Kommentare

multiresistenten Keime

"Das Syndrom, das früher vereinfachend als Blutvergiftung bekannt war, entsteht laut WHO in vielen Fällen im Krankenhaus."

Vielleicht findet ja mal jemand heraus, wie die multiresistenten Keime in unsere Krankenhäuser kommen? (Ich würde die Suche bei der Massentierhaltung beginnen.)

15:20, Nachfragerin

>>Vielleicht findet ja mal jemand heraus, wie die multiresistenten Keime in unsere Krankenhäuser kommen? (Ich würde die Suche bei der Massentierhaltung beginnen.)<<

Überall dort, wo Antibiotika in großen Mengen eingesetzt werden, entstehen Resistenzen. Werden viele verschiedene Antibiotika eingesetzt, entstehen Multiresistenzen.

In der Tiermast werden immer noch so genannte Reserveantibiotika eingesetzt. So verbrennt man diese Antibiotika schon, bevor sie in der Humanmedizin eingesetzt werden können.

Ein Verbrechen.

Das wissen die schon

Die meisten mit den Patienten, der Rest über deren Besucher, ein kleiner Teil durch die Mitbeiter.

Das Problem Tierzucht, ist Vergangenheit. Denn die Keime sind bereits resistent. Das ist wie wenn man behauptet wir könnten zurück auf die Bäume.

Jetzt müssten wir "forschen" und dazu Geld in die Hand nehmen

Verantwortungslos

Und wenn dieses Problem bekannt ist, warum handelt die Regierung nicht?! Dann hätte man wohl auch den Tod der Mutter meiner besten Freundin verhindern können..Aber die Todeszahlen in Bezug auf Corona scheinen noch immer wichtiger und sensationswürdiger zu sein...

@agora 16:13 - unfairer Vergleich

Zitat: “ ... hätte man wohl auch den Tod der Mutter meiner besten Freundin verhindern können..Aber die Todeszahlen in Bezug auf Corona scheinen noch immer wichtiger und sensationswürdiger zu sein...”

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... ich finde Ihre Sichtweise traurig ...
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... mit Covid 19 kommen wir nur deshalb so gut weg, weil sich ca. 92% aller Bundesbürger an die Regeln halten!
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... DAS ist die eigentliche Sensation, denn in anderen Ländern ist die Situation viel, viel dramatischer!
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... Sie haben aber umgekehrt in einem Punkt Recht: Eine Regierung, die selbst bei einer Corona Pandemie weiß, was zu tun ist und die Bürger erfolgreich schützt, könnte in Sachen Sepsis auch mehr tun!

@agora, 16:13

Und wenn dieses Problem bekannt ist, warum handelt die Regierung nicht?! Dann hätte man wohl auch den Tod der Mutter meiner besten Freundin verhindern können..

Es soll Probleme geben, die nicht dadurch behoben werden können, dass man sich ihrer bewusst ist. Und mit der Verbesserung einer statistischen Zahl hat man auch noch keinen Einzelfall verhindert.
Ich bedaure, was der Mutter Ihrer Freundin widerfahren ist. Aber dafür nun die Bundesregierung verantwortlich zu machen, also ich weiß nicht.

Gefährlich

Eine Sepsis wird im Krankenhaus behandelt, denn es geht hier um Leben oder Tod.

Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate der WHO
Im Rahmen des wichtigen Weltsepsitages in dieser so verwendeten faktisch falschen Aussage zu verwenden, ist höchst problematisch, weil dadurch Menschen durch Angst vor einer Infektion zu spät ins Krankenhaus kommen.

@Nachfragerin

Vielleicht findet ja mal jemand heraus, wie die multiresistenten Keime in unsere Krankenhäuser kommen? (Ich würde die Suche bei der Massentierhaltung beginnen.)

