Ihre Meinung zu: Schweinepest: Fleischwirtschaft bangt um globale Exporte

11. September 2020 - 4:20 Uhr

Die Fleischwirtschaft bangt nach der Feststellung eines Falls der Schweinepest in Deutschland um ihre globalen Exporte. Besonders ein Stopp von Ausfuhren nach China wäre für die Produzenten schmerzhaft.

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Kommentare

Es geht um mehr als nur die "Fleischwirtschaft"...

In unserem Land gibt es eine Vielzahl von Menschen, die Schweine inzwischen als Heimtiere halten. Ob nun als Minischwein oder eben ehemalige Nutztiere, die auf einem Lebenshof ein artgerechtes Leben führen dürfen.
Leider kennt das deutsche Recht das Schwein lediglich als Nutztier und somit als Ware. Dies hat zur Folge, dass unter Umständen zuständige Behörden die von uns gehaltenen Heimtiere ohne Möglichkeit der Einlegung von adäquaten Rechtsmitteln töten können.

Eine Kontaktaufnahme unseres Vereins Schweinefreunde e.V. mit dem zuständigen Ministerium von Frau Klöckner hat bislang keine Rückmeldung erhalten. Seit Monaten versuchen wir nun schon, eine Stellungnahme des Ministeriums zu erhalten, inwieweit die privat gehaltenen Heimschweine ebenfalls unter die Regelungen der Nutztierhaltung fallen.

Während die deutsche Fleischwirtschaft um ihre Einnahmen im Export bangt, geht es für uns und unsere Tiere letztlich um Leben und Tod. Mehr Infos hier:
https://www.schweinefreunde.de

Das infizierte Wildschwein

ist bestimmt in Brandenburg direkt an dieser Stelle vom Himmel gefallen und war sofort tot, also ein ganz lokaler Ausbruch. Das glaubt bestimmt auch China.

Tönnies Fleisch nach Asien

Vielleicht ist die Schweinepest und Corona ein Zeichen des Himmels und der Erde:
Ist es richtig die Tiere am Fließband zu züchten, die stinkende und mit Antibiotika verseuchte Gülle in Massen zu Lasten der Menschen in Europa zu verklappen, um wenigen Fleischbaronen riesige Profite zu ermöglichen?
Das muss endlich aufhören, oder die Gülle wird zwingend mit dem Fleisch nach China verschickt.
Eine gute Chance auf einen Strukturwandel für Hirn, Mensch und Tier!

Beitrag zum Tierwohl

In der Fleischindustrie ist das Sinnbild der maximalen Ausbeutung: Die Tiere werden unter lebensverachtenden Bedingungen gehalten und die Umwelt bzw. das Trinkwasser belastet. Den Lohnarbeitern in der Verarbeitung geht es nur unwesentlich besser als den Schweinen in der Massentierhaltung. Dieses System nimmt keine Rücksicht. Es dient einzig und allein der Gewinnmaximierung.

So gesehen hoffe ich, dass die Schweinepest das schafft, was Frau Klöckner gar nicht gelingen will: Die Massentierhaltung und alle damit verknüpften Folgeerscheinungen abzuschaffen. Das wäre ein Gewinn für die Schweine, Umwelt, Arbeiter und Konsumenten.

Dss ist doch eine gute

Dss ist doch eine gute Nachricht. Weltweit Lebensmittel zu verschieben, macht ja auch keinen Sinn
Von alleine kommen die Zocker ja nicht drauf, sich zu bremsen. Argentinische Rumpsteaks in Deutschland sind genau so bekloppt, wie deutsches Schweinefilet in China

Intensivtierhaltung?

Der Export, vor allem nach China, ist einer der Gründe, warum so viel Schweine auf engem Raum gehalten werden und die unterbezahlten Schlachtarbeiter unter erbärmlichen Bedingungen arbeiten müssen.
Bloß, das wird selten bzw. gar nicht in der gegenwärtigen Diskussion erwähnt. Statt dessen schlägt man uns deutschen Verbrauchern vor, mehr Pflanzen zu essen...

Globale ?

