Ihre Meinung zu: Schule in Corona-Zeiten: Schneller und bezahlbarer ins Netz

14. August 2020 - 8:05 Uhr

Die Corona-Pandemie zeigt die Dringlichkeit: Schnelles Internet für Schulen, bezahlbarer Internetanschluss zuhause und Laptops für Lehrer - diese Maßnahmen wollen Bund und Länder jetzt umsetzen.

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Kommentare

Überfällig

Das ist auf jeden Fall zu begrüßen! Wenn ich mich nicht irre, müssten noch ziemlich viele Gelder aus dem Digitalpakt für Schulen ungenutzt rumliegen. Schnelles Internet, Internetzugang für SchülerInnen und Endgeräte für Lehrkräfte sind sicher sinnvoller als Whiteboards für alle Klassen.

Ich warte schon seit 1985 auf

Ich warte schon seit 1985 auf Kabelfernsehen. Kabel subventioniert gelegt von der Post. 35 Jahre später soll ich bei Telekom dafür zahlen.
Da sehe ich für den internetausbau komplett schwarz. Bis die Kinder netz haben, können sie Rente beantragen. Und arm werden sie beim warten auch noch.

@ 08:24 von Bender Rodriguez

„ Ich warte schon seit 1985 auf Kabelfernsehen. Kabel subventioniert gelegt von der Post. 35 Jahre später soll ich bei Telekom dafür zahlen.
Da sehe ich für den internetausbau komplett schwarz. Bis die Kinder netz haben, können sie Rente beantragen. Und arm werden sie beim warten auch noch.“

Ich musste schmunzeln, wenn das Ganze leider auch eher traurig ist. Im Jahr 2020 ist es hier nicht möglich, für die älteren Jahrgänge, die keine Betreuung benötigen, Homeschooling einzurichten. Gerade wo z.B. Berufsschulen ein nochmal erhöhtes Infektionsrisiko darstellen. 3 Tage Arbeit, zwei Tage Schule, Klassenkameraden aus den verschiedensten Betrieben. Diese Gebäude und Räume könnte man dann für die Kleinen zur Dezimierung der Klassenstärke benutzen. Aber... da liegt wohl noch ein langer Weg vor uns, leider...

Lächerlich

Immerhin ist ja nicht pauschal der Internetzugang das Problem.
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Wenn über 50 Prozent der Eltern sagen, dass ihre Kinder nicht digital unterrichtet worden sind, dann liegt das Problem ja nun wirklich woanders.
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Ein echter Skandal.
Da haben sich viele Lehrkörper eine schöne Auszeit bei vollen Bezügen geleistet. Wir sollten alle klatschen.
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So sagt das aber niemand.
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Und anstelle vernünftige Konzepte in den Ferien zu überlegen, fährt man lieber 5 Wochen in den Urlaub. Passt ins Bild.
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So ganz nebenbei. Seit Jahrzehnten gibt es Konzepte für Fernunterricht, aber offenbar sind unsere im internationalen Vergleich sehr gut bezahlten Lehrer irgendwie nicht in der Lage sich da was abzugucken.
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Und es gibt sie eben doch, diejenigen, denen ihre Schüler wichtig sind und die einen Weg gefunden haben.
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Tja, aber jetzt ist bei 15 Grad erstmal "hitzefrei" , immerhin ist die größte Risikogruppe nicht das Medizinische Personal, nein... Es ist das Lehrpersonal. Spannend!
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Applaus!

Fast alles richtig

Nur fast.
Laptops für Lehrer?
Diese Berufsgruppe verdient genug, um die Geräte selbst anzuschaffen.
Dann können sie ohnehin als Arbeitsmittel vom der Steuer abgesetzt werden.

Bei ALLEM ANDEREN stimme ich absolut zu, das ist lange überfällig.

Also

In meinem Haushalt sind alle Notebooks gebrauchte Businessgeräte zwischen 120-200 Euro, mittlerweile min. 5-6 Jahre alt aber up to date. Mehr RAM, win10, alles prima. Internet geht sicher günstiger als meine rund 20 Euro pro Monat aber egal. Insgesamt frage ich mich wo das angebliche Problem ist. Klar, wenn alles neu sein muss wird es teuer. Man kann natürlich ein Einsteigernotebook für 400-700 kaufen, leider sind die halt nur auf drei Jahre Haltbarkeit ausgelegt.

Kostenloses Internet

Kostenloses Internet für mehr Chancengleichheit. Jeder Haushalt sollte einen kostenfreien Zugang ins Internet bekommen, der letztlich durch die Rundfunkgebühr bereits bezahlt wäre. Nicht zuletzt würde die Rundfunkgebühr damit eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung bekommen. Vielen ärmeren Familien würde damit eine große Erleichterung zu Teil und die ewigen Diskussionen über die Rundfunkgebühr würden ein Ende finden. Diesen Vorschlag machte bereits unser gesamtes LehrerInnen-Kollegium.

Wir haben knapp 4.000 Eltern

Wir haben knapp 4.000 Eltern in Kooperation mit dem Landeselternbeirat RLP befragt.
Ergebnisse:
- 80,5% der Eltern wollen mehr Informatikunterricht
- Eignung der Geräte für den Fernunterricht:
..= 55,5% bewerten Laptop besser als Tablet
..= 5,6% bewerten Tablet besser als Laptop

Die Forderung nach Laptops für alle Lehrer haben wir schon im Dezember 2019 im Bildungsministerium übergeben.

Uwe Geisler
Sprecher der ARGE-SEB Mainz

Nach Bedarf entscheiden

Ich denke man sollte hier nach Bedarf entscheiden, denn es haben doch sicherlich inzwischen fast alle Haushalte in Deutschland internet und ich vermute mal stark, das ein sehr großer Anteil der Kids auch einen eigenen Computer oder ein Tablet hat und da wo sich eine Familie das nicht leisten kann soll der Staat gerne helfen. Ich glaube nur leider, dass das Problem daran liegt, dass viele Lehrer eher nicht wissen, wie man Online-Unterricht machen soll. Lehrer haben sicherlich alle einen Computer zu Hause, denen noch Laptops zu kaufen halte ich auch nicht für sinnvoll.

@ 08:45 von Lyn

„ Laptops für Lehrer?
Diese Berufsgruppe verdient genug, um die Geräte selbst anzuschaffen.“

Kann Ihnen nur zustimmen. Und zur Steuer hab ich eine schöne Anekdote. Azubi in der Bank muss Anzug tragen. Die Hosen aus, wie man weiß, sehr dünnem Material halten nicht sehr lange. Als Arbeitskleidung von der Steuer absetzen...Fehlanzeige. Begründung: Da farblich nicht gebunden, auch in der Freizeit tragbar. Masken für die Arbeit, einmal 5 Stück im März, seitdem keine mehr. Muss Azubi selbst kaufen. So sieht die Realität aus.

@Nordbraut

"Wenn ich mich nicht irre, müssten noch ziemlich viele Gelder aus dem Digitalpakt für Schulen ungenutzt rumliegen." Am 14. August 2020 um 08:23 von Nordbraut

*

Ho ho!

Was "ungenutzt herumliegen" angeht:
Die Grundschule meiner Kinder hat die Gelder beantragt aber nicht bekommen mit der Begründung, die Schule wäre zu gut ausgerüstet und man warte auf Schulen, denen es schlechter geht. (Auch wenn man das in der Schule anders sieht.)

In der Grundschule gibt es einen "Computerraum" im Lehrerzimmer, dh. der lange Lehrertisch steht in der Mitte und die PC-Tischreihe entlang der Wand. Luxus ist das nicht.

Wie Sie schrieben: die Gelder liegen ungenutzt herum. Da fragt man sich warum eigentlich?

Für mich sieht es so aus, als ob man groß Gelder bereit stellt, dann aber alles tut, damit diese nicht genutzt werden. Dann sind die Schulen selbst schuld.

(Aber jetzt bekommt die Schule doch etwas neues, weil die alter Version von Windows nicht mehr aktualisiert wird.)

@MrEnigma Da, da haben ...

... Sie sich ja ein schönes Lehrer-Pauschal-Bashing gegönnt. Politiker, Journalisten, Lehrer sind (soweit ich weiß) ganz vorn in der Lieblings-Feind-Liste für „Rundumschläger“. Dagegen ist sachlich kaum anzukommen. Als Steigerung fällt mir nur noch ein: „Lehrer haben das Virus in die Welt gesetzt, weil sie frei haben wollten.“ Würde doch für eine neue Gruppe bei den Verschwörungsdemos taugen.

@Tada 09:09

Mit ungenutzt herumliegen wollte ich nicht sagen, dass die Schulen daran Schuld wären. Ganz im Gegenteil, ich habe größten Respekt vor der Arbeit in den Schulen, also vor Lehrkräften und ErzieherInnen! Aber es ist doch jetzt durchaus eine Überlegung wert, ob man diese Gelder, die aus den verschiedensten Gründen nicht abgerufen werden , (können) dann nicht umfunktionieren kann. Oder sind die Beträge womöglich tatsächlich nur eine Luftblase von der Politik, um den schwarzen Peter an die Schulen weiterzugeben?

Not macht erfinderisch und

beschleunigt NOTwendige Entwicklungen. Das Positive an Corona bleiben damit hoffentlich nicht nur die Tests.

Computer privat finanzieren?

Stimmt wohl, dass Lehrkräfte sich auch selbst ein Gerät leisten können. Ich würde sogar noch weiter gehen : Alle Arbeitnehmerinnen bringen ihren eigenen PC mit ins Büro und BaggerfahrerInnen legen sich einen eigenen Bagger zu (kann man von der Steuer absetzen). Das ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt!

Alibi - Veranstaltung

Wie andere Medien melden bleibt es dem Verkehrsminister überlassen, sich um die Versorgung von Schulen und Schülern mit Internetzugängen zu kümmern.
Das heißt also, dass wir damit ca im Jahre 2030 rechnen können. Also kurz nachdem ganz Afrika vollflächig damit ausgerüstet wurde.
Dafür aber dann bestimmt mit 6G.
Ohne konkrete Vorgaben, die von der Kanzlerin persönlich und monatlich kontrolliert werden, wird das nicht klappen.
Aber wahrscheinlich wollen sie es gar nicht wirklich.

08:50 von planetearth

Kostenloses Internet für mehr Chancengleichheit
.
klingt gut
nur einer muß es ja letztendlich bezahlen
dann eben über ne erhöhte Rundfunkgebühr
und wo gibt es ne "ewige" Diskussion zur Rundfunkgebühr
wer nen Fernseher oder Radio hat zahlt eben

Eigentlich 10 Jahre zu spät

Das Problem ist auch hier wieder einmal der Föderalismus im Schulsystem. Die Nachteile dieses Systems überwiegen die Vorteile bei weitem.

09:10 von schneegans

"Na, da haben ...

... Sie sich ja ein schönes Lehrer-Pauschal-Bashing gegönnt. Politiker, Journalisten, Lehrer sind (soweit ich weiß) ganz vorn in der Lieblings-Feind-Liste für „Rundumschläger“. Dagegen ist sachlich kaum anzukommen."

.-.-.

Da ist was dran.

"Rundumschlagen" findet jeden Morgen statt, egal, bei welchem Thema, egal auf wen.

Insofern nehme ich das thematisch niemals Ernst, WAS man da beschimpft.

Ich möchte gerne noch etwas anderes ins Spiel bringen:

viel Internet benutzen, ist nicht nur für Schüler schädlich: es ist allgemein schädlich.

Darüber gibt es viele Studien, und vor ein paar Jahren war das auch noch Thema.
Es gibt zum Beispiel die Schüler-Sucht-Hilfe, weil manche Schüler davon nicht mehr frei kommen.

Erziehungsbewusste Eltern erlauben ihren Kindern darum erst möglichst spät Handy oder Smartphone.

Ob in Corona-Zeiten das Internet die einzig mögliche Form des Unterrichtens ist, muss effektiv dringlich thematisiert werden.

Was nutzt ein Internet Anschluss ohne Online-Unterricht?

Land: BW
Zwei Kinder: Grundschule & Gymnasium.
schnelles Internetanschluss: vorhanden
Notebooks: vorhanden
Grundschule: 0 Std. online Unterricht, 150 Arbeitsblätter die nicht mal von der Lehrerin korrigiert wurden...
Gymnasium: online Unterricht in Physik und Russisch. Mathe & Deutsch - Blätter zum downloaden. Englisch & Französich Lehrerinnen sind überfordert mit hochladen von Arbeitsblättern ins Internet... Andere Fächer 0 Std Unterricht, haben sich nicht mal gemeldet...

Wenn ich so arbeiten würde, wäre mir schon längst gekündigt. Sogar in den Vereinen wurde 1-2 mal pro Woche online Unterricht angeboten. Musikschule: Unterricht über Video-Chat im Whatsapp

Also man muss nur wollen. Die Krise hat uns gezeigt wie motiviert unsere Lehrkräfte sind.

