Ihre Meinung zu: Johnson schwört Abgeordnete auf harten Brexit-Kurs ein

12. September 2020 - 15:15 Uhr

Seit Tagen streiten die EU und Großbritannien über das "Binnenmarktgesetz", mit dem Premier Johnson den mühsam ausgehandelten Brexit-Deal ändern will. Nun wirbt er in den eigenen Reihen für das Gesetz - und das scheint nötig.

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Kommentare

Tja

"Bis zu 30 Abgeordnete seiner Konservativen Partei wollen nach einem Bericht der "Times" gegen das Änderungsgesetz stimmen. "

Ganz offensichtlich gibt es noch einige Tories, die vor einem offenen Bruch internationaler Verträge zurückschrecken.
Allerdings ist das Vorgehen der Regierung ein schönes Signal an alle Länder, die in Zukunft mit den Briten über Handelsabkommen verhandeln werden:
Im Zweifel werden sich die Briten nicht dran halten.

Johnson schert sich offenbar nicht um Recht oder Unrecht.
Hauptsache er kann seine Linie durchziehen. Und die Schuldigen sitzen ja ohnehin in Brüssel.
Auch für die zu erwartenden erheblichen Negativen Folgen des Brexits wird Johnson die EU als Sündenbock präsentieren.
Dabei hat er durch seine "Politik" den Karren vollständig selbst in den Dreck gefahren...

Ich bin mir sicher...

Johnson zieht sein Ding durch. Und er wird es zu Ende bringen. Und er wird erfolgreich damit sein. Und vermutlich wissen das auch die, die hier immer gegen schießen.

Wenn die EU "Stärke" zeigen würde, wäre das

Problem schneller erledigt: Verhandlungen abbrechen, bis GB sich wieder an die Regeln hält.
Egal was die Briten dann auch für Anschuldigungen vorbringen, alle wissen, woher die Quertreiber kommen: Johnson und seine Torries.
Da ja in diesem Jahr bisher keinerlei Annäherungen stattgefunden haben, werden diese auch bis Ende Oktober nicht mehr kommen. Oder denkt man in Brüssel, dass Johnson ganz kurz vor Schluss noch einknicken wird?
Johnson ist ein Sturkopf. Er hat bei der Corona-Bekämpfung in seinem Land versagt, er wird sein Land auch in die wirtschaftliche Katastrophe führen.
Die Briten könnten einem leidtun, aber sie haben
für den Brexit gestimmt. Sollen sie die Suppe eben auch auslöffeln.

GB

da sehen wir was passiert wenn Politiker nicht nach Recht und Gesetz handeln, sondern sogar internationale Verträge brechen wollen und die Schuld versuchen. nur welche Seite Recht hat weis keiner den die Verhandlungen werden ja hinter verschlossenen Türen geführt und somit kann jeder behaupten die andere Seite ist Schuld.

Excellence in Governance

Rechtskonservative Minderleister wie Johnson scheinen sich in Sachen Unseriösität, Unberechenbarkeit und Vertragsuntreue gerade bei China abzukupfern. Die dortigen Ultranationalisten um Xis Einparteiendynastie hatten dem UK und der UNO gerade zu Verstehen gegeben, dass ein völkerrechtlicher Vertrag wie das Handoverabkommen aus den 1980ern das Papier nicht wert ist auf dem es steht. Autonomiestatus flöten, Ansehen als irgendwie verlässlicher Partner perdu. Gesichtsverlust!

Er macht's also genauso mit der EU. Ganz große Staatskunst.

Dass der Mann ein windiger Eliteschule-'Brat' ist und sich nach Jahrzehnten immer noch so verhält, erntet ja regelmäßig Begeisterungsstürme unter deutschen EU-Feinden einer ganz bestimmten Partei (deren Anhänger glauben sowas sei "Politikmachen").

Das UK hat wahrlich besseres verdient. Tory-Expertise: Ein sehr großes Warnschild mit einem Männchen drauf, dass sich gerade in beide Knie schießt. Aufgestellt Richtung Meer direkt an den Klippen von Dover.

Reisende soll man nicht aufhalten

Knickt die EU vor Johnson ein, wird dies der Anfang vom entgültigen Ende der EU sein! ERPRESSUNG GEHT HAR NICHT! Es wird auch noch ein England nach Boris Johnson geben!

Am 12. September 2020 um 16:56 von Michael Klaus Möller

Zitat: welche Seite Recht hat weis keiner den die Verhandlungen werden ja hinter verschlossenen Türen geführt und somit kann jeder behaupten die andere Seite ist Schuld.

Ich weiß nicht, ob der Vetrag, den Großbritannien brechen will, öffentlich ist.

