Kommentare

Warum

wird dieses Schleuserschiff nicht festfesetzt?
Das hat mit Seenotrettung nichts zu tun.

Das ist nicht Nächstenliebe ...

... das ist religiös verbrämtes Schleusertum. Mit dem, was Jesus gesagt und getan hat, hat das Ganze aber auch rein gar nichts zu tun

Schlimm ...

... dass die evangelische Kirche jetzt Migrationspolitik auf Kosten der Allgemeinheit macht.

Wäre ich nicht schon längst aus dem Verein ausgetreten - spätestens jetzt wäre der Moment.

Gut,

dass ich aus der Kirche ausgetreten bin. Und dem Migrationsforscher sei gesagt, die Finanzierung eines Schiffes bedarf keiner breiten Unterstützung. Da reichen wenige Gutbegüterte. Ob die Kirche bei den Verlusten an Mitgliedern, auch aus dem falschen Verständnis von Nächstenliebe und Hilfe heraus, weiterhin Steuergelder für fragwürdige Zwecke einsetzen kann, bezweifle ich, wenn sie nicht, wie der Staat, an anderen Stellen für ihre Mitglieder/Bürger spart.

Hat natürlich jeder

eine rein persönliche und private Meinung dazu, hoffentlich hat die Besatzung sich vorher darum gekümmert, wo sie dann Morgen die Aufgenommenen an Land setzen darf.
Nicht das das übliche mit vielen Artikeln und Tagen wieder los geht, keiner will die Aufgenommenen dann wieder an Land lassen.

Es wäre auch wirklich an der Zeit, eine EU Lösung für das Problem zu finden, da hat unser Minister nicht ganz unrecht.
Was kümmern NGO´s aber Meinungen von Anderen.
Das Problem geht ja jetzt schon einige Jahre, Lösung null.

@Paul Ullreich, 14:02

... das ist religiös verbrämtes Schleusertum. Mit dem, was Jesus gesagt und getan hat, hat das Ganze aber auch rein gar nichts zu tun

Ich bin ja nun ein eingefleischter Agnostiker. Aber sogar ich bin überzeugt, dass Jesus, so es ihn denn gegeben hat, keine Menschen hätte im Meer absaufen lassen.
Und er hätte auch ganz gewiss nicht von "Schleusertum" gesprochen, wenn Geflüchteten geholfen wird. Wenn ich das neue Testament richtig verstanden habe, hätte er sogar eifrig dabei mitgeholfen und hätte vielmehr diejenigen verurteilt, die in ihrem kaltherzigen Egoismus versuchen, alles abzuwehren, was sie in ihrem beschaulichen Leben stört.

Falsche Anreize

Er wolle keine, wie es im Politikerdeutsch so gerne heißt, falschen Anreize setzen und Menschenmassen zur Flucht nach Europa animieren.

Wenn das wirklich so gerne hieße, dann hätte die Politk ein noch größeres Problem als die direkten Hilfen für die Schiffe, nämlich die falschen Anreize im deutschen Sozialsystem, schon längst korrigiert.

Für Migrationsforscher Knaus ist das ein Scheinargument, das zudem nicht von den absoluten Zahlen gestützt werde.

Es ist kein Scheinargument. Würde die EU eine Asylpolitik wie das modernere und demokratischere Australien machen, wären diese überwiegend starken jungen Männer heute noch bei ihren Familien in ihren Dörfern, wo sie gebraucht werden. Und das Familienvermögen wäre nicht an die Schlepper geflossen.

Nächstenliebe, ganz praktisch in die Tat umgesetzt

Es ist keine Nächstenliebe, wenn andere die Zeche zahlen. Das ist in allen modernen Staaten Mehrheitsmeinung.

Die

zukünftig durch die Sea Watch 4 Geretteten sollten, anstatt sie den völlig überforderten Italien/Malta aufzupressen, vollständig an Deutschland übergeben werden, da das Schiff ja auch unter deutscher Flagge fährt.
Die dann hier in Deutschland anfallenden Folgekosten für die Bewirtung der von den NGOs so treffend als „Gäste“ bezeichneten Flüchtlinge sollten denn allerdings nicht der Allgemeinheit der deutschen Steuerzahler (die Corona-bedingt gerade selbst in großer Anzahl stark gebeutelt sind) aufgehalst werden, sondern durch die 550 privaten Geldgeber/Unterstützer der SeaWatch4-Mission selbst übernommen werden müssen.

