter war, nach der Kinderpause wieder ins Büro zu können. Endlich nicht den ganzen Tag zu Hause im Kinderchaos zu verbringen, endlich wieder mit Erwachsenen, mit den KollegInnen im Büro sprechen und Ideen entwickeln zu können, endlich wieder in Ruhe arbeiten zu können - das war total erleichternd und erfrischend.
Herr Heil, Home-Office ist eine gute Notlösung, aber nicht mehr.

12:12 von VictorJara

>> Die Bevorzugung einiger Bevölkerungsgruppen in der Gesellschaft muss endlich aufhören . Herr Heil sollte mal die Leute auf dem Bau fragen, was sie davon halten ,die dürften auch während der ganzen Pandemie schön brav weiterarbeiten . Also wenn dann bestehe ich auf eine Gleichbehandlung für alle .<<

Herr Heil soll sich gefälligst nicht in alles einmischen, was nur wieder unendliche Bürokratie zutage fördert. Und Sie haben recht wenn Sie den Punkt "Gleichberechtigung" ansprechen. Wer will denn dann noch Handwerker werden, wenn die anderen per Gesetz immer schön von Hause alles erledigen können?

12:55 von harry_up

«Aber dann muss es auf jeden Fall auch ein Menschenrecht auf einen vom Arbeitgeber gestifteten Computer und auf eine flotte Internetverbindung geben...»

Die flotte Internetverbindung liegt ja nicht einmal in Händen des AG.
Der kann noch so sehr wollen, wenn die Telecom, O2, oder die anderen Leitungsverbuddler nicht wollen. Tanzen die Bytes nur mit der Schnecke Limbo um die Wette.

Mein AG der Festanstellung ist in GL. Ich wohne in K.
Der Weg ist nicht weit / ± 15 km.
Bei gutem Wetter eine prima Strecke für mit dem Fahrrad durch den Wald. "Homoffice-Vertrauenszeit" habe ich seit 2012. Anfangs aber noch die Schnecke in der Leitung. Jetzt ist top. Köln Big City eben. Bei mir sind es in 1. Linie Foto-Daten in Massen.

Ich habe Arbeitskollegen Konstrukteure für Maschinen.
Wohnen JWD im Bergischen. So wie es dort eben ist.
Die könnten gar kein Homeoffice machen.
Mit noch mehr CAD-3D-Daten als meine Fotos.
Laden tlws. Privates aus dem Netz am Arbeitsplatz down.
Weil Schnecke at home.

um 14:06 von KowaIski

"...die sich im Home-Office jetzt mal vorsichtig ausgedrückt nicht überarbeiten. Ich frage mich, wie sich das für die Firmen lohnen soll, denn die verdienen ja ein volles Gehalt."
Wir hatte schon vorher im Büro ein guten Arbeitsklima. Jetzt mache ich morgens den Rechner an, begrüße die Kollegen auf der Arbeitsplattform, frage, was es neues gibt...wie als wär ich anwesend. Genau so reden wir über die zu bewältigenden Aufgaben, verteilen sie und melden Erledigung zurück. Wir machen unsere Freigabe-Meetings ganz normal. Nur, daß jeder ein seinen Arbeitsplatz vor sich hat und nicht in einem Besprechungsraum sitzt. Das macht vieles sehr viel einfacher und effektiver. Wenn sich das mal nicht rechnet!
Und der AG spart: Meinen Büroplatz, die Heizung, den Strom, Das Klopapier, den Kantinenplatz, den Parkplatz. Alles, was er mir noch geben muß, ist ein Laptop. Und das brauche ich in der Firma eh. Wieso soll sich das nicht rechnen?

Interessant

Bislang darf jeder sein Büro zu Hause von der Steuer absetzen, wenn dieses unbedingt nötig ist.

Mit dem Gesetz wäre das für fast jeden nötig - außer dem Bäcker im Text.

Darf nun auch jeder, der ab und zu Homeoffice macht, seine Büro-Ecke von der Steuer absetzen?
Das wird schon für die nächste Steuererklärung interessant.

Auf Kommentar antworten...

Am 04. Oktober 2020 um 13:47 von r0lt0
Heils Vorstoss eines gesetzlichen Anspruchs auf Homeoffice, geht an den Realitäten vorbei.
###
Sehe ich auch so. Wird in den meisten Fällen gar nicht durchsetzbar sein... Und das wird sich auch kein Arbeitgeber freiwillig antun...

um 14:20 von draufguckerin

Zitat:"Herr Heil, Home-Office ist eine gute Notlösung, aber nicht mehr."

Ich widerspreche hier ganz vehement. Zugleich sind Ihre Erfahrungen sehr wichtig und werden von einigen Menschen in meinem Umfeld ebenso berichtet.
Genau deswegen sage ich: Nicht kaputtregulieren und gleichschalten!

Mobile Work ist eine tolle Ergänzung zu den anderen Arbeitsformen, die wir haben.
Sobald ein Zwang daraus wird, wird es wieder schlecht.

Warum müssen Politiker immer von diesem "Vereinheitlichen" besessen sein.
Ihnen, liebe Draufguckerin, wäre Homeoffice eine Last. Mir bedeutet es sehr viel und trägt sehr zu meiner Zufriedenheit bei. Zusammen mit Homeschooling meiner Jüngsten war das ein Träumchen! Sie lernt eben aus eigenem Antrieb und besser als im Klassenraum.
Aber das ist eben unsere Erfahrung. "Gerecht" heißt eben nicht "Alle dasselbe", sondern "Jeder gleich viel von dem, was er/sie zum Glücklichsein braucht".
Und da ist eine Erweiterung der möglichen Arbeitsformen eine Bereicherung.

14:15 von draufguckerin

Es wäre hilfreich, wenn Sie meinen Nick in Ihrer Betreffzeile erwähnten... ;-)

Dass Dienstleister, Handwerker etc. ihre Tätigkeit nicht von zu hause aus verrichten können, ist mir bewusst. Aber warum sollten deshalb andere dies nicht dürfen? M.E. sollte das nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Außerdem hat es durchaus Vorteile, Arbeiten nicht mit nach Hause zu nehmen. Mir geht es gar nicht darum zu sagen, dass jede/r Homeoffice machen soll - aber da, wo es sinnvoll (Einsparung von Zeit aufgrund der Entfernung) und vom AN gewünscht ist.

Ihre Befürchtungen will ich nicht wegreden, und es ist wichtig, viele im Artikel und von Ihnen genannte Einwände adäquat zu regeln.

Aber sollen die, für die Homeoffice mehr Zufriedenheit und Vorteile bringt, deshalb darauf verzichten? Gehört dies nicht zu deren AN Rechten? Und in meinen genannten Beispielen läuft es gut.

@ falsa demonstratio am 04. Oktober 2020 um 13:11 Uhr

Ich lese jeden Artikel, bevor ich ihn kommentiere ... und bevor jetzt kommt: "Lesen und Verstehen wären zweierlei Dinge ..."

... sage ich zu diesem Satz (aus dem Artikel):
"Arbeitgeber müssten zwingende betriebliche Gründe darlegen, um das ablehnen zu können. Oder sie müssen begründen, warum sich die Tätigkeit grundsätzlich nicht dafür eignet."

Genau das ist das Gute zuviel. Bei mir wäre es sicher möglich, im Homeoffice (HO) zu arbeiten, nur macht es (auch für mich) keinen Sinn, da viele Absprachen und Arbeiten sich deutlich besser am Firmenarbeitsplatz erledigen lassen. Es käme im HO nur zu unnötigen Verzögerungen in der Abwicklung.

Dass dann mein Arbeitgeber begründen soll, warum kein HO möglich sein soll, ist der "Quatsch", den ich meine.

Ich finde, dass in Sachen HO die Entscheidung weiterhin allein beim AG liegen sollte. Ein Recht auf Mitbestimmung durch den AN braucht es an dieser Stelle nicht.

Wer kontrolliert eigentlich ...

... ob Mitarbeiter daheim tatsächlich seine 8 Stunden abarbeitet, oder stattdessen sich nicht doch nach maximal 2 Stunden nen Lenz macht??
Ach so - gar nicht, wegen Datenschutz?!?

Demnach also möglicherweise bloß ein gefundenes Fressen für Abzocker-Kollegen? (Zumindest scheinen es mehrere Nachbarn hier so zu halten ...)

Ein Bäcker kann die Brötchen in der Regel

nicht von zuhause aus backen.
auch bei der Aldi Kassiererin wird es schwierig
Erntehelfer, Maurer Gipser Flaschner, Elektriker
mir fallen da viele Berufe ein
mal wieder blinder Aktionismus
man wieder was sagte um in den Medien zu kommen

Home Office in der Datenverarbeitung der Pharma-Industrie

In unserem weltweiten Unternehmen, das sich mit Datenanalysen und wissenschaftlichem Medical Writing / Dossiers für die Pharmaindustrie beschäftigt, hat der Zwang durch COVID, vom Home Office aus zu arbeiten zu müssen, sogar fast überall einen Produktivitätsschub bewirkt. Das bestätigen eigentlich alle Teams aus allen Ländern.Zu Hause kann man sich in Ruhe viel besser konzentrieren, das haben ganz viele unabhängig voneinander gesagt. Da wir eh in internationalen Teams arbeiten, war Tele-Work bei uns auch schon vor Corona Alltag. Wir saßen immer in Konferenzräumen und die Teams aus Bangalore,Neu-Delhi,Manila,USA saßen ebenso in deren Konferenzräumen und wurden per Videochat und Raum-Mikro zugeschaltet. Nun sitzen wir eben halt alle zuhause, jeder einzeln, aber alle zusammengeschaltet.Allerdings werden sich nun die Kollegen wärmer Länder Klimaanlagen ins Heim installieren lassen. Statistik bei 40 Grad kann dann doch an Grenzen führen.

Klar, wir arbeiten mit Daten, wir haben profitiert.

Ein gesetz? Die Wirtschaft ist schon viel weiter.

Was soll eine gesetzliche Regelung. Viele Betriebe regeln das bereits mit Betriebsvereinbarungen wie z. B. 8 Tage pro Monat. Niemand muss im Übrigen von zu Hause aus arbeiten. Es wird niemand gezwungen. Dass es diese Möglichkeiten jetzt gibt hat Vorteile aber auch Nachteile. Wenn immer mehr von zu Hause aus arbeiten, rationalisiert man seinen physischen Arbeitsplatz im Betrieb auch weg. Die Betriebe wird es freuen. Miet- und Nebenkosten sinken, da weniger Platz benötigt wird. Diese Kosten trägt der Arbeitnehmer. Muss jeder mit den Fahrtkosten gegenrechnen ob sich das rentiert. Lt. Medienberichten soll es eine Pauschale für die HomeOffice Tage geben. 5€ für max. 120 Tage. Für diese Tage fällt dann natürlich die Entfernungspauschale weg. Wer da jetzt ein Geschäft macht, kann sich jeder für sich ausrechnen.
Für mich persönlich finde diese Entwicklung gut. Gesetze brauchen wir dafür aber bestimmt nicht.

Am 04. Oktober 2020 um 13:56 von paganus65

Zitat: Ein Zwang dazu und "digitale Stechuhren" und so ein Kram, macht jedoch Angst vor zusätzlichem Aufwand, der die Ersparnisse zum Teil wieder auffrißt.

Digitale Stechuhr: Sie melden sich irgendwo an. Sie geben ein: "Meine Arbeitszeit beginnt jetzt." Vor der Pause melden Sie sich ab und nach der Pause wieder an. Zum Feierabend melden Sie sich ab. Ich gebe Ihnen Recht: Vier Klicks am Tag sind furchtbar.

Zitat: Arbeitsstättengesetz entrümpeln. Wie ich mich zu Hause hinsetze ist meine Sache und geht den Staat nichts an. Aber sobald man es "Homeoffice" nennt und nicht "Mobile Work", treffen dutzendweise Regelungen für mein Eigenheim zu.

Auch da gebe ich Ihnen Recht. Nur eines noch: Der Arbeitnehmer persönlich und nicht die Solidargemeinschaft trägt seine Krankheitskosten, Reha-Kosten, Lohnfortzahlung wenn dann wegen falscher Möblierung einen Bandscheibenvorfall bekommt oder über ein unzulässig gesichertes Kabel fällt

um 14:45 von Kampfkanin

Zitat:"Wer kontrolliert eigentlich ...

... ob Mitarbeiter daheim tatsächlich seine 8 Stunden abarbeitet, oder stattdessen sich nicht doch nach maximal 2 Stunden nen Lenz macht?"

Und wer will einen Kontrollwahn? Ich nicht.
Und mein AG bestimmt, was ich bis wann zu liefern habe. Wenn ich es annehme, ist es meine Sache, wie lange ich dafür am Tisch sitze. Wenn es mir zu viel ist, muß ich es sofort sagen oder Mehrarbeit leisten, die ich dann selbst aufschreibe und abfeiere.

Mein AG bezahlt mich nicht dafür, daß ich 8 Stunden an nem Tisch sitze, sondern dafür, daß ich meine Aufgaben erledige, damit wir unsere Projekte schaffen und die Produkte liefern können.

Faulpelze erkennt man! Nicht an der Uhr, sondern an ihren Ergebnissen. Echt! Und Faulpelze will niemand.

Homeoffice...und wer baut, produziert, repariert und pflegt?

Homeoffice...klar wer sonst im Büro sitzt und seine Arbeit am PC erledigt, kann dies natürlich auch von zu Hause erledigen. Wenn er/sie einen guten Internetanschluß hat.
Aber wer denkt denn an all die fleißigen Leute, die unsere Produkte produzieren, Handwerker die reparieren, installieren und natürlich die, die in Pflegeberufen arbeiten? Abgesehen von allen Anderen, die uns das Einkaufen ermöglichen, frische Lebensmittel liefern oder den Müll entsorgen.
All diese Mitmenschen haben keine Chance auf Homeoffice sonder müssen jeden Tag sehen wie sie sich nicht anstecken und gesund bleiben. Sie arbeiten in 2-3 Schichten von Montag bis Sonntag, teilweise im Conti-Rhytmus.
Wir sollten einmal an die Bevölkerung denken, die unser Leben erst möglich macht!
Vielleicht sollten man denen mal mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen.
Jeder wird gebraucht, auch die im Homeoffice...nur diese Zahl ist gering.
Denkt an die Basis unserer Wirtschaft!

Am 04. Oktober 2020 um 14:45 von LifeGoesOn

Zitat: Bei mir wäre es sicher möglich, im Homeoffice (HO) zu arbeiten, nur macht es (auch für mich) keinen Sinn, da viele Absprachen und Arbeiten sich deutlich besser am Firmenarbeitsplatz erledigen lassen.

Niemand will Sie zwingen, Homeoffice zu "beantragen", wenn Sie das nicht für sinnvoll halten bzw. einfach nicht wollen.

Steht auch im Artikel.

12:11 von nie wieder spd

Warum sollte ein Recht auf Homeoffice nicht auch ein Menschenrecht werden?
.
wie ernst nimmt man dann Menschenrechte
wenn jeder Quatsch zu einem Menschenrecht erhoben
als nächstes das Vorhandensein von Klopapier in jedem öffentlichen WC

Am 04. Oktober 2020 um 14:51 von Sisyphos3

Zitat: Ein Bäcker kann die Brötchen in der Regel nicht von zuhause aus backen.

Schön, dass Sie Herrn Heil nochmals zitieren und damit deutlich machen, dass ihm eine differenzierte Lösung vorschwebt.

14:37 von Kaneel

>>Außerdem hat es durchaus Vorteile, Arbeiten nicht mit nach Hause zu nehmen. Mir geht es gar nicht darum zu sagen, dass jede/r Homeoffice machen soll - aber da, wo es sinnvoll (Einsparung von Zeit aufgrund der Entfernung) und vom AN gewünscht ist.<<

So bald es Vorteile für AG und AN hat, ist Homeoffice durchaus zu begrüßen. Aber... es muss und sollte nicht gleich wieder eine gesetzliche Vorschrift darauf basieren. Denn immerhin sollen und müssen Unternehmer ja genauso davon profitieren können wie Arbeitnehmer. Was sonst würde es nützen wenn es für das Unternehmen nicht mehr ertragreich und profitabel wäre?
Genau, es würde rationiert.

Rechtsanspruch auf Entschädigung?

Jetzt fehlt nur noch ein Gesetz, daß den genannten Bäcker finanziell dafür entschädigt, daß er kein Homeoffice in Anspruch nehmen kann. Sonst könnte der Eindruck entstehen, daß Heil nur eine Klientelpolitik nur für seine Wählergruppe betreibt...

@ Kampfkanin Wer

@ Kampfkanin

Wer kontrolliert eigentlich, ob Mitarbeiter, wenn sie die Bürotür hinter sich zu machen, tatsächlich 8 Stunden arbeiten? Oder läuft ihr Chef den ganzen Tag durch die Büros und guckt den Angestellten über die Schulter?

Diese konservative Anwesenheits-Kultur in Deutschland ist echt nervig. Solange die Arbeit gemacht wird, ist es doch egal, wo sich der Mitarbeiter aufhält. Und wenn er die Arbeit nicht erledigt, dann fällt das schon irgendwann auf.

Und auch im Büro arbeitet niemand 8 Stunden gleichbleibend produktiv. Es ist lange bekannt, dass bei einem 8 Stunden-Tag locker 2 Stunden für Plaudern, Kaffeetrinken, Klogänge, etc drauf gehen.
Eine 30 Stunden-Woche bei gleicher Bezahlung und gleicher Arbeitsleistung wollen die Arbeitgeber ja aber auch nicht. Auch wieder zu konservativ dafür. Es könnte sich ja etwas ändern. Furchtbar, furchtbar. Lieber alles so lassen, wie man es seit 50 Jahren kennt: 40 Stunden Woche, davon jede Minute im Büro anwesend. Bloß keine Experimente!

12:48 von humanist_deu

Ein gesetzlicher Anspruch auf Home Office wird zum Export weiterer Arbeitsplätze aus Deutschland in die Billiglohnländer führen.
.
auch ein Gesichtspunkt !

14:45 von Kampfkanin

«Wer kontrolliert eigentlich … ob Mitarbeiter daheim tatsächlich seine 8 Stunden abarbeitet, oder stattdessen sich nicht doch nach maximal 2 Stunden nen Lenz macht??»

Wer kontrolliert das nur? Das 8 Stunden Absitzen auf dem Bürostuhl.
Und wer 9 Stunden draufsitzt … der ist noch besser.

Klassische alt-japanische Arbeitsphilosophie.
Niemand geht nach Hause, bevor der Chef nicht auch geht.
Rumhucken bis der Arzt zur Reanimation kommt.

Viele Arbeitnehmer von außerhalb vom Fließband mit abgezählter Stückzahl nach evtl. sogar Akkordarbeit werden nichts fürs Rumhucken in Anwesenheitsminuten bezahlt. Dem AG kann es wurscht sein, wenn ein AN zuhause die gleiche Arbeitsleistung in 6 Stunden erbringt, für die der AG bei Büro-Anwesenheit 8 Stunden Zeit kalkuliert.

Nicht Hucken + Sitzen machen die Messlatte von Erfolg + Produktivität.

Und Ihr 2 Stunden Nachbar wird sehr bald auffliegen mit Nichtstun.
Es sei denn, er ist sowas wie das 4-fach so schnelle Duracell-Häschen.
Wenn nicht … mies.

Ich bin mir sicher...

dass das eigene Empfinden, ob Homeoffice angenehm sei oder nicht, auch von der Anzahl der Quadratmeter abhängt, die man zur Verfügung hat und der Anzahl der Personen, die da wohnen.

Und da wäre ich wieder bei den Mieten in den Städten und Familienleben.

13:14 von nie wieder spd

>>Im Übrigen wird es in 10 oder 20 Jahren keine Busfahrer mehr geben, da Busse und LKW dann autonom fahren werden.
Und sicher wird es immer Berufe geben, die nicht von zH aus erledigt werden können.
Aber die betroffenen Arbeitnehmer könnten dann ein Recht auf angemessen Ausgleich bekommen. Was bei diesen Berufen auch richtig wäre.<<

Wie beruhigend das jetzt schon mal zu wissen. Da haben ja die E-Autos, um sich auf den deutschen Markt repräsentieren zu können, viel länger gebraucht. Und zack... da haben wir schon wieder das übernächste Zukunftsmodell auf der Straße. Und alle die damit "zur Arbeit müssen", sollen entschädigt werden. Naja...

14:45 von LifeGoesOn @ falsa demonstratio

Bei mir wäre es sicher möglich, im Homeoffice (HO) zu arbeiten, nur macht es (auch für mich) keinen Sinn, da viele Absprachen und Arbeiten sich deutlich besser am Firmenarbeitsplatz erledigen lassen. Es käme im HO nur zu unnötigen Verzögerungen in der Abwicklung.

Das mag bei Ihnen so sein - ob Sie hier allerdings für alle KollegInnen sprechen wäre die Frage. Ihrer Sichtweise steht möglicherweise(!) die Perspektive von AN gegenüber, die sich durch ständiges Zwischenfragen im Arbeitsfluss erheblich gestört fühlen. Die einen möchten schnell etwas klären, die anderen werden immer wieder unterbrochen. Da gute Kompromisse zu finden, wäre die Aufgabe.

Ich finde, dass in Sachen HO die Entscheidung weiterhin allein beim AG liegen sollte. Ein Recht auf Mitbestimmung durch den AN braucht es an dieser Stelle nicht.

Anscheinend doch, wenn wie hier im Thread häufiger erwähnt wird es ein generelles Misstrauen der AG gibt, dass AN im HO nicht effizient genug arbeiten.

14:51 von Sisyphos3

«Ein Bäcker kann die Brötchen in der Regel nicht von zuhause aus backen.
auch bei der Aldi Kassiererin wird es schwierig
Erntehelfer, Maurer Gipser Flaschner, Elektriker
mir fallen da viele Berufe ein»

Auch der LkW-Fahrer bringt die Hühnchen nicht am Fahrsimulator im Arbeitszimmer zum Wienerwald. Das soll der eben so wenig, wie der Mauerer zuhause im Garten Häuser mauern soll, die nach Fertigmauern der LkW-Fahrer am Simulator zum Richtfest auf die Baustelle schafft.

Es gibt genau so viele Berufe, bei denen Homeoffice prinzipiell möglich ist, wie Bäcker, Kassiererinnen, Maurer, Kanalbauer, Tierpfleger im Zoo sind.

Die sollen die Elefanten ja auch nicht in der Garage zuhause pflegen, und für den Auslauf zum Spaziergang in den Wald mitnehmen.

Überlegen Sie mal lieber nach Berufsfeldern, bei denen Homeoffice durchaus möglich ist. Statt der ganzen, wo es eben nicht geht.

Der Bauer, der Deichbauer, der Müller, und die Müllerabfuhr sind es aber auch nicht. Auch nicht Schauspieler.

@harry_up

Keine Ahnung, welchen Beitrag Sie kommentieren wollten: Meinen ganz sicher nicht, denn meine Aussagen passen in keiner Weise zu Ihrer Kritik.
Ich bin gegen einen Rechtsanspruch und widerspreche mich auch nirgends.

Heil will Rechtsanspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr

Wenn schon Rechtsanspruch auf Homeoffice, dann auch ein Rechtsanspruch auf Homeschooling, - die Zeit ist längst reif!

um 14:56 von falsa demonstratio

Zitat:"Ich gebe Ihnen Recht: Vier Klicks am Tag sind furchtbar."

Ihre Polemik in allen Ehren. Aber sie hilft nicht weiter.
Übrigens: Die Zeiterfassung kann man auch ganz ohne Klicks machen... na ja, lassen wir das.
Um was es mir geht: Diese Daten müssen - unter Einhaltung der DSGVO - erhoben, analysiert und bewertet werden. Wenn ich sehe, was die Koleginnen aus der Perso schon über die Arbeitszeitüberwachung während der Kurzarbeit gestöhnt haben: Das bedeutet einfach, daß man ab einer bestimmten Mitarbeiteranzahl zusätzliche Verwaltungskräfte braucht! Die kosten Geld.
Je mehr gesetzliche Zwänge hier aufgebaut werden, um so unattraktiver wird das.
Also bitte: Lassen Sie doch bitte die Polemik zurücktreten zugunsten einer gemeinsamen Betrachtung des Pro und Contra.
Ihre extreme Überspitzung der Frage von Arbeitsmöbeln krankt an demselben Problem. Was wäre denn hier eine unbürokratische Lösung? Der vom AG spendierte Standardschreibtisch? Vielleicht wär es das ja. Unbürokratisch dazu.

15:02 von Jacko08 14:37 von Kaneel

So bald es Vorteile für AG und AN hat, ist Homeoffice durchaus zu begrüßen. Aber... es muss und sollte nicht gleich wieder eine gesetzliche Vorschrift darauf basieren. Denn immerhin sollen und müssen Unternehmer ja genauso davon profitieren können wie Arbeitnehmer. Was sonst würde es nützen wenn es für das Unternehmen nicht mehr ertragreich und profitabel wäre?

Aber aus welchem Grund ist es für AG denn nicht profitabel und ertragreich, wenn die Arbeitsleistung stimmt und die AN zufriedener sind? (ich spreche nur für die, die HO befürworten, nicht für die, die Anwesenheit im Unternehmen bevorzugen) AN und AG können dieses Modell doch auch über einen festgelegten Zeitraum ausprobieren und dann bewerten.

Mein Eindruck ist, dass bei einigen AG die grundsätzliche Offenheit und Bereitschaft dafür fehlt. Häufig wünschen AG Flexibilität von ihren MitarbeiterInnen - tun sich teilweise aber selbst schwer damit diese umgekehrt auch zu ermöglichen.

Grundsätzlich eine gute Idee

Ich finde diese Idee gut wegen der Vorteile fürs Klima (weniger Berufsverkehr).

Es ist aber eine weitere zusätzliche Bevorzugung von Büroarbeitsplätzen gegenüber körperlichen Tätigkeiten.

Ich wünsche mir da einen Ausgleich. Schliesslich sind es meisstens die körperlichen Berufe, bei denen aus Krankheits- und Abnutzungsgründen ein Ausscheiden vor dem eigentlichen Ruhestand notwendig wird.
Und das meisstens noch bei geringerem Gesamtlohn über das Berufsleben.

Da dürfte gerne auch mal entlastet werden.

@ falsa demonstratio am 04. Oktober 2020 um 14:59 Uhr

Sie sollten nicht immer daran zweifeln, dass ich den Artikel gelesen habe. Das ist sinnfreie Provokation.

Wir sitzen in einem Team mit 3 Personen mit 3 unterschiedlichen Aufgabenbereichen in einem Büro. Wir "leben" davon, da wir uns gegenseitig vertreten, dass wir mitbekommen, was der andere macht. Wenn nun einer oder mehrere im HO arbeiten würden, wäre eine Vertretung erheblich erschwert. Wenn aber das Recht auf HO vorhanden wäre, hätte ich persönlich keine Chance mehr für eine einwandfreie Vertretung. Das ist mein Standpunkt.

********

@ Kaneel Am 04. Oktober 2020 um 15:22 Uhr:

Auch ich als AN bezweifle, dass im HO effizient genug bearbeitet würde. Die Ablenkung durch Familie, TV, Radio oder besonders das Smartphone dürfte doch deutlich stärker sein, als die Ablenkung durch "störende" bzw. nachfragende Kollegen. Zudem wäre ein Austausch in Zweifelsfragen auch in der Gruppe (im Büro) einfacher.

********

Insgesamt halte ich eine Einmischung der Politik beim Thema HO für falsch.

Realitaetsnahe Berater wären gut..

Sehr geehrter Herr Minister, lieber Hubertus Heil.

Bitte pass doch mal auf welche Praxisbeispiele Du in Deiner PK verwendest.

"Eine Arzthelferin soll den Patienten betreuen und dann die Abrechnung von zu Haus machen."
????
Du musstest zwar noch nie außerhalb eines Büros arbeiten, vielleicht warst Du auch noch nie krank ;-), und deshalb nie in einer Arztpraxis.
Es sollte aber schon in Partei oder Ministerium Menschen geben die Dir davon berichten könnten..
Sonst kämen auch noch die letzten darauf Dich und Deine Partei nicht mehr zu wählen weil Du die Kernwählerschaft und Ihr Leben gar nicht kennst.
Deshalb fühlen Die sich dann nicht mehr gut bei Euch aufgehoben.
Es wäre so einfach,
SPD hieß einmal nicht Partei der Büromenschen...

24 Tage im Jahr sind ein Witz.

Dann lohnen sich z.b. keine Zeitkarten mehr für den ÖPNV. Eigener Arbeitsplatz mit brauchbarer Ausstattung auch nicht. Ist halt typischer politischer Kompromiss. Zum Schluss nur sinnentleert und sogar kontraproduktiv.
Ich werde meinem Arbeitgeber ganz einfach kündigen wenn er mehr als 30 Tage im Jahr im Büro abverlangt.
Habe keine Lust mehr 10h die Woche im Stau oder 15h mit der Bahn zu verbringen.
Ach so: ich arbeite jetzt auch Sa. und So. um dann unter der Woche Zeit für die Familie zu haben. Grüße an die Gewerkschaften: Ich brauch euch nicht um mein Arbeitsleben zu regeln!

Wer kontrolliert eigentlich ...

... ob Mitarbeiter daheim tatsächlich seine 8 Stunden abarbeitet, oder sich nicht doch nach maximal 2 Stunden nen Lenz macht??
Ach so - gar nicht, weil siehe Datenschutz ...

Am 04. Oktober 2020 um 15:36 von morgentau19

Zitat: Wenn schon Rechtsanspruch auf Homeoffice, dann auch ein Rechtsanspruch auf Homeschooling, - die Zeit ist längst reif!

Pädagogen halten Präsenzunterricht für unverzichtbar.

@ Kampfkanin um 14.45 Uhr "Wer kontrolliert eigentlich "

"Wer kontrolliert eigentlich ob Mitarbeiter daheim tatsächlich seine 8 Stunden abarbeitet oder stattdessen sich nicht doch nach max. 2 Stunden 'nen Lenz macht? ". Dazu gibt es z.B. Betriebsvereinbarungen, die meist auch schriftlich festgehalten werden. Ein Verstoß gegen die vertraglich getroffenen Vereinbarungen zieht normalerweise Sanktionen bis zur Kündigung nach sich.
Wenn Home-Office vereinbart ist, arbeitet man normalerweise auf einer betrieblich vorgesehenen Plattform, alles andere wäre auch schwierig, allein schon aus Datenschutzgründen (z.B. den Kunden gegenüber). Auf so einer Plattform lässt sich durchaus verfolgen, wie lange und was dort gearbeitet wurde. Wenn jemand dort nur Kochrezepte liest oder sich auf den falschen Seiten bewegt, das kann man nachvollziehen. Der Arbeitgeber darf private Mails zwar nicht lesen, aber alles andere, z.B. das Aufzeichnen, welche Websites besucht wurden, ist vom Datenschutzgesetz gedeckt. Kann man z.B. auf datenschutz.org nachlesen.

Unsere Politiker haben keine Ahnung von der echten Welt.

Ich muss mich in meinem Breuf selbst organisieren und ständig besitze ich die Hopflicht für informationen und habe eine Bringschuld der Arbeit. klingt so als wenn das perfekt von zu hause erledigbar wäre. Ist es aber nicht! Wie soll den mein Chef ohne mich auskommen bzw. noch hinter mir her telefonieren und delegieren?

15:05 von HamburgerHumanist

Es ist lange bekannt, dass bei einem 8 Stunden-Tag locker 2 Stunden für Plaudern, Kaffeetrinken, Klogänge, etc drauf gehen.
.
das ist übrigens auch ein Gesichtspunkt
der gegen Homeoffice spricht
das Fehlen sozialer Kontakte
wobei man ist ja dabei ne neue Sorte Menschen zu kreieren
der nur mit dem Handy und über Soziale Netze mit dem Mitmenschen Kontakte pflegt

@14:06 von KowaIski

>>Ich kenne gleich mehrere Menschen in unserem Bekannstenkreis, die sich im Home-Office jetzt mal vorsichtig ausgedrückt nicht überarbeiten. Ich frage mich, wie sich das für die Firmen lohnen soll, denn die verdienen ja ein volles Gehalt.<<

Haben Sie schon mal den Begriff 'Bullshitjob' gehört? Manche rechnet damit, dass bis zu 40% der Arbeitsplätze überflüssig sind.
Das geht so weit, das Unterforderung die gleichen Kreankheitssymtome auslöst wie Stress durch Arbeitsüberlastung.
HO kann hier also Menschen gesundheitlich entlasten.

Abgesehen davon ist HO in einer ruhigen Umgebung (keine Kinder oder pflegebedürftige Verwandte) viel effektiver, als wenn man ständig durch Telefon, E-Mail, Chef oder Kollegen aus dem Gedankenfluss gerissen wird. Und man hat nicht die Belastung durch eine weite Anreise ins Büro, durch die man schon vor der Arbeit müde und genervt ist.

Die gesparte Zeit wirkt dann für Aussenstehende vielleicht wie Schlendrian.

15:36 von morgentau19

«Wenn schon Rechtsanspruch auf Homeoffice, dann auch ein Rechtsanspruch auf Homeschooling, - die Zeit ist längst reif!»

So Sie ein minderjähriges schulpflichtiges Kind haben, können Sie das längst 24 Tage pro Jahr auch selbst zuhause beschulen. Wenn Sie + das Kind dies überhaupt wollen. Kinder gehen fast immer lieber zur Schule (zum Freunde treffen), als sich von den Eltern schulisch bequatschen zu lassen. So einfach ist Kindern zuhause Lehrstoff lehren, wie am PC / Laptop im Homeoffice das gleiche wie im Büro machen, nämlich ganz & gar nicht.

Schlimmstenfalls erklären Sie Ihr Kind für 24 Tage / Jahr verteilt "als krank". Obwohl es nix lieber will, als mit Mama oder Papa die Binomischen Formeln zu lernen. Wenn die älteren Semester die überhaupt noch können.

Neben halb-illegalem Notnagel: "Kind ist krank, hustet" sind viele Schulen aufgeschlossen, fragen Eltern nach zeitweise Homeschooling für die geplagten Blagen.

Homeoffice + Homeschooling ist aber wie Dreifacher Rittberger !

An alle Vorgesetzten,

die der Meinung sind, sie müssten ihre Mitarbeiter ununterbrochen kontrollieren können:

Wen habt Ihr da eigentlich eingestellt?
Warum habt Ihr unmündige Kinder genommen, wenn Ihr gut und lange ausgebildete, verantwortungsvolle Spezialisten für Eure Projekte braucht?

16:13 LifeGoesOn @ Kaneel 15:22 Uhr

Auch ich als AN bezweifle, dass im HO effizient genug bearbeitet würde. Die Ablenkung durch Familie, TV, Radio oder besonders das Smartphone dürfte doch deutlich stärker sein, als die Ablenkung durch "störende" bzw. nachfragende Kollegen.

M.E. ist das eine Frage der persönlichen Situation (die Menschen, die ich kenne, sind in der Arbeitszeit allein zu hause) und der Persönlichkeit des AN. Wer sich leicht ablenken lässt und sich nicht disziplinieren kann, ist für HO eher nicht geeignet. Werden die eigenen Arbeitszeiten der Abwesenheit der Familie angepasst, gibt es in dieser Hinsicht keine Störung. Folge ich Ihrer Argumentation sollten SchülerInnen eigentlich auch einen Arbeitsplatz in der Schule bekommen an dem diese nicht von Geschwistern, Medien gestört werden.

Zudem wäre ein Austausch in Zweifelsfragen auch in der Gruppe (im Büro) einfacher.

Beides hat Vor- und Nachteile und könnte ja 2 Tage zu hause und 3 Tage im Unternehmen bedeuten oder umgekehrt.

Am 04. Oktober 2020 um 15:48 von paganus65

Zitat: Ihre extreme Überspitzung der Frage von Arbeitsmöbeln krankt an demselben Problem. Was wäre denn hier eine unbürokratische Lösung? Der vom AG spendierte Standardschreibtisch? Vielleicht wär es das ja. Unbürokratisch dazu.

Darf ich Sie daran erinnern, was Sie (um 13:56) gepostet haben: "Wie ich mich zu Hause hinsetze ist meine Sache und geht den Staat nichts an."

Das geht den Staat sehr wohl etwas an. Die Arbeitsschutzvorschriften schützen den Arbeitnehmer vor Unfällen und Krankheiten (ob der Arbeitgeber das will oder nicht) und in der Folge die Gemeinschaft vor Krankheits- und Rehabilitationskosten. Eine enorme Leistung des des Arbeitsrechts. Mit einem neuen Schreibtisch ist das nicht getan.

Eines muss ich Ihnen allerdings zugestehen. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass eine Personalabteilung mit digitaler Arbeitszeiterfassung (mit oder ohne Klicks) überfordert sein könnte.

Am 04. Oktober 2020 um 16:13 von LifeGoesOn

Zitat: Sie sollten nicht immer daran zweifeln, dass ich den Artikel gelesen habe. Das ist sinnfreie Provokation.

Wie dem auch sei: Ihre Behauptung (um 12:55), es sei ein generelles Recht auf Homeoffice geplant, ist nicht richtig.

Unter den von Ihnen geschilderte Umständen, müsste Ihr Arbeitgeber einem "Antrag" auf Homeoffice wohl nicht zustimmen.

15:49 von Kaneel

«Mein Eindruck ist, dass bei einigen AG die grundsätzliche Offenheit und Bereitschaft dafür fehlt. Häufig wünschen AG Flexibilität von ihren MitarbeiterInnen - tun sich teilweise aber selbst schwer damit diese umgekehrt auch zu ermöglichen.»

"Am Ende des Tages" ist auch Homeoffice wie alle anderen Fragestellungen in der Arbeitswelt eine Frage von Umgangs- oder "Führungskultur" (im jeweiligen Unternehmen).

Sie schreiben sehr zurecht: "Auch Flexibilität ist Geben & Nehmen".

Größere Unternehmen scheinen mir mehr auf einem Weg von Führungskultur in dieser Richtung zu sein. Prinzipiell … aber letztlich entscheidend ist immer der Direkte Vorgesetzte. Wenn's mit dem im Büro schwierig ist … wird es im HO sicher nicht einfacher für den AN.

Darüber hinaus … muss man sich den AG auch "erziehen".
Kommt es wie bei Bewerbungsgespräch + Gehaltsforderung wieder auf Persönlichkeit an. Diese ist in der Arbeitswelt gar nicht geringer zu schätzen … wie im Privatleben auch.

Worte sind wichtig !

Am 04. Oktober 2020 um 16:22 von oooohhhh

Zitat: "Eine Arzthelferin soll den Patienten betreuen und dann die Abrechnung von zu Haus machen."
????

Meine Schwester war Zahnarzthelferin und für die Quartalsabrechnung zuständig. Dafür hat sie so um die zwei Tage gebraucht. Wenn ihr die Zeit nicht gelangt hat, hat sie den Bettel mit nach Hause gebracht.

Heimarbeit ohne Homeoffice. Selbstausbeutung ohne gesetzliche Grundlage.

@ silverbeard

Stimme allen Ihren Beiträgen zu.

Bei den körperlich belastenden Tätigkeiten sehe ich auch das Problem des späten Renteneintrittsalters. Hier alle AN über einen Kamm zu scheren halte ich für falsch.

Finde Ihren Einwand dazu sehr wichtig. Danke.

Home Office passt nicht zur deutschen Arbeitswelt

Woran aber vor allem die gesetzlichen Rahmenbedingungen schuld sind.

Das in der Corona Krise die „Hälfte aller Arbeitnehmer“ im Home-Office arbeiteten, halte ich für ein Gerücht! Viele Beamte, Angestellte in der öffentlichen Verwaltung und viele Angestellte sind quasi zu vollen Gehältern schlichtweg zu Hause geblieben. Mag schon sein, dass die and Telefon gegangen und mal eine e-Mail beantwortet haben. Wirklich Produktive Arbeit setzt aber eine gewisse Ausstattung (Mindestens jeder Mitarbeiter seinen Laptop), Arbeitsinhalte und Prozesse voraus, die so in der Regel nicht bestanden und bestehen.

Keine Firma wird jedem MA jetzt einen teuren Bereitschaftsarbeitsplatz hinstellen, nur damit der Mitarbeiter zusätzlich zum Urlaub weitere 24 Tage zu Hause bleiben darf. Dieses Gesetzesvorhaben ist weltfremd und lächerlich!

24 Tag im Jahr Home-Office

Klingt toll und ein Freund (Lokführer) freut sich schon darauf.

Einfach mal machen

Ich kann allen, die erstmal nur Probleme sehen (Netzgeschwindigkeit, interkollegiale Interaktion, Büromöbel, Rechentechnik usw.) nur sehr erst an Herz legen:

Ja, die Probleme bestehen.
*Nur wir müssen erstmal anfangen und dann die Probleme nach und nach lösen. *

Nicht den umgekehrten Weg gehen: Erst alles perfekt vorbereiten und dann anfangen.

Weil: Letzterer Weg dauert einfach zu lange. Learning By Doing ist die Wahl der Zeit.

nie wieder spd @ 13:14

Zitat: "Und sicher wird es immer Berufe geben, die nicht von zH aus erledigt werden können.
Aber die betroffenen Arbeitnehmer könnten dann ein Recht auf angemessen Ausgleich bekommen. Was bei diesen Berufen auch richtig wäre."

Warum soll irgendjemand einen Ausgleich dafür kriegen, weil er nicht von zu Hause aus arbeiten kann? Ein Recht von zu Hause aus zu arbeiten wäre Sozialismus pur.
Wer von zu Hause aus arbeiten kann, der soll es tun, wer nicht muß damit auch zurecht kommen. Es steht ja jedem frei, sich einen geeigneten Job zu suchen.

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