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"zwei Kernvereinbarungen mit

"zwei Kernvereinbarungen mit der EU zu Nordirland"

Was geht die EU eigentlich Nordirland (UK) an? Ich denke die sind ausgetreten?

Lasst sie gehen

Wenn sie möchten, dann auch ohne Abkommen. Erst handeln sie mit der EU einen Vertrag aus, der durch Unterhaus bestätigt wird und dann wollen sie sich nicht daran halten. EU und Unterhaus ausgetrickst. Andere nennen es Betrug!

EU und Großbritannien

Im Westen nichts neues...

@Tarek94 - Was geht die EU eigentlich Nordirland

Hier geht es um die EU-Außengrenze !
Zwischen Irland & Nordirland

Nordirland?

Sie vergessen anscheinend, dass die EU überhaupt kein Interesse hat, dass zwischen Nordirland und Irland Grenzbeschränkungen wieder eingeführt werden und so mit das Good-Friday-Agreement gebrochen wird.

Würde die EU das ignorieren, dann würden sie sich nicht hinter Irland stellen. Deshalb muss die EU da hart durchgreifen.

17:12, Tarek94

>>"zwei Kernvereinbarungen mit der EU zu Nordirland"

Was geht die EU eigentlich Nordirland (UK) an? Ich denke die sind ausgetreten?<<

Es wäre sinnlos, noch mal zu versuchen, Ihnen das zu erklären, denn es wurde nun wirklich oft genug in der Presse thematisiert.

Nur so viel:

Es hat was mit dem nordirischen Friedensprozess und damit, daß Irland nach wie vor EU-Mitglied ist, zu tun. Sowie mit einer drohenden "harten" Grenze zwischen Irland und Nordirland.

Der Niedergang von Großbritannien ist eingeläutet

Das British Empire wird wirtschaftlich und politisch weiter in die Bedeutungslosigkeit fallen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich Schottland loslöst, das britische Pund schon jetzt auf Talfahrt. Sie haben es leider so gewollt, die Briten. Sin now. pay later...!

Beschäftige dich mal mit dem

Beschäftige dich mal mit dem Good-Friday-Agreement.

Keiner hat Interesse, dass da Grenzkontrollen eingeführt werden. Die EU steht da hinter Irlands Rücken.

@Q-iam 17:21

"EU und Großbritannien

Im Westen nichts neues..."

Doch.
Dass Johnson jetzt sogar anfängt, international verbindliche Verträge zu brechen, ist neu.

Offenbar ein hoffnungsloses Unterfangen - es muss anders gehen

„Bis zum EU-Gipfel Mitte Oktober streben beide Seiten einen Abschluss an, haben aber auch schon vor einem Scheitern gewarnt“

Was soll ein Abkommen mit jemandem bringen, von dem längst bekannt ist, dass er sich an Vereinbarungen nicht hält:
„Zum anderen will Großbritanniens Premierminister Johnson einem Bericht der "Financial Times" zufolge zwei Kernvereinbarungen mit der EU zu Nordirland mit einem neuen Gesetz aushebeln. Der irische Ministerpräsident warnte die britische Regierung daher bereits, ein Bruch des Brexit-Abkommens würde alle Verhandlungen "null und nichtig" machen
Im Streit über das weitere Vorgehen in der Sache wirft der Chefjurist der britischen Regierung einem Zeitungsbericht zufolge das Handtuch: (...) liege im Streit mit dem Büro von Premier Johnson über die angeblichen Pläne, Teile des Abkommens mit Bezug zu Nordirland zu untergraben"

Und dem egal ist, was andere dazu sagen „EU-Chefunterhändler Barnier hatte zuvor betont, dass sich London an die Zusagen halten..."?

Boris,

alles richtig gemacht mit dem verschwenderischen Bürokratiemonster EU.

@ Ishak Basci (17:29): stimmt und das ist gut so

hi Ishak Basci

stimmt und das ist gut so. Denn sonst würde es totales Chaos geben und der Freihandel innerhalb der EU zerstört. Irland und Nordirland sollten sich vereinen und dieses wiedervereinigte Irland und Schottland samt den Orkneys und den Shetland-Inseln sollten in die EU heimkehren und in den Euro kommen.

England muss einsehen, dass es keine Superpower mehr ist und genauso wenig sind auch die USA eine Superpower. Die Zeiten sind lange vorbei. Das ist nur noch was für die Geschichtsbücher. Die EU ist nunmal stärker als England.

Naiv bis dumm

Eine Regierung, die sich einen Bruch eines Vertrages und damit des internationalen Rechts leistet, muss sich nicht wundern, wenn niemand mehr mit ihr einen Handelsvertrag abschließt. Das wars dann. Hasta la vista Great B.

Die Briten wolle kein

Die Briten wolle kein Abkommen, keine Zugeständnisse, kein Einlenken, kein Kompromiss. Dann werden sie halt am nächsten Bürgerkrieg in Irland Schuld sein. Ob sie sich das überlegt haben?
Von GB wird halt nur England und Wales übrig bleiben. Schottland wird dich das nicht ewig mit ansehen. Da kann England verbieten, was es will.
Seit wann ist eine Revolution zustimmungspflichtig?

@Tarek94 Karfreitagsabkommen

@Am 08. September 2020 um 17:12 von Tarek94

Hier geht es um das Karfreitagsabkommen (Good Friday Agreement) zwischen Irland, UK und den in Nordirland beteiligten Parteien. Dieses Abkommen, dass den jahrzehntelangen blutigen Konflikt in Nordirland einigermaßen befriedete, ist gefährdet, wenn sich keine Regelung bezüglich der dann EU-Außengrenze zwischen Irland und Nordirland findet. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie davon noch nichts mitbekommen haben - die Lösung dieses Problemes ist eine der zentralen Fragen im Rahmen des Austrittes und der Verhandlung des anschließenden Verhältnisses zwischen EU und UK.

@ Tarek94

Was geht die EU eigentlich Nordirland (UK) an? Ich denke die sind ausgetreten?

Die Bevölkerung in Nordirland hat beim Brexit-Referendum mit deutlicher Mehrheit für "stay" gestimmt. Hoffe, Sie können ein bisschen Englisch.

@ Augustus Cäsar (17:35): komplett andersrum ist es

@ Augustus Cäsar

Es ist komplett andersrum:

Boris Johnson hat sich verzockt. Die Wirtschaft in England ist um 20,4% eingebrochen. Siehe:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/einbruch-britische-wirtschaf...