Wir sollten das alles abschaffen .
Aufhören mit diesem verachtenswerten Umgang von Tieren . Tier wohl wird mit Füßen getreten .
Hoffentlich erkennen das immer mehr Menschen ,
Für uns bleiben mit Antibiotika verunreinigtes Wasser .Gülle, wo keiner mehr weis wohin damit.
Die zusätzlich das Grundwasser belasten ,. Gewinne werden privatisiert .und die Belastung von Natur un Umwelt dürfen wir aber gerne alle drunter leiden .Am meisten Mutter Erde selbst .Übrigens durch die Freisetzung von Methan die in enormen Mengen durch solch exorbitante Tierhaltung entsteht ,wird das Klima um das 20 Fache mehr belastet als durch CO2
Wann hört das endlich auf .

auf gesundes Maß schrumpfen

Ich würde es begrüßen, wenn China den Import stoppt und das der Anstoß ist, um die Fleischindustrie zur Reduktion zu zwingen. Fleischexport in deutschen Ausmaßen schadet unserem Land!

Delikatessen?

"Demnach wären vor allem Produkte, die in Deutschland nicht so stark nachgefragt werden, von einem Exportstopp betroffen. Dazu zählen etwa Pfoten, Ohren, Schwänzchen und Knochen - Teile, die in diesen Absatzmärkten als Delikatesse gesehen werden." Ist das etwa der wahre Grund, warum bei uns in Massenzuchten Schweine leiden müssen? Der Verkauf von minderwertigem Schweinefleisch zu Dumpingpreisen ist offenbar nicht die Haupteinnahmequelle für die Fleischindustrie. Die Qualität von Ohren, Pfoten etc. dürfte von der Haltung nicht so abhängig sein, wie das Muskelfleisch. Minderwertiges Fleisch mit all den Umweltschädem für uns, Delikatessen für China. Und dafür will diese Industrie noch Unterstützung?

Deutschland

hat jetzt die afrikanische Schweinegrippe...
tja....
"Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei"

Für die betroffenen

Für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe steht die Existenz auf dem Spiel. Andererseits war es eine Frage der Zeit, wann der erste nachgewiesene Fall in Deutschland auftritt. Alles in allem ist es wohl wie beim anderen Virus, das uns gerade dominiert: manche notwendigen Entwicklungen werden dadurch verschärft - auch ein Umdenken und Umstrukturieren bei Massentierhaltung und Fleischkonsum? Zeit wär's. Und damit Betriebe und damit Familien überleben können und die Landwirtschaft diesen Wandel aktiv gestalten kann, braucht es Subventionsprogramme hin zu einer ökologischen und weniger fleischlastigen Agrarwende - ähnlich wie in der Automobilindustrie muss in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit investiert werden.

Exporte nach China

Auch wenn das vielleicht herzlos klingt - aber mein Mitleid für diese "Industrie" hält sich in Grenzen. Billigarbeiter, die unter unglaublich schlechten Bedingungen arbeiten und leben müssen, unglaublich gottlose Behandlung der "Rohware", nitrat-versautes Grundwasser und dann noch Sorgen um den chinesischen Markt. Unglaublich, dass es für die Chinesen billiger ist, das tote Fleisch über den Ozean zu importieren. Was sagt das über die Erzeugerkosten in Deutschland aus?

Es gibt nur wenige Profiteure dieser Industrie, kein Grund hier in Panik zu verfallen. Leid tut es mir um die zahlreichen kleinen (Bio-)Bauern, die tatsächlich um ihre Existenz bangen müssen, weil sie keine so große Lobby haben, wie der "Fleisch-Adel".

Fleischwirtschaft bangt um globale Exporte

Ein Viertel der Sauerei wird allein nach China exportiert. Das heißt, mindestens ein Viertel der entstehenden Belastung für Umwelt, Tierwohl und Allgemeinheit subventioniert die Allgemeinheit. Da könnten Riesenmengen an Treibhausgasen vermieden werden, würde nur für den Eigenbedarf "produziert". Erst solche Ereignisse sollten dem Letzten klarmachen, dass "D" die ausgelagerte Güllegrube der Importnationen ist.
Und das alles, damit die Viehbarone sich die Taschen noch voller stopfen können.

Fleischwirtschaft bangt um globale Exporte

Da wird es wohl nicht mehr lange dauern bis die Fleischwirtschaft nach Entschädigung schreit. Die Euro-Zeichen in den Augen leuchten schon.

Hoffentlich hilfreich

Vielleicht hilft die Schweinepest ja am Ende mit, die ungesunden Produktionsbedingungen in Deutschland zu "heilen". Die Schweinefleisch-Überproduktion in Deutschland ist volkswirtschaftlich widersinnig und ökologisch extrem schädlich. Sie ist nur möglich durch fehlgelenkte Agrar-Subventionen, massive Importe von Futtermitteln (zu Lasten der Lebensmittelproduktion in den Herkunftsländern und zu Lasten des Weltklimas), Abholzung von Urwäldern und deutlich laschere Vorschriften als in anderen europäischen Ländern (weshalb z.B. dänische und niederländische Mäster und Fleischzerleger ihre Betriebe hierher verlagert haben). Sie schadet unseren Böden und unserem Grundwasser, verdrängt nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft, fördert Situationen wie bei Tönnies und verursacht dadurch erhebliche externe Kosten. Und vielen Deutschen würde etwas weniger Schweinefleisch pro Woche auch ganz gut.

Sorge um Deutschlands globales Exportwachstum

Ratlos macht solch eine Besorgnis: Zum einen ist da die Schweinefleischwirtschaft, die auf globale Absatzmärkte angewiesen ist und stetiges Wachstum braucht. Zum anderen drückt der Futtermittelbedarf in der Schweinemastindustrie; Futterimporte sind notwendig aus Ländern, die stetig anwachsende Agrarflächen bereitstellen können. Und zum Dritten fällt Gülle an und die Gülleausbringung darf angeblich nicht so eingeschränkt werden, dass ein wachsendes Pflanzenwachstum durch Hunger unserer Pflanzen gebremst wird. Klar, Nitrat gibt es im Grundwasser - aber das ist nun mal so, wird gesagt, die Landwirtschaft habe jedenfalls nicht allein Schuld daran.

Wir sehen somit ein Hamsterrad sich drehen: Ratlos macht die beanspruchte Drehzahlerhöhung und im Falle des Ausbleibens die Aussicht auf Subventionsforderungen.

Fleischwirtschaft bangt um globale Exporte.

Exportieren von Schweinefleisch ist ökologisch unsinnig und sollte generell verboten werden.

Massentierhaltung ,Gülleproblem und unmenschliche Schlachthofbedingungen würde es nicht geben, wenn nicht exportiert würde.

Deshalb.....es kann nur besser werden.

@ 05:54 von Pader Born & Nachfragerin

In der Aufzählung fehlen die Verbraucher*innen: Weniger Fleisch kaufen/konsumieren und die Schnäppchen-Jagd nach € 2,99 etc. fürs Kilo einstellen ist ein wichtiger Teil des Umsteuerns und Umstrukturierens.

Gut so. Diesem Wahnsinn

der Massentierhaltung muss eh ein Ende gesetzt werden. Die Regierung und die EU hat es nicht geschafft das zu reduzieren, dazu noch grenzenloser Verkehr und Reisen.
Eine Katastrophe mit Ansage von einer bis in die Haarspitzen verfehlten Politik.

es ist schon beeindruckend, welche absatzmärkte...

sich die zerlegeindustrie erschlossen hat.

bis in den letzten winkel der welt, wird auch noch das letzte knöchelchen, öhrchen und pfötchen versendet.

wohlgemerkt, als delikatesse !

was für ein wahnsinn.

Frau Klöckner

hat alles unter Kontrolle.
Sofort 3km und 15km Zonen erklärt, besondere Maßnahmen und Verpflichtungen angeordnet.
Schade das Sie keine Gesundheitsministerin ist....

"Schwein gehabt?"

Ein vorhersehbarer weiterer Skandal in der
"Fleischindustrie". Kein Mensch muss Fleisch essen. Wer es doch will, sollte zu seinem eigenen und einem Mindestrespekt für die Tiere ökologisches Fleisch kaufen. Das würde auch ein Umdenken bei den Bauern bewirken.
Lebensmittel durch die Welt zu karren ist überflüssig - außer natürlich für Tönnies & Co.

Bin nicht religiös im

Bin nicht religiös im institutionellen Sinn, aber dass die Natur (Gott) sich mit den Seuchen gegen den alles zerstörenden Menschenwahnsinn: k u k ( Kapitalismus und Konsum) wehrt? Kann sein.
Der kürzlich leider verstorbene Graeber sprach von „shit jobs“, wenn menschliche Arbeit „Zerstörung“ herstellt: Waffen, Autos, Fleischindustrie, Finanzspekulationen ... alles bloß Dreck. Es ist gut, wenn diese Arbeiten verschwinden. Es gäbe noch sehr viel Vernünftiges zu tun, der Mensch bräuchte nur die Zeit, der wahre Luxus!, es zu tun.
Ob der Mensch es schafft, neue Wege zu gehen? Da halten sich bei mir Optimismus und Pessimismus (noch) die Waage.

Es wird Zeit etwas zu ändern

Die hochsubventionierte Fleischmassenproduktion muss endlich wieder zur vernünftigen Tierhaltung und Schlachtung zurück. Keine Schlachtfabriken sondern wieder Metzgereien. Die Verordnungen müssen angepasst werden.
Für die Fleischbarone sollte im Bundestag geklatscht werden aber bitte keine Abschlachtprämien oder Massenkeulungen.

um globale Exporte?

