Ihre Meinung zu: Corona-Überbrückungshilfen kommen offenbar kaum an

31. August 2020 - 8:39 Uhr

24,6 Milliarden Euro stellte der Staat notleidenden kleinen und mittleren Betrieben als Corona-Hilfen zur Verfügung. Abgerufen wurde davon aber offenbar nur ein geringer Teil. Die Grünen kritisieren zu hohe Hürden.

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Kommentare

Es sieht so aus, als wenn im

Es sieht so aus, als wenn im Bundeskabinett niemand sitz, der wirklich etwas von der Wirtschaft versteht.

Egal aus welchem Anlass ...

.. wenn in Deutschland schnelle "unbürokratische" Hilfe angekündigt wird ... kommt der Rest in der Regel so spät zur Anwendung, dass es für den gedachten Empfänger- und Zweck eigentlich zu spät ist.
Es ist leider so: Absicherung in alle möglichen und unmöglichen Richtungen, Daten- und Antragswahn, unerfüllbare Voraussetzungen.
Gebt einer Deutschen Behörde einen Antrag ...

Bürokratie

Wie immer in Deutschland alles zu bürokratisch (Bürokratie scheint das Einzige zu sein was Deutschland "gut" kann - Digitalisierung und alles andere dagegen = Fehlanzeige.
Und die kleinen Selbstständigen fallen komplett unter den Tisch.
Wenn das so weitergeht werden die wirtschaftlichen Auswirkungen schlimmer als als das Virus. Mir graut es vor dem Winter wenn die Pleitewelle erst richtig um sich greift.

@ Am 31. August 2020 um 09:47 von H. Hummel

Dem könnte man noch hinzufügen, dass solche Hilfen sehr gerne dort landen wo sie eigentlich nichts verloren haben und die deutschen Behörden selber dann mit dem Zurückholen des Geldes so überfordert sind, dass es oftmals unwiederbringlich abgeschrieben werden muss!

stellen sie sich

den betrieb als handwerker vor und den staat als notarzt. der handwerker säbelt sich mit einem trennschleifer fast den halben arm ab und bekommt vom notarzt achseluckend ein kinderpflaster mit nem lustigen tiger drauf. verbunden mit der ansage, dass das schon wieder wird - aber auf jeden fall braucht der notarzt das pflasterchen wieder zurück irgendwann!

Ein Bekannter von

mir hat ein kleines Geschäft.
Er bekam sofort und auf einfachem Weg die Überbrückungshilfe.
Ein weiterer ebenso.
Kann es sein, dass das auch vom Bundesland abhängt?

Warum wohl

Also mal ganz ehrlich - wenn man Steuerberatern Subventionen zukommen lassen will, kann man das auch direkt machen.

Diese Anträge können nur über den Steuerberater gestellt werden. So ist das festgeschrieben. Die Kosten für diesen dürfen im Antrag auch gleich geltend gemacht werden.

Weiter: gerade für Einzelunternehmer (z.B. Künstler) macht das Ganze überhaupt keinen Sinn - denn die Kosten für die KSK dürfen nicht eingereicht werden.
Lebenshaltungskosten auch nicht.

Bereits bei der Corona-Soforthilfe gibt es nun rückwirkende Unsicherheiten, weil ziemlich missverständlich kommuniziert wurde - Künstler stellten Anträge und sehen sich nun drohenden Rückforderungen ausgesetzt.

Und nein - Künstler sind nicht nur eine "kleine Gruppe" das sind reichlich Betroffene im Bereich "Kleinunternehmer".

Nach dem Debakel mit der Soforthilfe haben unsere Leute auf die Überbrückungshilfe alle vorsichtshalber verzichtet.

Das kommt davon, wenn man die Dinge mit der heißen Nadel strickt.

"Die Grünen kritisieren zu hohe Hürden."

Klar, die Grünen würden am liebsten die Steuergelder mit der Gießkanne verteilen (u. nicht nur in diesem Bereich).

Schlimmer noch als die amtierende Regierung, fehlt den Grünen der Bezug zur finanzpolitischen Realität, leider sind die Mittel in der Realität begrenzt. Und man muss froh sein, für jeden Topf der nicht ausgeschöpft wird.

Insgesamt sind jegliche Hilfen, sei es auf EU- oder D-Ebene abzulehnen, weil es keine gerechte Verteilung geben kann/wird. Vor allem aber, weil es gegenüber dem Arbeitnehmer nicht heißen darf: "Gewinne privatisieren, Verluste solidarisieren" (gibt schon genügend Abschreibungsmöglichkeiten)!

Warum soll der Steuerzahler für mangelnde Vorsorge von Unternehmen gerade stehen? Z.B. für sehr kleines Geld kann gerade der kleine Selbstständige eine Arbeitslosenversicherung abschließen ...

Corona-Überbrückungshilfen kommen offenbar kaum an....

Es geht in dem Artikel um kleine und mittlere Betriebe.Da dauert es offenbar lange bis etwas kommt.Von Hürden ist da die Rede.

Offenbar ganz im Gegensatz zu anderen Unternehmen.Lufthansa,die Autounternehmen mit ihren hohen Gewinnrückstellungen und auch Privatkliniken,die 10 Prozent Dividende zahlen.In der Corona-Krise gibt es also auch die Tendenz zu einer gewissen Umverteilung.

Diese "Hilfen" sind reine Augenwischerei

1. Ein Steuerberater muß den Antrag stellen und er muß eine Rechnung für diese Tätigkeit stellen. Da es sich bei den Hilfen bei den meisten Firmen um eher kleine Beträge handelt, frißt die Steuerberater-Rechnung die Hilfe oft auf. Der Steuerberater muß nämlich zusätzlich auch noch Mathrmatikass sein, um überhaupt zu verstehen, ob und wenn ja wieviel er beantragen darf.
2. Wenn eine kleine Firma ihre Steuererklärung bisher selbst gemacht hat, kann sie nichts beantragen, es sei denn, sie engagiert einen - üblicherweise teuren - Steuerberater.
3. Journalisten lest mal das Gesetz zu diesen Hilfen, es wir Euch umhauen

Selbst bei

diesen angeblich hohen Hürden, ist es ja zu einigen Missbrauch gekommen.
Einiges passt nicht gut zusammen, die Gründe weiß ich natürlich nicht.

In dem Zusammenhang sollte

In dem Zusammenhang sollte man aber auch das Instrument der Kurzarbeit mit einbeziehen wodurch etliche Unternehmen entlastet werden.

Ansonsten werden die meisten Unternehmen versuchen die staatl. Hilfen nicht in Anspruch nehmen zu müssen, schließlich müssen die Gelder auch irgendwann wieder zurückgezahlt werden. Daher wären mehr Details wünschenswert bzw nötig.

Hauptsache die Lufthansa bekam 9 Milliarden (Wert: 4 Milliarden)

Da wurden weder die Ersparnisse abgefragt, noch die Auszahlungen vom Vorjahr ...

unbürokratisch

Eigentlich hatte man doch mit unbürokratischer Hilfe begonnen, was dann wieder eingestellt werden musste, weil sich Gauner auf diese einfach zugängliche Geldquelle warfen.

Verdachtsfälle unter 1%

Es wurde noch in keiner Region ein Missbrauch der Soforthilfe in großem Umfang beschrieben. Er liegt nach offiziellen Angaben weit unter 1%. Es ist schon seltsam, dass trotz so geringer Fälle dies als Argument für die erschwerte Zugangsmöglichkeit angegeben wird! Viele Steuerberater haben keine Neukunden mehr angenommen. Bei Ablehnung des Antrages bleiben Selbständige auf den Kosten für den Steuerberater sitzen!

rer Truman Welt

Ehrlich gesagt wundert mich das nicht. Die Politik ist derart damit beschäftigt, welche Corona Verordnungen im Zusammenleben in unserer Gesellschaft ab morgenv gelten sollen, daß sie für die reale wirtschaftliche Situation keine Zeit mehr haben. Damit kann man/frau sich öffentlich wirksam auch nicht so gut in Szene setzen. Da müssen so grossspurige Worthülsen wie "Bazooka" ausreichen, um sich damit zumindest noch kurz bei diesem Thema öffentlich zur Geltung zu bringen. Der Zuwachs an Pleiten im Vergleich zum Vorjahr von Kleinst-,/Klein- und mittlerer Unternehmen dürfen sich dann unsere tollen "Corona Ritter" ins Schwert gravieren lassen.

Überbrückungshilfe bekam jeder

aber die Hilfen, um die es jetzt geht, sind Schein-Milliarden

Kaum eine Hilfe und dann noch willentlich bürokratisch

Wen soll das denn wundern? Man muss ganz klar davon ausgehen, dass genau das der Plan von Scholz und Co war. Eine "Hilfe" die nur mit Steuerberater beantragt werden kann und nur Betriebskosten - und die auch nur anteilig - gewährt und den Menschen, die unverschuldet zum Schutz der Allgemeinheit ihren Lebensunterhalt verlieren mit dem nächsten Antragsmonster Hartz IV "unterstützen" ist ungerecht, unsozial und wirtschaftlich dilettantisch.
Man denkt, ach die haben keine Lobby, da sparen wir und ist offensichtlich so ahnungslos, dabei nicht zu sehen, dass die Folgekosten aus der unzureichenden Hilfe durch Insolvenzen, und nachhaltige Zerstörung von elementar wichtigen Infrastrukturen am Ende den Steuerzahler weit mehr belastet, als durch angemessene, faire Hilfen. Selbst die Engländer haben das begriffen und zahlen eine Unterstützung bis max. 2500,- Euro an Selbstständige, die sich an den EInkünften der letzten drei Jahre orientiert, ähnlich dem Kurzarbeitergeld. Endlich machen!

Bürokratie

Ich verstehe nicht, dass die Behörden so unflexibel sind und bei den Bedingungen für die Auszahlung der Hilfen keine Änderungen vornehmen können. Sie sehen doch, wenn die Gelder nicht abgerufen werden. Herr Altmaier, das ist ein Rettungspaket. Die Unterstützung sollte schnell und unbürokratisch erfolgen. Es wird monatelang gewartet. Diese Hilfen verpuffen. Auch die Kritik der Opposition kommt zu spät.

Hürden viel zu hoch

Der Steuerberater unseres Betriebs war völlig überfordert, denn viele kleine Unternehmen haben eben keine internationale Steuerkanzlei als Berater.Nur mit Hilfe unseres Reiseverbands war es überhaupt möglich, ihn so zu schulen, dass alle zu berücksichtigende Zahlungsausfälle korrekt angegeben werden konnten. Es gab hier viel zu viel zu beachten. Jeder der 3000 Vorgänge musste noch einmal per Hand durchgegangen werden. Für viele zu viel Arbeit.
Und zum Schluss wurden aus Vorsicht doch noch 10% zu wenig angegeben um sich des Betrugs nicht verdächtig zu machen, wie sich jetzt am Ende des Abrechnungsmonat August sich herausstellte.

„Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt warf Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor, das vom Bundestag beschlossene Hilfsprogramm durch zu bürokratische und realitätsferne Antragsvoraussetzungen ins Leere laufen zu lassen“

Der Eindruck, dass sie mit dieser Einschätzung richtig liegen könnte, drängt sich jedenfalls gewaltig auf.

Eine repräsentative Umfrage unter der Bevölkerung inklusive der Unternehmer würde hier auf jeden Fall Klarheit und somit die Voraussetzungen schaffen, um hier wirksam Abhilfe schaffen zu können.
Denn um Probleme abstellen zu können, muss man sie schließlich erst einmal deutlich sehen können (bzw. im Falle der Politik wohl eher: sehen wollen).

Ach, ist doch egal

... die Grossen haben Ihre Hilfen bekommen.

@ 10:19 von Giselbert

"Schlimmer noch als die amtierende Regierung, fehlt den Grünen der Bezug zur finanzpolitischen Realität, leider sind die Mittel in der Realität begrenzt"
Wenn die Regierung sich derzeit mit astronomischen Summen verschuldet um Großkonzerne zu retten (die dafür jedes Steuerschlupfloch nutzen) kann man
1. nicht kleinere Firmen und Selbstständige verhungern lassen (die sich nicht um die Steuer herumdrücken können)
2. dies den Grünen anlasten.
Und ob die Arbeitslosenversischerung bei kleinen Selbstständigen so bereitwillig bezahlt nur weil gerade coronabedingt Flaute ist, wage ich doch zu bezweifeln.

@H. Hummel - 09:47

"Egal aus welchem Anlass wenn in Deutschland schnelle "unbürokratische" Hilfe angekündigt wird ... kommt der Rest in der Regel so spät zur Anwendung, dass es für den gedachten Empfänger- und Zweck eigentlich zu spät ist."
Wie wahr!
Man erinnere sich nur an die 300 € Kindergeldzuschlag, die für die Gestaltung der Sommerferien gedacht sind(!) und im September und Oktober ausgezahlt werden...

um 10:19 von Giselbert ihr unssoziales Statement

Wie können Sie so einen unsozialen Beitrag ernst meinen? Verluste entstehen gerade, weil die Regierungen Maßnahmen - die ich unterstütze - beschlossen hat um die Allgemeinheit vor der Coronaerkrankung zu schützen. Das hat mit unternehmerischem Risiko nichts, aber auch gar nichts zu tun! Hier werden unfassbare Millarden für vergleichsweise wenige Angestellte (Lufthansa) ausgegeben, viele 10.000de der angeblich zu rettenden Arbeitsplätze gehen aber dennoch verloren usw. Aber viele hundertausende, die bisher reichlich Steuern gezahlt haben und von erheblicher Bedeutung als hochspezialisierte Fachleute für die Wirtschafts sind, werden gerade mit kurzsichtiger, populistischer Kurzsichtigkeit wissentlich zugrunde gerichtet. Wenn Sie nur einen marginalen Überblick und ein klein wenig Sachverstand hätten, würden Sie erkennen, dass die von Herr Scholz so vehement verhinderte Unterstützung deutlich billiger für die Gesellschaft wäre, als der nachhaltig wirksame Ruin so vieler Selbstständiger.

unbürokratisch und Staat

schon allein dass ist ein Widerspruch
übrigens auch unbürokratisch und Großunternehmen

Hilfen

Hilfen bekommen oder nicht ist eine Frage und ob die Betriebe diese an die Mitarbeiter weitergegeben haben noch eine weitere.

GroKo

Ein symbolträchtiges Bild der großen Koalition. Da holt der eine Partner die Bazooka raus und will durch zügige Hilfen mit Wums der abzusehenden Katastrophe entgegen treten, und der Partner im Wirtschaftsministerium kriegt die vom Bundestag bestätigten Hilfen nicht an den Mann gebracht. Nun rate man mal, wem dieses Missmanagement bei der nächsten Wahl wieder auf die Füße fallen wird. Mein Tipp: dem falschen der beiden Partner

10:27, wenigfahrer

>>Selbst bei
diesen angeblich hohen Hürden, ist es ja zu einigen Missbrauch gekommen.
Einiges passt nicht gut zusammen, die Gründe weiß ich natürlich nicht.<<

Die Gründe liegen in den bürokratischen Entscheidungsstrukturen, die notwendigerweise höchst regelhaft sein müssen und deswegen öfters lebensfremd sind. Denn das Leben lässt sich nur schwer in bürokratische Regeln pressen.

Ein gutes Vergleichsbeispiel ist die deutsche Abschiebepraxis. Es werden massenhaft gut integrierte Menschen, teilweise hier geboren, abgeschoben, während man asoziale Subjekte oft nicht los wird.

Alles nicht so einfach, wie man es gerne hätte.

11:46, sonnenbogen

>>Ach, ist doch egal
... die Grossen haben Ihre Hilfen bekommen.<<

An den Großen hängen jede Menge Arbeitsplätze und damit Existenzen. Auch bei ihren Zulieferern und Kunden übrigens.

Das sollte man doch bitte im antikapitalistischen Furor nicht außer acht lassen.

Sagt Ihnen ein linkswählender Kapitalismuskritiker.

Wir schaffen den Kapitalismus nicht ab und dienen den Menschen nicht, indem wir große Arbeitgeber pleite gehen lassen. Wohin das führt, das haben wir bei der Wirtschaftskrise in den 20er Jahren gesehen.

@11:46 von sonnenbogen

>> Ach, ist doch egal
>> ... die Grossen haben Ihre Hilfen
>> bekommen.

Wärend sie mit ihren Industrierobotern "fleißig" weiter produziert haben, trotz voller Lager.

Deren Problem ist nur, es kauft gerade Niemand unsinnigen Schrot!

ABER, das gesamte kapitalistische System bricht gerade, wie ein Kartenhaus, in sich zusammen. Ob es da systemimmanente und -relevante Fehler gibt?

wie soll denn die Unterstützung ausschauen ?

jedem mal den Umsatz vom Vorjahr überweisen ?
und dann schauen wir mal ?
ebenso von Firmen fordern Barreserven zu haben um das zu überbrücken
bin ja kein Buchhalter aber ist das dann nicht nach Ansicht des Finanzamtes ein verdeckter Gewinn ?

Hauptsache rumstänkern?

///
*
*
- Milliarden werden missbräuchlich erschlichen? > Hürden zu niedrig
*
- Milliarden werden nicht abgerufen? > Hürden zu hoch
*
... auf jeden Fall “Merkel ist schuld/muss weg/ist Diktatorin/etc bullshit” ???

und dann ....

ist das Überbrückungsgeld ein Darlehen
das zurückgezahlt werden muß
ob es da nicht besser ist Konkurs anzumelden
statt noch Schulden zu machen, wenn abzusehen ist,
dass der Laden ohnehin nicht mehr läuft

Ich kenne alleine schon drei

Ich kenne alleine schon drei Wirte, die von Amt zu Amt vertröstet wurden, weil keiner Ahnung hatte, wer zuständig war.
Und dann wurde zusammengestrichen, so dass kaum ausbezahlt wurde. Ämter gehen wohl davon aus, dass Vermieter keine Miete wollen, wenn keine Gäste da sind. Und dass man dann nicht mehr heizen muss.

Jammer-Lappen

Es tut mir (nicht) leid, aber wenn ich dieses Gejammere höre, dann muss ich vielen von den "Selbstständigen" einfach mal sagen, dass es zu einem ordentlichen Betrieb gehört, eine Buchhaltung zu führen oder führen zu lassen! Ich selbst bin eine 1-Mann-Firma in Baden-Württemberg und mein Steuerberater (keine intern. Steuerkanzlei!) konnte in 2 Stunden meinen Antrag fertigstellen! Die Kosten für seine Bearbeitung in Höhe von 400 EUR wurden 1:1 vom Bund ersetzt und von Land BaWü gab es noch zusätzliche Landesmittel einschließlich eines Pauschalbetrages für "fiktiven" Unternehmerlohn!

Wer nicht mal in der Lage ist, seine Verluste aufzuaddieren,
dem kann ich auch nicht nachsehen, dass er nicht in der Lage ist, Formulare auszufüllen!

Sorry, diese Krise zeigt mir vieles auf, besonders aber auch, wie viele Dumme es in Deutschland gibt - auch unter Selbstständigen!

Man konnte am Anfang der Pandemie

je nach Betriebsgröße bis zu 15.000 € (vorerst) nicht rückzahlbare Soforthilfe beantragen. Und man konnte seine Kredit- und Leasingraten, auch im privaten Bereich, bis zu einem Jahr aussetzen lassen. Das haben die meisten Banken problemlos mitgemacht. Nur eine Verlängerung für "die doofen", so wie mich, die nur ein halbes Jahr beantragt haben, ist schwierig.

So sehe ich bei vielen Unternehmen derzeit keinen Bedarf mehr, zumal sich die wirtschaftliche Situation in vielen Branchen dann doch nicht so schlimm darstellt wie zu Beginn angenommen. Es kam doch in vielen Branchen zu einer Erholung. Das ist der eine Grund.

Der zweite ist, viele kleine Betroffene haben gar nicht so hohe Fixkosten.

Aber besser man hat ein großes Programm aufgelegt und es wird dann nicht gebaucht, als ein zu kleines. Auch dass es über einen Steuerberater laufen muss, ist völlig in Ordnung, so wird Missbrauch verhindert.

Seit April 2020 existiert de facto ein Ausnahmezustand, den das Grundgesetz so nicht vorsieht. Dieser Zustand ist über das Infektionsschutzgesetz Eingerichtet worden.

Es wäre die Pflicht des Bundestages regelmäßig zu überprüfen, ob die epidemische Lage von nationaler Tragweite weiter vor liegt.

Die FDP ist offenbar die einzigste demokratische Partei, die das auch regelmäßig einfordert und eine Rückkehr zur Grundgesetz-Normalität verlangt.

Bei dem derzeitigen Infektionsgeschehen kann man nur noch sehr schwer begründen, dass die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems noch besteht.

Die durch diese Maßnahmen erfolgten massiven Eingriffe mit dramatischen Folgen sind erheblich. Eine Weiterführung des Ausnahmezustandes ist unverhältnismäßig.

Ohne diesen Zustand wären viele Hilfen zudem wohl gar nicht mehr notwendig!

Bedingungsloses Grundeinkommen!

Jetzt sofort, und nicht erst mit lange andauernden Studien und Auswertungen.
Das Experiment kann jedenfalls, falls es doch schief geht, unserer Gesellschaft nicht mehr Schaden zufügen, als die Politik der letzten 50 Jahre durch konservative und regressive SPD- und Unionskreise diesem Land sowieso schon zugefügt hat.

kommen offenbar kaum an ?

Einen besseren Beweiß dafür, das die Politik die wirklichen Bedürfnisse und Nöte der einfachen Bürger, Rentner und Steuerzahler nicht mehr kennt kann ja nicht geben.

Sicher sind die Hürden oft

Sicher sind die Hürden oft recht hoch, allerdings scheint es ja nicht anders zu gehen da gerade bei diesen Hilfen massenhaft betrogen wird. Die Grünen forden?? Die selben Grünen die in dafür gesorgt haben dasin Berlin mehr Hilfeanträgen stattgegeben wurde als es überhaupt Betriebe in Berlin gibt, und somit für Betrug in Millionenhöhe gesorgt haben.

ein Beispiel aus der Praxis

Ich will einmal meine eigene Situation - ich unterhalte einen kleinen Bürodienst - hier beisteuern, um der Diskussion einen praktischen Aspekt zu verleihen. - Ich hatte erfolgreich einen kleinen und realistischen Betrag an Corona-Soforthilfe erhalten, das hat mir geholfen - und ich bin dankbar dafür. Leider reichte es aber nicht, weil Miete und Lebenshaltungskosten nicht berücksichtigt werden durften, obwohl sie doch auch einen Liquiditätsengpass darstellen! Also habe ich ergänzend 400 Euro Überbrückungshilfe über meinen Stb. beantragt, der ist an dem komplizierten digitalen Antragsverfahren fast verzweifelt und hat 1 1/2 Monate dafür gebraucht. Dennoch ist fraglich, ob ich das Geld bekomme, weil ein Teil der Corona-Soforthilfe angerechnet werden muss. Also letzter Ausweg - um das Sozialamt zu vermeiden: ein Mikrodarlehen beantragt. Das wenigstens funktionierte hervorragend - ein schnelles, faires, realitätsgerechtes und äußerst transparentes Verfahren! Das Geld kam nach 4 Tagen!

war völlig überfordert?

von Ingridkausmann @
Seltsam?

Einige krimminell hatten das System in ein paar Minuten perfekt ausgenutz und haben schnell abkassiert.

Minderheitenpolitik

Die verschärften Hartz-4-Maßnahmen wurden damals eingeführt weil es gerade mal max. 5 % Sozialbetrug gab.
Wegen 1% Betrugsfälle bei den Corona-Hilfen macht man jetzt solch einen bürokratischen Aufwand was die restlichen 99% ausbaden müssen.
Und wenn ich mir mal den geringen Prozentsatz der Risikogruppen in Deutschland anschaue und wir kürzlich am Wochenende in ganz Deutschland 1 Corona-Toten/täglich hatten, frage ich mich ob es noch sinnvoll ist unser Sozialleben und unsere Wirtschaft auf breiter Front so weit herunterzufahren.
Bitte mich jetzt nicht falsch zu verstehen: Ich bin kein Corona-Leugner und plädiere hier nicht für eine totale Aufhebung der Maßnahmen; aber es muss auch erlaubt sein manches auch mal kritisch zu hinterfragen was davon sinnvoll ist und was nicht.

auch noch Mathrmatikass sein,?

iforkanzlerin @

Also in NRW waren die krimminellen so schnell das die Internetseite ersmal tagelang wieder verschwunden war um Betrug zu verhindern. Was konnten die besser und schneller als Ihr Steuerberater?

at 10:31 von Ono_Sendai

"Es wurde noch in keiner Region ein Missbrauch der Soforthilfe in großem Umfang beschrieben. Er liegt nach offiziellen Angaben weit unter 1%."

Na dann informieren sie sich mal, was in Berlin
in Sachen "Missbrauch" und vor allem in welcher
Größenordnung los ist.

12:00 von fathaland slim

während man asoziale Subjekte oft nicht los wird.
.
ausgerechnet aus ihrem Mund
ich bin erstaunt !

12:07, saschamaus75

>>@11:46 von sonnenbogen
>> Ach, ist doch egal
>> ... die Grossen haben Ihre Hilfen
>> bekommen.

Wärend sie mit ihren Industrierobotern "fleißig" weiter produziert haben, trotz voller Lager.<<

Ich wüsste nicht, daß beispielsweise die Lufthansa mit Industrierobotern produzierte und volle Lager hätte.

Eine differenzierte Betrachtungsweise ist IMHO hilfreich.

///Corona-Überbrückungshilfen

///Corona-Überbrückungshilfen kommen offenbar kaum an///
.
Wie hier mehrfach von Unternehmern beschrieben, könnte es ja auch sein, dass sie gar nicht mehr in dieser Höhe gebraucht werden.

12:25 von vriegel

Vielleicht sollte man zuerst einmal den Ausnahmezustand aufheben
Seit April 2020 existiert de facto ein Ausnahmezustand,
.
aber wir reden schon von Deutschland 2020 ?
worin erkennen sie einen Ausnahmezustand
weil man zum Aldi nur mit Maske darf und Bordelle geschlossen sind ?

Re : fathaland slim !

Sehr gut auf den Punkt gebracht !!!!
Ja leider sind Bürokraten zu oft echt lebensfremd und Politiker sowieso, sonst hätten sie schon längst mal so manche Dinge geändert oder deutlich verbessert.
Natürlich ist es auch eine traurige Tatsache, dass immer wieder versucht wird, sich Leistungen zu erschleichen, auf unlautere Art. Das ist trotzdem nicht eine Grund, noch mehr Hürden für Hilfen auf zu bauen, würden die notwendigen Strukturen richtig auf gestellt und betrieben. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer, eine Behörde ist kein wirtschaftlicher Betrieb, wo die dementsprechende Struktur mit für den Erfolg ist. Viele Behörden hinken da gewaltig in ihrer Ausstattung und Struktur hinterher, sind zu oft zu behäbig, zu viele Vorschriften und Regelungen, statt einfachen aber effektiven Wegen. Da könnte sich manche Behörde von einer gut florierenden Firma vieles lernen und umsetzen. Und zu letzt noch die menschliche Komponente, die nicht vergessen werden darf.

12:34, Widerstand Jetzt

>>Die Grünen forden?? Die selben Grünen die in dafür gesorgt haben dasin Berlin mehr Hilfeanträgen stattgegeben wurde als es überhaupt Betriebe in Berlin gibt, und somit für Betrug in Millionenhöhe gesorgt haben.<<

Interessant.

Wo haben Sie das denn her?

Heben Sie mal den

Heben Sie mal den Ausnahmezustand in Ihrem Kopf auf!
W e i l wir Masken tragen und mit Abstandsregelungen eine Ausbreitung eindämmen, können wir uns immer noch glücklich schätzen, dass es uns nicht so "freihheitlich" ergeht wie in den USA,Brasilen usw.

Wo bitteschön ist ihr Recht - und welches genau denn - eingeschränkt?

Derzeit haben wir doch schon wieder die Werte von April
und genau die FDP, die sich einer Regierungsbildung verweigert hat, soll nun die einzig demokratische Partei sein, die ........ - lachhaft!!!

12:43, Sisyphos3

>>12:00 von fathaland slim
während man asoziale Subjekte oft nicht los wird.
.
ausgerechnet aus ihrem Mund
ich bin erstaunt <<

Da können Sie mal sehen, wie falsch Sie meine Standpunkte einschätzen.

Vielleicht bringt es Sie ja ein wenig zum Nachdenken und hilft Ihnen, ideologische Zerrbilder zu erkennen und zu korrigieren.

Re : werner1955 !

Wer weiß, vielleicht hatten sie interne Hilfe, die die einzelnen Vorgaben schon im Voraus weiter gab, und einen Teil einstrich !!! ????
Leider gibt es in allen Kreisen und Schichten, Menschen die nicht wirklich solidarisch sind und sich auf unlautere Methoden bereichern wollen. Ist eine traurige Wahrheit !!!

Solidarität offenbar nur für Arbeitnehmer und Rentner

um 12:23 von chris 189
um 12:20 von waverider
um 12:08 von Sisyphos3

Ich frage mich ob bei einigen Foristen hier Solidarität nur für Arbeitnehmer und Rentner gilt, oder ist vielleicht Neid und Missgunst die Triebfeder für derart unsolidarisches Verhalten? Würde mich interessieren, wie die aussehen würden, bei einem halben Jahr - und wohl deutlich mehr - ohne EInkommen.
Wenn diese Herrschaften schon nicht über den solidarischen Tellerand schauen können, so sollten sie immerhin versuchen, den wirtschaftlichen Argumenten geistig zu folgen. England ist nun nicht gerade für seinen Sozialstaat bekannt, wenn die also den Unternehmen eine Art Gehalt zahlen, dann nicht weil sie so verblendet sind, wie viele andere Menschen, sondern weil sie rechnen können! Nicht angemessen zu unterstützen wird in der Folge sehr viel teurer für den Staat und schadet der Gesellschaft und der Wirtschaft nachhaltig. Aber das muss man natürlich auch verstehen wollen!

12:39, werner1955

>>auch noch Mathrmatikass sein,?
iforkanzlerin @

Also in NRW waren die krimminellen so schnell das die Internetseite ersmal tagelang wieder verschwunden war um Betrug zu verhindern. Was konnten die besser und schneller als Ihr Steuerberater?<<

Kriminell sein.

Am 31. August 2020 um 10:35

Am 31. August 2020 um 10:35 von iforkanzlerin
Überbrückungshilfe bekam jeder

Also ich habe keine Überbrückungshilfe bekommen, wo muss ich mich melden ?
Und warum sind das " Scheinmilliarden " , in Anlehnung an " Wirecard " ?

Corona- Hilfen !

Leider ist es eine Tatsache, dass die Politik irgend welche Dinge beschließt, oft im Eilverfahren, noch in der Nacht, ohne die Folgen wirklich zu bedenken, und dann soll alles am nächsten Tag alles um gesetzt werden. Das ist nicht nur bei diesen Hilfen so, sondern sieht man auch an den Gesundheitsämtern, die in vielen Regionen durch Personalmängel überfordert sind und von der Politik noch mehr überfordert werden.
Die Politiker sehen leider nicht, was sie verlangen, weil sie keine Ahnung haben, was alles an den Entscheidungen oft dranhängt und wie was umgesetzt werden soll.
Würden die Politiker sich informieren, wie eine gut geölte Firma läuft, kämen sie vielleicht mal auf die Idee, deutliche Veränderungen an so manchen Systemen vor zu nehmen. Aber leider fehlt an vielen Fronten der geeignete Plan zur Umsetzung !!

12:32, werner1955

>>kommen offenbar kaum an ?
Einen besseren Beweiß dafür, das die Politik die wirklichen Bedürfnisse und Nöte der einfachen Bürger, Rentner und Steuerzahler nicht mehr kennt kann ja nicht geben.<<

Einen besseren Beweis als Ihren Kommentar, daß sich jede Meldung für die Wutbürgerstammtisch-Agenda instrumentalisieren lässt, kann man sich kaum ausdenken.

@vriegel 12:25 - Ausnahmezustand?

///
*
*
... die Einen behaupten, es gäbe gar kein Corona ...
*
... die Nächsten, es gäbe einen Ausnahmezustand ...
*
Ich sag Ihnen was ich denke: Ich denke, was wir am Wochenende gesehen haben, war der provozierte Versuch von weniger als einem Zehntel-Promille sich anzumaßen, sie wären “das Volk” und dürften einen Ausnahmezustand anzuzetteln ...
*
... der Versuch ist aktenkundig zwar nicht an “drei Polizisten” aber ein paar mehr gescheitert! ...
*
... es war ein Lehrbuch-Stück, was passiert, wenn man radikale Minderheiten nicht rechtzeitig wahrnimmt!
*
... die Berliner Polizei hat einen fantastischen Job gemacht und sich nicht provozieren lassen!
*
... einen Ausnahmezustand gibt es nicht in D ...
*
... so sehr das Einige sich auch wünschen!
*
... es gibt intelligente Maßnahmen, die zear wechseln, aber D im internationalen Vergleich deutlich besser durch die Pandemie kommen lassen, als viele andere Länder!
*
... was bezwecken Sie also mit Ihrer Darstellung?
*
>>> 90% sind “das Volk”!

Ich nehm mal an..

dass es, wie in unserer bürokratischen Republik üblich, viel zu kompliziert ist/war, diese Hilfe zu beantragen..

Die deut. Politik tut zu wenig für echte Freiheit aller Bürger.

Sie sollte für jeden (Angestellten) die Möglichkeit/Chance eröffnen, sich ohne große Kopfschmerzen und Sorgen um die soziale Existenz zu machen, von bisherigen Arbeitgebern zu lösen und sich selbständig zu machen. Solange nicht jeder Bürger voller Frohsinn und glücklich seiner Arbeit nachgehen kann, - solange nicht wirklich jeder seine Hobbys ganz unbefangen/unbeschwert zum Beruf machen kann, läuft etwas gewaltig schief.

@Advocatus Diabolus 12.38

"Bitte mich jetzt nicht falsch zu verstehen: Ich bin kein Corona-Leugner und plädiere hier nicht für eine totale Aufhebung der Maßnahmen; aber es muss auch erlaubt sein manches auch mal kritisch zu hinterfragen was davon sinnvoll ist und was nicht."
-
Ich sehe das wie Sie.
Aber leider ist diese Ansicht kaum diskutierbar. Weil sofort wie von @waverider um 12.52 alle Maßnahmen auf die Aha-Regeln reduziert werden.

12:07 von saschamaus75

«>> Ach, ist doch egal
>> ... die Grossen haben Ihre Hilfen
>> bekommen.

Wärend sie mit ihren Industrierobotern "fleißig" weiter produziert haben, trotz voller Lager.»

Es sind doch gar nicht nur Produzierende Unternehmen betroffen.
Egal ob große, mittelgroße, oder kleine.
Die Mehrzahl sind weder produzierende, noch sind es große Unternehmen.

Fluggesellschaften, Reiseveranstalter, Hotelbetreiber (und ähnliche Betriebe) produzieren gar keine physisch greifbaren Güter, sondern bieten Dienstleistungen an. Die wird man auch im Jahr 2050 weiterhin ohne "Industrieroboter" anbieten. Das gilt auch für alle anderen Arten von Dienstleistungen in vielerlei Art … "klein & groß".

Wenn ich im Artikel lese, dass nur 1% (!) der prinzipiell zur Verfügung stehenden Gelder bisher abgerufen wurde. Kann das gar nicht nur daran liegen, dass Verfahren zur Beantragung zu bürokratisch, zu kompliziert, zu wenig gezielt, oder zu langwierig in der Bearbeitung sind.

Es ist mir wenig erklärlich … 1% !

Die kriminelle Energie von

Die kriminelle Energie von Betrügern bei m Missbrauch von Überbrückungshilfen wird hier von etlichen "üblichen Verdächtigen" den Politikern in die Schuhe geschoben. Ärgerlich, teilweise auch beschämend, aber nicht wirklich verwunderlich.

@fathaland slim, 12:00 (re 10:27, wenigfahrer)

„Die Gründe liegen in den bürokratischen Entscheidungsstrukturen, die notwendigerweise höchst regelhaft sein müssen und deswegen öfters lebensfremd sind. Denn das Leben lässt sich nur schwer in bürokratische Regeln pressen“

Deshalb sollte man es gar nicht erst versuchen. Sondern sich auf ein paar simple und für jedermann nachvollziehbare Grundregeln bzw. Rahmenbedingungen einigen (zum Beispiel die in der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte festgehaltenen, die u.a. sicherstellen dass niemand anderen einen Schaden zufügen, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden), die dafür notwendigen juristischen Institutionen schaffen - und ansonsten die Bürger ihr Leben selbst gestalten und ihre Angelegenheiten selbst untereinander regeln lassen. Was die schon deshalb besser können, weil an den jeweiligen örtlichen Realitäten nicht nur „näher dran“, sondern mit ihnen sogar bestens vertraut sind. Und deshalb selbst am besten wissen, wie man welches Problem mit wessen Hilfe am besten löst.

In dem Bericht geht es vor

In dem Bericht geht es vor allem um die erstaunlich schwache Nachfrage: Die Grünen kritisieren zu recht, dass manchen Hürden zuu hoch und wohl auch manches in der Informationspolitik zu dünn war. Aber ich höre schon die Stimmen hier, die bei einfacheren Zugangswegen sich beschweren, dass man es Betrügern dann noch leichter machen würde. Es gibt halt welche, denen kann man es nicht recht machen, die schlagen sich bei der ein wie der anderen Entwicklung auf die Schenkel ...

