Ihre Meinung zu: Urteil gegen Christchurch-Attentäter: Für immer hinter Gitter

27. August 2020 - 8:11 Uhr

So ein hartes Urteil gab es in Neuseeland noch nie: lebenslang ohne Bewährung. Der rassistische Attentäter hatte im März 2019 in zwei Moscheen in Christchurch angegriffen und 51 Menschen getötet. Von Lena Bodewein.

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Kommentare

Richtig so

51 Tote lassen kein anderes Urteil zu

Die Todesstrafe

wäre angemessener, gerechter und für das Volk, den Staat weitaus billiger. Für den Täter allerdings leichter zu ertragen anstatt vielleicht 60 Jahre Gefängnis, von Leuten bewacht und umgeben die ihn zutiefst verachten.
Wenn sie das wieder nicht veröffentlichen können Sie meinen Account streichen!!

rer Truman Welt

In unserer Welt, welche seit Jahrzehnten bereits mit zunehmenden extremistischen Haß leben muss, der wohl auch eher zunehmen als jemals abnehmen wird, ist es in der Tat eine Herausforderung mit solchen Tätern umzugehen, den Haß den sie säten in Gerechtigkeit ohne Haß münden zu lassen. Die Wut über ihre so sinnlosen wie schwachsinnigen Taten ist da. Sie nicht zu erhalten oder gar weiter wachsen und schon gar nicht in neue Taten aufgehen zu lassen, ist die große Herausforderung unserer Welt, wollen wir nicht in Haß und Gewalt versinken. Aber ich muss gestehen, es ist extrem schwer, solchen Gefühlen Einhalt zu gebieten in derselben Welt, deren humanistische Idee und deren Werte gleichzeitig mehr und mehr zu schwinden scheinen. Die Politik der sog. Grossmächte lässt zwar mitunter schöne Reden erklingen, ihr Handeln folgt jedoch völlig anderen Interessen und Werten.

Damnation Memoriae

Irre ich mich, oder verzichtet die Tagesschau darauf, den Namen des Schandtäters zu erwähnen, wenn auch nur abgekürzt?
Aber es tauchen Namen guter Menschen auf, die sich der Schande entgegenstellen.
Das ist eine Wende.
Von Utöya kennt leider jeder den Namen des Täters, und keiner weiß die Namen der Richter, Polizisten, Sanis...

Es ist gut, die Namen der menschenverachtenden Attentäter nicht zu nennen! Das gab es schon in der Antike. Niemand soll ihrer gedenken. Und jeder soll wissen: Wer solches tut, wird ausgelöscht aus der Geschichte. Er wird nicht mehr genannt werden. Man wird seiner vergessen und das Andenken der Opfer wertschätzend bewahren.
So sollten wir es immer halten. Auch mit unseren eigenen Attentätern.
Wir sollten nichtmal mehr erwähnen, aus welchem kruden Gedankengut einer dem anderen das Leben missgönnt. Rechts, links, islamisch, atheistisch... Die Richter interessiert das. Aber es muß nicht "breitgetreten" werden und so den Anhängern als "Vorbild" dienen können.

Bin beeindruckt!

Der Anschlag war brutal, fremdenfeindlich und vorbereitet. Aber das große Ziel, die Gesellschaft zu spalten und weiteren Hass zu schüren hat er nicht erreicht, - und ich finde es großartig, dass die Menschen und das Gericht in Neuseeland ihm keine Bühne gegeben haben, um sich zu erklären, bzw. seine schwachsinnigen Motive zu verbreiten.
Was mich aber wirklich beeindruckt ist, wie die Gesellschaft in Neuseeland damit umgegangen ist. Dass sich die Religionen solidarisieren, dass die Menschen sich gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit aussprechen. Vielleich helfen diese Bilder ein klein wenig, die religiösen Differenzen zu überwinden?

Francis Fortune

Dann wäre es mir lieber

"Am 27. August 2020 um 08:46 von Felina2
Die Todesstrafe
wäre angemessener, gerechter und für das Volk, den Staat weitaus billiger. Für den Täter allerdings leichter zu ertragen anstatt vielleicht 60 Jahre Gefängnis, von Leuten bewacht und umgeben die ihn zutiefst verachten.
Wenn sie das wieder nicht veröffentlichen können Sie meinen Account streichen!!"

Dann wäre es mir lieber, Ihr Account wäre gestrichen worden. Fürchterlich.

Berührend

Neuseeland, oder besser die Menschen dort, sind wie einst Norwegen ein wundervolles Beispiel dafür, wie eine Gesellschaft mit jemandem umgeht, der sie nicht nur verachtet, sondern auch angreift und zu zerstören versucht. Und diese neuseeländische Gesellschaft ist nicht der Versuchung der Rache erlegen, sondern hat ihr Rechtssystem und ihre eigenen Werte hochgehalten und verteidigt.
Der Richter hat genau die richtigen Worte gefunden: der Täter hat versagt. Er hat das Gegenteil von dem erreicht, was er angestrebt hatte, statt die Gesellschaft zu spalten, hat er sie geschlossener gemacht. Mithin das schlimmste, was ihm selbst passieren konnte.
Reue oder überhaupt irgendeine Art von Einsicht seitens des Täters war wohl nicht zu erwarten, und dass er Nachahmer findet, steht wohl auch zu befürchten. Aber ich beglückwünsche all diejenigen, die dieses Urteil herbeigeführt haben, die Justiz und die gesamte Gesellschaft, und drücke gleichzeitig nochmals mein Mitgefühl aus.

@Der_wunderer_1970, 8:53

Ich schließe mich Ihnen an. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

um 08:46 von Felina2

Zitat:"Die Todesstrafe
wäre angemessener, gerechter und ..."

Ich bin froh, daß es diese Strafe bei uns nicht gibt. Und auch in Neuseeland.
Warum?
Wie soll eine Gesellschaft Menschen töten, um zu zeigen, daß das Töten von Menschen falsch ist? Wäre das gerecht?
Die Todesstrafe kommt einem schnell in den Sinn, angesichts solchen Hasses. Mir auch. Aber bleiben wir uns treu! Die Neuseeländer tun das auch. Und viele zivilisierte Staaten tun das.
Es ist heilvoller für uns alle.
Soll der Mörder in seiner Zelle sitzen und spüren, wie die anderen Menschen weiterleben, weiterlieben und ihn vergessen.
Die Todesstrafe kann man aus vielen Gründen ablehnen. Mir ist dieser Grund aber am wichtigsten und versöhnt mich mit meinem eigenen Affekt "Der Kerl gehört ...".
Nein! Es ist falsch, zu töten. Er ist entwaffnet und festgesetzt. fertig. Kein Kampf mehr. Keinen Tod mehr verbreiten. Es muß vorbei sein dürfen, das Töten.
(Notwehr sehe ich völlig anders! Ich bin nicht "weichgespült".)

Angemessenes Urteil

Es ist gut, dass
1. das neuseeländische Gesetz eine solche "echte" lebenslängliche Strafe vorsieht, und
2. dass diese Höchststrafe nicht leichtfertig verhangen wird, sondern nur in Extremfällen wie hier.

Alles in allem ein angemessenes Urteil.

für Mord gibt es

für Mord gibt es Lebenslänglich..was ist daran so außergewöhnlich?

@Felina2

Leider lässt unser Rechtssystem/Empfinden die Todesstrafe nicht mehr zu, auch wenn ich der Meinung bin, dass sie bei besonders grauenhaften/ vorsätzlichen Verbrechen oder Verbrechen mit terroristischem Hintergrund durchaus noch angebracht wäre.

Ob der Täter im Gefängniss von anderen Kriminiellen tief verachtet wird, glaube ich hingegen nicht. Vermutlich wird genau das Gegenteil der Fall sein

@paganus65

Ich denke da grade an Wiederholungstäter von Vergewaltigung und Kinderschändung. Misslungenen Therapien und Wiederholung von Taten, welche anderen Menschen (Angehörige) das Leben zur Hölle machen. Das wäre auf jedenfall damit vermieden.

@frosthorn

Ich denke genauso wie Felina2.

@paganus65

So läuft man aber Gefahr, das der Täter es wiederholt, sei es das er doch irgendwie wieder frei kommt durch Gesetzesänderung, Erleichterung oder durch Flucht. Ein zweite Chance dazu sollte von daher völlig ausgeschlossen werden und das geht wie? Selbst der Tod wäre für mich für den Täter a) sehr elendig und b) für eventuelle Nachahmer sehr abschreckend gestaltet.

08:47 von Meinung zu unse... rer Truman Welt

In unserer Welt, welche seit Jahrzehnten bereits mit zunehmenden extremistischen Haß leben muss, der wohl auch eher zunehmen als jemals abnehmen wird,
[...]
in derselben Welt, deren humanistische Idee und deren Werte gleichzeitig mehr und mehr zu schwinden scheinen."

,.,.,.,

Solche seichten Behauptungen - der Hass würde immer mehr wachsen, die humanistische Idee würde immer mehr schwinden - kenne ich seit fast 60 Jahren.

Man guckt geflissentlich nur in die verdreckten Ecken und übersieht ganz bewusst, was alles an humanen Resultaten geschaffen wurde.

Das ist ein destruktives Denken, das offenbar nicht atmen kann, ohne sich eine inhumane Welt einzusuggerieren und damit Menschen mental zu vergiften.

@paganus65 um 09:03 @Felina2

Vielen Dank für Ihre Reaktion auf den Beitrag von Felina2! So geht eine sachliche Auseinandersetzung. Ich schließe mich ausdrücklich nicht @Der_wunderer_1970 und frosthorn an. Die Meinung von @Felina2 kann ich nachempfinden und ich finde es nicht in Ordnung, wenn auf diese Äußerung nur beleidigend und herabwürdigend reagiert wird. Den letzten Satz von @Felina2 empfinde ich zwar auch als unangemessen und ich wäre dafür, Kommentare mit einer solchen Aussage grundsätzlich nicht freizuschalten, aber das Inhaltliche muss gesagt werden dürfen. Felina2 steht mit dieser Meinung auch sicher nicht alleine und mich haben Ihre Worte, @paganus65, sehr zum Nachdenken gebracht. Dafür, und übrigens auch für den Kommentar von 08:48, danke ich Ihnen sehr! Herzliche Grüße aus Hamburg!

um 08:46 von Felina2

Die Todesstrafe wäre angemessener und gerechter?

Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Nur Barbaren handeln so! Die Todesstrafe ist genau das, wovor ein Staat die Menschen schützen sollte. Ganz gleich auch wen! Entscheidend ist, dass ein Staat als höchste machtausübende Institution seine Stärke darin ausspielen muss, Leben zu retten und nicht zu vernichten. Das unterscheidet uns Menschen vor der (Raub-)Tierwelt.

Im Übrigen ist es wohl härter, für Jahrzehnte nur noch in einem Knast zu hocken. Der Tod wäre für einen Fanatiker, dessen Motive auch religös geprägt gewesen sind, wohl eher eine Erlösung! Man darf aus solchen Spinnern keine Märtyrer der rechten Szene machen!

@DB_EMD

Für mich ist jemand der 51 Menschen bewusst tötet weniger Wert als ein Raubtier.