Dann werden hoffentlich die Preise hier sinken.

es ist schon beeindruckend?

adagiobarber @
Im Kamf gegen den weltweiten Hunger sind wir führend.

Danke.

Afrikanische Schweinepest

Seuchenfrei ist D nun nicht mehr.
Die superresistenten Viren halten sich Monate. Desinfektion wie bei Corona wird im Schweinestall notwendig.

Ich hoffe, all dies führt zu massivem Umdenken.

Massentierhaltung und Massenexporte von Tierbestandteilen sollten überdacht werden.

@ 08:28 von werner1955

Sie scheinen die Situation der bäuerlichen Klein- und Familienbetriebe nicht zu kennen: Die Preise sind gerade für Fleisch schon heute oft so niedrig, dass Bäuer*innen pro Mastschwein 30-50€ Verlust (!) machen. Wer diese Betriebe vernichten will, fordert "weiter sinkende Preise" und fördert damit die Zerstörung heimischer Landwirtschaft.

bangen muss doch nur die Fleischindustrie ...

bangen muss doch nur die übergroße Fleischindustrie, die mit Großställen die Tiere und die Landwirtschaft schadet.

Wenn die Exporte ausfallen, hilft das den normal großen lokalen Landwirten. und Metzgern.
Für die industrielle Fleischfabriken lohnt es dann nicht mehr, Saisonkräfte mit Niedriglöhnen aus dem Ausland anzuheuern,

und die lokalen Landwirte könnten mit hiesigen Arbeitskräften zwar etwas teurer,
aber dafür lokal und mit funktionierenden Tier- und Arbeitsschutzbedingungen produzieren und profitieren.

Fleischkonsum

Der Tenor der Beiträge ist: die Massentierhaltung in Deutschland, damit verbundene Umweltprobleme und der weite Transport von Lebensmitteln.
Ist ja alles ganz prima. Aber die Mehrzahl der Menschen greift beim Discounter zum billigsten Fleisch. Zahlreich Metzgereien schließen zur Zeit, weil beim Discounter Fleisch- und Wurstwaren (zum Tei nur minimal) billiger sind.
Und glauben manche wirklich, wenn es bei uns keine Massentierhaltung gibt, dass das Fleisch dann aus dem Ausland aus kleinstrukturierter Landwirtschaft kommt?

Zitat

"Ein Stopp der Ausfuhren nach China wäre für die Produzenten schmerzhaft."

Ich glaube, Herr Tönnies und Co. müssen trotzdem nicht am Hungertuch nagen.

06:31 von VictorJara

>>Übrigens durch die Freisetzung von Methan die in enormen Mengen durch solch exorbitante Tierhaltung entsteht ,wird das Klima um das 20 Fache mehr belastet als durch CO2
Wann hört das endlich auf .<<

Das hat noch gar nicht angefangen.
Bitte lesen Sie den Beitrag nochmal. Darin geht es ausschließlich um Schweine.

Die Freisetzung von Methan ist ein Problem der Rinderhaltung. Schweine sind keine Wiederkäuer

schweinepest-fleischwirtschaft-bangt-um-globale-exporte

Liebe transarena, ich stimme durchaus zu, wenn Sie schreiben um 08:04 Uhr :"Exportieren von Schweinefleisch ist ökologisch unsinnig und sollte generell verboten werden.

Massentierhaltung , Gülleproblem und unmenschliche Schlachthofbedingungen würde es nicht geben, wenn nicht exportiert würde."
...
Aber ich stimme Ihnen -->nicht zu, wenn Sie abschließend sagen ==>:" Deshalb.....es kann nur besser werden."

Ich bin überzeugt :
Nein, ...es kann nicht bessser werden, solange dieselben Politiker an den Schalthebeln der Macht sind !

==>Ursache und Wirkung sind bekanntlich untrennbar miteinander verbunden : ==>Alles was geschieht..... ist das "Werk" derer ...-->die uns regieren.
Gutes und Schlechtes !

Deshalb die Frage : "Wie" kann es da besser werden ....mit denselben bzw. gleichen Führungspersonen in gesamt-EU
?

08:28 von werner1955

>>Dann werden hoffentlich die Preise hier sinken.<<

Noch mehr?