Wer will, findet den Feind seiner Wahl bei jedem Missstand. Nicht, dass ich Ihren Gedanken nicht nachvollziehen könnte. Aber es stört mich, dass, kaum dass die Tinte unter dem Artikel trocken ist, schon wieder Verantwortliche ausgegraben werden. Es macht den Profis die Suche nach Ursachen und Lösungen nicht grade einfacher, wenn man in zwanzig Richtungen forscht und aus dreißig Richtungen die Anklagen erschallen, warum man "schon wieder" versagt.

@oooohhhh (hoffentlich richtig geschrieben), 16:32

Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate der WHO
Im Rahmen des wichtigen Weltsepsitages in dieser so verwendeten faktisch falschen Aussage zu verwenden, ist höchst problematisch

Was war denn nun "faktisch falsch" an welcher Aussage? Und aus welchem Zusammenhang wurden die Zitate gerissen? Hat sich die WHO etwa gar nicht zur Sepsisgefahr geäußert, sondern zur Unfallhäufigkeit beim Bergwandern nach 17 Uhr?

@Deutsche-Elite

Im Gegensatz zu Corona braucht man bei Sepsis "nicht auf Sicht fahren". Oder wie immer man das -ich nenne es mal- "Herumgeeiere" seit März nennen will. Ursache und Wirkung sind bekannt, im Dunst lauern definitiv Eisberge und keine Riesenkraken oder der Vogel Roc.

@ um 16:35 von frosthorn

Die Tinte der ersten Berichte über gefährliche Keime, die man sich in Krankenhäusern holen kann, ist schon fast verblasst. So alt ist die schon.
Und selbstverständlich müssen als Verantwortliche immer(!) auch Politiker herhalten, die ganz ursächlich für fast jedweden Makel der Republik zuständig sind.
Da muß man noch nicht einmal suchen. Die sind bekannt als möchtegern Verantwortliche, die sich in fast jedem Fall immer noch aus der Verantwortung stehlen konnten.
Wenn nun, in der Amtszeit des Herrn Spahn, mehrere Fehler, auch im Nachhinein, auftauchen, ist er trotzdem verantwortlich, sollte schnell handeln und gestellt werden, bevor er sich in die Pharmaindustrie verabschiedet. Denn für die hat er ja früher schon mal gearbeitet. Und Beispiele anderer exPolitiker gibt es genug dazu. Es ist also naheliegend.
Allein die zögerliche und unvorbereitete Corona - Politik sollte einem Untersuchungsausschuss zugänglich gemacht werden.
Wegen Multiresistenzen müssten mehrere Minister dorthin.

@fathaland slim, 15.56h

Ich kann immer noch dazulernen.
Danke.

@agora 16:13

Aber die Todeszahlen in Bezug auf Corona scheinen noch immer wichtiger und sensationswürdiger zu sein...

-
Zehnmal mehr Tote, gut dass die Zahlen hier mal genannt werden.

Dass diese Erreger in Tieren

Dass diese Erreger in Tieren bereits multiresistent sind, ist noch lange kein Grund, Resrveantibiotika weiter präventiv in der Tierhaltung einzusetzen.
Dafür sind die viel zu wertvoll. Das muss einfach beschränkt werden. Ich glaube, es dämmert jetzt langsam auch mehr Menschen, was für ein Sprengstoff da für die modernen Gesellschaften in der Pipeline liegt. Dagegen ist unser Corona Problem vergleichsweise harmloser. Wenn unsere Antibiotika versagen und unser Vorsprung vor den Erregern aufgebraucht ist, dann werden viele Krankheiten sehr bebrohlich werden.

Ohne den heutigen Stand der Medizin, wäre Corona wie die Spanische Grippe 1918/19. hätte man damls unsere Möglichkeiten gehabt, wäre die Krankheit sehr wahrscheinlich weniger tödlich verlaufen.

15:56 von fathaland slim

Genau wie Sie schreiben, genauso ist das traurigerweise.

omg

Mit Blutvergiftung ist NICHT zu spaßen!

Hatten wir vor ca. 2 Jahren in dem Jugendzentrum, in dem ich ehrenamtlich arbeite.