Die Wirtschaft Großbritanniens ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise massiv abgestürzt. Es ist der größte Rückgang seit Beginn der Statistik. Kein anderes Industrieland meldete ein so großes Minus.

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging von April bis Juni um 20,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück, wie die nationale Statistikbehörde ONS am Mittwoch mitteilte. Da die britische Wirtschaft bereits im vorangegangenen Vierteljahr schrumpfte, befindet sie sich nunmehr auch offiziell in der Rezession.

Die in der EU nur um 8,7%. Siehe So viel zum Vergleich. Siehe hier:

https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-07/eu-kommission-wirtschaft-konjunktur

Von daher: England hat ausgespielt.

17:39 von Bender Rodriguez

Seit wann ist eine Revolution zustimmungspflichtig?
.
sie erinnern sich an die Katalanen ?

Boris Johnson in der Zwickmühle

Wie bereits in einigen Kommentaren vermerkt steckt Boris Johnson politisch aber auch persönlich in der Zwickmühle.
Der Himmel auf Erden hat er die Bevölkerung versprochen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist alles andere als rosig. Dazu kommt das Johnson die Corona Seuche nicht in Griff bekommt mit allen wirtschaftlichen Folgen. Der einseitig für England günstige Vertrag mit der EU kommt einfach nicht zu Stande, die EU lässt sich nicht erpressen. Der unglaublich günstige Handelsvertrag mit Amerika lässt auf sich warten, dazu kommt das Amerika zu sehr mit der eigene wirtschaftliche Entwicklung beschäftigt ist. Und zu allem Überdruss stapeln sich die regionale Probleme und das Unterhaus, Irland und ein drohender Bürgerkrieg, Schottland und Wales mit Unabhängigkeitsbestrebungen. Das die EU an allem Schuld sein soll glaubt ihm niemand mehr.

@ dunkeldeutsch (17:40): stimmt exakto - siehe Ergebnis

hi dunkeldeutsch

Die Bevölkerung in Nordirland hat beim Brexit-Referendum mit deutlicher Mehrheit für "stay" gestimmt. Hoffe, Sie können ein bisschen Englisch.

stimmt exakto. Siehe Abstimmungsergebnis vom Referendum:

https://tinyurl.com/y6g3ubap
Spiegel: So gespalten ist Großbritannien 24.06.2016, 13.44 Uhr

1. EU-Befürworter im Norden, EU-Gegner im Süden

Rund zwei Drittel (62 Prozent) haben in Schottland für den Verbleib in der EU gestimmt - so viel wie in keinem anderen Landesteil des Vereinigten Königreichs. Die Leaver konnten sich in keinem Wahlbezirk durchsetzen. In Glasgow votierten 67 Prozent der Wähler für einen Verbleib des Königreichs in der EU, in Edinburgh sogar 74,4 Prozent.

In Nordirland befürwortet ebenfalls eine Mehrheit (55,8 Prozent), in der EU zu verbleiben, wobei vor allem die Wahlbezirke an der Küste für Leave votierten.

Ergo: Nordirland und Irland gehören zur EU.

Ein Sündenbock zur rechten Zeit

@ Demokratieschue:
Es ist der größte Rückgang seit Beginn der Statistik. Kein anderes Industrieland meldete ein so großes Minus.

Dennoch kann die unfähige britische Regierung kaum zur Rechenschaft gezogen werden, denn die offizielle Propaganda wird alles auf Corona schieben.

@ 17:28 von Ishak Basci

Sie vergessen anscheinend, dass die EU überhaupt kein Interesse hat, dass zwischen Nordirland und Irland Grenzbeschränkungen wieder eingeführt werden und so mit das Good-Friday-Agreement gebrochen wird.

Das stimmt schon. Aber wenn es zum "harten Brexit" kommt, werden ironischerweise diesmal die Republik Irland und die EU die Grenzhäuschen bauen, und nicht die Regierung in London.

Man weiß in London, dass die EU diesen Schritt nur sehr ungern gehen wird, was natürlich die Verhandlungsposition der EU in diesem einen Punkt schwächt.

Reisende soll man nicht aufhalten.

Ich hoffe inständig, dass man in Brüssel es auch nicht will.
Die Briten wollen raus aus der EU und das obwohl sie die ganze Zeit Rosinenpickerei betrieben haben.
Die Ankündigung von B. Johnson es werde GB allein viel besser gehen - wir werden sehen.

@ Sisyphos3 (17:42): stimmt - Catalonien will nur von Spanien we

@ Sisyphos3

Seit wann ist eine Revolution zustimmungspflichtig?

stimmt in der Tat. Nur bei Catalonien ist der Fall etwas anders. Sie lassen ein Detail weg:

sie erinnern sich an die Katalanen ?

Catalonien will nur von Spanien weg, aber als eigenständiger Staat in der EU bleiben. Die wollen nicht aus der EU raus sondern in der EU bleiben, genauso wie Schottland, die Orkneys und die Shetland-Inseln, ein wiedervereinigtes Irland und Zypern.

Dieses illegale und illegitime türkische Staatsgebilde auf Zypern ist aufzulösen genauso wie sämtliche türkischen Militärstützpunkte dort.

17:35, Augustus Cäsar

>>Boris,
alles richtig gemacht mit dem verschwenderischen Bürokratiemonster EU.<<

Gut gebrüllt, Löwe!

Auf englisch: Well roared, lion!

(Shakespeare, Ein Sommernachtstraum)

Aber an der Stärke und Überzeugungskraft Ihrer Argumente sollten Sie vielleicht doch noch ein wenig arbeiten.

@ Sisyphos3

Seit wann ist eine Revolution zustimmungspflichtig?
sie erinnern sich an die Katalanen ?

Die Katalanen, die ich kenne, fühlen sich als Spanier und wollen auch weiter in der Primera División spielen.

@ 17:44 von friedrich peter...

Mit "Zwickmühle" ist die Situation Johnsons in meinen Augen verharmlosend beschrieben: Er spielt mit der Zukunft der Brit*innen, droht offen mit dem Bruch eines Vertrages, mit dem er selbst bei den letzten britischen Parlamentswahlen angetreten ist. Und die Situation in Nordirland/Irland scheint ihn nicht die Bohne zu interessieren - soviel Dreistigkeit, gepaart mit Unberechenbarkeit und Interessenlosigkeit an der Zukunft des Landes ist allenfalls noch beim Glebschopf auf der anderen Seite des großen Teiches zu finden.

