Ihre Meinung zu: Bericht des Insolvenzverwalters: Armutszeugnis für Wirecard

27. August 2020 - 19:07 Uhr

Zum ersten Mal hat der Insolvenzverwalter in einem nicht öffentlichen Gutachten Zahlen vorgelegt. Nach Informationen von WDR und SZ beträgt die Überschuldung des einstigen Dax-Konzerns demnach 2,8 Milliarden Euro. Von M. Bognanni.

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Kommentare

Gewaltig

2,8 Milliarden Euro Schulden? Das sind ja nicht nur mehr Schulden als ein Stabsoffizier, das ist ja unvorstellbar gewaltig. Wie kann ein Unternehmen in wenigen Jahren solche Schulden auflaufen lassen?

Die Haftung von

Die Haftung von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ist mit € 4 Millionen pro Jahr viel zu niedrig und sollte deutlich erhöht werden.

meine Güte! 2,8 Milliarden...

Was haben die gemacht? Geld gewaschen?

Viel Erfolg

Eigentlich ist jeder Kommentar überflüssig.
Die Fakten sprechen für sich.
Die 1-Millionenfrage, und niemand will wirklich etwas gemerkt haben, die bleibt unbeantwortet.
Von den Prüfern nicht zu sprechen.
Nur, wenn die Deutsche Börse jetzt in ihren Erstligaindex ein Unternehmen wie DELIVERY HERO SE NA O.N. aufgenommen hat, dann hat man so seine Zweifel, ob
die " Spezialisten" wirklich immer alles wissen wollen.
Man nehme sich die Bilanzen von Siemens, BASF oder Daimler zur Hand und vergleiche diese mit DELIVERY HERO SE NA O.N..
Meine Oma sagte bezüglich DELIVERY HERO SE NA O.N., viele Nasse und ansonsten komprimierte Luft.
W2 kündigt sich an?

19:23 von KowaIski

und dann noch in den DAX kommen? welche pappnasen schlafen bei der börsenaufsicht, der bafin und im finanzministerium seit jahrzehnten?

Nur Bares ist Wahres

es ist mir völlig unverständlich warum, und mit welcher Begeisterung für das Neue, das Digitale, das Moderne sich so viele Menschen betrügen lassen. Das Verlangen Bargeld abzuschaffen oder doch zumindest zurück zu drängen ist für mich darin begründet, dass man die Bürger dann besser ausnehmen, kontrollieren oder gar betrügen kann. Leider macht unser und auch andere Staaten dabei mit.

Und die Tagesschau...

... rät immer dazu, Aktien zu kaufen.

Man wäre ja blöd sein Geld auf dem Konto zu lassen.

Ich sach mal:
Bloß die Finger von lassen!

Wenn selbst die Profis keinen blassen Schimmer haben und trotz Warnungen auf Wirecard reinfallen ...

... wie soll dann ein Privatmann das durchschauen?

Und nein!
Dass die Durchschnittsrendite bei Aktien toll sein soll, hilft keinem Wirecard Aktionär. Das sind wirkliche, realisierte Verluste. Da kommt nichts mehr!

und herr scholz

hat es schon im frühjahr 2019 gewusst - und nichts gemacht.
wie viele anleger hätten vor schaden bewart werden können, wäre scholz rechtzeitig seiner pflicht nachgekommen?

19:48 von Einfach Unglaublich

Dass die Durchschnittsrendite bei Aktien toll sein soll, hilft keinem Wirecard Aktionär.
.
des einen Glück des andren Leid
wie ging es der Commerzbank Aktie
95 oder 98 % Verlust ??
und Netflix verdreißigfacht die letzten 10 Jahren. ...
SAP brauchte dafür 30 Jahre

@ Wilhelm Schwebe (19:44)

"und dann noch in den DAX kommen? welche pappnasen schlafen bei der börsenaufsicht, der bafin und im finanzministerium seit jahrzehnten?"
------
Und welche ausgeschlafenen Finanzmarktprofis haben sich mit erheblichen Mitteln an Wirecard beteiligt? Zu den größten Anteilseignern gehörten, neben 'erfahrenen' Fondsgesellschaften, solche renomierten wie Goldman Sachs und BlackRock. Die haben noch am Schluss, also lt. den letzten Pflichtberichten, an ihrem Eigentum gehalten. Das ist auch nicht schlau. Da haben sich ganz schön viele Profis, Prüfer und Aufsichten was vormachen lassen, anscheinend.

Am 27. August 2020 um 19:44 von Wilhelm Schwebe

"19:23 von KowaIski
und dann noch in den DAX kommen? welche pappnasen schlafen bei der börsenaufsicht, der bafin und im finanzministerium seit jahrzehnten?"

Mann, Mann, Mann, Herr Schwebe,

wie ich Ihren Onkel mütterlicherseits vermisse.
Da kamen ab und zu tiefgehende Kommentare, die man nicht nur loben konnte, sondern die
oft auch eine Wende der Diskussion zu einem Thema, lieferten.