Billige

landwirtschaftliche Produkte von Deutschland nach China, dafür verseuchtes Plastik-Gerümpel von China nach Deutschland. Dafür machen wir unsere Umwelt kaputt. Eine weitere Perversion der von den Politikern als ach so segensreich gepriesene Globalisierung. Das wäre endlich einmal eine sinnvolle Aufgabe für die EU-Kommission, hier entsprechende Handelsbeschränkungen einzuführen...weniger Fleischexporte nach und weniger Plastikscheiß-Importe aus China.

08:38 von Mika D

>>Seuchenfrei ist D nun nicht mehr.
Die superresistenten Viren halten sich Monate. Desinfektion wie bei Corona wird im Schweinestall notwendig.

Ich hoffe, all dies führt zu massivem Umdenken.

Massentierhaltung und Massenexporte von Tierbestandteilen sollten überdacht werden.<<

Und wenn Deutschland kein einziges Kilo Schweinefleisch exportiert hätte, dann wäre Deutschland von der Schweinepest verschont geblieben?
Glauben Sie das wirklich?

08:42 von kurtimwald

>>bangen muss doch nur die übergroße Fleischindustrie, die mit Großställen die Tiere und die Landwirtschaft schadet.

Wenn die Exporte ausfallen, hilft das den normal großen lokalen Landwirten. und Metzgern.
Für die industrielle Fleischfabriken lohnt es dann nicht mehr, Saisonkräfte mit Niedriglöhnen aus dem Ausland anzuheuern,<<

Beiträge muss man heute lesen.
Die "normal großen lokalen Landwirten. und Metzgern" sind die allerersten die aufgeben müssen.

09:00 von ONYEALI

>>Aber ich stimme Ihnen -->nicht zu, wenn Sie abschließend sagen ==>:" Deshalb.....es kann nur besser werden."

Ich bin überzeugt :
Nein, ...es kann nicht bessser werden, solange dieselben Politiker an den Schalthebeln der Macht sind !<<

Das ist falsch. Das liegt nur am Verhalten der Verbraucher. Also an Ihnen und an mir.
Stellen Sie sich mal vor, Politiker würden mit Gesetzen Massentierhaltung verbieten. Und gleichzeitig auch den Import von Fleisch aus Massentierhaltung.
Was glauben sie wie hier im Forum auf die Politiker eingedroschen würde, die unser Fleisch so verteuern dass die "Kleinen" sich das nicht mehr leisten können.

Schweinepest:Fleischwirtschaft bangt um globale Exporte..

Die Fleischwirtschaft,also auch Wiesenhof und Tönnies.Mit prekären Arbeitsverhältnissen.Was soll da erstrebenswertes oder erhaltenswertes sein ? Man fürchtet um die hohen Exporte,die mit Arbeitselend erkauft sind.
Schlecht für Mensch und Tier.

@ Sparer es liegt nicht an "den Politikern"

Im Kern haben Sie Recht, dass das derzeitige Wirtschaftssystem auf Ausbeutung und Umweltzerstörung angelegt ist.

Allerdings sind die mächtigsten Akteure in diesem Schauspiel wir, nämlich die Konsumenten. Würden wir das "Plastik-Gerümpel" nicht mit großem Enthusiasmus kaufen, wäre viel gewonnen.

Selbiges gilt für Lebensmittel und Kleidung, die unter großem Energiebedarf und häufig Ausbeutung anderer Menschen am Ende der Welt produziert werden, nur weil wir bspw. im Dezember Erdbeeren essen oder die 15 Jeans in den Shrank legen wollen.

Eine Veränderung wird nicht über Verbote seitens der Politik erreicht werden können, sondern nur durch ein Umdenken der Bevölkerung.

09:04 von Margareta K.

Das Virus macht aber keinen Unterschied zwischen den Ställen mit 10000 Tieren in Buchten und denen mit 200 auf Biostroh mit Auslauf. Auch die letzteren gehören zur "Fleischwirtschaft", denn sie produzieren Fleisch, wenn auch ökologisch verträglicher. Und weil das teurer ist, als die konventionelle Haltung werden diese Betriebe auch zuerst in die Knie gehen.
Solange der deutsche Verbraucher - das sind wir alle- nicht bereit ist, mehr für Fleisch zu bezahlen, so lange wird exportiert.
Fakt ist, dass der Markt für Schweinefleisch jetzt einbricht und daran zuerst die kleinen Betriebe kaputt gehen werden, nicht die großen.

Schweine sind intelligenter als Hunde

und kaum jemand in Deutschland kann sich vorstellen, einen Hund so mies zu behandeln, wie wir es mit Schweinen tun.

Ein Kaputtgehen aller Billigfleischproduzenten wäre eigentlich das Beste, was uns für Mensch, Tier und Umwelt passieren könnte.