@ friedrich peter (17:44): ein Vertrag ist immer zweiseitig

hi friedrich peter

Der Himmel auf Erden hat er die Bevölkerung versprochen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist alles andere als rosig. Dazu kommt das Johnson die Corona Seuche nicht in Griff bekommt mit allen wirtschaftlichen Folgen. Der einseitig für England günstige Vertrag mit der EU kommt einfach nicht zu Stande, die EU lässt sich nicht erpressen.

stimmt exakt. Und das ist richtig so. Ein Vertrag ist niemals einseitig sondern immer zweiseitig. Zu einem Vertrag gehören immer mindestens zwei Vertragspartner aber es können auch mehr Vertragspartner sein aber eben nicht nur einer.

Und die USA werden niemal mit England einen Handelsvertrag machen:

Der unglaublich günstige Handelsvertrag mit Amerika lässt auf sich warten, dazu kommt das Amerika zu sehr mit der eigene wirtschaftliche Entwicklung beschäftigt ist.

Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Told you so!

Ich hab das Gefühl das Boris einfach nur diesen "Told you so!" Moment haben will: Solange die Verhandlungen torpedieren bis die EU genervt die Verhandlungen abbricht und den No-Deal von sich aus vorantreibt.

Im Grunde sollten die EU Unterhändler wohl genau das machen: Nach außen hin weiter einen Vertrag anbieten, aber intern schon mal No-Deal mit allen Schikanen ausarbeiten. Wenn sich der Verhandlungspartner nicht gesprächsbereit zeigt, und von vornherein schon zugibt das er den Vertrag brechen will, bzw. mit eigenen Gesetzen aushebeln will, wieso dann überhaupt noch einen echten Guten Willen bei den Verhandlungen zeigen?

Der Antrieb für den Vertrag muss von der Insel kommen. Die Briten müssen Druck auf ihre eigene Regierung ausüben. Und die EU muss sich weiter gesprächsbereit und auch entgegenkommend zeigen. Ich weis jedoch nicht inwieweit sie das jedoch schon macht.

Lasst sie gehen!

Aus meiner Sicht sind die Conservatives nicht an einem Deal interessiert, der für die EU akzeptabel sein könnte.
Es wird sich dann besser zeigen, ob das Modell Europa eine Berechtigung hat oder nicht.
Zumindest kann niemand in England sagen, man hätte das ja nicht gewusst...

Am 08. September 2020 um

Am 08. September 2020 um 17:32 von DrBeyer
@Q-iam 17:21

er hat doch in D.T. ein " gutes Vorbild ".

Nichts neues.

Ja, so sind sie, die Anglo-Amis. Internationales Recht, was kümmert's uns. Ist ja mehr so eine Empfehlung.

Aber wehe, jemand anderes macht's genauso. Dann tanzen sie Foxtrott.

@ andererseits (17:58): Auch für Sie vollumfänglichste Zustimmun

hi andererseits

Auch für Sie vollumfänglichste Zustimmung:

Mit "Zwickmühle" ist die Situation Johnsons in meinen Augen verharmlosend beschrieben: Er spielt mit der Zukunft der Brit*innen, droht offen mit dem Bruch eines Vertrages, mit dem er selbst bei den letzten britischen Parlamentswahlen angetreten ist. Und die Situation in Nordirland/Irland scheint ihn nicht die Bohne zu interessieren - soviel Dreistigkeit, gepaart mit Unberechenbarkeit und Interessenlosigkeit an der Zukunft des Landes ist allenfalls noch beim Glebschopf auf der anderen Seite des großen Teiches zu finden.

exakt genauso ist es und deswegen müssen beide weg zusammen mit Erdogan, Netanjahu, Assad, Putin, Lukaschenko, Duterte, dieser China-Marionette Frau Lam in Hongkong, diesem Regime in Peking, diesem Kim in Nordkorea und dessen Schwester.

RE: DrBeyer um 17:32 ;@Q-iam 17:21

***"EU und Großbritannien
Im Westen nichts neues..."
Doch.
Dass Johnson jetzt sogar anfängt, international verbindliche Verträge zu brechen, ist neu.***

Wir wissen doch schon, seit dem Rauswurf bei der TIMES, dass BJ ein Lügner und Falschspieler ist.
Er und sein Berater Dominic Cummings haben doch schon seit Anfang an nur den harten Brexit im Sinn. Alles andere ist Ablenkung und Täuschung !

Die EU wird das traurige Spiel bis zum bitteren Ende, vor allem für die Briten, durchhalten und weiterverhandeln, auch wenn es letztlich gar keinen Sinn mehr macht.

Gruß Hador

17:50 @fathaland slim ... um bei

... Shakespeare zu bleiben:

Irgendwann wird
B.J. schreien
" ... A horse, A horse, My kingdom for ... "
(Richard III.)

Ob ihn dann ein Pferd retten wird, mag zu bezweifeln sein.

Dieser Boris Johnson soll also nach der Gerichtsverhandlung um die Auslieferung J. Assanges bestimmen?

17:35 von Augustus Cäsar

>>Boris, alles richtig gemacht mit dem verschwenderischen Bürokratiemonster EU.<<

Sie meinen das hat er genau so großartig gemacht, wie er die Corona-Krise gemeistert hat? Eine steile These.

17:38 von AfD mit Glied.... spätestens...

Also wenn endlich Schluss ist mit der Trump Ägide ist, dann kommt TTIP auf leisen Sohlen wieder durch die kalte Küche und dann wird sich auch GB unter dessen weiten Schirm begeben und alles, aber auch alles wird endgültig gut. Schließlich kann man die ganze Expansion nicht China allein überlassen.

And the winner is

Wenn 2 sich streiten freut sich der dritte, das sind diesmal USA und China.
Sowohl EU als auch UK verlieren nur dabei. Beide Parteien werden zukünftig in der Welt noch weniger Bedeutung haben. Schade

 18:07 @Demokratieschue...

Ihre Liste ist unvollständig.

Allerdings gehört diese auch
nicht zum Thema.

Johnson droht?

Womit droht er denn? Dass er anfängt zu weinen, wenn er seinen Willen nicht bekommt?
Wenn man drohen will, dann sollte man auch ein geeignetes Druckmittel in der Hand haben, sonst wird es lächerlich. Und Johnson hat definitiv kein Druckmittel. Harter Brexit? Ja, dann nur zu. Der EU wird es im Gegensatz zu UK nicht schaden. Und da das britische Volk ihn mehrheitlich gewählt hat, tut es mir nicht mal leid.