Nachmittags: Bühnenaufbau, Band hilft mit, der Bassist reißt sich dabei 'n Splitter ein, denkt sich nichts dabei

21:00: Konzertbeginn, das Blut gerät in Wallung, keiner sieht beim Bassisten die schwarzen Adern im Arm wegen Tattoos!

ca. 21:15: Bassist kippt von der Bühne -> RTW+Notarzt!

War kein schöner Abend.

den Profis?

von frosthorn @

Aber wenn Profis von Anfang an, Denk und Richtungsverbote aussprechen, wie soll dann das richtige Ergebniss festgestellt werden?

Oder ist es so das das Ergebniss schon fest steht und jetzt nur noch der Weg dorthin ohne großen Schaden und aufwand gesucht wird?

@Margareta K. 17:13

Obwohl diese Keime zu den zehn größten globalen Gefahren gezählt werden, ziehen sich mehr und mehr Pharmafirmen aus der Antibiotikaforschung zurück. Laut NDR-Recherchen ist “Das Geschäftsfeld ist nicht profitabel genug“.

-
Warum regt sich eigentlich kaum jemand darüber auf, dass man das Gesundheitswesen praktisch zu hundert Prozent in die Hände profit-orientierter Konzerne gelegt hat?
Eines führt zum anderen.

Bereits in den frühen 70er Jahren...

...wies uns unser damaliger Hausarzt eindringlich darauf hin, dass mit Antibiotica (ja, das gute alte Penicillin...) viel zu sorglos und unangebracht umgegangen würde.

Wie ein Prophet sagte er damals genau das voraus, was inzwischen gang und gäbe ist:

“Wir werden Riesenprobleme mit Resistenzen bekommen!“

Von “Multiresistenz“ hat er noch nicht mal geredet, vielleicht überstieg das selbst seine Vorstellungskraft.

@16:32 von oooohhhh

>> Eine Sepsis wird im Krankenhaus
>> behandelt, denn es geht hier um Leben
>> oder Tod.

D.h. alles von Dialyse bis Amputation!

17:25, werner1955

>>Aber wenn Profis von Anfang an, Denk und Richtungsverbote aussprechen, wie soll dann das richtige Ergebniss festgestellt werden?<<

Welche Profis haben denn die Macht, solche Verbote auszusprechen?

Und wie werden sie durchgesetzt?

>> Aber es stört mich, dass,

>> Aber es stört mich, dass, kaum dass die
>> Tinte unter dem Artikel trocken ist, schon
>> wieder Verantwortliche ausgegraben
>> werden.

In der Krise suchen die Intelligenten nach Lösungen und die Dummen nach Schuldigen.

@17:23 von saschamaus75

Schwarze Adern im Arm. Wieder was gelernt. Mir hat man beigebracht, dass bei Blutvergiftung ein roter Streifen auftaucht z.B. am Arm. Außerdem, dass man regelmäßig seine Tetanusimpfung auffrischen sollte.

17:23, saschamaus75

>>War kein schöner Abend.<<

Das glaube ich Ihnen sofort.

17:37, Bernburger49

>>@17:23 von saschamaus75
Schwarze Adern im Arm. Wieder was gelernt. Mir hat man beigebracht, dass bei Blutvergiftung ein roter Streifen auftaucht z.B. am Arm.<<

Ob jetzt rot, schwarz, grün oder blau, alles nicht zu sehen, wenn der Arm tätowiert ist.

>>Außerdem, dass man regelmäßig seine Tetanusimpfung auffrischen sollte.<<

Die hilft aber nicht gegen Sepsis.

17:36, saschamaus75

>>In der Krise suchen die Intelligenten nach Lösungen und die Dummen nach Schuldigen.<<

So ist es.

@saschamaus75, 17:30

In der Krise suchen die Intelligenten nach Lösungen und die Dummen nach Schuldigen.