Hoffen wir also, dass aktuelle Seuchen, einschließlich Zoonosen wie Covid-19, bewirken, was unsere Massentierhaltungslobbyisten zusammen mit Bundeslandwirtschaftsministern seit Jahrzehnten erfolgreich zu verhindern versuchen - den Zusammenbruch unethischer Massentierhaltung.

Von Sparer

Sie schreiben "weniger Plastikscheißimporte aus China."
Bei uns wird auch fast jede Scheibe Wurst oder Käse mit Schutzgas in Plastikscheiß eingeschweißt. Dazu brauchen wir China nicht. Auch wir sollten uns mal an der eigenen Nase fassen und diese sinnfrei verpackten Lebensmittel nicht mehr kaufen.

chweinepest-fleischwirtschaft-bangt-um-globale-exporte

Lieber Tremiro, Sie schreiben fragend um 08:53 Uhr : "Und glauben manche wirklich, wenn es bei uns keine Massentierhaltung gibt, dass das Fleisch dann aus dem Ausland aus kleinstrukturierter Landwirtschaft kommt?"

Hm....
Das ist nur eine Frage der Gesetzeslage !
Wenn Schweine-Fleisch bei uns nur "aus der Region" in den Handel kommen darf und jeglicher Schweinefleisch-Export verboten wäre,....dann hätten wir keine Probleme !

Die Schweinefleisch-Lobby weiß dies zu verhindern !
Per Parteispenden......
Also bleibt alles wie es bisher war !!!

Eigentlich eine sehr schöne Meldung

die Arbeitsplätze sind zumeist Dumplinglöhner aus dem Ausland, die hier ausgenutzt werden, die Qualen der Tiere gehen ins Unermessliche, der Schaden für unser Trinkwasser/Grundwasser ebenso.
Manchmal schlägt die Natur dort zurück, wo es der Mensch zu weit getrieben hat. Wenn die "Fleischbarone" hier in Deutschland nun die Lichter ausmachen, so wäre es für die Tiere, für die Arbeiter und für unsere Umwelt wirklich das schönste.

hoffentlich hören die Exporte auf

Kann man nur hoffen, dass man eine vernünftige Strategie gegen die Ausbreitung hat. Wobei es erst gar nicht so weit hätten kommen dürfen, also die Präventivmaßnahmen waren schon einmal nicht zielführend.

Unabhängig von der Schweinepest, sollten die Exporte endlich aufhören.
Die erzielten Margen in diesem Bereich sind äußerst gering, ebenso die Steuereinnahmen. Dafür bleiben wir auf dem Schaden sitzen, die Massentierhaltung erzeugt zu hohe Nitratwerte in unserem Trinkwasser. Außerdem lassen Nitrat, Ammoniak ua. die Böden versauern.

Gott sei Dank haben wir Jäger

Dank der Jäger wird die Schweinepest eingedämmt und vor der Verbreitung gestoppt.
Vielen Dank liebe Jäger!

MIr kommen die Traenen...

Sie bangt und bibbert! Oh je! Es ist zwar schade, dass sich das industrielle Gemetzel an Tieren nicht per Verstand eindaemmt, sondern durch eine Epidemie - aber letztlich auch egal. Null Toleranz mit dem Gejammer dieser Fleischwirtschaft!

um 09:32 von Dubemulo

"Schweine sind intelligenter als Hunde und kaum jemand in Deutschland kann sich vorstellen, einen Hund so mies zu behandeln, wie wir es mit Schweinen tun." - Völlig richtig, 100% Zustimmung!

09:32 von Dubemulo

>>Ein Kaputtgehen aller Billigfleischproduzenten wäre eigentlich das Beste, was uns für Mensch, Tier und Umwelt passieren könnte.<<

Zuerst würden allerdings die kleinen Betriebe (analog zu Ihnen: Teuerfleischbetriebe) vom Markt verschwinden.

Tremiro und andere - Fleischkonsum in D

Natürlich spielt auch unser eigenes Konsumverhalten eine Rolle. Hier muss jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden, inwieweit er sein Verhalten umstellt. Die negativen Einflüsse übermäßigen Fleischkonsums für die Umwelt und die eigene Gesundheit, können nur von Ignoranten ausgeblendet werden.

Der wesentliche Punkt ist doch aber die Exportorientierung der Landwirtschaft. Warum subventionieren wir den ganzen Wahnsinn, wenn die Erträge nur bei wenigen landen und die Kosten von uns allen zu tragen sind?