In wenigen Jahren...

werden wir neidvoll auf die Briten schauen.

Natürlich wird dies zu Beginn zu einer Delle im BIP des UK führen.
Natürlich werden die b´Briten ein paar Jahre benötigen um sich zu sortieren.

Aber den größten Schaden hat Deutschland. Für Deutschland geht erst einmal der Freie Handel in eines der größten Exportländer für sie verloren. Deutschland muss die fehlenden Zahlungen in die EU Kasse ausgleichen. Deutschland verliert einen wichtigen Partner gegen die Verschwendungssucht der Warmwasserländer. Deutschland wird in die Schulden- und Sozialunion gedrängt.

Da die EU in der jetzigen Form aber nicht reformierbar ist, wäre es auch für Deutschland der richtige Schritt. Auch wenn wir den Nachteil des Euro haben, den die Briten (zu Recht) nie wollten.

17:35 von Augustus Cäsar

"""
Boris, alles richtig gemacht mit dem verschwenderischen Bürokratiemonster EU.
"""

Die EU ist kein Bürokratiemonster sondern das Gegenteil. Die EU-Bürokratie hat den Haushalt einer europäischen Großsstadt, mehr nicht.

Außerdem baut die EU Bürokratie ab. Was glauben Sie denn was die Ursache dafür ist, dass es komplizierte Regeln gibt? Die Ursache ist die Summe von Regeln von 27 Mitgliedsstaaten. Der kleinste gemeinsame Nenner ist nun mal so kompliziert oder einfach wie es die Mitgliedsstaaten zu lassen. Die EU als Organisation sind die letzen die es kompliziert wollen. Vorrangiges Ziel ist seit jeher Vereinfachung, gemeinsame Regeln und gemeinsame Standards.

Der Witz ist, die gemeinsamen Standards werden von denen blockiert, die die EU ablehnen um sich dann gleichsam über die Folgen zu beschweren. Fast immer wäre die Lösung für Kritikpunkte an der EU schlicht mehr EU und nicht die unlogische Schlussfolgerung weniger EU. Der reziproke Zirkelschluss vieler EU-Kritiker ist absurd.

@Tarek94 (17:12)

Was geht die EU eigentlich Nordirland (UK) an? Ich denke die sind ausgetreten?
____

Da haben Sie falsch gedacht. Da die Zollgrenze wegen des Backstops auf die irische See verlegt wurde, gehört Nordirland zolltechnisch zur EU. Und muss sich an entsprechende Regeln halten. Dafür behalten dann britische Firmen mit einem Briefkasten in Belfast ihren Sitz in der EU. Nordirland ist also eine Hintertür für britische Unternehmen zum Binnenmarkt.
Eine harte innerirische Grenze wäre übrigens ein Bruch des Karfreitagsabkommens. Langfristig kann sich UK also schon mal von Nordirland verabschieden. Spätestens, wenn die Schotten raus gehen, gibt es auch da kein Halten mehr.

@Augustus Caeser

"alles richtig gemacht mit dem verschwenderischen Bürokratiemonster EU".

Quod erat demonstrandum. Ich denke, dass die Briten der EU noch nachweinen werden - das Pfund auf Talfahrt, die Arbeitslosigkeit hoch, die Nation gespalten, Schottland auf dem Sprung... Der Brexit wird für die Briten teuer werden und die EU könnte durchaus gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen, nach dem die Mitgliedsländer Beschlossenheit gezeigt haben. Die EU ist ein wirksames Instrument, damit die EU-Länder, insbesondere auch Deutschland nicht zwischen den USA und China zerrieben werden. England dürfte dagegen schweren Zeiten entgegengehen.

18:09, Leipzigerin59

>>Dieser Boris Johnson soll also nach der Gerichtsverhandlung um die Auslieferung J. Assanges bestimmen?<<

Entsetzlich.

EU und Großbritannien: Drohungen, Rechtsbruch...

Huch, bei der Überschrift hatte ich endlich einen substanziellen Bericht über die (lt. UN-Sonderberichterstatter) Folterhaft von Julian Assange erwartet. Aber es ging dann doch um Wichtigeres: Vor allem Geld und Macht!
Aber im Ernst:
Das aktuelle mediale Getöse und die Verschwörungstheorien um Russland und Weissrussland stehen in keinem Verhältnis zur faktisch nicht mehr stattfindenden Berichterstattung im Fall Assange.

EU und Großbritannien

"EU und Großbritannien

Im Westen nichts neues..."

Doch.
Dass Johnson jetzt sogar anfängt, international verbindliche Verträge zu brechen, ist neu."

Nein, noch hat er nichts gebrochen, er hat sich bisher nur die Steilvorlage für einen weiteren eleganten u-turn hingelegt.

Natürlich ist Revolution

Natürlich ist Revolution nicht zustimmungspflichtig.

Sonst hätte es nie eine gegeben.

Lächerlich wie sich die EU an der Nase herumführen lässt

Man kann sich nur über die EU wundern, wie sie sich so an der Nase herumführen lässt und sich immer wieder anbiedert. Gespräche einstellen, warten bis die Briten kommen oder eben auch nicht...sich auf die Deadline vorbereiten und gut ist.......die Chinesen bauen Ihre Wirtschaft auf und die Welt lacht über die EU.....man muss sich fast fremdschämen....

Herzliche Grüße

Angriffspunkt Good Friday Abkommen @ Ishak Basci

.... ganz genau. Es geht um Torpedierung der EU Mitgliedschaft von Irland.
An der Grenze zwischen Nordirland und Grossbritannien werden die Briten ihre Zollhäuschen plazieren.
Aber wo sollte die EU ihre aufstellen? An der Grenze zwischen Irland und Nordirland?
Das wiederspräche dem Good Friday Abkommen.

Was passiert also bei einem last Minute-Hard-Brexit?

Die Grenze zwischen Nordirland und Irland wäre quasi einseitig durchlässig.
Britannien kann Waren von Irland nach England verzollen- die EU kann den umgekehrten Weg NICHT verzollen. Die offene Grenze, eine Einladung zu Schmuggel und illagaler Ein/Ausfuhr. Gleichzeitig: Irland, dem grössten Rindfleischexporteur der EU, drohen erhebliche Einbussen im von den Briten kontrollierten Handel mit GB.