Ich verstehe nicht warum gibt's kein Nachspiel für die Lehrer die nichts gemacht haben.

Überfällig

Wichtig wären in jeder Schule IT Mitarbeiter, die zum einen Themen Hard und Software als auch schnelle Leitung Projektbezogen begleiten als auch Schulungen sowie Sicherheitsaspekte steuern, Insgesamt aufbauen und professionell helfen.

Lehrer und Schulleitung haben hier an unseren Grundschulen vor allem nicht genügend Know how und Praxis.

Online Unterricht sollte zentral gesteuert und von professionellen Lehrern durchgeführt werden. IT Experten können helfen und beraten.

Wichtig wären einheitliche transparente Systeme, nicht jede Schule sollte hier das Rad neu erfinden. Modernste Ausstattung und Funktion sollte im Vordergrund stehen.
Nichts ist schlimmer als veraltete schlecht funktionierende langsame Software.

Bitte bundesweit Experten beauftragen, nicht die Schulen wurschteln lassen.

Bund muss Kosten der Schulen für Internetzugang übernehmen

"Schulen müssen ans schnelle Internet" hört man immer wieder - richtig. Aber das alleine reicht nicht aus. Gemeint ist damit doch zumeist, dass Schulen zumindest mal ein Glasfaser-Anschluss bekommen. Aber selbst wenn die Schule nur zwei Computerräume hat und dort 50 Schüler gleichzeitig ein Lernvideo anschauen, ist diese Leitung überlastet.
Jetzt kommen Laptop-Klassen! Oder Schüler bringen ihre Geräte von zuhause mit! Die Zahl der Nutzer des "Schul-Internet" vervielfältigt sich, da nun auch Lehrer außerhalb der Computerräume bspw. Erklärvideos mit den Schülern schauen wollen.
Schulen bräuchten also vier, fünf Glasfaseranschlüsse. Aber wer bezahlt das? Der Schulträger, also oft die Kommunen. Und die scheuen natürlich diese laufenden Kosten. Deshalb bleibt es bei einem Anschluss. Und der wird regelmäßig in die Knie gehen...der Bund sollte diese Ausgaben übernehmen und bundeseinheitliche Mindestgeschwindigkeiten für Schulen festlegen und bezahlen.

Viele Firmen ...

... schildern seit Anno x das Problem der schlechten Netzabdeckung. Vor dem „Bezahlen“ kommt erst mal das „Vorhandensein“ von dsl oder Mobilnetz. Diese vielen weißen Flecken ohne funktionierende Verbindungen sind schmerzhaft und das erste (nicht einzige) Hindernis für alle Betroffenen.
In Schulen beginnt es schon bei „zu wenig Steckdosen“.

Internet-Geschwindigkeit:

Deutschland weltweit auf Platz 22 (hinter Rumänien) und was will man dann mit neuer PC Technik?
Wir versuchen immer wieder, alles neu zu erfinden und können nicht über unseren Tellerrand schauen. Warum fragen wir nicht mal in dünn besiedelten Ländern nach, wie diese ihren digitalen Unterricht durchführen. NEIN wir diskutieren lieber über Jahre und bringen nichts auf die Reihe.

@Nordbraut

die Bürokräfte und BaggerfahrerInnen bekommen im Unterschied zu den Lehrkräften kein Gehalt, falls die nicht arbeiten. Es wurde denen gekündigt. Bestenfalls gibt's Kurzarbeitsgeld. Alle arbeitswilligen Lehrer haben die Möglichkeit gefunden online Unterricht anzubieten. Alle andere haben nur Ausreden. Ich denke wenn die Lehrer wie jeder Normalbürger Kurzgeld bekommen hätten oder sogar keine Bezahlung ohne Leistung , dann hätten die ganz schnell ein Internetanschluss und ein Notebook gehabt. Auch privat finanziert. Ich zahle meine Fortbildungen auch privat, damit ich besser auf dem Arbeitsmarkt dastehe.

Gefahren nicht unterschätzen

Eine bessere und doch günstige digitale Infrastruktur ist mit Sicherheit sinnvoll, damit Internet und Computer auch als Arbeitsmittel in die Zimmer der jungen Menschen Einzug halten. Immerhin beschränken sich die Fähigkeiten der vorgeblichen Digital Natives ja hauptsächlich auf den Austausch von Kürzestnachrichten und Videobruchstücken, dafür aber rund um die Uhr. Wenn der Computer mal als praktisches Werkzeug gebraucht wird, ist meistens Feierabend. Sehe ich jeden Tag im Büro, wenn Excel und Word gefragt sind und meine nur halb so alten Kollegen auf meine rudimentären Kenntnisse angewiesen sind.

Ich befürchte aber, dass es dazu kommt, dass die Schüler sich noch mehr daran gewöhnen, keinen direkten physischen Kontakt mit anderen Menschen zu haben. Schon jetzt habe ich das Gefühl, dass soziale Fähigkeiten, die im unmittelbaren Miteinander notwendig sind, immer schlechter entwickelt werden.

@schneegans 09:22

Zitat: "@MrEnigma Da, da haben Sie sich ja ein schönes Lehrer-Pauschal-Bashing gegönnt. Politiker, Journalisten, Lehrer sind (soweit ich weiß) ganz vorn in der Lieblings-Feind-Liste für „Rundumschläger“. Dagegen ist sachlich kaum anzukommen. Würde doch für eine neue Gruppe bei den Verschwörungsdemos taugen."

Jede Kritik an den Lehrern mit "Als Steigerung fällt mir nur noch ein: „Lehrer haben das Virus in die Welt gesetzt, weil sie frei haben wollten.“" wegzuwischen ist auch nicht ok. Selbst Meidinger hat festgestellt, daß die Digitalisierung bei vielen Lehreren hapert. Was beim Lockdown die Kinder und Eltern von den Lehrern teilweise erleiden mußten, war oft unzumutbar. Für daß, wie wichtig Bildung für Deutschland ist, fehlt bundesweit oft Professionalität und sinnvolle Moderne. .... Aber wo trifft das in der Regierungs(Bund u. Land)politik nicht zu?

Home Schooling

Für älterere Jahrgänge die genügend Ehrgeiz haben und eine gewisse Disziplin aufbringen ist Home Schooling eine gute Sache mit der sie u.U. sogar besser vorankommen als im Präsenzunterricht. In den meisten Fällen setzt das aber schon eine gewisse Förderung im Elternhaus voraus die leider bei sozial schwächeren Familien nicht gegeben ist. Dort sind meist weder die IT-Infrastruktur noch die Bildung der Eltern nicht so gut, wodurch auch nicht viel gefördert werden kann.
Tatsache ist dass in den vergangenen Monaten gut 1/3 der Schüler kaum bis nix gelernt hat. Dadurch geht die Schere zwischen den sozial Schwachen und den "Besser-gestellten" immer weiter auf was letztendlich die Unterschiede im Land zwischen Arm und Reich immer größer werden lässt - wie in den USA. Es reicht daher nicht jedem Schüler ein Laptop in die Hand zu drücken - es bedarf hier schon ein gutes Konzept seitens der Bildungsministerien - das leider nicht mal ansatzweise vorhanden ist.

Hoffnung

Ich hoffe mal, dass das etwas bringen wird (nein, nicht nur für die Hard- und Softwarelieferanten und Provider) und nicht zu noch mehr 'analoger' sozialer Inkompetenz oder gar digitaler Demenz führen wird.

Nein, ich denke nicht, dass man alle Probleme mit noch mehr Technik lösen kann (sagt einer, der seit 40 Jahren davon lebt).

@Sausevind 09:29

Vielen Dank für diesen schönen Kommentar!! Wie schädlich eine übermäßige Nutzung des Internets tatsächlich ist, kann man ja auch hier im Forum ganz gut erkennen. Ich finde den Gedanken sehr richtig und wichtig, die aktuelle Internetbeschulungseuphorie zu hinterfragen! Aber zum Glück wird der Onlineunterricht ja nur als absolute Notmaßnahme diskutiert.

Dienstlaptop für Lehrer und dann?

In einem Betrieb in dem die Angestellten IT-Equipment vom Arbeitgeber gestellt bekommen, wird dieses im allgemeinen mehr oder weniger gut administriert. Wenn jeder Lehrer in Deutschland einen Dienstlaptop bekommt, wer kümmert sich dann um die Pflege der Software, der Hardware, darum das nicht wahllos Virenverseuchte Software installiert wird? Werden die Geräte dann auch alle x Jahre gegen neue ersetzt? Laptops sind schnell gekauft, aber das ist es nicht alleine. Bringt den Lehrern bei wie sie ihre Schüler erreichen können. Ich meine nicht per Telefon oder eMail (was auch schon wenig genutzt wurde), sondern wie sie den Kindern auch aus der Ferne sinnvoll lehren können. Lehrer müssen zur Fernlehre weiter gebildet werden und das schleunigst!

@wosu0106 09:33

Zitat: "Land: BW
Zwei Kinder: Grundschule & Gymnasium.
schnelles Internetanschluss: vorhanden
Notebooks: vorhanden
Grundschule: 0 Std. online Unterricht, 150 Arbeitsblätter
Gymnasium: online Unterricht in Physik und Russisch. Mathe & Deutsch - Blätter zum downloaden. Englisch & Französich Lehrerinnen sind überfordert mit hochladen von Arbeitsblättern ins Internet... Andere Fächer 0 Std Unterricht, haben sich nicht mal gemeldet...
Wenn ich so arbeiten würde, wäre mir schon längst gekündigt. Sogar in den Vereinen wurde 1-2 mal pro Woche online Unterricht angeboten. Musikschule: Unterricht über Video-Chat im Whatsapp"

Die Musikschule ist Privatwirtschaft und will Kunden, die Lehrer müßten in Digitalisierung geschult werden, was aber versäumt wurde. In erster Linie ein Versagen der Kultusministerien.

um 09:33 von wosu0106

Es gab von Anfang an das Problem, dass die Aufgabenlast schwer abzuschätzen war. Daher war es auch von Anfang an Aufgabe des Klassenlehrers, immer wieder Rückmeldungen einzufordern sowohl von den Schülern als auch von den Eltern. Als Klassenlehrer habe ich dann meine Kollegen informiert, wenn es irgendwo Bedenken gab; und umgekehrt bin ich von anderen Klassenlehrern angesprochen worden, wenn sich Eltern oder Schüler anderer Klassen über meine Aufgaben kritisch geäußert haben.

Wenn man natürlich diese Rückmeldung aus Bequemlichkeit unterlässt und stattdessen nur in den Sozialen Medien rumnörgelt, kann es nicht vorangehen.

Zum Glück waren die Eltern meiner Schüler ganz überwiegend kooperativ, weil ihnen mehr daran lag, dass das homeschooling so gut wie möglich läuft.
_

wer bezahlt die Schüler Laptops?

Homeoffice beide Eltern und homeschooling der 3 Kinder verschiedener Altersstufen, und alle sollen zu Hause arbeiten bzw. lernen, wieviele Laptops hat denn der normale Haushalt?
Vor allem braucht man ja auch den Raum und Ruhe dazu, denn Meetings via Skype sowie online Unterricht ist schon eine Geräuschkulisse, räumlich auch nicht so einfach lösbar oder hat jeder grosse Häuser ?
Nicht in der echten Welt, aber in der Politiker- Welt bestimmt...
Und wenn ich höre, das die hochgelobte Leopoldina Akademie Empfehlungen für das Schulsystem ausspricht, könnte ich schreien; das Gremium besteht aus 20Leuten, davon 18 (!!) Männer tlw ü60, da kann man natürlich die Kinder alle zu Mutti nach Hause schicken die ja in den guten alten Zeiten immer zu Hause war, völlig weltfremd im Jahr 2020....

Warum gibt's kein Unterricht in TV?

Wir haben mind. 250 Programme im Fernseher, wo nichts Sinnvolles läuft. Man könnte doch für jeden Jahrgang Kl. 1-10 2 Stunden am Tag Unterricht in Fernseher anbieten. Geschichte, Sachkunde, Sprachen etc.

Wie gesagt es gibt' viele Möglichkeiten, die man schnell umsetzen kann. Die willige finden schnell Lösungen. Alle andere haben Tausend Ausreden bereits gefunden.

@Mika D 09:34

Zitat: "...Online Unterricht sollte zentral gesteuert und von professionellen Lehrern durchgeführt werden. IT Experten können helfen und beraten..."

Ich bin nicht der Meinung, Unterricht zentral zu steuern. Unterschiede bereichern. Wer IT Experten kennt, weiß, daß man für diese selbst Übersetzer braucht.

Zitat: "Wichtig wären einheitliche transparente Systeme,... Modernste Ausstattung und Funktion sollte im Vordergrund stehen.
Nichts ist schlimmer als veraltete schlecht funktionierende langsame Software."