Landwirtschaft muss sich weltweit aus einer regionalen Vermarktung tragen. Damit würden Umweltkosten und im übrigen auch Fluchtursachen reduziert. Das muss doch ein die Allgemeinheit verbindender Ansatz sein, ohne auf das eigene politische Lager zu gucken, oder?

Gruß Grille

um 08:10 von andererseits

In der Aufzählung fehlen die Verbraucher*innen: Weniger Fleisch kaufen/konsumieren und die Schnäppchen-Jagd nach € 2,99 etc. fürs Kilo einstellen ist ein wichtiger Teil des Umsteuerns und Umstrukturierens.
---------
Wo bekommen Sie Fleisch für 2,99 € das Kilo.
Wenn ich mir die Angebote für Fleisch in den Supermärkten unseres Landkreises ansehe, kosten selbst Schälrippchen 4,90 € das Kilo.
Seit dem Skandal bei Tönnies ist Fleisch erheblich teurer geworden ohne das sich beim Tierwohl oder den Bedingungen der Mitarbeiter etwas geändert hat.

Endlich

Deutschland muss aufhören die heimischen Land durch Massentierhaltung zu verpesten damit das Ausland mit Billigfleisch aus Deutschland überschwemmt werden kann und damit die ausländische Fleischwirtschaft zerstört wird und von deutschen Importen abhängig ist.
Es sollten 1000% Ausfuhrsteuer auf sämtliche Fleischwaren aus Deutschland erhoben werden, dann würden die geldgierigen Fleischproduzenten nur für den heimischen Markt produzieren, könnten auf Massentierhaltung verzichten, müssten weniger Antibiotika einsetzen und würden die Äcker nicht mit vielzuviel Gülle überdüngen, dadurch würden die Gewässer nicht mehr umkippen, etc...
Es gibt 10000000 gute Gründe warum Deutschland nicht Unmengen an Fleisch für den Export produzieren sollte und es gibt nur einen Grund der für den Export spricht: Geldgier.

09:41 von ONYEALI

Ich bin ja auch für artgerechte Haltung. Wer ist das nicht.
Zitat von mir aus 09:24 Uhr:
Stellen Sie sich mal vor, Politiker würden mit Gesetzen Massentierhaltung verbieten. Und gleichzeitig auch den Import von Fleisch aus Massentierhaltung.
Was glauben sie wie hier im Forum auf die Politiker eingedroschen würde, die unser Fleisch so verteuern dass die "Kleinen" sich das nicht mehr leisten können.

um 09:41 von ONYEALI

Das ist nur eine Frage der Gesetzeslage !
Wenn Schweine-Fleisch bei uns nur "aus der Region" in den Handel kommen darf und jeglicher Schweinefleisch-Export verboten wäre,....dann hätten wir keine Probleme !

Die Schweinefleisch-Lobby weiß dies zu verhindern !
Per Parteispenden......
Also bleibt alles wie es bisher war !!!
----------
Als nächstes schreibt dann der Gesetzgeber vor wann ich Schweinefleisch essen darf?
Ich denke wir leben in einer demokratischen Ordnung!

Hoffnung

Vielleicht wird das ja dazu führen, dass von der Fleichindustrie weniger Schweine 'produziert' werden, damit auch weniger Fäkalien entsorgt werden müssen und man den Tieren bessere Lebensbedingungen bieten kann - ja, ich bin bereit mehr für weniger Fleisch zu zahlen (mache ich eh schon).

BTW.: Warum, eigentlich muss Fleisch von Deutschland nach China exportiert werden. Warum müssen die Fäkalien hier bleiben und Land,Wasser und Luft verpesten.

schweinepest-fleischwirtschaft-bangt-um-globale-exporte

Hallo, liebe Nachfragerin, ich stimme Ihnen begeistert zu, wenn Sie schreiben :"So gesehen hoffe ich, dass die Schweinepest das schafft, was Frau Klöckner gar nicht gelingen will: Die Massentierhaltung und alle damit verknüpften Folgeerscheinungen abzuschaffen. Das wäre ein Gewinn für die Schweine, Umwelt, Arbeiter und Konsumenten." Jaaaaa !

Kleiner Einwand : Ich glaube ->nicht, dass Frau Glöckner die Massentierhaltung und alle damit verknüpften Folgeerscheinungen abschaffen wirklich ...->will !
Weshalb "nicht"?
Die nächsten Bundestagswahlen kommen bald und da braucht jede Partei viiiiel Geld !
Deshalb "darf" nichts erfolgen, was den Geldstrom in die Parteikasse "bremst". Das "große" Geld kommt von der (Fleisch-) Industrie, nicht von den Bauern.