Voila: Hier ist sie, die Brechstange, die Boris Johnson, zwischen Irland und die EU setzen wird.
Es folgt: Freihandelszone FTA GB/ Amerika. Steuerparadies GB- bei schwachem Pfund, Irland wird sehr hart geprüft. Was wetten?

@dummschwaetzer, 18:22 Uhr

Ein Dexit würde Ceutschland bei weitem mehr schaden als nutzen, in dieser Einschätzung sind sich die Wirtschaftsexperten überwiegend einig. Deutschland als 3. größte Exportnation ist in hohem Maße Nutznießer des europäischen Binnenmarktes. Das wiegt wesentlich stärker als der Umstand, fdass Deutschland der größte Nettozahler in der EU ist, zumal diese Zahlungen ja auch die euroäische Gemeinschaft in der Gesamtheit stärken, was sich wiederum für die deutsche Wirtschaft positiv auswirkt. Die Politik der Bundesregierung von von Kanzlerin Merkel, die EU politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren, ist deshalb absolut vernünftig.
Nur eine starke EU wird sich gegen China und die USA behaupten können. Natürlich schmerzt der Brexit, die Briten werden aber am Ende der große Verlierer sein.

Gb könnte auch den

Gb könnte auch den Commonwealth reaktivieren. Und dann lachen sie die winzige EU wirklich aus.
Aber wenn das so einfach wäre, warum haben sie es nicht längst gemacht?

@18:22 von dummschwaetzer

Sie stellen die Sache auf den Kopf. Nicht Deutschland hat den Schaden, sondern die Briten, denn der wichtigste Handelspartner der Briten ist mit großem Abstand die EU. Und diesen Handelspartner zu ersetzen ist sehr schwer oder fast unmöglich. Die Briten werden nach wie vor deutsche Produkte haben wollen, die Deutschen nicht unbedingt die Produkte der Briten. Schlecht gelaufen für UK.

Level Playing Field

Beim sogenannten Level Playing Field werden die Standards für die künftigen Beziehungen zwischen EU und Großbritannien gesetzt. Dabei ist zu beachten das sowohl jetzige und künftige Industrie- und Sozialstandards der EU nicht Gegenstand der Verhandlungen sind. Sie können also nur als Ganzes akzeptiert oder abgelehnt werden, so wie es in der Europäischen Freihandelszone auch üblich ist. Nur wenn diese Standards akzeptiert werden bleiben die komplexen Lieferketten bestehen. Andernfalls gibt es keine gemeinsamen Produkte mehr, die auf der Insel und Kontinentaleuropa gefertigt werden können. Allenfalls Fertigprodukte können noch grenzüberschreitend gehandelt werden. Aber auch dazu muss es Verträge geben. Größeren Spielraum sehe ich hingegen bei den Fischereirechten der EU in britischen Gewässern.

@18:31 von Doktor Alban

über die (lt. UN-Sonderberichterstatter) Folterhaft von Julian Assange erwartet.

Folterhaft in Großbritannien? Klingt nach einer Verschwörungstheorie. Haben Sie oder der UN-Sonderberichterstatter Belege für diese Behauptung?

Das aktuelle mediale Getöse und die Verschwörungstheorien um Russland und Weissrussland stehen in keinem Verhältnis zur faktisch nicht mehr stattfindenden Berichterstattung im Fall Assange.

Der Unterschied ist, Großbritannien ist ein moderner Staat und die Judikative ist unabhängig. Steht wirklich in keinem Verhältnis zu den anderen.

@ 18:41 von Politikinteress...

Die EU biedert sich nicht an, sie hat einen verlässlichen kompetenten EU-Chefunterhändler in Michel Barnierund orientiert sich an den Gegebenheiten und auch an den eigenen Interessen, v.a. auch des Mitgliedlandes Irland.
Dagegen scheinen in London und der Downingstreet No.10 die Fetzen zu fliegen, wenn der Chefjurist der Johnson-Regierung das Handtuch wirft.

@nikioko 18.20

auch der EU würde es schaden. So gut steht die EU aktuell auch nicht da, als dass der Wegfall weiterer wichtiger Kunden nicht weh täten. Schauen Sie mal die vielfältigen wirtschaftlichen Verflechtungen an und sehen Sie sich mal innerhalb der EU die Situation an, in F, Italien, ES z.B.

Kein Problem

"Mehr Realismus von der EU in Bezug auf unseren Status als unabhängiger Staat." Als souveräner Staat gibt es die Möglichkeit sich selbst um sich zu kümmern. Das bedeutet ja auch "... first". Welche Erwartungen gibt es noch als Ich-AG? Die historische Bevorzugung auf Grund militärisch-kultureller "Überlegenheit" fällt dieses Jahr aus. Wer allein sein möchte, darf das.

Brexit ist nur denklogisch!

Und weiterhin ist man in Brüssel unfähig und nicht willens, über die Gründe und Ursachen nachzudenken, die zum Brexit geführt haben und - Gott hilf - auch einmal aus den eigenen Fehler die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Die Briten wollen keine EU, die eine

- Massenmigration aus Afrika / dem Orient herbeiführt bzw. diese zulässt

- eine Schuldenvergemeinschaftung, die de facto schon seit Jahren über die Anleihenaufkaufprogramme der EZB besteht, nun auch offiziell mit Corona-Bonds zementiert

- politkorrekte Sprache der Europäer kontrolliert

Die Briten sind ja grundsätzlich für ihre Spleens bekannt, aber so verrückt ist auf der Insel nun auch keiner, bei solch einem Blödsinn mitzumachen.

Gott weiß, warum die Deutschen so masochistisch sind, bei solch einem Unsinn noch mitzumachen!

Was soll einem da noch

Was soll einem da noch einfallen? Da möchte man am liebsten mitverhandeln (ganz taktisch): Johnson sollte nicht wieder übertreiben. Ist er überhaupt schon wieder ganz auf den Beinen, nach dem Virusbefall? Er sollte sich nicht zuviel zumuten. Jetzt noch ein Rechtsbruch? Und dann vielleicht im Herbst, zum Verhandlungsende die zweite Welle in GB mitmachen? Wie viel Antikörper hat er denn noch? Oder hatte die Erkrankung im Frühjahr doch auf sein Hirn übergegriffen? Echt, was soll man dazu noch sagen?
Herr Johnson, so geht es nicht! Politiker müssen das Recht respektieren, Engländer sowieso, sonst werden die Geschichtsbücher ein weiteres Kapitel für üble Politiker bereithalten müssen. Das wollen die Engländer eigentlich für andere als für Landsleute freihalten. Also, bitte mehr Mühe geben und ehrlich machen. Sie reden mit Ihren europäischen Verwandten. Wir wollen Sie verstehen, dann uns einigen, sonst nix.