08:46 von Felina2

>>Die Todesstrafe wäre angemessener, gerechter und für das Volk, den Staat weitaus billiger. Für den Täter allerdings leichter zu ertragen anstatt vielleicht 60 Jahre Gefängnis, von Leuten bewacht und umgeben die ihn zutiefst verachten.<<

Wenn Sie der Aussage zustimmen können, daß der Täter Hass säen und die gesellschaftliche Spaltung befördern wollte, müssen Sie auch anerkennen, daß sein Ansinnen bei Ihnen erfolgreich war.

für immer hinter Gitter....

ohne Perspektive auf Entlassung verstößt nun mal gegen die Menschenwürde - nach 25 Jahren muss es für jeden eine neue Chance geben

Felina2

Felina2
Las dich nicht von den paar Wenigen irritieren. Aber bedenke, Todesstrafe ist sehr human. Ein Piekser und dann ist es vorbei. Ewig in einer drögen Zelle, ohne irgendwelche Hoffnung ist brutal.

Liebe @Felina2,

auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, wir leben nicht mehr im Altertum, sondern im Jahre 2020.
T o d e s s t r a f e ist tiefstes Altertum und verhindert, wie unzählige Studien beweisen keinen Mord, kein einziges Verbrechen.

Schauen Sie bitte auf Amerika und Sie verstehen was ich meine.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass jeder Verurteilte wenigstens für "Kost und Logis" arbeiten und kein "all incl." Aufenthalt genießen sollte, zulasten des "Steuersäckels"!

@ Hackonya2

"Ich denke genauso wie Felina2."

Dann denken Sie, genauso wie Felina2, nicht den grundsätzlichen Werten unseres Grundgesetzes entsprechend.

IMHO ist das sehr bedauerlich und bedenklich.

09:28 von Hackonya2

"Für mich ist jemand der 51 Menschen bewusst tötet weniger Wert als ein Raubtier."

,.,.,

Trotzdem gibt es kein Menschenrecht, ihn zu ermorden.

zu Hackonya2 um 9:28

"Für mich ist jemand der 51 Menschen bewusst tötet weniger Wert als ein Raubtier."

Die Einstellung, dass Menschen einen unterschiedlichen Wert haben könnten, halte ich für überaus problematisch. Dass es Menschen mit unterschiedlichen Beiträgen zum Sozialgefüge gibt, ist unstrittig und breiter Konsens herrscht ja wohl auch, dass einiges Handeln klar sanktioniert werden muss. Dass aber ein Mensch weniger wert sein sollte, scheint mir Tür und Tor zu sehr gefährlichen Wegen zu öffnen.

@proehi

Ich kann Ihrem Kommentar nicht folgen:
Der Täter hat was grauenvolles absolviert und nun hasse ich ihn deswegen (verständlicherweise). Ich hasse aber deswegen nicht andere die damit nichts zu tun haben, wie kommen Sie nun auf gesellschaftliche Spaltung?

Qpqr

Warum muss es die geben?
Und wie oft?
@Hansi Glück
Was machst du mit Verurteilten, die sich weigern für Essen zu arbeiten? Einsperren?

Der Vergleich drängt sich auf...

...mit den rechtsextremistisch motivierten Morden an 71 Menschen durch Anders Breivik vor 9 Jahren in Norwegen.
Ihm wurde eine psychische Störung bescheinigt, die ein aus meiner subjektiven Sicht angemesseneres Strafmaß verhinderte.

Umso erleichterter mag man sein, dass eine vergleichbare Feststellung bei der Urteilsfindung in Neuseeland nicht getroffen wurde.

um 08:47 von Meinung zu unse...

Zitat:"In unserer Welt, welche seit Jahrzehnten bereits mit zunehmenden extremistischen Haß leben muss, der wohl auch eher zunehmen als jemals abnehmen wird, ..."

Das mag einem so erscheinen. Auch ich bin oft versucht, so zu denken.
Eine nüchterne Betrachtung zeigt uns aber ein anderes Bild: Die Menschen werden mehr und mehr Sensibel für das Leid anderer. Was wir heute als Kindesmishandlung vor Gericht stellen, war in meiner Kindheit noch traurige Selbstverständlichkeit. Und als mein Großvater als Lehrer den Rohrstock zu Anfang eines jeden Schuljahres rituell verbannt hat, war er die Ausnahme.
Meine Mutter sagte mal: "Schlage dein Kind, und Du lehrst es, zu schlagen!"
Gerade hier in unserem Vaterland haben wir einen sehr guten Weg beschritten. Und viele andere Nationen gehen diesen Weg mit uns Seite an Seite. Nationen, die einander früher als "Erzfeinde" gegenseitig gehasst haben. Wo die Kinder schon lernten, Haß sei gut.
Heute empfinden wir das als schmerzhaft. Und tun was dagegen.

@asimo

Man darf ja seine Meinung frei äußern? Ich habe ja nicht geschrieben, das ich das Grundgesetz missachte und die Todesstrafe kann ich ehe nicht vollziehen lassen und bestimmen. Kann das Grundgesetz überhaupt nicht geändert werden?

Todesstrafe ja oder nein ...

Man sieht an den Kommentaren, dass es hierzu unterschiedliche Meinungen gibt. Weil jemand für die Todesstrafe ist und dies hier postet, muss man nicht gleich kommen und sagen, dass der Account gelöscht werden sollte! Wir haben hier eine freie Meinungsäußerung, und ich denke, es gibt Taten, da wäre es einem lieber, der/die Täter wäre/n nicht mehr auf dieser Welt - das ist für mich nachvollziehbar, auch wenn ich gegen die Todesstrafe bin (zähle die Gründe jetzt nicht auf).
All jene, die so vehement gegen die Todesstrafe sind, sollten sich mal überlegen, was man z. B. mit den Schwerstverbrechern aus der NS-Zeit (ich meine die Nazi-Führerschaft) hätte machen sollen, wenn man sie lebend bekommen hätte - lebenslang hinter Gittern?
Es ist ein Thema, das m. E. durchaus kontrovers diskutiert werden darf, und vielleicht auch mal mit Menschen, die durch abscheuliche Greueltaten betroffen wurden.

Todesstrafe ist letztlich nur ein Mittel...

Täter und Opfer schneller dem endgültigen Vergessen zuzuführen - sie kann deshalb nie im Interesse der Angehörigen sein

09:46 von paganus65

Sie haben das sehr schön ausgeführt, ich stimme Ihnen zu.

@Sausevind

Ich denke das Wort ermorden sollte nicht so freizügig genutzt werden. Ermorden ist was anderes und jemandem die Todesstrafe geben, was anderes oder?

kommentar

was sollen wir hier kommentieren?
Richtig mit lebenslang? Todsstrafe?
Solche Menschen mit Tieren oder Raubtieren zu vergleichen ist falsche. Tier toeten nicht aus Freude oder Idiologie (weder Recht oder Links oder Religien) Diese Eigenschaft besitzen nur wir.

@ Hackonya2, um 09:48

re @asimo

“Kann das Grundgesetz überhaupt nicht geändert werden?“

Es ist schon mehrfach geändert worden.
Aber sicherlich wird es nicht in “Ihrem Sinn“ geändert werden.

@qpqr27

Kommt wohl drauf an, wie der Angehörige drüber denkt: Für mich wäre es dauerhaft ein bedrückende Gefühl, wenn der Mörder eines Angehörigen von mir weiter am leben wäre, dessen Tod hingegen gerecht: Er/Sie hat das Leben meines Angehörigen genommen, daher sollte man es ihm/ihr auch nehmen. Das wäre für mich erleichternd.

@proehi

Das sehen Sie grundsätzlich falsch. Dieser Mörder hat mich nicht zu meiner Ansicht gebracht. Schon beim Fall Markus Gäffgen u.ä. war ich dieser Meinung. Mein letzter Satz war notwendig weil viele meiner Beiträge nicht veröffentlicht werden obwohl ich hier niemanden beleidige sondern nur meine Meinung sage die offensichtlich von der der Moderation abweicht.

09:17, Hackonya2

>>@paganus65
So läuft man aber Gefahr, das der Täter es wiederholt, sei es das er doch irgendwie wieder frei kommt durch Gesetzesänderung, Erleichterung oder durch Flucht. Ein zweite Chance dazu sollte von daher völlig ausgeschlossen werden und das geht wie? Selbst der Tod wäre für mich für den Täter a) sehr elendig und b) für eventuelle Nachahmer sehr abschreckend gestaltet.<<

Sie möchten also Grausamkeit mit Grausamkeit vergelten.

Damit stellen Sie sich auf dieselbe Stufe wie der Täter.

@Der_wunderer_1970, 08:53

Die Frage, die sich mir stellt, wenn ich Ihren Beitrag lese, ist, mit welcher Motivation wir hier alle schreiben. Die ist sicher sehr unterschiedlich bei den einzelnen ForistInnen. Mir zum Beispiel macht es Spaß. Aber außerdem geht es mir darum, dass ich hier immer wieder zum Nachdenken gebracht werde, über Dinge, über die ich sonst nicht nachdenken würde. Ihr Kommentar zu Felina2 bringt mich nicht zum Nachdenken, der von paganus65 hingegen schon. Nun kann man einwenden, dass sicher nicht alle nachdenken wollen, und dass es Spaß macht, lustig wie Sie auf Felina2 zu reagieren. Aber wir sollten uns doch zumindest einig darin sein, dass es hier um den Austausch unterschiedlicher MEINUNGEN geht, oder nicht? Sonst macht es doch auch keinen Spaß, wenn alle Ihrer Meinung sind. Deshalb bitte ich Sie (stellvertretend für einige andere ForistInnen), andere Meinungen zur Kenntnis, zu nehmen, zu Respektieren und bei Bedarf in eine inhaltliche Auseinandersetzung zu treten. Vielen Dank dafür!

@Felina2

Erstens ist Neuseeland ein zivilisiertes Land und hat seine eigene Gesetzgebung und nicht Ihre. Und gerade die heutigen Massengesellschaften müssen zivilisiert sein, sonst regiert tatsächlich Mord und Todschlag.

Zweitens - wie hier schon öfter gesagt - "Du sollst nicht töten" gilt auf jeden Fall für das Staatswesen; jemanden mit dem Tod zu bestrafen, weil er getötet hat, ist widersinnig - und unethisch. Die Diskussion wurde in der jungen Bundesrepublik geführt, und die Todesstrafe abgeschafft. Das taten viele Länder nach dem Krieg - offensichtlich hatten die Menschen vom Töten genug.

Rachegelüste sind menschlich, sie sind aber nicht die Aufgabe des Staates; der soll regulieren und schützen und wenn nötig bestrafen. Alles andere würde Staatsterror jeder Art möglich machen.

Und noch eins: wem wollen Sie mit Account-Löschen drohen? Das ist doch ganz allein Ihre Sache.

Re: Wolf 1905 um 9:51

"All jene, die so vehement gegen die Todesstrafe sind, sollten sich mal überlegen, was man z. B. mit den Schwerstverbrechern aus der NS-Zeit (ich meine die Nazi-Führerschaft) hätte machen sollen, wenn man sie lebend bekommen hätte - lebenslang hinter Gittern?"

Ich verstehe nicht, was daran so abstrus wirken sollte, dass das klar für die Todesstrafe spräche.

"Es ist ein Thema, das m. E. durchaus kontrovers diskutiert werden darf, und vielleicht auch mal mit Menschen, die durch abscheuliche Greueltaten betroffen wurden."

Der Staat scheint mir in gesellschaftlicher Verantwortung zu sein, eben die Gesellschaft zu schützen. Insofern scheint mir die Festlegung eines Strafmaßes und der Mittel der Sanktionen auch Sache des Staates (der ja durch die Gesellschaft konstituiert wird) zu sein und eben nicht Sache allein der Opfer. Dies hätte doch die Gefahr, Rache und Recht miteinander zu vermengen.

09:54 von Hackonya2

<< @Sausevind

Ich denke das Wort ermorden sollte nicht so freizügig genutzt werden. Ermorden ist was anderes und jemandem die Todesstrafe geben, was anderes oder?"