Danke. Die Tatsache war mir klar, aber den Spruch kannte ich noch nicht. Ich werde ihn mir merken. Er erinnert mich irgendwie an einen ähnlich tröstlichen, den ich in anderem Zusammenhang gelesen habe, aber der sich mir inzwischen fast in jeder Diskussion aufdrängt:

"Wer will findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe."

@16:58 von nie wieder spd

>> Allein die zögerliche...
Ja, einiges hätte sicher besser gehandhabt werden können.

>> ...und unvorbereitete Corona - Politik...
Ja, auch hier haben Sie Recht. Der jahrealte Pandemieplan hätte längst umgesetzt sein müssen.

>> sollte einem Untersuchungsausschuss
>> zugänglich gemacht werden.
Den es (hinterher!) wahrscheinlich auch geben wird.

ABER, was hat Corona jetzt mit Sepsis zu tun?

Eine Sepsis..

..muss erst mal im modernen Klinikalltag erkannt und als solche behandelt werden.

Wie oft eine solche übersehen wird,möchte ich nicht wissen.

und Patienten müssen bereit sein, sich behandeln zu lassen. Eine Tante meiner Frau meinte, eine Entzündung im Fuß homöopathisch und ohne ärztliche Untersuchung zu behandeln und starb binnen 5 Tagen an einer Sepsis..

@saschamaus75 17:48

ABER, was hat Corona jetzt mit Sepsis zu tun?

Nichts. Trotzdem ist das Phänomen, dass einige Gesundheitsrisiken sehr stark wahrgenommen werden, während man andere übersieht oder sogar bagatellisiert, von enormer Relevanz.

Vergleichbarkeit

Man sollte sich die Zahlen noch etwas genauer anschauen. In Deutschland werden Patienten jeder Altersgruppe (oft auch aufgrund von dringendem Angehörigenwunsch) auf der Intensivstation behandelt. Das ist in vielen anderen Ländern nicht der Fall. Genau dasselbe gilt für gewisse Eingriffe, die auch als Risiko eine Sepsis haben. Insofern sollte man sich erst einmal die Zahlen genauer gegenüberstellen: Denn die Chance, dass ein 90jähriger, schwer vorerkrankter Mensch an einer Sepsis verstirbt, steht deutlich höher als bei einem sonst gesunden jüngeren Patienten.

@17:26 von Silene

>> ..., dass man das Gesundheitswesen
>> praktisch zu hundert Prozent in die Hände
>> profit-orientierter Konzerne gelegt hat?

Ähh, das Problem hat einen Namen: KAPITALISMUS!

17:37 von Bernburger49

Was hat eine Tetanusimpfung mit einer Sepsis zu tun?

Aber um es etwas zu relativieren:

Antibioticaresistenz ist nichts, was erst in den letzten Jahrzehnten vom Menschen “heraufbeschworen“ wurde.

Sie gab es schon immer, denn schließlich haben die Bakterien und Pilze, die sie schon produzierten, bevor der Mensch die Erde besiedelte, diese zu ihrem eigenen Schutz hergestellt und damit feindliche Stoffe neutralisiert.
Sie selbst waren/sind dagegen von Natur aus resistent.

Antibioticaresistenz gibt es - das kann kaum verwundern - ganz natürlich - auch bei Einzellern, Viren und auch bei Parasiten.

@17:55 von Silene

>> ...während man andere übersieht oder
>> sogar bagatellisiert,...

Ähh, ist der Welt-Sepsis-Tag nicht genau dafür da?

AIDS ist z.B. auch ein 365-Tage-Problem. Der Welt-AIDS-Tag ist der 01.12. jeden Jahres.

@saschamaus75 17:56

Ähh, das Problem hat einen Namen: KAPITALISMUS!

Dann ist es vermutlich nur konsequent, wenn demnächst auch alle Forschungs- und Bildungs- und Kultureinrichtungen nach diesen Maßstäben geführt werden?

gesundheitsministerium-jede-dritte-blutvergiftung-endet-toedlich

Lieber fathaland slim,....auf die Zeilen der Nachfragerin 15:20 antworten Sie :"Überall dort, wo Antibiotika in großen Mengen eingesetzt werden, entstehen Resistenzen. Werden viele verschiedene Antibiotika eingesetzt, entstehen Multiresistenzen.