@18:52 von Blit...Bot..Brei...

Manche kritisieren die EU und ihre Vertreter*innen und loben den Brexit über den grünen Klee ohne wirkliches Interesse an der Lebenssituation der Brit*innen zu haben - ihnen geht es eher um die "nationale" und EU-feindliche Agenda der eigenen deutschen "Lieblings"partei; das könnte - vorsichtig formuliert - meiner Einschätzung nach bei Ihnen der Fall sein.

das wird schon!

- Dafür behalten dann britische Firmen mit einem Briefkasten in Belfast ihren Sitz in der EU. -
Durch einen Vertrag zwischen USA und GB können amerikanische Unternehmen in GB expandieren und in Belfast einen Briefkasten aufstellen. Guter Zugang zur EU.
Ich glaube die Briten werden auch merken, was die Zusagen von Trump wert sind. America first!

18:52, Blitzgescheit

>>Die Briten wollen keine EU, die eine

- Massenmigration aus Afrika / dem Orient herbeiführt bzw. diese zulässt<<

GB war nie Teil des Schengenraumes und hatte auch nie vor, es zu werden.

>>- eine Schuldenvergemeinschaftung, die de facto schon seit Jahren über die Anleihenaufkaufprogramme der EZB besteht, nun auch offiziell mit Corona-Bonds zementiert<<

GB hatte mit der EZB nie etwas zu tun und hatte auch nie vor, dem Euroraum beizutreten.

RE: deutlich um 18:49;@nikioko 18.20

***auch der EU würde es schaden. So gut steht die EU aktuell auch nicht da, als dass der Wegfall weiterer wichtiger Kunden nicht weh täten.***

Das stimmt zweifelos, aber die EU exportiert ins UK rund 10 Prozent seiner Exporte, während umgekehrt das UK rund 50 Prozent seiner Exporte in die EU abwickelt.
Und was die wirtschaftlichen Verflechtung angeht, werden es sich gerade die intern. Konzerne nicht lange zuschauen, wie ihre Lieferketten unterbrochen werden, dazu kommen dann noch die Zollschranken. Da bin ich gespannt, wie viele Arbeitplätze von der Insel auf den Kontinent abwandern. Jeder davon ist in der EU herzlich willkommen !

Gruß Hador

@18:52 von Blitzgescheit

Ihre Argumente sind dünn geworden, nachdem fathaland slim gleich zwei Ihrer Fehlgriffe aufgezeigt hat. Die Briten hatten nie etwas mit Massenmigration zu tun und das Anleihenaufkaufprogramme der EZB interessiert nur Länder mit Euro. Bleibt noch die political correctness. Aber glauben Sie wirklich, dass man wegen so einem Pippifax aus der EU aussteigt? Mir scheint, Sie wollen unbedingt die EU schlechtreden und die Briten hochloben. Aber dann doch bitte mit überzeugenden Argumenten. Begründen Sie bitte stichhaltig, warum die Briten so toll sind und die EU so mies.

increase in exports?

Britische Mitforisten, die den schlimmen Wertverlusten des Pfund eine schöne Export-Seite abzugewinnen versuchen, sollten diese Fakten aus dem CIA World Factbook (Stand heute) kennen „The UK economy has begun to slow since the referendum vote to leave the EU in June 2016. A sustained depreciation of the British pound has increased consumer and producer prices, weighing on consumer spending without spurring a meaningful increase in exports.“

EU und Großbritannien

Schade das viel hier die demokratische Entscheidung immer noch schlecht reden.

Das Länder auch ohne oder gerade weil Sie nicht in der EU sind, so wie die Schweiz sehr gute Politik für Ihre Bürger machen erkennen Sie nicht.

Gerade Corona hat ja das versagen der EU meiner persönlichen Meinung deutlich gemacht.
Schneller Schutz für Bürger gab es nur durch die nationalen Entscheidungen.

"Nur so viel: Es hat was mit

"Nur so viel: Es hat was mit dem nordirischen Friedensprozess"

Also etwas, mit dem die EU seit dem 01.Jan.2020 nichts mehr zu tun hat? Was gehen die EU die "Friedensprozesse" der Briten an? Könnte es sein, daß gerade wegen dieser Einmischung der EU in die inneren Angelegenheiten des Vereinigten Königreichs die Briten den Vertrag nicht erfüllen wollen?

Johnson !

Der ist genauso ein Lügner und Betrüger wie Trump, und genauso hinterhältig, versucht es immer wieder mit Erpressungen.
Nur nicht nachgeben, liebe EU !
Wenn es kein Abkommen gibt, wird dies die Regierung in London dann schon zu spüren bekommen, vom eigenen Volk !!

@ Demokratieschue

Nein, es ist komplizierter als das. Ein vereintes Irland ist einfach nicht realistisch und beide Seite sind sich das bewusst. Die Unionisten sind nun mal ein großer Block und die kann man einfach nicht ignorieren.

Keine Grenze und gut ist. Nur ist das Vereinte Königreich zu inkompetent, um das zu erreichen.

@ 20:00 von werner1955

Dann schauen Sie mal, wie sehr die Schweiz die Zusammenarbeit mit der EU schätzt. Das Vertragswerk ist dick. Aber ich verstehe überhaupt nicht, wieso Corona irgendeine Rolle in der EU spielt. Selbstverständlich hat das jedes Land selbst geregelt. Ich verstehe Ihre Argumentation nicht.

@ werner1955

"Gerade Corona hat ja das versagen der EU meiner persönlichen Meinung deutlich gemacht.
Schneller Schutz für Bürger gab es nur durch die nationalen Entscheidungen."

Oh ja, natürlich...
Besonders Großbritannien hat sich da vorbildlich verhalten - auf Grund der isolierten Insellage ein leichtes...
Komischerweise war das Gegenteil der Fall.

Jetzt mal Hand aufs Herz werter Werner: Sind Sie tatsächlich dermassen desinformiert oder glauben Sie so etwas tatsächlich?