.-.-.-.

Ich habe das Wort "Mord" ganz bewusst gesetzt, damit einem klar wird, was man da tut und was man verteidigt.

Mord bedeutet: Vorsätzliche Tötung.

Es gibt immer Leute, die Mord in bestimmten Situationen rechtfertigen wollen, und diese fangen mit der Sprache an. Sie suchen ein anderes Wort dafür.

Und wenn sie ein anderes Wort dafür gefunden haben, können sie leichter morden oder Mord fordern.
Das wissen wir aus der Geschichte.

Wir stehen heute auf einer anderen Stufe der Bewusstheit.
Wir können unsere Gesellschaft schützen, auch ohne dass der Staat zum Verbrecher wird.

solange der Täter lebt....

leben gewissermaßen auch seine Opfer weiter und das kann ein Trost sein, besonders wenn der Täter seine Tat in einigen Jahren bereut und er wird sie bereuen

@09:09 von Jim456

>> Ob der Täter im Gefängniss von anderen
>> Kriminiellen tief verachtet wird, glaube ich
>> hingegen nicht. Vermutlich wird genau das
>> Gegenteil der Fall sein

Denke ich auch, also gleich ab in die Forensische Psychiatrie. Keine Kontakt zu Niemandem!

09:54, Hackonya2

>>Ermorden ist was anderes und jemandem die Todesstrafe geben, was anderes oder?<<

Nein.

@harry_up

Wenn es aber mehrfach geändert wurde, bedeutet es, das man es auch kritisieren darf und halt wenn die Mehrheit es will auch ändert, sei es nun so, wie es mir gefallen würde oder Ihnen?

Lebenslang hinter Gitter ist viel härter als Exekution

Den hier im Forum geäußerten Meinungen, der Täter habe eine Hinrichtung verdient, kann ich nicht zustimmen.

Es ist empirisch bewiesen eine viel härtere Strafe, den Täter einem Meer aus sinnloser Zeit auszusetzen, mit der er gar nichts anfangen oder aufbauen kann: Jeden Morgen wacht er auf und weiß, dass er gar nichts gestalten kann, dass ihn bloß die Dämmerwelt des Gefangenseins erwartet. Am Ende des Tunnels erwartet ihn bloß der natürliche Tod, den er zusehends und immer mehr erwünschen wird, der ihm aber längstmöglich verweigert wird.

Eine Exekution wäre eine kurzfristige Härte für den Täter, die aber mit ihrer Ausführung alsbald beendet wäre.

Es ist schlicht die viel härtere Strafe, das Restleben des Täters einer gefühlt endlosen Sinnlosigkeit auszusetzen und seine Existenz bis zum Ende auf seine Tat zu fixieren.

Der Täter wird sich irgendwann verzweifelt wünschen, endlich sterben zu dürfen. Ihm diesen Wunsch konsequent zu verweigern, ist die wirksamere Strafe.

@09:31 von qpqr27

>> nach 25 Jahren muss es für jeden eine
>> neue Chance geben

Sie meinen nach 51x 25 Jahren?

09:59, Felina2

>>Mein letzter Satz war notwendig weil viele meiner Beiträge nicht veröffentlicht werden obwohl ich hier niemanden beleidige sondern nur meine Meinung sage die offensichtlich von der der Moderation abweicht.<<

Dann sind Sie der Ansicht, daß die Beiträge, die hier veröffentlicht werden, der Meinung der Moderation entsprächen?

Wirklich?

Denken Sie doch mal nach, dann kommen Sie vielleicht aus der Opferecke heraus.

paganus65, 09:03

Die Todesstrafe kommt einem schnell in den Sinn, angesichts solchen Hasses. Mir auch. Aber bleiben wir uns treu! Die Neuseeländer tun das auch. Und viele zivilisierte Staaten tun das.

Alle zivilisierten Staaten verzichten auf die Todesstrafe. Staaten, die Menschen hinrichten, sind nicht zivilisiert.

lebenslange Freiheitsstrafe für Mord?

Ist eine angemessene Strafe in einer zivilisierten und fortschrittlichen Gesellschaft.
Ein Strafrecht darf den Schutz der Bevölkerung, die ein friedliches Miteinander will, beim Strafmaß nicht aus den Augen verlieren. Da der Schutz der Bevölkerung mit lebenslanger Haft hinreichend durchgesetzt werden kann, wäre die Todesstrafe eine Überschreitung des angemessen Maßes.
Überschreitet man dieses Maß, wie manche fordern, frage ich mich, wodurch sich der Täter in der Gesinnung von dem unterscheidet, der die Todesstrafe fordert?
Zudem will im Ergebnis für sich selbst, doch niemand eine Todesstrafe. Denn der Lebenswille ist bei allen Menschen vorhanden.
Weshalb also mit zweierlei Maß messen?
Auch der Unterhalt der Gefangenen ist kein Argument für die Todesstrafe. Schließlich ist der verurteilte Täter Teil der Gesellschaft, der vor der Tat in der Gesellschaft lebte. Ein Staat ist aber für seine Bürger verantwortlich. Und die Unkosten der Unterkunft sind für einen Staat nicht unzumutbar hoch.

09:09 von Jim456

>>...auch wenn ich der Meinung bin, dass sie bei besonders grauenhaften/ vorsätzlichen Verbrechen oder Verbrechen mit terroristischem Hintergrund durchaus noch angebracht wäre. <<

Warum wollen sie für bestimmte Gruppen Märtyrer schaffen?

09:03 von paganus65

Vorab gesagt: Die Strafe für den Täter geht vollkommen in Ordnung!
Ich verstehe auch die, die für eine Todesstrafe sind!

Ihre Worte:

>>Kein Kampf mehr.....

Es ist falsch zu töten...

es muss vorbei sein dürfen das töten...

kein Tod mehr verbreiten.....<<

Alles schöne Worte von ihnen.

Deutschland ist der viertgrößte (oder so) Waffenexporteur weltweit!

Mit diesen Waffen bekommen Menschen ihr Leben genommen!

Da sehen wir großzügig drüber hinweg.

Das ist die berühmte Doppelmoral....

PS. Ich verstehe sie voll und ganz! Es soll auch keine Kritik an ihren Aussagen sein!

@fathaland slim

Dann sollten die den Täter vielleicht besser gar fei lassen und ihn nicht die lebenslange Zeit vom Leben rauben, nach Ihrer Denkweise. Wenn Todesstrafe Mord ist, dann ist die Haftstrafe Raub? :)

10:17, kommentator_02

>>Alle zivilisierten Staaten verzichten auf die Todesstrafe. Staaten, die Menschen hinrichten, sind nicht zivilisiert.<<

Das sehe ich genau so.

@Kokolores

Ich achte Ihre Meinung obwohl Sie meine Meinung offenbar verachten. Jemand der einen Mord (nach unserer Rechtsprechung!!!) begeht hat mit der Tat auf seine Menschenrechte verzichtet. Das wird mir niemand ausreden.

@Nordbraut u.a. re @der_Wunderer_1970

Ich weise darauf hin, dass sich der Forist @Wunderer keineswegs dafür ausgesprochen hat, den Account von @Felina2 zu löschen. Er hat auf deren Drohung gegenüber der Moderation reagiert, sie selbst hat die Moderation vor die Alternative gestellt, ihren Beitrag zu veröffentlichen oder zu gewärtigen, dass sie sich nicht mehr am Forum beteiligt. Und er hat zum Ausdruck gebracht, dass es ihm lieber gewesen wäre, er hätte diesen Beitrag nicht gelesen. Das geht mir genauso.
Im Übrigen finde ich es erstaunlich und auch nicht ungefährlich, dass jetzt auch Widerspruch auf Beiträge anderer mit dem Hinweis auf die "Meinungsfreiheit" für quasi unzulässig erklärt wird.
Es gibt hier ja genügend Beiträge, wo als Begründung für die Einführung der Todesstrafe unverblümt angeführt wird, dass Mörder Tiere seien und dass das deren Tod das persönliche Rachebedürfnis des jeweiligen Verfassers viel besser befriedigen würde als "nur" eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das kann man ja wohl mal hinterfragen.

Ein angemessenes Urteil,

Ein angemessenes Urteil, obwohl ich sicher bin, dass es diesem verblendete Würstchen dort im Knast dieses sympathischen Rechtsstaats relativ gut gehen wird. Die Todesstrafe, die nun manche für ihn fordern, würde doch eher in sein Weltbild passen und ihn und seine Taten unnötig adeln. Er hat weniger als nichts geleistet. Soll er nur ruhig darüber nachdenken, für den Rest seines Lebens. Es ist bizarr, dass gerade die so gern von "Entartung" faseln, die selbst am stärksten aus der Art geschlagen sind. Der Defekt liegt ganz bei euch, ihr dissozialen Gernegroße.

Felina und andere Todesstrafenbefürworter

Ich halte es nicht für Zielführend, den diversen Diskutanten, die die T-Strafe in Erwägung ziehen, ein geringes Maß an Zivilisiertheit oder noch schlimmere Motive zu unterstellen.
Es ist eine Überlegung, die angesichts des Grauens, das dieser und andere Attentäter anrichten, aufkommt. Auch bei mir.
Das muß unter gütigen Menschen einen Platz haben, darüber zu reden.
Die T-Strafe war sicher ein Mittel der Wahl, als man gefährliche Täter nicht hinreichend sicher wegsperren konnte. Eine Art kollektive Notwehr.
Sie war auch ein Mittel, die Blutrache und ewige Fehden zu beenden. Sie war, so gesehen, mal ein Mittel der Zivilisation: Weg von der unkontrollierten Rache "auf verdacht", hin zu einer Rache nach Schuldspruch.
Die Frage ist: Trauen wir uns heute zu, so viel weiter zu sein als zu jenen Zeiten, daß wir den nächsten Schritt auch dann mitgehen, wenn wir vor dem Grauen von Christchurch oder Breitscheidplatz stehen? Halten wir Spur, oder lassen wir und von der Gewalt vereinnahmen?

@fathaland slim

Da muss ich der Felina2 beipflichten. In der Vergangenheit hatte ich das auch sehr oft, das meine Beiträge nicht veröffentlicht wurden, nur weil diese anscheinend der Meinung der Moderatoren nicht gefallen, das ist aber auch manchmal nicht so. Hab das Gefühl das es drauf ankommt, wer da grade Schicht hat. Ich schreibe generell nie beleidigend.

@Sonnenmeer um 10:11

"Eine Exekution wäre eine kurzfristige Härte für den Täter, die aber mit ihrer Ausführung alsbald beendet wäre. Es ist schlicht die viel härtere Strafe, das Restleben des Täters einer gefühlt endlosen Sinnlosigkeit auszusetzen und seine Existenz bis zum Ende auf seine Tat zu fixieren."

Also wenn es nur um die Durchführung der möglichst schlimmsten Strafe ginge, dann wäre doch, dem von Ihnen vorgelegten Gedankengang folgend, auch Folter ein probates Mittel, oder?
Die Frage ist doch: welchen Zweck soll staatliche Strafe haben? Den Täter möglichst großem Leid auszusetzen, oder die Gesellschaft zu ordnen und schützen?

09:42 von Hackonya2 @proehi

09:42 von Hackonya2
@proehi
"Ich kann Ihrem Kommentar nicht folgen:
Der Täter hat was grauenvolles absolviert und nun hasse ich ihn deswegen (verständlicherweise)."
Als ersten Impuls kann ich das nachvollziehen, wie auch schon andere hier schrieben. Wir sollten aber weiter denken. Haß erzeugt Rachegefühle. Diese erzeugen wiederum Gewalt. Und das erzeugt IMMER Gegengewalt. Es ist eine Spirale, die in vielen Teilen der Welt zu beobachten ist. Die Ergebnisse sind fürchterlich. Das kann nicht die Welt sein, die Sie und ich uns wünschen.

RE: fathaland slim um 10:02

***Sie möchten also Grausamkeit mit Grausamkeit vergelten.
Damit stellen Sie sich auf dieselbe Stufe wie der Täter.***

Bravo ! Danke für diesen Satz !!!

Das dunkle Zeitalter von "Auge um Auge, Zahn um Zahn" liegt gottlob hinter uns. Das ist aber leider nicht bei jedem angekommen.

Und danke auch an die vielen Mitforisten, die eine solche Denke ablehnen.

Gruß Hador

10:10 von Hackonya2

"@harry_up

Wenn es aber mehrfach geändert wurde, bedeutet es, das man es auch kritisieren darf und halt wenn die Mehrheit es will auch ändert, sei es nun so, wie es mir gefallen würde oder Ihnen?"

,.,.,

Das Grundgesetz kann nicht in dem Sinne abgeändert werden, dass dem primitiven Rachegefühl einiger Bürger nachgegeben wird.

Denn das Grundgesetz ist ja gerade NACH barbarischen Zeiten entstanden, um diese ein für allemal zu verunmöglichen.

Also kann es diesem Barbarischen nicht erneut Tor und Tür öffnen.

Antwort auf den Kommentar

>Von Utöya kennt leider jeder den Namen des Täters, und keiner weiß die Namen der Richter, Polizisten, Sanis...<
Soll es denn einen entscheidenden Unterschied machen, wenn in den Nachrichten der Name von solchen Attentätern genannt wird oder auch nicht. In beiden Fällen haben die Hinterbliebenen der Opfer solcher Täter nichts davon. Es hat aber auch eine Kehrseite, wenn man die Namen von Tätern nicht mehr nennt und zwar die, dass man als Beobachter von außen denken könnte, diese Täter sollen medial unter dem Teppich versteckt, die Taten verharmlost und die Täter vergessen werden.
Im Falle von Neuseeland aber auch vom September 2011 in Norwegen war natürlich das Ungewöhnliche, dass nach der Tat in Oslo der Täter auf der Insel so viele Menschen - 77 tötete. Selten war Skandinavien so ins mediale Bild gekommen. Wer hätte auch denken können, dass es in so einem Landschafts-Panorama solche Attentate geben würde?

Größter Respekt...

...für die Neuseeländer und ihren Umgang mit dieser Tat.

@Sausevind

Wie gut wir uns vor Mörder damit schützen, zeigen Treffer, wenn Sie in die Suchmaschine eingeben:
Wiederholungstäter Mord.
Jeder ermordete deswegen ist einer und zuviel und das wäre damit von der Welt geschafft. Anmerken muss ich, das die Straftat zu 100% nachgewiesen sein sollte. Zu Unrecht Todesstrafe sollte auch niemand bekommen.

Am 27. August 2020 um 09:20 von Nordbraut

Zitat: Die Meinung von @Felina2 kann ich nachempfinden

Ach ?

um 08:46 von Felina2: "Die Todesstrafe wäre [ ..... ] für das Volk, den Staat weitaus billiger."

Dem schließen Sie sich an?- Bravo !!!

@fathaland slim um 10:14

Sorry fathaland slim, Ihr Ton ggü. Felina2 ist unpassend! V. a. mit "Denken Sie mal nach..." - auch Sie können "mal nachdenken", bevor Sie so kommentieren.
Auch mir wurden von der Moderation schon mal Kommentare gestrichen, und bei manchen wusste ich nicht warum. Das hat nix mit der von Ihnen erwähnten "Opferecke" zu tun!

@ Hackonya2, um 10:10

Die Änderungen im GG werden nicht vorgenommen, wenn es “der Mehrheit“ (Sie meinen damit der Bevölkerung, denke ich) gefällt.

Dazu müssen jeweils 2/3 von Bundestag und Bundesrat zustimmen.

Aber das GG. kritisieren dürfen Sie natürlich, so viel Sie wollen.
Das garantiert Ihnen die im GG festgeschriebene Meinungsfreiheit.

@ Hackonya

Das GG kann mit einer 2/3-Mehrheit geändert werden. Ausgenommen davon sind Artikel 1-20. Diese dürfen nicht geändert werden.
Die Abschaffung der Todesstrafe ergibt sich implizit aus den ersten Artikeln, sowie der Präambel, der Historie und den Werten des Humanismus. Explizit wurde die Abschaffung noch in Arikel 102 ausgeführt.
Die EU verbeitet übrigens ebenfalls die Todesstrafe.

Sie dürfen natürlich eine private Meinung haben und diese auch äußern. Es sollte Ihnen aber bewusst sein, dass diese Meinung nicht GG-konform ist. Und das sollte ihnen zu denken geben, da das GG die juristische Grundlage unserer Gesellschaft darstellt. Gleichzeitig lässt sich daraus (sekundär, revers) ein moralischer Kompass/Grundkanon ableiten. Dieser ist zwar nicht gesetzlich verplichtend, aber hilfreich bei der Gestaltung des Lebens in dieser Gesellschaft - sofern man diese Gesellschaft akzeptiert und konstruktiv nach vorn bringen möchte.

Daher meine Bedenken ggü. ihrer Meinung.

10:11, Sonnenmeer

>>Der Täter wird sich irgendwann verzweifelt wünschen, endlich sterben zu dürfen. Ihm diesen Wunsch konsequent zu verweigern, ist die wirksamere Strafe.<<

Jemand, der sterben will, wird immer einen Weg finden.

09:42 von Hackonya2

>>@proehi
Ich kann Ihrem Kommentar nicht folgen:
Der Täter hat was grauenvolles absolviert und nun hasse ich ihn deswegen (verständlicherweise). Ich hasse aber deswegen nicht andere die damit nichts zu tun haben, wie kommen Sie nun auf gesellschaftliche Spaltung?<<

Sie stimmen zu, dass der Täter Hassgefühle gegen ihn hervorruft. Um "Ihr Mütchen zu kühlen", fordern Sie die unfreiwillige Tötung des Täters. Auch das wäre Mord in gesellschaftlichem Auftrag.

Damit machen Sie ein Fass auf, dass als gesellschaftlicher Konsens als inhuman und kontraproduktiv längst endgültig verschlossen war und bei uns deshalb auch im GG festgeschrieben ist.

Weil Sie Hass empfinden, möchte ich nicht in die "Barbarei" mit zurückgeworfen werden. Eine Auseinandersetzung über unser beider Positionen berührt grundlegend die Frage einer Zukunft zurück in die Vergangenheit oder sich weiterhin um einen Weg des Miteinanders zu bemühen. Ich hoffe, Sie erkennen das Spaltungspotenzial.

@09:59 von Felina2

>> Mein letzter Satz war notwendig weil viele
>> meiner Beiträge nicht veröffentlicht
>> werden obwohl ich hier niemanden
>> beleidige sondern nur meine Meinung
>> sage die offensichtlich von der der
>> Moderation abweicht.

Das geht aber nicht nur Ihnen so, sondern Allen.

@um 10:10 von fathaland slim

Ich sehe das so: Diese ermordeten Menschen hatten ein Anrecht zu leben, dieses Anrecht zu leben, hat der Mörder Ihnen genommen, obwohl er diese nicht mal kannte, das ist Mord.
Wenn nun der Staat dem Mörder das Anrecht auf Leben nimmt, dann liegt die Begründung darin, das der Mörder den anderen dieses Anrecht genommen hatte und ist somit nicht unbegründet. Das ist somit auch kein Mord, wie es der Täter vollzogen hatte, sondern eine 1:1 Wiedergutmachung im Grunde. Notwehr wäre ja dann auch Mord oder wie?

10:23, Felina2

>>Jemand der einen Mord (nach unserer Rechtsprechung!!!) begeht hat mit der Tat auf seine Menschenrechte verzichtet. Das wird mir niemand ausreden.<<

Sie wissen nicht, was Menschenrechte sind, und offensichtlich wollen Sie es auch nicht wissen.

Was natürlich Ihr gutes Recht ist.

Niemand sollte und kann gezwungen werden, irgend etwas zu wissen.

Felina2

Sehe ich auch so, dass man seine "Menschenrechte" verlieren kann, wenn man sich unmenschlich benimmt. Massenmord ist unmenschlich.
Doch die Gerichte sehen das alle anders.
Eine zweite Chance haben die Opfer aber nie.
Warum die Täter?

10:23 von Felina2

"Jemand der einen Mord (nach unserer Rechtsprechung!!!) begeht hat mit der Tat auf seine Menschenrechte verzichtet. Das wird mir niemand ausreden."

,.,.,

Es gibt viele hier, die "Menschenrecht" nach ihrem eigenen Maßstab auslegen und dieses vielen Menschen absprechen.

Denen kann man das auch nicht ausreden.

Wir müssen nur dafür sorgen, dass sie kein Unheil anrichten können und unsere Gesellschaft nicht beschädigen.

Antwort auf den Kommentar

Warum gehen Sie denn so empfindlich mit dem umstrittenen Thema "Todessstrafe" um? Die DDR hat sie erst ein Jahr vor der Öffnung der Berliner Mauer bzw. erst zwei Jahre vor ihrem Ende abgeschafft.
Und wir dürfen auch nicht übersehen, dass in den westdeutschen Bundesländern noch bis vor wenigen Jahren die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz die Todesstrafe in deren Landesverfassungen drin stehen hatten. Es hat seit 1946 bis 2016 satte 70 Jahre gebraucht, um in Rheinland-Pfalz die Todesstrafe zu streichen, nur weil Bundesrecht das Landesrecht in diesem Punkt bricht.
Oder andersrum gesagt: wenn das Thema "Todesstrafe" ein emotional einfaches Thema wäre, hätte es alleine schon in West- und Ostdeutschland bestimmt nicht so unsagbar lange gedauert, um sie zu streichen.

@Sonnenmeer, 10:11

"Es ist empirisch bewiesen eine viel härtere Strafe, den Täter einem Meer aus sinnloser Zeit auszusetzen, mit der er gar nichts anfangen oder aufbauen kann."
-
Empirisch könnte man sowas niemals nachweisen. Wollen Sie die Toten befragen, wie sie ihre Strafe wahrgenommen haben? Es scheint mir auch sehr wahrscheinlich so zu sein, dass ein schneller Tod gnädiger wäre als lebenslange Haft, aber wie Sie hier von Empirie reden können erschließt sich mir nicht.
Warum fange ich an mit dieser Haarspalterei? Weil ich der Meinung bin, dass allzu oft das Argument eines angeblichen Nachweises gebracht wird. Das ist schon bei der Impfdiskussion zum Beispiel sehr fragwürdig, hier kann man aber leicht erkennen, welcher Unsinn das ist.

10:26 von paganus65

>>Die Frage ist: Trauen wir uns heute zu, so viel weiter zu sein als zu jenen Zeiten, daß wir den nächsten Schritt auch dann mitgehen, wenn wir vor dem Grauen von Christchurch oder Breitscheidplatz stehen? Halten wir Spur, oder lassen wir und von der Gewalt vereinnahmen?<<

Danke für Ihren Beitrag.

... und wenn wir uns von der Gewalt vereinnahmen lassen, war der Täter mit seiner grauenhaften Tat in seinem Sinne erfolgreich.

@Felina2 um 10:23

"Jemand der einen Mord (nach unserer Rechtsprechung!!!) begeht hat mit der Tat auf seine Menschenrechte verzichtet.

Warum sollte das so sein?

Menschenrechte sind doch unveräußerlich (steht übrigens auch in der Präambel der Menschenrechtscharta). Damit scheint es mir unmöglich, davon zurückzutreten (oder sie anderweitig zu nehmen). Die Menschenrechte sind Rechte, die doch allgemeinhin als Rechte betrachtet werden, die man qua Menschsein hat. Würden Sie alternativ annehmen, dass der Täter durch bspw. Mord aufhört ein Mensch zu sein?

Am 27. August 2020 um 10:23 von Felina2

Zitat: Jemand der einen Mord (nach unserer Rechtsprechung!!!) begeht hat mit der Tat auf seine Menschenrechte verzichtet. Das wird mir niemand ausreden.

Sie stehen mit Ihrer Meinung vollkommen neben dem Grundgesetz.

Die Menschenrechte sind unveräußerlich.

@kommentator_02 um 10:17

Lt. Wikipedia, Stand 2018:
"55 Staaten, die die Todesstrafe auch im gewöhnlichen Strafrecht haben und anwenden."
Das ist grob 1/4 aller Staaten auf der Erde - die alle als nicht zivilisiert zu betrachten, ist schon ziemlich anmaßend!
Trotzdem: auch ich bin gegen die Todesstrafe.

Schade...

... das jetzt hier über Pro und Wider der Todesstrafe diskutiert wird, aber die eigentliche Nachricht in den Hintergrund tritt.

Daher nochmals: Die Gesellschaft von Neuseeland zeigt uns, wie man mit so einer grausamen Tat verantwortungsvoll umgehen kann. Darin sehe ich etwas Gutes!

Francis Fortune

@ Felina2, um 10:23

re @Kokolores

“Jemand der einen Mord (nach unserer Rechtsprechung!!!) begeht hat mit der Tat auf seine Menschenrechte verzichtet.“

“Verzichtet“ der Mörder, oder “verwirkt“ er sein Recht auf Leben?

Ersteres sicher nicht.

Und ob er sein Recht auf Leben verwirkt hat, eben das ist Sache des Staates, dies festzustellen.

10:26, Hackonya2

>>@fathaland slim
Da muss ich der Felina2 beipflichten. In der Vergangenheit hatte ich das auch sehr oft, das meine Beiträge nicht veröffentlicht wurden, nur weil diese anscheinend der Meinung der Moderatoren nicht gefallen, das ist aber auch manchmal nicht so. Hab das Gefühl das es drauf ankommt, wer da grade Schicht hat. Ich schreibe generell nie beleidigend.<<

Ich verstehe auch oft nicht, warum Beiträge von mir gerötet werden, glaube aber nicht, daß es an der Meinung liegt, die ich vertrete. Hier werden doch nun wirklich die abstrusesten, menschenverachtendsten Kommentare veröffentlicht. Glauben Sie wirklich, die Moderation täte dies, weil sie mit diesen Meinungen übereinstimmen würde?

@Hackonya2 um 10:26 @fathaland slim

"In der Vergangenheit hatte ich das auch sehr oft, das meine Beiträge nicht veröffentlicht wurden."
-
Und Sie wissen den Grund für die Nichtfreischaltung woher?
Es kann in meinen Augen nicht daran liegen, dass Ihr Kommentar nicht die Meinung der Redaktion widerspiegelt, weil hier ja deutlich unterschiedliche Meinungen veröffentlicht werden. Teilweise sogar krass menschenverachtende, bei denen ich mir sehr sicher bin, dass das nicht die Meinung der Redaktion ist. Manchmal schreibe ich zum Beispiel etwas zu sehr am Thema vorbei. Dann kann ich im Nachhinein immer nachvollziehen, dass das nicht zum Thema passte.

um 10:23 von Felina2

Zitat:"Jemand der einen Mord [..] begeht hat mit der Tat auf seine Menschenrechte verzichtet. Das wird mir niemand ausreden."
Na ja, so jemand hat zumindest gezeigt, daß er nicht an unsere Werte und Menschenrechte glaubt und von deren Anwendung nichts hält. Da bin ich bei Ihnen.
Ich denke aber, meinem Glauben folgend, eher an das Heil der Gesellschaft. Und diesem Glauben nach ist es nicht gut, einer Mordtat, außer zur Verteidigung, eine weitere hinterherzuschicken.
Es ist nicht mein Haß auf solche Taten, sondern mein Wohlwollen für die Gesellschaft, die ich in meinem Denken in den Vordergrund stelle. Damit wir unseren Frieden finden (in diesem Fall eher die Neuseeländer).
Ich glaube daran, daß es zu unheilvoll ist, ein Leben zu nehmen, als daß wir es uns aufzwingen lassen sollten. Schon schlimm genug, daß wir es im Kampf machen müssen. (z.B. Polizisten, Notwehr, Landesverteidigung).
Aber ein gefangener Mörder ist nicht wichtig genug, daß wir dieses Unheil auf uns nehmen sollten.

zu Hackonya2 um 10:23

"Anmerken muss ich, das die Straftat zu 100% nachgewiesen sein sollte. Zu Unrecht Todesstrafe sollte auch niemand bekommen.

Neben anderen ernsthaften Bedenken, die ich gegenüber Ihrem Standpunkt habe, führen Sie hier selbst einen interessanten Aspekt ein:
Wie soll denn bitte die 100%ige Sicherheit gewährleistet werden. Beispiele, bei denen sich später ein Irrtum herausgestellt hat gibt es nun mehr als reichlich (Sie haben ja auch selbst eine Suchmaschine als Hinweis gegeben - die kann man auch dafür benutzen).

Grundgesetz: Betimmte Abschnitte können nicht geändert werden.

@10:10 von Hackonya2
Meiner Kenntnis nach gehört Art. 102 ("Die Todesstrafe ist abgeschafft") ebenfalls dazu.
Nach dem Krieg gab es durchaus Diskussionen. In der CSU war ein Abgeordneter als Befürworter berühmt ("Kopf-ab-Jäger").

Für mich ein absolutes Gegenargument ist die Tatsache, dass - wie in den USA schon nachgewiesen - auch Unschuldige in des Todestraks sitzen.

PS.: Kompliziert wird es darüber hinaus, wenn man die staatliche Anordnung hinterfragt. Extremfall: Die Bombardierung von Zivilisten (in Belgrad waren wir auch beteiligt!)

@Tremiro

Mir wäre es in diesem Fall egal ob die Täter zu Märtyrer werden oder nicht.

@Hador Goldscheitel

Natürlich haben Sie und der verehrte fathalandslim gut reden als unbetroffene, ob man als Betroffener auch alles so human bewerkstelligen würde? Mein Angehöriger ist Tod, wurde des Lebens beraubt und der Typ soll einfach weiterleben dürfen? Nein, kommt nicht bei mir in die Kiste. Und anderen soll sowas vom gleichen Typ auch nie wieder wiederfahren können.

Fakt ist

Wer einen Mörder hinrichtet, ist auch nur ein Mörder!

um 10:29 von Sausevind

>>
Das Grundgesetz kann nicht in dem Sinne abgeändert werden, dass dem primitiven Rachegefühl einiger Bürger nachgegeben wird.
<<

Faktisch kann es das schon. Allerdings nur hinsichtlich der Artikel, die nicht von der "Ewigkeitsgarantie" nach Artikel 79 erfasst sind, also insbesondere die Artikel 1 bis 20. Zu Felina2: Insofern kann man auch nicht auf seine Menschenrechte verzichten.

10:35, Wolf1905

>>@fathaland slim um 10:14
Sorry fathaland slim, Ihr Ton ggü. Felina2 ist unpassend! V. a. mit "Denken Sie mal nach..." - auch Sie können "mal nachdenken", bevor Sie so kommentieren.
Auch mir wurden von der Moderation schon mal Kommentare gestrichen, und bei manchen wusste ich nicht warum. Das hat nix mit der von Ihnen erwähnten "Opferecke" zu tun.<<

Jemand, der meint, er würde hier wegen seiner Meinung zensiert, hat sich eindeutig in die Opferecke begeben.

Ich bin alt genug, um erkennen zu können, daß die Grenzen des Sagbaren immer weiter verschoben wurden. Vieles von dem, was man heute lesen "darf", hätte sich vor einigen Jahrzehnten noch kaum jemand getraut zu sagen.

Gleichzeitig gibt es aber immer mehr Menschen, die behaupten, sie würden in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Ein Paradoxon.

mein Dank an Norwegen und Neuseeland

dass hier an der Aufklärung festgehalten und mittelalterlichem Auge-um-Auge-Gebaren keine Chance gelassen wurde. Viele Beiträge in diesem Thread erschrecken mich, denn ich hatte wirklich gedacht, dass wir in unserer Gesellschaft weiter sind. Am meisten Unverständnis habe ich für das Argument, Mörder hätten ihr eigenes Recht auf Leben verspielt und nicht verdient, dass Begriffe wie Menschenwürde oder Recht auf Leben überhaupt auf sie angewendet werden, der Gipfel die Bewertung, sie seien "Tiere".
Wer immer in der Geschichte sich über die Gleichheit der Menschen und über die allgemeinen Menschenrechte hinwegsetzen wollte, hat das damit begonnen, dass er einer bestimmten Gruppe das Mensch-Sein absprach. Wenn die Menschenrechte nicht mehr für alle gelten, dann gelten sie für niemanden mehr, auch für jene nicht mehr, die sie eigentlich "nur" den Mördern verweigern wollen. Das ist vielen hier nicht klar.

@falsa demonstratio um 10:34 @Nordbraut

"Zitat: Die Meinung von @Felina2 kann ich nachempfinden

Ach ?

um 08:46 von Felina2: "Die Todesstrafe wäre [ ..... ] für das Volk, den Staat weitaus billiger."

Dem schließen Sie sich an?- Bravo !!!"
-
Also jetzt enttäuschen Sie mich doch etwas @falsa demonstratio, wo ich Ihre Kommentare eigentlich immer sehr schätze!
Bitte nochmal lesen, was ich geschrieben habe. Ich kann die Meinung nachempfinden. Heißt das für Sie, dass ich mich anschließen würde? Nein, aber ich verstehe die Meinung und respektiere sie. Im selben Post, auf den Sie eingehen, schließe ich mich der Argumentation von paganus65 an. Der übrigens auch Verständnis für die Meinung von Felina2 geäußert hat.
Bitte immer erst lesen und verstehen, dann kommentieren. Bei Ihnen eigentlich sonst auch immer der Fall. Kann mal passieren, das ist vollkommen okay für dich mich.

@ Hackonya2, um 10:26

re @fathaland slim

Auch ich war heute Morgen davon betroffen, dass ein Kommentar als Antwort auf einen von Ihnen nicht freigegeben wurde, obwohl er aus meiner Sicht nicht gegen die Netiquette verstieß.

Was weiß ich, was der Redaktion. daran nicht gefiel.

Da ich meine Kommentare i.d.R. auf dem im Vergleich zum Läppi weit weniger komfortabel zu bedienenden Tablet tippe, ärgert mich allenfalls die vergebliche Arbeit, aber ich nehm's nicht persönlich...

@10:30 von Robert Wypchlo

>> Soll es denn einen entscheidenden
>> Unterschied machen, wenn in den
>> Nachrichten der Name von solchen
>> Attentätern genannt wird oder auch nicht.

Beim Mörder von John Lennon hat's geholfen.

@asimo

Natürlich hat das nicht vollziehen der Todesstrafe oder nicht bestehen, nicht nur Nachteile in meinen Augen. Wenn jemand zu Unrecht die Todesstrafe bekommen würde, dann wäre das auch sehr bedauerlich. Sie können das auffassen, wie Sie wollen, aber jemand der 51 Menschen das Leben nimmt, verdient in meinen Augen nicht weiter zu leben, das ist meine Meinung und daran wird sich nichts ändern.

09:59 von Felina2

>>@proehi
Das sehen Sie grundsätzlich falsch. Dieser Mörder hat mich nicht zu meiner Ansicht gebracht. Schon beim Fall Markus Gäffgen u.ä. war ich dieser Meinung. Mein letzter Satz war notwendig weil viele meiner Beiträge nicht veröffentlicht werden obwohl ich hier niemanden beleidige sondern nur meine Meinung sage die offensichtlich von der der Moderation abweicht.<<

Ihren letzten Satz habe ich nicht mit zitiert, weil es nicht mein Thema ist. Ansonsten geben Sie an, grundsätzlich für die Todesstrafe zu sein und sie nicht nur speziell im vorliegenden Fall zu fordern.

Das ändert nichts an der Richtigkeit meiner Aussage, m.M.m.

10:22 von fathaland slim 10:17, kommentator_02

>>Alle zivilisierten Staaten verzichten auf die Todesstrafe. Staaten, die Menschen hinrichten, sind nicht zivilisiert.<<

Das sehe ich genau so.

Ziemlich herablassende Antwort. Schauen sie sich mal die Liste an. Ein Großteil der Menschheit ist unzivilisiert oder was? Ist eine Lebenslange Haft zivilisiert? Gleicht sie nicht einer schleichenden Todesstrafe?

10:34, falsa demonstratio

>>Am 27. August 2020 um 09:20 von Nordbraut
Zitat: Die Meinung von @Felina2 kann ich nachempfinden

Ach ?

um 08:46 von Felina2: "Die Todesstrafe wäre [ ..... ] für das Volk, den Staat weitaus billiger."

Dem schließen Sie sich an?- Bravo !<<

Ich glaube, Sie haben die Foristin völlig falsch verstanden. Ich finde ihren Beitrag sehr nachdenklich. Bitte reißen Sie nicht einzelne ihrer Sätze sinnentstellend aus dem Zusammenhang.

@Hackonya2

Günaydin, arkadas! Hier sind wir unterschiedlicher Meinung Abgesehen, dass die Todesstrafe grausam ist, gibt es auch immer mal Fehlurteile. Die können dann aber nie mehr korrigiert werden.

Am 27. August 2020 um 09:48 von Hackonya2

Zitat: Ich habe ja nicht geschrieben, das ich das Grundgesetz missachte

Das haben Sie in der Tat nicht explizit geschrieben.

Aus der Gesamtschau Ihrer Postings ergibt sich das aber; z.B. aus Ihrem Post um 09:28 in dem Sie dem Täter das Menschsein absprechen. Das steht vollkommen außerhalb des Grundgesetzes und ist indiskutabel.

@ Francis Fortune, um 10:47

Danke für Ihre Erinnerung an das, um was es eigentlich geht.

Obwohl es naheliegend und auch verständlich war, dass die Diskussion sich in eben diese Richtung entwickeln würde.

Auch ich habe größte Hochachtung vor der Reaktion der neuseeländischen Bevölkerung.

10:43, Hackonya2

>>@um 10:10 von fathaland slim
Ich sehe das so: Diese ermordeten Menschen hatten ein Anrecht zu leben, dieses Anrecht zu leben, hat der Mörder Ihnen genommen, obwohl er diese nicht mal kannte, das ist Mord.
Wenn nun der Staat dem Mörder das Anrecht auf Leben nimmt, dann liegt die Begründung darin, das der Mörder den anderen dieses Anrecht genommen hatte und ist somit nicht unbegründet. Das ist somit auch kein Mord, wie es der Täter vollzogen hatte, sondern eine 1:1 Wiedergutmachung im Grunde. Notwehr wäre ja dann auch Mord oder wie?<<

Niemand, der einem anderen Menschen geplant das Leben nimmt, tut dies grundlos. Ob Sie und ich diesen Grund nachvollziehen und gutheißen können, ist unerheblich.

Notwehr ist hingegen die Abwehr einer unmittelbaren Gefahr für das eigene Leben.

Diesen Unterschied müssten Sie eigentlich erkennen.

Außerdem gibt es auch noch den Totschlag im Affekt. Auch der ist eine andere Baustelle als Mord und Todesstrafe. Die ich ausdrücklich gleichsetze.

@Hackonya2

Um 10:33 war von Ihnen zu lesen:
"Anmerken muss ich, das die Straftat zu 100% nachgewiesen sein sollte. Zu Unrecht Todesstrafe sollte auch niemand bekommen."
Um 11:00 dann:
"Wenn jemand zu Unrecht die Todesstrafe bekommen würde, dann wäre das auch sehr bedauerlich. Sie können das auffassen, wie Sie wollen, aber jemand der 51 Menschen das Leben nimmt, verdient in meinen Augen nicht weiter zu leben, das ist meine Meinung und daran wird sich nichts ändern."

Ich wiederhole an Sie als Befürworter der Todesstrafe noch einmal die Frage:
Wie soll denn der von Ihnen geforderte 100%ige Nachweis sichergestellt werden?
Es gibt ja reichlich Evidenz dafür, dass auch in Staaten denen ein recht hohes Maß an juristischer Gewissenhaftigkeit unterstellt werden darf, solche Irrtümer nicht ausgeschlossen sind.
Darüberhinaus scheint mir das Nehmen eines Lebens damit einherzugehen, dass auch die Menschenwürde genommen wird - was einen Staat doch unzulässig kompromitieren würde.

Am 27. August 2020 um 11:01 von fathaland slim

Zu27. August 2020 um 09:20 von Nordbraut: Zitat: Ich glaube, Sie haben die Foristin völlig falsch verstanden. Ich finde ihren Beitrag sehr nachdenklich. Bitte reißen Sie nicht einzelne ihrer Sätze sinnentstellend aus dem Zusammenhang.

Ich kann die Meinung von 08:46 von Felina2 nicht "nachvollziehen" oder, wie Nordbraut um um 10:58 schrieb, gar "respektieren".

Zu Felinas Argumentation gehört eben auch das von mir zitierte Kosten-"Argument".

Ich kann nicht nachvollziehen, wie das jemand nachvollziehen kann und ich kann nicht respektieren, dass das jemand respektieren kann, egal ob Nachvollziehen und Respektieren mit ein paar rhetorischen Schlenkern verbrämt werden oder nicht.

Das steht alles so außerhalb meiner tiefsten Grundüberzeugung und ich behaupte auch außerhalb des gresellschaftlichen Grundkonsenses, jedenfall vollkommen neben dem Grundgesetz.

Mir scheint, meine Tage hier im Forum sind gezählt.

Die Tötungsfantasien der vermeintlich Gerechten

Zum ewigen leidigen Thema Todesstrafe: es ist nicht allein das Problem, dass immer wieder, auch in Deutschland übrigens, Unschuldige verurteilt werden und die Schuld eines Verdächtigen in der Tat sehr oft nur sehr schwer 100%ig nachweisbar ist. Selbst Geständnisse sind oft nicht zuverlässig und am Ende steht ohnehin immer das Urteil von Menschen, mit all ihren Bequemlichkeiten, Vorurteilen, Launen usw., zu denen Richter ja nunmal auch gehören. Es ist zudem das Problem, dass der Staat mit der Hinrichtung selbst zum Auftraggeber einer Tötung wird und damit das Töten ansich als Problemlösungsstrategie legitimiert. Und er tut das im Namen des Volkes, also jedes Bürgers des Landes. Meinen Namen würde ich für sowas aber nicht hergeben. Zudem muss jemand die Hinrichtung ausführen. Es ist interessant mal einen Blick in die Geschichte der Scharfrichterei zu werfen, denn diese waren selten angesehene Bürger. Ganz im Gegenteil.

11:01, Mass Effect

>>10:22 von fathaland slim 10:17, kommentator_02
>>Alle zivilisierten Staaten verzichten auf die Todesstrafe. Staaten, die Menschen hinrichten, sind nicht zivilisiert.<<

Das sehe ich genau so.

Ziemlich herablassende Antwort. Schauen sie sich mal die Liste an. Ein Großteil der Menschheit ist unzivilisiert oder was? Ist eine Lebenslange Haft zivilisiert? Gleicht sie nicht einer schleichenden Todesstrafe?<<

Nein, das ist keine herablassende Antwort, sondern eine Antwort, mit der ich deutlich und unmissverständlich Stellung gegen die Barbarei beziehe.

Und nein, ich bezeichne nicht ein Großteil der Menschheit als unzivilisiert, habe aber hier schon oft genug geschrieben, daß die Kruste der Zivilisation dünn und zerbrechlich ist. Wie die Geschichte oft genug bewiesen hat und immer wieder beweist.

Im übrigen verstehe ich nicht, wie eine Antwort, in der ich einem Mitforisten mit wenigen Worten beipflichte, herablassend sein kann.

@Francis Fortune um 10:47

"Schade...
... das jetzt hier über Pro und Wider der Todesstrafe diskutiert wird, aber die eigentliche Nachricht in den Hintergrund tritt.

Daher nochmals: Die Gesellschaft von Neuseeland zeigt uns, wie man mit so einer grausamen Tat verantwortungsvoll umgehen kann. Darin sehe ich etwas Gutes!

Francis Fortune"
-
Ich finde das alles andere als Schade. Der große Respekt vor dem Neuseeländischen Volk und dem Gericht wurde hier mehrfach ausgedrückt. Wie sollte man da auch anderer Meinung sein? Was ist von dem Thema für uns hier besonders bedeutsam? Für viele offensichtlich der Umfang mit derartigen Taten. Deshalb wird hier von dem konkreten Fall auf den abstrakten, verallgemeinerten Fall geschlossen und allgemein über ein sinnvolles Strafmaß diskutiert. Ich für meinen Teil habe aus dieser Diskussion sehr viel für mich herausziehen können. Selten habe ich mich durch eine Diskussion so angeregt gefühlt, wie durch diese. Sie hätten gerne mehr über den konkreten Fall diskutiert? Tun Sie es!

um 09:51 von Wolf1905 Todesstrafe ja oder nein .

"All jene, die so vehement gegen die Todesstrafe sind, sollten sich mal überlegen, was man z. B. mit den Schwerstverbrechern aus der NS-Zeit (ich meine die Nazi-Führerschaft) hätte machen sollen, wenn man sie lebend bekommen hätte - lebenslang hinter Gittern?"

Ein reuiger Verbrecher im akzeptierten Vollzug ist viel mehr wert als eine Befriedigung des "Volkszorns".

Die Granden der Nazis gekrümmt im Verlies. Dann hätte es nachher auch kaum das lähmende Verdrängen und die nationalstolze Flucht in den Übersprung des sog. "Wirtschaftswunders" gegeben.

Der Hass auf Juden wurde umgelenkt auf die "bösen Verführer" und schnell war alles vergessen. Dann nur noch aufräumen, bezahlt und unter Aufsicht und es hat nie systematischen Terror gegeben, an dem sich tausendmal mehr Menschen beteiligt hatten als dafür zur Verantwortung gezogen wurden. Und heute wundern sich Alle, warum es bei uns so eine "Tradition" gibt, seine persönliche Denk - und Handlungsverantwortung an "Führer" zu verschenken.

Am 27. August 2020 um 10:59 von harry_up

Zitat: Auch ich war heute Morgen davon betroffen, dass ein Kommentar als Antwort auf einen von Ihnen nicht freigegeben wurde, obwohl er aus meiner Sicht nicht gegen die Netiquette verstieß.

Kürzlich wurde ein Kommentar von mir zugelassen. Ich habe dann einen Rechtschreibfehler ("den" statt "denn") korrigiert.

Der korrigierte Kommentar wurde nicht wieder zugelassen.

Richtungsweisendes Urteil

"Sie haben versagt", sagte der Richter in seinem Urteilsspruch. "Ihre Verbrechen wurden erwidert von einer nie dagewesenen Welle von Liebe und öffentlicher Unterstützung für die Menschen, die Sie angegriffen haben und der weiteren muslimischen Gemeinschaft. Ihre Absicht war es zu spalten, aber die Öffentlichkeit hat zu ihren neuseeländischen Mitbürgern gestanden, um Ihre hasserfüllten Ansichten komplett zurückzuweisen."

Dass das Schicksal diese Wendung nehmen konnte, haben die Neuseeländer nicht zuletzt ihrer klugen Entscheidung, eine ihnen bzw. den Menschen zugewandte, wirkliche Demokratin wie Jacinda Ardern zur Premierministerin zu wählen. Die diese Einstellung durch ihr Handeln täglich aufs Neue unter Beweis stellt. Und die es ebenso konsequent vermieden hat, den Namen des Täter auszusprechen, um ihm nicht unnötig ein Podium zu geben.

@falsa demonstratio um 12:37 @fathaland slim

"Mir scheint, meine Tage hier im Forum sind gezählt."
-
Das wäre aber sehr schade!
Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, dass das Kostenargument für Sie derartig abwegig ist. Aber raten Sie mal, ob ich Ihre Meinung diesbezüglich respektieren kann :-)

12:25, SchleswigHolsteiner

>>Am 27. August 2020 um 10:17 von kommentator_02
>>Alle zivilisierten Staaten verzichten auf die Todesstrafe. Staaten, die Menschen hinrichten, sind nicht zivilisiert.<<

Nur so zum Nachdenken: Hessen hatte die Todestrafe bis 2018 in der Verfassung.

Quelle:
https://www.hessenschau.de/politik/wahlen/landtagswahl-2018/hessen-strei...<<

Ja, diese juristische Bizarrität, eine Landesverfassung widerspricht dem Grundgesetz, ist allgemein bekannt.

Der Passus war aus genau diesem Grunde natürlich unwirksam, und die Todesstrafe wurde auch nie verhängt, geschweige denn vollstreckt.

Antwort auf den Kommentar

>Trotzdem auch ich bin gegen die Todesstrafe<.

Das werden vermutlich die allermeisten nicht nur hier im Forum bzw. in diesem Land sagen. Dennoch wurden den Menschen nicht selten dann auch immer die Fragen von Befürwortern gestellt, was sie denn machen würden, wenn ein Täter ein eigenes Familienmitglied von ihnen bestialisch durch viel persönliche Qual vor den Augen der Hinterbliebenen getötet hätte. Bliebe man dann auch noch felsenfest bei der Meinung, dass man gegen die Todesstrafe sei? Oder wird man dann gestempelt als der "Mensch ohne jedes Herz".
Eine solch ähnliche Frage bekamen übrigens im TV-Duell 1988 vor der US-Wahl 1988 die Kandidaten Bush senior und Dukakis gestellt und Dukakis antwortete "Ich bin gegen die Todesstrafe" und galt damit fortan bis zum Wahlabend als der "Eisblock ohne Einfühlungsvermögen und Emotion". Die Wahl 1988 gewann bekanntlich nicht er, sondern Bush senior. mit 427 zu gerade mal 111 Wahlmännern.

RE: Hackonya2 um 10:53@Hador Goldscheitel

Ich kann nur für mich selbst sprechen.

Stimmt, ich bin nicht betroffen und ich bin gegen die Todesstrafe. Liegt womöglich an meinem humanistisch-christlichen Weltbild.
Aber wie ist es mit Ihnen, sind Sie betroffen und damit für die Todestrafe ?

Da steckt meines Erachtens wenig Logik hinter.

Bitte bedenken Sie zudem, dass dauerhaft Wut, Zorn, Hass und Rachegelüste krank machen und den Charakter verderben.
Und damit würden die Betroffenen zum zweiten Mal Opfer dieser schrecklichen Tat.
Nein, es muss darum gehen Schmerz und Hass zu überwinden um seinen eigenen Frieden wieder zu finden. Sonst begleitet das die Menschen ein Leben lang.

Und der Attentäter hat lebenslang bekommen und stellt damit keine Gefahr für die Bevölkerung mehr dar.

Gruß Hador

urteil-gegen-christchurch-attentaeter-fuer-immer-hinter-gitter

Lieber Monty_Burns, Ihre Ausführungen sind hochaktuell !
Sie schreiben : Es ist interessant mal einen Blick in die Geschichte der Scharfrichterei zu werfen, denn diese waren selten angesehene Bürger. Ganz im Gegenteil."<--

Bitte haben Sie für mich einen exakten Buchtitel ?????
Im Voraus vielen herzlichen Dank !
ONYEALI

12:37, falsa demonstratio

>>Mir scheint, meine Tage hier im Forum sind gezählt.<<

Oh je, Sie sind jetzt schon der zweite hier im Thread.

Ich würde das sehr bedauern und könnte es auch nicht verstehen.

Das Thema, um das es hier geht, scheint überschießende emotionale Reaktionen zu provozieren. Aber bitte verkämpfen Sie sich doch nicht mit einer Foristin, die zumindest nach meinem Dafürhalten völlig mit Ihnen übereinstimmt, was die grundlegenden Werte, an die wir glauben, betrifft. Das, was Sie ihr unterstellen, halte ich lediglich für eine etwas mißglückte Formulierung, die aber durch den Gesamtzusammenhang ihres Kommentares zurechtgerückt wird.

Aber es ist schon so eine Sache mit der Ambiguität von Sprache. Der Deutungsmöglichkeiten gibt es viele...

@falsa demonstratio, 12:37, re @fathaland slim

Ich kann jeden Satz Ihres Beitrags unterschreiben. Auch ich kann Auffassungen wie das Gutheißen (oder gar das Fordern) der Todesstrafe überhaupt nicht nachvollziehen und auch nicht respektieren in dem Sinne, dass ich sie für diskussionswürdig halte. Ich versuche auch längst nicht mehr, deren Vertreter zu überzeugen, Sie sehen ja selbst, dass die meisten ihren Post schon mit der Aussage enden lassen "und das wird sich bei mir auch niemals ändern".

Ich bitte Sie dennoch, sich weiterhin in diesem Forum zu engagieren. Auch und gerade aus dem Grunde, dass hier auch menschenverachtende und gegen jeden Anstand verstoßende Beiträge erscheinen. Sie fehlen sonst uns ähnlich denkenden und fühlenden Foristen und überlassen das Feld jenen, denen man gar nicht oft genug widersprechen kann. Ich für meinen Teil war sehr froh darüber, mit Ihnen einen besonnenen, aber auch unbestechlichen Diskussionsteilnehmer (gehabt) zu haben, der der Vernunft immer wieder Stimme verliehen hat.

So geht Justiz

Im Ausland werden kriminelle Rassisten halt gnadenlos verfolgt. Und statt Lippenbekenntnissen gibt es harte Strafen.

urteil-gegen-christchurch-attentaeter-fuer-immer-hinter-gitter

Hallo, lieber paganus65, Sie schreiben :"Wir sollten nichtmal mehr erwähnen, aus welchem kruden Gedankengut einer dem anderen das Leben missgönnt. Rechts, links, islamisch, atheistisch... "

Hmmmm,
Haben Sie ein Beispiel dafür, dass ein Atheist jemand umbringt,...aus -->atheistischen Gründen ?

Mir ist kein einziger Fall bekannt.
Ich halte Atheisten für die tolerantesten Zeitgenossen, ....weil ->nicht verblendet von irgendwelchen -->"Glaubens-Pflichten".....

Für immer muss für immer heißen

Es ist gut, das Urteil. Dieser Mensch gehört aus dem Verkehr gezogen. Jedoch steht einem Rechtsstaat die hier geäußerte/geforderteTodesstrafe niemals an. Ich lehne diese kategorisch ab. Wenn man besser sein will als diejeigen die man veruteilt, dann darf man nicht auf MIttel wie "Mord und Totschlag" zurück greifen. Natürlich ist es menschlich, bei der Dimension der Tat nach "Rache" zu rufen, ebenso wie man Kindermörder oder Kriegsverbrecher dann damit belegen will. Doch das Recht muss neutral bleiben. Ab wie vielen Menschenleben wäre denn die Todesstrafe angemessen? Das kann man doch gar nicht so sagen: schon ein Ermordeter ist einer zu viel. Natürlich wird das Grauen bei über 50 Opfern groß, und bei Millionen erst wird die Tat quasi einzigartig. Aber diese Überlegungen verbieten sich. Todesstrafe ist auch Mord, und mit dem Hinweis auf Opfer beruhigt man nur sein Gewissen.

12:42, falsa demonstratio

>>Am 27. August 2020 um 10:59 von harry_up
Zitat: Auch ich war heute Morgen davon betroffen, dass ein Kommentar als Antwort auf einen von Ihnen nicht freigegeben wurde, obwohl er aus meiner Sicht nicht gegen die Netiquette verstieß.

Kürzlich wurde ein Kommentar von mir zugelassen. Ich habe dann einen Rechtschreibfehler ("den" statt "denn") korrigiert.

Der korrigierte Kommentar wurde nicht wieder zugelassen.<<

Das ist mir auch schon öfters passiert. Weswegen ich einfache Rechtschreibfehler nicht mehr korrigiere. Abgesehen davon kam es auch schon vor, daß der Thread geschlossen wurde, während ich einen Kommentar korrigierte.

Beides höchst ärgerlich.

12:37 von falsa demonstratio

«Mir scheint, meine Tage hier im Forum sind gezählt.»

Nein !!!

Schreiben Sie (bitte) weiterhin hier !
Sie sind einer der Foristen … wenn nicht DER Forist … mit den am meisten fundierten juristischen Kenntnissen.

«Ich kann nicht nachvollziehen, wie das jemand nachvollziehen kann und ich kann nicht respektieren, dass das jemand respektieren kann, egal ob Nachvollziehen und Respektieren mit ein paar rhetorischen Schlenkern verbrämt werden oder nicht.»

Ausdrucksmöglichkeiten & Wortwahl hier im Forum sind wegen der Zeichenbegrenzung auf 1.000 und der teilweise existenten Zeitmaßgaben beim Schreiben mitunter schwierig. Je komplexer das Thema … desto mehr.

"Nachvollziehen können" bedeutet ja nicht zwangsläufig Zustimmung. Nicht einmal Respekt für das, was man nachzuvollziehen versucht.

Zur Juristerei ist doch Nachvollziehen der Beweggründe & Motive anderer grundlegender Maßstab der Beurteilung vor einem Urteil. Kostenaspekte haben bei Justiz immer weit im Hintergrund zu stehen !

Für immer hinter Gitter?

Sehr gut.

Schade das wir diese möglichkeit in unsererm Land nicht haben.

Hier können Ärtzte und Gutachter immer wieder dafür sorgen das selbst wiederlichtes Verbrecher nach einigen jahren wieder frei kommen.

Am 27. August 2020 um 08:48 von paganus65 Damnation Memoriae

Ich kann Ihrem Gedanken einiges abgewinnen. Jedoch: wenn man die Namen vergisst, werden auch Taten vergessen. Denken wir an die Täter in der deutschen Geschichte. Deren Namen sollen und müssen immer wieder bekannt sein. Alles muss sachlich dargelegt werden, denn die Taten sprechen für sich In sofern teile ich in der letzten Konsequenz die Forderung nach Vergessen von Tätern nicht, denn das lässt auch letztlich die Opfer vergessen. Dass gestörte Hirne dann solche Monster zu Heroen stilisieren, würde auch bei Vergessen der Täter geschehen, dem Web, das nie vergisst, sei "Dank".

@melancholeriker, 12:40 (re @Wolf1905 09:51, Todesstrafe...)

"Die Granden der Nazis gekrümmt im Verlies. Dann hätte es nachher auch kaum das lähmende Verdrängen und die nationalstolze Flucht in den Übersprung des sog. "Wirtschaftswunders" gegeben.
Der Hass auf Juden wurde umgelenkt auf die "bösen Verführer" und schnell war alles vergessen. Dann nur noch aufräumen, bezahlt und unter Aufsicht und es hat nie systematischen Terror gegeben, an dem sich tausendmal mehr Menschen beteiligt hatten als dafür zur Verantwortung gezogen wurden. Und heute wundern sich Alle, warum es bei uns so eine "Tradition" gibt, seine persönliche Denk - und Handlungsverantwortung an "Führer" zu verschenken"

Selten eine umfassendere (und zutreffendere) "Zusammenfassung" gelesen. Und das in wenigen Worten. Danke!!

12:45, Nordbraut

>>Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, dass das Kostenargument für Sie derartig abwegig ist.<<

Auch ich finde das Kostenargument völlig abwegig. Es geht nun wirklich nicht immer ums Geld. Auch und gerade wenn es um Menschenleben geht. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß Sie das wirklich anders sehen.

der Meinung der Moderation entsprächen?

fathaland slim@

Ja das sehe und erlebe ich auch oft so. Mir ist nie klar warum viel Kommentare und persönliche Meinung bei Ihr abgelenht werden.

Zitat: "Und als mein

Zitat:
"Und als mein Großvater als Lehrer den Rohrstock zu Anfang eines jeden Schuljahres rituell verbannt hat, war er die Ausnahme."

und in dem anderen Teil von D-Land war es eine Selbstverständlichkeit das Schulkinder von ihren Lehrern NICHT geschlagen worden...
...da reichte in der Regel ein einziges Mal und man war seinen Beruf als Lehrer dauerhaft los!

Todestrafe??
Ja auch mir kommt immer wieder die Wut hoch wenn ich solche Massaker an Menschen sehe und ich habe den drängenden Wunsch nach Rache - nach öffentlicher Hinrichtung usw. usf.

Nur was würde sich damit ändern??
Es würde zum einen keinen fanatischen Täter in seinem religösen oder rassistischen Wahn von seinen Taten abhalten...

..und mich letztlich mit ihm auf die gleiche niedrige Stufe stellen!!
Und genau darum hole ich "tief Luft" und versuche meine Ratio über meine in die Irre laufenden Gefühle zu stellen.

Lebenslänglich -> Ja
aber OHNE Recht auf Begnadigung

12:38 von fathaland slim 11:01, Mass Effect

Sie schrieben das sie deutlich und unmissverständlich Stellung gegen die Barbarei beziehen. Falls sie die Todesstrafe meinen bin ich bei ihnen. Einen Staat deswegen pauschal als unzivilisiert zu Bezeichnen ist schon starker Tobak.
Davon abgesehen geht es hier nicht um das für und wieder der Todesstrafe.

Ihr Account wäre gestrichen worden?

Der_Wunderer_1970 @

Dann müssen sie meienen auch löschen weil ich persönlich der selben Meinung bin.

Fürchterlich finde ich das ein Mörder der 51 Menschen aus purer Mordlußt getötet hat von Ihnen noch verständniss oder Midleid erhält.

13:07, ONYEALI

>>urteil-gegen-christchurch-attentaeter-fuer-immer-hinter-gitter
Hallo, lieber paganus65, Sie schreiben :"Wir sollten nichtmal mehr erwähnen, aus welchem kruden Gedankengut einer dem anderen das Leben missgönnt. Rechts, links, islamisch, atheistisch... "

Hmmmm,
Haben Sie ein Beispiel dafür, dass ein Atheist jemand umbringt,...aus -->atheistischen Gründen ?

Mir ist kein einziger Fall bekannt.
Ich halte Atheisten für die tolerantesten Zeitgenossen, ....weil ->nicht verblendet von irgendwelchen -->"Glaubens-Pflichten<<

Stalin beispielsweise war Atheist. Und Hitler war auch nicht gläubig.

Re : Felina2

Ja, man könnte geneigt sein, zu einem Todesurteil zu plädieren, dann würde man, so schlimm diese Tat auch ist, zum gleichen Mittel greifen, und keine Humanität mehr walten lassen. Ein Todesurteil würde nicht das Problem des Hasses, der sich in vielen Gesellschaften breit macht, ein zu dämmen, sondern den Täter sogar noch mehr glorifizieren, ihn als eine Art Märtyrer darstellen, der für eine "gute Sache" gestorben ist.
So aber, auch wenn dies den Staat etliches Geld kostet, darf der Täter viele Jahre im Gefängnis den Frust und sicher auch die Wut von so manchem Aufseher ertragen, in dem Wissen, das er den Knast nur im Sarg irgend wann verlassen wird. Da werden die Jahre ziemlich lang und öde, schmerzlich und mit der Zeit unerträglich. Da finde ich diese Art der Bestrafung wesentlich gerechter, auch wenn er immer noch lebt, aber immer fremdbestimmt bleiben wird, bis zu seinem Tod !!!

Zwei Aspekte noch.

1) In einem Staat, der die T-Strafe praktiziert, muß es Menschen geben, die durch Entscheidung oder gar durch direktes Tun den Tod des Delinquenten herbeiführen. Der Täter ist nicht wichtig genug, als daß dies unseren Mitbürgern qua Amt auferlegt werden sollte. Wir sollten niemandem diesen Schaden an seinem eigenen Heil, an seiner Seele zumuten.

2) Das Totschweigen des Namens könnte, wie auch hier argumentiert wurde, Gerüchte befördern, mann wolle medial die Sache kleinhalten. Ja, das stimmt. Das Totschweigen der Schandtäter erfordert ein Vertrauen in der Gesellschaft. eben jenes Vertrauen, das die Terroristen zerstören wollen.

Haben wir den Mut, ein solches Vertrauen aufzubringen?
Haben wir das Vertrauen in unsere Richter und Polizei?
Manches rüttelt an diesem Vertrauen. Aber alleine die Tatsache, daß bösartige Menschen es zerstören wollen, läßt mich persönlich mehr und mehr zu diesem Vertrauen den Mut haben. Wenn Nazis und Gotteskrieger das zerstören wollen, muß es was Gutes sein.

.was ist daran so außergewöhnlich?

von Klausewitz @
Das lebenslänglich gilt leider nur für die Opfer und Hinterblieben.

Gutachter, Anwählte und Justiz können Ihn bei uns sogar schon auch nach 15 Jahre wieder in Freiheit setzen.

13:07 von ONYEALI

>>Hallo, lieber paganus65, Sie schreiben :"Wir sollten nichtmal mehr erwähnen, aus welchem kruden Gedankengut einer dem anderen das Leben missgönnt. Rechts, links, islamisch, atheistisch... "

Hmmmm,
Haben Sie ein Beispiel dafür, dass ein Atheist jemand umbringt,...aus -->atheistischen Gründen ?
Mir ist kein einziger Fall bekannt.
Ich halte Atheisten für die tolerantesten Zeitgenossen, ....weil ->nicht verblendet von irgendwelchen -->"Glaubens-Pflichten".....<<

Aber wenn doch Atheismus eine böse Sekte ist;-)

@10:54 von Klärungsbedarf

>> also insbesondere die Artikel 1 bis 20.

1993 wurde in Folge der "DasBootIstVoll"-Politik von CDU/CSU&FDP Art. 16 GG geändert.

Am 27. August 2020 um 12:45 von Nordbraut

Zitat: Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, dass das Kostenargument für Sie derartig abwegig ist.

Es wurde hier selten etwas so Menschenverachtendes gelesen.: Einen Menschen aus Kostengründen zu töten.

Zitat: Aber raten Sie mal, ob ich Ihre Meinung diesbezüglich respektieren kann :-)

Raten Sie einmal, wie egal mir das ist.

Wer die Todesstrafe fordert ...

...., begibt sich auf eine Stufe mit dem verurteilten Täter. Mord ist Mord, ob nun durch staatl. Institutionen/Hand oder durch eigene Hand.
Von daher sehe ich das Urteil positiv.
Außerdem wäre eine Todesstrafe ein viel milderes Urteil als lebenslänglich.

13:05, frosthorn @falsa demonstratio, 12:37, re @fathaland slIm

>> Ich für meinen Teil war sehr froh darüber, mit Ihnen einen besonnenen, aber auch unbestechlichen Diskussionsteilnehmer (gehabt) zu haben, der der Vernunft immer wieder Stimme verliehen hat.<<

Dem möchte ich mich vorbehaltlos anschließen.

@10:44 Nordbraut - Empirische Forschung zum Impact von Strafen

Liebe Nordbraut, Sie schrieben:
"Empirisch könnte man sowas niemals nachweisen.Wollen Sie die Toten befragen, wie sie ihre Strafe wahrgenommen haben? Es scheint mir auch sehr wahrscheinlich so zu sein, dass ein schneller Tod gnädiger wäre als lebenslange Haft,aber wie Sie hier von Empirie reden können erschließt sich mir nicht."
Es ging mir um die empirischen Forschungen zum Impact von Haftstrafen, davon gibt es viele, siehe z.B. Liebling, A., & Maruna, S. (Eds.). (2013).The effects of imprisonment. Routledge. Und es gibt auch ebenso empirische Forschung zum Erleben von Todeskandidaten,bei der Menschen bis zu ihrer Hinrichtung und deren Angehörige darüber hinaus analysiert wurden.

"Weil ich der Meinung bin, dass allzu oft das Argument eines angeblichen Nachweises gebracht wird.Das ist schon bei der Impfdiskussion zum Beispiel sehr fragwürdig,hier kann man aber leicht erkennen, welcher Unsinn das ist."
Man?Empirie und deren Kritik benötigt jahrelange Ausbildungen und Erfahrung...

völlig abwegig.

von fathaland slim @
Völlig abwegig ist das die Hinterbliebenen dieser Mordopfer dann sein persönliche Sicherheit, Gesundheitsführsorge , Putzfrau und Mahlzeiten alimntieren müssen.

Und selbst TV, Bücher und Taback müssen Ihm gewährt werden.

Nachtrag

Es ist noch mitzuteilen, dass die historische Entwicklung von einer Todesstrafe hin zur lebenslänglichen Freiheitsstrafe in Mitteleuropa schon im Mittelalter einsetzte.
Und zwar, als Reaktion auf die grausamen Hexenverfolgung. Die Menschenverbrennung nahm ab, weil die öffentliche Hinrichtung, als zu grausam von den Menschen wahrgenommen wurde. Zunehmend wurde dann die Hinrichtung aus der Öffentlichkeit verbannt, weil dieses den Menschen die Grausamkeit der Regierung vor Augen führte. Dieses zog Unruhen nach sich. Bis ins 19 Jahrhundert nahmen die Exekutionen ab.
Es zeigt sich, dass Menschen im Angesicht einer Hinrichtung, dieses als unmenschlich empfinden. Von daher ist es völlig richtig, auch der Täterschaft das Recht auf Leben, als Ausdruck eines unveräußerlichen Menschenrecht zuzugestehen!

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Die Moderation

13:12 von fathaland slim 12:42, falsa demonstratio

Tja, das ist uns wohl alle hier so ergangen. Höchst ärgerlich aber manchmal nachvollziehbar.

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