Darauf kommt es aber auch nicht an, wenn GB schon eigestanden hat, den Vertrag brechen zu wollen.

Mir fehlt die Phantasie, mir vorzustellen, wie die EU an dem offenen Vertragbruch schuld sein soll.

Könnten Sie das bitte erläuern?

@16:47 von Seebaer1

Ob Johnson mit seiner Politik durchkommt, hat er nicht im Griff, da es die Entscheidung der EU ist, ob sie ihn scheitern oder gewähren lassen wird.

@ Seebaer1 (16:47): Nein das glaube ich nicht

hi Seebaer1

Nein das glaube ich nicht. Die EU wird Johnson zu recht auflaufen lassen!! Der will nur erpressen und das darf die EU dem nicht durchgehen lassen. Die Eu mus ihre Reihen geschlossen halten.

Von daher bin ich auch froh, dass die EU dem bereits mit Klageweg droht. Richtig so!!

Johnson wird mit diesem Erpressungstrick und den Lügen mit dieser angeblich abgeschnittenen Lebensmittelversorgung nicht erfolgreich sein. Außerdem muss England seine Versorgung selber sichern.

Es gibt nur eine

Es gibt nur eine Lösung:Abruch der Gespräche und eine Wiederaufnahme wenn die britische Regierung alle bisher vereinbarten Verträge einhält. Auch wenn es in dieser schweren wirtschaftlichen aller Staaten (Covid-19) nicht abträglich erscheint. Aber die EU muss auch mal Linie halten. Auch wenn die Zeit drängt und ein ungeregelter Austritt zu befürchten ist.

Die EU muss hart bleiben und darf sich nicht erpressen lassen

Die EU muss absolut hart bleiben und Johnson auflaufen lassen. Nochdazu denke ich, dass es sich bei dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/brexit-johnson-eu-101.html

In seinem Beitrag erhebt Johnson schwere Vorwürfe gegen die EU: Der Staatenbund plane, eine "Lebensmittel-Blockade" zwischen Nordirland und dem Rest von Großbritannien zu errichten, also die Lieferung von Lebensmitteln zwischen den Landesteilen deutlich einzuschränken. Der gültige Deal ermögliche in seiner jetzigen Form der EU solche Befugnisse und der Chef-Unterhändler Michel Barnier habe gedroht, diese auch auszureizen, schrieb Johnson. Das würde die Souveränität und den Zusammenhalt Großbritanniens gefährden.

um einen ganz billigen Erpressungstrick und um eine Lüge handelt. Johnson will auf die Tränendrüse drücken. Aber damit kommt der bei mir nicht durch. Bei mir beißt der auf Granit.

17:07 von falsa demonstratio

„Mir fehlt die Phantasie, mir vorzustellen, wie die EU an dem offenen Vertragbruch schuld sein soll.

Könnten Sie das bitte erläuern?“

Auch ohne Phantasie sagt mir die Erfahrung, dass für UK und „EU-Kritiker“ die Schuld bei der EU liegen wird.

Wenn der Schuldige schon feststeht wird man schon einen Grund dafür finden.

Gelehriger Schüler

BJ will also seinem Guru DT nacheifern: Was das Brechen oder Ignorieren völkerrechtlich gültiger Verträge oder Mindeststandards an Anstand angeht, scheint er seinen Lehrmeister noch übertreffen zu wollen. Ein Dreamteam für jeden, der Politik in jeder Form für ein schmutziges Geschäft hält. Zum Glück hat sich das Europäische Parlament deutlich positioniert: Bricht BJ den Austrittsvertrag, gibt es keine weiteren Verträge mehr mit ihm. So sollte man übrigens auch mit DT umgehen...

Nur 30? Dann ist es ein gutes Gesetz

Selbst in den eigenen Reihen erntet Johnson mit seinem harten Kurs Kritik: Bis zu 30 Abgeordnete seiner Konservativen Partei wollen nach einem Bericht der "Times" gegen das Änderungsgesetz stimmen.

Wow. 30. Soll Schlimmeres geben. Das reicht ja immer noch locker für eine Mehrheit. Go on Boris!

Das Brexit-Gesetz ist sowieso nur für die Übergangsphase relevant. Und die endet bekanntlich am 31.12.2020.

@ einbuerger65 (17:11): stimmt zusätzlich ungeregelt vorbereiten

hi einbuerger65

mit dem hier haben Sie recht:

Es gibt nur eine Lösung:Abruch der Gespräche und eine Wiederaufnahme wenn die britische Regierung alle bisher vereinbarten Verträge einhält. Auch wenn es in dieser schweren wirtschaftlichen aller Staaten (Covid-19) nicht abträglich erscheint. Aber die EU muss auch mal Linie halten.

korrekt. Aber zusätzlich dazu auch einen ungeregelten Austritt vorbereiten. Auch mit Zöllen gegen England.