Briten wandern nach Europa aus...

Seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 verlassen viele Briten das Vereinigte Königreich, emigrieren aufs europäische Festland und beantragen die Staatsbürgerschaft eines EU-Landes.
Allein in Deutschland hat die Zahl der Briten, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben, um 2000 Prozent zugenommen. 
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Na dann. Welcome in Germany.

@20:05 von Tarek94

Irland bleibt in der EU, Nordirland gehört zu UK. Es gibt keine Einmischung, aber es muss geregelt werden, wie der Handel zwischen zollpflichtigen Ländern funktioniert. Nordirland wird weiterhin eine begrenzte Zahl von EU-Vorschriften, insbesondere im Zusammenhang mit Waren, einhalten müssen, und der Zollkodex der Union wird für alle nach Nordirland verbrachten Waren gelten. Für aus dem Vereinigten Königreich nach Nordirland verbrachte Waren gelten die EU-Zölle. Das ist alles rein wirtschaftlich und es findet keine Einmischung in innere Angelegenheiten statt. Es geht also darum, dass Schlupflöcher und Zollbetrug vermieden werden müssen.

@17:12 von Tarek94

Was geht die EU eigentlich Nordirland (UK) an? Ich denke die sind ausgetreten?

Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben sollten: Durch das zwischen dem UK und der ROI geschlossene Karfreitagsabkommen wurde unter anderem eine grüne Grenze zwischen Nordirland (UK) und der Republic of Ireland (ROI) vereinbart. Mit dem Brexit ist genau diese offene Grenze gefährdet, falls das UK ohne Folgeabkommen austreten will.

Der soll mal schön drohen

Boris Johnson droht also, echt niedlich.
Der Mann begreift einfach nicht, dass er nicht in der Position ist mit irgendwas zu drohen. Wenn die keinen Vertrag wollen, bitte, dann halt ohne Vertrag. Die EU ist auf den Brexit sowieso besser vorbereitet als die Briten.

dermassen desinformiert?

Tretschko@
Nein, ich schätze nur demokratische Entscheidungen der Wähler und kann Sie akzeptieren.

@Witzlos18 um 17:14

Die Frage ist doch, ob das Nordirlandankommen ein eigenständiger Vertrag ist, oder im Zusammenhang mit einem Handelsabkommen steht, das bisher die EU verschleppt hat.
.
Im Zweifel kann man mit Wegfall der Geschäftsgrundlage argumentieren.

@20:43 von Hirschauer

"...das bisher die EU verschleppt hat...."

Dass sich der Brexit so lange hinzieht, ist also der EU zu verdanken? Sie stellen die Tatsachen auf den Kopf.

Wer internationales Recht vorsätzlich bricht,

mit dem kann niemand internationale Verträge abschließen.
So kann man natürlich auch einen Brexit ohne Vertrag herbeiführen.

@Nettie um 17:34

Sollte es bis 31. Dezember kein Abkommen geben, dann scheiden GB aus der EU entgültig aus und es enden alle (und alle heißt auch alle) Verträge mit der EU. Rosinenpickerei durch Brüssel wird es nicht mehr geben.

@Demokratieschülerin um 19:37

> Die EU ist nunmal stärker als England.<
.
Wobei bitteschön? Im Aufbau von überflüssiger Bürokratie? Beim Geldverschwenden deutscher Steuergelder?
Was hat die EU seit 1994 (solange gibt es diese schon) wirklich zu Wege gebracht?

@18:41 von Politikinteress...

Man kann sich nur über die EU wundern, wie sie sich so an der Nase herumführen lässt und sich immer wieder anbiedert.

Mal wieder dieses undifferenzierte man... Nennen sie doch das Pferd beim Namen, "Sie können sich..."

Gespräche einstellen, warten bis die Briten kommen oder eben auch nicht...

Das Problem ist hier, dass sich die EU für ihr Mitglied Irland (Republic of Ireland) einsetzt, die natürlich ihrerseits auf die Einhaltung des zwischen der RoI und dem UK geschlossenen Karfreitagsabkommens pocht.

man muss sich fast fremdschämen....
Mal wieder dieses undifferenzierte man... Sie glauben, sich fast fremdschämen zu müssen, weil sie da offensichtlich einige Details nicht verstanden haben...

Am 08. September 2020 um 20:00 von chwarz

„CIA World Factbook (Stand heute) kennen „The UK economy has begun to slow since the referendum vote to leave the EU in June 2016. A sustained depreciation of the British pound has increased consumer and producer prices, weighing on consumer spending without spurring a meaningful increase in exports.“

So ist es.

Wenn das Brexit-Abkommen scheitert, wird der Handel zwischen GB und der EU mit Zöllen belegt.

Das Pfund wird an Wert einbüßen,

was zwar

die Wettbewerbsfähigkeit erhöht, aber auch
Kredite erheblich verteuert.

Und was nützt das den Arbeitern,
wenn die Monatskarte jetzt 100₤,
anschließend 200₤ kostet.

@21:06 von Hirschauer

es enden alle Verträge. Dennoch wird sich UK an seine Verpflichtungen halten, denn auch Verträge, die enden, sind einzuhalten, so auch die Zahlungsverpflichtungen. Ist immer nett zu sehen, wenn die Deutschen es gerne sehen, wenn die Engländer uns eins auswischen. Gründe sind hier im Forum schon genannt worden (z. B. 18:58 von andererseits), deshalb möchte ich sie nicht wiederholen.

@20:34 von Magfrad

//Der Mann begreift einfach nicht, dass er nicht in der Position ist mit irgendwas zu drohen. Wenn die keinen Vertrag wollen, bitte, dann halt ohne Vertrag. Die EU ist auf den Brexit sowieso besser vorbereitet als die Briten.//

Schon richtig, aber in der EU denkt man vielleicht etwas mehr an all die Menschen, die direkt in unschöner Weise von einem harten Brexit betroffen wären.
Nur ein Beispiel von vielen:
***28,5 Prozent der internationalen Studierenden und knapp 17 Prozent des Forschungspersonals an britischen Hochschulen stammen aus der EU. Erstere
befürchten beispielsweise restriktivere Bedinungungen beim Zugang zu Studienkrediten und wesentlich höhere Hochschulgebühren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wiederum vermissen eine verlässliche Arbeits- und Bleibeperspektive für sich und ihre
Angehörigen. ***

@21:11 von Hirschauer

"...Was hat die EU seit 1994 [...] wirklich zu Wege gebracht?