Da machen Sie ein Faß auf. Wer soll das bezahlen? Aktuelle Ausstattung ist genug. Wichtig wäre alle Schüler überhaupt mit PCs zu versorgen.

Zitat: "Bitte bundesweit Experten beauftragen, nicht die Schulen wurschteln lassen."

Daß wäre doch eher eine Aufgabe der Kultusministerien.

Grundsätzlich wichtig, aber ...

Aber mit Corona hat das nichts zu tun.
Schulen brauchen keine bessere Ausstattung fürs homeschooling, wenn die Schüler ja gerade nicht in der Schule sind ...

Und nen Rechner hat jeder Lehrer. Mal nicht albern werden hier.

Das Problem ist die Lernsituation der Schüler. Da hast Du auf der einen Seite einen Schüler, der sich Rechner und Internet mit seinen zwei Geschwistern teilen muss, auf die er übrigens nebenher noch aufpassen soll, weil die Eltern ja bei der Arbeit sind.

Und Du hast auf der anderen Seite das Einzelkind mit vollausgestattetem 30qm-Zimmer.

Und alles, was dazwischen liegt.

Homeschooling funktioniert auch in anderen Ländern nicht viel besser als bei uns, einfach weil das gar nicht gehen kann. Es ist immer eine Krücke.
_

09:34 von Mika D

Wichtig wären in jeder Schule IT Mitarbeiter, die zum einen Themen Hard und Software als auch schnelle Leitung Projektbezogen begleiten als auch Schulungen sowie Sicherheitsaspekte steuern, Insgesamt aufbauen und professionell helfen. [...] Online Unterricht sollte zentral gesteuert und von professionellen Lehrern durchgeführt werden. IT Experten können helfen und beraten.

Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag über eine Schule gesehen, in der sich ein Teil der Lehrenden bereits vor Corona digital weiter gebildet hatten und pc-technisch soweit fit waren und als Ansprechpartner für die anderen Lehrkräfte fungierten. Digitales Lernen gehörte selbstverständlich zum Unterrichten dazu und die Umstellung in der Krise war somit sehr viel leichter zu bewältigen. Aber da "wurschtelt" wohl, wie Sie sagen, tatsächlich jede Schule auf ganz unterschiedlichem Niveau vor sich hin.

@ 08:54 von baumgart67

Sicherlich haben viele Haushalte in Deutschland Internet - aber vielerorts die Qualität des Internets immer noch schlecht (bei uns Zuhause können wir von 4g nur träumen und manchmal fällt es ganz aus). Und mit irgendeinem alten Computer zuhause ist es auch nicht getan da eine einheitliche IT-Infrastruktur benötigt wird damit die Programme auch auf allen PC´s laufen. Die Schulserver (noch so ein Flaschenhals) müssen auch ausreichend Kapazität haben weil sonst gar nichts läuft. Und dann darf man die IT-Sicherheit auch nicht vergessen; ich glaube nicht dass Eltern und Lehrer "amused" wären wenn sie über das Schulnetzwerk noch mit Computerviren beliefert würden. Leider alles nicht so einfach, aber kein Grund dass man das Ganze immer noch vor sich her schiebt. Probleme werden nicht kleiner indem man sie aussitzt.

Was noch? Hartz4 enthält üppige Kommunikationspauschale

Für Kommunikationsdienstleistungen Doppelflatrate, Festnetztelefon und Internet (Kombipaket) gibt es für HARTZ4 Empfänger doch schon 32,69 € im Monat.

Eine günstige Jahresflat (Telefon unbegrenzt) kostet mit 12GB ab 59,90€, also 5 Euro im Monat.

Da Schüler nicht Filme streamen sollen, sondern Infos ziehen oder Nachrichten empfangen oder senden, reichen 12 GB mehr als genug.Tablets müssen nicht von Apple sein, mein DELL Tablet hat refurbished
rund 100 Euro gekostet, der DELL 1130 Drucker dazu refurbished rund 20 Euro.
Das reicht dicke.
Wenn Lehrer von den Schülern Referate mit bunten Bildern verlangen oder besser bewerten, sollen sie die Druckmöglichkeiten in der Schule anbieten.

Es ist viel mehr erforderlich

Es ist richtig, in die technische Ausstattung von Schulen, Lehrern und bedürftigen Schülern zu investieren. Dazu gehört aber auch ein Schulungsprogramm für die Anwender und Inhalte.
Frau Gebauer z.B. hat in diesen Tagen die Budgets gelobt. Die Kommunen müssen aber nun die Beschaffung mit dem Erfordernis einer europaweiten Ausschreibung leisten. Nicht berücksichtigt ist, dass
- sie dafür nicht in jedem Einzelfall ausgestattet sind und
- eine landesweite zentrale Beschaffung zu erzielbaren Volumenrabatten hätte führen können, die es durch den dezentralen Ansatz nicht geben wird.
Vor allem fehlt aber das Konzept, wie die Inhalte produziert werden. Der Lehrplan kommt vom Land. Also wäre ein zentrales Projektmanagement bei der Produktion von z.B. Erklärvideos für Distanzuntericht dringend erforderlich. Lehrer könnten dann die Videos zeigen und danach Fragen der Schüler in Videokonferenzen beantworten.
Es gibt genug Studien, wie Ausfall von Schule langfristig wirkt. Bitte loslegen!!!

Bananerepublik

In den meisten Bereichen Deutschlands geht es doch gar nicht darum ein schnelles Internet zu haben,

sondern überhaupt Internet oder Telefon zu nutzen,

Bei uns im Rems-Murr-Kreis fällt ständig die Telekom aus. Und seit Telefon über IP geht, kann man dann nicht mal Per Telefon kommunizieren.
Mobiles Telefonieren schon gar nicht, wenn man nicht in einer Kreisstadt wohnt.

Das ganze Home-Schulen braucht doch erst mal überhaupt verlässlichen Internetzugang - bei uns ist schon wieder ein Komplettausfall seit gestern Vormittag!!!

es sind inzwischen weitere 6 Monate

der Untätigkeit vergangen und jetzt kommen die Verantwortlichen schon drauf das etwas geschehen muss.
Das zeigt welchen Stellenwert die Kinder und Jugendlichen dieses Landes bei der Politik haben. Für diese Leute zählt in erster Linie das Großkonzerne wie Lufthansa adidas und Co sowie deren Aktionäre und Vorstände aus den bestehende Mitteln zufrieden gestellt werden.

@09:52 von Nordbraut @Sausevind 09:29

Ich finde den Gedanken sehr richtig und wichtig, die aktuelle Internetbeschulungseuphorie zu hinterfragen! Aber zum Glück wird der Onlineunterricht ja nur als absolute Notmaßnahme diskutiert.

M.E. sollte es hier eine gute Mischung geben. Ich halte es schon für sehr wichtig, dass sowohl Lehrende als auch SuS die Möglichkeiten des digitalen Lernens gut für sich nutzen können. Nichtsdestotrotz sehe ich es nicht als "gesund" an sich nur darauf zu fokussieren. Ein Fernstudium zu absolvieren macht auch nur ein kleinen Bereich aus - das direkte soziale Miteinander beim Lehren und Lernen fehlt.

Schneller und bezahlbarer

Das ist ein guter Plan - und wird es (wieder einmal) bleiben.
Denn die Umsetzung wird, wenn überhaupt, in 10 Jahren erfolgen. Das lehrt mich die Erfahrung:
Hier bei uns auf dem Land haben wir satte 9 Jahre(!) auf einen Breitbandanschluss warten müssen. Der kommt jetzt von Vodafone - und kostet ab(!) 45 Euro im Monat.
Noch Fragen?

"Das hohe Gut der Bildung soll auch in Zeiten der Pandemie politische und gesellschaftliche Priorität genießen", erklärte [Regierungssprecher Seibert]“

Tat es aber in der Praxis während der Corona-Krise bisher aber offensichtlich nicht.

„Thema waren auch die nötigen Vorkehrungen für die Wiederaufnahme des Regelbetriebs nach den Sommerferien unter Einhaltung von Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen“

Wie wäre es hier mit mehr Flexibilität und Vertrauen in den Einfallsreichtum, das Verantwortungsbewusstsein (und das Berufsethos) der Lehrkräfte, kurz: Mehr „Handlungsfreiheit“?

Wenn Platzmangel das Problem ist, warum teilt man dann die Klassen nicht einfach auf, so dass im täglichen Wechsel immer eine andere Hälfte der Schüler in der Klasse ist und die andere woanders z.B. im „Netz“) zusammen lernt? Muss es immer nach dem Motto „ganz oder gar nicht“ gehen? Hauptsache ist doch, alle Schüler sind auch unter widrigen Umständen wenigstens REGELMÄßIG unter fachkundiger Anleitung zusammen.

Gute Ideen

" Schülerinnen und Schülern zu Hause einen bezahlbaren Zugang zum Internet zu ermöglichen und Lehrer mit Endgeräten auszustatten. "

Bleiben ein paar Fragen, was versteht man unter bezahlbar, schon alleine TV kostet Monatlich GEZ und dann den jeweiligen Anbieter Preis, Internet und Telefon kommt noch drauf.
Das sind locker um die 50 Euro mit GEZ bei langsamer Leitung bis 50 MBit/s, meist weit darunter.

Trennt man das dann für die Schüler zu Hause auf, oder bekommt dann jeder Bürger einen billigen Anschluss, wegen der Gleichbehandlung.

Ich hab ja lange an Schulen gearbeitet, es gab an den verschiedenen Schulen, Computerkabinette und auch Notebooks zum ausleihen für Lehrer und Schüler.

Natürlich nicht für alle 1000 im Gym oder für 200 in der Grundschule, aber so gut wie kein Kind, läuft mehr ohne Smarti herum, oft auch keine billigen.
Die Nöte werden bei einigen eher herbei geredet, beim Anschluss ist Deutschland allerdings sehr dünn, und dafür sehr teuer, da müsste sich was bewegen.

09:29 von Sausevind

«Ob in Corona-Zeiten das Internet die einzig mögliche Form des Unterrichtens ist, muss effektiv dringlich thematisiert werden.»

Welche andere Form von Nicht-Präsenz-Unterricht an Schulen können Sie sich vorstellen?

Seit Corona ist, war ich regelmäßig ø an 1 Tag der Woche Präsenz-Lehrer-Ersatz für meine 2 Nichten (8 / 11 Jahre alt). Sie sind zu mir nach Hause gekommen (meist von der Mutter gefahren). Funktionierte sehr gut … aber ich habe auch über-ø viel Freizeit mit viel Flexibilität für Arbeitnehmer. Wäre auch weiterhin möglich, sollte Präsenzunterricht an Schulen in NRW nicht so klappen, wie geplant. Ist ja erst seit dem 11.08. das neue Schuljahr.

Oft haben wir den "Schultag" bei mir mit einer attraktiven Aktivität für die Mädels kombiniert. Hat uns allen viel Freude gemacht. Mit dem Onkel lernen fanden sie besser als mit den Eltern.

Aber Nachfragen zu Schulischem waren auch von ihnen bei mir per Internet.
In Köln kein Existenzproblem guter Verbindungen. "Unser Luxus-Fall" !

09:52 von Nordbraut

@Sausevind 09:29

Herzlichen Dank für die Zustimmung.
Ich bin selber sehr internet-affin und muss das bekämpfen.

Gestern oder vorgestern hat ein User eine Idee ins Spiel gebracht, die ich fast als erlösend empfand und die ich gedanklich weiter entwickeln möchte:

in Corona-Zeiten - die uns noch lange begleiten werden - ist das Internet nicht die EINZIGE Möglichkeit, Schüler außerhalb der Schule zu unterrichten.

Schüler können in kleinen Gruppen in passenden Gebäuden (wenn es draußen wegen Wetter nicht geht) mittels einer Umorganisation des Schulstoffs vermittelt werden:

es gibt zwar nicht genug Lehrer, aber es gibt genug Studenten!

Wenn der Stoff so gegliedert wird, dass weite Teile der Vermittlung dieses Stoffes von STUDENTEN übernommen werden können:
dann haben wir das Problem gelöst.

Ein einziger Lehrer kann beispielsweise fünf oder gar fünfzehn Studenten instruieren, welches Thema sie wie mit den Schülern trainieren.

Die pädagogische Gesamtübersicht behält der Lehrer.

09:55 von MartinBlank

Daher war es auch von Anfang an Aufgabe des Klassenlehrers, immer wieder Rückmeldungen einzufordern sowohl von den Schülern als auch von den Eltern. Als Klassenlehrer habe ich dann meine Kollegen informiert, wenn es irgendwo Bedenken gab; und umgekehrt bin ich von anderen Klassenlehrern angesprochen worden, wenn sich Eltern oder Schüler anderer Klassen über meine Aufgaben kritisch geäußert haben. [...] Zum Glück waren die Eltern meiner Schüler ganz überwiegend kooperativ, weil ihnen mehr daran lag, dass das homeschooling so gut wie möglich läuft.

