Kommentare

Es steht zur Frage ob

man durch alle Massnahmen nicht das Gegenteil bewirkt. In Summe sterben vermutlich genau so viele Menschen. Man gibt dem Virus aber die Gelegenheit über längere Zeit zu mutieren und wesentlich bösartiger zu werden. Unter Umständen wird man ihn dadurch nie mehr los. Und die bessere Strategie läge in der Durchseuchung.

Umsichtig Handeln heißt nicht, dem Virus die Regie zu überlassen

Frankreichs Bildungsminister:
"Ohne Schule verstärken sich die schulischen und die sozialen Ungleichheiten. Kinder lernen nicht mehr, in der Gemeinschaft zusammenzuleben. Von daher ist es ganz klar, dass alle Kinder in Frankreich zurück in die Schule kommen müssen."

Der Familienvater:
"Ich verstehe schon, dass die Kinder nicht (...) für immer Heimunterricht machen können. So gesehen verstehe ich die Regierung auch, wenn sie die Kinder wieder in die Schule schickt, selbst wenn es eine zweite Welle gibt."

Die ist offenbar nicht ganz so mörderisch wie die erste. O.g. Positionen sind nachvollziehbar; beides muss so gut wie möglich vereinbart werden: Schulunterricht und alles, was hilft, zu verhindern dass die Pandemie wieder außer Kontrolle gerät. Also Masken und ggfs. geeignete Teststrategien.

Die Schülerin: „ist in jedem Fall froh, dass es nach mehr als acht Wochen Ferien endlich wieder losgeht. Und wäre sogar bereit, dafür eine Maske zu tragen"

Zumal die heiße Jahreszeit vorbei ist.

Immer wichtiger

Ob Frankreich oder Deutschland, überall die gleiche Entwicklung. Als erstes: Ich bin kein Maskenverweigerer, trage sie zwar nicht aus Überzeugung, denke aber, dass sie in manchen Situationen helfen können, wo es zu kurzzeitigen engen Begegnungen kommt. Ich habe aber leider den Eindruck, dass Masken immer wichtiger werden, je mehr davon produziert werden. Abstand wird nicht mehr gehalten, man hat ja Masken und rückt einander wieder auf die Pelle. Selbst volle Schulräume sind nicht mehr problematisch. Aber wehe, man hat keine Maske, dann ist man ein potentieller Massenmörder. Diese Dinger wurden während der Zeit der Nicht-Verfügbarkeit von der Politik übrigens strikt abgelehnt. Interessant wird es, wenn mal ein Überbestand im Handel besteht. Dann müssen die Dinger wahrscheinlich sogar zuhause und beim Schlafen getragen werden, so wichtig werden sie sein.

Mit dem Modell Scheden die Pandemie beenden -

Vier führende Wissenschaftler haben im israelischen Medium Haaretz in einem Artikel skizziert, wie die Corona Pandemie in Israel und anderen Ländern ohne größere Probleme beendet werden kann, lange bevor es eine Impfung gibt.

https://bit.ly/3beVp7r

sehr lesenswert...

@backfix

"Ich habe aber leider den Eindruck, dass Masken immer wichtiger werden, je mehr davon produziert werden." Am 01. September 2020 um 16:15 von backfix

*

Ich finde, das ist etwas weit hergeholt.
Masken sind nicht gleich Masken. Die meisten Behelfsmasken sind selbstgebastelt. Manche Bastler verdienen sich damit paar Euro dazu, indem sie Masken mit bestimmten Motiven verkaufen.

Ich habe meinen Kindern auch paar hübsche gekauft, um den Lappen vorm Gesicht halbwegs erträglich zu machen.

Maske, Abstand und viele Sorgen

... nur nicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Da dürfen sich alle weiterhin zusammenquetschen wie Dosensprotten.
Macht auch Sinn so vor und nach der Schule...

@ tagesard09

Ihre Ausführungen sind reine Meinungsmache und unrealistische Behauptungen.

Wieso sollte das Virus "wesentlich bösartiger" werden?

Im Gegenteil, es wird sogar seit einigen Wochen vermutet, dass es weniger aggressiv ist, als zuvor. Aber auch das ist noch nicht abschließend untersucht.

Ich frage mich auch immer, wie sich Leute wie Sie so eine "Durchseuchung" vorstellen.

Zum Einen ist längst bekannt, dass die Chancen für eine natürliche Herdenimmunität äußerst gering sind, da sich die Menschen innerhalb weniger Monate erneut anstecken können.

Und wie soll dieses Land funktionieren, wenn ein großer Anteil der Menschen krank ist? Wer geht dann zur Arbeit? Wer öffnet die Supermärkte? Wer pflegt und versorgt die ganzen Krabken?