Eine stabile Wirtschaft mit einem vorbildlichen Qualitätsmanagement und sehr verlässlichen Regeln, die eine unglaubliche Vereinfachung des Handels mit sich bringen, innerhalb der EU und auch zwischen EU-Ländern und anderen Staaten.

@Der britische Chefunterhändler David Frost

>> Wenn Brüssel das "in der sehr begrenzten
>> Zeit, die uns noch bleibt, nicht schafft,
>> dann...

Ähh, erst monatelang verzögern und nichts entscheiden und jetzt auf ein Mal Druck aufbauen und drohen? Wir sollten ausprobieren, wer am längeren Hebel sitzt!

Endspiel der Tragödie von "Johnspeare":

Sie haben Recht , Bojo, über den Zenit seines unheilvollen Schaffen hinaus, riskiert für die Steigerung seiner stark geschwundenen Popularität , die sich parallel zu seinen tatsächlichen Leistungen bewegt, mit seinem von jeher erstrebten No Deal tatsächlich einen Erneuten Bürgerkrieg in und um Nordirland indem er auch diese vertraglichen unterschriebenen Vereinbarungen platzen lassen will.. Er versucht seinen eigenen Schrecken über die Perspektivlosigkeit diese Weges als "Erschrecken der EU" und somit als eigene Stärke seinen Fans zu verkaufen. Die Mehrheit der britischen Wähler wollten ja diesen Tropf als Ihren neuen Premier. Sollen Sie doch, die Rechnung kommt wie immer erst später, wenn es zu spät ist.

>> Was geht die EU eigentlich

>> Was geht die EU eigentlich Nordirland (UK)
>> an? Ich denke die sind ausgetreten?

Wenn Nordirland aber nach dem Karfreitagsabkommen aus UK aus- und der Republik Irland beitritt, gehören sie wieder dazu.

Die Grenze zwischen

Die Grenze zwischen Nordirland (GB) und Rep. Irland ist bei endgültigem Brexit die EU-Außengrenze zum Vereinigten Königreich. Die beiden irischen Teile wollen natürlich keine Grenze s. auch Karfreitagsabkommen (UK-Irland), und dieses Irlandproblem war wiederum Teil des Austrittsvertrags zwischen UK und EU. Den will Johnson nun nicht mehr anerkennen.

Nun treten hohe Regierungsbeamte in GB zurück, weil ihre Regierung internationale Verträge bricht, und viele Briten zitieren den Nordirland-Minister, der sagte: ja, das verstoße gegen internationales Recht, wenn auch in sehr spezifischer und begrenzter Hinsicht.

Witzig finde ich Johnsons Strategie schon: "Wenn Du, EU, meinen Vertragsbruch nicht akzeptierst, schieß ich mir auch noch ins andere Knie, dann wirst Du schon sehen!".

@20:00 von werner1955

Schade das viel hier die demokratische Entscheidung immer noch schlecht reden.
Nun ja: es war eine (im Übrigen: unverbindliche) demokratische Entscheidung. Aber ganz ehrlich: muss ich die "demokratische" Machtübernahme vor knapp einem Jahrhundert gut finden, nur, weil sie "demokratisch" war?

Das Länder auch ohne oder gerade weil Sie nicht in der EU sind, so wie die Schweiz sehr gute Politik für Ihre Bürger machen erkennen Sie nicht. Geradedie Schweiz ist ein schlechtes Beispiel für Politik ohne die EU. Ist die Schweiz doch sogar im Schengenraum...

Gerade Corona hat ja das versagen der EU meiner persönlichen Meinung deutlich gemacht. Tja: eine Schwäche der EU ist meiner persönlichen Meinung nach, dass 27 Einzelstaaten halt doch noch zu viele selbstständige Rechte wahrnehmen, unter anderem, wann sie die Grenzten schließen. Hätte eine EU-Zentralregierung rechtzeitig "Grenzen zu für alle" befohlen, wäre der schnelle Schutz früher erfolgt.

Corona-Weltspitze: Johnson

Gerade Corona hat ja das Versagen Johnsons mit den bei weitem schlimmsten Todeszahlen Europas in GB deutlich gemacht: Gemäß ZEIT 5.8. „In den USA etwa starben der Hopkins-Uni zufolge 47,5 Menschen pro 100.000 Einwohner, in Brasilien 45. In Großbritannien liegt dieser Wert jedoch bei 70, in Italien bei 58 und in Schweden bei 56 - in Deutschland bei 11.“ Bei Todeszahlen hilft die Ausrede zuvieler Tests gar nichts. Sogar Weltspitze ist das Corona-Versagen Johnsons.
Noch nicht nachgesehen habe ich 2 Fragen: A) Wieviele Mrd. Wertverluste hatte das britische GDP bereits ggü. dem Euro seit June 2016 (was ja nichts ist als ein Vorgeschmack)? B) Vor allem werden - über das jährliche GDP hinaus – alle über ewig lange Zeit aufgebauten irischen Vermögenswerte relativ aufgewertet, alle britischen abgewertet. Das Wievielfache der Abwertung müsste Johnson durch harten Brexit ggü. einvernehmlichem Brexit „hereinholen“?

Einseitige Berichterstattung

Leider wird lediglich berichtet, das GB eine Änderung eines Gesetzes vornehmen will, welches anscheinend nicht ganz rechtmäßig wäre. Ausgespart wird aber inwiefern dies rechtswidrig wäre, was für ein Gesetz dies wäre und warum die Rechtswidrigkeit aus Sicht GB wohl vertretbar wäre und das Gesetz auch Bestand hätte. Ich fühle mich insofern etwas schlecht informiert.

@Teenriot um 18:23

Die Mitglieder der EU haben ein BIP von rund 18 Billionen €uronen. 1 % davon geht an die EU (180 Milliarden), dazu kommen noch die Zolleinnahmen.
Welche europäische Großstadt verfügt über rund 200 Milliarden (selbst Berlin nicht, trotz satter Transfers).
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Die Zahlen sind Wikipedia entnommen.

@Anna-Elisabeth 21:21

Ja dies wäre sehr traurig wenn es solche Restriktionen gäbe, aber da müsste man dann halt durch. Es ändert nichts an der Tatsache, dass UK und Johnson in der mieseren Position sind als die EU. Boris Johnson wird dies aber nie begreifen und er will ja sowieso keinen Vertrag.

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