Schön zu hören, dass es auch positive Erfahrungen gibt. Engagement, Bereitschaft zur Reflexion, Anpassungsfähigkeit und Kooperation seitens aller Beteiligter ist hier sehr wichtig. Kann mir aber vorstellen, dass es auch eine erhebliche Mehrbelastung bedeutet und je nachdem wie gut es funktioniert (hat), sich durchaus Frustration bei Einigen aufgebaut hat.
Hatte Ihre Schule bereits im Vorhinein Konzepte für digitales Lernen?

10:45 von Nettie

Wenn Platzmangel das Problem ist, warum teilt man dann die Klassen nicht einfach auf, so dass im täglichen Wechsel immer eine andere Hälfte der Schüler in der Klasse ist und die andere woanders z.B. im „Netz“) zusammen lernt? Muss es immer nach dem Motto „ganz oder gar nicht“ gehen? Hauptsache ist doch, alle Schüler sind auch unter widrigen Umständen wenigstens REGELMÄßIG unter fachkundiger Anleitung zusammen.

Das Aufteilen bedeutet aber doch auch immer eine Mehrbelastung für die Lehrenden, da die Aufgaben für beide Unterrichtskonzepte erarbeitet, angepasst und auch korrigiert werden müssen.

Wie wäre es hier mit mehr Flexibilität und Vertrauen in den Einfallsreichtum, das Verantwortungsbewusstsein (und das Berufsethos) der Lehrkräfte, kurz: Mehr „Handlungsfreiheit“?

Ich vermute die Lehrenden haben bereits recht viel Handlungsfreiheit. Bestimmt wird das irgendwann auch gut funktionieren, womöglich nur nicht so ad hoc.

09:33 von wosu0106

Lehrer sind nicht als ITler ausgebildet sondern als Pädagogen. Das nicht vergessen! Es ist zum Teil unglaublich, welche bildungsferne der Eltern durch Schulen versuchsweise ausgebügelt werden müssen um den Kindern einigermaßen eine Bildung zu verpassen. Das ist der Job! Das was Sie ankreiden kann man genauso einem Großteil der übrigen Bevölkerung vorwerfen. Von IT hat kaum einer Ahnung sage ich mal als Freizeitadministrator und Gelegenheitsprogrammierer. Aber da habe ich wie anscheinend auch Sie leicht reden, mein Beruf erfordert IT Kenntnisse. Allerdings keine Pädagogik etc.. Ich hätte auch überhaupt keine Lust, unmotivierte Kinder und Jugendliche zu motivieren. Mit motivierten Leuten zu arbeiten ist völlig easy dagegen. Und dann ist entgegen dem bashing hier ein zunehmender Anteil der Lehrer nur angestellt, zum Teil mit Beschäftigungspause über die Sommerferien. Da darf dann Arbeitslosengeld beantragt werden bis dann das neue Schuljahr mit einem Folgevertrag kommt.

Lächerlich?

Lehrer -bashing ist ja so einfach! Ich bin selbst Lehrerin, Ende 50 und unterrichte ausschließlich die Oberstufe. Ich habe mich in Schulplattform und online-Unterricht eingearbeitet und während des Lockdowns regelmäßig mit meinen Schülern online-meetings abgehalten, Aufgaben hochgeladen und angeboten, jede eingereichte Aufgabe ausführlich zu korrigieren. Obwohl ich zur Risikogruppe gehöre, unterrichte ich selbstverständlich auch in Präsenz weiter. Keiner meiner Kollegen war während des Lockdowns im Urlaub. Wir haben in der letzten Woche der Sommerferien an mehreren Tagen Fortbildungen zum Thema Distanzunterricht gehabt. Weil uns unsere Schüler wichtig sind.

Von meinen Grundkursen haben jeweils in der Regel 3-4 Schüler die Aufgaben während des Lockdowns bearbeitet. Begründungen der anderen: ich hatte kein Internet (in einer Großstadt), ich hatte kein Endgerät, Sie dürfen die eingereichten Aufgaben ja sowieso nicht für die Notengebung berücksichtigen... . Es gibt auch diese Schüler.

10:56 von wenigfahrer

DSL 16, hier laufen bis zu drei Videokonferenzen gleichzeitig, ohne Ruckeln und Einbußen für rund zwanzig Euro im Monat. Nebenbei zieht dann mitunter ein Rechner noch Updates. Unterwegs auch Video calls mobil im 3GB highspeed Volumen für acht Euro im Monat. Klar, wenn jetzt jemand Videos in HD noch zieht usw. geht’s in die Knie. Aber wir reden nicht vom Netflix-Bedarf sondern von Schule und Bildung. Das Netflix anderer Leute soll auch bitteschön nicht von meinen Steuern bezahlt werden ;)

man hat doch jetzt schon Problem

bildungsferne Schichten zu erreichen
wenn einer nicht dazu zu bewegen ist in der Schule zu erscheinen,
warum glaubt man der setzt sich zu haus an den Bildschirm

10:57 von Sausevind

«Schüler können in kleinen Gruppen in passenden Gebäuden (wenn es draußen wegen Wetter nicht geht) mittels einer Umorganisation des Schulstoffs vermittelt werden:

es gibt zwar nicht genug Lehrer, aber es gibt genug Studenten!
Ein einziger Lehrer kann beispielsweise fünf oder gar fünfzehn Studenten instruieren, welches Thema sie wie mit den Schülern trainieren.
Die pädagogische Gesamtübersicht behält der Lehrer.»

Nun haben Sie meine Frage schon beantwortet.
Bevor Sie überhaupt wussten, dass ich fragen würde.

Ich gebe zu bedenken, dass auch Studenten in ihrem Studium (Arbeitsabläufen) durch Corona betroffen & beeinträchtigt sind.
Einige mehr, andere weniger stark. Nur sehr wenige kaum / gar nicht.

Denke, nicht wenige Studenten erklärten sich prinzipiell zu Ihrem Vorschlag bereit . Real Lehrende für Kinder / Jugendliche sein, ist mehr.
Pädagogische Fähigkeiten spielen eine wichtige Rolle.

Zu der Zeit, als ich Abi machte (1984), wollte ich Lehrer werden.
Aber bad times dafür.

10:57 von Sausevind

Ansich gut aber überschätzen sie nicht die pädagogischen Fähigkeiten von Studenten. Einige haben sie, viele auch nicht. Und unterstützen Sie nicht wie schwer es ist, renitente Schüler, die gerade Grenzen austesten, zu motivieren bzw. wenigstens so ruhig zu schalten dass die anderen was lernen können.
Habe selber Praktika an Unis betreut. Sogar dort gab es einzelne, die sich spätpubertär verhalten haben. Erwachsene, die ja eigentlich freiwillig da sind und wissen sollten, warum sie sich ausbilden lassen. Versuche mir auf der Nase herumzutanzen, oder Kollegen während ich da war, liefen allerdings ins Lehre. Es gibt keine Pflicht jemanden bestehen zu lassen, kein Anrecht auf einen Studienabschluss. Kein Anrecht ohne Leistung die Vorteile von Abschlüssen (Wahlmöglichkeiten) zu genießen. Das kapieren Erwachsene dann doch. Aber: das funktioniert nicht mit Jugendlichen so einfach. Die können Folgen oft viel schlechter abschätzen. Und das ist es ganz egal ob Gymnasium oder Hauptschule!

11:12 von anwi1

also wenn ich die Erfahrungen meiner Tochter bringen darf
da gab es Lehrer die waren hervorragend beim Online Unterricht
andere brachten es nicht auf die Reihe
ebenso gab es Schüler die arbeiteten mit, andere eher nicht oder verweigerten sich komplett
und Lehrer bashing .... klar ist das einfach,
aber vielleicht sollte auch ein Lehrer mal schauen wie es in der freien Wirtschaft so läuft
mit der Motivation und der Erwartung an die Motivation
natürlich bei Angestellten in der entsprechenden Gehaltsklasse
und dann mal vergleichen

11:12 von anwi1

Ja es wurde berichtet einige Aufgaben wurden lediglich von zehn Prozent der Schüler überhaupt angefangen. Kein Unterschied ob digital oder analog.

@Sausevind 10:57

"Ich bin selber sehr internet-affin und muss das bekämpfen."
Geht mir genauso. Meine Kritik an einigen Foristen kann ich auch auf mich beziehen. Nicht nur Rechtschreibung, sondern vor allem Respekt gegenüber anderen. Ich gebe mir aber Mühe. Meistens.

"Wenn der Stoff so gegliedert wird, dass weite Teile der Vermittlung dieses Stoffes von STUDENTEN übernommen werden können:
dann haben wir das Problem gelöst."
Gute Idee! Grundsätzlich muss man den Missbrauch von Studierenden als billige Lehrkräfte sehr kritisch sehen (in Hamburg wurde leider schon vor Corona exzessiv Gebrauch davon gemacht), weil das eher worstpractice Unterricht fördert. Aber in dieser Situation ist das vielleicht das geringste Übel.

11:22 von Sisyphos3

Womit dann für diese Leute, übrigens können die auch Besserverdiener sein(!), post-Corona eine Ganztagsschule in Frage käme. Weil ich als Durchschnittsbürger jetzt allmählich auch die Nase voll davon habe, Generation für Generation verloren zu geben.

@TrautSich 09.42

Aber selbst wenn die Schule nur zwei Computerräume hat und dort 50 Schüler gleichzeitig ein Lernvideo anschauen, ist diese Leitung überlastet."
Da gibt es eine gute Erfindung, einen Beamer! Dann kann das Lernvideo sogar in groß gesehen werden;-)Und es wird auch noch Strom gespart;-)
Abgesehen davon gehe ich davon aus, dass die Lehrer bereits Laptops haben und ggf. sich einen leisten können.
Was online-Unterricht angeht, waren die Erfahrungen ja bisher nicht so prickelnd, um es freundlich zu sagen. Wenn ein Drittel der Schüler sich quasi ausgeklinkt hat...

@ wosu0106, 9:33 Was nutzt ein Internet Anschluss ohne Online

„Internetanschluss: vorhanden - Notebooks: vorhanden - Grundschule: 0 Std. online Unterricht “

Man kann doch keinen online-U. abhalten, wenn nicht _alle_ Schüler schon rein technisch gar keine Möglichkeit haben, daran teilzunehmen; das wäre ja unfair! (Ich schätze, dass die Blätter bei einigen Schülern dann eben per Post zugeschickt wurden.)

@urlaub2020 11:26

Aber es könnten auch 500 Millionen Euro ebenso in mehr Lehrpersonal investiert werden damit solche Ausfälle vermieden werden.
---
Und das Lehrpersonal finden Sie übers Arbeitsamt?

10:56 von schabernack

<<< 09:29 von Sausevind

«Ob in Corona-Zeiten das Internet die einzig mögliche Form des Unterrichtens ist, muss effektiv dringlich thematisiert werden.»

Welche andere Form von Nicht-Präsenz-Unterricht an Schulen können Sie sich vorstellen? <<<

.-.-.

Direkt unterhalb Ihres Beitrags von 10:56 habe ich das ein bisschen ausgeführt.

Das passt zu dem, was Sie privat für verschiedene Kinder in Ihrer Wohnung organisiert haben:

dass Sie da als Stoff-Vermittler eingesprungen sind und das Lernen auch noch durch Zusatzbonbons aufgelockert haben.

Es müsste eben nur systematisiert werden.

Ähnlich wie früher im Kindergottesdienst:

es gab ca. 10 bis 20 Kindergottesdiensthelfer - in dem Fall meist ältere Schüler -, die einmal wöchentlich vom Pfarrer den jeweiligen Stoff erläutert bekamen.

So eine Kindergottesdienstgruppe bestand in etwa aus 10 jüngeren Kindern.

Sie, Mr. schabernack, bringen mich auf die Möglichkeit, dass man auch interessierte Erwachsene jeglichen Alters hinzunehmen könnte.

Wir sind dabei...

... uns endgültig vom Niveau der europäischen Nachbarländer abzukoppeln. Das Länderkompetenzwirrwarr in der Bildungspolitik, ist doch genausowenig zielführend wie im Management der Corona-Pandemie. Der eine so, der andere so, grad wie es ihm gefällt, der eine nimmt Fördermittel, der andere lässt sie liegen. Hallo! Diese streitsüchtigen Provinzhäuptlinge vermasseln uns gerade die Zukunft dieses Landes. Nicht vergleichbare Abschlüsse, kaum Lehrer, Pleiten, Pech und Pannen, von Zustand und Ausstattung der Schulen garnicht zu reden. Dann sollen die Schulen in Corona-Zeiten noch mehr leisten und die Lehrer sollen alles umsetzen was den Bürokraten-Hirnen über Nacht so einkommt. Sind nicht Bildung und Zukunft immer ein großes Wahlkampfthema und was ist danach? Es geht immer um Politik aber was ist mit den Menschen im Lande, denen diese Art Politik nichts bringt? Der Umgang mit Unfähigkeit in der deutschen Politik muss sich radikal ändern. Nur so kommen wir vorwärts und halten Schritt.