@ 12:38 von Advocatus Diabo...

Es ist erlaubt, nicht nur manches sondern vieles "auch mal kritisch zu hinterfragen". Sie tun es gerade.

Warum ein Steuerberater?

Die meisten, auch kleinen Unternehmen haben einen Steuerberater.
Doch warum ist dies zwingend?

Die Betrügereien waren doch möglich, weil teils Kontonummern mit UST-IDs nicht gegen geprüft wurden.
Hausgemacht - wieder wegen mangelnder Digitalisierung und Vernetzung.

Kontrolle anpassen, dann braucht man keine höheren Regeln und Anforderungen an die Antragsteller.

Wenn das Unternehmen keinen hat, muss
das zuständige Finanzamt diese Rolle übernehmen.

Was ist mit den vielen kleinen Unternehmen, die voraussichtlich ein Jahr lang keine Einnahmen generieren können, eben die Kulturszene vom Veranstaltungstechniker bis zum Künstler.
Wie viele Arbeitsplätze sind das?

Es muss doch möglich sein, Regeln und Kontrollen an die Realität anzupassen. Und alle wichtigen Unternehmensdaten liegen dem Finanzämtern vor
(HGB, AO, GDPDU, ....)

10:16 von suomalainen

"stellen sie sich

den betrieb als handwerker vor und den staat als notarzt. der handwerker säbelt sich mit einem trennschleifer fast den halben arm ab und bekommt vom notarzt achseluckend ein kinderpflaster mit nem lustigen tiger drauf. verbunden mit der ansage, dass das schon wieder wird - aber auf jeden fall braucht der notarzt das pflasterchen wieder zurück irgendwann!"

,.,.,

Sagten Sie nicht, Sie leben in Finnland?

Falls das stimmt, verstehe ich Ihre Analyse nicht.
Haben Sie die FINNISCHEN Verhältnisse charakterisiert?

@Nordbraut 13:12 - ernstgemeinte Frage

Zitat: “Weil sofort wie von @waverider um 12.52 alle Maßnahmen auf die Aha-Regeln reduziert werden.”

///
*
*
... Sie haben aber schon mitbekommen, was Herr Ballweg da am Wochenende im Namen “des Volkes” gefordert hat?
*
... da wurde pauschal die “Aufhebung aller Maßnahmen” gefordert ...
*
... ist Ihnen das entgangen?
*
... gleichzeitig behauptet Höcke und andere, es gäbe “kein Corona mehr” ...

@12:06 von fathaland slim

"An den Großen hängen jede Menge Arbeitsplätze und damit Existenzen." ..."Das sollte man doch bitte im antikapitalistischen Furor nicht außer acht lassen. Sagt Ihnen ein linkswählender Kapitalismuskritiker."

Wir reden über 3,5 Mio kleine und mittelständische Unternehmen, die bislang 248 Millionen abgerufen haben. Einzelne "Grosse" haben Milliarden erhalten und schütteten 2020 noch Dividenden aus. Zudem bildet das Kleinunternehmertum die Basis für das zukünftige Potential unserer Wirtschaft.
Die Kritik des Users über dieses Missverhältnis als "antikapitalistischen Furor" zu verunglimpfen ist einfach nur lächerlich als "linkswählender Kapitalismuskritiker". Sie stellten gestern die These auf, dass wenn es in DE ein soziales oder "Schichten-Problem" gäbe, ja viel mehr links wählen würden. Die Antwort ist einfach... viele Bürger stimmen gegen ihre Interessen um nicht abgekanzelt zu werden, als antikapitalistische Idioten die auch noch eine SED 2.0 wählen. Lektüretipp: Edward Bernays

Wie man es macht, man macht es falsch

Die Corona-Soforthilfe wurde zu einfach verteilt und die Überbrückungshilfen sind jetzt zu kompliziert.

Kein Wunder, dass keiner mehr Politiker werden will...

Ich habe sehr unkompliziert die Soforthilfe bekommen - und auch schon wieder zurückgezahlt, weil der Umsatzrückgang geringer war als ich zu Anfangs befürchtet hatte. Ein Selbständiger sollte auch in der Lage sein die Überbrückungshilfen zu beantragen, sonst ist er kein Geschäftsmann und sollte vielleicht besser gar nicht selbständig sein. Ich gehe auch mal davon aus, dass fast jeder Selbständiger einen Steuerberater hat. Wer keinen haben sollte, der kann auch unkompliziert einmalig für den Antrag einen engagieren, das ist nicht so teuer, wie hier behauptet wird - man bekommt es schließlich auch angerechnet.

Vielleicht liegt die niedrige Quote aber auch daran, dass es weniger kleine Firmen in Not gibt, als zunächst angenommen. Vor allem Handwerker haben praktisch gar keine Umsatzeinbußen - man bekommt nicht mal einen.

@Nordbraut @Advocatus Diabolus

Ich sehe das genauso.

Man kann die AHA-Regeln nicht für alles hernehmen.

Ich denke sogar, dass 90% unseres „Erfolges“ gerade nicht darauf beruht. Sondern darauf, dass man die Risikogruppe in den Alten- und Pflegeheimen jetzt gut genug schützt.

Die mobile „Risikogruppe“ sollte sich sowieso nicht auf einen Schutz durch Alltagsmasken verlassen. Den gibt es nämlich nicht.

Es ist vielmehr so, dass ein hohes Infektionsrisiko nur unter bestimmten Rahmenbedingungen existiert, die bspw in Geschäften in der Realität gar nicht anzutreffen sind.

Wichtig wäre aus meiner Sicht zudem, dass der Bundestag den de facto Ausnahmezustand beendet, der durch das Infektionsschutzgesetz in Kraft gesetzt wurde.

13:11 von WM-Kasparov-Fan

«Solange nicht jeder Bürger voller Frohsinn und glücklich seiner Arbeit nachgehen kann, - solange nicht wirklich jeder seine Hobbys ganz unbefangen/unbeschwert zum Beruf machen kann, läuft etwas gewaltig schief.»

Wie mache ich denn mein Hobby: "Bogenschießen" zum Beruf ?
Mit dem ich dann auch Geld verdienen kann.

"Paddeln" ist ein weiteres meiner (gar nicht so vielen) Hobbys. Meine Versuche, damit Geld zu verdienen, scheitern immer daran, dass die Anderen stets lieber selbst paddeln, als sich von mir paddeln zu lassen. Muss ich wohl Gondoliere in Venedig werden … wenn das hier in Deutschland weiterhin so mies mit dem Paddeln und dem Geld dazu verläuft.

Beklagen will ich mich aber nicht annähernd. Mein Beruf "Photograph" macht mir viel Freude als Kombination aus Hobby & Beruf, mit dem ich Geld verdiene.

«Sie sollte für jeden (Angestellten) die Möglichkeit/Chance eröffnen … von bisherigen Arbeitgebern zu lösen und sich selbständig zu machen.»

Kann & will aber nicht jeder !

@13:12 von Nordbraut

"Aber leider ist diese Ansicht kaum diskutierbar."

Alles ist diskutierbar und wird ja hier auch getan. Wenn Sie diskutieren riskieren Sie allerdings, dass andere Foristen Ihnen widersprechen. Das nennt man eine Diskussion.

Das sagt nichts darüber aus, wer von beiden recht hat und welches eine bessere oder schlechtere Meinung wäre.

Wenn Sie erwarten, dass Ihnen automatisch zugestimmt wird, ist eben genau keine Diskussion.

"Augsburger Allgemeine"

Warum bezieht sich die TS auf eine lokale Zeitung, statt die Anforderungen an Originalen zu erläutern, bzw. diese zu verlinken.

Steuerberater:
Die Rechnung kann doch nicht die beantragt Hilfe auffressen,
wenn nach Gegenstandswert (1/10)
verrechnet wird.
Und auch bei anderen Verfassung nicht - dem sollte man einen Riegel vorschieben.

@ 13:12 von Nordbraut

" Weil sofort walle Maßnahmen auf die Aha-Regeln reduziert werden"
Ja genau das ist eines der großen Probleme in Deutschland. Es ist (seit Jahren zunehmend) kaum mehr möglich über Fakten ergebnis-offen zu diskutieren. Stattdessen immer mehr Denkverbote. Doch Denkverbote führen zu Stillstand - und genau das haben wir nun.
Da es doch ziemlich klar sein dürfte dass wir nicht ewig Geld drucken können (bedingungsloses Grundeinkommen ist ja auch ein Denkverbot) um über die Runden zu kommen, muss man doch langsam darüber nachdenken was wir tun können BEVOR alles bankrott ist. Dann zahlt wirklich niemand mehr Steuern und irgendwann gibt es auch kein Kurzarbeitergeld und auch keine Renten mehr.

@WM-Kasparov-Fan 13:11 - jedes Honby?

Zitat: “... solange nicht wirklich jeder seine Hobbys ganz unbefangen/unbeschwert zum Beruf machen kann, läuft etwas gewaltig schief.”

///
*
*
... mir erscheint die Aussage unvollständig! ...
*
... Sie haben in meinen Augen noch vergessen zu sagen, dass natürlich auch alle stinkreich dabei werden sollen ...
*
... oder alternativ exakt das Selbe bekommen ...
*
... Rennfahrer, Astronauten, Eisverschenker (verkaufen halte ich für zu kapitalistisch!), Hobby-Gärtner, Sportschützen, Hirschgeweih-Sammler ...
*
... oder habe ich etwas falsch verstanden?

Solidarität

Ich habe mit meinem Kommentar nur darauf hingewiesen, dass mir das Gejammere mit " d e r Bürokratie" zu sehr davon ablenkt, wie dumm manche "selbst Ständige" sind, um einen Antrag zu stellen.

Meine Solidarität besteht derzeit darin, Gastronomen vor Ort regelmäßig zu besuchen und meinen Einzelhändler den Vorzug vor Amazon zu geben!
Das heißt nicht, dass ich nicht nachvollziehen kann, das es
Menschen und Unternehmen gibt, die in der Tat trotz Unterstützung in Konkurs geraten sind oder werden.
Eine Scheinheiligkeit einiger Kommentatoren sehe ich allerdings darin, dass es in Vor-Corona-Zeiten auch Umbrüche gab, die (kleineren) Unternehmen und Menschen die Existenz bzw. das Einkommen gekostet hat, ohne dass die Gesellschaft
darauf Rücksicht genommen hat.
So schön bspw. die Digitalisierung sein mag, so sehr hat sie aber auch Jobs gekostet. Beispiel gefällig?
Druckereien und Einzelhandel gehen pleite, weil wir online shoppen und nicht mehr aus dem Katalog kaufen. Weint denen jemand nach?

13:17 @schabernack

Vielleicht liegt es an dieser 60% Hürde.

Anderes schrieb ich schon,
warte auf Freigabe.

10:19 von Giselbert

“Z.B. für sehr kleines Geld kann gerade der kleine Selbstständige eine Arbeitslosenversicherung abschließen ...“

Wer will schon kleine Mittelständler unterstützen? Schaffen die Kohle sowieso nur nach Panama uns denken nicht an Vorsorge.

Zwei Beispiele aus meinem Ort:
1. alteingesessenes Bekleidungsgeschäft muss schließen. Entgegen der Bekleidungsindustrie (H&M, Mango, Tomy H. usw.) hat der kleine Laden die bestellte - und nicht zu verkaufende - Ware abnehmen und bezahlen müssen. Große Ketten haben die Produzenten in Indien usw. auf produzierter Ware sitzen lassen und auch nicht bezahlt. Dafür hier auch noch Kurzarbeit und Mietminderung beantragt.
2. Die Dame eines kleinen Reisebüros braucht gerade ihre Ersparnisse für's Alter auf.
Frage an Sie: bezahlt das Arbeitsamt auch die Kosten für das Ladengeschäft? Miete, Versicherung... Wieviel Unterstützung gibt's für kleines Geld? Die haben auch Steuern bezahlt! Oft im Verhältnis zu den “Großen“ sogar mehr.

@ 12:25 von vriegel

„ Bei dem derzeitigen Infektionsgeschehen kann man nur noch sehr schwer begründen, dass die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems noch besteht.“

Das Infektionsgeschehen ist so, wie es derzeit ist, weil wir es mit Maßnahmen in den Griff bekommen haben. Wenn wir diese Maßnahmen wieder aufheben, dann haben wir wieder das Gleiche wie im März. Warum sollte es anders sein? Dafür gibt es keinen Anhaltspunkt.

Was Sie da fordern ist das Gleiche, als wenn an einer Kreuzung wegen sehr vieler Unfälle eine Ampel aufgestellt wurde und sie dann anschließend fordern, die Ampel wieder abzubauen, weil es seitdem keine Unfälle mehr an der Kreuzung gegeben hat.

Die derzeitigen Maßnahmen sind nichts, gegen einen erneuten Lockdown, den man riskiert, wenn diese gelockert werden. Ich als Unternehmer kann nur an die Vernunft aller appellieren, die Maßnahmen zu befolgen, denn einen 2. Lockdown werden wir alle wirtschaftlich nicht überleben.

Am 31. August 2020 um 09:43 von Klausewitz

Zitat:
"...Es sieht so aus, als wenn im Bundeskabinett niemand sitzt, der wirklich etwas von der Wirtschaft versteht..."

Man könnte dies annehmen, wenn man die Verschwendung von Steuergeldern durch unsere Volksvertreter so ansieht z.B. Beraterhonorar, Maut, Flughafen BER, Stuttgart etc.
Was aber die "Hürden" bei Anträgen betrifft...? da sind wir wahrscheinlich Weltmeister.

@ForFuture 10.36

ich hab volles Verständnis für Sie und die Andern, die so unverschuldet in eine prekäre Situation gerieten. Meine Freundin mit ihrem Friseursalon war auch von einem auf den andern Tag durch die verordnete Schließung betroffen. Die Kosten für die Miete liefen weiter, die Angestellten, die bereits bestellten und bezahlten Produkte, Sie hat nach ein paar Wochen Hilfe erhalten und kann mittlerweile wieder arbeiten. Aber viele andere können es noch nicht. Da sollte dringend eine Hilfe erfolgen.

@ krittkritt

Ja, wie bei der Bankenrettung bleibt es unverständlich, warum auch Lufthansa Aktionäre vom Steuerzahler gerettet werden.

@Deutsche-Elite um 13.28

Ich halte nichts von Herrn Ballweg. Auch eine Organisation, die sich einen derart dümmlichen Namen wie "Querdenker" gibt, nehme ich überhaupt nicht ernst, bevor ich mich mit deren Position befasst habe. Ich habe nur Advocatus Diabolus zugestimmt, dass der aktuelle Umgang mit der Pandemie zumindest fragwürdig ist und man sich doch die eine oder andere Antwort wünschen darf. Deshalb muss ich man ja nicht gleich in einen Topf mit irgendwelchen CoronaleugnerInnen gesteckt werden. Okay? Danke dafür!

12:20 von waverider

Sie haben offensichtlich einen Steuerberater. Bereits schon vor Corona.
Es gibt etliche Betriebe, die brauchen keinen. War bei unserem (früheren) Geschäft in den Anfangszeiten auch so. Und dann finden Sie jetzt mal einen Steuerberater, der ihnen “nur“ einmalig diesen Antrag bearbeitet. Ich kenne einige kleine Selbstständige, die an dieser Hürde schon scheitern. Dann machen sie sich selbst auf den Weg zu den Behörden/Ämtern und werden von Abteilung zu Abteilung geschickt, weil dort die Mitarbeiter nichts wissen.
So einfach wie Sie es darstellen, ist es wohl bei den Wenigsten.

@werner1955 um 12:39

Vielleicht hatten die mehr Zeit und sind auf diese Fälle spezilisiert?
.
Interessanter Weise gibt es (wieder einmal) keine Aufschlüsselung der Täter und vor allem, ob diese Steuerberater (?) in mehreren Fällen Mittäter waren.

11:58 von Hackonya2

“Hilfen bekommen oder nicht ist eine Frage und ob die Betriebe diese an die Mitarbeiter weitergegeben haben noch eine weitere.“

Wieso an die Mitarbeiter?
Diese “Hilfen“ sind dafür gedacht, den Betrieb einigermaßen am laufen zu halten, anfallende Kosten ein wenig zu mildern.
Ohne Betrieb bedeutet das Arbeitsamt für die Mitarbeiter.

10:16 von suomalainen

«stellen sie sich den betrieb als handwerker vor und den staat als notarzt. der handwerker säbelt sich mit einem trennschleifer fast den halben arm ab und bekommt vom notarzt achseluckend ein kinderpflaster …»

Stellen Sie sich mal vor … Sie hätten was dazu geschrieben, wie der Staat Suomi den finnischen Unternehmen & Arbeitnehmern anders & besser als in Deutschland den Betroffenen bei Corona-Folgen wirtschaftlicher Art Hilfestellung leistet.

Hätte tatsächlich informativen "Mehrwert", zu erfahren, was wie warum in anderen Ländern (bspw. in Finnland) als in Deutschland in dieser Beziehung besser organisiert ist & mehr effektiv hilft.

Oder ist der Notarzt Finne … der sein Kinderpflaster nach der Behandlung wiederhaben will … nachdem er es einem finnischen Patienten aufgepappt hatte ?

Man weiß es nicht …

@DE

Sie haben aber schon mitbekommen, dass die Abgeordneten meinen, sie verträten das Volk, statt ihre Parteien?

@ 13:38 von Advocatus Diabo...

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein "Denkverbot"? Sie scherzen... Genau umgekehrt ist es: viele belegen die Konzepte des bedingungslosen Grundeinkommens mit Denkverboten.

13:18, Nettie @fathaland slim, 12:00

>>Deshalb sollte man es gar nicht erst versuchen. Sondern sich auf ein paar simple und für jedermann nachvollziehbare Grundregeln bzw. Rahmenbedingungen einigen (zum Beispiel die in der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte festgehaltenen, die u.a. sicherstellen dass niemand anderen einen Schaden zufügen, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden), die dafür notwendigen juristischen Institutionen schaffen - und ansonsten die Bürger ihr Leben selbst gestalten und ihre Angelegenheiten selbst untereinander regeln lassen. Was die schon deshalb besser können, weil an den jeweiligen örtlichen Realitäten nicht nur „näher dran“, sondern mit ihnen sogar bestens vertraut sind. Und deshalb selbst am besten wissen, wie man welches Problem mit wessen Hilfe am besten löst.<<

Der radikallibertäre Ansatz.

Den "Staat" derart schrumpfen, daß er irgendwann durch den Abfluss flutscht. Die Bürger schaffen es besser ohne Verwaltung.

Genau das war der Ansatz der Neocons unter Bush dem zweiten.

@ von Klausewitz (09:43)

Zitat: "Es sieht so aus, als wenn im Bundeskabinett niemand sitz, der wirklich etwas von der Wirtschaft versteht."
Sie dürfen (!) in D gewerblich ohne Meisterbrief keinen Beschlag an einem Rudenboot anbringen, der über "Deko" hinausgeht ...
..können aber mit einem im 3. Semester abgebrochenen Kunststudium Wirtschafts-, Verteidigungs-oder Finanzministerminister ... bis hin zum Kanzler/in werden.
Wenn "Ihre" Partei sie nominiert und der Bürger sie wählt, ist die Qualifikation erreicht.
Für politische Ämter gibt es von der Bildungsseite her keinerlei Mindestanforderung.

@ 13:25 von Leipzigerin59

„Warum einen Steuerberater“

Weil das durchaus üblich ist in der freien Wirtschaft. Wenn Sie bei der Bank oder bei einer Versicherung Leistungen als Selbständiger beantragen, wollen die immer eine vom Steuerberater unterzeichnete BWA haben. Somit ist das für jeden Selbständigen gar nichts ungewöhnliches. Ich muss das derzeit für meine Versicherung auch wieder machen lassen.

Man geht einfach davon aus, dass ein Missbrauch so unwahrscheinlicher ist. Das kostet auch nicht viel - ich bezahle für eine BWA bei meinem Steuerberater gar nichts zusätzlich.

@fathaland slim um 12:50

Vielleicht, weil sie in Berlin im Senat sitzen?
.
>Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen Berlin) <

@andererseits 13.18

nun, wenn Milliarden von Kriminellen abgezockt werden, sogar von inhaftierten Clanmitgliedern in Berlin- dann stimmt was nicht mit den Kontrollen oder den Behörden. Oder widersprechen Sie da? Und wer ist für die Zugangsvoraussetzungen und die Behörden zuständig?

@vriegel 13.34 @Nordbraut

Ich glaube, Sie haben mich falsch verstanden. Mein Eindruck ist nicht, dass sie das "genauso sehen wie ich".
Anders als Sie bezweifle ich nicht den Sinn der Aha-Maßnahmen, und wenn ich @Diabolus Advocatus richtig verstanden habe, tut er es auch nicht. Was ich dagegen anprangere ist, dass einige hier so tun, als wäre das alles, was die Politik aktuell auf diese Pandemie als Antwort gibt. Aber der Strauß der Maßnahmen geht deutlich darüber hinaus und ich würde es begrüßen, wenn diese im Einzelnen hinterfragt und begründet würden.

13:30 @Olivia59 @12:06 fathaland slim

Über die Zuwendungen an die Großkonzerne ärgere ich mich aich, doch meist sind es (nur) Kredite.

Ich verharre auch stark im "antikapitalistischen Furor", und dazu stehe ich auch.
Ich stimme Ihnen soweit zu, dass die KMU großteils im "Regen stehen" gelassen wurde und wird.

Ich denke sogar, dass man bei den Maßnahmen auch nicht langfristig genug gedacht hat und ein Steigen von Infektionszahlen und Verlängerungen von Einschränkungen vernachlässigt hat.

Doch, m.M.n, wir haben eine immer weiter auseinander gehende soziale Schere, wir haben ein "massives"Schichtenproblem.

Ohne Ihren Lektüre-Tipp zu kennen, überzeugt mich diese Antwort nicht:

" ... viele Bürger stimmen gegen ihre Interessen um nicht abgekanzelt zu werden, als antikapitalistische Idioten die auch noch eine SED 2.0 wählen ..."

Es gibt keine SED 2.0 und wie soll es für die vielen Schwachen besser werden, wenn sie mit dieser Begründung gegen ihre Interessen wählen?

12:25 von vriegel

Sämtliche Geschäfte und Restaurants, ja auch Hotelbranchen, durften unter Auflagen (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske; die sog. AHA-Regeln) wieder öffnen. Womit ist das Grundgesetz also Ihrer Meinung nach noch eingeschränkt?
Die Regierung gibt das "Go", aber ein Großteil der Bevölkerung ist eben noch vorsichtig.
Was sind das für massive Eingriffe, von denen Sie sprechen, was für ein Ausnahmezustand?
Also, davon bekomme ich nicht soviel mit, weil ich mich nicht "bedroht" fühle, wenn ich aufgefordert werde, auf meine Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. Und ich wäre dankbar, wenn meine Mitmenschen auch anders herum so denken.
Aber Gottseidank, in meiner Umgebung gibt es nur wenige Egomane.

13:30, Olivia59 @12:06 von fathaland slim

>>Wir reden über 3,5 Mio kleine und mittelständische Unternehmen, die bislang 248 Millionen abgerufen haben. Einzelne "Grosse" haben Milliarden erhalten und schütteten 2020 noch Dividenden aus.<<

Viele kleine Unternehmen sind eng mit großen verbunden (Zulieferer etc.).

>>Die Kritik des Users über dieses Missverhältnis als "antikapitalistischen Furor" zu verunglimpfen ist einfach nur lächerlich<<

Ich habe niemanden verunglimpft.

>>Sie stellten gestern die These auf, dass wenn es in DE ein soziales oder "Schichten-Problem" gäbe, ja viel mehr links wählen würden. Die Antwort ist einfach... viele Bürger stimmen gegen ihre Interessen um nicht abgekanzelt zu werden, als antikapitalistische Idioten die auch noch eine SED 2.0 wählen.<<

Natürlich habe ich nicht bestritten, daß es in Deutschland ein, wie Sie es nennen, Schichtenproblem gibt.

Die "Unterschicht" wählt in geheimer Wahl aus Angst, als links betrachtet zu werden, CDU und noch weiter rechts?

Das ist ja mal ne steile These.

@dr bashir um 13.38

Ich möchte ja gar nicht, dass irgendwer oder gar alle mir zustimmen. Ich möchte nur, dass nicht grundsätzlich eine andere Position diskreditiert wird. Genau das wird sie aber dadurch, dass Fakten nicht anerkannt werden. Was für Fakten? Zum Beispiel, dass es nicht die Aha-Regeln sind, über die man diskutieren könnte, sondern dass es einiges anderes gibt, über das gesprochen werden sollte. Und eigentlich denke ich dabei auch nicht an dieses Forum, sondern an die Politik und die BeraterInnen.
Schöner Name übrigens, Dr. Bashir! Ich hätte mich auch Jadzia nennen können :-)

Selber Soforthilfe bezogen

Ich bin von den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie als Soloselbstständiger maximal getroffen worden und war auf der einen Seite positiv überrascht wie schnell und unbürokratisch das Geld auf dem Konto landete, aber auch geschockt darüber das in NRW praktisch eine Gewerbenummer dazu ausgereicht hat, was sofort Betrüger auf den Plan gerufen hat. Leider stellte sich dann heraus das die Gelder nicht wie in anderen Ländern als Teil des Gehaltsausfalls zu verstehen seien, sondern nur Betriebskosten keine Lebenshaltungskosten verrechnet werden könnten. Minimalkompromiss, in NRW dürfen 2000 € für den dreimonatigen Zeitraum März - Mai dafür verwendet werden. Da dies gering ist landen viele in Hartz4 bzw. sind gezwungen ihre Rücklagen aufzubrauchen bis sie Hartz4 beantragen können, die Überbrückungshilfe kann das für Antragsberechtigte etwas hinauszögern.

das war doch klar

ist wieder mehr als bürokratisch das alles und natürlich werden nur die "Großen" sich den Kuchen aufteilen. War doch vorher schon klar und denke auch geplant.

14:08 @Dr. Dr. Sheldon... @ 13:25

Dankeschön.

Ich habe ohne das direkt anzugeben,
mir Gedanken zu dem Beitrag von
"10:26 von iforkanzlerin"
gemacht.

Dann sind möglicherweise diese Aussagen nicht alle zutreffend.

In einem weiteren Beitrag fragte ich nach den Kosten, bzw. habe kritisiert, dass die Aufwendungen für den Steuerberater ja nicht die beantragte Hilfe auffressen dürfe.

@Leipzigerin59/ bürokratische Hürden

Das kann ich nur so unterstützen. Hier baden gerade vor allem Selbstständige, kleine Unternehmen mit ihren Mitarbeitern und die Künstler- und Kulturszene die Defizite unserer öffentlichen Verwaltung aus.

Und ja, es mag Steuerberater geben, die so einen Antrag in wenigen Minuten fix und fertig und perfekt eingetütet haben und die Landesregierung gibt dann noch Geld obendrauf - vor allem im "Ländle", wo man vielleicht oft ja tatsächlich etwas cleverer ist als anderswo. Aber es gibt inzwischen eben auch gehäuft Berichte, die zeigen, dass das andernorts eben mitnichten so problemlos läuft und dass Steuerberater große Probleme haben - und wo man von Zusatzmitteln von der Landesregierung nur träumen kann.

Schließlich: Organisierte Kriminelle haben den Vorzug vor Selbständigen, Künstlern und Kleinunternehmern, organisiert zu sein - und oft tatsächlich mit internationalen Kanzleien im Rücken zu operieren. Stichwort: Ach, wie schön ist Panama.

14:11, Leipzigerin59 @13:30 @Olivia59

>>Ohne Ihren Lektüre-Tipp zu kennen, überzeugt mich diese Antwort nicht:

" ... viele Bürger stimmen gegen ihre Interessen um nicht abgekanzelt zu werden, als antikapitalistische Idioten die auch noch eine SED 2.0 wählen ..."

Es gibt keine SED 2.0 und wie soll es für die vielen Schwachen besser werden, wenn sie mit dieser Begründung gegen ihre Interessen wählen?<<

Schlagen Sie Edward Bernays mal nach. Interessante Figur. Um ihn so zu deuten, wie die angesprochene Userin es tut, muss man allerdings schon sehr, sehr viel Exegese betreiben.

Der Mann ist übrigens fünf Jahre nach der "Wende" mit 103 Jahren gestorben. Ich glaube nicht, daß der irgendwas von "SED 2.0" geschrieben hat.

12:38 von Advocatus Diabo...

Wer weiß, wie weit die Betrugsfälle gelaufen wären, hätte man dem Ganzen nicht zeitig einen Riegel vorgeschoben? Ich garantiere, das wäre zu einem Fass ohne Boden geworden.
Und unsere Wirtschaft wird momentan auch nicht runter, sondern langsam wieder hoch gefahren. Einen weiteren Lockdown diesen Ausmaßes wird sich unser Staat nicht leisten können, das wurde mehrfach bereits erwähnt.

@11:58 von Nordbraut

>> ...wem dieses Missmanagement bei der
>> nächsten Wahl wieder auf die Füße fallen
>> wird. Mein Tipp: dem falschen der beiden
>> Partner

Ich gehe mal davon aus, daß war eine rhetorische Frage?

Ich antworte mal mit: 'BEIDE'

@Deutsche-Elite und @schabernack

Naja, die (wenigstens ansatzweise/halbwegs) zum Beruf werdenden Hobbys müssten schon sowohl gemeinnützig sein, als auch konstruktiv sein. Z.B. Schach, da kann man Lehrstunden in Schulen oder Kitas abhalten, Schiri werden oder große Turniere organisieren.
Was natürlich das BGE für jeden bedingt, wie einige Kommentare weiter oben schon von mir gefordert!
Millionäre darf man natürlich auch nicht werden wollen, mehr Kontakte zum Prekariat, als zur Wirtschaftslobby zu pflegen, würde schon ausreichen, um bei einer bescheidenen Weltanschauung zu bleiben.->Hinweis an unsere Bundestagsabgeordneten!
Aber insgesamt bleibt ja ernsthaft nur noch der Traum und die Verwirklichung/Umsetzung einer Art Schlaraffenland übrig, um diese Gesellschaft besser bzw. lebens- und liebenswerter zu machen. Die Augen vor der immer weiter fortschreitenden Produktivität/Automatisierung/Digitaliseirung/künstl. Intelligenz zu verschließen, hilft da nicht weiter...

@14:14 von fathaland slim

"Die "Unterschicht" wählt in geheimer Wahl aus Angst, als links betrachtet zu werden, CDU und noch weiter rechts?
Das ist ja mal ne steile These."

Zugegeben, doch ich habe keine bessere Erklärung für meine Beobachtungen, als diese. Und die Schere im Kopf durch ein gesellschaftliches mindset kennt wohl jeder in kleiner oder grösserer Ausprägung. Checken Sie einfach mal Wiki - Edward Bernays. Das Konzept "engineering consent" hat eine wissenschaftliche Basis und dieser Mann wurde eben dafür von Regierungen beauftragt um Politiken massentauglich zu machen. Nicht durch Argumente sondern durch Manipulation (Seine Wortwahl). Er war der Vordenker für die gesamte PR Branche.

@13.38-Advocatus Diabolus

Was tun gegen Stillstand und „Denkverbote“..??

Ich schlage vor bei der nächsten Wahl die FDP zu wählen. Das scheint mir die einzigste Partei zu sein, die aktiv gegen Zuviel Staat , Zuviel Bürokratie und Zuviel Regulierung vorgeht.

Wobei wenn man das Buch „Neustaat“ liest, dann gibt es auch Hoffnung, dass mit der CDU nach Merkel auch vieles besser wird.

SPD und Grüne wollen mehr Staat, mehr Regulierung und damit noch mehr Bürokratie in unsere bereits jetzt hochgradig dysfunktionale öffentliche Verwaltung bringen.

Es gibt auch Unternehmen, die keinen Steuerberater haben ...

Wenn Voraussetzung für einen Antrag ist, dass er durch Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, etc.) gestellt wird, so ist das kontraproduktiv.
Es hat nicht jeder Unternehmer einen Steuerberater. Gerade bei kleineren Unternehmen ist das nicht notwendig, wenn der Unternehmer selbst, seine Frau oder Kinder ein bißchen Ahnung von Buchführung haben.
Diese Hürden sind m. E. viel zu hoch.

14:09, deutlich

>>@andererseits 13.18
nun, wenn Milliarden von Kriminellen abgezockt werden, sogar von inhaftierten Clanmitgliedern in Berlin- dann stimmt was nicht mit den Kontrollen oder den Behörden. Oder widersprechen Sie da? Und wer ist für die Zugangsvoraussetzungen und die Behörden zuständig?<<

Clanmitglieder in Berlin. Klar, jedes Thema lässt sich irgendwie ins fremdenfeindliche drehen.

Aber wissen Sie was?

Wenn die kriminelle Energie groß genug ist, dann ist der keine Behörde gewachsen. Egal ob es sich um Clanmitglieder aus Berlin oder Vorstände aus DAX-Konzernen handelt.

Oder um den ganz kleinen, alltäglichen "Steuermodifizierer".

Kriminelle haben die Eigenschaft, den Behörden immer einen Schritt voraus zu sein. Sonst gäbe es keine, denn ihr Geschäftsmodell würde nicht funktionieren.

@12:06 von fathaland slim

>> An den Großen hängen jede Menge
>> Arbeitsplätze...

Sie meinen Industrieroboter und Outsourcing?

31. August um 10:31 von Ono_Sendai - Steuerberater ...

Sie haben Recht, es ist ein Unding, wenn man einen Steuerberater für einen Antrag braucht.
Wenn dessen Kosten nur im Falle einer Genehmigung des Antrages ersetzt werden, ist das ein weiteres Kostenrisiko.
Man muss doch keinen Steuerberater haben, um ein Unternehmen zu führen!?
Wer ein bißchen sich mit Buchführung auskennt, kommt ohne Steuerberater aus.
Deutschland hat ein großes Problem:
Das ist der Bürokratie-Wahnsinn

Ich war früher bei einer Behörde tätig und weiß, wovon ich schreibe.

@vriegel um 14:30

"Wobei wenn man das Buch „Neustaat“ liest, dann gibt es auch Hoffnung, dass mit der CDU nach Merkel auch vieles besser wird.

SPD und Grüne wollen mehr Staat, mehr Regulierung und damit noch mehr Bürokratie in unsere bereits jetzt hochgradig dysfunktionale öffentliche Verwaltung bringen."
-
Bitte entschuldigen Sie, aber diesen Kommentar zu dem hier zu kommentierenden Artikel zu bringen, entbehrt in meinen Augen nicht einer gewissen Comic.

@14:12-welcher Ausnahmezustand..?! Der hier

„ Der Bundestag hatte die „epidemische Lage“ am 25. März 2020 festgestellt und einem Gesetzentwurf „zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ zugestimmt. Damit traten eine Reihe von Rechtsverordnungen und Anordnungen in Kraft, um die Covid-19-Pandemie zu bekämpfen. Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) steht, dass der Bundestag diese Lage wieder aufhebt, „wenn die Voraussetzungen für ihre Feststellung nicht mehr vorliegen“ (§5 Abs. 1 IfSG).„

Das scheinen viele nicht zu wissen, bzw nicht verstanden zu haben?!

Der Bundestag ist was Corona betrifft weitgehend außen vor gelassen. Aber immerhin könnte er diesen Zustand auch wieder beenden.

Sie scheinen nicht begriffen zu haben, das durch diese Maßnahmen immer noch Millionen quasi ein Berufsverbot haben..?!

@Nordbtaut 13:58 - bitte um Verzeihung!

///
*
*
... ich bitte um Verzeihung, wenn Sie sich zu unrecht als “Corona Leugnerin” abgestempelt fühlen!
*
... die Situation hier ist mitunter etwas unübersichtlich!
*
Ich stimme Ihnen zu, dass man einige Maßnahmen sicherlich hinterfragen darf und alle differenziert betrachten sollte!
*
... das ist natürlich im Alltag nicht immer leicht umzusetzen - wenn beispielsweise der gesunde Menschenverstand einem sagt, dass z.B. Lehrer durchaus in doppelter Hinsicht eine Risikogruppe darstellen: a) als Spreader b) als Gesundheitsbedrohte
*
... das kann man dann gern diskutieren - aber einer muss es festlegen!
*
... wie beim Doppelkopf! Da gibt es auch dutzende Varianten - aber nur einen Weg gemeinsam zu spielen!
*
Diskutieren heißt aber auch nicht, dass man sich nicht an die Regeln hält.
*
... auch, wenn die Regeln sich von Spiel zu Spiel ändern!
*
... bei Corona hat das deshalb so gut funktioniert bisher, weil sich über 90% dran halten!
*
... was macht man mit “Spielverderbern”?
*
genau!

14:18 @calyx ... Hartz-IV

Alles klar.

Laut

"https://de.statista.com/statistik/daten/studie/242062/umfrage/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-und-sozialgeld/"

haben wir in D jetzt schon mehr ALG-II - Empfänger als 2019.

2020* 3.919.031
2019 3.894.008
2018 4.141.331
...

Das Jahr ist erst auf der Hälfte.

@12:08 von Sisyphos3

>> bin ja kein Buchhalter aber ist das dann
>> nicht nach Ansicht des Finanzamtes ein
>> verdeckter Gewinn ?

Nope, nennt sich 'Rücklagen'. Ein 'verdeckter Gewinn' ist was GANZ Anderes.