Die von Ihnen aufgezählten „Pappnasen“ haben doch erst einmal überhaupt nichts damit zu tun, „seit Jahrzehnten.“

Bei solchen Unternehmen kommen mindestens 50 Wirtschaftsprüfer statt ein oder 2 Leute von BaFin dergl.

„Wer deckt denn solche Betrügereien auf?

Es sind Whistleblower, Leerverkäufer (!) und Journalisten, aber
äußerst selten Wirtschaftsprüfer oder Behörden.“

Ist aber nicht neu, alles schon gehabt.

Das Wirtschaftsprüfer bar

Das Wirtschaftsprüfer bar jeder Ahnung sind, sieht man doch beim Euro. Da wurden Länder reingejubelt, die noch nicht ansatzweise dazu gehören dürften.
Und wenn man sich diverse Pleiten so ansieht, fragt man sich, was diese Prüfer so machen, wenn sie nie was aufdecken.
Das ist halt BWL. Als das noch Kaufleute waren, war die Welt noch in Ordnung.

„Auf mehr als 300 Seiten, die WDR und SZ einsehen konnten, entlarven (...) nicht nur die Horrorbilanz des einst gefeierten Dax-Konzerns. Sie geben auch Einblicke in einen dramatischen Sommer. Etwa, wenn Jaffé schildert, wie einzelne Wirecard-Manager keine Räume mit geöffneten Fenstern mehr betreten wollten - "aus Sorge vor einem Anschlag". In seinem Gutachten zerpflückt Jaffé die einstige Erfolgsgeschichte des Hoffnungsträger[s] Deutschlands in der zukunftsträchtigen[?] Fintech-Branche. In Wahrheit hatten laut Gutachten nur wenige der weltweit über 50 Konzernfirmen "überhaupt eigene Einnahmen". Wirecard verbrannte demnach Woche für Woche jenes Geld, das ihm Banken geliehen und Investoren anvertraut hatten. Vor der Insolvenz im Juni waren es zehn Millionen Euro - pro Woche. Und der Sommer wäre nach Jaffés Berechnungen ebenfalls teuer geworden, wäre nicht alles aufgeflogen“

Quasi eine moderne Version des Märchens „Des Kaisers neue Kleider“. Nur dass der Protagonist hier kein Mensch ist.

bericht-des-insolvenzverwalters-armutszeugnis-fuer-wirecard#

Hallo, Herr boecklin, ich stimme Ihnen ja sehr zu, wenn Sie schreiben :"...wie viele anleger hätten vor schaden bewart werden können, wäre scholz rechtzeitig seiner pflicht nachgekommen?"

...aber : Sie und ich, wir wissen nicht, ob Scholz vielleicht noch "stärkere Verpflichtungen"....hat ! Scholz ist ja schließlich Politiker......

/// Am 27. August 2020 um

///
Am 27. August 2020 um 19:48 von Einfach Unglaublich
Und die Tagesschau...

... rät immer dazu, Aktien zu kaufen.

Man wäre ja blöd sein Geld auf dem Konto zu lassen.

Ich sach mal:
Bloß die Finger von lassen!

Wenn selbst die Profis keinen blassen Schimmer haben und trotz Warnungen auf Wirecard reinfallen ...

... wie soll dann ein Privatmann das durchschauen?

Und nein!
Dass die Durchschnittsrendite bei Aktien toll sein soll, hilft keinem Wirecard Aktionär. Das sind wirkliche, realisierte Verluste. Da kommt nichts mehr!///
.
Sie sollten sich mit dem Thema " Klumpenrisiko " beschäftigen. Wenn Sie in den DAX oder MSCI world investiert haben, dann sind Sie satt im Plus.

/// Am 27. August 2020 um

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Am 27. August 2020 um 19:57 von boecklin
und herr scholz

hat es schon im frühjahr 2019 gewusst - und nichts gemacht.
wie viele anleger hätten vor schaden bewart werden können, wäre scholz rechtzeitig seiner pflicht nachgekommen?///
.
Das ist falsch. Es ist Sache von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Bilanzen zu testieren.

@ von bender

wenn sie griechenland meinen sollten:
das wusste damals jeder, konnte man so direkt in der zeitung lesen, dass griechend unmöglich in so kurzer zeit seine staatsverschuldung runtergebracht hat.
war damals ein finanztrich von goldman sachs mit us-anleihen/divisen wenn ich mich recht erinnere. gs hatte dafür 300mio bekommen.
politisch gewollt, weil schröder die zustimmung von griechland brauchte für betrittsverhandlungen mit der türkei + u-boote für die griechen als wahlunterstützung für schleswig-holstein.

/// Am 27. August 2020 um

///
Am 27. August 2020 um 20:55 von ONYEALI
bericht-des-insolvenzverwalters-armutszeugnis-fuer-wirecard#

Hallo, Herr boecklin, ich stimme Ihnen ja sehr zu, wenn Sie schreiben :"...wie viele anleger hätten vor schaden bewart werden können, wäre scholz rechtzeitig seiner pflicht nachgekommen?"