In der Tiermast werden immer noch so genannte Reserveantibiotika eingesetzt. So verbrennt man diese Antibiotika schon, bevor sie in der Humanmedizin eingesetzt werden können.
Ein Verbrechen."

Jaaaa, ich stimme Ihnen absolut zu !
Ein Verbrechen !!!
Ich denke, der Satz von "Ursache & Wirkung" ist hier klar erkennbar : Massentierhaltung kann nur =>"funktionieren", wenn man gleichzeitig =>Massen an Antibiotika einsetzt, sonst ist im Nu, der ganze Stall tot!

Und genau , wenn man gleichzeitig auch die sog. Reserve-Antibiotika verfüttert, haben wir für die Humanmedizin künftig keine "letzte Chance", denn "neue Antibiotika" sind aus =>Pharmasicht nicht ausreichend Gewinn-optimierend, um laufend weitere forciert zu entwickeln !

Relationen

Und alle reden nur von Corona! In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2020 ca. 450.000 Menschen gestorben, davon ca. 9.000 an Corona (2% der Toten, 0,5% der daran Erkrankten) und ca. 45.000 an Sepsis (10% der Toten, 30% der daran Erkrankten!) und weitere knapp 400.000 (88%) an anderen Krankheiten, Süchten, Unfällen und Suiziden. Sind uns denn nur die 2% Corona-Toten wichtig? Und die anderen 98%, die z.T auch sehr elendig gestorben sind? Sind die unbedeutend?
Auch viele dieser Toten könnte man vermeiden, wenn man genauso konsequent wie bei Covid-19 gegen die Ursachen vorgehen würde (Hygiene, insbesondere in Krankenhäuser; kein Alkohol und Tabak; gesunde Ernährung anstelle von Fertigerzeugnissen, die reich an Zucker und gesättigten Fettsäuren sind; ...).
Insofern ist das ganze Theater um Corona absolut unlogisch und einfach nur hysterisch! Es gibt ganz andere Bereiche, würde wir bei denen ähnliche Standards wie bei Corona anlegen, könnte wir viel mehr Menschenleben retten.

gesundheitsministerium-jede-dritte-blutvergiftung-endet-toedlich

Liebe Deutsche Elite, Sie schreiben mir "aus der Seele", wenn Sie feststellen :"Eine Regierung, die selbst bei einer Corona Pandemie weiß, was zu tun ist und die Bürger erfolgreich schützt, könnte in Sachen Sepsis auch mehr tun!"
Ja !
Allerdings, müssten wir ....zu diesem Zweck,...einen Fachmann als Gesundheitsminister haben !
Was aber haben wir ? Einen Dillettanten !

Ich gebe gerne zu, Spahn "bemüht" sich !
Aber auch redliche Mühe kann mangelndes Wissen nicht ersetzen !

Sepsis und Corona - 2 gefährliche Infektionskrankheiten

Es ist gut, dass darauf hin gewiesen wird, das es noch andere und schlimmere Infektionskrankheiten als sars cov 2 gibt.

Ich habe da schon vor Monaten darauf hingewiesen.

Man sollte daher mal die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen wegen Corona damit vergleichen.

Der Infektionsweg ist zwar nicht der selbe, aber man muss sich ja auch irgendwo anstecken...

So einfach ist Alles?

Ähh, das Problem hat einen Namen: KAPITALISMUS!"
Dann gibt's in Venezuela oder Kuba keine Blutvergiftungen oder dort stirbt Niemand dran? Sie haben ein sehr einfach gestricktes Bild von der Welt, das wird auch durch Großbuchstaben nicht einleuchtend.

@18:15-Relationen und Verhältnismäßigkeit

Ich finde Ihren Kommentar absolut richtig. Genau das, was ich auch schon lange sage.