Schreib ich nur als gelernter Steuerfachangestellter mit >20J. Berufserfahrung.

13:08, Deutsche-Elite

>>> 90% sind “das Volk”!

<<<

Nein.

90% des Volkes sind 90% des Volkes.

@Vriegel 12.25

ich gebe Ihnen in vielerlei Hinsicht Recht! Der Ausnahmezustand besteht nach wie vor für viele Branchen. Vor allen Dingen besteht er bei Vielen im Kopf! Gastronomen können selbst jetzt im Sommer ihre Tische nicht normal belegen, Friseurinnen können nur zwei Kunden gleichzeitig in den Salon lassen ( die andern können draußen auf einer Bank warten ( geht im August noch) Musikveranstalter machen bestenfalls im Biergarten Konzerte mit Abstand (natürlich nur unplugged, wegen "Lärmemissionen") usw.usf. Und was nützt das teuerste Freizeitbad mit Zugangsbeschränkung und geschlossenem Wellnessbereich? Das wird ein Massensterben an Betrieben geben.

@ 14:02 von andererseits

Ja genau dass beklage ich ja! Wenn ich sehe wie jetzt Schulden in astronomischer Höhe aufgenommen werden und in die Wirtschaft gepumpt werden (leider vorwiegend in große Firmen obwohl kleine Firmen und Mittelständler mindestens genauso wichtig sind) dann muss ich auch kritisch fragen ob man anstelle Kurzarbeitergeld, Arbeitslosenhilfe und Hartz-4 nicht gleich ein bedingungsloses Grundeinkommen machen könnten/sollten.

14:18 von calyx

Minimalkompromiss, in NRW dürfen 2000 € für den dreimonatigen Zeitraum März - Mai dafür verwendet werden. Da dies gering ist landen viele in Hartz4 bzw. sind gezwungen ihre Rücklagen aufzubrauchen bis sie Hartz4 beantragen können, die Überbrückungshilfe kann das für Antragsberechtigte etwas hinauszögern.

Es gab die Möglichkeit nochmalig 2.500 € zu beantragen. Ein Freund von mir, selbständiger Musiker, hat das gemacht, ich weiß aber nicht, ob es ihm bewilligt wurde. Sein Haupteinkommen generierte er durch Musik machen auf Familien- und Betriebsfeiern, sowie auf Stadtfesten. Fällt nun alles weg. Aber er unterrichtet auch, das geht nun wieder. Die 9.000 € alleinig für Betriebskosten, die er nicht großartig hat, liegen unangetastet auf dem Konto. Sozialleistungen möchte er möglichst nicht beantragen. Ich denke er ist nicht der einzige, der versucht dies zu vermeiden.

@13:49-Rettung von Lufthansa(-Aktuonären)

Die LH ist durchaus System relevant. Und als Exportation brauchen wir mindestens eine große Fluglinie, die weltweit mithalten kann.

Zudem. Es ist zwar Corona geschuldet, aber der lock down und die Flugverbote kamen von den Regierungen. Wir befinden uns in einer staatlich verordneten Rezession.

Wenn der Staat also so massiv in die Wirtschaft eingreift, dann ist es das mindeste, dass er die Schäden, die er anrichtet, auch möglichst versucht gering zu halten.

Wie man mittlerweile sieht, ist auch fliegen mit Corona gut möglich. Auch wenn so ein MNS im Flughafen wenig Sinn macht.

Gibt es ja auch nicht überall. Und da wo es das nicht gibt, da gibt’s trotzdem nicht mehr Corona.

@fathaland slim

aha- was ist daran fremdenfeindlich, wenn man schwerkriminelle Verbrecherclans ablehnt???

14:33, saschamaus75

>>@12:06 von fathaland slim
>> An den Großen hängen jede Menge
>> Arbeitsplätze...

Sie meinen Industrieroboter und Outsourcing?<<

Nein, meine ich nicht.

Und habe das auch hier im Thread mehrfach erklärt.

Aber gegen Schlagworte komme ich nicht an.

@12:08 von Sisyphos3

>> verdeckter Gewinn

P.S. Und Sie meinten wahrscheinlich die 'verdeckte Gewinnausschüttung'? Da kann ich Sie beruhigen, die wird seit 1997/98 als Steuerhinterziehung geahndet.

@ Leipzigerin59 @12:06 fathaland slim

"Ohne Ihren Lektüre-Tipp zu kennen, überzeugt mich diese Antwort nicht:
>>... viele Bürger stimmen gegen ihre Interessen um nicht abgekanzelt zu werden, als antikapitalistische Idioten die auch noch eine SED 2.0 wählen ...<<
Es gibt keine SED 2.0 und wie soll es für die vielen Schwachen besser werden, wenn sie mit dieser Begründung gegen ihre Interessen wählen?"

Natürlich gibt es keine SED 2.0. Das ist ja genau mein Argument, das an dieser verachtenswerten PR seit 30 Jahren gebastelt wird. Und die tut nun mal ihre Wirkung. Von der anderen Seite kommt natürlich noch das ganze neoliberale Zeugs... trickle down Effekt... wir brauchen mehr Superreiche damit es dem Armen besser geht und Kapital ist ein scheues Reh.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie da irgendetwas besser werden soll, ausser es muss schlechter werden damit es besser wird.
In den USA war die Reaktion Trump weil Antikapitalismus nicht funktioniert reisst man einfach alles ein anstatt Probleme gezielt anzugehen.

@14:37-Nordbraut- wieso Comic- eher die „Faust aufs Auge“

...

Ob das Comic ist.?!

Ich finde es passt wie die berühmte Faust aufs Auge.

@Deutsche-Elite um 14:38 - ist in Ordnung!

Hi, Deutsche-Elite,
ist in Ordnung, ich finde es hier auch manchmal etwas unübersichtlich und wie ich sehe, stimmen wir in den wesentlichen Punkten überein.
Ich befürchte, dass die 90%, von denen Sie reden, bei anhaltender Diskussionslosigkeit schwinden wird. Und dann bekommen wir schnell ein Problem.

@WM-Kasparov 14:28 - Wunsch<>Wirklichkeit

Zitat: “Was natürlich das BGE für jeden bedingt, wie einige Kommentare weiter oben schon von mir gefordert!
Millionäre darf man natürlich auch nicht werden wollen, mehr Kontakte zum Prekariat, als zur Wirtschaftslobby zu pflegen, würde schon ausreichen, um bei einer bescheidenen Weltanschauung zu bleiben.->Hinweis an unsere Bundestagsabgeordneten“

///
*
*
... Sie haben das Problem präzise und vollumfänglich zusammengefasst! ...
*
... die Nicht-Millionäre wollen es unbedingt werden! ...
*
... da reicht das BGE niemals aus!
*
... die Millionäre brauchen es nicht, möchten es aber auch nicht finanzieren! ...
*
... der Weg dahin ist einfach zu hart und wer das weiß, möchte auch nicht einfach was verschenken - außer es ist so üppig, dass es wirklich egal ist und sich gut anfühlt - ich behaupte, so ab 10-20 Millionen kann man darüber reden ...
*
übrigens: In Klostern/Orden wird seit Jahrtausenden gelebt, was Sie sich wünschen! Abgesehen vom Sex müsste das ziemlich genau Ihrem Ideal entspr.!

14:28 von WM-Kasparov-Fan / @schabernack

«Naja, die (wenigstens ansatzweise/halbwegs) zum Beruf werdenden Hobbys müssten schon sowohl gemeinnützig sein, als auch konstruktiv sein. Z.B. Schach, da kann man Lehrstunden in Schulen oder Kitas abhalten, Schiri werden oder große Turniere organisieren.»

Jedem / jeder, der / die mit Schach Geld genug für Lebensunterhalt verdienen kann … sei dies sehr zu wünschen … und meinerseits zu 100% gegönnt. Ich betreibe diesen hoch anspruchsvollen "Gehirnsport" nicht, und bin gerade so ein guter Schachspieler, dass es mir eben gelingt, eigenes Schachmatt durch "Schäferzug" zu vermeiden.

"Bogenschießen" kann sehr "gemeinnützig & konstruktiv" sein.
Exzellente Möglichkeit, gerade Kinder im Grundschulalter für Bewegung in der Natur zu begeistern.

Wenige Menschen in DEU verdienen Geld mit "Bogenschützen-Parcours" in Wäldern. Kein Kind, mit dem ich je dort war, war nicht sehr begeistert.

Japaner sagen:

食い詰める・kui-tsumeru・Abgebissen-Schachmatt stehen.
      Finanziell völlig abgebrannt sein.

14:29, Olivia59 @14:14 von fathaland slim

>>"Die "Unterschicht" wählt in geheimer Wahl aus Angst, als links betrachtet zu werden, CDU und noch weiter rechts?
Das ist ja mal ne steile These."

Zugegeben, doch ich habe keine bessere Erklärung für meine Beobachtungen, als diese.<<

Und sie überzeugt mich nicht. Denn warum wählen so viele der Zukurzgekommenen dann die AfD? Damit begeben sie sich doch erst recht ins gesellschaftliche Abseits. Worüber sie sich dann oft auch noch lautstark beschweren.

>>Und die Schere im Kopf durch ein gesellschaftliches mindset kennt wohl jeder in kleiner oder grösserer Ausprägung.<<

Ein massenpsychologisches Phänomen.

>>Checken Sie einfach mal Wiki - Edward Bernays.

(...)

Er war der Vordenker für die gesamte PR Branche.<<

Er hat den Begriff erfunden.

Aus dem Wikiartikel:

"Um den belasteten Begriff Propaganda zu vermeiden, benannte er sein Konzept in Public Relations um."

Werbung ist nichts anderes als Propaganda.

Jede Werbung.

14:52, Nordbraut

>>@Deutsche-Elite um 14:38 - ist in Ordnung!
Hi, Deutsche-Elite,
ist in Ordnung, ich finde es hier auch manchmal etwas unübersichtlich und wie ich sehe, stimmen wir in den wesentlichen Punkten überein.
Ich befürchte, dass die 90%, von denen Sie reden, bei anhaltender Diskussionslosigkeit schwinden wird. Und dann bekommen wir schnell ein Problem.<<

Wo erkennen Sie denn eine anhaltende Diskussionslosigkeit?

@von fathaland slim

">>Zugegeben, doch ich habe keine bessere Erklärung für meine Beobachtungen, als diese.<<
Und sie überzeugt mich nicht. Denn warum wählen so viele der Zukurzgekommenen dann die AfD? Damit begeben sie sich doch erst recht ins gesellschaftliche Abseits. Worüber sie sich dann oft auch noch lautstark beschweren.

Das ist tatsächlich eine kniffelige Frage die mich auch umtreibt. Eine Beobachtung ist, das verhältnismässig viele von der Linkspartei zur AfD gegangen sind.
Das "warum" ergibt sich für mich aus der Beobachtung in den USA. Offensichtlich ist es gesellschaftlich vertretbarer oder psychologisch naheliegender nicht Soziales wie Krankenversicherung usw. zu fordern sondern sich einen Sündenbock (Migranten) zu suchen und sich pauschal gegen das gesamte etablierte System zu wenden. Was in den USA passiert ist im Ansatz auf jeden Fall eindeutig gegen Wall Street und Kapital gegangen. Trump ist natürlich mehr Absurdität als Lösung.

12:56 von Forfuture 12:08 von Sisyphos3

Ich frage mich ob bei einigen Foristen hier Solidarität nur für Arbeitnehmer und Rentner gilt
.
ich stellte nur die Frage in den Raum wie kann man es besser machen
wie den Umsatz des vergangenen Jahres zum Ansatz bringen
und dass Reserven bei Betrieben unter verdeckten Gewinn fallen
was soll also der Vorwurf mit der Solidarität ?

@12:12 von Sisyphos3

>> ob es da nicht besser ist Konkurs
>> anzumelden statt noch Schulden zu
>> machen,...

Sie haben den Systemfehler leider nicht erkannt.

Es gibt 2 Kapitalismen (wie hießt die Mehrzahl von Kapitalismus?) gleichzeitig! Den Industriekapitalismus (Corona-bedingt grade in slow-motion), und den Finanzkapitalismus mit Zinsen, Renditen, Dividenden,... (ja, Computer schlafen nicht und bekommen auch kein Corona)

Von der Henne und dem Ei

[10:31 von Ono_Sendai]
„Missbrauch der Soforthilfe in großem Umfang beschrieben. Er liegt nach offiziellen Angaben weit unter 1%. Es ist schon seltsam, dass trotz so geringer Fälle dies als Argument für die erschwerte Zugangsmöglichkeit angegeben wird“

Wie funktioniert Ihrer Meinung nach Logik?

erschwerte Zugangsmöglichkeit, deshalb wenig Missbrauch

oder

wenig Missbrauch, deshalb erschwerte Zugangsmöglichkeit ?

Eigentlich doch einfach zu verstehen.

14:48 von saschamaus75

Und Sie meinten wahrscheinlich die 'verdeckte Gewinnausschüttung'?
Da kann ich Sie beruhigen, die wird seit 1997/98 als Steuerhinterziehung geahndet.
.
beruhigend ?
das ist ja genau das Problem, dass Betriebe keine Reserven haben können
das wird als Gewinn gesehen der versteuert werden muß

@10:28 von krittkritt

Kurzkommentar:

100 % Polemik

Bekanntlich gibt es 100.000 Lufthansas und nur 1 Mittelständler.

@fathaland-slim 14:43 - absolut richtig!

Zitat: “ >>> 90% sind “das Volk”!

<<<

Nein.

90% des Volkes sind 90% des Volkes.”

///
*
*
... absolut richtig! ...
*
... vielen Dank für die Korrektur!
*
100% sind “das Volk”
*
... mich regt kolossal auf, wie sich weniger als 10% anmaßen, “das Volk” zu sein!
*
... daher wollte ich gegenüber stellen, dass 90% anderer Meinung sind!
*
... aber Sie haben vollkommen Recht! 100% sind das Volk!
*
... und selbst das ist kein abgeschlossener Personenkreis, sondern ein nach innen und außen offenes Konstrukt!
*
Ich heiße jeden willkommen, der diese 100% durch seinen Beitrag bereichern möchte!
*
... bei besagten ca. 10% sehe ich dies nicht
*
... es fällt auch zunehmend schwer, diese als “dazugehörig” zu begreifen - insbesondere, da die sich ja selbst vehement abspalten!

14:51, Olivia59

>>Natürlich gibt es keine SED 2.0. Das ist ja genau mein Argument, das an dieser verachtenswerten PR seit 30 Jahren gebastelt wird. Und die tut nun mal ihre Wirkung.<<

Seit dreißig Jahren?

Die Propaganda gegen den Sozialismus, der am Ostblock festgemacht wurde, kenne ich mein Leben lang. Dummerweise hat der Ostblock es dieser Propaganda auch sehr leicht gemacht, denn mit Sozialismus hatte das wenig zu tun, was dort abging.

>>Von der anderen Seite kommt natürlich noch das ganze neoliberale Zeugs... trickle down Effekt...wir brauchen mehr Superreiche damit es dem Armen besser geht und Kapital ist ein scheues Reh.<<

"Trickle down" stammt von Reagan. Da gab es den Begriff Neoliberalismus noch gar nicht.

>>Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie da irgendetwas besser werden soll, ausser es muss schlechter werden damit es besser wird.<<

Das war u.a. auch der Ansatz von Franz Josef Strauß. Viele Ideologen meinen, es müsse den Menschen erst richtig schlecht gehen, bevor es besser wird.

@ 14:12 / 14:27 Jacko08

Zwar dürfen Restaurants, Hotels und Schwimmbäder wieder öffnen und machen auch wieder Umsatz - doch nur weil das Wetter mitgespielt hatte und das Meiste sich im Freien abspielte. Wenn es wieder kühler wird und sich das Geschehen nach Drinnen verlagert, werden wir sehen, dass die Restriktionen (ua weniger Plätze durch größeren Abstand) zu großen Verlusten führen wird. In meiner Region haben viele Schwimmbäder auf eine Öffnung verzichtet weil es sich wirtschaftlich nicht lohnte. An Touristik, Hotels, Restaurants hängen Hunderttausende Arbeitsplätze-und die schwierige Zeit beginnt erst noch. Und dass die Wirtschaft momentan hoch gefahren wird, bedeutet noch längst nicht dass alles was produziert wird auch verkauft wird - Menschen in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit sind nicht in Konsumlaune.
Aber Sie haben Recht: Einen weiteren Lockdown wird sich unser Staat nicht leisten können.

13:34 von vriegel

>>Es ist vielmehr so, dass ein hohes Infektionsrisiko nur unter bestimmten Rahmenbedingungen existiert, die bspw in Geschäften in der Realität gar nicht anzutreffen sind.<<

Woher wissen die Viren, was für Rahmenbedingungen wir haben, wo sie dann nur existieren "dürfen"?
Ich verstehe Ihre Denkweise nicht. Aber wenn das ironisch gemeint war, dann war der gut...

@vriegel um 14:46 Uhr

"Die LH ist durchaus System relevant. Und als Exportation brauchen wir mindestens eine große Fluglinie, die weltweit mithalten kann. "

Warum ist es so wichtig, "Export-Weltmeister" zu bleiben?
Afrikaner, Asiaten und (Latein-)Amerikaner können (mittlerweile) ganz gut selber Produkte sehr guter Qualität herstellen. (Ich fahre seit 30 Jahren einen Toyota und einen Nissan -> Top zuverlässig!)
Und Lufthansa ist aus noch viel aktuelleren Gründen nicht relevant zum leben, also für die Binnenwirtschaft (, nur für dieses "Exportwirtschaftssystem"): ich z.B. reise nur aller 20 Jahre einmal - entweder nach Amerika ODER nach Nord- oder Südeuropa, mehr ist völlig unnötig! Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe, Pkw... werden zu Recht massenweise auf Halde produziert. In meiner Nähe wohnt der berühmte Weltumradler Thomas Meixner > Entschleunigung heisst das Gebot der Stunde!

@fathaland slim, 14:02

„Der radikallibertäre Ansatz.
Den "Staat" derart schrumpfen, daß er irgendwann durch den Abfluss flutscht.
Genau das war der Ansatz der Neocons unter Bush dem zweiten“

Dass "Neocons" die sich an den allgemeinen Menschenrechten orientiert hätten, wäre mir neu. In meinen Augen sind die auch mitnichten liberal, sondern vielmehr die klassischen „Pfründebewahrer“. Die Neocons als konservativ (von lat. „conservare“: bewahren, erhalten, schonen) zu bezeichnen, ist angesichts des von ihnen beförderten „libertären“ Ansatzes, die gesetzgeberische Gestaltung und Auslegung der Marktregeln allein den Besitzenden zu überlassen und der daraus folgenden rapiden Zerstörung der allgemeinen Existenzgrundlage (Beispiel Regenwaldrodungen, Überfischung, Zerstörung der Artenvielfalt und nicht zuletzt den rücksichtslosen Raubbau an der Natur und Ausbeutung ihrer Ressourcen nicht nur ein schlechter Witz, sondern Zynismus pur.

"Die Bürger schaffen es besser ohne Verwaltung"

Nein, die schaffen die nur besser.

14:46, deutlich

>>@fathaland slim
aha- was ist daran fremdenfeindlich, wenn man schwerkriminelle Verbrecherclans ablehnt???<<

Auch ich lehne schwerkriminelle Verbrecherclans ab.

Aber warum muss man sie zu jedem Thema, egal ob es passt oder nicht, in die Diskussion werfen?

15:20 von saschamaus75

Sie haben den Systemfehler leider nicht erkannt.
.
bin ja auch kein Buchhalter !

15:20, saschamaus75

>>Es gibt 2 Kapitalismen (wie hießt die Mehrzahl von Kapitalismus?) gleichzeitig! Den Industriekapitalismus (Corona-bedingt grade in slow-motion), und den Finanzkapitalismus mit Zinsen, Renditen, Dividenden,... (ja, Computer schlafen nicht und bekommen auch kein Corona)<<

Verzeihung, aber das ist die Unterscheidung zwischen schaffendem und raffendem Kapital, aus unseligen Zeiten.

Es gibt nur einen Kapitalismus.

BRANDBRIEF!!!

Omg, wir haben gerade Pandemie!

Leute, rafft Ihr das nicht? Eine Pandemie ist KEIN wünsch-dir-was!

Hat 2008/09 in der Finanzkrise irgendwer die Ärzte gefragt? Die hätten wahrscheinlich geantwortet: "Ab auf die P1 und dann sedieren und fixieren!"

Warum werden während einer Pandemie ÜBERHAUPT die Ökonomen gefragt?

@ 13:48 von Dr. Dr. Sheldon

"Was Sie da fordern ist das Gleiche, als wenn an einer Kreuzung wegen sehr vieler Unfälle eine Ampel aufgestellt wurde und sie dann fordern, die Ampel wieder abzubauen, weil es seitdem keine Unfälle mehr an der Kreuzung gegeben hat"
Ihr Beispiel mit dem Strassenverkehr ist in jeder Hinsicht sehr gut geeignet um einige Positionen zu verdeutlichen:
Nicht wenige Leute müssten dann aufgrund der im GG garantierten körperlichen Unversehrtheit konsequenterweise fordern , dass der Autoverkehr komplett verboten wird (das wäre das andere Extrem).
Bei einer konstruktiv, kritischen Betrachtung könnte man allerdings fragen ob Ampeln wirklich sein müssen oder ob vielleicht ein Kreisverkehr sinniger wäre; dh auf Corona übersetzt wäre dies ein gewisser Schutz der Bevölkerung ohne die Wirtschaft (hier den fließenden Verkehr) allzu sehr zu beeinträchtigen.

Eine einfache Lösung

des Problems wäre, endlich auch den jetzt noch schwer getroffenen Branchen Reisen, Kultur, Schausteller, Marktbeschicker Messebauer und Veranstalter langsam wieder eine Perspektive zu geben. Aber nein, die Politiker und ihre Virologen reden nur, wie schlimm der Winter noch werden wird, bereiten uns vor auf einen weiteren Lockdown.

Ein bißchen Mut machen wäre angebracht, nach dem Motto, wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, ist die Situation im nächsten Sommer wieder normal. Das würde ich mir von einer Kanzlerin wünschen, auch als einer der am schlimmsten Betroffenen im Markthandel-Gewerbe.

Ich selbst bin weniger betroffen, aber meine Kollegen melden sich reihenweise beim Hartz-4-Amt. Und wenn jetzt noch die Weihnachtsmärkte ausfallen (Merkel hat sich noch nicht getraut, das zu kommunizieren), das ist beim derzeitigen Corona-Krankenstand (nicht Infiziertenzahlen) für die gesamte Branche nicht erklärbar und auch nicht hinnehmbar.

um 13:31 von Dr. Dr. Sheldon.. Steuerberater

Sehr viele Soloselbstständige haben tatsächlich keinen Steuerberater, weil die verglw. wenigen Geschäftsvorfälle für jemanden mit etwas kaufmännischer Erfahrung problemlos selber für das FA aufzubereiten sind. Mein SB meinte, für das geringe Entgelt, es wird ja vorgeschrieben, was der SB kosten darf, mache ich das eigentlich nicht! So wird es vielen gehen, besonders denen, die bisher keinen SB hatten. Aber die Nummer mit dem Steuerberater und dem bürokratischen Aufwand ist ja längst nicht das schlimmste! Der Knackpunkt ist, dass es weiterhin nur um Betriebskosten geht, die sind bei vielen halt sehr gering. Für alles andere soll man dann HartzIV beantragen. Hartz IV ist an sich schon höchst unsozial, nun sollen Menschen, die viele Jahre Steuern gezahlt für die Maßnahmen zum Schutz aller, alles verlieren, was sie sich mit harter Arbeit aufgebaut haben. Altersvorsorge, Versicherungen und vieles mehr geht alles zum Teufel. Was die Regierung hier spart, kostet sie bald ein Mehrfaches!

Staatliche Hilfe kommt an

Aber sie erfüllt den damit vorgeblich verfolgten Zweck nicht.

Beispiel: Mietstundung. Ein Segen für Großkonzerne und Fondsgesellschaften, angekündigt und beworben aber als „soziale“ Maßnahme für in Not geratene Mieter im Geschosswohnungsbau.

Beispiel: Kurzarbeitergeld, Erhöhung der Bezugsdauer und Höhe. Sicher eine große Hilfe für viele Betroffene, aber auch viele Firmen. Nicht alle aber werden aus der Kurzarbeit in ihr Arbeitsverhältnis zurückkehren können. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Betrieb Mitarbeiter wieder eingliedert, die zwei Jahre nicht produktiv im Unternehmen tätig waren. Grund: es werden in der Regel nicht die High-Performer in Kurzarbeit geschickt. Betroffen sein dürften auch viele Frauen. Andererseits: bis zur BTW ist erstmal Ruhe im Karton!

Beispiel: KfW Kredite. Deren Rückzahlung belastet das Betriebsergebnis zusätzlich.

Beispiel: MWSt Senkung. Nicht alle haben Senkung weitergegeben. Bald ist das eingepreist, dann kommt „Hammer“ der 3% oben drauf

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