Verträge

Wer, der bei klarem Verstand ist, würde mit jemanden, der einen vorherigen Vertrag mit Füßen tritt, einen neuen abschließen?

Erfüllt ihm doch seinen Wunsch nach einem harten Brexit. Dann kann kann er endlich ungehindert mit Trump Handel treiben. Der ist auch dafür bekannt, dass er Verträge, die ihm nicht passen einfach kündigt.

Das wird ein Spaß.

Und das hier ist Stuss - Die Abgeordneten brauchen eine Mehrheit

Und das hier ist Stuss:

Abgeordnete, die gegen das Gesetz stimmen wollten, gefährdeten die Chancen auf einen Handelspakt zwischen London und Brüssel, warnte Gove.

nicht drauf eingehen! Diese 30 Abgeordneten brauchen eine möglichst große Mehrheit um dieses Gesetz zu stoppen. Dieses Gesetz gefährdet eine Wiedervereinigung zwischen der Republik Irland und es gefährdet Nordirland auch wirtschaftlich durch

a) eine harte Grenze
b) Zölle.

Dagegen kommt Nordirland alleine nicht an. Nordirland kann sich wirtschaftlich alleine nicht halten. Genau deswegen ist eine Wiedervereinigung mit der Republik Irland besser und danach der EU-Beitritt eines wiedervereinigten Irlands, Schottlands, der Shetland-Inseln und der Orkney-Inseln.

Die Grenzschließung an der Ostseite Nordirlands zu England und auf der Westseite zu den USA muss vorbereitet werden. Zusätzlich dazu muss auch die Republik Irland ihre Grenzen an der Ost- und Westseite schließen. Gleiches bei Schottland.

Genau so - Verträge binden beide Vertragsparteien

Genau so:

Widerspruch aus dem EU-Parlament
Vertreter der EU sind jedoch genau der gegenteiligen Ansicht. Die Fraktionsspitzen des Europaparlaments betonten etwa: "Sollten die britischen Behörden das Austrittsabkommen durch das britische Binnenmarktgesetz verletzen oder drohen, es zu verletzen, ob nun in jetziger Form oder anderer Form, wird das Europaparlament eine Vereinbarung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich unter keinen Umständen ratifizieren."

Pacta sunt servanda. Das muss auch England ganz deutlich klar sein. Ein Vertrag ist immer mindestens zweiseitig oder mehrseitig, aber niemals nur von einer Seite. Die EU darf sich nicht erpressen lassen. Ein Vertrag bindet grundsätzlich immer beide Vertragsparteien - oder bei mehreren Vertragsparteien - immer alle Vertragsparteien.

Johnson schwört Abgeordnete auf harten Brexit-Kurs ein....

Was aber ist der inhaltliche Streitpunkt ? Es geht um das sogenannte Binnenmarktgesetz.Die EU möchte nicht,daß sich London vorbehält,nach dem Ende der Übergangszeit,eventuell die Industrie zu subventionieren(Industriepolitik).Da möchte Brüssel ein Vetorecht.

Und weiter steht in dem Artikel was vom harten Brexit.Und wenn der die Briten so schrecklich treffen wird,ja dann können sich die Deutschen doch einfach zurücklehnen.Oder doch nicht ?

@ Demokratieschue...

"Die EU muss hart bleiben und darf sich nicht erpressen lassen"

Zumindest nicht, solange Boris Johnson sich nicht als Schleuser oder Brandstifter betätigt.

@Seebear1, 16:47 - Sinkendes Schiff...

Erstaunlich woher Sie Ihren Optimismus nehmen. Wie die meisten anderen glaube ich aber, dass Johnson den Karren damit direkt gegen die Wand fahren wird. Seine Regierung hat bereits bei Corona kläglich versagt, nun fogt das Brexit-Desaster. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Schottland das sinkende Schiff verlässt.

Ja, so kann man alles überkreuz drehen!

Es schießt hier NIEMAND gegen Johnson, sondern der schlägt gegenüber dem Partner EU wild um sich. Vermutlich steht England vor der Pleite, und er möchte erreichen, dass er der EU dafür die Schuld geben kann! Modell Trump: China ist schuld an Corona in Amerika. Könnte man auch Blitzableitermodell nennen.

Warum weiß er nicht, was er will?

Johnson hatte dem Vertrag selbst zugestimmt, jetzt ist er aber wieder dagegen? Was soll das? Kann er nicht mal vorher nachdenken, bevor er einen Vertrag unterschreibt?

Genau so hat er bei Corona rumgeeiert, heute hü, morgen hott, deshalb wurde UK so schlimm durch Corona verwüstet.

