Kommentare

Mühsam, aber unvermeidlich

Die Suche nach den Infektionsquelle (toten Wildschweinen) zu verstärken und der Einsatz sämtlicher verfügbarer „natürlichen“ (Suchtrupps, Einsatzkräfte des THW, speziell ausgebildete Suchhunde) und technischen (Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Drohnen) bleibt bis auf Weiteres die einzige Möglichkeit, ein Übergreifen der Seuche auf Hausschweine und die Ausbreitung unter ihnen zu verhindern. Neben dieser ergänzenden Maßnahme: „Mit einem Impfstoff rechnet (...) in überschaubarer Zeit nicht. Die Reduzierung der Wildschweindichte sei daher eine weitere wichtige Maßnahme des Seuchenschutzes“

Die man daher zügig in Angriff nehmen sollte, zumal das natürliche Gleichgewicht nicht nur, aber besonders bei Wildschweinen bei der Regulierung von deren Populationsdichte längst außer Kraft gesetzt ist.

18:43 von Nettie

«Die Reduzierung der Wildschweindichte sei daher eine weitere wichtige Maßnahme des Seuchenschutzes.»

«Die man daher zügig in Angriff nehmen sollte, zumal das natürliche Gleichgewicht nicht nur, aber besonders bei Wildschweinen bei der Regulierung von deren Populationsdichte längst außer Kraft gesetzt ist.»

Aus Interesse habe ich eben mal nachgeschaut.
Bei: "http://www.heimische-tiere.de/Wildschwein.htm"

Schweinsch hohe Zahlen zum Wildschweinbestand in DEU.
Niemand weiß es wohl genau. "Mehrere Millione" sollen es sein.
Mit weiter hohen Zuwachsraten.

Keine natürlichen Feinde hat die Rotte im Wald.
Selbst für Wölfe sind die wehrhaften Schweine keine attraktive Beute.
Bären gibt es in DEU keine.

Immer mehr Maisanbau ist das Schlaraffenland der Schweine.
Sie kommen nachts zum Speisen. Tagsüber verstecken sie sich im Wald.

Nach Tschernobyl brach Verzehr von Wildschweinfleisch ein.
Teils gelten sie noch immer als "strahlenbelastet" (in Bayern).

Immer weniger neue Jäger sind.

Es ist nur eine Krankheit

Schweinepest ist nur eine Infektionskrankheit. Sie rechtfertigt nicht das Töten der Tiere. Das wäre ethisch vollkommen inakzeptabel.

19:44 von cor ruptly ru

«Schweinepest ist nur eine Infektionskrankheit. Sie rechtfertigt nicht das Töten der Tiere. Das wäre ethisch vollkommen inakzeptabel.»

Es sind sehr, sehr, sehr viele Wildschweine in Deutschland. In jedem Ökosystem, in dem sich eine Spezies wegen fehlender natürlicher Feinde übermäßig vermehrt, nimmt das ganze Ökosystem Schaden.

Der Mensch trug entscheidend zur sehr starken Vermehrung der Wildschweinbestände hierzulande bei. Agrarkultur in Monokultur als dauerhafte Flatrate für das Wilde Schwein. Die müssen gar nicht mehr in Wäldern nach Nahrung suchen, wenn auf Feldern alternativ ständig Tischlein-Deck-Dich im Angebot ist.

Mülltonnen an Rastplätzen & in Städten standen einst nicht als Orte auf der Karte des Schweins, an denen es immer was zum Futtern gibt. Auch nicht kam das Schwein einst aus dem Wald zu Futterplätzen, auf denen Menschen meinen, das hungrige Schwein füttern zu müssen.

Aus div. Gründen gibt es schlicht viel zu viele Wilde Schweine in DEU.
Ein großes Dilemma.

Einfach mehr Wildschweine

Einfach mehr Wildschweine abschießen. Und mastbetriebe die nur für den Export produzieren, schlicht schließen. Die braucht hier niemand.

19:44 @ cor ruptly ru

Dann erklären Sie den Wildschweinen,
wo sie sich in Quarantäne zu begeben
haben.

verspricht Hilfe

Gut so. Danke.
So geht gute Politik für Menschen und die Umwelt.

Infektionskrankheit?

cor ruptly ru @
Also sterben werden Sie sicher. Die Frage ist nur wie. Qualvoll und in Massen oder Sinnvoll gejagt und begrenzt.

@ werner1955

Also sterben werden Sie sicher. Die Frage ist nur wie. Qualvoll und in Massen oder Sinnvoll gejagt und begrenzt.

Ich bin kein Gegner einer Jagd. Aber Tiere einfach nur töten, weil sie eine Infektion haben, das finde ich ethisch verwerflich. Und natürlich werden nicht alle infizierten Schweine sterben. Die meisten werden überleben.