Schneller und bezahlbarer ins Netz...

Aber richtiger hätte es doch heißen müssen, ein leistungsfähiges Intranet für die Schulen und Internetanschlüsse, sollten schon seit 20 Jahren zur Haushaltsgrundausstattung gehöre, (wie früher das Dampfradio) - ab solchen Artikeln merkt man immer sehr, wie weit wir noch hintern Mond kreisen

@Lyn

"...diese Berufsgruppe verdient genug, um die Geräte selbst anzuschaffen..."

Ich bin kein Lehrer und stehe deren Arbeitseinstellung sehr kritisch gegenüber (habe 2 Kinder und bekomme sehr gut mit, wie sich die Lehrerschafft vor und während Corona eingesetzt hat) jedoch ist es grundsätzlich so, dass wenn der Arbeitgeber ein gewisses Gerät als notwendig erachtet, seine Arbeit zu verrichten, er dieses dann zur Verfügung stellen muss. Das ist bei Millionen Büroangestellten genauso (und die könnten sich zum größten Teil ihre Rechner ja auch selber kaufen bzw. haben diese ja auch zu Hause). Wieso soll da bei Lehrern ein Unterschied gemacht werden. Hier muss dann lediglich min. Bundeslandeinheitlich eingekauft werden - bei den Mengen werden sicherlich sehr attraktive Preise mit den Herstellern zu verhandeln sein - ich würde mich freuen, diese Mengen einmal auszuschreiben und zu verhandeln ...

Glasfaser <> DSL

"Gemeint ist damit doch zumeist, dass Schulen zumindest mal ein Glasfaser-Anschluss bekommen. Aber selbst wenn die Schule nur zwei Computerräume hat und dort 50 Schüler gleichzeitig ein Lernvideo anschauen, ist diese Leitung überlastet."

Nein. Ein Glasfaser Anschluss bietet sehr viel höhere Bandbreiten als die üblichen DSL Anschlüsse. Auch können Glasfaser Anschlüsse einfacher erweitert werden. Da wird kein zusätzlicher Anschluss mehr benötigt.

Es steht mehr als genug Fördergeld bereit zum Abruf.

Da ich beide Seiten kenne, stimme ich anderen zu: was nützt das alles, wenn Deutsche Lehrer Nachhilfe in Didaktik für andere Unterrichtsmethoden benötigen. Hier ist Eigeninitiative gefragt. Doch bei den schlechten Arbeitskonditionen (schon vor Corona) kann ich nachvollziehen, wenn einigen die Motivation fehlt. Doch viele reißen sich dennoch ein Bein aus, statt ihre Schüler hängen zu lassen.

Ich weigere mich zu glauben, ...

... dass „die Lehrer“ erst aufwändig mit der Digitalisierung vertraut gemacht werden müssen, weil sie mit Computern in welcher Form auch immer angeblich nichts anfangen können. Mir kann niemand erzählen, dass Lehrer, die seit - sagen wir mal - zehn Jahren tätig sind, keine Computer nutzen. Das ist Unfug und völlig lebensfremd.

Und „Schule“ lebt vom Präsenzunterricht, vom unmittelbaren und direkten Kontakt unter den Beteiligten. Und nur so kann Schule dauerhaft bilden. Home schooling und Online-Unterricht können nur ausnahmsweise und kurzzeitig als Ersatz dienen.

10:56 von schabernack

Seit Corona ist, war ich regelmäßig ø an 1 Tag der Woche Präsenz-Lehrer-Ersatz für meine 2 Nichten (8 / 11 Jahre alt). [...] Mit dem Onkel lernen fanden sie besser als mit den Eltern.

Schade, dass nicht alle Schulkinder so einen Onkel haben! Mögliche ehrenamtliche Unterstützer (pensionierte Lehrer) sind den Risikogruppen zuzurechnen. Wie Sie beschreiben, ist es manchmal schwieriger, wenn die Eltern das Unterrichten übernehmen, weil diese zu eng miteinander verbandelt sind und eher Konflikte auftreten.

Ein Freund von mir, der erst nachmittags arbeitet, hat die schulische Unterstützung für den jüngsten Sohn seiner Partnerin übernommen. Fünfte Klasse. Leider läuft das nicht so reibungslos. Der Freund hat u.a. einen Versuchsaufbau für ein gut ausgefeiltes Dominosystem sehr kreativ selbst umgesetzen dürfen. Der Junge fand's wohl auch gut. ;-)
Und der Freund verfügt grundsätzlich über pädagogisches Geschick - aber hier scheitert auch er und eigentlich ist es nicht sein Job.

@09:23 von Nordbraut

Zum Vergleich.

Eine meiner Töchter arbeitet bei einem Jobcenter.
Als sie in Homeoffice ging, brauchte sie einen neuen Laptop.
Raten Sie mal, wer den bezahlt hat, nein, es war nicht die Behörde.
Teuer musste das Teil nicht sein, sie will ja nicht spielen.
Nächstes Jahr wird das Gerät bei der Steuer abgesetzt. Zusammen mit dem Arbeitszimmer.

Den Vergleich mit dem Bagger empfinde ich als Zumutung.
Preislich kann man das nicht vergleichen.

Schulbücher mal für alle einsehbar machen !

Übrigens, es müßte doch möglich sein, den Inhalt der besten Schulbücher für alle Klassenstufen bis zum Abi im Internet kostenlos einsehbar zu machen (zB Staat: Vertrag mit Verlegern) !!!!
(Wär ja eventuell auch ohne Corona ne gute Idee)

@anwi1

"Lehrer -bashing ist ja so einfach! "

Sie sind leider eher eine Ausnahme (aus meiner persönlichen Erfahrung und Erfahrung in meinem Umfeld aus verschiedenen Landkreisen). Deswegen verstehe ich nicht, warum wurde es nicht kontrolliert ob der Lehrer online unterrichtet oder nicht. Ob der Lehrer Arbeitsplätter zur Verfügung gestellt hat usw. Falls nicht warum? Braucht er eventuell Hilfe, oder krank, oder kein PC zu Hause, oder keine Lust? Jeder Mitarbeiter muss sich bei dem Chef melden - hier bin ich, ich habe diese Aufgaben usw...

Aber die Statt kann den Kindern und deren Eltern nicht zumuten noch ein weiteres Jahr in quasi nicht stattgefundenem Unterricht zu verbringen. Ich glaube kaum jemand kann sich leisten die Nachhilfe in jedem Fach zu bezahlen, um Versäumnisse vom Staat geradezubiegen.

Wofür war noch mal ...

... der Digitalpakt für Schulen?

Jede Menge Geld, um das man eine
riesige Bürokratiemauer baut und kein Konzept hat.
Weder der Bund noch die Länder oder Kultusministerien.

Deutschland hinkt Jahrzehnte hinter anderen Ländern hinterher.

Wie will man sich
denn austauschen ohne Internet?
Auch e-Mails werden über Internet versandt.

Es gibt in vielen Bundesländern Bildungsserver,
warum werden diese zuwenig bzw. nicht für das Bereitstellen auf Aufgaben und Ergebnissen genutzt?

Gleiches müssten / könnten Schulen einrichten.

Da müssen Schüler auch nicht sinnlos kugeln.

Aber dafür braucht es auch IT-Unterstützung. Bekanntlich wird im Bildungssektor an Personalkosten gespart.

Wenn Lehrer nicht einmal eine
dienstliche E-mail-Adresse haben, (obwohl die Schule eine Webseite hat), dann ist das schon erbärmlich.

Armes Deutschland

@10:09 von wosu0106

"Warum gibt's kein Unterricht in TV?

Wir haben mind. 250 Programme im Fernseher, wo nichts Sinnvolles läuft. Man könnte doch für jeden Jahrgang Kl. 1-10 2 Stunden am Tag Unterricht in Fernseher anbieten. Geschichte, Sachkunde, Sprachen etc."

Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass Mexiko das demnächst macht.

Jede Klassenstufe bekommt wohl einen eigenen Sender.

Und eine Glotze hat nun wirklich jeder Haushalt.

Ich finde, dass das eine hervorragende Idee ist.

@Lyn 11:53

Den Vergleich mit dem Bagger empfinde ich als Zumutung.
Preislich kann man das nicht vergleichen.
---
Das tut mir leid, dass ich Ihnen das zugemutet habe! Bin vielleicht ein wenig übers Ziel hinaus geschossen. Ich wollte damit eigentlich nur auf das Prinzip hinweisen, so wie es auch @Tomy_ED meiner Meinung nach vollkommen richtig und viel besser als ich dargestellt hat.

Lehrer und Laptops

Für alle, die hier schreiben, Lehrer können sich doch ihren Laptop selbst kaufen:

Das stimmt. Wir Lehrer haben ja auch alle einen Rechner und Peripherie zuhause.

ABER wir haben keinerlei Unterstützung bei der Wartung oder bei Problemen.
Noch weniger bei der Umsetzung von Datenschutz (sensible Schüler- und Elterndaten).

Jeder Betrieb mit , sagen wir mal 900 Mitarbeitern (soviele Mensche arbeiten an meiner Schule, also SchülerInnen und LehrerInnen) hat eine IT-Abteilung. Bei uns dürfen das zwei Kollegen machen, die sich ein wenig mit IT auskennen. Keine Profis...

Sie erhalten dafür ein paar Stunden Unterrichtsermäßigung... und können sich nicht um die technischen Probleme der LehrerInnen kümmern, denn die Schule hat genügend eigene!

Müssten alle Beschäftigten in der Wirtschaft EIGENE Rechner anschaffen, warten und updaten...

Da wäre das Geschrei groß!

Und steuerlich Absetzen ersetzt ja lange nicht die Anschaffungskosten!

@Eu-Schreck um 8:46

Ich denke das "Problem" ist immer das gleiche wenn es um etwas im Öffentlichendienst geht.

Als erstes müssen ganz viele wichtige Leute in einen Arbeitskreis. Danach muss man schauen wer denn Geldverdienen kann. Es geht schliesslich nicht das ein IT Unternehmen vor Ort da etwas verdient. Da muss es schon einer der großen sein.
Wenn die Planung dann gemacht ist wird eine GmbH gegründet die all dass was von Steuermitteln geplant wurde als Unternehmen umsetzt.
Und schwupps sind drei Jahre vergangen.

BTW: Ich hatte vier "alte" Rechner (mit 4 GByte und I5 CPU) die ich zusammen mit 19" Monitoren der Schule meiner Tochter schenken wollte. -> Kein Interesse.

11:31 von Eu-Schreck

"10:57 von Sausevind

Ansich gut aber überschätzen sie nicht die pädagogischen Fähigkeiten von Studenten. Einige haben sie, viele auch nicht."

.-

Natürlich haben Sie Recht.
Aber man darf auch nicht die pädagogischen Fähigkeiten der LEHRER überschätzen.

--
"Und unterstützen Sie nicht wie schwer es ist, renitente Schüler, die gerade Grenzen austesten, zu motivieren bzw. wenigstens so ruhig zu schalten dass die anderen was lernen können."

.-.

Das glaube ich aufs Wort.

Andererseits mache ich als Nachhilfekraft grade Erfahrung, wie man Schüler beim Telefonunterricht motiviert, die eigentlich schon durchhängen.
Es GEHT. Ich bin sowas von verblüfft.

Ich mache grad eine heftige Wandlung durch:
dieselben Schüler, die ich, als ich in ihrer Wohnung noch neben ihnen saß, nicht selten gähnten, sind am Telefon hochmotiviert.

Und DAs, obwohl sie genau wissen - worauf Sie ja anspielen -, dass sie kaum jemand demnächst prüfen wird.

Ich hoffe, Sie glauben mir:
die Schüler WOLLEN etwas können.

11:45 von Sausevind 10:56 von schabernack

Sie, Mr. schabernack, bringen mich auf die Möglichkeit, dass man auch interessierte Erwachsene jeglichen Alters hinzunehmen könnte.

Sie sind ganz sicher beide exzellente Nachhilfe- und Ersatzlehrer. :-)
Ich selbst habe eine Viertklässlerin (mit Migrationsgeschichte) vor einigen Jahren unterstützt, die eigentlich eine Empfehlung für Haupt- oder Realschule erhalten hat. Ich habe mich da wirklich sehr reingekniet. Aufsatzschreiben, Maßeinheiten, Gleich- und Wechselstrom, Fahrradprüfung, Wegbeschreibung auf Englisch usw. Hat mir Spaß gemacht, war aber auch sehr zeitaufwendig - ich habe mir in der Bibliothek zahlreiche Kopien gemacht. Es hat auch geklappt, das Mädchen konnte die Noten verbessern und zum Gymnasium gehen. Habe sie noch ein halbes Jahr begleitet, aber gemerkt, dass ein in weitere Fächer einarbeiten meine Zeit und Kompetenzen übersteigen. Grundsätzlich würde ich mich gerne wieder engagieren, aber dann doch eher auf wenige Bereiche fokussiert.