Die Briten tun mir leid ...

Harter Brexit

Er will bestimmt das Beste für sein Land aus den Verhandlungen holen, was ist daran auszusetzen?

17:29 von Bernd Kevesligeti

Zitat:" dann können sich die Deutschen doch einfach zurücklehnen.Oder doch nicht ?"

Wieso "die Deutschen"? Es geht hier um einen Vertrag, den die EU mit dem UK geschlossen hat, von BJ persönlich unterschrieben. Wenn die Unterschrift des Herrn Johnson offensichtlich das Papier nicht wert ist, auf dem sie sich befindet, ist das erschreckend und zwar für alle Beteiligten. Übrigens stimmt auch nicht, was Sie weiter oben schrieben. Es geht darum, dass BJ mit seinem Binnenmarktgesetz die lange verhandelten Regelungen im Austrittsvertrag bzgl. Nordirland aushebeln möchte mit allen schrecklichen Konsequenzen für die Iren, die das haben könnte.

Vor ein paar Monaten dachte ich noch,

die Briten werden so in 3-4 Jahren wieder um den Eintritt in die EU nachsuchen. Wenn ich diese Politik von Johnson sehe, glaube ich das geschied spätestens in 2 Jahren. Der Mann richtet GB zugrunde. Mir würde als Brite Angst und Bange werden. Ich würde mir nur wünschen, daß, wenn, und sie wird es, diese Regierung von den Briten aus dem Amt gejagt wird, daß die Menschen auch nicht vergessen, wie manche Medien in GB diesen Wahnsinn gestützt und forciert haben.

Asterix hatte dann wohl doch recht.

17:29 von Bernd Kevesligeti

«Und weiter steht in dem Artikel was vom harten Brexit. Und wenn der die Briten so schrecklich treffen wird, ja dann können sich die Deutschen doch einfach zurücklehnen. Oder doch nicht ?»

Was für eine arg mindersichtige Sichtweise. Internationaler Handel ist kein Tennismatch, das dann einer der Kontrahenten spätestens im Tiebreak des 5. Satzes gewinnt. Handelserschwernisse durch Zölle, die ohne jeden Sinn sind, beeinträchtigen beide Seiten ohne Notwendigkeit.

Das Match mit dem Ball geht (sozusagen) immer weiter, bis einer der Spieler mit Krämpfen in Armen, oder Beinen, am Netz zusammenbricht. Wenn Boris J. meint, er müsse sich nicht mehr im Namen des UK an Abkommen halten. Ist er schon als Balljunge vollkommen unterqualifiziert.

Wahrscheinlich schwebt er auf so einer Art "Innerer Erfolgswelle". Hat GB doch das Freihandelsabkommen der EU mit Japan gerade eben so auch für GB alleine weiter gültig gemacht. Zu > 95%, im Bereich "Digitales" geht die Neue Übereinkunft noch weiter.

Der Jonson rechnet wohl so,

Der Jonson rechnet wohl so, dass man ja schon einmal als wortbrüchige Piraten einstmals mit dem Blut und der Freiheit vieler Völker ein Weltreich aufgebaut hat. Dann versuchen wir das doch jetzt einfach mal mit der EU wieder so. Da hocken ja genug Träumer drin, die lange genug nicht checken, wenn man sie übern Tisch zieht.

Am 12. September 2020 um

Am 12. September 2020 um 17:13 von Demokratieschue...
Die EU muss hart bleiben und darf sich nicht erpressen lassen

ich geben Ihnen recht, letztlich wusste er doch, was er unterschreibt.

Am 12. September 2020 um

Am 12. September 2020 um 17:17 von Messi
Nur 30? Dann ist es ein gutes Gesetz

Ich denke, da unterliegen Sie einem Irrtum. Der Vertrag regelt - soweit mir bekannt - eben die Zeit nach der Übergangsphase :
// Der Pakt soll die wirtschaftlichen Beziehungen ab 2021 regeln. Dann endet die Brexit-Übergangsfrist, in der Großbritannien noch zu Binnenmarkt und Zollunion gehört. Ohne Vertrag drohen Zölle und andere Handelshemmnisse. //

@Hackonya2, 17:57 Uhr

Die Briten werden die Leidtragenden der Politik von Boris Johnson sein - und das ist bitter.

Johnson will

den harten Brexit, warum erfüllt die EU nicht den Wunsch. Der wirtschaftliche Schaden wird das Königreich wesentlich härter treffen als die EU Staaten

von Peter Meffert 17:58

Es geht um einiges:Sicher auch die Fischereizone aber auch um die künftige Industriepolitik.Hier will die EU künftige Subventionen verhindern.
Und wenn es auch um Nordirland geht,warum sollen sich Deutsche da so echauffiert zeigen ?

17:57 von Hackonya2 | Pacta sunt servanda

"Er will bestimmt das Beste für sein Land aus den Verhandlungen holen, "

Bestimmt will er das. Bislang wollte er allerdings nur das Beste für seine Ego herausholen

"was ist daran auszusetzen?"

Vertragsbrüchigkeit ist keine Empfehlung für andere Vertragspartner, mit Großbritannien Verträge abzuschließen.

Pacta sunt servanda, wie der vornehme Engländer sagt.

Ewige Gestrigen

Das was man jetzt sieht in GB ist die Quittung wo die niedrige Beteiligung an dem Referendum hinführt. Diejenigen die noch in der Phantasie leben vom Commonwealth und Great Britannien werden das Land in das Verderben stürtzen . Johnson meint er regiere im Sinne des Volkes, doch er verschätzt sich . Die Eu soll jetzt die Verhandlungen beenden und ihn machen lassen.

@Seebaer1

Lustig, das weißt du also? Ich hab ganz stark das Gefühl das auch die Entscheidung der Johnson-Wähler darauf basierte dass die das ganz ganz fest gewusst haben wie toll jetzt alles werden wird. Brüder im Geiste sozusagen.

Dann kann ja überhaupt nix mehr schief gehen bei euch - das weiß ich einfach xD

Denke Menschen müssen erleben um Denken zu können

Normalerweise so denken viele haben diese Politiker keine Chance sich durchzusetzen, sie haben trotzdem eine Mehrheit hinter sich, sie glauben den Lügen dieser Politiker.

Denke die Mehrheit der Menschen müssen erst das Dilemma erleben, am eigenen Leib, um vernünftig denken zu können.

Bis dahin haben Lügner und Diktatoren dazu zähle ich BJ und DT eine Mehrheit hinter sich.

Bin gespannt ob dieser Beitrag erscheint.

EU wird klein beigeben

Ich bin überzeugt das die EU klein bei geben wird nach dem Motto:
Wir können Irland nicht alleine lassen!

Somit wird BJ gewinnen!

Sich nicht an internationales

Sich nicht an internationales Recht zu halten würde der britischen Demokratie und ihrem Ansehen in der Welt schwer schaden. Wer wollte mit so einem Land noch Verträge abschliessen wollen ? BJ scheint völlig von der Rolle zu sein und seine Partei scheint ihn nicht stoppen zu wollen. Was für eine lose-lose Position.

Wie bei Trump

Es ist letztlich wie bei dem großen Vorbild in Amiland, BoJo will seinen Egotrip durchziehen, sprich No-Deal. Welche Folgen das für viele Briten hat, shit happens, ein grosses Spiel für einen Eton-Boy...und keiner soll in Gb sagen, sie hätten es nicht gewusst, es war alles schon vor der letzten Wahl bekannt.

@ Schabernack

„Internationaler Handel ist kein Tennismatch, das dann einer der Kontrahenten spätestens im Tiebreak des 5. Satzes gewinnt.“

Beim Tennis gibt es im 5. Satz keinen Tiebreak.
Das dürfte fast schon zum Allgemeinwissen gehören

Am 12. September 2020 um 17:57 von Hackonya2

Zitat: Er will bestimmt das Beste für sein Land aus den Verhandlungen holen, was ist daran auszusetzen?

An dem Ziel ist nichts auszusetzen.

An Vertragsbruch als Methode aber schon.

@ 17:29 von Bernd Kevesligeti

„ Die EU möchte nicht,daß sich London vorbehält,nach dem Ende der Übergangszeit,eventuell die Industrie zu subventionieren(Industriepolitik)“

Die EU möchte nicht, dass Johnson mit dem Gesetz die Regelung für die Grenze in Irland wieder kippt. Da hat er nämlich etwas zugestimmt, was er vorher immer vehement abgelehnt hat.

„Und wenn der die Briten so schrecklich treffen wird,ja dann können sich die Deutschen doch einfach zurücklehnen“

Ein harter Brexit wird beide Seiten treffen. Das bestreitet die EU und D nicht. Johnson erzählt seinem Volk, dass das nicht so ist. Die Frage ist aber nur, wen es härter trifft. Aber um das herauszufinden müssen nicht beide Seiten Opfer bringen. Das Geld könnte man sich sparen. Aber es ist ja nicht Boris‘ Geld und Arbeitsplatz, der den Bach runtergeht.

Die britische Demokratie zeigt immer noch Anzeichen von Leben

„Nun wirbt er [Boris Johnson] in den eigenen Reihen für das Gesetz - und das scheint nötig“

Zum Glück ist das nötig. Und hoffentlich hat er keinen Erfolg damit.

Wie aus Gross-Kleinbritannien wird

werden wir erst nächstes Jahr erfahren, wenn die Schotten für ihr Land den EU-Beitritt beantragten. Es ist doch offensichtlich, das B.J. sein Land mit seinem Rechtsbruch an den Abgrund führt. Millionen Briten sind sein Einsatz in einem Spiel was er nicht gewinnen kann. Der Beweis, das mit Populisten keine Verträge gemacht werden dürfen haben wir doch schon bei Trumph, Bolsonaro und jetzt B.J. gesehen. Für die ist Rechtsstaatlichkeit nur solange gut wie es zu ihrem Vorteil gereicht, Ansprüche Dritter werden da Ignoriert. Innenpolitisch werden wir noch spannende Jahre erleben, sollte Schottland mit dem Austritt ernst machen. Dieses Unabhängigkeitsreferendum könnte die selbe Überraschung bringen wie die Brexitabstimmung.

Nun ja...

...wenn man hier mal die Forumsbeiträge liest, wird schon deutlich, dass die Briten inzwischen weit überzogen haben - außer Seebär ist niemand mehr dabei, der an dieser Strategie noch irgendwas gutes findet. Das ist doch in Ordnung.
Für unsere EU-Politeker wird inzwischen deutlich, dass jede Form weiteren Appeasements gegenüber diesen Briten zur Ablehnung bei den eigenen Wählern führt. Es wird also Zeit, sich nur noch um unsere Interessen zu kümmern.
Lassen wir dem Boris seine eigenen Reflexe - wenn er damit bei den Engländern durchkommt (wie jetzt mehrfach geschehen), ergibt das ja auch eine Logik. Er sollte nur so fair sein, Schotten und Nordiren über ihren Weg selber entscheiden zu lassen. Mit "fair play" allerdings kennt man sich im Mutterland des Fußballs immer weniger aus.

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Re Hackonya2

"Er will bestimmt das Beste für sein Land aus den Verhandlungen holen, was ist daran auszusetzen?"

Johnson will nicht verhandeln, er will bereits ausgehandelte Verträge brechen.
Und daran gibt es etwas auszusetzen...

RE: berelsbub um 18:29 @ Schabernack

***„Internationaler Handel ist kein Tennismatch, das dann einer der Kontrahenten spätestens im Tiebreak des 5. Satzes gewinnt.“

Beim Tennis gibt es im 5. Satz keinen Tiebreak.
Das dürfte fast schon zum Allgemeinwissen gehören***

Ein tennismatch kann durchaus über fünf sätze gehen, und wenn der 5. Satz im Tie-Break entschieden wird, dann entspricht das dem allerletzten Augenbick eines Matches. Dann heißt es: Spiel, Satz und Sieg !

Die Entscheidung zwischen EU und UK kommt also im allerletzten Augenblick.

Gruß Hador

@ 17:57 von Hackonya2

>> Harter Brexit
>> Er will bestimmt das Beste für sein Land
>> aus den Verhandlungen holen, was ist
>> daran auszusetzen?

Die EU sitzt nunmal einfach am längeren Hebel. Warum sollten WIR uns weiter auf der Nase herumtanzen lassen?

das Verhalten von Populisten

der britische Premier befindet sich, ähnlich Trump, auf der Suche nach einem Sündenbock.
Das, was er in Verhandlungen nicht durchsetzen konnte nun durch nachgeschobene Gesetze zu ändern. Wenn er der EU nun auch noch vorwirft, eine "Lebensmittelunterversorgung" für Nordirland zu installieren, überschreitet er eine Grenze, die ihm schaden wird. Nordirland könnte sich ja ganz gut bei den republikanischen Nachbarn selbst über eine "grüne" Grenze versorgen und Schottlandwird endgültig in den Ausstieg aus dem UK gedrängt.
Johnsons Versuch, die Vorteile des EU-Marktes ohne eigenen Beitrag zu erhalten, ist kläglich gescheitert und wird sein UK an den wirtschaftlichen Abgrund bringen. Schade für unsere englischen Freunde

@18:00 von stupid at first

>> Asterix hatte dann wohl doch recht.

Nope, ich glaube, Sie meinen Obelix ("Die spinnen, die Briten")?

 17:07@ falsa demonstratio

Ja der Vertrag ist auf EU-Seiten zu finden.
Mein Link kam nicht durch
(Fragezeichen)

@18:13 von Bernd Kevesligeti

>> Und wenn es auch um Nordirland
>> geht,warum sollen sich Deutsche da so
>> echauffiert zeigen ?