...aber : Sie und ich, wir wissen nicht, ob Scholz vielleicht noch "stärkere Verpflichtungen"....hat ! Scholz ist ja schließlich Politiker......///
.
Scholz trifft hier keine Schuld. Bei den mit hoher kriminellen Energie durchgeführten Bilanzmanipulationen ist selbst die für Testate zuständige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY lange dem Betrug aufgesessen.

Falsche Prämisse gesetzt

"Armutszeugnis für Wirecard"
schallt es in der Artikelüberschrift dem ARD-Kunden entgegen.
Nein, falsche Prämisse, weil die von Wirecard haben kriminelle Geschäfte gemacht wie so viele und wie seit Jahrzehnten üblich in der Banken- und Finanzbranche.
Die staatliche Banken- und Finanzaufsicht und die Behörden vom Zoll sowie die Top-Kanzleien als Wirtschafts- und Bilanzprüfer haben kläglich versagt.
Denen kann man ein Armutszeugnis bescheinigen, aber doch einer kriminellen Managerkaste um Wirecard nicht.

19:48 von Einfach Unglaublich

Tipp von einem Profi :-)
(mich rief der Kostolany früher immer an)
.
Aktien kaufen wenn sie niedrig sind
Aktien verkaufen wenn sie hoch sind
ansonsten von "Scheiß" Aktien die Finger lassen
ich hoffe ich konnte helfen

Leider glaubhaft

Es zeigt sich nun das das Geschäftsmodell von Wirecard wohl nie solide war, geschweige denn funktioniert hat. Sie schafften aber das wichtigste, mit schönen Bildern und Versprechungen an die Gier der Geldgeber und Behörden zu appellieren die mit ihrer Blindheit das Geld wie Heu verbrannt haben. Im Prinzip ist das die deutsche Version der US-Immobilen und Kreditkrise vor ein paar Jahren. Kurzum alle haben versagt, bis auf die Betrüger das waren die einzigen mit Talent und Begabung. Was sagt das über unsere "Leistungsgesellschaft" aus? Jeder möge seine Schlüsse ziehen.

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21:07 @Werner40

" ... Scholz trifft hier keine Schuld. ..."
Zumindest nicht allein,
Hr. Schäuble sollte man auch intensiv befragen.

" ... Bei den mit hoher kriminellen Energie durchgeführten Bilanzmanipulationen ist selbst die für Testate zuständige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY lange dem Betrug aufgesessen. ... "
.

Es mag schwer sein, solch Betrug aufzudecken. Doch das ging jahrelang so, das spricht nicht für E&Y.

Des Weiteren hat die Zollbehörde FIU versagt, diese untersteht dem Finanzministerium.

Schließlich findet der Insolvenzverwalter jetzt auch den Betrug heraus.
.

Vorheriger Kommentar:
" ... Es ist Sache von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Bilanzen zu testieren. ... "

Sie meinen, jedes Unternehmen kann sich eine Prüfergesellschaft leisten?
Es ist Aufgabe von Finanzämtern, das zu prüfen. Ggf. stichprobenartig, was Prüfergesellschaften abliefern.

Gruß
Leipzigerin59

Am 27. August 2020 um 22:22 von Leipzigerin59

„Sie meinen, jedes Unternehmen kann sich eine Prüfergesellschaft leisten?
Es ist Aufgabe von Finanzämtern, das zu prüfen. Ggf. stichprobenartig, was Prüfergesellschaften abliefern.
Gruß
Leipzigerin59“

Sie haben Recht.

Kleinere Firmen haben Steuerberater, die dem Finanzamt die Bilanz vorlegen.

Wer sich keinen Steuerberater leisten kann und auch selber keine Ahnung hat, was man dem Finanzamt
vorlegen soll,
wird geschätzt.

Die Schätzung erfolgt selten zu Ungunsten des Schätzers.

Wie auch bei privaten Steuererklärungen prüft das Finanzamt die vorgelegten Unterlagen.

Außendienstprüftermine sind eher selten.

Das Ganze zieht wesentlich breitere Kreise .

Da kommt man aus dem Staunen nicht raus. Da hat es schon lichterlohe gebrannt bei Wirecard in 2017 und..... anscheinend wussten innerbetrieblich vielen darüber bescheid. Dann ist auch klar das außerbetrieblich viel mehr Personen und Firmen darüber bescheid wussten. Es ist an zunehmen das es wohl ein stillschweigendes Stillhalteabkommen gab zwischen extern und intern. Die Politik und zuständige Behörden und deren Mitarbeiter dürften da wohl auch informiert und vielleicht beteiligt gewesen sein gewesen sein.
Das Ganze zieht wesentlich breitere Kreise als erwartet und der Schaden ist noch größer als angenommen.

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