@ anwi1 (11:12)

Es ist nun mal so, dass kein PC einen anwesenden Lehrer vor Ort ersetzen kann und niemals wird.

Lernen läuft auch durch Aufbau einer zwischenmenschlicher Beziehung und das ist zu einem klumpen Plastik und Metall, was ein PC ist, nicht möglich. Dass am anderen Ende ein Mensch sitzt ist völlig egal. Welcher Erwachsene würde eine Fernbeziehung nur über den PC führen wollen - auch wenn es nur um eine nette Freundschaft gehen sollte? Keiner.

Wir sind soziale Wesen und brauchen den sozialen Umgang miteinander genauso wie Essen und Trinken. Lernen erfolgt durch Nachahmung meist älterer Artgenossen, meist denen, die das Individuum schon kennt und nicht fremden.

(Schon Kleinkinder erkennen den Unterschied zwischen lebendigen und leblosen Objekten, selbst wenn sie davon nur Spielfiguren bekommen. Das ist wohl angeboren, oder zumindest das es Erkennen zu können.)

Überbezahlte Lehrer

Ich bin Lehrer, Besoldungsgeuppe A13, Stufe 4 in Hessen(jeder kann über den TVL-Rechner schauen, was das in € bedeutet). Dann möge man dieses Gehalt bitte einmal in sozialversicherungspflichtiges Gehalt umrechnen und bedenken, dass wir nicht jedes Jahr Gehaltsverhandlungen beginnend bei plus 5% führen. Ach ja, Akademiker bin ich auch, Verantwortung trage ich dazu...
Aber: Genauso wie die Debatte über überbezahlte Lehrer kotzen mich alle Kollegen an, die nachweislich Faulpelze sind. Und davon gibt's tatsächlich genügend! Lösung: Abschaffen des Beamtenstatus+ Arbeitszeietfassung+Kontrollsysteme...
Wer soll denn dann aber diese marktgerechten Gehälter zahlen??? :-)

Am 14. August 2020 um 10:14 von Barthelmus

" Eine günstige Jahresflat (Telefon unbegrenzt) kostet mit 12GB ab 59,90€, also 5 Euro im Monat. "

Stellt sich die Frage, wo Sie das gefunden haben, hab gerade mal die Vergleichsseiten abgefragt, 12 GB mit Telefon für 5.- Teuro, wurde nirgends angezeigt.
Wäre die Antwort interessant.

"sind dabei, uns endgültig

"sind dabei, uns endgültig vom Niveau der europäischen Nachbarländer abzukoppeln."

Das ist doch schon vor langer Zeit passiert. Leider.

"Das Länderkompetenzwirrwarr in der Bildungspolitik," - Bildung sollte Sache des Bundes sein. Das ist in Österreich so und dort ist man schon sehr viel weiter (da gibt's natürlich auch Probleme).

11:53 von Lyn

Das finde ich nicht korrekt vom Arbeitgeber Ihrer Tochter. Ich habe ein Notebook gestellt bekommen, die Kollegen auch. Also das ist ärgerlich! Die Arbeitsmittel die wir selbst zahlen müssen sind Anzug etc.. Aber das ist ok und was anderes.
Sie können sie auf folgendes Argument hinweisen: Datensicherheit. Das ist bei meiner Arbeit mit ein Argument nur Notebooks des Arbeitgebers einzusetzen.

Schule 2020

Endlich das neue Spiel ist draußen! Schulsimulationsspiel. Punkte für die Klassenarbeiten im Onlineshop erhältlich! Engagieren Sie Privatlehrer um ihre Kinder schneller auf ein neues Level zu bringen. Treten Sie einer Klasse bei und gestalten Sie Ihren Lehrer selbst, mit dem Pimp my Teacher Paket. Erleben sie Events wie Weihnachtsfeier, Zeugnisausgabe und Klassenfahrt. .... Spielen sie auch das neue Spiel Deutschland2020 die Coronainvasion.... bin gespannt wie sich socialdistancing und Homeschuuling auswirken.

@klug und weise

"Man kann doch keinen online-U. abhalten, wenn nicht _alle_ Schüler schon rein technisch gar keine Möglichkeit haben, daran teilzunehmen; das wäre ja unfair!"

Wir hatten ein älterer funktionierender Laptop zu Hause frei. Frisch installiert. Ich hatte in der 2 Klassengruppen und in den Vereinsgruppen zum Verschenken angeboten. Keiner hat sich gemeldet! Alle sind versorgt...

Mir ist schon klar, dass nicht jedes Kind zu Hause ein Laptop / PC hat. Aber niemand aus der Schule hat überhaupt gefragt wer kein PC/ Drucker zu Hause hat. Nur kurz vor den Ferien gabs ein Brief aus einer den beiden Schulen.

Wir mussten die Blätter selbst ausdrucken ( nur 1 mal hat Grundschule 50 kopierte Blätter zu Verfügung gestellt)- die Kosten für die Druckerpatronen hat uns keiner erstattet... Deswegen verstehe ich Gejammer von den Lehrern nicht, dass die dies und das nicht haben. Und dies und das viel kostet…

Am 14. August 2020 um 11:47 von Tomy_ED

" Wieso soll da bei Lehrern ein Unterschied gemacht werden. Hier muss dann lediglich min. Bundeslandeinheitlich eingekauft werden - bei den Mengen werden sicherlich sehr attraktive Preise mit den Herstellern zu verhandeln sein - ich würde mich freuen, diese Mengen einmal auszuschreiben und zu verhandeln ... "

Wie kommt man auf die Idee, das Lehrer die Billiggeräte aus der Schule benötigen, sicher können Sie sich solche in der Schule leihen.
Es ist völlig Weltfremd zu glauben, das Lehrer keine guten Geräte für sich privat haben.
Schlechte Leitungen außerhalb der Stadt ja, aber schlechte Geräte ganz sicher nicht, und ich kenne durch die Arbeit sehr viele Lehrer.
Lehrer sind in der Regel nicht schlecht bezahlt, und auch nicht gerade Arm.

Einige Kommentare sind völlig an der Lebenswirklichkeit vorbei, dann gibt auch noch bei Lehrern einen Unterschied in den Bundesländern, Beamte oder Angestellt, soll ich jetzt dazu noch was schreiben.

Es gibt mehr zu tun als schnelles Internet

Unsere Schulen müssen überhaupt erstmal digitale Formate entwickeln. Es geht nich darum zu Hause Arbeitsblätter auszudrucken, sondern Kinder online ebenso effektiv zu unterrichten wie das in Präsenz geschieht.

um 11:34 von Sisyphos3

"aber viellei. cht sollte auch ein Lehrer. mal schauen wie. es in der freien Wirtscha. ft so läuft
mit der Moti. vation und der Erwartung an die Mot. ivation
natü. rlich bei Angestellten in der entsp. rechenden Geh. altsklasse
und dann mal vergleic. hen"

Ich bin immer wieder überrascht, wie anspruchsvoll Eltern sein können, während sieselbst eine Vorbildfunktion z. B. in der Pflege der Regeln der Deutschen Grammatik ablehnen. Zwei meiner Geschwister sind Lehrer/innen. Deren Belastungen und das
völlige Fehlen von Unterstützung aus der Politik und das auch noch in provozierend verwahrlosten Gebäuden möchte ich nicht teilen, nicht mal mit üppiger Pension.

@wosu0106

"Warum gibt's kein Unterricht in TV?"
Vielleicht weil es kaum was nützen würde? Unterricht besteht ja nur zu einem Bruchteil aus Belehrung. Was anderes dürfte aber auf diesem Weg wohl kaum möglich sein.

12:00 @Lyn @10:09 wosu0106

Sie erinnern mich daran, dass ich zu
DDR-Zeiten einige Sendungen für die
Schule geschaut habe, z.B. Englisch.

Das wäre fast wie Präsenzunterricht,
nur ohne direkte Rückmeldung durch die Schüler.

Man könnte dadurch auch die Lernzeiten besser strukturieren.

@Kaneel, 11:09

„Das Aufteilen bedeutet aber doch auch immer eine Mehrbelastung für die Lehrenden, da die Aufgaben für beide Unterrichtskonzepte erarbeitet (...) werden müssen“

Warum sollten für die jeweiligen „Klassenhälften“ mehrere (bzw. unterschiedliche) Unterrichtskonzepte zur Anwendung kommen?

„Ich vermute die Lehrenden haben bereits recht viel Handlungsfreiheit“

Dessen bin ich mir nicht so sicher. Am besten, man fragt sie selbst.

„Bestimmt wird das irgendwann auch gut funktionieren, womöglich nur nicht so ad hoc“

Wenn vom Prinzip „Planung und Kontolle“ wobei Letztere in der Praxis bekanntlich ohnehin noch nie wirklich funktioniert hat) auf das Setzen von am Prinzip „Freiheit UND Eigenverantwortung“ orientierten „Rahmenbedingungen“ übergegangen wird und jeder (also nicht nur Lehrer!) die Konsequenzen für sein Handeln „tragen“ muss funktioniert das auch ad hoc.
Was natürlich voraussetzt, dass jeder jederzeit die Möglichkeit hat, sich über die tatsächliche aktuelle Faktenlage zu informieren.

Haben leztes Jahr für mehrere

Haben leztes Jahr für mehrere Wochen Inselhüpfen in der Andamanensee gemacht, viele kleine Inseln mit teilweise gerade mal 2000 Einwohnern. Oftmals zu klein für eine normale Schule. Was soll ich sagen sehr viel digitaler Unterricht in kleinen Schulen wo nur eine Betreungskraft da war. W- Lan war nirgens ein Problem. Nur zur Errinerung Thailand nennen wir ein Schwellenland.Wir hatten überall Handyempfang und Internet. Habe da so richtig bemerkt wie rückständig Deutschland inzwischen leider geworden ist. Das einzig gute an Corona ist, das langsam alles ans Licht kommt. Nur fehlt mir der Glaube das sich nun was ändern wird.

Deutsche Schulen in der vorletzten Reihe?

Ein Geheimnis ist es den Politikern und ebenso dem Lehrkörper nicht, dass die BRD nicht mehr an erster Stelle steht! In EU-Staaten, die wesentlich kleiner und schmächtiger sind als die BRD, gibt es diese digitalen Kommunikations-Probleme nicht! Eine eindeutige Last, die ihnen auf dem Puckel hängt! Die BRD hatte die Möglichkeit bereits schon vor mehr als 20 Jahren ihre Nachfolgegenerationen auszurüsten für die Zukunft der BRD! Darüber zu meckern und Schuldige zu suchen, ist sinnlos! Offenbar sind Politiker auch nur Menschen, die Fehler begehen wie der normale Bürger auch! Es ist wesentlich sinnvoller bei allen Prozessen, die die Gesellschaft angehen, Universitäten aller
Fakultäten vorher einzuschalten!

@Sausevind 12:08

Natürlich haben Sie Recht.
Aber man darf auch nicht die pädagogischen Fähigkeiten der LEHRER überschätzen.
---
Da muss ich jetzt aber mal gegenan. Stimme Ihren Kommentaren in den meisten Fällen absolut zu, aber hier liegen Sie meiner Meinung nach vollkommen daneben. Klar gibt es immer bessere und weniger gute Lehrkräfte. Das gilt auch für Ärzte zum Beispiel. Trotzdem würde ich mich lieber von einem fertig studierten und rundum ausgebildeten Arzt behandeln lassen als von Medizinstudierenden. Weil die Wahrscheinlichkeit doch signifikant höher ist, dass der oder die Ärztin mir helfen kann. Das ist bei Lehrkräften, die von Ihrer Qualifikation durchaus mit Ärzten oder RichterInnen zu vergleichen sind, nicht anders.

11:59 von Leipzigerin59

«Wie will man sich denn austauschen ohne Internet?
Auch e-Mails werden über Internet versandt. Wenn Lehrer nicht einmal eine dienstliche E-mail-Adresse haben, (obwohl die Schule eine Webseite hat), dann ist das schon erbärmlich.»

Gerade e-mails sind auch eine Frage der Datensicherheit. Kaum ein anderes "Einfallstor" öffnet einfacher Tür & Tor für Schadsoftware aller Art als Anhänge von e-mails. Ob als PDF-Dateien, oder als Fotos im Anhang zu einer e-mail. Das ist ja der Weg, auf dem auch direkte Kommunikation Schüler / Lehrer wäre … hätten Lehrer personalisierte e-mail Adressen auf Servern in Schulen.

Viele Rechner an Schulen laufen noch unter Windows-Betriebssystemen, für die Microsoft Updates eingestellt hat. Also keine "Viren-Sicherheit" aktueller Art mehr ist.