Abgesehen von den zehntausenden Toten, die Sie für Ihre nicht machbare "Durchseuchung" nebenbei akzeptieren wollen.

16:06 von tagesard09

Zitat:"Und die bessere Strategie läge in der Durchseuchung."

Ganz davon abgesehen, dass Sie hier Menschenleben und Gesundheit fahrlässig aufs Spiel setzen - was passiert, wenn das Virus NACH der "Durchseuchung" mutiert?

@Es steht zur Frage ob 16:06 tagesard09

"man durch alle Massnahmen nicht das Gegenteil bewirkt. "

Das steht nicht (mehr) zur Frage.
Alle Daten deuten darauf hin, dass der Virus schwächer wird, dafür aber virulenter.
Wir werden also noch länger mit ihm leben müssen.
- denn er ist immer noch gefährlicher als die Grippe

Die Natur hat offensichtlich die Variante gewählt: Lieber etwas 'untödlicher' dafür langlebiger.
Ebola oder Pocken wären die 'andere Verhaltensvariante' gewesen.

Man freunde sich mit mehr Disziplin an bis ein Vakzin genügend gestestet ist.
Und das wird etwa frühestens 2021 sein.

@Demokrat49

"Und wie soll dieses Land funktionieren, wenn ein großer Anteil der Menschen krank ist? Wer geht dann zur Arbeit? Wer öffnet die Supermärkte? Wer pflegt und versorgt die ganzen Krabken? Abgesehen von den zehntausenden Toten" Am 01. September 2020 um 16:31 von Demokrat49

*

Das ist Schwarzmalerei.

Genau die Bereiche, die Sie beschrieben liefen am längste oder sogar ohne Maske ohne dass speziell dadurch zu "zehntausenden Toten" gekommen ist.

In der Medizin musste man zwar Masken tragen, aber da und in der Pflege galt von Anfang an die erweiterte Quarantäne. Das heißt während ein Bürohengst seine Quarantäne zu Hause absitzen dürfte mussten diese Leute weiterhin arbeiten - aber einkaufen gehen und tanken fahren dürften sie nicht.

In den Supermärkten haben die Mitarbeiter meistens immer noch keine Masken auf. (In kleineren Läden schon eher.)

Im Kindergarten geht es eh nicht mit Maske, die Kinder sind zu klein. Und selbst in F findet man Masken pädagogisch nicht wertvoll (deshalb ab 11)

Für mich sieht es so aus, als ob Länder mit besserer medizinischen und sozialen Versorgung die Pandemie bislang besser überstanden haben.

Ich denke, das kann daran liegen, dass chronisch kranke in besseren Systemen nicht so schwer oder so schnell so schwer krank werden, wie in Systemen ohne diese Versorgung. Dazu gehören Zuzahlungen zu Medikamenten ebenso wie warme Wohnung im Winter.
Ein gut gepflegter Körper kommt sicher trotz Vorerkrankungen mit Corona besser zurecht als ein Körper, der keine lange, bzw. keine dauerhafte Unterstützung durch Medikamente erhält und in der Kälte sitzen muss.

Es wäre interessant die Sozail- und Gesundheitssysteme der Länder zu vergleichen.

@demokrat49 - Herdenimmunität ist auch bei der Impfung das Ziel

Und was das andere Thema betrifft - hier gerne nochmals den link dazu, wie man mit der Pandemie umgehen sollte. Zumindest wenn man den 4 Wissenschaftlern glauben kann:

https://bit.ly/3beVp7r

Prof. Udi Qimron, Leiter der Abteilung für Klinische Mikrobiologie und Immunologie, Medizinische Fakultät der Universität Tel Aviv;
Dr. Uri Gavish, Physiker, Experte für Algorithmenanalyse und biomedizinischer Berater;
Prof. (Emeritus) Eyal Shahar, Epidemiologe, Universität von Arizona;
Prof. Michael Levitt Nobelpreisträger Chemie 2013, Structural Biology, Stanford University

Es gibt keine Zehntausende Tote, wenn man eine Durchseuchung macht. Diese passiert doch schon. Jeden Tag. Tote gibt es, wenn man die Hochrisikogruppe nicht gut genug schützt.

@ Tada

Das ist keine Schwarzmalerei, sondern simple Mathematik und zudem auch in vielen anderen Ländern zu beobachten, in denen die Beschränkungen zu spät kamen oder nicht lange genug durchgehalten wurden.

Lassen wir die Vorsichtsmaßnahmen fallen, infiziere sich in kürzester Zeit hundertausende. Die fallen auch bei leichten Symptomen bei der Arbeit aus. Von denen, die wegen schwererer Symptome krankenhaus- und tw. intensivpflichtig werden, will ich gar nicht erst anfangen.

Ausser der Beachtung der

Ausser der Beachtung der derzeit gültigen AHA-Regeln gibt es weder in Deutschland noch in Frankreich oder anderen Ländern eine Möglichkeit, sein Gegenüber und teilweise auch sich selbst einigermaßen zu schützen. Hoffen wir auf die Entwicklung eines sicheren Impfstoffes und von Medikamenten, die die durch das Virus verursachte Erkrankung beherrschbar machen!
Bezüglich der Tatsache, dass es zu Beginn der Pandemie hieß, der MNS würde nichts bringen, frage ich mich, was denn passiert wäre, hätte man bei dem vorhandenen Mangel gesagt, er sei sinnvoll! Ich vermute, das hätte auch hier wieder nur zu Vorwürfen gegenüber dem Gesundheitsminister, der Regierung und allen, die man nur allzu gerne für alles verantwortlich macht, geführt.

Kinder und Influenza / SARS cov-2

Auch wenn es viele nicht glauben werden - Kleinkinder, Kinder und Jugendliche haben ein deutlich höheres Risiko mit der Influenza einen schweren Verlauf zu haben als mit SARS-Cov-2.

Während die Letalität bei Corona fast linear mit zunehmendem Alter ansteigt, ist es bei der Influenza so, dass sehr junge und sehr alte Menschen besonders gefährdet sind.

Ein interessantes Phänomen, ich bin gespannt welche Erklärung man dafür mal finden wird...

Es spricht also vieles dafür, dass es relativ unproblematisch ist die Schulen zu öffnen. Zumindest was Corona betrifft. Und wegen der normalen Grippe hat man Schulen ja sowieso noch nie geschlossen, da war dann halt mal die halbe Schule krank...

Hier ein Link aus der Ärtzezeitung:

https://bit.ly/3lFAQWo

@ vriegel

Die Wirkung einer Impfung (muss) anders ausfallen, als die der Erkrnakung. Ansonsten ist die Impfung nicht wirksam und damit nicht zulassungsfähig.

Es passiert auch keine Durchseuchung. Das haben mehrere Studien bereits gezeigt. Die Quoten sind selbst in Ländern, in denen weniger Maßnahmen ergriffen wurden, viel zu gering.

Und noch mal - wie es im Moment aussieht, kann jeder, der erkrankt war, innerhalb weniger Monate wieder erkranken. Es wird wahrscheinlich keine "natürliche Durchseuchung" geben.

Da gibt es glaube ich schon eine Erklärung dazu.

Wenn ich die Virologen richtig verstanden habe, dann unterscheidet sich der Coronavirus im Vergleich zum Influenzavirus vorallem darin, dass er nur kleine Teile an sich verändern kann. Dies gibt dem Körper die Chance schneller zu reagieren, wenn er nur einen gewissen Bestandteil des Viruses ausfindig macht. Der Influenzavirus kann ganze Bereiche mit einem andern Influenza austauschen, was das Erkennen des neuen Virus seitens des Immunsystems erschwert. Hoffe, ich konnte mich klar ausdrücken!

@backfix 16.15

Diese Dinger wurden während der Zeit der Nicht-Verfügbarkeit von der Politik übrigens strikt abgelehnt. Interessant wird es, wenn mal ein Überbestand im Handel besteht. Dann müssen die Dinger wahrscheinlich sogar zuhause und beim Schlafen getragen werden, so wichtig werden sie sein."
Den Eindruck habe ich auch! Ich habe schon Radfahrer mit Masken gesehen, obwohl sie allein unterwegs waren. Manche scheinen nicht mehr ohne Maske irgendwas machen zu können- warum nicht auch schlafen? Ist das ein Modeaccessoire oder Ausdruck einer besonderen Geisteshaltung?

Herdenimmunität?

Würde Jahre brauchen, das Problem dabei ist nur, das dieses Virus, genau wie die Grippe, sich ständig verändert, d.h., die Ansteckungsgefahr ist immer da, auch wenn man Covid schon mal hatte. Zum anderen würden wir alle, die mit dem Gesundheitssystem samt Patienten zu tun haben einem unkalkulierbaren Risiko aussetzen. Wir müssen uns schon klar machen das es keine einfache Lösung gibt für eine Pandemie. Risikogruppen isolieren ist auch keine Option. In diesen Fällen liegt es an uns wieviel Rücksicht auf diese Menschen genommen wird. Es wäre ein Zeichen des Respekts und der Rücksicht, wenn jede/r sich an die Regeln halten würde. Dies müssten doch auch die Kleingeister begreifen die nichts unversucht lassen, um andere und sich selbst in Gefahr zu bringen.

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