Ausgeschlossen

Erst vor kurzem konnte man lesen, dass immer mehr Menschen in Deutschland aus den Kirchen austreten. Ich bin mir aber sicher, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

Sea Watch4

Wer fordert, dass sichere Fluchtwege nach Europa geschaffen werden sollen, verlangt, dass alle Menschen die kommen wollen auch kommen können. Wer so etwas fordert, überfordert die aufnehmenden Staaten und fördert das Geschäft der Schleuser. Alle EU-Staaten haben das Problem, dass sie ihre Rentenversprechen nicht halten können und deshalb mit erheblichen Steuermitteln die Rentenversprechen finanzieren müssen. Wie soll das funktionieren, wenn gleichzeitig auch zahllose Migranten finanziert werden müssen. Hierzu muss berücksichtigt werden, dass auch Migranten und Migrantinnen, die im Laufe der Zeit hier einen Job finden, dann Sozialkosten verursachen, wenn sie wie fast alle unterdurchschnittlich verdienen.

Stolz kann unsereins sein ...

Solche Solidarität , ..wirklich echt gut !
Es gibt sie , ..
die Hilfsbereiten .
Danke .

13:57 naiver Positivdenker

Es hat mit Seenotrettung und nur mit Seenotrettung und mit nichts anderem zu tun: Leugnen kann das nur, wer die Lage im Mittelmeer nicht kennt oder nicht zur Kenntnis nehmen will. Es ist ein Skandal, dass NGO und Kirchen hier Aufgaben übernehmen, zu der die durch Nationalisten und Populisten gebremste EU derzeit nicht fähig ist.

Ginge es um Rettung

Ginge es um Rettung, würden die Schiffbrüchigen an die nächste Küste gebracht werden, um die Wege so kurz wie möglich zu halten und so viele Menschen wie möglich aus Seenot zu retten.

@ 14:02 Paul Ullreich

Sie können politisch eine bestimmte Meinung vertreten, aber zu behaupten, dass dieses humanitäre und christliche Engagement nichts mit Jesus zu tun hätte, ist in meinen Augen einerseits eine zynische Verdrehung bzw. andererseits Unkenntnis der biblischen Botschaft. Lesen Sie z.B. im Lukasevangelium die Geschichte vom barmherzigen Samariter - ein Leitfaden für direkte Nothilfe incl. der Schaffung von Strukturen, auch nach der Ersten Hilfe weiter für die Betroffenen zu sorgen. Damit Sie's gut finden oder googlen können: Lukas 10, 25-37 Vielleicht macht das Sie doch etwas nachdenklicher.

@ 14:13 von wenigfahrer

In einem haben Sie recht: Die NGO's und die evgl. Kirche, die hinter Seawatch4 stehen, kümmert in dem Fall nicht jede "Meinung von Anderen" - es kümmert sie mehr das Leben von Anderen. Und das ist auch gut so bei dem jämmerlichen Ausfall der Gemeinschaft EU, die doch eigentlich für humanistische, humanitäre und durchaus auch christliche Werte stehen will: DAS Problem gibt es ja jetzt beschämenderweise tatsächlich schon einige Jahre, Lösung null.

@Wegelagerer34 14:11

Gut, das es niemanden hier interessiert wo sie ausgetreten sind oder nicht...
Die Kirch hat Gründe so zu handeln und auch wenn Sie es nicht nachvollziehen können wird sich daran nichts ändern.
Ich sehe die Flüchtlingspolitik sehr kritisch, noch viel kritischer finde ich aber wie Populisten und Nationalisten meinen mit ihrer verblendeten Hassidiologie Menschen zu provozieren, Meinungsbilder zu verzerren und zu manipulieren.

Keine echte Seenotrettung

Diese Aktion hat mit echter Seenotrettung nichts zu tun. Vielmehr macht die evangelische Kirche die Arbeit der Schleuser und verleitet Menschen dazu sich in Gefahr zu begeben. Ich überlege mir aus dem Verein auszutreten.

Seehofer hat recht. Die

Seehofer hat recht. Die evangelische Kirche sollte sich zurückhalten. Mit Nächstenliebe hat das nichts zu tun.