Es sind sehr große & tiefe Baugruben, in denen zu Besser-Netz an Schulen gebuddelt werden muss. In diesem Aspekt ist Schul-Föderalismus in DEU sehr hinderlich … bis ganz grauenhaft.

Hier einheitlich wäre viel besser !

@Sharky_ffm

"BTW: Ich hatte vier "alte" Rechner (mit 4 GByte und I5 CPU) die ich zusammen mit 19" Monitoren der Schule meiner Tochter schenken wollte. -> Kein Interesse."

habe auch gleiche Erfahrung gemacht. Mein Arbeitsgeber wollte 20 "alte" funktionierende PCs (6 Jahre alt) an die Schule spenden. Kein Interesse...

das ist Horror

Kinder nur noch zu Hause, digitales Unterricht, Mutti auch zu Hause, wenn die kleiner sind.MÄNNER GEHEN ARBEITEN UND VERDIENEN DAS GELD.Mutti lernt mit ihren Kindern und passt auf sie auf.UND ALLE JUBELN HIER

12:10 @ LehrerFrankfurt

Ich bin auch gegen generelles Lehrerbashing.

Bedenken Sie jedoch, nicht alle Akademiker in der Wirtschaft bekommen so viel wie Sie mit A13, im Gegenteil.
Ich habe viele Jahre an einer Fachhochschule unterrichtet, E10 (Ost).

Gruß
Leipzigerin59

@Nordbraut

"Unterricht besteht ja nur zu einem Bruchteil aus Belehrung. Was anderes dürfte aber auf diesem Weg wohl kaum möglich sein."

und was nutzen 150 Arbeitsblätter zum Teil mit neuem Stoff der Lehrer einfach rausgibt und nicht mal kontrolliert? Meine Kinder mögen Doku-Filme und es bleibet viel mehr Stoff im Kopf als manchmal aus dem Unterricht.

12GB ab 59,90€

kostet es bei ALDI

12:38 @Nordbraut @wosu0106

Wieso nur "Belehrung"?

Gerade Fremdsprachenunterricht ginge sehr gut.
Schüler könnten die Vokabeln auch zu Hause vor dem Fernseher nachsprechen.

Grundlegende Erläuterung von neuem Stoff kann auch so erst einmal vermittelt werden.
Fragen dazu müssten die Schüler dem Lehrer schikrn, diese werden in der nächsten Sendung beantwortet.

12:37 von melancholeriker

was soll diese Bemerkung ?
auf meine doch sehr allgemein gehaltene Aussage
als Lehrer mal zu schauen wie es in der freien Wirtschaft abgeht

@wosu0106 13.05 und @Leipzigerin59 @13:12

@wosu
Die Arbeitsblätter bringen genau so wenig.

@Leipzigerin59
Ich hatte das mit den TV Sendern anders verstanden. Wie könnten die Fragen der SchülerInnen dort beantwortet werden? Wenn das geht, kann man drüber nachdenken. Aber ein Austausch der SchülerInnen untereinander dürfte schwierig werden.

@ Leipzigerin59

Da gebe ich Ihnen natürlich Recht! Ich spreche von vergleichbaren Kompetenzen in der Wirtschaft...
Die unterschiedliche Besoldung von Kolleginnen und Kollegen (Grundschule, HRS usw) ist natürlich eine Frechheit!
Grüße aus Frankfurt :-)

12:09 von Kaneel

«Ich selbst habe eine Viertklässlerin (mit Migrationsgeschichte) vor einigen Jahren unterstützt … Habe sie noch ein halbes Jahr begleitet, aber gemerkt, dass ein in weitere Fächer einarbeiten meine Zeit und Kompetenzen übersteigen.»

So meine Erfahrungen: Ab der Klassenstufe 7 wird es gerade in mathematischen & naturwissenschaftlichen Aspekten des Unterrichtens schwierig. Die meisten Erwachsenen, die nach der eigenen Schulbildung keinen Beruf erlernten, in dem diese Felder von Bedeutung sind. Geraten an Grenzen & Wissenslücken, die sie nur durch eigenes Lernen schließen könnten. Wenn sie denn neben eigenen Verpflichtungen in der Arbeitswelt Zeit dazu haben.

Wäre bei mir gar nicht anders, hätte ich nach dem Abi:
"Neusprachliches Gynasium" nicht einen Studiengang:
"Dipl.-Ing." abgeschlossen (FH Köln).

"Fokussiert weiter engagieren" scheint mir in vielen Bereichen möglich.
Alleine die Konzentration auf die 2 Sprachen DEU + ENG bietet viele Möglichkeiten, die Schülern sehr helfen !

12:37 von melancholeriker

Deren Belastungen und das völlige Fehlen von Unterstützung aus der Politik und das auch noch in provozierend verwahrlosten Gebäuden möchte ich nicht teilen, nicht mal mit üppiger Pension.
.
was hat das mit dem Thema zu tun ?
keiner zwingt jemanden Lehrer zu werden
ich will trotz des üppigen Einkommens nicht Arzt sein oder Richter oder ....

12:58 @schabernack 11:59 @Leipzigerin59

Sicher braucht man mindestens einen Profi, der Server und PC administriert,
mit (!) Anti-Viren-Software und der
IT-affine Lehrer anleitet.

Wenn alle Dokumente beim Ein- und Ausgang auf dem Server viren-geprüft werden, minimiert man schon mal das Risiko.

Ob nun privat jeder dafür Geld ausgeben kann, weiß ich nicht. Ich tue es.
Was kostenlose Programme leisten,
weiß ich nicht, da wäre ich vorsichtig.

Ich würde auch eher auf Opensource OS umsteigen, naja ...

Da sind auch die Office-Pakete kostenlos bzw. günstiger und nicht so lahm wie MS-Office.

@schabernack 13.22

"So meine Erfahrungen: Ab der Klassenstufe 7 wird es gerade in mathematischen & naturwissenschaftlichen Aspekten des Unterrichtens schwierig"
Meine Erfahrung ist, dass gerade der Grundschulstoff fast noch schwieriger ist. Je basaler die Fertigkeiten und Fähigkeiten, desto heikler die Unterstützung. Warum ist 1+1=2?
Weil es eben so ist.

@wenigfahrer

… weil ich genauso wenig wie mein Arbeitgeber möchte, dass firmeninterne Daten auf privaten Rechner abgespeichert werden möchte, dass die Lehrer meiner Kinder deren Daten ungesichert auf ihren privaten Rechnern halten. Ich habe persönlich auch einen privaten Rechner und einen vom Arbeitgeber gestellten - völlig normal in der freien Wirtschaft. Somit ist auch sichergestellt, dass auf dem gestellten Rechner immer die Software vorhanden ist, die für die Ausführung meiner Arbeit benötigt wird, Datensicherheit gewährleistet wird etc.
Es geht also auch um Standards und die Sicherstellung der Standards, nicht nur um das Gerät an sich....

12:10 von LehrerFrankfurt

12:10 von LehrerFrankfurt

"Abschaffen des Beamtenstatus"

.-.-.

Absolut richtig.
Absolut notwendig.

........

"Wer soll denn dann aber diese marktgerechten Gehälter zahlen??? :-)"

.-.-.-

Keiner.
Dann kommen endlich die Lehrer an die Schulen, die es wegen der Sache tun, und die anderen bleiben weg.

Das alles ist meine Überzeugung seit den Achtziger Jahren - aber die fällt mir jetzt erst wieder ein.

Danke!

12:09 von Kaneel

Ich selbst habe eine Viertklässlerin (mit Migrationsgeschichte) vor einigen Jahren unterstützt, die eigentlich eine Empfehlung für Haupt- oder Realschule erhalten hat.
.
1 /3 der Schüler flogen aus der Gymnasium Klasse meiner Tochter
meine eher humorvolle Anfrage beim Lehrer nach den Gründen antwortete der ebenso humorvoll/trocken
irgendwie müsste man ja die nicht mehr bindende Schulempfehlung bemerken
Es ist eben nicht jedem Menschen diese Schulart, Studium, etc. gegeben
das ist kein Manko hat derjenige eben andere Stärken
und ob man seinem Kind was "gutes tut" wenn es nur büffeln muß und trotzdem nur bei den Letzten ist,
ich weiß nicht ob das Kind dadurch glücklich wird

@wosu0106 - PC´s Schule spenden. Kein Interesse

Es ist ein Löbliches Angebot, doch wer will
das kuddel Muddel der Infrastruktur, nebst Rechtevergaben,Datenschutz denn
administrieren ?

Mit einem Anschlag ans schwarze Brett,
wäre vielen Schülern besser geholfen.

Zwar gibts dann keine Spendenquittung,
aber bei abholung kann man schon Kontakte
zu möglichen zukünftigen Azubis knüpfen

Zwei Medienverbindungen, die

Zwei Medienverbindungen, die definitiv allen Schülern zur Verfügung stehen, sind das Radio und das TV Gerät.
Aber das Schulfernsehen und der Schulfunk habe schon gleich zu Beginn der Corona - Krise kläglich versagt bzw. wurde von den Programmverantwortlichen dahingehend einfach nichts geleistet. Dabei hätten die Ö/R gut und gerne 10 - 12 Stunden ihrer täglichen Programmzeit dafür spenden können, den Schülern ein echtes Bildungsradio und Bildungsfernsehen anzubieten, anstatt die Privaten an Niveau ständig zu unterbieten.
Da gab es sogar früher richtig gute Konzepte auch für und mit Schulen und Lehrer.
Wo sind die hin, ARD?
Dafür wurden schließlich auch meine Gebühren genutzt.
Aber noch ist Corona nicht vorbei und bald werden auch wieder viele Schulen schließen müssen.
Ich hoffe, die Ö/R nutzen diese momentane Gunst der Stunde, um für
die nächsten Schließungszeiten der Schulen neue BildungsProgramme auszutüfteln.
Ihr könnt das schaffen.

um 13:25 von Sisyphos3 12:37 von melancholeriker

Das Thema ist eine konkurrenzfähige Ausstattung von Deutschen Schulen mit Personal und Material.

Die Glaubwürdigkeit der Politik hängt von der Konsequenz ab, mit der Konzepte präsentiert und vor allem umgesetzt werden. Das ist im Großen wie im Kleinen so, auch zuhause. Wenn ich keine Punkte setze und durch diese Lässigkeit zu verstehen gebe, daß mir Konventionen und Regeln schnuppe sind, kann ich nicht allen Ernstes erwarten, daß Lehrer meine Hausaufgaben machen, nämlich die der Vorbildfunktion. Die Glaubwürdigkeit der Älteren ist sehr viel wichtiger als allgemein angenommen.

12:46 von Nettie @Kaneel, 11:09

„Das Aufteilen bedeutet aber doch auch immer eine Mehrbelastung für die Lehrenden, da die Aufgaben für beide Unterrichtskonzepte erarbeitet (...) werden müssen“

Warum sollten für die jeweiligen „Klassenhälften“ mehrere (bzw. unterschiedliche) Unterrichtskonzepte zur Anwendung kommen?

Konzepte müssen vllt. nicht komplett unterschiedlich sein. Zu bedenken ist aber, dass der anwesende Teil sich Aufgaben womöglich interaktiv unter Zuhilfenahme der Rückfragemöglichkeit beim Lehrer erarbeitet. Das, was von den eigenverantwortlich Lernenden als Rückmeldung kommt, müssen Lehrende auch noch kontrollieren. Klingt für mich nach Mehrbelastung. Wobei, wenn die Lehrenden dazu übergehen, sich hier zu kooperieren, könnte dies kompensiert werden. :-)

@12:18 von Eu-Schreck

11:53 von Lyn

"Das finde ich nicht korrekt vom Arbeitgeber Ihrer Tochter. Ich habe ein Notebook gestellt bekommen, die Kollegen auch. Also das ist ärgerlich! Die Arbeitsmittel die wir selbst zahlen müssen sind Anzug etc.. Aber das ist ok und was anderes.
Sie können sie auf folgendes Argument hinweisen: Datensicherheit. Das ist bei meiner Arbeit mit ein Argument nur Notebooks des Arbeitgebers einzusetzen."

Die Datensicherheit ist kein Problem.
Die Leute, die beim Jobcenter im Homeoffice arbeiten, haben einen speziellen Zugang der genehmigt werden muss, auch ein spezielles Passwort.

Um die technischen Probleme kümmerte sich meine Tochter selbst.

Wer mit der Technik aufgewachsen ist, für den ist das kein Thema.

Was die Kommunikation anbelangt:
Es gibt von AG und auch für Freiberufler und Selbstständige spezielle Mail Accounts, die sehr, sehr sicher sind.
Ich kann das beurteilen, habe so etwas selbst genutzt.

12:46 von Nettie @Kaneel, 11:09

„Ich vermute die Lehrenden haben bereits recht viel Handlungsfreiheit“

Dessen bin ich mir nicht so sicher. Am besten, man fragt sie selbst.