21:16 von cor ruptly ru

«Ich bin kein Gegner einer Jagd. Aber Tiere einfach nur töten, weil sie eine Infektion haben, das finde ich ethisch verwerflich.»

Man wird ja gar nicht mit der Schweinepest infizierte Wildschweine "einsammeln", und vom Rest der Bestände dann separieren können. Wer sollte das tun … und wohin sollte er die separierten Wilden Schweine hinbringen?

«Und natürlich werden nicht alle infizierten Schweine sterben. Die meisten werden überleben.»

Übertragung der Afrikanischen Schweinepest auf den Menschen wurde nie beobachtet. Dies gilt nach aktuellem Kenntnisstand als ausgeschlossen.

Für infizierte Wild-, oder Hausschweine ist die Infektion in akuter Form zu mind. 90% bis so gut wie 100% immer tödlich. Ohne dass man sie erschießt, oder anderweitig durch Menschen tötet.

Eine viel seltenere Form verläuft chronisch mit einer Sterblichkeit von etwas mehr als 10%. So ist es in Afrika … und in Europa bisher nicht.

20:09 von Bender Rodriguez

Das darf man in D nicht so einfach...
siehe Disskussion in Kleinmachnow/Stahnsdorf in Brandenburg...
Das erledigt jetzt das Virus.
Das ist nunmal alles ein Kreislauf...

 21:16 @ cor ruptly ru

1.
Verläuft die Schweinepest für dir meisten Tiere tödlich.

2.
Sie sind kein Gegner der Jagd.
Also Tiere aus Spaß zu töten ist für Sie ethisch vertretbar

Merkwürdige Ethik

@ Leipzigerin59

1. Verläuft die Schweinepest für dir meisten Tiere tödlich.

Das heißt noch lange nicht, dass wir die Tiere nur weil sie infiziert sind, vorher töten dürfen.

2. Sie sind kein Gegner der Jagd.
Also Tiere aus Spaß zu töten ist für Sie ethisch vertretbar. Merkwürdige Ethik

Nicht aus Spaß, sondern zur Ernährung darf man jagen.

22:24 von Leipzigerin59

«Sie sind kein Gegner der Jagd.
Also Tiere aus Spaß zu töten ist für Sie ethisch vertretbar.»

Jagd in DEU ist nur in ganz wenigen Fällen: "Töten aus Spaß".
Großwildjagd aus Haben-Wollen von Trophäen wie Felle, Hörner, Geweihe, Tatzen, und so was … ist dies immer.

Die große Mehrheit der Jäger in DEU sind so was wie: "Förster für Tiere".

Ich schrieb es weiter oben schon … das Ökosystem Wald ist hierzulande nicht nur durch Dürre sehr unter Druck. Auch durch Populationen best. Tierarten, die ohne natürliche Feinde im Lebensraum schlicht zu sehr zunehmen. Wenn Menschen sie nicht bejagen. Rotwild mit "Baumverbiss" an Trieben. Und Millionen von Wilden Schweinen.

Selbst weit entfernt davon, Jäger mit Schusswaffe sein zu wollen.
Auch mit Pfeil & Bogen will ich keine Tiere erschießen.
Da Pfeil & Bogen aber eins meiner Hobbys ist (aus Japan mitgebracht).
Sprach ich schon mit einigen Jägern.

Keiner von denen tötet Tiere "aus Spaß".
Schon aber für Verkauf von Fleisch. Als "Tierförster".

Die Freiheit der unternehmerischen Tätigkeit

@ Bender Rodriguez:
Und mastbetriebe die nur für den Export produzieren, schlicht schließen.

Das Tragen einer Maske finden Sie ein Verstoß gegen Freiheitsrechte, aber einem Unternehmer würden Sie so mir nichts dir nichts die Firma schließen?

Cor ruptly

Wann war ich gegen Masken?
Und der Unternehmer darf gerne alles mögliche produzieren, solange er die Konsequenzen tragen kann. Zb könnte er die Gülle für China mitschicken, anstatt hier Böden zu kontaminierten.

22:53 von cor ruptly ru

«Das heißt noch lange nicht, dass wir die Tiere nur weil sie infiziert sind,
vorher töten dürfen.»

Sie haben 2 Alternativen:

1. Die infizierten Tiere sich selbst im Wald überlassen, bis sie von ganz alleine "verrecken". Dies ist weder waidmännisch, noch ethisch, noch tiergerecht. Zusätzlich ist es völlig sinnlos.

2. Die Tiere ins Tier-Hospital bringen.
Medikamentös zur Schmerzlinderung behandeln. Beatmen. Wenn das Ende naht, bringen Sie die Tiere kurz vor dem Tod ins Tier-Hospiz. Bleibt es solange dort, bis das Tier verstirbt. Heilen von der Afrikanischen Schweinepest können Sie das Schwein auch auf der Intensivstation nicht.

2 unpraktikable Alternativen ohne Sinn.

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