@Sebastian15 08:55

Ich glaube, Herr Tönnies und Co. müssen trotzdem nicht am Hungertuch nagen.

„Tönnies [hat] im Reich der Mitte große Pläne. Im September erst hatte das Unternehmen ein großes Joint Venture mit der chinesischen Dekon-Gruppe angekündigt. In der chinesischen Provinz Sichuan soll ein Schlacht- und Zerlegezentrum entstehen. Als Gesamtinvestitionssumme sind 500 Millionen Euro geplant, davon sollen rund 150 Millionen Euro auf Schlachtung und Zerlegung entfallen. […] Tönnies rechnet – trotz seiner Coronakrise – weiterhin damit, dass der Spatenstich in China wie geplant noch in diesem Jahr erfolgt. „Wir stehen mit unserem Partner in China im ständigen Austausch“, hieß es auf Nachfrage des Handelsblatts bei Tönnies. Das Projekt werde weiter vorangetrieben.““
Quelle: handelsblatt.com https://bit.ly/3in8ONn

Wir müssen hier keine

Wir müssen hier keine Schweine für China und Korea mästen wir haben hier nämlich keinen Platz um soviel Futter an zu bauen und schon gar nicht um die Gülle aus zu bringen.
China hat viel Platz und kann seine Lebensmittel auch somit selber Produzieren.

@Tremiro 08:58

Die Freisetzung von Methan ist ein Problem der Rinderhaltung. Schweine sind keine Wiederkäuer

-
Und was passiert mit der ganzen Schweinegülle?
„Die wichtigsten Quellen von Methan sind Rindermägen, Güllelager und Gärreste aus Biogasanlagen. Ammoniak entweicht bei der Ausbringung von Harnstoffdüngern und entsteht ebenfalls bei der Lagerung und Ausbringung von Gärresten und Wirtschaftsdüngern aus der Schweine-, Rinder- und Geflügelhaltung.“

Quelle: clean-air-farming.eu https://bit.ly/33hqt2S

Ich denke wir leben in einer demokratischen Ordnung!

zu Am 11. September 2020 um 10:12 von hesta15

Eine demokratische Ordnung einsteht dann, wenn alle Menschen verantwortungsvoll und bewusst (also mit Wissen) Ihre Handlungen und Entscheidungen zum Wohle aller wie sich selbst ausführen.

Wenn aber, wie die Mehrheit in Deutschland, rücksichtslos beim Einkauf nur auf billig billig geschaut wird, ohne auf Umwelt, Tierwohl und eigene Gesundheit zu achten, dann darf nicht nur, sondern muss eine mehrheitlich gewählte Regierung

schon aus Fürsorgepflicht

die lernunwilligen Mitmenschen mit Vorschriften regulieren.

@hesta15 "kosten selbst Schälrippchen 4,90 € das Kilo."

Das ist immerhin 1kg Tier!

Sagen wir das Tier hat 100kg gewogen, und hat 5 Monate gelebt, dann dürften für das Schwein grob geschätzt täglich nur 2-3 Euro augegeben werden, damit der Bauer nicht direkt Miese macht. Futter, Unterkunft, Personal, Logistik, Schlachtung. Und da ist nichtmal eine Profitspanne mit drin.
Die wahren Kosten kenne ich nicht, das ist nur amateurhaft überschlagen. In Wirklichkeit müssen die Haltungskosten VIEL niedriger sein.

Was schlagen Sie für Preise vor? Perpetuum mobilé? Können Sie nachvollziehen, dass das nicht mit den Bedingungen vereinbar ist, die für Umwelt, Tiere und Tierhalter auch nur tolerabel erscheinen?

Mit der Fleischindustrie habe ich Null Mitleid. Fürn Schweineschnitzel von nebenan zahl ich gern das doppelte, esse dann freilich auch seltener Fleisch. Geht da einer mit?

@10:18 von Widerstand Jetzt

Also ich schließe mich der Meinung von @carsten.wohland an!
"Dank der Jäger wird die Schweinepest eingedämmt und vor der Verbreitung gestoppt. Vielen Dank liebe Jäger!"

Jäger können die Wildschweinplage wesentlich besser kontrollieren als Wölfe. Schuld warum dies manchmal nicht geschieht, sind unsinnige Auflagen. Außerdem unterscheiden die Wölfe NICHT zwischen Nutztieren u. Wildschweinen.
Wer für Tierschutz ist, der ist froh um die vielen tausenden Tiere (meistens sind es eben keine Wildschweine) die vom Wolf während seiner Lebenszeit nicht gerissen werden.

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