Nun, Lehrende arbeiten doch sehr eigenverantwortlich. Natürlich müssen diese sich an den Lehrplan halten - aber wie sie das umsetzen, ist ihnen m.E. selbst überlassen. Werde aber in meinem Bekanntenkreis noch mal konkreter nachfragen und Ihnen bei Gelegenheit davon berichten. ;-)

Wenn vom Prinzip „Planung und Kontolle“ wobei Letztere in der Praxis bekanntlich ohnehin noch nie wirklich funktioniert hat) auf das Setzen von am Prinzip „Freiheit UND Eigenverantwortung“ orientierten „Rahmenbedingungen“ übergegangen wird und jeder (also nicht nur Lehrer!) die Konsequenzen für sein Handeln „tragen“ muss funktioniert das auch ad hoc.

Wie meinen Sie das, die Konsequenzen selbst tragen?

13:25 @ Sisyphos3

Warum wieder so kurzsichtig?

Es geht nicht darum, dass jemand gezwungen wird, sondern dass sich die Bedingungen mit Personaleinsparungen, überhaupt Sparmaßnahmen, teils überfüllten Lehrplänen u.a. verschlechtert haben.

Sollen die langjährigen Lehre alle kündigen?

12:56 von Nordbraut

<< @Sausevind 12:08

"Natürlich haben Sie Recht.
Aber man darf auch nicht die pädagogischen Fähigkeiten der LEHRER überschätzen."

---
Da muss ich jetzt aber mal gegenan. Stimme Ihren Kommentaren in den meisten Fällen absolut zu, aber hier liegen Sie meiner Meinung nach vollkommen daneben. <<

.-.-.

Ich liege nicht daneben.
Ich habe ja nicht gesagt, dass man stattdessen unstudierte Kräfte neben soll.

Aber dass Schüler oft in der Schule stören oder schlecht sind, liegt - deutlich nachprüfbar - oft an den Lehrern.

Was Lehrer - sowohl in Mathe als auch in Deutsch - vermitteln müssten, ist:
Interesse am Stoff.

Wenn Schüler fast mathe- und literaturtraumatisiert in die Nachhilfe kommen, dann muss genau das aufgebrochen werden, wenn es nicht lebenslang bleiben soll:

Literatur kann spannend sein, Mathe kann spannend sein.
Aber eigentlich sollten das die Lehrer in der Schule bereits hinkriegen.

13:15 von Sisyphos3

«auf meine doch sehr allgemein gehaltene Aussage
als Lehrer mal zu schauen wie es in der freien Wirtschaft abgeht»

Warum sollten Lehrer das tun?
Zu was sollte es ihnen nützlich sein?
Zu wissen, wie bspw. mein Berufsleben als Ingenier & Photograph ist.

Mir hift es auch nicht, zu schauen, wie es im Schul-Berufsleben zugeht. Wären die Jahre Mitte der 1980-er Jahre in DEU nicht Extrem-Saure-Gurken-Zeit für Berufsaussichten für Lehrer gewesen.

Wäre ich heutzutage mit (sehr) hoher Wahrscheinlichkeit selbst Lehrer.
Englisch + Spanisch + Sport sollten meine Fächer der Favoriten sein.
Nun bin ich kein Lehrer geworden, als Berufstätigkeit zum Geldverdienen.

Neiden neide ich Lehrern gar nichts. Auch nicht die immer wieder in verfälschender Art thematisierten Freien Nachmittage + Vielen Ferienzeiten. Die haben mit: "frei haben" so gut wie nie was zu tun.

Lehrer ist ein anderer Beruf als "Ingenieur-Photograph".
Andere Erfordernisse / Tätigkeiten / Berufsalltag.
Beides ist gut & wichtig !

@12:51 von Widerstand

Ein ausgezeichnetes Beispiel!

Mögen Ihren Post die richtigen Leute lesen.

13:27 @Nordbraut

"... Warum ist 1+1=2?
Weil es eben so ist. ..
"
So könnte man das sagen.
Man könnte allerdings auch erklären,
dass die (natürlichen) Zahlen einen Namen haben und dass vor über 100 Jahren ein italienischer Mathematiker (Peano) aufgeschrieben hat, wie man mit diesen Zahlen rechnet.

Er und andere haben das überprüft, und es hat sich als richtig bewährt.

" Bedenken Sie jedoch, nicht

" Bedenken Sie jedoch, nicht alle Akademiker in der Wirtschaft bekommen so viel wie Sie mit A13, im Gegenteil.
Ich habe viele Jahre an einer Fachhochschule unterrichtet, E10 (Ost).

Gruß
Leipzigerin59 "

In der Gruppe 1 bis 6 ?, denn die 10 sagt alleine nicht viel aus ;-).

Hier mal die aktuelle Tabelle ;-), von Junglehrer bis zur höchsten Stufen, geht nach 26 Jahren ja nicht weiter.

https://www.academics.de/ratgeber/gehalt-lehrer

Da muss man in der Freien Wirtschaft schon in einem Großbetrieb arbeiten, auf die Statistik und das Median Einkommen verzichte ich jetzt mal.
Ich hab lange genug mit Lehrer gearbeitet, weiß um die so schlechte Bezahlung gut Bescheid.

13:35 von Sisyphos3 12:09 von Kaneel

"Ich selbst habe eine Viertklässlerin (mit Migrationsgeschichte) vor einigen Jahren unterstützt, die eigentlich eine Empfehlung für Haupt- oder Realschule erhalten hat."
.
Es ist eben nicht jedem Menschen diese Schulart, Studium, etc. gegeben
das ist kein Manko hat derjenige eben andere Stärken und ob man seinem Kind was "gutes tut" wenn es nur büffeln muß und trotzdem nur bei den Letzten ist,
ich weiß nicht ob das Kind dadurch glücklich wird

Also, dass Mädel ist sehr pfiffig und die wird ihren Weg gehen. M.E. ist die frühe Selektion schwierig, wohin die Entwicklung geht, ist nicht unbedingt absehbar. Mehrgliedriges Schulsystem gibt es in anderen Ländern m.W. fast gar nicht. Manchmal werden so Chancen blockiert. Wenn wir als Gesellschaft nicht akademische Berufe so wenig wertschätzen, kein Wunder. Die Möglichkeit, nach der 10ten Klasse auf ein Gymnasium wechseln zu können, scheint vielen aber auch nicht bewusst zu sein.

13:22 von schabernack 12:09 von Kaneel

So meine Erfahrungen: Ab der Klassenstufe 7 wird es gerade in mathematischen & naturwissenschaftlichen Aspekten des Unterrichtens schwierig. Die meisten Erwachsenen, die nach der eigenen Schulbildung keinen Beruf erlernten, in dem diese Felder von Bedeutung sind. Geraten an Grenzen & Wissenslücken, die sie nur durch eigenes Lernen schließen könnten. Wenn sie denn neben eigenen Verpflichtungen in der Arbeitswelt Zeit dazu haben.

Selbst, wenn ich es verstehe, die Kunst ist ja das Vermitteln. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass das Rechnen in der Grundschule mittlerweile völlig anders gelehrt wird als zu meiner Zeit (1970erJahre).

13:27 von Nordbraut

«Meine Erfahrung ist, dass gerade der Grundschulstoff fast noch schwieriger ist. Je basaler die Fertigkeiten und Fähigkeiten, desto heikler die Unterstützung. Warum ist 1+1=2?
Weil es eben so ist.»

So meine Erfahrungen zu nervigen Kinderfragen zu Zahlen.
Und zu: "Warum ist 1 + 1 = 2 ?

Gegenfragen stellen mit Hinterdedanken:

Warum ist "Limo" Limo, "Gras" Gras, und ein "Baum" ein Baum ?
Weil man das so nennt … und man zum "Hamster" auch nicht "Hund" sagt !

Bleiben kleine Kinder uneinsichtig-nervig zu Zahlen.
Ganz einfach das nächste Mal ein Bier, oder Gras bringen.
Wenn die Kinder fragen, ob sie Limo haben können.

Sie werden schnell begreifen. Dass es viel besser ist.
Sich auf Begriffe zu einigen … um Verwechslungen zu vermeiden.
Und sie werden es zu schätzen lernen.
Selbst nicht länger genervt & verulkt zu werden !

Am 14. August 2020 um 13:29 von Tomy_ED

" Somit ist auch sichergestellt, dass auf dem gestellten Rechner immer die Software vorhanden ist, die für die Ausführung meiner Arbeit benötigt wird, Datensicherheit gewährleistet wird etc.
Es geht also auch um Standards und die Sicherstellung der Standards, nicht nur um das Gerät an sich.... "

Das ist im Schulnetz auch nicht anders, deshalb haben die Lehrer ja Notebooks von der Schule, und dann gibt noch das getrennte Verwaltungsnetz in der Schule.
Alles geht über den Server, auch E-Mail an die Lehrer, alles spezielle Schulsoftware, auch die Virenprogramme, alles andere wird blockiert.
Mir müssen Sie das nicht erzählen, ich kenne die Bedingungen in der Schule, nur die die zuerst darüber schimpfen, meist nicht ;-).

Es ging um die privaten Geräte der Lehrer, und ob die Armen sich das leisten können ;-).

Es soll ja Menschen geben, die haben in Ihrem langen Leben, mehrere Arbeitsstellen ausgefüllt, und können sich noch erinnern, wie bestimmte Dinge sind und eingerichtet werden ;-).

13:55 von Kaneel

Mehrgliedriges Schulsystem gibt es in anderen Ländern m.W. fast gar nicht. Manchmal werden so Chancen blockiert.
.
ich sehe darin eher einen Vorteil
es gibt ja auch weltweit (außer Schweiz/Österreich) keine Berufsausbildung wie bei uns
ich machte auch meinen Weg über den 2. Bildungsweg
allerdings, nach der 10. Klasse zu wechseln zu wollen,
das Niveau einer Mittelschule gar Hauptschule unterscheidet sich gewaltig von einem Gymnasium

Zitat : "nicht akademische Berufe so wenig wertschätzen," das ist ein Problem in unserer Gesellschaft ein riesen großes

13:54 @ wenigfahrer

Das war von 2003 bis 2015,
Bewährungsaufstieg (so hieß das doch?)
nicht möglich.
Gruppe 3.

Berufserfahrung nach(!) der Wende ab 1990

@Leipzigerin59 und @schabernack

13:52 von Leipzigerin59
14:02 von schabernack

Haben Sie womöglich beide Ihre Berufung verfehlt? :-)

Digitalisierung ist nicht das Problem

Viele Lehrer haben keinen Bock sich jetzt auch noch als Hilfs-ITler zu verdingen, denn der Online Unterricht - oder wie die Kultusministerien es sagen „Distanzunterricht“ (denn Distanz besteht ja ohnehin, schließlich kann der Unterricht ja auch per Telefon/SMS/email ablaufen - das ist eigentlich ironisch von mir gemeint, trifft aber des Pudels Kern!), verlangt Kompetenzen, über die eine durchschnittliche deutsche Lehrkraft nicht verfügt oder verfügen will.

Frei nach dem Motto: „wenn ich per Zoom, Skype und mit Scanner und Laptop Unterricht hätte machen wollen, hätte ich Informatik studiert statt Lehramt“! Der Staat sieht sich von Ausnahmen abgesehen auch nicht in der Lage (oder ist nicht gewillt), die Dienstpflicht für die Beamten durchzusetzen. Auch an entsprechender Fortbildung hapert es.

Ausbaden müssen das, wie immer, Schüler und Eltern!

13:40 von melancholeriker

da mögen sie durchaus Recht haben
aber trösten sie sich
am Stammtisch formuliere ich anders als hier
und ne Bewerbung würde was die Interpunktion anbelangt auch anders ausschauen
dann ein allgemeines Problem hier
da formuliert man 10 ... 20 Minuten und wenn man es wegschicken will ist der Thread zu
schon aus dem Grund lese ich häufig nur sehr flüchtig und schicke die Rohfassung ab

13:45 von Leipzigerin59

natürlich nicht
ohnehin meine ich es wird zu wenig in die Bildung investiert
aber anderes Thema

Die Lösung: Digitalisierung????

Schnelleres Internet? Laptops? Etc.
Klingt eher wie: Wir geben Geld aus und dann wird schon alles irgendwie gut. Technik hilft ja immer. Die Kinder können zu Hause bleiben. Lehrer können eingespart werden. Gibt ja Programme für jedes Fach. Problem gelöst.
Stellt sich eigentlich ein Befürworter für solch ein Szenario die Fragen: Was ist noch Notwendig um dies durchzuführen? ( Programme, Techniker, Ausbildung/ Fortbildung von Lehrern, Hilfssysteme für benachteiligte, etc.) UND Was sind die Folgen? Mittelfristig, Langfristig? ( Sozialer Umgang, Chancengleichheit, Individualisierung, welche Kompetenzen könnten verloren gehen, etc.)

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