Weil ALLES, was Nordirland betrifft, auch die Republik Irland (EU) betrifft. Und schon haben wir Art.42 Abs.7 des EU-Vertrags? *simsalakadabra*

@ Seebaer1, um 16:47

Was bitte nennen Sie im Falle Johnson “erfolgreich“?

@ Hackonya2, um 17:57

Dass er das Beste für sein Land herausholen will, ist vollkommen ok.

Nicht aber das “wie“.

@18:26 von Werner40

>> Sich nicht an internationales Recht zu
>> halten würde der britischen Demokratie
>> und ihrem Ansehen in der Welt schwer
>> schaden.

War das nicht genau DER Grund, warum Charles de Gaulle die Briten eigentlich nicht in der EU aufnehmen wollte? Anscheinend kein neues Problem... ^^

Viele vergessen

Nicht bedenken, gerade wenn sie Zölle als Nachteil für GB anführen. Die Zölle sindas, was meines Erachtens Herrn J. in seinen Verhalten stärkt.
GB ist ein Importland, kassiert also mehr Zoll als es bezahlt. Das die Waren dann teuerer werden läßt sich leicht mit ein paar propagandistischen Tricks der EU unterschieben.
Was Handelsabkommen betrifft, GB ist immer noch Mitglied des Commonwealth, auch wenn es eine eher lockere Staatenverbindung ist werden dort politische und wirtschaftliche Probleme erörtert.
Also ganz so schwarz sehe ich nicht für GB, gerade nicht zur Zeiten wo ein Virus die Weltwirtschaft zum Umdenken zwingt.
Der Austritt der Schotten ist ebenfalls nicht so einfach wie es sich alle vorstellen.
1.wäre es Vertragsbruch, was immer wieder anderen Ländern vorgeworfen wird
2. Hängt Schottland an der Nabelschnur von England und wäre ohne englisches Geld mehrfach Bankrott, was übrigens die Ursache für den Vertrag und Gründung von GB war, also keine Annexion

saschamaus75 19.57

"WIR" auf der Nase herumtanzen lassen? Geschenkt, ich fühle mich nicht ein Teil Ihres wir und mir tanzt auch Niemand auf der Nase rum. Also bitte akzeptieren Sie, dass ich keine Teilmenge Ihrer Gemeinschaft sein will!

Mehrheitsverhältnisse im UK Parlament

Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Unterhaus würden 30 Abweichler nicht ausreichen, um das Gesetzesvorhaben zu unterbinden.
Johnsons Torie Mehrheit ist derart groß, daß dazu meines Wissens nach mindestens 41 Gegenstimmen aus den eigenen Reihen nötig wären...

von saschamaus75 20:10

Und was bedeutet das ? Den V-Fall,den Verteidigungsfall ?
Oder gibt es da irgendeine Oberverantwortung bestimmter Kontinentaleliten ?

>> Also ganz so schwarz sehe

>> Also ganz so schwarz sehe ich nicht für GB,
>> gerade nicht zur Zeiten wo ein Virus die
>> Weltwirtschaft zum Umdenken zwingt.

Aktuelle Zahlen (JHU 12.09.2020 20:30):

Tote: 41.712
Geheilte: 1.873
Summe: 43.585

41.712 / 43.585 * 100 = 95,7%

Ob UK bei einer Falltodesrate von 95,7% evl. mal umdenken sollte?

Bin mal gespannt...

was mit den Firmen geschieht, die in dem EX-EU-Land auf EU-Basis Fuss gefasst haben (siehe BMW). Wird interessant, ob es dann bald wieder einen echten "Mini" oder "Rolls Royce" geben wird.
Erschreckend, die momentane "Nationalisierung" in manchen Ländern aufgrund ihrer Politik. Das wird auch für die EU eine Zerreißprobe werden.

18:29 von berelsbub / @schabernack

«Beim Tennis gibt es im 5. Satz keinen Tiebreak.
Das dürfte fast schon zum Allgemeinwissen gehören.»

Solche gravierenden Bildungslücken im Allgemeinwissen beantwortet der @schabernack in mir mit einem Grinsen. Dafür kann er die Abseitsregel im Fußball immer erklären … auch wenn er aus dem Tiefschlaf geweckt wird.

Die Abseitsregel ist im Fall von Boris J. auch viel wichtiger.
Der steht nämlich immer im Abseits … selbst wenn alle Bälle schlafen.

Wegen des Tiebreaks im 5. Satz ist um so mehr zu hoffen, dass Ewiges Abseits von Boris J. den Trainer erbarmt, ihn endlich vom Platz zu nehmen. Sonst kommt er am Ende noch auf die Idee, den Tiebreak in Wimbledon im 5. Satz einzuführen.

Warum sollten ihn Tennisregeln interessieren?
Wenn ihm Verträge zwischen Staaten ganz egal sind.

Wenn es ganz mies läuft.
Werden auch Erdbeeren zum Champagner in Wimbledon bald verboten.
Auf jeden Fall, wenn es Erdbeeren sind, die aus der EU kommen.

Reicht dann auch kein Visum für die Früchtchen !

@Magic.fire 20:21

".. Hängt Schottland an der Nabelschnur von England und wäre ohne englisches Geld mehrfach Bankrott, was übrigens die Ursache für den Vertrag und Gründung von GB war, also keine Annexion"

Ich neige dazu Ihnen zuzustimmen. Allerdings... Hätte die EU bestimmt die Finanzmittel um Schottland vor dem Bankrott zu bewahren. Stellt sich allerdings wieder die Frage, welchen Nutzen die EU daraus ziehen könnte...

@20:39 von Bernd Kevesligeti

>> Den V-Fall,den Verteidigungsfall ?

Es heißt in dem Fall zwar 'Bündnisfall', aber ja, wenn es zum Bürgerkrieg in Nordirland kommt und dieser sich auf die Republik Irland ausweitet, dann heißt das KRIEG in Europa.

von saschamaus75 21:37

Und melden Sie sich dann freiwillig ?
Und für welche Seite ?

Rote Karte an Johnson aus Amerika

Repräsentantenhaus Sprecherin Nancy Pelosi
erklärte wer sich an keine Verträge halten will (EU) hat auch keine Chance welche mit der USA zu bekommen.

@ Hador

„Ein tennismatch kann durchaus über fünf sätze gehen, und wenn der 5. Satz im Tie-Break entschieden wird, dann entspricht das dem allerletzten Augenbick eines Matches. Dann heißt es: Spiel, Satz und Sieg !“

Sie brauchen scheinbar einen zweiten Hinweis!
Im 5. Satz im Tennis gibt es keinen Tiebreak

Es ging um die Wirtschaft

Nicht um Corona und Verstorbene..da macht es kein Unterschied ob man in der EU ist oder nicht.

18:11 von hesta15

Johnson will den harten Brexit, warum erfüllt die EU nicht den Wunsch. Der wirtschaftliche Schaden wird das Königreich wesentlich härter treffen als die EU Staaten
#
Da bin ich auch von überzeugt.Die britische Bevölkerung wird die Leidtragende sein.

@22:00 von Bernd Kevesligeti

>> Und melden Sie sich dann freiwillig ?
Ich bin zwar über 40, keine Ahnung, schau'n wir mal...

>> Und für welche Seite ?
Als Europäer müßte ich dann wohl an der Seite der IRA kämpfen? Klingt kurios, oder?

@22:00 von Karl Klammer

>> wer sich an keine Verträge halten will (EU)

Ähh, Sie meinten UK?

von saschamaus75 22:17

Da ergeben sich interessante Konstellationen.Aber war die IRA nicht auch auf dem Kontinent verboten ? Wurde da nicht auch gefahndet ?

Times

Selbst in einer konservativen Qualitätszeitung wie "TheTimes" ist die Meinung in Leitartikel und Leserbriefen von bedeutenden Juristen einhellig: Das Gesetz stoppen!

@um 22:03 von berelsbub

Sie brauchen scheinbar einen zweiten Hinweis!
Im 5. Satz im Tennis gibt es keinen Tiebreak

Natürlich gibt es i.d.R. einen Tie-Break auch im 5. Satz. Einzige Ausnahme sind die French Open.

Schauen Sie sich das Finale morgen doch mal an, könnte bei der Ausgeglichenheit der beiden Finalisten durchaus über 5 Sätze gehen - mit Tie-Break bei 6:6.

@20:10 von Saschamaus75

„Weil ALLES, was Nordirland betrifft, auch die Republik Irland (EU) betrifft. Und schon haben wir Art.42 Abs.7 des EU-Vertrags? *simsalakadabra*“

Da geht wohl ein wenig die Phantasie mit Ihnen durch. Oder ist das eine Art Wunschdenken?
Zunächst gibt es 1. keinen vernünftigen Grund, weshalb Nordirland das EU-Land Republik Irland angreifen sollte. Und im Übrigen heißt es 2. in Art. 42 Abs. 7, dass das angegriffene Land von der EU „Unterstützung“ erwarten kann, wobei auch nach offizieller Lesart (also nicht meine Interpretation) hier keineswegs von militärischer Unterstützung die Rede ist. Und schließlich ist 3. bei den bisherigen Erfahrungen mit der EU fest davon auszugehen, dass sich im Extremfall jedes Land der EU allein um sich selbst kümmern wird. So war es bisher, und ich wüsste nicht, warum das plötzlich anders sein sollte.

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