Seenotrettung

Sea Watch . Ich bin stolz auf Deutschland was die vielen humanitären Aktionen angeht .
Angesichts solcher Entscheidungen der Evangelischen Kirche bin ich als Atheist sehr erfreut das die Evangelische Kirche nun tatkräftig mit anpackt um Menschenleben zu retten . Wäre doch schön wenn die Kath. Kirche das selbe machen würde um Menschenleben zu retten . Allerdings ist der Flüchtlingsdeal mit einem Unrechtsstaat wie der Türkei Nicht akzeptabel . Den Flüchtlingen in der Türkei geht es schlecht ,werden oft weit unter dem Türkischen Lohnniveau von den Türken ausgebeutet . Aber das ist ja ein anderes Thema . Was Seehofer angeht kann ich nur den Kopf schütteln . Möge die Sea Watch viele Seelen retten drücken wir ihnen die Daumen .

Parallelen.

"Bei den aktuellen Zahlen könne niemand von Überforderung reden."

Es ist ein bisschen wie bei Corona: Die Politik gesteht zwar, dass die Zahlen überaus gering sind, schiebt das aber auf ihre eigenen Maßnahmen.

Zunächst vielleicht sogar zurecht.

Aber abstrakte Gefährdung von anno dazumal kann in einer Demokratie nie ein Grund sein, auf Dauer Grundrechte (in diesem Fall das Asylrecht) einzuschränken.

In Deutschland 2020 schon.

"Anreize zur Flucht"

Der Sonntagsbraten ist noch nicht verdaut, aber zum Nachtisch gönnt man sich hier im Forum wieder eine Eisbombe abgefrorener Menschlichkeit. Eigentlich gibt es für den Hochmut der ignoranten Privilegierten kein Wort, das die ungeheuerliche Verachtung zum Ausdruck bringt und eine scheinbar völlig vereiste Vorstellungskraft vom Martyrium dieser Menschen, denen man von der Strandliege aus "Pull Effekt" entgegenruft.

Die, die in ihrem gesamten vollgesättigten Dasein nicht halb soviel Schlimmes durchgemacht haben wie die meisten dieser Unentwegten an einem Tag in einem libyschen Lager, können es nicht lassen, auch noch öffentlich mit ihren das-Boot-ist-voll-Sprüchen zu prahlen. Nein. DIE Boote sind voll.

Daß die Schleuserei ein brutal optimiertes kapitalistisches Geschäft ist, für das sich vielleicht bald Investoren einfinden und Verfolgte, von Hunger Bedrohte keinen Anreiz zur Flucht brauchen, darf doch schon mal erwähnt werden. Ich wünsche gute Laune bei Kaffee und Kuchen.

@frosthorn @andererseits

Nächstenliebe kommt von Nähe, nicht von Ferne.
Wenn jemandem in Deutschland die Migranten in Libyen hilfsbedürftiger erscheinen, als die Obdachlosen in der eigenen Stadt, kann er/sie/es sich nicht auf Nächstenliebe berufen.

"Breite Unterstützung in Deutschland"

Zitat: "Für den Migrationsforscher und Architekten des Flüchtlingspaktes mit der Türkei, Gerald Knaus, bedeutet ein Projekt mit so vielen unterschiedlichen Akteuren, dass es in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern Europas immer noch eine breite Unterstützung gibt."

Na, diese Umfrage würde ich gerne mal sehen, nebst der konkreten Fragestellung, Stichprobengröße und Methode der Datenerhebung, die misst, wie es um die Zustimmung in der deutschen Bevölkerung zur Frage geht, ob man weiterhin das internationale Schlepperwesen aufrechterhalten möchte, indem man Schiffbrüchige illegal nach Europa überführt, wo diese Illegalen dann kaum mehr abgeschoben werden können, da sie in der Regel in ihren Pass "verloren" haben.

Bitte Quelle für diese Behauptung also anführen!

Seenotrettung ?

wenn einer auf einem seeuntauglichen Gefährt auf´s Meer rausfährt
nur in der Absicht sich retten zu lassen
merkwürdige Definition "Seenotrettung"

@ 14:19 von Sparer

Damit war zu rechnen, dass einige sich nicht scheuen, die Corona-Kosten gegen die Rettung ertrinkender Schiffbrüchiger im Mittelmeer anzuführen. Und zusätzlich muss wieder der "deutsche Steuerzahler" in seiner Verallgemeinerung für die inhumane Ablehnung der Folgekosten herhalten... Zum x-ten mal: Auch ich bin "deutscher Stuerzahler", und meine Steuern sehe ich hundertmal lieber für die Rettung geflüchteter Frauen, Männer und Kinder eingesetzt als für die "Rettung" des Kranich Lufthansa: Wenn ich Ihr Argumentationsmuster übernähme, hieße das: Die Rettungskosten der LH sollten doch bitte von den LH-Kund*innen selbst übernommen werden müssen. Merken Sie, welch ein Unsinn entsteht, wenn man sich aus notwendiger Solidarität verabschiedet?