Gut. Im März hatte die Regierung die Kontrolle über das Geschehen verloren gehabt. Bzw man hatte nie wirklich Kontrolle darüber. Viele Menschen in den Heimen starben, weil es keine Schutzkleidung gab.

Schwamm drüber. Sollen die Gerichte entscheiden, ob die Regierung eine Schuld trifft.

Aber jetzt weiß man genug, um den pandemischen Ausnahmezustand zu beenden. Corona ist für die meisten von uns ungefährlich. Und die, für die es das nicht ist, die müssen wir weiterhin gut genug schützen.

Dabei ist es gut, wenn sich möglichst viele Infizieren und immun werden. Sag ich seit Monaten. Endlich traut sich auch mal einer der Virologen (Prof. Streeck) das so zu formulieren.

@18:12 von Silene

>> Dann ist es vermutlich nur konsequent,
>> wenn demnächst auch alle Forschungs-
>> und Bildungs- und Kultureinrichtungen
>> nach diesen Maßstäben geführt
>> werden?

Wenn Sie darunter verstehen, Gesundheitswesen, Bildungssystem, Wasser- & Energieversorgung, Infrastruktur (ÖPNV, Fernverkehr (Bahn), Fahrradwege), sozialer Wohnungsbau, Stadtreinigung/ Müllabfuhr u.s.w. gehören wieder zu 100% in öffentliche Hand, haben Sie mich richtig verstanden. Genau das meine ich.

Sicher sollte es auch Industriezweige geben, die wegen Innovation privat bleiben. Aber z.B. das Gesundheitssystem muß NICHT innovativ sein bzw. Profite erwirtschaften, sondern (IMO) Kranke gesund machen...

Ist aber nur meine persönliche Meinung.

@15:56 von fathaland slim @15:20, Nachfragerin

// In der Tiermast werden immer noch so genannte Reserveantibiotika eingesetzt. So verbrennt man diese Antibiotika schon, bevor sie in der Humanmedizin eingesetzt werden können.
Ein Verbrechen.//
So ist es.
Die Keime (@Nachfragerin) kommen in erster Linie mit(!) den Patienten ins Krankenhaus. Durch Mangel an Hygiene, teils auch durch fehlende bzw. zu späte Diagnostik kommen andere Patienten mit diesen Keimen in Kontakt. Was die Hygiene betrifft: Hier ist der Personalmangel das größte Problem. Hygiene kostet Zeit und damit auch Geld. In unserer Notaufnahme hatten wir für nur wenige Wochen das niederländische Modell übernommen, dann kam die Ansage: Zu teuer! Man hat auch wenig Interesse, zu erfahren, ob unterm Personal Keimträger sind. Die dürften dann ja nicht einfach weiterarbeiten.Wer da am Ende die Verantwortung trägt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es ein Trauerspiel ist und wohl vorerst auch bleibt.

@18:25 von ONYEALI

//Ich gebe gerne zu, Spahn "bemüht" sich !
Aber auch redliche Mühe kann mangelndes Wissen nicht ersetzen !//

Das nötige Wissen könnte er sich sicher aneignen. Ich fürchte, es liegt an mangelndem Interesse.

@harry_up 18:01

Antibioticaresistenz ist nichts, was erst in den letzten Jahrzehnten vom Menschen “heraufbeschworen“ wurde.

Resistenzgene bzw. Plasmide sind keine menschliche Erfindung, sondern eine Resultat der Evolution. Das Problem ist aber, dass der maßlose Einsatz von Antibiotika dazu geführt hat, dass es diese Resistenzen heute viel stärker verbreitet sind. Multiresistenzen gegen Antibiotika waren vor ein paar Jahrzehnten noch völlig unbekannt.

Zusatz @18:12 von Silene

Frage: "Warum wird ein Medikament entwickelt?"

A) um Profit zu machen
B) um die Krankheit zu heilen

Wenn Ihre Antwort A lautet, sollten Sie evl. Ihr System überdenken.

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