Sea-Watch 4

Werden die denn nie vernüftig.

Die Schlepper werden jetzt wieder die Kosten für eine "gesicherte Überfahart" drastisch erhöhen.

@ Shuusui, um 14:29

“Ginge es um Rettung...

Darf man zum gefühlten 100. Mal anmerken, wie abgedroschen und obendrein sachlich falsch Ihr “Einwand“ ist?

@Mr.1787, 14:17

Es ist keine Nächstenliebe, wenn andere die Zeche zahlen. Das ist in allen modernen Staaten Mehrheitsmeinung.

Mehr Tatsachen verdrehen geht nicht. In meinem Wertegefüge ist Hilfe etwas, was nicht an Bezahlung geknüpft ist. Das, was Sie unter Hilfe zu verstehen scheinen, nennt man ein Geschäft.

Und ich bin mir sicher, dass DAS in allen modernen Staaten Mehrheitsmeinung ist.

"Good cop - bad cop"-Spiel?

Zitat: "Bisher sträubt sich allerdings der für Migrations- und Flüchtlingsfragen zuständige Bundesinnenminister Horst Seehofer gegen solche Alleingänge. Seine Begründung: Er wolle keine, wie es im Politikerdeutsch so gerne heißt, falschen Anreize setzen und Menschenmassen zur Flucht nach Europa animieren."

Die Erkenntnis, dass durch den systematisch organisierten Taxi-Shuttle-Service gen Europa, den die sog. "Seenotretter" anbieten, Anreize zur Flucht und damit die Finanzierung der kriminellen Schleppermafia, die sich so schamlos am Leid anderer Menschen bereichert, perpetuiert werden, ist doch für jeden klar denkenden Menschen seit Jahren belegt und bekannt.

Dass Hr. Horst "Drehhofer" Seehofer den "harten" Politiker markiert, ist ebenfalls bekannt.

Ich frage mich nur: wann folgen den meist leeren Worten TATEN? Oder ist die Politik zu einem reinen Theaterspiel in drei Akten verkommen? Offensichtlich!

Nein

Es sind nicht die Ärmsten, die da kommen.

Es sind die mit der im Vergleich besten Ausbildung, den besten Möglichkeiten, dem meisten Geld.

Afrika blutet aus, und alle, die das unterstützen, sind mit Schuld.

Es sind die, die nachher ihren Heimatländern bitter fehlen, wenn die irgendwann auf die Füße kommen wollen.

Die Ärmsten, die, die hungern, haben gar nicht das Geld für so eine Reise und für die Schleuser.

Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung nicht mehr kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Am 16. August 2020 um 13:57 von naiver Positivdenker

Zitat: Warum wird dieses Schleuserschiff nicht festfesetzt?

Wer sollte das tun und aufgrund welcher rechtlichen Grundlage?

An alle, die das längst und

An alle, die das längst und zigfach widerlegte Argument bringen, solche Rettungsaktion wie jetzt von Seewatch4 würde "Fluchtanreize" schaffen: Dieser sog. Pull-Effekt oder -Faktor ist längst widerlegt, u.a. durch eine Studie der Uni Oxford (tinyurl.com/kss65z6): Migranten fliehen nicht, weil private Seenotretter sie auf dem Mittelmeer retten werden. Sie fliehen, wegen der unsicheren Lage in ihrem Heimatland.
Schlepper werden nicht durch die NGO-Seerettung unterstützt: Schlepper können deshalb hohe Preise verlangen für ihr "Geschäft", weil die EU selbst für geflüchtete Menschen keine gesicherten Wege der Rettung bietet - und um das gleich mit zu beantworten: Ja, auch bei diesen gesicherten Wegen gibt es eine Prüfung des Rechts auf Asyl oder auf Schutz nach der Genfer Konvention.
er Vorwurf, NGO-Seenotrettung verursache einen Pull-Effekt ist ein Ablenkungsmanöver der EU-Staaten und EU von ihrer eigenen Migrationspolitik, die zu den heutigen Zuständen (und den Toten) geführt hat.

Darstellung: